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Ausbildung

Für 1.957 Azu­bis aus Ober­fran­ken wird es ernst

Start der IHK-Abschlussprüfungen

Am mor­gi­gen Diens­tag, dem 28. April, begin­nen für vie­le Aus­zu­bil­den­de die IHK-Abschluss­prü­fun­gen, wie die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth mit­teilt. Ins­ge­samt 1.957 Aus­zu­bil­den­de legen bei der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth ihre Prü­fun­gen in ins­ge­samt 100 Beru­fen ab.

Für Micha­el von Her­tell, Lei­ter der beruf­li­chen Bil­dung, ist die dua­le Aus­bil­dung ein ech­ter Erfolgs­fak­tor: Die Aus­bil­dung in einem Betrieb lege das Fun­da­ment für einen nach­hal­ti­gen, erfolg­rei­chen Berufs­weg. Die Azu­bis bau­ten nicht nur umfang­rei­che Fach­kennt­nis­se auf, son­dern ent­wi­ckel­ten sich dabei auch per­sön­lich stark wei­ter. Er betont, wer sich für eine Aus­bil­dung ent­schei­de, stell die rich­ti­gen Wei­chen für die Zukunft.

Zunächst ste­hen am 28. und 29. April für 1.465 Prüf­lin­ge in 52 kauf­män­ni­schen und kauf­män­nisch ver­wand­ten Beru­fen die schrift­li­chen Abschluss­prü­fun­gen auf dem Pro­gramm. Dazu gehö­ren Kauf­leu­te für Büro­ma­nage­ment sowie Ein­zel­han­dels- und Bank­kauf­leu­te. Ab dem 5. und 6. Mai fol­gen die Prü­fun­gen für 492 Prüf­lin­ge in 48 tech­ni­schen Beru­fen, dar­un­ter Indus­trie­me­cha­ni­ker, Mecha­tro­ni­ker und Elek­tro­ni­ker. Die münd­li­chen und prak­ti­schen Prü­fun­gen fin­den für die tech­ni­schen Beru­fe zwi­schen dem 22. Juni und 31. Juli 2026, für die kauf­män­ni­schen Beru­fe zwi­schen dem 29. Juni und dem 31. Juli 2026 statt.

Zwei von drei Aus­bil­dungs­ver­hält­nis­sen bei IHK-Unternehmen

Für die Prüf­lin­ge geht mit der Abschluss­prü­fung ein wich­ti­ger Lebens­ab­schnitt zu Ende: Unse­re Unter­neh­men sind auf qua­li­fi­zier­te Nach­wuchs­kräf­te ange­wie­sen, um die Her­aus­for­de­run­gen von heu­te und mor­gen zu meis­tern, unter­streicht von Her­tell. Eine fun­dier­te Aus­bil­dung ist aber auch der Schlüs­sel, um den Wirt­schafts­stand­ort Ober­fran­ken lang­fris­tig zu stärken.

Die För­de­rung der beruf­li­chen Bil­dung bleibt zen­tra­le Auf­ga­be der deut­schen IHKs. Mit einer bun­des­wei­ten Aus­bil­dungs­kam­pa­gne set­zen die deut­schen IHKs Impul­se, um das Anse­hen der dua­len Aus­bil­dung wei­ter zu erhö­hen und mehr jun­ge Men­schen für die­sen Kar­rie­re­weg zu begeis­tern. Unter dem Mot­to “Jetzt #kön­nen­ler­nen – Aus­bil­dung macht mehr aus uns” geben ech­te Aus­zu­bil­den­de Ein­bli­cke in ihre Arbeits­welt und zei­gen: Aus­bil­dung lohnt sich.

Die schrift­li­chen IHK-Abschluss­prü­fun­gen fin­den an bun­des­weit ein­heit­li­chen Ter­mi­nen statt. Die IHKs in Ober­fran­ken ste­hen für knapp zwei Drit­tel aller Aus­bil­dungs­ver­hält­nis­se in der Region.

Bam­ber­ger Unter­neh­men begeis­tern Jugendliche

Gro­ßer Zuspruch beim Girls‘ und Boys‘ Day

Über 500 Plät­ze stell­ten Unter­neh­men und Insti­tu­tio­nen beim dies­jäh­ri­gen Girls‘ und Boys‘ Day für Jugend­li­che in der Stadt Bam­berg zur Ver­fü­gung, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. An die­sem Tag konn­ten Mäd­chen und Jun­gen Berufs­fel­der ken­nen­ler­nen, in denen ihr Geschlecht für gewöhn­lich unter­re­prä­sen­tiert ist.

Knapp 40 Hand­werks­be­trie­be, Unter­neh­men, die Uni­ver­si­tät und Insti­tu­tio­nen haben rund 370 Mäd­chen in der Stadt Bam­berg einen Ein­blick in ihre Abläu­fe gege­ben. Par­al­lel gab es über 130 Plät­ze für Jun­gen in Bam­berg beim Boys’ Day in den Berei­chen Erzie­hung, Sozia­les, Gesund­heit, Pfle­ge sowie kauf­män­ni­sche Berufe.

Auch die Stadt Bam­berg und ihre Toch­ter­ge­sell­schaf­ten betei­lig­ten sich an dem Akti­ons­tag mit etli­chen Ange­bo­ten, zum Bei­spiel die Stadt­ver­wal­tung mit der EDV, Bam­berg Ser­vice mit Plät­zen als Kraft­fahr­zeug­tech­ni­ke­rin, als Fach­agrar­wir­tin für Baum­pfle­ge oder als Schrei­ne­rin. Alle Plät­ze beim Girls‘ Day der Bam­ber­ger Feu­er­wehr waren aus­ge­bucht. Die Stadt­wer­ke Bam­berg stell­ten ins­ge­samt 22 Plät­ze in den Beru­fen Berufs­kraft­fah­re­rin, Anla­gen­me­cha­ni­ke­rin, Elek­tro­ni­ke­rin und Fach­an­ge­stell­te im Bäder­be­trieb zur Ver­fü­gung. 50 Plät­ze bei der Sozi­al­stif­tung Bam­berg waren eben­falls kom­plett ausgebucht.

