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Pres­se­mit­tei­lung zu den Ergeb­nis­sen der PISA-Stu­die 2025

Schü­ler in Kern­fä­chern wei­ter abgerutscht

Die Ergeb­nis­se der PISA-Stu­die 2025 zei­gen, dass Schü­ler in Kern­fä­chern wei­ter abge­rutscht sind. Ein Alarm­si­gnal für den Wirt­schafts­stand­ort, wie die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. betont.

„Gut 20 Pro­zent der deut­schen Schü­le­rin­nen und Schü­ler ver­fü­gen laut der aktu­el­len PISA-Stu­die über kei­ne siche­ren Basis­kom­pe­ten­zen in Mathe­ma­tik, Lesen und Natur­wis­sen­schaf­ten. Die­se Ergeb­nis­se sind alar­mie­rend, sie offen­ba­ren drin­gen­den Hand­lungs­be­darf. Die Jugend­li­chen sind in den Kern­kom­pe­ten­zen nach dem letz­ten PISA-Schock 2022 erneut zurück­ge­fal­len“, kom­men­tiert Bert­ram Bros­sardt, der Haupt­ge­schäfts­füh­rer der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V., die Ergeb­nis­se. Laut vbw ist die Ent­wick­lung höchst bedenk­lich, denn durch die schlech­ten Leis­tun­gen sin­ken auch die Chan­cen der Jugend­li­chen auf dem Aus­bil­dungs- und Arbeits­markt. Bros­sardt macht klar: „Für die Wett­be­werbs­fä­hig­keit unse­res Wirt­schafts­stand­or­tes sind wir auf gut qua­li­fi­zier­ten Fach­kräf­te- und Aka­de­mi­ker­nach­wuchs drin­gend ange­wie­sen. Er ist das Wert­volls­te, was wir als roh­stoff­ar­mes Land haben. Dar­um kön­nen wir uns sol­che Ergeb­nis­se schlicht­weg nicht leis­ten. Wir müs­sen drin­gend mit Maß­nah­men gegen­steu­ern, indem Bund und Län­der die ein­ge­lei­te­ten Refor­men nach PISA 2022 noch kon­se­quen­ter umset­zen. Das ist die ein­zi­ge Chan­ce, um inter­na­tio­nal nicht den Anschluss zu verlieren.“

Zen­tra­ler Hebel aus den ange­sto­ße­nen län­der­spe­zi­fi­schen Maß­nah­men wie der PISA-Offen­si­ve 2023 in Bay­ern ist laut vbw die kon­se­quen­te Sprach­för­de­rung. „Da eine gesi­cher­te Sprach- und Lese­kom­pe­tenz fächer­über­grei­fend aus­schlag­ge­bend für gute Leis­tun­gen ist, müs­sen wir die­se Fähig­kei­ten früh för­dern, Sprach­de­fi­zi­ten ent­ge­gen­wir­ken und Sprach­kom­pe­tenz mit Leis­tungs­tests auch an wei­ter­füh­ren­den Schu­len kon­ti­nu­ier­lich sicher­stel­len. Die Basis­kom­pe­ten­zen Deutsch und Mathe­ma­tik müs­sen wir ins Zen­trum rücken und für mehr Par­ti­zi­pa­ti­ons­ge­rech­tig­keit sor­gen, indem wir das Ganz­ta­ges­an­ge­bot wei­ter aus­bau­en. Auch die Poten­zia­le des bun­des­wei­ten Start­chan­cen-Pro­gramms müs­sen wir noch geziel­ter nut­zen. Uns darf kein Kind und kein Jugend­li­cher auf dem Bil­dungs­weg ver­lo­ren gehen“, so Brossardt.

Gleich­zei­tig macht die vbw klar, dass die deutsch­land­wei­te PISA-Stu­die nicht auto­ma­tisch Aus­sa­gen zu den län­der­spe­zi­fi­schen Leis­tun­gen zulässt. „Ent­spre­chend wich­tig sind für uns die Ergeb­nis­se der föde­ra­len Leis­tungs­tests wie dem INSM-Bil­dungs­mo­ni­tor, der am 14. Sep­tem­ber 2026 vor­ge­stellt wird. Die­ser und auch der IQB-Bil­dungs­trend haben in den ver­gan­ge­nen Jah­ren gezeigt, dass die baye­ri­schen Schu­len bei einem bun­des­weit absin­ken­den Bil­dungs­ni­veau immer­hin noch bes­ser auf­ge­stellt sind als der Bun­des­durch­schnitt. Die Baye­ri­sche Staats­re­gie­rung hat mit ihrem Maß­nah­men­ka­ta­log nach dem letz­ten PISA-Schock 2022 an den rich­ti­gen Stel­len nach­ge­steu­ert, aber die­se nega­ti­ve Ent­wick­lung macht auch vor den Klas­sen­zim­mern im Frei­staat nicht halt. Wir dür­fen uns auf guten Ergeb­nis­sen nicht aus­ru­hen und müs­sen ins­be­son­de­re die mit der PISA-Offen­si­ve 2023 ein­ge­setz­ten Maß­nah­men, wie etwa die durch­gän­gi­ge Sprach­för­de­rung, gezielt wei­ter kraft­voll umset­zen”, betont Bros­sardt abschließend.

