Bas­ket­ball Cham­pi­ons League

BMA365 Bam­berg Bas­kets unter­lie­gen mit 61:95 gegen Varese

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Varese
Symbolbild, Foto: Pixabay
Eine bit­te­re Nie­der­la­ge haben die BMA365 Bam­berg Bas­kets am 3. Spiel­tag in der Bas­ket­ball Cham­pi­ons League hin­neh­men müs­sen. Gegen die vor die­sem Spiel­tag eben­falls noch sieg­lo­sen Nord­ita­lie­ner von Ite­ly­um Vare­se unter­lag das Team von Head Coach Jesús Ramí­rez am Diens­tag­abend mit 61:95 (26:46) und rutsch­te so in der Tabel­le der Grup­pe D auf den vier­ten Platz ab.

3.637 Zuschau­er in der BROSE ARENA sahen eine Par­tie, in der die Nord­ita­lie­ner ab der zwei­ten Minu­te in Füh­rung lagen und am Ende sou­ve­rän und hoch­ver­dient den Sieg aus Freak City mit­nah­men. Bereits in der ers­ten Halb­zeit leg­ten die Ita­lie­ner den Grund­stein zum Sieg. Mit einer phy­si­schen, aggres­si­ven und über­aus beweg­li­chen Ver­tei­di­gung setz­te man das Bam­ber­ger Angriffs­spiel kon­stant unter Druck. Die BMA365 Bam­berg Bas­kets wirk­ten beein­druckt von der Grö­ße, Wen­dig­keit und nahe­zu ein­schnü­ren­den Ath­le­tik der Gäs­te, so dass man sich einen Feh­ler nach dem nächs­ten leis­te­te. 13 Bam­ber­ger Ball­ver­lus­te in der ers­ten Halb­zeit nutz­te Ite­ly­um Vare­se zu 19 Punk­ten und gene­rier­te sei­ne Pau­sen­füh­rung dank 11 Ste­als so nahe­zu aus­schließ­lich aus den Bam­ber­ger Feh­lern. Zudem domi­nier­ten die Nord­ita­lie­ner die Bret­ter. Wäh­rend Hason Ward & Co. zu Pau­se gera­de ein­mal 9 Rebounds ein­ge­sam­melt hat­ten, waren es auf Sei­ten von Vare­se allein 11 am offen­si­ven Brett.

Bes­ter Wer­fer der Ita­lie­ner war Hun­ter Hale, der sei­ne ins­ge­samt 22 Punk­te bereits nach dem drit­ten Vier­tel gesam­melt hat­te. Im Team der BMA365 Bam­berg Bas­kets kam nur Jor­dan Jones mit 25 Zäh­lern auf eine zwei­stel­li­ge Punktausbeute.


Der Spiel­ver­lauf

Nach­dem Hason Ward in Peris­te­ri und Brendan Ter­ry gegen Mur­cia auf­grund der Home­grown-Rege­lung in der Bas­ket­ball Cham­pi­ons League aus­ge­setzt hat­ten, ent­schied sich Head Coach Jesús Ramí­rez dies­mal dazu, Jor­dan Wright pau­sie­ren zu las­sen. In der Start­for­ma­ti­on gab es hin­ge­gen kei­ne Ver­än­de­rung und so began­nen die BMA365 Bam­berg Bas­kets die Par­tie gegen Vare­se erneut mit Jor­dan Jones, Richard Bal­int, Yuval Hoch­stad­ter, Tre­von Scott und Hason Ward. Zwar konn­ten die Bam­ber­ger durch Jor­dan Jones die ers­ten Punk­te des Spiels erzie­len, doch die Gäs­te aus Ita­li­en hat­ten klar den bes­se­ren Start in die­ses Spiel. Den ers­ten von am Ende ins­ge­samt sechs erfolg­rei­chen Drei­ern von Hun­ter Hale zum 2:5 (2.) konn­te Richard Bal­int per Fast Break zwar auf 4:5 ver­kür­zen, doch Vare­se prä­sen­tier­te sich von Beginn an hell­wach und ein­fach gedan­ken­schnel­ler. Ers­tes Bei­spiel hier­für war der Korb­er­folg von David Duke nach zwei­ma­li­gem Offen­siv-Rebound zum 4:7 (2.). Hun­ter Hale ließ sei­nen nächs­ten Drei­er fol­gen und nach einem Dunk sowie einem Haken­wurf von Isma­el Kama­ga­te ging Ite­ly­um Vare­se bereits zwei­stel­lig in Füh­rung (4:14/4.). Die fol­gen­de Aus­zeit von Head Coach Jesús Ramí­rez zeig­te jedoch wenig Wir­kung, denn das Bam­ber­ger Spiel blieb auch wei­ter­hin zu feh­ler­haft. 6:20 Minu­ten waren gera­de ein­mal gespielt, da hat­ten sich die Bam­ber­ger bereits 5 Ball­ver­lus­te erlaubt. Nahe­zu jeden die­ser Tur­no­ver bestraf­ten die Gäs­te sofort und nach Dunks von Nate Ren­fro und David Duke stand es 4:12 Minu­ten vor Ende des ers­ten Vier­tels 8:21. Dass die Ita­lie­ner bis zum Vier­tel­en­de nur noch einen ein­zi­gen wei­te­ren Zäh­ler ver­bu­chen konn­ten, fiel bei­na­he nicht auf, denn offen­siv beka­men die Bam­ber­ger gegen die star­ke Ver­tei­di­gung von Ite­ly­um Vare­se nahe­zu nichts geba­cken. Beim Stand von 10:22 ging es in die ers­te Viertelpause.

