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Bamberg

Bachs „Die Kunst der Fuge“ in Ver­bin­dung mit neu­er Musik

4. Klang­licht-Kon­zert in St. Elisabeth

Am 20. März fin­det unter dem Mot­to „Klang­licht“ ein Kon­zert anläss­lich des Geburts­tags von Johann Sebas­ti­an Bach in der Kir­che St. Eli­sa­beth in Bam­berg statt.

Im 14. Jahr­hun­dert erbaut, ist die Kir­che St. Eli­sa­beth in der Sand­stra­ße Bam­berg ein goti­sches Juwel. Zu einem Glanz­punkt zeit­ge­nös­si­scher Kunst inmit­ten der his­to­ri­schen Alt­stadt Bam­bergs wur­de sie erneut, als der inter­na­tio­nal gefei­er­te Maler Mar­kus Lüpertz 2019 die Glas­fens­ter nach sei­nen Ent­wür­fen Sze­nen schuf. Hier wer­den Sze­nen aus dem Leben der Hl. Eli­sa­beth dargestellt.

Unter dem Mot­to „Klang­licht“ ver­bin­det das Bam­ber­ger Streich­quar­tett mit Milos Petro­vic, Andre­as Lucke, Vio­li­nen, Bran­ko Kaba­d­aic, Vio­la, und Karl­heinz Busch, Vio­lon­cel­lo, alte mit neu­er Musik.

Im Zen­trum steht anläss­lich Bachs Geburts­tag „Die Kunst der Fuge“ BWV 1080. In die­sem rät­sel­haft voll­ende­ten Fugen­werk vers­ab­schie­det sich Bach mit der letz­ten unvoll­ende­ten Fuga und der Ton­fol­ge B‑A-C‑H. Kurz danach starb Bach.

Vor, zwi­schen und nach den Fugen gibt es neue Musik von Arvo Pärt und John Cage zu hören.

Im reiz­vol­len Span­nungs­feld der alten Kir­che und den Lüpertz-Fens­tern ver­bin­den sich im sakra­len Raum Spi­ri­tua­li­tät, Kon­tem­pla­ti­on und Musik zu einer sel­te­nen, kost­ba­ren Harmonie.

Das Kon­zert fin­det am Frei­tag, dem 20. März, um 19.30 Uhr in der St. Eli­sa­beth-Kir­che statt.

Kar­ten sind im Vor­ver­kauf erhält­lich bei BVD Kar­ten­ser­vice Bam­berg, Tel.: 0951- 980 82–20, per E‑Mail: info@bvd-ticket.de und unter 0170- 5 84 65 20 (Frau Ley­kauf, auch Einlasskasse).

Abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm für 2026 geplant

Muse­en der Stadt Bam­berg zie­hen posi­ti­ve Bilanz

Die Muse­en der Stadt Bam­berg kön­nen für 2025 erneut einen Publi­kums­zu­wachs ver­zeich­nen: Knapp 44.000 Gäs­te besuch­ten die Aus­stel­lun­gen und Ver­an­stal­tun­gen im His­to­ri­schen Muse­um und in der Vil­la Des­sau­er, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

So zieht Direk­tor Dr. Fabi­an Ludo­vico, seit 1. Mai 2025 im Amt, eine posi­ti­ve Bilanz: „Die Besuchs­zah­len konn­ten sogar gegen­über 2024 noch­mals um 6,5 % gestei­gert wer­den und das, obwohl mit der Samm­lung Lud­wig im Alten Rat­haus ein Stand­ort wegen der anste­hen­den Sanie­rungs­ar­bei­ten geschlos­sen ist.“ Zusätz­lich zähl­te die Muse­ums Ser­vice GmbH in St. Eli­sa­beth über 107.000 Gäs­te, die sich vor allem für die ein­drucks­vol­len Kir­chen­fens­ter von Mar­cus Lüpertz interessierten.

Im His­to­ri­schen Muse­um erfuhr die Jubi­lä­ums­schau „Vor 1000 Jah­ren. Leben am Hof von Kuni­gun­de und Hein­rich II.“ bis Ende April 2025 einen sehr gro­ßen Zuspruch. Die Som­mer­sai­son star­te­te mit der Inter­ven­ti­on „Re-Call“, die in der Gemäl­de­ga­le­rie „Bil­der­spa­zier­gang“ zeit­ge­nös­si­sche Kunst inter­na­tio­na­ler Künst­le­rin­nen und Künst­ler mit aus­ge­wähl­ten Objek­ten der Samm­lung in Bezie­hung setz­te. Die Son­der­aus­stel­lung „Wünsch dir was! Make a Wish!“, die noch bis 22. März 2026 zu sehen ist, lock­te eben­falls bereits ein gro­ßes Publi­kum an. In der Vil­la Des­sau­er waren die „Foto­gra­fi­schen Insze­nie­run­gen“ des Bam­ber­ger Foto­gra­fen Uwe Gaasch ein star­ker Anzie­hungs­punkt. Auch der Berufs­ver­band bil­den­der Künst­le­rin­nen und Künst­ler – BBK Ober­fran­ken und der Kunst­ver­ein Bam­berg e.V. prä­sen­tier­ten hier Ihre Aus­stel­lun­gen mit gro­ßem Erfolg.

Die Ange­bo­te der Kul­tu­rel­len Bil­dung wur­den 2025 von rund 1.000 Per­so­nen mehr als im Vor­jahr wahr­ge­nom­men und brach­ten es damit auf knapp 4.400 Teil­nah­men. Beson­ders beliebt waren die Gesprä­che mit den Künst­le­rin­nen und Künst­lern im Rah­men­pro­gramm der Son­der­aus­stel­lun­gen. Dar­über hin­aus hat sich auch die Vor­trags­rei­he „Uni im Muse­um“ als erfolg­rei­ches For­mat eta­bliert und geht inzwi­schen in die vier­te Run­de. Sehr gefragt sind zudem die Ange­bo­te für Kita-Grup­pen und Schul­klas­sen sowie Kin­der­ge­burts­ta­ge im Muse­um. „Die­ser Zuspruch bestärkt uns in unse­rer Arbeit“, betont Dr. des. Eleo­no­ra Cagol, Kura­to­rin für die Kul­tu­rel­le Bil­dung der Muse­en der Stadt Bamberg.


