Debüt-Konzert des Michelsberg-Quartetts am 13. Juni
Streicherklänge im Festsaal
Ein neues Kammermusikensemble bereichert die Bamberger Musikszene: Die Musikerinnen und Musiker Andreas Zack und Masako Sakai-Hersen (Violine), Meike Beyer (Viola) sowie Nico Nesyba (Violoncello) gründeten im Herbst 2025 ein Streichquartett. Am kommenden Samstag, dem 13. Juni, werden sie ihr Debüt geben und in der Städtische Musikschule auftreten, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Aufgrund ihrer gemeinsamen Tätigkeit an der Städtischen Musikschule Bamberg gaben sie dem Ensemble den Namen „Michelsberg-Quartett“. Sein Debüt gibt das Quartett am Samstag, 13. Juni, um 18 Uhr im neuen Festsaal der Städtischen Musikschule Bamberg. Auf dem Programm stehen zwei Meisterwerke der klassischen Streichquartettliteratur: das Streichquartett d‑Moll op. 76 Nr. 2 „Quintenquartett“ von Joseph Haydn sowie das Streichquartett c‑Moll op. 18 Nr. 4 von Ludwig van Beethoven. Der Eintritt zum Konzert ist frei, das Ensemble freut sich über Spenden.
Das Debütkonzert bietet zugleich die Gelegenheit, ein Programm zu erleben, das kurz darauf auch international erklingen wird: Am 19. und 20. Juni ist das Michelsberg-Quartett beim Festival „Risonanze“ in Malborghetto, einer befreundeten Stadt Bambergs in Norditalien, zu Gast. Neben dem Quartett und zwei jungen Musikerinnen der Städtischen Musikschule wird auch eine Delegation der Stadt Bamberg, darunter Oberbürgermeister Sebastian Niedermaier, an der Reise teilnehmen.
Das könnte Sie auch interessieren...
IHK-Gremium Bamberg im Austausch mit Landrat und Oberbürgermeister
Wirtschaft und Politik suchen Schulterschluss für Bamberg
Der enge Schulterschluss zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung steht im Mittelpunkt des Unternehmerfrühstücks des IHK-Gremiums Bamberg mit Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier und Landrat Johannes Maciejonczyk, wie die IHK für Oberfranken Bayreuth mitteilt.
„Gerade in Zeiten von Transformationsdruck und wachsender Unsicherheit ist es entscheidend, dass Wirtschaft, Verwaltung und Politik gemeinsam Lösungen vor Ort entwickeln und Hand in Hand zusammenarbeiten“, betont Herbert Grimmer, Vorsitzender des IHK-Gremiums Bamberg. Oberbürgermeister Niedermaier kündigt in diesem Zusammenhang an, dass ein Wirtschaftssenat gegründet werden soll, um den Themen Wirtschaft und Digitalisierung mehr Sichtbarkeit und Bedeutung zu verleihen. „Wir entwickeln einen direkten Draht in die Politik und stellen damit sicher, dass wirtschaftliche Themen zügig behandelt werden“, so Niedermaier.
Auch Landrat Maciejonczyk unterstreicht die Bedeutung einer starken regionalen Wirtschaft: „Am Anfang der Nahrungskette steht immer das, was erwirtschaftet wird. Nur wenn unsere Wirtschaft stark bleibt, können wir auch künftig Wohlstand, soziale Stabilität und gesellschaftliche Leistungen sichern.“
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung werden konkrete Themen aus Handel, Logistik, Tourismus, Stadtentwicklung und Denkmalpflege angesprochen. Vertreter aus der regionalen Wirtschaft werben dabei für bessere Rahmenbedingungen, mehr Pragmatismus in Genehmigungsverfahren und ein stärkeres Bewusstsein für die Bedeutung, aber auch die Sorgen regionaler Unternehmen.
Herbert Grimmer: Bildung als elementarer Schlüsselfaktor
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bedeutung von Bildung und beruflicher Qualifikation. Das IHK-Gremium spricht sich für eine stärkere Vernetzung von Unternehmen, Schulen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus, um jungen Menschen Perspektiven aufzuzeigen und das Verständnis für Selbstständigkeit und Mittelstand zu stärken.
„Bildung ist die Rendite der Zukunft. Das können wir direkt hier in Bamberg gestalten gemeinsam mit Schulen, Hochschulen und Unternehmen“, so der IHK-Gremiumsvorsitzende.
