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vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft

Pra­xis­na­he Berufs- und Stu­di­en­ori­en­tie­rung als Stell­schrau­be für Nachwuchskräftegewinnung

Girls‘ und Boys’ Day 2026

Anläss­lich des dies­jäh­ri­gen Girls‘ und Boys‘ Day am 23. April beto­nen die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. und die baye­ri­schen Metall- und Elek­tro-Arbeit­ge­ber­ver­bän­de bay­me vbm den Stel­len­wert einer früh­zei­ti­gen, pra­xis­na­hen Berufs- und Stu­di­en­ori­en­tie­rung, um den Nach­wuchs auf der Suche nach dem eige­nen Kar­rie­re­weg effek­tiv zu unterstützen.

„Auch wenn die schwie­ri­ge Wirt­schafts­la­ge momen­tan dämp­fend auf den Aus­bil­dungs- und Arbeits­markt wirkt, bleibt die Gewin­nung von gut qua­li­fi­zier­ten Beschäf­tig­ten für die Unter­neh­men im Frei­staat wei­ter­hin eine gro­ße Zukunfts­auf­ga­be“, erklärt Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Brossardt.

Das Arbeits­kräf­te­an­ge­bot in Bay­ern sin­ke bran­chen­über­grei­fend. Dar­um hält es die vbw für wich­tig, Kin­dern und Jugend­li­chen dabei zu hel­fen, so früh wie mög­lich ihre eige­nen beruf­li­chen Inter­es­sen und Talen­te zu ent­de­cken. „Gleich­zei­tig müs­sen wir sie dar­über auf­klä­ren, wo der Arbeits­markt sie braucht – und ver­al­te­te Rol­len­kli­schees wei­ter auf­bre­chen, damit sie der indi­vi­du­ell pas­sen­den Berufs­wahl nicht im Wege ste­hen. Der MINT-Bereich steht jun­gen Frau­en genau­so offen wie der sozia­le Beriech dem männ­li­chen Nach­wuchs. Ins­be­son­de­re in der Pfle­ge und Erzie­hung wer­den jun­ge Nach­wuchs­kräf­te hän­de­rin­gend gesucht“, erläu­tert Brossardt.

Die Ver­bän­de bie­ten Jugend­li­chen eng ver­zahnt mit Schu­len und Unter­neh­men zahl­rei­che Initia­ti­ven und Pro­jek­ten zur Unter­stüt­zung bei der Berufs- und Stu­di­en­ori­en­tie­rung. Mit „sprung­brett bay­ern“ för­dern sie die größ­te Prak­ti­kums­bör­se im Frei­staat. Jugend­li­che fin­den hier momen­tan fast 22.000 Prak­ti­kums­an­ge­bo­te aus allen mög­li­chen Bran­chen. Spe­zi­ell für die MINT-För­de­rung von Frau­en haben bay­me vbm gemein­sam mit der Regio­nal­di­rek­ti­on Bay­ern der Bun­des­agen­tur für Arbeit und dem Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft, Lan­des­ent­wick­lung und Ener­gie im Jahr 2013 die Initia­ti­ve „Girls’Day Aka­de­mie“ geschaf­fen. „Mit inzwi­schen 17 Girls’Day Aka­de­mien in Bay­ern ist sie ein Erfolgs­mo­dell. An Real­schu­len und Gym­na­si­en erle­ben je 15 Mäd­chen ab der sieb­ten bis zur zehn­ten Klas­se span­nen­de Ein­bli­cke in tech­ni­sche Beru­fe und kön­nen ihre Talen­te direkt in den Unter­neh­men vor Ort erpro­ben“, führt Bros­sardt aus.

Fän­den die Nach­wuchs­ta­len­te schließ­lich ihren Weg in die baye­ri­sche M+E Indus­trie, war­te­ten auf sie auch in den aktu­el­len Kri­sen­zei­ten sta­bi­le Kar­rie­re­per­spek­ti­ven. „Tat­sa­che ist: Schlie­ßen Jugend­li­che eine Aus­bil­dung in einem M+E Unter­neh­men im Frei­staat erfolg­reich ab, ste­hen die Chan­cen für eine Über­nah­me aus­ge­zeich­net“, betont Bros­sardt und ergänzt: „Im ver­gan­ge­nen Jahr haben die Unter­neh­men 89,2 Pro­zent der Azu­bis befris­tet oder unbe­fris­tet über­nom­men. Für 2026 ver­bes­sert sich die Über­nah­me­quo­te noch ein­mal vor­aus­sicht­lich auf knapp 93 Pro­zent. Die hohe Über­nah­me­be­reit­schaft zeigt den Erfolg der Bemü­hun­gen der Betrie­be, ihren Fach­kräf­te­nach­wuchs lang­fris­tig an sich zu binden.“

vbw-Ener­gie­preis­in­dex für Janu­ar 2026

Ener­gie­prei­se legen zum Jah­res­be­ginn zu

Der Ener­gie­preis­in­dex der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. ist im Janu­ar 2026 wie­der gestie­gen. Gegen­über Dezem­ber 2025 leg­te er um 1,5 Pro­zent auf 108,4 Punk­te zu, wie die vbw mitteilt.

