Die Elite ihres Ausbildungsberufs im Freistaat
IHK ehrte “Bayernbeste” aus dem Gremiumsbezirk Bamberg
Bei einer Feierstunde auf Kloster Banz hat die IHK für Oberfranken Bayreuth zwölf “Bayernbeste” geehrt. Sie alle haben ihre Ausbildung im aktuellen Prüfungsjahrgang als Beste ihres jeweiligen Ausbildungsberufs abgeschlossen und sind damit die Besten im Freistaat, wie die IHK für Oberfranken Bayreuth mitteilt.
Mit Marie Hohleweg aus Reckendorf, Lisa-Marie Külle aus Baunach, Luisa Schreiber und Vanessa Neid aus Bamberg und Nina Then aus Memmelsdorf kommen dabei fünf “Bayernbeste” aus dem Bezirk des IHK-Gremiums Bamberg.
Die herausragende Leistung der “Bayernbesten” wird unter anderem an den folgenden Zahlen deutlich: Rund 50.000 junge Leute in etwa 200 Ausbildungsberufen sind in diesem Prüfungsjahrgang in ganz Bayern zu den IHK-Abschlussprüfungen angetreten. „Sie haben es in ihrem Beruf auf Platz 1 geschafft. Das ist eine außergewöhnliche Leistung, auf die Sie sehr stolz sein können”, macht der IHK-Präsident Dr. Michael Waasner bei der Ehrung deutlich.
Er bescheinigte den Absolventinnen und Absolventen Einsatz, Können und Durchhaltevermögen. „Sie haben nicht aufgegeben und Standfestigkeit gezeigt”, sagte er. Um den Wandel und die damit verbundenen Herausforderungen bewältigen zu können, seien Stabilität und Flexibilität notwendig. Ständige Veränderungen seien mittlerweile nicht mehr nur Begleiter im täglichen Berufsleben, sondern Antreiber. Diese Situation gelte es anzunehmen. Die “Bayernbesten” hätten durch ihre Ausbildung beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Berufsweg geschaffen. „Sie haben das sichere Fundament, das Ihnen erlaubt, mutig Neues zu wagen und mögliche Rückschläge abzufedern”, so der Präsident.
Bildung als Schlüsselfaktor
Die ständigen Herausforderungen unserer Zeit sprach auch der oberfränkische Regierungsvizepräsident Thomas Engel an. Egal ob Energiewende, Digitalisierung, Klimawandel, all das gelte es zu bewältigen. Bildung und Qualifikation seien dazu die Schlüsselfaktoren. Alle “Bayernbesten” aus dem Gremiumsbezirk hätten eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie Verantwortung für sich selbst und ihre berufliche Zukunft übernehmen können.
IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfram Brehm sagte: „Wir ehren nicht die Besten, sondern die Allerbesten, sozusagen die Elite.” Das sei wahrlich ein Grund stolz zu sein, zumal dieser Erfolg die Absolventen ein Leben lang begleiten werde.
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Ehrung der besten Weiterbildungsabsolventinnen und ‑absolventen
Acht Meisterpreisträgerinnen und ‑träger aus dem Raum Bamberg
Die 49 besten der 425 Weiterbildungsabsolventinnen und ‑absolventen, die ihren Abschluss bei der IHK für Oberfranken gemacht haben, wurden mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet, darunter auch acht aus dem Einzugsgebiet des IHK-Gremiums Bamberg.
Als großes Schwerpunktthema der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth hat deren Vizepräsident Michael Bitzinger die Stärkung der beruflichen Bildung bezeichnet. Bei der Ehrung der Meisterpreisträger in Bayreuth sagt der Vizepräsident: Wir wollen zeigen, was die berufliche Bildung kann: Sie bringt hervorragend qualifizierte Fachkräfte hervor und trägt dazu bei, die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts Oberfranken zu stärken. Alle Meisterpreisträger hätten Herausragendes geleistet, so Bitzinger. Er bezeichnet die Absolventen als Aushängeschilder der beruflichen Bildung. Der Abschluss selbst sei ein echter Meilenstein.
