Corona
Impfungen für Kita-Personal und Lehrkräfte beginnen
Der gemeinsame Krisenstab von Stadt und Landkreis Bamberg hat sich in seiner heutigen Sitzung vor allem mit dem Infektionsverlauf in Stadt und Landkreis Bamberg und der Erweiterung der Impfkapazitäten befasst. Erfreulich seien der leicht fallende Verlauf des Infektionsgeschehens und die geplanten Impfungen von Lehrkräften und Erzieherinnen und Erziehern mit AstraZeneca-Impfstoff, wie Stadt und Landkreis Bamberg mitteilen.
Bürgermeister Glüsenkamp machte gleich zu Beginn deutlich: „Es ist ein großer Gewinn, dass Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer nun in der Prio-Gruppe 2 geimpft werden können, denn der Impfstoff von AstraZeneca bietet einen nahezu hundertprozentigen Schutz gegen schwere und tödliche Verläufe einer Corona-Erkrankung.“ Positiv sei auch, dass der erste dezentrale Impftermin in einer Landkreisgemeinde bereits in der nächsten Woche stattfinden solle.
Auch wenn der Februar weniger Tage habe als der Januar, so seien die gemeldeten Neuinfektionen gegenüber dem Vormonat rückläufig. Insgesamt so hieß es, sei das Infektionsgeschehen in Heimen und Gemeinschaftsunterkünften ruhig beziehungsweise am Abklingen, so dass die 138 neuen Infektionsfälle der vergangenen Woche zu 60 Prozent auf Einzelpersonen und 26 Prozent auf Haushalte zurückzuführen seien.
„Das sonnige milde Frühlingswetter darf uns deshalb nicht davon abhalten, weiterhin verantwortungsvoll miteinander umzugehen: Abstand halten, Lüften, Maske tragen und Menschenansammlungen meiden“, daran erinnerte Dr. Susanne Paulmann, Leiterin des Fachbereichs Gesundheitswesen beim Landratsamt Bamberg. Der Vertreter der Bamberger Polizei im Krisenstab wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass weiterhin alle Verstöße gegen die Maskenpflicht und das Alkoholkonsumverbot in den ausgewiesenen Bereichen der Bamberger Innenstadt streng mit Anzeigen geahndet würden. Diese könnten Geldbußen von 250 bis 500 Euro nach sich ziehen.
Möglicher Start für Impfungen von über 80-Jährigen zuhause Anfang April
Dr. Tobias Pfaffendorf von der Sozialstiftung Bamberg berichtete, dass die Planungen für das dezentrale Impfen in den definierten sechs Sprengeln im Landkreis Bamberg auf Hochtouren liefen. Bereits nächste Woche könnte es den ersten Impftag im Landkreis geben. Ziel des dezentralen Impfens ist es, den Impfstoff möglichst zu den Menschen zu bringen. Die Kapazität des gemeinsamen Impfzentrums von Stadt und Landkreis Bamberg kann dadurch deutlich erweitert werden. Es sei zu erwarten, dass die Liefermengen steigen werden, so dass auch die täglichen Impfzahlen mit dem zusätzlichen dezentralen Konzept weiter erhöht werden könnten. Landrat Kalb begrüßte diese Entwicklung: „Es wird in den sechs Sprengeln Koordinatoren geben, die zusammen mit dem Impfzentrum die Impftermine in unseren Landkreisgemeinden vorbereiten. Wir kommen mit dem Impfstoff zu den Menschen vor Ort.“
Zudem ginge laut Dr. Pfaffendorf die Koordination mit den Hausärzteverbänden für die Impfungen von bettlägerigen Patienten in deren Zuhause konstruktiv voran. Hier hätten weitergehende Studien des Herstellers Biontech-Pfizer gezeigt, dass sowohl ein vorsichtiger Transport als auch die Entnahme von Einzeldosen nun gesichert möglich seien. Ein möglicher Start für Impfungen von über 80-Jährigen zuhause könnte schon Anfang April möglich sein.
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Genial digital: Erster digitaler Weltfrauentag
Internationaler Weltfrauentag mit buntem digitalem Programm
Am 8. März ist Weltfrauentag. Ein Tag, an dem Frauen (und Männer) für mehr Gleichberechtigung auf die Straßen gehen. Ein Tag, an dem in vielen Ländern mit verschiedensten Aktionen auf die Situation von Frauen aufmerksam gemacht wird. Doch in Zeiten von Corona sind Veranstaltungen mit vielen Menschen tabu. Die Stadt Bamberg entschied sich zu einem digitalen Weltfrauentag.
Für die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Bamberg, Gabriele Kepic und Nina Eichelsdörfer, stand schnell fest, dass der diesjährige Weltfrauentag dann eben digital begangen werden soll, denn „in Zeiten sozialer Isolation wollen wir anlässlich dieses wichtigen Tages Momente der Gemeinschaft anbieten.“ Herausgekommen ist – einmal mehr – ein buntes Programm mit einem vielversprechenden Film zum Streamen, mit digitalen Workshops, verschiedenen Onlineaktionen und digitalem Theater.
So zeigt die Stadt Bamberg in Kooperation mit dem Lichtspielkino vom 4. bis 10. März mit Walchensee Forever einen Film, in dem Janna Ji Wonders auf eindrucksvolle Weise die Geschichte ihrer Familie erzählt, die ein ganzes Jahrhundert umspannt. Sie konzentriert sich dabei vor allem auf die Sicht der Frauen, von denen jede auf ihre Weise den patriarchalen Strukturen ihrer Zeit trotzt. Um den Geheimnissen ihrer Familie und ihrer Rolle in der Generationskette auf die Spur zu kommen, führt uns Wonders vom Familiencafé am bayerischen Walchensee über Mexiko nach San Francisco zum „Summer of Love“, zu indischen Ashrams, einem Harem und immer wieder zurück an den Walchensee.
