vbw-Rohstoffpreisindex
Rohstoffpreise geben nach, liegen aber fast 80 Prozent über dem Vor-Corona-Niveau
Der Rohstoffpreisindex der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ist im Juli den zweiten Monat in Folge zurückgegangen. Gegenüber Juni sank der Index um 4,5 Prozent auf 195,5 Punkte.
Aufgrund starker Anstiege in den Vormonaten liegen die Preise jedoch weiter auf hohem Niveau. „Die sinkenden Preise seien noch kein Signal zum Aufatmen. Im Vergleich zum Durchschnitt des letzten Vorkrisenjahres 2019 lägen die Rohstoffpreise für die bayerische Wirtschaft sogar um fast 80 Prozent höher, verglichen mit dem Vorjahresmonat Juli immer noch um knapp 30 Prozent, meint vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. „Die Belastungen für unsere Unternehmen bleiben massiv. Wir brauchen hier dringend Entlastungen. Auch eine dauerhafte und verlässliche Friedenslösung des Iran-Kriegs sind dringend nötig. Ein zuverlässiger Bezug von Rohstoffen zu bezahlbaren Preisen ist grundlegend, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu sichern.“
Die Preise für Industriemetalle gingen im Juli um durchschnittlich 4,4 Prozent gegenüber Juni zurück. Verantwortlich dafür waren vor allem deutliche Preisrückgänge bei Aluminium (-8,8 Prozent) und Stahlschrott (-7,0 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat Juli 2025 lagen die Kosten für die im Index enthaltenen Industriemetalle hingegen um knapp 30 Prozent höher. Den dramatischsten Zuwachs im Jahresvergleich verzeichnete Wolfram (+457,5 Prozent). Mehr als doppelt so teuer wurden außerdem Tantal (+162,6 Prozent), Lithium (+144,6 Prozent) und Indium (+126,8 Prozent). Die Preise für Chrom (-9,7 Prozent), Blei (-7,6 Prozent) und Titan (-2,7 Prozent) gaben gegenüber dem Vorjahr hingegen nach. Die Preise für Edelmetalle gingen im Juli erneut deutlich um durchschnittlich 7,5 Prozent zurück. Neben Silber (-11,8 Prozent) wurden auch Platin (-6,0 Prozent) und Gold (-3,7 Prozent) günstiger. Aber im Vergleich zum Vorjahresmonat lag aber vor allem der Preis für Silber (+56,0 Prozent) weiterhin um einiges höher.
Der Teilindex für Seltene Erden stieg im Juli, entgegen dem allgemeinen Trend, um 3,5 Prozent gegenüber Juni an. „Gegenüber dem Vorjahreszeitraum lag der Index damit um knapp 50 Prozent höher. Sowohl im Vergleich zum Vormonat Juni als auch im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli 2025 stiegen die Preise für das unter anderem in der Elektronikindustrie und der Medizintechnik eingesetzte Gadolinium mit einem Plus von 10,8 beziehungsweise 118,7 Prozent am stärksten“, erläutert Brossardt.
Angesichts der hohen Rohstoffkosten und geopolitischer Unsicherheiten fordert die vbw eine dringende politische Priorisierung der Rohstoffversorgung, um die industrielle Basis in Bayern zu sichern. „Die Rohstoffeffizienz und ‑substitution muss weiter mit marktgerechten Anreizen vorangetrieben werden, während gleichzeitig neue Märkte mit gleichwertigen Wettbewerbsbedingungen erschlossen werden müssen. Statt einer schleichenden Deindustrialisierung brauchen wir jetzt die Weichenstellung hin zu einer Reindustrialisierung“, sagt Brossardt abschließend.
Basisjahr für den vbw Rohstoffpreisindex ist 2015 (2015=100). In den vbw Rohstoffpreisindex fließen die Weltmarktpreise von 42 Rohstoffarten ein. Es handelt sich um Preise auf US-Dollar Basis. Diese werden gewichtet mit dem Importanteil des jeweiligen Rohstoffes nach Bayern. Der komplette vbw-Rohstoffpreisindex ist hier zu finden.
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Pressemitteilung zu den Ergebnissen der PISA-Studie 2025
Schüler in Kernfächern weiter abgerutscht
Die Ergebnisse der PISA-Studie 2025 zeigen, dass Schüler in Kernfächern weiter abgerutscht sind. Ein Alarmsignal für den Wirtschaftsstandort, wie die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. betont.
