Führungen, Vorträge und Einblicke am 13. September
Tag des offenen Denkmals 2026: Eröffnung mit Klosteranlage St. Michael und Rathaus am Maxplatz
Mit der bundesweiten Eröffnung des Tags des offenen Denkmals® am 13. September 2026 fällt in der UNESCO-Welterbestadt Bamberg der offizielle Startschuss für Deutschlands größtes Kulturevent. Die Klosteranlage St. Michael ist dabei einer von mehreren Standorten der Eröffnungsveranstaltung, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Auch im Innenhof des Rathauses am Maxplatz erwartet die Besucherinnen und Besucher ein Programmpunkt. Die Stadt Bamberg und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz als bundesweite Koordinatorin des Tags des offenen Denkmals® geben an verschiedenen Orten Einblicke in bedeutende Bauwerke und aktuelle Projekte der Denkmalpflege.
Klosteranlage St. Michael: Führungen und Vorträge
Von 11 bis 16 Uhr stehen in der Klosteranlage mehrere Führungen und Vorträge auf dem Programm. Im Mittelpunkt stehen die Kirche St. Michael sowie die Schaubaustelle „Kaiser-Heinrich-Portal“. Besucherinnen und Besucher erhalten dabei Einblicke in die Geschichte und Bedeutung der Klosteranlage sowie in die aktuellen denkmalpflegerischen Arbeiten.
Begleitet wird das Programm unter anderem von Fachleuten des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die ihr Fachwissen zu den historischen Bauwerken und ihrer Erhaltung vermitteln.
Für die einzelnen Programmpunkte gilt eine Anmeldung direkt vor Ort am Veranstaltungstag. Vorzeitige Anmeldungen per Telefon, E‑Mail oder auf anderem Wege können nicht berücksichtigt werden. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen pro Programmpunkt begrenzt.
Rathaus am Maxplatz: Einblicke in die geplante Sanierung
Ein weiteres Angebot der Eröffnungsveranstaltung gibt es im Innenhof des Rathauses am Maxplatz: Dort können sich Interessierte über die Planungen zur Sanierung rund um das QuaM (Quartier am Maxplatz) informieren. Eine Ausstellung vermittelt Hintergründe und gibt Einblicke in die vorgesehenen Maßnahmen und die weitere Entwicklung des Areals. Der Zugang Innenhof des Rathauses am Maxplatz ist frei und ohne Anmeldung möglich.
Bundesweite Eröffnung in Bamberg
Von historischen Bauwerken wie der Klosteranlage St. Michael bis hin zu aktuellen Sanierungs- und Planungsprojekten erhalten Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, sich unmittelbar vor Ort mit dem baukulturellen Erbe und seiner Zukunft auseinanderzusetzen. Die bundesweite Eröffnung in Bamberg steht dabei stellvertretend für die tausenden Denkmale, die am zweiten Septemberwochenende deutschlandweit ihre Türen öffnen.
Alle Informationen sowie eine Infobroschüre sind hier zu finden.
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Diese Woche vereinzelt Sperrungen von Straßen und Parkplätzen
Sperrungen wegen Dreharbeiten
Bamberg ist als Filmstadt beliebt: Zwischen dem 31. August und 5. September sind nun erneut Dreharbeiten vorgesehen, für die zeitweise Straßen und Parkplätze gesperrt werden, wie die Stadt Bamberg mitteilt. Das Filmteam ist angewiesen, betroffene Anwohnerinnen und Anwohner sowie Unternehmen und Einrichtungen rechtzeitig direkt zu informieren und die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten.
Über die gesamte Dauer der Filmarbeiten vom Montag, 31. August, 9 Uhr, bis Samstag, 5. September, 18 Uhr, ist der Parkplatz an der Schranne gesperrt. Ersatzparkplätze sind am Stephansplatz und am Vorderen Bach ausgewiesen.
Von Montag, 31. August, 14 Uhr, bis Donnerstag, 3. September, 20 Uhr, entfallen für die Produktion Parkplätze am Kranen. Ersatzparkplätze sind am Schiffbauplatz ausgeschildert. Im gleichen Zeitraum sind Parkplätze in der Herrenstraße gesperrt, Ersatzparkplätze befinden sich in der Unteren Sandstraße.
Von Dienstag, 1. September, 13.30 bis 1 Uhr, und Mittwoch, 2. September, 17 bis 4 Uhr, ist die Untere Brücke bis Höhe Hs.-Nr. 7 für die Dauer der Dreharbeiten gesperrt. Außerdem wird der Fußweg „Am Kranen“ am Mittwoch, 2. September, zwischen 23.30 und 4 Uhr, unterhalb der Unteren und Oberen Brücke in Intervallen von wenigen Minuten blockiert. Die Zugänglichkeit für Anliegerinnen und Anlieger zu den Häusern sowie Kundinnen und Kunden zu den Geschäften innerhalb der Sperrung ist von der Produktionsfirma zu gewährleisten.
