Pra­xis­na­he Berufs- und Stu­di­en­ori­en­tie­rung als Stell­schrau­be für Nachwuchskräftegewinnung

Girls‘ und Boys’ Day 2026

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Girls
Symbolbild, Foto: Pixabay
Anläss­lich des dies­jäh­ri­gen Girls‘ und Boys‘ Day am 23. April beto­nen die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. und die baye­ri­schen Metall- und Elek­tro-Arbeit­ge­ber­ver­bän­de bay­me vbm den Stel­len­wert einer früh­zei­ti­gen, pra­xis­na­hen Berufs- und Stu­di­en­ori­en­tie­rung, um den Nach­wuchs auf der Suche nach dem eige­nen Kar­rie­re­weg effek­tiv zu unterstützen.

„Auch wenn die schwie­ri­ge Wirt­schafts­la­ge momen­tan dämp­fend auf den Aus­bil­dungs- und Arbeits­markt wirkt, bleibt die Gewin­nung von gut qua­li­fi­zier­ten Beschäf­tig­ten für die Unter­neh­men im Frei­staat wei­ter­hin eine gro­ße Zukunfts­auf­ga­be“, erklärt Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Brossardt.

Das Arbeits­kräf­te­an­ge­bot in Bay­ern sin­ke bran­chen­über­grei­fend. Dar­um hält es die vbw für wich­tig, Kin­dern und Jugend­li­chen dabei zu hel­fen, so früh wie mög­lich ihre eige­nen beruf­li­chen Inter­es­sen und Talen­te zu ent­de­cken. „Gleich­zei­tig müs­sen wir sie dar­über auf­klä­ren, wo der Arbeits­markt sie braucht – und ver­al­te­te Rol­len­kli­schees wei­ter auf­bre­chen, damit sie der indi­vi­du­ell pas­sen­den Berufs­wahl nicht im Wege ste­hen. Der MINT-Bereich steht jun­gen Frau­en genau­so offen wie der sozia­le Beriech dem männ­li­chen Nach­wuchs. Ins­be­son­de­re in der Pfle­ge und Erzie­hung wer­den jun­ge Nach­wuchs­kräf­te hän­de­rin­gend gesucht“, erläu­tert Brossardt.

Die Ver­bän­de bie­ten Jugend­li­chen eng ver­zahnt mit Schu­len und Unter­neh­men zahl­rei­che Initia­ti­ven und Pro­jek­ten zur Unter­stüt­zung bei der Berufs- und Stu­di­en­ori­en­tie­rung. Mit „sprung­brett bay­ern“ för­dern sie die größ­te Prak­ti­kums­bör­se im Frei­staat. Jugend­li­che fin­den hier momen­tan fast 22.000 Prak­ti­kums­an­ge­bo­te aus allen mög­li­chen Bran­chen. Spe­zi­ell für die MINT-För­de­rung von Frau­en haben bay­me vbm gemein­sam mit der Regio­nal­di­rek­ti­on Bay­ern der Bun­des­agen­tur für Arbeit und dem Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft, Lan­des­ent­wick­lung und Ener­gie im Jahr 2013 die Initia­ti­ve „Girls’Day Aka­de­mie“ geschaf­fen. „Mit inzwi­schen 17 Girls’Day Aka­de­mien in Bay­ern ist sie ein Erfolgs­mo­dell. An Real­schu­len und Gym­na­si­en erle­ben je 15 Mäd­chen ab der sieb­ten bis zur zehn­ten Klas­se span­nen­de Ein­bli­cke in tech­ni­sche Beru­fe und kön­nen ihre Talen­te direkt in den Unter­neh­men vor Ort erpro­ben“, führt Bros­sardt aus.

Fän­den die Nach­wuchs­ta­len­te schließ­lich ihren Weg in die baye­ri­sche M+E Indus­trie, war­te­ten auf sie auch in den aktu­el­len Kri­sen­zei­ten sta­bi­le Kar­rie­re­per­spek­ti­ven. „Tat­sa­che ist: Schlie­ßen Jugend­li­che eine Aus­bil­dung in einem M+E Unter­neh­men im Frei­staat erfolg­reich ab, ste­hen die Chan­cen für eine Über­nah­me aus­ge­zeich­net“, betont Bros­sardt und ergänzt: „Im ver­gan­ge­nen Jahr haben die Unter­neh­men 89,2 Pro­zent der Azu­bis befris­tet oder unbe­fris­tet über­nom­men. Für 2026 ver­bes­sert sich die Über­nah­me­quo­te noch ein­mal vor­aus­sicht­lich auf knapp 93 Pro­zent. Die hohe Über­nah­me­be­reit­schaft zeigt den Erfolg der Bemü­hun­gen der Betrie­be, ihren Fach­kräf­te­nach­wuchs lang­fris­tig an sich zu binden.“

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