Das war­tet 2026 auf die Besu­che­rin­nen und Besucher

Auch 2026 bie­ten die Muse­en der Stadt Bam­berg ein viel­sei­ti­ges Ange­bot an Aus­stel­lun­gen und Ver­an­stal­tun­gen an. „Wir sind sehr dank­bar, dass wir unse­ren Gäs­ten trotz der ange­spann­ten Finanz­la­ge ein sol­ches Ange­bot machen kön­nen. Hier­zu ist es erfor­der­lich, dass wir uns auf zen­tra­le The­men und beson­ders stark nach­ge­frag­te Ange­bo­te kon­zen­trie­ren. Maß­geb­lich für das Gelin­gen sind dabei auch in die­sem Jahr die groß­zü­gi­gen För­de­run­gen unse­rer ver­läss­li­chen Unter­stüt­zer,“ merkt Dr. Fabi­an Ludo­vico hier­zu an.

Im Zen­trum des dies­jäh­ri­gen Pro­gramms ste­hen zwei gro­ße Son­der­aus­stel­lun­gen. Im His­to­ri­schen Muse­um wird vom 27. März bis zum 1. Novem­ber 2026 die „Mau­ern der Macht. Die Alte Hof­hal­tung in Bam­berg“ zu sehen sein. Die Alte Hof­hal­tung selbst bil­det dabei das Herz­stück der Schau: Als bedeu­ten­der Schau­platz Bam­ber­ger Stadt­ge­schich­te steht sie seit über ein­tau­send Jah­ren auf dem Dom­berg. Hier ver­weil­ten einst Kai­ser, Bischö­fe und Ade­li­ge, umge­ben von Bediens­te­ten, Hand­wer­kern und ande­ren Bewoh­nern. Die Aus­stel­lung macht die­sen his­to­ri­schen Ort erleb­bar und zeigt, wie Macht, All­tag und gesell­schaft­li­ches Leben in der Alten Hof­hal­tung eng mit­ein­an­der ver­bun­den waren.

In der Vil­la Des­sau­er fin­det vom 1. Okto­ber 2026 bis 28. Febru­ar 2027 die Son­der­aus­stel­lung „Licht­ak­kord. Andre­as Her­zau foto­gra­fiert die Bam­ber­ger Sym­pho­ni­ker“ statt. Her­zau (1962–2024) beglei­te­te die Bam­ber­ger Sym­pho­ni­ker über meh­re­re Jah­re, sowohl in ihrer Hei­mat Bam­berg, als auch auf meh­re­ren Kon­zert­tour­neen. Ent­stan­den ist ein viel­ge­stal­ti­ges Por­trät des inter­na­tio­nal renom­mier­ten Orches­ters. Die Aus­stel­lung ent­steht in Koope­ra­ti­on mit der Stif­tung F.C. Gund­lach in Ham­burg, den Bam­ber­ger Sym­pho­ni­kern und dem Inter­na­tio­na­len Künst­ler­haus Vil­la Con­cor­dia in Bam­berg, wo vom 15.12.2026 bis 24.01.2027 eben­falls eine Aus­wahl von Her­zaus Sym­pho­ni­ker-Fotos gezeigt wird.

Dane­ben wird im His­to­ri­schen Muse­um eine Prä­sen­ta­ti­on zum 250. Geburts­tag E.T.A. Hoff­manns im „E.T.A. Hoff­mann-Tanz­saal“ gezeigt, die von meh­re­ren Ver­an­stal­tun­gen beglei­tet wird. Und eben­falls fin­det dort die Inter­ven­ti­on „Feu­er. Far­be. Licht – Email­le­wel­ten“ mit den wun­der­ba­ren Arbei­ten der Künst­le­rin Nora Kovats statt, die 2025 das Kunst­sti­pen­di­um Bam­berg erhielt.

Mit Eröff­nung der Son­der­aus­stel­lung „Mau­ern der Macht“ sind dann auch wie­der die kost­ba­ren Samm­lun­gen der Welt­erbe­stadt in den ver­schie­de­nen Dau­er­aus­stel­lun­gen zu sehen. Dazu zäh­len unter ande­rem „Bil­der­spa­zier­gang“, „Eine neue Zeit bricht an“, „Jüdi­sches in Bam­berg“ und eine Stu­dio­aus­stel­lung von Samm­lungs-High­lights des His­to­ri­schen Ver­eins Bamberg.

Für die Son­der­aus­stel­lung „Mau­ern der Macht. Die Alte Hof­hal­tung in Bamberg“

Gesucht: Erin­ne­run­gen und Fotos von der Alten Hofhaltung

Am 26. März 2026 eröff­net im His­to­ri­schen Muse­um Bam­berg die Son­der­aus­stel­lung „Mau­ern der Macht. Die Alte Hof­hal­tung in Bam­berg“. In die­sem Zusam­men­hang ist das Team des Muse­ums auf der Suche nach Fotos und wen­det sich an die Bürgerschaft.

Die Aus­stel­lung zeigt die Bau- und Nut­zungs­ge­schich­te die­ses bedeu­ten­den Gebäu­des – von sei­ner ursprüng­li­chen Funk­ti­on bis in die jün­ge­re Ver­gan­gen­heit, dar­un­ter die Nut­zung als Wohn­ge­bäu­de nach dem Zwei­ten Welt­krieg und als Kulis­se für Hochzeitsfotos.