Link zum Film: https://www.lichtspielkino.de/previews/online-preview-walchensee-forever-event
Die Kosten liegen bei einem Aktionspreis von 3 Euro pro Filmabruf, solange der Vorrat reicht, danach bei 8,90 Euro pro Filmabruf.
Jede Menge Spaß verspricht der digitale Theater-Vortrag am 8. März um 19.30 Uhr mit Heike Bauer-Banzhaf, Bamberger Autorin, Schauspielerin und Kommunikationscoach im Gespräch mit Gerdie Preuß, Kioskbesitzerin und Alltagsphilosophin. „Was hatten wir früher einen Stress! Heute kommen wir aus dem Lachen nicht mehr raus!“ Zum Glück gibt es Gerdie Preuß, die zu allem ihren Senf gibt und mit viel Humor die Tücken zwischen Homeoffice, Notkita, Supermarkt und Social Media aufs Korn nimmt. Heike Bauer-Banzhaf findet mit ihrem Alter Ego „Gerdie Preuß“ auch im bundesdeutschen Corona-Alltag immer etwas zu lachen.
Link zur Veranstaltung: https://www.stadt.bamberg.de/gleichstellung
Wie wichtig es ist, den Internationalen Weltfrauentag gerade auch in Pandemiezeiten zu begehen, zeigt die Entwicklung der Gleichberechtigung im Corona-Jahr: Viele Familien rutschen gerade in Rollenmuster aus Zeiten vor der Frauenbewegung. War bislang bei einem Zwei-Verdiener-Paar die Betreuung ausgelagert, bricht diese nun weg. Wenn ein Job für die Betreuung der Kinder geopfert werden muss, dann ist es meist der der Frauen, denn noch immer verdienen Männer 21 Prozent mehr Geld und arbeiten zu 90 Prozent in Vollzeit. Jede dritte Frau in Deutschland aber arbeitet in Teilzeit (in Westdeutschland 46 Prozent, in Ostdeutschland 27 Prozent). Das gleiche Prinzip gilt, wenn ältere Menschen gepflegt werden müssen. Auch hier sind es meist die Frauen, die die Pflege übernehmen. Gleiches gilt für die Hausarbeit und die Betreuung der Kinder bei den Schulaufgaben – in der Regel sind es die Frauen. Am härtesten trifft es die Alleinerziehenden, und das sind zu über 90 Prozent Frauen. Auch ohne Corona sind sie die Gruppe, die am stärksten von Armut betroffen ist und das größte Risiko hat, in die Altersarmut abzurutschen. Corona verschärft ihre ohnehin schon brenzlige Situation. „Umso wichtiger ist es für uns, wenn sich möglichste viele, Frauen wie Männer, zu mehr Gleichberechtigung bekennen und unser digitales Angebot zum Internationalen Weltfrauentag nutzen“, so Kepic.
Das Programm zum Internationalen Weltfrauentag 2021 ist zu finden unter
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Foto-Reihe “Im Lockdown”
Newcomer-Preis für Fotografin Jana Margarete Schuler
Für ihre Foto-Reihe “Im Lockdown” ist die Fotografin Jana Margarete Schuler mit dem Newcomer-Preis 2020 des Bayerischen Journalisten-Verbands (BJV) ausgezeichnet worden. Mit Empathie und in warmen Farben zeigt die 28-jährige Bambergerin alltägliche Szenen aus ihrem Bekanntenkreis, in denen aber immer das nicht-alltägliche Thema der Pandemie mitschwingt.
Frau Schuler, was muss ein Motiv haben, damit Sie es Ihnen fotografierwürdig erscheint?
Jana Margarete Schuler: Grundsätzlich sind auf meinen Bildern immer Menschen zu sehen, auch wenn viele Leute bei Dokumentarfotografie erstmal an Naturfotos oder Tiere denken. Ich mag es, einzelne Personen zu portraitieren, gerne auch über längere Zeit in ihrem Alltag zu begleiten. Oft sagen die dann vorher: Ach, aber mein Leben ist doch nichts Besonderes. Das ist erstens Quatsch und zweitens geht es nicht darum, etwas möglichst Exotisches oder Aufregendes abzubilden, sondern einen kleinen, persönlichen Einblick in das Leben anderer Menschen zu erschaffen. Wir sind ja alle von Grund auf neugierig und was für den einen ganz normal ist, ist für jemand anderen vielleicht ganz ungewöhnlich.
Was wollten Sie mit der Foto-Reihe “Im Lockdown” zeigen?
Jana Margarete Schuler: Ich habe ersucht, die alltäglichen Momente einzufangen, die durch die Pandemie eben doch ganz anders sind als zuvor. Es geht um das Zwischenmenschliche und unseren Umgang mit den Veränderungen im eigenen Leben – das einfach weitergeht, obwohl uns die ganze Situation doch so absurd vorkommt.
Hat das Projekt Ihnen auch persönlich geholfen, durch die Lockdown-Zeiten zu kommen?
Jana Margarete Schuler: Auf jeden Fall hat es geholfen, nicht in eine fotografische Starre zu verfallen. Zu Beginn der Pandemie sind alle meine Aufträge weggebrochen und ich dachte erstmal: Oh Gott, ich kann einfach nichts mehr fotografieren, kann nicht mehr in andere Städte fahren, es gibt keine Veranstaltungen, ich habe nur einen winzigen Kreis an Personen in meinem Umfeld und kann sogar meine Familie nur auf Abstand sehen. Und dann habe ich angefangen, genau das zu fotografieren.
Wie viele Fotos sind dafür entstanden? Nach welchen Gesichtspunkten haben Sie aus ihnen die Reihe zusammengestellt?
