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Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme

Abschluss­ver­an­stal­tung der „Girls‘Day Aka­de­mie“ 2025

Pra­xis­na­he MINT-För­de­rung für Mäd­chen: bay­me vbm zie­hen posi­ti­ve Bilanz

Seit mehr als zehn Jah­ren ist die Girls’Day Aka­de­mie als gemein­sa­mes Pro­jekt der baye­ri­schen Metall- und Elek­tro-Arbeit­ge­ber­ver­bän­de bay­me vbm, der Regio­nal­di­rek­ti­on Bay­ern der Bun­des­agen­tur für Arbeit und des Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­ums für Wirt­schaft, Lan­des­ent­wick­lung und Ener­gie ein Erfolgs­mo­dell für die MINT-För­de­rung von Mädchen.

bay­me-vbm-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt zieht anläss­lich der Abschluss­ver­an­stal­tung an der Georg-Hart­mann-Real­schu­le in Forch­heim posi­ti­ve Bilanz und erläu­tert den Wert der Girls’Day Aka­de­mie für die Fach­kräf­te­si­che­rung: „Die Unter­neh­men im MINT-Bereich suchen nach talen­tier­ten jun­gen Frau­en. Wir müs­sen die Tech­nik­be­geis­te­rung von Mäd­chen schon früh mit pra­xis­na­her Berufs- und Stu­di­en­ori­en­tie­rung wecken und sie auf die her­vor­ra­gen­den Kar­rie­re­per­spek­ti­ven in der baye­ri­schen M+E Indus­trie auf­merk­sam machen. Die Girls’Day-Akademie setzt genau hier an, dar­um unter­stüt­zen wir das Pro­jekt auch in die­sem Jahr wie­der sehr ger­ne. Die seit mehr als einem Jahr­zehnt erfolg­rei­che Durch­füh­rung des Pro­jekts im Frei­staat bestärkt uns dar­in, die MINT-För­de­rung von Mäd­chen wei­ter voranzutreiben.“

Bei der Abschluss­ver­an­stal­tung berich­te­ten die Schü­le­rin­nen über ihre Erfah­run­gen bei der Girls’Day Aka­de­mie und stell­ten ihre Pro­jekt­ar­bei­ten vor. Für die erfolg­rei­che Teil­nah­me am Pro­jekt erhiel­ten sie außer­dem ein Abschluss­zer­ti­fi­kat. Bros­sardt fasst zusam­men: „Der­zeit lau­fen in Bay­ern 17 die­ser Aka­de­mien als Koope­ra­ti­ons­mo­dell zwi­schen Schu­len und Unter­neh­men. Die Mäd­chen tref­fen sich ein­mal pro Woche, um in die Welt der MINT-Beru­fe ein­zu­tau­chen und sich aus­zu­pro­bie­ren.“ Auch Eltern haben die Mög­lich­keit, Tipps zur Unter­stüt­zung der Töch­ter bei der Berufs­ori­en­tie­rung zu erhal­ten. In der Regi­on Ober­fran­ken betei­lig­ten sich im Schul­jahr 202425 zwei Schu­len sowie fünf Unternehmen.

Dr. Mar­kus Schmitz, Vor­sit­zen­der der Geschäfts­füh­rung der Regio­nal­di­rek­ti­on Bay­ern der Bun­des­agen­tur für Arbeit ergänz­te: „Mit der Girls’Day Aka­de­mie möch­ten wir jun­gen Frau­en die Viel­falt der Berufs­welt näher­brin­gen und gleich­zei­tig mit noch immer ver­brei­te­ten Kli­schees auf­räu­men. Vie­len ist nicht bewusst, wie krea­tiv und inno­va­tiv Tätig­kei­ten ins­be­son­de­re in der Metall- und Elek­tro­in­dus­trie sein kön­nen, dass dort ein moder­nes Arbeits­um­feld herrscht und die Ver­dienst­mög­lich­kei­ten attrak­tiv sind. Zudem möch­ten wir die Teil­neh­me­rin­nen mit weib­li­chen Vor­bil­dern zusam­men­brin­gen, die sie inspi­rie­ren und ihnen auf­zei­gen, wel­che Chan­cen eine stär­ken­ori­en­tier­te, von Geschlech­ter­kli­schees befrei­te Berufs­wahl eröff­net. In Deutsch­land gibt es über 320 Aus­bil­dungs­be­ru­fe und rund 22.000 ver­schie­de­ne Stu­di­en­gän­ge – Poten­zia­le, die dar­auf war­ten, ent­deckt zu wer­den. Unser Ziel ist es, die­sen jun­gen Frau­en neue beruf­li­che Per­spek­ti­ven erleb­bar zu machen. Auf geht’s!“