Das Team des Muse­ums bit­tet des­halb alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger um Mit­hil­fe: Wer hat Fotos oder Erin­ne­run­gen an die Alte Hof­hal­tung als Wohn­ort? Viel­leicht hat jemand selbst dort gewohnt oder kennt jeman­den, der dort leb­te. Wur­de in der alten Hof­hal­tung eine Hoch­zeit gefei­ert, von der es Fotos gibt? Jeder­mann kann sei­ne Erin­ne­run­gen digi­tal tei­len und Teil der Aus­stel­lung wer­den. Ein­sen­de­schluss ist der 10. März. Die Bil­der soll­ten aus­schließ­lich digi­tal an kubimus@stadt.bamberg.de gemailt werden.

Abschnitt zwi­schen Jahn­wehr und Hein­richs­brü­cke erhält neue Asphaltdecke

Wege­sa­nie­rung im Hain wird fortgesetzt

Der Geh- und Rad­weg am Weegmann­ufer im Hain, zwi­schen Hein­richs­brü­cke und Jahn­wehr, befin­det sich in einem schlech­ten bau­li­chen Zustand. Die Asphalt­de­cke weist eine hohe Anzahl von Ris­sen und Schlag­lö­chern auf. Um den Miss­stand zu besei­ti­gen, wird der Abschnitt instand­ge­setzt, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. Die Stra­ßen­bau­ar­bei­ten begin­nen bei geeig­ne­ter Wet­ter­la­ge am 23. Febru­ar und dau­ern vor­aus­sicht­lich bis Ende Mai 2026 an.

Mit der Maß­nah­me wird die umfas­sen­de Sanie­rung des Wege­net­zes im Bam­ber­ger Hain fort­ge­setzt und über die Baye­ri­sche Städ­te­bau­för­de­rung geför­dert. Zuletzt wur­de 2023 der Abschnitt zwi­schen Bug­er Spit­ze und Jahn­wehr auf Vor­der­mann gebracht. Nun folgt der Anschluss bis zur Heinrichsbrücke.

Die Stra­ßen­bau­ar­bei­ten brin­gen Umlei­tun­gen und Sper­run­gen mit sich. Das Weegmann­ufer zwi­schen Hein­richs­brü­cke und Jahn­wehr kann wäh­rend der Arbei­ten nicht began­gen oder befah­ren wer­den. Auch ein Stück des Weges ab Hain­wei­her in Rich­tung Jahn­wehr wird saniert und muss daher gesperrt blei­ben. Die aus­ge­schil­der­te Umlei­tung für den Rad- und Fuß­ver­kehr erfolgt vom Jahn­wehr durch den Lui­sen­hain ent­lang des Hain­wei­hers und des Musik­pa­vil­lons zur Unter­füh­rung Münch­ner Ring zum Hein­richs­damm bezie­hungs­wei­se mit Que­rung des Rhein-Main-Donau-Damms an der Ampel­an­la­ge wie­der auf das Weegmann­ufer Rich­tung Norden.

Wei­te­re Ein­schrän­kun­gen betref­fen das Jahn­wehr und die Park­plät­ze bei der TSG 05 Bam­berg bezie­hungs­wei­se bei der Gast­stät­te Ver­eins­hain. Aus Sicher­heits­grün­den und wegen des erhöh­ten Bau­stel­len­ver­kehrs regelt eine Ampel­an­la­ge, wann das Jahn­wehr began­gen und mit dem Fahr­rad befah­ren wer­den kann. Um Bau­ma­te­ria­li­en lagern zu kön­nen, muss ein Teil der Park­plät­ze gesperrt wer­den. Die rest­li­chen, nicht benö­tig­ten Flä­chen ste­hen wei­ter­hin als Park­plät­ze der Öffent­lich­keit zur Verfügung.

Blut­spen­de im Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum Bamberg

80 Liter Blut und 640 Euro – Gutes tun im Doppelpack

Die ange­hen­den Poli­zis­tin­nen und Poli­zis­ten des Ein­stel­lungs­jahr­gangs BA 23 II rie­fen zum Ende ihrer Aus­bil­dung zu einer Akti­on „Spen­de Blut, ret­te Leben“ auf, wie das Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum Bam­berg mitteilt.

Für den Ein­stel­lungs­jahr­gang BA 23 II des Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trums Bam­berg steht das Ende der Aus­bil­dung kurz bevor. Die ange­hen­den Poli­zis­tin­nen und Poli­zis­ten rie­fen zum Abschied zu einer Akti­on „Spen­de Blut, ret­te Leben“ auf, wie das Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum Bam­berg mitteilt.

In Koope­ra­ti­on mit dem Blut­spen­de­dienst des Baye­ri­schen Roten Kreu­zes (BRK) fand am 5. Febru­ar 2026 eine inter­ne Blut­spen­de­ak­ti­on bei der Bun­des­po­li­zei statt. Gespen­det haben 160 Personen.

Zusätz­lich bestand die Mög­lich­keit, sich für die Deut­sche Kno­chen­mark­spen­der­da­tei zu registrieren.

Ziel der Akti­on war es, ein star­kes Zei­chen der Soli­da­ri­tät und des gesell­schaft­li­chen Enga­ge­ments zu set­zen – und das gleich im Dop­pel­pack. Eine ein­zi­ge Blut­spen­de kann bis zu drei Leben ret­ten. Außer­dem ist für jede Spen­de eine Auf­wand­ent­schä­di­gung vor­ge­se­hen, wel­che auf Wunsch der Dienst­stel­le durch den Blut­spen­de­dienst des BRK direkt an den Kin­der­schutz­bund Bam­berg über­ge­ben wird. Ins­ge­samt konn­ten 640 Euro für den guten Zweck gene­riert werden.