Ebenfalls wird es im Sandgebiet am Donnerstag, 3. September, von 17.30 bis 21.30 Uhr, in der Unteren Sandstraße ab Hs.-Nr. 15 bis inklusive Kreuzung Elisabethenstraße zu Verkehrsbehinderungen kommen. In diesem Zeitraum sind für maximal zwei Stunden Intervallsperrungen von 3 bis 5 Minuten vorgesehen. Im selben Zeitraum ist auch die Schrottenberggasse für maximal 2 Stunden gesperrt, Anlieger frei. Am Donnerstag, 3. September, müssen von 12 bis 22 Uhr für die Dreharbeiten Parkplätze am Ottoplatz und in der Oberen Sandstraße an der Elisabethenkirche entfallen.
Zwischen Donnerstag, 3. September, 9 Uhr, und Samstag, 5. September, 12 Uhr, wird die Domstraße zwischen Oberer Karolinenstraße 1 und Domstraße 3a gesperrt. In diesem Zeitraum entfallen die Parkplätze in der Domstraße hinter der Alten Hofhaltung, Anlieger frei. Von Donnerstag, 3. September, 22 bis 3 Uhr, und Freitag, 4. September, 20 bis 4 Uhr, ist die Domstraße an der Hs.-Nr. 9c gesperrt. Von Donnerstag, 3. September, 16 Uhr bis Samstag, 5. September, 3 Uhr, entfallen in diesem Bereich der Domstraße Parkmöglichkeiten.
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Ein Platz, der verbindet: Bamberg geht in Online-Abstimmung
„Platz der Menschenrechte“ beim bundesweiten Fotowettbewerb der Städtebauförderung
Mit dem Motiv „Wo aus Raum Begegnung wird“ nimmt die Stadt Bamberg am Fotowettbewerb #StädtebauförderungVerbindet teil, wie die Stadt Bamberg mitteilt. Das Foto zeigt den KulturGarten am Platz der Menschenrechte als lebendigen Ort des Miteinanders. Vom 1. bis 27. September 2026 entscheidet ein öffentliches Online-Voting über das schönste Wettbewerbsfoto.
Das Bamberger Motiv fängt einen Moment ein, für den der Platz der Menschenrechte geschaffen wurde: Kinder spielen, Familien und Erwachsene kommen zusammen, Menschen verweilen und begegnen sich. Die Aufnahme von Fotograf Oliver Kleinschmidt entstand bei der feierlichen Eröffnung des „Kulturhof – Platz der Menschenrechte“ im Juli 2025 und zeigt den KulturGarten als lebendigen öffentlichen Raum.
Der Platz der Menschenrechte bildet eine neue Mitte auf dem Lagarde-Campus und steht beispielhaft für die Entwicklung des ehemaligen Kasernenareals zu einem vielfältigen und lebendigen Stadtquartier. Mit Unterstützung der Städtebauförderung ist hier ein hochwertiger öffentlicher Freiraum entstanden, der Kultur, Aufenthalt, Bewegung und Begegnung miteinander verbindet. „Städtebauförderung zeigt ihre Wirkung dort am schönsten, wo aus einem neu gestalteten Raum ein Ort wird, den die Menschen mit Leben füllen. Genau das erleben wir am Platz der Menschenrechte. Umso mehr freuen wir uns, mit diesem besonderen Bamberger Ort beim Fotowettbewerb dabei zu sein“, so Silke Klotzek-Lang, stellvertretende Leiterin des Stadtplanungsamtes.
Der KulturGarten ist ein wichtiger Bestandteil dieses neuen Stadtraums. Bäume und Grünflächen, Sitz- und Picknickmöglichkeiten sowie Spiel- und Bewegungsangebote schaffen vielfältige Möglichkeiten für Aufenthalt und gemeinschaftliche Nutzung. Das Wettbewerbsfoto macht dabei sichtbar, was Stadtentwicklung erreichen kann: Aus einem ehemals militärisch genutzten und abgeschlossenen Areal ist ein offener Ort entstanden, an dem Gemeinschaft und kulturelles Leben ihren Platz finden.
Der Titel „Wo aus Raum Begegnung wird“ bringt diesen Wandel auf den Punkt und greift zugleich den Gedanken von #StädtebauförderungVerbindet auf: Städtebauförderung schafft nicht nur neue Räume – sie schafft Orte, an denen Menschen zusammenkommen. Die Online-Abstimmung läuft vom 1. bis 27. September 2026. Die Stadt Bamberg freut sich. über zahlreiche Stimmen für den Bamberger Beitrag.
