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Karina Liutaia

Tex­til­wer­ke

Kari­na Liu­ta­ia: Kunst­sti­pen­dia­tin prä­sen­tiert „Aus meh­re­ren Fäden“

Kari­na Liu­ta­ia hat für ihre Tex­til­wer­ke 2023 das Kunst­sti­pen­di­um Bam­bergs erhal­ten. Nun prä­sen­tiert sie ihre Arbei­ten im Rat­haus, in denen sie sich mit Bam­bergs Tex­til­ge­schich­te auseinandersetzt.

Als Kari­na Liu­ta­ia im Jahr 2023 das Kunst­sti­pen­di­um Bam­berg, das Arbeits­sti­pen­di­um von Stadt und Land­kreis Bam­berg, zuge­spro­chen bekam, kün­dig­te sie laut einer Mit­tei­lung des Rat­hau­ses an, sich unter dem Titel „Aus meh­re­ren Fäden“ mit ihrer Wahl­hei­mat Bam­berg und der ört­li­chen Tex­til­ge­schich­te aus­ein­an­der­set­zen zu wol­len. In die­sem par­ti­zi­pa­ti­ven Upcy­cling-Pro­jekt soll­ten Dia­lo­ge ange­regt und Netz­wer­ke gespon­nen werden.

So sind tex­ti­le Bil­der, vor­wie­gend Por­träts, ent­stan­den. Die Künst­le­rin möch­te dabei den Fokus auf das aktu­el­le The­ma Nach­hal­tig­keit in der Tex­til­bran­che, spe­zi­ell für Bam­berg, rich­ten. Nach viel Sam­mel­ar­beit, Recher­chie­ren, Arran­gie­ren und Arbei­ten haben nun Bam­bergs Drit­ter Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Metz­ner und der stell­ver­tre­ten­de Land­rat Bru­no Kell­ner die Prä­sen­ta­ti­on des Kunst­pro­jekts im Rat­haus eröffnet.

Mit Krea­ti­vi­tät und hand­werk­li­chem Geschick hat Kari­na Liu­ta­ia ver­meint­lich nutz­lo­se Stof­fe in Kunst­wer­ke ver­wan­delt. Durch ihre Hän­de wur­den alte Tex­ti­li­en zu neu­en Tex­til­ge­mäl­den. Die­se Kunst­form erfor­dert nicht nur tech­ni­sches Kön­nen, son­dern auch ein tie­fes Ver­ständ­nis für Mate­ri­al und Form sowie eine aus­ge­präg­te Sen­si­bi­li­tät für Far­be und Struktur.

Jedoch ist Liuta­ti­as Kunst mehr als blo­ßes Hand­werk; sie ist ein State­ment, ein Plä­doy­er für Nach­hal­tig­keit und ein Auf­ruf zum Umden­ken. Bemer­kens­wert ist ihre Fähig­keit, tra­di­tio­nel­le Tech­ni­ken mit moder­nen Ansät­zen zu ver­bin­den. Ihre Arbei­ten sind nicht nur eine Hom­mage an das Tex­til­hand­werk ver­gan­ge­ner Zei­ten, son­dern auch ein inno­va­ti­ver Bei­trag zur zeit­ge­nös­si­schen Kunstszene.

Karina Liutaia
Kari­na Liu­ta­ia und Wolf­gang Metz­ner, Foto: Nadi­ne Gum­pert, Stadt­ar­chiv Bamberg
„Aus meh­re­ren Fäden“ ist noch bis Ende Juli zu sehen

Wolf­gang Metz­ner sag­te in sei­nem Gruß­wort: „Kari­na Liu­ta­ia schafft es mit ihrer Kunst, zahl­rei­che Men­schen zu begeis­tern und für das The­ma Nach­hal­tig­keit zu sen­si­bi­li­sie­ren. Die Prä­sen­ta­ti­on des Arbeits­er­geb­nis­ses ihres Kunst­sti­pen­di­ums ist nicht nur eine Augen­wei­de, son­dern auch ein Denk­an­stoß.“ Und Bru­no Kell­ner füg­te an: „Das Kunst­pro­jekt unse­rer Sti­pen­dia­tin zeigt ein­drucks­voll, wie durch Krea­ti­vi­tät und Enga­ge­ment nach­hal­ti­ge Kunst geschaf­fen wer­den kann.“

Das Kunst­pro­jekt „Aus meh­re­ren Fäden“ ist noch bis zum 26. Juli in der ehe­ma­li­gen Info­thek im Rat­haus am Max­platz zu sehen. Die Öff­nungs­zei­ten sind von Mon­tag bis Don­ners­tag von 8 bis 18 Uhr und frei­tags von 9 bis 14 Uhr. Am 3. Juli, von 12 bis 13 Uhr, und am 10. Juli, von 17 bis 18 Uhr, fin­det jeweils ein Rund­gang mit Kari­na Liu­ta­ia statt.

