Bam­bergs Bau­re­fe­rent wur­de offi­zi­ell verabschiedet

OB Star­ke: „Bam­berg hat Tho­mas Bee­se viel zu verdanken“

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Beese
Der langjährige Baureferent Thomas Beese bei seiner Rede im Rahmen der Verabschiedungsfeier. Foto: Stadtarchiv Bamberg, Jürgen Schraudner
Tho­mas Bee­se, seit 2014 berufs­mä­ßi­ger Stadt­rat und Tech­ni­scher Werk­lei­ter von Bam­berg Ser­vice, been­det zum 31. Dezem­ber 2025 sei­ne zwei­te Amts­pe­ri­ode. „Sie haben sich um das Wohl unse­rer Stadt Bam­berg ver­dient gemacht“, dank­te Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke dem Bau­re­fe­ren­ten bei des­sen fei­er­li­cher Ver­ab­schie­dung im Spie­gel­saal der Harmonie.

Vor zahl­rei­chen Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern des öffent­li­chen Lebens lob­te Star­ke einen Mann, der „die Stadt wie sei­ne Wes­ten­ta­sche kennt“ und mit Kom­pe­tenz und Sach­ver­stand gear­bei­tet hat. Bee­se sei „ein enthu­si­as­ti­scher Pla­ner mit gestal­te­ri­scher Kraft, foto­gra­fi­schem Gedächt­nis und einem wort­ge­wal­ti­gen Talent“, so der OB.

Tho­mas Bee­se, seit 2014 berufs­mä­ßi­ger Stadt­rat und Tech­ni­scher Werk­lei­ter von Bam­berg Ser­vice, been­det zum 31. Dezem­ber 2025 sei­ne zwei­te Amts­pe­ri­ode. Mit ihm ver­ab­schie­det sich ein her­aus­ra­gen­der Fach­mann, der die Stadt­ent­wick­lung, das Welt­erbe sowie zen­tra­le Berei­che der kom­mu­na­len Infra­struk­tur ent­schei­dend und posi­tiv mit­ge­prägt hat. Sein Weg in der Stadt­ver­wal­tung begann 1996 – zunächst als Welt­erbe-Mana­ger und Lei­ter der Stadt­sa­nie­rung, spä­ter als Chef des Stadt­pla­nungs­am­tes, ehe er 2014 zum Bau­re­fe­ren­ten gewählt wurde.

Bereits im Stadt­pla­nungs­amt hat­te sich Tho­mas Bee­se stark für die Auf­wer­tung des öffent­li­chen Rau­mes ein­ge­setzt, bei­spiels­wei­se am Wil­helms­platz, in der Ach­se Ket­ten­brück­stra­ße-Ket­ten­brü­cke-Haupt­wa­che und am Heu­markt. Für den Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­zess im Sanie­rungs­ge­biet „Sand“ erhielt das Team rund um Bee­se den Deut­schen Städ­te­bau­preis, die höchs­te Aus­zeich­nung, die es in Deutsch­land für Städ­te­bau­pro­jek­te gibt.


Denk­mal­schutz und Denkmalpflege

Auch nach sei­ner Beru­fung zum Berufs­mä­ßi­gen Stadt­rat und Tech­ni­schen Werk­lei­ter des städ­ti­schen Eigen­be­triebs waren Tho­mas Bee­se vie­le Denk­mal­schutz­pro­jek­te wich­tig, wie die Sanie­rung der Obe­ren Brü­cke, die Sanie­rung der Berufs­schu­le Maria-Hilf, der Ste­phans­hof oder die Sanie­rung der Gebäu­de des Grieß­gar­tens. In sei­ner Amts­zeit wur­den prak­tisch alle his­to­ri­schen Kir­chen gene­ral­sa­niert und ent­spre­chend denk­mal­fach­lich betreut. Hin­zu kam die Dau­er­auf­ga­be des Denk­mal-Groß­in­ven­tars. Unver­ges­sen auch das Gerüst, dass der Bau­re­fe­rent mit Hil­fe des THW an der Unte­ren Sand­stra­ße 20 errich­ten hat las­sen, um die Ver­falls­stra­te­gie der dama­li­gen Eigen­tü­mer zu durch­kreu­zen. Bei sei­ner Ver­ab­schie­dung mach­te Bee­se deut­lich, dass „dem Bewah­ren gera­de in einer Stadt, wie Bam­berg, beson­de­re Bedeu­tung zukommt“.


