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Stadt Bamberg

Debüt-Kon­zert des Michels­berg-Quar­tetts am 13. Juni

Strei­ch­er­klän­ge im Festsaal

Ein neu­es Kam­mer­mu­sik­ensem­ble berei­chert die Bam­ber­ger Musik­sze­ne: Die Musi­ke­rin­nen und Musi­ker Andre­as Zack und Masa­ko Sakai-Her­sen (Vio­li­ne), Mei­ke Bey­er (Vio­la) sowie Nico Nesy­ba (Vio­lon­cel­lo) grün­de­ten im Herbst 2025 ein Streich­quar­tett. Am kom­men­den Sams­tag, dem 13. Juni, wer­den sie ihr Debüt geben und in der Städ­ti­sche Musik­schu­le auf­tre­ten, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Auf­grund ihrer gemein­sa­men Tätig­keit an der Städ­ti­schen Musik­schu­le Bam­berg gaben sie dem Ensem­ble den Namen „Michels­berg-Quar­tett“. Sein Debüt gibt das Quar­tett am Sams­tag, 13. Juni, um 18 Uhr im neu­en Fest­saal der Städ­ti­schen Musik­schu­le Bam­berg. Auf dem Pro­gramm ste­hen zwei Meis­ter­wer­ke der klas­si­schen Streich­quar­tett­li­te­ra­tur: das Streich­quar­tett d‑Moll op. 76 Nr. 2 „Quin­ten­quar­tett“ von Joseph Haydn sowie das Streich­quar­tett c‑Moll op. 18 Nr. 4 von Lud­wig van Beet­ho­ven. Der Ein­tritt zum Kon­zert ist frei, das Ensem­ble freut sich über Spenden.

Das Debüt­kon­zert bie­tet zugleich die Gele­gen­heit, ein Pro­gramm zu erle­ben, das kurz dar­auf auch inter­na­tio­nal erklin­gen wird: Am 19. und 20. Juni ist das Michels­berg-Quar­tett beim Fes­ti­val „Riso­nan­ze“ in Mal­bor­ghet­to, einer befreun­de­ten Stadt Bam­bergs in Nord­ita­li­en, zu Gast. Neben dem Quar­tett und zwei jun­gen Musi­ke­rin­nen der Städ­ti­schen Musik­schu­le wird auch eine Dele­ga­ti­on der Stadt Bam­berg, dar­un­ter Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an Nie­der­mai­er, an der Rei­se teilnehmen.

IHK-Gre­mi­um Bam­berg im Aus­tausch mit Land­rat und Oberbürgermeister

Wirt­schaft und Poli­tik suchen Schul­ter­schluss für Bamberg

Der enge Schul­ter­schluss zwi­schen Wirt­schaft, Poli­tik und Ver­wal­tung steht im Mit­tel­punkt des Unter­neh­mer­früh­stücks des IHK-Gre­mi­ums Bam­berg mit Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er und Land­rat Johan­nes Macie­jon­c­zyk, wie die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth mitteilt.

„Gera­de in Zei­ten von Trans­for­ma­ti­ons­druck und wach­sen­der Unsi­cher­heit ist es ent­schei­dend, dass Wirt­schaft, Ver­wal­tung und Poli­tik gemein­sam Lösun­gen vor Ort ent­wi­ckeln und Hand in Hand zusam­men­ar­bei­ten“, betont Her­bert Grim­mer, Vor­sit­zen­der des IHK-Gre­mi­ums Bam­berg. Ober­bür­ger­meis­ter Nie­der­mai­er kün­digt in die­sem Zusam­men­hang an, dass ein Wirt­schafts­se­nat gegrün­det wer­den soll, um den The­men Wirt­schaft und Digi­ta­li­sie­rung mehr Sicht­bar­keit und Bedeu­tung zu ver­lei­hen. „Wir ent­wi­ckeln einen direk­ten Draht in die Poli­tik und stel­len damit sicher, dass wirt­schaft­li­che The­men zügig behan­delt wer­den“, so Niedermaier.

Auch Land­rat Macie­jon­c­zyk unter­streicht die Bedeu­tung einer star­ken regio­na­len Wirt­schaft: „Am Anfang der Nah­rungs­ket­te steht immer das, was erwirt­schaf­tet wird. Nur wenn unse­re Wirt­schaft stark bleibt, kön­nen wir auch künf­tig Wohl­stand, sozia­le Sta­bi­li­tät und gesell­schaft­li­che Leis­tun­gen sichern.“

Im wei­te­ren Ver­lauf der Ver­an­stal­tung wer­den kon­kre­te The­men aus Han­del, Logis­tik, Tou­ris­mus, Stadt­ent­wick­lung und Denk­mal­pfle­ge ange­spro­chen. Ver­tre­ter aus der regio­na­len Wirt­schaft wer­ben dabei für bes­se­re Rah­men­be­din­gun­gen, mehr Prag­ma­tis­mus in Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren und ein stär­ke­res Bewusst­sein für die Bedeu­tung, aber auch die Sor­gen regio­na­ler Unternehmen.


