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Fachkräfte

Nach Bevöl­ke­rungs­pro­gno­se

IHK sieht Ober­fran­ken auf gutem Weg

Bis 2040 wird Ober­fran­ken – so die Pro­gno­se des Baye­ri­schen Lan­des­am­tes für Sta­tis­tik und Daten­ver­ar­bei­tung – 3,5 Pro­zent sei­ner Ein­woh­ner­zah­len ver­lie­ren. Für die Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth, Gabrie­le Hohen­ner, eine posi­ti­ve Nach­richt, war man in der Pro­gno­se vor zehn Jah­ren für das Jahr 2030 noch von einem Minus von 10,2 Pro­zent ausgegangen.

Am Frei­tag hat der baye­ri­sche Innen­mi­nis­ter Joa­chim Herr­mann die neue Bevöl­ke­rungs­pro­gno­se des Baye­ri­schen Lan­des­am­tes für das Jahr 2040 vor­ge­stellt. Dem­nach wird die Bevöl­ke­rungs­zahl auf der Basis der vor­lie­gen­den Daten bis 2040 in Ober­fran­ken um 3,5 Pro­zent oder 37.400 auf 1.024.700 zurückgehen.

Dass die­ser Rück­gang für Ober­fran­ken trotz­dem eine gute Nach­richt ist, liegt dar­an, so IHK-Pres­se­spre­cher Peter Beli­na, dass bei der Pro­gno­se vor zehn Jah­ren noch von einem Rück­gang von 10,2 Pro­zent aus­ge­gan­gen war. Beli­na: „Das ent­spricht einem Bevöl­ke­rungs­rück­gang von knapp 110.000 Men­schen. Das wären mehr als heu­te in den Städ­ten Bay­reuth und Kulm­bach leben.”


Ober­fran­ken pro­fi­tiert von Wanderungsüberschuss

Dass sich die Pro­gno­se so gewan­delt hat, liegt dar­an, dass man inzwi­schen für Ober­fran­ken davon aus­geht, dass sich der seit zehn Jah­ren zu beob­ach­ten­de Wan­de­rungs­über­schuss fort­set­zen wird. Bis 2040 rech­net man damit, dass 7,5 Pro­zent mehr Men­schen zu- als abwan­dern. „Die Men­schen zie­hen dort­hin, wo es attrak­ti­ve Arbeits­plät­ze und ein attrak­ti­ves Umfeld gibt”, betont Gabrie­le Hohen­ner. Dass die Bevöl­ke­rungs­pro­gno­se immer noch leicht nega­tiv sei, lie­ge dar­an, dass Ober­fran­ken wei­ter­hin einen Ster­be­über­schuss hat.


Unter­neh­men suchen Fach­kräf­te längst über Ober­fran­ken hinaus

„Seit 20 Jah­ren flo­riert die ober­frän­ki­sche Wirt­schaft, das Ergeb­nis sieht man an der Wan­de­rungs­ent­wick­lung der ver­gan­ge­nen Jah­re und an der Pro­gno­se. Vie­le meist jun­ge Fach­kräf­te wan­dern mit ihren Fami­li­en zu, weil in Ober­fran­ken attrak­ti­ve Arbeits­plät­ze auf sie war­ten”, so Hohen­ner. „Man muss jetzt natür­lich abwar­ten, wel­chen Spu­ren die Coro­na-Pan­de­mie hin­ter­lässt. Fakt ist aber, dass zahl­rei­che Unter­neh­men auch wei­ter­hin vie­le Aus­zu­bil­den­de und Fach­kräf­te suchen, längst über Ober­fran­ken hin­aus.” Des­halb gewin­ne das Regio­nal­mar­ke­ting auch immer mehr an Bedeu­tung, weil immer mehr Fach­kräf­te aus ande­ren Regio­nen gewon­nen wer­den, teil­wei­se auch über Deutsch­land hinaus.

