Für den öffentlichen Raum soll ein Gestaltungshandbuch erarbeitet werden
Gestaltungsoffensive Bamberg: Klarer Rahmen für ansprechendes Stadtbild
Bamberg soll sein einzigartiges Stadtbild bewahren und zugleich sichtbar weiterentwickeln. Der Bau- und Werksenat des Stadtrats hat dazu jetzt den Startschuss für die „Gestaltungsoffensive Bamberg“ gegeben, wie die Stadt Bamberg mitteilt. Kern des Vorhabens ist die Erarbeitung eines Gestaltungshandbuchs für den öffentlichen Raum.
Es soll künftig klare Qualitätsmaßstäbe und Orientierung für die Gestaltung von Straßen, Plätzen und weiteren öffentlichen Bereichen geben – für die Stadt selbst ebenso wie für Gewerbetreibende, Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Planende. „Bamberg hat ein Stadtbild, um das uns viele beneiden. Dieses Erbe verpflichtet uns, aber es darf uns nicht daran hindern, unsere Stadt weiterzuentwickeln“, sagt Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier. „Wir wollen deshalb genauer hinschauen: Was macht einen öffentlichen Raum in Bamberg besonders? Was passt zu unserer Stadt und was nicht? Und wie können wir gute Gestaltung einfacher und verständlicher machen?“
Bamberg ist seit 1993 UNESCO-Welterbe und gehört zu den bedeutendsten historischen Stadtlandschaften Deutschlands. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an den öffentlichen Raum: Handel und Gastronomie brauchen attraktive Rahmenbedingungen, Menschen wünschen sich Orte zum Verweilen und Begegnen, neue Mobilitätsformen benötigen Raum und die Folgen des Klimawandels machen mehr Begrünung, Verschattung, Entsiegelung und ein angepasstes Wassermanagement erforderlich. Auch Barrierefreiheit und eine sichere Mobilität müssen berücksichtigt werden.
Mehr Qualität, nicht mehr Bürokratie
Die Gestaltungsoffensive soll diese unterschiedlichen Anforderungen künftig stärker zusammenführen. Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, möglichst viele neue Vorschriften zu schaffen. Vielmehr sollen bestehende Regelungen überprüft, aktualisiert und sinnvoll miteinander verbunden werden. Der Leitgedanke lautet deshalb: „So viel Regelung wie erforderlich – so viel Gestaltungsspielraum wie möglich.“
„Mir ist wichtig, dass wir nicht für alles neue Regeln erfinden“, betont Niedermaier. „Wir brauchen vielmehr einen nachvollziehbaren Rahmen und vor allem ein gemeinsames Verständnis davon, wie wir unsere Stadt entwickeln wollen. Gute Gestaltung soll dabei nicht zum Hindernislauf werden, sondern Orientierung geben.“
Das geplante Gestaltungshandbuch soll genau diese Funktion übernehmen. Anhand anschaulicher Positiv- und Negativbeispiele soll es zeigen, welche Lösungen sich für Bamberg eignen. Dabei soll für die Anwenderinnen und Anwender klar erkennbar sein, was rechtlich verbindlich ist und was als gestalterische Empfehlung dient. Das macht Anforderungen nachvollziehbarer und kann zugleich Genehmigungsprozesse transparenter machen. Das Projekt ist im Rahmen der Städtebauförderung grundsätzlich förderfähig. Die Stadt stimmt derzeit mit der Regierung von Oberfranken ab, in welcher Höhe Fördermittel für die Erarbeitung des Gestaltungshandbuchs eingesetzt werden können.
Welterbe und Zukunft zusammenbringen
Im Mittelpunkt steht die Qualität des Stadtbildes und des öffentlichen Raums. Das UNESCO-Welterbe und der Denkmalschutz sollen mit den Anforderungen einer lebendigen Innenstadt, wirtschaftlicher Entwicklung, Barrierefreiheit, Mobilität und Klimaanpassung verbunden werden.
Zu den vorgesehenen Gestaltungsprinzipien gehören unter anderem der behutsame Erhalt und die Weiterentwicklung des Welterbes, eine hohe Aufenthaltsqualität, eine möglichst konsistente Gestaltung des öffentlichen Raumes sowie Begrünung, Verschattung und Entsiegelung. Auch Stadtmobiliar, Beleuchtung, Beschilderung und technische Infrastruktur sollen betrachtet werden.
Dabei nimmt die Stadt auch sich selbst in die Pflicht. „Wenn wir von privaten Eigentümern und Gewerbetreibenden Qualität und ein gutes Gespür für das Bamberger Stadtbild erwarten, müssen wir bei unseren eigenen Straßen, Plätzen, Möbeln, Beleuchtungen und Beschilderungen mit gutem Beispiel vorangehen“, betont Baureferentin Annegret Michler. Die Gestaltungsoffensive soll deshalb nicht nur Vorgaben für andere formulieren, sondern auch die Qualität kommunaler Maßnahmen in den Blick nehmen.
„Die Diskussion um die Kastanien am Michelsberg hat gezeigt, wie wichtig es ist, gestalterische Fragen frühzeitig zu klären und nachvollziehbar zu machen. Mit gemeinsamen Gestaltungsprinzipien und konkreten Leitdetails schaffen wir Orientierung – etwa für den Straßenbau oder die Gestaltung von Baumscheiben im denkmalgeschützten Umfeld. So wird für die Bürgerschaft früher deutlich, welche Lösungen möglich sind und woran wir uns orientieren. Zugleich erleichtern wir Abstimmungen und machen unsere Planungen effizienter“, betont Baureferentin Annegret Michler.