Her­bert Grim­mer: Bil­dung als ele­men­ta­rer Schlüsselfaktor

Ein wei­te­rer Schwer­punkt ist die Bedeu­tung von Bil­dung und beruf­li­cher Qua­li­fi­ka­ti­on. Das IHK-Gre­mi­um spricht sich für eine stär­ke­re Ver­net­zung von Unter­neh­men, Schu­len, Hoch­schu­len und For­schungs­ein­rich­tun­gen aus, um jun­gen Men­schen Per­spek­ti­ven auf­zu­zei­gen und das Ver­ständ­nis für Selbst­stän­dig­keit und Mit­tel­stand zu stärken.

„Bil­dung ist die Ren­di­te der Zukunft. Das kön­nen wir direkt hier in Bam­berg gestal­ten gemein­sam mit Schu­len, Hoch­schu­len und Unter­neh­men“, so der IHK-Gremiumsvorsitzende.

“Kom­pass” für die kom­men­den Jah­re überreicht

Zum Abschluss über­reicht Grim­mer im Namen des IHK-Gre­mi­ums den Gäs­ten einen Aus­zug aus Arti­kel 153 der Baye­ri­schen Ver­fas­sung als sym­bo­li­schen “Kom­pass“ für die kom­men­den Jah­re. Dort ist klar als Ver­fas­sungs­auf­trag for­mu­liert, die selb­stän­di­gen Klein- und Mit­tel­stands­be­trie­be zu för­dern und gegen “Über­las­tung und Auf­sau­gung“ zu schüt­zen, aber auch den Auf­stieg „aus nicht­selb­stän­di­ger Arbeit zu selb­stän­di­gen Exis­ten­zen zu för­dern“. Grim­mer lei­tet dar­aus ab, dass Wirt­schaft, Ver­wal­tung und Poli­tik mit­ein­an­der Lösun­gen suchen, um Hin­der­nis­se abzu­bau­en. „Wir freu­en uns auf eine inten­si­ve und ver­trau­ens­vol­le Zusam­men­ar­beit,” so Grimmer.

Belieb­ter Brauch am Rat­haus wird wie­der aufgenommen

Fron­leich­nam in Bam­berg: Tra­di­tio­nen sicht­bar erleben

Zur dies­jäh­ri­gen Fron­leich­nams­pro­zes­si­on in Bam­berg prä­gen wie­der zahl­rei­che tra­di­tio­nel­le Ele­men­te das Bild der Innen­stadt. So wird auch in die­sem Jahr der Altar vor dem Rat­haus am Max­platz auf­ge­baut und zen­tra­ler Bestand­teil der Pro­zes­si­on sein, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Neu belebt wird dage­gen ein Brauch, den vie­le Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­ger noch aus frü­he­ren Jah­ren ken­nen: Sie­ben Fens­ter des Rat­hau­ses wer­den wie­der mit gelb-wei­ßen Kir­chen­fähn­chen geschmückt und zei­gen so, dass das Bam­ber­ger Rat­haus am Max­platz in ein kirch­li­ches Fest ein­ge­bun­den ist.

Auch der Bal­kon des Alten Rat­hau­ses wird mit zwei Kir­chen­fah­nen fest­lich beflaggt sein.

Ein beson­de­res Zei­chen der Ver­bun­den­heit mit der Pro­zes­si­on und Tra­di­ti­on setzt außer­dem der neu­ge­wähl­te Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er. Der gelern­te Gärt­ner­meis­ter wird nicht gemein­sam mit den Wür­den­trä­gern an der Spit­ze der Pro­zes­si­on gehen, son­dern – wie bereits seit vie­len Jah­ren – das his­to­risch wert­vol­le „Hei­li­gen­bild der Bam­ber­ger Gärt­ner“, das Mas­ter­bild, tra­gen. Damit knüpft er bewusst an die lan­ge Tra­di­ti­on der Bam­ber­ger Gärt­ner­fa­mi­li­en an und unter­streicht die enge Ver­bin­dung zwi­schen Stadt, Brauch­tum und Gärtnerkultur.