„Inves­ti­ti­on in die Zukunft“

Bam­berg: 274 erfolg­rei­che Prüf­lin­ge der IHK-Berufsausbildung

Lob und höchs­ten Respekt zollt IHK-Prä­si­den­tin Son­ja Wei­gand den erfolg­rei­chen Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten der IHK-Aus­bil­dungs­ab­schluss­prü­fun­gen. Sie muss­ten nicht nur ein gesam­tes Aus­bil­dungs­jahr, son­dern auch ihre Abschluss­prü­fung unter erschwer­ten Coro­na-Bedin­gun­gen absolvieren.

„Die Her­aus­for­de­run­gen der Pan­de­mie haben Sie erfolg­reich gemeis­tert. Sie haben nicht nur Ihr Fach­wis­sen unter Beweis gestellt, son­dern zugleich viel Enga­ge­ment, Durch­hal­te­ver­mö­gen und Moti­va­ti­on. Herz­li­chen Glück­wunsch zu die­ser Leis­tung. Wir sind stolz auf Sie!“ Im Prüf­be­zirk Bam­berg haben vier­zehn Prüf­lin­ge mit Best­no­te abgeschlossen.

Son­ja Wei­gand, die auch Vor­sit­zen­de des IHK-Gre­mi­ums Bam­berg ist, appel­liert an die Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten, die Zukunft mit Opti­mis­mus anzu­ge­hen. „Aktu­ell erle­ben wir alle eine her­aus­for­dern­de Zeit – Sie als Aus­zu­bil­den­de, aber auch wir als Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer. Aber wir wären nicht Unter­neh­mer, wenn wir die Zukunft nicht mit Zuver­sicht und Opti­mis­mus ange­hen wür­den. Gera­de jetzt brau­chen wir enga­gier­te Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter, um die Her­aus­for­de­run­gen zu bewäl­ti­gen. Ein erfolg­rei­cher Aus­bil­dungs­ab­schluss ist für die erfolg­rei­che beruf­li­che Zukunft eine her­vor­ra­gen­de Aus­gangs­po­si­ti­on. Alle Türen ste­hen Ihnen offen, egal ob Sie im erlern­ten Beruf blei­ben, eine Wei­ter­bil­dung absol­vie­ren oder ein Stu­di­um anstre­ben. Es liegt an Ihnen, den für Sie rich­ti­gen Weg zu fin­den“, so die IHK-Präsidentin. 


14 Prü­fungs­bes­te im Raum Bamberg

Im Rah­men der Win­ter­prü­fung haben im Prüf­be­zirk des IHK-Gre­mi­ums Bam­berg ins­ge­samt 274 Prüf­lin­ge ihre Abschluss­prü­fung erfolg­reich abge­legt. 148 erfolg­rei­che Abschlüs­se gab es bei den kauf­män­ni­schen Beru­fen, 126 bei den gewerb­lich-tech­ni­schen. Im IHK-Gre­mi­um Bam­berg erziel­ten 14 Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten die Traum­no­te Eins.


Logis­ti­sche Herausforderung

„Die logis­ti­sche Orga­ni­sa­ti­on der Prü­fun­gen war auf­grund der pan­de­mie­be­ding­ten Ein­schrän­kun­gen erneut sehr her­aus­for­dernd“, so Bernd Reh­orz, Lei­ter der Beruf­li­chen Bil­dung bei der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth. „Ohne die Fle­xi­bi­li­tät und das Enga­ge­ment der ehren­amt­li­chen Prü­fe­rin­nen und Prü­fer wären die Prü­fun­gen in die­ser Form nicht zu bewäl­ti­gen gewe­sen.“ Da die Prü­fun­gen in Bezug auf den Zeit­punkt und die Auf­ga­ben bun­des­weit ein­heit­lich sind, fan­den allei­ne am Prü­fungs­tag 25. Novem­ber 2020 Prü­fun­gen an rund 60 ver­schie­de­nen Stand­or­ten in ganz Ober­fran­ken statt, um die vor­ge­ge­be­nen Abstands­re­geln ein­hal­ten zu können.


