Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat im Rahmen der Veranstaltung “XR-Technologien im Unternehmen” das enorme Potenzial von Extended Reality (XR) betont. Unter XR fallen alle Technologien, die computergenerierte Umgebungen oder Objekte erstellen und damit die reale und virtuelle Welt miteinander verbinden.
Die Entwicklung von XR schreitet rasant voran. Innerhalb der letzten knapp zehn Jahre hat sich die Zahl der XR-Patente weltweit versechsfacht. Treiber dieser dynamischen Entwicklung sind hauptsächlich die USA und China. „Aber auch Bayern ist vorne mit dabei. Im internationalen Vergleich rangiert der Freistaat bei den Weltklassepatenten auf Rang 14. Bundesweit ist München sogar klarer Spitzenreiter. Im Freistaat gibt es zahlreiche innovative Unternehmen. Jetzt gilt es, die Technologie weiter in die Breite zu tragen“, erläuterte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Gerade in Verbindung mit Künstlicher Intelligenz (KI) eröffnen sich viele neue Einsatzmöglichkeiten. So entstehen durch die Nutzung von XR beispielsweise bei der Maschinenwartung oder der Produktentwicklung echte Kostenvorteile. Auch bayerische Unternehmen erkennen die Zeichen der Zeit. 2025 sind bereits 21 Prozent der Betriebe im Freistaat aktive Anwender von XR, 2022 waren es noch fünf Prozent. „Das unterstreicht, dass sich unsere Anstrengungen auszahlen. Darauf dürfen wir uns jetzt aber nicht ausruhen. Wir müssen weiterhin die vielen Möglichkeiten von XR in den Mittelpunkt rücken und Raum für Austausch und Transfer schaffen, wie wir es heute tun. Auch der Freistaat engagiert sich mit dem XR-HUB Bavaria dafür, Unternehmen die Chancen von XR näherzubringen und hat damit einen Knotenpunkt und eine Austauschplattform für XR-Anwendungen ins Leben gerufen“, sagte Brossardt.
Für die vbw ist aber auch klar: Neue Technologien benötigen einen guten Rechtsrahmen. „Als bayerische Wirtschaft brauchen wir Regeln, die Innovationen ermöglichen. Als Querschnittstechnologie berührt XR viele Aspekte des digitalen Regelwerkes, sei es die KI-Verordnung oder der Umgang mit Daten“ so Brossardt. „Die EU bewegt sich hier glücklicherweise in die richtige Richtung. Die Einigung im KI-Omnibus sowie die Anstrengungen des Digital-Omnibus zur Synchronisierung bestehender Gesetze sind ein erster Schritt. Diesen Weg gilt es jetzt fortzuführen. Ein stabiler Rechtsrahmen für Planungssicherheit statt Null-Risiko-Denken: Das muss die Devise sein.“