Gemeinsam mit der Stadtgesellschaft
Die Erarbeitung soll fachübergreifend und unter Beteiligung wichtiger Akteure erfolgen. Eine verwaltungsinterne Arbeitsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern unter anderem aus Stadtplanung, Denkmalschutz, Welterbe, Wirtschaftsförderung, Straßenverkehr, Klima- und Umweltbereich sowie Bau- und Vergaberecht soll die fachlichen Grundlagen erarbeiten.
Zudem ist ein Runder Tisch „Gestaltungsoffensive Bamberg“ vorgesehen. Dort sollen unter anderem Handel und Gastronomie, Eigentümerschaft, Architektur und Stadtgestaltung, Welterbe und Denkmalpflege, die Interessenvertretung für Menschen mit Behinderungen sowie Bürgerschaft und weitere relevante Gruppen ihre Perspektiven einbringen.
„Wir wollen, dass am Ende nicht nur ein Ordner mit Regeln im Rathaus steht“, sagt Oberbürgermeister Niedermaier. „Wir wollen ein Bild davon entwickeln, wie Bamberg mit seiner besonderen Geschichte auch in Zukunft aussehen und sich anfühlen soll.“
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Bundesweite Eröffnung für den Tag des offenen Denkmals®
Denkmalhauptstadt Bamberg: 10.000 Menschen beim Aktionstag
„Der heutige Tag macht unsere Denkmäler erlebbar. Den Dom oder St. Michael kennen viele, aber die zahllosen kleinen Denkmäler und die versteckten Ecken der Stadt Bamberg – genau diese kann man heute entdecken!“ Mit seinem Statement auf der Bühne am Maxplatz lieferte Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier das beste Argument für einen Besuch beim Tag des offenen Denkmals®. Am gestrigen Sonntag ging dieser in ganz Deutschland über die Bühne – mit der bundesweiten Eröffnung erstmals in Bamberg.
Mit dem Durchschneiden eines Bandes gaben OB Niedermaier, Staatssekretär Martin Schöffel, der Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Dr. Juliane Parys und Dr. Steffen Skudelny, sowie die Bamberger Denkmal-Eigentümern Katharina und Kilian Schumm den offiziellen Startschuss für Deutschlands größtes Kulturevent. Unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur“ öffneten allein in Bamberg rund 56 historische Orte ihre Türen, bundesweit waren es über 7.000 Denkmale. Rund um den zentralen Veranstaltungsort am Maxplatz sowie bei Führungen, Spaziergängen, Schaubaustellen und zahlreichen weiteren Angeboten entdeckten bis zu 10.000 Besucherinnen und Besucher Denkmale aus ganz unterschiedlichen Perspektiven.
Die Eröffnung am Maxplatz wurde moderiert von Florian Buchmaier und musikalisch umrahmt unter anderem vom Spielmannszug „Die Bamberger Stadtpfeifer“ und dem Ensemble „Doloctemble“. Direkt am neuen Rathaus erwarteten die Besucherinnen und Besucher den ganzen Tag über ein „Markt der Möglichkeiten“, künstlerische Darbietungen sowie Kultur- und Mitmachangebote. Am Nachmittag standen unter anderem die inklusive Tanzgruppe „Wackelkontakt“ und die Kultband „Bambägga“ auf der Bühne.
Dr. Steffen Skudelny, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, hob bei der Eröffnung die besondere Verbindung zwischen Denkmalschutz und Bamberg hervor: „Kaum eine Stadt macht die Bedeutung des Denkmalschutzes so eindrucksvoll erlebbar wie Bamberg. Die herausragende Denkmalsubstanz und die exzellente Ausbildung an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg prägen auch unsere Arbeit, denn viele unserer Kolleginnen und Kollegen haben hier studiert. Den Tag des offenen Denkmals in Bamberg zu eröffnen, ist für uns daher ein echtes Nachhausekommen.“
Denkmalpflege zum Anfassen
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Schaubaustellen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Am barocken Wohnhaus am Michelsberg waren Restaurierungsarbeiten unmittelbar vor Ort zu sehen. Auch im ehemaligen Domherrenhof in der Oberen Karolinenstraße und im ehemaligen Gärtneranwesen in der Siechenstraße wurde anschaulich vermittelt, wie historische Bausubstanz untersucht, gesichert und für die Zukunft erhalten wird.
Auch zahlreiche bekannte Bamberger Denkmale konnten neu oder aus ungewohnten Perspektiven erlebt werden. Die Alte Hofhaltung, die Neue Residenz, das Alte Rathaus, St. Michael und die Altenburg gehörten ebenso zum Programm wie zahlreiche private und sonst verschlossene Gebäude. So freuten sich Bamberger Besucher wie Thomas Göller, dass das Haus zum Kranich in der Generalsgasse geöffnet hatte. „Hier habe ich vor etwa 40 Jahren das ‚Downstairs‘ besucht. Auch die Amis kamen hier gerne her“, schwelgte er in Erinnerungen, während er zeigt, wo einst die Tische standen und der Ausschank war. Göller: „Es ist total schön, dass man an diesem Tag in Gebäude kann, wo man sonst nicht reinkommt!“ Angelika Russ aus Bamberg nutzte den Tag ganz bewusst, um Freunden aus Haßfurt das „Haus zum Benedikt“ zu zeigen, das unscheinbar in einer Nebengasse der belebten Austraße liegt. „Da läuft man einfach vorbei und weiß gar nicht, was hinter diesen Mauern liegt“, erzählte die Bambergerin und schwärmte vom „Reiz der islamischen Kunst“, die hier ausgestellt ist.
