Stu­die

Risi­ken für Bay­erns Unter­neh­men wachsen

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Risiken
Symbolbild, Foto: Pixabay
Seit Jah­ren wach­sen welt­wei­te wirt­schaft­li­che Risi­ken für Unter­neh­men. Sie haben sich inzwi­schen auf einem besorg­nis­er­re­gen­den Niveau ein­ge­pen­delt. Eine vom Insti­tut der deut­schen Wirt­schaft Köln erstell­te Stu­die beleuch­tet Risi­ko­wahr­neh­mung, dar­aus resul­tie­ren­de Stand­ort­pro­ble­me und Gegen­maß­nah­men der Unternehmen.

„Die Fach­kräf­te­eng­päs­se rücken auf Platz 1 der Risi­ko­ska­la. 43 Pro­zent der Unter­neh­men sehen dar­in ein hohes Risi­ko für ihre Geschäfts­ab­läu­fe“, wird Bert­ram Bros­sardt in einer Pres­se­mit­tei­lung zitiert, der Haupt­ge­schäfts­füh­rer der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. Auf Platz zwei folg­ten dem­zu­fol­ge struk­tu­rel­le Kos­ten­stei­ge­run­gen, etwa für Ener­gie, Vor­leis­tun­gen, Lager­hal­tung oder Per­so­nal, die für 41 Pro­zent der Unter­neh­men ein hohes Risi­ko dar­stell­ten. Das zei­ge die vbw-Stu­die „Inter­na­tio­na­le Risi­ken für baye­ri­sche Unter­neh­men“, die vom Insti­tut der deut­schen Wirt­schaft Köln erstellt wur­de. Sie beleuch­tet Risi­ko­wahr­neh­mung, dar­aus resul­tie­ren­de Stand­ort­pro­ble­me und Gegen­maß­nah­men der Unternehmen.

Auf den Plät­zen drei bis fünf der aktu­el­len Ska­la hoher Risi­ken ste­hen die Cyber-Kri­mi­na­li­tät (39 Pro­zent), der Aus­fall kri­ti­scher Infra­struk­tur (36 Pro­zent) und eine Finanz­markt­kri­se (29 Pro­zent). „Die Angst vor Cyber-Kri­mi­na­li­tät, dar­un­ter Daten­dieb­stahl oder das kom­plet­te Lahm­le­gen des Betriebs, belas­tet die Unter­neh­men immer stär­ker. Nicht nur der Russ­land-Ukrai­ne-Krieg, son­dern auch die geo­po­li­ti­schen Span­nun­gen mit Chi­na haben die Gefah­ren­la­ge ver­schärft“, erklärt Brossardt.

Erst­mals sei­en für die Stu­die Unter­neh­men nach der Rele­vanz der Risi­ko­fak­to­ren für Stand­ort- und Inves­ti­ti­ons­ent­schei­dun­gen gefragt wor­den und danach, ob die­se ihr Geschäfts­mo­dell gefähr­de­ten, als Inves­ti­ti­ons­hemm­nis wirk­ten oder zu Aus­lands­ver­la­ge­run­gen führ­ten. „Struk­tu­rel­le Kos­ten­stei­ge­run­gen haben den größ­ten Ein­fluss auf Stand­ort- bezie­hungs­wei­se Inves­ti­ti­ons­ent­schei­dun­gen“, erklärt Bros­sardt. 26 Pro­zent der Unter­neh­men sehen Kos­ten­stei­ge­run­gen, etwa für Ener­gie, als Gefahr für das Geschäfts­mo­dell und 31 Pro­zent als Inves­ti­ti­ons­hemm­nis an. Auch vie­le wei­te­re der hin­ter­frag­ten Risi­ko­fak­to­ren beein­träch­ti­gen Geschäfts­mo­del­le und Inves­ti­tio­nen der Unter­neh­men. „Das ist eine gefähr­li­che Kom­bi­na­ti­on, weil eine Anpas­sung des Geschäfts­mo­dells in der Regel Inves­ti­tio­nen erfor­dert. Die Stu­die zeigt, dass die Risi­ko­la­ge vor allem gro­ße und stark inter­na­tio­na­li­sier­te Fir­men zu Aus­lands­ver­la­ge­run­gen ver­an­lasst. Wir müs­sen die Kos­ten in den Griff bekom­men, um eine Deindus­tria­li­sie­rung zu ver­hin­dern, Inves­ti­tio­nen in die Zukunfts­fä­hig­keit unse­res Indus­trie­stand­orts zu ermög­li­chen und Bay­ern und Deutsch­land auf Inno­va­ti­ons­kurs zu hal­ten“, so Brossardt.

Vie­len Risi­ken könn­ten Unter­neh­men dem­zu­fol­ge nur sehr ein­ge­schränkt selbst ent­ge­gen­wir­ken. Am wenigs­ten gewapp­net wür­den sie sich gegen schwie­ri­ge Stand­ort­be­din­gun­gen, geo­po­li­ti­sche Risi­ken und eine Finanz­markt­kri­se sehen. „Hier stößt die eige­ne unter­neh­me­ri­sche Vor­sor­ge an Gren­zen. Für sol­che Her­aus­for­de­run­gen brau­chen wir ver­läss­li­che staat­li­che Risi­ko­stra­te­gien und Rah­men­be­din­gun­gen“, so Bros­sardt abschließend.

Die Stu­die ist Sie hier zu finden.

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