Auch im zwei­ten Abschnitt blie­ben die Gäs­te klar am Drü­cker und bau­ten ihre Füh­rung wei­ter aus. Kei­ne 14 Minu­ten waren gespielt, da hat­ten sich die BMA365 Bam­berg Bas­kets bereits 11 Ball­ver­lus­te erlaubt. Zwar hat­ten auch die Ita­lie­ner zu die­sem Zeit­punkt schon 7‑mal den Ball ver­lo­ren, doch wäh­rend bei Vare­se der Ball meist ins Aus ging, lan­de­ten die Bam­ber­ger Tur­no­ver direkt in den Hän­den der Gäs­te (9 Ste­als), die sie so immer wie­der zu Schnell­an­grif­fen und ein­fa­chen Punk­ten nut­zen konn­ten (12:31/14. – Aus­zeit Bam­berg). Iris Ikan­gi schraub­te den Vor­sprung sei­nes Teams per Drei­er beim 18:41 (17.) erst­mals auf über 20 Punk­te. Im Gegen­zug traf dann auch Jor­dan Jones end­lich ein­mal aus der Distanz. Fast 17 Minu­ten hat­ten die Bam­ber­ger gebraucht, um mit dem ach­ten Ver­such ihren ers­ten Drei­er im geg­ne­ri­schen Korb unter­zu­brin­gen (21:41). Mit die­sem Abstand (26:46) ging es dann auch in die Halbzeitpause.


„Wir gehen die Spie­le auf die fal­sche Art an”

Ein 11:0‑Lauf von Ite­ly­um Vare­se mit zwei wei­te­ren Drei­ern von Hun­ter Hale sorg­te beim 26:57 (23.) bereits für die Vor­ent­schei­dung, zumal die Ita­lie­ner auch im drit­ten Abschnitt in keins­ter Wei­se locker­lie­ßen. Posi­tiv zu erwäh­nen im Bam­ber­ger Spiel war die Leis­tung von Youngs­ter Jakob Lang, der uner­schro­cken und mit viel Ein­satz­be­reit­schaft sei­ne Minu­ten auf dem Par­kett zu ins­ge­samt drei Zäh­lern und drei Rebounds nutz­te. Beim Stand von 43:75 ende­te das drit­te Viertel.

Im Schluss­ab­schnitt ver­teil­te Vare­ses Coach Gian­nis Kas­tri­tis die Minu­ten dann ein wenig auf sei­ne Akteu­re und brach­te alle sei­ne zwölf auf­ge­stell­ten Spie­ler zum Ein­satz. Sein Team ver­stand es aber auch wei­ter­hin, den Vor­sprung kon­stant zu hal­ten und so am Ende einen unge­fähr­de­ten Sieg über die Zeit zu spie­len. Auch auf Bam­ber­ger Sei­te kamen alle ein­ge­tra­ge­nen Spie­ler zum Ein­satz, so auch Musa Abra, der in sei­ner ers­ten Cham­pi­ons League Par­tie nach einem Foul beim Drei­er zwei sei­ner Frei­wür­fe ver­wan­deln konn­te und so sei­ne ers­ten BCL-Punk­te erzielte. 

„Glück­wunsch an das Team aus Vare­se und Ent­schul­di­gung an alle, die heu­te in der Hal­le waren, um uns spie­len zu sehen. Unser Spiel­plan ist her­aus­for­dernd. Wir haben vie­le Spie­le und da kann man auch ein­mal ein schlech­tes Spiel haben und auch ver­lie­ren. Heu­te aber reden wir nicht über Bas­ket­ball. Wir soll­ten über­sprin­gen, ren­nen und auch dar­über spre­chen, wie man mit Kon­takt umgeht. In all die­sen Sachen waren wir heu­te auch nicht annä­hernd bereit“, so Bam­bergs Head Coach Jesus Rami­rez. „Wir gehen die Spie­le auf die fal­sche Art an. In vie­le Par­tien in die­ser Sai­son haben wir bereits wirk­lich tol­len Pha­sen gezeigt, aber es gab auch Spie­le, in denen wir ein­fach ver­schwun­den sind. Die Beschrei­bung unse­res heu­ti­gen Spiels ist ein­fach nur sehr sehr sehr schlecht. Man kann Spie­le gewin­nen und ver­lie­ren, ent­schei­dend ist immer das wie und in die­ser Hin­sicht bin ich heu­te ganz ein­fach rich­tig ver­är­gert und ver­wirrt. Auf die­se Art und Wei­se darf man nicht verlieren.“

Fünf Tage haben die Bam­ber­ger jetzt nach dem Cham­pi­ons League Spiel Zeit, um sich auf ihre nächs­te Par­tie vor­zu­be­rei­ten. Am kom­men­den Sonn­tag geht es für Richard Bal­int & Co. in den 7. Spiel­tag in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga. Zu Gast in der BROSE ARENA hat man dann die Thü­rin­ger von Sci­ence City Jena. Beim Spiel gegen Jena ist Fami­li­en­spiel­tag in Freak City, mit Hüpf­burg, Pop­corn, Mal-Ecke und ver­schie­de­nen Mit­mach­ak­tio­nen, bei denen es auch etwas zu gewin­nen gibt.

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