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Bamberg

Lauf­schu­he geschnürt, Freund­schaf­ten gestärkt

Städ­ti­sches Lauf­team star­tet bei Sokol-Lauf in Prag

Im Rah­men der Städ­te­part­ner­schaft war das Lauf-Team der Stadt Bam­berg jüngst zu Gast in Prag und nahm dort am tra­di­ti­ons­rei­chen Sokol-Lauf teil, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Acht moti­vier­te Läu­fe­rin­nen und Läu­fer gin­gen für Bam­berg an den Start und meis­ter­ten die anspruchs­vol­le Stre­cke auf dem male­ri­schen Petřín-Hügel mit Bravour.

Bei idea­lem Lauf­wet­ter und in bes­ter Stim­mung zeig­te sich ein­mal mehr, wie Sport Men­schen ver­bin­det – über Stadt- und Lan­des­gren­zen hin­weg. Der Sokol-Lauf bot nicht nur eine sport­li­che Her­aus­for­de­rung, son­dern auch die Gele­gen­heit zum per­sön­li­chen Aus­tausch mit den Gast­ge­bern in Prag.

Die Städ­te­part­ner­schaft zwi­schen Bam­berg und Prag1 för­dert seit über 30 Jah­ren den kul­tu­rel­len Aus­tausch, stärkt das Mit­ein­an­der und macht Euro­pa im Klei­nen erleb­bar – durch Begeg­nun­gen, Pro­jek­te und gemein­sa­me Erleb­nis­se wie den Sokol-Lauf. Das Lauf­team der Stadt Bam­berg dankt den Freun­din­nen und Freun­den aus der tsche­chi­schen Haupt­stadt für die Ein­la­dung und freut sich auf wei­te­re gemein­sa­me Schrit­te – im wahrs­ten Sin­ne des Wortes.

Mobi­le Kon­struk­tio­nen ver­schö­nern Bam­ber­ger Schul- und Kita-Höfe

Holz­mo­du­le für Schu­len und Kitas

Im Rah­men des För­der­pro­jek­tes Mit­Mach­Kli­ma ging 2024 eine soge­nann­te Wan­der­baum­al­le auf Tour, deren Modu­le jetzt eine neue Ver­wen­dung finden.

Im Rah­men des För­der­pro­jek­tes Mit­Mach­Kli­ma ging im Jahr 2024 unter gemein­sa­mer Initia­ti­ve von mach­bar Bam­berg e.V. und Bund Natur­schutz Bam­berg e.V. eine soge­nann­te Wan­der­baum­al­le im Stadt­ge­biet Bam­berg auf Tour. Die dafür eigens her­ge­stell­ten Holz­mo­du­le brach­ten fri­sches Grün in ver­sie­gel­te Stra­ßen­räu­me, schu­fen neue Auf­ent­halts­or­te und stärk­ten das nach­bar­schaft­li­che Mit­ein­an­der. Nach­dem die Wan­der­bäu­me bereits im Herbst 2024 dau­er­haft an ver­schie­de­nen Orten in der Stadt ein­ge­pflanzt wur­den, erhal­ten die Modu­le nun eine neue und lang­fris­ti­ge Ver­wen­dung an Schu­len und Kindertagesstätten.

„Die Initia­ti­ve trägt nicht nur zur Ver­schö­ne­rung der Schul- und Kita-Umfel­der bei, son­dern stärkt auch das Bewusst­sein für Umwelt- und Natur­schutz im All­tag“, so Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp. Ver­schie­de­ne Schu­len und Kitas aus Bam­berg beka­men die Gele­gen­heit, ihre Schul- und Pau­sen­hö­fe sowie Außen­be­rei­che mit­hil­fe der bepflanz­ba­ren Modu­le auf­zu­wer­ten und zu begrü­nen. Ob als Hoch­beet, Sitz­bank oder Kräu­ter­gar­ten – die Mög­lich­kei­ten sind viel­fäl­tig. Kin­der und Jugend­li­che ent­schei­den gemein­sam, ob die Holz­kon­struk­tio­nen künf­tig als grü­ner Auf­ent­halts­ort, sum­men­de Bie­nen­wei­de oder deko­ra­ti­ve Bepflan­zung genutzt wer­den. Die höl­zer­nen Modu­le wur­den direkt an die Ein­rich­tun­gen gelie­fert und kön­nen nach den eige­nen Vor­stel­lun­gen und Wün­schen gestal­tet und bepflanzt wer­den. Die Mate­ri­al- und Pflanz­kos­ten über­nahm das Pro­jekt MitMachKlima.

Advents­pro­jekt des Ver­eins „Freund statt fremd“

Geschenk­baum­ak­ti­on für geflüch­te­te Kin­der in Bamberg

Nach dem Erfolg im ver­gan­ge­nen Jahr ste­hen in der dies­jäh­ri­gen Vor­weih­nachts­zeit erneut Geschenk­bäu­me mit Wunsch­zet­teln im Rat­haus am Max­platz, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. Inter­es­sier­te kön­nen die Zet­tel abneh­men und die dar­auf fest­ge­hal­te­nen Wün­sche von geflüch­te­ten Kin­dern erfül­len. Kurz vor Weih­nach­ten ver­teilt „Freund statt fremd e.V.“ dann die Prä­sen­te an die Kin­der im Anker­zen­trum und in wei­te­ren Unterkünften.

Der Ver­ein „Freund statt fremd e.V.“ möch­te geflüch­te­ten Kin­dern in Bam­berg eine Freu­de berei­ten und Geschen­ke ver­tei­len. Auch das Bam­ber­ger Rat­haus am Maxi­mi­li­ans­platz 3 betei­ligt sich wie­der: Ein von den Markt­kauf­leu­ten gespon­ser­ter Weih­nachts­baum steht direkt im Foy­er beim Haupt­ein­gang im Erd­ge­schoss, der Schmuck wur­de vom Fair­trade-Laden „Con­ti­go“ zur Ver­fü­gung gestellt. Ein zwei­ter Baum von „Freund statt fremd“ steht ab sofort im Vor­zim­mer des Ober­bür­ger­meis­ters. Wei­te­re Geschenk­bäu­me sind außer­dem bei „Freund statt fremd“ in der Begeg­nungs­stät­te „Blaue Frie­da“, Schüt­zen­stra­ße 2a, sowie in den Kinos Licht­spiel, Unte­re König­stra­ße 34, und Ode­on, Luit­pold­stra­ße 25, auf­ge­stellt. Erst­mals mit dabei ist in die­sem Jahr ein wei­te­rer Stand­ort in der LuiO­ne-Can­ti­na, Luit­pold­stra­ße 53.

Wie die Geschenk­ab­ga­be genau funk­tio­niert, steht auf den Wunsch­zet­teln beschrie­ben. Bis zum 18. Dezem­ber 2025 kön­nen Wün­sche von geflüch­te­ten Kin­dern erfüllt wer­den. Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sind herz­lich ein­ge­la­den, sich an der Akti­on zu betei­li­gen. „Freund statt fremd“ bedankt sich schon jetzt von Her­zen für die groß­zü­gi­ge Unter­stüt­zung und wünscht eine schö­ne und besinn­li­che Adventszeit.

Guck­lö­cher am ver­hüll­ten Schau­fens­ter des Bür­ger­la­bors len­ken Blick auf über­ra­schen­des Motiv

„Das Geheim­nis der Demo­kra­tie“ entdecken

Mit blin­ken­den Lich­ter­ket­ten geschmückt zieht das Schau­fens­ter des Bür­ger­la­bors der Stadt Bam­berg in der Haupt­wach­stra­ße gera­de vie­le Bli­cke von Pas­san­tin­nen und Pas­san­ten auf sich. In gro­ßen, beleuch­te­ten Buch­sta­ben ist „Das Geheim­nis der Demo­kra­tie“ über die gesam­te Grö­ße des Schau­fens­ters zu lesen.