Jana Margarete Schuler: Puh, es sind viele Fotos entstanden. Vielleicht 100, vielleicht 400. Ich fotografiere eine Situation auch immer auf verschiedene Art und Weisen. Bei der Auswahl habe ich versucht, die Situationen zu zeigen, die ich am repräsentativsten fand. Außerdem habe ich noch einige Freunde gefragt: Welche Bilder würdet ihr euch gerne anschauen, welche Situationen sprechen euch an?
Inwieweit zeigen Sie aber eigentlich banale Situationen, die erst durch den Corona-Hintergrund eine Aufwertung oder Relevanz erfahren?
Jana Margarete Schuler: Eigentlich sind alle Situationen wirklich nur durch die Pandemie relevant. Das macht für mich den Charme der Bilder aus, es sind so unglaublich unspektakuläre Situationen, die plötzlich zu etwas Skurrilem werden.
Auf Ihrer Homepage schreiben Sie, dass Sie eine visuelle Geschichtenerzählerin sind. Was hat es damit auf sich?
Jana Margarete Schuler: Mir geht es darum, echte Menschen abzubilden, einen Einblick in ihr Leben zu bekommen und ihre Geschichte zu sehen. Die Fotos sollen etwas erzählen, von einer Person oder einem Thema, das mich beschäftigt. Ich möchte nicht nur Bilder machen, auf denen perfekt gestylte Models mit angestrengtem Lächeln im Gesicht ein unrealistisches Bild der Wirklichkeit vermitteln.
Wie sieht Ihre Herangehensweise aus? Arrangieren Sie Ihre Motive oder setzen Sie auf Momentaufnahmen?
Jana Margarete Schuler: Es ist meistens eine Mischung. Diese Serie besteht aus Momentaufnahmen, bei manchen Langzeitprojekten arrangiere ich aber auch, um die Geschichte in eine bestimmte Richtung zu lenken. Es ist ja doch immer ein Zusammenspiel von Fotograf und Fotografierten. Leider bin ich als Fotograf nie komplett unsichtbar, auch wenn ich es zum Fotografieren oft wirklich gerne wäre!
Viele Ihrer Fotografien haben eine ruhige, erdige Farbpalette, kaum grelle Farben und oft starke, aber weiche Schatten. Warum bevorzugen Sie diese naturalistische Gestaltung?
Jana Margarete Schuler: Während früher die Wahl des Films den Look der Bilder bestimmt hat, passiert das inzwischen in der Postproduktion, also der Bearbeitung der Bilder am Computer. Meine Farbgebung entspricht meinem visuellen Geschmack, ich mag die Ästhetik von natürlichem Licht, warmen Töne und weichen Kanten.
Bedienen Sie damit einen derzeitigen Trend in der Fotografie?
Jana Margarete Schuler: Das ist nicht so leicht zu sagen. Ich würde schon sagen, dass es eine moderne Art der Dokumentarfotografie ist – früher wurden Reportagen zum Beispiel gerne schwarzweiß und sehr kontrastreich gestaltet. Es wurde außerdem meistens mit Weitwinkelobjektiven fotografiert, also mit einem sehr großen Bildwinkel, damit auf einem Bild möglichst viel zu sehen war – genau das Gegenteil von meinen Portraitlinsen. Während aber beispielsweise direktes Blitzlicht zur Zeit ein sehr beliebter Look ist, arbeite ich viel lieber mit natürlichem Licht oder einer Blitztechnik, mit der das Licht natürlich aussieht.
Auf welches Foto aus “Im Lockdown” sind Sie besonders stolz?
Jana Margarete Schuler: “Stolz” ist vielleicht nicht das richtige Wort, aber ich mag besonders gerne das Bild, auf dem meine Mitbewohner auf der Wiese im Hain aufeinanderliegen. Es war eine Momentaufnahme und vermittelt für mich gleichzeitig Ruhe und Resignation. Außerdem hat es Bezug zu einem Coronatrend, dem neuen Volkssport der Deutschen: Spazierengehen.
Wie lief der Kontakt mit dem DJV Bayern und die Auszeichnung mit dem “Newcomer Award” ab?
Jana Margarete Schuler: Ich war erstmal wirklich überrascht, als ich den Anruf bekommen habe, weil sich mein Projekt doch sehr von den oft großen, relevanten und politischen Themen unterscheidet, die sonst beim Pressefoto Bayern ausgezeichnet werden. Für die Jury war wohl genau das interessant: Dass in den Bildern Empathie mitschwingt, dass sich viele Menschen damit identifizieren können. Alle, mit denen ich im Rahmen des Wettbewerbs seitdem Kontakt hatte, waren supernett und sympathisch, weswegen es natürlich besonders schade ist, dass man sich nicht persönlich kennenlernen kann. Auch die Preisverleihung ist normalerweise ein richtig großes Ding im Landtag, musste aber dieses Jahr online stattfinden.
Was bedeutet Ihnen dieser Preis?
Jana Margarete Schuler: Für mich ist es sehr wertvoll, selbstständig das arbeiten zu können, was ich liebe. Aber gerade als Selbstständiger ist man sehr viel auf sich alleine gestellt, werkelt so vor sich hin, macht sein Ding. Wenn dann die Jury von so einem wichtigen Preis in der journalistischen Fotografie mit der Vergabe des Newcomer Awards zeigt ´Das ist richtig gut, was du da machst. Das interessiert nicht nur dich selbst, das sollten möglichst viele Menschen sehen!‘ dann ist das ein unglaublich wichtiges Feedback. Manchmal sage ich auch: Perfekt, dass jetzt in so vielen Zeitungen meine Bilder gedruckt werden, dann hat meine Familie endlich einen Beweis, dass ich auch wirklich etwas Anständiges arbeite. Das ist natürlich, größtenteils, Spaß, aber so eine Auszeichnung ist schon auch ein tolles Aushängeschild, weil sie greifbar ist. Es ist tatsächlich für viele Menschen noch ungewohnt, dass man einfach komplett frei als Fotografin arbeitet, ohne feste Kunden, ohne Studio und ohne Anstellung.
