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Ausbildung - Page 4

Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum Bamberg

3.000 Aus­zu­bil­den­de dank Adventseinstellung

Ges­tern konn­te im Bun­des­po­li­zei­aus- und –fort­bil­dungs­zen­trum Bam­berg erst­ma­lig eine drit­te Ein­stel­lung inner­halb eines Jah­res für den mitt­le­ren Poli­zei­voll­zugs­dienst durch­ge­führt wer­den. Damit ist das Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum Bam­berg erst­mals für etwa 3.000 Aus­zu­bil­den­de verantwortlich.

Ins­ge­samt reis­ten 173 ange­hen­de Anwär­te­rin­nen und Anwär­ter nach Bam­berg, um ihre Aus­bil­dung in der Bun­des­po­li­zei zu begin­nen. Für die Ein­stel­lung zum Jah­res­en­de haben sich vor allem jun­ge Frau­en und Män­ner bewor­ben, die bereits eine abge­schlos­se­ne Berufs­aus­bil­dung und Lebens­er­fah­rung in der frei­en Wirt­schaft gesam­melt haben. In den kom­men­den 2,5 Jah­ren wer­den sie nun auf die beson­de­ren Her­aus­for­de­run­gen, die den Berufs­all­tag der Bun­des­po­li­zei prä­gen, vor­be­rei­tet. Die Zahl der Aus­zu­bil­den­den im Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum Bam­berg wird einen vor­aus­sicht­li­chen Höhe­punkt mit der Ein­stel­lung im März 2022 erreichen.


Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum (BPOLAFZ) Bamberg

Das Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum (BPOLAFZ) Bam­berg ist die bun­des­weit größ­te und moderns­te Ein­rich­tung die­ser Art der Bun­des­po­li­zei. Die fach­lich der Bun­des­po­li­zei­aka­de­mie in Lübeck nach­ge­ord­ne­te Lehr­ein­rich­tung ist das sechs­te Aus- und –fort­bil­dungs­zen­trum der Bun­des­po­li­zei. Seit dem 1. Sep­tem­ber 2016 wer­den dort über 2.800 Poli­zei­meis­ter­an­wär­te­rin­nen und ‑anwär­ter aus­ge­bil­det. Mehr als 900 Stamm­kräf­te ermög­li­chen den Ausbildungsbetrieb.

Der Druck nimmt zu

Fach­kräf­te­man­gel wird für immer mehr Unter­neh­men zum ech­ten Problem

Der wach­sen­de Fach­kräf­te­man­gel ist in Ober­fran­ken längst ange­kom­men. Ein Blick auf die Detail­ergeb­nis­se der jüngs­ten Kon­junk­tur­be­fra­gung der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth zeigt, dass das Pro­blem immer drän­gen­der wird, in man­chen Bran­chen sogar mit dra­ma­ti­schen Folgen.

„Nur jedes fünf­te Unter­neh­men, das der­zeit offe­ne Stel­len anbie­tet, kann die­se auch tat­säch­lich beset­zen”, erläu­tert IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin Gabrie­le Hohenner.

Der Fach­kräf­te­man­gel hat vie­le Grün­de. So sorgt die demo­gra­fi­sche Ent­wick­lung dafür, dass in Ober­fran­ken immer weni­ger Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer zur Ver­fü­gung ste­hen. Außer­dem hat bei jun­gen Men­schen der Wunsch nach einer aka­de­mi­schen Aus­bil­dung häu­fig Vor­rang vor einem beruf­li­chen Bil­dungs­weg. Auch Poten­zia­le aus Nach­bar­re­gio­nen, die in den letz­ten Jahr­zehn­ten als Fach­kräf­te­quel­le genutzt wer­den konn­ten, etwa die neu­en Bun­des­län­der oder die Tsche­chi­sche Repu­blik, sind weit­ge­hend aus­ge­schöpft, da gut aus­ge­bil­de­te Fach­kräf­te längst auch dort Arbeit finden.


Fach­kräf­te­man­gel als Risi­ko für die wirt­schaft­li­che Entwicklung

In der aktu­el­len IHK-Kon­junk­tur­um­fra­ge stu­fen 61 Pro­zent aller befrag­ten Unter­neh­men den Fach­kräf­te­man­gel als unter­neh­me­ri­sches Risi­ko für die wei­te­re wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung ein. Das sind 13 Pro­zent­punk­te mehr als noch im Janu­ar 2021, also vor Aus­bruch der Coro­na-Pan­de­mie. 49 Pro­zent der Befrag­ten berich­ten aktu­ell, dass sie der­zeit offe­ne Stel­len län­ger­fris­tig nicht beset­zen kön­nen, 12 Pro­zent sehen kei­ne Pro­ble­me, 39 Pro­zent haben der­zeit kei­nen Per­so­nal­be­darf, suchen also auch nicht.


80 Pro­zent der Unter­neh­men mit frei­en Stel­len kön­nen die­se nicht besetzen

„Betrach­tet man nur die Unter­neh­men, die der­zeit tat­säch­lich Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter auf dem Arbeits­markt suchen, dann kön­nen unter dem Strich der­zeit 80 Pro­zent der Unter­neh­men mit offe­nen Stel­len die­se län­ger­fris­tig nicht beset­zen. Der Fach­kräf­te­man­gel wird immer mehr zum Hemm­schuh für die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung”, so IHK-Kon­junk­tur­re­fe­rent Mal­te Tie­de­mann. Beson­ders betrof­fen sind das Bau­ge­wer­be, die Logis­tik- und die Tou­ris­mus­wirt­schaft. „Die Frus­tra­ti­on der Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer nimmt zu. Vie­le füh­len sich der Situa­ti­on macht­los aus­ge­lie­fert, weil sie Auf­trä­ge wegen Per­so­nal­man­gels ableh­nen müs­sen”, so Hohenner.


Droht ein Sze­na­rio wie in Großbritannien?