“Kompass” für die kommenden Jahre überreicht
Zum Abschluss überreicht Grimmer im Namen des IHK-Gremiums den Gästen einen Auszug aus Artikel 153 der Bayerischen Verfassung als symbolischen “Kompass“ für die kommenden Jahre. Dort ist klar als Verfassungsauftrag formuliert, die selbständigen Klein- und Mittelstandsbetriebe zu fördern und gegen “Überlastung und Aufsaugung“ zu schützen, aber auch den Aufstieg „aus nichtselbständiger Arbeit zu selbständigen Existenzen zu fördern“. Grimmer leitet daraus ab, dass Wirtschaft, Verwaltung und Politik miteinander Lösungen suchen, um Hindernisse abzubauen. „Wir freuen uns auf eine intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit,” so Grimmer.
Das könnte Sie auch interessieren...
Beliebter Brauch am Rathaus wird wieder aufgenommen
Fronleichnam in Bamberg: Traditionen sichtbar erleben
Zur diesjährigen Fronleichnamsprozession in Bamberg prägen wieder zahlreiche traditionelle Elemente das Bild der Innenstadt. So wird auch in diesem Jahr der Altar vor dem Rathaus am Maxplatz aufgebaut und zentraler Bestandteil der Prozession sein, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Neu belebt wird dagegen ein Brauch, den viele Bambergerinnen und Bamberger noch aus früheren Jahren kennen: Sieben Fenster des Rathauses werden wieder mit gelb-weißen Kirchenfähnchen geschmückt und zeigen so, dass das Bamberger Rathaus am Maxplatz in ein kirchliches Fest eingebunden ist.
Auch der Balkon des Alten Rathauses wird mit zwei Kirchenfahnen festlich beflaggt sein.
Ein besonderes Zeichen der Verbundenheit mit der Prozession und Tradition setzt außerdem der neugewählte Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier. Der gelernte Gärtnermeister wird nicht gemeinsam mit den Würdenträgern an der Spitze der Prozession gehen, sondern – wie bereits seit vielen Jahren – das historisch wertvolle „Heiligenbild der Bamberger Gärtner“, das Masterbild, tragen. Damit knüpft er bewusst an die lange Tradition der Bamberger Gärtnerfamilien an und unterstreicht die enge Verbindung zwischen Stadt, Brauchtum und Gärtnerkultur.
Das könnte Sie auch interessieren...
Naturschutzbehörden bitten Bürgerschaft um Mithilfe bei der Erfassung von Hirschkäfer, Eremit und Großem Eichenbock
Gesucht: Seltene Großkäfer im Bamberger Stadtgebiet
Der Große Eichenbock, der Eremit und der Hirschkäfer zählen zu den seltensten und am stärksten gefährdeten Käferarten Europas. Alle drei Arten stehen unter strengem Schutz. Gleichzeitig gilt das Bamberger Stadtgebiet als eines ihrer bedeutendsten Vorkommensgebiete. Deshalb werden in diesem Sommer die aktuellen Bestände der seltenen Großkäfer in Bamberg, insbesondere im Bamberger Hain, erfasst, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Um die wissenschaftlichen Erhebungen zu ergänzen, bitten die Naturschutzbehörden der Regierung von Oberfranken und der Stadt Bamberg die Bevölkerung um Unterstützung. Wer bis Ende August 2026 einen Großen Eichenbock, Eremiten oder Hirschkäfer entdeckt, kann seine Beobachtung mit Standortangabe und möglichst aussagekräftigem Foto per E‑Mail an naturschutz@stadt.bamberg.de melden. Ein Fotobeleg ist wichtig, damit die Arten zuverlässig bestimmt werden können.
„Alte Bäume sind wahre Schatzkammern der Artenvielfalt. Dass mit Hirschkäfer, Eremit und Großem Eichenbock gleich drei europaweit geschützte Käferarten in Bamberg vorkommen, zeigt, wie wertvoll unsere grünen Lebensräume sind“, sagt Bürgermeister und Umweltreferent Jonas Glüsenkamp. „Mit jeder gemeldeten Sichtung helfen Bürgerinnen und Bürger dabei, mehr über die Bestände dieser faszinierenden Tiere zu erfahren und ihren Lebensraum besser zu schützen. Ich lade deshalb alle ein, in diesem Sommer mit offenen Augen durch den Hain und unsere Parks zu gehen – vielleicht gelingt dem ein oder der anderen ja sogar die Entdeckung eines Eremiten. Das wäre ein echter Glücksfall für den Artenschutz.“
Wo die Käfer zu finden sind
Die Käfer halten sich meist an oder in der Nähe alter Bäume auf, insbesondere an Eichen. Im Bamberger Hain wurden bislang die meisten Nachweise im Bereich der Buger Spitze sowie rund um den Musikpavillon erbracht. Dort stehen zahlreiche alte Eichen, die den seltenen Arten ideale Lebensbedingungen bieten.
