vbw-Pressemitteilung zum Arbeitsmarkt im Mai
Leichte Frühjahrsbelebung kein Grund zum Aufatmen
Der bayerische Arbeitsmarkt befindet sich aus Sicht der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. weiterhin in einer herausfordernden Lage. So wirken sich neben den konjunkturellen Belastungen durch den Iran-Krieg vor allem die strukturellen Standortprobleme negativ auf die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen aus.
„Zwar sorgt eine leichte Frühjahrsbelebung für einen Rückgang der Arbeitslosigkeit und Bayern behält seine Position als Land mit der niedrigsten Arbeitslosenquote bei. Die Lage bleibt insgesamt aber angespannt und die Unternehmen sind weiterhin verunsichert“, erklärt vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt anlässlich der veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen für Mai durch die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit (hier die Zahlen des Agenturbezirks Bamberg-Coburg).
Die Arbeitslosenquote im Freistaat sank im Mai saisonbedingt auf 4,0 Prozent (Vormonat: 4,1 Prozent). Gleichzeitig lag sie im Vergleich zum Vorjahresmonat immer noch um 0,1 Prozentpunkte höher. „Das letzte Mal, dass wir in Bayern im Mai eine Arbeitslosenquote von über vier Prozent hatten, war im Jahr 2010 – kurz nach der Finanzkrise. Insgesamt ist die absolute Zahl an Arbeitslosen seit dem Frühjahr 2022 um über 100.000 gestiegen. Gleichzeitig liegt die Zahl der offenen Stellen um knapp 10 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das zeigt: Die Unternehmen halten sich mit Neueinstellungen weiter zurück. Für eine Entwarnung ist es zu früh“, fasst Brossardt die Lage zusammen.
Laut vbw bleibt die Situation ernst. „Die De-Industrialisierung in den Branchen, die für unseren Standort so zentral sind, setzt sich weiter fort. Ohne attraktive Standortbedingungen können wir diesen gefährlichen Trend nicht aufhalten. Wir appellieren daher umso energischer an die Bundesregierung einerseits, ein umfassendes und grundlegendes Reformparket rasch auf den Weg zu bringen, und andererseits an den Sozialpartner, den hohen Arbeitskosten Einhalt zu gebieten. Hier stehen auch die Gewerkschaften besonders in der Pflicht“, führt Brossardt aus und ergänzt: „Nach einer kürzlich veröffentlichten Studie der vbw stellen die Arbeitskosten für rund 28 Prozent der Unternehmen das größte Investitionshemmnis dar, und in gleichem Umfang stellen sie Geschäftsmodelle in Frage – beides zusammen erhöht den Verlagerungsdruck deutlich. Das ist bedenklich. Wir müssen mit maßvoller Entwicklung beim Entgelt entgegensteuern.“
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Lage der bayerischen M+E‑Industrie
Verlust von fast 30.000 Arbeitsplätzen in den letzten zwei Jahren
Die wirtschaftliche Lage in der bayerischen M+E Industrie ist auch im ersten Quartal 2026 angespannt geblieben. Die Produktion sei vier Prozent niedriger gewesen als im Vorjahresquartal, teilen bayme – Bayerischer Unternehmensverband Metall und Elektro e. V. und vbm – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V. mit. Seit Anfang 2024 seien fast 30.000 Arbeitsplätze verlorengegangen und mit einem weiteren Abbau von Arbeitsplätzen werde gerechnet.