OB Star­ke: „Finn­land ist ein wich­ti­ger Partner“

Fin­ni­scher Bot­schaf­ter zu Gast in Bamberg

Kai Sau­er, Bot­schaf­ter der Repu­blik Finn­land mit Sitz in Ber­lin, liegt es fern, aus­schließ­lich in der Bun­des­haupt­stadt zu resi­die­ren. Viel­mehr liegt dem Sohn eines deut­schen Vaters und einer fin­ni­schen Mut­ter dar­an, Deutsch­land ken­nen­zu­ler­nen. Bin­nen eines Jah­res gelang es ihm, alle 16 Bun­des­län­der zu besu­chen. Jetzt hat er deut­sche Städ­te und Regio­nen im Blick, was ihn am 3. Febru­ar nach Bam­berg führ­te. „Eine beson­de­re Stadt“, so Sauer.

„18 Fin­nen leben bei uns“, berich­te­te OB Andre­as Star­ke. Der Ober­bür­ger­meis­ter emp­fing den Bot­schaf­ter im Roko­ko­saal des Alten Rat­hau­ses zum Ein­trag ins Gol­de­ne Buch der Stadt Bam­berg. Beglei­tet wur­de er vom Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Andre­as Schwarz, mit dem Sau­er bereits zusam­men­ge­ar­bei­tet hat. Auch die fin­ni­sche Bür­ge­rin Auri Tusa war dabei, die aktu­ell ein Volon­ta­ri­at im His­to­ri­schen Muse­um der Stadt Bam­berg absolviert.


Eis­ho­ckey-Fan

Star­ke stell­te das Alte Rat­haus vor, eines der am meis­ten foto­gra­fier­ten Objek­te in Deutsch­land. Sport kam auch zur Spra­che; der Ober­bür­ger­meis­ter erin­ner­te dar­an, dass frü­her ein fin­ni­scher Spie­ler das Bam­ber­ger Bas­ket­ball­team ver­stärkt hat. Das Herz des fin­ni­schen Bot­schaf­ters schlägt jedoch für Eis­ho­ckey – und natür­lich für Poli­tik. Nach dem Hin­weis des Ober­bür­ger­meis­ters, dass Bam­berg mit dem ukrai­ni­schen Mukat­sche­wo eine Städ­te­part­ner­schaft geschlos­sen hat, ver­wies Sau­er auf das fin­ni­sche Tam­pe­re, das mit Kiew eine sol­che Part­ner­schaft unterhält.


Wehr­pflicht

Anläss­lich des am glei­chen Tag statt­ge­fun­de­nen Besuchs von Boris Pis­to­ri­us ver­wies Sau­er dar­auf, dass der Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter skan­di­na­vi­sche Län­der, dar­un­ter auch Finn­land, besucht hat, um deren Wehr­dienst-Model­le zu stu­die­ren. In Finn­land herrscht kom­plet­te Wehr­pflicht. Nach Aus­kunft des Bot­schaf­ters leis­ten 70 Pro­zent der Män­ner Wehr­dienst, der Rest absol­viert sozia­le Dienste.

Für den fina­len Bau­ab­schnitt wird ein Gerüst an der Nord­sei­te des Gebäu­des errichtet

Sanie­rung des Kon­vent­baus am Micha­els­berg auf der Zielgeraden

Bei der lau­fen­den Gene­ral­sa­nie­rung des Kon­vent­ge­bäu­des in der ehe­ma­li­gen Klos­ter­an­la­ge St. Micha­el beginnt nun der drit­te und zugleich letz­te Bau­ab­schnitt, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

„Mit dem Ein­tritt in die­se abschlie­ßen­de Pha­se kom­men wir der nach­hal­ti­gen Siche­rung die­ses bedeu­ten­den his­to­ri­schen Bau­werks auf dem Micha­els­berg einen ent­schei­den­den Schritt näher“, betont Stif­tungs­re­fe­rent Bert­ram Felix. Ziel der Maß­nah­men ist es, die Bau­sub­stanz des Kon­vent­ge­bäu­des lang­fris­tig zu erhal­ten und für kom­men­de Gene­ra­tio­nen zu sichern.

Als ers­ter sicht­ba­rer Schritt der neu­en Bau­pha­se wird ab Kalen­der­wo­che 5 ein Gerüst an der Nord­sei­te des Kon­vent­ge­bäu­des errich­tet. Die­ses dient der Durch­füh­rung der vor­ge­se­he­nen Arbei­ten am Dach und Trag­werk sowie der Über­ar­bei­tung der Nord- und Ost­fas­sa­de. Die­se Maß­nah­men­pa­ke­te sind Teil der vom Bund (dem Beauf­trag­ten der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tur und Medi­en), dem Frei­staat Bay­ern (Ent­schä­di­gungs­fonds), der Ober­fran­ken­stif­tung, der Baye­ri­schen Lan­des­stif­tung, der Stadt Bam­berg und der Städ­te­bau­för­de­rung geför­der­ten 12 Mil­lio­nen Euro für die Dach‑, Trag­werks- und Fas­sa­den­in­stand­set­zung, wel­che einen wesent­li­chen Bei­trag zur Bewah­rung des denk­mal­ge­schütz­ten Ensem­bles auf dem Micha­els­berg leisten.

Trotz der Bau­ar­bei­ten blei­ben der Fuß- und Fahr­weg bis hin zum Ost­pla­teau wei­ter­hin unein­ge­schränkt begeh­bar und befahr­bar. Auch für Besu­che­rin­nen und Besu­cher erge­ben sich kei­ne Ein­schrän­kun­gen: Die Gast­stät­ten auf dem Micha­els­berg sowie das Braue­rei­mu­se­um sind von der Maß­nah­me nicht betrof­fen und blei­ben regu­lär geöff­net. „Uns war es wich­tig, die not­wen­di­gen Sanie­rungs­ar­bei­ten so zu pla­nen, dass sowohl die Erreich­bar­keit des Micha­els­bergs als auch der lau­fen­de Betrieb für Gäs­te und Ein­hei­mi­sche gewähr­leis­tet blei­ben“, erklärt Felix.