Fotowettbewerb #StädtebauförderungVerbindet
Der bundesweite Fotowettbewerb findet jährlich im Rahmen des Tags der Städtebauförderung statt. Städte und Gemeinden zeigen mit ihren Bildern, wie Städtebauförderung vor Ort wirkt und Menschen miteinander verbindet. Beim anschließenden öffentlichen Online-Voting können Bürgerinnen und Bürger für ihr Lieblingsmotiv abstimmen. 2026 läuft die Abstimmung vom 1. bis 27. September.
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Bundesweite Eröffnung macht Bamberg zum Zentrum der Denkmalpflege
Tag des offenen Denkmals®
Am Sonntag, dem 13. September 2026, wird Bamberg zum Mittelpunkt für den Tag des offenen Denkmals® in Deutschland. Erstmals findet die bundesweite Eröffnungsfeier der größten Kulturveranstaltung Deutschlands in der Welterbestadt statt. Gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) lädt die Stadt Bamberg dazu ein, Denkmale aus neuen Perspektiven kennenzulernen und außergewöhnliche Einblicke in historische Gebäude, laufende Restaurierungen und verborgene Orte zu erhalten, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
„An diesem Tag können auch Bambergerinnen und Bamberger die Schönheit ihrer Stadt neu entdecken“, betont Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier bei einer Pressekonferenz im Historischen Museum zur Vorstellung des Programms.
„Der Tag des offenen Denkmals macht Jahr für Jahr sichtbar, wie viel Engagement, Fachwissen und Leidenschaft hinter dem Erhalt unserer Bau- und Kulturdenkmale stehen. Er beweist eindrucksvoll, dass Denkmalschutz kein Nischenthema ist, sondern Menschen in ganz Deutschland begeistert und zusammenbringt. Die bundesweite Eröffnung in Bamberg unterstreicht die besondere Bedeutung der Welterbestadt für die deutsche Denkmallandschaft und setzt ein starkes Zeichen für die Wertschätzung unseres kulturellen Erbes“, erklärt DSD-Vorstand Dr. Steffen Skudelny.
Der diesjährige Aktionstag am 13. September soll unter dem bundesweiten Motto „NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur“ zeigen, wie eng Denkmalschutz, Stadtentwicklung und gesellschaftlicher Zusammenhalt miteinander verbunden sind. In ganz Deutschland öffnen mehr als 6.000 Denkmale ihre Türen.
„Dass die bundesweite Eröffnung des Tags des offenen Denkmals hier in Bamberg stattfindet, ist eine große Auszeichnung für unsere Stadt. Sie würdigt nicht nur unser einzigartiges UNESCO-Welterbe, sondern vor allem das außergewöhnliche Engagement unzähliger Menschen, die sich tagtäglich für den Erhalt unserer historischen Bausubstanz einsetzen. Am 13. September wird Bamberg zeigen, wie lebendig Denkmalpflege sein kann – als Gemeinschaftsaufgabe und als Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft“, sagt OB Niedermaier.
Service: Alles zum Tag des offenen Denkmals
Alle bundesweit angemeldeten Denkmale und tagesaktuelle Änderungen sind online sowie in der App zum Tag des offenen Denkmals zu finden. Das vollständige Programm mit allen Führungen, Veranstaltungen und Hinweisen zu Anmeldungen und Shuttle-Bussen in Bamberg ist in der Programmbroschüre sowie online unter www.stadt.bamberg.de/tag-des-offenen-denkmals erhältlich. Auch auf www.kultur.bamberg.de sind die Termine und viele Informationen zu finden. Alle Angebote sind kostenfrei. Für einzelne Führungen ist aufgrund begrenzter Teilnehmerzahlen eine vorherige Anmeldung erforderlich.
Markt der Möglichkeiten am Maxplatz
Besucherinnen und Besucher erwartet ein vielfältiges Programm mit stadtweit über 60 geöffneten Denkmalen, Touren und Aktionen. Zentraler Veranstaltungsort ist der Maxplatz, wo um 11 Uhr der Tag offiziell eröffnet wird. Bis 17 Uhr wird Musik und Unterhaltung für die ganze Familie auf der Bühne geboten. Den musikalischen Höhepunkt setzt am Nachmittag der Bamberger Kultrapper Bambägga.
Während des gesamten Tages bietet der interaktive „Markt der Möglichkeiten“ Einblicke in die Denkmalpflege. An zahlreichen Ständen können Besucherinnen und Besucher denkmalspezifische Themen entdecken und selbst aktiv werden. Kreative Mitmachangebote, darunter Steineklopfen mit einem Steinmetz und Vergolden laden Groß und Klein dazu ein, verschiedene Handwerkstechniken kennenzulernen, Baukultur zu erkunden und Denkmale mit neuen Augen zu sehen.
