OB Niedermaier: „Gute Arbeit muss fortgesetzt werden“
Stadtrat unterstützt Neuorganisation des Referats für Bildung, Schulen und Sport mit bewährten Kräften
Gabriele Kepic bleibt Referentin für Bildung, Schulen und Sport. Sie übernahm vor zwei Jahren interimsweise im Rahmen der Einführung des Ganztagesanspruch die Position, nun folgt die dauerhafte Übertragung der Aufgabe durch Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
„Gabriele Kepic ist vom ersten Tag als Referentin die offenen Themen beherzt angegangen und hat Lösungen für sie gefunden. Das Thema Bildung ist bei ihr bestens aufgehoben, deshalb betraue ich sie dauerhaft mit der Leitung des Referats“, erklärt Niedermaier.
In der jüngsten Vollsitzung holte sich das Stadtoberhaupt auch die mehrheitliche Rückendeckung des Stadtrats für diese Entscheidung. Bürgermeister und Personalreferent Jonas Glüsenkamp freut sich über die Entwicklung: „Gabriele Kepic ist seit Jahren eine ganz wichtige Kraft in unserer Verwaltung – zunächst im Sozial‑, dann im Schulreferat. Sie treibt Themen mit viel Energie voran.“ Kepic bedankt sich für das Vertrauen „und die Wertschätzung für meine Arbeit, die mit dieser unbefristeten Verlängerung meiner Tätigkeit verbunden ist.“
Mit der Festlegung auf die Leitung geht eine Neuorganisation des Referats einher. Das Amt für Bildung, Schulen und Sport firmiert künftig unter dem Namen Amt für Schulen und Bildungsplanung und wird von Marianna Heusinger geleitet, die in den vergangenen zwei Jahren das Bildungsbüro überzeugend geführt hat. Heusinger habe sich hier bewährt und „die mit dem Ganztagesanspruch für Grundschulkinder einhergehenden Herausforderungen kompetent und erfolgreich angepackt“, lobt Kepic.
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Beerdigungen durch Ehrenamtliche
Ehrenamtliche als Begräbnisleitungen qualifiziert
Das Erzbistum Bamberg hat in einem Pilotprojekt erstmals Ehrenamtliche zu Begräbnisleitungen ausgebildet, um Pastoralteams bei der Durchführung von Trauerfeiern zu unterstützen und zu entlasten, wie das Erzbistum Bamberg mitteilt.
Acht Teilnehmende absolvierten in den letzten Monaten ein Schulungsprogramm mit Präsenztagen, Online‑Modulen und Hospitationen. Bei einer Beauftragungsfeier in St. Bonifaz Nürnberg bekamen sie am Donnerstag von Erzbischof Herwig Gössl ihre Urkunden überreicht und können ab sofort Trauerfeiern leiten. Begleitet wurde die Ausbildung von erfahrenen Seelsorgern, die den Ehrenamtlichen auch künftig als Supervisoren zur Seite stehen. Die Inhalte des Kurses reichten von liturgischen und organisatorischen Grundlagen über die Gestaltung von Ansprachen bis hin zur Trauerbegleitung.
Vor dem Hintergrund sinkender Zahlen hauptamtlicher Seelsorger und gleichzeitig steigender Bestattungszahlen verfolge das Erzbistum einen praxisorientierten Ansatz, um die pastoralen Kapazitäten in den Gemeinden zu sichern, erklärt Andreas Lurz, Leiter des Ausbildungskurses und Nürnberger Stadtdekan. „Da Begräbnisleitungen keine Sakramente spenden, darf dieser Dienst von ehrenamtlichen Kräften übernommen werden“, so Lurz. Die Menschen in den Gemeinden könnten und wollten Verantwortung übernehmen. Die durchlaufene Qualifizierung solle sicherstellen, dass dies fachlich fundiert und einfühlsam geschieht, sagt der Ausbildungsleiter.