Dahin­ter ist alles mit Pack­pa­pier ver­hüllt – ledig­lich zwei klei­ne Guck­lö­cher ermög­li­chen den Blick ins Inne­re. Wer sich näher her­an­traut und durch eine der Öff­nun­gen blickt, trifft auf ein über­ra­schen­des Motiv.

Die auf­fäl­li­ge Akti­on ver­weist sym­bo­lisch dar­auf, dass jede ein­zel­ne Per­son für das Gelin­gen demo­kra­ti­scher Pro­zes­se unver­zicht­bar ist. Denn Demo­kra­tie lebt davon, dass Men­schen sich ein­brin­gen, Ver­ant­wor­tung über­neh­men, mit­ge­stal­ten und ihre Stim­me erhe­ben. Um das zu ver­deut­li­chen, braucht es nicht immer vie­le Worte.

„Wir möch­ten mit die­ser Akti­on auf ein­fa­che, aber wir­kungs­vol­le Wei­se zei­gen, dass Demo­kra­tie kein abs­trak­ter Begriff ist. Sie beginnt bei jeder und jedem von uns“, erklärt Hele­ne Hoh­mann von der Demo­kra­tie­för­de­rung der Stadt Bam­berg, die beim Amt für Inklu­si­on ange­sie­delt ist.

Die Akti­on nutzt bewusst das Schau­fens­ter als Medi­um. Schau­fens­ter sind all­täg­li­che Orte und Orte, die Men­schen im Vor­bei­ge­hen errei­chen. Ein kur­zer Blick kann Denk­an­stö­ße aus­lö­sen, Gesprä­che ansto­ßen und viel­leicht sogar dazu moti­vie­ren, sich stär­ker in das demo­kra­ti­sche Mit­ein­an­der einzubringen.

Inter­es­sier­te Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sind herz­lich ein­ge­la­den, das Schau­fens­ter in der Haupt­wach­stra­ße noch bis zum 5. Dezem­ber 2025 zu besu­chen und sich selbst ein Bild vom „Geheim­nis der Demo­kra­tie“ zu machen.

An den Advents­sams­ta­gen kann län­ger gebum­melt werden

Der Bam­ber­ger Weih­nachts­markt ist offi­zi­ell eröffnet

Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke, das Bam­ber­ger Christ­kind Frie­da Schegg und Georg F. Fischer von den Markt­kauf­leu­ten und Schau­stel­lern haben am Diens­tag­abend gemein­sam den gro­ßen Buz­zer gedrückt, um die Beleuch­tung am präch­ti­gen Weih­nachts­baum anzu­schal­ten: Damit ist der Bam­ber­ger Weih­nachts­markt am Max­platz und Grü­nen Markt offi­zi­ell eröff­net wor­den, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. Für die fest­li­chen Klän­ge sorg­ten die Don-Bosco-Musi­kan­ten und der Kin­der­chor der Rupprechtschule.

Noch bis zum 23. Dezem­ber 2025 laden 50 Markt­stän­de zum vor­weih­nacht­li­chen Bum­meln und Genie­ßen ein. Das geht in die­sem Jahr an den Advents­sams­ta­gen bis spät abends: Neben vie­len Innen­stadt­ge­schäf­ten, die bis 22 Uhr und in Ein­zel­fäl­len auch län­ger offen haben, dür­fen auch die Stän­de des Weih­nachts­mark­tes an den lan­gen Ein­kaufs­näch­ten am 29. Novem­ber 2025 sowie am 6., 13. und 20. Dezem­ber 2025 bis 22 Uhr geöff­net haben. Regu­lär hat der Weih­nachts­markt mon­tags bis don­ners­tags von 9.30 bis 20 Uhr, frei­tags und sams­tags jeweils von 9.30 bis 21 Uhr sowie an den Sonn­ta­gen von 11 bis 20 Uhr geöff­net. Außer­dem kann am 30. Novem­ber 2025 in der Innen­stadt am ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­tag von 13 bis 18 Uhr geshop­pt werden.

Auch der Niko­laus kommt wie­der zum Weih­nachts­markt – nicht wie ursprüng­lich ange­kün­digt am 5. Dezem­ber, son­dern am Sams­tag, 6. Dezem­ber – und ver­teilt ab 14 Uhr Scho­ko­la­de an die klei­nen und gro­ßen Besu­che­rin­nen und Besucher.


Kos­ten­lo­ser ÖPNV an den Adventssamstagen

Bür­ge­rin­nen und Bür­ger aus der der Stadt und dem Land­kreis kön­nen an den Advents­sams­ta­gen kos­ten­los die Bus­se und Züge des öffent­li­chen Nah­ver­kehrs nut­zen. Am 29. Novem­ber 2025 sowie am 6., 13. und 20. Dezem­ber 2025 müs­sen somit kei­ne Tickets gekauft wer­den. Die Kos­ten tra­gen die Stadt und der Land­kreis Bamberg.

Wer mit dem Auto nach Bam­berg kommt, kann an den Advents­sams­ta­gen den P+R‑Service der Stadt­wer­ke Bam­berg am Hein­richs­damm und der Kro­nacher Stra­ße für 50 Cent den gan­zen Tag nut­zen. Ein kos­ten­lo­ser Shut­tle fährt alle 15 Minu­ten in die Innen­stadt. Abends wer­den die Anla­gen von der Nacht­li­nie 936 bezie­hungs­wei­se 935 bedient. Die­se kön­nen an den Advents­sams­ta­gen eben­falls kos­ten­los genutzt werden.

Am ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­tag, 30. Novem­ber 2025, rich­ten die Stadt­wer­ke zwi­schen 12.30 und 18.30 Uhr einen Shut­tle-Dienst für die bei­den P+R‑Anlagen ein. Der P+R‑Platz Hein­richs­damm wird im 15-Minu­ten-Takt bedient, der P+R‑Platz in der Kro­nacher Stra­ße im 30-Minu­ten-Takt. Das Par­ken kos­tet 50 Cent, die Nut­zung der Shut­tle­bus­se ist kostenfrei.

Ehrung der bes­ten Wei­ter­bil­dungs­ab­sol­ven­tin­nen und ‑absol­ven­ten

Acht Meis­ter­preis­trä­ge­rin­nen und ‑trä­ger aus dem Raum Bamberg

Die 49 bes­ten der 425 Wei­ter­bil­dungs­ab­sol­ven­tin­nen und ‑absol­ven­ten, die ihren Abschluss bei der IHK für Ober­fran­ken gemacht haben, wur­den mit dem Meis­ter­preis der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung aus­ge­zeich­net, dar­un­ter auch acht aus dem Ein­zugs­ge­biet des IHK-Gre­mi­ums Bamberg.

Als gro­ßes Schwer­punkt­the­ma der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer für Ober­fran­ken Bay­reuth hat deren Vize­prä­si­dent Micha­el Bit­zin­ger die Stär­kung der beruf­li­chen Bil­dung bezeich­net. Bei der Ehrung der Meis­ter­preis­trä­ger in Bay­reuth sagt der Vize­prä­si­dent: Wir wol­len zei­gen, was die beruf­li­che Bil­dung kann: Sie bringt her­vor­ra­gend qua­li­fi­zier­te Fach­kräf­te her­vor und trägt dazu bei, die Zukunft unse­res Wirt­schafts­stand­orts Ober­fran­ken zu stär­ken. Alle Meis­ter­preis­trä­ger hät­ten Her­aus­ra­gen­des geleis­tet, so Bit­zin­ger. Er bezeich­net die Absol­ven­ten als Aus­hän­ge­schil­der der beruf­li­chen Bil­dung. Der Abschluss selbst sei ein ech­ter Meilenstein.

