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Bayern

vbw-Pres­se­mit­tei­lung zum baye­ri­schen Außen­han­del im Jahr 2025

Aus­fuh­ren gehen leicht zurück

Die baye­ri­sche Metall- und Elek­tro­in­dus­trie expor­tier­te im Jahr 2025 Waren im Wert von 148,7 Mil­li­ar­den Euro ins Aus­land, das waren 0,3 Pro­zent weni­ger als im Vor­jahr. Dies teilt die Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. mit.

Damit san­ken die M+E‑Exporte das zwei­te Jahr in Fol­ge. Ins­ge­samt mach­ten die M+E‑Ausfuhren im Frei­staat knapp zwei Drit­tel aller Pro­duk­te aus, die ins Aus­land expor­tiert wur­den, so die Berech­nun­gen der baye­ri­schen Metall- und Elek­tro-Arbeit­ge­ber­ver­bän­de bay­me vbm auf Basis von Daten des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes. „Fakt ist: Die M+E‑Industrie ist das Herz der Wirt­schaft im Frei­staat, sie steht für mehr als 830.000 Beschäf­tig­te in Bay­ern. Auch wenn die gesam­ten baye­ri­schen Expor­te wie­der leicht im Auf­wind sind, ist unse­re wich­tigs­te Bran­che wei­ter am Kämp­fen“, so bay­me vbm Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt. „Die chao­ti­sche Lage der Welt­wirt­schaft kön­nen wir nicht ändern – vor allem mit Blick auf die unbe­re­chen­ba­re Han­dels­po­li­tik der US-Regie­rung, den erheb­lich ver­teu­er­ten Euro und die star­ke glo­ba­le Kon­kur­renz. Fatal ist aber, dass zu dem schwie­ri­gen inter­na­tio­na­len Umfeld haus­ge­mach­ten Hür­den kom­men. Wir müs­sen unse­re Stand­ort­be­din­gun­gen drin­gend ver­bes­sern, damit unse­re Wett­be­werbs­fä­hig­keit von die­ser Sei­te nicht noch wei­ter zusätz­lich belas­tet wird.“

2025 führ­ten baye­ri­sche Unter­neh­men M+E Pro­duk­te im Wert von 20,2 Mil­li­ar­den Euro in die USA aus, das ent­spricht 13,6 Pro­zent aller baye­ri­schen M+E Expor­te. „Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten blei­ben auch im M+E Bereich unser wich­tigs­ter Absatz­markt, obwohl sich die Expor­te dort­hin um sat­te 11,3 Pro­zent ver­rin­ger­ten. Der Han­dels­streit und die aggres­si­ve Zoll­po­li­tik der US-Regie­rung tref­fen auch unse­re M+E Indus­trie hart“, so Bros­sardt. Aber auch die Aus­fuh­ren in den zweit­größ­ten M+E Export­markt Chi­na sind um 10,4 Pro­zent ein­ge­bro­chen. „Die mas­si­ve Kon­kur­renz vor Ort in Kom­bi­na­ti­on mit wett­be­werbs­ver­zer­ren­den Maß­nah­men und Pro­tek­tio­nis­mus schwä­chen unse­re Fir­men im glo­ba­len Wett­be­werb“, so Bros­sardt und sagt wei­ter: „Mit Blick auf die gro­ßen Schwie­rig­kei­ten im welt­wei­ten Export­ge­schäft zeigt sich auch bei den M+E Export­zah­len der Trend, dass noch mehr Geschäft in Euro­pa gemacht wird: Inzwi­schen ent­fal­len 47 Pro­zent der baye­ri­schen M+E Expor­te auf die EU, gegen­über dem Vor­jahr stie­gen sie um 5,2 Prozent.“

Bei den wich­tigs­ten Export­gü­tern im M+E Bereich gab es 2025 eine gemisch­te Ent­wick­lung. Die Expor­te von Kfz und Kfz-Tei­len betru­gen 52,5 Mil­li­ar­den Euro (Pkw davon mit 38,5 Mil­li­ar­den Euro), und ent­spra­chen damit 35,3 Pro­zent der gesam­ten M+E Aus­fuh­ren. Sowohl Aus­fuh­ren von Pkw als auch von Kfz-Tei­len san­ken um drei bis fünf Pro­zent. Auch bei den Maschi­nen, die für ein Export­vo­lu­men von 39,5 Mil­li­ar­den Euro ste­hen, gin­gen die Expor­te im letz­ten Jahr um rund drei Pro­zent zurück. Auf­fäl­lig ist dage­gen das star­ke Wachs­tum bei den Luft­fahr­zeu­gen und Luft­fahr­zeug­tei­len, die gegen­über 2024 um 41,1 Pro­zent stie­gen. Sie ste­hen für ein Export­vo­lu­men von immer­hin 6,6 Mil­li­ar­den Euro. Bros­sardt resü­miert: „Es gibt zwar ein­zel­ne erfreu­li­che Ent­wick­lun­gen. Aber bei unse­ren wich­tigs­ten Export­gü­tern ver­lie­ren wir wei­ter an Boden. Das kann auch der über­ra­schend star­ke Zuwachs an ande­rer Stel­le nicht kom­pen­sie­ren. Wir brau­chen die­ses Jahr einen gro­ßen Wurf, um die tief­grei­fen­den Struk­tur­pro­ble­me zügig anzu­ge­hen. Nur so brin­gen wir unse­ren Stand­ort wie­der auf Vordermann.“

Pres­se­mit­tei­lung zum dua­len Stu­di­um an baye­ri­schen Hochschulen

vbw erfreut über stärks­ten Zuwachs an dual Stu­die­ren­den seit zehn Jahren

Zur Ver­öf­fent­li­chung der aktu­el­len Stu­die­ren­den­zah­len in Bay­ern durch Bay­erns Netz­werk für dual Stu­die­ren­de, “hoch­schu­le dual”, zeigt sich die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. erfreut über den bemer­kens­wer­ten Anstieg der dual Stu­die­ren­den im Win­ter­se­mes­ter 2025/​/​2026 um sie­ben Pro­zent von 9.252 auf 9.914.