Was sind Ihre derzeitigen oder nächsten Projekte?
Jana Margarete Schuler: Ohje, ich habe immer unglaublich viele Projekte parallel laufen und in meinem Kopf schwirren noch tausend weitere Ideen und Pläne herum. Ich begleite seit einem halben Jahr immer wieder eine Frau mit Behinderung in ihrem Kampf gegen Brustkrebs, fotografiere einen älteren Künstler, der unter Parkinson leidet, habe ein Fotoprojekt zum Thema Schwangerschaft in der Pandemie begonnen und im Sommer Personen in verschiedenen Ecken Deutschlands besucht, die sich ehrenamtlich um NS-Gedenkstätten kümmern. Mit den aktuellen Infektions-Zahlen müssen allerdings aus Sicherheitsgründen einige Langzeitprojekte pausieren und ich widme mich hauptsächlich Personen in und um Bamberg für Portraitserien, bei denen der Abstand eingehalten werden kann und ich keine großen Reisen auf mich nehmen muss. So habe ich zum Beispiel die Künstlerin Barbara Bollerhoff in ihrem schönen Atelier besucht, die Tätowiererin Anna Gojowsky in ihrem neuen Tattoo-Studio und verschiedene Personen, die in der Imkerei ihre Leidenschaft gefunden haben. Manchmal brauche ich natürlich auch eine Auszeit von der Fotografie – dann fahre ich mit meinem Feuerwehrbus Norbert raus in die Natur und wohne ein paar Tage dort. Oder ich stehe mit Gitarre in der Hand in irgendeiner Fußgängerzone und mache Straßenmusik. Auf den Tag, an dem mir auch nur eine Minute langweilig ist, warte ich jedenfalls noch!
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Verdienstmedaille für ehrenamtliche KommunalpolitikerInnen
„Sie übernehmen Verantwortung für andere“
Der Bamberger Oberbürgermeister Andreas Starke überreichte kommunale Verdienstmedaillen an vier ehrenamtliche Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker des Bamberger Stadtrates, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Diese erhielten vor Beginn der jüngsten Stadtratssitzung die Dankurkunde des Freistaats Bayern für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung. Michael Bosch (Stadtrat von 2002 bis 2020), Elfriede Eichfelder (Stadträtin von 2002 bis 2020), Wolfgang Grader (Stadtrat seit 2002), und Dr. Christian Lange (Stadtrat seit 2002 und 2. Bürgermeister von 2014–2020), wurden damit für ihr langjähriges Wirken für das Gemeinwohl ausgezeichnet.
Die Dankurkunde, die Oberbürgermeister Andreas Starke im Auftrag des bayerischen Staatsministers des Innern, für Sport und Integration überreichte, schafft eine Plattform, um geschätzten Personen, die sich uneigennützig in den Dienst der Gesellschaft stellen, Danke zu sagen. „Danke dafür, dass Sie unsere Gesellschaft mitgestalten, viele wichtige Entscheidungen maßgeblich mit beeinflussen und sich mit ganzer Schaffenskraft zum Wohle der Stadt Bamberg und ihrer Bürgerinnen und Bürger einsetzen“, so OB Starke im Hegelsaal der Konzert- und Kongresshalle. Starke weiter: „Ich möchte im Namen der Stadt Bamberg – aber auch ganz persönlich – herzlich danken. Sehen Sie diese Auszeichnung bitte als Anerkennung dafür, dass Sie Verantwortung für andere und das Gemeinwohl übernehmen.“
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Live-Stream mit Mentaltrainer Thomas Baschab
Weiter mental stark durch den Lockdown
Nach dem Erfolg der ersten Reihe lädt die VR Bank Bamberg-Forchheim eG zu einem zweiten Livestream mit dem Mentaltrainer Thomas Baschab ein. Am kommenden Dienstag wird Baschab zeigen, wie man mit positiver Energie und mentaler Stärke seine Potenziale nutzen, Ziele erreichen und Träume leben kann.
„Viele der über 2.000 Zuschauerinnen und Zuschauer, die Mitte Februar den Livestream mit Thomas Baschab miterlebt haben, haben uns begeisterte Rückmeldungen gegeben“, berichtet Gregor Scheller, Vorstandsvorsitzender der VR Bank Bamberg-Forchheim eG, freudig. „Die konkret umsetzbaren Tipps von Thomas Baschab, wie man sein Denken auch in schwierigen Zeiten auf die positiven Dinge richten kann, statt sich von Ängsten schwächen zu lassen, kamen sehr gut an“, so Scheller. „Nachdem uns Corona und der anhaltende Lockdown viel Kraft abverlangen, wollen wir unsere Kundinnen und Kunden sowie alle Bürgerinnen und Bürger in der Region weiterhin gut unterstützen, damit sie stark und zuversichtlich durch diese Zeit kommen. Dafür stehen wir als Regionalbank“, führt Herr Scheller weiter aus.
Daher lädt die VR Bank Bamberg-Forchheim eG zu einem zweiten Livestream mit dem Mentaltrainer von Olympiasiegern und Weltmeistern, Thomas Baschab, ein. Am Dienstag, 2. März um 19 Uhr wird Baschab unter dem Motto „Mental stark durch den Lock-down 2.0“ zeigen, wie man mit positiver Energie und mentaler Stärke seine Potenziale nutzen, Ziele erreichen und Träume leben kann.
