Basketball Bundesliga
Baskets gestatten Oldenburg nur 61 Zähler und holen 10. Heimsieg
Eine starke Defensivleistung hatte Head Coach Anton Gavel von seinem Team als Grundvoraussetzung für einen Sieg im Heimspiel gegen die EWE Baskets Oldenburg benannt und seine Mannschaft hat geliefert.
In der Partie des 30. Spieltags in der easyCredit Basketball Bundesliga gestatteten die BMA365 Bamberg Baskets den Donnervögeln am Samstagabend nur 61 Zähler, hielten Liga-Topscorer Christopher Clemons bei nur sechs Zählern und gewannen so am Ende hoch verdient mit 83:61 (41:31). Für die Bamberger war es der 20. Saisonsieg, der das Team um Kapitän Ibi Watson einen weiteren Schritt in Richtung fixe Playoff-Teilnahme brachte.
Bester Werfer in Reihen der Niedersachsen vor 5.286 Zuschauern in der BROSE ARENA war Brian Fobbs mit 11 Punkten. Bei den BMA365 Bamberg Baskets traf Cobe Williams mit 17 Zählern am besten.
Der Spielverlauf
Der Rekord, der meisten aufeinanderfolgenden BBL-Spiele mit der gleichen Startformation steht seit Samstagabend nun bei 30, denn auch gegen Oldenburg begann Head Coach Anton Gavel wieder mit Williams, Watson, Balint, Demonia und Onu das Spiel. Bis zum ersten Bamberger Korberfolg mussten sich die Zuschauer in der BROSE ARENA jedoch etwas gedulden, denn die Oldenburger Verteidigung stand anfangs ausgezeichnet und ließ nur sehr wenig offensiven Spielfluss bei den Gastgebern zu. Nach knapp zweieinhalb Minuten traf dann Ibi Watson für die BMA365 Bamberg Baskets, doch auch die Oldenburger konnten zu diesem Zeitpunkt erst einen Korberfolg verbuchen, denn auch die Bamberger Defense war von Beginn an auf Betriebstemperatur. Cobe Williams und Michale Kyser übernahmen nun in der Offensive mit je 6 Punkten für ihre Teams (14:14/7.). Anton Gavel wechselte Austin Crowley und Daniel Keppeler ein und die beiden brachten ordentlich Schwung ins Bamberger Spiel. Bis zum Viertelende scorten beide je 4 Zähler und brachten ihr Team so mit 22:14 nach dem ersten Abschnitt in Front.
Der Lauf der Bamberger zum Ende des ersten Viertels war jedoch noch nicht zu Ende. Vier weitere Zähler von Daniel Keppeler sowie ein Dreier von Richard Balint erhöhten die Serie auf 15:0 und die Bamberger lagen 29:14 vorne (12.). Moritz Krimmer und erneut Richard Balint legten aus der Distanz nochmals nach (35:16/13.) und Oldenburgs Coach Lazar Spasic musste im Abstand von gerade einmal 108 Sekunden seine beiden Auszeiten der ersten Hälfte nutzen. Ein Ausbauen der Führung konnten die Oldenburger im Anschluss verhindern, doch der Pokalsieger behauptete seinen Vorsprung und lag nach zwei erfolgreichen Freiwürfen von Zach Ensminger 2:32 Minuten vor der Pause mit 41:25 in Führung. Das Foul, das zu den Freiwürfen geführt hatte, war übrigens das bereits dritte Foul von Chris Clemons (18.), für den es mit bis dahin gerade einmal zwei Punkten und sichtlich genervt erst einmal auf die Bank zurück ging. Seine Mitspieler Seth Hinrichs und der Ex-Bamberger Kyle Lofton brachten die Oldenburger bis zur Halbzeitpause jedoch noch ein wenig heran und beim Stand von 41:31 ging es in die Kabine.