„Nachdem sich die wirtschaftliche Lage sowie auch die Stimmung in Bayerns größtem Industriezweig, der Metall- und Elektroindustrie, in der zweiten Jahreshälfte 2025 vorsichtig stabilisiert hatten, sorgt der Iran-Krieg seit März für eine erneute wirtschaftliche Zäsur. Fakt ist: Geopolitische Krisen haben die bayerische M+E Industrie weiter fest im Griff, denn zwei Drittel ihrer Umsätze macht sie auf Auslandsmärkten“, fasst Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverbände bayme vbm, das zentrale Ergebnis des aktuellen M+E Konjunkturreports der Verbände zusammen und ergänzt: „Zusätzlich zu den globalen Herausforderungen kämpfen die Unternehmen auch damit, dass die Standortbedingungen im Inland nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Wir brauchen aber attraktive Rahmenbedingungen, um in einer Weltwirtschaft im Wandel bestehen zu können.“
Die Produktion in der M+E Industrie lag im ersten Quartal 2026 um vier Prozent niedriger als im Vorjahresquartal. Auffällig ist das kräftige Plus von rund zehn Prozent beim sonstigen Fahrzeugbau, der von einer konstant hohen Nachfrage nach zivilen Luftfahrzeugen sowie steigenden Ausgaben für Rüstungsgüter profitiert. Bei den beiden größten Wirtschaftszweigen der M+E Industrie, der Kfz-Industrie und des Maschinenbaus, gab es dagegen weitere Einbußen. Der Output sank bei beiden Branchen jeweils um rund acht Prozent. Diesen Rückgang konnte auch der Anstieg beim sonstigen Fahrzeugbau nicht kompensieren. „Die wirtschaftliche Stabilisierung der M+E Industrie war nicht nachhaltig, die Talfahrt setzt sich fort. Die Lage ist dramatisch. Einen Lichtblick bilden zumindest die Neuaufträge, die seit einiger Zeit vorsichtig aufwärtsgerichtet sind. Das Auftragsvolumen verharrt zugleich auf niedrigem Niveau, die Betriebe kämpfen weiter mit Überkapazitäten.“
Der Beschäftigungsabbau in der M+E Industrie hielt im ersten Quartal 2026 an. Gegenüber dem Vorquartal sank die Zahl der Beschäftigten um 0,3 Prozent. Seit dem letzten Höchststand im Januar 2024 gingen fast 30.000 Stellen verloren. Aktuell zählt die bayerische M+E Industrie rund 845.000 Beschäftigte. Dazu Brossardt: „Wir erwarten, dass sich der Abbau von Arbeitsplätzen in den kommenden Monaten fortsetzt. Die Kurzarbeit sinkt ebenfalls. Das mag auf den ersten Blick überraschend sein, die Ursache ist jedoch alarmierend: Da die Krise so lange anhält, bleibt vielen Betrieben nur noch die Möglichkeit, Beschäftigung abzubauen, statt sie mithilfe des Kurzarbeitergelds zu halten.“
bayme vbm fordern daher grundlegende und umfassende Reformen. „Bis zum Sommer muss die Bundesregierung den Reform-Turbo zünden, um den Dauerstillstand der vergangenen Jahre zu beenden. Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren. Auf der anderen Seite müssen auch die Gewerkschaften erkennen, dass die hohen Arbeitskosten zu unseren größten Wettbewerbsnachteilen gehören. Sie hemmen Investitionen und erhöhen den Verlagerungsdruck. Es braucht jetzt eine gemeinsame Kraftanstrengung, damit wir im sich stark verändernden globalen Wettbewerb bestehen können“, so Brossardt.
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vbw-Pressemitteilung zum bayerischen Außenhandel im ersten Quartal 2026
Ex- und Importe zwar im Aufwind, aber verschlechterte Perspektiven wegen Iran-Krieg
Die bayerische Wirtschaft exportierte in den ersten drei Monaten 2026 Waren im Wert von rund 57,5 Milliarden Euro, wie die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. mitteilt. Das waren 1,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Importe stiegen von Januar bis März dieses Jahres um 4,0 Prozent auf knapp 57,9 Milliarden Euro.
Das Exportplus im ersten Quartal 2026 war vor allem dem kräftigen Anstieg von 8,5 Prozent im März zu verdanken. Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamts hervor, welche die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ausgewertet hat. Dazu erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Der Anstieg der Ausfuhren ist zwar erfreulich, gleichzeitig dürfen die Zahlen nicht überbewertet werden. Der Iran-Krieg und seine Folgen haben nicht nur zu massiven Steigerungen der Energiekosten geführt, sondern bringen die globalen Lieferketten durcheinander und schwächen damit die Weltwirtschaft.“ Die vbw gehe davon aus, dass sich die Auswirkungen des Konflikts in den Zahlen der kommenden Monate negativ niederschlagen werden. Bezeichnend sei zudem, dass der Freistaat im ersten Jahresviertel ein Handelsdefizit von knapp 353 Millionen Euro aufweist, im Vorjahresquartal habe es es noch einen Überschuss von 827 Millionen Euro gegeben. „Das zeigt: Die schwierige wirtschaftliche Lage im In- und Ausland geht an die Substanz. Wir erwarten daher eine zügige Einigung auf das von der Bundesregierung versprochenes Reformpaket.“
Die Betrachtung der wichtigsten Exportmärkte verdeutlicht die Rolle Europas als Stabilitätsanker für den bayerischen Export. „Die Ausfuhren in unsere EU-Partnerländer stiegen um fast zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Nach Tschechien, Polen, Spanien und Italien gab es sogar zweistellige Wachstumsraten“, betont Brossardt und macht deutlich: „Europa stärkt die bayerische Wirtschaft. Gleichzeitig kompensiert es die Einbußen aus dem Handel mit unserem wichtigsten Exportmarkt, den USA. Die Ausfuhren dorthin sanken im Vorjahresvergleich um knapp 19 Prozent. Fakt ist: In einer Welt der Umbrüche und Krisen bleibt der europäische Binnenmarkt unsere Lebensversicherung. Diesen gilt es weiter zu vertiefen.“ Die Exporte in die Volksrepublik China, dem größten bayerischen Handelspartner, stiegen unterdurchschnittlich um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.