„Gut 20 Prozent der deutschen Schülerinnen und Schüler verfügen laut der aktuellen PISA-Studie über keine sicheren Basiskompetenzen in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften. Diese Ergebnisse sind alarmierend, sie offenbaren dringenden Handlungsbedarf. Die Jugendlichen sind in den Kernkompetenzen nach dem letzten PISA-Schock 2022 erneut zurückgefallen“, kommentiert Bertram Brossardt, der Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., die Ergebnisse. Laut vbw ist die Entwicklung höchst bedenklich, denn durch die schlechten Leistungen sinken auch die Chancen der Jugendlichen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Brossardt macht klar: „Für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandortes sind wir auf gut qualifizierten Fachkräfte- und Akademikernachwuchs dringend angewiesen. Er ist das Wertvollste, was wir als rohstoffarmes Land haben. Darum können wir uns solche Ergebnisse schlichtweg nicht leisten. Wir müssen dringend mit Maßnahmen gegensteuern, indem Bund und Länder die eingeleiteten Reformen nach PISA 2022 noch konsequenter umsetzen. Das ist die einzige Chance, um international nicht den Anschluss zu verlieren.“
Zentraler Hebel aus den angestoßenen länderspezifischen Maßnahmen wie der PISA-Offensive 2023 in Bayern ist laut vbw die konsequente Sprachförderung. „Da eine gesicherte Sprach- und Lesekompetenz fächerübergreifend ausschlaggebend für gute Leistungen ist, müssen wir diese Fähigkeiten früh fördern, Sprachdefiziten entgegenwirken und Sprachkompetenz mit Leistungstests auch an weiterführenden Schulen kontinuierlich sicherstellen. Die Basiskompetenzen Deutsch und Mathematik müssen wir ins Zentrum rücken und für mehr Partizipationsgerechtigkeit sorgen, indem wir das Ganztagesangebot weiter ausbauen. Auch die Potenziale des bundesweiten Startchancen-Programms müssen wir noch gezielter nutzen. Uns darf kein Kind und kein Jugendlicher auf dem Bildungsweg verloren gehen“, so Brossardt.
Gleichzeitig macht die vbw klar, dass die deutschlandweite PISA-Studie nicht automatisch Aussagen zu den länderspezifischen Leistungen zulässt. „Entsprechend wichtig sind für uns die Ergebnisse der föderalen Leistungstests wie dem INSM-Bildungsmonitor, der am 14. September 2026 vorgestellt wird. Dieser und auch der IQB-Bildungstrend haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass die bayerischen Schulen bei einem bundesweit absinkenden Bildungsniveau immerhin noch besser aufgestellt sind als der Bundesdurchschnitt. Die Bayerische Staatsregierung hat mit ihrem Maßnahmenkatalog nach dem letzten PISA-Schock 2022 an den richtigen Stellen nachgesteuert, aber diese negative Entwicklung macht auch vor den Klassenzimmern im Freistaat nicht halt. Wir dürfen uns auf guten Ergebnissen nicht ausruhen und müssen insbesondere die mit der PISA-Offensive 2023 eingesetzten Maßnahmen, wie etwa die durchgängige Sprachförderung, gezielt weiter kraftvoll umsetzen”, betont Brossardt abschließend.
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vbw-Rohstoffpreisindex
Neuer Höchststand der Rohstoffpreise
Der Rohstoffpreisindex der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ist im Mai erneut angestiegen. Gegenüber April legte der Index um 3,5 Prozent zu und erreichte mit 209,1 Punkten einen neuen Höchststand.
Seit einem Jahr ist der Index, abgesehen von einem minimalen Rückgang im August 2025, jeden Monat gegenüber dem jeweiligen Vormonat angestiegen. Im Vergleich zu Mai 2025 lag der Index um satte 42,5 Prozent höher. „Die massiven Preissprünge in den vergangenen Monaten kommen vor allem durch den Iran-Krieg. Wir hoffen, dass trotz des wiederaufflammenden Konflikts zwischen den USA und dem Iran schnell eine dauerhafte stabile Lösung gefunden werden kann. Wie schnell dies gelingt und wie schnell sich die Märkte erholen, ist unklar. Fakt ist: Unsere Unternehmen brauchen auf der Kostenseite dringend Entlastungen. Hier spielen die Rohstoffpreise eine große Rolle“, sagt vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Die Preise für Industriemetalle stiegen im Mai leicht unterdurchschnittlich um 3,2 Prozent gegenüber dem Vormonat an. Deutlich teurer wurden im Mai vor allem Germanium (+27,4 Prozent), Lithium (+13,7 Prozent) und Zinn (+10,0 Prozent). Auch die Preise für die für Bayern sehr wichtigen Industriemetalle Kupfer (+5,1 Prozent) und Aluminium (+2,1 Prozent) legten weiter zu. „Nur wenige der im Index enthaltenen Industriemetalle wurden im Mai günstiger. Gegenüber dem Vorjahresmonat Mai 2025 verteuerten sich Lithium und Wolfram mit Abstand am stärksten. Der Preis für Lithium stieg um 210,8 Prozent, der Preis für Wolfram sogar um 556,6 Prozent“, erläutert Brossardt.