Die Prü­fun­gen hat­ten dies­mal 425 Absol­ven­ten in 14 ver­schie­de­nen Abschlüs­sen bestan­den. Beson­ders gefragt waren die Wei­ter­bil­dun­gen zum Wirt­schafts­fach­wirt und zum Indus­trie­meis­ter Metall. 49 der 425 Absol­ven­ten wur­den mit dem Meis­ter­preis der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung aus­ge­zeich­net. Die­sen Preis erhal­ten jeweils die 20 Pro­zent Prü­fungs­bes­ten einer Fach­rich­tung, sofern sie min­des­tens ein gut als Abschluss­no­te erzielt haben. Alle Absol­ven­ten erhal­ten zudem den Meis­ter­bo­nus der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung, er beträgt der­zeit 3000 Euro pro Person.

“Lebens­lan­ges Ler­nen” viel mehr als nur ein Schlagwort

Nichts ist so bestän­dig wie der Wan­del, zitiert IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Wolf­ram Brehm den grie­chi­schen Phi­lo­so­phen Hera­klit. Gefühlt erfin­de sich die Welt täg­lich neu: Ges­tern noch Fax­ge­rät, heu­te schon KI-gesteu­er­tes Pro­jekt­ma­nage­ment. Ges­tern noch Meis­ter­brief auf Per­ga­ment, heu­te digi­ta­le Kom­pe­tenz­zer­ti­fi­ka­te auf Lin­ke­dIn.” Aber genau dafür stün­den die Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten: Dafür, dass lebens­lan­ges Ler­nen kein lee­res Schlag­wort ist, son­dern geleb­te Rea­li­tät. Den Meis­ter­preis­trä­gern gibt der IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer mit auf den Weg: Blei­ben Sie neu­gie­rig, blei­ben Sie mutig und behal­ten Sie Ihren Humor, gera­de dann, wenn die KI mal wie­der denkt, sie kön­ne Ihren Job bes­ser machen.

Sich den Ver­än­de­run­gen zu stel­len und Her­aus­for­de­run­gen anzu­neh­men, dazu ruft der ober­frän­ki­sche Regie­rungs­vi­ze­prä­si­dent Tho­mas Engel die Absol­ven­ten auf. Als eine der größ­ten Her­aus­for­de­run­gen für die ober­frän­ki­sche Wirt­schaft bezeich­ne­te er die Gewin­nung von Fach- und Füh­rungs­kräf­ten. Als Prü­fungs­bes­te hät­ten die Meis­ter­preis­trä­ger ihre her­aus­ra­gen­de Leis­tungs­be­reit­schaft und ihr beson­de­res Enga­ge­ment ein­drucks­voll unter Beweis gestellt.

Acht erfolg­rei­che Meis­ter­preis­trä­ger aus dem Raum Bamberg

Die Meis­ter­preis­trä­ger aus dem Bereich des IHK-Gre­mi­ums Bam­berg sind: Ele­na Hack (Pett­stadt), Niklas Kalb (Bam­berg), Sophie Mar­tins (Hall­stadt), Rag­na Schal­ler (Brei­ten­güß­bach), Adria­ne Seitz (Frens­dorf), Anne Stöhr (Zap­fen­dorf), Lau­ra Weiß (Bam­berg) und Kath­rin Zeich­ner (Bam­berg).

Arbeit in luf­ti­ger Höhe

In der Regi­on Bam­berg klet­tern bei den Gerüst­bau­ern die Löhne

Ohne sie kommt kei­ne Far­be ans Haus: Für jeden Fas­sa­den­an­strich wer­den Gerüst­bau­er gebraucht. Die Gerüst­bau­er in der Regi­on Bam­berg sind auch dabei, wenn das Dach neu gedeckt, die Fas­sa­de gedämmt oder der Kirch­turm saniert wird. Ab Novem­ber bekom­men Gerüst­bau­er mehr Lohn, wie die IG Bau mitteilt.

„Alles, was über drei Meter hin­aus­geht, ist ein Fall für die Gerüst­bau­er. Sie machen einen har­ten Job. Gerüst­bau­er sind bei Wind und Wet­ter, bei Hit­ze und Käl­te im Ein­satz. Und dafür bekom­men sie jetzt mehr Geld“, sagt Uwe Beh­rendt von der Indus­trie­ge­werk­schaft BAU Oberfranken.

Ab Novem­ber bekom­men Gerüst­bau­er 7,5 Pro­zent mehr Lohn. „Ein erfah­re­ner Gesel­le hat dann gut 225 Euro mehr pro Monat in der Tasche, wenn er Voll­zeit arbei­tet“, sagt Uwe Beh­rendt. Das habe die IG BAU am Tarif­tisch für die Gerüst­bau­er erreicht. Ein wei­te­res Lohn-Plus gebe es dann im Herbst nächs­ten Jah­res. „Und vor­her steigt schon der Min­dest­lohn in der Bran­che.” Ab Janu­ar müs­se jeder, der auf dem Gerüst in der Regi­on Bam­berg arbei­te, min­des­tens 14,35 Euro pro Stun­de ver­die­nen. „Das sind 40 Cent mehr als bis­lang“, so Uwe Behrendt.

Außer­dem habe sich die Bau-Gewerk­schaft für den Nach­wuchs stark gemacht. Auch Azu­bis haben ab die­sem Monat mehr im Porte­mon­naie, so die IG BAU Ober­fran­ken. Zum Start der Aus­bil­dung bekom­me ein Azu­bi auf dem Gerüst ab sofort 1.125 Euro pro Monat. Im zwei­ten Aus­bil­dungs­jahr dann 1.300 Euro. „Und im drit­ten Jahr gehen Gerüst­bau­er-Azu­bis mit einer Aus­bil­dungs­ver­gü­tung von 1.550 Euro im Monat nach Hau­se“, sagt IG BAU-Bezirks­vor­sit­zen­der Uwe Behrendt.

“Mehr und Weniger”

Jah­res­aus­stel­lung des BBK Ober­fran­ken in der Vil­la Dessauer

Vom 11. Okto­ber bis 23. Novem­ber ver­an­stal­tet der Berufs­ver­band Bil­den­der Künst­le­rin­nen und Künst­ler Ober­fran­ken e.V. (BBK Ober­fran­ken) sei­ne Jah­res­aus­stel­lung in der Vil­la Des­sau­er. Ger­hard Schlöt­zer, Vor­stand des Ver­eins, stand uns für ein Inter­view zur Verfügung.
Herr Schlöt­zer, der BBK Ober­fran­ken lädt zu sei­ner Jah­res­aus­stel­lung in der Vil­la Des­sau­er ein. In die­sem Jahr unter dem Titel „Mehr und Weni­ger“. Was ver­birgt sich dahinter?

