Der Rechts­an­spruch für Erst­kläss­le­rin­nen und Erst­kläss­ler kann erfüllt werden

Ganz­tags­be­treu­ung an Grund­schu­len: Stadt schafft aus­rei­chend Kapazitäten

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Grundschulen
Die Arbeiten an der Rupprechtschule sind in vollem Gange: Ab September werden im neuen Erweiterungsbau auf dem Schulgelände zusätzliche Klassenzimmer und Ganztagsräume zur Verfügung stehen. Foto: Stadt Bamberg, Juliane Renninger
Ab dem Schul­jahr 2026/​/​27 gilt für Kin­der der ers­ten Jahr­gangs­stu­fe der Rechts­an­spruch auf ganz­tä­gi­ge Bil­dung und Betreu­ung. Die Stadt Bam­berg arbei­tet erfolg­reich gemein­sam mit den Schu­len, Trä­gern und wei­te­ren Part­nern dar­an, die not­wen­di­gen Betreu­ungs­an­ge­bo­te wei­ter­zu­ent­wi­ckeln und den Bedarf der Fami­li­en best­mög­lich abzu­de­cken, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Als Zwi­schen­stand eine gute Nach­richt: Nach den aktu­el­len Pla­nun­gen ste­hen ab Sep­tem­ber 2026 aus­rei­chend Plät­ze für alle Grund­schul­kin­der mit einem gemel­de­ten Betreu­ungs­be­darf zur Ver­fü­gung. „Es ist ein groß­ar­ti­ges Ergeb­nis, dass wir den Betreu­ungs­be­darf im kom­men­den Schul­jahr nicht nur für die Erst­kläss­ler, son­dern auch für die Kin­der der zwei­ten bis vier­ten Klas­se decken kön­nen. Das war kei­ne leich­te Auf­ga­be für uns alle“, sagt Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er und dankt der Bil­dungs­re­fe­ren­tin Gabrie­le Kepic und ihrem Team sowie den Schul­lei­tun­gen und Trä­gern vor Ort für den Ein­satz. Aller­dings kann sich die Situa­ti­on bis zum Schul­jah­res­be­ginn noch ver­än­dern, da wei­te­re Fami­li­en ihren Bedarf anmel­den oder bestehen­de Pla­nun­gen ange­passt wer­den können.

Bei der recht­lich vor­ge­schrie­be­nen Bedarfs­ab­fra­ge der Stadt Bam­berg im April die­ses Jah­res haben rund 45 Pro­zent der Fami­li­en mit künf­ti­gen Erst­kläss­le­rin­nen und Erst­kläss­lern mit­ge­teilt, dass sie Betreu­ungs­be­darf im Schul­jahr 2026/​/​27 haben. Die Anmel­de- und Ver­ga­be­ver­fah­ren der Trä­ger für die schu­li­schen Ganz­tags­an­ge­bo­te – ins­be­son­de­re Mit­tags­be­treu­ung und Offe­ne Ganz­tags­schu­le (OGTS) – sind inzwi­schen weit­ge­hend abge­schlos­sen. Ins­ge­samt wer­den ab Sep­tem­ber laut aktu­el­lem Stand rund 1.208 Schü­le­rin­nen und Schü­ler der 1. bis 4. Klas­se – und damit 88 Kin­der mehr als im aktu­ell noch lau­fen­den Schul­jahr 2025/​/​26 – einen Platz in einer Mit­tags­be­treu­ung oder Offe­nen Ganz­tags­schu­le an den zwölf städ­ti­schen Grund­schu­len bele­gen. Hin­zu kom­men noch wei­te­re Betreu­ungs­plät­ze in der pri­va­ten Montesso­ri­schu­le, För­der­zen­tren sowie Kitas und Hor­ten im gesam­ten Stadtgebiet.


Bedar­fe aller Grund­schü­ler las­sen sich der­zeit decken

„Die bis­he­ri­gen Rück­mel­dun­gen geben uns eine gute Grund­la­ge für die wei­te­re Pla­nung. Gleich­zei­tig beob­ach­ten wir die Ent­wick­lung auf­merk­sam, denn der tat­säch­li­che Bedarf kann sich erfah­rungs­ge­mäß auch in den kom­men­den Wochen noch ver­än­dern“, sagt Gabrie­le Kepic, Refe­ren­tin für Schu­len, Bil­dung und Sport. „Unser Ziel ist es, den Fami­li­en ein ver­läss­li­ches Betreu­ungs­an­ge­bot zu ermög­li­chen – auch wenn nicht in jedem Fall der Wunsch­platz am eige­nen Schul­stand­ort oder ein bestimm­tes Ange­bots­for­mat rea­li­siert wer­den kann.“

Wich­tig ist der Stadt­ver­wal­tung, dass es nicht nur für alle Kin­der der ers­ten Klas­sen einen Betreu­ungs­platz gibt und damit der gesetz­li­che Rechts­an­spruch erfüllt wird. Viel­mehr wur­de in den ver­gan­ge­nen Mona­ten mit viel Enga­ge­ment aller Betei­lig­ten dar­an gear­bei­tet, genü­gend Kapa­zi­tä­ten auch für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der zwei­ten bis vier­ten Klas­se zu schaf­fen. Dafür wur­den auch Über­gangs­lö­sun­gen wie zum Bei­spiel eine vor­über­ge­hen­de Anmie­tung von Räum­lich­kei­ten in unmit­tel­ba­rer Nähe der Schu­le umge­setzt. Für eine lang­fris­tig pas­sen­de räum­li­che Situa­ti­on der Grund­schu­len wer­den der­zeit meh­re­re Bau­maß­nah­men an den Grund­schu­len geplant und durch­ge­führt. Als nächs­tes abge­schlos­sen sein wird im Sep­tem­ber der Erwei­te­rungs­bau der Rup­p­recht­schu­le sowie die Reno­vie­rung der ehe­ma­li­gen Haus­meis­ter­woh­nung an der Hainschule.


So ist der Stand im Hortbereich

Neben den schu­li­schen Ange­bo­ten spielt auch die Betreu­ung im Hort­be­reich wei­ter­hin eine wich­ti­ge Rol­le. Nach aktu­el­lem Stand sind die vor­han­de­nen Hort­plät­ze bezie­hungs­wei­se Plät­ze für Schul­kin­der­be­treu­ung in Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen ab Sep­tem­ber 2026 weit­ge­hend ver­plant. Im Haus für Kin­der Am Hauptsmoor­wald der Arbei­ter­wohl­fahrt (AWO) ste­hen der­zeit aller­dings noch zehn Plät­ze für den Schul­be­ginn im Sep­tem­ber zur Verfügung.

„Die Ein­füh­rung des Rechts­an­spruchs ist eine gro­ße gemein­sa­me Auf­ga­be für Kom­mu­nen, Schu­len und Trä­ger. Wir arbei­ten dar­an, die vor­han­de­nen Ange­bo­te bedarfs­ge­recht wei­ter­zu­ent­wi­ckeln und gleich­zei­tig fle­xi­bel auf Ver­än­de­run­gen zu reagie­ren“, betont Kepic.

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