„Wir haben den Topscorer der Liga bei 6 Punkten gehalten“
Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten nun die Oldenburger den Ball und somit die Chance, den Rückstand wieder in den einstelligen Bereich zu drücken. Der Dreier im ersten Angriff nach dem Seitenwechsel von James Woodard ging jedoch daneben. Dafür aber traf Richard Balint für drei auf der Gegenseite (44:31/21.) und das Bamberger Spiel nahm abermals Fahrt auf. Aus einer sehr starken Verteidigung heraus drückte man mächtig aufs Gas und zog zur Hälfte des dritten Abschnitts bis auf 56:35 (25.) davon. Der letzte Korb des dritten Viertels war dann noch einmal ein echter Hingucker. Cobe Williams und Moritz Krimmer hatten Chris Clemons den Ball abgeluchst. Zach Ensminger schnappte sich den Ball und legte die Kugel links hoch neben den Ring, wo sie Austin Crowley mit beiden Händen packte und per Alley-oop zum 61:43 nach 30 Minuten in den Oldenburger Korb einflog.
32:04 Minuten waren in dieser Partie gespielt, als Chris Clemons zu seinen ersten Punkten aus dem Feld kam (66:52). Es sollte aber auch der einzige Feldkorb des Liga-Topscorers an diesem Abend bleiben. Doch nicht nur der US-Amerikaner hatte einen schlechten Tag in Bamberg erwischt. Waren die Niedersachsen als das Team mit der besten Trefferquote von jenseits der 6,75-Meter-Linie nach Freak City angereist, konnte man am Samstagabend nur magere drei der insgesamt 25 Versuche verwandeln und lag mit 12% Trefferquote meilenweit hinter dem bisherigen Saisonschnitt. Auf Bamberger Seite fielen hingegen 10 der 33 Dreier-Versuche. Richard Balint (4 aus 5) und Cobe Williams (5 aus 12) taten sich hier besonders hervor und so betrug der Bamberger Vorsprung im Schlussabschnitt immer mindestens 14 Punkte. Spätestens nach dem Dreier von Cobe Williams zum 77:60 (37.) war die Partie zugunsten der BMA365 Bamberg Baskets entschieden und so konnte Head Coach Anton Gavel in den letzten Minuten noch alle seine Spieler mit Einsatzzeit am Erfolg teilhaben lassen.
„Glückwunsch an unsere Spieler zu diesem enorm wichtigen Sieg. Wir haben heute nur 61 Punkte zugelassen gegen eine der besten Dreier-Mannschaften der Liga, was die Trefferquote angeht. Wir haben sie heute bei 12 Prozent von der Dreierlinie halten können. Natürlich war das nicht alles unserer Verteidigung geschuldet, aber ich glaube, dass wir Chris Clemons gut verteidigt haben“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Wir haben den Topscorer der Liga bei 6 Punkten und einer Quote von 1 aus 11 gehalten. Wir hatten vor dem Spiel darüber gesprochen, dass wir defensiv gut spielen müssen. Das ist uns phasenweise auch gelungen und wir konnten daraus auch offensiv etwas finden. Trotzdem hätten wir den Ball deutlich besser gegen ihre Verteidigung bewegen müssen. Daran werden wir noch arbeiten.“
Neun Tage haben die BMA365 Bamberg Baskets nun Zeit, um sich auf die nächste Aufgabe vorzubereiten. Am Montag, dem 27. April, geht es nach Chemnitz, wo man in der dortigen Messe um 20:00 Uhr zu Gast bei den NINERS sein wird. Das nächste Heimspiel der BMA365 Bamberg Baskets steigt dann am Sonntag, 3. Mai, wenn man um 18:00 Uhr die Veolia Towers Hamburg empfängt.
Basketball Bundesliga
Auswärtssieg in Ulm dank großartiger Mannschaftsleistung
Die BMA365 Bamberg Baskets haben das Spitzenspiel des 29. Spieltags in der easyCredit Basketball Bundesliga gewonnen. Die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel gewann am Samstagabend bei ratiopharm ulm mit 89:73 (40:41).
In der mit 6.000 Zuschauern ausverkauften ratiopharm arena präsentierten sich die Bamberger einmal mehr als absolut geschlossene Einheit und siegten vollkommen verdient.
Auch ein verkorkstes erstes Viertel, in dem sich die Ulmer allein zehn Offensiv-Rebounds angeln konnten und mit 20:5 Rebounds klar die Bretter beherrschten, brachte das Team aus Freak City nicht aus der Ruhe. Nachdem man bis zur Pause zu den Ulmern hatte aufschließen können, wurde die Bamberger Verteidigung in Halbzeit zwei immer stärker. Nach dem Seitenwechsel gestattete man den Gastgebern nur noch 16 Zähler je Viertel, erzielte selbst hingegen 46 Punkte und holte sich so am Ende Saisonsieg Nummer 19 und festigte damit Tabellenposition drei.