Ger­hard Schlöt­zer: Eine sehr reich­hal­ti­ge und viel­ge­stal­ti­ge Aus­stel­lung pro­fes­sio­nel­ler Kunst aus Ober­fran­ken, von Künst­le­rin­nen und Künst­lern, die ihren Wir­kungs­schwer­punkt hier haben, aber natür­lich auch über­re­gio­nal ver­netzt sind. Das alle aus­ge­stell­ten Wer­ke ver­bin­den­de The­ma ist das Span­nungs­ver­hält­nis von Mehr und Weni­ger. Von nicht genug und schon zu viel, von Eska­la­ti­ons­dy­na­mik und bewusst gewähl­tem Mini­ma­lis­mus. Die­se Span­nung ent­steht in allen Berei­chen mensch­li­cher Inter­ak­ti­on, muss tariert und aus­ge­hal­ten wer­den. Sie liegt fast allen Ent­schei­dungs­pro­zes­sen zugrun­de. Und vor allem im künst­le­ri­schen Schaf­fen ist die Fra­ge von Mehr und Weni­ger eine stän­di­ge Beglei­te­rin: Wie­viel tun, bis das Werk gut ist? Wann auf­hö­ren?
Uns als BBK fällt es auch schwer, auf­zu­hö­ren, denn nach­dem die Aus­stel­lung am 23. Novem­ber in der Vil­la Des­sau­er schließt, wan­dert sie wei­ter in die Aus­stel­lungs­hal­le des Neu­en Rat­hau­ses Bay­reuth und eröff­net dort in einer etwas klei­ne­ren Ver­si­on am 3. Dezem­ber um 18 Uhr.


Wie vie­le Künst­le­rin­nen und Künst­ler aus wel­chen Gen­res betei­li­gen sich in die­sem Jahr und was zei­gen sie im Besonderen?

Ger­hard Schlöt­zer: Die­ses Jahr sind es 34 Aus­stel­le­rin­nen und Aus­stel­ler, die sich mit Wer­ken oder Werkse­ri­en aus den Gen­res Zeich­nung, Film, Male­rei, Skulp­tur, Instal­la­ti­on, Papier­kunst, Objekt­kunst, Glas­kunst, Kera­mik, Tex­til­kunst, Foto­gra­fie und Mate­ri­al­kunst an der Aus­stel­lung betei­li­gen. Man­che von ihnen enga­gie­ren sich mit Füh­run­gen und Work­shops im umfang­rei­chen Begleit­pro­gramm.
In vie­len Fäl­len ist das ein­ge­setz­te Mate­ri­al Aus­gangs­punkt der künst­le­ri­schen Beschäf­ti­gung, indem es durch sei­ne Eigen­schaf­ten mehr oder weni­ger ver­än­dern­des Ein­grei­fen zulässt oder schon einen gewis­sen For­men­vor­rat anbie­tet, aus dem sich dann ein Gestal­tungs­pro­zess ent­wi­ckelt. So ist das zum Bei­spiel bei Johan­nes Schrei­ber, der von glä­ser­nen Bier­fla­schen aus­geht, sie zer­teilt, erhitzt, ver­biegt und die Ein­zel­tei­le neu anord­net. Bei Maria Söll­ner sind es ver­schie­den Arten von Pap­pen, die zer­schnit­ten und in Schau­käs­ten prä­sen­tiert Struk­tur­bil­der ent­ste­hen las­sen. Hubert Sowa zeigt einen klei­nen Aus­schnitt von cir­ca 600 klein­for­ma­ti­gen Zeich­nun­gen aus sei­nem 1.600 Zeich­nun­gen umfas­sen­den „Kro­nach Kor­pus“, die emblem­haft dar­ge­stellt All­tags­tä­tig­kei­ten zei­gen.
Anläss­lich des 100. Geburts­ta­ges unse­res lang­jäh­ri­gen, vor zwei Jah­ren ver­stor­be­nen Mit­glieds Ger­trud Tur­ban ist ein Raum der Vil­la Des­sau­er ihren Land­schafts­ma­le­rei­en gewidmet.

„Durch­stieg“, Foto: Adel­bert Heil
Was ist zudem bei der „Lan­gen Nacht“ zu erwarten?

Ger­hard Schlöt­zer: Am Sams­tag, dem 15. Novem­ber, ist die Aus­stel­lung bei frei­em Ein­tritt auch von 18 bis 24 Uhr für das Publi­kum geöff­net. Katha­ri­na Heub­ner wird gleich um 18:30 Uhr eine inter­ak­ti­ve Füh­rung durch die Räu­me anbie­ten, die die Wahr­neh­mungs­ka­nä­le vom Visu­el­len auf das Hören und Rie­chen erwei­tert. Von 20 bis 22 Uhr gibt es ein Kon­zert des Tri­os „One, Two, Three – Test“ mit Sounds aus Gitar­ren, Bass, E‑Piano und Glas­schleif­ma­schi­ne. Es lohnt sich, im Lau­fe des Abends ein­fach mal rein­zu­schau­en und Freun­de mit­zu­brin­gen. Außer­dem gibt es wie­der die obli­ga­to­ri­schen Getränke.

Seit wann gibt es den BBK Ober­fran­ken und wie ist der Ver­ein entstanden?

Ger­hard Schlöt­zer: Der BBK für Ober- und Unter­fran­ken wur­de am 5. Mai 1947 im Café Mül­ler in der Austra­ße gegrün­det. Seit die­ser Zeit ist er zusam­men mit dem Kunst­ver­ein einer der wesent­li­cher Trä­ger der Bil­den­den Kunst in Bam­berg. Spä­ter hat sich der BBK Unter­fran­ken in Würz­burg ange­sie­delt und wir waren nur noch für Ober­fran­ken zustän­dig. Dann haben die Regio­nal­ver­bän­de sich ihre Lan­des­ver­bän­de und den BBK-Bun­des­ver­band als ihre Dach­or­ga­ni­sa­tio­nen geschaf­fen, die unse­re wich­ti­gen kul­tur­po­li­ti­schen Anlie­gen auf den jewei­li­gen Ebe­nen vertreten.


Wel­che Künst­le­rin­nen und Künst­ler kön­nen dem BBK Ober­fran­ken bei­tre­ten und wie läuft das Auf­nah­me­ver­fah­ren ab?

Ger­hard Schlöt­zer: Alle pro­fes­sio­nel­len Künst­le­rin­nen und Künst­ler. Also sol­che, die eine abge­schlos­se­ne Aus­bil­dung an einer deut­schen Kunst­hoch­schu­le oder Aka­de­mie oder an einer ver­gleich­ba­ren aus­län­di­schen Insti­tu­ti­on haben. Und alle ohne die­se Aus­bil­dung, die pro­fes­sio­nel­len Kri­te­ri­en genü­gen. Die­se Kri­te­ri­en sind auf unse­rer Web­sei­te genannt und rich­ten sich nach denen unse­res Bun­des­ver­ban­des. Wir haben eine von den Mit­glie­dern gewähl­te Jury, die Werk­pro­ben von Bewer­bern begut­ach­tet und über die Auf­nah­me ent­schei­det. Ins­ge­samt kann man sich bis zu drei Mal bewer­ben. Bei Künst­le­rin­nen und Künst­lern mit ein­schlä­gi­ger Aus­bil­dung oder bei Über­trit­ten aus ande­ren BBKs ent­fällt die Jurierung.


Wie vie­le Mit­glie­der aus wel­chen ver­schie­de­nen Kunst­spar­ten zäh­len Sie aktu­ell und was macht eine Mit­glied­schaft im Ver­ein für die Künst­le­rin­nen und Künst­ler zudem aus?

Ger­hard Schlöt­zer: Aktu­ell haben wir 176 Mit­glie­der aus allen Kunst­spar­ten. Das geht von Per­for­mance bis zur Zeich­nung. Die Bil­den­de Kunst hat ja ihren Wir­kungs­be­reich seit Beginn des 20. Jahr­hun­derts immer wei­ter ver­grö­ßert, weit in die dar­stel­len­den Küns­te hin­ein. Ob etwas Kunst ist oder nicht erweist sich weni­ger durch das gewähl­te Gen­re oder die Tech­nik, son­dern durch die Hal­tung, die hin­ter der Pro­duk­ti­on steht.