Wir sagen Ja zur Ausbildung

Mit Blick auf die aktu­ell nega­ti­ve Ent­wick­lung der Aus­bil­dungs­zah­len weist IHK-Prä­si­den­tin Wei­gand auf die hohe Bedeu­tung der Aus­bil­dung für die regio­na­len Unter­neh­men hin. „Coro­nabe­dingt gab es 2020 einen dra­ma­ti­schen Ein­bruch bei den Aus­bil­dungs­zah­len. Die­ser Trend setzt sich lei­der auch in die­sem Jahr fort. Wenn wir die­se Ent­wick­lung nicht recht­zei­tig auf­hal­ten, droht eine Fach­kräf­te­lü­cke, die für unse­re Unter­neh­men zu einem exis­ten­zi­el­len Pro­blem wer­den kann“, so Wei­gand. Die Siche­rung qua­li­fi­zier­ter Nach­wuchs­kräf­te müs­se des­halb jetzt im Vor­der­grund ste­hen. Um der Ent­wick­lung gegen­zu­steu­ern hat die IHK die Kam­pa­gne „Wir sagen Ja zur Aus­bil­dung“ gestar­tet. „Wir bün­deln mit die­ser Akti­on alle Akti­vi­tä­ten rund um die Aus­bil­dung und set­zen auch in der Öffent­lich­keit ein star­kes Zei­chen für beruf­li­che Bil­dung. Aus­bil­dung ist eine Inves­ti­ti­on in die Zukunft – für Jugend­li­che, Unter­neh­men und die gesam­te Wirt­schafts­re­gi­on“, so IHK-Prä­si­den­tin Son­ja Weigand.

Öff­nung der Berufs­bil­dungs- und Technologiezentren 

„Fach­kräf­te­ver­sor­gung steht auf dem Spiel“

Das baye­ri­sche Hand­werk kri­ti­siert die gra­vie­ren­de Benach­tei­li­gung sei­ner Aus­zu­bil­den­den gegen­über dem Hand­werks­nach­wuchs in ande­ren Bun­des­län­dern scharf. Die Baye­ri­schen Hand­werks­kam­mern for­dern des­halb eine voll­stän­di­ge Öff­nung der Berufs­bil­dungs- und Tech­no­lo­gie­zen­tren, um prak­ti­sche Aus­bil­dung in allen Facet­ten leis­ten zu können.

„Selbst in Län­dern mit einer höhe­ren 7‑Ta­ge-Inzi­denz als in Bay­ern fin­det die Über­be­trieb­li­che Lehr­lings­un­ter­wei­sung (ÜLU) statt – unter den glei­chen Hygie­ne­vor­schrif­ten, die auch im Frei­staat gel­ten. Aber für alle Aus­zu­bil­den­den“, heißt es in einer Pres­se­mit­tei­lung des Baye­ri­schen Hand­werks­tags (BHT) und der baye­ri­schen Hand­werks­kam­mern. In Bay­ern dage­gen sind aktu­ell nur Lehr­lin­ge zur ÜLU zuge­las­sen, die kurz vor ihrer Abschluss- oder Gesel­len­prü­fung stehen.


„Jetzt wie­der in Präsenz“

Das baye­ri­sche Hand­werk habe inzwi­schen alle Mög­lich­kei­ten des Distanz­un­ter­richts in Form von E‑Lear­ning-Ange­bo­ten aus­ge­schöpft. Und unter den Aus­zu­bil­den­den aus über 110 Her­kunfts­län­dern sei­en auch sol­che, die beson­de­re Unter­stüt­zung benö­ti­gen. „Des­halb muss“, so die For­de­rung der baye­ri­schen Kam­mern wei­ter, „die pra­xis­ori­en­tier­te über­be­trieb­li­che Aus­bil­dung in den Bil­dungs­zen­tren des Hand­werks jetzt wie­der in Prä­senz statt­fin­den.“ Im baye­ri­schen Hand­werk fie­len auf­grund der Coro­na-Beschrän­kun­gen die ÜLU-Lehr­gän­ge für rund 20.000 Aus­zu­bil­den­de nur des ers­ten Lehr­jah­res aus.