Die Daten zu den wichtigsten Exportgütern zeigen ein gemischtes Bild: So stiegen im ersten Quartal vor allem die Ausfuhren im Elektrobereich zwischen vier und acht Prozent. Dabei handelte es sich um nachrichtentechnische Geräte sowie Geräte zur Elektrizitätserzeugung und ‑verteilung. Die Exporte von Pkw sanken dagegen um 12,6 Prozent. Dazu Brossardt: „Die De-Industrialisierung in den Branchen, die für unseren Standort so zentral sind, setzt sich weiter fort. Ohne attraktive Standortbedingungen können wir diesen gefährlichen Trend nicht aufhalten. Wir appellieren daher umso energischer an die Bundesregierung einerseits, ein umfassendes und grundlegendes Reformparket rasch in die Wege zu bringen, und andererseits an die Gewerkschaften, den hohen Arbeitskosten Einhalt zu gebieten, da diese ein großes Investitionshemmnis darstellen und den Verlagerungsdruck deutlich erhöhen.“
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vbw-Pressemitteilung zum bayerischen Außenhandel im Februar 2026
Einfuhren steigen merklich an, Exportentwicklung weiter schwach
Die bayerische Wirtschaft exportierte im Februar 2026 Waren im Wert von rund 19,2 Milliarden Euro, das waren 0,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Importe stiegen im selben Zeitraum um 5,6 Prozent auf 18,9 Milliarden Euro. Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. betrachtet die vom Landesamt für Statistik veröffentlichten Zahlen mit Vorsicht.
„Es ist positiv, dass der Außenhandel vorerst weiterhin leicht im Aufwind scheint. Zu bedenken ist aber, dass es sich um Zahlen handelt, die den Zeitraum vor Ausbruch des Iran-Kriegs abbilden. Wir müssen deshalb davon ausgehen, dass die Zahlen aufgrund dieses Konflikts und der Blockade der Straße von Hormus wieder ins Negative rutschen werden“, sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Die schwierige außenwirtschaftliche Lage habe die so zentrale bayerische Exportwirtschaft weiterhin fest im Griff. „Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren: Die schwarz-rote Bundesregierung muss die so dringend benötigten strukturellen Reformen zügig umsetzen, um unseren Standort gerade im Angesicht der massiven weltweiten Unsicherheiten von innen heraus möglichst attraktiv zu gestalten.“
Die Betrachtung wichtiger Exportmärkte zeigt eine differenzierte Lage. „Ein schmerzhafter Rückschlag: Im Vergleich zum Vorjahresmonat brachen die Ausfuhren in die USA, dem größten bayerischen Absatzmarkt, um knapp 20 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro ein“, so Brossardt. Die unberechenbare Zoll- und Handelspolitik von Donald Trump belaste den bayerisch-amerikanischen Handel weiterhin stark. Zudem seien auch die Exporte in die Volksrepublik China um zehn Prozent gesunken. Grund hierfür sei neben der wirtschaftlichen Schwäche in China vor allem die Konkurrenz aus dem Reich der Mitte selbst, die durch Wettbewerbsverzerrungen zusätzlich bestärkt werde. „Ein Lichtblick ist dagegen der Handel mit Europa: Die gesamten Ausfuhren des Freistaats in die EU-Länder stiegen um rund zehn Prozent. Vor allem die Exporte nach Österreich, Frankreich, Italien und Polen konnten ausgeweitet werden. Umso stärker die globale Unsicherheit ist, umso mehr erweist sich der europäische Binnenmarkt als Stabilitätsanker für die bayerische Wirtschaft. Diesen gilt es daher entschieden zu stärken.“