Die Coro­na-Pan­de­mie hat das Pro­blem ver­schärft. Vie­le Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter in den von Coro­na beson­ders betrof­fe­nen Bran­chen haben wäh­rend der Pan­de­mie neue Arbeits­plät­ze in ande­ren Bran­chen gefun­den. Der Auf­schwung nach der Kri­se ver­stärkt den Druck auf den Arbeits­markt. Die Fol­ge sind lan­ge War­te­zei­ten auf dem Bau, mehr Ruhe­ta­ge oder Besu­cher­be­gren­zun­gen in der Gas­tro­no­mie oder der Kapa­zi­täts­an­pas­sun­gen in Spe­di­tio­nen. Selbst Betriebs­auf­ga­ben gibt es inzwi­schen auf­grund des Fach­kräf­te­man­gels. Hohen­ner: „Zustän­de wie in Groß­bri­tan­ni­en, wo wegen feh­len­der Lkw-Fah­rer die Ver­sor­gung zum Teil zusam­men­ge­bro­chen ist, kön­nen auf Dau­er auch bei uns nicht mehr völ­lig aus­ge­schlos­sen werden.”


Unter­neh­men set­zen auf Ausbildung

Auf die Schnel­le wird sich das Struk­tur­pro­blem feh­len­der Fach­kräf­te nicht lösen las­sen. Die Mit­glieds­un­ter­neh­men der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth set­zen vor allem auf die ver­stärk­te Aus­bil­dung des eige­nen Nach­wuch­ses (55 Pro­zent) und eine Stei­ge­rung der Arbeit­ge­ber­at­trak­ti­vi­tät (49 Pro­zent). Für 35 Pro­zent könn­te die Ein­stel­lung von Fach­kräf­ten aus dem Aus­land (35 Pro­zent) Teil der Lösung sein. „Hier brau­chen unse­re Unter­neh­men aber bes­se­re Hil­fe­stel­lung, um aus­län­di­sche Fach­kräf­te ziel­ge­nau anspre­chen und gewin­nen zu kön­nen. Auch ist es drin­gend erfor­der­lich, den büro­kra­ti­schen Auf­wand bei der Gewin­nung von Fach­kräf­ten aus dem Aus­land zu redu­zie­ren”, so Hohenner.

Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum Bamberg

Zwei­te Ver­ei­di­gung der Bun­des­po­li­zei im Jahr 2021

Bereits die zwei­te Ver­ei­di­gungs­ze­re­mo­nie in die­sem Jahr fei­er­te die Bun­des­po­li­zei ges­tern im Aus- und –fort­bil­dungs­zen­trum in Bam­berg. Nach­dem im Juli Dienst­an­fän­ger des Jahr­gan­ges 2020 ver­ei­digt wur­den, stan­den nun­mehr 645 jun­ge Frau­en und Män­ner im Mit­tel­punkt, wel­che ihre Aus­bil­dung für den mitt­le­ren Poli­zei­voll­zugs­dienst im März und Sep­tem­ber 2021 begon­nen hatten.

Um dem Infek­ti­ons­ge­sche­hen zu begeg­nen, ver­zich­te­te die Bun­des­po­li­zei erneut auf eine öffent­li­che Ver­ei­di­gung auf dem Dom­platz in Bam­berg. Statt­des­sen wur­de mit dem „Chan­ge of Com­mand“ ein Ort in der Lie­gen­schaft der Bun­des­po­li­zei gewählt, wel­cher bereits unter den vor­ma­li­gen Nut­zern der Kaser­ne für der­ar­tig bedeut­sa­me Zere­mo­nien genutzt wurde.

Umrahmt wur­de die Ver­ei­di­gung durch einen öku­me­ni­schen Got­tes­dienst der Seel­sor­ger der Bun­des­po­li­zei, einer Anspra­che des Lei­ters der Aus­bil­dungs­ein­rich­tung, Lei­ten­der Poli­zei­di­rek­tor Tho­mas Leh­mann und einer Fest­re­de des Prä­si­den­ten der Bun­des­po­li­zei­aka­de­mie, Alfons Aigner. Dabei erin­ner­ten die Red­ner die Aus­zu­bil­den­den an die Ver­ant­wor­tung wel­che sie in Aus­übung ihres Diens­tes tra­gen, die Pflich­ten die sie als Poli­zei­voll­zugs­be­am­te zu erfül­len haben aber auch an die Her­aus­for­de­run­gen, wel­che mit dem Poli­zei­be­ruf einhergehen.


Beglei­tet wur­de die Ver­an­stal­tung tra­di­tio­nell durch das Bun­des­po­li­zei­or­ches­ter Mün­chen, wel­ches im Übri­gen für die Öffent­lich­keit am 30. Novem­ber erneut für ein Bene­fiz­kon­zert in der Kir­che St. Mar­tin in Bam­berg gas­tiert. Da die Bun­des­po­li­zei in die­sem Jahr erst­ma­lig auch im Dezem­ber jun­gen Frau­en und Män­nern einen Aus­bil­dungs­be­ginn ermög­licht, wird es bereits im Febru­ar 2022 erneut eine Ver­ei­di­gung der Bun­des­po­li­zei geben. Ob die­se öffent­lich zele­briert wird, ent­schei­det sich im Janu­ar nächs­ten Jahres.


Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum (BPOLAFZ) Bamberg

Das Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum (BPOLAFZ) Bam­berg ist die bun­des­weit größ­te und moderns­te Ein­rich­tung die­ser Art der Bun­des­po­li­zei. Die fach­lich der Bun­des­po­li­zei­aka­de­mie in Lübeck nach­ge­ord­ne­te Lehr­ein­rich­tung ist das sechs­te Aus- und –fort­bil­dungs­zen­trum der Bun­des­po­li­zei. Seit dem 1. Sep­tem­ber 2016 wer­den dort über 2.800 Poli­zei­meis­ter­an­wär­te­rin­nen und ‑anwär­ter aus­ge­bil­det. Mehr als 850 Stamm­kräf­te ermög­li­chen den Ausbildungsbetrieb.