Neben Einheiten zu liturgischen Grundlagen und rechtlichen Rahmenbedingungen setzte der Kurs bewusst auf praktische Lernformen: Die Teilnehmenden arbeiteten an fiktiven Trauerfällen, verfassten Ansprachen, wählten Liedgut aus und probten den Ablauf von Feiern — sowohl in der Aussegnungshalle als auch am Grab. Ergänzt wurden die Übungen durch seelsorgerliche Anleitung, Gespräche zur Trauerpsychologie und Reflexion persönlicher Motivationen.
Die Nürnbergerin Sylvia Suppmann kam durch ihre eigene Lebensgeschichte auf die Idee, Begräbnisleiterin zu werden: „Mein erster Todesfall war meine Mutter – da war ich 20“, erzählt sie im Gespräch. Später starb ihr Mann und hinterließ drei gemeinsame Kinder. Bewältigt hat Suppmann diese schwere Zeit durch ihren Glauben. Diese Erfahrungen möchte sie nun in die Arbeit mit anderen Trauernden einbringen, zu der sie sich mittlerweile immer stärker berufen fühlt: „Ich möchte erspüren, was die Angehörigen gerade brauchen – und ihnen Hoffnung mitgeben.“
Für Ausbildungsleiter Lurz steht fest, dass die Absolventinnen und Absolventen des Pilotkurses hochmotiviert sind, ihren Dienst „aus einer tiefen inneren Überzeugung heraus“ antreten und eine Bereicherung für die Seelsorge vor Ort darstellen. Das Erzbistum plant eine Evaluation des Projekts hinsichtlich der Übertragbarkeit auf andere Regionen, des Schulungsbedarfs und der Betreuungsstrukturen für Ehrenamtliche. Bei positiven Erfahrungen wird es aller Voraussicht nach schon bald weitere Ausbildungskurse für ehrenamtliche Begräbnisleitungen geben.
Bei der Beauftragungsfeier bezeichnete Erzbischof Herwig Gössl den Dienst am Grab als einen besonders sensiblen Moment kirchlichen Handelns. Wer sich dafür ausbilden lasse, schenke den Trauernden Zeit, Nähe und Hoffnung – und leiste damit „einen unschätzbaren Beitrag für unsere Seelsorge“, so Gössl. Der Erzbischof dankte den ehrenamtlichen Begräbnisleitungen für ihr Engagement, welches zeige, wie sehr Verantwortung und wichtige Aufgaben der Seelsorge in den Gemeinden von den Gläubigen mitgetragen werden. Ohne die Mithilfe von Ehrenamtlichen sei pastorale Arbeit „nicht mehr denkbar und auch nicht wünschenswert“, sagte der Erzbischof.
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„Die Liebe rechnet nicht“
Erzbischof Gössl weiht Daniel Hartmann im Bamberger Dom zum Priester
Erzbischof Herwig Gössl hat am gestrigen Samstag den 26-jährigen Daniel Hartmann zum Priester geweiht, wie das Erzbischöfliche Ordinariat Bamberg mitteilt. In dem feierlichen Weihegottesdienst im Bamberger Dom rief Gössl den Neupriester dazu auf, seinen Dienst aus einer Haltung der selbstlosen Liebe heraus zu leben.
„Die Liebe rechnet nicht. Sie gibt im Übermaß, reichlich mit Segen“, zitierte der Erzbischof in seiner Predigt den Apostel Paulus. Daniel Hartmann stelle sich mit der Priesterweihe ganz in den Dienst Gottes und der Menschen. „Sie geben sich und Ihr ganzes Leben hinein in den priesterlichen Dienst – aus Liebe zu Gott und zu seinem Volk“, sagte Gössl. „Sie rechnen nicht nach, wieviel Liebe man Gott entgegenbringen kann und wieviel Liebe noch übrig bleibt nach Abzug von Gewaltakten, Kriegen und persönlichen Enttäuschungen.“ Wer so rechne, können einen solchen Schritt der Hingabe nicht gehen.
Zugleich verschwieg der Erzbischof die schwierige Situation der Kirche nicht: „Wir sind als Kirche im Ab- und Umbau, und diese Realität zerrt an den Nerven von vielen.“ Dennoch bleibe er überzeugt, dass Christus seine Kirche leite und seine Liebe durch das Wirken der Gläubigen Frucht bringe.