Der Preisindex der Seltenen Erden ging – entgegen dem allgemeinen Trend – leicht um 0,5 Prozent zurück. Günstiger wurden vor allem Praseodym und Dysprosium, jeweils um 4,3 Prozent sowie Neodym um 4,1 Prozent. Die Preise für Gadolinium (+6,2 Prozent) und Cerium (+2,5 Prozent) stiegen hingegen erneut an. Die Preise für Edelmetalle gingen im Mai gegenüber dem April um 0,2 Prozent zurück. Neben Palladium (-5,3 Prozent) wurden auch Gold (-2,8 Prozent) und Platin (-1,7 Prozent) günstiger. „Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichneten hingegen alle im Index enthaltenen Edelmetalle deutlich höhere Preise. Das zeigt, dass wir uns nach wie vor auf einem deutlich zu hohen Preisniveau bewegen“, mahnt Brossardt.
Die vbw fordert angesichts der hohen Preise, den Bezug von Rohstoffen politisch dringend zu priorisieren: „Eine sichere Rohstoffverfügbarkeit zu bezahlbaren Preisen bleibt für die Unternehmen eine große Herausforderung. Um Abhängigkeiten von einzelnen Lieferländern und der geopolitischen Weltlage zu verringern, müssen wir dringend neue Märkte mit gleichwertigen Wettbewerbsbedingungen erschließen“, so Brossardt.
Basisjahr für den vbw Rohstoffpreisindex ist 2015 (2015=100). In den vbw Rohstoffpreisindex fließen die Weltmarktpreise von 42 Rohstoffarten ein. Es handelt sich um Preise auf US-Dollar Basis. Diese werden gewichtet mit dem Importanteil des jeweiligen Rohstoffes nach Bayern. Der komplette vbw-Rohstoffpreisindex ist hier zu finden.
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Studie „Regionale Arbeitslandschaften“
Fachkräfteengpässe in Bayern bis 2035 – in Oberfranken werden 42.000 Personen fehlen
Der Arbeitskräfte- und Fachkräftemangel werde sich in Oberfranken bis 2035 kontinuierlich und deutlich verschärfen, teilt die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. mit. Das Angebot gehe stärker zurück als die Nachfrage, so dass die Fachkräftelücke in der Region von 26.300 Personen im Jahr 2025 auf knapp 42.000 Personen im Jahr 2035 wachsen werde.
Besonders rapide werde sich die Lage zwischen 2029 und 2035 verschlechtern. „Damit ist Oberfranken eine der vom Fachkräftemangel am stärksten betroffenen Regionen in Bayern. In 30 von 36 Berufshauptgruppen werden Engpässe auftreten. Zentraler Treiber ist die demografische Entwicklung. Zahlreiche Beschäftigte gehen in Rente, gleichzeitig sinkt die Geburtenrate“, schildert Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., die Ergebnisse der Studie „Regionale Arbeitslandschaften“ für Oberfranken. Die Neuauflage der Studie von 2023 wurde von der Prognos AG im Auftrag der vbw erstellt und heute vorgestellt. Sie nimmt erneut die Entwicklung des Angebots und der Nachfrage von Arbeitskräften in den einzelnen Landkreisen sowie kreisfreien Städten in den Blick. Das zugehörige Webmagazin ermöglicht Einblicke in die regionalen Unterschiede sowie Entwicklungen vor Ort.
Erstmalig arbeitet die aktuelle Studie neben dem oben genannten Basisszenario mit zwei zusätzlichen Szenarien, bei denen die Lücke an qualifizierten Beschäftigten je nach wirtschaftlicher Entwicklung kleiner oder größer ausfällt. „In jedem Fall wird das Arbeitskräfteangebot im Freistaat stärker zurückgehen als die Nachfrage. Insgesamt fällt die errechnete Lücke aber aufgrund der angespannten konjunkturellen Lage sowohl für Oberfranken als auch für Bayern kleiner aus als noch im Jahr 2023 angenommen. Damals hatten wir für Oberfranken noch eine Fachkräftelücke bis 2035 von 78.000 Personen prognostiziert. Mit Blick auf das Arbeitskräfteangebot in ganz Bayern zeigt sich ein Nord-Süd-Gefälle. Die ländlichen Kreise Oberfrankens sind davon besonders betroffen. So sinkt das Arbeitskräfteangebot am stärksten in Kronach mit einem Minus von 13,5 Prozent und Wunsiedel mit einem Minus von 12,1 Prozent“, führt Brossardt aus und ergänzt: „Etwas besser ist die Lage in der Stadt Bamberg mit einem Minus von 5,6 Prozent. Gleichzeitig steigt das Arbeitskräfteangebot in den Ballungszentren. Ein echtes Überangebot sehen wir aber nirgendwo in Bayern und Oberfranken. Bei der Nachfrage zeigt sich ein differenzierteres Bild, denn hier ist die wirtschaftliche Struktur vor Ort ausschlaggebend.“ Der Arbeitskräftemangel manifestiert sich 2035 in Oberfranken am stärksten im Landkreis Kulmbach, wo die Nachfrage nach insgesamt 32.600 Arbeitskräften um rund 12,3 Prozent über dem Angebot liegen wird. In der Stadt Bamberg dagegen wird die Nachfrage mit 63.400 Arbeitskräften das Angebot um rund 4,7 Prozent übersteigen.