Um das Enga­ge­ment der betei­lig­ten Unter­neh­men zu hono­rie­ren, besuch­te Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp gemein­sam mit Blan­ka Lau­ter­bach, die wäh­rend des Girls Day den Beruf des Bür­ger­meis­ters ken­nen­lern­te, ver­schie­de­ne Fir­men und Insti­tu­tio­nen, die Mäd­chen und Jungs zu Gast hat­ten. „Die betei­lig­ten Unter­neh­men kön­nen an dem Akti­ons­tag für span­nen­den Beru­fe wer­ben und ihr gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment für Chan­cen­gleich­heit zei­gen“, so Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsenkamp.

So war er auch mit Ruth Voll­mar, Lei­te­rin der Wirt­schafts­för­de­rung, und Ele­na Hüm­mer, Gleichstellungs­beauftragte der Stadt Bam­berg, stell­ver­tre­tend bei der Elf­lein Unter­neh­mens­grup­pe, wo fünf Mäd­chen den Beruf als Kauf­frau für Spe­di­ti­on und Logis­tik ken­nen­ler­nen konn­ten. Außer­dem gab es bei Elf­lein par­al­lel ein Ange­bot für fünf Jungs, die in den Beruf als Kauf­mann für Büro­ma­nage­ment schnup­pern konn­ten. Geschäfts­füh­rer Rüdi­ger Elf­lein for­der­te die Jun­gen und Mäd­chen auf, den Tag zu nut­zen und kei­ne Angst davor zu haben, Fra­gen zu stel­len. Ein High­light des Tages war die Fahrt in einem Elek­tro LKW – und zwar am Steuer!

Im Digi­ta­len Grün­dungs­zen­trum Lag­ar­de 1 durf­ten rund 20 Mäd­chen einen Tag als Grün­de­rin erle­ben, dabei erfolg­rei­che Vor­bil­der ken­nen­ler­nen und ihre eige­ne Geschäfts­idee ent­wi­ckeln und vor­stel­len. „Habt Mut etwas aus­zu­pro­bie­ren“, sag­te Sarah See­wald von der All­tags­gold GmbH. Die Grün­de­rin­nen von Fifi Furo­re, Johan­na Bisch­off, und ver­venu, Mari­na Par­theymül­ler und Ste­phi Häm­mer­lein, ermu­tig­ten die Mäd­chen bereits jetzt aktiv zu wer­den und kei­ne Angst vor Feh­lern zu haben.

Die RZB Rudolf Zim­mer­mann Bam­berg GmbH ist seit der Erfin­dung des Girls‘ Day dabei und bil­det bereits seit Jah­ren erfolg­reich jun­ge Frau­en zu Elek­tro­ni­ke­rin­nen und Mecha­tro­ni­ke­rin­nen aus. Auch in die­sem Jahr bot das Unter­neh­men wie­der Plät­ze zum Schnup­pern an. „Wir brau­chen jun­ge Frau­en in tech­ni­schen Beru­fen, um auch das Mor­gen unse­res Unter­neh­mens zu gestal­ten“, so Jan Scholl­mei­er, der Aus­bil­dungs­lei­ter des Unternehmens.

Die Gleich­stel­lungs­stel­le und die Wirt­schafts­för­de­rung der Stadt Bam­berg unter­stüt­zen den Akti­ons­tag seit vie­len Jah­ren. „Der Bedarf an Fach­kräf­ten wird blei­ben. Dafür ist es wich­tig, Ste­reo­ty­pen auf­zu­wei­chen und Mäd­chen als auch Jun­gen die Mög­lich­keit zu geben auch „unty­pi­sche“ Beru­fe ken­nen­zu­ler­nen“, betont Ruth Voll­mar, Lei­te­rin der Wirtschaftsförderung.

Pra­xis­na­he Berufs- und Stu­di­en­ori­en­tie­rung als Stell­schrau­be für Nachwuchskräftegewinnung

Girls‘ und Boys’ Day 2026

Anläss­lich des dies­jäh­ri­gen Girls‘ und Boys‘ Day am 23. April beto­nen die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. und die baye­ri­schen Metall- und Elek­tro-Arbeit­ge­ber­ver­bän­de bay­me vbm den Stel­len­wert einer früh­zei­ti­gen, pra­xis­na­hen Berufs- und Stu­di­en­ori­en­tie­rung, um den Nach­wuchs auf der Suche nach dem eige­nen Kar­rie­re­weg effek­tiv zu unterstützen.

„Auch wenn die schwie­ri­ge Wirt­schafts­la­ge momen­tan dämp­fend auf den Aus­bil­dungs- und Arbeits­markt wirkt, bleibt die Gewin­nung von gut qua­li­fi­zier­ten Beschäf­tig­ten für die Unter­neh­men im Frei­staat wei­ter­hin eine gro­ße Zukunfts­auf­ga­be“, erklärt Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Brossardt.

Das Arbeits­kräf­te­an­ge­bot in Bay­ern sin­ke bran­chen­über­grei­fend. Dar­um hält es die vbw für wich­tig, Kin­dern und Jugend­li­chen dabei zu hel­fen, so früh wie mög­lich ihre eige­nen beruf­li­chen Inter­es­sen und Talen­te zu ent­de­cken. „Gleich­zei­tig müs­sen wir sie dar­über auf­klä­ren, wo der Arbeits­markt sie braucht – und ver­al­te­te Rol­len­kli­schees wei­ter auf­bre­chen, damit sie der indi­vi­du­ell pas­sen­den Berufs­wahl nicht im Wege ste­hen. Der MINT-Bereich steht jun­gen Frau­en genau­so offen wie der sozia­le Beriech dem männ­li­chen Nach­wuchs. Ins­be­son­de­re in der Pfle­ge und Erzie­hung wer­den jun­ge Nach­wuchs­kräf­te hän­de­rin­gend gesucht“, erläu­tert Brossardt.

