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Stadt Bamberg

Für den öffent­li­chen Raum soll ein Gestal­tungs­hand­buch erar­bei­tet werden

Gestal­tungs­of­fen­si­ve Bam­berg: Kla­rer Rah­men für anspre­chen­des Stadtbild

Bam­berg soll sein ein­zig­ar­ti­ges Stadt­bild bewah­ren und zugleich sicht­bar wei­ter­ent­wi­ckeln. Der Bau- und Werkse­nat des Stadt­rats hat dazu jetzt den Start­schuss für die „Gestal­tungs­of­fen­si­ve Bam­berg“ gege­ben, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. Kern des Vor­ha­bens ist die Erar­bei­tung eines Gestal­tungs­hand­buchs für den öffent­li­chen Raum.

Es soll künf­tig kla­re Qua­li­täts­maß­stä­be und Ori­en­tie­rung für die Gestal­tung von Stra­ßen, Plät­zen und wei­te­ren öffent­li­chen Berei­chen geben – für die Stadt selbst eben­so wie für Gewer­be­trei­ben­de, Eigen­tü­me­rin­nen und Eigen­tü­mer sowie Pla­nen­de. „Bam­berg hat ein Stadt­bild, um das uns vie­le benei­den. Die­ses Erbe ver­pflich­tet uns, aber es darf uns nicht dar­an hin­dern, unse­re Stadt wei­ter­zu­ent­wi­ckeln“, sagt Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er. „Wir wol­len des­halb genau­er hin­schau­en: Was macht einen öffent­li­chen Raum in Bam­berg beson­ders? Was passt zu unse­rer Stadt und was nicht? Und wie kön­nen wir gute Gestal­tung ein­fa­cher und ver­ständ­li­cher machen?“

Bam­berg ist seit 1993 UNESCO-Welt­erbe und gehört zu den bedeu­tends­ten his­to­ri­schen Stadt­land­schaf­ten Deutsch­lands. Gleich­zei­tig stei­gen die Anfor­de­run­gen an den öffent­li­chen Raum: Han­del und Gas­tro­no­mie brau­chen attrak­ti­ve Rah­men­be­din­gun­gen, Men­schen wün­schen sich Orte zum Ver­wei­len und Begeg­nen, neue Mobi­li­täts­for­men benö­ti­gen Raum und die Fol­gen des Kli­ma­wan­dels machen mehr Begrü­nung, Ver­schat­tung, Ent­sie­ge­lung und ein ange­pass­tes Was­ser­ma­nage­ment erfor­der­lich. Auch Bar­rie­re­frei­heit und eine siche­re Mobi­li­tät müs­sen berück­sich­tigt werden.


Mehr Qua­li­tät, nicht mehr Bürokratie

Die Gestal­tungs­of­fen­si­ve soll die­se unter­schied­li­chen Anfor­de­run­gen künf­tig stär­ker zusam­men­füh­ren. Dabei geht es aus­drück­lich nicht dar­um, mög­lichst vie­le neue Vor­schrif­ten zu schaf­fen. Viel­mehr sol­len bestehen­de Rege­lun­gen über­prüft, aktua­li­siert und sinn­voll mit­ein­an­der ver­bun­den wer­den. Der Leit­ge­dan­ke lau­tet des­halb: „So viel Rege­lung wie erfor­der­lich – so viel Gestal­tungs­spiel­raum wie möglich.“

„Mir ist wich­tig, dass wir nicht für alles neue Regeln erfin­den“, betont Nie­der­mai­er. „Wir brau­chen viel­mehr einen nach­voll­zieh­ba­ren Rah­men und vor allem ein gemein­sa­mes Ver­ständ­nis davon, wie wir unse­re Stadt ent­wi­ckeln wol­len. Gute Gestal­tung soll dabei nicht zum Hin­der­nis­lauf wer­den, son­dern Ori­en­tie­rung geben.“

Das geplan­te Gestal­tungs­hand­buch soll genau die­se Funk­ti­on über­neh­men. Anhand anschau­li­cher Posi­tiv- und Nega­tiv­bei­spie­le soll es zei­gen, wel­che Lösun­gen sich für Bam­berg eig­nen. Dabei soll für die Anwen­de­rin­nen und Anwen­der klar erkenn­bar sein, was recht­lich ver­bind­lich ist und was als gestal­te­ri­sche Emp­feh­lung dient. Das macht Anfor­de­run­gen nach­voll­zieh­ba­rer und kann zugleich Geneh­mi­gungs­pro­zes­se trans­pa­ren­ter machen. Das Pro­jekt ist im Rah­men der Städ­te­bau­för­de­rung grund­sätz­lich för­der­fä­hig. Die Stadt stimmt der­zeit mit der Regie­rung von Ober­fran­ken ab, in wel­cher Höhe För­der­mit­tel für die Erar­bei­tung des Gestal­tungs­hand­buchs ein­ge­setzt wer­den können.


Welt­erbe und Zukunft zusammenbringen

Im Mit­tel­punkt steht die Qua­li­tät des Stadt­bil­des und des öffent­li­chen Raums. Das UNESCO-Welt­erbe und der Denk­mal­schutz sol­len mit den Anfor­de­run­gen einer leben­di­gen Innen­stadt, wirt­schaft­li­cher Ent­wick­lung, Bar­rie­re­frei­heit, Mobi­li­tät und Kli­ma­an­pas­sung ver­bun­den werden.

Zu den vor­ge­se­he­nen Gestal­tungs­prin­zi­pi­en gehö­ren unter ande­rem der behut­sa­me Erhalt und die Wei­ter­ent­wick­lung des Welt­erbes, eine hohe Auf­ent­halts­qua­li­tät, eine mög­lichst kon­sis­ten­te Gestal­tung des öffent­li­chen Rau­mes sowie Begrü­nung, Ver­schat­tung und Ent­sie­ge­lung. Auch Stadt­mo­bi­li­ar, Beleuch­tung, Beschil­de­rung und tech­ni­sche Infra­struk­tur sol­len betrach­tet werden.

Dabei nimmt die Stadt auch sich selbst in die Pflicht. „Wenn wir von pri­va­ten Eigen­tü­mern und Gewer­be­trei­ben­den Qua­li­tät und ein gutes Gespür für das Bam­ber­ger Stadt­bild erwar­ten, müs­sen wir bei unse­ren eige­nen Stra­ßen, Plät­zen, Möbeln, Beleuch­tun­gen und Beschil­de­run­gen mit gutem Bei­spiel vor­an­ge­hen“, betont Bau­re­fe­ren­tin Anne­gret Mich­ler. Die Gestal­tungs­of­fen­si­ve soll des­halb nicht nur Vor­ga­ben für ande­re for­mu­lie­ren, son­dern auch die Qua­li­tät kom­mu­na­ler Maß­nah­men in den Blick nehmen.

„Die Dis­kus­si­on um die Kas­ta­ni­en am Michels­berg hat gezeigt, wie wich­tig es ist, gestal­te­ri­sche Fra­gen früh­zei­tig zu klä­ren und nach­voll­zieh­bar zu machen. Mit gemein­sa­men Gestal­tungs­prin­zi­pi­en und kon­kre­ten Leit­de­tails schaf­fen wir Ori­en­tie­rung – etwa für den Stra­ßen­bau oder die Gestal­tung von Baum­schei­ben im denk­mal­ge­schütz­ten Umfeld. So wird für die Bür­ger­schaft frü­her deut­lich, wel­che Lösun­gen mög­lich sind und wor­an wir uns ori­en­tie­ren. Zugleich erleich­tern wir Abstim­mun­gen und machen unse­re Pla­nun­gen effi­zi­en­ter“, betont Bau­re­fe­ren­tin Anne­gret Michler.