„Die Zahlen zeigen, dass die Fachkräftesicherung für die oberfränkischen Unternehmen langfristig eine zentrale Zukunftsaufgabe bleibt. Darum müssen wir alle Beschäftigtenpotenziale heben, etwa indem wir die Erwerbsbeteiligung von Älteren und Teilzeitkräften erhöhen. Gleichzeitig müssen wir die Arbeitszeitpotenziale heben, indem wir die Arbeitszeit flexibilisieren“, so Brossardt abschließend. Die Studie und das Webmagazin zur Entwicklung in Oberfranken sind hier abrufbar.
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vbw-Pressemitteilung zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft 2026
Mitfiebern und anfeuern, aber: Fußball-WM hebelt Arbeitsrecht nicht aus
Anlässlich der heute startenden Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko macht die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. darauf aufmerksam, dass während der kommenden fünfeinhalb Wochen für Arbeitnehmer grundsätzlich keine anderen Regeln im Unternehmen gelten als üblich.
„Beschäftigte müssen ihre Arbeit pünktlich antreten und dürfen den Arbeitsplatz weder ohne Genehmigung verlassen noch Spiele während der Arbeitszeit verfolgen. Es sei denn, der Arbeitgeber trifft Ausnahmeregelungen. Die Entscheidung darüber liegt aber allein in seinem Ermessen“, sagt vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Er weiß, dass viele Unternehmen ihren Beschäftigten erlauben, die WM auch während der Arbeitszeit zu verfolgen, um mit ihrer Mannschaft mitzufiebern und sie anzufeuern. Voraussetzung sei natürlich, dass dies keine negativen Auswirkungen auf den Betriebsablauf habe. „Bei manchen Tätigkeiten ist es einfach nicht machbar, nebenher ein Spiel anzuschauen oder anzuhören. Aber wo es möglich ist, finden die Betriebe in der Regel gute und pragmatische Lösungen.“
Viele Spiele der Fußball-WM finden am Abend deutscher Zeit oder am Wochenende statt. Fernseh- und Hörfunksender übertragen Matches aber auch in der Nacht oder am frühen Morgen. Zudem sind viele Public-Viewing-Veranstaltungen geplant. Nicht wenige Beschäftigte in Bayern, unter anderem in Hotels und Gaststätten oder im verarbeitenden Gewerbe, arbeiten im Schichtdienst. In der bayerischen M+E‑Industrie sind beispielswiese in gut der Hälfte der Betriebe Beschäftigte überwiegend im Schichtdienst tätig. „Wenn es keine spezielle betriebliche Vereinbarung gibt, müssen Beschäftigte, deren Arbeitszeit oder Tätigkeit nicht mit der Live-Ausstrahlung der Spiele vereinbar ist, Urlaub nehmen. Dieser muss – wie üblich – mit den Kollegen abgestimmt sein. Der Vorgesetzte kann den Antrag dann aus wichtigen betrieblichen Gründen immer noch ablehnen, zum Beispiel wegen zeitkritischer Kundenprojekte“, betont Brossardt.
Die vbw blickt auch aus wirtschaftlicher Sicht mit besonderem Interesse auf die WM, sind doch die Gastgeberländer bedeutende Handelspartner für den Freistaat. „Trotz der aktuell angespannten Situation sind unsere Wirtschaftsbeziehungen zu den USA nach wie vor sehr eng. Mit einem Volumen von mehr als 37 Milliarden Euro waren die Vereinigten Staaten von Amerika 2025 erneut zweitstärkster Handelspartner des Freistaats. Auf der Liste unserer größten Exportmärkte stehen die USA sogar ganz oben – mit einem Wert an ausgeführten Waren von rund 26 Milliarden Euro im vergangenen Jahr“, erläutert Brossardt. Laut vbw war Mexiko mit einem Handelsvolumen von rund vier Milliarden Euro 2025 die Nummer 25 der wichtigsten Handelspartner Bayerns, Kanada lag mit rund 2,6 Milliarden Euro auf Rang 29.