„Die Hoch­schu­len ver­zeich­nen das stärks­te Wachs­tum seit zehn Jah­ren. Die­se Ent­wick­lung zeigt, dass die Unter­neh­men im Frei­staat trotz schwie­ri­ger Wirt­schafts­la­ge und Struk­tur­kri­se in den Nach­wuchs inves­tie­ren. Das dua­le Stu­di­um ist und bleibt ein Erfolgs­mo­dell, die dual Stu­die­ren­den sind als Fach­kräf­te von mor­gen unver­zicht­bar für die Zukunfts- und Wett­be­werbs­fä­hig­keit unse­rer Betrie­be“, betont vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt und ergänzt: „Die jun­gen Leu­te schät­zen die Plan­bar­keit und finan­zi­el­le Sicher­heit wäh­rend ihrer Aus­bil­dung. Die Unter­neh­men bin­den die Nach­wuchs­ta­len­te für die eige­ne Fach­kräf­te­si­che­rung früh an sich. Vom dua­len Kon­zept pro­fi­tie­ren alle Beteiligten.“

Erst­mals seit dem Win­ter­se­mes­ter 2019/​/​20 stieg auch die Stu­die­ren­den­zahl im Ver­bund­stu­di­um wie­der an, und zwar um 473 Per­so­nen und damit auf 43 Pro­zent der ins­ge­samt dual Stu­die­ren­den. 55 Pro­zent wähl­ten ein Stu­di­um mit ver­tief­ter Pra­xis, zwei Pro­zent der Stu­die­ren­den ent­schie­den sich für ein dua­les Mas­ter­stu­di­um. Der Blick auf die Wahl der Stu­di­en­gän­ge zeigt, dass das Feld Tech­nik und IT mit einem Anteil von fast 56 Pro­zent wei­ter­hin am gefrag­tes­ten ist. Danach fol­gen die Stu­di­en­gän­ge im Sozi­al- und Gesund­heits­we­sen mit 22 Pro­zent und die Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten mit 13 Pro­zent. Bros­sardt erklärt: „Stu­die­ren­de pro­fi­tie­ren gera­de im MINT-Bereich von der pra­xis­na­hen und gleich­zei­tig aka­de­mi­schen Aus­bil­dung. So sind sie beim Ein­tritt in die Erwerbs­tä­tig­keit bereits gut mit den betrieb­li­chen Abläu­fen ver­traut. Durch die enge Ori­en­tie­rung am Arbeits­markt war­ten auf dual Stu­die­ren­de spe­zi­ell in MINT-Fächern nach dem erfolg­rei­chen Abschluss gute Kar­rie­re­per­spek­ti­ven. Denn auch wenn die aktu­el­le wirt­schaft­li­che Lage dämp­fend auf den Arbeits­markt wirkt, bleibt die Suche nach qua­li­fi­zier­ten Beschäf­tig­ten auf­grund des demo­gra­fi­schen Wan­dels lang­fris­tig eine Herausforderung.“

Auch die Zahl der Pra­xis­part­ner im dua­len Stu­di­um bleibt auf hohem Niveau. Ins­ge­samt ver­zeich­net „hoch­schu­le dual“ über 3.390 Koope­ra­tio­nen der Hoch­schu­len mit Unter­neh­men, Behör­den und Ein­rich­tun­gen. Bros­sardt betont: „Das dua­le Stu­di­um ist wich­tig für unse­re Stand­ort­qua­li­tät. Dar­um müs­sen die Kapa­zi­tä­ten an den Hoch­schu­len für dua­le Stu­di­en­gän­ge wei­ter auf die­sem hohen Level gehal­ten wer­den. Ins­be­son­de­re das dua­le Mas­ter­stu­di­um muss wei­ter gestärkt wer­den, denn es wird von Unter­neh­men zuneh­mend zur Per­so­nal­ent­wick­lung genutzt.“

Fünf Jah­re nach dem Aus­tritt des Ver­ei­nig­ten Königreichs

vbw begrüßt erneu­te wirt­schaft­li­che Annä­he­rung Groß­bri­tan­ni­ens an Europa

Die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. unter­stützt fünf Jah­re nach dem Aus­tritt Groß­bri­tan­ni­ens aus dem EU-Bin­nen­markt und der Zoll­uni­on sämt­li­che Bemü­hun­gen, die Bezie­hun­gen zum Ver­ei­nig­ten König­reich wie­der zu vertiefen.

„Der Brexit war eine Zäsur für Euro­pa, mit schwe­ren wirt­schaft­li­chen Fol­gen, auch für Bay­ern. In einer Zeit mit einer der­art gro­ßen Unsi­cher­heit in der Welt­wirt­schaft, zuneh­men­dem Pro­tek­tio­nis­mus und geo­po­li­ti­schen Kri­sen brau­chen wir nicht weni­ger, son­dern ein­deu­tig mehr ver­läss­li­che Part­ner auf der Welt – wie das Ver­ei­nig­te König­reich“, betont vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Brossardt.

