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Bamberg

OB Nie­der­mai­er: „Gute Arbeit muss fort­ge­setzt werden“

Stadt­rat unter­stützt Neu­or­ga­ni­sa­ti­on des Refe­rats für Bil­dung, Schu­len und Sport mit bewähr­ten Kräften

Gabrie­le Kepic bleibt Refe­ren­tin für Bil­dung, Schu­len und Sport. Sie über­nahm vor zwei Jah­ren inte­rims­wei­se im Rah­men der Ein­füh­rung des Ganz­ta­ges­an­spruch die Posi­ti­on, nun folgt die dau­er­haf­te Über­tra­gung der Auf­ga­be durch Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

„Gabrie­le Kepic ist vom ers­ten Tag als Refe­ren­tin die offe­nen The­men beherzt ange­gan­gen und hat Lösun­gen für sie gefun­den. Das The­ma Bil­dung ist bei ihr bes­tens auf­ge­ho­ben, des­halb betraue ich sie dau­er­haft mit der Lei­tung des Refe­rats“, erklärt Niedermaier.

In der jüngs­ten Voll­sit­zung hol­te sich das Stadt­ober­haupt auch die mehr­heit­li­che Rücken­de­ckung des Stadt­rats für die­se Ent­schei­dung. Bür­ger­meis­ter und Per­so­nal­re­fe­rent Jonas Glüsen­kamp freut sich über die Ent­wick­lung: „Gabrie­le Kepic ist seit Jah­ren eine ganz wich­ti­ge Kraft in unse­rer Ver­wal­tung – zunächst im Sozial‑, dann im Schul­re­fe­rat. Sie treibt The­men mit viel Ener­gie vor­an.“ Kepic bedankt sich für das Ver­trau­en „und die Wert­schät­zung für mei­ne Arbeit, die mit die­ser unbe­fris­te­ten Ver­län­ge­rung mei­ner Tätig­keit ver­bun­den ist.“

Mit der Fest­le­gung auf die Lei­tung geht eine Neu­or­ga­ni­sa­ti­on des Refe­rats ein­her. Das Amt für Bil­dung, Schu­len und Sport fir­miert künf­tig unter dem Namen Amt für Schu­len und Bil­dungs­pla­nung und wird von Mari­an­na Heu­sin­ger gelei­tet, die in den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren das Bil­dungs­bü­ro über­zeu­gend geführt hat. Heu­sin­ger habe sich hier bewährt und „die mit dem Ganz­ta­ges­an­spruch für Grund­schul­kin­der ein­her­ge­hen­den Her­aus­for­de­run­gen kom­pe­tent und erfolg­reich ange­packt“, lobt Kepic.

Beer­di­gun­gen durch Ehrenamtliche

Ehren­amt­li­che als Begräb­nis­lei­tun­gen qualifiziert

Das Erz­bis­tum Bam­berg hat in einem Pilot­pro­jekt erst­mals Ehren­amt­li­che zu Begräb­nis­lei­tun­gen aus­ge­bil­det, um Pas­to­ral­teams bei der Durch­füh­rung von Trau­er­fei­ern zu unter­stüt­zen und zu ent­las­ten, wie das Erz­bis­tum Bam­berg mitteilt.

Acht Teil­neh­men­de absol­vier­ten in den letz­ten Mona­ten ein Schu­lungs­pro­gramm mit Prä­senz­ta­gen, Online‑Modulen und Hos­pi­ta­tio­nen. Bei einer Beauf­tra­gungs­fei­er in St. Boni­faz Nürn­berg beka­men sie am Don­ners­tag von Erz­bi­schof Her­wig Gössl ihre Urkun­den über­reicht und kön­nen ab sofort Trau­er­fei­ern lei­ten. Beglei­tet wur­de die Aus­bil­dung von erfah­re­nen Seel­sor­gern, die den Ehren­amt­li­chen auch künf­tig als Super­vi­so­ren zur Sei­te ste­hen. Die Inhal­te des Kur­ses reich­ten von lit­ur­gi­schen und orga­ni­sa­to­ri­schen Grund­la­gen über die Gestal­tung von Anspra­chen bis hin zur Trauerbegleitung.

Vor dem Hin­ter­grund sin­ken­der Zah­len haupt­amt­li­cher Seel­sor­ger und gleich­zei­tig stei­gen­der Bestat­tungs­zah­len ver­fol­ge das Erz­bis­tum einen pra­xis­ori­en­tier­ten Ansatz, um die pas­to­ra­len Kapa­zi­tä­ten in den Gemein­den zu sichern, erklärt Andre­as Lurz, Lei­ter des Aus­bil­dungs­kur­ses und Nürn­ber­ger Stadt­de­kan. „Da Begräb­nis­lei­tun­gen kei­ne Sakra­men­te spen­den, darf die­ser Dienst von ehren­amt­li­chen Kräf­ten über­nom­men wer­den“, so Lurz. Die Men­schen in den Gemein­den könn­ten und woll­ten Ver­ant­wor­tung über­neh­men. Die durch­lau­fe­ne Qua­li­fi­zie­rung sol­le sicher­stel­len, dass dies fach­lich fun­diert und ein­fühl­sam geschieht, sagt der Ausbildungsleiter.