Geschichte trifft Zukunft
Das Motto „NetzWERKE“ wurde dabei nicht nur anhand historischer Infrastruktur sichtbar. Mit Formaten wie „Kirchenräume neu erleben“ mit VR-Technik, dem Gesprächsformat „Wer lebt im Denkmal? Soziale Räume in Bamberg“ und dem Bürgerlabor „NetzWERKE: Was Bamberg zusammenhält“ wurde der Blick auch auf aktuelle Fragen gelenkt: Wie werden historische Räume heute genutzt? Wie können moderne Technologien bei der Vermittlung und Bewahrung von Kulturerbe helfen? Und welche Bedeutung haben Orte für das gesellschaftliche Miteinander? Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg gab in der ehemaligen Dominikanerkirche Einblicke in moderne Methoden der Denkmalforschung. Im Zentrum Welterbe stand mit der Ausstellung „Welterbe und Nachhaltigkeit“ zudem die Frage im Mittelpunkt, welche Impulse historisches Bauen für eine nachhaltige Zukunft geben kann.
„Die bundesweite Eröffnung war ein toller Erfolg und hat unser Welterbe detailreich einer breiten Öffentlichkeit nähergebracht“, resümierte die städtische Kulturreferentin Ulrike Siebenhaar. Sie dankte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für das Vertrauen, die Veranstaltung nach Bamberg zu vergeben, und den vielen privaten und öffentlich Eigentümerinnen und Eigentümer für die Bereitschaft, ihre historischen Gebäude zu präsentieren.
Bereits am Vorabend war der Tag des offenen Denkmals eingeläutet worden. Bei der Aufnahme des Livepodcasts „Der Rest ist Geschichte“ im Alten E‑Werk hatten sich Deutschlandfunk-Moderator Jörg Biesler mit den Historikern Dr. Muriel Gonzales Athenas und Prof. Dr. Reinhold Reith über Geschichte und Gegenwart des Handwerks unterhalten. Auch das zahlreiche Publikum war sich einig, dass es schlimm ist, wenn Handwerksberufe verschwinden. „Damit gehen wichtige Fähigkeiten verloren“, gaben über zwei Drittel der Besucherinnen und Besucher bei einer Abstimmung an.
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Stadt Bamberg stärkt inklusives Lernen
Partnerklassen starten an der Luitpoldschule
Die Stadt Bamberg setzt ein weiteres Zeichen für gelebte Inklusion: Mit Beginn des Schuljahres 2026//27 werden zwei Partnerklassen der Bertold-Scharfenberg-Schule der Lebenshilfe Bamberg mit insgesamt 20 Schülerinnen und Schülern an der Luitpoldschule unterrichtet und betreut, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Die Stadt schafft dafür die räumlichen Voraussetzungen und setzt das Projekt gemeinsam mit der Luitpoldschule, der Bertold-Scharfenberg-Schule, dem Staatlichen Schulamt und der Regierung von Oberfranken um.
„Inklusion gelingt dort am besten, wo sie selbstverständlich gelebt wird – im gemeinsamen Schulalltag“, betont Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier. „Ich freue mich sehr, dass wir für die beiden Partnerklassen einen neuen Standort an der Luitpoldschule gefunden haben und dieses wichtige inklusive Angebot damit erhalten bleiben kann“, betont Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier. „Die Partnerklassen sind ein wertvoller Bestandteil gelebter Inklusion in unserer Stadt.“
Die Partnerklassen wurden bislang an der Grundschule Gaustadt gemeinsam mit den dortigen Grundschulkindern unterrichtet. Aufgrund der seit Jahren steigenden Schülerzahlen im Stadtteil werden die dort vorhandenen Räume inzwischen vollständig für den regulären Unterricht sowie die Ganztagsbetreuung der Kinder aus dem Schulsprengel benötigt. Deshalb musste für das bewährte inklusive Angebot ein neuer Standort gefunden werden.
Die Initiative dazu ergriff die Schulleiterin der Luitpoldschule, Monika Mühlhölzl. Nach einer öffentlichen Stadtratssitzung im Herbst 2025 erklärte sie die Bereitschaft ihrer Schule, die Partnerklassen aufzunehmen. In enger Zusammenarbeit mit der Bertold-Scharfenberg-Schule und dem Bildungsbüro der Stadt Bamberg wurde anschließend das pädagogische und organisatorische Konzept für den Neustart entwickelt. „Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, die gemeinsam daran gearbeitet haben, den Wechsel an die Luitpoldschule zu ermöglichen und damit eine gute Perspektive für die Kinder und ihre Familien zu schaffen“, erklärt Schulreferentin Gabriele Kepic
Die Stadt Bamberg ertüchtigt derzeit zwei Klassenzimmer in der Luitpoldschule für die Partnerklassen. Die Finanzierung der Maßnahme erfolgt durch die Regierung von Oberfranken.
Gemeinsamer Unterricht
Das Partnerklassenkonzept bringt Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf im Schulalltag zusammen. Dabei lernen jeweils eine Klasse der Förderschule und eine Klasse der Regelschule regelmäßig im Unterricht und bei Projekten zusammen. Die Lehrkräfte beider Schulen planen und gestalten den Unterricht gemeinsam. Ziel ist es, Inklusion erlebbar zu machen, soziale Kompetenzen zu fördern und allen Kindern vielfältige Lernerfahrungen zu ermöglichen.