„Die hohe Belas­tung für unse­re Unter­neh­men durch die Ener­gie­kos­ten zeigt sich vor allem im lang­fris­ti­gen Ver­gleich: Aktu­ell lie­gen die Ener­gie­prei­se für die baye­ri­sche Wirt­schaft ver­gli­chen mit dem Jah­res­durch­schnitt 2019 – dem letz­ten Vor­kri­sen­jahr – noch immer um fast 30 Pro­zent höher“, erläu­tert vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt. Die Fol­gen des Iran-Kriegs, der bereits zu einem kräf­ti­gen Anstieg der Öl- und Gas­prei­se geführt hat, sei­en in die­sen Zah­len noch nicht ent­hal­ten. „Wir wer­den also in den kom­men­den Mona­ten einen wei­te­ren Anstieg des vbw Ener­gie­preis­in­dex sehen.“

Der Anstieg des vbw Ener­gie­preis­in­dex im Janu­ar ist auf die Pri­mär­ener­gie zurück­zu­füh­ren. Die­ser Teil­in­dex stieg um 3,3 Pro­zent auf 97,0 Punk­te. „Posi­tiv zu erken­nen ist, dass das Vor­jah­res­ni­veau um 22,8 Pro­zent unter­schrit­ten wur­de. Die Ener­gie­kos­ten am Wirt­schafts­stand­ort Bay­ern sind im inter­na­tio­na­len Ver­gleich aber wei­ter­hin zu hoch. Hier brau­chen wir drin­gend ein sta­bi­les nied­ri­ge­res Preis­ni­veau“, for­dert Bros­sardt. Beson­ders stark ver­teu­er­te sich im Vor­mo­nats­ver­gleich Stein­koh­le, deren Ein­fuhr­prei­se um 5,9 Pro­zent stie­gen. Der Erzeu­ger­preis für Braun­koh­le stieg um 4,1 Pro­zent. Bei Erd­öl stie­gen die Ein­fuhr­prei­se eben­falls um 4,1 Pro­zent, die Erzeu­ger­prei­se gaben jedoch um 4,6 Pro­zent nach. Auch bei Erd­gas stie­gen die Ein­fuhr­prei­se (+3,1 Pro­zent), die inlän­di­schen Erzeu­ger­prei­se san­ken je nach Abneh­mer­grup­pe um 1,5 bis 2,1 Prozent.

Der Teil­in­dex für Sekun­där­ener­gie blieb im Janu­ar nahe­zu unver­än­dert bei 119,8 Punk­ten (+0,1 Pro­zent). Das Vor­jah­res­ni­veau wur­de um 6,8 Pro­zent unter­schrit­ten. Wäh­rend sich leich­tes Heiz­öl und Die­sel deut­lich um 6,0 bzw. 7,6 Pro­zent gegen­über Dezem­ber ver­teu­er­ten, gin­gen die Prei­se für Flüs­sig­gas (-2,6 Pro­zent) und Fern­wär­me (-1,6 Pro­zent) zurück.

„Ener­gie­kos­ten sind einer unse­rer gro­ßen Stand­ort­nach­tei­le. Die hohen Kos­ten am Stand­ort scha­den unse­rer Wett­be­werbs­fä­hig­keit und gehen damit zu Las­ten der Trans­for­ma­ti­on. Ohne glo­bal kon­kur­renz­fä­hi­ge Strom­kos­ten wer­den wir wei­ter zurück­fal­len“, so Bros­sardt. Die­ses zen­tra­le Pro­blem müs­se für die Stand­ort­si­che­rung end­lich ange­gan­gen wer­den. Auch die Ein­füh­rung eines Indus­trie­strom­prei­ses sei ein wich­ti­ger Schritt, müs­se aber wirk­sam, pra­xis­taug­lich und mit bestehen­den Ent­las­tungs­in­stru­men­ten kom­bi­nier­bar aus­ge­stal­tet sein, um tat­säch­lich zu ent­las­ten. „Den Aus­bau der Net­ze und aller erneu­er­ba­ren Ener­gien müs­sen wir zudem deut­lich beschleu­ni­gen“, so Brossardt.

Basis­jahr für den vbw Ener­gie­preis­in­dex ist 2021 (2021=100). Wei­te­re Erläu­te­run­gen zum vbw-Ener­gie­preis­in­dex sind hier zu finden.

Lage der baye­ri­schen M+E‑Industrie

21.000 Arbeits­plät­ze gin­gen 2025 verloren

Der Beschäf­ti­gungs­ab­bau in der M+E‑Industrie setzt sich wei­ter fort. Im Jah­res­ver­lauf 2025 gin­gen 21.000 Arbeits­plät­ze ver­lo­ren, wie die baye­ri­schen Metall- und Elek­tro­ar­beit­ge­ber­ver­bän­de bay­me vbm mitteilen.

„Die wirt­schaft­li­che Lage in der baye­ri­schen M+E Indus­trie bleibt ange­spannt. Vor allem die struk­tu­rel­len Her­aus­for­de­run­gen belas­ten die Unter­neh­men und füh­ren zu einem sich fort­set­zen­den Beschäf­ti­gungs­rück­gang. Kon­junk­tu­rell soll­te der Tief­punkt erreicht sein, die Auf­trags­ein­gän­ge neh­men erfreu­li­cher­wei­se wie­der zu. Die Bun­des­re­gie­rung muss den Reform­stau nun ent­schlos­sen und vor allem zügig ange­hen“, fasst der Haupt­ge­schäfts­füh­rer der baye­ri­schen Metall- und Elek­tro­ar­beit­ge­ber­ver­bän­de bay­me vbm, Bert­ram Bros­sardt, die Ergeb­nis­se des aktu­el­len M+E Kon­junk­tur­re­ports der Ver­bän­de zusammen.

Die Pro­duk­ti­on in der M+E Indus­trie stieg im Jah­res­durch­schnitt 2025 um 1,7 Pro­zent gegen­über dem Vor­jahr. bay­me vbm waren ursprüng­lich von einem Pro­duk­ti­ons­rück­gang für 2025 aus­ge­gan­gen, nach einer Revi­si­on der Indus­trie­pro­duk­ti­ons­sta­tis­tik durch das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Sta­tis­tik lag das Pro­duk­ti­ons­ni­veau im ver­gan­ge­nen Jahr aber im Plus und nicht im Minus. „Die Pro­duk­ti­on liegt auf einem höhe­ren Niveau, eine Bele­bung im Jah­res­ver­lauf hat es aber nicht gege­ben“, ord­net Bros­sardt die Zah­len ein und ergänzt: „Erfreu­lich ist dage­gen, dass die Auf­trags­ein­gän­ge bei den baye­ri­schen M+E Betrie­ben um 3,7 Pro­zent gegen­über 2024 gestie­gen sind. Im letz­ten Quar­tal 2025 haben vor allem die Inlands­be­stel­lun­gen kräf­tig zugenommen.“