Die Prüfungen hatten diesmal 425 Absolventen in 14 verschiedenen Abschlüssen bestanden. Besonders gefragt waren die Weiterbildungen zum Wirtschaftsfachwirt und zum Industriemeister Metall. 49 der 425 Absolventen wurden mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet. Diesen Preis erhalten jeweils die 20 Prozent Prüfungsbesten einer Fachrichtung, sofern sie mindestens ein gut als Abschlussnote erzielt haben. Alle Absolventen erhalten zudem den Meisterbonus der Bayerischen Staatsregierung, er beträgt derzeit 3000 Euro pro Person.
“Lebenslanges Lernen” viel mehr als nur ein Schlagwort
Nichts ist so beständig wie der Wandel, zitiert IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfram Brehm den griechischen Philosophen Heraklit. Gefühlt erfinde sich die Welt täglich neu: Gestern noch Faxgerät, heute schon KI-gesteuertes Projektmanagement. Gestern noch Meisterbrief auf Pergament, heute digitale Kompetenzzertifikate auf LinkedIn.” Aber genau dafür stünden die Absolventinnen und Absolventen: Dafür, dass lebenslanges Lernen kein leeres Schlagwort ist, sondern gelebte Realität. Den Meisterpreisträgern gibt der IHK-Hauptgeschäftsführer mit auf den Weg: Bleiben Sie neugierig, bleiben Sie mutig und behalten Sie Ihren Humor, gerade dann, wenn die KI mal wieder denkt, sie könne Ihren Job besser machen.
Sich den Veränderungen zu stellen und Herausforderungen anzunehmen, dazu ruft der oberfränkische Regierungsvizepräsident Thomas Engel die Absolventen auf. Als eine der größten Herausforderungen für die oberfränkische Wirtschaft bezeichnete er die Gewinnung von Fach- und Führungskräften. Als Prüfungsbeste hätten die Meisterpreisträger ihre herausragende Leistungsbereitschaft und ihr besonderes Engagement eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Acht erfolgreiche Meisterpreisträger aus dem Raum Bamberg
Die Meisterpreisträger aus dem Bereich des IHK-Gremiums Bamberg sind: Elena Hack (Pettstadt), Niklas Kalb (Bamberg), Sophie Martins (Hallstadt), Ragna Schaller (Breitengüßbach), Adriane Seitz (Frensdorf), Anne Stöhr (Zapfendorf), Laura Weiß (Bamberg) und Kathrin Zeichner (Bamberg).
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Konjunkturbefragung der IHK für Oberfranken Bayreuth
Wenig Bewegung in Bambergs Konjunktur
Während die Bamberger Unternehmen in der aktuellen Konjunkturbefragung der IHK für Oberfranken Bayreuth die aktuelle Geschäftslage insgesamt ausgeglichen bewerten, fallen die Erwartungen eher pessimistisch aus. Der IHK-Konjunkturklimaindex für die Region Bamberg liegt bei 95 Punkten.
Der Konjunkturklimaindex hat sich seit etwa fünf Jahren bei 100 Punkten eingependelt, lag in den Jahren zuvor aber meist rund 20 Punkte höher. 29 Prozent der befragten Unternehmen aus Stadt und Landkreis Bamberg bewerten in der IHK-Konjunkturbefragung ihre aktuelle Geschäftslage gut, 28 Prozent negativ.
„Insgesamt zeigt sich die Wirtschaft im Raum Bamberg in den letzten beiden Jahren relativ stabil und damit recht unbeeindruckt von den zahlreichen kurzfristigen Entwicklungen. Trotzdem gibt es auch bei uns zunehmend Luft nach oben“, erläutert Herbert Grimmer, Vorsitzender des IHK-Gremiums Bamberg. So geben 40 Prozent der Unternehmen an, dass ihr Auftragsvolumen im Inland im vergangenen Halbjahr gesunken ist, nur 18 Prozent berichten von einer positiven Entwicklung. Potenzial gibt es auch bei der Auslastung. Nur 28 Prozent berichten von einer vollen Auslastung, 30 Prozent von einer nicht ausreichenden Auslastung.