Bay­erns Wirt­schafts­mi­nis­ter Hubert Aiwan­ger bestä­tig­te: „Jun­ge Frau­en für MINT-Beru­fe zu begeis­tern – das ist das Ziel der Girls’Day Aka­de­mie. Denn jun­ge Frau­en haben die Fähig­kei­ten, um in einem tech­ni­schen Beruf erfolg­reich zu sein. Die Aka­de­mie gibt Schü­le­rin­nen kon­kre­te Ein­bli­cke in den Arbeits­all­tag und zeigt Kar­rie­re­we­ge auf. Die­ses erfolg­rei­che Pro­jekt unter­stüt­zen wir mit Über­zeu­gung. Poli­tik, Wirt­schaft und Schu­len zie­hen dabei an einem Strang, um den Fach­kräf­te­nach­wuchs gezielt zu för­dern und die Wett­be­werbs­fä­hig­keit des Stand­orts Bay­ern lang­fris­tig zu sichern.“

Pres­se­state­ment von bay­me vbm und vbw

Ver­bän­de beto­nen Hebel­wir­kung von pass­ge­nau­en Aus- und Weiterbildungsangeboten

Im Nach­gang zu ihrer Früh­jahrs­um­fra­ge zur Aus­bil­dungs­si­tua­ti­on in der baye­ri­schen Metall- und Elek­tro­in­dus­trie beto­nen die baye­ri­schen Metall- und Elek­tro Arbeit­ge­ber­ver­bän­de bay­me vbm und die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. den Stel­len­wert von ziel­ge­rich­te­ten Aus- und Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bo­ten für die Siche­rung des Arbeits- und Fach­kräf­te­be­darfs der Unter­neh­men im Freistaat.

bay­me vbm vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt macht klar: „Obwohl die aktu­el­le Kon­junk­tur- und Struk­tur­kri­se spür­bar dämp­fend auf den Arbeits­markt wirkt, bleibt die Fach­kräf­te­si­che­rung eine der zen­tra­len Zukunfts­auf­ga­ben. Die Zahl der neu abge­schlos­se­nen Aus­bil­dungs­ver­trä­ge in der M+E Indus­trie ist 2024 im Ver­gleich zum Vor­jahr leicht auf 15.029 gesun­ken. Ins­ge­samt inves­tier­ten die Unter­neh­men in Deutsch­land 2022 knapp 46 Mil­li­ar­den Euro in Wei­ter­bil­dung, in der M+E Bran­che machen 88,7 Pro­zent ihren Beschäf­tig­ten Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bo­te.“ Gleich­zei­tig blie­ben am Aus­bil­dungs- und Arbeits­markt vie­le Stel­len unbe­setzt, weil aus­rei­chend oder pas­sen­de Bewer­ber fehl­ten. Umso wich­ti­ger sei­en geziel­te und pra­xis­na­he Ange­bo­te zur Berufs- und Stu­di­en­ori­en­tie­rung an Schu­len sowie berufs­be­glei­ten­de Maß­nah­men zur Aus- und Weiterbildung.