Berufs­be­ra­ter Micha­el Wolf

Tipps vom guten Wolf zum Ausbildungsstart

Schul­ab­schluss in der Tasche, Aus­bil­dungs­ver­trag unter­schrie­ben, wie geht es jetzt wei­ter? Berufs­be­ra­ter Micha­el Wolf von der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg gibt nütz­li­che Tipps, damit der Start in die Aus­bil­dung gelingt.

Was soll­te Ihrer Mei­nung nach beim Start in eine neue Aus­bil­dung beach­tet werden?

Micha­el Wolf: Zuerst möch­te ich an die­ser Stel­le allen neu­en Azu­bis die Angst vor dem neu­en Lebens­ab­schnitt „Aus­bil­dung“ neh­men. Ich den­ke es geht uns allen so, dass wenn wir uns in neue Gewäs­ser bege­ben, wir mit einer gewis­sen Ner­vo­si­tät an die Sache her­an­ge­hen. Grund­sätz­lich ist Aus­bil­dung aber etwas Tol­les und gehört zum Erwach­sen­wer­den dazu. Und – im Nach­hin­ein bli­cken vie­le ehe­ma­li­ge Aus­zu­bil­den­de mit Freu­de auf die Aus­bil­dungs­zeit zurück.
Den­noch sind eini­ge Punk­te wich­tig, damit der Ein­stieg klappt. Bei­spiels­wei­se soll­te man immer aus­rei­chend Zeit für die Fahrt zum Aus­bil­dungs­be­trieb und zur Berufs­schu­le ein­pla­nen. Zudem ist es rat­sam sich bereits am Vor­abend die ent­spre­chen­de Arbeits­klei­dung zurecht zu legen, um sich die­se Zeit am Mor­gen zu spa­ren. Die Namen sei­ner Ansprech­part­ner soll­te man sich außer­dem merken.


Was erwar­ten die Arbeit­ge­ber von ihren neu­en Auszubildenden?

Micha­el Wolf: Kein Arbeit­ge­ber erwar­tet von Beginn an Exper­ten­wis­sen von sei­nen Azu­bis – man erlernt ja schließ­lich einen Beruf, um sich das nöti­ge Fach­wis­sen anzu­eig­nen. Es wer­den aber den­noch eine Rei­he von Soft-Skills erwar­tet. So gehör­ten Pünkt­lich­keit, ein respekt­vol­ler Umgang, Zuver­läs­sig­keit und Auf­merk­sam­keit zu den Grund­la­gen, wel­che Jugend­li­che mit­brin­gen müssen.


Wie ver­hal­te ich mich rich­tig, wenn es Ärger mit dem Chef gibt oder ich mich unwohl im Betrieb fühle?

Micha­el Wolf: Zuerst – kei­ne Panik bekom­men und nie­mals vor­schnell kün­di­gen. Hier muss unter­schie­den wer­den, wodurch die unbe­hag­li­che Situa­ti­on aus­ge­löst wird.
Soll­ten bei­spiel­wei­se die Berufs­schul­no­ten Kopf­zer­bre­chen berei­ten, so kön­nen wir von Sei­ten der Berufs­be­ra­tung die Assis­tier­te Aus­bil­dung anbie­ten. Hier erhal­ten die Lehr­lin­ge Nach­hil­fe in ihren Pro­blem­fä­chern, es wer­den Lern­stra­te­gien ver­mit­telt und sie bekom­men Ver­hal­tens­tipps für Prü­fungs­si­tua­tio­nen.
Soll­te es Schwie­rig­kei­ten mit dem Chef oder dem Kol­le­gen geben, so lohnt es sich den Kon­takt zu suchen. Häu­fig hilft ein klä­ren­des Gespräch mit allen Betei­lig­ten, um die Wogen zu glät­ten.
Kommt man allei­ne nicht wei­ter, dann dür­fen sich die Jugend­li­chen ger­ne bei uns mel­den. Die Berufs­be­ra­tung steht nicht nur bei der Berufs­wahl mit Rat und Tat zur Sei­te, son­dern berät auch wäh­rend der Ausbildung.


Und was ist, wenn der Aus­bil­dungs­ab­bruch droht?

Micha­el Wolf: Soll­te die Situa­ti­on so kri­tisch sein, dass der Aus­bil­dungs­platz in Gefahr ist, dann emp­feh­le ich Kon­takt zu den Aus­bil­dungs­be­ra­tern der Kam­mern und zur Berufs­be­ra­tung auf­zu­neh­men. Die Kam­mern prü­fen, unter wel­chen Umstän­den die Aus­bil­dung noch fort­ge­führt wer­den kann. Soll­te dies beim aktu­el­len Arbeit­ge­ber nicht mehr mög­lich sein, so hilft die Berufs­be­ra­tung ger­ne einen neu­en Betrieb zu fin­den. Hat man fest­ge­stellt, dass der fal­sche Beruf gewählt wur­de, so unter­stüt­zen wir auch bei der Neuorientierung.


Jetzt gibt es noch eini­ge Schü­ler, die in die­sem Jahr kei­nen Aus­bil­dungs­platz gefun­den haben. Was raten Sie diesen?

Micha­el Wolf: Ich appel­lie­re an alle, uns in die­sem Fall zu kon­tak­tie­ren. Aktu­ell gibt es noch vie­le freie Lehr­stel­len auf dem Aus­bil­dungs­markt, sodass noch ein Aus­bil­dungs­start im Okto­ber oder im Novem­ber denk­bar ist. Und falls der pas­sen­de Beruf nicht dabei war, dann arbei­ten wir gemein­sam an einer Überbrückungslösung.


Wie ist die Berufs­be­ra­tung zu erreichen?