Beschäftigtenabbau erwartet
Für die kommenden zwölf Monate erwarten nur 18 Prozent der Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Region Bamberg eine Verbesserung ihrer Geschäftslage, eine Verschlechterung prognostizieren dagegen 29 Prozent. Im Vergleich zur Frühjahrsumfrage wird die Gruppe der Optimisten kleiner. Zuletzt überwogen bei der IHK-Konjunkturumfrage im Frühjahr 2022 eine positive Erwartungshaltung der Unternehmen.
Dieser Pessimismus bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die Beschäftigtenplanungen: Während nur neun Prozent der Bamberger Unternehmen ihre Beschäftigtenzahl in den kommenden zwölf Monaten erhöhen wollen, gehen 31 Prozent von einem Beschäftigtenrückgang aus.
Auf stabilem Niveau bleiben die geplanten Inlandsinvestitionen. Unternehmen, die mehr Investitionen planen (20 Prozent), halten sich mittlerweile die Waage mit Unternehmen, die ihre Investitionen zurückfahren möchten (19 Prozent).
„Aktuell spüren die Unternehmen viel Gegenwind. Für eine positive wirtschaftliche Entwicklung und einen nachhaltigen Aufschwung braucht es mehr als eine Weichenstellung in der Politik, es braucht eine echte Kehrtwende!“, so Grimmers Appell an die Politik. “Man muss unsere Unternehmerinnen und Unternehmer aber auch machen lassen!”
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Großer Einsatz für den Wirtschaftsstandort Oberfranken
IHK würdigt langjährige Prüferinnen und Prüfer aus Stadt und Landkreis Bamberg
101 Prüferinnen und Prüfer hat die IHK für Oberfranken Bayreuth für ihre jahrzehntelange ehrenamtliche Prüfertätigkeit ausgezeichnet. Sie alle haben über 20, 30 und teilweise sogar 40 Jahre hinweg die berufliche Bildung in Oberfranken bereichert, unzählige Stunden ihrer Zeit ehrenamtlich investiert und mit ihrem jahrelangen Engagement die Aus- und Weiterbildung in der Region gestärkt, sagte IHK-Präsident Dr. Michael Waasner.
Zu den geehrten Persönlichkeiten aus Stadt und Landkreis Bamberg gehören für 20 Jahre Herbert Grimmer, Bruno Maierhöfer, Claus Dieter Hofmann, Nikolaus Motschenbacher, Bernhard Zenk, Bernhard Müller, Marlies Stürmer-Baum sowie Michael Zöberlein, für 30 Jahre Harry Berner, Gisela Hofmann, Bernhard Röder und Lieselotte Straub, sowie für 40 Jahre Raimund Bähr.
„Sie haben Großes geleistet für die Zukunft unserer Wirtschaftsregion“, so der IHK-Präsident. Qualifizierte Nachwuchsfachkräfte seien Voraussetzung für wettbewerbsfähige Unternehmen. „Es ist das Verdienst aller Prüferinnen und Prüfer, dass die berufliche Aus- und Weiterbildung hierzulande einen so guten Ruf genießt.“
Ehrenamtliches Engagement sei immer eine Leistung. Über so viele Jahre hinweg ausgeübt, sei das Ehrenamt aber schon ein besonders herausragendes Verdienst, so IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfram Brehm. Er bedankte sich bei den Geehrten für deren große Einsatzbereitschaft.
Dr. Waasner nutzte die Gelegenheit auch, um für die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung zu werben. Nicht allein ein Studium führt zum Erfolg, sagte der IHK-Präsident und warb für die erfolgreiche Kampagne #könnenlernen der IHKs in den sozialen Medien, in der Jugendliche über ihre Berufsausbildung berichten. Nicht zuletzt sei die berufliche Bildung einer der größten Hebel gegen den Fachkräftemangel und punkte durch ihren hohen Praxisbezug.
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Konjunkturumfrage im IHK-Gremium Bamberg
Leichte Abkühlung in Bambergs Konjunktur
Die Konjunktur in der Region Bamberg gibt zum Start in den Sommer etwas nach, sowohl in Bezug auf die aktuelle Geschäftslage, als auch die Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK für Oberfranken Bayreuth unter Bamberger Unternehmen. Demnach sinke der IHK-Konjunkturklimaindex für Bamberg um 4 auf 96 Punkte.