Um mög­lichst vie­len Azu­bis den erfolg­rei­chen und für sie pas­sen­den Abschluss ihrer Aus­bil­dung zu ermög­li­chen, hat die vbw gemein­sam mit dem Kul­tus­mi­nis­te­ri­um im Rah­men der Stif­tung Bil­dungs­pakt Bay­ern das Pro­jekt „cle­ver clus­tern – gut ver­netzt in den Beruf“ ins Leben geru­fen. Es star­te­te am 5. Febru­ar 2025 an 15 baye­ri­schen Berufs­schu­len. Bros­sardt erläu­tert: „Durch die noch enge­re Ver­net­zung und Zusam­men­ar­beit zwi­schen Berufs­schu­le und Aus­bil­dungs­be­trieb opti­mie­ren wir die Lern­be­glei­tung der Jugend­li­chen. So kön­nen wir Azu­bis noch indi­vi­du­el­ler för­dern, gleich­zei­tig aber auch die Zahl der Aus­bil­dungs­ab­brü­che wirk­sam sen­ken und das Matching von Azu­bi und Betrieb erleichtern.“

Zur Hebung der Fach­kräf­te­po­ten­zia­le haben die Ver­bän­de im März die­ses Jah­res mit dem Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­um für Unter­richt und Kul­tus, sowie der RD Bay­ern der Bun­des­agen­tur für Arbeit in Koope­ra­ti­on mit dem Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­um für Fami­lie, Arbeit und Sozia­les das Modell­pro­jekt „Berufs­ab­schluss in Teil­zeit hybrid“ gestar­tet. Es rich­tet sich im Rah­men der Initia­ti­ve Fach­kräf­te­si­che­rung FKS + an jun­ge Erwach­se­ne, die auf­grund ihrer Lebens­um­stän­de kei­ne Voll­zeit­aus­bil­dung machen kön­nen. „Ziel des Pro­jekts ist es, Per­so­nen für eine Aus­bil­dung oder eine betrieb­li­che Ein­zel­um­schu­lung in Teil­zeit zu begeis­tern. Die hybri­de Form gibt den Teil­neh­men­den mehr Fle­xi­bi­li­tät. Sie wer­den über die gesam­te Lauf­zeit indi­vi­du­ell beglei­tet“, so Bros­sardt abschließend.

Lage der baye­ri­schen M+E‑Industrie

Fast 10.000 Arbeits­plät­ze ver­lo­ren­ge­gan­gen im ers­ten Quar­tal 2025

Die wirt­schaft­li­che Lage in der baye­ri­schen M+E Indus­trie ist auch im ers­ten Quar­tal 2025 ange­spannt geblie­ben. So sei­en in den ers­ten drei Mona­ten fast 10.000 Arbeits­plät­ze in der baye­ri­schen M+E Indus­trie ver­lo­ren gegan­gen, tei­len bay­me – Baye­ri­scher Unter­neh­mens­ver­band Metall und Elek­tro e. V. und vbm – Ver­band der Baye­ri­schen Metall- und Elek­tro-Indus­trie e. V. mit.

„Die Belas­tun­gen der ver­gan­ge­nen Jah­re haben deut­li­che Spu­ren hin­ter­las­sen. Vor allem die hohen Ener­gie- und Zins­kos­ten, die hohe Büro­kra­tie­be­las­tung, die wach­sen­de Kon­kur­renz aus Chi­na sowie die poli­ti­schen Unsi­cher­hei­ten im In- und Aus­land haben dazu geführt, dass die baye­ri­sche M+E Indus­trie ihre Pro­duk­ti­on deut­lich zurück­fah­ren muss­te“, erläu­tert bay­me vbm Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt bei der Vor­stel­lung des aktu­el­len M+E Kon­junk­tur­re­ports der Ver­bän­de. Die Fol­ge sei­en unter­aus­ge­las­te­te Betrie­be und ein Abbau der Beschäf­ti­gung. Die struk­tu­rel­len Belas­tungs­fak­to­ren blie­ben dem­zu­fol­ge wei­ter­hin bestehen – allen vor­an der Han­dels­kon­flikt mit den USA, die geo­po­li­ti­schen Ver­wer­fun­gen sowie struk­tu­rel­le Stand­ort­pro­ble­me. Kon­junk­tu­rell schei­ne aber der Tief­punkt über­schrit­ten zu sein.