Auch die beruf­li­che Fort- und Wei­ter­bil­dung für Fach­kräf­te des Hand­werks ist der­zeit mas­siv ein­ge­schränkt. Die baye­ri­schen Kam­mern: „Wir for­dern die Staats­re­gie­rung mit Nach­druck auf, den Inzi­denz­wert von 165 auch für Aus‑, Fort und Wei­ter­bil­dungs­maß­nah­men im Hand­werk als Gren­ze anzu­wen­den. Sonst ste­hen der Aus­bil­dungs­er­folg und die Fach­kräf­te­ver­sor­gung unse­res Wirt­schafts­be­reichs auf dem Spiel.“

Hin­ter­grund

Die ÜLU ist im Hand­werk ein Teil der pra­xis­ori­en­tier­ten betrieb­li­chen Aus­bil­dung. Hand­werk­li­che Bil­dungs­zen­tren unter­stüt­zen dabei als exter­ne Aus­bil­dungs­werk­stät­ten zum Bei­spiel Betrie­be, die auf­grund ihrer Spe­zia­li­sie­rung nicht alle Aus­bil­dungs­in­hal­te ver­mit­teln können.

IHK warnt vor dro­hen­der Fachkräftelücke

IHK star­tet Kam­pa­gne „Wir sagen Ja zur Ausbildung“

Mit einer Kam­pa­gne „Wir sagen Ja zur Aus­bil­dung“ rückt die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth die Beruf­li­che Bil­dung noch stär­ker in den Fokus.

„Unser Ziel ist es, mög­lichst vie­le jun­ge Men­schen für eine beruf­li­che Aus­bil­dung zu gewin­nen. Hoher Pra­xis­be­zug, gute Wei­ter­bil­dungs­mög­lich­kei­ten und Auf­stiegs­chan­cen – die Vor­tei­le einer Aus­bil­dung spre­chen für sich. Wir möch­ten den Schul­ab­ge­hen­den ver­mit­teln, dass eine beruf­li­che Aus­bil­dung ein her­vor­ra­gen­des Fun­da­ment für ihren wei­te­ren Berufs­weg ist“, erklärt Gabrie­le Hohen­ner, Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth. Beruf­li­che Bil­dung sei das Mit­tel der Wahl um die dro­hen­de Fach­kräf­te­lü­cke abzu­fe­dern. „Die Fach­kräf­te von mor­gen müs­sen heu­te aus­ge­bil­det wer­den. Des­halb sind wir jetzt gemein­sam gefor­dert, die Vor­tei­le einer Berufs­aus­bil­dung in einer star­ken Kam­pa­gne deut­lich zu machen“, so Hohenner.

„Noch nie war die beruf­li­che Aus­bil­dung so wich­tig wie jetzt“, erläu­tert Bernd Reh­orz, Lei­ter Beruf­li­che Bil­dung bei der IHK, mit Blick auf die aktu­el­len Aus­bil­dungs­zah­len. 2020 ver­zeich­ne­te die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth einen Rück­gang von fast 20 Pro­zent bei den neu ein­ge­tra­ge­nen Aus­bil­dungs­ver­hält­nis­sen. „Dies ist vor allem auf die Aus­wir­kun­gen der Coro­na-Pan­de­mie zurück­zu­füh­ren. Die demo­gra­fi­sche Ent­wick­lung, die wir in Ober­fran­ken schon seit eini­gen Jah­ren spü­ren ver­schärft die Situa­ti­on zusätz­lich“, so Rehorz. 


Inves­ti­ti­on in die Zukunft

„Wird der Rück­gang der Aus­bil­dungs­zah­len nicht gestoppt, droht unse­ren Unter­neh­men ein enor­mer Fach­kräf­te­man­gel“, so Reh­orz. Hin­zu kom­men die mög­li­chen lang­fris­ti­gen Aus­wir­kun­gen der Pan­de­mie, die heu­te noch nicht abschätz­bar sind. „Qua­li­fi­zier­te Fach­kräf­te sind der Schlüs­sel für Wett­be­werbs- und Zukunfts­fä­hig­keit unse­rer Unter­neh­men. Wir müs­sen jetzt in Aus­bil­dung inves­tie­ren, bevor die Fach­kräf­te­lü­cke zu groß wird und Unter­neh­men in die Knie zwingt“, so Reh­orz. „Aus­bil­dung ist eine Inves­ti­ti­on in die Zukunft – für Jugend­li­che, Wirt­schaft und unse­re gesam­te Region.“