Die aktuelle Geschäftslage werde der Umfrage zufolge in Stadt und Landkreis Bamberg ausgeglichen bewertet. Jeweils 27 Prozent der befragten Unternehmen beurteilten ihre Lage als gut beziehungsweise schlecht. Im Vergleich zum Jahresbeginn stelle dies eine leichte konjunkturelle Abkühlung dar, die sich auch im Auftragsgeschehen und der Auslastung für die vorangegangenen sechs Monate widerspiegele. 45 Prozent der Befragten geben ein gesunkenes Auftragsvolumen im Inland zu Protokoll, ein knappes Drittel der Unternehmen berichte zudem von nicht ausreichend ausgelasteten Kapazitäten (32 Prozent).
„Unsere Unternehmen stehen derzeit vor großen Herausforderungen. Besonders problematisch sind die geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland, hohe Kosten für Mitarbeitende und der Mangel an Fachkräften“, so Herbert Grimmer, IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des IHK-Gremiums Bamberg. „Im Frühjahr sorgten außerdem die politischen Entwicklungen in Deutschland sowie die Zollpolitik der USA für große Unsicherheit.”
Erwartungen geben nach
Die Unternehmen der Region Bamberg blickten eher kritisch auf die kommenden zwölf Monate. 22 Prozent der befragten Unternehmen prognostizierten eine Verbesserung ihrer Geschäfte, 29 Prozent eine Verschlechterung. Damit falle das Urteil pessimistischer aus als zu Jahresbeginn.
Nur 14 Prozent der Befragten rechneten mit steigenden Inlandsinvestitionen, 20 Prozent erwarteten sinkende Investitionen, jedes vierte Unternehmen gebe an, keinerlei Investitionen zu tätigen. Kritisch präsentiere sich auch die erwartete Beschäftigtensituation. Während 23 Prozent der Befragten erwarteten, dass die Belegschaft am Standort sinken werde, sehen nur 5 Prozent einem Wachstum entgegen.
Gremiums-Vorsitzender Grimmer sieht angesichts dieser Ergebnisse dringenden Handlungsbedarf: „Zum Zeitpunkt der Konjunkturumfrage war eine neue Regierung erst in Sichtweite. Umso mehr brauchen wir jetzt zügige Entscheidungen und positive Impulse, damit die Wirtschaft wieder in Schwung kommen kann.”
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IHK-Gremium Bamberg warnt vor zusätzlicher Bürokratie und höheren Preisen
Bamberger Wirtschaft fordert Verzicht auf Verpackungssteuer
Herbert Grimmer, Vorsitzender des IHK-Gremiums Bamberg, spricht sich gegen die Einführung einer kommunalen Verpackungssteuer aus, wie die IHK mitteilt. Anlass sind aktuelle Diskussionen in mehreren bayerischen Kommunen.
„Eine Verpackungssteuer würde weder Müll spürbar reduzieren noch Nachhaltigkeit fördern. Stattdessen belastet sie Verbraucher, Handel und Gastronomie finanziell und schafft unnötige Bürokratie“, sagt Herbert Grimmer.
Schon heute gelten zahlreiche Vorschriften zur Vermeidung von Verpackungen. Dazu zählten etwa die Mehrwegpflicht, Beteiligungen am dualen System und Verbote bestimmter Einwegkunststoffe. „Neue lokale Steuern schaffen zusätzliche Bürokratie und belasten Unternehmen und Kommunen gleichermaßen”, ergänzt Andreas Wandner, Referent für Steuern, Finanzen und Handelsregister bei der IHK für Oberfranken Bayreuth.
In einem gemeinsamen Positionspapier warnen die neun bayerischen Industrie- und Handelskammern vor einem Flickenteppich unterschiedlicher kommunaler Regelungen.
Die Wirtschaftsvertreter fordern die Politik auf, ihr Versprechen einzuhalten und keine weiteren bürokratischen Lasten zu schaffen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, bräuchten Unternehmen Entlastung statt neuer Belastungen. Jede zusätzliche Steuer schwäche zudem die Kaufkraft und gefährde Investitionen.