Für die baye­ri­sche Wirt­schaft ste­cke immer noch viel Poten­zi­al im bri­ti­schen Absatz­markt. Jedoch kämpf­ten unse­re Unter­neh­men auch heu­te noch tag­täg­lich mit den erschwer­ten wirt­schaft­li­chen Bedin­gun­gen durch die Han­dels­hemm­nis­se im Außen­han­del. „Wir set­zen daher auf neue und prag­ma­ti­sche Impul­se, die die Zusam­men­ar­beit mit dem Ver­ei­nig­ten König­reich wei­ter stär­ken. Umso erfreu­li­cher ist der von der der­zei­ti­gen bri­ti­schen Regie­rung vor­an­ge­trie­be­ne Annä­he­rungs­kurs an Euro­pa. Die­sen begrü­ßen wir ausdrücklich.“

Aus Sicht der vbw braucht es daher wei­te­re bila­te­ra­le Ver­ein­ba­run­gen. Mit dem Han­dels- und Koope­ra­ti­ons­ab­kom­men bestehe eine soli­de Grund­la­ge, auf die eine wei­te­re ver­tief­te Zusam­men­ar­beit auf­ge­baut wer­den kön­ne. „Ins­be­son­de­re freut uns die bri­ti­sche Betei­li­gung an euro­päi­schen Rüs­tungs­pro­jek­ten sowie der Wie­der­ein­tritt Groß­bri­tan­ni­ens in das Eras­mus-Aus­tausch­pro­gramm ab 2027. Eben­so war die Ver­län­ge­rung der CE-Kenn­zeich­nung für die meis­ten Waren auf unbe­stimm­te Zeit eine Erleich­te­rung.“ Gleich­zei­tig stell­ten Son­der­vor­schrif­ten im Dienst­leis­tungs­han­del sowie der auf­wän­di­ge Nach­weis der Erfül­lung von Ursprungs­re­geln die Wirt­schaft wei­ter­hin vor gro­ße Pro­ble­me. „Es braucht daher ein ‚Mutu­al Reco­gni­ti­on Agree­ment‘ für sämt­li­che Sek­to­ren, ein Ende des Fli­cken­tep­pichs an Rege­lun­gen im Dienst­leis­tungs­han­del sowie eine wei­te­re Sen­kung der Hür­den bei der gegen­sei­ti­gen Aner­ken­nung von Qua­li­fi­ka­tio­nen. Nur so schaf­fen wir lang­fris­tig eine erfolg­rei­che Han­dels­part­ner­schaft“, so Brossardt.

Mit einem Han­dels­vo­lu­men von vor­aus­sicht­lich knapp 16 Mil­li­ar­den Euro war das Ver­ei­nig­te König­reich im Jahr 2025 nur noch der zehnt­wich­tigs­te Han­dels­part­ner Bay­erns. „Die wirt­schaft­li­che Bedeu­tung des Ver­ei­nig­ten König­reichs für Bay­ern hat durch den Brexit deut­lich abge­nom­men: Das Han­dels­vo­lu­men Bay­erns mit Groß­bri­tan­ni­en liegt um ein Vier­tel bezie­hungs­wei­se fünf Mil­li­ar­den Euro nied­ri­ger als 2015, dem Jahr vor dem Refe­ren­dum.“ Da gebe es noch Auf­hol­be­darf. Gleich­zei­tig mache der Han­del mit dem Ver­ei­nig­ten König­reich nach wie vor knapp vier Pro­zent des baye­ri­schen Außen­han­dels aus. „Fakt ist: Je mehr Part­ner auf der Welt wir haben, umso weni­ger sind wir von ein­zel­nen Wirt­schafts­räu­men abhän­gig. Eine wie­der­erlang­te ver­tief­te Wirt­schafts­zu­sam­men­ar­beit mit dem Ver­ei­nig­ten König­reich wäre ein wirk­sa­mer Schritt, um unse­re Export­wirt­schaft wei­ter zu diver­si­fi­zie­ren und sie für zukünf­ti­ge Kri­sen noch bes­ser zu wapp­nen“, erklärt Brossardt. 

vbw-Pres­se­mit­tei­lung zum baye­ri­schen Außen­han­del im Okto­ber 2025

Baye­ri­scher Außen­han­del erfährt leich­te Erholung

Der baye­ri­sche Außen­han­del erfährt eine leich­te Erho­lung ins­ge­samt, aber ein Minus bei den Export­gü­tern Pkw und Maschi­nen, wie die Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft mitteilt.

Dem­nach expor­tier­te die baye­ri­sche Wirt­schaft im Okto­ber 2025 Waren im Wert von rund 20,6 Mil­li­ar­den Euro, das waren 4,8 Pro­zent mehr als im Vor­jah­res­mo­nat. Die Impor­te stie­gen im sel­ben Zeit­raum um 3,7 Pro­zent auf 21,3 Mil­li­ar­den Euro. Die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. gibt sich ange­sichts der heu­te vom Lan­des­amt für Sta­tis­tik ver­öf­fent­lich­ten Zah­len wei­ter­hin zurück­hal­tend. „Der Anstieg sowohl von Export als auch Import im Okto­ber macht uns vor­sich­tig hoff­nungs­voll. Gleich­zei­tig haben wir auch in den ver­gan­ge­nen Mona­ten immer wie­der einen leich­ten Auf­schwung erlebt, der dann wie­der in den Fol­ge­mo­na­ten ver­pufft ist. Zudem lie­gen sowohl Aus- als auch Ein­fuh­ren des Frei­staats in der Gesamt­be­trach­tung Janu­ar bis Okto­ber 2025 wei­ter­hin um 0,3 Pro­zent nied­ri­ger als im Vor­jah­res­zeit­raum“, erklärt vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt. Die Her­aus­for­de­run­gen sei­en enorm: Die US-Zöl­le und der sich welt­weit aus­brei­ten­de Pro­tek­tio­nis­mus, die star­ke Kon­kur­renz aus Chi­na und ein zu stark auf­ge­wer­te­ter Euro erschwer­ten unse­rer inter­na­tio­na­li­sier­ten baye­ri­schen Export­wirt­schaft mas­siv das Geschäft. „Wir müs­sen daher von innen her­aus wirt­schaft­lich so stark auf­ge­stellt wie mög­lich sein. Solan­ge wir aber nicht die tief­grei­fen­den struk­tu­rel­len Stand­ort­pro­ble­me lösen, kön­nen wir unse­re Export­in­dus­trie im har­ten glo­ba­len Wett­be­werb nicht stär­ken. Für das neue Jahr erwar­ten wir daher zügig grund­le­gen­de Reformen.“