Roter Tep­pich beim „Frän­ki­schen Filmpreis“

36. Bam­ber­ger Kurzfilmtage

Heu­te star­ten die 36. Bam­ber­ger Kurz­film­ta­ge. Bis zum 1. Febru­ar ist wie­der eine Viel­zahl aus­ge­wähl­ter Kurz­fil­me zu sehen. Fes­ti­val­lei­te­rin Katha­ri­na Brein­bau­er stand uns im Vor­feld für ein Inter­view zur Verfügung.

Mit über 150 Bei­trä­ge aus den Gen­res Doku­men­ta­ti­on, Ani­ma­ti­on, Spiel­film, Expe­ri­men­tal­film und Kin­der­kurz­film bie­tet das umfang­rei­che Kurz­film­pro­gramm abwechs­lungs­rei­che Unter­hal­tung für alle Alters­grup­pen. Die Fil­me wur­den aus rund 800 Ein­sen­dun­gen mona­te­lang von einem 25-köp­fi­gen Team in wöchent­li­chen Sit­zun­gen aus­ge­wählt. „Wir haben schon im Früh­jahr mit den ers­ten Sich­tun­gen begon­nen und konn­ten so bereits ab Okto­ber in die fina­le Aus­wahl­pha­se gehen“, sagt Julia Flach­mann, die seit drei Jah­ren die Wett­be­werbs­sich­tung des Fes­ti­vals koor­di­niert. An der Aus­wahl der Kin­der­kurz­fil­me für den Pro­gramm­teil „Kur­zes für Kur­ze“ haben sich zudem erneut Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Hugo-von-Trim­berg Schu­le betei­ligt und acht span­nen­de Fil­me ausgewählt.

Das The­men­spek­trum, das in die­sem Jahr in den Fil­men bear­bei­tet wur­de, ist wie gewohnt vor allem künst­le­risch viel­fäl­tig und doch ein klein wenig anders. „In den Film­ein­rei­chun­gen für unse­ren Wett­be­werb beob­ach­ten wir, dass zuneh­mend auch erns­te­re The­men humor­voll ange­gan­gen wer­den.“, fin­det Fes­ti­val­lei­te­rin Katha­ri­na Breinbauer.

Die Events ver­tei­len sich auf die Kinos Licht­spiel und Ode­on sowie die Stadt­bü­che­rei in der Obe­ren Königs­stra­ße, die Volks­hoch­schu­le Bam­berg Stadt in der Tränk­gas­se und die Kul­tur­fa­brik (KUFA).

Foto: Chris­ti­an Martin

Neu ist ein Fuß­ball­film­pro­gramm für alle kino­be­geis­ter­ten Sport­freun­de. Der FC Wacker 1927 Bam­berg e. V. über­nimmt die Paten­schaft dafür und stellt vor Ort sei­ne Jugend­ar­beit vor.

Pas­send zum 250-jäh­ri­gen Geburts­jahr von E.T.A. Hoff­mann koope­rie­ren die Kurz­film­ta­ge erst­ma­lig mit dem E.T.A. Hoff­mann-Haus in Per­son von Kura­tor Mar­tin Habermeyer. 

Neu ist ein Fuß­ball­film­pro­gramm für alle kino­be­geis­ter­ten Sport­freun­de. Der FC Wacker 1927 Bam­berg e. V. über­nimmt die Paten­schaft dafür und stellt vor Ort sei­ne Jugend­ar­beit vor.

Pas­send zum 250-jäh­ri­gen Geburts­jahr von E.T.A. Hoff­mann koope­rie­ren die Kurz­film­ta­ge erst­ma­lig mit dem E.T.A. Hoff­mann-Haus in Per­son von Kura­tor Mar­tin Habermeyer.

An zwei spe­zi­el­len „E.T.A. Pro­gram­men“ wur­de dafür gebas­telt. In einem davon über­nimmt Hoff­manns berühm­ter Kater Murr die Haupt­rol­le und rich­tet sei­ne Lebens­an­sich­ten auf neue und kurio­se Blick­win­kel aus der Sym­bio­se von Katz und Mensch aus.


Län­der­schwer­punkt Tür­kei und Son­der­pro­gramm Handwerk

Im Spe­zi­al­pro­gramm liegt der Län­der­fo­kus in die­sem Jahr auf der Tür­kei. Inspi­ra­ti­on dafür sei die Wahl des Gast­lan­des im Sti­pen­dia­ten-Pro­gramm des Inter­na­tio­na­len Künst­ler­hau­ses Vil­la Con­cor­dia gewe­sen, sagt Brein­bau­er. „Die Koope­ra­ti­on mit dem Künst­ler­haus gibt uns jedes Jahr wert­vol­le Ansät­ze, um bei­spiels­wei­se eine hoch­ka­rä­ti­ge Kunst­aus­stel­lung in unse­ren Fes­ti­val­klub zu inte­grie­ren.“ Die Loca­ti­on für den berüch­tig­ten Kurz­film­klub steht aller­dings noch nicht fest. Jedes Jahr neh­me die Raum­su­che nach geeig­ne­tem Leer­stand aufs Neue viel Zeit und Ener­gie in Anspruch.

Beim Son­der­pro­gramm der Kurz­film­ta­ge erwar­ten die Zuschaue­rin­nen und Zuschau­er bereits zum zwei­ten Mal Fil­me rund um das Hand­werk. Im Mit­tel­punkt ste­hen dies­mal eine Korb­flech­te­rin und Fil­me­ma­che­rin aus Bam­berg. Jen­ni­fer Rubach orga­ni­siert für das Zen­trum Euro­päi­scher Flecht­kul­tur in Lich­ten­fels einen inter­na­tio­na­len Kurz­film-Wett­be­werb. „Der Sie­ger­film wird bei uns im Pro­gramm gezeigt – gemein­sam mit ande­ren inter­na­tio­na­len Kurz­fil­men, die sich mit ver­schie­de­nen hand­werk­li­chen Gewer­ken beschäf­ti­gen“, sagt die Fes­ti­val­lei­te­rin. Zu den Vor­füh­run­gen wer­den auch die Film­schaf­fen­den vor Ort sein.