Micha­el Wolf: Wir sind tele­fo­nisch, per E‑Mail oder in Not­fäl­len auch per­sön­lich zu errei­chen. Zu-dem haben wir kürz­lich die Video­te­le­fo­nie ein­ge­führt, sodass ein face-to-face-Kon­takt mög­lich ist, ohne dass die Jugend­li­chen extra ins Amt fah­ren müssen.


Berufs­be­ra­tung der Agen­tur für Arbeit Bamberg-Coburg 

Ter­min 0800 4 5555 00 – Anruf kostenlos

Bamberg.Berufsberatung@arbeitsagentur.de für Bam­berg und Forchheim

Coburg.Berufsberatung@arbeitsagentur.de für Coburg, Kro­nach und Lichtenfels

Wich­ti­ge Tipps rund um die Berufs­wahl gibt es auf https://planet-beruf.de

Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum Bamberg

Nach Ver­ab­schie­dung star­tet neu­er Jahrgang

In fei­er­li­cher Atmo­sphä­re und unter musi­ka­li­scher Beglei­tung des Bun­des­po­li­zei­or­ches­ters Mün­chen wur­den am 27. August am Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum Bam­berg ins­ge­samt 385 Aus­zu­bil­den­de zu Poli­zei­meis­te­rin­nen und Poli­zei­meis­tern ernannt.

Seit 2016 wur­den damit 2282 Poli­zei­schü­ler aus­ge­bil­det und von Bam­berg in ihre Ein­satz­di­rek­tio­nen ent­sandt. Aus Infek­ti­ons­schutz­grün­den fand die Ver­ab­schie­dung auf dem Gelän­de des Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trums Bam­berg ohne Ehren­gäs­te und Ange­hö­ri­ge der Ernann­ten statt. Der Lei­ter des Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trums Bam­berg, Tho­mas Leh­mann, beton­te in sei­ner Rede, dass das Mot­to der Bun­des­po­li­zei „Wir sind Sicher­heit!“ zugleich ein Ver­spre­chen als auch Anspruch sei. Dies haben die jun­gen Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen bereits 2020 erfah­ren dür­fen, als sie zu Beginn der Coro­na-Kri­se als ers­te Ein­satz­kräf­te seit Beginn der Pan­de­mie des Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trums Bam­berg an den Gren­zen zu Öster­reich und der Schweiz bei ver­stärk­te Grenz­kon­trol­len unterstützten.

Erst­mals eine drit­te Ein­stel­lung im Dezember

Die frei­ge­wor­de­nen Zim­mer wur­den bereits am 1. Sep­tem­ber wie­der belegt. So reis­ten zum Aus­bil­dungs­be­ginn ins­ge­samt 543 Dienst­an­fän­ge­rin­nen und ‑anfän­ger nach Bam­berg an. 172 davon wer­den in den nächs­ten 3 Jah­ren im geho­be­nen Dienst das Stu­di­um zur Poli­zei­kom­mis­sa­rin /​zum Poli­zei­kom­mis­sar absolvieren.

Die Mehr­heit wird die nächs­ten 2,5 Jah­re in Bam­berg im mitt­le­ren Dienst zu Poli­zei­meis­te­rin­nen und ‑meis­tern aus­ge­bil­det. Die jun­gen Frau­en und Män­ner sind nicht nur aus allen Tei­len Deutsch­lands nach Bam­berg ange­reist, son­dern 15 von ihnen auch aus dem euro­päi­schem Aus­land. Unter ande­rem aus Ita­li­en, Grie­chen­land und Kroatien.

Seit Grün­dung des Aus­bil­dungs­zen­trums im Jah­re 2016 fin­det die­ses Jahr zum ers­ten Mal eine drit­te Ein­stel­lung im Dezem­ber statt. Damit wer­den vor­aus­sicht­lich erst­mals über 3.000 Aus­zu­bil­den­de und Stu­die­ren­de dem Bun­des­po­li­zei­aus- und –fort­bil­dungs­zen­trum Bam­berg angehören.


Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum Bamberg

Das Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum Bam­berg ist die bun­des­weit größ­te und moderns­te Ein­rich­tung die­ser Art der Bun­des­po­li­zei. Die fach­lich der Bun­des­po­li­zei­aka­de­mie in Lübeck nach­ge­ord­ne­te Lehr­ein­rich­tung ist das sechs­te Aus- und –fort­bil­dungs­zen­trum der Bun­des­po­li­zei. Seit dem 1. Sep­tem­ber 2016 wer­den dort über 2.500 Poli­zei­meis­ter­an­wär­te­rin­nen und ‑anwär­ter aus­ge­bil­det. Mehr als 800 Stamm­kräf­te ermög­li­chen den Ausbildungsbetrieb.

Ober­frän­ki­sches Handwerk

Gerin­ger Zuwachs bei den Auszubildendenzahlen

Zum 1. Sep­tem­ber 2021 star­ten 1.703 Aus­zu­bil­den­de ihren Berufs­weg im ober­frän­ki­schen Hand­werk, teilt die Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken mit. Das bedeu­tet einen gerin­gen Zuwachs im Ver­gleich zu 2020.

