Warnung der Bevölkerung
Probealarm am landesweiten Warntag am 13. März
Am kommenden Donnerstag, dem 13. März, findet der nächste landesweite Warntag statt. Ab 11:00 Uhr werden in ganz Bayern sämtliche Warnmittel getestet, um die Bevölkerung auf den Ernstfall vorzubereiten, wie die Regierung von Oberfranken mitteilt.
Diese wichtige Sicherheitsmaßnahme zielt darauf ab, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger durch Warnungen zu erreichen, sie für den Umgang mit Warnmeldungen zu sensibilisieren und die Funktionsfähigkeit der Warnsysteme zu überprüfen. Im Ernstfall – etwa bei Naturkatastrophen, Großbränden oder anderen Gefahrenlagen – kann eine schnelle und effektive Warnung Leben retten.
Der jährliche landesweite Warntag ist eine Initiative des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration. Neben der technischen Überprüfung des sogenannten Warnmittel-Mix steht vor allem die Sensibilisierung der Bevölkerung im Vordergrund. Alle an das Modulare Warnsystem angeschlossenen Warnmittel wie Warn-Apps, Cell Broadcast, Rundfunkdurchsagen sowie digitale Werbetafeln werden ausgelöst. Um die Funktionsfähigkeit einer regierungsbezirksweiten Auslösung unter realistischen Bedingungen zu erproben, erfolgt die zentrale Auslösung erstmals durch die Regierungen als obere Katastrophenschutzbehörde für ihren jeweiligen Regierungsbezirk.
Zusätzlich testen die Kommunen, wo technisch möglich, eigene Warnmittel wie Sirenen und Lautsprecherwagen. Technische Voraussetzung dafür ist die Umrüstung von analogen auf digitale Sirenen. Erstmalig soll auch der Entwarnungston bei einem Teil der Sirenen in Bayern getestet werden. Hierbei handelt es sich um einen gleichbleibenden Heulton, der eine Minute dauert.
Oberfränkische Teilnehmer am Warntag
Neben der Regierung von Oberfranken beteiligen sich 118 Kommunen mit Sirenenwarnung und vier Kommunen mit einem Lautsprecherwagen. Durch die fortschreitende digitale Ertüchtigung analoger Feuerwehrsirenen, gefördert durch den Freistaat Bayern, konnte die Anzahl der teilnehmenden Kommunen von 33 über zwischenzeitlich 80 auf nunmehr 118 teilnehmende Kommunen innerhalb der letzten beiden Warntage gesteigert werden. In den nächsten zwei Jahren werden voraussichtlich alle Sirenen in Oberfranken von analog auf digital umgestellt sein, wodurch sich die Zahl der teilnehmenden Kommunen weiter erhöhen wird.
Ablauf des Warntags
Ab 11:00 Uhr: Bayernweite Auslösung der Warnmittel, die nicht direkt an MoWaS (modulares Warnsystem) angeschlossen sind, wie zum Beispiel Sirenen, durch die teilnehmenden kommunalen Stellen.
Ab 11:05 Uhr: Zentrale Auslösung (Warnstufe 2) aller an MoWaS angeschlossenen Warnmittel durch die Regierung von Oberfranken für den Regierungsbezirk Oberfranken.
Ab 11:15 Uhr: Zusätzliche Auslösung aller an MoWaS angeschlossenen Warnmittel, ohne Cell Broadcast, durch teilnehmende Kreisverwaltungsbehörden für ihren Zuständigkeitsbereich.
Ab 11:30 Uhr: Entwarnung der Warnmeldung “Landesweit einheitlicher Probealarm – Probewarnung” durch die Regierungen. Zeitgleich lösen die teilnehmenden Kommunen eine regionale Sirenen-Entwarnung für ihren Zuständigkeitsbereich aus, soweit sie dazu technisch in der Lage sind.
Ab 11:45 Uhr: Entwarnung der zusätzlichen Warnmeldungen durch die Kreisverwaltungsbehörden für ihren Zuständigkeitsbereich.
Weitere Informationen zum Probealarm sowie eine Übersicht der teilnehmenden bayerischen Landkreise, Städte und Gemeinden sind auch auf der Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums des Innern zu finden.
Das könnte Sie auch interessieren...