Neben Ein­hei­ten zu lit­ur­gi­schen Grund­la­gen und recht­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen setz­te der Kurs bewusst auf prak­ti­sche Lern­for­men: Die Teil­neh­men­den arbei­te­ten an fik­ti­ven Trau­er­fäl­len, ver­fass­ten Anspra­chen, wähl­ten Lied­gut aus und prob­ten den Ablauf von Fei­ern — sowohl in der Aus­seg­nungs­hal­le als auch am Grab. Ergänzt wur­den die Übun­gen durch seel­sor­ger­li­che Anlei­tung, Gesprä­che zur Trau­er­psy­cho­lo­gie und Refle­xi­on per­sön­li­cher Motivationen.

Die Nürn­ber­ge­rin Syl­via Sup­p­mann kam durch ihre eige­ne Lebens­ge­schich­te auf die Idee, Begräb­nis­lei­te­rin zu wer­den: „Mein ers­ter Todes­fall war mei­ne Mut­ter – da war ich 20“, erzählt sie im Gespräch. Spä­ter starb ihr Mann und hin­ter­ließ drei gemein­sa­me Kin­der. Bewäl­tigt hat Sup­p­mann die­se schwe­re Zeit durch ihren Glau­ben. Die­se Erfah­run­gen möch­te sie nun in die Arbeit mit ande­ren Trau­ern­den ein­brin­gen, zu der sie sich mitt­ler­wei­le immer stär­ker beru­fen fühlt: „Ich möch­te erspü­ren, was die Ange­hö­ri­gen gera­de brau­chen – und ihnen Hoff­nung mitgeben.“

Für Aus­bil­dungs­lei­ter Lurz steht fest, dass die Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten des Pilot­kur­ses hoch­mo­ti­viert sind, ihren Dienst „aus einer tie­fen inne­ren Über­zeu­gung her­aus“ antre­ten und eine Berei­che­rung für die Seel­sor­ge vor Ort dar­stel­len. Das Erz­bis­tum plant eine Eva­lua­ti­on des Pro­jekts hin­sicht­lich der Über­trag­bar­keit auf ande­re Regio­nen, des Schu­lungs­be­darfs und der Betreu­ungs­struk­tu­ren für Ehren­amt­li­che. Bei posi­ti­ven Erfah­run­gen wird es aller Vor­aus­sicht nach schon bald wei­te­re Aus­bil­dungs­kur­se für ehren­amt­li­che Begräb­nis­lei­tun­gen geben.

Bei der Beauf­tra­gungs­fei­er bezeich­ne­te Erz­bi­schof Her­wig Gössl den Dienst am Grab als einen beson­ders sen­si­blen Moment kirch­li­chen Han­delns. Wer sich dafür aus­bil­den las­se, schen­ke den Trau­ern­den Zeit, Nähe und Hoff­nung – und leis­te damit „einen unschätz­ba­ren Bei­trag für unse­re Seel­sor­ge“, so Gössl. Der Erz­bi­schof dank­te den ehren­amt­li­chen Begräb­nis­lei­tun­gen für ihr Enga­ge­ment, wel­ches zei­ge, wie sehr Ver­ant­wor­tung und wich­ti­ge Auf­ga­ben der Seel­sor­ge in den Gemein­den von den Gläu­bi­gen mit­ge­tra­gen wer­den. Ohne die Mit­hil­fe von Ehren­amt­li­chen sei pas­to­ra­le Arbeit „nicht mehr denk­bar und auch nicht wün­schens­wert“, sag­te der Erzbischof.

„Die Lie­be rech­net nicht“

Erz­bi­schof Gössl weiht Dani­el Hart­mann im Bam­ber­ger Dom zum Priester

Erz­bi­schof Her­wig Gössl hat am gest­ri­gen Sams­tag den 26-jäh­ri­gen Dani­el Hart­mann zum Pries­ter geweiht, wie das Erz­bi­schöf­li­che Ordi­na­ri­at Bam­berg mit­teilt. In dem fei­er­li­chen Wei­he­got­tes­dienst im Bam­ber­ger Dom rief Gössl den Neu­pries­ter dazu auf, sei­nen Dienst aus einer Hal­tung der selbst­lo­sen Lie­be her­aus zu leben.