„Wir sind froh, dass wir zum Aus­bil­dungs­start unse­re Aus­bil­dungs­zah­len im Ver­gleich zu 2020 wie­der mini­mal stei­gern konn­ten“, sagt dazu der Haupt­ge­schäfts­füh­rer der Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken, Rein­hard Bau­er. „Aller­dings muss man auch klar sagen Die Coro­na-Del­le ist noch lan­ge nicht über­wun­den, ein Nor­mal­zu­stand ist noch nicht wie­der erreicht.“ So rela­ti­vie­re sich der Zuwachs von einem hal­ben Pro­zent im Ver­gleich der Jah­re 2019 und 2021. „Hier lie­gen wir noch über zehn Pro­zent hin­ter den Aus­bil­dungs­zah­len von der Vor-Coro­na-Zeit zurück.“


„In klei­ne­ren Betrie­ben muss die Che­mie ein­fach stimmen“


Der Prä­si­dent der Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken, Mat­thi­as Graß­mann, sieht eine Viel­zahl von Ursa­chen in der noch immer redu­zier­ten Nach­fra­ge nach Aus­bil­dungs­plät­zen. „Sicher hat das Hand­werk mehr als die ande­ren Wirt­schafts­be­rei­che dar­un­ter gelit­ten, dass nun­mehr zwei Früh­jah­re und Som­mer lang kaum Schul­be­su­che oder Aus­bil­dungs­ver­an­stal­tun­gen in Prä­senz waren und auch die Prak­ti­ka weg­ge­fal­len sind.“ Schließ­lich lebe das Hand­werk zum einen vom Aus­pro­bie­ren und Anfas­sen. Zum ande­ren sei in der klein­tei­li­gen Struk­tur der Betrie­be der per­sön­li­che Kon­takt ent­schei­den­der. „Im Hand­werk ist es essen­zi­ell, ob Meis­ter und Aus­zu­bil­den­de oder Aus­zu­bil­den­der mit­ein­an­der kön­nen, sich ver­ste­hen“, erklärt der Prä­si­dent. „In klei­ne­ren Betrie­ben muss die Che­mie ein­fach stim­men und dies wird eben­falls in den Prak­ti­ka getes­tet.“ Außer­dem sei­en die Schul­ab­gän­ge­rin­nen und Schul­ab­gän­ger wegen der wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung wei­ter­hin vor­sich­tig und wür­den lie­ber abwar­ten bezie­hungs­wei­se sich anders ori­en­tie­ren. „Die Schlag­zei­len zu Kurz­ar­beit und Ent­las­sun­gen“, so Graß­mann, „wer­den zwar gar nicht vom Hand­werk pro­du­ziert, aber auch auf uns übertragen.“

Ins­ge­samt befürch­tet das Hand­werk, dass Coro­na die Ten­denz zur schu­li­schen oder aka­de­mi­schen Aus­bil­dung noch wei­ter ver­stärkt hat und die­se nur müh­sam umzu­keh­ren sei. „Wir inves­tie­ren viel in die Anspra­che jun­ger Men­schen und deren Eltern. Die Erkennt­nis aber, dass die beruf­li­chen Per­spek­ti­ven und Kar­rie­re­we­ge in der beruf­li­chen Bil­dung inzwi­schen min­des­tens genau­so gut sind wie in der aka­de­mi­schen Welt, sickert nur lang­sam durch“, sagt Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bau­er. Dabei spiel­ten bei der Berufs­wahl nach wie vor die Eltern eine ent­schei­den­de Rol­le. „Die Jugend­li­chen haben häu­fig Inter­es­se, das Hand­werk kommt ihren Wer­ten sehr nahe.“ Lei­der aber wüss­ten vie­le Müt­ter und Väter noch immer nicht, dass etwa ein Hand­werks­meis­ter so viel ver­dient wie der Absol­vent eines Bache­lor­stu­di­ums. Dass bei­de Kar­rie­re­we­ge zwar anders, aber von den Kar­rie­re- und Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten her gleich­wer­tig seien.


Türen zu einer Aus­bil­dung blei­ben offen

Der offi­zi­el­le Start für das Aus­bil­dungs­jahr fällt auf den 1. Sep­tem­ber. Doch für Jugend­li­che, die noch eine Aus­bil­dung begin­nen möch­ten, blei­ben im Hand­werk die Türen offen. „Unse­re Betrie­be ermög­li­chen auch einen spä­te­ren Start“, betont HWK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bau­er. So sind aktu­ell zum Bei­spiel in der Lehr­stel­len­bör­se der Hand­werks­kam­mer 488 freie Aus­bil­dungs­stel­len ein­ge­tra­gen. „Daher ist unse­re Bot­schaft an alle, die in die Berufs­welt star­ten wol­len Im Hand­werk fin­det Ihr aus­ge­zeich­ne­te Per­spek­ti­ven. Für den Start in das Berufs­le­ben und auch für die wei­te­re Karriere.“

„Viel Poten­ti­al auf dem Bau“

Aktu­ell noch 700 Aus­bil­dungs­plät­ze in der Regi­on Bam­berg zu vergeben

Das neue Aus­bil­dungs­jahr star­tet – doch vie­le Fir­men suchen wei­ter­hin Nach­wuchs: In der Stadt und dem Land­kreis Bam­berg sind von ins­ge­samt rund 1680 gemel­de­ten Aus­bil­dungs­stel­len aktu­ell noch 700 Plät­ze zu ver­ge­ben. Das teilt die Indus­trie­ge­werk­schaft Bau­en-Agrar-Umwelt mit und beruft sich dabei auf Zah­len der Arbeitsagentur.

Die IG BAU Ober­fran­ken warnt vor einer Ver­schär­fung des Fach­kräf­te­man­gels, soll­te ein Groß­teil der Stel­len unbe­setzt blei­ben – und ruft Berufs­star­ter dazu auf, sich ins­be­son­de­re in der Bau­bran­che umzu­se­hen. Laut Arbeits­agen­tur sind bei Hoch- und Tief­bau­un­ter­neh­men in Bay­ern der­zeit noch rund 1.520 Plät­ze frei. Das ent­spricht etwa der Hälf­te aller gemel­de­ten Aus­bil­dungs­stel­len in der Branche.


