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Bamberg - Page 48

Das Pro­jekt „Neu­ge­stal­tung Trop­pau­platz“ geht in die zwei­te Runde

Ein neu­er Baum für den Troppauplatz

Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­de mit der Neu­ge­stal­tung des Trop­pau­plat­zes begon­nen und der Schul­brun­nen der Hei­del­steig­schu­le errich­tet, groß­zü­gig unter­stützt von der Denk-Mal-Stif­tung und der Stif­tung Welt­kul­tur­er­be Bam­berg. Umrahmt wird der Brun­nen von Sitz­ge­le­gen­hei­ten. Ab jetzt steht neben den Sitz­ge­le­gen­hei­ten ein neu­er Baum.

Der Brun­nen am Trop­pau­platz ist der fünf­te Trink­was­ser­brun­nen in Bam­berg, an dem die Bür­ger im Som­mer kos­ten­los fri­sches Trink­was­ser zap­fen kön­nen. Die gestal­te­ri­schen Arbei­ten der Brun­nen­steh­le über­nahm der Bam­ber­ger Künst­ler Tho­mas Gröh­ling in Zusam­men­ar­beit mit Schü­le­rin­nen und Schü­lern der Hei­del­steig­schu­le. Bei der Umset­zung unter­stützt wur­den Sie vom Ent­sor­gungs- und Bau­be­trieb der Stadt, dem Gar­ten- und Fried­hofs­amt der Stadt und den Stadt­wer­ken Bam­berg, die auch künf­tig den Trink­was­ser­brun­nen betreuen.

Ab jetzt steht ein neu­er Baum neben den Sitz­ge­le­gen­hei­ten rund um den Brun­nen, der für die nöti­ge Beschat­tung im Som­mer sor­gen soll. Die­se nach­hal­ti­ge und kli­ma­freund­li­che Bele­bung des Trop­pau­plat­zes wur­de maß­geb­lich vom Bür­ger­ver­ein Bam­berg-Ost unter­stützt, der den neu­en Blau­glo­cken­baum gespen­det hat. „Der Bür­ger­ver­ein Bam­berg-Ost freut sich, dass es mit dem Glo­cken­baum zu einer wei­te­ren Ver­schö­ne­rung des Trop­pau­plat­zes gekom­men ist“, erklär­te Heinz Kunt­ke, Vor­sit­zen­der des Bür­ger­ver­eins Bam­berg-Ost e.V.

Audio­rund­gang mit dem TiG

W:ORTE: Fla­nie­ren mit Lite­ra­tur und Musik im Ohr

Das Thea­ter im Gärt­ner­vier­tel (TiG) bie­tet ab dem heu­ti­gen Sams­tag den kul­tu­rel­len Audio­rund­gang „W:ORTE“ durch das Gärt­ner­vier­tel an. Per App kann man sich unter­wegs lite­ra­ri­sche Tex­te, Gedich­te und Musik – ein­ge­spro­chen und ein­ge­spielt von Mit­glie­dern des Ensem­bles – anhö­ren. Die Stra­ßen wer­den zum Kunst­ort. TiG-Che­fin Nina Lorenz hat mit dem Web­echo einen Aus­blick unternommen.

Frau Lorenz, wie sind Sie auf die Idee zum lite­ra­ri­schen Wort­weg gekommen?

Nina Lorenz: Die ers­te Idee kam von Lena Kalt und Lina Hof­mann, bei­de Kos­tüm- und Büh­nen­bild­ne­rin­nen beim TiG, und sah so aus, Schau­fens­ter­in­stal­la­tio­nen anzu­bie­ten und dazu eine Füh­rung oder einen Audio­gui­de zu gestal­ten. Die­se Idee hat mich fas­zi­niert und dar­auf auf­bau­end haben wir sie gemein­sam wei­ter ent­wi­ckelt. Als klar war, dass Olga See­ha­fer und Jakob Fischer die musi­ka­li­sche Gesamt­kom­po­si­ti­on über­neh­men, ein Groß­teil des Schau­spiel­ensem­bles die Tex­te ein­spricht und wir die­se gemein­sam mit Ton­in­ge­nieur Michel Spek auf­neh­men kön­nen, war der Audio­weg gebo­ren. Den schö­nen Titel W:ORTE hat Wer­ner Lorenz entwickelt.


Sie beschrei­ben “W:ORTE” als Kunst­pro­jekt. Um was geht es genau?

Nina Lorenz: Es geht um das Öff­nen der Sin­ne – Hören, Sehen, Rie­chen, Füh­len.
Um das Gehen – in Bewe­gung kom­men, sich die eige­ne Stadt erge­hen, sie wahr­neh­men aus einer ande­ren Per­spek­ti­ve, die durch Wor­te und Töne, durch Lite­ra­tur und Musik ange­rei­chert wird.
Es geht auch dar­um, sich ein­zu­las­sen auf den Sound der Stadt – um viel­leicht ein Teil der Stadt zu wer­den, gelei­tet von der Kunst. Mit dem TiG-Ensem­ble im Ohr ent­ste­hen die Bil­der nicht nur auf den Stra­ßen, son­dern auch im Kopf.


Wodurch unter­schei­det sich der Rund­gang von tou­ris­ti­schen Rundgängen?

Nina Lorenz: Wir bie­ten kei­ne klas­si­sche Stadt­füh­rung zu den Sehens­wür­dig­kei­ten Bam­bergs an, son­dern gehen eher unbe­kann­te­re Wege und bele­ben die­se mit Wort und Musik. Wir blei­ben dem TiG-Prin­zip treu, das bedeu­tet, wir erschlie­ßen mit jedem neu­en Pro­jekt neue Orte, las­sen uns von ihnen inspi­rie­ren und ver­wan­deln all­täg­li­che Orte in Thea­ter­stät­ten. In die­sem Fall wird das Gärt­ner­vier­tel ins­ge­samt und wer­den die Wege dar­in zu einem Kunstort.


Wie vie­le und wel­che Sta­tio­nen hat der Weg?

Nina Lorenz: Der Weg hat ins­ge­samt 19 Sta­tio­nen, umfasst etwa andert­halb Stun­den oder 6000 Schrit­te durchs Gärt­ner­vier­tel. Die Tex­te wer­den ent­we­der an den Sta­tio­nen direkt gehört und man ver­weilt dabei vor Gebäu­den, Geschäf­ten, Spiel­plät­zen, Brü­cken, oder wer­den wäh­rend des Gehens erleb­bar gemacht. Man kann jeder­zeit den Rund­gang unter­bre­chen und wie­der auf­neh­men, wie es für den eige­nen Geh­rhyth­mus am bes­ten ist. Start­punkt ist das TiG-Büro in der Joseph­stra­ße 7.


Bit­te nen­nen Sie drei Bei­spie­le, was es wo zu hören bezie­hungs­wei­se zu sehen gibt?

Nina Lorenz: Zu sehen gibt es immer was – die Stadt bil­det den Rah­men dazu. Eben­so gibt es von Lena Kalt und Lin­da Hof­mann gestal­te­te Schau­fens­ter­in­stal­la­tio­nen. Zu hören gibt es zum Bei­spiel auf der Luit­pold­stra­ße einen Mono­log aus „Anna Kare­ni­na“ von Leo Tol­stoi, als sich Anna auf dem Weg zum Bahn­hof befin­det. An der Lan­des­jus­tiz­kas­se Bam­berg ist Kaf­ka zu erle­ben und an der Gärt­ne­rei Nie­der­mai­er ein Erleb­nis­be­richt von Micha­el Nie­der­mai­er über den Ver­such der Stadt Bam­berg, 1970 eine mehr­spu­ri­ge Schnell­stra­ße durch das Gärt­ner­vier­tel zu bau­en und wie die Gärt­ner dies sei­ner­zeit ver­hin­dert haben. Zwi­schen­drin gibt es einen Song von „Be an Ani­mal“ von und mit Olga See­ha­fer und Jakob Fischer und vie­les mehr.