Kunst­werk für Demo­kra­tie, Respekt und Menschenwürde

Demo­kra­tie groß­ge­schrie­ben – Graf­fi­ti-Pro­jekt setzt sicht­ba­res Zei­chen an der Poli­zei­in­spek­ti­on Bamberg

Wer künf­tig an der Poli­zei­in­spek­ti­on Bam­berg-Stadt vor­bei­kommt, sieht es sofort: In gro­ßen Let­tern prangt das Wort „Demo­kra­tie” an der Fas­sa­de – ein Graf­fi­ti, das Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Graf-Stauf­fen­berg-Schu­le gemein­sam mit der Poli­zei und einem pro­fes­sio­nel­len Graf­fi­ti­künst­ler gestal­tet haben, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. Ein Pro­jekt der Part­ner­schaft für Demo­kra­tie Bam­berg, das weit über die Wand hinauswirkt.

Von der lee­ren Wand zum State­ment Ent­stan­den ist das Kunst­werk an zwei Pro­jekt­ta­gen, an denen aus einer schlich­ten Fas­sa­de Schritt für Schritt ein far­ben­fro­hes Gemein­schafts­werk wur­de. In wei­ßen Maler­an­zü­gen und mit FFP2-Mas­ken aus­ge­stat­tet, durf­ten sich die Jugend­li­chen zunächst mit ers­ten Zeich­nun­gen und Namens­zü­gen aus­to­ben. Nach und nach füll­te sich die Flä­che, wäh­rend die Teil­neh­men­den im Umgang mit den Spray­do­sen zuneh­mend siche­rer wur­den. Nach einer anschlie­ßend auf­ge­tra­ge­nen Grund­skiz­ze wur­den erst die gro­ßen Flä­chen gefüllt, bevor sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler Schritt für Schritt an die Details wag­ten. Der Graf­fi­ti­künst­ler Nor­man Pfitz­ner ali­as Anpy­Art stand dem Kunst­kurs der Graf-Stauf­fen­berg-Schu­le dabei mit Tipps und Tricks zur Sei­te – und leg­te zum Schluss selbst noch letz­te Hand an.

Ent­wi­ckelt wur­de das Motiv von den Jugend­li­chen gemein­sam mit den Jugend­kon­takt­be­am­ten der Poli­zei­in­spek­ti­on Bam­berg-Stadt und dem Graf­fi­ti­künst­ler. Im Vor­der­grund stand dabei die Bot­schaft, dass Demo­kra­tie groß­ge­schrie­ben wird – im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes ziert der Schrift­zug „Demo­kra­tie” nun deut­lich sicht­bar die Fas­sa­de. Bei der Ent­wick­lung des Motivs setz­ten sich die Jugend­li­chen inten­siv mit den The­men Respekt, Demo­kra­tie und Men­schen­wür­de aus­ein­an­der. Auch das sozia­le Mit­ein­an­der stand im Fokus: Nur durch die gemein­sa­me Akti­on aller Betei­lig­ten konn­te das Kunst­werk an der Fas­sa­de entstehen.

Die zen­tra­le Bot­schaft ist unüber­seh­bar – und das ist Absicht. „Demo­kra­tie ist kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit. Sie lebt von Men­schen, die Ver­ant­wor­tung über­neh­men, ande­re respek­tie­ren und sich aktiv für unser gemein­sa­mes Zusam­men­le­ben ein­set­zen. Dass das Wort ‚Demo­kra­tie‘ nun in gro­ßen Buch­sta­ben die Fas­sa­de der Poli­zei­in­spek­ti­on prägt, ist ein star­kes Sym­bol: Demo­kra­tie muss sicht­bar sein – und sie muss jeden Tag neu gelebt wer­den“, sagt Zwei­ter Bür­ger­meis­ter und Sozi­al­re­fe­rent Jonas Glüsenkamp.