Gemein­sam mit der Stadtgesellschaft

Die Erar­bei­tung soll fach­über­grei­fend und unter Betei­li­gung wich­ti­ger Akteu­re erfol­gen. Eine ver­wal­tungs­in­ter­ne Arbeits­grup­pe mit Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern unter ande­rem aus Stadt­pla­nung, Denk­mal­schutz, Welt­erbe, Wirt­schafts­för­de­rung, Stra­ßen­ver­kehr, Kli­ma- und Umwelt­be­reich sowie Bau- und Ver­ga­be­recht soll die fach­li­chen Grund­la­gen erarbeiten.

Zudem ist ein Run­der Tisch „Gestal­tungs­of­fen­si­ve Bam­berg“ vor­ge­se­hen. Dort sol­len unter ande­rem Han­del und Gas­tro­no­mie, Eigen­tü­mer­schaft, Archi­tek­tur und Stadt­ge­stal­tung, Welt­erbe und Denk­mal­pfle­ge, die Inter­es­sen­ver­tre­tung für Men­schen mit Behin­de­run­gen sowie Bür­ger­schaft und wei­te­re rele­van­te Grup­pen ihre Per­spek­ti­ven einbringen.

„Wir wol­len, dass am Ende nicht nur ein Ord­ner mit Regeln im Rat­haus steht“, sagt Ober­bür­ger­meis­ter Nie­der­mai­er. „Wir wol­len ein Bild davon ent­wi­ckeln, wie Bam­berg mit sei­ner beson­de­ren Geschich­te auch in Zukunft aus­se­hen und sich anfüh­len soll.“

Bun­des­wei­te Eröff­nung für den Tag des offe­nen Denkmals®

Denk­mal­haupt­stadt Bam­berg: 10.000 Men­schen beim Aktionstag

„Der heu­ti­ge Tag macht unse­re Denk­mä­ler erleb­bar. Den Dom oder St. Micha­el ken­nen vie­le, aber die zahl­lo­sen klei­nen Denk­mä­ler und die ver­steck­ten Ecken der Stadt Bam­berg – genau die­se kann man heu­te ent­de­cken!“ Mit sei­nem State­ment auf der Büh­ne am Max­platz lie­fer­te Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er das bes­te Argu­ment für einen Besuch beim Tag des offe­nen Denk­mals®. Am gest­ri­gen Sonn­tag ging die­ser in ganz Deutsch­land über die Büh­ne – mit der bun­des­wei­ten Eröff­nung erst­mals in Bamberg.

Mit dem Durch­schnei­den eines Ban­des gaben OB Nie­der­mai­er, Staats­se­kre­tär Mar­tin Schöf­fel, der Vor­stand der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz, Dr. Julia­ne Parys und Dr. Stef­fen Sku­del­ny, sowie die Bam­ber­ger Denk­mal-Eigen­tü­mern Katha­ri­na und Kili­an Schumm den offi­zi­el­len Start­schuss für Deutsch­lands größ­tes Kul­tur­event. Unter dem Mot­to „Netz­WER­KE: Denk­ma­le und Infra­struk­tur“ öff­ne­ten allein in Bam­berg rund 56 his­to­ri­sche Orte ihre Türen, bun­des­weit waren es über 7.000 Denk­ma­le. Rund um den zen­tra­len Ver­an­stal­tungs­ort am Max­platz sowie bei Füh­run­gen, Spa­zier­gän­gen, Schau­bau­stel­len und zahl­rei­chen wei­te­ren Ange­bo­ten ent­deck­ten bis zu 10.000 Besu­che­rin­nen und Besu­cher Denk­ma­le aus ganz unter­schied­li­chen Perspektiven.

Die Eröff­nung am Max­platz wur­de mode­riert von Flo­ri­an Buch­mai­er und musi­ka­lisch umrahmt unter ande­rem vom Spiel­manns­zug „Die Bam­ber­ger Stadt­pfei­fer“ und dem Ensem­ble „Doloct­em­ble“. Direkt am neu­en Rat­haus erwar­te­ten die Besu­che­rin­nen und Besu­cher den gan­zen Tag über ein „Markt der Mög­lich­kei­ten“, künst­le­ri­sche Dar­bie­tun­gen sowie Kul­tur- und Mit­ma­ch­an­ge­bo­te. Am Nach­mit­tag stan­den unter ande­rem die inklu­si­ve Tanz­grup­pe „Wackel­kon­takt“ und die Kult­band „Bam­bäg­ga“ auf der Bühne.

Dr. Stef­fen Sku­del­ny, Vor­stand der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz, hob bei der Eröff­nung die beson­de­re Ver­bin­dung zwi­schen Denk­mal­schutz und Bam­berg her­vor: „Kaum eine Stadt macht die Bedeu­tung des Denk­mal­schut­zes so ein­drucks­voll erleb­bar wie Bam­berg. Die her­aus­ra­gen­de Denk­mal­sub­stanz und die exzel­len­te Aus­bil­dung an der Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bam­berg prä­gen auch unse­re Arbeit, denn vie­le unse­rer Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen haben hier stu­diert. Den Tag des offe­nen Denk­mals in Bam­berg zu eröff­nen, ist für uns daher ein ech­tes Nachhausekommen.“


Denk­mal­pfle­ge zum Anfassen

Ein beson­de­rer Schwer­punkt lag auf den Schau­bau­stel­len der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz. Am baro­cken Wohn­haus am Michels­berg waren Restau­rie­rungs­ar­bei­ten unmit­tel­bar vor Ort zu sehen. Auch im ehe­ma­li­gen Dom­her­ren­hof in der Obe­ren Karo­li­nen­stra­ße und im ehe­ma­li­gen Gärt­ner­an­we­sen in der Sie­chen­stra­ße wur­de anschau­lich ver­mit­telt, wie his­to­ri­sche Bau­sub­stanz unter­sucht, gesi­chert und für die Zukunft erhal­ten wird.

Auch zahl­rei­che bekann­te Bam­ber­ger Denk­ma­le konn­ten neu oder aus unge­wohn­ten Per­spek­ti­ven erlebt wer­den. Die Alte Hof­hal­tung, die Neue Resi­denz, das Alte Rat­haus, St. Micha­el und die Alten­burg gehör­ten eben­so zum Pro­gramm wie zahl­rei­che pri­va­te und sonst ver­schlos­se­ne Gebäu­de. So freu­ten sich Bam­ber­ger Besu­cher wie Tho­mas Göl­ler, dass das Haus zum Kra­nich in der Gene­rals­gas­se geöff­net hat­te. „Hier habe ich vor etwa 40 Jah­ren das ‚Down­s­tairs‘ besucht. Auch die Amis kamen hier ger­ne her“, schwelg­te er in Erin­ne­run­gen, wäh­rend er zeigt, wo einst die Tische stan­den und der Aus­schank war. Göl­ler: „Es ist total schön, dass man an die­sem Tag in Gebäu­de kann, wo man sonst nicht rein­kommt!“ Ange­li­ka Russ aus Bam­berg nutz­te den Tag ganz bewusst, um Freun­den aus Haß­furt das „Haus zum Bene­dikt“ zu zei­gen, das unschein­bar in einer Neben­gas­se der beleb­ten Austra­ße liegt. „Da läuft man ein­fach vor­bei und weiß gar nicht, was hin­ter die­sen Mau­ern liegt“, erzähl­te die Bam­ber­ge­rin und schwärm­te vom „Reiz der isla­mi­schen Kunst“, die hier aus­ge­stellt ist.