Gro­ßer Auf­tritt für den Buch­hal­ter in Erklär-Vide­os auf TikTok

Auch der Buch­hal­ter des Fes­ti­vals, Chris­ti­an Kai­ser, Spitz­na­me KC, nimmt wie­der eine Rol­le vor der Kame­ra ein. „Vor bei­na­he fünf Jah­ren haben wir mit ihm Erklär-Clips gedreht, um Fes­ti­val-Neu­lin­gen die Abläu­fe der Ver­an­stal­tung zu zei­gen. Auch die ein­ge­schweiß­ten Kurz­film­ta­ge­fans fan­den die­se Clips rich­tig gut, des­we­gen gibt es jetzt eine Neu­auf­la­ge” erzählt Brein­bau­er. In kur­zen Sequen­zen wird anschau­lich und locker gezeigt, was einen Kurz­film aus­macht, woher der Begriff „Rol­le“ stammt, wie man an Tickets kommt und wor­auf es beim Wett­be­werb und sei­nen vie­len Prei­sen ankommt.

Ganz neu ist die Prä­sen­ta­ti­on des Fes­ti­vals auf dem eige­nen Tik­Tok Account „bam­ber­ger­kurz­film­ta­ge“. Dort sol­len schon bald Ein­bli­cke hin­ter die Kulis­sen zu sehen sein. „Unse­re dies­jäh­ri­gen Prak­ti­kan­tin­nen hat­ten eine Viel­zahl von Ideen, die sie in Kurz­vi­de­os umset­zen woll­ten. Also haben wir sie machen las­sen!“ sagen Brein­bau­er und Flach­mann. Das Fes­ti­val lebe davon, dass alle im Team eige­ne Ideen ver­wirk­li­chen kön­nen. Jähr­lich sol­len so neue Wege aus­ge­tes­tet wer­den, um ein brei­tes Publi­kum zu bedienen.


Tro­phä­en und Preis­gel­der in sie­ben Kategorien

Auch wenn das genaue Pro­gramm noch geheim ist – einen ganz beson­de­ren Abend wird in der Fes­ti­val-Woche wie­der der Sams­tag ein­neh­men, wenn die Prä­mie­rung der bes­ten Wett­be­werbs­bei­trä­ge im Ode­on-Kino statt­fin­det. Drei ver­schie­de­ne Jurys (Fach­ju­ry, Jugend­ju­ry und Regio­nal­ju­ry) küren dann nach einer lan­gen Fes­ti­val­wo­che die her­aus­ra­gends­ten Film­bei­trä­ge. Zwei Prei­se wer­den allein durch die Zuschau­er bestimmt: Für die Aus­lo­tung des Publi­kums­prei­ses wer­den nach jedem Film Bewer­tungs­zet­tel ein­ge­sam­melt und über den Gewin­ner des Kin­der­film­prei­ses dür­fen alle anwe­sen­den Kin­der im Saal abstimmen.

Den Gewin­ner­fil­men win­ken als Tro­phä­en gol­de­ne Zen­tau­ren aus Scho­ko­la­de, ent­wor­fen von dem Bam­ber­ger Bild­hau­er Adel­bert Heil und in Scho­ko­la­de gegos­sen von der Con­fi­se­rie Sto­rath. Ver­bun­den damit ist ein Preis­geld, das die Pro­duk­ti­on neu­er Kurz­fil­me ermög­li­chen soll.


Wett­be­werb um den Frän­ki­schen Filmpreis

Die För­de­rung der hei­mi­schen Film­schaf­fen­den hat sich das Kurz­film­fes­ti­val seit Jah­ren auf die Fah­ne geschrie­ben: So wird es wie­der einen eige­nen Wett­be­werb für frän­ki­sche Kurz­film­pro­duk­tio­nen geben. Dazu wur­de der Radi­us für die Ein­rei­chun­gen von Ober­fran­ken auf die gan­ze Frän­ki­sche Regi­on erwei­tert. Für die Anschub­fi­nan­zie­rung die­ses Pro­jekts, setz­te sich im letz­ten Jahr die Ober­fran­ken­stif­tung ein. Sie wird heu­er von der Spar­kas­se Bam­berg abge­löst, die das Spon­so­ring für das Regio­nal­film­pro­gramm über­nom­men hat. „Ohne das groß­zü­gi­ge Spon­so­ring könn­ten wir die­ses For­mat nicht ver­wirk­li­chen. Andern­orts wur­den regio­na­le Wett­be­wer­be ein­ge­spart, weil das Geld an allen Ecken und Enden fehlt. Wir sind außer­or­dent­lich dank­bar, dass wir die­sen Schritt nicht gehen müs­sen, son­dern unse­ren Radi­us sogar erwei­tern konn­ten,“ so Brein­bau­er. Auch hier sind so mehr Fil­me ent­stan­den und die Band­brei­te an The­men hat sich erwei­tert. „Es ist immer wie­der über­ra­schend, mit wel­cher The­men­viel­falt der Regio­nal­film auf­war­ten kann. In die­sem Jahr haben wir einen Stumm­film aus Erlan­gen dabei. Dort hat sich eine Grup­pe Stumm­film­be­geis­ter­ter gefun­den, die dem Gen­re neu­es Leben einhauchen.


Ehren­amt trägt das Festival

Um einen rei­bungs­lo­sen Ablauf zu gewähr­leis­ten und die Gäs­te zu betreu­en, die zum Film­fes­ti­val anrei­sen, küm­mern sich vie­le ehren­amt­li­che Hel­fe­rin­nen und Hel­fer in Klein­grup­pen. Das garan­tiert im Rah­men der Film­vor­füh­run­gen wie auch im Kurz­film Klub eine ent­spann­te Atmo­sphä­re für anre­gen­de Gespräche.