Das Pro­jekt ermög­lich­te einen direk­ten und per­sön­li­chen Aus­tausch zwi­schen Schü­ler­schaft und Poli­zei und stärk­te durch die krea­ti­ve Aus­ein­an­der­set­zung mit gesell­schaft­lich rele­van­ten The­men die Selbst­wirk­sam­keit der Teil­neh­men­den. Gleich­zei­tig wur­de Street­art als lega­le Kunst­form im öffent­li­chen Raum erleb­bar gemacht. Sicht­bar im Stadt­bild – auch nach dem Projekt.

Anders als vie­le Pro­jekt­ta­ge endet die­ses nicht mit dem Auf­räu­men der Farb­do­sen. Die Fas­sa­de an der stark befah­re­nen Ver­kehrs­ach­se bleibt dau­er­haft bestehen und prägt damit auch künf­tig das Stadt­bild. Für die betei­lig­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler eben­so wie für die gesam­te Stadt­ge­sell­schaft bie­tet sie einen Anlass, immer wie­der über die Wer­te hin­ter dem Motiv nach­zu­den­ken – mit­ten im All­tag, an einem Ort, den vie­le Men­schen täg­lich pas­sie­ren. Das Pro­jekt ent­stand in Koope­ra­ti­on der Graf-Stauf­fen­berg-Schu­le, der Poli­zei­in­spek­ti­on Bam­berg-Stadt, dem Stadt­ju­gend­amt und dem Amt für Inklu­si­on der Stadt Bam­berg. Mit­fi­nan­ziert wur­de es durch das Bun­des­pro­gramm „Demo­kra­tie leben!” im Rah­men der Part­ner­schaft für Demo­kra­tie in der Stadt Bamberg.

808 Schü­le­rin­nen und Schü­ler wur­den erfolg­reich untergebracht

Trotz hoher Nach­fra­ge: Jedes Kind erhält Platz an Bam­ber­ger Gymnasien

Die Ein­schrei­be­wo­che an den Bam­ber­ger Gym­na­si­en ist abge­schlos­sen: Ins­ge­samt wur­den 808 Schü­le­rin­nen und Schü­ler an den sie­ben Gym­na­si­en in Stadt und Land­kreis ange­mel­det. Die gute Nach­richt für Fami­li­en: Allen Kin­dern wur­de ein Platz an einem Bam­ber­ger Gym­na­si­um ange­bo­ten, wie Stadt Bam­berg und Land­kreis Bam­berg mitteilen.

Die Nach­fra­ge nach den Schul­plät­zen war erneut hoch. Die sie­ben Bam­ber­ger Gym­na­si­en bie­ten schließ­lich ein brei­tes Spek­trum an Pro­fi­len und Aus­bil­dungs­rich­tun­gen – von sprach­li­chen und musi­schen Schwer­punk­ten bis hin zu Gym­na­si­en mit meh­re­ren Aus­bil­dungs­rich­tun­gen. Auf­grund der hohen Nach­fra­ge muss­ten ein­zel­ne Anmel­dun­gen zwi­schen den Schu­len abge­stimmt wer­den. Dank der engen Zusam­men­ar­beit aller Gym­na­si­en wur­de jedoch für jedes Kind eine Lösung gefunden.

Mög­lich wur­de dies durch eine inten­si­ve und enge Abspra­che der Schul­lei­tun­gen. Mar­kus Kne­bel, aktu­ell Spre­cher der Bam­ber­ger Gym­na­si­en und Lei­ter des E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiums, betont: „Die hohe Nach­fra­ge kam nicht über­ra­schend. Des­halb haben sich die Gym­na­si­en früh­zei­tig koor­di­niert und gemein­sam dar­auf hin­ge­ar­bei­tet, allen Kin­dern einen Platz an einem Gym­na­si­um in Bam­berg zu ermöglichen.“


Es bleibt Handlungsbedarf

Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er, der­zeit Vor­sit­zen­der des Zweck­ver­bands Gym­na­si­um, dankt dem Enga­ge­ment der Schul­lei­tun­gen: „Ich freue mich, dass wir allen Schü­le­rin­nen und Schü­lern einen Platz anbie­ten kön­nen und kein Kind abge­wie­sen wer­den muss.“ Trotz­dem blei­be es ein wich­ti­ger Arbeits­auf­trag für den Zweck­ver­band, die Gym­na­si­al­land­schaft wei­ter zu ent­wi­ckeln. Gro­ßer Beliebt­heit erfreu­te sich in die­sem Jahr wie­der das Eichen­dorff-Gym­na­si­um. Die städ­ti­sche Schu­le ver­zeich­ne­te dies­mal fast dop­pelt so vie­le Anmel­dun­gen wie Plät­ze vor­han­den sind. Des­halb konn­te hier nicht jeder Erst­wunsch, was die Wahl des Gym­na­si­ums angeht, erfüllt wer­den. „Natür­lich freu­en wir uns über so viel Zulauf, haben jedoch gro­ßes Ver­ständ­nis über Ent­täu­schung, wenn nicht alle Erst­wün­sche erfüllt wer­den kön­nen“, so der Ober­bür­ger­meis­ter. Gemein­sam mit dem Land­kreis wer­de genau ana­ly­siert wer­den, wel­che Maß­nah­men der Zweck­ver­band in Zukunft tref­fen kann, um den Schü­ler­ent­wick­lun­gen wei­ter­hin gerecht zu werden.