Ziel­grup­pen­af­fi­ne Ansprache

Die IHK rückt daher die Beruf­li­che Bil­dung noch stär­ker als bis­her in den Fokus ihrer Kom­mu­ni­ka­ti­on. „Wir sagen Ja zur Aus­bil­dung“ ist das Mot­to, mit dem die IHK künf­tig alle Aktio­nen rund um die Beruf­li­che Bil­dung bün­deln und daher auch in der Öffent­lich­keit ver­stärkt auf­tre­ten wird. Neben PR-Aktio­nen und For­ma­ten in Funk und TV setzt die Kam­pa­gne einen star­ken Fokus auf Social Media Kanä­le für eine ziel­grup­pen­ge­rech­te Anspra­che der Jugend­li­chen. Dabei setzt die IHK vor allem auf Tes­ti­mo­ni­als von Aus­zu­bil­den­den selbst, die Gleich­alt­ri­gen über ihre Erfah­run­gen berich­ten sol­len. Zudem wer­den digi­ta­le Aktio­nen rund um die Berufs­ori­en­tie­rung statt­fin­den. Den Start­schuss hier­für gibt der Online-Bera­tungs­tag am 26. Mai 2021.

Zen­tra­ler Infor­ma­ti­ons­punkt für Jugend­li­che, Unter­neh­men, Eltern, Leh­rer und gene­rell Aus­bil­dungs­in­ter­es­sier­te ist die IHK-Web­site, wo eine Fül­le von Infor­ma­tio­nen, Tipps, wei­ter­füh­ren­den Links zum The­ma zu fin­den sind. Unter https://www.bayreuth.ihk.de/ausbildung wer­den alle Infor­ma­tio­nen, News, Ange­bo­te und aktu­el­le Ver­an­stal­tun­gen der IHK zur Aus­bil­dung unter dem Mot­to „Wir sagen Ja zur Aus­bil­dung“ gebün­delt und lau­fend aktualisiert.

„Wir möch­ten infor­mie­ren, bera­ten, über­zeu­gen und gleich­zei­tig wach­rüt­teln. Die dro­hen­de Fach­kräf­te­lü­cke kann sehr schnell zum Pro­blem für Unter­neh­men wer­den. Des­halb müs­sen wir jetzt pro­ak­tiv sein, um die Lücke mög­lichst gut abzu­fe­dern“, so Reh­orz. Mit der Rake­te habe die IHK des­halb auch ein Kam­pa­gnen­mo­tiv gewählt, das die Bri­sanz der Situa­ti­on ver­deut­li­chen soll. „Beim The­ma Aus­bil­dung müs­sen wir jetzt gemein­sam durchstarten.“

IHK warnt vor dro­hen­der Fachkräftelücke

„Dau­men hoch“ für die Ausbildung

Auch in die­sem Jahr erhal­ten alle akti­ven Aus­bil­dungs­be­trie­be der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth ihren „Dau­men hoch“-Aufkleber, mit dem sie ihr Aus­bil­dungs­en­ga­ge­ment nach außen sicht­bar machen kön­nen. „Jedes ein­zel­ne Unter­neh­men, das sich für Aus­bil­dung enga­giert, leis­tet einen wich­ti­gen Bei­trag zur Fach­kräf­te­si­che­rung und damit zur Zukunfts­fä­hig­keit unse­res Wirt­schafts­stand­orts“, so die IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin Gabrie­le Hohen­ner zur Bedeu­tung der beruf­li­chen Aus­bil­dung. „Auf­grund der Pan­de­mie gab es 2020 einen Ein­bruch bei den Aus­bil­dungs­zah­len. Daher müs­sen wir gera­de jetzt alle Regis­ter für die Aus­bil­dung zie­hen“, so Hohenner.

Seit 2015 erhal­ten alle Aus­bil­dungs­un­ter­neh­men der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth die Aus­zeich­nung „Aus­bil­dungs­be­trieb: die­ses Unter­neh­men sichert Qua­li­tät durch beruf­li­che Aus­bil­dung“ mit Urkun­de und ent­spre­chen­dem Auf­kle­ber. Damit kann die Aus­bil­dungs­leis­tung gegen­über Kun­den, Lie­fe­ran­ten und auch der Öffent­lich­keit sicht­bar gemacht wer­den. An rund 2.300 akti­ve Aus­bil­dungs­be­trie­be wer­den die Auf­kle­ber in die­sen Tagen verschickt.


