Unre­gel­mä­ßi­ge Läu­te­zei­ten bis 18. Juni möglich

His­to­ri­sche Glo­cken des Bam­ber­ger Doms wer­den untersucht

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Glocken
Die Glocken des Bamberger Doms werden in den kommenden Tagen umfassend untersucht. Foto: Manuel Werner
Die his­to­ri­schen Glo­cken des Bam­ber­ger Doms wer­den in den kom­men­den Tagen umfas­send unter­sucht. Des­halb steht das Schlag­werk der ins­ge­samt zehn Glo­cken in den bei­den Ost­tür­men seit dem heu­ti­gen Mon­tag (15. Juni) zeit­wei­se still, wie das Erz­bis­tum Bam­berg mit­teilt. Zudem kann es bis Don­ners­tag (18. Juni) zu unge­wohn­ten und unre­gel­mä­ßi­gen Läu­te­zei­ten kommen.

Glo­cken sind beim Läu­ten erheb­li­chen Belas­tun­gen aus­ge­setzt. Durch die Schwin­gun­gen von Glo­cke und Klöp­pel kön­nen sich im Lau­fe der Jahr­hun­der­te Ver­schleiß­erschei­nun­gen oder Ris­se bil­den. Auch die in den 1970-er Jah­ren ein­ge­bau­ten Stahl­jo­che wer­den dabei über­prüft. His­to­ri­sche Glo­cken gel­ten als beson­ders gefähr­det, wenn bereits vor­ge­schä­dig­te Berei­che belas­tet wer­den oder ungüns­ti­ge Läu­te­be­din­gun­gen vorliegen.

Mit den Unter­su­chun­gen ist das Euro­päi­sche Kom­pe­tenz­zen­trum für Glo­cken (ECC Pro­Bell) beauf­tragt. Die Exper­ten erfas­sen den Zustand und die Eigen­schaf­ten der Glo­cken­sys­te­me und erstel­len einen akus­ti­schen „Fin­ger­ab­druck“ der Instru­men­te. Für die Mes­sun­gen müs­sen die Glo­cken jeweils geläu­tet wer­den, wes­halb es zu den unre­gel­mä­ßi­gen Läu­te­zei­ten kommt. Das lit­ur­gi­sche Läu­ten zur Mor­gen- und Abend­mes­se fin­det wei­ter­hin wie gewohnt statt.

Ins­ge­samt zehn Glo­cken hän­gen in den bei­den Ost­tür­men des Bam­ber­ger Doms. Ihr Uhr­schlag prägt das Leben in der Stadt und ihr Geläut die Lit­ur­gie im Dom. Die bei­den ältes­ten Glo­cken hän­gen im Nord­ost­turm: die Kuni­gun­den­glo­cke aus der Zeit um 1200 und die gro­ße über fünf Ton­nen schwe­re Hein­richs­glo­cke aus dem Jahr 1311.

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