Kli­ma­neu­tra­le Trans­for­ma­ti­on der Gas-Infra­struk­tur beschleunigen

Drei Jah­re nach Ende rus­si­scher Gasim­por­te ist die Ver­sor­gung stabil

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Gasimporte
Symbolbild, Foto: Pixabay
Anläss­lich des drit­ten Jah­res­tags der Ener­gie­ver­sor­gung ohne rus­si­sches Gas zieht die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. eine posi­ti­ve Bilanz.

„Das gute Kri­sen­ma­nage­ment nach dem Ende rus­si­scher Erd­gas­lie­fe­run­gen macht sich wei­ter­hin bemerk­bar. Obwohl seit Sep­tem­ber 2022 kein rus­si­sches Pipe­line-Erd­gas mehr zur Ver­fü­gung stand, gab es kei­ne Ver­sor­gungs­eng­päs­se und der Wär­me­be­darf konn­te in den ver­gan­ge­nen Win­tern zu jeder Zeit gedeckt wer­den“, sagt vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Brossardt.

Auch das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Ener­gie hat zum 1. Juli 2025 die zuvor gel­ten­de Alarm­stu­fe des Not­fall­plans Gas in Deutsch­land auf­ge­ho­ben. Seit­her gilt wie­der die Früh­warn­stu­fe und die Gefahr einer ange­spann­ten Gas­ver­sor­gung wird im Augen­blick als gering ein­ge­schätzt. „Aktu­ell sind unse­re Spei­cher zu cir­ca 60,5 Pro­zent gefüllt. Damit sind wir für den kom­men­den Herbst und Win­ter auf einem guten Weg. Aber die Her­aus­for­de­run­gen im Ener­gie­sek­tor blei­ben. Damit wir auch die nächs­te Heiz­pe­ri­ode ohne Erd­gas-Eng­päs­se über­ste­hen, muss wei­ter­hin spar­sam umge­gan­gen wer­den“, mahnt Brossardt.

Trotz der aktu­ell sta­bi­len Gas­ver­sor­gung müs­sen aus Sicht der vbw Maß­nah­men getrof­fen wer­den, um die kli­ma­neu­tra­le Trans­for­ma­ti­on der Gas-Infra­struk­tur zu beschleu­ni­gen „Es braucht drin­gend einen kon­kre­ten und öko­no­misch sinn­vol­len Plan zum Bau was­ser­stoff­fä­hi­ger Gas­kraft­wer­ke, der rasch mit den ers­ten Aus­schrei­bun­gen umge­setzt wird. Beim Hoch­lauf der Was­ser­stoff­wirt­schaft brau­chen wir mehr Dyna­mik. Neben glo­ba­len Part­ner­schaf­ten für den Import von Was­ser­stoff braucht es in Bay­ern und Deutsch­land eben­falls Erzeu­gungs­ka­pa­zi­tä­ten sowie einen raschen und bedarfs­ge­rech­ten Aus­bau der Infra­struk­tur“, erklärt Bros­sardt abschließend.

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