Woh­nungs­bau und Großprojekte

Zugleich aber wand­te sich Bee­se auch den Her­aus­for­de­run­gen der Stadt­ent­wick­lung zu: Pro­jek­te, die zuvor jah­re­lang kon­tro­vers dis­ku­tiert wor­den waren, wie das Quar­tier an den Stadt­mau­ern und der Wie­der­auf­bau an den Unte­ren Müh­len wur­den unter Bee­se rasch in geord­ne­te Bah­nen gelenkt. Gro­ße Woh­nungs­bau­vor­ha­ben, wie Mega­lith, Schaeff­ler, Erba, Föh­ren­hain, Ula­nen­park, Lag­ar­de, Küchel­stra­ße, See­hof­stra­ße, Mit­tel­bach­stra­ße, Katha­ri­nen­hof und Kuni­gun­den­damm 80 wur­den erfolg­reich umge­setzt. Die Ein­woh­ner­zahl Bam­bergs ist wäh­rend der Amts­zeit des Bau­re­fe­ren­ten so stark gestie­gen wie zuvor in 70 Jah­ren nicht.

Hin­zu kamen wei­te­re Groß­pro­jek­te, wie die Ansied­lung von Bro­se, die Erwei­te­rung des Kli­ni­kums oder der Neu­bau der Bug­er Brü­cke. Bee­se habe für Bam­berg stets mit „Hart­nä­ckig­keit, Kom­pe­tenz und Durch­set­zungs­ver­mö­gen“ ver­han­delt, so Starke.


Funk­tio­nie­ren­de Infrastruktur

Nach­dem der Stadt­rat ein­stim­mig das Ziel beschlos­sen hat, den Ver­kehrs­an­teil des Umwelt­ver­bun­des bis zum Jahr 2030 auf 70 Pro­zent zu stei­gern, hat der Bau­re­fe­rent eben­so diplo­ma­tisch, wie beharr­lich jede Gele­gen­heit genutzt, den Fach­gre­mi­en und dem Stadt­rat klei­ne und kleins­te Ver­bes­se­run­gen für den Fuß- und Rad­ver­kehr vor­zu­schla­gen. Mit Erfolg: Bam­berg ist und bleibt Bay­erns tat­säch­li­che Fahr­rad­haupt­stadt mit einem Rad­ver­kehrs­an­teil von inzwi­schen 35 Prozent.

Als Tech­ni­scher Werk­lei­ter von Bam­berg Ser­vice ver­ant­wor­te­te Bee­se die Berei­che Stra­ßen­un­ter­halt, Ent­wäs­se­rung, Brü­cken­bau, Müll­ab­fuhr, Stra­ßen­rei­ni­gung, Grün­an­la­gen, Fried­hö­fe und Win­ter­dienst. Mit der erfolg­rei­chen Sperr­müll­re­form, Inves­ti­tio­nen in sau­be­re Stra­ßen und moder­ne Infra­struk­tur oder die sys­te­ma­ti­sche Schlag­loch­of­fen­si­ve habe er hier „wesent­li­chen Anteil dar­an, dass die Welt­erbe­stadt lebens- und lie­bens­wert ist und bleibt“. Star­ke: „Bam­berg funktioniert!“

Vie­le wei­te­re städ­te­bau­li­che Ent­wick­lun­gen, die in der Amts­zeit von Bee­se ange­sto­ßen wor­den sind, wer­den das Bau­ge­sche­hen in Bam­berg wohl eine wei­te­re Deka­de prä­gen: Carl-Mei­nelt-Vier­tel, Mais­el-Gelän­de, Atri­um, Lui One, Neu­bau der Hand­werks­kam­mer, Tie­fen­samm­ler sowie die stadt­sei­ti­gen Maß­nah­men im Zuge des Bahn­aus­baus, um nur eini­ge zu nennen.


Zusam­men­ar­beit und Gemeinwohl

Die Zusam­men­ar­beit zwi­schen Bau­re­fe­rent und Ober­bür­ger­meis­ter sei nach den Wor­ten von Andre­as Star­ke stets ver­trau­ens­voll und kon­struk­tiv gewe­sen, wofür er „Tho­mas Bee­se beson­ders dank­bar ist“. Aner­ken­nend äußer­te sich auch der Vor­sit­zen­de des Gesamt­per­so­nal­rats, Hel­mut Regus, der beim Bau­re­fe­ren­ten immer „ein offe­nes Ohr“ gefun­den habe.

Beson­ders am Her­zen lagen Bee­se stets das Wohl der über 400 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter im Bau­re­fe­rat und bei Bam­berg Ser­vice sowie der Gleich­be­hand­lungs­grund­satz. Mah­nen­de Wor­te rich­te­te Bee­se in die­sem Zusam­men­hang an alle Akteu­rin­nen und Akteu­re inner- und außer­halb der Stadt­ver­wal­tung: „Bit­te stel­len sie das Gemein­wohl immer über Partikularinteressen.“

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