Die Ver­bän­de bie­ten Jugend­li­chen eng ver­zahnt mit Schu­len und Unter­neh­men zahl­rei­che Initia­ti­ven und Pro­jek­ten zur Unter­stüt­zung bei der Berufs- und Stu­di­en­ori­en­tie­rung. Mit „sprung­brett bay­ern“ för­dern sie die größ­te Prak­ti­kums­bör­se im Frei­staat. Jugend­li­che fin­den hier momen­tan fast 22.000 Prak­ti­kums­an­ge­bo­te aus allen mög­li­chen Bran­chen. Spe­zi­ell für die MINT-För­de­rung von Frau­en haben bay­me vbm gemein­sam mit der Regio­nal­di­rek­ti­on Bay­ern der Bun­des­agen­tur für Arbeit und dem Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft, Lan­des­ent­wick­lung und Ener­gie im Jahr 2013 die Initia­ti­ve „Girls’Day Aka­de­mie“ geschaf­fen. „Mit inzwi­schen 17 Girls’Day Aka­de­mien in Bay­ern ist sie ein Erfolgs­mo­dell. An Real­schu­len und Gym­na­si­en erle­ben je 15 Mäd­chen ab der sieb­ten bis zur zehn­ten Klas­se span­nen­de Ein­bli­cke in tech­ni­sche Beru­fe und kön­nen ihre Talen­te direkt in den Unter­neh­men vor Ort erpro­ben“, führt Bros­sardt aus.

Fän­den die Nach­wuchs­ta­len­te schließ­lich ihren Weg in die baye­ri­sche M+E Indus­trie, war­te­ten auf sie auch in den aktu­el­len Kri­sen­zei­ten sta­bi­le Kar­rie­re­per­spek­ti­ven. „Tat­sa­che ist: Schlie­ßen Jugend­li­che eine Aus­bil­dung in einem M+E Unter­neh­men im Frei­staat erfolg­reich ab, ste­hen die Chan­cen für eine Über­nah­me aus­ge­zeich­net“, betont Bros­sardt und ergänzt: „Im ver­gan­ge­nen Jahr haben die Unter­neh­men 89,2 Pro­zent der Azu­bis befris­tet oder unbe­fris­tet über­nom­men. Für 2026 ver­bes­sert sich die Über­nah­me­quo­te noch ein­mal vor­aus­sicht­lich auf knapp 93 Pro­zent. Die hohe Über­nah­me­be­reit­schaft zeigt den Erfolg der Bemü­hun­gen der Betrie­be, ihren Fach­kräf­te­nach­wuchs lang­fris­tig an sich zu binden.“

Blut­spen­de im Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum Bamberg

80 Liter Blut und 640 Euro – Gutes tun im Doppelpack

Die ange­hen­den Poli­zis­tin­nen und Poli­zis­ten des Ein­stel­lungs­jahr­gangs BA 23 II rie­fen zum Ende ihrer Aus­bil­dung zu einer Akti­on „Spen­de Blut, ret­te Leben“ auf, wie das Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum Bam­berg mitteilt.

Für den Ein­stel­lungs­jahr­gang BA 23 II des Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trums Bam­berg steht das Ende der Aus­bil­dung kurz bevor. Die ange­hen­den Poli­zis­tin­nen und Poli­zis­ten rie­fen zum Abschied zu einer Akti­on „Spen­de Blut, ret­te Leben“ auf, wie das Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum Bam­berg mitteilt.

In Koope­ra­ti­on mit dem Blut­spen­de­dienst des Baye­ri­schen Roten Kreu­zes (BRK) fand am 5. Febru­ar 2026 eine inter­ne Blut­spen­de­ak­ti­on bei der Bun­des­po­li­zei statt. Gespen­det haben 160 Personen.

Zusätz­lich bestand die Mög­lich­keit, sich für die Deut­sche Kno­chen­mark­spen­der­da­tei zu registrieren.

Ziel der Akti­on war es, ein star­kes Zei­chen der Soli­da­ri­tät und des gesell­schaft­li­chen Enga­ge­ments zu set­zen – und das gleich im Dop­pel­pack. Eine ein­zi­ge Blut­spen­de kann bis zu drei Leben ret­ten. Außer­dem ist für jede Spen­de eine Auf­wand­ent­schä­di­gung vor­ge­se­hen, wel­che auf Wunsch der Dienst­stel­le durch den Blut­spen­de­dienst des BRK direkt an den Kin­der­schutz­bund Bam­berg über­ge­ben wird. Ins­ge­samt konn­ten 640 Euro für den guten Zweck gene­riert werden.

Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum Bamberg

Spen­den­über­ga­be des Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trums Bamberg

Anfang Dezem­ber ver­an­stal­te­te das Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum Bam­berg zusam­men mit dem Bun­des­po­li­zei­or­ches­ter Mün­chen ein Bene­fiz­kon­zert in der Pfarr­kir­che Unse­re Lie­be Frau (Obe­re Pfar­re) in Bam­berg, des­sen Erlös jetzt über­ge­ben wurde.

Etwa 300 Gäs­te kamen beim Kon­zert zusam­men, um nicht nur eine beein­dru­cken­de musi­ka­li­sche Dar­bie­tung zu erle­ben, son­dern auch einen Bei­trag zu leis­ten, um die wich­ti­ge Arbeit des St. Vin­zen­z­ver­eins Bam­berg e.V. zu unterstützen.

Chef­di­ri­gent Phil­ipp Arm­brus­ter ver­zau­ber­te mit 40 Musi­ke­rin­nen und Musi­kern die voll­be­setz­ten Bank­rei­hen mit Klän­gen von Anton Bruck­ner, John Wil­liams und James Barnes.

Der Ein­tritt zum Kon­zert war frei. Die Bun­des­po­li­zei erbat Spen­den zuguns­ten des St. Vin­zen­z­ver­eins Bam­berg e.V. in Bam­berg. Die Spen­den der Kon­zert­be­su­che­rin­nen und Kon­zert­be­su­cher wur­den ver­gan­ge­ne Woche gemein­sam mit diver­sen Spen­den der Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter sowie der Aus­zu­bil­den­den des Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trums Bam­berg an Herrn Hans-Jochen Sie­vers über­ge­ben, den Vor­sit­zen­den des St. Vin­zen­z­ver­eins. Ins­ge­samt kamen 3.750€ zusammen.