Gössl rief den Neupriester auf, sich nicht von den Herausforderungen des kirchlichen Dienstes entmutigen zu lassen. Das Kreuz sei nicht nur Zeichen von Leid, sondern vor allem Ausdruck der Liebe Gottes und der Hoffnung auf neues Leben. Der priesterliche Dienst trage dazu bei, die Welt zu mehr Liebe, Gerechtigkeit und Frieden zu bewegen.
Abschließend sprach der Erzbischof die Hoffnung aus, dass sich wieder mehr junge Menschen zum Dienst in der Kirche berufen fühlen. Er bete darum, „dass immer mehr junge Menschen, berührt von der Freundschaft zu Christus, seinem Ruf in die Dienste und Ämter der Kirche folgen“.
Der Neupriester stammt aus Herzogenaurach, trat 2019 ins Bamberger Priesterseminar ein und begann zeitgleich das Theologiestudium in Würzburg. Von 2021 bis 2022 absolvierte er zwei Freisemester in Rom und setzte das Studium anschließend in München fort. Seit 2024 absolvierte er seinen Pastoralkurs im Seelsorgebereich Ansbach Stadt und Land, im September 2025 wurde er zum Diakon geweiht.
Als Primizspruch wählte der 26-Jährige den Bibelvers „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst. Ich habe dich beim Namen gerufen, du bist mein“ (Jes 43,1). Nach der Weihe wird er zunächst eine Vertretung im Klinikum Bamberg als Krankenhausseelsorger übernehmen und anschließend seine erste Kaplanstelle in Ansbach antreten.
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Erste Bürgerversammlung 2026
OB Niedermaier lädt zum Dialog ein
Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier lädt alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bamberg zur ersten Bürgerversammlung des Jahres 2026 ein. Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, 25. Juni 2026, um 19 Uhr in der KUFA Bamberg in der Ohmstraße 3, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Den Auftakt bildet ein Bericht des Oberbürgermeisters zu aktuellen Themen und Entwicklungen in der Stadt. Im Anschluss folgt ein offener Austausch: Alle Bambergerinnen und Bamberger haben die Möglichkeit, das Wort zu ergreifen und Anträge zu stellen – zu Themen, die die gesamte Stadtgemeinschaft betreffen. Behandelt werden können ausschließlich Angelegenheiten von allgemeinem öffentlichem Interesse. Anträge zu privaten Einzelfällen sowie zu Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich der Stadt Bamberg fallen, können nicht berücksichtigt werden.
Außerdem wird die Bürgerversammlung um ein neues Angebot ergänzt: Nach der Behandlung aller Anträge besteht noch die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen mit städtischen Referentinnen, Referenten und Geschäftsführern.
Anträge stellen
Anträge können formlos eingereicht werden. Am Veranstaltungsort liegt ein Antragsvordruck aus; dieser kann auch vorab unter folgendem Link heruntergeladen und ausgefüllt werden: www.stadt.bamberg.de/Bürgerservice/Bürgerversammlungen. Die Anträge werden einzeln und vom Antragsteller persönlich vorgestellt und anschließend den anwesenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Bearbeitung übergeben.
Anreise und Parken
Die nächstgelegene Bushaltestelle „Robert-Bosch-Str.” wird von den Linien 911, 975, 978, 979 und 980 bedient. Parkplätze stehen in unmittelbarer Nähe des Veranstaltungsorts zur Verfügung. Die KUFA Bamberg ist barrierefrei zugänglich.
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Unregelmäßige Läutezeiten bis 18. Juni möglich
Historische Glocken des Bamberger Doms werden untersucht
Die historischen Glocken des Bamberger Doms werden in den kommenden Tagen umfassend untersucht. Deshalb steht das Schlagwerk der insgesamt zehn Glocken in den beiden Osttürmen seit dem heutigen Montag (15. Juni) zeitweise still, wie das Erzbistum Bamberg mitteilt. Zudem kann es bis Donnerstag (18. Juni) zu ungewohnten und unregelmäßigen Läutezeiten kommen.