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Erstmals ein IHK-Präsident aus dem Forchheimer Raum
Dr. Michael Waasner ist neuer IHK-Präsident
Der Forchheimer Unternehmer Dr. Michael Waasner wurde von der IHK-Vollversammlung zum neuen Präsidenten der IHK für Oberfranken Bayreuth gewählt. Er tritt damit die Nachfolge der Bamberger Unternehmerin Sonja Weigand an, die seit 2017 IHK-Präsidentin war. Der Vorsitzende des IHK-Gremiums Bamberg, Herbert Grimmer, wurde zu einem der Vizepräsidenten gewählt.
Alle fünf Jahre ist es wieder so weit: Nach der Wahl der 270 Mitglieder in den acht regionalen IHK-Gremien und deren Vorständen sowie der Wahl der 85 Mitglieder der Vollversammlung steht – quasi als Finale im IHK-Wahlmarathon – die Wahl des IHK-Präsidiums mit dem Präsidenten oder der Präsidentin an. Für diese Ämter können alle 85 Vollversammlungsmitglieder kandidieren. Es handelt sich bei allen Ämtern um ein echtes Ehrenamt, es gibt also keine Aufwandsentschädigungen.
Dr. Michael Waasner seit 2012 IHK-Vizepräsident
Dr. Waasner wurde einstimmig zum neuen IHK-Präsidenten gewählt. Er ist der 19. Präsident seit Gründung der IHK 1843 und der erste aus dem Raum Forchheim. Seit 2012 ist er Mitglied im dortigen IHK-Gremium, Mitglied der IHK-Vollversammlung, Vorsitzender des IHK-Gremiums sowie IHK-Vizepräsident.
Dr. Waasner leitet seit 2008 das mittelständische Familienunternehmen Gebr. Waasner Elektrotechnische Fabrik GmbH. 1946 durch die Brüder Kurt und Bruno Waasner als elektromechanische Werkstätten gegründet, siedelte das Unternehmen sechs Jahre später nach Forchheim um. Das Unternehmen entwickelt und produziert in Forchheim mit rund 400 Mitarbeitenden Kernbleche und Kernpakete aus Elektroblech. Kunden sind namhafte Unternehmen der Elektroindustrie sowie Automobilhersteller und ‑zulieferer. Seit über einem Jahrzehnt ist Waasner etablierter Zulieferer im rasch wachsenden Markt der Elektromobilität.
Dr. Waasner und IHK-Hauptgeschäftsführerin Gabriele Hohenner bedankten sich bei der scheidenden IHK-Präsidentin Sonja Weigand für ihren engagierten Einsatz als IHK-Präsidentin in einer schwierigen Zeit. Hohenner bescheinigte ihr eine sehr hohe Reputation auch auf Bundesebene; beim DIHK in Berlin werde ihr Sachverstand ebenfalls sehr geschätzt.
Oberfränkische Wirtschaft vor vielen Herausforderungen
Dr. Waasner ist sich der Herausforderungen bewusst: „Die oberfränkische Wirtschaft steht seit Beginn der Corona-Pandemie erheblich unter Druck. Der Ukraine-Krieg verschärft die Probleme erheblich. Lieferengpässe, unterbrochene Lieferketten und explodierende Rohstoff- und Energiepreise machen immer mehr Unternehmen maßgeblich zu schaffen.”
Die Liste der Herausforderungen an die IHK und das neu gewählte Ehrenamt ist lang. „Wir werden die Themen adressieren, die uns als Wirtschaftsvertreter bewegen und diese in die Entscheidungsprozesse von Politik und Verwaltung einbringen”, macht Dr. Waasner deutlich. „Die IHK ist eine wichtige Stimme für die Wirtschaft. Als Personen im Ehrenamt machen wir Wirtschaft sichtbar. Wir informieren und berichten aus erster Hand, erklären und begründen unsere Anliegen.” Wirtschaftlicher Erfolg als Basis materieller Sicherheit für viele komme nicht von selbst. Die politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen dazu müssten klug und weitsichtig getroffen werden.
„Im richtigen Umfeld können wir den großen Herausforderungen Dekarbonisierung, Digitalisierung und demografischem Wandel erfolgreich begegnen. Gerade bei aktuellen Krisen zeigt sich das wie im Zeitraffer. Zusammen mit dem Hauptamt der IHK, das über reiche Ressourcen an Wissen, Können und Erfahrung verfügt, wollen wir die Unternehmen schneller und stärker machen. Und wir knüpfen ein Netzwerk zwischen den vielfältigen Unternehmen der Region und Akteuren aus der Gesellschaft. Zum Wohle der Region”, betont der neu gewählte Präsident.