„Ich bin froh, dass für die beiden Partnerklassen eine so tolle Schule gefunden werden konnte, und freue mich auf die Zusammenarbeit mit der Luitpoldschule“, sagt Tobias Fürst, Schulleiter der Bertold-Scharfenberg-Schule der Lebenshilfe Bamberg. „Die pädagogischen und organisatorischen Absprachen zwischen den Kollegien und Betreuungsteams verliefen im Vorfeld sehr konstruktiv. Unser gemeinsames Ziel ist eine langfristige und erfolgreiche Zusammenarbeit am neuen Standort.“
Auch Monika Mühlhölzl, Schulleiterin der Luitpoldschule, blickt dem Start mit großer Vorfreude entgegen: „Unsere Schule versteht sich als Ort der Vielfalt und des gemeinsamen Lernens. Wir freuen uns sehr, die Kinder der Partnerklassen bei uns willkommen zu heißen und gemeinsam mit der Bertold-Scharfenberg-Schule Inklusion im Schulalltag weiter mit Leben zu füllen.“
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Bundesweite Eröffnung für den Tag des offenen Denkmals®
Bamberg öffnet seine Denkmale: Am Sonntag wird Geschichte lebendig
Nur noch wenige Tage, dann wird Bamberg zum Zentrum für den bundesweiten Tag des offenen Denkmals®: Am Sonntag, 13. September 2026, öffnen in der Welterbestadt zahlreiche historische Gebäude und Orte ihre Türen. Unter dem bundesweiten Motto „NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur“ können Besucherinnen und Besucher bekannte Bauwerke aus neuen Perspektiven entdecken, sonst nicht zugängliche Räume besichtigen und erleben, wie Denkmalschutz heute praktisch funktioniert, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Von der Alten Hofhaltung und der Neuen Residenz über das Alte Rathaus und die Dombauhütte bis hin zu technischen Denkmalen wie der Schleuse 100 und dem Lokschuppen reicht das Programm. Besonders anschaulich wird Denkmalpflege bei den Schaubaustellen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz am Kaiser-Heinrich-Portal an der Kirche St. Michael, am Karl-Steinbauer-Haus, am Michelsberg 25, im ehemaligen Domherrenhof und im ehemaligen Gärtneranwesen in der Siechenstraße. Das Denkmalpflege nicht verstaubt ist, beweist die die Universität Bamberg, die praktische Einblicke in moderne Methoden der Denkmalforschung ermöglicht, darunter 3D-Scanning und Virtual Reality.
Von 12 bis 16.30 Uhr verkehren Shuttlebusse im 30-Minuten-Takt zwischen dem ZOB und den Veranstaltungsorten.
Insgesamt öffnen rund 56 Denkmale ihre Türen. Viele Führungen, Aktionen und Veranstaltungen stehen auf dem Programm. Zentraler Veranstaltungsort ist der Maximiliansplatz, wo es bei einem Markt der Möglichkeiten unter anderem spannende Mitmachangebote gibt. Um 11 Uhr wird hier auch die bundesweite Veranstaltung eröffnet und am Nachmittag gibt es hier ein Unterhaltungsprogramm für die ganze Familie.
Umfangreiches Programm
Die meisten Angebote sind kostenfrei. Für einzelne Führungen und Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Das vollständige Programm für Sonntag, 13. September 2026, ist nachfolgend in kurzer Form zusammengestellt. Ausführliche Informationen gibt es unter anderem:
- in der offiziellen App zum Tag des offenen Denkmals
- auf der Internet-Seite www.tag-des-offenen-denkmals.de
- in der Programmbroschüre, die im Rathaus am Maxplatz, im Rathaus am ZOB oder in der Stadtbücherei ausliegt
- auf der Internet-Seite www.stadt.bamberg.de/tag-des-offenen-denkmals (hier ist auch eine digitale Version der Programmbroschüre und ein Fahrplan der Shuttlebusse zu finden)
- auf der Internetseite www.kultur.bamberg.de
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201 neue Auszubildende starten in der Stadtverwaltung und ihren angegliederten Firmen ins Berufsleben
Willkommen bei der Stadt Bamberg!
Zum 1. September haben bei der Stadt Bamberg und ihren Tochterfirmen 201 neue Auszubildende und Beamtenanwärterinnen und –anwärter begonnen, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Davon werden 21 bei der Stadt Bamberg, fünf bei den Stadtwerken Bamberg, einer in der BAB Bamberg Arena Betriebsgesellschaft mbH und eine Auszubildende bei der Stadtbau GmbH Bamberg arbeiten. Bei der Sozialstiftung Bamberg starten im Verlauf dieses Jahres insgesamt 245 Auszubildende in verschiedenen Berufssparten, davon 173 zum 1. September. Bambergs Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier bezeichnete in seiner Begrüßung den neuen Lebensabschnitt als „wunderbar prägende Zeit. Sie werden hier Kolleginnen und Kollegen treffen, die den gleichen Weg wie Sie beschreiten. Das schweißt zusammen. Ich heiße Sie alle herzlich willkommen!“
Die Vielfalt der städtischen Aufgaben zeigt sich auch in der Bandbreite der insgesamt neun Ausbildungsberufe in der Stadtverwaltung. Im aktuellen Ausbildungsjahrgang erlernen 13 Auszubildende im Tarifbeschäftigungsverhältnis und acht Beamtenanwärterinnen und Beamtenanwärter die folgenden Berufe:
Sekretäranwärter:in
Inspektoranwärter:in
Verwaltungsfachangestellte:r
Kauffrau für IT-System-Management
Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste – Fachrichtung Bibliothek
Fachkraft für Veranstaltungstechnik
Straßenbauer bei Bamberg Service
Gärtner Garten- und Landschaftsbau bei Bamberg Service
Elektroniker für Betriebstechnik beim Zweckverband Müllheizkraftwerk Stadt und Landkreis Bamberg
Das Alter der neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegt bei durchschnittlich 21 Jahren, die Altersspanne reicht von 15 bis 40 Jahre. Einige unter ihnen bringen bereits berufliche Erfahrungen aus vorangegangenen Berufen mit.