Natur­schutz­be­hör­den bit­ten Bür­ger­schaft um Mit­hil­fe bei der Erfas­sung von Hirsch­kä­fer, Ere­mit und Gro­ßem Eichenbock

Gesucht: Sel­te­ne Groß­kä­fer im Bam­ber­ger Stadtgebiet

Der Gro­ße Eichen­bock, der Ere­mit und der Hirsch­kä­fer zäh­len zu den sel­tens­ten und am stärks­ten gefähr­de­ten Käfer­ar­ten Euro­pas. Alle drei Arten ste­hen unter stren­gem Schutz. Gleich­zei­tig gilt das Bam­ber­ger Stadt­ge­biet als eines ihrer bedeu­tends­ten Vor­kom­mens­ge­bie­te. Des­halb wer­den in die­sem Som­mer die aktu­el­len Bestän­de der sel­te­nen Groß­kä­fer in Bam­berg, ins­be­son­de­re im Bam­ber­ger Hain, erfasst, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Um die wis­sen­schaft­li­chen Erhe­bun­gen zu ergän­zen, bit­ten die Natur­schutz­be­hör­den der Regie­rung von Ober­fran­ken und der Stadt Bam­berg die Bevöl­ke­rung um Unter­stüt­zung. Wer bis Ende August 2026 einen Gro­ßen Eichen­bock, Ere­mi­ten oder Hirsch­kä­fer ent­deckt, kann sei­ne Beob­ach­tung mit Stand­ort­an­ga­be und mög­lichst aus­sa­ge­kräf­ti­gem Foto per E‑Mail an naturschutz@stadt.bamberg.de mel­den. Ein Foto­be­leg ist wich­tig, damit die Arten zuver­läs­sig bestimmt wer­den können.

„Alte Bäu­me sind wah­re Schatz­kam­mern der Arten­viel­falt. Dass mit Hirsch­kä­fer, Ere­mit und Gro­ßem Eichen­bock gleich drei euro­pa­weit geschütz­te Käfer­ar­ten in Bam­berg vor­kom­men, zeigt, wie wert­voll unse­re grü­nen Lebens­räu­me sind“, sagt Bür­ger­meis­ter und Umwelt­re­fe­rent Jonas Glüsen­kamp. „Mit jeder gemel­de­ten Sich­tung hel­fen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger dabei, mehr über die Bestän­de die­ser fas­zi­nie­ren­den Tie­re zu erfah­ren und ihren Lebens­raum bes­ser zu schüt­zen. Ich lade des­halb alle ein, in die­sem Som­mer mit offe­nen Augen durch den Hain und unse­re Parks zu gehen – viel­leicht gelingt dem ein oder der ande­ren ja sogar die Ent­de­ckung eines Ere­mi­ten. Das wäre ein ech­ter Glücks­fall für den Artenschutz.“


Wo die Käfer zu fin­den sind

Die Käfer hal­ten sich meist an oder in der Nähe alter Bäu­me auf, ins­be­son­de­re an Eichen. Im Bam­ber­ger Hain wur­den bis­lang die meis­ten Nach­wei­se im Bereich der Bug­er Spit­ze sowie rund um den Musik­pa­vil­lon erbracht. Dort ste­hen zahl­rei­che alte Eichen, die den sel­te­nen Arten idea­le Lebens­be­din­gun­gen bieten.


So las­sen sich die Arten unterscheiden

Der Hirsch­kä­fer ist vor allem durch die gro­ßen, geweih­ar­ti­gen Ober­kie­fer der Männ­chen bekannt. Die Weib­chen besit­zen die­se nicht und wir­ken deut­lich kompakter.

Beim Gro­ßen Eichen­bock sind die Geschlech­ter eben­falls gut zu unter­schei­den: Die Anten­nen der Männ­chen sind län­ger als ihr Kör­per, wäh­rend die Anten­nen der Weib­chen deut­lich kür­zer ausfallen.

Beson­ders sel­ten ist der Ere­mit. Der Käfer lebt ver­bor­gen in mulm­ge­füll­ten Baum­höh­len (Mulm: feuch­tes, zer­setz­tes Holz) und ver­lässt die­se nur sel­ten. Anders als der Gro­ße Eichen­bock besie­delt er nicht nur Eichen, son­dern auch ande­re alte Bäu­me wie Lin­den oder Obst­bäu­me. Die Männ­chen ver­strö­men einen cha­rak­te­ris­ti­schen apri­ko­sen­ähn­li­chen Duft, um Weib­chen anzu­lo­cken. Wer einen Ere­mi­ten ent­deckt, kann sich daher beson­ders glück­lich schätzen.