Der Beschäf­ti­gungs­ab­bau in der M+E Indus­trie setzt sich unter­des­sen wei­ter fort. Im Jah­res­ver­lauf 2025 gin­gen 21.000 Arbeits­plät­ze ver­lo­ren. „Fakt ist: Seit dem letz­ten Höchst­stand im Janu­ar 2024 wur­den ins­ge­samt 36.000 Stel­len abge­baut. Die Lage ist und bleibt also wei­ter­hin dra­ma­tisch“, macht Bros­sardt deut­lich. Zumal sich der Beschäf­ti­gungs­rück­gang laut bay­me vbm in den kom­men­den Mona­ten fort­set­zen wird. Die Beschäf­ti­gungs­plä­ne der baye­ri­schen M+E Unter­neh­men sind klar im nega­ti­ven Bereich, was sich durch alle Bran­chen zieht. „Beson­ders nega­tiv sind die Plä­ne in der Auto­mo­bil- und Zulie­fer­indus­trie sowie bei den Her­stel­lern elek­tri­scher Ausrüstungen.“

Laut bay­me vbm ist eine grund­le­gen­de Stand­ort­re­form daher unum­gäng­lich. Die schwarz-rote Bun­des­re­gie­rung ist zwar viel­ver­spre­chend gestar­tet und hat rich­ti­ge Akzen­te gesetzt, die Erwar­tun­gen der M+E Indus­trie wur­den aber bis­lang nur unzu­rei­chend erfüllt. „Eine kla­re Schwach­stel­le der Regie­rung bleibt lei­der immer noch der feh­len­de Reform­wil­le bei den sozia­len Siche­rungs­sys­te­men. Die Vor­schlä­ge der Sozi­al­staats­kom­mis­si­on lie­gen zwar vor, eine Umset­zung ist aber erst Ende 2027 geplant. Damit ver­spie­len wir wert­vol­le Zeit. Das glei­che gilt für den Büro­kra­tie­ab­bau: Hier gibt es zwar viel­ver­spre­chen­de Ankün­di­gun­gen, die kon­kre­te Umset­zung lässt aber auf sich war­ten. Und letzt­end­lich brau­chen wir zügig die Sen­kung der Strom­steu­er für alle Unter­neh­men – auch mit Blick auf die vola­ti­le Lage im Nahen Osten kön­nen unse­re Fir­men nach Jah­ren hoher Ener­gie­prei­se kei­ne wei­te­ren exor­bi­tan­ten Preis­sprün­ge mit­ma­chen. Wir ste­cken immer noch in einer tief­grei­fen­den struk­tu­rel­len Kri­se“, so Bros­sardt. Der M+E‑Konjunkturreport ist hier zu finden.

Neue geschäfts­füh­ren­de Deka­nats­ju­gend­re­fe­ren­tin im Deka­nat Bamberg

„…alles neu?!“ – Ein­füh­rung von Dia­ko­nin Anne Buckel

Am ver­gan­ge­nen Sonn­tag wur­de Dia­ko­nin Anne Buckel in das Amt der geschäfts­füh­ren­den Deka­nats­ju­gend­re­fe­ren­tin im Deka­nat Bam­berg eingeführt.

Mit einem kla­ren Bekennt­nis zum Auf­bruch und mit spür­ba­rer Lust auf neue Her­aus­for­de­run­gen hat Dia­ko­nin Anne Buckel ihren neu­en Dienst im Deka­nat Bam­berg begon­nen. In einem Got­tes­dienst am 1. März in der Ste­phans­kir­che wur­de die 28-Jäh­ri­ge als neue geschäfts­füh­ren­de Deka­nats­ju­gend­re­fe­ren­tin ein­ge­führt und für ihren Dienst gesegnet.

Die Stel­le, die zuvor vie­le Jah­re lang Sabi­ne Strel­ov inne­ge­habt hat­te, war seit Sep­tem­ber 2025 vakant. Fün­dig wur­de das Deka­nat in den eige­nen Rei­hen: Anne Buckel war bis­lang als Deka­nats­ju­gend­re­fe­ren­tin für die Stadt­re­gi­on 1 und 2 tätig. Zu die­sen Regio­nen gehö­ren die Kir­chen­ge­mein­den St. Ste­phan, St. Mat­thä­us in Gau­stadt, die Erlö­ser­kir­che sowie in Stadt­re­gi­on 2 die Gemein­den Auf­er­ste­hung und Mem­mels­dorf-Lich­ten­ei­che. Dort hat sie die Konfirmand:innenarbeit auf regio­na­le Füße gestellt, gemein­sam mit den Gemein­den kon­zi­piert und prak­tisch umge­setzt, unter ande­rem mit dem Ziel, dass Gemein­den mit­ein­an­der arbei­ten und von­ein­an­der pro­fi­tie­ren können.


Neu­er Stel­len­zu­schnitt, neue Verantwortung

Mit der Ein­füh­rung ändert sich ihr Stel­len­pro­fil grund­le­gend: Künf­tig über­nimmt Anne Buckel mit einer hal­ben Stel­le die Geschäfts­füh­rung der Evan­ge­li­schen Jugend (EJ) im gesam­ten Deka­nat Bam­berg. In die­ser Funk­ti­on wird sie die EJ nach innen koor­di­nie­ren und nach außen ver­tre­ten, und das in einer Pha­se, die von Umstruk­tu­rie­run­gen und tief­grei­fen­den Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen geprägt ist. Die ande­re hal­be Stel­le bleibt in der direk­ten Arbeit vor Ort: Anne Buckel wird wei­ter­hin für die Konfirmand:innen- und Jugend­ar­beit der Kir­chen­ge­mein­den Mem­mels­dorf-Lich­ten­ei­che und Auf­er­ste­hung zustän­dig sein. Für die Gemein­den St. Ste­phan, St. Mat­thä­us in Gau­stadt und die Erlö­ser­kir­che bedeu­tet dies jedoch einen Ein­schnitt. Die hal­be Stel­le, die dadurch frei wird, wird nun neu ausgeschrieben.