Praktische Anleitungen für mentale Stärke
„Wenn es gut läuft, ist es leicht, mental gut drauf zu sein“, weiß Mentaltrainer Thomas Baschab. Gerade im Coaching von Spitzensportlern erlebt er das immer wieder anschaulich. „Eine gute mentale Verfassung ist die Voraussetzung dafür, im richtigen Moment das Richtige zu tun und sein Potenzial voll zu nutzen – zum Beispiel als Sportler im entscheidenden Moment Höchstleistungen zu erreichen“, erklärt Baschab. „In einer Krise ist das hingegen eine besondere Herausforderung.“ Er wird daher den Zuschauern des VR Bank-Livestreams konkrete Hilfestellungen geben, wie sie schwierige Phasen besser bewältigen können. „Die Teilnehmer werden nicht nur hören, sondern auch selbst erleben, was mentale Methoden bei ihnen auslösen können“, kündigt Thomas Baschab an. Seine anschaulichen Beispiele wird er nicht nur live vorführen, sondern die Zuschauer motivieren, einfache praktische Übungen direkt zu Hause vor dem Bildschirm zu testen.
Erfolgreicher Mentalcoach für Spitzensportler
Mit seinen ungewöhnlichen Methoden und seinem begeisternden Seminarstil – einer sehr authentischen Mischung aus Tiefgang und Humor – bringt Thomas Baschab seit über 30 Jahren Menschen auf Erfolgskurs. Er gilt als einer der gefragtesten und erfolgreichsten Trainer Deutschlands. Eindrucksvoll vermittelt er, wie man Ziele erreichen kann, die man bisher für unerreichbar gehalten hat. Bekannt geworden ist Thomas Baschab als Mentalcoach, ‑trainer, Keynote-Speaker, Autor und als Managementtrainer für Top-Unternehmen sowie als Mentalcoach zahlreicher Spitzensportler.
Kostenfreie Teilnahme für alle Interessierten
Die Teilnahme am Live-Stream mit Thomas Baschab ist kostenfrei und ohne Voranmeldung möglich unter https://www.vrbank-bamberg-forchheim.de/live
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Bildhauer Adelbert Heil über Peter Maser
Ein unbekannter Erfinder und Fahrzeugbauer
Vor 240 Jahren lebte vor den Toren Bambergs der ehemalige Jesuit Peter Maser. Er war ein geschickter Mechaniker und Erfinder eines pedalgetriebenen Fahrzeugs. Bildhauer Adelbert Heil hat ihm nun ein künstlerisches Denkmal gesetzt und Masers Fahrzeugen zum ersten Mal seit einem Vierteljahrtausend wieder eine Gestalt gegeben.
Nach der zeitweiligen Auflösung des Bamberger Jesuitenordens 1773 war Peter Maser Verwalter von Schloss Seehof geworden. In freien Stunden betätigte er sich außerdem als Erfinder. Um 1780, als an Automobil oder Fahrrad noch nicht zu denken war, baute er ein Gefährt mit Pedalantrieb.
Aller Wahrscheinlichkeit nach. Denn Peter Maser und seine Schöpfung haben nämlich kaum Eingang in die Geschichtsschreibung gefunden. Selbst den eingefleischtesten Bambergkennerinnen und ‑kennern ist der Mann unbekannt.
Tatsächlich gibt es nur wenige weiterführende geschichtliche Quellen, die Aufschluss über Masers Leben und Arbeiten geben. Friedrich Nicolai, Aufklärer und Verleger aus Berlin, bereiste zu dieser Zeit das Land, um Material über lokale Gegeben- und Gepflogenheiten und bemerkenswerte Persönlichkeiten zu sammeln. All das fasste er in seinem 12-bändigen Werk “Beschreibung einer Reise durch Deutschland und die Schweiz im Jahre 1781” zusammen. Am 23. Mai 1781 erreichte Nicolai Schloss Seehof. Dort fiel ihm Peter Maser auf, der auf einem vierrädrigen, pedalgetriebenen Gefährt, an dessen vorderem Ende zudem ein geschnitzter Pferdekopf prangte, im Park des Schlosses umherfuhr. Eine Begegnung, die er sofort für sein Werk festhielt.
Diese Berichte über Bamberg und Umgebung gelten als Fundgrube für kulturhistorische und sozialwissenschaftliche Angaben über das ausgehende 18. Jahrhunderts, aber die Beschreibung des Erfinders Maser geriet über die Jahre in Vergessenheit. Außerdem hatte es Nicolai versäumt, eine Zeichnung des Gefährts anzufertigen.
Auch etwaige, von Maser angefertigte Bauskizzen des Fahrzeugs und seines neuartigen Antriebssystems, genau wie das Fahrzeug selbst, fielen wahrscheinlich Säkularisation und Purifikation zum Beginn des 19. Jahrhunderts zum Opfer.
Fast ein Vierteljahrtausend sollte es dauern, bis der Bildhauer und Berganzapreisträger Adelbert Heil in der Staatsbibliothek Bamberg auf Nicolais Werk stieß und die Absicht entwickelte, die Gefährte Masers nachzubauen.
Heils Nachforschungen nach Zeichnungen des Gefährts Masers im Bamberger Stadtarchiv, dem Staatsarchiv, dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg sowie im Deutschen Museum in München blieben jedoch erfolglos.
So fertigte er vier Bronzeskulpturen nach den vorgefundenen Beschreibungen an. Bei diesen handelt es sich um die ersten Darstellungen der Pedalfahrzeuge seit Peter Masers Zeiten. Wir haben mit Adelbert Heil über den unbekannten Erfinder gesprochen.
Herr Heil, hat Peter Maser mit seiner Erfindung des Pedalantriebs in gewisser Weise auch das Fahrrad erfunden?