Bester Werfer der Ulmer war Tobias Jensen mit 17 Punkten. Bei den Bambergern punkteten Ibi Watson (18), Cobe Williams (15), Demarcus Demonia (12) und Zach Ensminger (10) zweistellig.
Der Spielverlauf
Zu Beginn des Spiels hätte man denken können, es gibt einen guten Grund dafür, warum der Basketball orangefarben ist. Immer wieder sprang die Kugel in die Hände der in den orangefarbenen Trikots spielenden Ulmer zurück und so verbuchte das Team von Head Coach Ty Harrelson allein in den ersten beiden Minuten bereits fünf Offensiv-Rebounds. Die vielen zweiten Chancen nutzten die Ulmer und so lagen die Bamberger schnell in Rückstand (0:6/3.). Knapp zweieinhalb Minuten waren gespielt, als Ibi Watson die ersten Zähler für die BMA365 Bamberg Baskets erzielen konnte und sein Team von nun an langsam etwas besser ins Spiel fand. Bis Mitte des ersten Viertels machten die Ulmer jedoch den klar wacheren Eindruck (9:15/6.). Nachdem Demarcus Demonia per Dunk nach vorangegangenem Steal (11:15/7.) und Ibi Watson per Dreier (14:18/8.) jeweils auf vier Punkte Rückstand verkürzt hatten, zogen die Ulmer 1:44 Minuten vor Viertelende nach dem Dunk von Joel Soriano wieder etwas davon (14:23/9.). Anton Gavel nahm seine erste Auszeit und hielt seinem Team das Reboundverhältnis vor Augen, das bis zum Viertelende bei 5:20 stand. 10 dieser Rebounds hatten die Ulmer bis zum 16:23 nach zehn Minuten unter dem Bamberger Korb geholt.
Mit einem Block von EJ Onu sowie einem von Ibi Watson abgeschlossenen Back-door-Play begann das zweite Viertel (18:23/11.). Nachdem Demarcus Demonia dann auch den Alley-Oop von Joel Soriano ebenfalls per Dunk auf der Gegenseite beantworten konnte (20:25/13.), hatte man den Eindruck, die Bamberger wären nun in der Partie angekommen. Drei Ballverluste in Folge gestatteten den Ulmern jedoch sich erst einmal wieder etwas abzusetzen (20:31/15.), worauf Head Coach Anton Gavel das Spiel mit seiner zweiten Auszeit stoppen musste. Den folgenden Angriff der BMA365 Bamberg Baskets schloss Ibi Watson mit einem Dreier ab und 17 Sekunden nach der Auszeit von Gavel rief nun auf der anderen Seite Ty Harrelson sein Team in einer Auszeit zusammen. Zurück auf dem Parkett schraubte Malik Osborne die Ulmer Führung wieder in den zweistelligen Bereich (23:33/16.). Zweimal Moritz Krimmer, Austin Crowley und zwei Dreier von Cobe Williams sorgten dann jedoch für einen Bamberger 12:2‑Run und den 35:35-Ausgleich. Tobias Jensen schlug allerdings umgehend per Dreier zurück. Auch die erste Bamberger Führung der Partie durch den Dreier von Ibi Watson (40:38/20.) konterte der Däne mit einem erfolgreichen Distanzwurf zum 40:41-Halbzeitstand.
„Zu Beginn hatten wir einige Ballverluste und sind nur schwer ins Spiel gekommen“
In den ersten zweieinhalb Minuten nach der Pause blieb die Partie weiter ausgeglichen (43:43/23.). Nach einem erfolgreichen Halbdistanzwurf von Cobe Williams sowie einem Put-back-Dunk von Daniel Keppeler führten die Bamberger mit 47:43 (24.). Richard Balint und Demarcus Demonia ließen jeweils drei Zähler folgen und das Team aus Freak City hatte sich auf 53:45 (25.) davongestohlen. Aber auch hier gab Ulms Bester die Antwort. Wieder traf Tobias Jensen aus der Distanz (53:48/26.). Auch Tommy Klepeisz und Nelson Weidemann trafen für drei und Ulm war bis auf 55:54 (28.) wieder dran. Die BMA365 Bamberg Baskets konnten ihre Führung aber behaupten und beim Stand von 59:57 ging es ins letzte Viertel.
