Bay­ern plan­te För­de­rung der Akademisierung 

Sti­pen­di­en­pro­gramm für Pflegestudium

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Stipendienprogramm
Bay­erns Gesund­heits- und Pfle­ge­mi­nis­ter Klaus Holet­schek setzt sich für dafür ein, ein Sti­pen­di­en­pro­gramm für das Pfle­ge­stu­di­um zu eta­blie­ren. Er ver­wies heu­te dar­auf, dass der vom Minis­ter­rat am 23. Novem­ber beschlos­se­ne Gesetz­ent­wurf für den Haus­halt 2022 ent­spre­chen­de Mit­tel zur För­de­rung der Aka­de­mi­sie­rung der Pfle­ge­aus­bil­dung vorsieht.

„Wir haben lei­der einen erheb­li­chen Rück­gang an Pfle­ge­stu­die­ren­den“, beton­te der Minis­ter. „Wie­der­holt hat Bay­ern den Bund auf das Pro­blem der feh­len­den Finan­zie­rung der Pra­xis­pha­sen des pri­mär­qua­li­fi­zie­ren­den Pfle­ge­stu­di­en­gangs auf­merk­sam gemacht – aber nichts ist pas­siert. Des­halb han­delt Bay­ern jetzt und will mit einem Sti­pen­di­en­pro­gramm in Vor­leis­tung gehen.“ Der Regie­rungs­ent­wurf liegt nun dem Baye­ri­schen Land­tag zur Beschluss­fas­sung vor.

Holet­schek füg­te hin­zu: „Ich bin zuver­sicht­lich, dass der Baye­ri­sche Land­tag mei­nen Vor­schlag eines baye­ri­schen Sti­pen­di­en­pro­gramms für das Pfle­ge­stu­di­um auf­greift und die Mit­tel zur Ver­fü­gung stellt. Das wäre ein wich­ti­ges und not­wen­di­ges Signal für die­sen Stu­di­en­gang und die Pfle­ge insgesamt.“

Im Gegen­satz zur beruf­li­chen und dua­len Pfle­ge­aus­bil­dung ist die Finan­zie­rung des pri­mär­qua­li­fi­zie­ren­den Stu­di­en­gangs nicht aus dem neu geschaf­fe­nen Pfle­ge­aus­bil­dungs­fonds mög­lich. Eine Aus­bil­dungs­ver­gü­tung der pri­mär­qua­li­fi­zie­rend Stu­die­ren­den ist nicht vor­ge­se­hen, obwohl die­se nahe­zu die glei­che Stun­den­zahl in der prak­ti­schen Aus­bil­dung ver­brin­gen wie Aus­zu­bil­den­de in der beruf­li­chen Qualifizierung.

Um Stu­di­en­in­ter­es­sier­te für das Pfle­ge­stu­di­um zu gewin­nen, ist daher beab­sich­tigt, ein baye­ri­sches För­der­pro­gramm auf­zu­le­gen. Mit Hil­fe von Sti­pen­di­en soll der Anreiz ver­grö­ßert wer­den, ein pri­mär­qua­li­fi­zie­ren­des Hoch­schul­stu­di­um zu beginnen.

Holet­schek beton­te: „Auch wenn Bay­ern bereit ist, in Vor­leis­tung zu gehen, muss der Bund end­lich tätig wer­den! Denn klar ist: Der pri­mär­qua­li­fi­zie­ren­de Stu­di­en­gang Pfle­ge muss deutsch­land­weit auf attrak­ti­ve Bei­ne gestellt werden.“

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