So lassen sich die Arten unterscheiden
Der Hirschkäfer ist vor allem durch die großen, geweihartigen Oberkiefer der Männchen bekannt. Die Weibchen besitzen diese nicht und wirken deutlich kompakter.
Beim Großen Eichenbock sind die Geschlechter ebenfalls gut zu unterscheiden: Die Antennen der Männchen sind länger als ihr Körper, während die Antennen der Weibchen deutlich kürzer ausfallen.
Besonders selten ist der Eremit. Der Käfer lebt verborgen in mulmgefüllten Baumhöhlen (Mulm: feuchtes, zersetztes Holz) und verlässt diese nur selten. Anders als der Große Eichenbock besiedelt er nicht nur Eichen, sondern auch andere alte Bäume wie Linden oder Obstbäume. Die Männchen verströmen einen charakteristischen aprikosenähnlichen Duft, um Weibchen anzulocken. Wer einen Eremiten entdeckt, kann sich daher besonders glücklich schätzen.
Alle drei Käferarten stehen unter strengem Schutz. Die Tiere dürfen weder gefangen noch mitgenommen werden. Für die Kartierung werden ausschließlich Beobachtungen mit Foto und Standortangabe benötigt.
Kartierung liefert Grundlage für künftige Schutzmaßnahmen
Mit der Kartierung der seltenen Großkäfer wurde ein biologisches Fachinstitut beauftragt. Die Meldungen aus der Bevölkerung ergänzen diese Untersuchungen und fließen in die Auswertung ein. So tragen Bürgerinnen und Bürger unmittelbar dazu bei, ein möglichst vollständiges Bild zu erhalten.
Die Kartierung wird aus Mitteln des Freistaats Bayern und der Europäischen Union finanziert. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für gezielte Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen, um die Lebensräume der seltenen Käferarten langfristig zu erhalten und zu verbessern.
Das könnte Sie auch interessieren...
Fachleute aus ganz Europa diskutierten in Bamberg über den Schutz des UNESCO-Welterbes vor den Klimafolgen
Bamberg als internationaler Vorreiter im klimaresilienten Welterbe-Management
Das Zentrum Welterbe Bamberg blickt auf eine erfolgreiche und intensive Woche zurück. Im April war Bamberg Gastgeber des ersten „Urban Living Labs” der EU-geförderten COST-Action Go2CHANGE – und damit Schauplatz eines internationalen Fachaustausches zum Thema Klimaschutz, Klimaanpassung und Resilienz in UNESCO-Welterbestätten, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Über 30 internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Fachleute – darunter Experten von ICOMOS International, Historic England, der Polytechnischen Universität Torino, der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens, der Universität Leicester – kamen in Bamberg zusammen, um gemeinsam mit lokalen Akteuren konkrete Strategien für Klimaschutz, Klimaanpassung und Resilienz im Welterbe zu erarbeiten. Die Relevanz des Themas unterstreicht auch der UNESCO-Aktionsplan für das Welterbe in Europa und Nordamerika, der Resilienzdenken, Katastrophenrisikomanagement sowie Klimaschutz und Klimaanpassung als strategische Ziele für ein zukunftsfähiges Welterbe-Management definiert. Mit der Ausrichtung der Training School übernimmt Bamberg eine Vorreiterrolle und bringt sich aktiv in die internationale Diskussion zur Zukunftsfähigkeit von Welterbestätten ein.
Welterbe schützen – und selbst zum Klimaschutz beitragen
Im Mittelpunkt der Training School stand eine doppelte Fragestellung: Wie lässt sich das UNESCO-Welterbe wirksam vor den Auswirkungen des Klimawandels schützen (wie zum Beispiel vor extremer Hitze, Starkniederschläge, erhöhte Verdunstung oder langhaltenden stagnierenden Wetterlagen) und welchen eigenen Beitrag kann das Welterbe selbst zum Klimaschutz leisten?