Alle drei Käfer­ar­ten ste­hen unter stren­gem Schutz. Die Tie­re dür­fen weder gefan­gen noch mit­ge­nom­men wer­den. Für die Kar­tie­rung wer­den aus­schließ­lich Beob­ach­tun­gen mit Foto und Stand­ort­an­ga­be benötigt.

Kar­tie­rung lie­fert Grund­la­ge für künf­ti­ge Schutzmaßnahmen

Mit der Kar­tie­rung der sel­te­nen Groß­kä­fer wur­de ein bio­lo­gi­sches Fach­in­sti­tut beauf­tragt. Die Mel­dun­gen aus der Bevöl­ke­rung ergän­zen die­se Unter­su­chun­gen und flie­ßen in die Aus­wer­tung ein. So tra­gen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger unmit­tel­bar dazu bei, ein mög­lichst voll­stän­di­ges Bild zu erhalten.

Die Kar­tie­rung wird aus Mit­teln des Frei­staats Bay­ern und der Euro­päi­schen Uni­on finan­ziert. Die Ergeb­nis­se bil­den die Grund­la­ge für geziel­te Schutz- und Ent­wick­lungs­maß­nah­men, um die Lebens­räu­me der sel­te­nen Käfer­ar­ten lang­fris­tig zu erhal­ten und zu verbessern.

Fach­leu­te aus ganz Euro­pa dis­ku­tier­ten in Bam­berg über den Schutz des UNESCO-Welt­erbes vor den Klimafolgen

Bam­berg als inter­na­tio­na­ler Vor­rei­ter im kli­ma­re­si­li­en­ten Welterbe-Management

Das Zen­trum Welt­erbe Bam­berg blickt auf eine erfolg­rei­che und inten­si­ve Woche zurück. Im April war Bam­berg Gast­ge­ber des ers­ten „Urban Living Labs” der EU-geför­der­ten COST-Action Go2CHANGE – und damit Schau­platz eines inter­na­tio­na­len Fach­aus­tau­sches zum The­ma Kli­ma­schutz, Kli­ma­an­pas­sung und Resi­li­enz in UNESCO-Welt­erbe­stät­ten, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Über 30 inter­na­tio­na­le Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler sowie Fach­leu­te – dar­un­ter Exper­ten von ICOMOS Inter­na­tio­nal, His­to­ric Eng­land, der Poly­tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Tori­no, der Tech­nisch-Natur­wis­sen­schaft­li­chen Uni­ver­si­tät Nor­we­gens, der Uni­ver­si­tät Lei­ces­ter – kamen in Bam­berg zusam­men, um gemein­sam mit loka­len Akteu­ren kon­kre­te Stra­te­gien für Kli­ma­schutz, Kli­ma­an­pas­sung und Resi­li­enz im Welt­erbe zu erar­bei­ten. Die Rele­vanz des The­mas unter­streicht auch der UNESCO-Akti­ons­plan für das Welt­erbe in Euro­pa und Nord­ame­ri­ka, der Resi­li­en­z­den­ken, Kata­stro­phen­ri­si­ko­ma­nage­ment sowie Kli­ma­schutz und Kli­ma­an­pas­sung als stra­te­gi­sche Zie­le für ein zukunfts­fä­hi­ges Welt­erbe-Manage­ment defi­niert. Mit der Aus­rich­tung der Trai­ning School über­nimmt Bam­berg eine Vor­rei­ter­rol­le und bringt sich aktiv in die inter­na­tio­na­le Dis­kus­si­on zur Zukunfts­fä­hig­keit von Welt­erbe­stät­ten ein.


Welt­erbe schüt­zen – und selbst zum Kli­ma­schutz beitragen

Im Mit­tel­punkt der Trai­ning School stand eine dop­pel­te Fra­ge­stel­lung: Wie lässt sich das UNESCO-Welt­erbe wirk­sam vor den Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels schüt­zen (wie zum Bei­spiel vor extre­mer Hit­ze, Stark­nie­der­schlä­ge, erhöh­te Ver­duns­tung oder lang­hal­ten­den sta­gnie­ren­den Wet­ter­la­gen) und wel­chen eige­nen Bei­trag kann das Welt­erbe selbst zum Kli­ma­schutz leisten?