Insgesamt hatte es 222 Bewerbungen für die städtischen Ausbildungsberufe gegeben.
Am ersten Ausbildungstag ging es in der Stadtverwaltung vor allem ums Kennenlernen: Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier sowie Personalamtsleiterin Manuela Gelker und zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter des Sachgebiets Aus- und Fortbildung begrüßten die Neuankömmlinge aufs Herzlichste. Auch die Personalvertretung und Gleichstellungsstelle waren vor Ort. Nach dem offiziellen Teil begab sich die Gruppe auf einen Spaziergang zur Klosteranlage St. Michael mit einer Führung in der frisch sanierten Abteikirche. Noch im September startet eine Azubi-Workshop-Reihe, in der es z.B. um Business-Knigge, Teamarbeit, Serviceorientierung und Präsentationstechniken gehen wird. Das betriebliche Gesundheitsmanagement wird außerdem durch den Kurs „Stressmanagement“ führen.
Die städtischen Tochterbetriebe veranstalteten ihren eigenen Azubi-Willkommenstag.
Aus der Region und darüber hinaus
Die Auszubildenden im gesamten „Konzern Stadt“ kommen aus der Stadt Bamberg und den Landkreisen Bamberg, Lichtenfels, Coburg, Forchheim, Kronach, Haßberge, Erlangen-Höchstadt, Stadt Erlangen, München, Nürnberg und Schwabach.
Ein Auszubildender stammt aus Baden-Württemberg und eine Auszubildende aus Kiew in der Ukraine.
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Führungen, Vorträge und Einblicke am 13. September
Tag des offenen Denkmals 2026: Eröffnung mit Klosteranlage St. Michael und Rathaus am Maxplatz
Mit der bundesweiten Eröffnung des Tags des offenen Denkmals® am 13. September 2026 fällt in der UNESCO-Welterbestadt Bamberg der offizielle Startschuss für Deutschlands größtes Kulturevent. Die Klosteranlage St. Michael ist dabei einer von mehreren Standorten der Eröffnungsveranstaltung, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Auch im Innenhof des Rathauses am Maxplatz erwartet die Besucherinnen und Besucher ein Programmpunkt. Die Stadt Bamberg und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz als bundesweite Koordinatorin des Tags des offenen Denkmals® geben an verschiedenen Orten Einblicke in bedeutende Bauwerke und aktuelle Projekte der Denkmalpflege.
Klosteranlage St. Michael: Führungen und Vorträge
Von 11 bis 16 Uhr stehen in der Klosteranlage mehrere Führungen und Vorträge auf dem Programm. Im Mittelpunkt stehen die Kirche St. Michael sowie die Schaubaustelle „Kaiser-Heinrich-Portal“. Besucherinnen und Besucher erhalten dabei Einblicke in die Geschichte und Bedeutung der Klosteranlage sowie in die aktuellen denkmalpflegerischen Arbeiten.
Begleitet wird das Programm unter anderem von Fachleuten des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die ihr Fachwissen zu den historischen Bauwerken und ihrer Erhaltung vermitteln.
Für die einzelnen Programmpunkte gilt eine Anmeldung direkt vor Ort am Veranstaltungstag. Vorzeitige Anmeldungen per Telefon, E‑Mail oder auf anderem Wege können nicht berücksichtigt werden. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen pro Programmpunkt begrenzt.
Rathaus am Maxplatz: Einblicke in die geplante Sanierung
Ein weiteres Angebot der Eröffnungsveranstaltung gibt es im Innenhof des Rathauses am Maxplatz: Dort können sich Interessierte über die Planungen zur Sanierung rund um das QuaM (Quartier am Maxplatz) informieren. Eine Ausstellung vermittelt Hintergründe und gibt Einblicke in die vorgesehenen Maßnahmen und die weitere Entwicklung des Areals. Der Zugang Innenhof des Rathauses am Maxplatz ist frei und ohne Anmeldung möglich.
Bundesweite Eröffnung in Bamberg
Von historischen Bauwerken wie der Klosteranlage St. Michael bis hin zu aktuellen Sanierungs- und Planungsprojekten erhalten Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, sich unmittelbar vor Ort mit dem baukulturellen Erbe und seiner Zukunft auseinanderzusetzen. Die bundesweite Eröffnung in Bamberg steht dabei stellvertretend für die tausenden Denkmale, die am zweiten Septemberwochenende deutschlandweit ihre Türen öffnen.
Alle Informationen sowie eine Infobroschüre sind hier zu finden.
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Diese Woche vereinzelt Sperrungen von Straßen und Parkplätzen
Sperrungen wegen Dreharbeiten
Bamberg ist als Filmstadt beliebt: Zwischen dem 31. August und 5. September sind nun erneut Dreharbeiten vorgesehen, für die zeitweise Straßen und Parkplätze gesperrt werden, wie die Stadt Bamberg mitteilt. Das Filmteam ist angewiesen, betroffene Anwohnerinnen und Anwohner sowie Unternehmen und Einrichtungen rechtzeitig direkt zu informieren und die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten.
Über die gesamte Dauer der Filmarbeiten vom Montag, 31. August, 9 Uhr, bis Samstag, 5. September, 18 Uhr, ist der Parkplatz an der Schranne gesperrt. Ersatzparkplätze sind am Stephansplatz und am Vorderen Bach ausgewiesen.
Von Montag, 31. August, 14 Uhr, bis Donnerstag, 3. September, 20 Uhr, entfallen für die Produktion Parkplätze am Kranen. Ersatzparkplätze sind am Schiffbauplatz ausgeschildert. Im gleichen Zeitraum sind Parkplätze in der Herrenstraße gesperrt, Ersatzparkplätze befinden sich in der Unteren Sandstraße.