Unter­wegs gibt es auch Schau­fens­ter-Instal­la­tio­nen. Was erwar­tet das Publi­kum hierbei?

Nina Lorenz: Die Instal­la­tio­nen unter­stüt­zen die Geschich­ten, die an die­ser Stel­le erzählt wer­den und kön­nen im bes­ten Fal­le die Fan­ta­sie anregen.


Folgt “W:ORTE” wie ein Thea­ter­stück einer Hand­lung oder einem Spannungsbogen?

Nina Lorenz: Der Span­nungs­bo­gen ent­steht durch die Musik und durch die dra­ma­tur­gi­sche Durch­mi­schung von lite­ra­ri­schen Tex­ten, Gedich­ten, O‑Tönen von Bam­ber­ger Bür­ge­rin­nen und Bür­gern und Musik. Im klas­si­schen Sin­ne eine durch­ge­hen­de Hand­lung ist nicht vor­han­den. Jeder lite­ra­ri­scher Bei­trag ist in sich abge­schlos­sen. Den­noch ergibt alles in allem in Kom­bi­na­ti­on mit der Musik einen Span­nungs­bo­gen und eine Dar­stel­lung von Leben in sei­nen unter­schied­li­chen Facetten.


Vor der Teil­nah­me an “W:ORTE” muss man die App Hearo­ny­mus her­un­ter­la­den. Sie ist genau wie die Teil­nah­me kos­ten­frei. Die Finan­zie­rung soll durch Spen­den gesi­chert wer­den. Wie­so set­zen Sie auf Frei­wil­lig­keit anstatt auf fest­ge­leg­te Preise?

Nina Lorenz: Da es zur Zeit kei­nen Vor­ver­kauf bei den Vor­ver­kaufs­stel­len gibt, uns die tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten eines online Kar­ten­ver­kau­fes nicht zur Ver­fü­gung ste­hen, haben wir uns für die Finan­zie­rung auf Spen­den­ba­sis nach dem Pay-as-you-wish-Ver­fah­ren ent­schie­den. Wir sind außer­or­dent­lich froh über die Unter­stüt­zung von „Hearo­ny­mus Audio­gui­de“, die es uns ermög­licht hat, den Audio­weg über eine pro­fes­sio­nel­le App anzubieten.


Wann ist “W:ORTE” für Sie ein Erfolg?

Nina Lorenz: Sobald die ers­ten Zuhörer*innen mit dem TiG-Ensem­ble im Ohr durch die Stra­ßen zie­hen – schon ab da ist es ein Erfolg für uns. Die Zuschauer*innen kön­nen nicht zu uns ins Thea­ter kom­men, aber wir kön­nen zu ihnen kom­men – und wenn wir es schaf­fen, mit die­sem Audio­weg den Kon­takt zu hal­ten und zu zei­gen, dass wir auch in der Pan­de­mie wei­ter­hin für da sind, machen wir das Kunst­er­leb­nis auch in die­sen schwie­ri­gen Zei­ten mög­lich. Unser Publi­kum kann trotz Kri­se unse­re Schauspieler*innen hören und füh­len. Das allein ist ein Riesenerfolg.

Wei­te­re Informationen:

https://tig-bamberg.de/

IHK-Umfra­ge bei Bam­ber­ger Ein­zel­han­del und Gastronomie

Mehr Dia­log, weni­ger Bürokratie

„Bam­bergs Innen­stadt wird als attrak­ti­ver Stand­ort gese­hen”, erläu­tert IHK-Prä­si­den­tin Son­ja Weig­and, die auch Vor­sit­zen­de des IHK-Gre­mi­ums Bam­berg ist, die Ergeb­nis­se einer Umfra­ge der IHK für Ober­fran­ken unter Mit­glieds­un­ter­neh­men aus der Bam­ber­ger Innen­stadt. Aller­dings sehen die befrag­ten Unter­neh­men auch Ver­bes­se­rungs­an­sät­ze, unter ande­rem beim Ver­mei­den unnö­ti­ger Büro­kra­tie und in Sachen Unter­stüt­zung durch die Stadt Bam­berg und das Stadt­mar­ke­ting Bamberg.

„Die Stand­ort­zu­frie­den­heit ist erfreu­lich hoch, jedoch wird auch Ver­bes­se­rungs­po­ten­zi­al bei kon­kre­ten The­men wie Auf­ent­halts­qua­li­tät oder Ver­kehrs­si­tua­ti­on gese­hen”, so Frau Weig­and. Mit Blick auf die wirt­schaft­lich hohe Belas­tung von Ein­zel­han­del und Gas­tro­no­mie durch die Pan­de­mie sei es aus Sicht der betrof­fe­nen Betrie­be zudem wich­tig, Büro­kra­tie bei kom­mu­na­len Maß­nah­men zu redu­zie­ren. Die Umfra­ge­er­geb­nis­se nimmt die IHK daher zum Anlass, bei der Bam­ber­ger Kom­mu­nal­po­li­tik für einen inten­si­ve­ren Dia­log mit der Wirt­schaft zu werben.

Das Ergeb­nis der aktu­el­len IHK-Umfra­ge belegt, dass die Innen­stadt Bam­bergs als attrak­ti­ver Erleb­nis- und Ein­kaufs­stand­ort wahr­ge­nom­men wird. Als UNESCO-Welt­erbe­stadt hat Bam­berg eine hohe Anzie­hungs­kraft für Tou­ris­ten, für Gäs­te gas­tro­no­mi­scher Ein­rich­tun­gen und Kun­den im inner­städ­ti­schen Ein­zel­han­del. Ent­spre­chend zeig­ten sich rund 84 Pro­zent der befrag­ten Unter­neh­men mit ihrem Stand­ort in der Innen­stadt zufrie­den, nur etwa 13 Pro­zent zeig­ten sich unzu­frie­den. Ver­bes­se­rungs­po­ten­zi­al sehen die Befrag­ten unter ande­rem bei den The­men Kun­den­fre­quenz und Aufenthaltsqualität.

Sor­ge berei­tet den befrag­ten Unter­neh­men hin­ge­gen die Ver­kehrs- und Park­platz­si­tua­ti­on in der Innen­stadt. Wäh­rend sich fast 79 Pro­zent der Befrag­ten mit der Nähe zu den inner­städ­ti­schen Park­häu­sern zufrie­den zeig­ten, äußer­ten sich über 70 Pro­zent unzu­frie­den mit dem gene­rel­len Park­platz­an­ge­bot in der Innen­stadt. Den Erhalt der Park­plät­ze außer­halb der Park­häu­ser stuf­ten daher 83 Pro­zent als wich­tig bezie­hungs­wei­se sehr wich­tig ein. Das Ange­bot einer kos­ten­frei­en ers­ten Park­stun­de nah­men die befrag­ten Gas­tro­no­men und Ein­zel­händ­ler als sehr posi­ti­ven Impuls auf. 


Mehr Dia­log, weni­ger Bürokratie

Aus Sicht der Gas­tro­no­men und Ein­zel­händ­ler liegt ein zen­tra­ler Ver­bes­se­rungs­an­satz dar­in, unnö­ti­ge Büro­kra­tie bei kom­mu­na­len Maß­nah­men zu ver­mei­den. „Gera­de wäh­rend der Pan­de­mie sind die Betrie­be auf schnel­le und unbü­ro­kra­ti­sche Unter­stüt­zung ange­wie­sen. Zusätz­li­che Ein­schrän­kun­gen müs­sen unbe­dingt ver­mie­den wer­den”, so Weigand.