Der Blick auf die Ausfuhren der wichtigsten Exportgüter bleibt durchwachsen. „Sowohl bei den Pkw als auch Maschinen sehen wir im Februar erneut Rückgänge, um 12,1 beziehungsweise 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Klar ist: Wir verlieren weiter bei den Gütern, deren weltweiter Verkauf jahrzehntelang zu unserem wirtschaftlichen Markenkern gehörte“, erklärt Brossardt und ergänzt: „Wir stehen vor einer extrem schwierigen Lage. Das derzeitige Chaos in der Weltwirtschaft lässt sich aber eben nur schwer beeinflussen. Daher ist es umso wichtiger, dass wir unseren heimischen Unternehmen die nötige Rückendeckung verschaffen – dafür braucht es schnell wieder attraktive Standortbedingungen. Die schwarz-rote Bundesregierung muss dafür endlich den Mut aufbringen, unbequeme Entscheidungen zu treffen und tiefgreifende Reformen rasch umzusetzen.“
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vbw-Pressemitteilung zum bayerischen Außenhandel im Jahr 2025
Ausfuhren gehen leicht zurück
Die bayerische Metall- und Elektroindustrie exportierte im Jahr 2025 Waren im Wert von 148,7 Milliarden Euro ins Ausland, das waren 0,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Dies teilt die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. mit.
Damit sanken die M+E‑Exporte das zweite Jahr in Folge. Insgesamt machten die M+E‑Ausfuhren im Freistaat knapp zwei Drittel aller Produkte aus, die ins Ausland exportiert wurden, so die Berechnungen der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes. „Fakt ist: Die M+E‑Industrie ist das Herz der Wirtschaft im Freistaat, sie steht für mehr als 830.000 Beschäftigte in Bayern. Auch wenn die gesamten bayerischen Exporte wieder leicht im Aufwind sind, ist unsere wichtigste Branche weiter am Kämpfen“, so bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. „Die chaotische Lage der Weltwirtschaft können wir nicht ändern – vor allem mit Blick auf die unberechenbare Handelspolitik der US-Regierung, den erheblich verteuerten Euro und die starke globale Konkurrenz. Fatal ist aber, dass zu dem schwierigen internationalen Umfeld hausgemachten Hürden kommen. Wir müssen unsere Standortbedingungen dringend verbessern, damit unsere Wettbewerbsfähigkeit von dieser Seite nicht noch weiter zusätzlich belastet wird.“
2025 führten bayerische Unternehmen M+E Produkte im Wert von 20,2 Milliarden Euro in die USA aus, das entspricht 13,6 Prozent aller bayerischen M+E Exporte. „Die Vereinigten Staaten bleiben auch im M+E Bereich unser wichtigster Absatzmarkt, obwohl sich die Exporte dorthin um satte 11,3 Prozent verringerten. Der Handelsstreit und die aggressive Zollpolitik der US-Regierung treffen auch unsere M+E Industrie hart“, so Brossardt. Aber auch die Ausfuhren in den zweitgrößten M+E Exportmarkt China sind um 10,4 Prozent eingebrochen. „Die massive Konkurrenz vor Ort in Kombination mit wettbewerbsverzerrenden Maßnahmen und Protektionismus schwächen unsere Firmen im globalen Wettbewerb“, so Brossardt und sagt weiter: „Mit Blick auf die großen Schwierigkeiten im weltweiten Exportgeschäft zeigt sich auch bei den M+E Exportzahlen der Trend, dass noch mehr Geschäft in Europa gemacht wird: Inzwischen entfallen 47 Prozent der bayerischen M+E Exporte auf die EU, gegenüber dem Vorjahr stiegen sie um 5,2 Prozent.“
Bei den wichtigsten Exportgütern im M+E Bereich gab es 2025 eine gemischte Entwicklung. Die Exporte von Kfz und Kfz-Teilen betrugen 52,5 Milliarden Euro (Pkw davon mit 38,5 Milliarden Euro), und entsprachen damit 35,3 Prozent der gesamten M+E Ausfuhren. Sowohl Ausfuhren von Pkw als auch von Kfz-Teilen sanken um drei bis fünf Prozent. Auch bei den Maschinen, die für ein Exportvolumen von 39,5 Milliarden Euro stehen, gingen die Exporte im letzten Jahr um rund drei Prozent zurück. Auffällig ist dagegen das starke Wachstum bei den Luftfahrzeugen und Luftfahrzeugteilen, die gegenüber 2024 um 41,1 Prozent stiegen. Sie stehen für ein Exportvolumen von immerhin 6,6 Milliarden Euro. Brossardt resümiert: „Es gibt zwar einzelne erfreuliche Entwicklungen. Aber bei unseren wichtigsten Exportgütern verlieren wir weiter an Boden. Das kann auch der überraschend starke Zuwachs an anderer Stelle nicht kompensieren. Wir brauchen dieses Jahr einen großen Wurf, um die tiefgreifenden Strukturprobleme zügig anzugehen. Nur so bringen wir unseren Standort wieder auf Vordermann.“