Adelbert Heil: Nein, das Fahrrad hat er nicht erfunden, aber auf dem Weg zur Erfindung des Fahrrads hat er mit dem Pedalantrieb etwas vorweggenommen, was etwa 70 Jahre später bei der Weltausstellung 1867 zum Tragen kam. Fast 100 Jahre vorher hatte der französische Fahrzeugbauer Elie Richard 1690 in La Rochelle einen pedalgetriebenen Reisewagen gebaut. Eine eigenartige Tatsache in der Geschichte des Fahrrads besteht darin, dass fast alle Verbesserungen zwei- ja zuweilen dreimal erfunden werden mussten, bevor sie allgemein verwendet wurden. So hat eine 1817 durch Karl von Drais in Mannheim entwickelte zweirädrige Laufmaschine noch keine Pedale. Die Entwicklung des Fahrrads hat auch eine interessante fränkische Komponente: Der in Oberndorf bei Schweinfurt geborene Orgelbauer und Erfinder Philipp Moritz Fischer baute 1853 an seine Trais-Laufmaschine eine Tretkurbel. Wirklich voran ging es mit der Entwicklung aber erst durch den französische Wagenbauer Pierre Michaux, der bei der Weltausstellung 1867 ein pedalgetriebenes zweirädriges Velociped präsentierte.
Ich bin übrigens auch nicht der Erste, der auf Peter Maser aufmerksam macht. Auch schon vor knapp 100 Jahren hat man sich mit ihm, wenn auch abseits von größerer Aufmerksamkeit, beschäftigt. So schrieb der Hochschulprofessor Dr. Wilhelm Heß in den Bamberger Blättern vom 24. Februar 1924 bereits über Maser und sein Fahrzeug.
Ist bekannt, was Peter Maser dazu getrieben hat, diese Fahrzeuge zu entwerfen und herzustellen?
Adelbert Heil: Das habe ich mich auch oft gefragt. Der Wunsch nach zugtierunabhängigen Gefährten muss damals einfach in der Luft gelegen haben. Und anscheinend war Maser ein Tüftler, der fähig war, diese Idee zu verwirklichen.
Spielten womöglich wirtschaftliche Absichten, also ein Gefährt für den Verkauf zu entwickeln, eine Rolle dabei?
Adelbert Heil: Nein, das war eine Liebhaberei. Maser war durch seine Anstellung als Verwalter von Schloss Seehof finanziell abgesichert und hatte Zeit, sich seinen Erfindungen zu widmen. Und seiner Kunst – er hat ja auch gebildhauert und Mosaiken gefertigt.
Warum haben Sie sich der künstlerischen Darstellung der Fahrzeuge von Peter Maser angenommen?
Adelbert Heil: Seit Kindesbeinen an interessieren mich die Themen “Auto” und “Mobilität”. Die Automobilität hat unser Leben, und damit auch meines, im 20. Jahrhundert sehr geprägt. Nicht nur zum Schlechten, auch sehr zum Guten.
Woran haben Sie sich in Ermangelung einer bildlichen Darstellung der Gefährte bei deren Gestaltung orientiert?
Adelbert Heil: Zunächst an Nicolais schriftlichen Aufzeichnungen. Er schreibt: „Vorne am Wagen sind der Kopf und der Vorderleib eines Pferdes zu sehen. Die niedrigen Vorderräder sind zum Lenken und der Fahrende hat einen Zaum an des Pferdes Kopf in den Händen. An demselben ist inwendig ein Hebel vermittelt, anhand dessen sich der Wagen sehr leicht lenken lässt. Derjenige, welcher im vierrädrigen Wagen sitzt, tritt mit den Füßen wechselweise eine doppelte Kurbel und kann auf einem ebenen Wege selbst fahren.“
Ihre Skulpturen der Kreationen von Peter Maser empfinden nicht nur seine Gefährte nach – Sie haben sie zusätzlich mit Figuren, sozusagen Passagieren, ausgestattet.
Adelbert Heil: Ja, um zu zeigen, wie die Handhabung des Fahrzeugs hätte aussehen können, habe ich Figuren auf ihm platziert. Ich weiß nicht, wie Peter Maser aussah, aber ich bin sicher, dass er den Bildhauer Ferdinand Tietz und seine Figuren im Schlosspark Seehofs kannte. Es gibt dort an der Kaskade den steinernen Herkules und seine hinter ihm stehende, den Lorbeerkranz haltende Fama. Irgendwann hatte ich die Vorstellung, Maser steht vor der Brunnenanlage und hat die Vision von Herkules mit Fama in seinem Fahrzeug, was den kunstgeschichtlichen Topos des Triumphwagens bedient oder aus heutiger Sicht ein Bild des Siegeszuges der Automobilität abgibt.
Wünschen Sie sich, dass Ihre Darstellung der Gefährte, die nun die erste Darstellung dieser Art ist, von jetzt an als Referenz für die Fahrzeuge gilt?
Adelbert Heil: Das wäre viel verlangt, aber solange es noch niemand anderer macht – warum nicht.
Ließen sich die Gefährte anhand Ihrer Darstellung nachbauen und auch fahren?
Adelbert Heil: Ja, auch deswegen habe ich sie, zwar noch als Miniaturmodelle, nachgebaut. Aber ich stehe in Kontakt mit einer Mittelschule, denen ich vorgeschlagen habe, die Fahrzeuge in Originalgröße zu bauen.
Bis vor Kurzem waren die Skulpturen im Bamberger Bürgerlabor zu sehen. Wann und wo werden Sie sie wieder ausstellen?
Adelbert Heil: Voraussichtlich gibt es am Sonntag den 23. Mai, dem 240. Jahrestag des Treffens zwischen Maser und Nicolai, eine Ausstellung im Park von Schloss Seehof, an eben jener Stelle, wo sich Nicolai und Maser begegneten.
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Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs
„Opfern beistehen, Täter bestrafen und Missbrauch verhindern“
Das Erzbistum Bamberg hat gemäß der Vereinbarung zwischen Deutscher Bischofskonferenz und dem Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung eine Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch eingerichtet. „Wir wollen mit allen unseren Möglichkeiten einen Beitrag leisten, Missbrauchsfälle in Zukunft zu verhindern, und dort, wo sie geschehen sind, die Täter benennen und bestrafen, vor allem aber den Betroffenen beistehen“, sagte Erzbischof Ludwig Schick.