Geschich­te trifft Zukunft

Das Mot­to „Netz­WER­KE“ wur­de dabei nicht nur anhand his­to­ri­scher Infra­struk­tur sicht­bar. Mit For­ma­ten wie „Kir­chen­räu­me neu erle­ben“ mit VR-Tech­nik, dem Gesprächs­for­mat „Wer lebt im Denk­mal? Sozia­le Räu­me in Bam­berg“ und dem Bür­ger­la­bor „Netz­WER­KE: Was Bam­berg zusam­men­hält“ wur­de der Blick auch auf aktu­el­le Fra­gen gelenkt: Wie wer­den his­to­ri­sche Räu­me heu­te genutzt? Wie kön­nen moder­ne Tech­no­lo­gien bei der Ver­mitt­lung und Bewah­rung von Kul­tur­er­be hel­fen? Und wel­che Bedeu­tung haben Orte für das gesell­schaft­li­che Mit­ein­an­der? Die Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bam­berg gab in der ehe­ma­li­gen Domi­ni­ka­ner­kir­che Ein­bli­cke in moder­ne Metho­den der Denk­mal­for­schung. Im Zen­trum Welt­erbe stand mit der Aus­stel­lung „Welt­erbe und Nach­hal­tig­keit“ zudem die Fra­ge im Mit­tel­punkt, wel­che Impul­se his­to­ri­sches Bau­en für eine nach­hal­ti­ge Zukunft geben kann.

„Die bun­des­wei­te Eröff­nung war ein tol­ler Erfolg und hat unser Welt­erbe detail­reich einer brei­ten Öffent­lich­keit näher­ge­bracht“, resü­mier­te die städ­ti­sche Kul­tur­re­fe­ren­tin Ulri­ke Sie­ben­haar. Sie dank­te der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz für das Ver­trau­en, die Ver­an­stal­tung nach Bam­berg zu ver­ge­ben, und den vie­len pri­va­ten und öffent­lich Eigen­tü­me­rin­nen und Eigen­tü­mer für die Bereit­schaft, ihre his­to­ri­schen Gebäu­de zu präsentieren.

Bereits am Vor­abend war der Tag des offe­nen Denk­mals ein­ge­läu­tet wor­den. Bei der Auf­nah­me des Liv­e­pod­casts „Der Rest ist Geschich­te“ im Alten E‑Werk hat­ten sich Deutsch­land­funk-Mode­ra­tor Jörg Bies­ler mit den His­to­ri­kern Dr. Muri­el Gon­za­les Athe­nas und Prof. Dr. Rein­hold Reith über Geschich­te und Gegen­wart des Hand­werks unter­hal­ten. Auch das zahl­rei­che Publi­kum war sich einig, dass es schlimm ist, wenn Hand­werks­be­ru­fe ver­schwin­den. „Damit gehen wich­ti­ge Fähig­kei­ten ver­lo­ren“, gaben über zwei Drit­tel der Besu­che­rin­nen und Besu­cher bei einer Abstim­mung an.

Stadt Bam­berg stärkt inklu­si­ves Lernen

Part­ner­klas­sen star­ten an der Luitpoldschule

Die Stadt Bam­berg setzt ein wei­te­res Zei­chen für geleb­te Inklu­si­on: Mit Beginn des Schul­jah­res 2026/​/​27 wer­den zwei Part­ner­klas­sen der Ber­told-Schar­fen­berg-Schu­le der Lebens­hil­fe Bam­berg mit ins­ge­samt 20 Schü­le­rin­nen und Schü­lern an der Luit­pold­schu­le unter­rich­tet und betreut, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Die Stadt schafft dafür die räum­li­chen Vor­aus­set­zun­gen und setzt das Pro­jekt gemein­sam mit der Luit­pold­schu­le, der Ber­told-Schar­fen­berg-Schu­le, dem Staat­li­chen Schul­amt und der Regie­rung von Ober­fran­ken um.

„Inklu­si­on gelingt dort am bes­ten, wo sie selbst­ver­ständ­lich gelebt wird – im gemein­sa­men Schul­all­tag“, betont Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er. „Ich freue mich sehr, dass wir für die bei­den Part­ner­klas­sen einen neu­en Stand­ort an der Luit­pold­schu­le gefun­den haben und die­ses wich­ti­ge inklu­si­ve Ange­bot damit erhal­ten blei­ben kann“, betont Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er. „Die Part­ner­klas­sen sind ein wert­vol­ler Bestand­teil geleb­ter Inklu­si­on in unse­rer Stadt.“

Die Part­ner­klas­sen wur­den bis­lang an der Grund­schu­le Gau­stadt gemein­sam mit den dor­ti­gen Grund­schul­kin­dern unter­rich­tet. Auf­grund der seit Jah­ren stei­gen­den Schü­ler­zah­len im Stadt­teil wer­den die dort vor­han­de­nen Räu­me inzwi­schen voll­stän­dig für den regu­lä­ren Unter­richt sowie die Ganz­tags­be­treu­ung der Kin­der aus dem Schul­spren­gel benö­tigt. Des­halb muss­te für das bewähr­te inklu­si­ve Ange­bot ein neu­er Stand­ort gefun­den werden.

Die Initia­ti­ve dazu ergriff die Schul­lei­te­rin der Luit­pold­schu­le, Moni­ka Mühl­hölzl. Nach einer öffent­li­chen Stadt­rats­sit­zung im Herbst 2025 erklär­te sie die Bereit­schaft ihrer Schu­le, die Part­ner­klas­sen auf­zu­neh­men. In enger Zusam­men­ar­beit mit der Ber­told-Schar­fen­berg-Schu­le und dem Bil­dungs­bü­ro der Stadt Bam­berg wur­de anschlie­ßend das päd­ago­gi­sche und orga­ni­sa­to­ri­sche Kon­zept für den Neu­start ent­wi­ckelt. „Mein herz­li­cher Dank gilt allen Betei­lig­ten, die gemein­sam dar­an gear­bei­tet haben, den Wech­sel an die Luit­pold­schu­le zu ermög­li­chen und damit eine gute Per­spek­ti­ve für die Kin­der und ihre Fami­li­en zu schaf­fen“, erklärt Schul­re­fe­ren­tin Gabrie­le Kepic

Die Stadt Bam­berg ertüch­tigt der­zeit zwei Klas­sen­zim­mer in der Luit­pold­schu­le für die Part­ner­klas­sen. Die Finan­zie­rung der Maß­nah­me erfolgt durch die Regie­rung von Oberfranken.


Gemein­sa­mer Unterricht

Das Part­ner­klas­sen­kon­zept bringt Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit und ohne son­der­päd­ago­gi­schen För­der­be­darf im Schul­all­tag zusam­men. Dabei ler­nen jeweils eine Klas­se der För­der­schu­le und eine Klas­se der Regel­schu­le regel­mä­ßig im Unter­richt und bei Pro­jek­ten zusam­men. Die Lehr­kräf­te bei­der Schu­len pla­nen und gestal­ten den Unter­richt gemein­sam. Ziel ist es, Inklu­si­on erleb­bar zu machen, sozia­le Kom­pe­ten­zen zu för­dern und allen Kin­dern viel­fäl­ti­ge Lern­erfah­run­gen zu ermöglichen.