Erstmals über 9.000 Studierende
Duales Studium bleibt Erfolgsmodell
Anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen Studierendenzahlen in Bayern durch “hochschule dual” betont die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. die Rolle des dualen Studiums als Erfolgsmodell in Bayern.
Die bayerischen Hochschulen verzeichnen für das laufende Wintersemester 2024 /2025 einen Zuwachs von fünf Prozent und erreichen damit erstmals über 9.000 dual Studierende. „Die Zahl steigt seit nunmehr 19 Jahren kontinuierlich an und die aktuelle Konjunktur- und Strukturkrise konnte sie bisher zum Glück auch nicht eintrüben. Die Studierenden schätzen die Praxisorientierung und finanzielle Sicherheit während des Studiums“, vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt führt aus. „Die Unternehmen können die Nachwuchstalente frühzeitig an sich binden und so ihren Fachkräftebedarf sichern, denn das duale Konzept unterstützt den reibungslosen Übergang vom Studium ins Arbeitsleben. Von dem Konzept profitieren alle Beteiligten.“
Entsprechend wächst auch die Zahl an dualen Studiengängen im Freistaat. Am beliebtesten sind mit 5.352 Studierenden Technik- und IT-Studiengänge, gefolgt vom Sozial- und Gesundheitswesen mit 1.798 dual Studierenden und den Wirtschaftswissenschaften mit 1.131 dual Studierenden. Brossardt erklärt: „Studierende profitieren gerade im naturwissenschaftlich-technischen Bereich von der praxisnahen und gleichzeitig akademischen Ausbildung. So sind sie beim Eintritt in die Erwerbstätigkeit mit den betrieblichen Abläufen vertraut. Durch die enge Orientierung am Arbeitsmarkt haben die dual Studierenden speziell in MINT-Fächern gute Karriereperspektiven.
Auch die Zahl der Praxispartner im dualen Studium verbleibt auf hohem Niveau. Insgesamt verzeichnet “hochschule dual“ 3.550 Praxispartner-Kooperationen mit den Hochschulen. „Das duale Studium trägt mit seiner bedarfsgerechten Ausrichtung und einem hohen Anteil an MINT-Studiengängen gezielt zur Wettbewerbsfähigkeit unseres Standortes bei“, so Brossardt weiter. Eine große Chance für die Zukunft biete der weitere Ausbau dualer Masterstudiengänge, denn sie seien ein wertvolles Personalentwicklungsinstrument.
Das könnte Sie auch interessieren...
Bedeutung des britischen Absatzmarktes für die Exportwirtschaft
Fünf Jahre Austritt des Vereinigten Königreichs aus dem Binnenmarkt
Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. fordert anlässlich des fünfjährigen Jahrestages des Austritts des Vereinigten Königreichs am 1. Februar aus dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion eine Stärkung der Handelsbeziehungen.
„Auch heute noch sind unsere Unternehmen tagtäglich mit den erschwerten wirtschaftlichen Bedingungen durch Handelshemmnisse im Außenhandel konfrontiert. Dabei brauchen wir gerade in diesen Zeiten starke Partner für mehr Freihandel und wirtschaftliche Kooperation“, ‚“ sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Vor allem mit Blick auf die erwartbare protektionistische Trump-Präsidentschaft und die Androhung von Strafzöllen stehe für die bayerische Wirtschaft viel auf dem Spiel. Bayern benötige dringend mehr alternative Absatzmärkte. Das Vereinigte Königreich sei hier ein attraktiver Partner. Fünf Jahre nach dem Brexit werde es Zeit, die Beziehungen zu Großbritannien wieder zu intensivieren und zu stärken.
Das Vereinigte Königreich biete viel zuletzt ungenutztes Potenzial
Die vbw fordert daher weitere ergänzende bilaterale Vereinbarungen. „Das Handels- und Kooperationsabkommen war ein wichtiger Schritt, um das Schlimmste zu verhindern. Gleichzeitig stellen Sondervorschriften im Dienstleistungshandel, der hohe bürokratische Aufwand bei der Mobilität für Arbeitssuchende sowie der aufwändige Nachweis der Erfüllung von Ursprungsregeln die Unternehmen weiterhin vor große Probleme.“ Die Verlängerung der CE-Kennzeichnung für die meisten Waren auf unbestimmte Zeit sei hier ein positives Signal. „Wir brauchen eindeutig mehr davon: Ein ‚Mutual Recognition Agreement‘ für sämtliche Sektoren, ein Ende des Flickenteppichs an Regelungen im Dienstleistungshandel sowie eine Senkung der Hürden bei der gegenseitigen Anerkennung von Qualifikationen. Nur so schaffen wir Planungssicherheit und die Basis für einen erfolgreichen und nachhaltigen wirtschaftliche Austausch“, erläutert Brossardt.
