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Stadt Bamberg - Page 2

Stadt­ju­gend­ring Bam­berg ver­öf­fent­licht die Neu­auf­la­ge des Bam­ber­ger Kinderstadtplans

Neu­er Kin­der­stadt­plan lädt zum Ent­de­cken Bam­bergs ein

„Schau mal, die­sen Klet­ter­baum habe ich in den Stadt­plan gebracht!“, ruft Anna ihren Klas­sen­ka­me­ra­din­nen und ‑kame­ra­den zu, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. In der letz­ten Schul­wo­che gab es für die Kin­der an den Bam­ber­ger Grund­schu­len eine beson­de­re Über­ra­schung: Maxi Man­lig, päd­ago­gi­scher Mit­ar­bei­ter des Stadt­ju­gend­rings Bam­berg, mach­te sich gemein­sam mit Bür­ger­meis­ter Glüsen­kamp und dem Spiel­mo­bil auf den Weg, um die druck­fri­schen Kin­der­stadt­plä­ne direkt an die Kin­der zu verteilen.
Kin­der­stadt­plan neu gedacht

Bereits zu Beginn des Schul­jah­res war Man­lig mit sei­nem Team an ver­schie­de­nen Bam­ber­ger Grund­schu­len unter­wegs, um gemein­sam mit den Kin­dern beson­de­re Orte in ihrer Stadt zu sam­meln. „Die Kin­der sind schließ­lich die Exper­tin­nen und Exper­ten für ihre eige­ne Lebens­welt. Ihre Hin­wei­se fin­den sich des­halb ganz bewusst als eige­ne Kate­go­rie im Stadt­plan wie­der“, erklärt Manlig.

Doch der neue Kin­der­stadt­plan bie­tet noch deut­lich mehr: Neben den Emp­feh­lun­gen der Kin­der fin­den Fami­li­en dar­in unter ande­rem Frei­zeit­an­ge­bo­te, öffent­li­che Toi­let­ten, küh­le Orte, Muse­en sowie zahl­rei­che wei­te­re Anlauf­stel­len und Ent­de­ckungs­mög­lich­kei­ten in Bamberg.

Beim Stadt­ju­gend­ring ist die Freu­de groß, dass das ambi­tio­nier­te Ziel erreicht wur­de, die Neu­auf­la­ge noch inner­halb des Schul­jah­res fer­tig­zu­stel­len. Die Vor­sit­zen­de Michae­la Rüg­hei­mer hebt dabei beson­ders die Arbeit des Teams her­vor: „Ohne den gro­ßen Ein­satz unse­rer Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter wäre die­se Mam­mut­auf­ga­be nicht zu stem­men gewe­sen. Wir sind stolz dar­auf, was hier ent­stan­den ist.“


Enge und erfolg­rei­che Zusammenarbeit

Nach­dem die letz­ten Exem­pla­re des bis­he­ri­gen Kin­der­stadt­plans aus dem Jahr 2015 ver­grif­fen waren, ent­schied sich der Stadt­ju­gend­ring für eine voll­stän­di­ge Neu­auf­la­ge. Im Aus­tausch mit Bür­ger­meis­ter und Sozi­al­re­fe­rent Jonas Glüsen­kamp ent­stand schließ­lich die Idee, den Stadt­plan in eige­ner Regie umzu­set­zen und nicht an exter­ne Dienst­leis­ter zu ver­ge­ben. In enger Zusam­men­ar­beit mit dem Künst­ler Gui­do Apel, der den Kin­der­stadt­plan lie­be­voll gestal­tet hat, ist nun eine neu gedach­te Ver­si­on ent­stan­den. Finan­zi­ell unter­stützt wur­de das Pro­jekt durch das Kli­ma- und Umwelt­amt, die Tou­rist Infor­ma­ti­on und das Welterbe-Besucherzentrum.

„Ein gro­ßer Dank gilt natür­lich auch allen Part­ne­rin­nen und Part­nern, die uns bei die­sem Vor­ha­ben beglei­tet haben“, ergänzt Rüg­hei­mer. „Beson­ders Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp und sei­ne Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter sowie das Jugend­amt, das Stadt­pla­nungs­amt und Smart City haben ent­schei­dend dazu bei­getra­gen, den Stadt­plan in die­ser Form mög­lich zu machen.“

Glüsen­kamp war auch bei der Ver­tei­lung der neu­en Plä­ne an der Hain­schu­le dabei. Für ihn zeigt das Ergeb­nis auch das gro­ße gemein­sa­me Enga­ge­ment in dem Pro­jekt: „Hier steckt eine gan­ze Men­ge Arbeit und Exper­ti­se drin – von den Kin­dern, aber auch vom Stadt­ju­gend­ring. Neben dem klas­si­schen Stadt­plan kön­nen sich Kin­der von den Ange­bo­ten der Kin­der- und Jugend­ar­beit inspi­rie­ren las­sen und ent­de­cken, was Bam­berg alles zu bie­ten hat. Ein gelun­ge­nes Gesamtkunstwerk.“

Der Kin­der­stadt­plan ist kos­ten­los beim Stadt­ju­gend­ring Bam­berg und wei­te­ren zen­tra­len Stel­len erhält­lich. Außer­dem steht er online unter www.stadtjugendring-bamberg.de zur Ver­fü­gung und ist digi­tal in der Bamberg.App zu fin­den. Dort gibt es zusätz­lich Beschrei­bun­gen und Ergän­zun­gen der betei­lig­ten Kin­der. So kön­nen Fami­li­en nicht nur sehen, wel­che Orte emp­foh­len wer­den, son­dern auch erfah­ren, war­um die­se aus Sicht der Kin­der beson­ders sind.

Neue Funk­ti­on zeigt alles Wis­sens­wer­te auf einer Karte

Pünkt­lich zur Sand­ker­wa: Alle wich­ti­gen Infos in der Bamberg-App

Smart City Bam­berg ent­wi­ckelt die Bam­berg-App ste­tig wei­ter. Eine neue Funk­ti­on erscheint genau zum rich­ti­gen Zeit­punkt: In Anleh­nung an die Stadt-App aus Soest, in der es das „Kir­mes­mo­dul“ mit wich­ti­gen Infos zur Aller­hei­li­gen­kir­mes gibt, wur­de in die Bam­berg-App nun auch ein Event-Modul mit rele­van­ten Inhal­ten zur Sand­ker­wa inte­griert, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Neben öffent­li­chen Toi­let­ten sind zum Bei­spiel Fahr­ge­schäf­te und die Ver­kaufs­stel­len für die Fest­ab­zei­chen auf einer über­sicht­li­chen Kar­te ein­ge­zeich­net. Schnell und unkom­pli­ziert abruf­bar sind nun zudem auch die ver­schie­de­nen Pro­gramm­punk­te. Von der Eröff­nung im Fest­zelt über das Auf­stel­len des Kirch­weih­baums bis zum Fischer­ste­chen sind in der App alle wich­ti­gen Ereig­nis­se der Ker­wa ein­fach zu fin­den. Bis zum nächs­ten Jahr sol­len noch wei­te­re Infor­ma­tio­nen hinzukommen.