Das Programm der einwöchigen Training School verband wissenschaftlichen Austausch mit praxisnaher Anwendung. Fachvorträge und Diskussionen widmeten sich zentralen Themen wie Klimarisiken und Welterbe-vulnerabilitäten, naturbasierten Lösungen, der energetischen Sanierung historischer Gebäude sowie Fragen zu Governance, Beteiligung und Klimagerechtigkeit. In täglichen Nachmittagssessions des „Urban Lab Bamberg” übertrugen interdisziplinäre Arbeitsgruppen das erarbeitete Wissen direkt auf die Situation in Bamberg, im Dialog mit lokalen Akteuren aus Stadtverwaltung, Bamberger Klimabeirat, Universität Bamberg und Erzbistum. Im Fokus standen dabei die Berg‑, Insel- und Gärtnerstadt mit ihren spezifischen Herausforderungen und Potenzialen im Umgang mit dem Klimawandel. Auch Exkursionen und Ortsbegehungen bildeten einen wichtigen Bestandteil der Training School. Den Abschluss bildeten öffentliche Präsentationen der Gruppenergebnisse und eine Zertifikatsverleihung im Zentrum Welterbe Bamberg.
Internationale Anerkennung und lokale Wirkung
Die Bedeutung der Veranstaltung spiegelt sich auch in der hochrangigen Beteiligung wider: Friederike Hansell, Focal Point für Welterbe im Auswärtigen Amt, unterstrich mit ihrer Teilnahme den nationalen Stellenwert des Projekts und Bambergs Rolle als Modellstandort für klimaresilienz-orientiertes Welterbe-Management in Deutschland.
Die Erkenntnisse der Training School sollen langfristig in die Fortschreibung des Welterbe-Managementplans für die „Altstadt von Bamberg“ einfließen. Ziel ist es, lokale Klimarisiken systematisch zu analysieren, konkrete Maßnahmen zu entwickeln und die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Wissenschaft, Fachbehörden und Zivilgesellschaft weiter zu stärken.
Weitere Termine
Das Projekt geht weiter: Ein internationaler Expertenworkshop findet vom 30. Juni bis 1. Juli 2026 in Bamberg statt. Die Gesamtergebnisse werden im Rahmen einer Abschluss- und Disseminationsveranstaltung am 16. Oktober 2026 vorgestellt.
Das könnte Sie auch interessieren...
Bamberg Service setzt auf moderne Technologie für eine klimafitte und ressourcenschonende Bewässerung
Smarte Sensoren für starke Bäume
Hitze und lange Trockenperioden machen den Bäumen im Bamberger Stadtgebiet zunehmend zu schaffen. Um insbesondere junge Stadtbäume fit für den Sommer zu machen, setzt die Abteilung Grünanlagen und Friedhöfe bei Bamberg Service künftig auf digitale Unterstützung, wie die Stadt Bamberg mitteilt. Mit modernster Sensortechnik wird das Gießen jetzt „smart“.
Insgesamt 35 Bodenfeuchtesensoren wurden an ausgewählten Standorten im gesamten Stadtgebiet installiert. Sie messen die Bodenfeuchtigkeit nicht nur an der Oberfläche, sondern in drei verschiedenen Tiefen pro Standort. Zusätzlich erfassen sie die Bodentemperatur. Ergänzt wird das System durch sechs sogenannte Dendrometer – hochpräzise Messgeräte, die das Wachstum sowie minimale Dehnungsverhalten der Baumstämme minutengenau aufzeichnen.
Die Bodenfeuchte zählt zu den wichtigsten Faktoren für gesundes Pflanzenwachstum. Anhaltende Trockenheit bedeutet für Stadtbäume erheblichen Stress, schwächt ihre Vitalität und macht sie anfälliger für Krankheiten und Schädlinge.
Mit den neuen Messdaten können die Stadtgärtner künftig noch gezielter planen, welcher Baum wann und wie viel Wasser benötigt. Ziel ist eine bedarfsgerechte und ressourcenschonende Bewässerung, von der insbesondere junge Bäume profitieren. Wasser als wertvolle Ressource soll dadurch effizient und nachhaltig eingesetzt werden.
In Kombination mit einer vorausschauenden Auswahl vielfältiger und klimarobuster Baumarten sowie einer optimalen Pflege trägt die neue Technik dazu bei, den Anwachserfolg der Stadtbäume langfristig zu sichern. So bleibt Bamberg auch künftig von vitalen, gesunden und verkehrssicheren Bäumen geprägt.