Stadtweit öffnen zahlreiche sonst verschlossene Gebäude ihre Türen und bieten ein exklusives Programm zum Tag des offenen Denkmals. Für den Besuch der Denkmale ist ein kostenfreier Shuttle durch das Stadtgebiet eingerichtet.
Zu den besonderen Höhepunkten zählen die Schaubaustellen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. An fünf Förderprojekten der Stiftung können Besucherinnen und Besucher Denkmalpflege ganz praktisch erleben und den ausführenden Gewerken bei der Restaurierung über die Schulter schauen. Am barocken Wohnhaus am Michelsberg 25 demonstrieren Kirchenmaler die Restaurierung der historischen Figuren Kaiser Heinrichs II. und Kaiserin Kunigundes. Im ehemaligen Domherrenhof in der Oberen Karolinenstraße können Besucher restauratorische Voruntersuchungen an einer erst kürzlich entdeckten Wandmalerei verfolgen. Im Gärtneranwesen in der Siechenstraße wird anschaulich gezeigt, wie historische Bausubstanz behutsam für die Zukunft weiterentwickelt werden kann.
Denkmaleigentümer gewähren besondere Einblicke
Im Rahmen des Pressegesprächs konnte bereits das bekannte „Schwertfegerhäuschen“ in der Karolinenstraße besichtigt werden. Das viergeschossige Wohn- und Geschäftshaus, das im Kern aus dem 12. Jahrhundert stammt, wurde vor wenigen Jahren durch einen Brand stark beschädigt. Denkmaleigentümer und Architekten Anne-Kristin Geller und Philipp Dornbusch führten durch das Gebäude und erklärten die Wiederaufbauarbeiten. Am 13. September wird das Haus auch seine Türen für Besucherinnen und Besucher öffnen.
Zahlreiche öffentliche Denkmale bieten an diesem Tag ebenfalls besondere Programme. So ermöglicht die Neue Residenz ausnahmsweise Einblicke in Bereiche, die sonst derzeit nicht zugänglich sind. Im Alten Rathaus werden großformatige Fotos gezeigt, die dokumentieren, wie der Verkehr früher durch das Brückenrathaus verlief, während im Rathaus am Maxplatz eine Ausstellung die geplante Sanierung darstellt.
Passend zum Jahresmotto rücken zudem historische Infrastruktur und technische Denkmale in den Mittelpunkt. Führungen durch die Schleuse 100 des Ludwig-Donau-Main-Kanals, das ehemalige Elektrizitätswerk oder der Lokschuppen aus dem 19. Jahrhundert machen sichtbar, wie technische Bauwerke über Jahrhunderte das Leben der Menschen geprägt haben.
Denkmalpflege trifft Forschung und Innovation
Einen besonderen Schwerpunkt setzt Bamberg auch auf die Verbindung von Denkmalpflege und Wissenschaft. Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg präsentiert in der ehemaligen Dominikanerkirche aktuelle Forschungsprojekte zu digitalen Restaurierungsmethoden, 3D-Scans, Virtual Reality und Klimaschutz im Denkmalbereich. Besucherinnen und Besucher können erleben, wie moderne Technologien dazu beitragen, jahrhundertealtes Kulturerbe zu bewahren und für kommende Generationen zu dokumentieren.
Auch das Zentrum Welterbe Bamberg greift aktuelle Zukunftsfragen auf. Die Ausstellung „Welterbe und Nachhaltigkeit“ zeigt anhand anschaulicher Beispiele, wie historische Bauweisen und traditionelle Materialien Antworten auf heutige Herausforderungen liefern können. Interaktive Angebote und Mitmachstationen richten sich dabei ausdrücklich auch an Familien und Kinder.
Eine Stadt als lebendiges Denkmal
Ob mittelalterliche Bürgerhäuser, barocke Residenzen, technische Denkmale oder denkmalgeschützte Industriebauten – kaum eine andere Stadt vereint auf so engem Raum eine vergleichbare Vielfalt historischer Zeugnisse wie Bamberg. Der Tag des offenen Denkmals bietet die seltene Gelegenheit, diese Vielfalt nicht nur zu besichtigen, sondern ihre Geschichten unmittelbar zu erleben.
„Unsere Denkmale erzählen nicht nur von der Vergangenheit. Sie sind Orte der Begegnung, der Identität und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Genau das macht Bamberg zu einem idealen Gastgeber für die bundesweite Eröffnung des Tags des offenen Denkmals“, betont Bambergs Kulturreferentin Ulrike Siebenhaar.