„Alles neu“ – Zusa­ge und Herausforderung

„Gott spricht: Sie­he, ich mache alles neu.“ Für ihre Ein­füh­rung hat sich Anne Buckel die Jah­res­lo­sung 2026 aus dem Buch der Offen­ba­rung aus­ge­sucht. „Alles neu, das kann auch ganz schön Stress erzeu­gen“, so Deka­nin Sabi­ne Hirsch­mann bei ihrer Anspra­che. Ver­än­de­run­gen kos­te­ten Kraft, beson­ders dann, „wenn man los­ge­hen muss, ohne genau zu wis­sen, wohin der Weg führt.“ An Anne Buckel erle­be sie jedoch viel Gott­ver­trau­en, eine gro­ße Lie­be zu den Men­schen und spür­ba­re Lust, an der Kir­che der Zukunft mit­zu­bau­en. „Sie fragt danach, was für jun­ge Men­schen das Bes­te ist und wel­che Ver­än­de­run­gen es dafür braucht“, sag­te Hirsch­mann und dank­te der Dia­ko­nin „für Auf­bruchs­mut, Geduld und Hoff­nungs­stär­ke.“ Die Jah­res­lo­sung ste­he dabei unter der Zusa­ge, dass man nicht allein vor­an gehen muss: Gott selbst ist es, der Neu­es schafft.


Kom­pe­tenz, Über­blick und Herz

Mit Anne Buckel, so Deka­nin Hirsch­mann, gewin­ne die Evan­ge­li­sche Jugend eine Geschäfts­füh­re­rin, die Struk­tur, Über­blick, Orga­ni­sa­ti­ons­kom­pe­tenz, Zuver­läs­sig­keit und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stär­ke mit­bringt. Eben­so wich­tig sei­en Buckels Trans­pa­renz im Den­ken und Han­deln, ihre anste­cken­de Fröh­lich­keit und ein Herz für Men­schen. Denn Haus­halts­plä­ne und Abrech­nun­gen sei­en nur eine Sei­te der Geschäfts­füh­rung. Min­des­tens eben­so zen­tral sei es, mit unter­schied­li­chen Men­schen im Kon­takt zu sein, die Evan­ge­li­sche Jugend inner­lich zu sta­bi­li­sie­ren, sie nach außen sicht­bar zu machen und jun­gen Men­schen zu ver­mit­teln: Wir haben eine gute Bot­schaft für euch.


„Ich hab Bock“

Anne Buckel selbst bringt ihre Moti­va­ti­on auf den Punkt: „Ich hab Bock! Und zwar dar­auf, jun­ge Men­schen im Blick zu haben, sie ein Stück dabei zu beglei­ten, Mut zu ent­wi­ckeln. Mut dazu, eine eige­ne Mei­nung zu haben und Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men.“ Vie­les aus ihrer bis­he­ri­gen Arbeit neh­me sie mit. „Die alte Anne“, so sag­te es die Deka­nin augen­zwin­kernd, brin­ge Erfah­run­gen mit, die der „neu­en Anne“ in der Geschäfts­füh­rung sehr zugutekämen.


„Alles neu“ auch in der Dekanatsjugendk(l)ammer

Auch in der „Dekanatsjugendk(l)ammer“, dem wich­tigs­ten Gre­mi­um der EJ Bam­berg, gibt es Ver­än­de­run­gen. Im Rah­men des Got­tes­diens­tes wur­den die ehe­ma­li­gen Vor­sit­zen­den der Dekanatsjugendk(l)ammer Lisa Kaden und Peter Wüst ver­ab­schie­det und ihnen für ihr gro­ßes ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment gedankt.

Mit viel Ener­gie und kla­rem Kom­pass beginnt für Anne Buckel nun ein „halb neu­er Lebens­ab­schnitt“, mit­ten in Ver­än­de­run­gen, getra­gen von der Zusa­ge: Gott macht alles neu.

14. Moni­to­ring der Ener­gie­wen­de der vbw

Kurs der Ener­gie­wen­de stimmt, doch es fehlt an Tempo

Das 14. Moni­to­ring der Ener­gie­wen­de der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. kommt auch in die­sem Jahr zu dem Ergeb­nis, dass der Fort­schritt der Ener­gie­wen­de nicht zufrie­den­stel­lend ist.

Der Umbau des deut­schen Ener­gie­sys­tems ist wei­ter­hin von struk­tu­rel­len Defi­zi­ten geprägt. „Nach wie vor sind am Stand­ort die Ener­gie­prei­se zu hoch. Dadurch ver­lie­ren deut­sche Unter­neh­men an Wett­be­werbs­fä­hig­keit. Im inter­na­tio­na­len Ver­gleich zählt Deutsch­land wei­ter­hin zu den Län­dern mit den höchs­ten Indus­trie­strom­prei­sen“, so vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt. Die Trans­for­ma­ti­on stockt, ins­be­son­de­re beim Aus­bau der Wind­ener­gie und der Net­ze bleibt Deutsch­land hin­ter den Ziel­mar­ken zurück. „Die zuletzt gesun­ke­nen Treib­haus­gas-Emis­sio­nen sind maß­geb­lich Fol­ge der schwa­chen kon­junk­tu­rel­len Ent­wick­lung und der anhal­ten­den Pro­duk­ti­ons­rück­gän­ge in der ener­gie­in­ten­si­ven Indus­trie. „Der Rück­gang des Pri­mär­ener­gie­ver­brauchs ist daher kein ener­gie­po­li­ti­scher Erfolg, son­dern Aus­druck einer sta­gnie­ren­den Kon­junk­tur. Das ist nicht der Weg, auf dem wir kli­ma­neu­tral wer­den wol­len“, erläu­tert Brossardt.