Mit dem neu­en Event-Modul kön­nen auch bei ande­ren Ver­an­stal­tun­gen, wie bei­spiels­wei­se dem Weih­nachts­markt, wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen über­sicht­lich in der App dar­ge­stellt wer­den. Als offi­zi­el­le Anwen­dung der Stadt Bam­berg ist die Bam­berg-App sowohl daten­schutz­recht­lich sicher als auch voll­stän­dig kos­ten­los und ohne Wer­bung nutzbar.


Bam­berg App kos­ten­los erhältlich

Seit dem 1. April steht die offi­zi­el­le Bam­berg-App kos­ten­los zum Down­load in den ver­schie­de­nen App-Stores zur Ver­fü­gung. Sie kann aber auch ohne Instal­la­ti­on ein­fach im Inter­net unter app.bamberg.de abge­ru­fen wer­den. Es fin­den sich dort aller­lei nütz­li­che Infor­ma­tio­nen, dar­un­ter aktu­el­le Ver­an­stal­tungs­hin­wei­se, Neu­ig­kei­ten aus der Stadt, ver­schie­de­ne Rat­haus-Ser­vices oder auch indi­vi­du­ell ein­stell­ba­re Erin­ne­run­gen an die Müll-Abholung.

Mehr Infos zu die­sem und wei­te­ren Pro­jek­ten von Smart City Bam­berg gibt es auf der Web­site des För­der­pro­gramms. 

Smart City Bam­berg tes­tet digi­ta­le Lösung

Freie Behin­der­ten­park­plät­ze künf­tig auf einen Blick sichtbar

Wer auf einen Behin­der­ten­park­platz ange­wie­sen ist, kennt die Situa­ti­on: Am Ziel ange­kom­men ist der Stell­platz bereits belegt – die Suche beginnt von Neu­em. Genau hier setzt das För­der­pro­gramm Smart City Bam­berg nun an, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Im Rah­men des Pro­jekts „Park­platz­leit­sys­tem“ wer­den aus­ge­wähl­te Schwer­be­hin­der­ten­stell­plät­ze in der Innen­stadt mit intel­li­gen­ten Boden­sen­so­ren aus­ge­stat­tet. Sie erken­nen, ob ein Stell­platz frei oder belegt ist und stel­len die­se Infor­ma­ti­on künf­tig digi­tal bereit.

Ins­ge­samt wur­den gemein­sam mit der Behin­der­ten­be­auf­trag­ten der Stadt Bam­berg, Nico­le Orf, 57 Schwer­be­hin­der­ten­stell­plät­ze im Innen­stadt­be­reich für einen Pilot­be­trieb aus­ge­wählt. Ein ers­ter wich­ti­ger Schritt ist bereits geschafft: 48 Sen­so­ren konn­ten erfolg­reich instal­liert und in Betrieb genom­men wer­den. Wei­te­re Stand­or­te fol­gen im Lau­fe des Projekts.

Ziel ist es, Men­schen mit Behin­de­rung die Anfahrt in die Innen­stadt spür­bar zu erleich­tern. Künf­tig soll bereits vor der Fahrt oder auch unter­wegs ersicht­lich sein, ob ein aus­ge­wähl­ter Behin­der­ten­park­platz frei ist. Dadurch kön­nen unnö­ti­ge Such­fahr­ten ver­mie­den und Wege bes­ser geplant werden.

Nico­le Orf, Behin­der­ten­be­auf­trag­te der Stadt Bam­berg, begrüßt das Pro­jekt: „Wer auf einen Behin­der­ten­park­platz ange­wie­sen ist, kann oft nicht ein­fach auf den nächs­ten frei­en Stell­platz aus­wei­chen. Wenn künf­tig schon vor der Ankunft sicht­bar ist, ob ein Park­platz frei ist, spart das Zeit, Kraft und unnö­ti­ge Wege. Für vie­le Betrof­fe­ne bedeu­tet das ein Stück mehr Selbst­stän­dig­keit und Pla­nungs­si­cher­heit im Alltag.“

Die Anzei­ge der ver­füg­ba­ren Stell­plät­ze wird der­zeit für die Bam­berg-App vor­be­rei­tet und soll nach Abschluss der tech­ni­schen Umset­zung vor­aus­sicht­lich im Herbst zur Ver­fü­gung ste­hen. Die Boden­sen­so­ren erfas­sen dabei aus­schließ­lich, ob ein Stell­platz belegt oder frei ist. Per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten wer­den nicht erhoben.

„Digi­ta­le Tech­no­lo­gien sol­len dort unter­stüt­zen, wo sie den All­tag der Men­schen tat­säch­lich erleich­tern. Gera­de für Per­so­nen, die auf einen Behin­der­ten­park­platz ange­wie­sen sind, kann die Infor­ma­ti­on über freie Stell­plät­ze einen ech­ten Unter­schied machen“, ergänzt Dr. Ste­fan Gol­ler – Wirt­schafts­re­fe­rent der Stadt Bamberg.


Teil eines umfas­sen­den Parkplatzleitsystems

Die Sen­so­rik für Schwer­be­hin­der­ten­stell­plät­ze ist eines von drei Teil­pro­jek­ten des Smart-City-Park­platz­leit­sys­tems. Par­al­lel dazu wird die Aus­las­tung der Bam­ber­ger Park­häu­ser künf­tig eben­falls in der Bam­berg-App ange­zeigt. Zusätz­lich ist vor­ge­se­hen, die Anzahl frei­er Stell­plät­ze auf digi­ta­len Infor­ma­ti­ons­bild­schir­men im Stadt­ge­biet sicht­bar zu machen. Die­se Anzei­ge rich­tet sich an alle Ver­kehrs­teil­neh­men­den und steht unab­hän­gig von den Schwer­be­hin­der­ten­stell­plät­zen zur Verfügung.