Vie­le Fach­leu­te ver­las­sen nach der Aus­bil­dung ihren Baubetrieb


„Die Coro­na-Pan­de­mie ist ins­ge­samt am hei­mi­schen Aus­bil­dungs­markt nicht spur­los vor­bei­ge­gan­gen. Teils bie­ten Fir­men weni­ger Plät­ze an oder fah­ren die Leh­re ganz zurück. Auch der Berufs­schul­un­ter­richt kann nicht über­all wie gewohnt statt­fin­den. In vie­len Berei­chen bewer­ben sich aber auch deut­lich weni­ger Schul­ab­gän­ger“, sagt Gerald Nick­las, Bezirks­vor­sit­zen­der der IG BAU Ober­fran­ken. Doch jeder Azu­bi, der jetzt feh­le, sei in drei Jah­ren eine drin­gend gebrauch­te Fach­kraft weni­ger. Beson­ders das Bau­ge­wer­be müs­se ange­sichts der anhal­tend hohen Auf­trags­la­ge – vom Woh­nungs- bis zum Gleis- und Stra­ßen­bau – noch mehr Berufs­an­fän­ger für sich gewinnen.

Dabei stün­den Bau-Azu­bis im Bran­chen­ver­gleich in punc­to Bezah­lung an der Spit­ze, wie eine Unter­su­chung des Bun­des­in­sti­tuts für Berufs­bil­dung (BIBB) zeigt. Außer­dem kön­nen sich Beschäf­tig­te im Anschluss an den Gesel­len­brief fort­bil­den und es bis zum Polier oder Bau­lei­ter brin­gen. Vie­le Fach­leu­te ver­lie­ßen jedoch nach der Aus­bil­dung ihren Bau­be­trieb, so die Gewerk­schaft – vor allem wegen har­ter Arbeits­be­din­gun­gen und den oft lan­gen, aber unbe­zahl­ten Fahr­zei­ten zu den Bau­stel­len.
„Es kommt dar­auf an, den Bau auch nach der Aus­bil­dung attrak­ti­ver zu machen. Gera­de die Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf ist hier wich­tig“, betont Cars­ten Bur­ck­hardt vom IG BAU-Bundesvorstand.

Des­halb for­dert die Gewerk­schaft in der lau­fen­den Tarif­run­de für die Bran­che eine Ent­schä­di­gung der Wege­zei­ten, 5,3 Pro­zent mehr Ein­kom­men und den Angleich der Ost- an die West­löh­ne. Die Arbeit­ge­ber hät­ten in den Tarif­ver­hand­lun­gen bis Ende Sep­tem­ber die Chan­ce, die Bran­che für die Zukunft auf­zu­stel­len. „Ohne höhe­re Löh­ne und bes­se­re Arbeits­be­din­gun­gen wird es kaum gelin­gen, die enor­me Nach­fra­ge nach neu­en Woh­nun­gen, sanier­ten Stra­ßen und ener­ge­ti­schen Gebäu­de­sa­nie­run­gen in den kom­men­den Jah­ren zu bewäl­ti­gen“, so Burckhardt.

Infor­ma­tio­nen rund um die Bau-Aus­bil­dung und freie Plät­ze vor Ort gibt es bei den Sozi­al­kas­sen der Bau­wirt­schaft (SOKA-BAU) online unter https://www.bau-stellen.de/

Aus­zu­bil­den­de beka­men Abschluss­zeug­nis­se überreicht

Aus­zu­bil­den­de beka­men Abschluss­zeug­nis­se überreicht

Die Aus­zu­bil­den­den des Land­rats­am­tes Bam­berg haben ihre Abschluss­prü­fun­gen erfolg­reich hin­ter sich gebracht. In die­sem Jahr konn­ten die drei Aus­zu­bil­den­de des Jahr­gan­ges 2018/​/​2021 bei der Abschluss­prü­fung zur bezie­hungs­wei­se zum Ver­wal­tungs­fach­an­ge­stell­ten gute Ergeb­nis­se erzie­len. „Herz­li­chen Glück­wunsch zur bestan­de­nen Aus­bil­dung“, zeig­te sich Land­rat Johann Kalb erfreut.

Unter den bay­ern­weit ins­ge­samt 936 Prü­fungs­teil­neh­mern waren im dies­jäh­ri­gen Abschluss­jahr­gang die Aus­zu­bil­den­den des Land­rats­am­tes Bam­berg Bea­tri­ce Har­rer, Lukas Bur­ck­hardt und Nico­las Sponsel.

Neben dem fach­li­chen Wis­sen haben die jun­gen Men­schen wäh­rend der drei­jäh­ri­gen Aus­bil­dungs­zeit auch ihre per­sön­li­chen und sozia­len Kom­pe­ten­zen erwei­tert und ver­tieft. Land­rat Johann Kalb freu­te sich mit den Absol­ven­ten: „Euer freund­li­ches Auf­tre­ten gegen­über Mit­ar­bei­tern und Bür­gern ist neben Euren theo­re­ti­schen Kennt­nis­sen ein wert­vol­les Gut. Durch Eure Unter­stüt­zung kann das Land­rats­amt Bam­berg zuver­sicht­lich in die Zukunft blicken.“

Er wünsch­te den Nach­wuchs­kräf­ten für den beruf­li­chen Start viel Glück und Erfolg. Um den Anfor­de­run­gen einer bür­ger­freund­li­chen Ver­wal­tung wei­ter gerecht zu wer­den, wird das Land­rats­amt sei­ne Aus­bil­dungs­ak­ti­vi­tä­ten auch in Zukunft fort­füh­ren. Zum 1. Sep­tem­ber 2021 begin­nen acht wei­te­re jun­ge Men­schen ihre Aus­bil­dung im Land­rats­amt Bam­berg. Auch für das Jahr 2022 wer­den aktu­ell wie­der moti­vier­te Azu­bis gesucht. Die Bewer­bun­gen kön­nen noch bis zum 10. Sep­tem­ber 2021 online ein­ge­reicht wer­den, wei­te­re Infor­ma­tio­nen dazu sind zu fin­den unter https://www.landkreis-bamberg.de/Stellenangebote.