„Ja zur Ausbildung“

„Noch nie war die beruf­li­che Aus­bil­dung so wich­tig wie jetzt“, erläu­tert Bernd Reh­orz, Lei­ter Beruf­li­che Bil­dung bei der IHK, mit Blick auf die aktu­el­len Aus­bil­dungs­zah­len. 2020 ver­zeich­ne­te die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth einen Rück­gang von 19,9 Pro­zent bei den neu ein­ge­tra­ge­nen Aus­bil­dungs­ver­hält­nis­sen. Cir­ca 3.000 Lehr­stel­len waren zum Start des lau­fen­den Aus­bil­dungs­jah­res in Ober­fran­ken noch unbe­setzt. „Dies liegt unter ande­rem an der demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung, die wir in Ober­fran­ken schon seit eini­gen Jah­ren spü­ren. Vor allem aber ist dies auf die Aus­wir­kun­gen der Coro­na-Pan­de­mie zurück­zu­füh­ren“, so Reh­orz. Bereits jetzt zeich­ne sich lei­der eine Fort­set­zung des Trends für 2021 ab.
„Wird der Rück­gang der Aus­bil­dungs­zah­len nicht gestoppt, wer­den unse­re Unter­neh­men in eini­gen Jah­ren mit enor­mem Fach­kräf­te­man­gel zu kämp­fen haben“, warnt Hohen­ner. Für die Unter­neh­men, die heu­te noch nicht abschät­zen kön­nen, wel­che lang­fris­ti­gen Aus­wir­kun­gen die Pan­de­mie haben wird, wäre dies eine zusätz­li­che Belas­tung. „Soweit darf es nicht kom­men. Wir müs­sen jetzt in Aus­bil­dung inves­tie­ren, bevor die Fach­kräf­te­lü­cke zu groß wird und durch Coro­na ange­schla­ge­ne Unter­neh­men in die Knie zwingt“, so die IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin. „Aus­bil­dung ist eine Inves­ti­ti­on in die nahe Zukunft.“


Auch die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth ver­stärkt ihr Enga­ge­ment rund um die beruf­li­che Bil­dung ange­sichts der aktu­el­len Ent­wick­lung. „Ja zur Aus­bil­dung“ ist das Mot­to, mit dem die IHK ihre Maß­nah­men rund um die Aus­bil­dung bün­deln und somit deren Schlag­kraft erhö­hen will. „Wir appel­lie­ren an die Betrie­be, ihr Aus­bil­dungs­en­ga­ge­ment wei­ter hoch zu hal­ten. Zugleich möch­ten wir auch Jugend­li­che über­zeu­gen, sich für eine Aus­bil­dung und die damit ver­bun­de­nen Vor­tei­le, wie z.B. den hohen Pra­xis­be­zug sowie die zahl­rei­chen Wei­ter­bil­dungs­mög­lich­kei­ten nach dem Abschluss, zu ent­schei­den“, so Reh­orz. „Aus­bil­dung hat bei der IHK obers­te Prio­ri­tät. Für die Zukunft unse­rer Unter­neh­men, den Wirt­schafts­stand­ort und damit unse­rer gesam­ten Region.“


„Zeigt uns Eure Daumen“

Auch die „Dau­men hoch“-Aktion möch­te die IHK in die­sem Jahr noch sicht­ba­rer machen. Unter dem Mot­to „Zeigt uns Eure Dau­men“ ruft die IHK daher alle Aus­bil­dungs­be­trie­be auf, Fotos ihrer Aus­zu­bil­den­den oder Aus­bil­der mit ihrem „Dau­men hoch“ Auf­kle­ber auf der Face­book Sei­te der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth zu tei­len. „Jedes ein­zel­ne Aus­bil­dungs­un­ter­neh­men leis­tet Gro­ßes für Ober­fran­ken. Das darf auch gezeigt wer­den“, so Rehorz.