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Pressemitteilung zum dualen Studium an bayerischen Hochschulen
vbw erfreut über stärksten Zuwachs an dual Studierenden seit zehn Jahren
Zur Veröffentlichung der aktuellen Studierendenzahlen in Bayern durch Bayerns Netzwerk für dual Studierende, “hochschule dual”, zeigt sich die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. erfreut über den bemerkenswerten Anstieg der dual Studierenden im Wintersemester 2025//2026 um sieben Prozent von 9.252 auf 9.914.
„Die Hochschulen verzeichnen das stärkste Wachstum seit zehn Jahren. Diese Entwicklung zeigt, dass die Unternehmen im Freistaat trotz schwieriger Wirtschaftslage und Strukturkrise in den Nachwuchs investieren. Das duale Studium ist und bleibt ein Erfolgsmodell, die dual Studierenden sind als Fachkräfte von morgen unverzichtbar für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe“, betont vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt und ergänzt: „Die jungen Leute schätzen die Planbarkeit und finanzielle Sicherheit während ihrer Ausbildung. Die Unternehmen binden die Nachwuchstalente für die eigene Fachkräftesicherung früh an sich. Vom dualen Konzept profitieren alle Beteiligten.“
Erstmals seit dem Wintersemester 2019//20 stieg auch die Studierendenzahl im Verbundstudium wieder an, und zwar um 473 Personen und damit auf 43 Prozent der insgesamt dual Studierenden. 55 Prozent wählten ein Studium mit vertiefter Praxis, zwei Prozent der Studierenden entschieden sich für ein duales Masterstudium. Der Blick auf die Wahl der Studiengänge zeigt, dass das Feld Technik und IT mit einem Anteil von fast 56 Prozent weiterhin am gefragtesten ist. Danach folgen die Studiengänge im Sozial- und Gesundheitswesen mit 22 Prozent und die Wirtschaftswissenschaften mit 13 Prozent. Brossardt erklärt: „Studierende profitieren gerade im MINT-Bereich von der praxisnahen und gleichzeitig akademischen Ausbildung. So sind sie beim Eintritt in die Erwerbstätigkeit bereits gut mit den betrieblichen Abläufen vertraut. Durch die enge Orientierung am Arbeitsmarkt warten auf dual Studierende speziell in MINT-Fächern nach dem erfolgreichen Abschluss gute Karriereperspektiven. Denn auch wenn die aktuelle wirtschaftliche Lage dämpfend auf den Arbeitsmarkt wirkt, bleibt die Suche nach qualifizierten Beschäftigten aufgrund des demografischen Wandels langfristig eine Herausforderung.“
Auch die Zahl der Praxispartner im dualen Studium bleibt auf hohem Niveau. Insgesamt verzeichnet „hochschule dual“ über 3.390 Kooperationen der Hochschulen mit Unternehmen, Behörden und Einrichtungen. Brossardt betont: „Das duale Studium ist wichtig für unsere Standortqualität. Darum müssen die Kapazitäten an den Hochschulen für duale Studiengänge weiter auf diesem hohen Level gehalten werden. Insbesondere das duale Masterstudium muss weiter gestärkt werden, denn es wird von Unternehmen zunehmend zur Personalentwicklung genutzt.“
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Fünf Jahre nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs
vbw begrüßt erneute wirtschaftliche Annäherung Großbritanniens an Europa
Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. unterstützt fünf Jahre nach dem Austritt Großbritanniens aus dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion sämtliche Bemühungen, die Beziehungen zum Vereinigten Königreich wieder zu vertiefen.