„Ich bin froh, dass für die bei­den Part­ner­klas­sen eine so tol­le Schu­le gefun­den wer­den konn­te, und freue mich auf die Zusam­men­ar­beit mit der Luit­pold­schu­le“, sagt Tobi­as Fürst, Schul­lei­ter der Ber­told-Schar­fen­berg-Schu­le der Lebens­hil­fe Bam­berg. „Die päd­ago­gi­schen und orga­ni­sa­to­ri­schen Abspra­chen zwi­schen den Kol­le­gi­en und Betreu­ungs­teams ver­lie­fen im Vor­feld sehr kon­struk­tiv. Unser gemein­sa­mes Ziel ist eine lang­fris­ti­ge und erfolg­rei­che Zusam­men­ar­beit am neu­en Standort.“

Auch Moni­ka Mühl­hölzl, Schul­lei­te­rin der Luit­pold­schu­le, blickt dem Start mit gro­ßer Vor­freu­de ent­ge­gen: „Unse­re Schu­le ver­steht sich als Ort der Viel­falt und des gemein­sa­men Ler­nens. Wir freu­en uns sehr, die Kin­der der Part­ner­klas­sen bei uns will­kom­men zu hei­ßen und gemein­sam mit der Ber­told-Schar­fen­berg-Schu­le Inklu­si­on im Schul­all­tag wei­ter mit Leben zu füllen.“

Bun­des­wei­te Eröff­nung für den Tag des offe­nen Denkmals®

Bam­berg öff­net sei­ne Denk­ma­le: Am Sonn­tag wird Geschich­te lebendig

Nur noch weni­ge Tage, dann wird Bam­berg zum Zen­trum für den bun­des­wei­ten Tag des offe­nen Denk­mals®: Am Sonn­tag, 13. Sep­tem­ber 2026, öff­nen in der Welt­erbe­stadt zahl­rei­che his­to­ri­sche Gebäu­de und Orte ihre Türen. Unter dem bun­des­wei­ten Mot­to „Netz­WER­KE: Denk­ma­le und Infra­struk­tur“ kön­nen Besu­che­rin­nen und Besu­cher bekann­te Bau­wer­ke aus neu­en Per­spek­ti­ven ent­de­cken, sonst nicht zugäng­li­che Räu­me besich­ti­gen und erle­ben, wie Denk­mal­schutz heu­te prak­tisch funk­tio­niert, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Von der Alten Hof­hal­tung und der Neu­en Resi­denz über das Alte Rat­haus und die Dom­bau­hüt­te bis hin zu tech­ni­schen Denk­ma­len wie der Schleu­se 100 und dem Lok­schup­pen reicht das Pro­gramm. Beson­ders anschau­lich wird Denk­mal­pfle­ge bei den Schau­bau­stel­len der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz am Kai­ser-Hein­rich-Por­tal an der Kir­che St. Micha­el, am Karl-Stein­bau­er-Haus, am Michels­berg 25, im ehe­ma­li­gen Dom­her­ren­hof und im ehe­ma­li­gen Gärt­ner­an­we­sen in der Sie­chen­stra­ße. Das Denk­mal­pfle­ge nicht ver­staubt ist, beweist die die Uni­ver­si­tät Bam­berg, die prak­ti­sche Ein­bli­cke in moder­ne Metho­den der Denk­mal­for­schung ermög­licht, dar­un­ter 3D-Scan­ning und Vir­tu­al Reality.

Von 12 bis 16.30 Uhr ver­keh­ren Shut­tle­bus­se im 30-Minu­ten-Takt zwi­schen dem ZOB und den Veranstaltungsorten.

Ins­ge­samt öff­nen rund 56 Denk­ma­le ihre Türen. Vie­le Füh­run­gen, Aktio­nen und Ver­an­stal­tun­gen ste­hen auf dem Pro­gramm. Zen­tra­ler Ver­an­stal­tungs­ort ist der Maxi­mi­li­ans­platz, wo es bei einem Markt der Mög­lich­kei­ten unter ande­rem span­nen­de Mit­ma­ch­an­ge­bo­te gibt. Um 11 Uhr wird hier auch die bun­des­wei­te Ver­an­stal­tung eröff­net und am Nach­mit­tag gibt es hier ein Unter­hal­tungs­pro­gramm für die gan­ze Familie.

Umfang­rei­ches Programm

Die meis­ten Ange­bo­te sind kos­ten­frei. Für ein­zel­ne Füh­run­gen und Ver­an­stal­tun­gen ist eine Anmel­dung erfor­der­lich. Das voll­stän­di­ge Pro­gramm für Sonn­tag, 13. Sep­tem­ber 2026, ist nach­fol­gend in kur­zer Form zusam­men­ge­stellt. Aus­führ­li­che Infor­ma­tio­nen gibt es unter anderem:

201 neue Aus­zu­bil­den­de star­ten in der Stadt­ver­wal­tung und ihren ange­glie­der­ten Fir­men ins Berufsleben

Will­kom­men bei der Stadt Bamberg!

Zum 1. Sep­tem­ber haben bei der Stadt Bam­berg und ihren Toch­ter­fir­men 201 neue Aus­zu­bil­den­de und Beam­ten­an­wär­te­rin­nen und –anwär­ter begon­nen, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Davon wer­den 21 bei der Stadt Bam­berg, fünf bei den Stadt­wer­ken Bam­berg, einer in der BAB Bam­berg Are­na Betriebs­ge­sell­schaft mbH und eine Aus­zu­bil­den­de bei der Stadt­bau GmbH Bam­berg arbei­ten. Bei der Sozi­al­stif­tung Bam­berg star­ten im Ver­lauf die­ses Jah­res ins­ge­samt 245 Aus­zu­bil­den­de in ver­schie­de­nen Berufs­spar­ten, davon 173 zum 1. Sep­tem­ber. Bam­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er bezeich­ne­te in sei­ner Begrü­ßung den neu­en Lebens­ab­schnitt als „wun­der­bar prä­gen­de Zeit. Sie wer­den hier Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen tref­fen, die den glei­chen Weg wie Sie beschrei­ten. Das schweißt zusam­men. Ich hei­ße Sie alle herz­lich willkommen!“

Die Viel­falt der städ­ti­schen Auf­ga­ben zeigt sich auch in der Band­brei­te der ins­ge­samt neun Aus­bil­dungs­be­ru­fe in der Stadt­ver­wal­tung. Im aktu­el­len Aus­bil­dungs­jahr­gang erler­nen 13 Aus­zu­bil­den­de im Tarif­be­schäf­ti­gungs­ver­hält­nis und acht Beam­ten­an­wär­te­rin­nen und Beam­ten­an­wär­ter die fol­gen­den Berufe:

Sekretäranwärter:in

Inspektoranwärter:in

Verwaltungsfachangestellte:r

Kauf­frau für IT-System-Management

Fach­an­ge­stell­te für Medi­en- und Infor­ma­ti­ons­diens­te – Fach­rich­tung Bibliothek

Fach­kraft für Veranstaltungstechnik

Stra­ßen­bau­er bei Bam­berg Service

Gärt­ner Gar­ten- und Land­schafts­bau bei Bam­berg Service

Elek­tro­ni­ker für Betriebs­tech­nik beim Zweck­ver­band Müll­heiz­kraft­werk Stadt und Land­kreis Bamberg

Das Alter der neu­en Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter liegt bei durch­schnitt­lich 21 Jah­ren, die Alters­span­ne reicht von 15 bis 40 Jah­re. Eini­ge unter ihnen brin­gen bereits beruf­li­che Erfah­run­gen aus vor­an­ge­gan­ge­nen Beru­fen mit.

Ins­ge­samt hat­te es 222 Bewer­bun­gen für die städ­ti­schen Aus­bil­dungs­be­ru­fe gegeben.