IHK bie­tet Online-Semi­na­re an

„Haus der klei­nen For­scher” auch digital

Im Rah­men der Initia­ti­ve „Haus der klei­nen For­scher” bie­tet die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth auch Online-Semi­na­re an, wie die IHK mit­teilt. Sie schafft damit ein Zusatz­an­ge­bot für inter­es­sier­te Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer, bis Prä­senz­ver­an­stal­tun­gen wie­der mög­lich sind. Das „Haus der klei­nen For­scher” will Kin­der im Vor­schul­al­ter für Natur­wis­sen­schaf­ten und Tech­nik begeis­tern und qua­li­fi­ziert dafür päd­ago­gi­sches Personal.

Für das Jahr 2021 hat­te die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth im Rah­men der Initia­ti­ve „Haus der klei­nen For­scher” mehr als 20 Work­shop-Ter­mi­ne an den Stand­or­ten Bay­reuth, Bam­berg und Hof geplant. Auf­grund der aktu­el­len Beschrän­kun­gen kön­nen die­se vor­erst nicht statt­fin­den. Um die Zeit den­noch pro­duk­tiv nut­zen zu kön­nen, läuft aktu­ell ein Online-Semi­nar zum The­ma „For­scher­dia­lo­ge gestal­ten”. Auf­grund der posi­ti­ven Reso­nanz soll in den kom­men­den Wochen ein wei­te­res Online-Semi­nar zum The­ma „Frei­räu­me” folgen.


Qua­li­fi­zier­ter Fachkräftenachwuchs

Gemein­sam mit ihren Netz­werk­part­nern vor Ort bie­tet die Stif­tung „Haus der klei­nen For­scher” ein Bil­dungs­pro­gramm an, das päd­ago­gi­sche Fach- und Lehr­kräf­te dabei unter­stützt, Kin­der im Kita- und Grund­schul­al­ter qua­li­fi­ziert beim Ent­de­cken, For­schen und Ler­nen zu beglei­ten. „For­schen und Ent­de­cken funk­tio­niert aber nur, wenn man Din­ge tat­säch­lich grei­fen und dadurch auch begrei­fen kann” erläu­tert Chris­ta Stel­ter, Trai­ne­rin für das „Haus der klei­nen For­scher” in Ober­fran­ken. „Nicht alle Work­shop-The­men las­sen sich auch online abbil­den.” Daher wür­den nun gezielt The­men iden­ti­fi­ziert, die für Online-Work­shops geeig­net sei­en, um ein qua­li­fi­zier­tes Zusatz­an­ge­bot zu schaf­fen.
„Eine Inves­ti­ti­on in den Fach­kräf­te­nach­wuchs ist eine Inves­ti­ti­on in die Zukunft unse­res Wirt­schafts­stand­orts. Dar­an ändert auch die Pan­de­mie nichts”, so Bernd Reh­orz, Lei­ter Beruf­li­che Bil­dung bei der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth. Die IHK enga­giert sich daher seit vie­len Jah­ren als Netz­werk­part­ner der Stif­tung „Haus der klei­nen For­scher”. Reh­orz: „Wir möch­ten einen akti­ven Bei­trag zur Siche­rung des Fach­kräf­te­nach­wuch­ses in Ober­fran­ken leisten.”


Zum „Haus der klei­nen Forscher”

Die gemein­nüt­zi­ge Stif­tung „Haus der klei­nen For­scher” enga­giert sich für gute frü­he Bil­dung in den Berei­chen Mathe­ma­tik, Infor­ma­tik, Natur­wis­sen­schaf­ten und Tech­nik (MINT) sowie Bil­dung für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung (BNE). Ziel ist, Mäd­chen und Jun­gen stark für die Zukunft zu machen und zu nach­hal­ti­gem Han­deln zu befä­hi­gen. Das „Haus der klei­nen For­scher” ver­bes­sert Bil­dungs­chan­cen, för­dert Inter­es­se im MINT-Bereich und pro­fes­sio­na­li­siert dafür päd­ago­gi­sches Per­so­nal. Part­ner der Stif­tung sind die Helm­holtz-Gemein­schaft, die Sie­mens Stif­tung, die Diet­mar Hopp Stif­tung und die Deut­sche Tele­kom Stif­tung. Geför­dert wird sie vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter: https://www.haus-der-kleinen-forscher.de/