Die Betrach­tung wich­ti­ger Export­märk­te ergibt eine gemisch­te Lage. „Vor allem bei unse­rem wich­tigs­ten aus­län­di­schen Absatz­markt, den USA, schmerzt der Export­rück­gang wei­ter­hin sehr. Hier fie­len unse­re Expor­te auch im Okto­ber, und zwar deut­lich um fast zehn Pro­zent. Die neu­en wirt­schaft­li­chen Rea­li­tä­ten, aus­ge­löst durch die US-Zoll­po­li­tik, sind immer mehr erkenn­bar. Auch die Aus­fuh­ren nach Chi­na – unse­rem größ­ten Han­dels­part­ner – gin­gen leicht zurück. Erfreu­lich ist dage­gen, dass sich das Export­ge­schäft mit unse­ren euro­päi­schen Nach­barn immer wei­ter ver­bes­sert. Im Okto­ber sehen wir einen Zuwachs um fast zehn Pro­zent. Über­durch­schnitt­lich wuch­sen unse­re Aus­fuh­ren in wich­ti­ge Absatz­märk­te wie Polen, Spa­ni­en, die Nie­der­lan­de und Ita­li­en. Wir dür­fen nicht ver­ges­sen, wel­ches wirt­schaft­li­che Poten­zi­al im euro­päi­schen Bin­nen­markt steckt. Wir müs­sen wirt­schaft­lich noch enger zusam­men­wach­sen“, so Brossardt.

Bei den Aus­fuh­ren der wich­tigs­ten Export­gü­ter zeigt sich ein schwie­ri­ges Bild. „Die Expor­te von Pkw und Maschi­nen gin­gen auch im Okto­ber erneut zurück – um sie­ben bezie­hungs­wei­se knapp fünf Pro­zent. Der Trend setzt sich fort: Zwei unse­rer wich­tigs­ten Export­pro­duk­te ver­lie­ren zuneh­mend an glo­ba­len Export­an­tei­len. Das ist ver­hee­rend. Posi­tiv war zumin­dest, dass sich die Aus­fuh­ren für Gerä­te zur Elek­tri­zi­täts­er­zeu­gung und ‑ver­tei­lung um 9,2 Pro­zent erhöht haben“, erklärt Bros­sardt und betont: „Die Zah­len geben lei­der wei­ter­hin kei­nen Anlass für gro­ßen Opti­mis­mus. Im Gegen­teil: Unser Stand­ort steckt wei­ter­hin in einer ech­ten Wett­be­werbs­fä­hig­keits­kri­se. Jetzt gilt es im kom­men­den Jahr die Wei­chen dafür zu stel­len, dass unse­re Wirt­schaft für die Zukunft gut auf­ge­stellt ist.“

vbw-Pres­se­mit­tei­lung zum Kon­gress „Star­ke Wirt­schaft – star­ke Kommunen“

Wirt­schafts­freund­li­che Ansät­ze machen Kom­mu­nen erfolgreich

Die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. benennt wich­ti­ge Punk­te, mit denen Kom­mu­nen ihre Attrak­ti­vi­tät und den Erfolg der Wirt­schaft vor Ort stei­gern kön­nen. Dazu gehör­ten natur­ge­mäß Inves­ti­tio­nen in die Infra­struk­tur als kom­mu­na­le Daueraufgabe.

„Eine leis­tungs­fä­hi­ge Infra­struk­tur macht den wirt­schaft­li­chen Erfolg einer Kom­mu­ne über­haupt erst mög­lich. Kom­mu­nen müs­sen ihre Infra­struk­tur im eige­nen Inter­es­se bedarfs­ge­recht wei­ter­ent­wi­ckeln, erklärt vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt anläss­lich des vbw-Kon­gres­ses „Star­ke Wirt­schaft – star­ke Kommunen“.

Aus Sicht der Baye­ri­schen Wirt­schaft muss zudem die wirt­schafts­freund­li­che Aus­rich­tung der Kom­mu­nen lau­fend wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den. So bie­te es sich etwa an, loka­le Anbie­ter durch eine mit­tel­stands­freund­li­che Los­ver­ga­be kom­mu­na­ler Auf­trä­ge zu stär­ken. Dane­ben brau­che es auch deut­lich schnel­le­re Ver­fah­ren bei Bau­ge­neh­mi­gun­gen und sons­ti­gen Ver­wal­tungs­vor­gän­gen. Zudem müss­ten die Kom­mu­nen die Wirt­schafts­för­de­rung ins Zen­trum ihrer Bemü­hun­gen stel­len. „Eine star­ke Wirt­schaft steht für mehr wohn­ort­na­he Arbeits­plät­ze, für bes­se­re Per­spek­ti­ven der Men­schen vor Ort und damit für höhe­re Steu­er­ein­nah­men“, fin­det Bros­sardt und ergänzt: „Eine flo­rie­ren­de Wirt­schaft stärkt nicht nur die Kom­mu­ne, son­dern auch unse­re Demokratie.“