Zudem wün­schen sich die befrag­ten Unter­neh­men noch mehr Unter­stüt­zung durch die städ­ti­schen Ämter und das Stadt­mar­ke­ting. „Auch wenn die indi­vi­du­el­le Betrof­fen­heit der Betrie­be unter­schied­lich hoch ist, führt die momen­ta­ne Situa­ti­on bei allen zu enor­men Belas­tun­gen. Gera­de des­halb appel­lie­ren wir an die Kom­mu­nal­ver­wal­tung, ihren Ermes­sens­spiel­raum zu Guns­ten der Geschäfts­tä­tig­keit der Gewer­be­trei­ben­den zu nut­zen”, so die IHK-Prä­si­den­tin. „Die Her­aus­for­de­run­gen die­ser Pan­de­mie wer­den wir nur gemein­sam und im Dia­log bewäl­ti­gen kön­nen. Daher unter­stüt­zen wir sei­tens der IHK einen inten­si­ven Aus­tausch aller Betei­lig­ten sehr gerne.”


Über die Umfrage

Wäh­rend der Lock­down-Maß­nah­men zur Pan­de­mie­be­kämp­fung in Deutsch­land war ein dra­ma­ti­scher Fre­quenz­rück­gang in den Innen­städ­ten zu ver­zeich­nen. Auch der inner­städ­ti­sche Ein­zel­han­del und die Gas­tro­no­mie in Bam­berg haben durch die auf­er­leg­ten Beschrän­kun­gen mit immensen Umsatz­ein­brü­chen zu kämp­fen. Um ein Stim­mungs­bild der betrof­fe­nen Unter­neh­men ein­zu­fan­gen und vor­han­de­ne Pro­ble­me auf­zu­zei­gen, hat die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth Mit­glieds­un­ter­neh­men aus Ein­zel­han­del und Gas­tro­no­mie zu Stand­ort­qua­li­tät und Ver­kehrs­si­tua­ti­on in der Bam­ber­ger Innen­stadt befragt und die Aus­wer­tung dem Bam­ber­ger Ober­bür­ger­meis­ter sowie den Stadt­rats­frak­tio­nen zuge­lei­tet. An der Umfra­ge haben sich rund 80 Mit­glieds­un­ter­neh­men beteiligt.

Bam­ber­ger Bildungsentwicklungsplan 

Bil­dungs­bü­ro ver­öf­fent­licht Stu­di­en­band „Fokus Migra­ti­on und Integration“

Das Ziel der Stadt Bam­berg ist es, allen Men­schen – unab­hän­gig von Her­kunft und sozia­lem Sta­tus – ein gutes und leicht zugäng­li­ches Bil­dungs­an­ge­bot zu machen. Inte­gra­ti­on durch Bil­dung ist alter­na­tiv­los. Zu dem The­men­be­reich „Fokus Migra­ti­on und Inte­gra­ti­on“ des Bil­dungs­plans legt das Bil­dungs­bü­ro einen Quer­schnitts­band vor, der aktu­el­le Daten und Infor­ma­tio­nen zum Bereich Inte­gra­ti­on durch Bil­dung in Bam­berg zusammenfasst.

Die The­men Migra­ti­on und Inte­gra­ti­on rücken seit Jah­ren mehr in den Fokus der öffent­li­chen Wahr­neh­mung, denn Bam­berg ist viel­fäl­tig! Men­schen aus den unter­schied­lichs­ten Län­dern ver­la­gern ihren Lebens­mit­tel­punkt für eine gewis­se Zeit oder dau­er­haft aus ver­schie­de­nen Grün­den nach Bam­berg. Sie bil­den eine hete­ro­ge­ne Grup­pe mit unter­schied­li­chen Vor­aus­set­zun­gen, was das kom­mu­na­le Bil­dungs­sys­tem vor neue Her­aus­for­de­run­gen stellt, aber auch neue Impul­se und Chan­cen bie­tet. Ziel in der Stadt Bam­berg ist es, allen Men­schen – unab­hän­gig von Her­kunft und sozia­lem Sta­tus – ein gutes und leicht zugäng­li­ches Bil­dungs­an­ge­bot zu machen. Inte­gra­ti­on durch Bil­dung ist alter­na­tiv­los, denn Bil­dung ist in jedem Alter ein Schlüs­sel für die Teil­ha­be am wirt­schaft­li­chen, kul­tu­rel­len und gesell­schaft­li­chen Leben und ver­ein­facht Aufstiegschancen.

Zu dem The­men­be­reich „Fokus Migra­ti­on und Inte­gra­ti­on“ des Bil­dungs­plans legt das Bil­dungs­bü­ro einen Quer­schnitts­band vor, der aktu­el­le Daten und Infor­ma­tio­nen zum Bereich Inte­gra­ti­on durch Bil­dung in Bam­berg zusam­men­fasst. Er kann damit als Grund­la­ge für zukünf­ti­ge (bildungs-)politische Ent­schei­dun­gen in der Stadt her­an­ge­zo­gen wer­den. Anders als bei den bis­he­ri­gen bei den bis­he­ri­gen fünf Publi­ka­tio­nen, die jeweils einen Bil­dungs­ab­schnitt behan­del­ten, betrach­tet die­ser Band das kom­ple­xe The­ma Migra­ti­on und Inte­gra­ti­on über den Lebens­ver­lauf hin­weg von der Kita bis zur beruf­li­chen und non-for­ma­len Bil­dung. „Uns war es von Beginn an wich­tig, das The­ma Migra­ti­on nicht neben­bei in den fort­lau­fend erschei­nen­den Bän­den abzu­han­deln, son­dern uns in einer eige­nen Aus­ga­be inten­siv mit der The­ma­tik zu beschäf­ti­gen,“ so Dr. Ramo­na Wen­zel, die ver­ant­wort­li­che Mit­ar­bei­te­rin im Bildungsmonitoring.


Band benennt abschlie­ßend kla­re Handlungsfelder

Der Band fasst zunächst die demo­gra­phi­schen Rah­men­be­din­gun­gen der Bevöl­ke­rung mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund zusam­men. Er gibt einen Ein­blick in die Situa­ti­on in der früh­kind­li­chen Bil­dung und stellt Ange­bo­te der Sprach­för­de­rung vor. Das Kapi­tel „Schu­li­sche Bil­dung“ befasst sich mit einem für die Inte­gra­ti­on zen­tra­len Bil­dungs­ort und beleuch­tet die Zusam­men­set­zung der Schü­ler­schaft mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund, das Über­tritts­ver­hal­ten und die erwor­be­nen Abschlüs­se auch im Ver­gleich zur Schü­ler­schaft ohne Migra­ti­ons­hin­ter­grund. Wäh­rend im Kapi­tel „Beruf­li­che Bil­dung“ die Schü­ler- und Absol­ven­ten­zah­len an den beruf­li­chen Schu­len bezie­hungs­wei­se Unter­stüt­zungs­mög­lich­kei­ten der Aus­bil­dungs- und Arbeits­markt­in­te­gra­ti­on in den Blick genom­men wer­den, fokus­siert ein wei­te­res Kapi­tel den Hoch­schul­be­reich. Auch Sprach­för­de­rung im Rah­men von Inte­gra­ti­ons- und Berufs­sprach­kur­sen und die Ange­bo­te non-for­ma­ler und kul­tu­rel­ler Bil­dung sowie ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment wer­den betrach­tet. Der ANKER-Ein­rich­tung Ober­fran­ken mit den ihr eige­nen Struk­tu­ren als Her­aus­for­de­rung auch für den Bil­dungs­be­reich wid­met sich das letz­te Kapi­tel. Abschlie­ßend gibt der Band einen Aus­blick auf die bevor­ste­hen­den Her­aus­for­de­run­gen und benennt hier­bei kla­re Hand­lungs­fel­der. Dazu gehö­ren bei­spiels­wei­se der (wei­te­re) Aus­bau von Platz­ka­pa­zi­tä­ten in früh­kind­li­chen und schu­li­schen Bil­dungs­ein­rich­tun­gen als zen­tra­le Orte des Sprach­er­werbs und der sozia­len Inte­gra­ti­on. Wei­te­ren Hand­lungs­be­darf gibt es bei der Schu­lung des päd­ago­gi­schen Per­so­nals für kul­tur­sen­si­ble Kom­mu­ni­ka­ti­on und Inter­ak­ti­on in den sich ändern­den Grup­pen und Klas­sen­zu­sam­men­set­zun­gen oder bei der Ein­bin­dung und Stär­kung der Eltern in den Bildungsprozess.