Das Pro­gramm der ein­wö­chi­gen Trai­ning School ver­band wis­sen­schaft­li­chen Aus­tausch mit pra­xis­na­her Anwen­dung. Fach­vor­trä­ge und Dis­kus­sio­nen wid­me­ten sich zen­tra­len The­men wie Kli­ma­ri­si­ken und Welt­erbe-vul­nerabi­li­tä­ten, natur­ba­sier­ten Lösun­gen, der ener­ge­ti­schen Sanie­rung his­to­ri­scher Gebäu­de sowie Fra­gen zu Gover­nan­ce, Betei­li­gung und Kli­ma­ge­rech­tig­keit. In täg­li­chen Nach­mit­tags­ses­si­ons des „Urban Lab Bam­berg” über­tru­gen inter­dis­zi­pli­nä­re Arbeits­grup­pen das erar­bei­te­te Wis­sen direkt auf die Situa­ti­on in Bam­berg, im Dia­log mit loka­len Akteu­ren aus Stadt­ver­wal­tung, Bam­ber­ger Kli­ma­bei­rat, Uni­ver­si­tät Bam­berg und Erz­bis­tum. Im Fokus stan­den dabei die Berg‑, Insel- und Gärt­ner­stadt mit ihren spe­zi­fi­schen Her­aus­for­de­run­gen und Poten­zia­len im Umgang mit dem Kli­ma­wan­del. Auch Exkur­sio­nen und Orts­be­ge­hun­gen bil­de­ten einen wich­ti­gen Bestand­teil der Trai­ning School. Den Abschluss bil­de­ten öffent­li­che Prä­sen­ta­tio­nen der Grup­pen­er­geb­nis­se und eine Zer­ti­fi­kats­ver­lei­hung im Zen­trum Welt­erbe Bamberg.


Inter­na­tio­na­le Aner­ken­nung und loka­le Wirkung

Die Bedeu­tung der Ver­an­stal­tung spie­gelt sich auch in der hoch­ran­gi­gen Betei­li­gung wider: Frie­de­ri­ke Han­sell, Focal Point für Welt­erbe im Aus­wär­ti­gen Amt, unter­strich mit ihrer Teil­nah­me den natio­na­len Stel­len­wert des Pro­jekts und Bam­bergs Rol­le als Modell­stand­ort für kli­ma­re­si­li­enz-ori­en­tier­tes Welt­erbe-Manage­ment in Deutschland.

Die Erkennt­nis­se der Trai­ning School sol­len lang­fris­tig in die Fort­schrei­bung des Welt­erbe-Manage­ment­plans für die „Alt­stadt von Bam­berg“ ein­flie­ßen. Ziel ist es, loka­le Kli­ma­ri­si­ken sys­te­ma­tisch zu ana­ly­sie­ren, kon­kre­te Maß­nah­men zu ent­wi­ckeln und die Zusam­men­ar­beit zwi­schen Ver­wal­tung, Wis­sen­schaft, Fach­be­hör­den und Zivil­ge­sell­schaft wei­ter zu stärken.


Wei­te­re Termine

Das Pro­jekt geht wei­ter: Ein inter­na­tio­na­ler Exper­ten­work­shop fin­det vom 30. Juni bis 1. Juli 2026 in Bam­berg statt. Die Gesamt­ergeb­nis­se wer­den im Rah­men einer Abschluss- und Dis­se­mi­na­ti­ons­ver­an­stal­tung am 16. Okto­ber 2026 vorgestellt.

Bam­berg Ser­vice setzt auf moder­ne Tech­no­lo­gie für eine kli­ma­fit­te und res­sour­cen­scho­nen­de Bewässerung

Smar­te Sen­so­ren für star­ke Bäume

Hit­ze und lan­ge Tro­cken­pe­ri­oden machen den Bäu­men im Bam­ber­ger Stadt­ge­biet zuneh­mend zu schaf­fen. Um ins­be­son­de­re jun­ge Stadt­bäu­me fit für den Som­mer zu machen, setzt die Abtei­lung Grün­an­la­gen und Fried­hö­fe bei Bam­berg Ser­vice künf­tig auf digi­ta­le Unter­stüt­zung, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. Mit moderns­ter Sen­sor­tech­nik wird das Gie­ßen jetzt „smart“.

Ins­ge­samt 35 Boden­feuch­te­sen­so­ren wur­den an aus­ge­wähl­ten Stand­or­ten im gesam­ten Stadt­ge­biet instal­liert. Sie mes­sen die Boden­feuch­tig­keit nicht nur an der Ober­flä­che, son­dern in drei ver­schie­de­nen Tie­fen pro Stand­ort. Zusätz­lich erfas­sen sie die Boden­tem­pe­ra­tur. Ergänzt wird das Sys­tem durch sechs soge­nann­te Den­d­ro­me­ter – hoch­prä­zi­se Mess­ge­rä­te, die das Wachs­tum sowie mini­ma­le Deh­nungs­ver­hal­ten der Baum­stäm­me minu­ten­ge­nau aufzeichnen.