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Aktion zum 100. Geburtstag des Volksparks trifft auf große Resonanz
Volkspark-Quiz geht in die Verlängerung
Mit dem Start einer Quiz-Rallye und der Enthüllung von sechs Infostelen wurde am 17. Juli der 100. Geburtstag des Bamberger Volksparks begangen. Die Abgabefrist für die Quizbögen wird jetzt aufgrund der guten Resonanz um drei Wochen bis zum 31. August verlängert, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Rund 80 ausgefüllte Fragebögen sind in den ersten drei Wochen bereits beim städtischen Baureferat eingegangen. Besonders erfreulich ist dabei, dass auch die zusätzlichen Beteiligungsfragen zur Zukunft des Volksparks rege genutzt werden. Damit geben die Nutzer wichtige Hinweise für die Weiterentwicklung und Umgestaltung der historischen Parkanlage. Eine Zwischenauswertung zeigt erste Tendenzen: So nennen viele Teilnehmer sportliche Aktivitäten als Hauptnutzungsart, dementsprechend spielt auch die Modernisierung bestehender Anlagen und Schaffung neuer Sportangebote eine große Rolle. Besonders wichtig ist vielen auch die Sicherung des Baumbestandes als grünes Kernelement des Volksparks.
„Die große Resonanz zeigt, wie wichtig der Volkspark den Bambergerinnen und Bambergern ist. Gerade jetzt besteht die Chance, die weitere Entwicklung ganz konkret mitzugestalten“, betont die Baureferentin Annegret Michler.
Die Quiz-Fragebögen sind weiterhin in den städtischen Rathäusern erhältlich, ebenso am Vereinshaus der Schutzgemeinschaft Alt Bamberg am Schillerplatz und bei den Vereinen im Volkspark. Zusätzlich kann das Quiz online unter www.stadt.bamberg.de/volksparkquiz abgerufen werden.
Zur Abgabe der ausgefüllten Bögen steht im Volkspark am ehemaligen Sanitätshäuschen ein eigener Briefkasten zur Verfügung, sie können aber auch jederzeit in den Briefkästen der Rathäuser eingeworfen werden. Ebenso möglich ist eine Mail an stadtsanierung@stadt.bamberg.de
Erste Ergebnisse und Hinweise aus der Beteiligung wird das Baureferat am Tag des offenen Denkmals im Bürgerlabor vorstellen und mit den Bürgerinnen und Bürgern weiter diskutieren.
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Stadtjugendring Bamberg veröffentlicht die Neuauflage des Bamberger Kinderstadtplans
Neuer Kinderstadtplan lädt zum Entdecken Bambergs ein
„Schau mal, diesen Kletterbaum habe ich in den Stadtplan gebracht!“, ruft Anna ihren Klassenkameradinnen und ‑kameraden zu, wie die Stadt Bamberg mitteilt. In der letzten Schulwoche gab es für die Kinder an den Bamberger Grundschulen eine besondere Überraschung: Maxi Manlig, pädagogischer Mitarbeiter des Stadtjugendrings Bamberg, machte sich gemeinsam mit Bürgermeister Glüsenkamp und dem Spielmobil auf den Weg, um die druckfrischen Kinderstadtpläne direkt an die Kinder zu verteilen.
Kinderstadtplan neu gedacht
Bereits zu Beginn des Schuljahres war Manlig mit seinem Team an verschiedenen Bamberger Grundschulen unterwegs, um gemeinsam mit den Kindern besondere Orte in ihrer Stadt zu sammeln. „Die Kinder sind schließlich die Expertinnen und Experten für ihre eigene Lebenswelt. Ihre Hinweise finden sich deshalb ganz bewusst als eigene Kategorie im Stadtplan wieder“, erklärt Manlig.
Doch der neue Kinderstadtplan bietet noch deutlich mehr: Neben den Empfehlungen der Kinder finden Familien darin unter anderem Freizeitangebote, öffentliche Toiletten, kühle Orte, Museen sowie zahlreiche weitere Anlaufstellen und Entdeckungsmöglichkeiten in Bamberg.
Beim Stadtjugendring ist die Freude groß, dass das ambitionierte Ziel erreicht wurde, die Neuauflage noch innerhalb des Schuljahres fertigzustellen. Die Vorsitzende Michaela Rügheimer hebt dabei besonders die Arbeit des Teams hervor: „Ohne den großen Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wäre diese Mammutaufgabe nicht zu stemmen gewesen. Wir sind stolz darauf, was hier entstanden ist.“
Enge und erfolgreiche Zusammenarbeit
Nachdem die letzten Exemplare des bisherigen Kinderstadtplans aus dem Jahr 2015 vergriffen waren, entschied sich der Stadtjugendring für eine vollständige Neuauflage. Im Austausch mit Bürgermeister und Sozialreferent Jonas Glüsenkamp entstand schließlich die Idee, den Stadtplan in eigener Regie umzusetzen und nicht an externe Dienstleister zu vergeben. In enger Zusammenarbeit mit dem Künstler Guido Apel, der den Kinderstadtplan liebevoll gestaltet hat, ist nun eine neu gedachte Version entstanden. Finanziell unterstützt wurde das Projekt durch das Klima- und Umweltamt, die Tourist Information und das Welterbe-Besucherzentrum.