Die Eli­te ihres Aus­bil­dungs­be­rufs im Freistaat

IHK ehr­te “Bay­ern­bes­te” aus dem Gre­mi­ums­be­zirk Bamberg

Bei einer Fei­er­stun­de auf Klos­ter Banz hat die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth zwölf “Bay­ern­bes­te” geehrt. Sie alle haben ihre Aus­bil­dung im aktu­el­len Prü­fungs­jahr­gang als Bes­te ihres jewei­li­gen Aus­bil­dungs­be­rufs abge­schlos­sen und sind damit die Bes­ten im Frei­staat, wie die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth mitteilt.

Mit Marie Hoh­le­weg aus Recken­dorf, Lisa-Marie Kül­le aus Bau­nach, Lui­sa Schrei­ber und Vanes­sa Neid aus Bam­berg und Nina Then aus Mem­mels­dorf kom­men dabei fünf “Bay­ern­bes­te” aus dem Bezirk des IHK-Gre­mi­ums Bamberg.

Die her­aus­ra­gen­de Leis­tung der “Bay­ern­bes­ten” wird unter ande­rem an den fol­gen­den Zah­len deut­lich: Rund 50.000 jun­ge Leu­te in etwa 200 Aus­bil­dungs­be­ru­fen sind in die­sem Prü­fungs­jahr­gang in ganz Bay­ern zu den IHK-Abschluss­prü­fun­gen ange­tre­ten. „Sie haben es in ihrem Beruf auf Platz 1 geschafft. Das ist eine außer­ge­wöhn­li­che Leis­tung, auf die Sie sehr stolz sein kön­nen”, macht der IHK-Prä­si­dent Dr. Micha­el Waas­ner bei der Ehrung deutlich.

Er beschei­nig­te den Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten Ein­satz, Kön­nen und Durch­hal­te­ver­mö­gen. „Sie haben nicht auf­ge­ge­ben und Stand­fes­tig­keit gezeigt”, sag­te er. Um den Wan­del und die damit ver­bun­de­nen Her­aus­for­de­run­gen bewäl­ti­gen zu kön­nen, sei­en Sta­bi­li­tät und Fle­xi­bi­li­tät not­wen­dig. Stän­di­ge Ver­än­de­run­gen sei­en mitt­ler­wei­le nicht mehr nur Beglei­ter im täg­li­chen Berufs­le­ben, son­dern Antrei­ber. Die­se Situa­ti­on gel­te es anzu­neh­men. Die “Bay­ern­bes­ten” hät­ten durch ihre Aus­bil­dung bes­te Vor­aus­set­zun­gen für einen erfolg­rei­chen Berufs­weg geschaf­fen. „Sie haben das siche­re Fun­da­ment, das Ihnen erlaubt, mutig Neu­es zu wagen und mög­li­che Rück­schlä­ge abzu­fe­dern”, so der Präsident.


Bil­dung als Schlüsselfaktor

Die stän­di­gen Her­aus­for­de­run­gen unse­rer Zeit sprach auch der ober­frän­ki­sche Regie­rungs­vi­ze­prä­si­dent Tho­mas Engel an. Egal ob Ener­gie­wen­de, Digi­ta­li­sie­rung, Kli­ma­wan­del, all das gel­te es zu bewäl­ti­gen. Bil­dung und Qua­li­fi­ka­ti­on sei­en dazu die Schlüs­sel­fak­to­ren. Alle “Bay­ern­bes­ten” aus dem Gre­mi­ums­be­zirk hät­ten ein­drucks­voll unter Beweis gestellt, dass sie Ver­ant­wor­tung für sich selbst und ihre beruf­li­che Zukunft über­neh­men können.

IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Wolf­ram Brehm sag­te: „Wir ehren nicht die Bes­ten, son­dern die Aller­bes­ten, sozu­sa­gen die Eli­te.” Das sei wahr­lich ein Grund stolz zu sein, zumal die­ser Erfolg die Absol­ven­ten ein Leben lang beglei­ten werde.

Bros­sardt: „Jury hat Wert der Tan­dem-Idee für Arbeits­kräf­te- und Fach­kräf­te­si­che­rung erkannt“

Pro­jekt ‚sprung­brett Azu­bi­Men­to­ring‘ erhält Preis für inno­va­ti­ven Ansatz zur Arbeitsmarktintegration

Das Pro­jekt „sprung­brett Azu­bi­Men­to­ring“ hat sich für sei­nen inno­va­ti­ven Ansatz, geflüch­te­ten und zuge­wan­der­ten Jugend­li­chen in Aus­bil­dung erfah­re­ne Azu­bis als Men­to­ren zur Sei­te zu stel­len, die Aus­zeich­nung im Wett­be­werb ‚Zusam­men wach­sen – Gute Ideen für Inte­gra­ti­on am Arbeits­markt‘ gesichert.

Der Preis wird getra­gen von der Initia­ti­ve „Deutsch­land – Land der Ideen“ der Ber­tels­mann Stif­tung, dem Bun­des­ver­band der Deut­schen Indus­trie und der Stif­tung Mer­ca­tor. Gewür­digt wur­den ins­ge­samt 50 her­aus­ra­gen­de Ideen für die Inte­gra­ti­on inter­na­tio­na­ler Fach- und Arbeits­kräf­te in den deut­schen Arbeits­markt. Die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. und das Baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft, Lan­des­ent­wick­lung und Ener­gie unter­stüt­zen “sprung­brett Azu­bi­Men­to­ring” als Haupt­för­de­rer. Umge­setzt wird das Pro­jekt vom Bil­dungs­werk der Baye­ri­schen Wirt­schaft (bbw) e. V.