Das Moni­to­ring der Ener­gie­wen­de, das im Auf­trag der vbw von der Pro­g­nos AG erstellt wur­de, ist in vier Kate­go­rien auf­ge­teilt: Ver­sor­gungs­si­cher­heit, Bezahl­bar­keit, Erneu­er­ba­re und Ener­gie­ef­fi­zi­enz und Umwelt­ver­träg­lich­keit. Mit einer Aus­nah­me sta­gnier­ten die Wer­te sowohl in Bay­ern als auch im Bund. Die Ver­sor­gungs­si­cher­heit erhielt in Bay­ern auf einer Ska­la zwi­schen 1 und 3 wie im Vor­jahr die Note 2,3 (Bund 2,3). Im Bereich „Erneu­er­ba­re und Ener­gie­ef­fi­zi­enz“ blieb der Wert bei 1,8 (Bund 2,3), im Bereich Umwelt­ver­träg­lich­keit bei 3 (Bund 1). Ledig­lich in der Kate­go­rie Bezahl­bar­keit regis­trier­te das Moni­to­ring sowohl in Bay­ern als auch deutsch­land­weit eine Ver­bes­se­rung, und zwar jeweils von 3 auf 2,5. Die Bewer­tung der Ent­wick­lung in der jewei­li­gen Kate­go­rie basiert auf den selbst­ge­steck­ten Zie­len von Bund und Frei­staat. „Trotz aller Kri­tik sind wir im 14. Moni­to­ring-Jahr vor­an­ge­kom­men, wenn auch nicht gera­de schnell. Mit Blick auf die Bezahl­bar­keit leuch­tet unse­re Moni­to­ring-Ampel zwar wei­ter­hin rot, aber zumin­dest die Strom­prei­se für pri­va­te Haus­hal­te sind gesun­ken. Ins­ge­samt blei­ben die Ener­gie­prei­se für Indus­trie und Haus­hal­te aber deut­lich über dem Niveau des Vor-Coro­na­jah­res 2019“, sagt Brossardt.

Die Ver­sor­gungs­si­cher­heit blieb mäßig zufrie­den­stel­lend. Der Netz­aus­bau kam nur schlep­pend vor­an. „Die Ver­sor­gungs­si­cher­heit war 2024 trotz­dem gewähr­leis­tet. Die­se Sta­bi­li­tät ist aber teu­er erkauft – allein die Sys­tem­si­cher­heits­maß­nah­men kos­te­ten 2024 rund drei Mil­li­ar­den Euro. Kos­ten, die die gesam­te Wirt­schaft belas­ten. Umso wich­ti­ger ist es, dass wir struk­tu­rel­le Lösun­gen vor­an­brin­gen“, so Brossardt.

Der Kurs der Ener­gie­wen­de stimmt, aber es fehlt laut vbw an Tem­po. Um schnel­ler vor­an­zu­kom­men, sind die Akteu­re auf allen poli­ti­schen Ebe­nen gefor­dert. „Brüs­sel muss die Bei­hil­fe­vor­schrif­ten so schnell wie mög­lich anpas­sen. Denn die­se ver­hin­dern bis­lang einen wett­be­werbs­fä­hi­gen Indus­trie­strom­preis. Die Bun­des­re­gie­rung muss die Kos­ten wei­ter ein­däm­men. Es gilt jetzt, die Strom­steu­er dau­er­haft auf das euro­päi­sche Min­dest­ni­veau zu sen­ken – und zwar für alle Bran­chen. Zudem muss Schwarz-Rot beim Aus­bau wei­ter Gas geben, sowohl bei den erneu­er­ba­ren Ener­gien als auch bei den Net­zen. Wenn Deutsch­land sei­ne Wett­be­werbs­fä­hig­keit ver­bes­sern will – und das ist drin­gend nötig –, brau­chen die hier ansäs­si­gen Unter­neh­men zuver­läs­sig bezahl­ba­re Ener­gie“, stellt Bros­sardt klar.

Das 14. Moni­to­ring der Ener­gie­wen­de der vbw steht hier zum Down­load bereit.

vbw zum Equal Pay Day

Ent­gelt­lü­cke wird klei­ner – noch Spiel­raum bei Arbeits­zeit­po­ten­zi­al von Frauen

Anläss­lich des dies­jäh­ri­gen Equal Pay Day am 27. Febru­ar for­dert die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. einen sach­li­chen Umgang mit dem The­ma Entgeltgleichheit.

Sie betont dabei die Bedeu­tung der voll­zeit­na­hen Beschäf­ti­gung von Frau­en für das Schlie­ßen der Ent­gelt­lü­cke. „Die geschlech­ter­be­ding­te Lohn­lü­cke wird klei­ner – das ist eine Ent­wick­lung, die wir begrü­ßen. Wir müs­sen aber wei­ter­hin an der Behe­bung der Ursa­chen für die Unter­schie­de der Ent­gelt­hö­he arbei­ten. Denn die­se ist bei­spiels­wei­se auch dar­in begrün­det, dass die indi­vi­du­el­le Ver­gü­tung sich nach Fak­to­ren wie der Berufs­wahl, dem jewei­li­gen Qua­li­fi­ka­ti­ons­ni­veau oder der per­sön­li­chen Lebens­si­tua­ti­on rich­tet“, erklärt vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt. „Ab einem Alter von 30 Jah­ren zeigt sich ein deut­li­cher Sprung im Ver­dienst­un­ter­schied zwi­schen Frau­en und Män­nern, da Frau­en hier oft zum ers­ten Mal Mut­ter wer­den. Frau­en redu­zie­ren oder unter­bre­chen ihre Erwerbs­tä­tig­keit aus fami­liä­ren Grün­den häu­fi­ger und län­ger als Män­ner. Dies hat dann Aus­wir­kun­gen auf die wei­te­re Lohn­ent­wick­lung. Hier gilt es anzusetzen.“

Um die Ver­diens­tun­gleich­heit zwi­schen Män­nern und Frau­en ins­ge­samt wei­ter zu redu­zie­ren, müs­sen laut vbw die Arbeits­zeit­po­ten­zia­le von Frau­en bes­ser geho­ben und ins­be­son­de­re der Weg zu einer Voll­zeit- oder voll­zeit­na­hen Beschäf­ti­gung erleich­tert wer­den. „Momen­tan arbei­ten zwei Drit­tel der erwerbs­tä­ti­gen Frau­en mit Kin­dern in Teil­zeit. Wir erhö­hen die Beschäf­ti­gungs­an­rei­ze zum Bei­spiel, indem wir die Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf wei­ter ver­bes­sern. Dafür müs­sen wir die Betreu­ungs­in­fra­struk­tur für Kin­der aus­bau­en“, so Brossardt.