Mit einem Handelsvolumen von rund 16 Milliarden Euro war das Vereinigte Königreich im Jahr 2024 nur noch der zehntwichtigste Handelspartner Bayerns. Seit dem Brexit nehme die wirtschaftliche Bedeutung des Vereinigten Königreichs für die bayerische Wirtschaft ab. Trotzdem seien 2024 bayerische Produkte im Wert von 11,7 Milliarden Euro dorthin exportiert worden, somit immerhin 5,2 Prozent aller bayerischen Exporte. Das Vereinigte Königreich biete viel zuletzt ungenutztes Potenzial. „Vor allem mit Blick auf die unberechenbare geopolitische Gemengelage sowie auf die zunehmenden weltweiten Handelshemmnisse gilt es, unsere Wirtschaftsbeziehungen wieder zu stärken. Dies wäre ein wichtiger Schritt, um unsere Exportwirtschaft weiter zu diversifizieren und krisenfest zu machen“, so Brossardt.
Das könnte Sie auch interessieren...
Internationaler Tag der Bildung am 24. Januar
vbw betont Schlüsselrolle von Bildungsqualität für Wettbewerbsfähigkeit
Mit dem Internationalen Tag der Bildung am 24. Januar erinnert die Weltgemeinschaft an ihre Verpflichtung, im Rahmen der Nachhaltigkeitsagenda bis zum Jahr 2030 für alle Menschen weltweit und ein Leben lang für gute, inklusive und chancengerechte Bildung zu sorgen. Anlässlich des Welttages betont die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. den Stellenwert von Bildungsqualität für die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und des Freistaats
„Damit unsere Unternehmen langfristig wettbewerbs- und zukunftsfähig bleiben, sind sie auf qualifizierte Arbeits- und Fachkräfte angewiesen. Die Grundlage für die Nachwuchskräftesicherung legen wir in der Schule, indem wir Kindern und Jugendlichen flächendeckend qualitativ hochwertige und bedarfsgerechte Bildungsangebote zur Verfügung stellen“, macht vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt klar.
Insbesondere digitale Kompetenzen sind laut vbw am Arbeitsmarkt inzwischen Schlüsselfertigkeiten. „Wir müssen die Digitalisierung an bayerischen Schulen vorantreiben, digitale Lehr- und Lernformate in Unterricht als ‚New Normal‘ verankern und die jungen Menschen dabei unterstützen, kontinuierlich digitale Souveränität zu entwickeln“, führt Brossardt aus. Das gehe auch aus der Studie „Digitale Bildung an Bayerischen Schulen zwischen Pandemie und KI“ hervor, die vom Lehrstuhl für empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie der LMU München im Auftrag der vbw erstellt und Ende vergangenen Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Digitalisierung an Bayerischen Schulen habe sich in den vergangenen Jahren spürbar beschleunigt. „Wir müssen den Schub nutzen und insbesondere beim Einsatz von KI momentan noch ungenutzte Potenziale heben“, bilanziert Brossardt.
Dass der Bildungsstandort Bayern bereits hohe Bildungsqualität vorweisen kann, zeige der erneute zweite Platz des Freistaats beim Bildungsmonitor 2024 der Initiative Neue Marktwirtschaft (INSM). „Unser Schulsystem ist traditionell stark. Der Nachwuchs hat hier in Bayern gute Voraussetzungen, um früh die Grundlagen für eine erfolgreiche berufliche Zukunft zu schaffen“, betont Brossardt. „Wir dürfen uns mit Blick auf das bundesweit insgesamt abnehmende Bildungsniveau darauf aber nicht ausruhen. Im Gegenteil, wir müssen die guten Bildungsangebote im Freistaat schulartübergreifend konsequent weiterentwickeln. Der Nachwuchs braucht individuelle und differenzierte Förderung, insbesondere bei der Sprachkompetenz. Sie schafft fächerübergreifend die Grundlage für den schulischen Erfolg unserer Fachkräfte von morgen.“
Das könnte Sie auch interessieren...