Ein wei­te­res zen­tra­les Anlie­gen der vbw ist die Ener­gie­wen­de. „Wir brau­chen bezahl­ba­re und mög­lichst nach­hal­ti­ge Ener­gie. Das Tem­po der Ent­wick­lung wird maß­geb­lich in den Kom­mu­nen bestimmt. Sie müs­sen als Motor der Trans­for­ma­ti­on wir­ken. Mit ihrer Pla­nungs­ho­heit und als Bin­de­glied zur Bevöl­ke­rung sind sie die­je­ni­gen, die die Akzep­tanz für not­wen­di­ge Maß­nah­men schaf­fen kön­nen“, erläu­tert Bros­sardt. Zu guter Letzt for­dert die vbw mehr Enga­ge­ment für attrak­ti­ve Innen­städ­te und Orts­ker­ne. „Das ist ein wesent­li­cher Stand­ort­fak­tor für Unter­neh­men, ihre Beschäf­tig­ten, alle Bür­ger vor Ort und für tou­ris­ti­sche Gäs­te, die auch zum loka­len Wohl­stand beitragen.“

Der Kon­gress ist der Auf­takt der vbw Akti­vi­tä­ten im Vor­lauf auf die Kom­mu­nal­wahl im Frei­staat am 8. März 2026. Die gebün­del­ten For­de­run­gen der vbw sind hier zu finden.

vbw-Pres­se­mit­tei­lung zum Tag der Inklusion

vbw betont die Bedeu­tung von Teil­ha­be am Arbeitsleben

Anläss­lich des Tags der Inklu­si­on am 3. Dezem­ber betont die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. die Bedeu­tung der Teil­ha­be von Men­schen mit Behin­de­rung am Arbeitsleben.

„Teil­ha­be ist nicht nur wesent­lich für ein selbst­be­stimm­tes Leben, son­dern auch betriebs- und volks­wirt­schaft­lich ein wich­ti­ges Hand­lungs­feld“, erklärt Bert­ram Bros­sardt, vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer. Die Wirt­schaft enga­gie­re sich bereits in erheb­li­chem Maße für die Inklu­si­on. Die baye­ri­schen Arbeit­ge­ber­ver­bän­de unter­stütz­ten Unter­neh­men bei der Prä­ven­ti­on, um Beein­träch­ti­gun­gen mög­lichst gut vor­zu­beu­gen, sowie der Reinte­gra­ti­on und Inklu­si­on von Schwer­be­hin­der­ten in den Arbeits­markt. „Men­schen mit Behin­de­rung leis­ten einen wich­ti­gen Bei­trag zur Siche­rung des Arbeits­kräf­te- und Fach­kräf­te­be­darfs: Sie sind gut qua­li­fi­ziert und wer­den gebraucht.“

Fast 73 Pro­zent der rund 165.000 schwer­be­hin­der­ten Beschäf­tig­ten in Bay­ern waren im Jahr 2023 bei einem pri­va­ten Arbeit­ge­ber ange­stellt. 28 Pro­zent der schwer­be­hin­der­ten Beschäf­tig­ten waren im ver­ar­bei­ten­den Gewer­be tätig. Das ist bran­chen­über­grei­fend der größ­te Anteil. „Im Frei­staat hat sich die Zahl der Arbeits­plät­ze schwer­be­hin­der­ter Beschäf­tig­ter bei Betrie­ben mit über 20 Arbeits­plät­zen beson­ders kräf­tig erhöht: Sie stieg zwi­schen 2013 und 2023 um 20,5 Pro­zent. Die­se Zah­len ver­deut­li­chen, dass die Bereit­schaft zur Ein­stel­lung schwer­be­hin­der­ter Men­schen kei­nes­wegs nur das Ergeb­nis von staat­li­cher Regu­lie­rung ist. Das Enga­ge­ment für Inklu­si­on, das gera­de die baye­ri­sche Wirt­schaft lebt, zeigt Wir­kung“, sagt Brossardt.

Für die vbw ist die Sen­si­bi­li­sie­rung für das The­ma ent­schei­dend für eine erfolg­rei­che Inklu­si­on. „Wir brau­chen mehr Infor­ma­tio­nen und Anrei­ze statt Regu­lie­rung. Arbeit­ge­ber müs­sen umfas­send über die Chan­cen der Beschäf­ti­gung schwer­be­hin­der­ter Per­so­nen sowie die damit ver­bun­de­nen recht­li­chen Vor­ga­ben infor­miert wer­den“, so Bros­sardt. Hier sei­en vor allem die Spe­zia­lis­ten in den Arbeits­agen­tu­ren, bei den Reha-Trä­gern sowie beim Inklu­si­ons­amt gefor­dert. Sie leis­te­ten bereits jetzt sehr gute Arbeit. „Außer­dem über­neh­men die Ein­heit­li­chen Ansprech­stel­len für Arbeit­ge­ber in Bay­ern (EAA) eine Lot­sen­funk­ti­on für die Unter­neh­men. So soll die Ein­stel­lung behin­der­ter Men­schen deut­lich erleich­tert wer­den. Die gemein­sa­men Bemü­hun­gen zur Ver­brei­tung des Bewusst­seins­wan­dels, dass ‚behin­dert‘ nicht auto­ma­tisch ‚leis­tungs­ge­min­dert‘ bedeu­tet, sind vor­an­zu­trei­ben. Dabei kön­nen posi­ti­ve Bei­spie­le aus der Pra­xis hilf­reich sein. Klar ist: Erfolg­rei­che Inklu­si­on funk­tio­niert nur mit den Unter­neh­men, nicht gegen sie“, so Bros­sardt abschließend.

vbm zur Pres­se­kon­fe­renz der IG Metall Bayern

Trans­for­ma­ti­on und Stand­ort­kos­ten belas­ten die Auto­mo­bil­zu­lie­fe­rer in Bayern

Anläss­lich der heu­ti­gen Pres­se­kon­fe­renz der IG Metall Bay­ern zur Situa­ti­on der baye­ri­schen Auto­mo­bil­zu­lie­fer­indus­trie betont der vbm – Ver­band der Baye­ri­schen Metall- und Elek­tro-Indus­trie e. V., dass die Unter­neh­men alles ver­su­chen, die Pro­duk­ti­on am Stand­ort auf­recht zu erhalten.