Außer den spo­ra­di­schen Aus­stel­lungs­mög­lich­kei­ten und der damit ver­bun­de­nen öffent­li­chen Auf­merk­sam­keit für unse­re Mit­glie­der ist unser Haupt­exis­tenz­zweck, ein mög­lichst wirk­sa­mer Lob­by-Ver­band für die Inter­es­sen der gesam­ten Künst­ler­schaft zu sein. Da wur­de schon eini­ges bewirkt, vor allem durch unse­ren Bun­des­ver­band. Die Künst­ler­so­zi­al­kas­se und die Ver­wer­tungs­ge­sell­schaft Bild – Kunst gehen haupt­säch­lich auf sei­ne Initia­ti­ve und sein Wir­ken zurück. Es gibt aber auch noch vie­le Baustellen.

„Leer­gut-Schlan­gen“. Foto: Johan­nes Schreiber
Wel­che sind die wei­ter­füh­ren­den Auf­ga­ben des Vereins?

Ger­hard Schlöt­zer: Hier kann ich an mei­ne vor­he­ri­ge Ant­wort anschlie­ßen. Eine der vie­len Bau­stel­len, die es zu bear­bei­ten gilt, ist die bei einem Groß­teil der Künst­le­rin­nen und Künst­ler äußerst pre­kär hono­rier­te Berufs­aus­übung, die im Kon­trast steht zu den voll­mun­di­gen Ver­spre­chen in vie­len Län­der­ver­fas­sun­gen. In Bay­ern ist das der Arti­kel 140: „Kunst und Wis­sen­schaft sind von Staat und Gemein­de zu för­dern. Sie haben ins­be­son­ders Mit­tel zur Unter­stüt­zung schöp­fe­ri­scher Künst­ler, Gelehr­ter und Schrift­stel­ler bereit­zu­stel­len, die den Nach­weis erns­ter künst­le­ri­scher oder kul­tu­rel­ler Tätig­keit erbrin­gen.“ In vie­len Fäl­len ist es nicht mög­lich, aus kom­mu­na­ler Kul­tur­för­de­rung auch nur annä­hernd dem Min­dest­lohn ent­spre­chen­de Hono­ra­re für Kul­tur­schaf­fen­de zu bezah­len, wenn sie für öffent­lich prä­sen­tier­te Kul­tur­pro­jek­te tätig sind. Die Kom­mu­nen reden sich mit der ver­meint­li­chen Frei­wil­lig­keit die­ser Leis­tun­gen her­aus. In der Bil­den­den Kunst ist der Fall noch­mals kom­pli­zier­ter, weil mit der immer sel­te­ner rea­li­sier­ten Hoff­nung auf Werk­ver­käu­fe die Erwar­tung an Künst­ler ver­knüpft wird, die kom­plet­te Ket­te von der Erstel­lung der Wer­ke bis zur deren Prä­sen­ta­ti­on und Ver­mark­tung kos­ten­frei zu über­neh­men. Die­sem aus­beu­te­ri­schen Ansin­nen tritt der BBK ent­ge­gen, indem der Bun­des­ver­band zum Bei­spiel eine Publi­ka­ti­on mit Hono­rar­emp­feh­lun­gen für Aus­stel­lungs­ho­no­ra­re her­aus­ge­ge­ben hat, die über des­sen Web­sei­te zu bezie­hen ist und bei Ver­hand­lun­gen ver­wen­det wer­den soll­te. Frei­lich ist die Markt­macht des Künst­lers gering und für vie­le fami­li­är kofi­nan­zier­te Künst­le­rin­nen und Künst­ler scheint immer noch die öffent­li­che Auf­merk­sam­keit pri­mä­re Moti­va­ti­on und Lohn genug zu sein.


Wie lan­ge sind Sie selbst Vor­sit­zen­der und wor­in sehen Sie Ihren Schwerpunkt?

Ger­hard Schlöt­zer: Vor­sit­zen­der bin ich seit Mit­te 2014, zuvor war ich stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der, Schrift­füh­rer und Jury­mit­glied. Mein Schwer­punkt sind die berufs­po­li­ti­schen Zie­le unse­res Ver­ban­des und deren Umset­zung vor Ort. Auch für die Rea­li­sie­rung eines Aus­stel­lungs­rau­mes für zeit­ge­nös­si­sche Bil­den­de Kunst und ver­wand­te Kul­tur­spar­ten im gesam­ten Gebäu­de des Bam­ber­ger Kes­sel­hau­ses setz­te ich mich zusam­men mit ande­ren seit 2011 ein.


Wo möch­te der Ver­ein sich in Zukunft hin ent­wi­ckeln? Haben Sie aktu­ell Pläne?

Ger­hard Schlöt­zer: Wir sind in die­sem Jahr auf einen ganz guten Weg hin zur Pro­fes­sio­na­li­sie­rung unse­rer Ver­wal­tungs­pro­zes­se gekom­men. Das ist schon mal ermu­ti­gend. Ich wür­de ger­ne mehr Syn­er­gien mit ande­ren kul­tur­tra­gen­den Insti­tu­tio­nen, Ver­ei­nen und Initia­ti­ven auf den Weg brin­gen. Hier ist als guter Ansatz der Run­de Tisch Kul­tur in Bam­ber zu nen­nen… Plä­ne gibt es vie­le, aber ehren­amt­lich ver­füg­ba­re Zeit ist rar.

Dr. Umwuchts Tanz­pa­last prä­sen­tiert eige­nes Festival

„Wuch­ti­ver­sum“ in den Haas-Sälen

Am 7. Novem­ber kehrt Dr. Umwuchts Tanz­pa­last zurück in die Haas-Säle. Dort, wo 2018 die Release-Par­ty zur Ver­öf­fent­li­chung des ers­ten Albums statt­fand, wur­de im ver­gan­ge­nen Jahr erst­mals das eige­ne Fes­ti­val „Wuch­ti­ver­sum“ ver­an­stal­tet, die­ses Jahr folgt die zwei­te Auf­la­ge. Wir haben mit der Band, die in die­sem Jahr ihr fünf­zehn­jäh­ri­ges Bestehen fei­ern konn­te, auf ihre His­to­rie zurück- und auf das Wuch­ti­ver­sum vorausgeblickt.

Dr. Umwuchts Tanz­pa­last – das sind sechs Män­ner mit unter­schied­li­chen Hin­ter­grün­den, die in ver­schie­de­nen Etap­pen hier in Bam­berg über die Jah­re zusam­men­ge­fun­den haben und in der aktu­el­len Kon­stel­la­ti­on seit fünf Jah­ren gemein­sam musizieren.

Von der ursprüng­li­chen For­ma­ti­on sind noch drei der ursprüng­lich fünf Mit­glie­der an Bord, die im Janu­ar 2010 im Morph Club zum ers­ten Mal auf einer Büh­ne stan­den: Rai­mund Schlenk am Saxo­phon, Sän­ger, Pia­nist und Gitar­rist Tho­mas Kieß­lich sowie Andre­as Klenk an der Gitar­re. „Wir hat­ten von Anfang an ein gutes Gefühl“, blickt Andre­as Klenk zurück. „Es ging nicht dar­um, damit Erfolg zu haben. Wir woll­ten Spaß haben und uns gut fühlen.“

„Wir sind auf unter­schied­li­chen Wegen zu den Instru­men­ten gekom­men und wir kom­men auch immer noch auf unter­schied­li­chen Wegen zu Instru­men­ten“, weiß Bas­sist Niko­laus Durst, der 2015 zur Band stieß. „Wir erwei­tern lau­fend unser Spek­trum an Instru­men­ten. Inzwi­schen gibt es Syn­the­si­zer in der Band und neben Gitar­re und Bass auch noch wei­te­re Sai­ten­in­stru­men­te, wie bei­spiels­wei­se ein Cha­r­an­go aus Peru.“