Bayerischer Außenhandel im November 2024
Exporte eingebrochen, auch in die USA und nach China
Die bayerischen Exporte verzeichneten laut der heute vom Landesamt für Statistik veröffentlichten Zahlen im November 2024 einen Rückgang um über elf Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 18,7 Milliarden Euro. „Wir müssen wieder mehr Wirtschaft wagen“, so die Forderung der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. dazu.
„Auch die Exporte in die USA – unserem wichtigsten Exportmarkt – gingen im November um knapp zehn Prozent auf 2,6 Milliarden Euro zurück. Im Jahresverlauf sehen wir eine klare Abwärtsdynamik“, erläutert Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. Die stark gesunkenen Exporte in die USA sind aus Sicht der vbw ein dramatisches Signal. „Im Dezember und Januar erwarten wir bei den Exporten in die USA etwas bessere Zahlen, da die Unternehmen wegen der Unwägbarkeiten auf dem US-Markt noch so weit wie möglich ihre Lager aufgefüllt haben dürften. Aber für die Zeit danach sind wir sehr skeptisch. Wir sehen Trumps Ankündigungen von Strafzöllen auf US-Importe in Höhe von zehn bis 20 Prozent mit großer Sorge. Diese würden Produkte bayerischer Hersteller teurer und damit weniger wettbewerbsfähig auf dem US-Markt machen. Kommt es als Folge der US-Zollanhebungen zu Gegenreaktionen und dadurch zu einem allgemeinen Anstieg der Handelshemmnisse weltweit, wären Deutschland und Bayern als besonders exportorientiert überdurchschnittlich betroffen. Ein Wettlauf bei Strafzöllen kennt nur Verlierer“, gibt Brossardt zu Bedenken.
Die Exporte in die restlichen EU-Staaten gingen im November ebenfalls um 10,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück. „Die Ausfuhren nach China nahmen im November sogar um über 25 Prozent ab. Damit verzeichneten die Ausfuhren in alle führenden Exportländer deutliche Rückgänge. Lediglich die Ausfuhren auf den afrikanischen Kontinent nahmen um über elf Prozent zu – eine Region, die wir verstärkt in den Blick nehmen sollten“, so Brossardt.
Die Rückgänge beim Export zeigen sich über alle Branchen und Warengruppen hinweg. „Die Exporte von pharmazeutischen Erzeugnissen sanken sogar um fast 33 Prozent, die von Pkw gingen um überdurchschnittliche 14 Prozent zurück“, erläutert Brossardt und ergänzt: „Erneut zeigt sich: 2024 war wirtschaftlich ein verlorenes Jahr. Die neue Regierung muss mutig handeln. Wir brauchen Veränderungsbereitschaft und mehr Freiheit für unsere Unternehmen statt Gängelung. Wir müssen wieder mehr Wirtschaft wagen“, so Brossardt abschließend.
Das könnte Sie auch interessieren...
Eine Heimat für Unternehmen ohne Tarifbindung
25 Jahre Bayerischer Unternehmensverband Metall und Elektro e. V.
Genau heute vor 25 Jahren hat bayme – der Bayerische Unternehmensverband Metall und Elektro e. V. seine Arbeit aufgenommen, wie der Verband mitteilt. bayme sei ergänzend zum Tarifträgerverband vbm – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V. gegründet worden, um den Unternehmen, die die Tarifbindung nicht anwenden wollen, eine Heimat in der M+E‑Familie zu geben.
Die Zahl der bayme Mitglieder ist über die Jahre stetig gewachsen, mittlerweile zählt der Verband rund 3.600 Mitglieder. „Wir unterstützen unsere Mitgliedsunternehmen bei vielen betrieblichen Herausforderungen. Wir beraten sie in arbeitsrechtlichen sowie arbeitswissenschaftlichen Fragen und nehmen für sie Prozessvertretungen vor den Arbeitsgerichten wahr“, sagt Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Außerdem werde praxisnahes Wissen in Schulungen und Veranstaltungen vermittelt und mit den Services des Verbandes die Mitgliedsunternehmen unterstützt, ihre Wettbewerbsfähigkeit im globalen Wettbewerb zu erhalten und auszubauen.