„Der Brexit war eine Zäsur für Europa, mit schweren wirtschaftlichen Folgen, auch für Bayern. In einer Zeit mit einer derart großen Unsicherheit in der Weltwirtschaft, zunehmendem Protektionismus und geopolitischen Krisen brauchen wir nicht weniger, sondern eindeutig mehr verlässliche Partner auf der Welt – wie das Vereinigte Königreich“, betont vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Für die bayerische Wirtschaft stecke immer noch viel Potenzial im britischen Absatzmarkt. Jedoch kämpften unsere Unternehmen auch heute noch tagtäglich mit den erschwerten wirtschaftlichen Bedingungen durch die Handelshemmnisse im Außenhandel. „Wir setzen daher auf neue und pragmatische Impulse, die die Zusammenarbeit mit dem Vereinigten Königreich weiter stärken. Umso erfreulicher ist der von der derzeitigen britischen Regierung vorangetriebene Annäherungskurs an Europa. Diesen begrüßen wir ausdrücklich.“
Aus Sicht der vbw braucht es daher weitere bilaterale Vereinbarungen. Mit dem Handels- und Kooperationsabkommen bestehe eine solide Grundlage, auf die eine weitere vertiefte Zusammenarbeit aufgebaut werden könne. „Insbesondere freut uns die britische Beteiligung an europäischen Rüstungsprojekten sowie der Wiedereintritt Großbritanniens in das Erasmus-Austauschprogramm ab 2027. Ebenso war die Verlängerung der CE-Kennzeichnung für die meisten Waren auf unbestimmte Zeit eine Erleichterung.“ Gleichzeitig stellten Sondervorschriften im Dienstleistungshandel sowie der aufwändige Nachweis der Erfüllung von Ursprungsregeln die Wirtschaft weiterhin vor große Probleme. „Es braucht daher ein ‚Mutual Recognition Agreement‘ für sämtliche Sektoren, ein Ende des Flickenteppichs an Regelungen im Dienstleistungshandel sowie eine weitere Senkung der Hürden bei der gegenseitigen Anerkennung von Qualifikationen. Nur so schaffen wir langfristig eine erfolgreiche Handelspartnerschaft“, so Brossardt.
Mit einem Handelsvolumen von voraussichtlich knapp 16 Milliarden Euro war das Vereinigte Königreich im Jahr 2025 nur noch der zehntwichtigste Handelspartner Bayerns. „Die wirtschaftliche Bedeutung des Vereinigten Königreichs für Bayern hat durch den Brexit deutlich abgenommen: Das Handelsvolumen Bayerns mit Großbritannien liegt um ein Viertel beziehungsweise fünf Milliarden Euro niedriger als 2015, dem Jahr vor dem Referendum.“ Da gebe es noch Aufholbedarf. Gleichzeitig mache der Handel mit dem Vereinigten Königreich nach wie vor knapp vier Prozent des bayerischen Außenhandels aus. „Fakt ist: Je mehr Partner auf der Welt wir haben, umso weniger sind wir von einzelnen Wirtschaftsräumen abhängig. Eine wiedererlangte vertiefte Wirtschaftszusammenarbeit mit dem Vereinigten Königreich wäre ein wirksamer Schritt, um unsere Exportwirtschaft weiter zu diversifizieren und sie für zukünftige Krisen noch besser zu wappnen“, erklärt Brossardt.
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vbw-Pressemitteilung zum bayerischen Außenhandel im Oktober 2025
Bayerischer Außenhandel erfährt leichte Erholung
Der bayerische Außenhandel erfährt eine leichte Erholung insgesamt, aber ein Minus bei den Exportgütern Pkw und Maschinen, wie die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft mitteilt.