„Die Lie­be rech­net nicht. Sie gibt im Über­maß, reich­lich mit Segen“, zitier­te der Erz­bi­schof in sei­ner Pre­digt den Apos­tel Pau­lus. Dani­el Hart­mann stel­le sich mit der Pries­ter­wei­he ganz in den Dienst Got­tes und der Men­schen. „Sie geben sich und Ihr gan­zes Leben hin­ein in den pries­ter­li­chen Dienst – aus Lie­be zu Gott und zu sei­nem Volk“, sag­te Gössl. „Sie rech­nen nicht nach, wie­viel Lie­be man Gott ent­ge­gen­brin­gen kann und wie­viel Lie­be noch übrig bleibt nach Abzug von Gewalt­ak­ten, Krie­gen und per­sön­li­chen Ent­täu­schun­gen.“ Wer so rech­ne, kön­nen einen sol­chen Schritt der Hin­ga­be nicht gehen.

Zugleich ver­schwieg der Erz­bi­schof die schwie­ri­ge Situa­ti­on der Kir­che nicht: „Wir sind als Kir­che im Ab- und Umbau, und die­se Rea­li­tät zerrt an den Ner­ven von vie­len.“ Den­noch blei­be er über­zeugt, dass Chris­tus sei­ne Kir­che lei­te und sei­ne Lie­be durch das Wir­ken der Gläu­bi­gen Frucht bringe.

Gössl rief den Neu­pries­ter auf, sich nicht von den Her­aus­for­de­run­gen des kirch­li­chen Diens­tes ent­mu­ti­gen zu las­sen. Das Kreuz sei nicht nur Zei­chen von Leid, son­dern vor allem Aus­druck der Lie­be Got­tes und der Hoff­nung auf neu­es Leben. Der pries­ter­li­che Dienst tra­ge dazu bei, die Welt zu mehr Lie­be, Gerech­tig­keit und Frie­den zu bewegen.

Abschlie­ßend sprach der Erz­bi­schof die Hoff­nung aus, dass sich wie­der mehr jun­ge Men­schen zum Dienst in der Kir­che beru­fen füh­len. Er bete dar­um, „dass immer mehr jun­ge Men­schen, berührt von der Freund­schaft zu Chris­tus, sei­nem Ruf in die Diens­te und Ämter der Kir­che folgen“.

Der Neu­pries­ter stammt aus Her­zo­gen­au­rach, trat 2019 ins Bam­ber­ger Pries­ter­se­mi­nar ein und begann zeit­gleich das Theo­lo­gie­stu­di­um in Würz­burg. Von 2021 bis 2022 absol­vier­te er zwei Frei­se­mes­ter in Rom und setz­te das Stu­di­um anschlie­ßend in Mün­chen fort. Seit 2024 absol­vier­te er sei­nen Pas­to­ral­kurs im Seel­sor­ge­be­reich Ans­bach Stadt und Land, im Sep­tem­ber 2025 wur­de er zum Dia­kon geweiht.

Als Pri­miz­spruch wähl­te der 26-Jäh­ri­ge den Bibel­vers „Fürch­te dich nicht, denn ich habe dich erlöst. Ich habe dich beim Namen geru­fen, du bist mein“ (Jes 43,1). Nach der Wei­he wird er zunächst eine Ver­tre­tung im Kli­ni­kum Bam­berg als Kran­ken­haus­seel­sor­ger über­neh­men und anschlie­ßend sei­ne ers­te Kaplan­stel­le in Ans­bach antreten.

Ers­te Bür­ger­ver­samm­lung 2026

OB Nie­der­mai­er lädt zum Dia­log ein

Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er lädt alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger der Stadt Bam­berg zur ers­ten Bür­ger­ver­samm­lung des Jah­res 2026 ein. Die Ver­an­stal­tung beginnt am Don­ners­tag, 25. Juni 2026, um 19 Uhr in der KUFA Bam­berg in der Ohm­stra­ße 3, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Den Auf­takt bil­det ein Bericht des Ober­bür­ger­meis­ters zu aktu­el­len The­men und Ent­wick­lun­gen in der Stadt. Im Anschluss folgt ein offe­ner Aus­tausch: Alle Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­ger haben die Mög­lich­keit, das Wort zu ergrei­fen und Anträ­ge zu stel­len – zu The­men, die die gesam­te Stadt­ge­mein­schaft betref­fen. Behan­delt wer­den kön­nen aus­schließ­lich Ange­le­gen­hei­ten von all­ge­mei­nem öffent­li­chem Inter­es­se. Anträ­ge zu pri­va­ten Ein­zel­fäl­len sowie zu The­men, die nicht in den Zustän­dig­keits­be­reich der Stadt Bam­berg fal­len, kön­nen nicht berück­sich­tigt werden.

Außer­dem wird die Bür­ger­ver­samm­lung um ein neu­es Ange­bot ergänzt: Nach der Behand­lung aller Anträ­ge besteht noch die Gele­gen­heit zu per­sön­li­chen Gesprä­chen mit städ­ti­schen Refe­ren­tin­nen, Refe­ren­ten und Geschäftsführern.