So stieg die baye­ri­sche M+E Pro­duk­ti­on im ers­ten Quar­tal 2025 um 2,3 Pro­zent gegen­über dem Vor­quar­tal an. Die Auf­trags­ein­gän­ge ent­wi­ckel­ten sich von einem nied­ri­gen Niveau aus­ge­hend zuletzt eben­falls auf­wärts. Gegen­über dem Vor­quar­tal stie­gen sie im ers­ten Quar­tal 2025 um 2,8 Pro­zent an. „Für eine Ent­war­nung ist es den­noch zu früh: Das Niveau der Pro­duk­ti­on und der Auf­trags­ein­gän­ge ist wei­ter zu nied­rig. Glei­ches gilt für die Kapa­zi­täts­aus­las­tung. Trotz eines leich­ten Anstiegs im ers­ten Quar­tal liegt sie mit aktu­ell 77,6 Pro­zent noch immer weit unter der Nor­mal­aus­las­tung von 85 Pro­zent. Die Betrie­be bau­en auch des­halb wei­ter Beschäf­ti­gung ab. In den ers­ten drei Mona­ten gin­gen fast 10.000 Arbeits­plät­ze in der baye­ri­schen M+E Indus­trie ver­lo­ren – das war der fünf­te Quar­tals­rück­gang in Fol­ge. Die Erwar­tun­gen der Betrie­be an die künf­ti­ge Geschäfts­la­ge erho­len sich nur lang­sam“, warnt Brossardt.

Umso wich­ti­ger sei es nun, das Momen­tum der neu­en Bun­des­re­gie­rung unter Fried­rich Merz zu nut­zen und die struk­tu­rel­len Belas­tun­gen am Stand­ort Deutsch­land anzu­ge­hen. „Der Koali­ti­ons­ver­trag und das Sofort­pro­gramm bie­ten dafür eine gute Grund­la­ge. Gera­de jetzt sind wachs­tums­för­dern­de und fes­ti­gen­de Maß­nah­men unum­gäng­lich. Wir begrü­ßen aus­drück­lich die von der Regie­rung auf­ge­zeig­ten Lösungs­vor­schlä­ge und das ange­kün­dig­te Tem­po. Nur so kann ein Befrei­ungs­schlag und damit wirt­schaft­li­ches Wachs­tum gelin­gen“, fasst Bros­sardt zusam­men. Der M+E Kon­junk­tur­re­port 02/​2025 ist hier zu finden.

Lage am M+E‑Ausbildungsmarkt

Bun­des­weit bran­chen­über­grei­fend wei­ter gute Ausbildungssituation

Die Aus­bil­dungs­si­tua­ti­on in Bund und Frei­staat bleibt 2024 trotz der schwie­ri­gen Wirt­schafts­la­ge für die Jugend­li­chen bran­chen­über­grei­fend gut, so eine Ana­ly­se der baye­ri­schen Metall- und Elek­tro-Arbeit­ge­ber­ver­bän­de bay­me vbm. 

Der Mit­tei­lung der bay­me vbm zufol­ge sank die Zahl der abge­schlos­se­nen Aus­bil­dungs­ver­trä­ge in Deutsch­land nur leicht. In Bay­ern ist die Zahl der abge­schlos­se­nen Aus­bil­dungs­ver­trä­ge eben­falls leicht um 0,6 Pro­zent auf 85.596 gesun­ken. Die baye­ri­sche Metall- und Elek­tro­in­dus­trie ver­zeich­ne­te 2024 mit 15.029 neu abge­schlos­se­nen Aus­bil­dungs­ver­trä­gen einen Rück­gang um zwei Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­jahr. „Sta­tis­tisch betrach­tet ste­hen jeder Bewer­be­rin und jedem Bewer­ber in Bay­ern bran­chen­über­grei­fend momen­tan etwa 1,7 Aus­bil­dungs­plät­ze zur Ver­fü­gung. Für die Jugend­li­chen ist das erfreu­lich. Der anhal­ten­de Bewer­ber­man­gel und die schwie­ri­ge Wirt­schafts­la­ge wir­ken aber dämp­fend auf den Aus­bil­dungs­markt“ erläu­tert Bert­ram Bros­sardt, Haupt­ge­schäfts­füh­rer der baye­ri­schen Metall- und Elek­tro-Arbeit­ge­ber­ver­bän­de bay­me vbm, die Ergeb­nis­se der aktu­el­len Umfra­ge zur Aus­bil­dungs­la­ge in den Mitgliedsunternehmen.