Inspi­rie­ren ließ sich das ursprüng­li­che Ensem­ble, erin­nert sich Andre­as Klenk, von von Lie­der­ma­cher-Blues und Indie-Rock beein­fluss­ten Songs. Zunächst wur­de geco­vert, um sich aus­zu­pro­bie­ren und zu fin­den, und nach und nach habe sich das Gan­ze recht span­nend ent­wi­ckelt. „Musi­ka­lisch, aber auch instru­men­tal. Ich habe mal ein Cem­ba­lo geschenkt bekom­men. Und das ist auch zum Bei­spiel in unser zwei­tes Album 2022 mit ein­ge­flos­sen“, so Andre­as Klenk. An die­sem zwei­ten Album wirk­ten auch Gast­mu­si­ker mit, unter ande­rem Ale­na Mathis mit der Gei­ge, mit der die Band auch zuvor wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie koope­riert und 2020 das Lied „Anker“ remo­te ein­ge­spielt hat­te. In die­sem Jahr stieß auch Chris­ti­an Bal­ling zur Band, der als wah­rer Mul­ti­in­stru­men­ta­list die Band an Per­cus­sion, Syn­the­si­zer, Schlag­zeug oder Pia­no bereichert. 


Aus der Qua­ran­tä­ne zum 2. Album

„Die Ideen zu den Songs kom­men von Tho­mas, der ein super fei­nes Gespür hat für Melo­dien und vor allem die Tex­te schreibt“, so Niko­laus Durst. „Da kommt ganz viel von Tho­mas und von Andi, weil die mit Gesang und Akus­tik­gi­tar­re schon die Grund­struk­tur von einem Song haben.“ Wenn Text und eine Anfangs­me­lo­die ste­hen, mit, wie Andre­as schätzt, viel­leicht 30 Pro­zent ent­wi­ckel­ter Idee, geht die Band zusam­men ans wei­te­re Ver­fei­nern. „Dann sind wir zu sechst und ent­wi­ckeln das gemein­sam. Wir sind kein Orches­ter mit Diri­gent oder Kom­po­nist, der zen­tral Ansa­gen macht. Das kommt am Ende vom gemein­sa­men Gefühl und es klappt am Ende – immer noch.“ 

„Und dann gehen wir bei 80 Pro­zent meis­tens schon auf die Büh­ne und die letz­ten 20 Pro­zent wer­den erst mit der Live-Pro­bung sozu­sa­gen dann noch umge­setzt“, ergänzt Niko­laus Durst. „Des­we­gen spie­len wir jetzt vie­le von den Songs ein­fach schon, bevor wir sie dann erst­mal auf­neh­men, weil wir dann eben auch bes­ser erfah­ren kön­nen, wie sie funktionieren.“

Niko­laus selbst ist der Arran­geur in der Band. „Niki ist ein super Musi­ker, hat ein Musik-Theo­rie-Ver­ständ­nis und kann super arran­gie­ren“, fügt Andre­as Klenk an. „Er kann auch für ande­re Melo­dien mitentwickeln.“

Niko­laus Durst hat Spaß dar­an, eine Dra­ma­tur­gie ein­zu­bau­en, abzu­stim­men, wie sich das Lied ent­wi­ckeln kann, wer wann wie­viel spielt und wer pau­siert. „Das ist auch immer eine gro­ße Auf­ga­be, das ent­spre­chend dann auch so zu ver­mit­teln, dass alle zufrie­den sind mit dem, was sie tun. Aber das hat sich so ganz gut eingespielt.“

Gitar­rist Andre­as Klenk beim „Wuch­ti­ver­sum“ im ver­gan­ge­nen Jahr. Foto: Lukas Pförtsch

2020 hät­te die Band ihr bis dahin größ­tes Kon­zert­jahr haben kön­nen, aller­dings fie­len alle Kon­zer­te dem Aus­bruch der Coro­na-Pan­de­mie zum Opfer. Damals hat­ten sie glück­li­cher­wei­se etwa ein Dut­zend unver­öf­fent­lich­ter Songs auf Hal­de und ent­schie­den sich, ihr zwei­tes Album zu pro­du­zie­ren. Die­ses wur­de 2021 auf­ge­nom­men und 2022 ver­öf­fent­licht. Zum Pro­du­zie­ren ging die Band in ein Haus in der Nähe von Holl­feld, wo die Sechs für eini­ge Tage unter sich waren und gemein­sam mit dem Bam­ber­ger Pro­du­zen­ten Dani­el Scho­bert auf­neh­men konn­ten. Was ent­stand war einer­seits das Album, ande­rer­seits, so wird es von Tei­len der Band gese­hen, auch ein noch stär­ke­rer Zusam­men­halt. Ohne die­ses Pro­jekt, mut­ma­ßen die Mit­glie­der, hät­te sich das gesam­te Band­pro­jekt mög­li­cher­wei­se zer­lau­fen auf­grund der ein­ge­schränk­ten Kon­takt-Mög­lich­kei­ten wäh­rend der Pandemie. 

7. Novem­ber: Das „Wuch­ti­ver­sum“ kehrt zurück

Zwi­schen­zeit­lich ent­stand im ver­gan­ge­nen Jahr die EP „Wir neh­men die Situa­ti­on sehr ernst“ mit drei Lie­dern, wei­te­re vier Lie­der sind der­zeit in der Schub­la­de, aus der sie für Kon­zer­te geholt wer­den. Auch im Herbst wer­den die­se gespielt, genau­er am 7. Novem­ber, wenn das „Wuch­ti­ver­sum“ wie­der in die Haas-Säle kommt, bei dem die Band auch als Ver­an­stal­ter agiert. Andre­as Klenk ist haupt­be­ruf­lich Kon­zert­ver­an­stal­ter, was der Band bei eige­nen Ver­an­stal­tun­gen die Mög­lich­keit bie­tet, Exper­ti­se in Sachen Manage­ment und Orga­ni­sa­ti­on von Kon­zer­ten oder Fes­ti­vals ein­zu­brin­gen. Als wei­te­re Acts neben Dr. Umwuchts Tanz­pa­last sind Prin­cipess dabei aus, nach eige­ner Defi­ni­ti­on, der nörd­lichs­ten Stadt Ita­li­ens, näm­lich Mün­chen, und Tan­te Samu­el aus Dresden.

Die Idee zum Wuch­ti­ver­sum ent­stand 2023 nach einer Pro­be. Niko­laus Durst woll­te wie­der in den Haas-Sälen spie­len, so wie beim Release-Kon­zert 2018. Eine Release-Par­ty zu Album zwei „Im Zen­trum der Wirk­lich­keit“ war coro­nabe­dingt ins Was­ser gefal­len. Er woll­te eine Art Legi­ti­ma­ti­on, wie­der in den Haas-Sälen zu sein, und hat 2023 nach einer Pro­be vor­ge­schla­gen, eine Art Fes­ti­val auf die Bei­ne zu stel­len, dem Gan­zen einen zu Titel, um es von einem gewöhn­li­chen Kon­zert abzu­he­ben. Von Schlag­zeu­ger David Grimm kam der Vor­schlag „Wuch­ti­ver­sum“ als Titel für das Fes­ti­val. „Die Wort­be­deu­tung erschließt sich natür­lich von selbst – der Band­na­me ver­kup­pelt mit dem Wort Uni­ver­sum. Wir haben auch einen Song, der „Uni­ver­sum (ohne Hose)“ heißt, wit­zi­ger­wei­se, der schon seit sehr, sehr lan­ger Zeit in unse­rem fes­ten Pro­gramm ist und der auch immer live ein­fach eine sehr siche­re Num­mer ist“, erläu­tert Niko­laus Durst.