Die Boden­feuch­te zählt zu den wich­tigs­ten Fak­to­ren für gesun­des Pflan­zen­wachs­tum. Anhal­ten­de Tro­cken­heit bedeu­tet für Stadt­bäu­me erheb­li­chen Stress, schwächt ihre Vita­li­tät und macht sie anfäl­li­ger für Krank­hei­ten und Schädlinge.

Mit den neu­en Mess­da­ten kön­nen die Stadt­gärt­ner künf­tig noch geziel­ter pla­nen, wel­cher Baum wann und wie viel Was­ser benö­tigt. Ziel ist eine bedarfs­ge­rech­te und res­sour­cen­scho­nen­de Bewäs­se­rung, von der ins­be­son­de­re jun­ge Bäu­me pro­fi­tie­ren. Was­ser als wert­vol­le Res­sour­ce soll dadurch effi­zi­ent und nach­hal­tig ein­ge­setzt werden.

In Kom­bi­na­ti­on mit einer vor­aus­schau­en­den Aus­wahl viel­fäl­ti­ger und kli­ma­ro­bus­ter Baum­ar­ten sowie einer opti­ma­len Pfle­ge trägt die neue Tech­nik dazu bei, den Anwachs­er­folg der Stadt­bäu­me lang­fris­tig zu sichern. So bleibt Bam­berg auch künf­tig von vita­len, gesun­den und ver­kehrs­si­che­ren Bäu­men geprägt.

Ermög­licht wur­de das Pro­jekt durch die Unter­stüt­zung des Bam­ber­ger Smart-City-Pro­jekts BaK­IM (Baum­KI­Mensch). Das Vor­ha­ben zeigt bei­spiel­haft, wie moder­ne Tech­no­lo­gie kon­kret zum Umwelt- und Kli­ma­schutz bei­trägt und gleich­zei­tig den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern direkt zugutekommt.

Drit­te gro­ße Blüh­of­fen­si­ve gestartet

Bam­berg Ser­vice star­tet drit­te Blüh­of­fen­si­ve mit rund 40.000 Sommerblumen

Bam­berg wird wie­der bunt: Bam­berg Ser­vice hat die drit­te gro­ße Blüh­of­fen­si­ve des Jah­res gestar­tet und sorgt mit rund 40.000 Som­mer­blu­men für ein far­ben­präch­ti­ges Stadt­bild, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

In den Gewächs­häu­sern der Bam­ber­ger Stadt­gärt­ne­rei war­te­ten die Pflan­zen bereits dar­auf, von den Stadt­gärt­ne­rin­nen und Stadt­gärt­nern in die zahl­rei­chen Blu­men­bee­te der Stadt gesetzt zu werden.

Beson­de­res Augen­merk liegt dabei erneut auf bie­nen­freund­li­chen Pflan­zen. Tau­sen­de Sal­bei, Vanil­le­blu­men, Duft­stein­rich, Zin­ni­en, Kat­zen­min­ze, Zwei­zahn, Husa­ren­köpf­chen und Eisen­kraut ver­wan­deln die Bee­te nicht nur in ein opti­sches High­light, son­dern bie­ten auch wich­ti­gen Lebens­raum und Nah­rung für Bie­nen und ande­re Insekten.

Seit ver­gan­ge­ner Woche wer­den unter ande­rem der Bota­ni­sche Gar­ten im Hain, der Schön­leins­platz, der Gar­ten­städ­ter Markt sowie vie­le wei­te­re Wech­sel­flor­bee­te im Stadt­ge­biet neu bepflanzt. Bam­berg Ser­vice trägt damit dazu bei, dass der Som­mer in Bam­berg sicht­bar Ein­zug hält – mit leuch­ten­den Far­ben, blü­hen­der Viel­falt und einem attrak­ti­ven Stadt­bild für Bür­ge­rin­nen, Bür­ger und Gäste.

Ist Ver­bot einer kom­mu­na­len Über­nach­tungs­steu­er verfassungsgemäß?