Demnach exportierte die bayerische Wirtschaft im Oktober 2025 Waren im Wert von rund 20,6 Milliarden Euro, das waren 4,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Importe stiegen im selben Zeitraum um 3,7 Prozent auf 21,3 Milliarden Euro. Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. gibt sich angesichts der heute vom Landesamt für Statistik veröffentlichten Zahlen weiterhin zurückhaltend. „Der Anstieg sowohl von Export als auch Import im Oktober macht uns vorsichtig hoffnungsvoll. Gleichzeitig haben wir auch in den vergangenen Monaten immer wieder einen leichten Aufschwung erlebt, der dann wieder in den Folgemonaten verpufft ist. Zudem liegen sowohl Aus- als auch Einfuhren des Freistaats in der Gesamtbetrachtung Januar bis Oktober 2025 weiterhin um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Die Herausforderungen seien enorm: Die US-Zölle und der sich weltweit ausbreitende Protektionismus, die starke Konkurrenz aus China und ein zu stark aufgewerteter Euro erschwerten unserer internationalisierten bayerischen Exportwirtschaft massiv das Geschäft. „Wir müssen daher von innen heraus wirtschaftlich so stark aufgestellt wie möglich sein. Solange wir aber nicht die tiefgreifenden strukturellen Standortprobleme lösen, können wir unsere Exportindustrie im harten globalen Wettbewerb nicht stärken. Für das neue Jahr erwarten wir daher zügig grundlegende Reformen.“
Die Betrachtung wichtiger Exportmärkte ergibt eine gemischte Lage. „Vor allem bei unserem wichtigsten ausländischen Absatzmarkt, den USA, schmerzt der Exportrückgang weiterhin sehr. Hier fielen unsere Exporte auch im Oktober, und zwar deutlich um fast zehn Prozent. Die neuen wirtschaftlichen Realitäten, ausgelöst durch die US-Zollpolitik, sind immer mehr erkennbar. Auch die Ausfuhren nach China – unserem größten Handelspartner – gingen leicht zurück. Erfreulich ist dagegen, dass sich das Exportgeschäft mit unseren europäischen Nachbarn immer weiter verbessert. Im Oktober sehen wir einen Zuwachs um fast zehn Prozent. Überdurchschnittlich wuchsen unsere Ausfuhren in wichtige Absatzmärkte wie Polen, Spanien, die Niederlande und Italien. Wir dürfen nicht vergessen, welches wirtschaftliche Potenzial im europäischen Binnenmarkt steckt. Wir müssen wirtschaftlich noch enger zusammenwachsen“, so Brossardt.
Bei den Ausfuhren der wichtigsten Exportgüter zeigt sich ein schwieriges Bild. „Die Exporte von Pkw und Maschinen gingen auch im Oktober erneut zurück – um sieben beziehungsweise knapp fünf Prozent. Der Trend setzt sich fort: Zwei unserer wichtigsten Exportprodukte verlieren zunehmend an globalen Exportanteilen. Das ist verheerend. Positiv war zumindest, dass sich die Ausfuhren für Geräte zur Elektrizitätserzeugung und ‑verteilung um 9,2 Prozent erhöht haben“, erklärt Brossardt und betont: „Die Zahlen geben leider weiterhin keinen Anlass für großen Optimismus. Im Gegenteil: Unser Standort steckt weiterhin in einer echten Wettbewerbsfähigkeitskrise. Jetzt gilt es im kommenden Jahr die Weichen dafür zu stellen, dass unsere Wirtschaft für die Zukunft gut aufgestellt ist.“
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vbw-Pressemitteilung zum Kongress „Starke Wirtschaft – starke Kommunen“
Wirtschaftsfreundliche Ansätze machen Kommunen erfolgreich
Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. benennt wichtige Punkte, mit denen Kommunen ihre Attraktivität und den Erfolg der Wirtschaft vor Ort steigern können. Dazu gehörten naturgemäß Investitionen in die Infrastruktur als kommunale Daueraufgabe.
„Eine leistungsfähige Infrastruktur macht den wirtschaftlichen Erfolg einer Kommune überhaupt erst möglich. Kommunen müssen ihre Infrastruktur im eigenen Interesse bedarfsgerecht weiterentwickeln, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt anlässlich des vbw-Kongresses „Starke Wirtschaft – starke Kommunen“.