Anträ­ge stellen 

Anträ­ge kön­nen form­los ein­ge­reicht wer­den. Am Ver­an­stal­tungs­ort liegt ein Antrags­vor­druck aus; die­ser kann auch vor­ab unter fol­gen­dem Link her­un­ter­ge­la­den und aus­ge­füllt wer­den: www.stadt.bamberg.de/Bürgerservice/Bürgerversammlungen. Die Anträ­ge wer­den ein­zeln und vom Antrag­stel­ler per­sön­lich vor­ge­stellt und anschlie­ßend den anwe­sen­den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern zur Bear­bei­tung übergeben.


Anrei­se und Parken

Die nächst­ge­le­ge­ne Bus­hal­te­stel­le „Robert-Bosch-Str.” wird von den Lini­en 911, 975, 978, 979 und 980 bedient. Park­plät­ze ste­hen in unmit­tel­ba­rer Nähe des Ver­an­stal­tungs­orts zur Ver­fü­gung. Die KUFA Bam­berg ist bar­rie­re­frei zugänglich.

Unre­gel­mä­ßi­ge Läu­te­zei­ten bis 18. Juni möglich

His­to­ri­sche Glo­cken des Bam­ber­ger Doms wer­den untersucht

Die his­to­ri­schen Glo­cken des Bam­ber­ger Doms wer­den in den kom­men­den Tagen umfas­send unter­sucht. Des­halb steht das Schlag­werk der ins­ge­samt zehn Glo­cken in den bei­den Ost­tür­men seit dem heu­ti­gen Mon­tag (15. Juni) zeit­wei­se still, wie das Erz­bis­tum Bam­berg mit­teilt. Zudem kann es bis Don­ners­tag (18. Juni) zu unge­wohn­ten und unre­gel­mä­ßi­gen Läu­te­zei­ten kommen.

Glo­cken sind beim Läu­ten erheb­li­chen Belas­tun­gen aus­ge­setzt. Durch die Schwin­gun­gen von Glo­cke und Klöp­pel kön­nen sich im Lau­fe der Jahr­hun­der­te Ver­schleiß­erschei­nun­gen oder Ris­se bil­den. Auch die in den 1970-er Jah­ren ein­ge­bau­ten Stahl­jo­che wer­den dabei über­prüft. His­to­ri­sche Glo­cken gel­ten als beson­ders gefähr­det, wenn bereits vor­ge­schä­dig­te Berei­che belas­tet wer­den oder ungüns­ti­ge Läu­te­be­din­gun­gen vorliegen.

Mit den Unter­su­chun­gen ist das Euro­päi­sche Kom­pe­tenz­zen­trum für Glo­cken (ECC Pro­Bell) beauf­tragt. Die Exper­ten erfas­sen den Zustand und die Eigen­schaf­ten der Glo­cken­sys­te­me und erstel­len einen akus­ti­schen „Fin­ger­ab­druck“ der Instru­men­te. Für die Mes­sun­gen müs­sen die Glo­cken jeweils geläu­tet wer­den, wes­halb es zu den unre­gel­mä­ßi­gen Läu­te­zei­ten kommt. Das lit­ur­gi­sche Läu­ten zur Mor­gen- und Abend­mes­se fin­det wei­ter­hin wie gewohnt statt.

Ins­ge­samt zehn Glo­cken hän­gen in den bei­den Ost­tür­men des Bam­ber­ger Doms. Ihr Uhr­schlag prägt das Leben in der Stadt und ihr Geläut die Lit­ur­gie im Dom. Die bei­den ältes­ten Glo­cken hän­gen im Nord­ost­turm: die Kuni­gun­den­glo­cke aus der Zeit um 1200 und die gro­ße über fünf Ton­nen schwe­re Hein­richs­glo­cke aus dem Jahr 1311.