Dar­über hin­aus arbei­tet die Stadt Bam­berg im Rah­men des Pro­jekts MoMM (Mobi­li­tät für Men­schen mit Mobi­li­täts­ein­schrän­kun­gen) an wei­te­ren digi­ta­len Ange­bo­ten für mehr Bar­rie­re­frei­heit. So soll neben einem Rou­ten­pla­ner für bar­rie­re­freie Wege unter ande­rem ein soge­nann­tes Bar­rie­re­checker-Netz­werk ent­ste­hen. Dabei prü­fen Barrierechecker:innen Wege und Orte auf ihre Bar­rie­re­frei­heit und pfle­gen die Infos in die Bam­berg-App ein.

Mit dem Park­platz­leit­sys­tem und MoMM zeigt die Stadt Bam­berg, wie digi­ta­le Lösun­gen einen kon­kre­ten Mehr­wert für Bür­ge­rin­nen und Bür­ger schaf­fen kön­nen – indem sie Ori­en­tie­rung geben, Wege erleich­tern und die Teil­ha­be am öffent­li­chen Leben ver­bes­sern. Mehr Infor­ma­tio­nen zu MoMM und dem Park­platz­leit­sys­tem gibt es auf der Smart City Bam­berg Web­site www.smartcity.bamberg.de

För­der­pro­jekt

Stadt Bam­berg treibt mit der ört­li­chen Woh­nungs­wirt­schaft die Wär­me­wen­de voran

Im Rah­men eines För­der­pro­jekts unter­stützt die Stadt Bam­berg die GEWOBAU Bam­berg eG, die Bau­ge­nos­sen­schaft für Stadt und Land­kreis Bam­berg eG sowie die Stadt­bau GmbH Bam­berg dabei, für jeweils ein aus­ge­wähl­tes Wohn­ge­biet eine zukunfts­fä­hi­ge und kli­ma­freund­li­che Wär­me­ver­sor­gungs­stra­te­gie zu ent­wi­ckeln, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Für jedes aus­ge­wähl­te Quar­tier wer­den nun indi­vi­du­el­le Ver­sor­gungs­stra­te­gien erar­bei­tet. Zwei der Unter­su­chungs­ge­bie­te lie­gen im Hain­ge­biet, ein wei­te­res in Gau­stadt. Gemein­sam mit den Pro­jekt­be­tei­lig­ten wur­de die bestehen­de Ver­sor­gungs­si­tua­ti­on ana­ly­siert und nun drei indi­vi­du­el­le Stra­te­gien für eine treib­haus­gas­ar­me und effi­zi­en­te Ener­gie­ver­sor­gung erarbeitet.

Dabei wer­den der zukünf­ti­ge Ener­gie­be­darf, erneu­er­ba­re Wär­me­quel­len, tech­ni­sche Ver­sor­gungs­op­tio­nen, Wirt­schaft­lich­keit und Umset­zungs­zeit­räu­me berück­sich­tigt. Die Gebie­te wur­den aus­ge­wählt, weil ihre zukünf­ti­ge Wär­me­ver­sor­gung noch offen ist. So kön­nen unter­schied­li­che Lösungs­an­sät­ze unter­sucht und kon­kre­te Hand­lungs­emp­feh­lun­gen für die Eigen­tü­mer ent­wi­ckelt wer­den. Bereits heu­te trei­ben die betei­lig­ten Woh­nungs­un­ter­neh­men die Wär­me­wen­de z.B. mit ener­ge­ti­schen Sanie­run­gen und der Umstel­lung auf kli­ma­freund­li­che Heiz­sys­te­me aktiv voran.

„Die Wär­me­wen­de gelingt am bes­ten, wenn wir gemein­sam nach Lösun­gen suchen, die zu den jewei­li­gen Quar­tie­ren und ihren Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­nern pas­sen. Mit den Unter­su­chun­gen schaf­fen wir eine fun­dier­te Grund­la­ge für Inves­ti­tio­nen, die den CO₂-Aus­stoß redu­zie­ren, lang­fris­tig Kos­ten und Abhän­gig­kei­ten ver­rin­gern und unse­re Stadt Schritt für Schritt kli­ma­freund­li­cher machen“, so Zwei­ter Bür­ger­meis­ter und Umwelt­re­fe­rent Jonas Glüsenkamp.

„Die Bau­ge­nos­sen­schaft für den Stadt und Land­kreis Bam­berg e.G. inves­tiert in nach­hal­ti­ge Ener­gie­trä­ger, um weni­ger CO₂ aus­zu­sto­ßen und ihre Mit­glie­der lang­fris­tig unab­hän­gi­ger von Öl und Gas sowie deren Preis­schwan­kun­gen zu machen. Gemein­sam mit der Stadt Bam­berg betei­ligt sie sich dafür an einem För­der­pro­jekt zum Aus­tausch fos­si­ler Hei­zun­gen“, so Jür­gen Röß­ler Vor­stand der Bau­ge­nos­sen­schaft für Stadt und Land­kreis Bam­berg eG

Ergän­zend zu den Ergeb­nis­sen erhal­ten die betei­lig­ten Woh­nungs­un­ter­neh­men detail­lier­te Ana­ly­sen ihrer Lie­gen­schaf­ten, die sie bei künf­ti­gen Inves­ti­ti­ons- und Sanie­rungs­ent­schei­dun­gen unterstützen.

Kunst­werk für Demo­kra­tie, Respekt und Menschenwürde

Demo­kra­tie groß­ge­schrie­ben – Graf­fi­ti-Pro­jekt setzt sicht­ba­res Zei­chen an der Poli­zei­in­spek­ti­on Bamberg

Wer künf­tig an der Poli­zei­in­spek­ti­on Bam­berg-Stadt vor­bei­kommt, sieht es sofort: In gro­ßen Let­tern prangt das Wort „Demo­kra­tie” an der Fas­sa­de – ein Graf­fi­ti, das Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Graf-Stauf­fen­berg-Schu­le gemein­sam mit der Poli­zei und einem pro­fes­sio­nel­len Graf­fi­ti­künst­ler gestal­tet haben, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. Ein Pro­jekt der Part­ner­schaft für Demo­kra­tie Bam­berg, das weit über die Wand hinauswirkt.

