„Vor­bild­li­ches Enga­ge­ment für Tole­ranz und gegen Antisemitismus“

Amts­zeit von Patrick Nitz­sche endet nach vier Jahren

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Nitzsche
Sie alle kamen zur offiziellen Verabschiedung: Timmy Atay und Fiona Atay-Sandyk von der liberalen jüdischen Gemeinde Franken, Martin Arieh Rudolph von der Israelitischen Kultusgemeinde Bamberg, Oberbürgermeister Andreas Starke, Patrick Nitzsche, Zweiter Bürgermeister und Sozialreferent Jonas Glüsenkamp, Dr. Ramona Wenzel, Leiterin Amt für Inklusion, und Andreas Lösche als familiäre Begleitung (v.l.). Foto: Stadt Bamberg, Sonja Seufferth
Die Stadt Bam­berg war die ers­te Kom­mu­ne in Deutsch­land, die im Jahr 2022 einen Anti­se­mi­tis­mus­be­auf­tra­gen ein­führ­te. Die­ses Amt über­nahm Patrick Nitz­sche mit viel Ehr­geiz, Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein und Begeis­te­rung. Die ehren­amt­li­che Posi­ti­on soll erneut in einem Aus­wahl­ver­fah­ren ver­ge­ben wer­den, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Die Schu­le steht jetzt im Vor­der­grund: Nach vier Jah­ren als Anti­se­mi­tis­mus­be­auf­trag­ter der Stadt Bam­berg wird sich Patrick Nitz­sche nun mit vol­lem Fokus sei­ner Arbeit als Leh­rer an einer Mit­tel­schu­le wid­men. Dass ihm die Ver­mitt­lung von Wis­sen und ins­be­son­de­re Demo­kra­tie­bil­dung ein gro­ßes Anlie­gen ist, hat er in den ver­gan­ge­nen Jah­ren mehr als bewie­sen. So erin­ner­te Bam­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke in sei­ner Anspra­che beim offi­zi­el­len Ter­min der Ver­ab­schie­dung im Rat­haus zum Bei­spiel an einen Pro­jekt­tag zu Juden­tum und Anti­se­mi­tis­mus für alle Schul­klas­sen des The­re­sianums. Wei­te­re Schul­pro­jek­te, etwa am Dient­zen­ho­fer Gym­na­si­um oder an der Berufs­schu­le III, nutz­te Nitz­sche, um jun­ge Men­schen für anti­se­mi­ti­sche Strö­mun­gen zu sen­si­bi­li­sie­ren. „Sie haben sich vor­bild­lich in Bildungs‑, Auf­klä­rungs- und Sen­si­bi­li­sie­rungs­ar­beit enga­giert, um gegen Juden­hass, gegen Extre­mis­mus und gegen Gleich­gül­tig­keit vor­zu­ge­hen“, so der Oberbürgermeister.

Im Zuge der Inter­na­tio­na­len Wochen gegen Ras­sis­mus 2022 gelang es, im Gemein­de­saal der IKG Bam­berg gemein­sam mit jüdi­schen, christ­li­chen und mus­li­mi­schen Kin­dern einen Raum zur Begeg­nung und des Respekts unter­ein­an­der ent­ste­hen zu las­sen. Work­shops ziel­ten dar­auf, bei ange­hen­den Leh­re­rin­nen und Leh­rer das Bewusst­sein für Anti­se­mi­tis­mus zu schärfen.


Mit­wir­ken­der bei zahl­rei­chen Ver­an­stal­tun­gen und Projekten

Nitz­sche war ver­läss­li­cher Koope­ra­ti­ons­part­ner bei zen­tra­len Gedenk­ver­an­stal­tun­gen, Refe­rent bei zahl­rei­chen Work­shops und Vor­trä­gen ver­schie­de­ner Orga­ni­sa­ti­on und schärf­te stets auf kla­re und ein­dring­li­che Wei­se das Bewusst­sein für Anti­se­mi­tis­mus. Auch arbei­te­te Patrick Nitz­sche bei dem Pro­jekt „Faces for their names“ im Jahr 2024, unter ande­rem in der Vil­la Des­sau­er, mit, das sich mit der Erin­ne­rung an die Opfer des Holo­causts beschäf­tig­te. „Sie haben Ihr Amt mit gro­ßem Elan und star­ker inne­rer Über­zeu­gung aus­ge­füllt“, so Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke. Er for­der­te: „Es muss unser aller Ziel sein, dass Juden in Deutsch­land ihre Reli­gi­on frei aus­üben können.“

Sozi­al­re­fe­rent und Zwei­ter Bür­ger­meis­ter, Jonas Glüsen­kamp, bedank­te sich bei den bei­den jüdi­schen Gemein­den in Bam­berg. „Sie haben Patrick Nitz­sche unter­stützt und waren immer auch als Ansprech­part­ner greif­bar.“ Dem schei­den­den Anti­se­mi­tis­mus­be­auf­trag­ten selbst attes­tier­te er „außer­or­dent­lich viel Herz­blut bei sei­ner Arbeit. Die Mess­lat­te für die Nach­fol­ge liegt hoch“.

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