Allerdings waren die bayerischen Handelsvolumina 2025 mit allen drei Ländern rückläufig: Die Exporte in die USA gingen um 9,8 Prozent zurück, nach Kanada um 2,1 Prozent und nach Mexiko um 4,4 Prozent. Auch die Importe reduzierten sich um 12,4 Prozent (USA), 2,0 (Kanada) beziehungsweise 20,4 Prozent (Mexiko). „Das gibt uns sehr zu denken. In diesen Zahlen spiegelt sich einerseits die zunehmend schrumpfende Wettbewerbsfähigkeit wider, die größtenteils aus den Standortproblemen in Deutschland resultiert. Andererseits zeigt die Entwicklung die große Verunsicherung unserer Unternehmen infolge der US-amerikanischen Zollpolitik, die nicht nur den Warenaustausch mit den Vereinigten Staaten, sondern auch mit Mexiko und Kanada belastet. Wir hoffen, dass die WM positive Impulse setzen kann, damit sich die ‚Chemie‘ insbesondere zwischen Europa und den USA wieder bessert. Die WM 2006 hat bekanntlich einen Stimmungswandel herbeigeführt. Meine Hoffnung ist, dass auch die WM 2026 in der Hinsicht zumindest einen kleinen Beitrag leisten kann.“
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vbw-Rohstoffpreisindex
Rekordhoch bei Rohstoffpreisen im April – Belastung für die Industrie wächst weiter
Der Rohstoffpreisindex der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. legte im April 2026 gegenüber März um 4,3 Prozent auf einen neuen Höchststand von 202,1 Punkten zu, wie die vbw mitteilt. Damit wachse die Belastung für die Industrie weiter.
„Die Rohstoffpreise haben ein neues Allzeithoch erreicht und das bisherige Rekordniveau aus dem März 2022 überschritten. Die Dynamik der vergangenen Monate setzt sich fort und verschärft die ohnehin angespannte Lage für die Unternehmen im Freistaat weiter“, erklärt vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Der Teilindex für Industriemetalle stieg im April um 4,5 Prozent. Besonders stark verteuerte sich Germanium (+16, 7 Prozent), das unter anderem für die Herstellung von Halbleitern und Solarzellen relevant ist. Auch Aluminium wurde mit einem Anstieg von 6,6 Prozent merklich teurer. Im Vergleich zum April 2025 zeigt sich eine extreme Entwicklung bei einzelnen Rohstoffen: „Der Preis für Wolfram stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 642,7 Prozent – und damit um mehr als das Siebenfache innerhalb eines Jahres. Das knappe Angebot trifft auf eine stark wachsende Nachfrage aus der Technologie- und Rüstungsindustrie. Wolfram wird unter anderem bei der Herstellung von KI-Chips und modernen Waffen eingesetzt. Aluminium verteuerte sich im Jahresvergleich um 50,9 Prozent. Das belastet die Unternehmen im Freistaat besonders stark, da Aluminium in vielen industriellen Anwendungen unverzichtbar ist und die Produktionskosten entsprechend deutlich steigen“, so Brossardt.
Entgegen dem allgemeinen Trend ging der Teilindex für Seltene Erden im April um 3,3 Prozent zurück. Deutlich günstiger waren vor allem Samarium (-37,6 Prozent) und Praseodym (-11,1 Prozent). Gleichzeitig kam es bei einzelnen Rohstoffen wie Gadolinium (+17,5 Prozent) und Cerium (+11,5 Prozent) zu spürbaren Preisanstiegen. Auch die Preise für Edelmetalle gaben im April nach. Der entsprechende Teilindex sank gegenüber März um 2,5 Prozent. Neben Gold (-2,8 Prozent) vergünstigte sich auch Silber (-2,6 Prozent). Im Vorjahresvergleich blieb insbesondere Silber jedoch auf einem sehr hohen Niveau und ist weiterhin mehr als doppelt so teuer (+135,4 Prozent).
Angesichts der anhaltend hohen Preise fordert die vbw, den Bezug von Rohstoffen politisch zu priorisieren. „Wir müssen unsere Abhängigkeiten reduzieren, Lieferketten breiter aufstellen und die Kreislaufwirtschaft konsequent stärken. Nur so können wir die Versorgungssicherheit langfristig gewährleisten und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen sichern“, betont Brossardt.
Basisjahr für den vbw Rohstoffpreisindex ist 2015 (2015=100). In den vbw Rohstoffpreisindex fließen die Weltmarktpreise von 42 Rohstoffarten ein. Es handelt sich um Preise auf US-Dollar Basis. Diese werden gewichtet mit dem Importanteil des jeweiligen Rohstoffes nach Bayern. Der komplette vbw-Rohstoffpreisindex ist hier zu finden.