Glocken sind beim Läuten erheblichen Belastungen ausgesetzt. Durch die Schwingungen von Glocke und Klöppel können sich im Laufe der Jahrhunderte Verschleißerscheinungen oder Risse bilden. Auch die in den 1970-er Jahren eingebauten Stahljoche werden dabei überprüft. Historische Glocken gelten als besonders gefährdet, wenn bereits vorgeschädigte Bereiche belastet werden oder ungünstige Läutebedingungen vorliegen.
Mit den Untersuchungen ist das Europäische Kompetenzzentrum für Glocken (ECC ProBell) beauftragt. Die Experten erfassen den Zustand und die Eigenschaften der Glockensysteme und erstellen einen akustischen „Fingerabdruck“ der Instrumente. Für die Messungen müssen die Glocken jeweils geläutet werden, weshalb es zu den unregelmäßigen Läutezeiten kommt. Das liturgische Läuten zur Morgen- und Abendmesse findet weiterhin wie gewohnt statt.
Insgesamt zehn Glocken hängen in den beiden Osttürmen des Bamberger Doms. Ihr Uhrschlag prägt das Leben in der Stadt und ihr Geläut die Liturgie im Dom. Die beiden ältesten Glocken hängen im Nordostturm: die Kunigundenglocke aus der Zeit um 1200 und die große über fünf Tonnen schwere Heinrichsglocke aus dem Jahr 1311.
Rikscha-Ausflüge für Menschen mit Mobilitätseinschränkung
Stadtradeln: OB-Wette setzt Zeichen für Inklusion
Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier verbindet das Stadtradeln in diesem Jahr mit einem besonderen inklusiven Anliegen. An allen 21 Tagen soll es Rikscha-Ausflüge für Menschen mit Mobilitätseinschränkung geben, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Am 15. Juni 2026 startet in Bamberg wieder die internationale Kampagne Stadtradeln. Bis zum 5. Juli sind Bürgerinnen und Bürger eingeladen, möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. In diesem Jahr verbindet Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier den Wettbewerb mit einem besonderen inklusiven Anliegen: An sämtlichen Aktionstagen sollen mobilitätseingeschränkte Menschen, insbesondere Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Behinderung, einen kostenlosen Ausflug mit der Rikscha unternehmen können. „Ich wette, dass wir es schaffen, an allen 21 Tagen des Stadtradeln Menschen, die nicht selbst radeln können, eine Fahrt mit der Rikscha zu ermöglichen“, so der Oberbürgermeister. Wer mitfahren möchte oder jemanden kennt, der im Zeitraum vom 15. Juni bis 5. Juli einen Rikscha-Ausflug machen will, kann sich per Mail an radverkehrsbeauftragte@stadt.bamberg.de wenden.
Die Rikscha-Ausflüge werden von ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern durchgeführt. Die Fahrgäste werden an einem vereinbarten Ort abgeholt und können während der ein- bis zweistündigen Tour die Stadt, Parks oder andere Wunschziele erleben. Die Fahrten sind kostenlos und fördern Mobilität, Begegnung und gesellschaftliche Teilhabe. Jeder mit der Rikscha zurückgelegte Kilometer zählt beim Stadtradeln in der Stadt Bamberg. Weitere ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer werden noch gesucht. Interessierte können sich unter Telefon 0951//87–1449 oder per Mail an quartiersentwicklung@stadt.bamberg.de melden.
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Initiative übergibt 300 Unterschriften im Rathaus
Spielplatz am Jakobsberg: OB Niedermaier tauscht sich mit Eltern aus
Eine private Gruppierung aus Anwohnern und Kindergarten-Eltern wünscht sich eine Aufwertung des Spielplatzes am Jakobsberg. Konkret setzt sie sich für zusätzliche Spielgeräte und eine barrierefreie Gestaltung ein. Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier kündigte Gespräche mit Baureferentin Annegret Michler und einen Vor-Ort-Termin an, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Da war es plötzlich ungewohnt wuselig im Kleinen Sitzungssaal im Rathaus am Maxplatz: 17 Eltern und Großeltern mit acht Kleinkindern nahmen das Besprechungszimmer in Beschlag und empfingen Bambergs neuen Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier. Die Initiative hat ein gemeinsames Ziel: „Ihr“ Spielplatz am Jakobsberg soll aufgewertet werden „In meiner eigenen Kindheit war dieser Spielplatz attraktiver. Als Familie mit drei Kindern hat es uns dann nur selten dorthin gezogen. Mittlerweile sind wir Großeltern und so wurde es Zeit, endlich aktiv zu werden“, erzählt Christine Öchsner. Sie hat rund 300 Unterschriften gesammelt und diese gemeinsam mit einigen der Unterzeichner an den Oberbürgermeister übergeben.