Von der lee­ren Wand zum State­ment Ent­stan­den ist das Kunst­werk an zwei Pro­jekt­ta­gen, an denen aus einer schlich­ten Fas­sa­de Schritt für Schritt ein far­ben­fro­hes Gemein­schafts­werk wur­de. In wei­ßen Maler­an­zü­gen und mit FFP2-Mas­ken aus­ge­stat­tet, durf­ten sich die Jugend­li­chen zunächst mit ers­ten Zeich­nun­gen und Namens­zü­gen aus­to­ben. Nach und nach füll­te sich die Flä­che, wäh­rend die Teil­neh­men­den im Umgang mit den Spray­do­sen zuneh­mend siche­rer wur­den. Nach einer anschlie­ßend auf­ge­tra­ge­nen Grund­skiz­ze wur­den erst die gro­ßen Flä­chen gefüllt, bevor sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler Schritt für Schritt an die Details wag­ten. Der Graf­fi­ti­künst­ler Nor­man Pfitz­ner ali­as Anpy­Art stand dem Kunst­kurs der Graf-Stauf­fen­berg-Schu­le dabei mit Tipps und Tricks zur Sei­te – und leg­te zum Schluss selbst noch letz­te Hand an.

Ent­wi­ckelt wur­de das Motiv von den Jugend­li­chen gemein­sam mit den Jugend­kon­takt­be­am­ten der Poli­zei­in­spek­ti­on Bam­berg-Stadt und dem Graf­fi­ti­künst­ler. Im Vor­der­grund stand dabei die Bot­schaft, dass Demo­kra­tie groß­ge­schrie­ben wird – im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes ziert der Schrift­zug „Demo­kra­tie” nun deut­lich sicht­bar die Fas­sa­de. Bei der Ent­wick­lung des Motivs setz­ten sich die Jugend­li­chen inten­siv mit den The­men Respekt, Demo­kra­tie und Men­schen­wür­de aus­ein­an­der. Auch das sozia­le Mit­ein­an­der stand im Fokus: Nur durch die gemein­sa­me Akti­on aller Betei­lig­ten konn­te das Kunst­werk an der Fas­sa­de entstehen.

Die zen­tra­le Bot­schaft ist unüber­seh­bar – und das ist Absicht. „Demo­kra­tie ist kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit. Sie lebt von Men­schen, die Ver­ant­wor­tung über­neh­men, ande­re respek­tie­ren und sich aktiv für unser gemein­sa­mes Zusam­men­le­ben ein­set­zen. Dass das Wort ‚Demo­kra­tie‘ nun in gro­ßen Buch­sta­ben die Fas­sa­de der Poli­zei­in­spek­ti­on prägt, ist ein star­kes Sym­bol: Demo­kra­tie muss sicht­bar sein – und sie muss jeden Tag neu gelebt wer­den“, sagt Zwei­ter Bür­ger­meis­ter und Sozi­al­re­fe­rent Jonas Glüsenkamp.

Das Pro­jekt ermög­lich­te einen direk­ten und per­sön­li­chen Aus­tausch zwi­schen Schü­ler­schaft und Poli­zei und stärk­te durch die krea­ti­ve Aus­ein­an­der­set­zung mit gesell­schaft­lich rele­van­ten The­men die Selbst­wirk­sam­keit der Teil­neh­men­den. Gleich­zei­tig wur­de Street­art als lega­le Kunst­form im öffent­li­chen Raum erleb­bar gemacht. Sicht­bar im Stadt­bild – auch nach dem Projekt.

Anders als vie­le Pro­jekt­ta­ge endet die­ses nicht mit dem Auf­räu­men der Farb­do­sen. Die Fas­sa­de an der stark befah­re­nen Ver­kehrs­ach­se bleibt dau­er­haft bestehen und prägt damit auch künf­tig das Stadt­bild. Für die betei­lig­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler eben­so wie für die gesam­te Stadt­ge­sell­schaft bie­tet sie einen Anlass, immer wie­der über die Wer­te hin­ter dem Motiv nach­zu­den­ken – mit­ten im All­tag, an einem Ort, den vie­le Men­schen täg­lich pas­sie­ren. Das Pro­jekt ent­stand in Koope­ra­ti­on der Graf-Stauf­fen­berg-Schu­le, der Poli­zei­in­spek­ti­on Bam­berg-Stadt, dem Stadt­ju­gend­amt und dem Amt für Inklu­si­on der Stadt Bam­berg. Mit­fi­nan­ziert wur­de es durch das Bun­des­pro­gramm „Demo­kra­tie leben!” im Rah­men der Part­ner­schaft für Demo­kra­tie in der Stadt Bamberg.

Besuch bei Gale­ria – dem Waren­haus im Her­zen der Bam­ber­ger Innenstadt

Drit­ter Innen­stadt­rund­gang mit Ober­bür­ger­meis­ter M. Niedermaier

Im Rah­men sei­nes aktu­el­len Innen­stadt­rund­gangs besuch­te Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er gemein­sam mit Wirt­schafts­re­fe­rent Dr. Ste­fan Gol­ler unter ande­rem Gale­ria Bam­berg. Im Mit­tel­punkt des Aus­tau­sches stan­den die aktu­el­le Ent­wick­lung und die Her­aus­for­de­run­gen des Waren­hau­ses sowie der Bam­ber­ger Innen­stadt, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Fili­al­ge­schäfts­füh­rer Mathi­as Bal­u­ses beton­te, dass die Gale­ria-Filia­le in Bam­berg wei­ter ein Magnet für die Innen­stadt und mit 7.000 Qua­drat­me­tern Ver­kaufs­flä­che der größ­te Ein­zel­händ­ler sei.

Vor dem Hin­ter­grund der wei­ter­hin immer wie­der spür­ba­ren Kauf­zu­rück­hal­tung, blei­be die Erfül­lung der Umsatz­zie­le von gro­ßer Bedeu­tung. „Wir sind dar­auf ange­wie­sen, dass die Men­schen aus Bam­berg und dem Umland ihre Ein­käu­fe bei uns täti­gen und nicht nur online. Der Tou­rist kauft nicht im Inter­net und wird dazu ergän­zend eine immer wich­ti­ge­re Ziel­grup­pe“, so Baluses.