Rik­scha-Aus­flü­ge für Men­schen mit Mobilitätseinschränkung

Stadt­ra­deln: OB-Wet­te setzt Zei­chen für Inklusion

Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er ver­bin­det das Stadt­ra­deln in die­sem Jahr mit einem beson­de­ren inklu­si­ven Anlie­gen. An allen 21 Tagen soll es Rik­scha-Aus­flü­ge für Men­schen mit Mobi­li­täts­ein­schrän­kung geben, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Am 15. Juni 2026 star­tet in Bam­berg wie­der die inter­na­tio­na­le Kam­pa­gne Stadt­ra­deln. Bis zum 5. Juli sind Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ein­ge­la­den, mög­lichst vie­le All­tags­we­ge kli­ma­freund­lich mit dem Fahr­rad zurück­zu­le­gen. In die­sem Jahr ver­bin­det Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er den Wett­be­werb mit einem beson­de­ren inklu­si­ven Anlie­gen: An sämt­li­chen Akti­ons­ta­gen sol­len mobi­li­täts­ein­ge­schränk­te Men­schen, ins­be­son­de­re Senio­rin­nen und Senio­ren sowie Men­schen mit Behin­de­rung, einen kos­ten­lo­sen Aus­flug mit der Rik­scha unter­neh­men kön­nen. „Ich wet­te, dass wir es schaf­fen, an allen 21 Tagen des Stadt­ra­deln Men­schen, die nicht selbst radeln kön­nen, eine Fahrt mit der Rik­scha zu ermög­li­chen“, so der Ober­bür­ger­meis­ter. Wer mit­fah­ren möch­te oder jeman­den kennt, der im Zeit­raum vom 15. Juni bis 5. Juli einen Rik­scha-Aus­flug machen will, kann sich per Mail an radverkehrsbeauftragte@stadt.bamberg.de wenden.

Die Rik­scha-Aus­flü­ge wer­den von ehren­amt­li­chen Fah­re­rin­nen und Fah­rern durch­ge­führt. Die Fahr­gäs­te wer­den an einem ver­ein­bar­ten Ort abge­holt und kön­nen wäh­rend der ein- bis zwei­stün­di­gen Tour die Stadt, Parks oder ande­re Wunsch­zie­le erle­ben. Die Fahr­ten sind kos­ten­los und för­dern Mobi­li­tät, Begeg­nung und gesell­schaft­li­che Teil­ha­be. Jeder mit der Rik­scha zurück­ge­leg­te Kilo­me­ter zählt beim Stadt­ra­deln in der Stadt Bam­berg. Wei­te­re ehren­amt­li­che Fah­re­rin­nen und Fah­rer wer­den noch gesucht. Inter­es­sier­te kön­nen sich unter Tele­fon 0951//87–1449 oder per Mail an quartiersentwicklung@stadt.bamberg.de melden.

Initia­ti­ve über­gibt 300 Unter­schrif­ten im Rathaus

Spiel­platz am Jakobs­berg: OB Nie­der­mai­er tauscht sich mit Eltern aus

Eine pri­va­te Grup­pie­rung aus Anwoh­nern und Kin­der­gar­ten-Eltern wünscht sich eine Auf­wer­tung des Spiel­plat­zes am Jakobs­berg. Kon­kret setzt sie sich für zusätz­li­che Spiel­ge­rä­te und eine bar­rie­re­freie Gestal­tung ein. Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er kün­dig­te Gesprä­che mit Bau­re­fe­ren­tin Anne­gret Mich­ler und einen Vor-Ort-Ter­min an, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Da war es plötz­lich unge­wohnt wuse­lig im Klei­nen Sit­zungs­saal im Rat­haus am Max­platz: 17 Eltern und Groß­el­tern mit acht Klein­kin­dern nah­men das Bespre­chungs­zim­mer in Beschlag und emp­fin­gen Bam­bergs neu­en Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er. Die Initia­ti­ve hat ein gemein­sa­mes Ziel: „Ihr“ Spiel­platz am Jakobs­berg soll auf­ge­wer­tet wer­den „In mei­ner eige­nen Kind­heit war die­ser Spiel­platz attrak­ti­ver. Als Fami­lie mit drei Kin­dern hat es uns dann nur sel­ten dort­hin gezo­gen. Mitt­ler­wei­le sind wir Groß­el­tern und so wur­de es Zeit, end­lich aktiv zu wer­den“, erzählt Chris­ti­ne Öchs­ner. Sie hat rund 300 Unter­schrif­ten gesam­melt und die­se gemein­sam mit eini­gen der Unter­zeich­ner an den Ober­bür­ger­meis­ter übergeben.

Da sich der Spiel­platz direkt gegen­über dem Cari­tas­haus für Kin­der St. Eli­sa­beth befin­det, ist er aus Sicht der Initia­ti­ve ein ide­al gele­ge­ner Ort des Zusam­men­kom­mens für Eltern und Kinder.

„Spiel­plät­ze sind zen­tra­le Orte der Begeg­nung. Das Ange­bot für jun­ge Fami­li­en mit Inklu­si­ons­be­darf muss in Bam­berg erwei­tert wer­den, damit auch sie mehr dar­an teil­ha­ben kön­nen. Wir wer­den uns das Anlie­gen daher ganz genau vor Ort anschau­en und mit den klei­nen und gro­ßen Ver­tre­tern der Initia­ti­ve über ihre Wün­sche spre­chen“, kün­dig­te Ober­bür­ger­meis­ter Nie­der­mai­er an.