Aus Sicht der Bayerischen Wirtschaft muss zudem die wirtschaftsfreundliche Ausrichtung der Kommunen laufend weiterentwickelt werden. So biete es sich etwa an, lokale Anbieter durch eine mittelstandsfreundliche Losvergabe kommunaler Aufträge zu stärken. Daneben brauche es auch deutlich schnellere Verfahren bei Baugenehmigungen und sonstigen Verwaltungsvorgängen. Zudem müssten die Kommunen die Wirtschaftsförderung ins Zentrum ihrer Bemühungen stellen. „Eine starke Wirtschaft steht für mehr wohnortnahe Arbeitsplätze, für bessere Perspektiven der Menschen vor Ort und damit für höhere Steuereinnahmen“, findet Brossardt und ergänzt: „Eine florierende Wirtschaft stärkt nicht nur die Kommune, sondern auch unsere Demokratie.“
Ein weiteres zentrales Anliegen der vbw ist die Energiewende. „Wir brauchen bezahlbare und möglichst nachhaltige Energie. Das Tempo der Entwicklung wird maßgeblich in den Kommunen bestimmt. Sie müssen als Motor der Transformation wirken. Mit ihrer Planungshoheit und als Bindeglied zur Bevölkerung sind sie diejenigen, die die Akzeptanz für notwendige Maßnahmen schaffen können“, erläutert Brossardt. Zu guter Letzt fordert die vbw mehr Engagement für attraktive Innenstädte und Ortskerne. „Das ist ein wesentlicher Standortfaktor für Unternehmen, ihre Beschäftigten, alle Bürger vor Ort und für touristische Gäste, die auch zum lokalen Wohlstand beitragen.“
Der Kongress ist der Auftakt der vbw Aktivitäten im Vorlauf auf die Kommunalwahl im Freistaat am 8. März 2026. Die gebündelten Forderungen der vbw sind hier zu finden.
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vbw-Pressemitteilung zum Tag der Inklusion
vbw betont die Bedeutung von Teilhabe am Arbeitsleben
Anlässlich des Tags der Inklusion am 3. Dezember betont die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. die Bedeutung der Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben.
„Teilhabe ist nicht nur wesentlich für ein selbstbestimmtes Leben, sondern auch betriebs- und volkswirtschaftlich ein wichtiges Handlungsfeld“, erklärt Bertram Brossardt, vbw-Hauptgeschäftsführer. Die Wirtschaft engagiere sich bereits in erheblichem Maße für die Inklusion. Die bayerischen Arbeitgeberverbände unterstützten Unternehmen bei der Prävention, um Beeinträchtigungen möglichst gut vorzubeugen, sowie der Reintegration und Inklusion von Schwerbehinderten in den Arbeitsmarkt. „Menschen mit Behinderung leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Arbeitskräfte- und Fachkräftebedarfs: Sie sind gut qualifiziert und werden gebraucht.“
Fast 73 Prozent der rund 165.000 schwerbehinderten Beschäftigten in Bayern waren im Jahr 2023 bei einem privaten Arbeitgeber angestellt. 28 Prozent der schwerbehinderten Beschäftigten waren im verarbeitenden Gewerbe tätig. Das ist branchenübergreifend der größte Anteil. „Im Freistaat hat sich die Zahl der Arbeitsplätze schwerbehinderter Beschäftigter bei Betrieben mit über 20 Arbeitsplätzen besonders kräftig erhöht: Sie stieg zwischen 2013 und 2023 um 20,5 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Bereitschaft zur Einstellung schwerbehinderter Menschen keineswegs nur das Ergebnis von staatlicher Regulierung ist. Das Engagement für Inklusion, das gerade die bayerische Wirtschaft lebt, zeigt Wirkung“, sagt Brossardt.
Für die vbw ist die Sensibilisierung für das Thema entscheidend für eine erfolgreiche Inklusion. „Wir brauchen mehr Informationen und Anreize statt Regulierung. Arbeitgeber müssen umfassend über die Chancen der Beschäftigung schwerbehinderter Personen sowie die damit verbundenen rechtlichen Vorgaben informiert werden“, so Brossardt. Hier seien vor allem die Spezialisten in den Arbeitsagenturen, bei den Reha-Trägern sowie beim Inklusionsamt gefordert. Sie leisteten bereits jetzt sehr gute Arbeit. „Außerdem übernehmen die Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber in Bayern (EAA) eine Lotsenfunktion für die Unternehmen. So soll die Einstellung behinderter Menschen deutlich erleichtert werden. Die gemeinsamen Bemühungen zur Verbreitung des Bewusstseinswandels, dass ‚behindert‘ nicht automatisch ‚leistungsgemindert‘ bedeutet, sind voranzutreiben. Dabei können positive Beispiele aus der Praxis hilfreich sein. Klar ist: Erfolgreiche Inklusion funktioniert nur mit den Unternehmen, nicht gegen sie“, so Brossardt abschließend.