Am ers­ten Aus­bil­dungs­tag ging es in der Stadt­ver­wal­tung vor allem ums Ken­nen­ler­nen: Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er sowie Per­so­nal­amts­lei­te­rin Manue­la Gel­ker und zahl­rei­che Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter des Sach­ge­biets Aus- und Fort­bil­dung begrüß­ten die Neu­an­kömm­lin­ge aufs Herz­lichs­te. Auch die Per­so­nal­ver­tre­tung und Gleich­stel­lungs­stel­le waren vor Ort. Nach dem offi­zi­el­len Teil begab sich die Grup­pe auf einen Spa­zier­gang zur Klos­ter­an­la­ge St. Micha­el mit einer Füh­rung in der frisch sanier­ten Abtei­kir­che. Noch im Sep­tem­ber star­tet eine Azu­bi-Work­shop-Rei­he, in der es z.B. um Busi­ness-Knig­ge, Team­ar­beit, Ser­vice­ori­en­tie­rung und Prä­sen­ta­ti­ons­tech­ni­ken gehen wird. Das betrieb­li­che Gesund­heits­ma­nage­ment wird außer­dem durch den Kurs „Stress­ma­nage­ment“ führen.

Die städ­ti­schen Toch­ter­be­trie­be ver­an­stal­te­ten ihren eige­nen Azubi-Willkommenstag.


Aus der Regi­on und dar­über hinaus

Die Aus­zu­bil­den­den im gesam­ten „Kon­zern Stadt“ kom­men aus der Stadt Bam­berg und den Land­krei­sen Bam­berg, Lich­ten­fels, Coburg, Forch­heim, Kro­nach, Haß­ber­ge, Erlan­gen-Höchstadt, Stadt Erlan­gen, Mün­chen, Nürn­berg und Schwabach.

Ein Aus­zu­bil­den­der stammt aus Baden-Würt­tem­berg und eine Aus­zu­bil­den­de aus Kiew in der Ukraine.

Füh­run­gen, Vor­trä­ge und Ein­bli­cke am 13. September

Tag des offe­nen Denk­mals 2026: Eröff­nung mit Klos­ter­an­la­ge St. Micha­el und Rat­haus am Maxplatz

Mit der bun­des­wei­ten Eröff­nung des Tags des offe­nen Denk­mals® am 13. Sep­tem­ber 2026 fällt in der UNESCO-Welt­erbe­stadt Bam­berg der offi­zi­el­le Start­schuss für Deutsch­lands größ­tes Kul­tur­event. Die Klos­ter­an­la­ge St. Micha­el ist dabei einer von meh­re­ren Stand­or­ten der Eröff­nungs­ver­an­stal­tung, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Auch im Innen­hof des Rat­hau­ses am Max­platz erwar­tet die Besu­che­rin­nen und Besu­cher ein Pro­gramm­punkt. Die Stadt Bam­berg und die Deut­sche Stif­tung Denk­mal­schutz als bun­des­wei­te Koor­di­na­to­rin des Tags des offe­nen Denk­mals® geben an ver­schie­de­nen Orten Ein­bli­cke in bedeu­ten­de Bau­wer­ke und aktu­el­le Pro­jek­te der Denkmalpflege.


Klos­ter­an­la­ge St. Micha­el: Füh­run­gen und Vorträge

Von 11 bis 16 Uhr ste­hen in der Klos­ter­an­la­ge meh­re­re Füh­run­gen und Vor­trä­ge auf dem Pro­gramm. Im Mit­tel­punkt ste­hen die Kir­che St. Micha­el sowie die Schau­bau­stel­le „Kai­ser-Hein­rich-Por­tal“. Besu­che­rin­nen und Besu­cher erhal­ten dabei Ein­bli­cke in die Geschich­te und Bedeu­tung der Klos­ter­an­la­ge sowie in die aktu­el­len denk­mal­pfle­ge­ri­schen Arbeiten.

Beglei­tet wird das Pro­gramm unter ande­rem von Fach­leu­ten des Baye­ri­schen Lan­des­am­tes für Denk­mal­pfle­ge und der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz, die ihr Fach­wis­sen zu den his­to­ri­schen Bau­wer­ken und ihrer Erhal­tung vermitteln.

Für die ein­zel­nen Pro­gramm­punk­te gilt eine Anmel­dung direkt vor Ort am Ver­an­stal­tungs­tag. Vor­zei­ti­ge Anmel­dun­gen per Tele­fon, E‑Mail oder auf ande­rem Wege kön­nen nicht berück­sich­tigt wer­den. Die Teil­neh­mer­zahl ist auf 20 Per­so­nen pro Pro­gramm­punkt begrenzt.


Rat­haus am Max­platz: Ein­bli­cke in die geplan­te Sanierung

Ein wei­te­res Ange­bot der Eröff­nungs­ver­an­stal­tung gibt es im Innen­hof des Rat­hau­ses am Max­platz: Dort kön­nen sich Inter­es­sier­te über die Pla­nun­gen zur Sanie­rung rund um das QuaM (Quar­tier am Max­platz) infor­mie­ren. Eine Aus­stel­lung ver­mit­telt Hin­ter­grün­de und gibt Ein­bli­cke in die vor­ge­se­he­nen Maß­nah­men und die wei­te­re Ent­wick­lung des Are­als. Der Zugang Innen­hof des Rat­hau­ses am Max­platz ist frei und ohne Anmel­dung möglich.


Bun­des­wei­te Eröff­nung in Bamberg

Von his­to­ri­schen Bau­wer­ken wie der Klos­ter­an­la­ge St. Micha­el bis hin zu aktu­el­len Sanie­rungs- und Pla­nungs­pro­jek­ten erhal­ten Besu­che­rin­nen und Besu­cher die Mög­lich­keit, sich unmit­tel­bar vor Ort mit dem bau­kul­tu­rel­len Erbe und sei­ner Zukunft aus­ein­an­der­zu­set­zen. Die bun­des­wei­te Eröff­nung in Bam­berg steht dabei stell­ver­tre­tend für die tau­sen­den Denk­ma­le, die am zwei­ten Sep­tem­ber­wo­chen­en­de deutsch­land­weit ihre Türen öffnen.

Alle Infor­ma­tio­nen sowie eine Info­bro­schü­re sind hier zu finden. 

Die­se Woche ver­ein­zelt Sper­run­gen von Stra­ßen und Parkplätzen

Sper­run­gen wegen Dreharbeiten

Bam­berg ist als Film­stadt beliebt: Zwi­schen dem 31. August und 5. Sep­tem­ber sind nun erneut Dreh­ar­bei­ten vor­ge­se­hen, für die zeit­wei­se Stra­ßen und Park­plät­ze gesperrt wer­den, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. Das Film­team ist ange­wie­sen, betrof­fe­ne Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­ner sowie Unter­neh­men und Ein­rich­tun­gen recht­zei­tig direkt zu infor­mie­ren und die Aus­wir­kun­gen so gering wie mög­lich zu halten.

Über die gesam­te Dau­er der Film­ar­bei­ten vom Mon­tag, 31. August, 9 Uhr, bis Sams­tag, 5. Sep­tem­ber, 18 Uhr, ist der Park­platz an der Schran­ne gesperrt. Ersatz­park­plät­ze sind am Ste­phans­platz und am Vor­de­ren Bach ausgewiesen.

Von Mon­tag, 31. August, 14 Uhr, bis Don­ners­tag, 3. Sep­tem­ber, 20 Uhr, ent­fal­len für die Pro­duk­ti­on Park­plät­ze am Kra­nen. Ersatz­park­plät­ze sind am Schiff­bau­platz aus­ge­schil­dert. Im glei­chen Zeit­raum sind Park­plät­ze in der Her­ren­stra­ße gesperrt, Ersatz­park­plät­ze befin­den sich in der Unte­ren Sandstraße.