Die Band spielt grund­sätz­lich rela­tiv sel­ten in Bam­berg, um sich nicht abzu­nut­zen, sel­ten gibt es mehr als zwei Auf­trit­te pro Jahr in der Dom­stadt. Zuletzt trat sie im Som­mer auf dem Uni­fest auf. Nun ist der Gedan­ke der, sich auf eine Out­door-Ver­an­stal­tung und das eige­ne Fes­ti­val als Indoor-Ver­an­stal­tung zu beschränken. 

Als wei­te­re Acts für das Wuch­ti­ver­sum war der Gedan­ke, Bands ein­zu­la­den, die einer­seits nicht aus Bam­berg sind und mit denen die Jungs ent­we­der schon auf der Büh­ne stan­den oder mit denen sie ger­ne mal auf der Büh­ne ste­hen wol­len. „Also Bands, die wir ein­fach wirk­lich gut fin­den. Von denen wir nicht nur mal gehört haben, son­dern wirk­lich, die min­des­tens einer oder zwei von uns schon mal gese­hen haben muss. Es soll ein Bezug dahin sein, um auch ein biss­chen die­sen Fami­ly-Cha­rak­ter, den das Wuch­ti­ver­sum auch haben soll, ein biss­chen zu unter­strei­chen. Bam­berg hat ein tol­les Publi­kum. Und wir möch­ten ger­ne ein­fach Bands, die wir geil fin­den, wo wir sagen, ihr müsst mal in Bam­berg spie­len. Die wol­len wir her­ho­len und dann die Büh­ne mit denen tei­len“, umschreibt Niko­laus Durst.

Sän­ger Tho­mas Kieß­lich beim „Wuch­ti­ver­sum“ im ver­gan­ge­nen Jahr. Foto: Lukas Pförtsch

„Das ist eine sehr, sehr schö­ne Sache, weil wir auch gemein­sam kura­to­ri­sche Arbeit machen und nicht nur Künst­ler des Abends sind, son­dern als aus­rich­ten­de Ver­an­stal­ter auch über Gestal­tung und Pro­gramm ent­schei­den kön­nen“, ergänzt Andre­as Klenk. Die ers­te Auf­la­ge im ver­gan­ge­nen Jahr sei bereits ein guter Erfolg gewe­sen, dem­entspre­chend opti­mis­tisch geht die Band das dies­jäh­ri­ge Fes­ti­val an.

Auf­ge­fal­len ist beim letz­ten Mal, wie Tho­mas Kieß­lich erzählt, dass das Publi­kum in sei­nem Alters­spek­trum brei­ter gewor­den ist. Er erin­nert sich auch noch gut dar­an, dass er wäh­rend der After­show-Par­ty im ver­gan­ge­nen Jahr auf der Tanz­flä­che stand und alle, die noch da waren, „in so einer glück­se­lig, bier­se­lig, tanz­se­li­gen Stim­mung waren, und ganz vie­le sind her­ge­kom­men und haben sich rich­tig bedankt. Nicht nur für das Kon­zert von uns, son­dern dafür, dass mal wie­der was los ist in der Stadt, weil die Tanz­ge­le­gen­hei­ten ja eher begrenzt sind.“

Wäh­rend letz­tes Jahr das Fes­ti­val im Okto­ber statt­fand, woll­te die Band dies­mal, wie Tho­mas Kieß­lich erwähnt, hin­ter die Grip­pe­wel­le kom­men. Im ver­gan­ge­nen Jahr sei die gesam­te Band in der Woche vor­her krank gewor­den, Niko­laus Durst hat sogar das Kon­zert noch krank gespielt. Den­noch hat er das Cate­ring für Alle über­nom­men. „Er hat eine ganz tol­le Kür­bis­kar­tof­fel­sup­pe gekocht“, erin­nert sich Andre­as Klenk. Es ist also anzu­neh­men, dass auch dies­mal kuli­na­risch bes­tens für die auf­tre­ten­den Künst­le­rin­nen und Künst­ler gesorgt sein wird. Als wei­te­re Begrün­dung für den Novem­ber-Ter­min fügen die Jungs an, dass natür­lich der neue Ter­min auch eine Fra­ge der Ver­füg­bar­keit der Loca­ti­on war.

Als DJ bei der After­show-Par­ty fun­giert wie beim Album-Release 2018 von Dr. Umwuchts Tanz­pa­lasts ers­tem Album sowie beim ers­ten Wuch­ti­ver­sum im ver­gan­ge­nen Jahr Tan­te Samu­el, der zwi­schen­zeit­lich auch die Band mehr­mals ein­ge­la­den hat, auf Fes­ti­vals zu spie­len, auf denen auch er auf­trat. „Tan­te Samu­el ist ein freund­schaft­lich gese­hen sehr alter Freund, mit dem wir schon sehr viel zusam­men­ge­ar­bei­tet haben“, so Niko­laus Durst. „Und dann haben wir noch die Band Prin­cipess dabei aus der nörd­lichs­ten Stadt Ita­li­ens, näm­lich Mün­chen. Die femi­nis­ti­sche Ret­tung des Italo-Pops. So die Selbst­be­zeich­nung. Das sind drei super Musi­ke­rin­nen. Sie spie­len Orgel, Bass und Schlag­zeug, sie alle sin­gen gut und machen eine ver­dammt gute Show und haben super Tex­te und super Songs.“

Die­se Band wur­de bereits von Andre­as Klenk in Nürn­berg ver­an­stal­tet und Niko­laus Durst und er haben sie im Janu­ar auch zum ers­ten Mal gese­hen und sie ent­spre­chend für Bam­berg ange­fragt. Für Prin­cipess wird es Bam­berg-Pre­mie­re sein. „Sie wer­den den Abend musi­ka­lisch eröff­nen“, so Andre­as Klenk.

Von Dr. Umwuchts Tanz­pa­last selbst wird das gewohn­te Pro­gramm um neue Pro­gramm­punk­te ergänzt zu hören sein, auch wer­den neue Songs Pre­mie­re fei­ern. Ange­spro­chen wer­den sol­len mit dem Fes­ti­val schließ­lich alle Men­schen, „die uns ein­fach ger­ne sehen wol­len und davon, das darf man schon sagen, gibt es nicht weni­ge in der Stadt“, weiß Andre­as Klenk. Niko­laus Durst freut sich sehr auf den Auf­tritt von Prin­cipess und betont, er sehe das Fes­ti­val auch „als ein Geschenk an uns selbst, weil wir ein­fach mit tol­len wei­te­ren Bands spie­len dür­fen.“ Wenn es in die­sem Jahr wie­der so erfolg­reich abläuft wie 2024, sind die Jungs sich einig, möge es ger­ne in einem jähr­li­chen Zyklus fort­ge­setzt werden.

Rund 300 Gäs­te fei­er­ten im Ziegelbau

Emo­tio­na­le Sport­ga­la des För­der­kreis goolkids

Zum sieb­ten Mal fand am ver­gan­ge­nen Sams­tag (25. Okto­ber) die gool­kids-Sport­ga­la statt. Die Klam­mer des Abends bil­de­te Initia­tor Robert Bartsch. Zu Beginn blick­te ein Ein­spiel­film, mit Bartsch als Erzäh­ler, auf die Anfän­ge des För­der­krei­ses zurück. Und am Ende der Gala über­rasch­te das Team von gool­kids sei­nen Grün­der mit dem Video „Dan­ke, Robert!“. Unter gro­ßer Rüh­rung, sowohl im Publi­kum als auch auf der Büh­ne, ver­deut­lich­te der Film noch ein­mal das Aus­maß von Bartsch‘ Enga­ge­ment der ver­gan­ge­nen zehn Jah­re. Die Gäs­te reagier­ten mit ste­hen­den Ova­tio­nen. Doch der Abend hat­te noch vie­le wei­te­re tol­le und emo­tio­na­le Momen­te zu bieten.

