Für 1.957 Azubis aus Oberfranken wird es ernst
Start der IHK-Abschlussprüfungen
Am morgigen Dienstag, dem 28. April, beginnen für viele Auszubildende die IHK-Abschlussprüfungen, wie die IHK für Oberfranken Bayreuth mitteilt. Insgesamt 1.957 Auszubildende legen bei der IHK für Oberfranken Bayreuth ihre Prüfungen in insgesamt 100 Berufen ab.
Für Michael von Hertell, Leiter der beruflichen Bildung, ist die duale Ausbildung ein echter Erfolgsfaktor: Die Ausbildung in einem Betrieb lege das Fundament für einen nachhaltigen, erfolgreichen Berufsweg. Die Azubis bauten nicht nur umfangreiche Fachkenntnisse auf, sondern entwickelten sich dabei auch persönlich stark weiter. Er betont, wer sich für eine Ausbildung entscheide, stell die richtigen Weichen für die Zukunft.
Zunächst stehen am 28. und 29. April für 1.465 Prüflinge in 52 kaufmännischen und kaufmännisch verwandten Berufen die schriftlichen Abschlussprüfungen auf dem Programm. Dazu gehören Kaufleute für Büromanagement sowie Einzelhandels- und Bankkaufleute. Ab dem 5. und 6. Mai folgen die Prüfungen für 492 Prüflinge in 48 technischen Berufen, darunter Industriemechaniker, Mechatroniker und Elektroniker. Die mündlichen und praktischen Prüfungen finden für die technischen Berufe zwischen dem 22. Juni und 31. Juli 2026, für die kaufmännischen Berufe zwischen dem 29. Juni und dem 31. Juli 2026 statt.
Zwei von drei Ausbildungsverhältnissen bei IHK-Unternehmen
Für die Prüflinge geht mit der Abschlussprüfung ein wichtiger Lebensabschnitt zu Ende: Unsere Unternehmen sind auf qualifizierte Nachwuchskräfte angewiesen, um die Herausforderungen von heute und morgen zu meistern, unterstreicht von Hertell. Eine fundierte Ausbildung ist aber auch der Schlüssel, um den Wirtschaftsstandort Oberfranken langfristig zu stärken.
Die Förderung der beruflichen Bildung bleibt zentrale Aufgabe der deutschen IHKs. Mit einer bundesweiten Ausbildungskampagne setzen die deutschen IHKs Impulse, um das Ansehen der dualen Ausbildung weiter zu erhöhen und mehr junge Menschen für diesen Karriereweg zu begeistern. Unter dem Motto “Jetzt #könnenlernen – Ausbildung macht mehr aus uns” geben echte Auszubildende Einblicke in ihre Arbeitswelt und zeigen: Ausbildung lohnt sich.
Die schriftlichen IHK-Abschlussprüfungen finden an bundesweit einheitlichen Terminen statt. Die IHKs in Oberfranken stehen für knapp zwei Drittel aller Ausbildungsverhältnisse in der Region.
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Schülerinnen und Schüler der Mittelschulen in Oberfranken haben ihre Abschlussprüfungen absolviert
Regierung von Oberfranken ehrt die besten Absolventinnen und Absolventen
Auf Initiative der Regierung von Oberfranken wurden 59 Absolventinnen und Absolventen der Mittelschule für ihre herausragenden Leistungen im Qualifizierenden Abschluss und für den besten Mittleren Schulabschluss ausgezeichnet.
Die Jahrgangsbesten in den neun Schulamtsbezirken erhielten im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern der Handwerkskammer für Oberfranken, der Industrie- und Handelskammer (IHK) für Oberfranken Bayreuth und der IHK zu Coburg, der lokalen Politik sowie weiterer Gäste aus den Händen der Schulaufsicht vor Ort ihre Urkunden.
Schulamtsbezirk Bayreuth
Regierungspräsident von Oberfranken Florian Luderschmid gratulierte im Landratsamt Bayreuth den Besten des Schulamtsbezirks Bayreuth. In seinem Grußwort ging er auf schulische und berufliche Erfolgsfaktoren ein: „Herzlichen Glückwunsch zu Ihren herausragenden Leistungen! Die Ehrung haben Sie sich mehr als verdient. Sie würdigt nicht nur die schulischen Erfolge, sondern auch die Anstrengungsbereitschaft und die Fähigkeit, sich jeden Tag aufs Neue zum Lernen zu motivieren. Diese Tugenden werden auch im Übergang von der Schule in die Berufsausbildung hilfreich sein, gilt es doch, neue Strukturen, Abläufe und Erwartungen zu bewältigen. Auch zukünftig werden Familie, Freunde, Lehrkräfte sowie Ausbilderinnen und Ausbilder mit Rat und Tat zur Seite stehen. Für Ihren weiteren Weg wünsche ich Ihnen alles erdenklich Gute!”
Schulamtsbezirk Coburg
Regierungsvizepräsident Thomas Engel überbrachte im Schulamtsbezirk Coburg bei der Feierstunde an der Grund- und Mittelschule Ebersdorf die Glückwünsche an die Jahrgangsbesten: „Sie dürfen stolz auf sich sein und ich bin mir sicher, Ihre Familien und auch die Lehrkräfte, die Sie bis hierhin begleitet haben, sind es auch. Für den weiteren Weg ist auch das enge Zusammenwirken von Schulen, Unternehmen und Kammern, zum Beispiel über Bildungspartnerschaften, mitentscheidend, um jungen Menschen bestmögliche Chancen bieten zu können.”