Momen­tan wer­de in der kon­junk­tu­rell beson­ders gebeu­tel­ten M+E‑Industrie für 2025 mit einem Rück­gang der abge­schlos­se­nen Aus­bil­dungs­ver­trä­ge um fünf Pro­zent gerech­net. Umso wich­ti­ger sei es, dass die wachs­tums­för­dern­den und stand­ort­si­chern­den Maß­nah­men, die im Koali­ti­ons­ver­trag fest­ge­legt wor­den sind, jetzt zügig umge­setzt werden.

Die Suche nach pas­sen­den Azu­bis blei­be für die M+E Unter­neh­men bei der Beset­zung ihrer offe­nen Aus­bil­dungs­plät­ze mit­tel- und lang­fris­tig eine zen­tra­le Her­aus­for­de­rung. Von den Betrie­ben, die einen Rück­gang ver­zeich­nen, nann­ten 59,7 Pro­zent das Feh­len geeig­ne­ter Bewer­ber als stärks­te Ursa­che für den Rück­gang an abge­schlos­se­nen Ver­trä­gen, 47,2 Pro­zent gaben an, dass zu wenig Bewer­bun­gen ein­gin­gen. Bros­sardt ergänzt. „Für ins­ge­samt 16,7 Pro­zent der befrag­ten Unter­neh­men ist die aktu­el­le Wirt­schafts­la­ge inzwi­schen ein Grund dafür, dass sie weni­ger Aus­bil­dungs­ver­trä­ge abge­schlos­sen haben. Trotz­dem bemü­hen sie sich wei­ter um Aus­bil­dung und die Chan­cen der Jugend­li­chen auf einen Aus­bil­dungs­platz blei­ben gera­de wegen vie­ler nicht besetz­ter Aus­bil­dungs­plät­ze wei­ter­hin gut.“

Die Über­nah­me­si­tua­ti­on in der baye­ri­schen M+E Indus­trie sei eben­falls wei­ter­hin her­vor­ra­gend. 93,2 Pro­zent der Betrie­be haben ihre Azu­bis 2024 befris­tet oder unbe­fris­tet über­nom­men. Erfolg­te kei­ne Über­nah­me, sei dies meist auf Wunsch des Azu­bis gesche­hen. Für 2025 blei­be die Über­nah­me­quo­te mit dem iden­ti­schen Wert sta­bil auf hohem Niveau.

„Der hohe Über­nah­me­wil­le zeigt das Inter­es­se der Unter­neh­men, ihre aus­ge­lern­ten Azu­bis lang­fris­tig an sich zu bin­den. Sie gewähr­leis­ten ihnen auch in den wirt­schaft­lich for­dern­den Zei­ten sta­bi­le und siche­re Per­spek­ti­ven“, so Brossardt. 

Girls‘Day 2025

bay­me vbm enga­gie­ren sich ziel­ge­rich­tet für Mäd­chen­för­de­rung im MINT-Bereich

Anläss­lich des dies­jäh­ri­gen Girls’­Day am 3. April betont der Haupt­ge­schäfts­füh­rer der baye­ri­schen Metall- und Elek­tro-Arbeit­ge­ber­ver­bän­de bay­me vbm den Stel­len­wert einer ziel­ge­rich­te­ten MINT-Talent­för­de­rung für die Fach­kräf­te­si­che­rung der baye­ri­schen Betriebe.