In den ver­gan­ge­nen Jah­ren wur­de die Bam­ber­ger Filia­le umfas­send moder­ni­siert und kon­se­quent wei­ter­ent­wi­ckelt. Neben einer zeit­ge­mä­ßen Neu­ge­stal­tung der Ver­kaufs­flä­chen tra­gen ins­be­son­de­re der neue „Regio-Point“ mit Pro­duk­ten regio­na­ler Anbie­ter sowie das inte­grier­te Eis­ca­fé zur Attrak­ti­vi­täts­stei­ge­rung des Stand­orts bei. Der jüngst an der Kas­se instal­lier­te „even­tim Kar­ten­vor­ver­kauf“ für regio­na­le und natio­na­le Ver­an­stal­tun­gen run­det das viel­fäl­ti­ge Ange­bot ab.

„Gale­ria ist als Ein­kaufs- und Erleb­nis­ort ein wich­ti­ger Anker für unse­re Bam­ber­ger Innen­stadt und ein bedeu­ten­der Fre­quenz­brin­ger für den gesam­ten Ein­zel­han­del. Dass in den letz­ten Jah­ren hier inves­tiert wur­de und sich das Waren­haus inkl. dem Café Bassa­ne­se so gut dar­stellt, ist sehr erfreu­lich. Gleich­zei­tig dür­fen wir uns dar­auf nicht aus­ru­hen. Wir müs­sen wei­ter gemein­sam dar­an arbei­ten, die Rah­men­be­din­gun­gen für den sta­tio­nä­ren Han­del kon­se­quent zu ver­bes­sern“, beton­te Ober­bür­ger­meis­ter M. Niedermaier.

Ein wei­te­rer Schwer­punkt des Gesprä­ches mit Mathi­as Bal­u­ses waren die Stand­ort­be­din­gun­gen der Innen­stadt. The­ma­ti­siert wur­den ein funk­tio­na­les und prak­ti­ka­bles Park­leit­sys­tem, eine Redu­zie­rung der Park­ge­büh­ren, hoch­wer­ti­ge Fahr­rad­ab­stell­an­la­gen sowie ein attrak­ti­ves ÖPNV-Ange­bot und ein gutes Bau­stel­len­ma­nage­ment. „Eine attrak­ti­ve Innen­stadt lebt von einer engen Zusam­men­ar­beit aller Akteu­re, guter Erreich­bar­keit und einer funk­tio­nie­ren­den Infra­struk­tur. Dar­an arbei­ten wir gemein­sam wei­ter“, erklär­te Dr. Ste­fan Goller.

Mathi­as Bal­u­ses zeig­te sich zuver­sicht­lich: „Der Stand­ort Bam­berg hat durch den viel­fäl­ti­gen Han­dels­mix, den Tou­ris­ten, unse­rer wun­der­schö­nen Alt­stadt und der guten Gas­tro­no­mie bes­te Vor­aus­set­zun­gen. Damit wir wei­ter erfolg­reich sein kön­nen, müs­sen wir die Innen­stadt gemein­sam nach­hal­tig stär­ken und für unse­re Kun­din­nen und Kun­den attrak­tiv halten.“

Nach dem Aus­tausch bei Gale­ria führ­te der Innen­stadt­rund­gang Ober­bür­ger­meis­ter M. Nie­der­mai­er zunächst zur Blitz Bou­tique von Eli­za Blätt­ner am Heu­markt. Anschlie­ßend ging es wei­ter zum Kat­zen­berg. Dort besuch­te er das Restau­rant Schein­ers am Dom von Anne­ke Krö­ner und den Laden Kat­zen­berg 4 Kids, den Ursel Zöl­ler-Kamm und Mar­ti­na Mein­hardt gemein­sam füh­ren. Die Gesprä­che reich­ten unter ande­rem von feh­len­den Müll­ei­mern und aktu­el­len Bau­stel­len über Frei­schank­flä­chen bis hin zu gemein­sa­men Aktio­nen für eine attrak­ti­ve Innen­stadt. Die Anre­gun­gen und ver­ein­bar­ten Maß­nah­men wer­den von der Wirt­schafts­för­de­rung nun gemein­sam mit den zustän­di­gen Fachäm­tern weiterverfolgt.

Innen­stadt­rund­gän­ge – im Gespräch mit dem Oberbürgermeister

Bei sei­nen fort­lau­fen­den Innen­stadt­rund­gän­gen macht sich Ober­bür­ger­meis­ter M. Nie­der­mai­er per­sön­lich ein Bild von der Situa­ti­on der Betrie­be. Gemein­sam mit dem Wirt­schafts­re­fe­rat und der Wirt­schafts­för­de­rung nimmt er kon­kre­te Anlie­gen auf und stößt Lösun­gen an.

Stadt Bam­berg öff­net ab Okto­ber 2026 erneut das Förderfenster

För­der­pro­gramm „Bam­bergs begrün­te Gebäu­de“ geht in die drit­te Runde

Die letz­ten Tage und Wochen haben es gezeigt: Um auch in Zukunft eine lebens­wer­te Stadt zu erhal­ten, muss die Stadt Bam­berg vor dem Hin­ter­grund stei­gen­der Tem­pe­ra­tu­ren kli­ma­an­ge­passt umge­stal­tet und wei­ter begrünt wer­den. Daher för­dert das Kli­ma- und Umwelt­amt der Stadt Bam­berg auch in die­sem Jahr wie­der die Begrü­nung von pri­va­ten Gebäu­den in Form von Dach- und Fas­sa­den­be­grü­nung oder der Begrü­nung ande­rer ver­ti­ka­ler Objekte.

„Dach- und Fas­sa­den­be­grü­nun­gen tra­gen auf der einen Sei­te zur Redu­zie­rung des Hit­ze­insel­ef­fekts in der Stadt bei und sor­gen auf der ande­ren Sei­te für gemä­ßig­te Tem­pe­ra­tu­ren im Gebäu­de­inne­ren. Unser För­der­pro­gramm dient somit als effek­ti­ve Unter­stüt­zung zur Ver­bes­se­rung unse­res Stadt­kli­mas“, erklärt Bür­ger­meis­ter und Umwelt­re­fe­rent Jonas Glüsenkamp.

Seit dem Start des För­der­pro­gramms konn­ten bereits 26 Vor­ha­ben bewil­ligt und rund 1.050 qm Flä­che begrünt wer­den. Mit dem Pro­gramm wer­den neben Begrü­nungs­maß­nah­men von Wohn­häu­sern, Car­ports und Gara­gen wei­ter­hin auch die Begrü­nung an ver­ti­ka­len Objek­ten wie Zäu­nen oder Gabio­nen geför­dert. Die Anträ­ge kön­nen ab dem 1. Okto­ber 2026 bis zum 30. Novem­ber 2026 online ein­ge­reicht wer­den. Schon jetzt soll­te dafür mit der Pla­nung begon­nen werden.