Ziel dieser Kommission ist laut Vereinbarung „die Erfassung von Tatsachen, Ursachen und Folgen von sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen in der katholischen Kirche, die Identifikation von Strukturen, die sexuellen Missbrauch ermöglicht oder erleichtert oder dessen Aufdeckung erschwert haben sowie den administrativen Umgang mit TäterInnen und Betroffenen.“ Die Aufarbeitung soll das geschehene Leid anerkennen, einen Reflexionsprozess anregen, die Betroffenen an den Prozessen beteiligen und ihnen im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten Zugang zu den sie betreffenden Informationen und Unterlagen ermöglichen.
Erzbischof Schick berief sieben Mitglieder, die am Donnerstag zu einer konstituierenden Sitzung zusammen gekommen sind. Sie wählen in der nächsten Sitzung eine/n Vorsitzende/n.
Generalvikar Georg Kestel rief noch einmal dazu auf, dass Betroffene im Erzbistum sich bei der Kommission melden möchten zur Mitarbeit und Bildung eines Betroffenenbeirates.
Unabhängig davon bleibt Rechtsanwältin Eva Hastenteufel-Knörr Missbrauchsbeauftragte des Erzbistums und zusammen mit Marlies Fischer und Ute Staufer vom Sozialdienst katholischer Frauen und dem ehemaligen Oberstaatsanwalt Joseph Düsel Ansprechpartner für Opfer, Betroffene und Wissensträger/innen.
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Video-Wettbewerb für Jugendliche
„New beginning. New vision. New city.“
In Kooperation mit der Organisation der Welterbestädte (OWHC) veranstaltet das Zentrum Welterbe Bamberg einen Video-Wettbewerb für Jugendliche im Alter von 14 bis 21 Jahren, wie die Stadt Bamberg mitteilt, der Ideen für die Zukunft der Welterbestadt liefern soll.
Wie hat sich Bamberg in den letzten Monaten verändert? Wie könnte unser Leben vor Ort in Zukunft aussehen? Jugendliche, die filmische Ideen zu diesen Fragen haben, können sie für ein internationales Publikum umsetzen und dabei die Besonderheiten ihrer Stadt präsentieren. Das Motto lautet dabei „New beginning. New vision. New city.“ (Neuanfang. Zukunftsvision. Neue Stadt.).
Beiträge können von Einzelpersonen oder Teams in den Altersgruppen von 14 bis 17 Jahren und 18 bis 21 Jahren eingereicht werden. Die Videos sollten höchstens fünf Minuten lang und in englischer, französischer oder spanischer Sprache gedreht sein (gesprochener Text oder Untertitel). Aufnahmen können mit Kamera, Computer oder Handy in den Formaten .wmv, .avi, .mov oder .mpg produziert werden und müssen YouTube-kompatibel sein.
Beiträge können bis spätestens 9. Mai 2021 als Video oder YouTube-Link samt ausgefülltem Anmeldeformular beim Zentrum Welterbe Bamberg eingereicht werden.
Als Preise auf lokaler Eben winken den GewinnerInnen Ende Mai Kinogutscheine. Auf internationaler Ebene bewertet dann eine Fachjury die besten Videos nach Inhalt, Qualität, Originalität und Kreativität und kürt schließlich die Gesamtsieger in den beiden Altersgruppen. Es winken Geldpreise in Höhe von 1.500 und 3.000 Kanadischen Dollar. Weitere Informationen sind zu finden unter https://welterbe.bamberg.de/de/aktuelles
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Live-Stream
Podiumsdiskussion „Und nun? Die Corona-Krise und ihre Folgen“
Am Aschermittwoch startete der Wirtschaftsclub Bamberg die „Bamberger Runde“, ein Format, in dem Entscheider, Visionäre, Mitglieder des Wirtschaftsclub Bamberg und auch die Politik zu Wort kommen. Nach dem Auftakt mit Andreas Starke und Johann Kalb bilden am morgigen Freitag Vertreter aus der Wirtschaft die Diskussionsrunde.
Rund 15.000 Besucher sahen beim Livestream vergangene Woche zu, als Moderator Mischa Salzmann den Bamberger Oberbürgermeister Andreas Starke und Landrat Johann Kalb begrüßte. Die beiden gaben neben einem Blick auf die aktuelle Situation rund um Corona Auskunft über den Stand großer Projekte wie das Medical Valley auf dem Lagarde-Gelände oder den Bahnausbau. Auch unter anderem Bürgermeister Jonas Glüsenkamp und Stadträtin und Unternehmerin Anne Rudel schilderten in Videobotschaften ihre Gedanken zur Zukunft der Region.
Livestream über Homepage des Wirtschaftsclub
Am morgigen Freitag folgt die Fortsetzung der Diskussionsreihe. Unter dem Titel „Und nun? Die Corona-Krise und ihre Folgen“ wird die Lage aus Unternehmer- und Bankensicht in den Fokus genommen. Die Runde bilden diesmal Politiker und Vertreter aus der Wirtschaft.
Hier sollen Punkte, die seit Wochen in aller Munde sind, angesprochen werden. „Wie sieht mittlerweile die wirtschaftliche Situation in und nach der Krise für Unternehmen in der Region Bamberg aus?“ „Sind die Gelder der Hilfsprogramme angekommen?“ Auch die zu erwartenden Konsequenzen sollen diskutiert und Möglichkeiten eruiert werden, was für Unternehmen getan werden kann, die immer noch stark leiden?