„Jähr­lich machen zahl­rei­che talen­tier­te jun­ge Frau­en ihren Schul­ab­schluss. Wir müs­sen mit pra­xis­na­her Berufs- und Stu­di­en­ori­en­tie­rung früh ihre Tech­nik­be­geis­te­rung wecken und sie auf die Kar­rie­re­per­spek­ti­ven in der baye­ri­schen M+E Indus­trie auf­merk­sam machen“, so Bros­sardt. Obwohl sich die aktu­el­le Kon­junk­tur- und Struk­tur­kri­se dämp­fend auf die Lage am Arbeits- und Aus­bil­dungs­markt aus­wir­ke, blei­be die Fach­kräf­te­si­che­rung mit­tel- und lang­fris­tig eine zen­tra­le Her­aus­for­de­rung. Dar­um müss­ten ins­be­son­de­re die weib­li­chen Beschäf­ti­gungs­po­ten­zia­le geho­ben wer­den. „Wir set­zen uns als Ver­bän­de selbst seit vie­len Jah­ren mit Pro­jek­ten wie den ‚Mäd­chen für Tech­nik-Camps‘‚ den ‚Girls‘Day Aka­de­mien‘ und dem ‚Girls‘Day Cam­pus‘ dafür ein, die Neu­gier jun­ger Frau­en auf MINT-Beru­fe zu wecken und ihr Ver­trau­en in die eige­nen tech­ni­schen Fähig­kei­ten zu stärken.“

Die Girls´Day Aka­de­mie bei­spiels­wei­se ist ein gemein­sa­mes Pro­jekt der baye­ri­schen Metall- und Elek­tro-Arbeit­ge­ber­ver­bän­de bay­me vbm, der Regio­nal­di­rek­ti­on Bay­ern der Bun­des­agen­tur für Arbeit und des Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­ums für Wirt­schaft, Lan­des­ent­wick­lung und Ener­gie. Mit inzwi­schen 16 Girls’Day Aka­de­mien und einem Girls’Day Cam­pus als Pilot­pro­jekt an baye­ri­schen Gym­na­si­en ist die Initia­ti­ve ein Erfolgs­mo­dell. An Real­schu­len und Gym­na­si­en erle­ben je 15 Mäd­chen ab der sieb­ten bis zur zwölf­ten Klas­se pra­xis­na­he Ein­bli­cke in die Welt der MINT-Beru­fe. „Bei Betriebs­be­sich­ti­gun­gen erhal­ten sie Infor­ma­tio­nen über mög­li­che Aus­bil­dungs­be­ru­fe sowie dua­le Stu­di­en­gän­ge. Um ihre tech­ni­schen Fähig­kei­ten aus­zu­bau­en, arbei­ten sie gemein­sam mit den Unter­neh­men an Pra­xis­pro­jek­ten“, führt Bros­sardt aus.

Um jun­ge Frau­en zum Bei­spiel für ein Prak­ti­kum früh­zei­tig mit den Betrie­ben in ihrer Regi­on zusam­men­zu­brin­gen, unter­stüt­zen die Ver­bän­de zahl­rei­che Initia­ti­ven wie das Pro­jekt „sprung­brett Speed Dating“. Es wur­de am 20. März die­ses Jah­res erst­ma­lig nur für Mäd­chen durch­ge­führt. „Beim ‚sprung­brett Speed Dating‘ haben sie die Mög­lich­keit, sich unkom­pli­ziert und in kur­zer Zeit nach­ein­an­der bei zahl­rei­chen Unter­neh­men vor­zu­stel­len und so viel­leicht sogar den ers­ten Kon­takt zum zukünf­ti­gen Arbeit­ge­ber zu knüp­fen“, so Bros­sardt abschließend.

Neue Platt­form “woMEn” – Lea­der­ship der Zukunft

Geziel­te Ver­net­zung von Frau­en in Führungspositionen

Die baye­ri­schen Metall- und Elek­tro-Arbeit­ge­ber­ver­bän­de bay­me-vbm haben mit „woMEn“ eine Platt­form geschaf­fen, mit der Frau­en in Füh­rungs­po­si­tio­nen gemein­sam ihre Netz­wer­ke pfle­gen können.