Brossardt machte klar, dass die Mitglieder des Verbandes derzeit großen Herausforderungen gegenüberstehen. „Die Unternehmen sehen ihre Produktion durch fehlende Aufträge beeinträchtigt. Allein in Bayerns Metall- und Elektroindustrie droht in den kommenden Monaten der Verlust von zehntausenden Stellen.“ In der gegenwärtigen Zeit gelte es, die Unternehmen zu entlasten, insbesondere von Bürokratie sowie von den hohen Kosten für Energie, Steuern und Sozialabgaben. Die neue Bundesregierung müsse schnell umsteuern, um sinkende Investitionen, zunehmende Insolvenzen und Abwanderungen von Unternehmen ins Ausland zu stoppen. „Das machen wir auch im gegenwärtigen Bundestagswahlkampf gegenüber den politischen Parteien deutlich. Als großes Netzwerk in unserer Branche nehmen wir so unsere Verantwortung für den Industriestandort Bayern wahr“, erklärte Brossardt.
Das könnte Sie auch interessieren...
Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft
Bayerns Wirtschaft steckt in der Rezession
Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. fordert im Rahmen eines wirtschaftlichen Rückblicks auf das Jahr 2024 eine grundlegende und schnelle Wirtschaftswende. Das neue vbw-Dashboard zeige eine besorgniserregende Entwicklung. Besonders die Schwäche von Baugewerbe und Industrie treffe auch die bayerische Wirtschaft stark.
„Die deutsche Wirtschaft steckt in der Krise. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte in diesem Jahr bestenfalls stagnieren, wahrscheinlich geht es sogar erneut leicht zurück. Vor allem Baugewerbe und Industrie befinden sich in der Rezession“, so vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Das treffe die bayerische Wirtschaft besonders hart. Beide Sektoren hätten eine überdurchschnittliche Bedeutung für den Freistaat. Die dramatischen Einbrüche in diesen Branchen zögen die gesamtwirtschaftliche Lage in Bayern weiter nach unten. „Fakt ist: Unsere Industrie braucht endlich den Befreiungsschlag raus der Krise. Der entscheidende Schlüssel für Bayern liegt in der wirtschaftspolitischen Neuausrichtung der Bundespolitik. Hier muss die neue Bundesregierung gleich zu Beginn anpacken“,
Die bislang vorliegenden Wirtschaftsdaten für das Jahr 2024 zeichneten ein alarmierendes Bild. „Industrieproduktion und Baugewerbe verzeichneten im Freistaat in den ersten zehn Monaten des Jahres ein Minus von 5,0 Prozent und 9,1 Prozent. Die Stimmung bei den bayerischen Unternehmen ist dem ifo-Konjunkturtest zufolge darüber hinaus an einem Tiefpunkt angelangt“, erläutert Brossardt. Die Betriebe, die ihre wirtschaftliche Lage als schlecht bezeichnen, überwögen deutlich gegenüber den positiv gestimmten Unternehmen. „Mehr noch: mit Blick auf die anstehenden Monate sind deutlich mehr Betriebe pessimistisch als optimistisch. Auch am Arbeitsmarkt sind die Folgen spürbar. Seit Mai 2024 liegen die Arbeitslosenzahlen in Bayern durchgehend im zweistelligen Prozentbereich über den jeweiligen Vorjahreswerten. Das zeigt: Es brodelt an allen Ecken und Enden.“
Aus Sicht der vbw müsse die neue Bundesregierung zügig eine umfassende Wende in der Wirtschaftspolitik einleiten. Es bestehe die reale Gefahr, dass uns 2025 das nächste wirtschaftlich verlorene Jahr drohe – mit all seinen Folgen. „Dieses Risiko können wir nicht verantworten. Dies gilt auch mit Blick auf den immer rauer werden globalen Wettbewerb und der Ankündigung von US-Strafzöllen durch den Präsidenten unseres größten wirtschaftlichen Absatzmarktes, Donald Trump in den USA. Die Neuwahlen im Februar bieten hier die Chance, den Grundstein zu einem wirtschaftlichen Comeback zu legen“, so Brossardt abschließend. Das neue vbw-Dashboard verschafft einen aktuellen und kompakten Überblick über die wichtigsten Konjunkturindikatoren in Bayern. Eine Übersicht über die gesamtwirtschaftliche Lage in Bayern ist hier im vbw-Konjunktur-Dashboard zu finden.
Das könnte Sie auch interessieren...