Ermöglicht wurde das Projekt durch die Unterstützung des Bamberger Smart-City-Projekts BaKIM (BaumKIMensch). Das Vorhaben zeigt beispielhaft, wie moderne Technologie konkret zum Umwelt- und Klimaschutz beiträgt und gleichzeitig den Bürgerinnen und Bürgern direkt zugutekommt.
Das könnte Sie auch interessieren...
Dritte große Blühoffensive gestartet
Bamberg Service startet dritte Blühoffensive mit rund 40.000 Sommerblumen
Bamberg wird wieder bunt: Bamberg Service hat die dritte große Blühoffensive des Jahres gestartet und sorgt mit rund 40.000 Sommerblumen für ein farbenprächtiges Stadtbild, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
In den Gewächshäusern der Bamberger Stadtgärtnerei warteten die Pflanzen bereits darauf, von den Stadtgärtnerinnen und Stadtgärtnern in die zahlreichen Blumenbeete der Stadt gesetzt zu werden.
Besonderes Augenmerk liegt dabei erneut auf bienenfreundlichen Pflanzen. Tausende Salbei, Vanilleblumen, Duftsteinrich, Zinnien, Katzenminze, Zweizahn, Husarenköpfchen und Eisenkraut verwandeln die Beete nicht nur in ein optisches Highlight, sondern bieten auch wichtigen Lebensraum und Nahrung für Bienen und andere Insekten.
Seit vergangener Woche werden unter anderem der Botanische Garten im Hain, der Schönleinsplatz, der Gartenstädter Markt sowie viele weitere Wechselflorbeete im Stadtgebiet neu bepflanzt. Bamberg Service trägt damit dazu bei, dass der Sommer in Bamberg sichtbar Einzug hält – mit leuchtenden Farben, blühender Vielfalt und einem attraktiven Stadtbild für Bürgerinnen, Bürger und Gäste.
Das könnte Sie auch interessieren...
Ist Verbot einer kommunalen Übernachtungssteuer verfassungsgemäß?
Stadt Bamberg beteiligt sich an Verfassungsbeschwerde
Die Stadt Bamberg beteiligt sich an einer Kommunalverfassungsbeschwerde der Landeshauptstadt München beim Bundesverfassungsgericht. Ziel ist eine grundsätzliche und abschließende Klärung, ob der Freistaat Bayern Kommunen die Erhebung einer Übernachtungssteuer rechtlich untersagen darf, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
„Es geht ausdrücklich nicht darum, dass die Stadt Bamberg jetzt die Einführung einer Übernachtungssteuer vorantreiben möchte“, erklärt Finanzreferent Bertram Felix. „Zunächst muss geklärt werden, ob der Freistaat mit seinem Eingriff in die kommunalen Gestaltungsmöglichkeiten überhaupt im Einklang mit der im Grundgesetz garantierten kommunalen Selbstverwaltung handelt.“ Dafür hat Felix auch die Rückendeckung des Finanzsenats, der die Beteiligung an der Beschwerde vor einigen Wochen beschlossen hat.
Hintergrund ist eine Entscheidung des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs vom 14. November 2025. Dieser hatte eine Klage gegen ein vom Freistaat Bayern eingeführtes Verbot einer kommunalen Übernachtungssteuer zurückgewiesen. Der Freistaat hatte dieses Verbot zuvor im Kommunalabgabengesetz verankert und damit den Kommunen die Möglichkeit genommen, selbst über die Einführung einer solchen Abgabe zu entscheiden.
Für die Stadt Bamberg steht daher zunächst die grundsätzliche Frage im Mittelpunkt, ob ein solcher Eingriff in die kommunale Finanz- und Selbstverwaltungshoheit zulässig ist. Erst wenn hierzu Rechtssicherheit besteht, kann über die Frage diskutiert werden, ob und in welcher Form die Stadt von einem solchen Instrument Gebrauch machen sollte.
„Es geht um eine grundlegende verfassungsrechtliche Frage: Wie weit reicht die kommunale Selbstverwaltung – und wo darf der Freistaat Grenzen setzen? Diese Frage sollte abschließend geklärt werden“, meint Bertram Felix.
Drei Städte ziehen an einem Strang
Mit der gemeinsamen Beschwerde verfolgen die beteiligten Städte – neben München und Bamberg auch Günzburg – das Ziel, ihre Interessen gebündelt vor dem Bundesverfassungsgericht zu vertreten. Die voraussichtlichen Gesamtkosten des Verfahrens liegen zwischen 52.000 und 65.000 Euro und werden unter den beteiligten Kommunen entsprechend ihrer Einwohnerzahl aufgeteilt. Für die Stadt Bamberg entstehen dabei nach aktueller Schätzung Kosten in Höhe von rund 3.000 Euro.