Dem Ein­spie­ler folg­te die Begrü­ßung durch Mode­ra­tor Mat­thi­as „Ste­go“ Ste­ger und anschlie­ßend ein Gruß­wort von Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Starke.

Danach betra­ten die gool­kids-Vor­stän­de Anna Nie­der­mai­er und Wolf­gang Heyder gemein­sam mit Wil­fried Käm­per vom Namens­ge­ber Magnat die Büh­ne, zeig­ten sich selbst begeis­tert von der Ent­wick­lung in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren und gaben einen kur­zen Abriss über die unter­schied­li­chen Pro­jek­te unter dem gookids-Dach.

Zum Pro­jekt Inklu­si­ons-Fuß­ball, das in Zusam­men­ar­beit von gool­kids mit dem FV 1912 Bam­berg läuft, kam der stell­ver­tre­ten­de 12-er-Kapi­tän Andre­as Güß­re­gen zu einem kur­zen Inter­view mit Mode­ra­tor Ste­ger auf die Büh­ne, zum Fit­ness-Pro­jekt Reha­Fit Trai­ner Franz Bezold gemein­sam mit drei sei­ner Ath­le­tIn­nen. Initia­tor Robert Bartsch infor­mier­te über das Sam­mel­cen­ter, das qua­si direkt mit gool­kids vor zehn Jah­ren star­te­te und dazu dient, bedürf­ti­ge Kin­der mit Sport­kla­mot­ten zu ver­sor­gen. In die­sem Zusam­men­hang über­reich­te er Lilo Fischer, „ohne die das Sam­mel­cen­ter nicht mög­lich wäre“, einen Blu­men­strauß und dank­te ihr von gan­zem Her­zen. Von ihr erhielt er umge­hend die Zusa­ge, solan­ge es ihr gesund­heit­lich mög­lich ist, für gool­kids da zu sein. 


Ste­hen­de Ova­tio­nen für Grün­der Robert Bartsch

Dr. Schön­ber­ger stell­te im Namen des Bam­berg Gut­schein-Teams die Akti­on „3 x Glück“ vor, bei der ein Teil des Erlö­ses gekauf­ter Gut­schei­ne an vier Pro­jek­te geht. Begüns­tig­te sind neben dem För­der­kreis gool­kids die Stif­tung Zir­kus Gio­van­ni, der För­der­ver­ein der Lebens­hil­fe Bam­berg „Hand in Hand“ und das Kin­der- und Jugend­hos­piz Sternenzelt.

gool­kids-Sozi­al­päd­ago­gin Lis­ca Dogan gab ein Feed­back über Pro­jek­te wie „Roll­stuhl­sport macht Schu­le“ und die Inklu­si­ons­mes­se und blick­te auf den Bene­fiz-Lauf­treff am 6. Dezem­ber, bevor die Ath­le­tIn­nen, die bei den Spe­cial Olym­pics Medail­len gewan­nen, und ihr Trai­ner Udo Pörsch­ke mit „Ste­go“ spra­chen und Hans Mar­tin Lech­ner vom Lions Club Resi­denz über den Bam­ber­ger Advents­ka­len­der infor­mier­te. Um auch wei­ter­hin das Pro­jekt „Roll­stuhl­sport macht Schu­le“ sichern zu kön­nen, über­reich­te Mathi­as Polz, Mar­ke­ting­lei­ter der Spar­kas­se Bam­berg, einen Scheck.

Die Band Hea­ven sorg­te für die musi­ka­li­sche Unter­hal­tung der Gala und ver­stei­ger­te außer­dem ein Wohn­zim­mer­kon­zert, für wel­ches Mat­thi­as Ste­gers Kum­pel den Zuschlag erhielt.

Emo­tio­nal wur­de es, als Johan­nes Gras­ser zum Bot­schaf­ter ernannt wur­de. Der jun­ge Mann, lebt seit sei­ner Geburt mit Tetras­pas­tik und stellt sich den­noch zeit sei­nes Lebens neu­en kör­per­li­chen Her­aus­for­de­run­gen, sei es ein Sprung mit dem Roll­stuhl vom Sprung­brett im Schwimm­bad, oder das Klet­tern auf den Zucker­hut in Rio de Janei­ro. Mitt­ler­wei­le ist er als Spea­k­er aktiv und hat vor einem Jahr das Buch „Mich bremst nie­mand aus“ ver­öf­fent­licht. Bei der Ernen­nung und den jewei­li­gen Wort­bei­trä­gen von Mode­ra­tor, gool­kids-Vor­stand­schaft und Johan­nes Gra­ser selbst hat­ten alle auf der Büh­ne Anwe­sen­den mit ihren Emo­tio­nen zu kämp­fen und im Saal war es still wie den rest­li­chen Abend nicht mehr.

Im Anschluss ging es an die Ver­lei­hung von gool­kids-För­der­prei­sen und die Ehrun­gen von Spie­le­rin und Spie­ler des Jah­res, Mann­schaft des Jah­res bei den Damen und Mann­schaft des Jah­res bei den Her­ren sowie des Funk­tio­närs des Jahres.

Die vier gool­kids-För­der­prei­se gin­gen an den MTV Bam­berg, das Pro­jekt „Wir Hel­den“, Heiner´s Traum­elf und den FV 1912 Bam­berg. Mit die­sen Aus­zeich­nun­gen wür­digt gool­kids Inklu­si­ons-Pro­jek­te und hofft, dadurch wei­te­re der­ar­ti­ge Pro­jek­te anzuregen.

Anschlie­ßend wur­den je drei nomi­nier­te Fuß­bal­le­rIn­nen bezie­hungs­wei­se Mann­schaf­ten in Ein­spie­lern vor­ge­stellt, bevor die Sie­gen­den ver­kün­det wur­den. Bei den Damen räum­te die SpVgg Ebing ab, stell­te mit Caro­li­ne Eberth die Spie­le­rin des Jah­res sowie mit der 2. Mann­schaft die Mann­schaft des Jah­res. Spie­ler des Jah­res wur­de Nico Imhof vom VfL Mürs­bach, Mann­schaft des Jah­res bei den Her­ren der SC Kem­mern, und als Funk­tio­när des Jah­res wur­de Sascha Dorsch vom FC Ein­tracht Bam­berg ausgezeichnet.

Zum Ende trat noch­mals die gool­kids-Vor­stand­schaft sowie Robert Bartsch auf die Büh­ne, um ihren Dank aus­zu­spre­chen an Alle im Back­of­fice, an Mode­ra­tor Mat­thi­as Ste­ger und an alle Spon­so­ren, die die­sen Abend ermög­lich­ten. In die­sem Zuge über­rasch­te das gool­kids-Team Initia­tor Robert Bartsch mit einem Ein­spiel­film über ihn mit Sze­nen aus den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren mit dem Titel „Dan­ke, Robert“.

„Der Abend war eine emo­tio­na­le Zeit­rei­se mit wun­der­ba­ren Men­schen und Höhe­punk­ten!“, zeig­te sich Bartsch bewegt. „Wir haben als Team weit mehr erreicht als im ers­ten Schritt gedacht war. Dass unser Stre­ben nach mehr Inklu­si­on im Sport so gut ankommt, hät­te ich vor­her nie erwar­tet”, ergänz­te er im Rück­blick auf sei­ne Visi­on von vor rund 10 Jah­ren. „Doch gera­de für eine inklu­si­ve Sport­welt gibt es noch viel zu tun. Aber durch unse­ren posi­ti­ven Anfang wer­den wir die nächs­ten Mei­len­stei­ne höchst moti­viert anpacken.“

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