Von Dienstag, 1. September, 13.30 bis 1 Uhr, und Mittwoch, 2. September, 17 bis 4 Uhr, ist die Untere Brücke bis Höhe Hs.-Nr. 7 für die Dauer der Dreharbeiten gesperrt. Außerdem wird der Fußweg „Am Kranen“ am Mittwoch, 2. September, zwischen 23.30 und 4 Uhr, unterhalb der Unteren und Oberen Brücke in Intervallen von wenigen Minuten blockiert. Die Zugänglichkeit für Anliegerinnen und Anlieger zu den Häusern sowie Kundinnen und Kunden zu den Geschäften innerhalb der Sperrung ist von der Produktionsfirma zu gewährleisten.
Ebenfalls wird es im Sandgebiet am Donnerstag, 3. September, von 17.30 bis 21.30 Uhr, in der Unteren Sandstraße ab Hs.-Nr. 15 bis inklusive Kreuzung Elisabethenstraße zu Verkehrsbehinderungen kommen. In diesem Zeitraum sind für maximal zwei Stunden Intervallsperrungen von 3 bis 5 Minuten vorgesehen. Im selben Zeitraum ist auch die Schrottenberggasse für maximal 2 Stunden gesperrt, Anlieger frei. Am Donnerstag, 3. September, müssen von 12 bis 22 Uhr für die Dreharbeiten Parkplätze am Ottoplatz und in der Oberen Sandstraße an der Elisabethenkirche entfallen.
Zwischen Donnerstag, 3. September, 9 Uhr, und Samstag, 5. September, 12 Uhr, wird die Domstraße zwischen Oberer Karolinenstraße 1 und Domstraße 3a gesperrt. In diesem Zeitraum entfallen die Parkplätze in der Domstraße hinter der Alten Hofhaltung, Anlieger frei. Von Donnerstag, 3. September, 22 bis 3 Uhr, und Freitag, 4. September, 20 bis 4 Uhr, ist die Domstraße an der Hs.-Nr. 9c gesperrt. Von Donnerstag, 3. September, 16 Uhr bis Samstag, 5. September, 3 Uhr, entfallen in diesem Bereich der Domstraße Parkmöglichkeiten.
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Ein Platz, der verbindet: Bamberg geht in Online-Abstimmung
„Platz der Menschenrechte“ beim bundesweiten Fotowettbewerb der Städtebauförderung
Mit dem Motiv „Wo aus Raum Begegnung wird“ nimmt die Stadt Bamberg am Fotowettbewerb #StädtebauförderungVerbindet teil, wie die Stadt Bamberg mitteilt. Das Foto zeigt den KulturGarten am Platz der Menschenrechte als lebendigen Ort des Miteinanders. Vom 1. bis 27. September 2026 entscheidet ein öffentliches Online-Voting über das schönste Wettbewerbsfoto.
Das Bamberger Motiv fängt einen Moment ein, für den der Platz der Menschenrechte geschaffen wurde: Kinder spielen, Familien und Erwachsene kommen zusammen, Menschen verweilen und begegnen sich. Die Aufnahme von Fotograf Oliver Kleinschmidt entstand bei der feierlichen Eröffnung des „Kulturhof – Platz der Menschenrechte“ im Juli 2025 und zeigt den KulturGarten als lebendigen öffentlichen Raum.
Der Platz der Menschenrechte bildet eine neue Mitte auf dem Lagarde-Campus und steht beispielhaft für die Entwicklung des ehemaligen Kasernenareals zu einem vielfältigen und lebendigen Stadtquartier. Mit Unterstützung der Städtebauförderung ist hier ein hochwertiger öffentlicher Freiraum entstanden, der Kultur, Aufenthalt, Bewegung und Begegnung miteinander verbindet. „Städtebauförderung zeigt ihre Wirkung dort am schönsten, wo aus einem neu gestalteten Raum ein Ort wird, den die Menschen mit Leben füllen. Genau das erleben wir am Platz der Menschenrechte. Umso mehr freuen wir uns, mit diesem besonderen Bamberger Ort beim Fotowettbewerb dabei zu sein“, so Silke Klotzek-Lang, stellvertretende Leiterin des Stadtplanungsamtes.
Der KulturGarten ist ein wichtiger Bestandteil dieses neuen Stadtraums. Bäume und Grünflächen, Sitz- und Picknickmöglichkeiten sowie Spiel- und Bewegungsangebote schaffen vielfältige Möglichkeiten für Aufenthalt und gemeinschaftliche Nutzung. Das Wettbewerbsfoto macht dabei sichtbar, was Stadtentwicklung erreichen kann: Aus einem ehemals militärisch genutzten und abgeschlossenen Areal ist ein offener Ort entstanden, an dem Gemeinschaft und kulturelles Leben ihren Platz finden.
Der Titel „Wo aus Raum Begegnung wird“ bringt diesen Wandel auf den Punkt und greift zugleich den Gedanken von #StädtebauförderungVerbindet auf: Städtebauförderung schafft nicht nur neue Räume – sie schafft Orte, an denen Menschen zusammenkommen. Die Online-Abstimmung läuft vom 1. bis 27. September 2026. Die Stadt Bamberg freut sich. über zahlreiche Stimmen für den Bamberger Beitrag.
Fotowettbewerb #StädtebauförderungVerbindet
Der bundesweite Fotowettbewerb findet jährlich im Rahmen des Tags der Städtebauförderung statt. Städte und Gemeinden zeigen mit ihren Bildern, wie Städtebauförderung vor Ort wirkt und Menschen miteinander verbindet. Beim anschließenden öffentlichen Online-Voting können Bürgerinnen und Bürger für ihr Lieblingsmotiv abstimmen. 2026 läuft die Abstimmung vom 1. bis 27. September.