Die Ver­öf­fent­li­chung steht, wie alle bis­he­ri­gen Bän­de, auf der Sei­te https://www.stadt.bamberg.de/Bildungsentwicklungsplan zum Down­load zur Verfügung.

Der abschlie­ßen­de Band des Bam­ber­ger Bil­dungs­ent­wick­lungs­plans zum The­men­be­reich „Kul­tu­rel­le Bil­dung und lebens­lan­ges Ler­nen“ wird im Som­mer 2021 erscheinen.

Coro­na

Stadt Bam­berg baut Test­in­fra­struk­tur aus

Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke und Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp han­deln und set­zen für die Stadt Bam­berg die Schnell­test­stra­te­gie um. Der Bam­ber­ger Stadt­rat gab in der gest­ri­gen Voll­sit­zung der Stadt­spit­ze dafür die Rücken­de­ckung, um zeit­nah die ange­streb­ten Schnell­test­ein­rich­tun­gen zu schaffen.

„Mit der Sozi­al­stif­tung als star­kem Part­ner bau­en wir für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger schritt­wei­se ein umfas­sen­des Schnell­test­an­ge­bot auf“, beto­nen Star­ke und Glüsenkamp.


Kon­kret sehen die Plä­ne der Stadt­spit­ze Fol­gen­des vor
:


1.Schnelltestzentrum Bam­berg
(ab 29.03.2021), ehe­mals ZOB-Info­point der Stadtwerke

Pro­me­na­de­stra­ße 6a
96047 Bam­berg

Mon­tag bis Sams­tag: 9 – 15 Uhr

Von Kar­frei­tag bis Oster­mon­tag täg­lich von 9 bis 15 Uhr geöffnet.

Ter­mi­ne nur mit Anmel­dung ab 27.03.2021 unter: https://corona-schnelltest-bamberg.de/


2. Abstrich­stel­le Galgenfuhr

Am Sen­del­bach 15
96050 Bam­berg

Mon­tag bis Sams­tag: 15 – 19 Uhr (ab 29.03.2021)

Von Kar­frei­tag bis Oster­mon­tag täg­lich von 15 – 19 Uhr geöffnet.

Ohne Ter­min. Die Abstrich­stel­le ist tele­fo­nisch erreich­bar unter: 0951/​/​2093970


3. Mobi­les Schnelltestzentrum/​Omnibus

Ein von den Stadt­wer­ken zur Ver­fü­gung gestell­ter Stadt­bus wird als mobi­les Schnell­test­zen­trum ab Diens­tag, 15.04.2021 die Stadt­tei­le und Quar­tie­re anfah­ren. Die Sta­tio­nen, die Hal­te­zei­ten und die Rou­ten wer­den recht­zei­tig bekannt gegeben.

Ober­bür­ger­meis­ter Star­ke betont: „Mit die­sen Maß­nah­men erhö­hen wir die Kapa­zi­tät der Schnell­test­mög­lich­kei­ten deut­lich.“ „Damit schaf­fen wir ein fle­xi­bles Test­an­ge­bot für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger: von 9 bis 19 Uhr, Mon­tag bis Sams­tag und bei Bedarf auch sonn­tags und dezen­tral in allen Stadt­tei­len“, ergänzt Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsenkamp.

Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp (links) und Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke vor Pal­let­ten mit Anti­gen-Schnell­tests. Zur Zeit ste­hen 76.000 Schnell­tests für den Ein­satz bereit. Foto: Stadt Bamberg

Bei­de dank­ten sowohl der Sozi­al­stif­tung als auch der Geschäfts­füh­re­rin der HTK Hygie­ne Tech­no­lo­gie Kom­pe­tenz­zen­trum GmbH, Sus­an Lind­ner, für ihre Unter­stüt­zung zum Wohl der Bam­ber­ger Bür­ger­schaft. „Mit dem neu­en Coro­na Schnell­test­zen­trum am ZOB kön­nen wir den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern ein siche­res Gefühl bei ihren täg­li­chen Erle­di­gun­gen geben. Wir leis­ten damit einen wich­ti­gen Bei­trag zum Infek­ti­ons­schutz in Bam­berg“, so Sus­an Lindner.

Ter­mi­ne für das neue Schnell­test­zen­trum kön­nen ab Sams­tag, den 27.03.2021, über die Web­sei­te www.corona-schnelltest-bamberg.de online ver­ein­bart wer­den. Der Zugang zum Schnell­test­zen­trum ZOB ist aus­schließ­lich mit Ter­min mög­lich, nur sym­ptom­freie Per­so­nen dür­fen das Schnell­test­zen­trum betre­ten. Hier wer­den aus­schließ­lich Anti­gen-Schnell­tests auf das Coro­na­vi­rus SARS-CoV-2durch­ge­führt, kei­ne PCR-Tests.

Inter­dis­zi­pli­nä­res For­schungs­team ver­öf­fent­licht neue Erkennt­nis­se über die mit­tel­al­ter­li­chen Bam­ber­ger Kaisergewänder

Kai­ser Hein­rich II. – ein Ret­ter der Menschheit?

Eine Sti­cke­rei auf einem Bam­ber­ger Kai­ser­ge­wand spielt auf den nahen­den Welt­un­ter­gang um das Jahr 1000 an. Kai­ser Hein­rich II. insze­niert sich mit die­ser Anspie­lung als Ret­ter der Mensch­heit. Das ist eine von vie­len Erkennt­nis­sen des inter­dis­zi­pli­nä­ren For­schungs­teams der Uni­ver­si­tät Bam­berg, das die welt­weit ein­ma­li­gen Bam­ber­ger Kai­ser­ge­wän­der fünf Jah­re lang unter­sucht hat.

Die Ergeb­nis­se wer­den auf meh­re­ren Wegen ver­öf­fent­licht: Das Diö­ze­san­mu­se­um Bam­berg zeigt noch bis zum 30. Sep­tem­ber 2021 eine Son­der­aus­stel­lung. Die Mul­ti­me­dia-Repor­ta­ge „Expe­di­ti­on ins Mit­tel­al­ter“ der Uni­ver­si­tät Bam­berg prä­sen­tiert aus­ge­wähl­te Fotos des Pro­jekts. Im Buch „Kai­ser­ge­wän­der im Wan­del – Gold­ge­stick­te Ver­gan­gen­heits­in­sze­nie­rung“ rekon­stru­iert Dr. Tan­ja Koh­wag­ner-Niko­lai, Pro­jekt­mit­ar­bei­te­rin der Uni­ver­si­tät Bam­berg, die Ver­än­de­rungs­ge­schich­te der Män­tel. Und vor­aus­sicht­lich Ende 2021 stellt die Baye­ri­sche Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten als Koope­ra­ti­ons­part­ne­rin rund 600 kom­men­tier­te Fotos der Gewän­der auf dem Por­tal „bava­ri­kon“ online.