Abwechs­lungs­rei­ches Programm

Vil­la­cher Schü­le­rin­nen und Schü­ler auf Bamberg-Tour

Die gro­ße Hit­ze­wel­le Anfang Juli konn­te sie kaum brem­sen Mit gro­ßem Ent­de­ckungs­drang mach­ten sich 25 Schü­le­rin­nen und Schü­ler des Per­au-Gym­na­si­ums Vil­lach auf, Vil­lachs Part­ner­stadt Bam­berg zu erkun­den, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Die Vil­la­cher Schü­le­rin­nen und Schü­ler hiel­ten sich für eini­ge Tage im Franz-Lud­wig-Gym­na­si­um, der Part­ner­schu­le des Per­au-Gym­na­si­ums, auf. Groß war die Freu­de, als die Schü­le­rin­nen und Schü­ler ihre Aus­tausch­part­ner wie­der­sa­hen, die sie im Dezem­ber 2024 in Vil­lach ken­nen­lern­ten. Sei­tens der Stadt Bam­berg wur­den die Vil­la­cher von Drit­tem Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Metz­ner emp­fan­gen, der ihnen gleich viel Wis­sens­wer­tes über Bam­berg mit auf den Weg gab. Das abwechs­lungs­rei­che Auf­ent­halts­pro­gramm sah neben einer Stadt­be­sich­ti­gung den Besuch von Hain­bad und Sta­di­on­bad vor. Über­dies nah­men die Schü­le­rin­nen und Schü­ler an einer Füh­rung durch die Bam­ber­ger Stol­len teil und besuch­ten einen Bierkeller.

Orga­ni­siert wird der Aus­tausch von Johan­nes Hla­won vom Franz-Lud­wig-Gym­na­si­um sowie von Paul Kir­cher und Bar­ba­ra Karl­bau­er vom Per­au-Gym­na­si­um Villach.

„Ihnen ste­hen alle Türen offen“

Aus­zeich­nun­gen für die bes­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler des Schuljahrs

Land­rat Johann Kalb und Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp haben die bes­ten Bam­ber­ger Schü­le­rin­nen und Schü­ler des zurück­lie­gen­den Schul­jahrs aus­ge­zeich­net. „Ihnen ste­hen alle Türen offen“, sag­te Kalb.

Knapp 100 Schü­le­rin­nen und Schü­ler von Mit­tel- und Real­schu­len, Gym­na­si­en, Fach­ober­schu­len, Fach­aka­de­mien, Wirt­schafts­schu­len, Berufs­fach­schu­len, Fach­schu­len und Berufs­ober­schu­len aus Stadt und Land­kreis Bam­berg wur­den in der letz­ten Schul­wo­che vor den Feri­en im Kul­tur­bo­den Hall­stadt für ihre Leis­tun­gen im zurück­lie­gen­den Schul­jahr aus­ge­zeich­net, so das Land­rats­amt in einer Mitteilung.

„Ihnen ste­hen alle Türen offen“, sag­te Land­rat Johann Kalb bei der Aus­zeich­nung der bes­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler. Zwar sei die Zahl der hie­si­gen Schul­ab­sol­ven­tin­nen und ‑absol­ven­ten in den letz­ten zehn Jah­ren von rund 6.500 auf 5.000 gesun­ken. Die Zahl der Aus­bil­dungs­ver­trä­ge stieg aller­dings um mehr als 200 auf 3.600. Viel­fäl­ti­ger gewor­den sei zudem das Studienangebot.