Da sich der Spielplatz direkt gegenüber dem Caritashaus für Kinder St. Elisabeth befindet, ist er aus Sicht der Initiative ein ideal gelegener Ort des Zusammenkommens für Eltern und Kinder.
„Spielplätze sind zentrale Orte der Begegnung. Das Angebot für junge Familien mit Inklusionsbedarf muss in Bamberg erweitert werden, damit auch sie mehr daran teilhaben können. Wir werden uns das Anliegen daher ganz genau vor Ort anschauen und mit den kleinen und großen Vertretern der Initiative über ihre Wünsche sprechen“, kündigte Oberbürgermeister Niedermaier an.
Derzeit gibt es in Bamberg 119 Spielplätze, seit 2019 wurden sechs neue geschaffen. Nahezu alle Spielplätze in der Stadt Bamberg weisen inklusive Funktionen und Spielmöglichkeiten auf, zum Beispiel Angebote für die taktlie und visuelle Betätigung. Ein spezielles inklusives Kombinations-Spielgerät wurde im Oktober 2025 am Spielplatz im Volkspark geschaffen. Auf dem Spielplatz beim MTV in der Jahnstraße existiert ein sogenanntes Rollstuhlfahrerkarussell.
„Aktuell beschäftigen sich das Baureferat und Bamberg Service bereits mit einer strategischen Neuausrichtung der Spielflächenplanung“, erläutert Baureferentin Annegret Michler. „In diesem frühen Stadium der konzeptionellen Phase nehmen wir bewusst Anregungen aus der Bevölkerung auf und beziehen sie in die Überlegungen mit ein“, so die Baureferentin weiter.
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„Gegen Ängste und Angstmacher“
Fronleichnam in Bamberg
Erzbischof Herwig Gössl hat beim Fronleichnamsgottesdienst im Bamberger Dom vor einem Leben ohne Gottesbezug gewarnt. Das Hochfest sei mehr als die Pflege einer alten Tradition, sagte Gössl am heutigen Donnerstag in seiner Predigt. Fronleichnam werde gefeiert, „weil wir von dem Glauben getragen sind, dass Gott in unserem Leben und für unser Zusammenleben wichtig ist“.
Die Bamberger Fronleichnamsprozession findet seit 1390 statt. Dabei wird das Allerheiligste, von Tausenden Gläubigen begleitet, durch die Altstadt getragen.
Ausgehend von der biblischen Wüstenwanderung des Volkes Israel, erinnerte der Erzbischof daran, dass Menschen auf ihrem Lebensweg nicht allein unterwegs seien. Die 40 Jahre dauernde Wanderung durch die Wüste habe das Volk gelehrt, „dass es ohne Gott verloren ist“. Deshalb solle es sich an den ganzen Weg mit seinen Entbehrungen, Gefahren und Zweifeln erinnern. Mit Blick auf die Gegenwart kritisierte Gössl die Vorstellung, Wohlstand und Sicherheit machten den Glauben überflüssig. Eine Gesellschaft, die Gott vergesse, verliere letztlich Orientierung und Sinn.
Zugleich zog der Erzbischof Parallelen zur Geschichte der Kirche. Auch sie sei immer wieder „ein Weg durch die Wüste gewesen“, begleitet von „Hunger und Durst, von giftigen Skorpionen und allen möglichen Sünden“. Dennoch habe Christus seine Kirche auf diesem Weg begleitet und garantiere so, dass kirchliches Wirken zum Segen wird für diese Welt, sagte Gössl. Abschließend rief der Erzbischof dazu auf, Fronleichnam als Anstoß für einen bewussteren Glauben zu verstehen. Wer mit Gott durchs Leben gehe, könne „den Ängsten und den Angstmachern heute und in Zukunft widerstehen“.
