Ehrung der besten Weiterbildungsabsolventinnen und ‑absolventen
Acht Meisterpreisträgerinnen und ‑träger aus dem Raum Bamberg
Die 49 besten der 425 Weiterbildungsabsolventinnen und ‑absolventen, die ihren Abschluss bei der IHK für Oberfranken gemacht haben, wurden mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet, darunter auch acht aus dem Einzugsgebiet des IHK-Gremiums Bamberg.
Als großes Schwerpunktthema der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth hat deren Vizepräsident Michael Bitzinger die Stärkung der beruflichen Bildung bezeichnet. Bei der Ehrung der Meisterpreisträger in Bayreuth sagt der Vizepräsident: Wir wollen zeigen, was die berufliche Bildung kann: Sie bringt hervorragend qualifizierte Fachkräfte hervor und trägt dazu bei, die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts Oberfranken zu stärken. Alle Meisterpreisträger hätten Herausragendes geleistet, so Bitzinger. Er bezeichnet die Absolventen als Aushängeschilder der beruflichen Bildung. Der Abschluss selbst sei ein echter Meilenstein.
Die Prüfungen hatten diesmal 425 Absolventen in 14 verschiedenen Abschlüssen bestanden. Besonders gefragt waren die Weiterbildungen zum Wirtschaftsfachwirt und zum Industriemeister Metall. 49 der 425 Absolventen wurden mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet. Diesen Preis erhalten jeweils die 20 Prozent Prüfungsbesten einer Fachrichtung, sofern sie mindestens ein gut als Abschlussnote erzielt haben. Alle Absolventen erhalten zudem den Meisterbonus der Bayerischen Staatsregierung, er beträgt derzeit 3000 Euro pro Person.
“Lebenslanges Lernen” viel mehr als nur ein Schlagwort
Nichts ist so beständig wie der Wandel, zitiert IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfram Brehm den griechischen Philosophen Heraklit. Gefühlt erfinde sich die Welt täglich neu: Gestern noch Faxgerät, heute schon KI-gesteuertes Projektmanagement. Gestern noch Meisterbrief auf Pergament, heute digitale Kompetenzzertifikate auf LinkedIn.” Aber genau dafür stünden die Absolventinnen und Absolventen: Dafür, dass lebenslanges Lernen kein leeres Schlagwort ist, sondern gelebte Realität. Den Meisterpreisträgern gibt der IHK-Hauptgeschäftsführer mit auf den Weg: Bleiben Sie neugierig, bleiben Sie mutig und behalten Sie Ihren Humor, gerade dann, wenn die KI mal wieder denkt, sie könne Ihren Job besser machen.
Sich den Veränderungen zu stellen und Herausforderungen anzunehmen, dazu ruft der oberfränkische Regierungsvizepräsident Thomas Engel die Absolventen auf. Als eine der größten Herausforderungen für die oberfränkische Wirtschaft bezeichnete er die Gewinnung von Fach- und Führungskräften. Als Prüfungsbeste hätten die Meisterpreisträger ihre herausragende Leistungsbereitschaft und ihr besonderes Engagement eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Acht erfolgreiche Meisterpreisträger aus dem Raum Bamberg
Die Meisterpreisträger aus dem Bereich des IHK-Gremiums Bamberg sind: Elena Hack (Pettstadt), Niklas Kalb (Bamberg), Sophie Martins (Hallstadt), Ragna Schaller (Breitengüßbach), Adriane Seitz (Frensdorf), Anne Stöhr (Zapfendorf), Laura Weiß (Bamberg) und Kathrin Zeichner (Bamberg).
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Pressestatement von bayme vbm und vbw
Verbände betonen Hebelwirkung von passgenauen Aus- und Weiterbildungsangeboten
Im Nachgang zu ihrer Frühjahrsumfrage zur Ausbildungssituation in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie betonen die bayerischen Metall- und Elektro Arbeitgeberverbände bayme vbm und die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. den Stellenwert von zielgerichteten Aus- und Weiterbildungsangeboten für die Sicherung des Arbeits- und Fachkräftebedarfs der Unternehmen im Freistaat.
bayme vbm vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt macht klar: „Obwohl die aktuelle Konjunktur- und Strukturkrise spürbar dämpfend auf den Arbeitsmarkt wirkt, bleibt die Fachkräftesicherung eine der zentralen Zukunftsaufgaben. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in der M+E Industrie ist 2024 im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 15.029 gesunken. Insgesamt investierten die Unternehmen in Deutschland 2022 knapp 46 Milliarden Euro in Weiterbildung, in der M+E Branche machen 88,7 Prozent ihren Beschäftigten Weiterbildungsangebote.“ Gleichzeitig blieben am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt viele Stellen unbesetzt, weil ausreichend oder passende Bewerber fehlten. Umso wichtiger seien gezielte und praxisnahe Angebote zur Berufs- und Studienorientierung an Schulen sowie berufsbegleitende Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung.