„Ein großer Dank gilt natürlich auch allen Partnerinnen und Partnern, die uns bei diesem Vorhaben begleitet haben“, ergänzt Rügheimer. „Besonders Bürgermeister Jonas Glüsenkamp und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie das Jugendamt, das Stadtplanungsamt und Smart City haben entscheidend dazu beigetragen, den Stadtplan in dieser Form möglich zu machen.“
Glüsenkamp war auch bei der Verteilung der neuen Pläne an der Hainschule dabei. Für ihn zeigt das Ergebnis auch das große gemeinsame Engagement in dem Projekt: „Hier steckt eine ganze Menge Arbeit und Expertise drin – von den Kindern, aber auch vom Stadtjugendring. Neben dem klassischen Stadtplan können sich Kinder von den Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit inspirieren lassen und entdecken, was Bamberg alles zu bieten hat. Ein gelungenes Gesamtkunstwerk.“
Der Kinderstadtplan ist kostenlos beim Stadtjugendring Bamberg und weiteren zentralen Stellen erhältlich. Außerdem steht er online unter www.stadtjugendring-bamberg.de zur Verfügung und ist digital in der Bamberg.App zu finden. Dort gibt es zusätzlich Beschreibungen und Ergänzungen der beteiligten Kinder. So können Familien nicht nur sehen, welche Orte empfohlen werden, sondern auch erfahren, warum diese aus Sicht der Kinder besonders sind.
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Neue Funktion zeigt alles Wissenswerte auf einer Karte
Pünktlich zur Sandkerwa: Alle wichtigen Infos in der Bamberg-App
Smart City Bamberg entwickelt die Bamberg-App stetig weiter. Eine neue Funktion erscheint genau zum richtigen Zeitpunkt: In Anlehnung an die Stadt-App aus Soest, in der es das „Kirmesmodul“ mit wichtigen Infos zur Allerheiligenkirmes gibt, wurde in die Bamberg-App nun auch ein Event-Modul mit relevanten Inhalten zur Sandkerwa integriert, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Neben öffentlichen Toiletten sind zum Beispiel Fahrgeschäfte und die Verkaufsstellen für die Festabzeichen auf einer übersichtlichen Karte eingezeichnet. Schnell und unkompliziert abrufbar sind nun zudem auch die verschiedenen Programmpunkte. Von der Eröffnung im Festzelt über das Aufstellen des Kirchweihbaums bis zum Fischerstechen sind in der App alle wichtigen Ereignisse der Kerwa einfach zu finden. Bis zum nächsten Jahr sollen noch weitere Informationen hinzukommen.
Mit dem neuen Event-Modul können auch bei anderen Veranstaltungen, wie beispielsweise dem Weihnachtsmarkt, wichtige Informationen übersichtlich in der App dargestellt werden. Als offizielle Anwendung der Stadt Bamberg ist die Bamberg-App sowohl datenschutzrechtlich sicher als auch vollständig kostenlos und ohne Werbung nutzbar.
Bamberg App kostenlos erhältlich
Seit dem 1. April steht die offizielle Bamberg-App kostenlos zum Download in den verschiedenen App-Stores zur Verfügung. Sie kann aber auch ohne Installation einfach im Internet unter app.bamberg.de abgerufen werden. Es finden sich dort allerlei nützliche Informationen, darunter aktuelle Veranstaltungshinweise, Neuigkeiten aus der Stadt, verschiedene Rathaus-Services oder auch individuell einstellbare Erinnerungen an die Müll-Abholung.
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Smart City Bamberg testet digitale Lösung
Freie Behindertenparkplätze künftig auf einen Blick sichtbar
Wer auf einen Behindertenparkplatz angewiesen ist, kennt die Situation: Am Ziel angekommen ist der Stellplatz bereits belegt – die Suche beginnt von Neuem. Genau hier setzt das Förderprogramm Smart City Bamberg nun an, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Im Rahmen des Projekts „Parkplatzleitsystem“ werden ausgewählte Schwerbehindertenstellplätze in der Innenstadt mit intelligenten Bodensensoren ausgestattet. Sie erkennen, ob ein Stellplatz frei oder belegt ist und stellen diese Information künftig digital bereit.
Insgesamt wurden gemeinsam mit der Behindertenbeauftragten der Stadt Bamberg, Nicole Orf, 57 Schwerbehindertenstellplätze im Innenstadtbereich für einen Pilotbetrieb ausgewählt. Ein erster wichtiger Schritt ist bereits geschafft: 48 Sensoren konnten erfolgreich installiert und in Betrieb genommen werden. Weitere Standorte folgen im Laufe des Projekts.