Das könnte Sie auch interessieren...
Keglerinnen des SKC Victoria Bamberg tragen sich ins Goldene Buch ein
Bamberg würdigt Triumph in der Champions League
Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier hat mit den Keglerinnen des SKC Victoria Bamberg eine der erfolgreichsten Sportmannschaft der Stadt im Rokokosaal empfangen. Anlässlich ihres Sieges in der Champions League am 29. März 2026 durften sich die erfolgreichen Sportlerinnen in das Goldene Buch der Stadt Bamberg eintragen, wie die Stadt Bamberg mitteilt. Seit der letzten Würdigung im Jahr 2018 haben die SKC-Damen viermal die Champions League gewonnen und sich zudem sechs weitere Deutsche Meistertitel gesichert.
OB Niedermaier zeigte sich von den Erfolgen der Bamberger Frauenmannschaft beeindruckt: „Durch diese außergewöhnliche sportliche Leistung wird die Stadt Bamberg international repräsentiert.“ Neben den vielen Triumphen – mehrfach wurde auch der Weltpokal gewonnen – lobte der Oberbürgermeister auch die Jugendarbeit des Vereins, welche auch in der Zukunft Bestand haben soll. Ferienkurse und Ganztagesangebote an Schulen werden ausgearbeitet, und auch ein Förderverein wird derzeit gegründet, um finanzielle Unterstützung, die Förderung junger Talente und die Aufrechterhaltung des Spitzensport- und Breitensportkegelns zu sichern. Sebastian Niedermaier bot bei diesen Projekten auch seine Unterstützung an.
In der Frauenmannschaft des SKC Victoria Bamberg kegeln Sportlerinnen aus Heidelberg, Münster und Bamberg. Alle Beteiligten bringen Liebe, Leidenschaft, Fitness und Technik mit. „Wir möchten international genauso weitermachen, nahtlos mit Erfolgen anschließen und bedanken uns für die Wertschätzung und Anerkennung der Stadt Bamberg sowie den Eintrag in das Goldene Buch“, betonte SKC-Trainerin Daniela Kicker.
Im Anschluss an die Ehrung nahm sich der Oberbürgermeister Zeit für den Austausch. Er erfuhr, dass immer wieder Herausforderungen durch neue Materialien im Sport entstehen und dass sich das Bild des Kegelsports gewandelt hat. Um Sportkegeln und das Vereinsleben für die Zukunft zu sichern, müsse deutlich mehr Öffentlichkeitsarbeit geleistet werden. Am Ende verabschiedeten sich die fleißigen Titelsammlerinnen mit dem Schlachtruf „Gut Holz, Gut Holz, Gut Holz“.
Das könnte Sie auch interessieren...
Für Finale des Wettbewerbs der International Double Reed Society (IDRS) qualifiziert
Junge Bamberger Fagottistin lässt international aufhorchen
Ein außergewöhnlicher Erfolg für den musikalischen Nachwuchs aus Bamberg: Chiara Martens, ehemalige Schülerin der Musikschule Bamberg, hat sich für das Finale des renommierten Wettbewerbs der International Double Reed Society (IDRS) im Fach Fagott qualifiziert, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Damit zählt die 19-jährige Bambergerin zu den fünf besten Teilnehmerinnen und Teilnehmern weltweit, die Anfang Juli in den USA im Finale gegeneinander antreten werden. Die IDRS gehört zu den bedeutendsten internationalen Plattformen für Musikerinnen und Musiker der Doppelrohrblatt-Instrumente und genießt weltweit hohes Ansehen.
Besonders bemerkenswert: Chiara Martens ist nicht nur die einzige deutsche Kandidatin im diesjährigen Finale, sondern auch mit großem Abstand die jüngste Teilnehmerin. Während die übrigen Finalisten aus verschiedenen Ländern bereits als Solo-Fagottisten renommierter Orchester tätig und zwischen 24 und 31 Jahre alt sind, steht die 19-Jährige noch am Anfang ihrer Laufbahn.
Die Musikschule Bamberg freut sich über den internationalen Erfolg ihrer ehemaligen Schülerin, die in Bamberg die ersten Schritte gemacht hat und dann in Lübeck weiter ausgebildet wurde. „Wir drücken Chiara Martens für das Finale Anfang Juli in den USA fest die Daumen“, erklärt Musikschulleiter Martin Erzfeld.