Hier sorgte Zach Ensminger für die ersten Zähler. Sein Dreier zum 62:57 war der Abschluss eines der vielleicht schönsten Bamberger Angriffe in diesem Spiel. Nach mehreren Pässen kam der Ball zu Austin Crowley, der zunächst den Korb attackierte. In der Zone angekommen, spielte er den Ball dann jedoch zurück in die Mitte an die Drei-Punkte-Linie, wo Zach Ensminger freistand und vollendete. Auch Crowley und Watson trafen aus der Distanz (70:62/34.), doch vor allem die Bamberger Verteidigung stand nun richtig gut und auch beim Rebound waren die Probleme aus dem ersten Viertel nicht mehr existent. 5:32 Minuten vor dem Ende brachte Demarcus Demonia sein Team erstmals mit 10 Zählern in Führung (72:62). Ulms Head Coach Ty Harreslon holte seine Mannschaft nochmals zusammen, doch die Bamberger konnten auch in der Folgezeit ihre zweistellige Führung behaupten (78:68/38.). 2:10 Minuten vor dem Ende verkürzte Nelson Weidemann per Dreier zwar nochmals auf 80:71, doch ein 9:2‑Lauf, den Demarcus Demonia 10 Sekunden vor dem Ende mit einem Dreier abschloss, sicherte den BMA365 Bamberg Baskets am Ende den verdienten Auswärtssieg in Ulm.
„Glückwunsch an meine Mannschaft zu diesem Sieg. Es war alles andere als einfach, hier in Ulm zu bestehen. Zu Beginn hatten wir einige Ballverluste und sind nur schwer ins Spiel gekommen. Im Verlauf ist es uns aber gelungen, das Reboundduell wieder offener zu gestalten“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Offensiv haben wir uns phasenweise noch schwergetan, die richtigen Lücken zu finden, konnten diese aber immer wieder nutzen. Am Ende freuen wir uns sehr, hier in Ulm einen Sieg geholt zu haben.“
Fünf Spiele sind in der Hauptrunde für unsere BMA365 Bamberg Baskets noch zu spielen. Im nächsten – und zwar am kommenden Samstag (18. April) – empfangen die Baskets um 18:30 Uhr die EWE Baskets aus Oldenburg in Freak City.
Basketball Bundesliga
BMA365 Bamberg Baskets zu Gast in Ulm
Ein enorm wichtiges Spiel steht den BMA365 Bamberg Baskets am 29. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga an diesem Wochenende bevor. Für die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel geht es am Samstag um 18:30 Uhr in Ulm um wichtige Punkte im Kampf um einen festen Playoff-Platz.
Auch das Heimrecht in der ersten Playoff-Runde ist dank ihrer ausgezeichneten Tabellenposition für beide Teams bei noch sechs (Ulm hat noch sieben) ausstehenden Spielen durchaus machbar.
Mit einer Bilanz von 16 Siegen und 11 Niederlagen stehen die Ulmer aktuell auf Tabellenposition fünf. Die Bamberger sind Dritter und haben bereits zwei Siege mehr (18−10) auf dem Konto, jedoch auch schon eine Partie mehr absolviert.
„Ulm hat uns im Hinspiel mit 20 Punkten Differenz eine Abreibung gegeben und fast das gesamte Spiel über dominiert. Sie haben von Position eins bis zwölf Qualität im Kader und jeder von ihnen kann jederzeit heiß laufen“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Das wird eine sehr große Herausforderung für uns. Ulm ist defensiv extrem stark und sie können Mannschaften mit ihrer Physis dominieren. Darauf müssen wir bereit sein. In der Offensive müssen wir den Ball deutlich besser bewegen, als wir das im Hinspiel getan haben. Sie spielen wie wir um die vorderen Plätze in der Tabelle und deshalb ist es ein enorm wichtiges Spiel.“
Nach einer zunächst noch ausgeglichenen Anfangsphase übernahmen die Ulmer nach und nach das Geschehen auf dem Parkett. Aus dem 27:28 (13.) wurde bis zur Halbzeitpause ein 35:53-Rückstand. Die Bamberger kämpften sich in die Partie zurück und verkürzten Mitte des dritten Viertels wieder bis auf 50:57, doch bis zum Start in den Schlussabschnitt hatten die Ulmer dank ihrer an diesem Tag hervorragenden Trefferquote aus der Distanz den Vorsprung wieder auf 15 Zähler ausgebaut (61:76). Ein 12:0‑Lauf zu Beginn des vierten Viertels zum 61:88 (33.) sorgte dann schnell für die Vorentscheidung in dieser Partie. Auf Bamberger Seite punkteten Cobe Williams (14), Richard Balint (11) sowie Austin Crowley und EJ Onu (je 10) zweistellig. Bei den Ulmern waren es Mark Smith (29), Christian Sengfelder (17), Christopher Ledlum (14) und Tobias Jensen (12).