Pres­se­mit­tei­lung zum dua­len Stu­di­um an baye­ri­schen Hochschulen

vbw erfreut über stärks­ten Zuwachs an dual Stu­die­ren­den seit zehn Jahren

Zur Ver­öf­fent­li­chung der aktu­el­len Stu­die­ren­den­zah­len in Bay­ern durch Bay­erns Netz­werk für dual Stu­die­ren­de, “hoch­schu­le dual”, zeigt sich die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. erfreut über den bemer­kens­wer­ten Anstieg der dual Stu­die­ren­den im Win­ter­se­mes­ter 2025/​/​2026 um sie­ben Pro­zent von 9.252 auf 9.914.

„Die Hoch­schu­len ver­zeich­nen das stärks­te Wachs­tum seit zehn Jah­ren. Die­se Ent­wick­lung zeigt, dass die Unter­neh­men im Frei­staat trotz schwie­ri­ger Wirt­schafts­la­ge und Struk­tur­kri­se in den Nach­wuchs inves­tie­ren. Das dua­le Stu­di­um ist und bleibt ein Erfolgs­mo­dell, die dual Stu­die­ren­den sind als Fach­kräf­te von mor­gen unver­zicht­bar für die Zukunfts- und Wett­be­werbs­fä­hig­keit unse­rer Betrie­be“, betont vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt und ergänzt: „Die jun­gen Leu­te schät­zen die Plan­bar­keit und finan­zi­el­le Sicher­heit wäh­rend ihrer Aus­bil­dung. Die Unter­neh­men bin­den die Nach­wuchs­ta­len­te für die eige­ne Fach­kräf­te­si­che­rung früh an sich. Vom dua­len Kon­zept pro­fi­tie­ren alle Beteiligten.“

Erst­mals seit dem Win­ter­se­mes­ter 2019/​/​20 stieg auch die Stu­die­ren­den­zahl im Ver­bund­stu­di­um wie­der an, und zwar um 473 Per­so­nen und damit auf 43 Pro­zent der ins­ge­samt dual Stu­die­ren­den. 55 Pro­zent wähl­ten ein Stu­di­um mit ver­tief­ter Pra­xis, zwei Pro­zent der Stu­die­ren­den ent­schie­den sich für ein dua­les Mas­ter­stu­di­um. Der Blick auf die Wahl der Stu­di­en­gän­ge zeigt, dass das Feld Tech­nik und IT mit einem Anteil von fast 56 Pro­zent wei­ter­hin am gefrag­tes­ten ist. Danach fol­gen die Stu­di­en­gän­ge im Sozi­al- und Gesund­heits­we­sen mit 22 Pro­zent und die Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten mit 13 Pro­zent. Bros­sardt erklärt: „Stu­die­ren­de pro­fi­tie­ren gera­de im MINT-Bereich von der pra­xis­na­hen und gleich­zei­tig aka­de­mi­schen Aus­bil­dung. So sind sie beim Ein­tritt in die Erwerbs­tä­tig­keit bereits gut mit den betrieb­li­chen Abläu­fen ver­traut. Durch die enge Ori­en­tie­rung am Arbeits­markt war­ten auf dual Stu­die­ren­de spe­zi­ell in MINT-Fächern nach dem erfolg­rei­chen Abschluss gute Kar­rie­re­per­spek­ti­ven. Denn auch wenn die aktu­el­le wirt­schaft­li­che Lage dämp­fend auf den Arbeits­markt wirkt, bleibt die Suche nach qua­li­fi­zier­ten Beschäf­tig­ten auf­grund des demo­gra­fi­schen Wan­dels lang­fris­tig eine Herausforderung.“

Auch die Zahl der Pra­xis­part­ner im dua­len Stu­di­um bleibt auf hohem Niveau. Ins­ge­samt ver­zeich­net „hoch­schu­le dual“ über 3.390 Koope­ra­tio­nen der Hoch­schu­len mit Unter­neh­men, Behör­den und Ein­rich­tun­gen. Bros­sardt betont: „Das dua­le Stu­di­um ist wich­tig für unse­re Stand­ort­qua­li­tät. Dar­um müs­sen die Kapa­zi­tä­ten an den Hoch­schu­len für dua­le Stu­di­en­gän­ge wei­ter auf die­sem hohen Level gehal­ten wer­den. Ins­be­son­de­re das dua­le Mas­ter­stu­di­um muss wei­ter gestärkt wer­den, denn es wird von Unter­neh­men zuneh­mend zur Per­so­nal­ent­wick­lung genutzt.“

vbw zu den baye­ri­schen Tou­ris­mus­zah­len 2025

Auf­wärts­trend im Tou­ris­mus setzt sich fort

Anläss­lich der vom Baye­ri­schen Lan­des­amt für Sta­tis­tik ver­öf­fent­lich­ten Tou­ris­mus­zah­len für 2025 sieht die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. den Auf­wärts­trend in der Bran­che bestätigt.