Die finan­zi­el­le Unter­stüt­zung soll Anrei­ze schaf­fen, um die grü­ne Infra­struk­tur in Bam­berg wei­ter aus­zu­bau­en sowie auch im pri­va­ten Ein­fluss­be­reich Anpas­sun­gen an die Fol­gen des Kli­ma­wan­dels umzu­set­zen. Begrü­nungs­maß­nah­men brin­gen zahl­rei­che posi­ti­ve Aus­wir­kun­gen mit sich. Neben der Ver­bes­se­rung des Stadt­kli­mas durch die dar­aus resul­tie­ren­de Sau­er­stoff­pro­duk­ti­on, die CO2- und Luft­schad­stoff­bin­dung und die Lärm­re­du­zie­rung pro­fi­tie­ren auch Tie­re wie Insek­ten von einer Begrü­nung, denen dadurch neu­er Lebens­raum geschaf­fen wird. Wo der Platz für Grün­flä­chen fehlt, las­sen sich auch über Dach- und Fas­sa­den­be­grü­nung sowie die Begrü­nung ande­rer ver­ti­ka­ler Objek­te wert­vol­le inner­städ­ti­sche Natur­oa­sen im unmit­tel­ba­ren Lebens­um­feld schaffen.


Die wich­tigs­ten Informationen

Start der Antrags­frist: Ab dem 1. Okto­ber 2026 und bis zum 30. Novem­ber 2026 kann eine För­de­rung bean­tragt werden.


Abga­be der Anträ­ge: Die Anträ­ge kön­nen über das Online-For­mu­lar der Stadt Bam­berg auf der Pro­jekt­sei­te www.stadt.bamberg.de/förderung-gebäudebegrünung ein­ge­reicht werden.


Ver­ga­be der Mit­tel: Wer zuerst kommt, begrünt zuerst. Das heißt, inner­halb der Antrags­frist ein­ge­reich­te Anträ­ge wer­den in der Rei­hen­fol­ge ihres voll­stän­di­gen Ein­gangs bewilligt.

Stadt Bam­berg und Lebens­hil­fe star­ten Kooperation

Neu­er Kaf­fee für Bam­berg – mit dop­pel­ter Wirkung

Ein Kaf­fee, der nicht nur gut schmeckt, son­dern auch Gutes bewirkt: Wer sich in der Tou­rist Infor­ma­ti­on einen Kaf­fee gönnt, bekommt ab sofort mehr als nur einen frisch gebrüh­ten Wach­ma­cher. Denn dort bekom­men die Gäs­te aus­schließ­lich das in der ADESSE-Kaf­fee­rös­te­rei der Bam­ber­ger Lebens­hil­fe Werk­stät­ten gerös­te­te „Bam­ber­ger Böhn­la“, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. Das Beson­de­re: Mit jedem Espres­so, Cap­puc­ci­no oder Lat­te Mac­chia­to, der aus der Maschi­ne fließt, wer­den fai­rer Han­del, regio­na­le Wert­schöp­fung und Arbeits­plät­ze für Men­schen mit Behin­de­rung unterstützt.

Der Kaf­fee „Bam­ber­ger Böhn­la“ ist das Ergeb­nis einer neu­en Koope­ra­ti­on zwi­schen dem Kli­ma- und Umwelt­amt der Stadt Bam­berg und der Lebens­hil­fe Bam­berg. Vor­ge­stellt wur­de die Zusam­men­ar­beit in der Tou­rist Infor­ma­ti­on gemein­sam von Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er, dem Aus­sichts­rats­vor­sit­zen­den der Lebens­hil­fe Bam­berg, Klaus Gal­lenz, sowie Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern der Stadt Bamberg.

Das „Bam­ber­ger Böhn­la“ erfüllt den Leit­ge­dan­ken der Bam­ber­ger Agen­da 2030 „Glo­bal den­ken – lokal han­deln“ und glei­cher­ma­ßen das tou­ris­ti­sche Leit­bild als kon­kre­tes Bei­spiel nach­hal­ti­gen Han­delns: Die Boh­nen stam­men aus zer­ti­fi­zier­tem Fair­trade-Anbau in Hon­du­ras und wer­den anschlie­ßend direkt in Bam­berg von den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern der Bam­ber­ger Lebens­hil­fe Werk­stät­ten gerös­tet, ver­packt und vertrieben.

„Mit dem Bam­ber­ger Böhn­la ver­bin­den wir gleich meh­re­re Zie­le, die unse­rer Stadt wich­tig sind: fai­ren Han­del, regio­na­le Wert­schöp­fung und geleb­te Inklu­si­on. Ich freue mich sehr, dass wir gemein­sam mit der Lebens­hil­fe einen Kaf­fee anbie­ten kön­nen, der nach­hal­tig pro­du­ziert wird und gleich­zei­tig Arbeits­plät­ze für Men­schen mit Behin­de­rung stärkt“, sagt Ober­bür­ger­meis­ter Niedermaier.

Für die Lebens­hil­fe ist die Koope­ra­ti­on ein gro­ßer Gewinn, betont der kauf­män­ni­sche Lei­ter Patrick Mit­tel­ber­ger. „Mit jeder ver­kauf­ten Packung sichern wir Arbeits­plät­ze und erhal­ten die Viel­falt an Arbeits­mög­lich­kei­ten für Men­schen mit Behin­de­rung. Das macht die­se Zusam­men­ar­beit für uns so wert­voll.“ Ihren Anfang nahm die Kaf­fee­rös­te­rei bei einer gemein­sa­men Kaf­fee­pau­se. „Begon­nen haben wir mit einem klei­nen Zwei-Kilo-Rös­ter in unse­rer Cafe­te­ria. Schnell haben wir gemerkt, dass wir rich­tig guten Kaf­fee rös­ten kön­nen und die Arbeit unse­ren Beschäf­tig­ten gro­ße Freu­de berei­tet. Heu­te ste­hen vier Zwei-Kilo-Rös­ter im Reha­We-Läd­la in der Gun­dels­hei­mer Stra­ße und das Bam­ber­ger Böhn­la ist zu einem ech­ten Gemein­schafts­pro­jekt geworden.“

Bereits jetzt gibt es das „Bam­ber­ger Böhn­la“ als gan­ze Boh­ne oder gemah­len im Reha­We-Läd­la und direkt im Aus­schank in der Tou­rist Infor­ma­ti­on, Gey­ers­wörth­stra­ße 5. Ab dem 1. Sep­tem­ber ist der Kaf­fee an wei­te­ren Ver­kaufs­stel­len in Bam­berg sowie online unter www.lebenshilfe-bamberg.shop erhältlich.