Anläss­lich der Auf­takt­ver­an­stal­tung „Lea­der­ship der Zukunft“ in Nürn­berg beton­te bay­me-vbm-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt die Bedeu­tung die­ses Enga­ge­ments: „Wir sind stolz, dass am Stand­ort Bay­ern so vie­le hoch­qua­li­fi­zier­te Frau­en Füh­rungs­po­si­tio­nen inne­ha­ben. Das gilt bran­chen­über­grei­fend genau­so wie mit Blick auf die Metall- und Elek­tro- Indus­trie. Mit woMEn möch­ten wir ein Forum bie­ten, in dem die Frau­en sich gewinn­brin­gend aus­tau­schen und so über alle Berei­che von Wirt­schaft, Poli­tik, Kunst oder auch Wis­sen­schaft hin­aus ver­net­zen kön­nen.“ Gleich­zei­tig hät­ten weib­li­che Nach­wuchs­kräf­te die Mög­lich­keit, von den Erfah­rungs­wer­ten im Netz­werk zu pro­fi­tie­ren. Im Anschluss zur Auf­takt­ver­an­stal­tung sind pro Jahr zwei Online-Work­shops geplant.

Neben der neu gestar­te­ten Platt­form enga­gie­ren sich bay­me-vbm seit fünf­zehn Jah­ren mit dem Pro­jekt „Frau­en in Füh­rungs­po­si­tio­nen“ für die För­de­rung von weib­li­chen Fach­kräf­ten mit Füh­rungs­po­ten­zi­al. Die Initia­ti­ve gibt den betei­lig­ten Frau­en über zwei Jah­re lang die Mög­lich­keit, mit Work­shops, Men­to­ring­pro­gram­men sowie einer Lern- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­platt­form an ihren per­sön­li­chen Stär­ken zu arbei­ten und für sich neue Per­spek­ti­ven im Unter­neh­men zu ent­de­cken. „Die Fach­kräf­te­si­che­rung bleibt für unse­re Unter­neh­men lang­fris­tig eine Her­aus­for­de­rung und auf die jun­gen Talen­te war­ten in der baye­ri­schen M + E Indus­trie aus­ge­zeich­ne­te Kar­rie­re- und Auf­stiegs­chan­cen. Indem wir weib­li­che Fach­kräf­te durch pass­ge­naue Qua­li­fi­ka­ti­on gezielt wei­ter­bil­den, erhö­hen wir mit­tel- und lang­fris­tig den Anteil von Frau­en in lei­ten­den Posi­tio­nen“, erklärt Brossardt.

Wich­tig sei, dass weib­li­che Nach­wuchs­kräf­te so früh wie mög­lich die eige­nen Stär­ken erken­nen und erfah­ren, wo der Arbeits­markt sie braucht. Pra­xis­na­he Berufs- und Stu­di­en­ori­en­tie­rung in Schu­len sei hier die zen­tra­le Stell­schrau­be. Im MINT-Bereich füh­ren bay­me-vbm dar­um mit Pro­jekt­part­nern an baye­ri­schen Real­schu­len und Gym­na­si­en zum Bei­spiel die „Girls’Day Aka­de­mien“ durch. In Koope­ra­ti­on zwi­schen der Schu­le, einem oder meh­re­ren Unter­neh­men und einer wei­ter­füh­ren­den Schu­le oder Hoch­schu­le erhal­ten die Schü­le­rin­nen ers­te Ein­bli­cke in die Welt der MINT-Beru­fe und ent­de­cken ihre Tech­nik­be­geis­te­rung. Sie fer­ti­gen unter Anlei­tung ers­te Werk­stü­cke wie einen Grill. „Die För­de­rung des weib­li­chen Nach­wuch­ses ist für die Fach­kräf­te­si­che­rung unse­rer Unter­neh­men unver­zicht­bar. Gleich­zei­tig ist sie für uns als Ver­bän­de eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit“, so Brossardt.