Von Diens­tag, 1. Sep­tem­ber, 13.30 bis 1 Uhr, und Mitt­woch, 2. Sep­tem­ber, 17 bis 4 Uhr, ist die Unte­re Brü­cke bis Höhe Hs.-Nr. 7 für die Dau­er der Dreh­ar­bei­ten gesperrt. Außer­dem wird der Fuß­weg „Am Kra­nen“ am Mitt­woch, 2. Sep­tem­ber, zwi­schen 23.30 und 4 Uhr, unter­halb der Unte­ren und Obe­ren Brü­cke in Inter­val­len von weni­gen Minu­ten blo­ckiert. Die Zugäng­lich­keit für Anlie­ge­rin­nen und Anlie­ger zu den Häu­sern sowie Kun­din­nen und Kun­den zu den Geschäf­ten inner­halb der Sper­rung ist von der Pro­duk­ti­ons­fir­ma zu gewährleisten.

Eben­falls wird es im Sand­ge­biet am Don­ners­tag, 3. Sep­tem­ber, von 17.30 bis 21.30 Uhr, in der Unte­ren Sand­stra­ße ab Hs.-Nr. 15 bis inklu­si­ve Kreu­zung Eli­sa­be­then­stra­ße zu Ver­kehrs­be­hin­de­run­gen kom­men. In die­sem Zeit­raum sind für maxi­mal zwei Stun­den Inter­vall­sper­run­gen von 3 bis 5 Minu­ten vor­ge­se­hen. Im sel­ben Zeit­raum ist auch die Schrot­ten­berg­gas­se für maxi­mal 2 Stun­den gesperrt, Anlie­ger frei. Am Don­ners­tag, 3. Sep­tem­ber, müs­sen von 12 bis 22 Uhr für die Dreh­ar­bei­ten Park­plät­ze am Otto­platz und in der Obe­ren Sand­stra­ße an der Eli­sa­be­then­kir­che entfallen.

Zwi­schen Don­ners­tag, 3. Sep­tem­ber, 9 Uhr, und Sams­tag, 5. Sep­tem­ber, 12 Uhr, wird die Dom­stra­ße zwi­schen Obe­rer Karo­li­nen­stra­ße 1 und Dom­stra­ße 3a gesperrt. In die­sem Zeit­raum ent­fal­len die Park­plät­ze in der Dom­stra­ße hin­ter der Alten Hof­hal­tung, Anlie­ger frei. Von Don­ners­tag, 3. Sep­tem­ber, 22 bis 3 Uhr, und Frei­tag, 4. Sep­tem­ber, 20 bis 4 Uhr, ist die Dom­stra­ße an der Hs.-Nr. 9c gesperrt. Von Don­ners­tag, 3. Sep­tem­ber, 16 Uhr bis Sams­tag, 5. Sep­tem­ber, 3 Uhr, ent­fal­len in die­sem Bereich der Dom­stra­ße Parkmöglichkeiten.

Ein Platz, der ver­bin­det: Bam­berg geht in Online-Abstimmung

„Platz der Men­schen­rech­te“ beim bun­des­wei­ten Foto­wett­be­werb der Städtebauförderung

Mit dem Motiv „Wo aus Raum Begeg­nung wird“ nimmt die Stadt Bam­berg am Foto­wett­be­werb #Städ­te­bau­för­de­rung­Ver­bin­det teil, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. Das Foto zeigt den Kul­tur­Gar­ten am Platz der Men­schen­rech­te als leben­di­gen Ort des Mit­ein­an­ders. Vom 1. bis 27. Sep­tem­ber 2026 ent­schei­det ein öffent­li­ches Online-Voting über das schöns­te Wettbewerbsfoto.

Das Bam­ber­ger Motiv fängt einen Moment ein, für den der Platz der Men­schen­rech­te geschaf­fen wur­de: Kin­der spie­len, Fami­li­en und Erwach­se­ne kom­men zusam­men, Men­schen ver­wei­len und begeg­nen sich. Die Auf­nah­me von Foto­graf Oli­ver Klein­schmidt ent­stand bei der fei­er­li­chen Eröff­nung des „Kul­tur­hof – Platz der Men­schen­rech­te“ im Juli 2025 und zeigt den Kul­tur­Gar­ten als leben­di­gen öffent­li­chen Raum.

Der Platz der Men­schen­rech­te bil­det eine neue Mit­te auf dem Lag­ar­de-Cam­pus und steht bei­spiel­haft für die Ent­wick­lung des ehe­ma­li­gen Kaser­nen­are­als zu einem viel­fäl­ti­gen und leben­di­gen Stadt­quar­tier. Mit Unter­stüt­zung der Städ­te­bau­för­de­rung ist hier ein hoch­wer­ti­ger öffent­li­cher Frei­raum ent­stan­den, der Kul­tur, Auf­ent­halt, Bewe­gung und Begeg­nung mit­ein­an­der ver­bin­det. „Städ­te­bau­för­de­rung zeigt ihre Wir­kung dort am schöns­ten, wo aus einem neu gestal­te­ten Raum ein Ort wird, den die Men­schen mit Leben fül­len. Genau das erle­ben wir am Platz der Men­schen­rech­te. Umso mehr freu­en wir uns, mit die­sem beson­de­ren Bam­ber­ger Ort beim Foto­wett­be­werb dabei zu sein“, so Sil­ke Klot­zek-Lang, stell­ver­tre­ten­de Lei­te­rin des Stadtplanungsamtes.

Der Kul­tur­Gar­ten ist ein wich­ti­ger Bestand­teil die­ses neu­en Stadt­raums. Bäu­me und Grün­flä­chen, Sitz- und Pick­nick­mög­lich­kei­ten sowie Spiel- und Bewe­gungs­an­ge­bo­te schaf­fen viel­fäl­ti­ge Mög­lich­kei­ten für Auf­ent­halt und gemein­schaft­li­che Nut­zung. Das Wett­be­werbs­fo­to macht dabei sicht­bar, was Stadt­ent­wick­lung errei­chen kann: Aus einem ehe­mals mili­tä­risch genutz­ten und abge­schlos­se­nen Are­al ist ein offe­ner Ort ent­stan­den, an dem Gemein­schaft und kul­tu­rel­les Leben ihren Platz finden.

Der Titel „Wo aus Raum Begeg­nung wird“ bringt die­sen Wan­del auf den Punkt und greift zugleich den Gedan­ken von #Städ­te­bau­för­de­rung­Ver­bin­det auf: Städ­te­bau­för­de­rung schafft nicht nur neue Räu­me – sie schafft Orte, an denen Men­schen zusam­men­kom­men. Die Online-Abstim­mung läuft vom 1. bis 27. Sep­tem­ber 2026. Die Stadt Bam­berg freut sich. über zahl­rei­che Stim­men für den Bam­ber­ger Beitrag.

Zur Abstim­mung geht es hier.


Foto­wett­be­werb #Städ­te­bau­för­de­rung­Ver­bin­det

Der bun­des­wei­te Foto­wett­be­werb fin­det jähr­lich im Rah­men des Tags der Städ­te­bau­för­de­rung statt. Städ­te und Gemein­den zei­gen mit ihren Bil­dern, wie Städ­te­bau­för­de­rung vor Ort wirkt und Men­schen mit­ein­an­der ver­bin­det. Beim anschlie­ßen­den öffent­li­chen Online-Voting kön­nen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger für ihr Lieb­lings­mo­tiv abstim­men. 2026 läuft die Abstim­mung vom 1. bis 27. September.