Bam­bergs Zwei­ter Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp lob­te die Leis­tun­gen der Schü­le­rin­nen und Schü­ler. „Ihr habt wahn­sin­nig viel gelernt und super Resul­ta­te erzielt. Ler­nen bringt die Men­schen wei­ter. Gera­de in Zei­ten des Fach­kräf­te­man­gels brau­chen wir Leu­te, die gern ler­nen, die neu­gie­rig und wis­sens­durs­tig sind, die ihre Talen­te ent­fal­ten und vie­le Kom­pe­ten­zen erwer­ben. Ihnen gehört die Zukunft. Denn Wis­sen ist eine Ressource.“

Auch Mag­da­le­na Thienel, die stell­ver­tre­tend für die Schü­ler­schaft Wor­te ans Publi­kum rich­te­te, for­der­te ihre Mit­ab­sol­ven­tin­nen und ‑absol­ven­ten auf, in der Schu­le erwor­be­nes Wis­sen und Fähig­kei­ten mit Herz und Ver­stand im eige­nen Leben ein­zu­set­zen. „In der Schu­le haben wir den Grund­stein für unse­re Bil­dung gelegt bekom­men, aber nun liegt es eben an uns, was wir dar­aus machen. Denn schließ­lich haben wir ja nicht für die Schu­le gelernt, son­dern für das Leben.“

Damit der Nach­wuchs sicher unter­wegs ist

Schü­le­rin­nen und Schü­ler üben bei der Verkehrssicherheitswoche

Die­se Akti­ons­ta­ge zum Schul­start haben Tra­di­ti­on: Grund­schü­le­rin­nen und ‑schü­ler ler­nen auf den gro­ßen Park­plät­zen hin­ter der Bro­se-Are­na, wor­auf im Stra­ßen­ver­kehr zu ach­ten ist. Es gilt einen Fahr­rad­par­cours zu bewäl­ti­gen, den toten Win­kel ein­zu­schät­zen und ein Bus­fahr­trai­ning zu absolvieren.

Der Start an der Bus-Sta­ti­on macht direkt Ein­druck auf die war­ten­den Schü­le­rin­nen und Schü­ler. Denn Stadt­wer­ke-Bus­fah­rer Harald Wes­se­ly lenkt das gro­ße Gefährt beim Brem­sen vor der Hal­te­stel­le ein, und dabei macht der Bus ein Hüt­chen platt. Die Schul­kin­der haben nun mit eige­nen Augen gese­hen, war­um man nicht direkt am Bord­stein oder Stra­ßen­rand ste­hen soll­te. Außer­dem ler­nen die Zweit­kläss­le­rin­nen und Zweit­kläss­ler, wie man am bes­ten ein- und aus­stei­gen soll­te, die Schul­ta­sche im Ste­hen und Sit­zen depo­niert wird oder wie man sich beim War­ten an der Hal­te­stel­le so auf­stellt, dass die oder der nächs­te nicht die Schul­ta­sche ins Gesicht bekommt.


Die Tücken des „toten Winkels“


Die Kin­der der drit­ten Klas­sen „wackeln“ wäh­rend­des­sen auf ihren Fahr­rä­dern durch einen Par­cours. Denn das „Schne­cken­ren­nen“ gewinnt, wer es am lang­sams­ten schafft, ohne abzu­set­zen. „Das ist eine gute Vor­be­rei­tung für die Fahr­rad­prü­fung in der vier­ten Klas­se“, erklärt Klaus Fuß, Ver­kehrs­er­zie­her bei der Poli­zei­in­spek­ti­on Bam­berg-Stadt. Eine Sta­ti­on wei­ter ler­nen die gro­ßen Grund­schul­kin­der der vier­ten Klas­sen, was ein „toter Win­kel“ ist und war­um die­ser so tückisch sein kann.

Bam­bergs Zwei­ter Bür­ger­meis­ter und Sozi­al­re­fe­rent Jonas Glüsen­kamp nahm sich Zeit und schau­te bei einem Orts­ter­min vor­bei. „Die Ver­kehrs­si­cher­heits­wo­che ist ein tol­les und wich­ti­ges Koope­ra­ti­ons­pro­jekt. Ich wün­sche mir, dass auch die Erwach­se­nen gera­de in den ers­ten Schul­wo­chen beson­ders auf­merk­sam im Stra­ßen­ver­kehr sind und Rück­sicht nehmen.“

Ins­ge­samt 20 Klas­sen je Jahr­gangs­stu­fe neh­men 2021 an der Akti­ons­wo­che teil, die die­ses Jahr zum 12. Mal statt­fin­det. Orga­ni­siert wur­de sie vom städ­ti­schen Amt für Bil­dung, Schu­len und Sport gemein­sam mit den Stadt­wer­ken Bam­berg und der Poli­zei­in­spek­ti­on Bam­berg-Stadt. Außer­dem betei­li­gen sich die Kreis­ver­kehrs­wacht Bam­berg, die Spar­kas­se Bam­berg, das Bus­un­ter­neh­men Basel, die Fahr­schu­le Lisow­ski und die Bro­se Arena.