Browse Tag

Ausbildung - Page 5

IHK warnt vor dro­hen­der Fachkräftelücke

„Dau­men hoch“ für die Ausbildung

Auch in die­sem Jahr erhal­ten alle akti­ven Aus­bil­dungs­be­trie­be der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth ihren „Dau­men hoch“-Aufkleber, mit dem sie ihr Aus­bil­dungs­en­ga­ge­ment nach außen sicht­bar machen kön­nen. „Jedes ein­zel­ne Unter­neh­men, das sich für Aus­bil­dung enga­giert, leis­tet einen wich­ti­gen Bei­trag zur Fach­kräf­te­si­che­rung und damit zur Zukunfts­fä­hig­keit unse­res Wirt­schafts­stand­orts“, so die IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin Gabrie­le Hohen­ner zur Bedeu­tung der beruf­li­chen Aus­bil­dung. „Auf­grund der Pan­de­mie gab es 2020 einen Ein­bruch bei den Aus­bil­dungs­zah­len. Daher müs­sen wir gera­de jetzt alle Regis­ter für die Aus­bil­dung zie­hen“, so Hohenner.

Seit 2015 erhal­ten alle Aus­bil­dungs­un­ter­neh­men der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth die Aus­zeich­nung „Aus­bil­dungs­be­trieb: die­ses Unter­neh­men sichert Qua­li­tät durch beruf­li­che Aus­bil­dung“ mit Urkun­de und ent­spre­chen­dem Auf­kle­ber. Damit kann die Aus­bil­dungs­leis­tung gegen­über Kun­den, Lie­fe­ran­ten und auch der Öffent­lich­keit sicht­bar gemacht wer­den. An rund 2.300 akti­ve Aus­bil­dungs­be­trie­be wer­den die Auf­kle­ber in die­sen Tagen verschickt.


„Ja zur Ausbildung“

„Noch nie war die beruf­li­che Aus­bil­dung so wich­tig wie jetzt“, erläu­tert Bernd Reh­orz, Lei­ter Beruf­li­che Bil­dung bei der IHK, mit Blick auf die aktu­el­len Aus­bil­dungs­zah­len. 2020 ver­zeich­ne­te die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth einen Rück­gang von 19,9 Pro­zent bei den neu ein­ge­tra­ge­nen Aus­bil­dungs­ver­hält­nis­sen. Cir­ca 3.000 Lehr­stel­len waren zum Start des lau­fen­den Aus­bil­dungs­jah­res in Ober­fran­ken noch unbe­setzt. „Dies liegt unter ande­rem an der demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung, die wir in Ober­fran­ken schon seit eini­gen Jah­ren spü­ren. Vor allem aber ist dies auf die Aus­wir­kun­gen der Coro­na-Pan­de­mie zurück­zu­füh­ren“, so Reh­orz. Bereits jetzt zeich­ne sich lei­der eine Fort­set­zung des Trends für 2021 ab.
„Wird der Rück­gang der Aus­bil­dungs­zah­len nicht gestoppt, wer­den unse­re Unter­neh­men in eini­gen Jah­ren mit enor­mem Fach­kräf­te­man­gel zu kämp­fen haben“, warnt Hohen­ner. Für die Unter­neh­men, die heu­te noch nicht abschät­zen kön­nen, wel­che lang­fris­ti­gen Aus­wir­kun­gen die Pan­de­mie haben wird, wäre dies eine zusätz­li­che Belas­tung. „Soweit darf es nicht kom­men. Wir müs­sen jetzt in Aus­bil­dung inves­tie­ren, bevor die Fach­kräf­te­lü­cke zu groß wird und durch Coro­na ange­schla­ge­ne Unter­neh­men in die Knie zwingt“, so die IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin. „Aus­bil­dung ist eine Inves­ti­ti­on in die nahe Zukunft.“


Auch die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth ver­stärkt ihr Enga­ge­ment rund um die beruf­li­che Bil­dung ange­sichts der aktu­el­len Ent­wick­lung. „Ja zur Aus­bil­dung“ ist das Mot­to, mit dem die IHK ihre Maß­nah­men rund um die Aus­bil­dung bün­deln und somit deren Schlag­kraft erhö­hen will. „Wir appel­lie­ren an die Betrie­be, ihr Aus­bil­dungs­en­ga­ge­ment wei­ter hoch zu hal­ten. Zugleich möch­ten wir auch Jugend­li­che über­zeu­gen, sich für eine Aus­bil­dung und die damit ver­bun­de­nen Vor­tei­le, wie z.B. den hohen Pra­xis­be­zug sowie die zahl­rei­chen Wei­ter­bil­dungs­mög­lich­kei­ten nach dem Abschluss, zu ent­schei­den“, so Reh­orz. „Aus­bil­dung hat bei der IHK obers­te Prio­ri­tät. Für die Zukunft unse­rer Unter­neh­men, den Wirt­schafts­stand­ort und damit unse­rer gesam­ten Region.“