Anläss­lich der heu­ti­gen Pres­se­kon­fe­renz der IG Metall Bay­ern zur Situa­ti­on der baye­ri­schen Auto­mo­bil­zu­lie­fer­indus­trie sag­te der Haupt­ge­schäfts­füh­rer des vbm – Ver­band der Baye­ri­schen Metall- und Elek­tro-Indus­trie e. V., Bert­ram Bros­sardt: „Auch nach unse­ren Berech­nun­gen ist die Lage bedroh­lich. Die baye­ri­sche Metall- und Elek­tro­in­dus­trie hat allein in die­sem Jahr bereits rund 24.000 Stel­len ver­lo­ren und die Abbau­plä­ne für die kom­men­den Jah­re – vor allem auch der Auto­mo­bil­bau­er und ‑zulie­fe­rer – sind ein ernst­haf­tes Warn­si­gnal. Des­halb müs­sen wir zwin­gend bestehen­de Belas­tun­gen abbau­en und die Rah­men­be­din­gun­gen der Unter­neh­men ins­ge­samt ver­bes­sern.“ Dazu zäh­le eine bezahl­ba­re Strom­ver­sor­gung und ein kon­se­quen­ter Abbau unnö­ti­ger Berichts- und Doku­men­ta­ti­ons­pflich­ten. Den Abbau der vie­len büro­kra­ti­schen Hür­den for­de­re zu Recht auch die IG Metall.

Der vbm betont, dass die Unter­neh­men alles ver­su­chen, die Pro­duk­ti­on am Stand­ort auf­recht zu erhal­ten. Ein wesent­li­cher Erfolgs­fak­tor der deut­schen und baye­ri­schen Auto­mo­bil­in­dus­trie sei die Inno­va­ti­ons­kraft – und die ste­he auf dem Spiel. „Denn vie­le Impul­se kom­men aus der Zulie­fe­rer­bran­che, und deren wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung ist dra­ma­tisch. Unter­neh­men müs­sen Gewin­ne erzie­len, um im inter­na­tio­na­len Wett­be­werb bestehen, wei­ter inves­tie­ren und Arbeits­plät­ze am Stand­ort Bay­ern hal­ten zu kön­nen“, so Bros­sardt. „Außer­dem benö­ti­gen sie mehr Pla­nungs­si­cher­heit und zugleich grö­ße­re finan­zi­el­le Hand­lungs­spiel­räu­me. Eine Abkehr vom strik­ten Ver­bren­ner-Ver­bot 2035 sehen wir, wie die IG Metall Bay­ern, daher als drin­gend nötig. Nur mit Tech­no­lo­gie­of­fen­heit kann die Trans­for­ma­ti­on zu einer kli­ma­neu­tra­len Mobi­li­tät gelingen.“

Kon­junk­tur und Markt­ent­wick­lung las­sen sich kaum beein­flus­sen. Eine wich­ti­ge Stell­schrau­be zur Ver­bes­se­rung der Stand­ort­be­din­gun­gen und damit der Wett­be­werbs­fä­hig­keit von Unter­neh­men in Deutsch­land sei­en aber die Per­so­nal­kos­ten. „Aus unse­ren Mit­glie­der­be­fra­gun­gen wis­sen wir, dass die­se in der baye­ri­schen Metall- und Elek­tro­in­dus­trie einen Anteil von durch­schnitt­lich rund 30 Pro­zent an den Gesamt­kos­ten aus­ma­chen“, warnt Bros­sardt und ergänzt „Die rasan­te Lohn­kos­ten-Ent­wick­lung der ver­gan­ge­nen Jah­re kann so nicht wei­ter gehen. Allein in den letz­ten zehn Jah­ren sind die Tari­fent­gel­te um rund 30 Pro­zent gestie­gen und das hat­te direk­ten Ein­fluss auf die kri­sen­be­dingt schrump­fen­de Liqui­di­tät der Unter­neh­men. Die Tarif­part­ner tra­gen gemein­schaft­lich die Ver­ant­wor­tung, der Deindus­tria­li­sie­rung in unse­rem Land ent­ge­gen­zu­wir­ken. Ins­be­son­de­re die Auto­mo­bil­zu­lie­fe­rer als Inno­va­ti­ons­trei­ber müs­sen in der Trans­for­ma­ti­on ent­las­tet wer­den, um eine nach­hal­ti­ge Mobi­li­tät der Zukunft mit­ge­stal­ten zu kön­nen“, sagt Brossardt.

Kli­ma­neu­tra­le Trans­for­ma­ti­on der Gas-Infra­struk­tur beschleunigen

Drei Jah­re nach Ende rus­si­scher Gasim­por­te ist die Ver­sor­gung stabil

Anläss­lich des drit­ten Jah­res­tags der Ener­gie­ver­sor­gung ohne rus­si­sches Gas zieht die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. eine posi­ti­ve Bilanz.