Anläss­lich der Preis­ver­lei­hung in Ber­lin fand vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt loben­de Wor­te: „Wir freu­en uns sehr, dass sich das Pro­jekt im Wett­be­werb durch­set­zen konn­te – die Jury hat den Wert des Tan­dem-Ansat­zes für die Inte­gra­ti­on erkannt. Indem es im lau­fen­den Betrieb erfah­re­ne Nach­wuchs­kräf­te und neue Azu­bis mit Migra­ti­ons- und Flucht­hin­ter­grund zusam­men­bringt, schafft es Syn­er­gie­ef­fek­te für alle Betei­lig­ten. Die Men­to­ren pro­fi­tie­ren für ihre per­sön­li­che Ent­wick­lung, den aus­län­di­schen Azu­bis wie­der­um erleich­tert das Tan­dem die Inte­gra­ti­on in ihren Aus­bil­dungs­be­trieb. Die Unter­neh­men erhal­ten die Chan­ce, ihren Nach­wuchs zu för­dern. Davon kön­nen sie lang­fris­tig auch für die eige­ne Arbeits- und Fach­kräf­te­si­che­rung profitieren.”

Die vbw star­te­te das Pro­jekt im ver­gan­ge­nen Jahr, um Jugend­li­che mit Flucht- und Zuwan­de­rungs­hin­ter­grund dabei zu unter­stüt­zen, sprach­li­che und kul­tu­rel­le Hür­den zu über­win­den und ihnen einen erfolg­rei­chen Aus­bil­dungs­ab­schluss zu ermög­li­chen. Bros­sardt erklär­te das Kon­zept: „In zwei Durch­läu­fen wur­den die teil­neh­men­den Unter­neh­men dabei unter­stützt, ein eige­nes Men­to­ren­pro­gramm in ihrem Betrieb auf­zu­bau­en. Im Mit­tel­punkt stand, die Aus­zu­bil­den­den aus höhe­ren Lehr­jah­ren auf ihre Men­to­ren­rol­le vor­zu­be­rei­ten. Mit­hil­fe einer fünf­tei­li­gen digi­ta­len Work­shop­rei­he übten sie Soft-Skills wie Selbst­re­fle­xi­on, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit und Kul­tur­kom­pe­tenz. Die Per­so­nal- und Aus­bil­dungs­ver­ant­wort­li­chen erhiel­ten außer­dem Input zum The­ma ‚Diver­si­ty Management‘.”

„Wir möch­ten den baye­ri­schen Unter­neh­men das Hand­werks­zeug mit­ge­ben, um ihre eige­nen Pro­gram­me auf­zu­bau­en und sie nach ihren Bedürf­nis­sen zu gestal­ten. Hier­für stel­len wir ihnen seit Dezem­ber 2025 das ‘Schu­lungs­set für zukünf­ti­ge Men­to­ren’ zur Ver­fü­gung, das wir auf Basis der Erkennt­nis­se aus dem sprung­brett Azu­bi­Men­to­ring erstellt haben. Damit kön­nen die Betrie­be Schritt für Schritt selb­stän­dig Men­to­ren­pro­gram­me wie die­ses auf­bau­en und umset­zen. So stei­gern sie die Erfol­ge der Azu­bis und ver­bes­sern die Zufrie­den­heit der Jugend­li­chen wäh­rend der Aus­bil­dungs­zeit. Lang­fris­tig gewin­nen sie als Arbeit­ge­ber an Attrak­ti­vi­tät und qua­li­fi­zier­tem Fachkräftenachwuchs.“

Der Arbeits­markt im Sep­tem­ber 2025

Herbst­be­le­bung auf Okto­ber verschoben

Die Herbst­be­le­bung setz­te im Sep­tem­ber auf­grund der andau­ern­den Kon­junk­tur­schwä­che auf dem Arbeits­markt spür­bar weni­ger agil ein als üblich. Nach­dem die Arbeits­lo­sig­keit in den bei­den Mona­ten zuvor sai­son­üb­lich stieg, begann sie trotz wei­te­rer Mas­sen­ent­las­sun­gen zumin­dest wie­der leicht zu sin­ken, wie die Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg mitteilt.

Die Zahl der Arbeits­lo­sen ver­rin­ger­te sich dem­nach im letz­ten Monat um 25 Per­so­nen (-0,2 Pro­zent). Ende Sep­tem­ber waren 14.680 Frau­en und Män­ner im Agen­tur­be­zirk Bam­berg-Coburg arbeits­los gemel­det. Das sind 998 Per­so­nen (+7,3 Pro­zent) mehr als vor einem Jahr. Das liegt zum Groß­teil an den vie­len Geflüch­te­ten in der Regi­on, die in der Regel Bür­ger­geld von den Job-cen­tern bezie­hen. Ende Sep­tem­ber waren im Agen­tur­be­zirk 1.032 Ukrai­ner und wei­te­re 949 Flücht­lin­ge ande­rer Her­kunfts­län­der (davon 529 Syrer, 137 Afgha­nen, 43 Eri­tre­er, 39 Ira­ker und 32 Ira­ner) arbeits­los gemel­det. Arbeit­su­chend sind ins­ge­samt 3.649 Geflüch­te­te registriert.

Die Arbeits­lo­sen­quo­te beträgt wie im August wei­ter­hin 4,2 Pro­zent. Ihr Vor­jah­res­ni­veau lag bei 3,9 Pro­zent. Im Sep­tem­ber wur­den 1.452 Men­schen arbeits­los, 11,2 Pro­zent (+146) mehr als vor einem Jahr. Gleich­zei­tig fan­den 1.171 Per­so­nen einen neu­en Arbeits­platz. Das waren 96 bezie­hungs­wei­se 7,6 Pro­zent weni­ger als in 2024.