Der­zeit gibt es in Bam­berg 119 Spiel­plät­ze, seit 2019 wur­den sechs neue geschaf­fen. Nahe­zu alle Spiel­plät­ze in der Stadt Bam­berg wei­sen inklu­si­ve Funk­tio­nen und Spiel­mög­lich­kei­ten auf, zum Bei­spiel Ange­bo­te für die takt­lie und visu­el­le Betä­ti­gung. Ein spe­zi­el­les inklu­si­ves Kom­bi­na­ti­ons-Spiel­ge­rät wur­de im Okto­ber 2025 am Spiel­platz im Volks­park geschaf­fen. Auf dem Spiel­platz beim MTV in der Jahn­stra­ße exis­tiert ein soge­nann­tes Rollstuhlfahrerkarussell.

„Aktu­ell beschäf­ti­gen sich das Bau­re­fe­rat und Bam­berg Ser­vice bereits mit einer stra­te­gi­schen Neu­aus­rich­tung der Spiel­flä­chen­pla­nung“, erläu­tert Bau­re­fe­ren­tin Anne­gret Mich­ler. „In die­sem frü­hen Sta­di­um der kon­zep­tio­nel­len Pha­se neh­men wir bewusst Anre­gun­gen aus der Bevöl­ke­rung auf und bezie­hen sie in die Über­le­gun­gen mit ein“, so die Bau­re­fe­ren­tin weiter.

„Gegen Ängs­te und Angstmacher“

Fron­leich­nam in Bamberg

Erz­bi­schof Her­wig Gössl hat beim Fron­leich­nams­got­tes­dienst im Bam­ber­ger Dom vor einem Leben ohne Got­tes­be­zug gewarnt. Das Hoch­fest sei mehr als die Pfle­ge einer alten Tra­di­ti­on, sag­te Gössl am heu­ti­gen Don­ners­tag in sei­ner Pre­digt. Fron­leich­nam wer­de gefei­ert, „weil wir von dem Glau­ben getra­gen sind, dass Gott in unse­rem Leben und für unser Zusam­men­le­ben wich­tig ist“.

Die Bam­ber­ger Fron­leich­nams­pro­zes­si­on fin­det seit 1390 statt. Dabei wird das Aller­hei­ligs­te, von Tau­sen­den Gläu­bi­gen beglei­tet, durch die Alt­stadt getragen.

Aus­ge­hend von der bibli­schen Wüs­ten­wan­de­rung des Vol­kes Isra­el, erin­ner­te der Erz­bi­schof dar­an, dass Men­schen auf ihrem Lebens­weg nicht allein unter­wegs sei­en. Die 40 Jah­re dau­ern­de Wan­de­rung durch die Wüs­te habe das Volk gelehrt, „dass es ohne Gott ver­lo­ren ist“. Des­halb sol­le es sich an den gan­zen Weg mit sei­nen Ent­beh­run­gen, Gefah­ren und Zwei­feln erin­nern. Mit Blick auf die Gegen­wart kri­ti­sier­te Gössl die Vor­stel­lung, Wohl­stand und Sicher­heit mach­ten den Glau­ben über­flüs­sig. Eine Gesell­schaft, die Gott ver­ges­se, ver­lie­re letzt­lich Ori­en­tie­rung und Sinn.

Zugleich zog der Erz­bi­schof Par­al­le­len zur Geschich­te der Kir­che. Auch sie sei immer wie­der „ein Weg durch die Wüs­te gewe­sen“, beglei­tet von „Hun­ger und Durst, von gif­ti­gen Skor­pio­nen und allen mög­li­chen Sün­den“. Den­noch habe Chris­tus sei­ne Kir­che auf die­sem Weg beglei­tet und garan­tie­re so, dass kirch­li­ches Wir­ken zum Segen wird für die­se Welt, sag­te Gössl. Abschlie­ßend rief der Erz­bi­schof dazu auf, Fron­leich­nam als Anstoß für einen bewuss­te­ren Glau­ben zu ver­ste­hen. Wer mit Gott durchs Leben gehe, kön­ne „den Ängs­ten und den Angst­ma­chern heu­te und in Zukunft widerstehen“.

Nach dem Got­tes­dienst im Dom fand bei son­ni­gem Wet­ter die Pro­zes­si­on vom Dom über Mar­kus­platz, Holz­markt, Max­platz, Grü­ner Markt zurück zum Dom­platz statt. Tra­di­tio­nell reih­ten sich in den Zug zahl­rei­che ver­schie­de­ne Grup­pen und Orga­ni­sa­tio­nen ein: die Pfar­rei­en mit ihren Geist­li­chen und den Minis­tran­ten, die Rit­ter­or­den, die Ordens­frau­en, Mit­glie­der der Räte und Gre­mi­en, die Hono­ra­tio­ren aus Stadt und Land­kreis Bam­berg sowie die Bru­der­schaf­ten, Innun­gen und Ver­ei­ne, die das Erbe der Zünf­te pfle­gen, dar­un­ter die tra­di­ti­ons­rei­chen Bam­ber­ger Gärt­ner und vie­le mehr. Bei der Pro­zes­si­on wer­den auch die Mari­en­sta­tu­en der Pfarr­kir­chen Unse­re Lie­be Frau und St. Mar­tin sowie die his­to­ri­schen Pro­zes­si­ons­stan­gen mit­ge­tra­gen. In der Mit­te der Pro­zes­si­on wur­de das Dom­kreuz, ein etwa 600 Kilo­gramm schwe­res reich ver­zier­tes Reli­qui­en­kreuz, von 18 Män­nern getragen.