Schulamtsbezirke Forchheim und Kulmbach
Stefan Kuen, Bereichsleiter Schulen der Regierung von Oberfranken, gratulierte in der Gereonkapelle in Forchheim den erfolgreichen Schülerinnen und Schülern. In Kulmbach würdigte Alexander Wunsch, Leiter des Sachgebietes 40.1 an der Regierung von Oberfranken die Leistungen der Absolventinnen und Absolventen. Beide appellierten an die jungen Menschen, nicht nur für die eigene berufliche Zukunft, sondern auch für die Allgemeinheit Verantwortung zu übernehmen und durch soziales Engagement und Ehrenamt das gesellschaftliche Leben mitzugestalten.
In den übrigen Schulamtsbezirken wurde die Ehrung durch die jeweiligen Schulamtsdirektorinnen und ‑direktoren vorgenommen.
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„Investition in die Zukunft“
Bamberg: 274 erfolgreiche Prüflinge der IHK-Berufsausbildung
Lob und höchsten Respekt zollt IHK-Präsidentin Sonja Weigand den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen der IHK-Ausbildungsabschlussprüfungen. Sie mussten nicht nur ein gesamtes Ausbildungsjahr, sondern auch ihre Abschlussprüfung unter erschwerten Corona-Bedingungen absolvieren.
„Die Herausforderungen der Pandemie haben Sie erfolgreich gemeistert. Sie haben nicht nur Ihr Fachwissen unter Beweis gestellt, sondern zugleich viel Engagement, Durchhaltevermögen und Motivation. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Leistung. Wir sind stolz auf Sie!“ Im Prüfbezirk Bamberg haben vierzehn Prüflinge mit Bestnote abgeschlossen.
Sonja Weigand, die auch Vorsitzende des IHK-Gremiums Bamberg ist, appelliert an die Absolventinnen und Absolventen, die Zukunft mit Optimismus anzugehen. „Aktuell erleben wir alle eine herausfordernde Zeit – Sie als Auszubildende, aber auch wir als Unternehmerinnen und Unternehmer. Aber wir wären nicht Unternehmer, wenn wir die Zukunft nicht mit Zuversicht und Optimismus angehen würden. Gerade jetzt brauchen wir engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um die Herausforderungen zu bewältigen. Ein erfolgreicher Ausbildungsabschluss ist für die erfolgreiche berufliche Zukunft eine hervorragende Ausgangsposition. Alle Türen stehen Ihnen offen, egal ob Sie im erlernten Beruf bleiben, eine Weiterbildung absolvieren oder ein Studium anstreben. Es liegt an Ihnen, den für Sie richtigen Weg zu finden“, so die IHK-Präsidentin.
14 Prüfungsbeste im Raum Bamberg
Im Rahmen der Winterprüfung haben im Prüfbezirk des IHK-Gremiums Bamberg insgesamt 274 Prüflinge ihre Abschlussprüfung erfolgreich abgelegt. 148 erfolgreiche Abschlüsse gab es bei den kaufmännischen Berufen, 126 bei den gewerblich-technischen. Im IHK-Gremium Bamberg erzielten 14 Absolventinnen und Absolventen die Traumnote Eins.
Logistische Herausforderung
„Die logistische Organisation der Prüfungen war aufgrund der pandemiebedingten Einschränkungen erneut sehr herausfordernd“, so Bernd Rehorz, Leiter der Beruflichen Bildung bei der IHK für Oberfranken Bayreuth. „Ohne die Flexibilität und das Engagement der ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfer wären die Prüfungen in dieser Form nicht zu bewältigen gewesen.“ Da die Prüfungen in Bezug auf den Zeitpunkt und die Aufgaben bundesweit einheitlich sind, fanden alleine am Prüfungstag 25. November 2020 Prüfungen an rund 60 verschiedenen Standorten in ganz Oberfranken statt, um die vorgegebenen Abstandsregeln einhalten zu können.
Wir sagen Ja zur Ausbildung
Mit Blick auf die aktuell negative Entwicklung der Ausbildungszahlen weist IHK-Präsidentin Weigand auf die hohe Bedeutung der Ausbildung für die regionalen Unternehmen hin. „Coronabedingt gab es 2020 einen dramatischen Einbruch bei den Ausbildungszahlen. Dieser Trend setzt sich leider auch in diesem Jahr fort. Wenn wir diese Entwicklung nicht rechtzeitig aufhalten, droht eine Fachkräftelücke, die für unsere Unternehmen zu einem existenziellen Problem werden kann“, so Weigand. Die Sicherung qualifizierter Nachwuchskräfte müsse deshalb jetzt im Vordergrund stehen. Um der Entwicklung gegenzusteuern hat die IHK die Kampagne „Wir sagen Ja zur Ausbildung“ gestartet. „Wir bündeln mit dieser Aktion alle Aktivitäten rund um die Ausbildung und setzen auch in der Öffentlichkeit ein starkes Zeichen für berufliche Bildung. Ausbildung ist eine Investition in die Zukunft – für Jugendliche, Unternehmen und die gesamte Wirtschaftsregion“, so IHK-Präsidentin Sonja Weigand.