End­zeit­fan­ta­sien um die ers­te Jahrtausendwende

Die Sti­cke­rei mit Bezug zu End­zeit­fan­ta­sien befin­det sich auf dem blau­en Kuni­gun­den­man­tel. Sie stellt den Leich­nam Kai­ser Neros dar, der von Wöl­fen zer­ris­sen wird. „Die­se Dar­stel­lung ist sehr sel­ten und hat eine wich­ti­ge kunst­his­to­ri­sche Bedeu­tung“, erläu­tert Tan­ja Koh­wag­ner-Niko­lai. „Der Hin­ter­grund ist, dass um die Jahr­tau­send­wen­de vie­le Men­schen Angst vor dem Welt­un­ter­gang hat­ten. Sie befürch­te­ten, dass Kai­ser Nero, der Chris­ten­ver­fol­ger, als Anti-Christ wie­der­kom­men wür­de. Mit der Sti­cke­rei sagt Hein­rich II. aus, dass Nero von den Wöl­fen end­gül­tig ver­nich­tet wur­de und nicht wie­der­kom­men kann. Wer an Chris­tus glaubt und Hein­rich folgt, kann auf Erlö­sung hoffen.“

Der blaue Kuni­gun­den­man­tel blieb im Lau­fe der Jahr­hun­der­te fast im Ori­gi­nal­zu­stand erhal­ten – im Gegen­satz zu ande­ren Bam­ber­ger Kai­ser­ge­wän­dern. „Vor allem der wei­ße Kuni­gun­den­man­tel und die Tuni­ka wur­den in den 1950er Jah­ren mas­siv ver­än­dert“, sagt Tan­ja Koh­wag­ner-Niko­lai. Die Kunst­his­to­ri­ke­rin erklärt, dass die Restau­rie­rung damals zu ästhe­tisch schö­nen Objek­ten füh­ren sollte.

Das For­schungs­team betrach­tet den blau­en Kuni­gun­den­man­tel. Foto: Tim Kipphan/​Universität Bamberg 

Alle „unschö­nen“ Repa­ra­tu­ren wur­den ent­fernt: „Die­se bei­den Gewän­der wur­den in der Nach­kriegs­zeit so stark ver­än­dert, dass wir heu­te wenig über ihr ursprüng­li­ches Aus­se­hen sagen kön­nen.“ Näher an ihrem Ori­gi­nal­zu­stand sind dage­gen die drei wei­te­ren Bam­ber­ger Kai­ser­ge­wän­der: der Ster­nen­man­tel Hein­richs II., der Rei­ter­man­tel und das Ratio­na­le – ein lit­ur­gi­sches Wür­de­zei­chen. Tan­ja Koh­wag­ner-Niko­lai, Sibyl­le Ruß, Anne Dau­er, Ursu­la Dre­wel­lo und Mar­ti­na Pristl führ­ten an den ins­ge­samt sechs Objek­ten kunst­his­to­ri­sche, tech­no­lo­gi­sche und mate­ri­al­ana­ly­ti­sche Unter­su­chun­gen durch.


„Die Män­tel sind eine Sensation“

Wie die Kai­ser­ge­wän­der von ihrer Ent­ste­hung bis zum heu­ti­gen Erschei­nungs­bild ver­än­dert wur­den, erar­bei­te­te das For­schungs­team unter Lei­tung von Prof. Dr. Ste­phan Albrecht. „Die Män­tel sind eine Sen­sa­ti­on“, bemerkt der Inha­ber des Lehr­stuhls für Kunst­ge­schich­te, ins­be­son­de­re Mit­tel­al­ter­li­che Kunst­ge­schich­te, an der Uni­ver­si­tät Bam­berg. „Sie sind welt­weit die ein­zi­gen gold­be­stick­ten Gewän­der, die aus die­ser frü­hen Zeit erhal­ten sind – noch dazu in einem ins­ge­samt erstaun­lich hohen Erhal­tungs­grad.“ Die Pracht­ge­wän­der ent­stan­den zu Beginn des 11. Jahr­hun­derts und gel­ten als Stif­tun­gen Kai­ser Hein­richs II. (973 bis 1024) und sei­ner Gemah­lin Kuni­gun­de (um 980 bis 1033) an ihre Bis­tums­grün­dung Bam­berg. Ste­phan Albrecht schil­dert, war­um sie so sel­ten sind: „Die Gewän­der hat­ten Reli­qui­en­cha­rak­ter und wur­den über Jahr­hun­der­te hin­weg repa­riert. Die meis­ten ähn­li­chen Män­tel wur­den damals ein­ge­schmol­zen, um neue herzustellen.“

Das For­schungs­pro­jekt „Kai­ser­ge­wän­der im Wan­del – Gold­ge­stick­te Ver­gan­gen­heits­in­sze­nie­rung“ dau­er­te von 2015 bis 2020. Die Deut­sche For­schungs­ge­mein­schaft (DFG) för­der­te es mit 380.000 Euro. Es gehört zum For­schungs­schwer­punkt „Kul­tur und Gesell­schaft im Mit­tel­al­ter“ der Uni­ver­si­tät Bam­berg und ist Teil einer Mul­ti­me­dia-Repor­ta­ge: https://forschungsprofil.uni-bamberg.de/mittelalter

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum For­schungs­pro­jekt sind zu fin­den unter: https://www.uni-bamberg.de/restaurierungswissenschaft/forschung/aktuelle-forschungsprojekte/kaisergewaender/

Die Son­der­aus­stel­lung „Die Bam­ber­ger Kai­ser­ge­wän­der unter der Lupe“ läuft noch bis zum 30. Sep­tem­ber 2021. Abhän­gig von der Coro­na-Inzi­denz ist ein Besuch mit oder ohne Vor­anmel­dung mög­lich. Infor­ma­tio­nen und Details sind zu fin­den unter: https://dioezesanmuseum-bamberg.de

50 Jah­re – 50 Rezepte

Deutsch-fran­zö­si­sches Koch­buch zur Erin­ne­rung an 50 Jah­re Bamberg-Rodez

„Not macht erfin­de­risch“, dach­ten sich die Orga­ni­sa­to­ren des 50. Städ­te­part­ner­schafts­ju­bi­lä­ums Bam­berg-Rodez. Nach­dem die Fol­gen der Coro­na-Pan­de­mie die geplan­ten per­sön­li­chen Begeg­nun­gen zum Part­ner­schafts­ju­bi­lä­um unmög­lich mach­ten, initi­ier­te Bri­git­te Rie­gel­bau­er, die Städ­te­part­ner­schafts­be­auf­trag­te im Bam­ber­ger Rat­haus, ein Koch­buch-Pro­jekt mit dem Mot­to „Lie­be geht durch den Magen“.

Über­tra­gen auf die Städ­te­part­ner­schaft Bam­berg-Rodez nutz­te die deutsch-fran­zö­si­sche Fan­ge­mein­de die Mög­lich­keit, in Abspra­che mit ihren lang­jäh­ri­gen Freun­den hier wie dort Rezep­te ein­zeln oder gemein­sam zu kochen, um auf die­se Art und Wei­se wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie in Ver­bin­dung zu blei­ben. Zum 50. Jubi­lä­um der Part­ner­schaft ist so ein deutsch-fran­zö­si­sches Koch­buch ent­stan­den mit der Mög­lich­keit, die Küche des Part­ners kennenzulernen. 