Selbst Büro­hund Theo hat die­ses Jahr sei­nen Platz im Fes­ti­val-Mar­ke­ting gefun­den: Als Prot­ago­nist im Trai­ler hat der adop­tier­te grie­chi­sche Stra­ßen­hund durch­aus Poten­zi­al zum Film­star. „In der hei­ßen Pha­se der Vor­be­rei­tung hilft er uns allen im Büro­team ein biss­chen beim Run­ter­kom­men, indem er von Zeit zu Zeit Strei­chel­ein­hei­ten ein­for­dert,“ erzählt Katha­ri­na Brein­bau­er schmunzelnd.

Für die Aus­ge­stal­tung des Fes­ti­vals setzt die Lei­te­rin auf das gro­ße Enga­ge­ment des Teams. „An den sie­ben Tagen sind etwa 40 Ehren­amt­li­che beschäf­tigt, um für die erwar­te­ten 5.000 Zuschau­er sowie die rund 70 anrei­sen­den Film­schaf­fen­den eine unver­gleich­li­che Fes­ti­val­wo­che zu bie­ten. Das ist nur mög­lich, weil sich für unse­re Kurz­film­ta­ge etli­che Team­mit­glie­der extra Urlaub neh­men. Und weil wir von einem brei­ten Bünd­nis an Koope­ra­ti­ons­part­nern und Spon­so­ren unter­stützt werden.“

Für alle, die es nicht zum Fes­ti­val schaf­fen, lie­ber ein­zel­ne Kurz­fil­me sehen oder erst spä­ter rein­schau­en möch­ten, bie­tet das Online-Fes­ti­val vom 2. Febru­ar bis 8. Febru­ar 2026 eine geeig­ne­te Platt­form. „Das Wett­be­werbs­pro­gramm geht hier natür­lich wie­der kom­plett online“, ver­spricht Brein­bau­er. So kön­nen sich auch alle Daheim­ge­blie­be­nen ihre Por­ti­on Fes­ti­val­stim­mung ins Wohn­zim­mer holen und trü­be Febru­ar­ge­dan­ken vertreiben.

Licht­spiel zeigt Kurz­film „Sprich dar­über“ von einem Pro­jekt-Semi­nar des E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiums

Gewalt an Frau­en geht auch nach den Oran­ge Days weiter

Gewalt gegen Frau­en sowie Fra­gen der Gleich­stel­lung wur­den bei einem Akti­ons­tag the­ma­ti­siert, der im Rah­men der Oran­ge Days am E.T.A.-Hoffmann-Gymnasium mit den elf­ten Klas­sen statt­fand und von der Gleich­stel­lungs­stel­le der Stadt Bam­berg unter­stützt wurde.

Red­ne­rin­nen aus Wirt­schaft, Gewerk­schaft, Gleich­stel­lungs­ar­beit, Poli­zei und dem Frau­en­haus stell­ten ihre jewei­li­gen Per­spek­ti­ven in sechs Kurz­vor­trä­gen dar und dis­ku­tier­ten die­se im Anschluss bei einer Podi­ums­dis­kus­si­on. Die Debat­te stand unter der Über­schrift: „Sie lächelt so nett – das reicht doch. Wie steu­ern Vor­ur­tei­le Chan­cen oder wie gelingt Gleichberechtigung?“

Ein beson­de­rer Bei­trag kam von Schü­le­rin­nen und Schü­lern eines Pro­jekt-Semi­nars einer elf­ten Klas­se des E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiums. Sie pro­du­zier­ten ein Video, das Erfah­run­gen mit Dis­kri­mi­nie­rung und gesell­schaft­li­che Erwar­tun­gen an Frau­en dar­stellt. Unter dem Titel des Films „Sprich dar­über“ macht das Licht­spiel Bam­berg in sei­nem Pro­gramm­heft dar­auf auf­merk­sam, dass Frau­en und Mäd­chen im All­tag oft mehr, als es offen­sicht­lich ist, von ver­ba­ler, psy­chi­scher und phy­si­scher Gewalt betrof­fen sind. Das Kino zeigt den Film zwi­schen dem 22. und dem 26. Janu­ar 2026 jeweils als Vor­film der 20.35-Uhr-Vorstellung und setzt damit bewusst ein Zeichen.

„Die Bot­schaft ist klar: Gewalt an Frau­en endet nicht mit den Oran­ge Days – Auf­merk­sam­keit und Enga­ge­ment müs­sen dar­über hin­aus bestehen blei­ben“, lobt Gabrie­le Kepic, die Gleich­stel­lungs­be­auf­tra­ge der Stadt Bam­berg, die­se Initiative.

Smart-City-Pro­jekt unter­stützt Bewegungsfreiheit

Men­schen mit Demenz digi­tal im Blick

Bei einer Podi­ums­dis­kus­si­on im Zuge der Ver­an­stal­tungs­rei­he „Smart Talks“ des Pro­gramms Smart City Bam­berg gaben Jut­ta Weig­and von der Sozi­al­stif­tung Bam­berg sowie Prof. Dr. Peter Kolom­in­sky-Rabas von der FAU Erlan­gen-Nürn­berg wert­vol­le Ein­bli­cke in die Pfle­ge von an Demenz erkrank­ten Menschen.

Offi­zi­ell sind in Stadt und Land­kreis Bam­berg etwa 4.000 Men­schen von Demenz betrof­fen, rund 9.000 von einer Vor­stu­fe der Erkran­kung. Ein gemein­sa­mes Pro­jekt von Smart City Bam­berg und der Sozi­al­stif­tung Bam­berg soll nun hel­fen, Demenz­er­krank­te mit Hil­fe eines digi­ta­len Arm­bands bes­ser im Blick zu haben.