Ziel ist es, Menschen mit Behinderung die Anfahrt in die Innenstadt spürbar zu erleichtern. Künftig soll bereits vor der Fahrt oder auch unterwegs ersichtlich sein, ob ein ausgewählter Behindertenparkplatz frei ist. Dadurch können unnötige Suchfahrten vermieden und Wege besser geplant werden.
Nicole Orf, Behindertenbeauftragte der Stadt Bamberg, begrüßt das Projekt: „Wer auf einen Behindertenparkplatz angewiesen ist, kann oft nicht einfach auf den nächsten freien Stellplatz ausweichen. Wenn künftig schon vor der Ankunft sichtbar ist, ob ein Parkplatz frei ist, spart das Zeit, Kraft und unnötige Wege. Für viele Betroffene bedeutet das ein Stück mehr Selbstständigkeit und Planungssicherheit im Alltag.“
Die Anzeige der verfügbaren Stellplätze wird derzeit für die Bamberg-App vorbereitet und soll nach Abschluss der technischen Umsetzung voraussichtlich im Herbst zur Verfügung stehen. Die Bodensensoren erfassen dabei ausschließlich, ob ein Stellplatz belegt oder frei ist. Personenbezogene Daten werden nicht erhoben.
„Digitale Technologien sollen dort unterstützen, wo sie den Alltag der Menschen tatsächlich erleichtern. Gerade für Personen, die auf einen Behindertenparkplatz angewiesen sind, kann die Information über freie Stellplätze einen echten Unterschied machen“, ergänzt Dr. Stefan Goller – Wirtschaftsreferent der Stadt Bamberg.
Teil eines umfassenden Parkplatzleitsystems
Die Sensorik für Schwerbehindertenstellplätze ist eines von drei Teilprojekten des Smart-City-Parkplatzleitsystems. Parallel dazu wird die Auslastung der Bamberger Parkhäuser künftig ebenfalls in der Bamberg-App angezeigt. Zusätzlich ist vorgesehen, die Anzahl freier Stellplätze auf digitalen Informationsbildschirmen im Stadtgebiet sichtbar zu machen. Diese Anzeige richtet sich an alle Verkehrsteilnehmenden und steht unabhängig von den Schwerbehindertenstellplätzen zur Verfügung.
Darüber hinaus arbeitet die Stadt Bamberg im Rahmen des Projekts MoMM (Mobilität für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen) an weiteren digitalen Angeboten für mehr Barrierefreiheit. So soll neben einem Routenplaner für barrierefreie Wege unter anderem ein sogenanntes Barrierechecker-Netzwerk entstehen. Dabei prüfen Barrierechecker:innen Wege und Orte auf ihre Barrierefreiheit und pflegen die Infos in die Bamberg-App ein.
Mit dem Parkplatzleitsystem und MoMM zeigt die Stadt Bamberg, wie digitale Lösungen einen konkreten Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger schaffen können – indem sie Orientierung geben, Wege erleichtern und die Teilhabe am öffentlichen Leben verbessern. Mehr Informationen zu MoMM und dem Parkplatzleitsystem gibt es auf der Smart City Bamberg Website www.smartcity.bamberg.de
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OB Niedermaier: „Gute Arbeit muss fortgesetzt werden“
Stadtrat unterstützt Neuorganisation des Referats für Bildung, Schulen und Sport mit bewährten Kräften
Gabriele Kepic bleibt Referentin für Bildung, Schulen und Sport. Sie übernahm vor zwei Jahren interimsweise im Rahmen der Einführung des Ganztagesanspruch die Position, nun folgt die dauerhafte Übertragung der Aufgabe durch Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
„Gabriele Kepic ist vom ersten Tag als Referentin die offenen Themen beherzt angegangen und hat Lösungen für sie gefunden. Das Thema Bildung ist bei ihr bestens aufgehoben, deshalb betraue ich sie dauerhaft mit der Leitung des Referats“, erklärt Niedermaier.
In der jüngsten Vollsitzung holte sich das Stadtoberhaupt auch die mehrheitliche Rückendeckung des Stadtrats für diese Entscheidung. Bürgermeister und Personalreferent Jonas Glüsenkamp freut sich über die Entwicklung: „Gabriele Kepic ist seit Jahren eine ganz wichtige Kraft in unserer Verwaltung – zunächst im Sozial‑, dann im Schulreferat. Sie treibt Themen mit viel Energie voran.“ Kepic bedankt sich für das Vertrauen „und die Wertschätzung für meine Arbeit, die mit dieser unbefristeten Verlängerung meiner Tätigkeit verbunden ist.“
Mit der Festlegung auf die Leitung geht eine Neuorganisation des Referats einher. Das Amt für Bildung, Schulen und Sport firmiert künftig unter dem Namen Amt für Schulen und Bildungsplanung und wird von Marianna Heusinger geleitet, die in den vergangenen zwei Jahren das Bildungsbüro überzeugend geführt hat. Heusinger habe sich hier bewährt und „die mit dem Ganztagesanspruch für Grundschulkinder einhergehenden Herausforderungen kompetent und erfolgreich angepackt“, lobt Kepic.