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Lage der bayerischen M+E‑Industrie
Verlust von fast 30.000 Arbeitsplätzen in den letzten zwei Jahren
Die wirtschaftliche Lage in der bayerischen M+E Industrie ist auch im ersten Quartal 2026 angespannt geblieben. Die Produktion sei vier Prozent niedriger gewesen als im Vorjahresquartal, teilen bayme – Bayerischer Unternehmensverband Metall und Elektro e. V. und vbm – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V. mit. Seit Anfang 2024 seien fast 30.000 Arbeitsplätze verlorengegangen und mit einem weiteren Abbau von Arbeitsplätzen werde gerechnet.
„Nachdem sich die wirtschaftliche Lage sowie auch die Stimmung in Bayerns größtem Industriezweig, der Metall- und Elektroindustrie, in der zweiten Jahreshälfte 2025 vorsichtig stabilisiert hatten, sorgt der Iran-Krieg seit März für eine erneute wirtschaftliche Zäsur. Fakt ist: Geopolitische Krisen haben die bayerische M+E Industrie weiter fest im Griff, denn zwei Drittel ihrer Umsätze macht sie auf Auslandsmärkten“, fasst Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverbände bayme vbm, das zentrale Ergebnis des aktuellen M+E Konjunkturreports der Verbände zusammen und ergänzt: „Zusätzlich zu den globalen Herausforderungen kämpfen die Unternehmen auch damit, dass die Standortbedingungen im Inland nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Wir brauchen aber attraktive Rahmenbedingungen, um in einer Weltwirtschaft im Wandel bestehen zu können.“
Die Produktion in der M+E Industrie lag im ersten Quartal 2026 um vier Prozent niedriger als im Vorjahresquartal. Auffällig ist das kräftige Plus von rund zehn Prozent beim sonstigen Fahrzeugbau, der von einer konstant hohen Nachfrage nach zivilen Luftfahrzeugen sowie steigenden Ausgaben für Rüstungsgüter profitiert. Bei den beiden größten Wirtschaftszweigen der M+E Industrie, der Kfz-Industrie und des Maschinenbaus, gab es dagegen weitere Einbußen. Der Output sank bei beiden Branchen jeweils um rund acht Prozent. Diesen Rückgang konnte auch der Anstieg beim sonstigen Fahrzeugbau nicht kompensieren. „Die wirtschaftliche Stabilisierung der M+E Industrie war nicht nachhaltig, die Talfahrt setzt sich fort. Die Lage ist dramatisch. Einen Lichtblick bilden zumindest die Neuaufträge, die seit einiger Zeit vorsichtig aufwärtsgerichtet sind. Das Auftragsvolumen verharrt zugleich auf niedrigem Niveau, die Betriebe kämpfen weiter mit Überkapazitäten.“
Der Beschäftigungsabbau in der M+E Industrie hielt im ersten Quartal 2026 an. Gegenüber dem Vorquartal sank die Zahl der Beschäftigten um 0,3 Prozent. Seit dem letzten Höchststand im Januar 2024 gingen fast 30.000 Stellen verloren. Aktuell zählt die bayerische M+E Industrie rund 845.000 Beschäftigte. Dazu Brossardt: „Wir erwarten, dass sich der Abbau von Arbeitsplätzen in den kommenden Monaten fortsetzt. Die Kurzarbeit sinkt ebenfalls. Das mag auf den ersten Blick überraschend sein, die Ursache ist jedoch alarmierend: Da die Krise so lange anhält, bleibt vielen Betrieben nur noch die Möglichkeit, Beschäftigung abzubauen, statt sie mithilfe des Kurzarbeitergelds zu halten.“
bayme vbm fordern daher grundlegende und umfassende Reformen. „Bis zum Sommer muss die Bundesregierung den Reform-Turbo zünden, um den Dauerstillstand der vergangenen Jahre zu beenden. Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren. Auf der anderen Seite müssen auch die Gewerkschaften erkennen, dass die hohen Arbeitskosten zu unseren größten Wettbewerbsnachteilen gehören. Sie hemmen Investitionen und erhöhen den Verlagerungsdruck. Es braucht jetzt eine gemeinsame Kraftanstrengung, damit wir im sich stark verändernden globalen Wettbewerb bestehen können“, so Brossardt.
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vbw-Pressemitteilung zur Reform des Arbeitszeitgesetzes
vbw fordert mehr Flexibilität im Arbeitszeitrecht und pragmatische Zeiterfassung
Angesichts der im Koalitionsvertrag vereinbarten Überarbeitung des Arbeitszeitrechts unterstreicht die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. die Dringlichkeit der Modernisierung geltender Regelungen.