Bam­berg Ser­vice besei­tigt Sturm­schä­den und bit­tet um beson­de­re Vorsicht

Som­mer­ge­wit­ter ver­ur­sacht Ast- und Gehölz­schä­den im Stadtgebiet

Ein star­kes Som­mer­ge­wit­ter mit Wind­bö­en von bis zu 9,5 Beau­fort ist am gest­ri­gen Don­ners­tag am spä­ten Nach­mit­tag über wei­te Tei­le des Stadt­ge­biets gezo­gen. Die Sturm­bö­en führ­ten an meh­re­ren Stel­len zu Ast- und Gehölz­brü­chen. Die Feu­er­wehr rück­te zu meh­re­ren Ein­sät­zen aus, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. Auch die Gärt­ner und Baum­pfle­ger von Bam­berg Ser­vice waren ges­tern und heu­te im Dau­er­ein­satz, um die städ­ti­schen Gehölz­be­stän­de zu kon­trol­lie­ren, Gefah­ren­stel­len zu sichern und die ent­stan­de­nen Schä­den zu beseitigen.

Zu den fest­ge­stell­ten Schä­den zäh­len unter ande­rem meh­re­re grö­ße­re Ast­ab­brü­che im Hain: An einer Rot­bu­che nahe der Ten­nis­hal­le, an einer Rot­bu­che am Hutan­ger sowie an einer Rot­bu­che am Phi­lo­so­phen­weg bra­chen Äste ab, teil­wei­se ver­sperr­ten sie Wege. Eben­falls betrof­fen waren eine Robi­nie auf der Bay­er­leins­wie­se sowie ein Ahorn im Hein­richs­park. In der Cobur­ger Stra­ße kam es zu einem schwe­ren Gehölz­bruch an einer Kie­fer. Die unmit­tel­ba­re Gefähr­dung wur­de bereits besei­tigt, der Abtrans­port des Hol­zes erfolgt in der kom­men­den Woche.

Beson­ders betrof­fen war auch der Fried­hof Gau­stadt. Dort führ­ten meh­re­re Ast­ab­brü­che an wert­vol­len Habi­tat-Eichen zu Schä­den an der Aus­seg­nungs­hal­le. Die Gefah­ren­stel­len wur­den umge­hend gesi­chert. Der Beer­di­gungs­be­trieb ist nicht beein­träch­tigt und kann plan­mä­ßig stattfinden.

Die meis­ten Sturm­schä­den konn­ten bereits besei­tigt wer­den. Die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter von Bam­berg Ser­vice sind jedoch auch heu­te noch im gesam­ten Stadt­ge­biet im Ein­satz, um wei­te­re Schä­den auf­zu­neh­men und abzuarbeiten.

Bam­berg Ser­vice misst der Kon­trol­le und Pfle­ge des städ­ti­schen Baum­be­stan­des einen hohen Stel­len­wert bei. Drei zer­ti­fi­zier­te Baum­kon­trol­leu­re und drei pro­fes­sio­nel­le Baum­pfle­ge­teams sor­gen das gan­ze Jahr über dafür, dass die rund 30.000 städ­ti­schen Bäu­me ver­kehrs­si­cher blei­ben. Nach Sturm­ereig­nis­sen wer­den sämt­li­che Gehölz­be­stän­de zusätz­lich kontrolliert.

Den­noch sind der Baum­pfle­ge bei extre­men Wet­ter­la­gen Gren­zen gesetzt. Bei Wind­stär­ken ab Beau­fort 8 kön­nen selbst gesun­de und regel­mä­ßig kon­trol­lier­te Bäu­me durch außer­ge­wöhn­li­che Natur­er­eig­nis­se beschä­digt wer­den. Sol­che Sturm­ereig­nis­se gel­ten auch aus Sicht der Ver­si­che­run­gen als höhe­re Gewalt. Umso erfreu­li­cher ist es, dass trotz Wind­bö­en von bis zu 9,5 Beau­fort kei­ne Per­so­nen­schä­den und kei­ne grö­ße­ren Sach­schä­den im Stadt­ge­biet zu ver­zeich­nen waren.

Bam­berg Ser­vice bit­tet die Bevöl­ke­rung des­halb grund­sätz­lich, bei Stür­men und schwe­ren Gewit­tern Grün­an­la­gen mit gro­ßem Baum­be­stand – ins­be­son­de­re den Hain, die Ufer­we­ge, den Volks­park sowie Fried­hö­fe – zu mei­den. Zudem wird emp­foh­len, sich wäh­rend sol­cher Wet­ter­la­gen nicht unnö­tig im Bereich von Bäu­men auf­zu­hal­ten und beson­de­re Vor­sicht wal­ten zu lassen.

Kul­tur­preis der Stadt Bam­berg ehrt zwei außer­ge­wöhn­li­che Persönlichkeiten

E.T.A.-Hoffmann-Preis 2026 für Dr. Bar­ba­ra Kah­le und Dr. Ulrich Kahle

Der E.T.A.-Hoffmann-Preis 2026 der Stadt Bam­berg wird an Dr. Bar­ba­ra Kah­le und Dr. Ulrich Kah­le ver­lie­hen, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. Damit wür­digt die Stadt das außer­ge­wöhn­li­che ehren­amt­li­che Enga­ge­ment des Ehe­paars für die För­de­rung der zeit­ge­nös­si­schen Kunst und die nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung der Bam­ber­ger Kul­tur­land­schaft. Der Stadt­rat bestä­tig­te in sei­ner Sit­zung am 29. Juli 2026 ein­stim­mig die Emp­feh­lung der Jury.