Pas­send zum Jubi­lä­um laden 50 Rezep­te zum Nach­ko­chen ein. Auf Sei­ten Bam­bergs dür­fen Klas­si­ker wie Frän­ki­sches Schwei­ne­schäu­fela und Sau­er­bra­ten nicht feh­len, abge­run­det durch Peti­tes­sen wie Leb­ku­chen Bam­ber­ger Art oder Apfel­kräpfla. Die cui­sine à la Rodez kennt hin­ge­gen Boules de chou far­ci, über­setzt gefüll­te Kohl­ku­geln, oder Couf­idou ou dau­be avey­ron­nai­se, den lan­des­ty­pi­schen Rind­fleisch­ein­topf, bei dem das Rind­fleisch über Nacht in eine Mix­tur aus Rot­wein, Zwie­beln, Knob­lauch, Nel­ken, Thy­mi­an, Lor­beer­blatt sowie Salz und Pfef­fer gelegt wird. Nicht feh­len dür­fen auch hier Schman­kerln wie der Pud­ding ähn­li­che Flan Pâtis­sier – übri­gens ein Rezept des fran­zö­si­schen Gene­ral­kon­suls aus Mün­chen – oder der gehalt­vol­le Gâteau a la bro­che avey­ron­nais, ein Baum­ku­chen, für des­sen Zube­rei­tung unter ande­rem 1 Kilo­gramm Mehl, 1 Kilo­gramm Zucker und 24 Eier benö­tigt werden.

Das Koch­buch ent­hält die 50 Rezep­te auf jeweils einer Dop­pel­sei­te, jeweils bebil­dert und in einer deut­schen und fran­zö­si­schen Ver­si­on. Gruß­wor­te von Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke, Bür­ger­meis­ter Chris­ti­an Teyssed­re, Kai Non­nen­ma­cher vom Deutsch-Fran­zö­si­schen Club e.V. und Mar­ti­ne Brin­gu­ier sowie Agnès Cuis­set vom Part­ner­schafts­ko­mi­tee Rodez-Bam­berg run­den das Büch­lein ab. 

Das deutsch-fran­zö­si­sche Koch­buch ist ein Gemein­schafts­werk. Neben dem Part­ner­schafts­ko­mi­tee Rodez und dem Deutsch-Fran­zö­si­schen Club Bam­berg, die ihren Teil zum Gelin­gen bei­getra­gen haben, geht der Dank vor allem an die vie­len – von Schüler:innen bis zu Grün­dungs­mit­glie­dern der Part­ner­schaft –, die ihre Koch­re­zep­te ver­öf­fent­licht haben.

Das Koch­buch ist für einen Unkos­ten­bei­trag von sechs Euro erhält­lich und kann unter der E‑Mail-Adres­se brigitte.riegelbauer@stadt.bamberg.de oder der Tele­fon­num­mer 0951 /​/​87–1010 bestellt wer­den, solan­ge der Vor­rat reicht, da die Auf­la­ge limi­tiert ist.

Stadt­bau Bam­berg errich­tet ers­ten Bienenfutterautomaten 

Bie­nen­fut­ter in der Hauptsmoorstraße

Vie­le Insek­ten haben es in Deutsch­land auf­grund von Flä­chen­ver­sie­ge­lung, Pes­ti­zid­ein­satz und Mono­kul­tu­ren auf Grün­flä­chen immer schwe­rer zu über­le­ben. Gera­de in der Stadt kön­nen pri­va­te und kom­mu­na­le Gärt­ner jedoch eini­ges tun, um die­se Defi­zi­te auf­zu­fan­gen. Wenn sie rich­tig ange­legt sind, bie­ten Gär­ten und öffent­li­che Grün­flä­chen näm­lich wert­vol­len Lebens­raum für Hum­meln, Bie­nen und ande­re Insek­ten. Daher geht die Stadt­bau Bam­berg jetzt neue Wege in der Anla­ge und Pfle­ge ihrer Grünflächen.

An acht ver­schie­de­nen Stand­or­ten hat die städ­ti­sche Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft im ver­gan­ge­nen Jahr bie­nen­freund­li­che Blüh­wie­sen ange­legt. Auch am Föh­ren­hain wur­de eine blü­ten­rei­che Wie­se ange­sät, von der die Ver­ant­wort­li­chen sehr hof­fen, dass sie sich auch in die­ser Sai­son in vol­ler Pracht zeigt.


Kap­seln sind wiederverwendbar

Um auf das The­ma Bie­nen­ret­tung, für das sich bereits ver­schie­de­ne Initia­ti­ven in Bam­berg enga­gie­ren, in leuch­ten­dem Gelb auf­merk­sam zu machen, instal­lier­te die Stadt­bau nun den ers­ten Bie­nen­fut­ter-Auto­ma­ten in der Stadt. Pünkt­lich zum Früh­lings­an­fang steht in der Hauptsmoor­stra­ße auf Höhe des Föh­ren­hains der ers­te Auto­mat, aus dem Saat­gut­mi­schun­gen gezo­gen wer­den können.

Der ehe­ma­li­ge Kau­gum­mi­au­to­mat funk­tio­niert noch genau­so wie frü­her. Ein­fach eine 50 Cent-Mün­ze ein­wer­fen und der Auto­mat gibt eine Kap­sel frei. Die Kap­seln sind mit Samen bie­nen­freund­li­cher Blüh­pflan­zen befüllt. Die­se kön­nen über­all im Frei­land aus­ge­bracht wer­den: im Gar­ten oder in einen Pflanz­topf auf dem Bal­kon. In den Kap­seln befin­den sich aus­schließ­lich Samen hei­mi­scher Sor­ten, die an unser Kli­ma ange­passt sind.

Der Geschäfts­füh­rer der Stadt­bau GmbH Bam­berg Veit Berg­mann (li.) und Bür­ger­meis­ter und Umwelt­re­fe­rent Jonas Glüsen­kamp (re.) freu­en sich, dass der ers­te Bie­nen­fut­ter­au­to­mat in ganz Fran­ken in Bam­berg behei­ma­tet ist.

Die Stadt­bau bit­tet jedoch dar­um, die lee­ren Kap­seln zurück­zu­ge­ben, damit sie mehr­fach ver­wen­det wer­den kön­nen. Direkt unter­halb des Bie­nen­au­to­ma­ten in der Hauptsmoor­stra­ße /​Ecke Föh­ren­stra­ße befin­det sich ein Rück­ga­be­be­häl­ter. Nach dem Öff­nen und der Aus­saat soll­te die Ver­pa­ckungs­kap­sel hier ein­ge­wor­fen wer­den. Die gesam­mel­ten Kap­seln wer­den dann von der Stadt wie­der befüllt.

Mit dem Bie­nen­fut­ter­au­to­ma­ten möch­te die Stadt­bau GmbH Bam­berg auf die aktu­el­le Pro­ble­ma­tik unbe­leb­ter Grün­flä­chen hin­wei­sen und Wer­bung für mehr insek­ten­freund­li­ches Grün auf pri­va­ten wie öffent­li­chen Flä­chen machen. „Seit letz­tem Jahr beschrei­ten wir bei unse­ren Außen­an­la­gen einen zukunfts­ori­en­tier­ten Weg Rich­tung mehr Öko­lo­gie und Viel­falt. Der Bie­nen­au­to­mat soll das auch außer­halb unse­rer Wohn­an­la­gen sicht­bar machen. Wir wer­den hier sehr ger­ne unse­rer gesell­schaft­li­chen Ver­ant­wor­tung gerecht und hof­fen, dass das Kon­zept ver­stan­den wird, Magnet­wir­kung ent­fal­tet und zum Mit­ma­chen ein­lädt“, so Geschäfts­füh­rer Veit Bergmann.