„Das deutsche Arbeitszeitrecht stammt aus der Industriegesellschaft des 20. Jahrhunderts und passt in weiten Teilen nicht mehr zu unserer Berufswelt“, kritisiert vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Diese habe sich sehr stark gewandelt. In der täglichen Anwendung behindere das Gesetz inzwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und schwäche die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft.
In einem Positionspapier begründet die vbw die Notwendigkeit einer Abkehr von der täglichen Höchstarbeitszeit. „Wir müssen raus aus dem Korsett der Tagesarbeitszeit, hin zu einer flexibler gestaltbaren Arbeitszeit von durchschnittlich bis zu 48 Wochenstunden. Die europäische Arbeitszeitrichtlinie lässt diesen Spielraum ausdrücklich zu – ohne Abstriche beim Arbeitnehmerschutz. Es wäre sinnvoll, wenn dies künftig in allen Bereichen und allen Branchen gilt“, betont Brossardt. Ein weiterer wichtiger Ansatzpunkt zur Anpassung des deutschen Arbeitszeitrechts sind die täglichen Ruhezeiten von elf Stunden. Brossardt erläutert: „Einfache Rückmeldungen per E‑Mail oder kurze dienstliche Telefonate gelten zwar nach rechtlicher Einschätzung nicht als Unterbrechungen der Ruhezeiten. Dies ist aber derzeit Auslegungssache. Hier ist eine klare Regelung im neuen Arbeitszeitgesetz erforderlich, um Unsicherheiten zu beheben.“
Die vbw setzt sich zudem für eine möglichst unkomplizierte und unbürokratische Arbeitszeiterfassung ein. „Auch wenn Zeiterfassung dem europäischen Rechtsrahmen folgt, sind Ausnahmen möglich und notwendig, vor allem bei Vertrauensarbeitszeit. Die Form der Zeiterfassung muss außerdem frei wählbar bleiben. Das europäische Recht und die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs geben weder vor, dass die Arbeitszeit am selben Tag noch in elektronischer Form erfolgen muss“, so Brossardt. Sehr deutlich spricht er sich für Ausnahmeregelungen an Sonn- und Feiertagen mit Augenmaß aus: „Wenn beispielsweise geschäftskritische Projekte die Zusammenarbeit von internationalen Expertenteams an Feiertagen einzelner Länder erfordern, muss dies arbeitsrechtlich möglich sein. Die Ausnahmetatbestände vom Beschäftigungsverbot müssen im neuen Arbeitszeitgesetz ausgeweitet werden.“
Die vbw appelliert an die Bundesregierung, die anstehende Reform für eine umfassende Flexibilisierung des Arbeitszeitrechts zu nutzen und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland nachhaltig zu stärken.
Weitere Informationen sind im aktuellen Positionspapier der vbw zu finden.
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vbw-Rohstoffpreisindex
Krieg in der Golfregion befeuert Anstieg der Rohstoffpreise
Der Rohstoffpreisindex der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ist im ersten Quartal des Jahres 2026 um 14,3 Prozent auf 188,9 Punkte gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal lag der Index um fast ein Viertel (+23,1 Prozent) höher.
„Die Rohstoffpreise liegen nahezu wieder auf dem Rekordhoch von 2021. Die Preise steigen seit bald einem Jahr deutlich und haben zuletzt weiter an Dynamik gewonnen. Der Iran-Krieg befeuert diese Entwicklung zusätzlich. Kaum eine Branche bleibt von den Preissteigerungen unberührt“, erläutert vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Am stärksten stieg im ersten Quartal 2026 mit einem Plus von 34,2 Prozent der Preisindex für Edelmetalle an. Erneut verteuerte sich insbesondere Silber (+55,3 Prozent). Gegenüber dem ersten Quartal 2025 lag der Preis sogar um 163,1 Prozent höher. Auch die Preise für Seltene Erden verzeichneten im abgelaufenen Quartal einen überdurchschnittlichen Preisanstieg von 29,3 Prozent. Sehr viel teurer wurden insbesondere Samarium (+114,0 Prozent) und Neodym (+46,6 Prozent).