„Tas­te the Ausbildung“

Erfolg­rei­ches IHK-Pilot­pro­jekt zur Berufsorientierung

Mit dem Pilot­pro­jekt „Tas­te the Aus­bil­dung“ ist die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth einen neu­en Weg zur Berufs­ori­en­tie­rung gegan­gen mit dem Ziel, „Jugend­li­che und Aus­bil­dungs­be­trie­be zusam­men­zu­brin­gen – und das so unkom­pli­ziert und pra­xis­nah wie mög­lich“, wie Tors­ten Schmidt, der stell­ver­tre­ten­de Lei­ter Beruf­li­che Bil­dung bei der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth, erläutert.

Bei dem Pilot­pro­jekt unter der Feder­füh­rung der IHK wur­den Schü­le­rin­nen und Schü­ler einer Bay­reu­ther Mit­tel­schu­le im Bus zu Aus­bil­dungs­be­trie­ben der Regi­on gefah­ren und erhiel­ten vor Ort aus ers­ter Hand Infor­ma­tio­nen und Ein­drü­cke über ver­schie­de­ne Aus­bil­dungs­be­ru­fe und ‑inhal­te. Im zwei­ten Schritt soll das Pilot­pro­jekt auf wei­te­re Regio­nen und Bran­chen aus­ge­wei­tet werden.

Am Pilot­pro­jekt-Tag steu­er­te der „Tas­te the Ausbildung“-Bus die Sta­tio­nen Emons Spe­di­ti­on GmbH in Him­mel­kron, Show­kü­che im MUPÄZ – Muse­en im Kulm­ba­cher Mönchs­hof e.V. und EDEKA Schnei­der­markt in Bind­lach aus den Bran­chen Logis­tik, Gas­tro­no­mie und Ein­zel­han­del an. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der 8. Klas­se der Albert-Schweit­zer-Schu­le in Bay­reuth konn­ten sich dort unter ande­rem über die Aus­bil­dungs­be­ru­fe Fach­kraft für Lager­lo­gis­tik, Fachlagerist/​in, Berufskraftfahrer/​in, Koch /​Köchin, Restaurantfachfrau/–mann, Brau­er und Mäl­zer, Verkäufer/​in und Kauf­man­n/-frau im Ein­zel­han­del infor­mie­ren. Außer­dem durf­ten sie einen Rund­gang durch die Logis­tik­hal­le machen, Holun­der­li­mo­na­de und „Stram­me Mäx­chen“ zube­rei­ten und einen Ein­blick in den All­tag eines Ein­zel­händ­lers werfen. 


Pra­xis­nä­he erleben

Teil­neh­mer und Lehr­kräf­te begrüß­ten das Kon­zept des Pilot­pro­jekts. Kris­ti­na Jäger, Aus­bil­de­rin bei Emons Spe­di­ti­on GmbH, lobt vor allem den Pra­xis­be­zug der Initia­ti­ve: „Für die Jugend­li­chen ist es wich­tig, mal zu sehen, wie die Pra­xis funk­tio­niert – sich mal ein­zu­füh­len in die­se Aus­bil­dungs­be­ru­fe und etwas prak­tisch erle­ben“, so Jäger. „Dies macht noch­mal einen ganz ande­ren Ein­druck als irgend­was Schrift­li­ches.“ Auch Klas­sen­leh­rer Mar­cus Kell­ner unter­stützt die Idee, Schü­le­rin­nen und Schü­ler „raus aus dem Schon­raum Schu­le“ zu brin­gen. „Es ist wich­tig, dass die Jugend­li­chen einen Ein­druck vom Arbeits­le­ben bekom­men, dass sie sehen, wofür sie die schu­li­sche Aus­bil­dung machen“, so Kell­ner, der als Begleit­per­son an dem Pro­jekt teil­nahm. Welch posi­ti­ven Effekt eine prak­ti­sche Vor­füh­rung haben kann, beleg­ten die Koch­ein­la­gen, die Alex­an­der Schütz und Team (Restau­rant Ursprung, Gast­hof Berg­hof in Press­eck) in der Show­kü­che des MUPÄZ Kulm­bach zeig­ten. Gleich zwei der teil­neh­men­den Schü­ler gaben nach der Ver­an­stal­tung an, sich eine Aus­bil­dung zum Koch vor­stel­len zu kön­nen, obwohl sie vor­her an die­sen Aus­bil­dungs­be­ruf nie gedacht hät­ten. Schü­ler Noel Jakob plä­diert daher auch für eine Fort­set­zung des Pro­jekts. „Die Leu­te, die viel­leicht noch nichts Pas­sen­des gefun­den haben, fin­den viel­leicht eine Anre­gung für eine Ausbildung.“


Jeder Ein­zel­ne ein Gewinn

„Jeder ein­zel­ne Jugend­li­che, den wir mit dem Pro­jekt für eine Aus­bil­dung gewin­nen kön­nen, ist zugleich ein Gewinn für die Regi­on“, so Schmidt mit Blick auf den Rück­gang an Aus­bil­dungs­be­wer­bun­gen, den vie­le Betrie­be bekla­gen. Dies lie­ge einer­seits an den Aus­wir­kun­gen der Pan­de­mie, da die Pha­se der Berufs­ori­en­tie­rung für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler nur in sehr ein­ge­schränk­tem Umfang mög­lich war. Hin­zu kom­me laut Schmidt aber auch der seit eini­gen Jah­ren spür­ba­re Trend zur Aka­de­mi­sie­rung. „Die Vor­stel­lung, nur eine aka­de­mi­sche Aus­bil­dung ver­hilft zu beruf­li­chem Erfolg, stimmt jedoch nicht. Eine beruf­li­che Aus­bil­dung besticht durch den hohen Pra­xis­be­zug, her­vor­ra­gen­de Wei­ter­bil­dungs­mög­lich­kei­ten und finan­zi­el­le Unab­hän­gig­keit. Eine beruf­li­che Aus­bil­dung ver­sperrt kei­ne Türen, sie öff­net sie“, so Schmidt.