Betrof­fen sind laut Prof. Fr. Peter Kolom­in­sky-Rabas dem­nach nicht nur die Erkrank­ten selbst, son­dern auch die Ange­hö­ri­gen und Pfle­ge­kräf­te. Denn der Umgang mit den Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten erfor­dert viel Ein­füh­lungs­ver­mö­gen und Ver­ständ­nis dafür, dass sich die betrof­fe­ne Per­son ihrer Wahr­neh­mung nach in ver­gan­ge­nen Lebens­pha­sen befin­det und sich ent­spre­chend ver­hält. Das kos­te ins­be­son­de­re die Ange­hö­ri­gen viel Kraft, vor allem, wenn sie sich selbst um die Betreu­ung der Erkrank­ten küm­mern wür­den, so der Fachmann.

Men­schen, die an Demenz erkran­ken, nei­gen zu allen Tages- und Nacht­zei­ten zu einem star­ken Bewe­gungs­dran. Gleich­zei­tig ist die­ser oft ohne Ziel oder das ursprüng­li­che Ziel ist schnell ver­ges­sen. Resul­tat ist, dass Men­schen mit Demenz die Ori­en­tie­rung ver­lie­ren, was im öffent­li­chen Raum mit­un­ter lebens­ge­fähr­lich wer­den kann. Die Unter­brin­gung in einer Pfle­ge­ein­rich­tung kann hier hel­fen, stößt aber auch an ihre Gren­zen. Denn das eigent­li­che Bestre­ben sei, den Betrof­fe­nen so lan­ge wie mög­lich die Teil­ha­be am Leben in Bam­berg zu ermög­li­chen, aber gleich­zei­tig ihre Sicher­heit zu gewähr­leis­ten, so Jut­ta Weig­and von der Sozi­al­stif­tung Bam­berg. Den auf­ge­zeich­ne­ten Smart­talk kön­nen sich Inter­es­sier­te auch auf dem You­Tube-Kanal von Smart City Bam­berg ansehen.


Digi­ta­le und ehren­amt­li­che Unter­stüt­zung im Doppelpack

Ein gemein­sa­mes Pro­jekt von Smart City Bam­berg und der Sozi­al­stif­tung Bam­berg ver­spricht genau das: Ein Arm­band, ähn­lich einer Arm­band­uhr, über­mit­telt die benö­tig­ten Ortungs­da­ten der an Demenz erkrank­ten Per­son. Vor­ab wer­den vir­tu­el­le Sicher­heits­zo­nen defi­niert, ganz indi­vi­du­ell nach dem Schwe­re­grad und den Gewohn­hei­ten. Ver­lässt die Per­son ihr defi­nier­tes Gebor­gen­heits­ni­veau, wird eine Benach­rich­ti­gung samt der Ortungs­da­ten an die Anwen­dung gesen­det. „Das Sys­tem bie­tet einen kla­ren Mehr­wert für unse­re Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner“, erklärt die Pro­jekt­lei­tung Jut­ta Weig­and. „Sie kön­nen sich in einem defi­nier­ten Bereich frei bewe­gen und wer­den dabei opti­mal geschützt.“ Das „revo­lu­tio­nä­re“ an dem Kon­zept sei aber die Ein­bin­dung von Ehren­amt­li­chen in die Suche. Denn die Pfle­ge­kräf­te allei­ne könn­ten die­se Suche der Betrof­fe­nen nicht stem­men, auch die Kapa­zi­tät der Poli­zei sei begrenzt.


Posi­ti­ve Bilanz nach Testlauf

Nach einem drei­mo­na­ti­gen Test­lauf in der Ein­rich­tung am Michels­berg wur­de eine posi­ti­ve Bilanz gezo­gen. Eine Per­son konn­te dank eines aus­ge­lös­ten Alarms sogar inner­halb kür­zes­ter Zeit an einer Bus­hal­te­stel­le gefun­den wer­den. Es wur­den auch vie­le Gesprä­che mit Erkrank­ten, Ange­hö­ri­gen und Pfle­ge­kräf­ten geführt. Betrof­fe­ne und ihre Ange­hö­ri­gen zeig­ten sich durch­weg begeis­tert und for­dern schon jetzt eine sol­che Lösung. Eini­ge der Pfle­ge­kräf­te emp­fan­den den Ein­satz der Tech­nik zunächst als zusätz­li­che Belas­tung. Eine umfas­sen­de Schu­lung aller Betei­lig­ten konn­te die­se Beden­ken mildern.

Bereits im Som­mer 2025 hat­ten zudem Inter­views mit Men­schen statt­ge­fun­den, die sich die Mit­ar­beit als Ehren­amt­li­che vor­stel­len könn­ten. Die Teil­neh­men­den sahen den Mehr­wert und den Nut­zen des Pro­jekts, beton­ten aber die Bedeu­tung einer ver­pflich­ten­den Schu­lung für den Umgang mit an Demenz erkrank­ten Men­schen. Auch die direk­te Unter­stüt­zung durch die Pfle­ge­ein­rich­tun­gen sowie eine umfas­sen­de recht­li­che Absi­che­rung der Ehren­amt­li­chen sei­en essen­ti­ell. Kri­tik kam sei­tens des Senio­ren­bei­rats der Stadt Bam­berg hin­sicht­lich des Datenschutzes.


Frei­heits­recht vs. Datenschutz

„Die Fra­ge nach dem Daten­schutz ist natür­lich gerecht­fer­tigt und wird von uns sehr ernst­ge­nom­men“, so Jut­ta Weig­and. Das Pro­jekt wird im Aus­tausch mit einem Betreu­ungs­rich­ter und unter Berück­sich­ti­gung des Betreu­ungs­ge­set­zes ent­wi­ckelt. Die Teil­nah­me dar­an ist in jedem Fall frei­wil­lig. Letzt­lich geht es laut Jut­ta Weig­and um eine Abwä­gung zwi­schen Frei­heits­recht und Daten­schutz: „Um zu ver­hin­dern, dass die Stand­ort­da­ten einer fik­ti­ven Frau Mei­er an Ehren­amt­li­che wei­ter­ge­ge­ben wer­den, ver­weh­ren wir der Dame, dass sie sich frei bewe­gen kann – was ist wichtiger?“

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