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Beerdigungen durch Ehrenamtliche
Ehrenamtliche als Begräbnisleitungen qualifiziert
Das Erzbistum Bamberg hat in einem Pilotprojekt erstmals Ehrenamtliche zu Begräbnisleitungen ausgebildet, um Pastoralteams bei der Durchführung von Trauerfeiern zu unterstützen und zu entlasten, wie das Erzbistum Bamberg mitteilt.
Acht Teilnehmende absolvierten in den letzten Monaten ein Schulungsprogramm mit Präsenztagen, Online‑Modulen und Hospitationen. Bei einer Beauftragungsfeier in St. Bonifaz Nürnberg bekamen sie am Donnerstag von Erzbischof Herwig Gössl ihre Urkunden überreicht und können ab sofort Trauerfeiern leiten. Begleitet wurde die Ausbildung von erfahrenen Seelsorgern, die den Ehrenamtlichen auch künftig als Supervisoren zur Seite stehen. Die Inhalte des Kurses reichten von liturgischen und organisatorischen Grundlagen über die Gestaltung von Ansprachen bis hin zur Trauerbegleitung.
Vor dem Hintergrund sinkender Zahlen hauptamtlicher Seelsorger und gleichzeitig steigender Bestattungszahlen verfolge das Erzbistum einen praxisorientierten Ansatz, um die pastoralen Kapazitäten in den Gemeinden zu sichern, erklärt Andreas Lurz, Leiter des Ausbildungskurses und Nürnberger Stadtdekan. „Da Begräbnisleitungen keine Sakramente spenden, darf dieser Dienst von ehrenamtlichen Kräften übernommen werden“, so Lurz. Die Menschen in den Gemeinden könnten und wollten Verantwortung übernehmen. Die durchlaufene Qualifizierung solle sicherstellen, dass dies fachlich fundiert und einfühlsam geschieht, sagt der Ausbildungsleiter.
Neben Einheiten zu liturgischen Grundlagen und rechtlichen Rahmenbedingungen setzte der Kurs bewusst auf praktische Lernformen: Die Teilnehmenden arbeiteten an fiktiven Trauerfällen, verfassten Ansprachen, wählten Liedgut aus und probten den Ablauf von Feiern — sowohl in der Aussegnungshalle als auch am Grab. Ergänzt wurden die Übungen durch seelsorgerliche Anleitung, Gespräche zur Trauerpsychologie und Reflexion persönlicher Motivationen.
Die Nürnbergerin Sylvia Suppmann kam durch ihre eigene Lebensgeschichte auf die Idee, Begräbnisleiterin zu werden: „Mein erster Todesfall war meine Mutter – da war ich 20“, erzählt sie im Gespräch. Später starb ihr Mann und hinterließ drei gemeinsame Kinder. Bewältigt hat Suppmann diese schwere Zeit durch ihren Glauben. Diese Erfahrungen möchte sie nun in die Arbeit mit anderen Trauernden einbringen, zu der sie sich mittlerweile immer stärker berufen fühlt: „Ich möchte erspüren, was die Angehörigen gerade brauchen – und ihnen Hoffnung mitgeben.“
Für Ausbildungsleiter Lurz steht fest, dass die Absolventinnen und Absolventen des Pilotkurses hochmotiviert sind, ihren Dienst „aus einer tiefen inneren Überzeugung heraus“ antreten und eine Bereicherung für die Seelsorge vor Ort darstellen. Das Erzbistum plant eine Evaluation des Projekts hinsichtlich der Übertragbarkeit auf andere Regionen, des Schulungsbedarfs und der Betreuungsstrukturen für Ehrenamtliche. Bei positiven Erfahrungen wird es aller Voraussicht nach schon bald weitere Ausbildungskurse für ehrenamtliche Begräbnisleitungen geben.
Bei der Beauftragungsfeier bezeichnete Erzbischof Herwig Gössl den Dienst am Grab als einen besonders sensiblen Moment kirchlichen Handelns. Wer sich dafür ausbilden lasse, schenke den Trauernden Zeit, Nähe und Hoffnung – und leiste damit „einen unschätzbaren Beitrag für unsere Seelsorge“, so Gössl. Der Erzbischof dankte den ehrenamtlichen Begräbnisleitungen für ihr Engagement, welches zeige, wie sehr Verantwortung und wichtige Aufgaben der Seelsorge in den Gemeinden von den Gläubigen mitgetragen werden. Ohne die Mithilfe von Ehrenamtlichen sei pastorale Arbeit „nicht mehr denkbar und auch nicht wünschenswert“, sagte der Erzbischof.