Nach dem Gottesdienst im Dom fand bei sonnigem Wetter die Prozession vom Dom über Markusplatz, Holzmarkt, Maxplatz, Grüner Markt zurück zum Domplatz statt. Traditionell reihten sich in den Zug zahlreiche verschiedene Gruppen und Organisationen ein: die Pfarreien mit ihren Geistlichen und den Ministranten, die Ritterorden, die Ordensfrauen, Mitglieder der Räte und Gremien, die Honoratioren aus Stadt und Landkreis Bamberg sowie die Bruderschaften, Innungen und Vereine, die das Erbe der Zünfte pflegen, darunter die traditionsreichen Bamberger Gärtner und viele mehr. Bei der Prozession werden auch die Marienstatuen der Pfarrkirchen Unsere Liebe Frau und St. Martin sowie die historischen Prozessionsstangen mitgetragen. In der Mitte der Prozession wurde das Domkreuz, ein etwa 600 Kilogramm schweres reich verziertes Reliquienkreuz, von 18 Männern getragen.
Die Einführung der Prozession in Bamberg geht auf Bischof Lamprecht von Brunn zurück, der im Jahr 1390 ein Fest zur Ehre des Leibes Christi mit Prozession unter Teilnahme des Klerus des Domes und der Stiftskirchen anordnete. Dabei wurde das Allerheiligste mitgetragen – jedoch nur durch den Dom in die Alte Hofhaltung und zurück. Stationen auf dem Weg sind erst ab dem 16. Jahrhundert überliefert. In der Barockzeit entwickelte sich die große Fronleichnamsprozession, zu der ein handschriftliches Zeremonienbuch aus dem Jahr 1730 vorliegt. Das Domkapitel führte 1822 die große, vom Dom ausgehende Prozession mit ihrem liturgischen Ablauf und den teilnehmenden Gruppen ein. Bis heute prägt die Fronleichnamsprozession die Bischofsstadt Bamberg und ist Teil ihres religiösen und kulturellen Erbes.
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Beliebter Brauch am Rathaus wird wieder aufgenommen
Fronleichnam in Bamberg: Traditionen sichtbar erleben
Zur diesjährigen Fronleichnamsprozession in Bamberg prägen wieder zahlreiche traditionelle Elemente das Bild der Innenstadt. So wird auch in diesem Jahr der Altar vor dem Rathaus am Maxplatz aufgebaut und zentraler Bestandteil der Prozession sein, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Neu belebt wird dagegen ein Brauch, den viele Bambergerinnen und Bamberger noch aus früheren Jahren kennen: Sieben Fenster des Rathauses werden wieder mit gelb-weißen Kirchenfähnchen geschmückt und zeigen so, dass das Bamberger Rathaus am Maxplatz in ein kirchliches Fest eingebunden ist.
Auch der Balkon des Alten Rathauses wird mit zwei Kirchenfahnen festlich beflaggt sein.
Ein besonderes Zeichen der Verbundenheit mit der Prozession und Tradition setzt außerdem der neugewählte Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier. Der gelernte Gärtnermeister wird nicht gemeinsam mit den Würdenträgern an der Spitze der Prozession gehen, sondern – wie bereits seit vielen Jahren – das historisch wertvolle „Heiligenbild der Bamberger Gärtner“, das Masterbild, tragen. Damit knüpft er bewusst an die lange Tradition der Bamberger Gärtnerfamilien an und unterstreicht die enge Verbindung zwischen Stadt, Brauchtum und Gärtnerkultur.