Dem­nach erhöh­te sich die Zahl der Gäs­te­an­künf­te um knapp ein Pro­zent auf 41 Mil­lio­nen, die Zahl der Über­nach­tun­gen stieg eben­falls um 0,2 Pro­zent auf 103 Mil­lio­nen. „Bay­ern bleibt mit Abstand Tou­ris­mus­land Num­mer eins in Deutsch­land. Die Zah­len zei­gen, dass sich der baye­ri­sche Tou­ris­mus aus der Kri­se der Coro­na-Jah­re her­aus­ge­ar­bei­tet hat“, sag­te vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt. „Er ist eine der zen­tra­len Säu­len der baye­ri­schen Wirt­schaft. Neben dem Bewir­tungs- und Beher­ber­gungs­ge­wer­be bie­ten vie­le wei­te­re Bran­chen tou­ris­ti­sche Dienst­leis­tun­gen an, etwa das Beför­de­rungs­ge­wer­be, der Ein­zel­han­del oder Frei­zeit- und Kul­tur­ein­rich­tun­gen. Bay­ern­weit, vor allem im länd­li­chen Raum, leis­tet die Bran­che dabei einen star­ken Bei­trag zu Wirt­schafts­kraft und Beschäftigung.“

Unter den Regie­rungs­be­zir­ken ver­zeich­net 2025 die Ober­pfalz die höchs­ten Zuwäch­se sowohl bei den Gäs­te­an­künf­ten (+2,7 Pro­zent) als auch bei den Über­nach­tun­gen (+1,1 Pro­zent). Das höchs­te abso­lu­te Gäs­te­auf­kom­men unter den sie­ben baye­ri­schen Regie­rungs­be­zir­ken hat­te 2025 erwar­tungs­ge­mäß Ober­bay­ern mit rund 19,6 Mil­lio­nen Gäs­te­an­künf­ten und etwa 46,4 Mil­lio­nen Übernachtungen.

Für alle Unter­neh­men der Tou­ris­mus­wirt­schaft gilt aus Sicht der vbw Sie sind auf gute Rah­men­be­din­gun­gen ange­wie­sen, um die Her­aus­for­de­run­gen bestehen zu kön­nen und lang­fris­tig erfolg­reich zu sein. „Die Sen­kung des Mehr­wert­steu­er­sat­zes auf Spei­sen schafft drin­gend benö­tig­te Plan­bar­keit und erhält not­wen­di­ge Liqui­di­tät“, so Bros­sardt. Die Betrie­be blei­ben aber gefor­dert, die mas­siv gestie­ge­nen Prei­se, die wirt­schaft­li­chen Unsi­cher­hei­ten sowie deren Aus­wir­kun­gen auf das Urlaubs­bud­get der Gäs­te zu bewäl­ti­gen. Gleich­zei­tig müs­sen die Unter­neh­men ihren Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess mit Blick auf Kli­ma­schutz und Kli­ma­wan­del gestal­ten. Dar­über hin­aus lei­det die Bran­che enorm unter büro­kra­ti­schen Las­ten und dem Arbeits­kräf­te- und Fach­kräf­te­man­gel. „Die gesetz­li­che Ver­an­ke­rung einer wöchent­li­chen Höchst­ar­beits­zeit von 48 Stun­den anstel­le einer täg­li­chen Betrach­tungs­wei­se wür­de einen wich­ti­gen Bei­trag zur wei­te­ren Gesun­dung der Tou­ris­mus­wirt­schaft leis­ten“, appel­lier­te Bros­sardt an die Regie­rungs­ko­ali­ti­on im Bund.

vbw zum deut­schen Außen­han­del 2025

Deut­sche Aus­fuh­ren sta­gnie­ren – Chi­na über­holt die USA als wich­tigs­ten Exportmarkt

Die deut­schen Waren­ex­por­te sind 2025 kaum gewach­sen. Dem­nach wur­den 2025 Waren im Wert von rund 1.570 Mil­li­ar­den Euro ins Aus­land expor­tiert, das war ledig­lich ein Pro­zent mehr als im Vor­jahr. Die Impor­te stie­gen im sel­ben Zeit­raum um 4,4 Pro­zent auf 1.367 Mil­li­ar­den Euro. Dadurch sank der deut­sche Export­über­schuss um mehr als 42 Mil­li­ar­den auf rund 203 Mil­li­ar­den Euro. Aus Sicht der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. sind die vom Sta­tis­ti­schen Bun­des­amt ver­öf­fent­lich­ten Zah­len ein kla­res Warn­si­gnal für den Standort.

„Die struk­tu­rel­len Stand­ort­pro­ble­me sind ein immenser Wett­be­werbs­nach­teil auf den Welt­märk­ten, bei ohne­hin gro­ßen außen­wirt­schaft­li­chen Her­aus­for­de­run­gen für unse­re Unter­neh­men. Die erra­ti­sche US-Zoll­po­li­tik bremst die Welt­wirt­schaft ins­ge­samt. Das belas­tet die tief in den Welt­han­del inte­grier­ten Volks­wirt­schaf­ten Bay­erns und Deutsch­lands in beson­de­rem Maße. Auch der stark auf­ge­wer­te­te Euro stellt eine Bedro­hung für unse­re stark export­ori­en­tier­te Indus­trie dar“, erläu­tert vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Brossardt.

Die Expor­te in die wich­tigs­ten Märk­te ver­zeich­ne­ten teil­wei­se star­ke Rück­gän­ge. „Es ist sehr bedau­er­lich, dass die Expor­te in die USA auf­grund der aggres­si­ven US-Zoll­po­li­tik um 9,3 Pro­zent auf 146,9 Mil­li­ar­den Euro zurück­ge­gan­gen sind. Auch die Aus­fuh­ren nach Chi­na haben mit einem Rück­gang in glei­cher Höhe deut­lich an Schwung ver­lo­ren. Erfreu­lich sind die gestie­ge­nen Expor­te in die EU-Staa­ten um über vier Pro­zent“, so Bros­sardt weiter.