Bun­des­wei­te Eröff­nung macht Bam­berg zum Zen­trum der Denkmalpflege

Tag des offe­nen Denkmals®

Am Sonn­tag, dem 13. Sep­tem­ber 2026, wird Bam­berg zum Mit­tel­punkt für den Tag des offe­nen Denk­mals® in Deutsch­land. Erst­mals fin­det die bun­des­wei­te Eröff­nungs­fei­er der größ­ten Kul­tur­ver­an­stal­tung Deutsch­lands in der Welt­erbe­stadt statt. Gemein­sam mit der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz (DSD) lädt die Stadt Bam­berg dazu ein, Denk­ma­le aus neu­en Per­spek­ti­ven ken­nen­zu­ler­nen und außer­ge­wöhn­li­che Ein­bli­cke in his­to­ri­sche Gebäu­de, lau­fen­de Restau­rie­run­gen und ver­bor­ge­ne Orte zu erhal­ten, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

„An die­sem Tag kön­nen auch Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­ger die Schön­heit ihrer Stadt neu ent­de­cken“, betont Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er bei einer Pres­se­kon­fe­renz im His­to­ri­schen Muse­um zur Vor­stel­lung des Programms.

„Der Tag des offe­nen Denk­mals macht Jahr für Jahr sicht­bar, wie viel Enga­ge­ment, Fach­wis­sen und Lei­den­schaft hin­ter dem Erhalt unse­rer Bau- und Kul­tur­denk­ma­le ste­hen. Er beweist ein­drucks­voll, dass Denk­mal­schutz kein Nischen­the­ma ist, son­dern Men­schen in ganz Deutsch­land begeis­tert und zusam­men­bringt. Die bun­des­wei­te Eröff­nung in Bam­berg unter­streicht die beson­de­re Bedeu­tung der Welt­erbe­stadt für die deut­sche Denk­mal­land­schaft und setzt ein star­kes Zei­chen für die Wert­schät­zung unse­res kul­tu­rel­len Erbes“, erklärt DSD-Vor­stand Dr. Stef­fen Skudelny.

Der dies­jäh­ri­ge Akti­ons­tag am 13. Sep­tem­ber soll unter dem bun­des­wei­ten Mot­to „Netz­WER­KE: Denk­ma­le und Infra­struk­tur“ zei­gen, wie eng Denk­mal­schutz, Stadt­ent­wick­lung und gesell­schaft­li­cher Zusam­men­halt mit­ein­an­der ver­bun­den sind. In ganz Deutsch­land öff­nen mehr als 6.000 Denk­ma­le ihre Türen.

„Dass die bun­des­wei­te Eröff­nung des Tags des offe­nen Denk­mals hier in Bam­berg statt­fin­det, ist eine gro­ße Aus­zeich­nung für unse­re Stadt. Sie wür­digt nicht nur unser ein­zig­ar­ti­ges UNESCO-Welt­erbe, son­dern vor allem das außer­ge­wöhn­li­che Enga­ge­ment unzäh­li­ger Men­schen, die sich tag­täg­lich für den Erhalt unse­rer his­to­ri­schen Bau­sub­stanz ein­set­zen. Am 13. Sep­tem­ber wird Bam­berg zei­gen, wie leben­dig Denk­mal­pfle­ge sein kann – als Gemein­schafts­auf­ga­be und als Brü­cke zwi­schen Ver­gan­gen­heit und Zukunft“, sagt OB Niedermaier.


Ser­vice: Alles zum Tag des offe­nen Denkmals

Alle bun­des­weit ange­mel­de­ten Denk­ma­le und tages­ak­tu­el­le Ände­run­gen sind online sowie in der App zum Tag des offe­nen Denk­mals zu fin­den. Das voll­stän­di­ge Pro­gramm mit allen Füh­run­gen, Ver­an­stal­tun­gen und Hin­wei­sen zu Anmel­dun­gen und Shut­tle-Bus­sen in Bam­berg ist in der Pro­gramm­bro­schü­re sowie online unter www.stadt.bamberg.de/tag-des-offenen-denkmals erhält­lich. Auch auf www.kultur.bamberg.de sind die Ter­mi­ne und vie­le Infor­ma­tio­nen zu fin­den. Alle Ange­bo­te sind kos­ten­frei. Für ein­zel­ne Füh­run­gen ist auf­grund begrenz­ter Teil­neh­mer­zah­len eine vor­he­ri­ge Anmel­dung erforderlich.


Markt der Mög­lich­kei­ten am Maxplatz

Besu­che­rin­nen und Besu­cher erwar­tet ein viel­fäl­ti­ges Pro­gramm mit stadt­weit über 60 geöff­ne­ten Denk­ma­len, Tou­ren und Aktio­nen. Zen­tra­ler Ver­an­stal­tungs­ort ist der Max­platz, wo um 11 Uhr der Tag offi­zi­ell eröff­net wird. Bis 17 Uhr wird Musik und Unter­hal­tung für die gan­ze Fami­lie auf der Büh­ne gebo­ten. Den musi­ka­li­schen Höhe­punkt setzt am Nach­mit­tag der Bam­ber­ger Kult­rap­per Bambägga.

Wäh­rend des gesam­ten Tages bie­tet der inter­ak­ti­ve „Markt der Mög­lich­kei­ten“ Ein­bli­cke in die Denk­mal­pfle­ge. An zahl­rei­chen Stän­den kön­nen Besu­che­rin­nen und Besu­cher denk­malspezifische The­men ent­de­cken und selbst aktiv wer­den. Krea­ti­ve Mit­ma­ch­an­ge­bo­te, dar­un­ter Stei­ne­klop­fen mit einem Stein­metz und Ver­gol­den laden Groß und Klein dazu ein, ver­schie­de­ne Hand­werks­tech­ni­ken ken­nen­zu­ler­nen, Bau­kul­tur zu erkun­den und Denk­ma­le mit neu­en Augen zu sehen.

Stadt­weit öff­nen zahl­rei­che sonst ver­schlos­se­ne Gebäu­de ihre Türen und bie­ten ein exklu­si­ves Pro­gramm zum Tag des offe­nen Denk­mals. Für den Besuch der Denk­ma­le ist ein kos­ten­frei­er Shut­tle durch das Stadt­ge­biet eingerichtet.

Zu den beson­de­ren Höhe­punk­ten zäh­len die Schau­bau­stel­len der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz. An fünf För­der­pro­jek­ten der Stif­tung kön­nen Besu­che­rin­nen und Besu­cher Denk­mal­pfle­ge ganz prak­tisch erle­ben und den aus­füh­ren­den Gewer­ken bei der Restau­rie­rung über die Schul­ter schau­en. Am baro­cken Wohn­haus am Michels­berg 25 demons­trie­ren Kir­chen­ma­ler die Restau­rie­rung der his­to­ri­schen Figu­ren Kai­ser Hein­richs II. und Kai­se­rin Kuni­gun­des. Im ehe­ma­li­gen Dom­her­ren­hof in der Obe­ren Karo­li­nen­stra­ße kön­nen Besu­cher restau­ra­to­ri­sche Vor­un­ter­su­chun­gen an einer erst kürz­lich ent­deck­ten Wand­ma­le­rei ver­fol­gen. Im Gärt­ner­an­we­sen in der Sie­chen­stra­ße wird anschau­lich gezeigt, wie his­to­ri­sche Bau­sub­stanz behut­sam für die Zukunft wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den kann.