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Bundesweite Eröffnung macht Bamberg zum Zentrum der Denkmalpflege
Tag des offenen Denkmals®
Am Sonntag, dem 13. September 2026, wird Bamberg zum Mittelpunkt für den Tag des offenen Denkmals® in Deutschland. Erstmals findet die bundesweite Eröffnungsfeier der größten Kulturveranstaltung Deutschlands in der Welterbestadt statt. Gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) lädt die Stadt Bamberg dazu ein, Denkmale aus neuen Perspektiven kennenzulernen und außergewöhnliche Einblicke in historische Gebäude, laufende Restaurierungen und verborgene Orte zu erhalten, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
„An diesem Tag können auch Bambergerinnen und Bamberger die Schönheit ihrer Stadt neu entdecken“, betont Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier bei einer Pressekonferenz im Historischen Museum zur Vorstellung des Programms.
„Der Tag des offenen Denkmals macht Jahr für Jahr sichtbar, wie viel Engagement, Fachwissen und Leidenschaft hinter dem Erhalt unserer Bau- und Kulturdenkmale stehen. Er beweist eindrucksvoll, dass Denkmalschutz kein Nischenthema ist, sondern Menschen in ganz Deutschland begeistert und zusammenbringt. Die bundesweite Eröffnung in Bamberg unterstreicht die besondere Bedeutung der Welterbestadt für die deutsche Denkmallandschaft und setzt ein starkes Zeichen für die Wertschätzung unseres kulturellen Erbes“, erklärt DSD-Vorstand Dr. Steffen Skudelny.
Der diesjährige Aktionstag am 13. September soll unter dem bundesweiten Motto „NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur“ zeigen, wie eng Denkmalschutz, Stadtentwicklung und gesellschaftlicher Zusammenhalt miteinander verbunden sind. In ganz Deutschland öffnen mehr als 6.000 Denkmale ihre Türen.
„Dass die bundesweite Eröffnung des Tags des offenen Denkmals hier in Bamberg stattfindet, ist eine große Auszeichnung für unsere Stadt. Sie würdigt nicht nur unser einzigartiges UNESCO-Welterbe, sondern vor allem das außergewöhnliche Engagement unzähliger Menschen, die sich tagtäglich für den Erhalt unserer historischen Bausubstanz einsetzen. Am 13. September wird Bamberg zeigen, wie lebendig Denkmalpflege sein kann – als Gemeinschaftsaufgabe und als Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft“, sagt OB Niedermaier.
Service: Alles zum Tag des offenen Denkmals
Alle bundesweit angemeldeten Denkmale und tagesaktuelle Änderungen sind online sowie in der App zum Tag des offenen Denkmals zu finden. Das vollständige Programm mit allen Führungen, Veranstaltungen und Hinweisen zu Anmeldungen und Shuttle-Bussen in Bamberg ist in der Programmbroschüre sowie online unter www.stadt.bamberg.de/tag-des-offenen-denkmals erhältlich. Auch auf www.kultur.bamberg.de sind die Termine und viele Informationen zu finden. Alle Angebote sind kostenfrei. Für einzelne Führungen ist aufgrund begrenzter Teilnehmerzahlen eine vorherige Anmeldung erforderlich.
Markt der Möglichkeiten am Maxplatz
Besucherinnen und Besucher erwartet ein vielfältiges Programm mit stadtweit über 60 geöffneten Denkmalen, Touren und Aktionen. Zentraler Veranstaltungsort ist der Maxplatz, wo um 11 Uhr der Tag offiziell eröffnet wird. Bis 17 Uhr wird Musik und Unterhaltung für die ganze Familie auf der Bühne geboten. Den musikalischen Höhepunkt setzt am Nachmittag der Bamberger Kultrapper Bambägga.
Während des gesamten Tages bietet der interaktive „Markt der Möglichkeiten“ Einblicke in die Denkmalpflege. An zahlreichen Ständen können Besucherinnen und Besucher denkmalspezifische Themen entdecken und selbst aktiv werden. Kreative Mitmachangebote, darunter Steineklopfen mit einem Steinmetz und Vergolden laden Groß und Klein dazu ein, verschiedene Handwerkstechniken kennenzulernen, Baukultur zu erkunden und Denkmale mit neuen Augen zu sehen.
Stadtweit öffnen zahlreiche sonst verschlossene Gebäude ihre Türen und bieten ein exklusives Programm zum Tag des offenen Denkmals. Für den Besuch der Denkmale ist ein kostenfreier Shuttle durch das Stadtgebiet eingerichtet.
Zu den besonderen Höhepunkten zählen die Schaubaustellen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. An fünf Förderprojekten der Stiftung können Besucherinnen und Besucher Denkmalpflege ganz praktisch erleben und den ausführenden Gewerken bei der Restaurierung über die Schulter schauen. Am barocken Wohnhaus am Michelsberg 25 demonstrieren Kirchenmaler die Restaurierung der historischen Figuren Kaiser Heinrichs II. und Kaiserin Kunigundes. Im ehemaligen Domherrenhof in der Oberen Karolinenstraße können Besucher restauratorische Voruntersuchungen an einer erst kürzlich entdeckten Wandmalerei verfolgen. Im Gärtneranwesen in der Siechenstraße wird anschaulich gezeigt, wie historische Bausubstanz behutsam für die Zukunft weiterentwickelt werden kann.