„Das gute Kri­sen­ma­nage­ment nach dem Ende rus­si­scher Erd­gas­lie­fe­run­gen macht sich wei­ter­hin bemerk­bar. Obwohl seit Sep­tem­ber 2022 kein rus­si­sches Pipe­line-Erd­gas mehr zur Ver­fü­gung stand, gab es kei­ne Ver­sor­gungs­eng­päs­se und der Wär­me­be­darf konn­te in den ver­gan­ge­nen Win­tern zu jeder Zeit gedeckt wer­den“, sagt vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Brossardt.

Auch das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Ener­gie hat zum 1. Juli 2025 die zuvor gel­ten­de Alarm­stu­fe des Not­fall­plans Gas in Deutsch­land auf­ge­ho­ben. Seit­her gilt wie­der die Früh­warn­stu­fe und die Gefahr einer ange­spann­ten Gas­ver­sor­gung wird im Augen­blick als gering ein­ge­schätzt. „Aktu­ell sind unse­re Spei­cher zu cir­ca 60,5 Pro­zent gefüllt. Damit sind wir für den kom­men­den Herbst und Win­ter auf einem guten Weg. Aber die Her­aus­for­de­run­gen im Ener­gie­sek­tor blei­ben. Damit wir auch die nächs­te Heiz­pe­ri­ode ohne Erd­gas-Eng­päs­se über­ste­hen, muss wei­ter­hin spar­sam umge­gan­gen wer­den“, mahnt Brossardt.

Trotz der aktu­ell sta­bi­len Gas­ver­sor­gung müs­sen aus Sicht der vbw Maß­nah­men getrof­fen wer­den, um die kli­ma­neu­tra­le Trans­for­ma­ti­on der Gas-Infra­struk­tur zu beschleu­ni­gen „Es braucht drin­gend einen kon­kre­ten und öko­no­misch sinn­vol­len Plan zum Bau was­ser­stoff­fä­hi­ger Gas­kraft­wer­ke, der rasch mit den ers­ten Aus­schrei­bun­gen umge­setzt wird. Beim Hoch­lauf der Was­ser­stoff­wirt­schaft brau­chen wir mehr Dyna­mik. Neben glo­ba­len Part­ner­schaf­ten für den Import von Was­ser­stoff braucht es in Bay­ern und Deutsch­land eben­falls Erzeu­gungs­ka­pa­zi­tä­ten sowie einen raschen und bedarfs­ge­rech­ten Aus­bau der Infra­struk­tur“, erklärt Bros­sardt abschließend.

vbw und bay­me äußern sich zum Schul­start 2025

Bil­dungs­qua­li­tät in Bay­ern hoch

Die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. und die baye­ri­schen Metall- und Elek­tro- Arbeit­ge­ber­ver­bän­de bay­me vbm haben sich zum Beginn des neu­en Schul­jah­res zur Bil­dungs­qua­li­tät in Bay­ern geäußert.

bay­me vbm vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt betont zu Beginn des neu­en Schul­jah­res die hohe Qua­li­tät des Bil­dungs­stand­or­tes Bay­ern: „Unser Schul­sys­tem ist tra­di­tio­nell stark und der Nach­wuchs fin­det im Frei­staat bes­te Vor­aus­set­zun­gen, um früh die Grund­la­gen für eine erfolg­rei­che beruf­li­che Zukunft zu schaf­fen. Wir dür­fen jetzt aber nicht nach­las­sen und müs­sen dafür Sor­ge tra­gen, dass das Bil­dungs­ni­veau wei­ter auf die­sem hohen Level bleibt.“ Denn der PISA-Schock 2023 habe auch vor baye­ri­schen Klas­sen­zim­mern nicht halt gemacht. Dass die Baye­ri­sche Staats­re­gie­rung zügig reagie­re und mit ihrem Maß­nah­men­ka­ta­log einen Schwer­punkt ins­be­son­de­re auf Sprach­för­de­rung in den frü­hen Bil­dungs­pha­sen gelegt habe, sei der rich­ti­ge Schritt gewe­sen. „Aus­ge­hend davon müs­sen wir nun alle wei­te­ren Bil­dungs­pha­sen sys­te­ma­tisch in den Blick nehmen.“

Dabei müss­ten laut bay­me vbm vbw gera­de auch die sprach­li­chen und mathe­ma­ti­schen Basis­kom­pe­ten­zen durch­weg und gezielt geför­dert wer­den. „Bil­dung ist die wich­tigs­te Res­sour­ce, die wir als roh­stoff­ar­mer Wirt­schafts­stand­ort haben. Eine zen­tra­le Stell­schrau­be ist die Ver­mitt­lung einer gesi­cher­ten Sprach­kom­pe­tenz“, führt Bros­sardt aus. „Mit der Ein­füh­rung von ver­bind­li­chen Sprach­tests ein­ein­halb Jah­re vor der Ein­schu­lung und der gestärk­ten För­de­rung von Kern­kom­pe­ten­zen in der Grund­schu­le wur­den bereits wich­ti­ge Wei­chen gestellt. Als nächs­ten Schritt brau­chen wir nun einen Maß­nah­men­plan für die wei­ter­füh­ren­den Schulen.“

In dem Zuge for­dert die vbw, auch die drit­te und vier­te Jahr­gangs­stu­fe sowie den Über­tritt in die wei­ter­füh­ren­den Schu­len beweg­li­cher zu gestal­ten. „Wir müs­sen sicher­stel­len, dass ein grund­le­gen­des Kom­pe­tenz­ni­veau erreicht wird und dafür, wenn erfor­der­lich, auch die indi­vi­du­el­len Lern­zei­ten fle­xi­bi­li­sie­ren. Im Zuge des demo­gra­fi­schen Wan­dels sind unse­re Unter­neh­men auf jede jun­ge Nach­wuchs­kraft ange­wie­sen. Wir kön­nen es uns nicht leis­ten, dass Kin­der und Jugend­li­che im Bil­dungs­sys­tem den Anschluss ver­lie­ren“, so Brossardt.