„Dies ist eine groß­ar­ti­ge Idee, für die ich der Stadt­bau sehr dank­bar bin. Ich wün­sche mir, dass ganz vie­le Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­ger zu Bie­nen­ret­tern wer­den. Las­sen Sie Ihren Gar­ten oder unge­nütz­te Grün­flä­chen mit dem Saat­gut erblü­hen und bit­te brin­gen Sie die lee­ren Kap­seln wie­der zurück, so dass sie wie­der gefüllt wer­den kön­nen“, bit­tet Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp die Bür­ge­rin­nen und Bürger.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu den Bie­nen­ret­tern, über die unter ande­rem der Bie­nen­fut­ter­au­to­mat bezo­gen wer­den kann, sind zu fin­den unter https://www.bienenretter.de

Grü­nes Bam­berg will, dass der Win­ter­dienst stär­ker differenziert

Streu­kis­ten sol­len mit weni­ger Salz auskommen

Dass so viel Salz im Win­ter­dienst auf Bam­bergs Stra­ßen ein­ge­setzt wird, muss nicht sein, meint Andre­as Eichen­se­her von den Bam­ber­ger Grü­nen. Er bean­tragt, alter­na­ti­ve Lösun­gen zu fin­den, und zeigt auch gleich meh­re­re Mög­lich­kei­ten auf, wie der Salz­ein­satz redu­ziert wer­den kann, wie Grü­nes Bam­berg mitteilt.

Die Lage ist eini­ger­ma­ßen kom­plex. Die Stadt hat über­all im Stadt­ge­biet Kis­ten mit Streu­gut auf­ge­stellt, aus denen Win­ter­dienst-Mit­ar­bei­ter das Streu­gut neh­men, das sie auf den Wegen aus­brin­gen. Es ent­hält zu einem Drit­tel Salz, zu zwei Drit­teln Splitt. Das Salz soll ver­hin­dern, dass das Streu­gut in den Kis­ten bei Minus­tem­pe­ra­tu­ren zu Klum­pen friert und nicht mehr ver­wend­bar ist.

Aus die­sen Kis­ten bedie­nen sich aller­dings auch die Bürger*innen, um ihrer Räum­pflicht auf den Geh­we­gen vor ihren Häu­sern nach­zu­kom­men. Das ist eigent­lich nicht so gedacht, wird aber gedul­det. Kor­rekt han­deln die Bürger*innen damit nicht, denn eigent­lich ist ihnen der Ein­satz von Streu­salz kom­plett ver­bo­ten – außer bei ganz gefähr­li­chem Blitz­eis oder an Steillagen.


Ande­re Kom­mu­nen lie­fern prak­ti­ka­ble Beispiele

„Ein Dilem­ma“, stellt Andre­as Eichen­se­her fest. „Das Streu­gut mit Salz­an­teil aus den Kis­ten soll eigent­lich nur für öffent­li­che Wege genutzt wer­den. Ande­rer­seits ist es auch okay, wenn Bürger*innen sich mit klei­nen Men­gen bedie­nen, um vor ihrem Haus für Sicher­heit zu sor­gen. Aller­dings kommt so dann doch Salz auf die Geh­we­ge – gegen den Wil­len und gegen das Orts­recht der Stadt.“ In ande­ren Kom­mu­nen, so weiß der Grü­nen-Poli­ti­ker, wer­den sol­che Kis­ten gene­rell ver­sperrt und sind nicht frei zugänglich.

Ein Kom­pro­miss ist also gefragt. Und dafür hat Eichen­se­her in meh­re­ren Städ­ten nach Lösun­gen recher­chiert. Laut sei­nem Antrag soll die Ver­wal­tung nun prü­fen, was in Bam­berg umsetz­bar ist. So hat er her­aus­ge­fun­den, dass in ande­ren Städ­ten die Streu­gut­mi­schun­gen mit deut­lich weni­ger Salz aus­kom­men, in Lüne­burg etwa liegt das Misch­ver­hält­nis sogar bei nur 15 zu 1 (Streu­sand zu Salz). Ande­re Gemein­den befül­len die Behäl­ter mit unter­schied­li­chen Mate­ria­li­en, man­che davon sind ver­sperrt und kön­nen nur vom städ­ti­schen Räum­dienst genutzt wer­den (zum Bei­spiel für Rad­we­ge), ande­re sind offen für jeder­mann. Es gibt auch Erfah­run­gen mit nicht gefrier­ba­rem Streu­gut oder damit, dass die Lie­fer­fir­ma des Streu­guts bei Anlie­fe­rung auf abso­lu­te Tro­cken­heit ach­ten muss, so dass das Mate­ri­al auch ohne Salz­bei­ga­be nicht gefrie­ren kann.

Dem Bam­ber­ger Ser­vice Betrieb BSB steht also eine gewis­se Tüf­tel­ar­beit bevor, um ein dif­fe­ren­zier­tes Streu­sys­tem zu eta­blie­ren, das auch zu den vor­han­de­nen Streu­fahr­zeu­gen passt. Aber das wird sich loh­nen, meint Eichen­se­her. „Streu­salz ver­ur­sacht Schä­den an Stadt­bäu­men und ande­ren Pflan­zen, es belas­tet das Grund­was­ser, tut den Pfo­ten von Vier­bei­nern nicht gut und ver­ur­sacht nicht uner­heb­li­che Schä­den an Gebäu­den und im Stra­ßen­be­lag. Die damit ver­bun­de­nen Fol­ge­kos­ten sind auch nicht zu vernachlässigen.“

Inter­view mit Wolf­gang Heyder

Bam­ber­ger Lite­ra­tur­fes­ti­val 2021

Bei der nächs­ten Ministerpräsident*innen-Konferenz am 22. März ent­schei­det sich, ob und unter wel­chen Bedin­gun­gen Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen wie­der statt­fin­den kön­nen. Eine Fra­ge, die auch für das Bam­ber­ger Lite­ra­tur­fes­ti­val 2021 (Bam­Lit) inter­es­sant ist. Wir haben mit Wolf­gang Heyder über die Pla­nun­gen gesprochen.

Am 20. April ist mit der Lesung von Michel Fried­man die Eröff­nung geplant. Stand der Pla­nun­gen ist, die­se und alle fol­gen­den Lesun­gen vor – wenn auch zah­len­mä­ßig redu­zier­tem – Publi­kum abzu­hal­ten. Soll­ten Prä­senz-Ver­an­stal­tun­gen aber doch nicht mög­lich sein, blie­be dem aus­rich­ten­den Ver­an­stal­tungs­ser­vice Bam­berg immer noch die Mög­lich­keit, Tickets für online gestream­te Lesun­gen anzubieten.

Wolf­gang Heyder vom Ver­an­stal­tungs­ser­vice Bam­berg schließt die­se Ver­an­stal­tungs-Vari­an­te nicht aus, möch­te in den Bam­Lit- Pla­nun­gen vor­erst aber noch auf Prä­senz-Tickets set­zen. Wir haben mit ihm gesprochen.


Herr Heyder, für das Bam­ber­ger Lite­ra­tur­fes­ti­val pla­nen Sie Lesun­gen vor Publi­kum. Was macht Sie opti­mis­tisch, dass das Bam­Lit auf die­se Art und Wei­se am 20. April im Kul­tur­bo­den begin­nen kann?