Infor­ma­ti­on und Kon­takt­auf­nah­me ohne gro­ße orga­ni­sa­to­ri­sche Hürden


Genau hier setzt das IHK-Pilot­pro­jekt „Tas­te the Aus­bil­dung“ an. Ziel ist es, den Schü­le­rin­nen und Schü­lern der Abschluss­klas­sen die zahl­rei­chen Vor­tei­le einer Aus­bil­dung näher­zu­brin­gen und an kon­kre­ten Pra­xis­bei­spie­len zu ver­deut­li­chen. „Pra­xis statt Theo­rie“ – so das Leit­bild des Berufs­ori­en­tie­rungs-Kon­zepts. Die IHK stellt dabei die Kon­tak­te zu den Aus­bil­dungs­be­trie­ben und Schu­len her und orga­ni­siert die Besu­che. Das Kon­zept ermög­licht Infor­ma­ti­on und Kon­takt­auf­nah­me zwi­schen poten­zi­el­len Bewer­bern und Bewer­be­rin­nen und Aus­bil­dungs­be­trie­ben ohne gro­ße orga­ni­sa­to­ri­sche Hür­den. „Jugend­li­che kön­nen sich unver­bind­lich infor­mie­ren und in den ein oder ande­ren Beruf hin­ein­schnup­pern, die Aus­bil­dungs­be­trie­be kön­nen die Rah­men­be­din­gun­gen ihres Aus­bil­dungs­an­ge­bots direkt in der Ziel­grup­pe prä­sen­tie­ren“, erläu­tert der Lei­ter der IHK-Berufs­aus­bil­dung die Vor­tei­le des Kon­zepts. „Bei Inter­es­se kön­nen auch direkt vor Ort ers­te, infor­mel­le Gesprä­che geführt werden.“

Das Pilot­pro­jekt „Tas­te the Aus­bil­dung“ ist eine wei­te­re Initia­ti­ve der Kam­pa­gne „Wir sagen Ja zur Aus­bil­dung“, mit der die IHK für eine Stär­kung der Beruf­li­chen Bil­dung wirbt. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen rund um das The­ma Aus­bil­dung bie­tet die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth auf https://www.bayreuth.ihk.de/ausbildung

Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum Bamberg

Ver­ei­di­gung II der Aus­zu­bil­den­den des Jahr­gan­ges 2020

Am Don­ners­tag­mor­gen fan­den sich cir­ca 470 Aus­zu­bil­den­de des ers­ten Dienst­jah­res auf dem Gelän­de des Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trums Bam­berg unter Ein­hal­tung der Hygie­ne­schutz­maß­nah­men ein, um gemein­sam ihren Dienst­eid abzulegen.

Erst­mals wur­de für die Ver­ei­di­gung der Platz des „Chan­ge of Com­mand“ der ehe­mals in der Lie­gen­schaft sta­tio­nier­ten US-ame­ri­ka­ni­schen Streit­kräf­te genutzt, der der Zere­mo­nie eine wür­di­ge Atmo­sphä­re ver­lieh. Für die musi­ka­li­sche Umrah­mung sorg­te das Bun­des­po­li­zei­or­ches­ter Mün­chen in klei­ner Beset­zung unter der Lei­tung von Mar­kus Mot­schen­ba­cher. Lei­der konn­ten aus Infek­ti­ons­schutz­grün­den weder Ehren­gäs­te noch die Ange­hö­ri­gen der zu Ver­ei­di­gen­den gela­den wer­den. Der Lei­ter der Aus­bil­dungs­ein­rich­tung der Bun­des­po­li­zei, Lei­ten­der Poli­zei­di­rek­tor Tho­mas Leh­mann, unter­strich in sei­ner Rede an die jun­gen Poli­zei­meis­ter­an­wär­te­rin­nen und ‑anwär­ter die Bedeu­tung des Arti­kel 1 des Grund­ge­set­zes, wonach die Men­schen­wür­de unan­tast­bar ist und sie zu ach­ten und zu schüt­zen Ver­pflich­tung aller staat­li­chen Gewalt ist. Er beton­te nach­drück­lich, dass in der Bun­des­po­li­zei kei­ner­lei Platz für jeg­li­che Art von Dis­kri­mi­nie­rung ist.

Im Anschluss schwo­ren die Dienst­an­fän­ge­rin­nen und ‑anfän­ger „das Grund­ge­setz und alle in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land gel­ten­den Geset­ze zu wah­ren und ihre Dienst­pflich­ten gewis­sen­haft zu erfül­len“. Bereits im Okto­ber letz­ten Jah­res wur­de die ers­te Hälf­te des Ein­stel­lungs­jahr­gan­ges 2020 – 970 jun­ge Frau­en und Män­ner – auf dem Gelän­de der Bun­des­po­li­zei ver­ei­digt. Auf­grund der stei­gen­den Infek­ti­ons­zah­len in Deutsch­land konn­te der ursprüng­lich im Novem­ber vor­ge­se­he­ne zwei­te Teil der Ver­ei­di­gung lei­der nicht statt­fin­den und wur­de nun nachgeholt.


Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum (BPOLAFZ) Bamberg

Das Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum (BPOLAFZ) Bam­berg ist die bun­des­weit größ­te und moderns­te Ein­rich­tung die­ser Art der Bun­des­po­li­zei. Die fach­lich der Bun­des­po­li­zei­aka­de­mie in Lübeck nach­ge­ord­ne­te Lehr­ein­rich­tung ist das sechs­te Aus- und –fort­bil­dungs­zen­trum der Bun­des­po­li­zei. Seit dem 1. Sep­tem­ber 2016 wer­den dort über 2.800 Poli­zei­meis­ter­an­wär­te­rin­nen und ‑anwär­ter aus­ge­bil­det. Mehr als 850 Stamm­kräf­te ermög­li­chen den Ausbildungsbetrieb.