Die Preise für Industriemetalle sind im ersten Quartal 2026 um 14,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Deutlich teurer wurde unter anderem Lithium, mit einem Plus von 80,8 Prozent. Den stärksten Anstieg verzeichnete Wolfram, dessen Preis sich mehr als verdoppelte (+131,4 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresquartal stieg der Preis sogar um 413,8 Prozent. „Strenge Exportkontrollen der chinesischen Regierung treffen auf eine gestiegene Nachfrage aus der Rüstungs- und Technologieindustrie. Beides zusammen treibt die Preise in die Höhe. Wolfram kommt unter anderem bei der Herstellung von KI-Chips und modernen Waffen zum Einsatz. Die Preisexplosion bei Lithium lässt sich auch darauf zurückführen, dass auf Grund der Knappheit von Öl und Gas die Nachfrage massiv gestiegen ist, da nun vermehrt auf Elektro gesetzt wird“, erklärt Brossardt und ergänzt, dass auch die für die bayerische Wirtschaft sehr wichtigen Metalle Kupfer und Aluminium gegenüber dem Vorquartal um 15,7 Prozent und 12,9 Prozent teurer geworden seien. „Das ist gerade für den im Freistaat starken Automobil- und Maschinenbausektor eine zusätzliche Belastung.“
Angesichts steigender Rohstoffpreise und möglicher Versorgungsengpässe fordert die vbw einen langfristig ausgerichteten, sicheren und belastbaren Rohstoffimport. Dafür braucht es einen deutlich diversifizierteren Bezug von Rohstoffen: „Wir müssen die Abhängigkeit von einzelnen Rohstofflieferanten und ‑ländern verringern. Daneben gilt es, die Rohstoffeffizienz durch gezielte Forschung voranzutreiben und die Gewinnung von Sekundärrohstoffen durch eine ganzheitliche Kreislaufwirtschaft zu stärken“, so Brossardt abschließend.
Basisjahr für den vbw Rohstoffpreisindex ist 2015 (2015=100). In den vbw Rohstoffpreisindex fließen die Weltmarktpreise von 42 Rohstoffarten ein. Es handelt sich um Preise auf US-Dollar Basis. Diese werden gewichtet mit dem Importanteil des jeweiligen Rohstoffes nach Bayern. Der komplette vbw-Rohstoffpreisindex ist hier zu finden.
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Praxisnahe Berufs- und Studienorientierung als Stellschraube für Nachwuchskräftegewinnung
Girls‘ und Boys’ Day 2026
Anlässlich des diesjährigen Girls‘ und Boys‘ Day am 23. April betonen die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm den Stellenwert einer frühzeitigen, praxisnahen Berufs- und Studienorientierung, um den Nachwuchs auf der Suche nach dem eigenen Karriereweg effektiv zu unterstützen.
„Auch wenn die schwierige Wirtschaftslage momentan dämpfend auf den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt wirkt, bleibt die Gewinnung von gut qualifizierten Beschäftigten für die Unternehmen im Freistaat weiterhin eine große Zukunftsaufgabe“, erklärt Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Das Arbeitskräfteangebot in Bayern sinke branchenübergreifend. Darum hält es die vbw für wichtig, Kindern und Jugendlichen dabei zu helfen, so früh wie möglich ihre eigenen beruflichen Interessen und Talente zu entdecken. „Gleichzeitig müssen wir sie darüber aufklären, wo der Arbeitsmarkt sie braucht – und veraltete Rollenklischees weiter aufbrechen, damit sie der individuell passenden Berufswahl nicht im Wege stehen. Der MINT-Bereich steht jungen Frauen genauso offen wie der soziale Beriech dem männlichen Nachwuchs. Insbesondere in der Pflege und Erziehung werden junge Nachwuchskräfte händeringend gesucht“, erläutert Brossardt.
Die Verbände bieten Jugendlichen eng verzahnt mit Schulen und Unternehmen zahlreiche Initiativen und Projekten zur Unterstützung bei der Berufs- und Studienorientierung. Mit „sprungbrett bayern“ fördern sie die größte Praktikumsbörse im Freistaat. Jugendliche finden hier momentan fast 22.000 Praktikumsangebote aus allen möglichen Branchen. Speziell für die MINT-Förderung von Frauen haben bayme vbm gemeinsam mit der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit und dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie im Jahr 2013 die Initiative „Girls’Day Akademie“ geschaffen. „Mit inzwischen 17 Girls’Day Akademien in Bayern ist sie ein Erfolgsmodell. An Realschulen und Gymnasien erleben je 15 Mädchen ab der siebten bis zur zehnten Klasse spannende Einblicke in technische Berufe und können ihre Talente direkt in den Unternehmen vor Ort erproben“, führt Brossardt aus.
Fänden die Nachwuchstalente schließlich ihren Weg in die bayerische M+E Industrie, warteten auf sie auch in den aktuellen Krisenzeiten stabile Karriereperspektiven. „Tatsache ist: Schließen Jugendliche eine Ausbildung in einem M+E Unternehmen im Freistaat erfolgreich ab, stehen die Chancen für eine Übernahme ausgezeichnet“, betont Brossardt und ergänzt: „Im vergangenen Jahr haben die Unternehmen 89,2 Prozent der Azubis befristet oder unbefristet übernommen. Für 2026 verbessert sich die Übernahmequote noch einmal voraussichtlich auf knapp 93 Prozent. Die hohe Übernahmebereitschaft zeigt den Erfolg der Bemühungen der Betriebe, ihren Fachkräftenachwuchs langfristig an sich zu binden.“