Wolf­gang Heyder: So ist der Plan, ja. Vor Weih­nach­ten hat­te die Ver­an­stal­ter­grup­pe ent­schie­den, das Fes­ti­val um zwei Mona­te zu ver­schie­ben und mit einem Hygie­ne­kon­zept aus­zu­rich­ten, das knapp 30 Pro­zent Bele­gung der Ört­lich­kei­ten mög­lich macht. Im Kul­tur­bo­den in Hall­stadt wären das bei­spiels­wei­se etwa 90 Men­schen. Aber zum jet­zi­gen Zeit­punkt wis­sen wir natür­lich noch nicht, ob es so statt­fin­den kann. Ende März wird bei der nächs­ten Minis­ter­prä­si­den­tin­nen- und Minis­ter­prä­si­den­ten-Kon­fe­renz über die Mög­lich­keit von Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen ent­schie­den. Bis dann ist noch ein biss­chen Zeit, aber ich den­ke, der Opti­mis­mus, Lesun­gen vor Publi­kum haben zu kön­nen, stirbt zuletzt. Das Virus hält uns gefan­gen, aber man muss schon nach Lösun­gen suchen. Mei­ne Kri­tik an der Poli­tik ist aller­dings, dass nur wenig Stra­te­gie im Suchen von Lösun­gen zu erken­nen ist.


Wer­den Sie, wie bei ver­schie­de­nen Kon­zer­ten des Ver­an­stal­tungs­ser­vice, auch beim Bam­Lit sowohl Prä­senz-Tickets als auch Stream-Tickets anbieten?

Wolf­gang Heyder: Nein, beim Bam­Lit pla­nen wir noch nicht mit Online-Tickets. Wir wol­len zuerst schau­en, unter wel­chen Bedin­gun­gen das Fes­ti­val vor Publi­kum statt­fin­den kann, und wie hoch die Nach­fra­ge nach Kar­ten ist.


Wie ver­lau­fen die Ticket­vor­ver­käu­fe bisher?

Wolf­gang Heyder: Das muss man jetzt rela­tiv sehen, wegen der gerin­ge­ren Aus­las­tung. Drei oder vier Ter­mi­ne sind schon aus­ver­kauft, bei vie­len ande­ren gibt es noch Kar­ten. Die Ver­käu­fe haben sehr gut ange­fan­gen, aber zur Zeit bucht das Publi­kum eher ver­hal­ten – die Unsi­cher­heit der Pan­de­mie-Ent­wick­lung könn­te der Grund dafür sein. Ande­rer­seits haben wir uns aber auch mit der Wer­bung für das Bam­Lit bis­her zurück­ge­hal­ten und haben ent­schie­den, erst dann rich­tig los­zu­le­gen, wenn kla­rer ist, wie und unter wel­chen Bedin­gun­gen das Fes­ti­val statt­fin­den kann.


Lässt sich anhand der Vor­ver­kaufs­zah­len bei den Kon­zer­ten, bei denen Sie auch Online-Tickets anbie­ten, erken­nen, wel­che Ticket­art die Leu­te vorziehen?

Wolf­gang Heyder: Ganz klar Prä­senz-Tickets, kei­ne Fra­ge. Trotz der schwie­ri­gen Gesamt­si­tua­ti­on dürs­ten die Men­schen nach Prä­senz-Ver­an­stal­tun­gen und den Emo­tio­nen, die da dran hän­gen – das haben wir schon bei Ticket­ver­käu­fen im letz­ten Som­mer gemerkt. Ande­rer­seits haben die Streams, die wir gemacht haben, auch eine hohe Reso­nanz, eine für mich eigent­lich sen­sa­tio­nell hohe Reso­nanz gehabt.


Für das Kon­zert von Wolf­gang Buck am 17. April gibt es sowohl Prä­senz- als auch Online­ti­ckets. Wie steht der Musi­ker selbst zu die­ser Aufteilung?

Wolf­gang Heyder: Für die­ses Kon­zert hat­te der Vor­ver­kauf schon begon­nen, als der zwei­te Lock­down los­ging. Wobei allen Betei­lig­ten schon vor­her klar gewe­sen war, dass das Kon­zert nicht mit vol­ler Publi­kums­aus­las­tung statt­fin­den könn­te. Wie so vie­le ande­re braucht auch Wolf­gang Buck ein Publi­kum bei sei­nen Kon­zer­ten und ist auf die Inter­ak­ti­on mit den Leu­ten ange­wie­sen, aber auch er sag­te damals, dass wir das Stream-Ange­bot trotz­dem aus­pro­bie­ren. Wir hof­fen alle, dass das nicht das Kon­zert­mo­dell der Zukunft sein wird, aber in der momen­ta­nen Pha­se und ihren Unsi­cher­hei­ten ist es sicher eine Option.


Was pas­siert mit dem Bam­Lit, wenn die nächs­te Ministerpräsident*innen-Konferenz am 22. März, bei der Öff­nun­gen im Kul­tur­be­reich bespro­chen wer­den sol­len, kei­ne Schrit­te in die­ser Rich­tung beschließt? Wäre es denk­bar, das gesam­te Bam­Lit online statt­fin­den zu lassen?

Wolf­gang Heyder: Das muss die ver­an­stal­ten­de Grup­pe aus unter ande­rem Ver­an­stal­tungs­ser­vice, Land­rats­amt, Stadt­mar­ke­ting und Buch­hand­lung Osi­an­der ent­schei­den. Wenn es aber über­haupt kei­ne Mög­lich­keit geben soll­te, die Lesun­gen auch nur vor dem kleins­ten Publi­kum zu haben, wäre eine rei­ne Online-Ver­an­stal­tung eine Opti­on. Aber ich kann das nicht allei­ne ent­schei­den. Wir wer­den uns nach der MPK aus­tau­schen und schau­en, in wel­che Rich­tung das Bam­Lit gehen kann.


Haben sich ein­zel­ne Autor*innen des Fes­ti­vals zur Mög­lich­keit gestream­ter Online-Lesun­gen geäu­ßert? Wie sehen hier die Mei­nun­gen aus?

Wolf­gang Heyder: Es wol­len alle Prä­senz. Aber auch Autoren lei­den sehr unter weg­fal­len­den Auf­tritts­ga­gen und es gibt durch­aus auch Aus­sa­gen von der einen oder dem ande­ren, eine Lesung auch online abhal­ten zu wollen.


Wie unter­schei­den sich Gagen von Prä­senz- und Online-Auftritten?

Wolf­gang Heyder: Das ist ein The­ma, das eigent­lich noch nie dis­ku­tiert wur­de oder dis­ku­tiert wer­den muss­te. Wir spü­ren aber, dass die Leu­te, die im Kul­tur­be­trieb unter­wegs sind, sehr fle­xi­bel sind, was zum Bei­spiel Ver­schie­bun­gen oder Ver­le­gun­gen von Auf­trit­ten oder eben die Redu­zie­rung von Gagen betrifft.


Wor­auf haben Sie bei der dies­jäh­ri­gen Bam­Lit-Pro­gramm­ge­stal­tung einen Schwer­punkt gelegt?

Wolf­gang Heyder: Immer mehr Autoren haben in den letz­ten Jah­ren den Sach­buch­be­reich bedient. Dem haben wir in der Pro­gramm­ge­stal­tung Rech­nung getra­gen. Zwei wei­te­re wich­ti­ge Punk­te waren außer­dem schon immer, loka­le Autoren ein­zu­bin­den und eine gro­ße Band­brei­te im Pro­gramm abzu­bil­den, um mög­lichst vie­le Men­schen zum Lite­ra­tur­fes­ti­val und zur Lite­ra­tur zu krie­gen und nach Mög­lich­keit jeden Abend ein ande­res Publi­kum anzuziehen.


Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter

https://www.bamberger-literaturfestival.de/

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