Stadt Bam­berg betei­ligt sich an Verfassungsbeschwerde

Die Stadt Bam­berg betei­ligt sich an einer Kom­mu­nal­ver­fas­sungs­be­schwer­de der Lan­des­haupt­stadt Mün­chen beim Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt. Ziel ist eine grund­sätz­li­che und abschlie­ßen­de Klä­rung, ob der Frei­staat Bay­ern Kom­mu­nen die Erhe­bung einer Über­nach­tungs­steu­er recht­lich unter­sa­gen darf, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

„Es geht aus­drück­lich nicht dar­um, dass die Stadt Bam­berg jetzt die Ein­füh­rung einer Über­nach­tungs­steu­er vor­an­trei­ben möch­te“, erklärt Finanz­re­fe­rent Bert­ram Felix. „Zunächst muss geklärt wer­den, ob der Frei­staat mit sei­nem Ein­griff in die kom­mu­na­len Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten über­haupt im Ein­klang mit der im Grund­ge­setz garan­tier­ten kom­mu­na­len Selbst­ver­wal­tung han­delt.“ Dafür hat Felix auch die Rücken­de­ckung des Finanz­se­nats, der die Betei­li­gung an der Beschwer­de vor eini­gen Wochen beschlos­sen hat.

Hin­ter­grund ist eine Ent­schei­dung des Baye­ri­schen Ver­fas­sungs­ge­richts­hofs vom 14. Novem­ber 2025. Die­ser hat­te eine Kla­ge gegen ein vom Frei­staat Bay­ern ein­ge­führ­tes Ver­bot einer kom­mu­na­len Über­nach­tungs­steu­er zurück­ge­wie­sen. Der Frei­staat hat­te die­ses Ver­bot zuvor im Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­setz ver­an­kert und damit den Kom­mu­nen die Mög­lich­keit genom­men, selbst über die Ein­füh­rung einer sol­chen Abga­be zu entscheiden.

Für die Stadt Bam­berg steht daher zunächst die grund­sätz­li­che Fra­ge im Mit­tel­punkt, ob ein sol­cher Ein­griff in die kom­mu­na­le Finanz- und Selbst­ver­wal­tungs­ho­heit zuläs­sig ist. Erst wenn hier­zu Rechts­si­cher­heit besteht, kann über die Fra­ge dis­ku­tiert wer­den, ob und in wel­cher Form die Stadt von einem sol­chen Instru­ment Gebrauch machen sollte.

„Es geht um eine grund­le­gen­de ver­fas­sungs­recht­li­che Fra­ge: Wie weit reicht die kom­mu­na­le Selbst­ver­wal­tung – und wo darf der Frei­staat Gren­zen set­zen? Die­se Fra­ge soll­te abschlie­ßend geklärt wer­den“, meint Bert­ram Felix.


Drei Städ­te zie­hen an einem Strang

Mit der gemein­sa­men Beschwer­de ver­fol­gen die betei­lig­ten Städ­te – neben Mün­chen und Bam­berg auch Günz­burg – das Ziel, ihre Inter­es­sen gebün­delt vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt zu ver­tre­ten. Die vor­aus­sicht­li­chen Gesamt­kos­ten des Ver­fah­rens lie­gen zwi­schen 52.000 und 65.000 Euro und wer­den unter den betei­lig­ten Kom­mu­nen ent­spre­chend ihrer Ein­woh­ner­zahl auf­ge­teilt. Für die Stadt Bam­berg ent­ste­hen dabei nach aktu­el­ler Schät­zung Kos­ten in Höhe von rund 3.000 Euro.

Keg­le­rin­nen des SKC Vic­to­ria Bam­berg tra­gen sich ins Gol­de­ne Buch ein

Bam­berg wür­digt Tri­umph in der Cham­pi­ons League

Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er hat mit den Keg­le­rin­nen des SKC Vic­to­ria Bam­berg eine der erfolg­reichs­ten Sport­mann­schaft der Stadt im Roko­ko­saal emp­fan­gen. Anläss­lich ihres Sie­ges in der Cham­pi­ons League am 29. März 2026 durf­ten sich die erfolg­rei­chen Sport­le­rin­nen in das Gol­de­ne Buch der Stadt Bam­berg ein­tra­gen, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. Seit der letz­ten Wür­di­gung im Jahr 2018 haben die SKC-Damen vier­mal die Cham­pi­ons League gewon­nen und sich zudem sechs wei­te­re Deut­sche Meis­ter­ti­tel gesichert.