Wenn man sich die bisherigen Ergebnisse der Ulmer in dieser Saison so ansieht, dann reibt man sich doch ein wenig die Augen, denn starken Auftritten wie zum Beispiel bei den Heimsiegen gegen Würzburg, Trier, Oldenburg, Ludwigsburg, Bonn und dem MBC oder auch dem Sieg in München stehen dann auf der anderen Seite gleich zwei Niederlagen in dieser Serie gegen Heidelberg sowie jetzt auch am letzten Spieltag die Pleite in Braunschweig gegenüber. Unverkennbar ist aber die Tatsache, dass sich die Ulmer in eigener Halle in dieser Saison deutlich wohler fühlen als auf fremdem Parkett.
Die physische Stärke der Ulmer zeigt sich ganz klar beim Rebounding. Liegen die Bamberger – nur die defensiven Abpraller betrachtet – sogar mit 0,1 voraus (26,1), haben die Ulmer unter dem offensiven Brett klar mit 12,9 zu 9,2 die Nase vorne. Ihre von Head Coach Anton Gavel angesprochene defensive Stärke zeigt sich bei den Steals. Hier liegen die Ulmer im Ligavergleich mit im Schnitt 8,3 geklauten Bällen auf Position zwei hinter dem FC Bayern (8,6).
Der Blick auf Seite zwei unseres Teamvergleichs und die hier zu sehenden Wurfquoten dürfte alle Bamberger Basketball Anhänger positiv stimmen. Aus allen Entfernungen haben die BMA365 Bamberg Baskets die besseren Quoten. Wie das aber mit den Statistiken sein kann, hat das Hinspiel gezeigt, als die Ulmer auch dank einer überragenden Trefferquote von jenseits der 6,75-Meter-Linie die Punkte aus Freak City mitnehmen konnten.
Seit nunmehr sechs Heimspielen sind die Ulmer in der ratiopharm arena ungeschlagen. Der MBC, Bonn, Jena, Ludwigsburg, Oldenburg und Trier gingen allesamt in Ulm als Verlierer vom Parkett. 11 ihrer insgesamt 16 Saisonsiege hat die Mannschaft von Head Coach Ty Harrelson in eigener Halle geholt und ist damit hinter dem FC Bayern (10−1) die zweitstärkste Heimmannschaft der gesamten easyCredit BBL.
Während die BMA365 Bamberg Baskets in allen ihren bisherigen Saisonspielen (easyCredit BBL und BBL-Pokal) immer mit der gleichen Startformation die Partien begonnen haben, gilt dies im Kader von ratiopharm ulm nur für einen Spieler. Tobias Jensen hat bislang alle 27 Saisonspiele der Ulmer begonnen und liegt damit weit vor Christopher Ledlum, der in 24 Spielen insgesamt 20-mal in der Starting Five stand. Exakt 28 Minuten steht der Däne dabei im Schnitt auf dem Parkett und liefert hier durchschnittlich 10,0 Punkte, 3,4 Rebounds und 3,8 Assists ab.
Nachdem man Ende November mit Justin Simon schon einmal nachverpflichtet hatte, legten die Ulmer Ende Januar mit Joel Soriano nun nochmals nach. Der 2,11 Meter große Center spielte zuletzt in der ACB in Saragossa und soll, so Sportdirektor Thorsten Leibenath, dem Ulmer Kader mit seinen Fähigkeiten und seiner Präsenz an beiden Enden des Feldes zusätzliche Qualität und Tiefe verleihen. Bislang kam Soriano in neun Partien zum Einsatz, von denen die Ulmer sechs gewannen.