Um möglichst vielen Azubis den erfolgreichen und für sie passenden Abschluss ihrer Ausbildung zu ermöglichen, hat die vbw gemeinsam mit dem Kultusministerium im Rahmen der Stiftung Bildungspakt Bayern das Projekt „clever clustern – gut vernetzt in den Beruf“ ins Leben gerufen. Es startete am 5. Februar 2025 an 15 bayerischen Berufsschulen. Brossardt erläutert: „Durch die noch engere Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen Berufsschule und Ausbildungsbetrieb optimieren wir die Lernbegleitung der Jugendlichen. So können wir Azubis noch individueller fördern, gleichzeitig aber auch die Zahl der Ausbildungsabbrüche wirksam senken und das Matching von Azubi und Betrieb erleichtern.“
Zur Hebung der Fachkräftepotenziale haben die Verbände im März dieses Jahres mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, sowie der RD Bayern der Bundesagentur für Arbeit in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales das Modellprojekt „Berufsabschluss in Teilzeit hybrid“ gestartet. Es richtet sich im Rahmen der Initiative Fachkräftesicherung FKS + an junge Erwachsene, die aufgrund ihrer Lebensumstände keine Vollzeitausbildung machen können. „Ziel des Projekts ist es, Personen für eine Ausbildung oder eine betriebliche Einzelumschulung in Teilzeit zu begeistern. Die hybride Form gibt den Teilnehmenden mehr Flexibilität. Sie werden über die gesamte Laufzeit individuell begleitet“, so Brossardt abschließend.
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Förderung der Eine Welt-Arbeit
Eine Welt-Regionalpromotorin für die Region Oberfranken-West
Ausgehend vom Eine Welt Netzwerk Bayern e. V. wurde in der Region Oberfranken-West am 1. März die Stelle der „Eine Welt Regional-Promotorin Oberfranken-West“ neu geschaffen. Stelleninhaberin ist die Pädagogin Kirstin Wolf, die bereits sechs Jahre lang die Position der Eine Welt-Regional-Promotorin in Ostbayern innehatte und somit vielfältige Erfahrung mit nach Oberfranken bringt.
Kirstin Wolf ist gebürtige Fränkin, hat Lehramt mit der Fächerkombination Geographie, Deutsch und Sozialkunde an der Universität Bayreuth studiert und ist nun, nach mehr als zwanzigjährigem Wirken in Süd-Ostbayern, wieder in ihre fränkische Heimat zurückgekehrt.
Eine Welt-Arbeit und Eine Welt-Politik fangen zu Hause an
Sie bietet allen Eine Welt-Engagierten, sei es in Schulen, Bildungseinrichtungen, Partnerschaftsgruppen, kirchlichen Gruppen sowie Eine Welt-Läden und vor allem auch in Kommunen ihre Unterstützung und Beratung zu allen Themen und Belangen der Eine Welt-Arbeit an.
Eine Welt-Arbeit und Eine Welt-Politik fangen zu Hause an, im eigenen Leben, am eigenen Wohnort, im eigenen Land. In den bayerischen Regionen lebt die Eine Welt-Politik durch die zahlreichen Eine Welt-Akteur*innen, in denen sich viele Menschen im Rahmen (bürgerschaftlichen) Engagements engagieren. Das Eine Welt-Promotor*innenprogramm soll dieses Engagement stärken. Es unterstützt Initiativen, Organisationen und Einzelpersonen in ihrem Einsatz für globale Gerechtigkeit. Eine Welt-Promotor*innen geben Anstöße, informieren, beraten, vernetzen und bieten Weiterbildung an.
Finanziert wird das Programm aus Bundesmitteln (BMZ) sowie von den Ländern. In Bayern wird das Programm vom Eine Welt Netzwerk Bayern e.V. getragen und koordiniert.
Kirstin Wolfs Schwerpunkte liegen im Bereich Globales Lernen, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Partnerschaftsarbeit und nachhaltige Beschaffung sowie globaler Gerechtigkeit und nachhaltigem Konsum. Ihre Kompetenzen passen gut zu den globalen Herausforderungen unserer Zukunft, die sie bestens für die Region Oberfranken West (Stadt und Landkreis Bamberg, Stadt und Landkreis Coburg und die Landkreise Kronach, Lichtenfels, Kulmbach und Forchheim) einsetzen möchte.
Ihr Stellenumfang beträgt 50%, d.h. 20 Wochenstunden. Die restlichen 50% ist Kirstin Wolf als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bayreuth am Zentrum Globales Lernen in der Didaktik der Geographie tätig.
Weitere Informationen
Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.
Metzgplatz 3
86150 Augsburg
https://www.eineweltnetzwerkbayern.de
Region Oberfranken-West
Frau Kirstin Wolf
0170–9631951
wolf@eineweltnetzwerkbayern.de