Die Ein­füh­rung der Pro­zes­si­on in Bam­berg geht auf Bischof Lam­precht von Brunn zurück, der im Jahr 1390 ein Fest zur Ehre des Lei­bes Chris­ti mit Pro­zes­si­on unter Teil­nah­me des Kle­rus des Domes und der Stifts­kir­chen anord­ne­te. Dabei wur­de das Aller­hei­ligs­te mit­ge­tra­gen – jedoch nur durch den Dom in die Alte Hof­hal­tung und zurück. Sta­tio­nen auf dem Weg sind erst ab dem 16. Jahr­hun­dert über­lie­fert. In der Barock­zeit ent­wi­ckel­te sich die gro­ße Fron­leich­nams­pro­zes­si­on, zu der ein hand­schrift­li­ches Zere­mo­nien­buch aus dem Jahr 1730 vor­liegt. Das Dom­ka­pi­tel führ­te 1822 die gro­ße, vom Dom aus­ge­hen­de Pro­zes­si­on mit ihrem lit­ur­gi­schen Ablauf und den teil­neh­men­den Grup­pen ein. Bis heu­te prägt die Fron­leich­nams­pro­zes­si­on die Bischofs­stadt Bam­berg und ist Teil ihres reli­giö­sen und kul­tu­rel­len Erbes.

Belieb­ter Brauch am Rat­haus wird wie­der aufgenommen

Fron­leich­nam in Bam­berg: Tra­di­tio­nen sicht­bar erleben

Zur dies­jäh­ri­gen Fron­leich­nams­pro­zes­si­on in Bam­berg prä­gen wie­der zahl­rei­che tra­di­tio­nel­le Ele­men­te das Bild der Innen­stadt. So wird auch in die­sem Jahr der Altar vor dem Rat­haus am Max­platz auf­ge­baut und zen­tra­ler Bestand­teil der Pro­zes­si­on sein, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Neu belebt wird dage­gen ein Brauch, den vie­le Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­ger noch aus frü­he­ren Jah­ren ken­nen: Sie­ben Fens­ter des Rat­hau­ses wer­den wie­der mit gelb-wei­ßen Kir­chen­fähn­chen geschmückt und zei­gen so, dass das Bam­ber­ger Rat­haus am Max­platz in ein kirch­li­ches Fest ein­ge­bun­den ist.

Auch der Bal­kon des Alten Rat­hau­ses wird mit zwei Kir­chen­fah­nen fest­lich beflaggt sein.

Ein beson­de­res Zei­chen der Ver­bun­den­heit mit der Pro­zes­si­on und Tra­di­ti­on setzt außer­dem der neu­ge­wähl­te Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er. Der gelern­te Gärt­ner­meis­ter wird nicht gemein­sam mit den Wür­den­trä­gern an der Spit­ze der Pro­zes­si­on gehen, son­dern – wie bereits seit vie­len Jah­ren – das his­to­risch wert­vol­le „Hei­li­gen­bild der Bam­ber­ger Gärt­ner“, das Mas­ter­bild, tra­gen. Damit knüpft er bewusst an die lan­ge Tra­di­ti­on der Bam­ber­ger Gärt­ner­fa­mi­li­en an und unter­streicht die enge Ver­bin­dung zwi­schen Stadt, Brauch­tum und Gärtnerkultur.

Natur­schutz­be­hör­den bit­ten Bür­ger­schaft um Mit­hil­fe bei der Erfas­sung von Hirsch­kä­fer, Ere­mit und Gro­ßem Eichenbock

Gesucht: Sel­te­ne Groß­kä­fer im Bam­ber­ger Stadtgebiet

Der Gro­ße Eichen­bock, der Ere­mit und der Hirsch­kä­fer zäh­len zu den sel­tens­ten und am stärks­ten gefähr­de­ten Käfer­ar­ten Euro­pas. Alle drei Arten ste­hen unter stren­gem Schutz. Gleich­zei­tig gilt das Bam­ber­ger Stadt­ge­biet als eines ihrer bedeu­tends­ten Vor­kom­mens­ge­bie­te. Des­halb wer­den in die­sem Som­mer die aktu­el­len Bestän­de der sel­te­nen Groß­kä­fer in Bam­berg, ins­be­son­de­re im Bam­ber­ger Hain, erfasst, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Um die wis­sen­schaft­li­chen Erhe­bun­gen zu ergän­zen, bit­ten die Natur­schutz­be­hör­den der Regie­rung von Ober­fran­ken und der Stadt Bam­berg die Bevöl­ke­rung um Unter­stüt­zung. Wer bis Ende August 2026 einen Gro­ßen Eichen­bock, Ere­mi­ten oder Hirsch­kä­fer ent­deckt, kann sei­ne Beob­ach­tung mit Stand­ort­an­ga­be und mög­lichst aus­sa­ge­kräf­ti­gem Foto per E‑Mail an naturschutz@stadt.bamberg.de mel­den. Ein Foto­be­leg ist wich­tig, damit die Arten zuver­läs­sig bestimmt wer­den können.