Die Verantwortlichen des Wirtschaftsclub Bamberg erwarten eine emotionale und interessante Diskussion zur aktuellen Lage mit Andreas Schwarz (MdB SPD), Holger Dremel (MdL CSU), Karl-Heinrich Ertl (ERTL-Shopping), Dr. Stefan Goller (Referat Wirtschaft), Alexander Brehm (Vorstand VR Bank Bamberg-Forchheim), Wolfgang Heyder (Veranstaltungsservice Bamberg). Moderiert wird die Runde wieder von Mischa Salzmann, dem Geschäftsführer von Radio Bamberg.
Der kostenfreie Livestream startet am Freitag, dem 26. Februar, ab 19:30 Uhr und ist anzusehen über die Homepage des Wirtschaftsclub Bamberg http://www.wirtschaftsclub-bamberg.de/live
- Manuel Werner
- Foto: www.claus-riegl.de
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Stadtrat folgt einstimmiger Jury-Entscheidung
Johanna Knefelkamp-Storath wird Kunststipendiatin 2021
Johanna Knefelkamp-Storath erhält 2021 das von der Stadt Bamberg und dem Landkreis Bamberg ausgelobte Kunststipendium. Der Bamberger Stadtrat folgte in seiner gestrigen Sitzung der Empfehlung der Jury unter Vorsitz von Kulturreferentin Ulrike Siebenhaar.
Das Kunststipendium Bamberg, im jährlichen Wechsel zwischen Stadt und Landkreis ausgeschrieben, wird 2021 zum siebten Mal vergeben und ist mit insgesamt 9.000 Euro dotiert. Es soll in der Region wohnhaften Künstlerinnen und Künstlern ermöglichen, sich einige Monate lang auf die künstlerische Arbeit zu konzentrieren, um ein Projekt zu beginnen, fortzusetzen oder fertigzustellen. Für das Stipendium 2021 hatten sich dreizehn Kunstschaffende jeden Alters und aller Kunstsparten beworben. „Die Kraft und der Esprit der Bewerbung von Johanna Knefelkamp-Storath hat uns sofort begeistert. Sie ist eine Stipendiatin, die ganz neues Terrain betritt und Außergewöhnliches wagt. Ich freue mich über das einstimmige Votum der Jury und auf die Präsentation der Künstlerin am Ende des Stipendiums“, betonte Kulturreferentin Ulrike Siebenhaar.
Die Jury – bestehend aus Kulturreferentin Ulrike Siebenhaar, Landrat Johann Kalb, Olga Seehafer (Kunststipendiatin Bamberg 2020), Viera Janárčeková (E.T.A.-Hoffmann-Preisträgerin 2020) und Nina Lorenz (Vertreterin des amtierenden Kulturförderpreisträgers TiG – Theater im Gärtnerviertel) – entschied sich einstimmig für die Bewerbung von Johanna Knefelkamp-Storath (Darstellende Kunst /zeitgenössischer Tanz).
Johanna Knefelkamp-Storath zeigte sich nach der Entscheidung überglücklich: „Oh, wow, ich bin begeistert und fühle mich geehrt und gestärkt, dass meine Heimatstadt sich hinter meine Kunstform stellt. Als Kunstdisziplin hat Tanz bisher wenig Raum in Bamberg gefunden. Einfach toll, dass es jetzt soweit ist! Das fühlt sich richtig gut an.“
Die Jury begründete die Entscheidung wie folgt:
„Zeitgenössischer Tanz ist in Bamberg eine unterrepräsentierte Kunstform. Johanna Knefelkamp-Storath setzt sich mit ihrem internationalen Netzwerk und ihren eigenen Projektansätzen für die Etablierung einer neuen Tanzszene in Bamberg ein.
Mit Hilfe des Kunststipendiums möchte Johanna Knefelkamp-Storath ihr exploratives Vorhaben verwirklichen, in dem sie die Disziplinen Tanz, Theater und Musik mit den Medien Film und Video vereint, ohne dass die Darstellung zu sehr entfremdet wirkt. Dieses Vorhaben möchte die Künstlerin in zwei unterschiedlichen Projekten ausprobieren und erforschen, die von der Jury als sehr gute, vielversprechende Vorhaben gewertet werden und bei dieser große Neugier geweckt haben:
- In „our heritage“ geht es um die tänzerische Begegnung zwischen Bamberger Jugendlichen und niederländischen Zeitzeugen des Zweiten Weltkrieges. Die aktuellen Corona-bedingten Regelungen und Auflagen verlangen viel Umdenken in der Erarbeitung einer gemeinsamen Tanzvorstellung. Dadurch, dass die Beteiligten sich erstmal nicht persönlich begegnen dürfen, möchte die Künstlerin innerhalb dieses Projektes umsichtig und kreativ auf das Element der Medien und des Internets zurückgreifen. In Zusammenarbeit mit einem Filmemacher soll probiert werden, mehrere kleinere Bewegungs-und Tanzfilme zu schaffen, die ein Kennenlernen der jeweils anderen Generation und deren Geschichte ermöglichen.
- Während der Entwicklung einer Solovorstellung möchte die Künstlerin das Medium Film/Video untersuchen. Inwieweit kann ein Video die Darstellende Kunst auf der Bühne unterstützen, ohne zu stören oder gar die Aufmerksamkeit des Zuschauers zu beeinträchtigen? Inwieweit könnte über das Video eine Art tanzender Gegenpart entstehen? Inwieweit kann man als Performer improvisierend auf das Video reagieren, ohne dass der Kontext verloren geht? Das Solo soll das Thema Identität und Weiblichkeit bearbeiten und steht in Verbindung mit der Heimat der Künstlerin, der Stadt Bamberg. Die Konzeptidee beruht darauf, das Solo an unterschiedlichen Orten zeigen zu können, zum Beispiel öffentlichen Plätzen wie dem Hain, das P+R Heinrichsdamm, auf der Altenburg, am Hexenmahnmahl. Je nach Genehmigung und Ausarbeitung.“