Herbert Grimmer zum IHK-Vizepräsidenten gewählt
Die Vollversammlung hat nicht nur Dr. Michael Waasner zum neuen IHK-Präsidenten gewählt, sondern auch den Vorsitzenden des IHK-Gremiums Bamberg, Herbert Grimmer, zu einem der sieben IHK-Vizepräsidenten.
Der Geschäftsführer der Grimmer GmbH in Lisberg ist seit 2007 Mitglied im IHK-Gremium Bamberg, seit 2017 dessen stellvertretender Vorsitzender und seit 2015 Mitglied der IHK-Vollversammlung. Bei der IHK-Wahl 2022 wurde er am 14. Februar zum Vorsitzenden des IHK-Gremiums Bamberg gewählt und nun auch zum IHK-Vizepräsidenten.
Zu weiteren Vizepräsidenten wurden Jörg Lichtenegger (Bayreuth), Michael Bitzinger (Hof), Hans Rebhan (Kronach), Harry Weiß (Kulmbach), Wilhelm Wasikowski (Lichtenfels) und Dr. Roman Pausch (Marktredwitz/Selb) gewählt. Das IHK-Gremium Forchheim wird durch den Präsidenten Dr. Waasner vertreten.
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Mittelstands-Unternehmer aus dem Landkreis folgt auf Sonja Weigand
Herbert Grimmer führt IHK-Gremium Bamberg
Herbert Grimmer führt als neuer Vorsitzender das IHK-Gremium Bamberg. Der Geschäftsführer der Grimmer GmbH, tätig in den Bereichen Industrie- und Medizintechnik, wurde bei der konstituierenden Sitzung des IHK-Gremiums in der Bamberger Konzert- und Kongresshalle zum Nachfolger von Sonja Weigand gewählt, wie die IHK für Oberfranken Bayreuth mitteilt. Weigand war als Vorsitzende nicht erneut zur Wahl angetreten.
40 Mitglieder aus den Wahlgruppen Industrie, Handel/Tourismus und Dienstleistungen bilden das IHK-Gremium Bamberg. Sie wurden bei der IHK-Wahl im Januar 2022 von den rund 12.000 Mitgliedsbetrieben aus Stadt und Landkreis Bamberg gewählt, um die Interessen ihrer Branchen im Ehrenamt der IHK für Oberfranken Bayreuth zu vertreten. Nun fand die konstituierende Sitzung statt, bei der ein neuer Gremiumsvorstand und die Bamberger Mitglieder in der IHK-Vollversammlung, dem „Parlament der oberfränkischen Wirtschaft“, zu wählen waren. Die Sitzung fand aufgrund der Corona-Lage hybrid und unter 3G-Bedingungen statt.
Die Sitzung leitete letztmals IHK-Präsidentin Sonja Weigand, die sich nach fünf Jahren als Vorsitzende auf eigenen Wunsch nicht um eine Wiederwahl bewarb und ankündigte, im April auch als IHK-Präsidentin auszuscheiden. In ihrer Begrüßung bedankte sie sich bei allen Unternehmerinnen und Unternehmern, die sich der Wahl gestellt hatten. Die Gewählten haben nun die Aufgabe, für die kommenden fünf Jahre die Interessen der Unternehmen zu bündeln und gegenüber Politik und Verwaltung zu vertreten. Innerhalb des Bezirks der IHK für Oberfranken Bayreuth hat der Wirtschaftsraum Bamberg die stärkste Wirtschaftskraft. 22 der 85 Mitglieder der IHK-Vollversammlung werden vom IHK-Gremium Bamberg entsandt.