„Zeigt uns Eure Daumen“

Auch die „Dau­men hoch“-Aktion möch­te die IHK in die­sem Jahr noch sicht­ba­rer machen. Unter dem Mot­to „Zeigt uns Eure Dau­men“ ruft die IHK daher alle Aus­bil­dungs­be­trie­be auf, Fotos ihrer Aus­zu­bil­den­den oder Aus­bil­der mit ihrem „Dau­men hoch“ Auf­kle­ber auf der Face­book Sei­te der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth zu tei­len. „Jedes ein­zel­ne Aus­bil­dungs­un­ter­neh­men leis­tet Gro­ßes für Ober­fran­ken. Das darf auch gezeigt wer­den“, so Rehorz.

Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum Bamberg

380 jun­ge Poli­zis­tin­nen und Poli­zis­ten für die deut­sche Sicher­heits­ar­chi­tek­tur ausgebildet

In der ver­gan­ge­nen Woche absol­vier­ten 380 jun­ge Aus­zu­bil­den­de der Bun­des­po­li­zei ihre münd­li­che Prü­fung im Bun­des­po­li­zei­aus- und –fort­bil­dungs­zen­trum in Bam­berg. Damit endet für die Aus­zu­bil­den­den der zwei­ein­halb­jäh­ri­ge Vor­be­rei­tungs­dienst der mitt­le­ren Lauf­bahn bei der Bundespolizei.

Nach der erfolg­rei­chen Beant­wor­tung der letz­ten Prü­fungs­fra­gen wur­den die jun­gen Frau­en und Män­ner zu Poli­zei­meis­te­rin­nen und Poli­zei­meis­tern ernannt und unmit­tel­bar an die Dienst­stel­len der Bun­des­po­li­zei über­ge­ben. Dort wer­den sie in allen Tei­len der Bun­des­re­pu­blik ihren Dienst leis­ten und die Ein­satz­kräf­te der Bun­des­po­li­zei vor Ort verstärken.

Unter dem Ein­fluss des Coro­na Infek­ti­ons­ge­sche­hens war nicht nur die Abschluss­prü­fung eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung. Statt des gewöhn­li­chen Prä­senz­un­ter­richts in der Aus­bil­dungs­ein­rich­tung in Bam­berg wer­den die jun­gen Frau­en und Män­ner in der Fern­leh­re unter­rich­tet. Trotz inten­si­vem Ein­satz von vir­tu­el­len Unter­rich­tungs­me­tho­den und neu­en tech­ni­schen Lösun­gen bleibt dies nur eine Ergän­zung zur prak­ti­schen Aus­bil­dung vor Ort in Bam­berg. Denn der nun fol­gen­de Ein­satz wird eben­so real statt­fin­den und nicht mit­tels vir­tu­el­lem Kon­takt zu den Bür­gern.
Damit wäh­rend der prak­ti­schen Aus­bil­dung und wäh­rend der Prü­fun­gen kein erhöh­tes Infek­ti­ons­ri­si­ko besteht, gel­ten in der Lie­gen­schaft der Bun­des­po­li­zei stren­ge Hygie­ne­vor­schrif­ten. Dazu zählt unter ande­rem die gene­rel­le Pflicht zum Tra­gen von FFP‑2 Schutz­mas­ken in allen Gebäu­den und wäh­rend prak­ti­scher Aus­bil­dungs­in­hal­te.
Durch die stren­gen, mit dem Gesund­heits­amt des Land­krei­ses Bam­berg abge­stimm­ten, Maß­nah­men kann die Wei­ter­füh­rung der Prak­ti­schen Aus­bil­dung gewähr­leis­tet und so die hohe Qua­li­tät der Aus­bil­dung zukünf­ti­ger Poli­zis­ten garan­tiert werden.


Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum (BPOLAFZ) Bamberg

Das Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum (BPOLAFZ) Bam­berg ist die bun­des­weit größ­te und moderns­te Ein­rich­tung die­ser Art der Bun­des­po­li­zei. Die fach­lich der Bun­des­po­li­zei­aka­de­mie in Lübeck nach­ge­ord­ne­te Lehr­ein­rich­tung ist das sechs­te Aus- und –fort­bil­dungs­zen­trum der Bun­des­po­li­zei. Seit dem 1. Sep­tem­ber 2016 wer­den dort rund 3000 Poli­zei­meis­ter­an­wär­te­rin­nen und ‑anwär­ter aus­ge­bil­det. Mehr als 800 Stamm­kräf­te ermög­li­chen den Ausbildungsbetrieb.