Denkmaleigentümer gewähren besondere Einblicke
Im Rahmen des Pressegesprächs konnte bereits das bekannte „Schwertfegerhäuschen“ in der Karolinenstraße besichtigt werden. Das viergeschossige Wohn- und Geschäftshaus, das im Kern aus dem 12. Jahrhundert stammt, wurde vor wenigen Jahren durch einen Brand stark beschädigt. Denkmaleigentümer und Architekten Anne-Kristin Geller und Philipp Dornbusch führten durch das Gebäude und erklärten die Wiederaufbauarbeiten. Am 13. September wird das Haus auch seine Türen für Besucherinnen und Besucher öffnen.
Zahlreiche öffentliche Denkmale bieten an diesem Tag ebenfalls besondere Programme. So ermöglicht die Neue Residenz ausnahmsweise Einblicke in Bereiche, die sonst derzeit nicht zugänglich sind. Im Alten Rathaus werden großformatige Fotos gezeigt, die dokumentieren, wie der Verkehr früher durch das Brückenrathaus verlief, während im Rathaus am Maxplatz eine Ausstellung die geplante Sanierung darstellt.
Passend zum Jahresmotto rücken zudem historische Infrastruktur und technische Denkmale in den Mittelpunkt. Führungen durch die Schleuse 100 des Ludwig-Donau-Main-Kanals, das ehemalige Elektrizitätswerk oder der Lokschuppen aus dem 19. Jahrhundert machen sichtbar, wie technische Bauwerke über Jahrhunderte das Leben der Menschen geprägt haben.
Denkmalpflege trifft Forschung und Innovation
Einen besonderen Schwerpunkt setzt Bamberg auch auf die Verbindung von Denkmalpflege und Wissenschaft. Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg präsentiert in der ehemaligen Dominikanerkirche aktuelle Forschungsprojekte zu digitalen Restaurierungsmethoden, 3D-Scans, Virtual Reality und Klimaschutz im Denkmalbereich. Besucherinnen und Besucher können erleben, wie moderne Technologien dazu beitragen, jahrhundertealtes Kulturerbe zu bewahren und für kommende Generationen zu dokumentieren.
Auch das Zentrum Welterbe Bamberg greift aktuelle Zukunftsfragen auf. Die Ausstellung „Welterbe und Nachhaltigkeit“ zeigt anhand anschaulicher Beispiele, wie historische Bauweisen und traditionelle Materialien Antworten auf heutige Herausforderungen liefern können. Interaktive Angebote und Mitmachstationen richten sich dabei ausdrücklich auch an Familien und Kinder.
Eine Stadt als lebendiges Denkmal
Ob mittelalterliche Bürgerhäuser, barocke Residenzen, technische Denkmale oder denkmalgeschützte Industriebauten – kaum eine andere Stadt vereint auf so engem Raum eine vergleichbare Vielfalt historischer Zeugnisse wie Bamberg. Der Tag des offenen Denkmals bietet die seltene Gelegenheit, diese Vielfalt nicht nur zu besichtigen, sondern ihre Geschichten unmittelbar zu erleben.
„Unsere Denkmale erzählen nicht nur von der Vergangenheit. Sie sind Orte der Begegnung, der Identität und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Genau das macht Bamberg zu einem idealen Gastgeber für die bundesweite Eröffnung des Tags des offenen Denkmals“, betont Bambergs Kulturreferentin Ulrike Siebenhaar.
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Aktion zum 100. Geburtstag des Volksparks trifft auf große Resonanz
Volkspark-Quiz geht in die Verlängerung
Mit dem Start einer Quiz-Rallye und der Enthüllung von sechs Infostelen wurde am 17. Juli der 100. Geburtstag des Bamberger Volksparks begangen. Die Abgabefrist für die Quizbögen wird jetzt aufgrund der guten Resonanz um drei Wochen bis zum 31. August verlängert, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Rund 80 ausgefüllte Fragebögen sind in den ersten drei Wochen bereits beim städtischen Baureferat eingegangen. Besonders erfreulich ist dabei, dass auch die zusätzlichen Beteiligungsfragen zur Zukunft des Volksparks rege genutzt werden. Damit geben die Nutzer wichtige Hinweise für die Weiterentwicklung und Umgestaltung der historischen Parkanlage. Eine Zwischenauswertung zeigt erste Tendenzen: So nennen viele Teilnehmer sportliche Aktivitäten als Hauptnutzungsart, dementsprechend spielt auch die Modernisierung bestehender Anlagen und Schaffung neuer Sportangebote eine große Rolle. Besonders wichtig ist vielen auch die Sicherung des Baumbestandes als grünes Kernelement des Volksparks.
„Die große Resonanz zeigt, wie wichtig der Volkspark den Bambergerinnen und Bambergern ist. Gerade jetzt besteht die Chance, die weitere Entwicklung ganz konkret mitzugestalten“, betont die Baureferentin Annegret Michler.
Die Quiz-Fragebögen sind weiterhin in den städtischen Rathäusern erhältlich, ebenso am Vereinshaus der Schutzgemeinschaft Alt Bamberg am Schillerplatz und bei den Vereinen im Volkspark. Zusätzlich kann das Quiz online unter www.stadt.bamberg.de/volksparkquiz abgerufen werden.
Zur Abgabe der ausgefüllten Bögen steht im Volkspark am ehemaligen Sanitätshäuschen ein eigener Briefkasten zur Verfügung, sie können aber auch jederzeit in den Briefkästen der Rathäuser eingeworfen werden. Ebenso möglich ist eine Mail an stadtsanierung@stadt.bamberg.de
Erste Ergebnisse und Hinweise aus der Beteiligung wird das Baureferat am Tag des offenen Denkmals im Bürgerlabor vorstellen und mit den Bürgerinnen und Bürgern weiter diskutieren.