OB Nie­der­mai­er zeig­te sich von den Erfol­gen der Bam­ber­ger Frau­en­mann­schaft beein­druckt: „Durch die­se außer­ge­wöhn­li­che sport­li­che Leis­tung wird die Stadt Bam­berg inter­na­tio­nal reprä­sen­tiert.“ Neben den vie­len Tri­um­phen – mehr­fach wur­de auch der Welt­po­kal gewon­nen – lob­te der Ober­bür­ger­meis­ter auch die Jugend­ar­beit des Ver­eins, wel­che auch in der Zukunft Bestand haben soll. Feri­en­kur­se und Ganz­ta­ges­an­ge­bo­te an Schu­len wer­den aus­ge­ar­bei­tet, und auch ein För­der­ver­ein wird der­zeit gegrün­det, um finan­zi­el­le Unter­stüt­zung, die För­de­rung jun­ger Talen­te und die Auf­recht­erhal­tung des Spit­zen­sport- und Brei­ten­sport­ke­gelns zu sichern. Sebas­ti­an Nie­der­mai­er bot bei die­sen Pro­jek­ten auch sei­ne Unter­stüt­zung an.

In der Frau­en­mann­schaft des SKC Vic­to­ria Bam­berg kegeln Sport­le­rin­nen aus Hei­del­berg, Müns­ter und Bam­berg. Alle Betei­lig­ten brin­gen Lie­be, Lei­den­schaft, Fit­ness und Tech­nik mit. „Wir möch­ten inter­na­tio­nal genau­so wei­ter­ma­chen, naht­los mit Erfol­gen anschlie­ßen und bedan­ken uns für die Wert­schät­zung und Aner­ken­nung der Stadt Bam­berg sowie den Ein­trag in das Gol­de­ne Buch“, beton­te SKC-Trai­ne­rin Danie­la Kicker.

Im Anschluss an die Ehrung nahm sich der Ober­bür­ger­meis­ter Zeit für den Aus­tausch. Er erfuhr, dass immer wie­der Her­aus­for­de­run­gen durch neue Mate­ria­li­en im Sport ent­ste­hen und dass sich das Bild des Kegel­sports gewan­delt hat. Um Sport­ke­geln und das Ver­eins­le­ben für die Zukunft zu sichern, müs­se deut­lich mehr Öffent­lich­keits­ar­beit geleis­tet wer­den. Am Ende ver­ab­schie­de­ten sich die flei­ßi­gen Titel­samm­le­rin­nen mit dem Schlacht­ruf „Gut Holz, Gut Holz, Gut Holz“.

Für Fina­le des Wett­be­werbs der Inter­na­tio­nal Dou­ble Reed Socie­ty (IDRS) qualifiziert

Jun­ge Bam­ber­ger Fagot­tis­tin lässt inter­na­tio­nal aufhorchen

Ein außer­ge­wöhn­li­cher Erfolg für den musi­ka­li­schen Nach­wuchs aus Bam­berg: Chia­ra Mar­tens, ehe­ma­li­ge Schü­le­rin der Musik­schu­le Bam­berg, hat sich für das Fina­le des renom­mier­ten Wett­be­werbs der Inter­na­tio­nal Dou­ble Reed Socie­ty (IDRS) im Fach Fagott qua­li­fi­ziert, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Damit zählt die 19-jäh­ri­ge Bam­ber­ge­rin zu den fünf bes­ten Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mern welt­weit, die Anfang Juli in den USA im Fina­le gegen­ein­an­der antre­ten wer­den. Die IDRS gehört zu den bedeu­tends­ten inter­na­tio­na­len Platt­for­men für Musi­ke­rin­nen und Musi­ker der Dop­pel­rohr­blatt-Instru­men­te und genießt welt­weit hohes Ansehen.

Beson­ders bemer­kens­wert: Chia­ra Mar­tens ist nicht nur die ein­zi­ge deut­sche Kan­di­da­tin im dies­jäh­ri­gen Fina­le, son­dern auch mit gro­ßem Abstand die jüngs­te Teil­neh­me­rin. Wäh­rend die übri­gen Fina­lis­ten aus ver­schie­de­nen Län­dern bereits als Solo-Fagot­tis­ten renom­mier­ter Orches­ter tätig und zwi­schen 24 und 31 Jah­re alt sind, steht die 19-Jäh­ri­ge noch am Anfang ihrer Laufbahn.

Die Musik­schu­le Bam­berg freut sich über den inter­na­tio­na­len Erfolg ihrer ehe­ma­li­gen Schü­le­rin, die in Bam­berg die ers­ten Schrit­te gemacht hat und dann in Lübeck wei­ter aus­ge­bil­det wur­de. „Wir drü­cken Chia­ra Mar­tens für das Fina­le Anfang Juli in den USA fest die Dau­men“, erklärt Musik­schul­lei­ter Mar­tin Erzfeld.

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