Ernüch­tern­der Start in den Herbst

„Mit dem Start in das neue Aus­bil­dungs- und Schul­jahr sank die Arbeits­lo­sig­keit der unter 25-Jäh­ri­gen im Sep­tem­ber wie­der. Durch den Beginn des Herbst­se­mes­ters an den Hoch­schu­len wird die Arbeits­lo­sig­keit der unter 25-Jäh­ri­gen im Okto­ber wei­ter sin­ken. Ende Sep­tem­ber war etwas mehr als jeder zehn­te Arbeits­lo­se (10,9 Pro­zent) jün­ger als 25 Jah­re alt. Aktu­ell sind 1.606 jun­ge Men­schen arbeits­los; 128 bezie­hungs­wei­se 8,7 Pro­zent mehr als letz­tes Jahr. Davon sind 290 Geflüch­te­te“, lau­tet die Ein­schät­zung zum Arbeits­markt von Ste­fan Tre­bes, dem Lei­ter der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg. „Die leich­te Auf­hel­lung der Stim­mung am Arbeits­markt der letz­ten Mona­te scheint ver­flo­gen. Der nor­ma­ler­wei­se dyna­mi­sche Start der Herbst­be­le­bung nach den Som­mer­fe­ri­en wur­de über­la­gert von rea­li­sier­ten Mas­sen­ent­las­sun­gen, die in letz­ter Zeit wie­der deut­lich zunah­men. Bei eini­gen Fir­men ist mitt­ler­wei­le die zwei­te oder drit­te Wel­le des Per­so­nal­ab­baus in vol­lem Gan­ge. Zeit­gleich hal­ten sich die Betrie­be mit Inves­ti­ti­ons­vor­ha­ben zurück. Posi­tiv ist, dass es vie­le Über­nah­men bei Insol­ven­zen gibt. Jedoch braucht es Zeit, bis die neu auf­ge­stell­ten Fir­men wie­der Tritt fas­sen und Per­so­nal ein­stel­len. Durch die Ent­las­sun­gen bie­ten sich jedoch auch Chan­cen für Fir­men, die suchen.“


Kurz­ar­beit sichert Arbeits­plät­ze querbeet

Im Mai 2025 (Hoch­rech­nung aktu­ells­ter Wert) bezo­gen im Agen­tur­be­zirk ins­ge­samt 152 Betrie­be für 2.966 Arbeit­neh­mer kon­junk­tu­rel­les Kurz­ar­bei­ter­geld. 1,2 Pro­zent aller sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäf­tig­ten waren in Kurz­ar­beit. Die Kurz­ar­bei­ter­quo­te bewegt sich wei­ter­hin sta­bil auf einem sehr nied­ri­gen Niveau. Seit dem Vor­jahr ist die Zahl der Betrie­be um 55 (+56,7 Pro­zent) und die der Kurz­ar­bei­ter um 968 (+48,4 Pro­zent) gestiegen.

„Es fällt auf, dass es bei der Kurz­ar­beit sowie dem Insol­venz­geld kei­nen bran­chen­spe­zi­fi­schen Schwer­punkt gibt. Das Trans­fer­kurz­ar­bei­ter­geld bewegt sich seit Mona­ten sta­bil auf einem hohen Niveau, beson­ders in der Regi­on um Coburg, wäh­rend der Raum Bam­berg deut­lich weni­ger betrof­fen ist. Eine Ände­rung der Situa­ti­on im nega­ti­ven wie posi­ti­ven Sin­ne ist aktu­ell nicht in Sicht“, sagt dazu Ste­fan Trebes.


Arbeits­markt­ent­wick­lung in den Regionen

In der Stadt Bam­berg setz­te die Herbst­be­le­bung im Sep­tem­ber die­ses Jah­res weni­ger dyna­misch ein. Die Arbeits­lo­sig­keit nahm um 2,0 Pro­zent bezie­hungs­wei­se 46 Per­so­nen leicht zu. Ende des Monats waren 2.331 Per­so­nen arbeits­los gemel­det. Das sind 12,9 Pro­zent (+266) mehr als im Vor­jahr. In den ver­gan­ge­nen vier Wochen wur­den 12,7 Pro­zent mehr Men­schen ent­las­sen, jedoch auch 6,6 Pro­zent mehr ein­ge­stellt als in 2024. Die Arbeits­lo­sen­quo­te stieg seit August um 0,1 Pro­zent­punk­te auf aktu­ell 5,2 Pro­zent. Vor einem Jahr betrug sie 4,7 Pro­zent. Im Sep­tem­ber mel­de­ten die Arbeit­ge­ber aus dem Stadt­ge­biet 192 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len, ledig­lich 2,5 Pro­zent weni­ger als vor einem Jahr. Im Bestand betreut der Arbeit­ge­ber­ser­vice aktu­ell 1.043 Beschäf­ti­gungs­of­fer­ten, 20,9 Pro­zent weni­ger als im Vorjahr.

Im Land­kreis Bam­berg setz­te im Sep­tem­ber eine leich­te Herbst­be­le­bung ein. Die Zahl der Arbeits­lo­sen nahm seit Ende August um 18 Men­schen (-0,7 Pro­zent) auf 2.496 leicht ab. Sie liegt um 1,5 Pro­zent (+38 Per­so­nen) leicht über dem Vor­jah­res-wert. Im Sep­tem­ber ver­lo­ren 6,0 Pro­zent mehr Per­so­nen ihren Job als in 2024; gleich­zei­tig fan­den 7,1 Pro­zent weni­ger eine Beschäf­ti­gung. Die Arbeits­lo­sen­quo­te beträgt unver­än­dert wei­ter­hin 2,8 Pro­zent (Vor­jahr 2,8 Pro­zent). Dies ist die nied­rigs­te Quo­te im gesam­ten Agen­tur­be­zirk und ent­spricht Voll­be­schäf­ti­gung. Aus dem Land­kreis Bam­berg gin­gen in den ver­gan­ge­nen vier Wochen 168 sozi­al-ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len­an­ge­bo­te bei den Ver­mitt­lungs­exper­ten ein. 9,1 Pro-zent mehr als im Vor­jahr. Der Per­so­nal­mehr­be­darf kam zum Groß­teil aus der Zeit­ar­beit. Im Stel­len­pool des Arbeit­ge­ber­ser­vice befin­den sich aktu­ell 1 294 Beschäf­ti­gungs­an­ge­bo­te; 12,1 Pro­zent weni­ger als im Sep­tem­ber 2024.