„Alte Bäu­me sind wah­re Schatz­kam­mern der Arten­viel­falt. Dass mit Hirsch­kä­fer, Ere­mit und Gro­ßem Eichen­bock gleich drei euro­pa­weit geschütz­te Käfer­ar­ten in Bam­berg vor­kom­men, zeigt, wie wert­voll unse­re grü­nen Lebens­räu­me sind“, sagt Bür­ger­meis­ter und Umwelt­re­fe­rent Jonas Glüsen­kamp. „Mit jeder gemel­de­ten Sich­tung hel­fen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger dabei, mehr über die Bestän­de die­ser fas­zi­nie­ren­den Tie­re zu erfah­ren und ihren Lebens­raum bes­ser zu schüt­zen. Ich lade des­halb alle ein, in die­sem Som­mer mit offe­nen Augen durch den Hain und unse­re Parks zu gehen – viel­leicht gelingt dem ein oder der ande­ren ja sogar die Ent­de­ckung eines Ere­mi­ten. Das wäre ein ech­ter Glücks­fall für den Artenschutz.“


Wo die Käfer zu fin­den sind

Die Käfer hal­ten sich meist an oder in der Nähe alter Bäu­me auf, ins­be­son­de­re an Eichen. Im Bam­ber­ger Hain wur­den bis­lang die meis­ten Nach­wei­se im Bereich der Bug­er Spit­ze sowie rund um den Musik­pa­vil­lon erbracht. Dort ste­hen zahl­rei­che alte Eichen, die den sel­te­nen Arten idea­le Lebens­be­din­gun­gen bieten.


So las­sen sich die Arten unterscheiden

Der Hirsch­kä­fer ist vor allem durch die gro­ßen, geweih­ar­ti­gen Ober­kie­fer der Männ­chen bekannt. Die Weib­chen besit­zen die­se nicht und wir­ken deut­lich kompakter.

Beim Gro­ßen Eichen­bock sind die Geschlech­ter eben­falls gut zu unter­schei­den: Die Anten­nen der Männ­chen sind län­ger als ihr Kör­per, wäh­rend die Anten­nen der Weib­chen deut­lich kür­zer ausfallen.

Beson­ders sel­ten ist der Ere­mit. Der Käfer lebt ver­bor­gen in mulm­ge­füll­ten Baum­höh­len (Mulm: feuch­tes, zer­setz­tes Holz) und ver­lässt die­se nur sel­ten. Anders als der Gro­ße Eichen­bock besie­delt er nicht nur Eichen, son­dern auch ande­re alte Bäu­me wie Lin­den oder Obst­bäu­me. Die Männ­chen ver­strö­men einen cha­rak­te­ris­ti­schen apri­ko­sen­ähn­li­chen Duft, um Weib­chen anzu­lo­cken. Wer einen Ere­mi­ten ent­deckt, kann sich daher beson­ders glück­lich schätzen.

Alle drei Käfer­ar­ten ste­hen unter stren­gem Schutz. Die Tie­re dür­fen weder gefan­gen noch mit­ge­nom­men wer­den. Für die Kar­tie­rung wer­den aus­schließ­lich Beob­ach­tun­gen mit Foto und Stand­ort­an­ga­be benötigt.

Kar­tie­rung lie­fert Grund­la­ge für künf­ti­ge Schutzmaßnahmen

Mit der Kar­tie­rung der sel­te­nen Groß­kä­fer wur­de ein bio­lo­gi­sches Fach­in­sti­tut beauf­tragt. Die Mel­dun­gen aus der Bevöl­ke­rung ergän­zen die­se Unter­su­chun­gen und flie­ßen in die Aus­wer­tung ein. So tra­gen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger unmit­tel­bar dazu bei, ein mög­lichst voll­stän­di­ges Bild zu erhalten.

Die Kar­tie­rung wird aus Mit­teln des Frei­staats Bay­ern und der Euro­päi­schen Uni­on finan­ziert. Die Ergeb­nis­se bil­den die Grund­la­ge für geziel­te Schutz- und Ent­wick­lungs­maß­nah­men, um die Lebens­räu­me der sel­te­nen Käfer­ar­ten lang­fris­tig zu erhal­ten und zu verbessern.

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