2025 war Chi­na mit einem Außen­han­dels­vo­lu­men von 251,8 Mil­li­ar­den Euro Deutsch­lands wich­tigs­ter Han­dels­part­ner, noch vor den Ver­ei­nig­ten Staa­ten mit einem Außen­han­dels­um­satz von 240,5 Mil­li­ar­den Euro. Dass Chi­na die USA im Außen­han­del mit Deutsch­land über­holt hat, zei­ge die enge Ver­flech­tung mit dem chi­ne­si­schen Markt. Zugleich ver­deut­li­che der Rück­gang des Han­dels mit den USA, wie stark die poli­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen den Außen­han­del beein­flus­sen und wie wich­tig es ist, die Han­dels­be­zie­hun­gen zu diver­si­fi­zie­ren und resi­li­en­ter auf­zu­stel­len. „Die Zustim­mung des EU-Par­la­ments zum Mer­co­sur-Abkom­men wäre ein wich­ti­ges Signal gewe­sen. Wich­tig ist es jetzt, dass die Kom­mis­si­on die vor­läu­fi­ge Anwen­dung des Abkom­mens beschließt. So kann die Wirt­schaft von den Vor­tei­len des Abkom­mens pro­fi­tie­ren, wäh­rend die Ent­schei­dung des EuGH abge­war­tet wird. Auch das abge­schlos­se­ne Frei­han­dels­ab­kom­men der EU mit Indi­en bie­tet immense Chan­cen. Wir sind über­zeugt, dass jedes Frei­han­dels­ab­kom­men unse­ren euro­päi­schen Wirt­schafts­raum und unse­re baye­ri­sche Volks­wirt­schaft stär­ker und unab­hän­gi­ger macht“, erläu­tert Brossardt.

vbw zum EU-Indien-Freihandelsabkommens

Abkom­men bie­tet gro­ße Chan­cen zur Markterschließung

Die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. begrüßt den erfolg­rei­chen Ver­hand­lungs­ab­schluss des EU-Indien-Freihandelsabkommens.

„Dass die EU und Indi­en ihre Ver­hand­lun­gen erfolg­reich abge­schlos­sen haben, sen­det ein star­kes Signal. Ange­sichts der ver­än­der­ten Welt­la­ge sind Deutsch­land und die EU mehr denn je gefor­dert, neue Handels‑, Roh­stoff- und Inves­ti­ti­ons­part­ner­schaf­ten über­all auf der Welt abzu­schlie­ßen“, sag­te vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt. Die Han­dels­po­li­tik von US-Prä­si­dent Trump belas­te den gesam­ten Welt­han­del. Chi­na benut­ze sei­ne Export­kon­trol­len für Sel­te­ne Erden als macht­po­li­ti­sches Mit­tel. Eine inter­na­tio­na­le und glo­bal ver­netz­te Volks­wirt­schaft wie Bay­ern bekom­me das zu spü­ren. „Das Abkom­men mit Indi­en ist ein zen­tra­ler Schritt, um von einem dyna­mi­schen Markt zu pro­fi­tie­ren, unse­re Han­dels­be­zie­hun­gen zu diver­si­fi­zie­ren und unse­re Posi­ti­on im Indo-Pazi­fik zu stär­ken,“ so Brossardt.

Durch den Weg­fall der Zöl­le auf über 90 Pro­zent der Waren­ex­por­te der EU bie­te das Abkom­men neue Absatz­mög­lich­kei­ten. Zöl­le auf den Groß­teil von Maschi­nen und elek­tri­schen Aus­rüs­tun­gen wür­den von 44 Pro­zent auf null Pro­zent sin­ken. Die Zöl­le im Bereich Luft- und Raum­fahr­zeu­ge wür­den eben­falls für die meis­ten Pro­duk­te eli­mi­niert. „Auch die Medi­zin­tech­nik wird pro­fi­tie­ren, da Zöl­le auf 90 Pro­zent der opti­schen, medi­zi­ni­schen und chir­ur­gi­schen Aus­rüs­tung abge­schafft wur­den. Kri­tisch sehen wir das Kon­tin­gent von 250.000 Fahr­zeu­gen. Trotz­dem kann die Auto­mo­bil­in­dus­trie davon pro­fi­tie­ren, denn deren Expor­te nach Indi­en sind der­zeit noch mit Zöl­len von bis zu 110 Pro­zent belegt. Für Fahr­zeu­ge wer­den die­se künf­tig auf zehn Pro­zent sin­ken, für Auto­tei­le wer­den Zöl­le schritt­wei­se kom­plett abge­schafft,“ so Brossardt.

Das Frei­han­dels­ab­kom­men stellt das bis­lang größ­te bei­der Sei­ten dar und eröff­net einen Markt mit einer Bevöl­ke­rung von über 1,45 Mil­li­ar­den Men­schen. Indi­en zählt mit einem Brut­to­in­lands­pro­dukt von über vier Bil­lio­nen US-Dol­lar zu den größ­ten Volks­wirt­schaf­ten welt­weit. Die Wirt­schaft des Schwel­len­lan­des zeich­net sich zudem durch eine sehr hohe Wachs­tums­dy­na­mik aus. „Bis 2030 gehen wir von einem durch­schnitt­li­chen BIP-Wachs­tum von rund sechs­ein­halb Pro­zent pro Jahr aus. In der Fol­ge wird Indi­en in den kom­men­den Jah­ren Deutsch­land und Japan in der Rang­lis­te der glo­bal größ­ten Volks­wirt­schaf­ten über­ho­len und auf Rang 3 klet­tern“, erläu­tert Bros­sardt und ergänzt: „Indi­en hat als Absatz­markt für baye­ri­sche Pro­duk­te stark an Bedeu­tung gewon­nen, die Aus­fuh­ren leg­ten zwi­schen 2015 und 2024 um über 60 Pro­zent zu. Im Ver­gleich zu den USA und Chi­na ist das Export­vo­lu­men jedoch wei­ter gering. Umso wich­ti­ger ist es jetzt, bestehen­de Han­dels­be­schrän­kun­gen abzu­bau­en und das Poten­zi­al des indi­schen Mark­tes voll auszuschöpfen.“

Laut vbw muss Euro­pa mit Blick auf die indus­tri­el­le Expan­si­on Chi­nas und die ange­spann­ten trans­at­lan­ti­schen Bezie­hun­gen Einig­keit und Stär­ke demons­trie­ren. „Wir sind über­zeugt, dass jedes Frei­han­dels­ab­kom­men unse­ren euro­päi­schen Wirt­schafts­raum und unse­re baye­ri­sche Volks­wirt­schaft stär­ker macht. Des­we­gen set­zen wir auf eine zügi­ge Rati­fi­zie­rung des Abkom­mens ohne unnö­ti­ge Ver­zö­ge­run­gen“, betont Bros­sardt abschließend.

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