„sprung­brett Azu­bi­Men­to­ring“ – Inte­gra­ti­on durch Aus­bil­dung stärken

Pro­gramm für geflüch­te­te und zuge­wan­der­te Azu­bis star­tet in zwei­te Runde

Zum Start des zwei­ten Pro­jekt­durch­laufs von „sprung­brett Azu­bi­Men­to­ring“ betont die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. die Vor­tei­le für die erfah­re­nen Aus­zu­bil­den­den, die im Pro­jekt eine Men­to­ren­rol­le einnehmen.

„Unse­re Unter­neh­men sind für die Siche­rung des Fach­kräf­te­be­darfs auf gut qua­li­fi­zier­te und enga­gier­te jun­ge Nach­wuchs­kräf­te ange­wie­sen. Neben sprach­li­chen und mathe­ma­ti­schen Basis­kom­pe­ten­zen spie­len dabei auch die ‚soft skills‘ der Jugend­li­chen eine ent­schei­den­de Rol­le, also etwa Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit, die Fähig­keit zur Selbst­re­fle­xi­on, Kon­flikt- und Kul­tur­kom­pe­tenz“, führt vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt aus. Indem sie sich im Pro­gramm als Men­to­rin­nen und Men­to­ren für Azu­bis mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund enga­gie­ren, schul­ten sie die­se Fähig­kei­ten und erhöh­ten dadurch lang­fris­tig ihre Chan­cen, im Unter­neh­men eine ver­ant­wor­tungs­vol­le Rol­le ein­zu­neh­men. Gleich­zei­tig tra­ge das Men­to­ring­pro­gramm dazu bei, die Inte­gra­ti­on der geflüch­te­ten und zuge­wan­der­ten Azu­bis in den Betrieb zu erleich­tern. Von die­sen Syn­er­gie­ef­fek­ten pro­fi­tier­ten alle Beteiligten.

Die vbw star­te­te das Pro­jekt im ver­gan­ge­nen Jahr, um Jugend­li­che mit Flucht- und Zuwan­de­rungs­hin­ter­grund dabei zu unter­stüt­zen, sprach­li­che und kul­tu­rel­le Hür­den zu über­win­den und ihnen einen erfolg­rei­chen Aus­bil­dungs­ab­schluss zu ermög­li­chen. Dabei wer­den den Jugend­li­chen wäh­rend ihrer Aus­bil­dung erfah­re­ne Azu­bis zur Sei­te gestellt, die sie beglei­ten und bera­ten. „Die Aus­zu­bil­den­den aus höhe­ren Lehr­jah­ren wer­den auf ihre Men­to­ren­rol­le ent­spre­chend vor­be­rei­tet und dafür qua­li­fi­ziert. Mit­hil­fe einer fünf­tei­li­gen digi­ta­len Work­shop­rei­he wer­den sie dabei unter­stützt, in ihre Rol­le zu fin­den, sodass sie den neu­en Azu­bi ent­spre­chend an die Hand neh­men kön­nen“, erklärt Bros­sardt das Kon­zept. Die Unter­neh­men selbst sei­en eben­falls eng in das Pro­gramm ein­ge­bun­den. So fän­den in den Betrie­ben wäh­rend der zwei­jäh­ri­gen Pro­jekt­lauf­zeit ins­ge­samt zwei Durch­läu­fe statt.

„Lang­fris­tig möch­ten wir den Unter­neh­men mit Initia­ti­ven wie die­ser das Hand­werks­zeug mit­ge­ben, um ihre eige­nen Pro­gram­me auf­zu­bau­en und sie nach ihren Bedürf­nis­sen zu gestal­ten. Hier­für stel­len wir Ihnen ab Dezem­ber 2025 eine Hand­rei­chung zur Ver­fü­gung, die wir auf Basis der Erkennt­nis­se aus dem sprung­brett Azu­bi­Men­to­ring erstellt haben“, betont Bros­sardt abschlie­ßend. Mit Hil­fe die­ser Schritt-für-Schritt Anlei­tung könn­ten die Betrie­be mit gerin­gem Auf­wand selbst­stän­dig Men­to­ren­pro­gram­me wie die­ses auf­bau­en. So stei­ger­ten sie die Erfol­ge der Azu­bis, ver­bes­ser­ten die Zufrie­den­heit der Jugend­li­chen wäh­rend der Aus­bil­dungs­zeit und gewän­nen lang­fris­tig als Arbeit­ge­ber an Attraktivität.

Haupt­för­de­rer des Pro­jek­tes sind die vbw sowie das Baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft, Lan­des­ent­wick­lung und Ener­gie. Pro­jekt­trä­ger ist SCHULEWIRTSCHAFT Bay­ern im Bil­dungs­werk der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Pro­jekt sind hier zu finden.

Bür­ger­meis­ter Glüsen­kamp begrüßt 32 Azubis

Aus­zu­bil­den­de der Stadt Bam­berg star­ten ins Berufsleben

Bei der Stadt Bam­berg und ihren Töch­tern haben am 1. Sep­tem­ber 2025 32 neue Aus­zu­bil­den­de und Beam­ten­an­wär­te­rin­nen und –anwär­ter ihre beruf­li­che Lauf­bahn begon­nen. Die­se wer­den bei der Stadt Bam­berg, bei den Stadt­wer­ken Bam­berg, beim Zweck­ver­band Ret­tungs­dienst und Feu­er­wehr­alar­mie­rung (ZRF) Bamberg–Forchheim und bei der Stadt­bau GmbH aus­ge­bil­det, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

„Somit haben wir auch im Jahr 2025 wie­der einen star­ken Aus­bil­dungs­jahr­gang. Das ist auch drin­gend not­wen­dig, auch im Hin­blick auf den Fach­kräf­te­man­gel und den demo­gra­phi­schen Fak­tor“, sag­te Bür­ger­meis­ter und Per­so­nal­re­fe­rent Jonas Glüsen­kamp im Rah­men der Begrü­ßung im Spie­gel­saal der Harmonie.