Die Vor­sit­zen­de der Jury, Kul­tur­re­fe­ren­tin Ulri­ke Sie­ben­haar, sagt: „Bar­ba­ra und Ulrich (Uli) Kah­le prä­gen seit vie­len Jah­ren die Kul­tur in Bam­berg. Mit rie­si­ger Ener­gie und gro­ßem Enga­ge­ment haben sich bei­de mit jeder Faser ihres Her­zens für den Kunst­ver­ein, das Kes­sel­haus und die gesam­te Kunst­land­schaft ein­ge­setzt. Bar­ba­ra Kah­le hat als Kunst­his­to­ri­ke­rin, Kura­to­rin und lang­jäh­ri­ge Vor­sit­zen­de des Kunst­ver­eins die zeit­ge­nös­si­sche Kunst in Bam­berg ent­schei­dend mit­ge­prägt. Mit ihrer wis­sen­schaft­li­chen Exper­ti­se, ihrem hohen Qua­li­täts­an­spruch und ihrer Begeis­te­rung für die Kunst hat sie weit über die Stadt hin­aus Aner­ken­nung gefun­den. Und sie pack­te immer auch ganz prak­tisch mit an – ob mit einem selbst­ge­ba­cke­nen Scho­ko­ku­chen für die Ver­nis­sa­ge oder dem Cré­mant für die nächs­te Ver­an­stal­tung. Uli Kah­le war dabei der beschei­de­ne ‚Trou­ble­shoo­ter‘ im Hin­ter­grund. Kei­ne Lei­ter war ihm zu hoch, um noch schnell ein Bild auf­zu­hän­gen, und wenn es not­wen­dig wur­de, griff er kur­zer­hand selbst zum Farb­ei­mer und strich eine Aus­stel­lungs­wand. Gemein­sam haben Bar­ba­ra und Uli Kah­le nicht nur kul­tu­rel­le Pro­jek­te mög­lich gemacht, son­dern über vie­le Jah­re Men­schen für die Kunst begeis­tert und das kul­tu­rel­le Leben unse­rer Stadt nach­hal­tig bereichert.“

Dr. Bar­ba­ra Kah­le stand mehr als 15 Jah­re an der Spit­ze des Kunst­ver­eins Bam­berg und präg­te des­sen Ent­wick­lung maß­geb­lich. Wäh­rend ihrer Amts­zeit fei­er­te die ältes­te Bam­ber­ger Kul­tur­in­sti­tu­ti­on im Jahr 2023 ihr 200-jäh­ri­ges Bestehen. Auch nach ihrem Aus­schei­den aus dem Vor­stand im Früh­jahr 2025 bleibt sie dem Ver­ein eng verbunden.

Dar­über hin­aus enga­gier­te sie sich früh für die Ent­wick­lung neu­er Orte der zeit­ge­nös­si­schen Kunst. Als Mit­in­itia­to­rin der „Initia­ti­ve Kes­sel­haus“ leg­te sie 2009 gemein­sam mit wei­te­ren Akteu­rin­nen und Akteu­ren den Grund­stein für den spä­te­ren Ver­ein Kunst­raum JETZT!, der sich bis heu­te für die dau­er­haf­te Eta­blie­rung des Kes­sel­hau­ses als Kunst- und Kul­tur­ort einsetzt.

Dr. Ulrich Kah­le hat die­se Ent­wick­lung von Beginn an maß­geb­lich mit­ge­stal­tet. Als Mit­in­itia­tor von Kunst­raum JETZT! erkann­te er früh das Poten­zi­al des Kes­sel­hau­ses und trieb des­sen Ent­wick­lung mit gro­ßem per­sön­li­chem Ein­satz vor­an. Die Erstel­lung der Mach­bar­keits­stu­die für die Zukunft des Kes­sel­hau­ses geht wesent­lich auf sei­ne Initia­ti­ve zurück.

Dar­über hin­aus warb er För­der­mit­tel und Spon­so­ren ein, ver­netz­te die betei­lig­ten Kul­tur­in­sti­tu­tio­nen und enga­gier­te sich für den Erhalt des Kes­sel­hau­ses als Aus­stel­lungs­ort. Mit der Unter­zeich­nung der Ver­län­ge­rung des Nut­zungs­ver­trags im Jahr 2018 schuf er gemein­sam mit Ober­bür­ger­meis­ter a. D. Andre­as Star­ke eine wich­ti­ge Grund­la­ge für die wei­te­re kul­tu­rel­le Nut­zung des Gebäudes.

Die Jury wür­digt ins­be­son­de­re das außer­ge­wöhn­li­che ehren­amt­li­che Enga­ge­ment des Ehe­paars. In ihrer Begrün­dung heißt es: „Die Bedeu­tung des Ehe­paars Kah­le für die Kul­tur­land­schaft Bam­bergs liegt in ihrem außer­ge­wöhn­li­chen ehren­amt­li­chen Enga­ge­ment und ihrer tie­fen Ver­bun­den­heit mit ihrer Stadt und den Men­schen.“ Wei­ter heißt es: „Sie gehö­ren ohne Zwei­fel zu den Per­sön­lich­kei­ten, die die Kul­tur­land­schaft Bam­bergs über vie­le Jah­re in beson­de­rer Wei­se geprägt haben.“


Kul­tur­preis der Stadt Bamberg

Der Kul­tur­preis der Stadt Bam­berg wird im jähr­li­chen Wech­sel als E.T.A.-Hoffmann-Preis oder als Kul­tur-För­der­preis ver­lie­hen. Bei­de Wür­di­gun­gen sind mit einem Preis­geld von 6.000 Euro dotiert. Nach der Ehrung des Kom­po­nis­ten und Musi­kers Jochen Neu­r­a­th durch den Kul­tur-För­der­preis 2025 wur­de in die­sem Jahr der E.T.A.-Hoffmann-Preis ver­ge­ben. Er wird an natür­li­che und juris­ti­sche Per­so­nen oder Grup­pen ver­lie­hen, die durch ihre inno­va­ti­ven Akti­vi­tä­ten das kul­tu­rel­le Ange­bot in und für Bam­berg berei­chert haben oder för­de­rungs­wür­di­ge Leis­tun­gen auf dem Gebiet von Kunst und Kul­tur erbracht haben, durch ihr Leben und ihre Arbeit mit Bam­berg ver­bun­den sind und wei­te­re posi­ti­ve Ent­wick­lun­gen erken­nen lassen.

Über die Ver­lei­hung der Kul­tur­prei­se ent­schei­det eine Jury, die aus der Kul­tur­re­fe­ren­tin der Stadt Bam­berg, Ulri­ke Sie­ben­haar, als Vor­sit­zen­de sowie den Sach­ver­stän­di­gen Mar­tin Bey­er, Jas­per Bran­dis, Chris­ti­ne Fese­feldt, Syl­via Michel, Jochen Neu­r­a­th, Harald Rind und Georg Wunsch­el besteht. Die Ent­schei­dung der Jury bedarf der Zustim­mung des Stadtrates.

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