Schul­be­ginn in Oberfranken

Neu­es Schul­jahr 2025/​/​2026 star­tet mit wei­ter stei­gen­den Schülerzahlen

Rund 60.000 Schü­le­rin­nen und Schü­ler star­ten am 16. Sep­tem­ber 2025 in Ober­fran­ken an Grund‑, Mit­tel- und För­der­schu­len in das neue Schul­jahr, mehr als 27.500 Schü­le­rin­nen und Schü­ler besu­chen ober­frän­ki­sche beruf­li­che Schu­len (ohne Fach- und Berufs­ober­schu­len), wie die Regie­rung von Ober­fran­ken mitteilt.

38.432 Schü­le­rin­nen und Schü­ler und damit etwas mehr als im Vor­jahr (38.112) besu­chen im neu­en Schul­jahr die rund 230 ober­frän­ki­schen Grund­schu­len in 1.776 Grund­schul­klas­sen (Vor­jahr: 1.758). Die Zahl der Erst­kläss­ler sinkt um 51 auf 9.611.

Auch an den knapp 100 ober­frän­ki­schen Mit­tel­schu­len stei­gen die Zah­len auf nun­mehr 16.581 Schü­le­rin­nen und Schü­ler (Vor­jahr: 16.424). Die Zahl der Mit­tel­schul­klas­sen sinkt dage­gen von 815 auf 807 leicht, sodass die durch­schnitt­li­che Schü­ler­zahl pro Klas­se nun bei 20,54 liegt (Vor­jahr: 20,15).


Per­so­nal­si­tua­ti­on an den Grund- und Mittelschulen

Neu ein­ge­stellt wur­den von der Regie­rung von Ober­fran­ken 97 Lehr­kräf­te, 8 Fach­lehr­kräf­te und 5 För­der­lehr­kräf­te. Zusätz­lich wur­den 58 Lehr­kräf­te, 8 Fach­lehr­kräf­te und 3 För­der­lehr­kräf­te aus ande­ren Regie­rungs­be­zir­ken nach Ober­fran­ken versetzt.

Ins­ge­samt ist damit auch im kom­men­den Schul­jahr der Unter­richt nach Stun­den­plan sowie der Wahlpflicht‑, För­der- und beson­de­re Unter­richt grund­sätz­lich gewähr­leis­tet. Die bedarfs­ge­rech­te Ver­sor­gung der klei­nen Grund­schu­len im länd­li­chen Raum und der klei­nen Mit­tel­schul­ver­bün­de mit Lehr­kräf­ten kann durch eigens dafür bereit­ge­stell­te Leh­rer­stun­den sicher­ge­stellt werden.

Für die Gesamt­ver­sor­gung wich­tig sind auch Lehr­kräf­te im Ange­stell­ten­ver­hält­nis. Hier läuft die Per­so­nal­ge­win­nung kon­ti­nu­ier­lich wei­ter, ins­be­son­de­re für die Mobi­le Reser­ve und für zusätz­li­che Unterrichtsangebote.

Das Staats­mi­nis­te­ri­um für Unter­richt und Kul­tus hat bereits jetzt zusätz­li­che Anstel­lungs­mög­lich­kei­ten zur Auf­sto­ckung der Mobi­len Reser­ve ab Novem­ber 2025 und Janu­ar 2026 in Aus­sicht gestellt.

Ange­sichts des bun­des­wei­ten Lehr­kräf­te­man­gels sowie auf­grund der Per­so­nal­fluk­tua­ti­on wäh­rend des gesam­ten Schul­jah­res bleibt es wei­ter­hin eine anspruchs­vol­le Auf­ga­be, flä­chen­de­ckend aus­rei­chend Lehr­kräf­te, vor allem für Ver­tre­tungs­si­tua­tio­nen, zu finden.


Sprach­stands­er­he­bun­gen an Grund­schu­len und Ein­rich­tung von Vor­kur­sen „Deutsch 240“ in Oberfranken

In die­sem Jahr wur­den zum ers­ten Mal ver­pflich­ten­de Sprach­stands­er­he­bun­gen für die Kin­der durch­ge­führt, die nach ihrem Alter grund­sätz­lich für Sep­tem­ber 2026 zur Ein­schu­lung vor­ge­se­hen sind. In Ober­fran­ken nah­men von den rund 10.000 Kin­dern die­ser Alters­grup­pe auf Emp­feh­lung der Kin­der­ta­ges­stät­ten rund 3.100 an den von der jeweils zustän­di­gen Spren­gel­grund­schu­le orga­ni­sier­ten Erhe­bun­gen teil.

46 Pro­zent (1.418) davon wur­den auf­grund des Erhe­bungs­er­geb­nis­ses ver­pflich­tet, eine staat­lich geför­der­te Kita mit inte­grier­tem Vor­kurs „Deutsch 240“ zu besu­chen. Davon unab­hän­gig kön­nen auch wei­te­re Vor­schul­kin­der auf Emp­feh­lung von Kita und Schu­le an den Vor­kur­sen teilnehmen.

Den Vor­kurs füh­ren Kita und Grund­schu­le gemein­sam durch. Im Schul­jahr 2025/​/​2026 ste­hen den ober­frän­ki­schen Grund­schu­len hier­für 1.080 Leh­rer­wo­chen­stun­den (Vor­jahr: 550 Stun­den) zur Ver­fü­gung. Damit kann ein flä­chen­de­cken­des Ange­bot an Vor­kur­sen „Deutsch 240“ ein­ge­rich­tet werden.

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