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Naturschutzbehörden bitten Bürgerschaft um Mithilfe bei der Erfassung von Hirschkäfer, Eremit und Großem Eichenbock
Gesucht: Seltene Großkäfer im Bamberger Stadtgebiet
Der Große Eichenbock, der Eremit und der Hirschkäfer zählen zu den seltensten und am stärksten gefährdeten Käferarten Europas. Alle drei Arten stehen unter strengem Schutz. Gleichzeitig gilt das Bamberger Stadtgebiet als eines ihrer bedeutendsten Vorkommensgebiete. Deshalb werden in diesem Sommer die aktuellen Bestände der seltenen Großkäfer in Bamberg, insbesondere im Bamberger Hain, erfasst, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Um die wissenschaftlichen Erhebungen zu ergänzen, bitten die Naturschutzbehörden der Regierung von Oberfranken und der Stadt Bamberg die Bevölkerung um Unterstützung. Wer bis Ende August 2026 einen Großen Eichenbock, Eremiten oder Hirschkäfer entdeckt, kann seine Beobachtung mit Standortangabe und möglichst aussagekräftigem Foto per E‑Mail an naturschutz@stadt.bamberg.de melden. Ein Fotobeleg ist wichtig, damit die Arten zuverlässig bestimmt werden können.
„Alte Bäume sind wahre Schatzkammern der Artenvielfalt. Dass mit Hirschkäfer, Eremit und Großem Eichenbock gleich drei europaweit geschützte Käferarten in Bamberg vorkommen, zeigt, wie wertvoll unsere grünen Lebensräume sind“, sagt Bürgermeister und Umweltreferent Jonas Glüsenkamp. „Mit jeder gemeldeten Sichtung helfen Bürgerinnen und Bürger dabei, mehr über die Bestände dieser faszinierenden Tiere zu erfahren und ihren Lebensraum besser zu schützen. Ich lade deshalb alle ein, in diesem Sommer mit offenen Augen durch den Hain und unsere Parks zu gehen – vielleicht gelingt dem ein oder der anderen ja sogar die Entdeckung eines Eremiten. Das wäre ein echter Glücksfall für den Artenschutz.“
Wo die Käfer zu finden sind
Die Käfer halten sich meist an oder in der Nähe alter Bäume auf, insbesondere an Eichen. Im Bamberger Hain wurden bislang die meisten Nachweise im Bereich der Buger Spitze sowie rund um den Musikpavillon erbracht. Dort stehen zahlreiche alte Eichen, die den seltenen Arten ideale Lebensbedingungen bieten.
So lassen sich die Arten unterscheiden
Der Hirschkäfer ist vor allem durch die großen, geweihartigen Oberkiefer der Männchen bekannt. Die Weibchen besitzen diese nicht und wirken deutlich kompakter.
Beim Großen Eichenbock sind die Geschlechter ebenfalls gut zu unterscheiden: Die Antennen der Männchen sind länger als ihr Körper, während die Antennen der Weibchen deutlich kürzer ausfallen.
Besonders selten ist der Eremit. Der Käfer lebt verborgen in mulmgefüllten Baumhöhlen (Mulm: feuchtes, zersetztes Holz) und verlässt diese nur selten. Anders als der Große Eichenbock besiedelt er nicht nur Eichen, sondern auch andere alte Bäume wie Linden oder Obstbäume. Die Männchen verströmen einen charakteristischen aprikosenähnlichen Duft, um Weibchen anzulocken. Wer einen Eremiten entdeckt, kann sich daher besonders glücklich schätzen.
Alle drei Käferarten stehen unter strengem Schutz. Die Tiere dürfen weder gefangen noch mitgenommen werden. Für die Kartierung werden ausschließlich Beobachtungen mit Foto und Standortangabe benötigt.
Kartierung liefert Grundlage für künftige Schutzmaßnahmen
Mit der Kartierung der seltenen Großkäfer wurde ein biologisches Fachinstitut beauftragt. Die Meldungen aus der Bevölkerung ergänzen diese Untersuchungen und fließen in die Auswertung ein. So tragen Bürgerinnen und Bürger unmittelbar dazu bei, ein möglichst vollständiges Bild zu erhalten.
Die Kartierung wird aus Mitteln des Freistaats Bayern und der Europäischen Union finanziert. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für gezielte Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen, um die Lebensräume der seltenen Käferarten langfristig zu erhalten und zu verbessern.