Verdienstabstand zwischen Frauen und Männern
Bayerns Gender Pay Gap lag 2023 bei 21 Prozent
Der Verdienstabstand zwischen Frauen und Männern, der Gender Pay Gap, lag in Bayern im Jahr 2023 bei 21 Prozent. Auch der um strukturelle Unterschiede bereinigte Wert zeigt einen Unterschied.
Der Gender Pay Gap (GPG) beschreibt den Verdienstabstand pro Stunde zwischen Frauen und Männern. Die Ursachen hierfür können laut Statistischem Bundesamt unterschiedlich sein. Frauen arbeiten beispielsweise in schlechter bezahlten Berufen oder erreichen seltener Führungspositionen als Männer. Einige Frauen erhalten auch dann von ihrem Arbeitgeber weniger Bezahlung, wenn Tätigkeit, Bildungsweg und Erwerbsbiografie vergleichbar mit denen der männlichen Kollegen sind.
Unterschieden wird dabei weiterhin zwischen dem unberechtigten und dem bereinigten Gender Pay Gap. Die unbereinigte Variante beziffert den prozentualen Unterschied zwischen dem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Frauen im Vergleich zu dem der Männer. Bei diesem Wert werden strukturell bedingte Unterschiede zwischen den Geschlechtern nicht berücksichtigt. Unterschiede zwischen den Geschlechtern zeigen sich zum Beispiel bei der Berufswahl, dem Beschäftigungsumfang, dem Bildungsstand, der Berufserfahrung oder dem Anteil in Führungspositionen.
Beim bereinigten GPG wird jener Teil des Verdienstabstands herausgerechnet, der auf Strukturunterschiede zwischen den Geschlechtern zurückzuführen ist. Er misst somit die Verdienstlücke zwischen Frauen und Männern mit vergleichbaren arbeitsmarkt- und berufsrelevanten Eigenschaften.
GPG wird kleiner
Wie das bayerische Landesamt für Statistik nun bekanntgegeben hat, fiel der Bruttostundenverdienst im Jahr 2023 bayerische Frauen mit im Schnitt 21,24 Euro um 5,61 Euro geringer aus als der Durchschnittsverdienst von bayerischen Männern (26,85 Euro pro Stunde).
Damit lag Bayerns unbereinigter GPG 2023 bei 21 Prozent. Somit hatte Bayern 2023 den zweithöchsten unbereinigten GPG Deutschlands. Nur Baden-Württembergs Wert lag höher (22 Prozent). Deutschlandweit lag der unbereinigte Gender Pay Gap 2023 bei 18 Prozent.
Der um strukturelle Unterschiede zwischen Frauen und Männern bereinigte Gender Pay Gap lag im Freistaat im Jahr 2023 bei sieben Prozent oder 1,86 Euro pro Stunde.
Mit zunehmendem Alter steigt die Verdienstlücke zwischen den Geschlechtern zudem. Eine deutliche Zunahme des Verdienstabstands zeigt sich ab dem Alter von 30 Jahren, also dem Durchschnittsalter von Frauen bei der Geburt des ersten Kindes (30,7 Jahre).
Im Vergleich zu den Werten von vor zehn Jahren hat sich der Verdienstabstand in Bayern und ebenso bundesweit allerdings verbessert. So lag der unbereinigte GPG im Freistaat im Jahr 2014 noch bei 25 und im Bund bei 22 Prozent.
Das könnte Sie auch interessieren...
Analyse von Lärmproblemen von Hauptverkehrsstraßen
Bayernweiter Lärmaktionsplan: Beteiligung der Öffentlichkeit startet
Ab sofort beginnt die Öffentlichkeitsbeteiligung zum bayernweiten Lärmaktionsplan (LAP), teilt die beauftragte Regierung von Oberfranken mit. Ziel des LAP ist es, unter Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger, vorhandene Lärmprobleme zu analysieren und gegebenenfalls zu beheben sowie ruhige Gebiete vor einer Zunahme des Lärms zu schützen.
In Bayern ist die Regierung von Oberfranken mit der Lärmaktionsplanung für Hauptverkehrsstraßen außerhalb von Ballungsräumen und für Bundesautobahnen innerhalb von Ballungsräumen beauftragt. Das betrifft über 1.300 Gemeinden in Bayern.
In der jetzt anlaufenden ersten Phase erhalten die Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, ihre persönliche Lärmsituation mitzuteilen.