22 von 40 Mitgliedern neu im IHK-Gremium
Insgesamt haben sich 55 Unternehmerinnen und Unternehmer in den drei Wahlgruppen um die 40 Sitze im IHK-Gremium Bamberg beworben. Von den 40 Gewählten sind 22 neu im Amt. Bei der Neuwahl wurde Herbert Grimmer, Geschäftsführer der Grimmer GmbH in Lisberg, zum neuen Vorsitzenden des IHK-Gremiums Bamberg gewählt. Die Grimmer GmbH ist ein inhabergeführtes mittelständisches Unternehmen, mit rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, welches sich auf die Bereiche Industrie- und Medizintechnik, insbesondere den Vorrichtungs- und Sondermaschinenbau spezialisiert hat. Als große Herausforderungen des Wirtschaftsstandorts Bamberg nannte der neu gewählte Vorsitzende den Transformationsprozess, der die Bereiche Industrie, Handel/Tourismus und Dienstleistungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten stark beschäftigt. „Ich wünsche mir, dass wir weiterhin auf die berufliche Aus- und Weiterbildung setzen, um den Fachkräftemangel entgegenzuwirken und so die Mitarbeiter von morgen gewinnen“, so Herbert Grimmer. Besonders großen Wert legt der neue Vorsitzende „auf ein gutes Miteinander“ der regionalen Unternehmen als auch übergreifend mit den Schnittstellen zu Stadt und Landkreis.
Als stellvertretende Vorsitzende wurden Wolfgang Heyder (Veranstaltungsservice Bamberg GmbH, Litzendorf), Thomas Porzner (Porzner Steine & Erden Holding GmbH & Co. KG, Zapfendorf), Mischa Salzmann (Bamberger Rundfunk GmbH & Co. Studiobetriebs-KG, Bamberg), Margit Schütz (Betten-Friedrich KG, Bamberg), Lieselotte Straub (Frankenhotel Drei Kronen Memmelsdorf GmbH) sowie Ralf-Dieter Thiehofe (Rupp + Hubrach Optik GmbH, Bamberg) gewählt.
In die IHK-Vollversammlung gewählt
In der IHK-Vollversammlung vertreten neben Herbert Grimmer auch Michael Betz (Eberth Bau GmbH & Co. KG, Bamberg), Thomas Hoffmann (CHROFF Kunststofftechnik GmbH, Scheßlitz), Reiner Jürgens (RZB Rudolf Zimmermann, Bamberg GmbH), Thomas Porzner, Dr. Michael Swoboda (Brose Fahrzeugteile SE & Co. Kommanditgesellschaft, Bamberg) sowie Ralf-Dieter Thiehofe künftig die Interessen der Wahlgruppe Industrie. Für die Wahlgruppe Handel/Tourismus wurden Mathias Baluses (GALERIA Karstadt Kaufhof GmbH, Bamberg), Werner Massak (Werner Massak e.K, Litzendorf-Schammelsdorf), Florian Müller (Ahörnla GmbH, Bamberg), Nicole Schiewer („Die Prinzessin auf der Erbse“, Bamberg), Margit Schütz sowie Lieselotte Straub in die Vollversammlung gewählt. Aus der Wahlgruppe Dienstleistungen vertreten in den kommenden fünf Jahren Dr. Daniel Alt (DAA Holding GmbH, Strullendorf-Amlingstadt), Klaus Gallenz (Bamberger Lebenshilfe-Werkstätten gGmbH), Wolfgang Heyder, Julian Hoffbauer (CIB Hoffbauer GmbH & Co. KG, Bamberg), Stephan Kirchner (Sparkasse Bamberg), Thomas Motschenbacher (BI-LOG Warenhotel GmbH, Scheßlitz), Mischa Salzmann, Matthias Schellenberger (Spedition Pflaum GmbH, Strullendorf) sowie Frank Seuling (element-e group AG, Hirschaid) Bamberg im höchsten Organ der IHK.
IHK-Hauptgeschäftsführerin Gabriele Hohenner hatte zu Beginn der Sitzung Aufgaben und Struktur der Industrie- und Handelskammer erläutert. Sie bezeichnete das Ehrenamt als zentrale Säule in der IHK-Organisation. Im IHK-Bezirk engagieren sich rund 3.000 Unternehmerinnen und Unternehmer oder leitende Mitarbeiter ehrenamtlich in Gremien, der Vollversammlung, Fachausschüssen oder im Prüfungswesen der Beruflichen Bildung. Die Wahlen wurden von IHK-Justiziar Stefan Cordes durchgeführt.