Denk­mal­ei­gen­tü­mer gewäh­ren beson­de­re Einblicke

Im Rah­men des Pres­se­ge­sprächs konn­te bereits das bekann­te „Schwert­fe­ger­häus­chen“ in der Karo­li­nen­stra­ße besich­tigt wer­den. Das vier­ge­schos­si­ge Wohn- und Geschäfts­haus, das im Kern aus dem 12. Jahr­hun­dert stammt, wur­de vor weni­gen Jah­ren durch einen Brand stark beschä­digt. Denk­mal­ei­gen­tü­mer und Archi­tek­ten Anne-Kris­tin Gel­ler und Phil­ipp Dorn­busch führ­ten durch das Gebäu­de und erklär­ten die Wie­der­auf­bau­ar­bei­ten. Am 13. Sep­tem­ber wird das Haus auch sei­ne Türen für Besu­che­rin­nen und Besu­cher öffnen.

Zahl­rei­che öffent­li­che Denk­ma­le bie­ten an die­sem Tag eben­falls beson­de­re Pro­gram­me. So ermög­licht die Neue Resi­denz aus­nahms­wei­se Ein­bli­cke in Berei­che, die sonst der­zeit nicht zugäng­lich sind. Im Alten Rat­haus wer­den groß­for­ma­ti­ge Fotos gezeigt, die doku­men­tie­ren, wie der Ver­kehr frü­her durch das Brü­cken­rat­haus ver­lief, wäh­rend im Rat­haus am Max­platz eine Aus­stel­lung die geplan­te Sanie­rung darstellt.

Pas­send zum Jah­res­mot­to rücken zudem his­to­ri­sche Infra­struk­tur und tech­ni­sche Denk­ma­le in den Mit­tel­punkt. Füh­run­gen durch die Schleu­se 100 des Lud­wig-Donau-Main-Kanals, das ehe­ma­li­ge Elek­tri­zi­täts­werk oder der Lok­schup­pen aus dem 19. Jahr­hun­dert machen sicht­bar, wie tech­ni­sche Bau­wer­ke über Jahr­hun­der­te das Leben der Men­schen geprägt haben.


Denk­mal­pfle­ge trifft For­schung und Innovation

Einen beson­de­ren Schwer­punkt setzt Bam­berg auch auf die Ver­bin­dung von Denk­mal­pfle­ge und Wis­sen­schaft. Die Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bam­berg prä­sen­tiert in der ehe­ma­li­gen Domi­ni­ka­ner­kir­che aktu­el­le For­schungs­pro­jek­te zu digi­ta­len Restau­rie­rungs­me­tho­den, 3D-Scans, Vir­tu­al Rea­li­ty und Kli­ma­schutz im Denk­mal­be­reich. Besu­che­rin­nen und Besu­cher kön­nen erle­ben, wie moder­ne Tech­no­lo­gien dazu bei­tra­gen, jahr­hun­der­te­al­tes Kul­tur­er­be zu bewah­ren und für kom­men­de Gene­ra­tio­nen zu dokumentieren.

Auch das Zen­trum Welt­erbe Bam­berg greift aktu­el­le Zukunfts­fra­gen auf. Die Aus­stel­lung „Welt­erbe und Nach­hal­tig­keit“ zeigt anhand anschau­li­cher Bei­spie­le, wie his­to­ri­sche Bau­wei­sen und tra­di­tio­nel­le Mate­ria­li­en Ant­wor­ten auf heu­ti­ge Her­aus­for­de­run­gen lie­fern kön­nen. Inter­ak­ti­ve Ange­bo­te und Mit­mach­sta­tio­nen rich­ten sich dabei aus­drück­lich auch an Fami­li­en und Kinder.


Eine Stadt als leben­di­ges Denkmal

Ob mit­tel­al­ter­li­che Bür­ger­häu­ser, baro­cke Resi­den­zen, tech­ni­sche Denk­ma­le oder denk­mal­ge­schütz­te Indus­trie­bau­ten – kaum eine ande­re Stadt ver­eint auf so engem Raum eine ver­gleich­ba­re Viel­falt his­to­ri­scher Zeug­nis­se wie Bam­berg. Der Tag des offe­nen Denk­mals bie­tet die sel­te­ne Gele­gen­heit, die­se Viel­falt nicht nur zu besich­ti­gen, son­dern ihre Geschich­ten unmit­tel­bar zu erleben.

„Unse­re Denk­ma­le erzäh­len nicht nur von der Ver­gan­gen­heit. Sie sind Orte der Begeg­nung, der Iden­ti­tät und des gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halts. Genau das macht Bam­berg zu einem idea­len Gast­ge­ber für die bun­des­wei­te Eröff­nung des Tags des offe­nen Denk­mals“, betont Bam­bergs Kul­tur­re­fe­ren­tin Ulri­ke Siebenhaar.

Akti­on zum 100. Geburts­tag des Volks­parks trifft auf gro­ße Resonanz

Volks­park-Quiz geht in die Verlängerung

Mit dem Start einer Quiz-Ral­lye und der Ent­hül­lung von sechs Info­s­te­len wur­de am 17. Juli der 100. Geburts­tag des Bam­ber­ger Volks­parks began­gen. Die Abga­be­frist für die Quiz­bö­gen wird jetzt auf­grund der guten Reso­nanz um drei Wochen bis zum 31. August ver­län­gert, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Rund 80 aus­ge­füll­te Fra­ge­bö­gen sind in den ers­ten drei Wochen bereits beim städ­ti­schen Bau­re­fe­rat ein­ge­gan­gen. Beson­ders erfreu­lich ist dabei, dass auch die zusätz­li­chen Betei­li­gungs­fra­gen zur Zukunft des Volks­parks rege genutzt wer­den. Damit geben die Nut­zer wich­ti­ge Hin­wei­se für die Wei­ter­ent­wick­lung und Umge­stal­tung der his­to­ri­schen Park­an­la­ge. Eine Zwi­schen­aus­wer­tung zeigt ers­te Ten­den­zen: So nen­nen vie­le Teil­neh­mer sport­li­che Akti­vi­tä­ten als Haupt­nut­zungs­art, dem­entspre­chend spielt auch die Moder­ni­sie­rung bestehen­der Anla­gen und Schaf­fung neu­er Sport­an­ge­bo­te eine gro­ße Rol­le. Beson­ders wich­tig ist vie­len auch die Siche­rung des Baum­be­stan­des als grü­nes Kern­ele­ment des Volksparks.

„Die gro­ße Reso­nanz zeigt, wie wich­tig der Volks­park den Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­gern ist. Gera­de jetzt besteht die Chan­ce, die wei­te­re Ent­wick­lung ganz kon­kret mit­zu­ge­stal­ten“, betont die Bau­re­fe­ren­tin Anne­gret Michler.

Die Quiz-Fra­ge­bö­gen sind wei­ter­hin in den städ­ti­schen Rat­häu­sern erhält­lich, eben­so am Ver­eins­haus der Schutz­ge­mein­schaft Alt Bam­berg am Schil­ler­platz und bei den Ver­ei­nen im Volks­park. Zusätz­lich kann das Quiz online unter www.stadt.bamberg.de/volksparkquiz abge­ru­fen werden.

Zur Abga­be der aus­ge­füll­ten Bögen steht im Volks­park am ehe­ma­li­gen Sani­täts­häus­chen ein eige­ner Brief­kas­ten zur Ver­fü­gung, sie kön­nen aber auch jeder­zeit in den Brief­käs­ten der Rat­häu­ser ein­ge­wor­fen wer­den. Eben­so mög­lich ist eine Mail an stadtsanierung@stadt.bamberg.de

Ers­te Ergeb­nis­se und Hin­wei­se aus der Betei­li­gung wird das Bau­re­fe­rat am Tag des offe­nen Denk­mals im Bür­ger­la­bor vor­stel­len und mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern wei­ter diskutieren.

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