Bis zum 30. September kann jeder, der sich durch Lärm von Hauptverkehrsstraßen außerhalb von Ballungsräumen und Bundesautobahnen in Ballungsräumen gestört fühlt, an der zentralen Lärmaktionsplanung für Bayern mitwirken und sich zu seinen Lärmproblemen äußern.
Auf der Beteiligungsplattform besteht die Möglichkeit einen Online-Fragebogen auszufüllen. Alternativ kann dieser auch unter folgender Adresse angefordert werden: Regierung von Oberfranken, SG 50, Postfach 110165, 95420 Bayreuth.
Die Regierung von Oberfranken wird anschließend die Rückmeldungen aus den Fragebögen erfassen, bündeln und auswerten.
In einer zweiten Phase, die voraussichtlich Ende 2023 beginnt, werden die Bürgerinnen und Bürger dann nochmals beteiligt. Sie bekommen Gelegenheit, sich zu diesen Ergebnissen detailliert zu äußern. Diese Informationen aus der Bevölkerung aus beiden Phasen fließen dann in die Ausgestaltung der zentralen Lärmaktionsplanung für Hauptverkehrsstraßen außerhalb von Ballungsräumen und für Bundesautobahnen in Ballungsräumen in Bayern ein. Der endgültige Lärmaktionsplan wird dann bis zum 18. Juli 2024 fertiggestellt werden.
Das könnte Sie auch interessieren...
Bayerisches Landesamt für Statistik
Zuwanderung: Bayerns Bevölkerung um etwa eine Viertelmillionen gewachsen
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, zogen im Jahr 2022 erneut deutlich mehr Menschen nach Bayern als abwanderten. So kamen etwa eine Viertelmillionen Personen zwischen Januar und Dezember in den Freistaat. Den Zuzug aus dem Ausland machten dabei vor allem ukrainische Staatsangehörige aus.
Laut Bayerischem Landesamt für Statistik wies die Wanderungsbilanz Bayerns im Jahr 2022 mit 222.568 Personen einen Überschuss von etwa einer Viertelmillionen auf. Diese Zahl ergibt sich aus der Differenz zwischen 569.049 Zuzügen und 346.481 Fortzügen.
Der Großteil der Zugezogenen sei dabei mit 444.027 Personen aus dem Ausland nach Bayern gekommen. Aus dem restlichen deutschen Bundesgebiet waren es 125.022 Menschen. Von denen, die fortzogen, gingen 226.772 ins Ausland, während 119.709 in Deutschland blieben. Insgesamt zogen somit 2022 fast 170.000 Personen mehr nach Bayern als 2021, als es 52.772 waren.
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilte, machten etwa Dreiviertel der 222.568 Personen mit europäischer Staatsangehörigkeit aus (164.309), darunter 3,5 Prozent aus der EU. Zu den hohen Einwanderungszahlen aus Europa habe dabei vor allem die Zuwanderung von ukrainischen Staatsangehörigkeiten (130.200) beigetragen, die vor Russlands Angriffskrieg flüchteten.
Etwa 20 Prozent der aus dem Ausland Eingewanderten machten außerdem Personen mit asiatischer Staatsangehörigkeit aus (42.740). Knapp zwei Prozent kamen aus Nord- oder Südamerika (3.374), knapp drei Prozent vom afrikanischen Kontinent.
Aufgeschlüsselt nach Staatsangehörigkeit, kamen 2022 130.200 Personen aus der Ukraine nach Bayern, 10.493 aus Syrien, 10.043 aus Afghanistan, 9.353 aus Rumänien, aus Indien 8.025, aus der Türkei 8.035, 6.386 aus dem Kosovo und 4.637 aus der Russischen Föderation.
Innerhalb Bayerns zogen 2022 589.626 Personen zwischen einzelnen Gemeinden um. Das ist im Vergleich zum Vorjahr (2021: 538.506) ein Plus von etwas über 51.000 Menschen.
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik auch berichtete, verbuchten 2022 alle bayerischen Regierungsbezirke ein Wanderungsplus. In Oberbayern leben nun 74.614 Menschen mehr, in Niederbayern 24.190, in der Oberpfalz 20.390, in Oberfranken 18.352, in Mittelfranken 34.461, in Unterfranken 18.931 und in Schwaben 31.630.