Bam­bergs aktu­el­le Kunst­sti­pen­dia­tin ist die Foto­gra­fin Jana Mar­ga­re­te Schul­er.

Büh­nen- und Kos­tüm­bild­ne­rin und Textilkünstlerin

Kari­na Liu­ta­ia wird Kunst­sti­pen­dia­tin 2023

Die Büh­nen- und Kos­tüm­bild­ne­rin und Tex­til­künst­le­rin Kari­na Liu­ta­ia erhält das Kunst­sti­pen­di­um 2023 von Stadt und Land­kreis Bam­berg. Der Bam­ber­ger Stadt­rat folg­te mit der Ent­schei­dung der Emp­feh­lung der Stipendiats-Jury.

Wie die Stadt Bam­berg bekannt­ge­ge­ben hat, geht ihr Kunst­sti­pen­di­um 2023 an die Büh­nen- und Kos­tüm­bild­ne­rin und Tex­til­künst­le­rin Kari­na Liu­ta­ia. Im jähr­li­chen Wech­sel schrei­ben Stadt und Land­kreis das mit 9.000 Euro dotier­te Sti­pen­di­um aus, 2023 zum neun­ten Mal. Es soll hie­si­ge Künst­le­rin­nen und Künst­lern die Mög­lich­keit geben, sich eini­ge Mona­te lang auf ihre künst­le­ri­sche Arbeit zu kon­zen­trie­ren. Für das Sti­pen­di­um 2023 hat­ten sich fünf­zehn Kunst­schaf­fen­de jeden Alters und aller Kunst­spar­ten beworben.

Die Jury des Sti­pen­di­ums – bestehend aus Kul­tur­re­fe­ren­tin Ulri­ke Sie­ben­haar, Land­rat Johann Kalb, Rosa Brun­ner (Kunst­sti­pen­dia­tin Bam­berg 2022), Jen­ni­fer Bul­lin­ger und Kris­ti­na Greif (Wild­Wuchs Thea­ter, E.T.A.-Hoffmann-Preisträger 2022) sowie Harald Rink und Chris­toph Lil­ge (KUFA, Kul­tur­för­der­preis­trä­ger 2021) – ent­schied sich mehr­heit­lich für die Bewer­bung von Kari­na Liu­ta­ia. Begrün­dung: Die Büh­nen- und Kos­tüm­bild­ne­rin und Tex­til­künst­le­rin habe nach einem Bache­lor-Stu­di­um für Mode­de­sign und einem Mas­ter of Arts bereits an vie­len Thea­ter­pro­jek­ten als Kos­tüm- und Büh­nen­bild­ne­rin mit­ge­wirkt. In ihrer künst­le­ri­schen Arbeit bewe­ge sich Kari­na Liu­ta­ia zudem an der Schnitt­stel­le von bil­den­der und dar­stel­len­der Kunst und Mode. Sie befas­se sich schwer­punkt­mä­ßig mit Upcy­cling, nach­hal­ti­ger Res­sour­cen­nut­zung und Par­ti­zi­pa­ti­on. Meis­ter­haft ver­bin­de sie in ihren Pro­jek­ten Kunst mit ela­bo­rier­tem Tex­til­hand­werk. Außer­dem habe die Künst­le­rin die Jury sowohl mit der Qua­li­tät ihrer bis­he­ri­gen Kunst­pro­jek­te über­zeugt, als auch mit ihrem Vor­ha­ben für das Kunststipendium.

Unter dem Arbeits­ti­tel „Aus meh­re­ren Fäden“ plant Kari­na Liu­ta­ia, sich mit ihrer Wahl­hei­mat Bam­berg und der ört­li­chen Tex­til­ge­schich­te auseinanderzusetzen.

Karina Liutaia
Köstü­me von Kari­na Liu­ta­ia für die Auf­füh­rung von „Ein Som­mer­nachts­traum“ am Thea­ter Hagen, Foto: Klaus Lefebvre