Die Gesamt­zahl aller aktu­el­len Aus­bil­dungs­plät­ze liegt der­zeit bei 58 Azu­bis in der Stadt­ver­wal­tung, drei Azu­bi bei der Stadt­bau GmbH und einer dem ZRF Bam­berg-Forch­heim und 32 Azu­bis bei den Stadt­wer­ken Bam­berg. Mit ins­ge­samt 94 Aus­zu­bil­den­den zählt die Stadt Bam­berg zu den größ­ten Aus­bil­dungs­be­trie­ben in der gesam­ten Regi­on. Dies gilt umso mehr, wenn auch noch die Sozi­al­stif­tung Bam­berg mit­ein­be­zo­gen wird: Bei ihr begin­nen in die­sem Herbst 186 neue Aus­zu­bil­den­de, aller­dings 25 davon erst am 1. Okto­ber. Dann wer­den ins­ge­samt 498 jun­ge Men­schen in der Sozi­al­stif­tung aus­ge­bil­det. Somit kann der Kon­zern Stadt Bam­berg ins­ge­samt 592 Aus­zu­bil­den­de vorweisen.


Zahl­rei­che ver­schie­de­ne Ausbildungsberufe

Die Band­brei­te der ins­ge­samt 20 Aus­bil­dungs­be­ru­fe des neu­en Aus­bil­dungs­jahr­gan­ges spie­gelt die Viel­falt der städ­ti­schen Auf­ga­ben wider. So wer­den in der Stadt­ver­wal­tung Beam­ten­an­wär­te­rin­nen und –anwär­ter, Ver­wal­tungs­fach­an­ge­stell­te, ein Brand­meis­ter­an­wär­ter, zwei Fach­in­for­ma­ti­ker, eine Fach­an­ge­stell­te für Medi­en und Infor­ma­ti­ons­diens­te und eine Fach­kraft für Ver­an­stal­tungs­tech­nik im Thea­ter aus­ge­bil­det. Dar­über hin­aus bei Bam­berg Ser­vice ein Stra­ßen­bau­er, ein Umwelt­tech­no­lo­ge für Abwas­ser­be­wirt­schaf­tung, ein Elek­tro­ni­ker für Betriebs­tech­nik sowie eine Gärt­ne­rin. Die Stadt­wer­ke Bam­berg ver­stär­ken künf­tig Aus­zu­bil­den­de in Umwelt­tech­no­lo­gie für Was­ser­ver­sor­gungs­tech­nik, Kfz-Mecha­tro­nik, IT-Sys­tem­elek­tro­nik, Elek­tro­nik für Ener­gie- und Gebäu­de­tech­nik, Anla­gen­me­cha­nik SHK sowie ein Azu­bi zum Indus­trie­kauf­mann und zwei Azu­bis zum Berufs­kraft­fah­rer. Ein Immo­bi­li­en­kauf­mann wird bei der Stadt­bau GmbH und erst­mals ein Dis­po­nent in der Inte­grier­ten Leit­stel­le beim Zweck­ver­band Ret­tungs­dienst und Feu­er­wehr­alar­mie­rung Bamberg–Forchheim ausgebildet.


Viel Abwechs­lung und neue Herausforderungen

Die neu­en Aus­zu­bil­den­den sind zwi­schen 15 und 38 Jah­re jung (Durch­schnitts­al­ter 19,5 Jah­re) und kom­men aus der Stadt Bam­berg, den Land­krei­sen Bam­berg, Haß­ber­ge, Coburg und Lich­ten­fels. Eini­ge unter ihnen brin­gen bereits beruf­li­che Erfah­run­gen aus vor­an­ge­gan­ge­nen Aus­bil­dun­gen mit. Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp hat die neu­en Azu­bis der Stadt Bam­berg zum Aus­bil­dungs­be­ginn herz­lich will­kom­men gehei­ßen: „Im Rah­men Ihrer jewei­li­gen Aus­bil­dungs­be­ru­fe kommt viel Neu­es auf Sie zu. Men­schen, The­men, Geset­ze und Rege­lun­gen, Fachäm­ter – all das zusam­men sorgt für viel Abwechs­lung, aber auch für neue Her­aus­for­de­run­gen. Ich möch­te Sie ermu­ti­gen, sich nicht nur pas­siv aus­bil­den zu las­sen, son­dern den Pro­zess Ihrer Aus­bil­dung aktiv mitzugestalten.“

Im Rah­men ihres ers­ten Tages haben die neu­en Azu­bis die Aus­bil­de­rin­nen und Aus­bil­der sowie die Ansprech­part­ne­rin­nen und ‑part­ner aus den ver­schie­de­nen Ämtern ken­nen­ge­lernt, eben­so wie die Ver­tre­tun­gen aus dem Per­so­nal­rat und der Gleich­stel­lungs­stel­le. An ein Grup­pen­fo­to hat sich schließ­lich noch eine Füh­rung mit Drit­tem Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Metz­ner durch ver­schie­de­ne Ämter angeschlossen.


16 Aus­bil­dungs­for­ma­te bei der Sozialstiftung

Beein­dru­cken­de Zah­len kann die Sozi­al­stif­tung Bam­berg vor­wei­sen. Ihre ab 1. Okto­ber 498 Azu­bis wer­den in 16 ver­schie­de­nen For­ma­ten aus­ge­bil­det, dar­un­ter auch die zwei Stu­di­en­gän­ge für Pri­mär­qua­li­fi­zie­ren­de Pfle­ge und für Heb­am­men­wis­sen­schaf­ten. Von den 186 „Neu­en“ im Herbst 2025 begin­nen die meis­ten ihre Aus­bil­dung als Pfle­ge­fach­kraft (41), als Pflegefachhelfer:innen (26), in der Phy­sio­the­ra­pie (26), als medi­zi­ni­sche Fach­an­ge­stell­te (19) und als Pflegefachhelfer:innen in der Alten­hil­fe (15). Aber unter ande­rem auch eine Fach­kraft für Lager­lo­gis­tik oder zwei Fach­in­for­ma­ti­ker wer­den bei der Sozi­al­stif­tung Bam­berg ausgebildet.

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