Coro­na- und demo­gra­fie­be­dingt rück­läu­fi­ge Ausbildungszahlen

2020 kein gutes Jahr für aus­bil­dungs­be­rei­te Unternehmen

Knapp 3.000 Aus­bil­dungs­plät­ze waren zu Beginn des Aus­bil­dungs­jah­res 2020/​2021 noch unbe­setzt, wie die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth mit­teilt. Die Zahl der Neu­ein­tra­gun­gen fiel bei der IHK spür­bar von 4.212 auf 3.375. „2020 war kein gutes Jahr für aus­bil­dungs­be­rei­te Unter­neh­men”, resü­miert deren Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin Gabrie­le Hohenner.

„Noch nie gab es einen ähn­li­chen Ein­bruch bei den Aus­bil­dungs­zah­len wie 2020”, so Frau Hohen­ner. Dies lie­ge einer­seits an der demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung, ande­rer­seits aber vor allem an den Aus­wir­kun­gen der Coro­na-Pan­de­mie. „Coro­na brach­te nahe­zu alle Maß­nah­men zur Berufs­ori­en­tie­rung zum Erlie­gen. Auch die wich­ti­ge Bewer­bungs­pha­se im Früh­jahr hat­te dar­un­ter gelit­ten. Aus­bil­dungs­mes­sen, Schnup­per­prak­ti­ka und Bewer­bungs­ge­sprä­che konn­ten nicht in gewohn­ter Form statt­fin­den”, erläu­tert Bernd Reh­orz, IHK-Bereichs­lei­ter Beruf­li­che Bildung.


Kaum Unter­schie­de bei den Schulformen

Bei­de appel­lier­ten an die Unter­neh­men, sich von der hohen Zahl der unbe­setz­ten Lehr­stel­len im abge­lau­fe­nen Jahr nicht abschre­cken zu las­sen und auch 2021 wie­der Lehr­stel­len aus­zu­schrei­ben. Hohen­ner: „Aus­bil­dung ist schließ­lich eine Inves­ti­ti­on in die nahe Zukunft, vor allem, wenn man sich vor Augen hält, dass die ers­ten der gebur­ten­star­ken Jahr­gän­ge bereits jetzt in den Ruhe­stand gehen.”

Zwi­schen den ver­schie­de­nen Schul­for­men gab es gegen­über 2019 kei­nen gro­ßen Unter­schied: Bei Schü­lern mit mitt­le­rer Rei­fe sowie fach­ge­bun­de­ner und all­ge­mei­ner Hoch­schul­rei­fe betrug der Rück­gang gegen­über 2019 jeweils rund 20 Pro­zent, bei Schü­lern mit einem Mit­tel­schul­ab­schluss rund 16 Prozent.

Grö­ßer fie­len die Unter­schie­de zwi­schen den ein­zel­nen Regio­nen aus. Wäh­rend der Rück­gang bei den Neu­ein­tra­gun­gen im Land­kreis Kulm­bach um 10,8 Pro­zent zurück­ging, ver­zeich­ne­ten die Land­krei­se Lich­ten­fels und Wun­sie­del einen Rück­gang von 25,7 Pro­zent bzw. 24,2 Prozent.

46.708 Aus­zu­bil­den­de sind 2020 in baye­ri­schen Betrie­ben aus Indus­trie, Han­del und Dienst­leis­tun­gen ins Berufs­le­ben gestar­tet, 11.8 Pro­zent weni­ger als im Vor­jahr. Im Ein­zugs­ge­biet der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth betrug der Rück­gang 19,9 Prozent.


IHK rech­net auch für 2021 mit mehr Aus­bil­dungs­plät­zen als Bewerbern

Die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth rech­net für 2021 coro­nabe­dingt mit einem rück­läu­fi­gen Lehr­stel­len­an­ge­bot sei­tens der Unter­neh­men. Die Zahl der ange­bo­te­nen Lehr­stel­len wer­de aber auch 2021 wie­der die Zahl der Lehr­stel­len­su­chen­den über­tref­fen. „Umso wich­ti­ger ist es, in der Berufs­ori­en­tie­rung alle Regis­ter zu zie­hen”, so Hohen­ner. „Krea­ti­ve Ideen müs­sen umge­setzt, neue Wege gegan­gen werden.”

1 3 4 5