Die BMA365 Bamberg Baskets haben ihr erstes Spiel nach der Länderspielpause verloren. Vor 3.865 Zuschauern unterlagen die Bamberger am Montagabend in der BROSE ARENA gegen die ROSTOCK SEAWOLVES mit 74:87 (39:40) und stehen nun nach dem 9. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga bei einer Bilanz von vier Siegen und vier Niederlagen.
Die Ostseestädter dominierten die Bretter und hatten bei den Rebounds am Ende mit 53:25 ganz klar die Oberhand. Auch bei den Wurfquoten aus dem Feld waren die Gäste dem Team von Head Coach Anton Gavel an diesem Abend überlegen und gewannen das Spiel somit am Ende verdient.
Topscorer der Rostocker war DeAndre Lansdowne mit 17 Punkten gefolgt von D’Shawn Schwartz mit 15 Zählern. Bei den BMA365 Bamberg Baskets, bei denen am Ende kein Spieler eine positive Plus-Minus-Statistik vorweisen konnte, sammelten Cobe Williams und Austin Crowley mit je 12 Zählern die meisten Punkte.
Der Spielverlauf
Gleich in den ersten Angriffen der Partie zeichnete sich ab, dass es an diesem Abend ein sehr physisches Spiel werden würde, weshalb beide Teams doch einen Moment benötigten, um ein wenig Rhythmus aufnehmen zu können (4:5/3.). Nachdem bereits EJ Onu auf Zuspiel von Cobe Williams per Alley-oop erfolgreich war, drückte Demarcus Demonia ebenfalls auf Zuspiel von Williams den Ball von oben zum 8:7 in den Rostocker Korb (4.). In der Folgezeit wechselte die Führung nahezu in jedem Angriff. 2:47 Minuten vor Ende des ersten Abschnitts durfte Moritz Krimmer nach seiner letztlich doch langwierigen Fußverletzung sein Comeback feiern. Nachdem Adrian Petković an der Freiwurflinie zum 22:22 (10.) ausgeglichen hatte, traf TJ Crockett auf der Gegenseite per Dreier zum 22:25 nach dem ersten Viertel. Vorausgegangen war hier einer der insgesamt fünf Offensivrebounds der Rostocker im ersten Abschnitt, die mit 14:3 Rebounds nahezu an jedem Fehlwurf die Finger dran hatten.
Nach Treffern von TJ Crockett und D’Shawn Schwartz zogen die Gäste zum Beginn des zweiten Viertels nun erstmals etwas davon (22:30/12.). Bambergs Head Coach reagierte und bat zur Auszeit, worauf sich sein Team zunächst wieder strukturierter präsentierte und nach zwei erfolgreichen Freiwürfen von Ibi Watson auf 30:32 (16.) verkürzen konnte. Gut zwei Minuten vor der Halbzeitpause glich Demarcus Demonia mit fünf Zählern in Folge auf 37:37 wieder aus. Wie schon nach den ersten zehn Minuten so gehörte aber auch zur Pause die Führung den Seawolves (39:40).
Kommenden Samstag steht Bamberg Baskets-Doppelspieltag an
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst weiter eng. Die Rostocker konnten hier stets eine kleine Führung behaupten, da die Bamberger gleich mehrere Möglichkeiten selbst in Führung zu gehen immer wieder liegenließen. 4:02 Minuten waren im dritten Abschnitt noch zu spielen, als es Austin Crowley dann aber endlich doch gelang, sein Team per Korbleger beim 51:50 (26.) wieder in Front zu werfen. Der Führungswechsle beflügelte jetzt allerdings die Gäste, die sich postwendend die Führung zurückholten (51:52/27.). Damit jedoch noch nicht genug, denn auf einmal fielen die Distanzwürfe der Seawolves. Dreier von Lansdowne, Schwartz, Crockett und nochmals Lansdowne sorgten nach der zwischenzeitlichen Bamberger Führung für einen 14:2‑Lauf der Ostseestädter, die so mit einem deutlichen Vorsprung (55:64) ins letzte Viertel gehen konnten.
Innerhalb von nur drei Minuten war das Momentum zum Ende des dritten Viertels komplett auf die Seite der Gäste gekippt, die die sich ihnen bietende Chance nun mit dem Beginn des Schlussabschnitts auch gnadenlos ausnutzten. Mit einem 13:2‑Lauf erhöhten sie ihren Vorsprung auf 20 Zähler (57:77/34.). Spätestens beim 60:82 (36.) war die Entscheidung in dieser Partie gefallen, auch wenn sich die BMA365 Bamberg Baskets bis zum Ende des Spiels redlich wehrten und den Rückstand bis zum 74:87-Endstand nochmals etwas verringern konnten.
„Glückwunsch an Przemyslaw und seine Mannschaft zu diesem absolut verdienten Sieg. Offensiv haben wir heute gegen deren Verteidigung schlecht ausgesehen, haben schlechte Entscheidungen getroffen, unser 1‑gegen1-Verhalten war nicht gut und auch das Rebounding haben wir deutlich verloren“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Keiner unserer Spieler war in der Plus-/Minus-Statistik im Plus, was dafürspricht, dass wir niemanden hatten, der das Spiel hätte in unsere Richtung drehen können. Auch das physische Spiel hat uns weh getan und wenn man das alles zusammennimmt, dann hat man keinen Anspruch auf den Sieg.“
Weiter geht es nun am kommenden Samstag, 13. Dezember, mit einer Premiere in Freak City! Am Bamberg Baskets-Doppelspieltag werden direkt nacheinander sowohl die Damen der Medikamente per Klick Bamberg Baskets als auch die Herren der BMA365 Bamberg Baskets in der BROSE ARENA in Einsatz sein. Den Start machen um 15:00 Uhr die Frauen in der Toyota 2. Damen Basketball Bundesliga gegen die VIMODROM Baskets Jena. Im Anschluss empfangen dann die Bundesliga-Herren in der easyCredit BBL am 10. Spieltag die MLP Academics aus Heidelberg, Tip-Off ist um 18:30 Uhr.