Nach Mark Smith und Tobias Jensen bekommt Christopher Ledlum die meisten Einsatzminuten (25:32) im Team der Ulmer. Der 25-Jährige ist ein athletisches Kraftpaket mit Scoring-Qualitäten. Außer bei der Heimniederlage gegen Heidelberg (6 Punkte) scorte der US-Amerikaner in dieser Saison jeweils zweistellig. Sein bisheriger BBL-Bestwert: 32 Zähler bei der 81:90-Auswärtsniederlage Ende Oktober bei den MHP RIESEN Ludwigsburg.
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Basketball Bundesliga
Nach Trier jetzt Jena – BMA365 Bamberg Baskets empfangen den zweiten Aufsteiger
Am 28. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga erwarten die BMA365 Bamberg Baskets am heutigen Ostermontag in der BROSE ARENA mit Science City Jena erneut einen Aufsteiger.
Es stehen sich zwei Teams gegenüber, die mit Blick auf ihr zurückliegendes Spiel etwas gutmachen wollen. Die gastgebenden BMA365 Bamberg Baskets wollen nach der Niederlage in Vechta und dem damit verbundenen Ende ihrer zuletzt überaus eindrucksvollen Siegesserie wieder zurück in die Erfolgsspur finden. Für die Gäste von Science City Jena geht es darum, in Freak City ein anderes Gesicht zu zeigen als noch vor vier Tagen bei der 58:90-Heimniederlage gegen die SKYLINERS. Tip-Off zur Partie ist heute um 16:30 Uhr.
„Nach dem letzten Spiel in Vechta müssen wir jetzt eine Reaktion zeigen. Vor allem gilt es besser ins Spiel zu starten, denn das war in den letzten Spielen nicht so wirklich gut. Wir wissen, dass es wie für uns auch für alle anderen Mannschaft noch um etwas geht und deshalb müssen wir das ganz einfach anders gestalten. Das muss uns ganz einfach von Beginn an klar sein. Wir müssen hungrig bleiben, aggressiv und vor allem physisch, was anfangs zuletzt eben nicht der Fall war. Es ist jetzt unsere Aufgabe, uns mental so einzustellen, dass wir jeden Kampf auf dem Spielfeld annehmen können“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel.
Der Aufsteiger aus Thüringen spielt eine äußerst solide Saison. Nach einem Saisonstart mit drei Siegen und drei Niederlagen sowie dem Einzug ins Pokal-Viertelfinale (hier schied man mit 78:91 in Berlin aus) war schnell klar, dass Cheftrainer Björn Harmsen eine schlagkräftige Mannschaft zusammengebaut hat. Mit aktuell 10 Siegen und 15 Niederlagen steht Science City auf dem 15. Tabellenplatz, hat aber vier Niederlagen weniger als der Tabellen-Siebzehnte aus Heidelberg.
Vier Tage vor Heiligabend standen sich beide Mannschaften erstmals in dieser Saison gegenüber. (In der Vorbereitung testeten beide Teams beim Tag des Basketballs in Strullendorf bereits einmal gegeneinander. Dabei hatten die Bamberger mit 98:86 das bessere Ende für sich). Das erste Ligaspiel dieser Serie gewann das Team von Head Coach Anton Gavel in der Sparkassen Arena in Jena am Ende recht deutlich. Im dritten Viertel konnten sich die Bamberger entscheidend absetzten. Mit 34:19 gewann man die dritten zehn Minuten und erspielte sich hier den letztlich entscheidenden Vorsprung.
Wie gefährlich und spielstark die Mannschaft von Science City Jena sein kann, hat die Mannschaft von Head Coach Björn Harmsen schon mehrfach unter Beweis gestellt. Sechs ihrer zehn Siege holten die Thüringer in fremder Halle – in Heidelberg, Oldenburg, Trier, Weißenfels, Braunschweig und Hamburg.
Knapp 82 Punkte erzielen die Jenaer im Schnitt pro Partie und liegen im Ligavergleich damit auf Position 16. Auch die nur 15,3 Assists pro Spiel sind im Vergleich aller 18 BBL-Teams nur Rang 17. Dafür aber ist Science City sehr stark beim Rebound und kann hier den drittbesten Wert in der easyCredit BBL vorweisen.
Mit einer Quote von knapp 43 Prozent aus dem Feld haben die Jenaer vor den Rostockern (42,2%) die zweitschlechteste Feldwurfquote. Dafür aber nehmen die Thüringer die meisten Würfe pro Partie. 69,2 Abschlüsse aus dem Feld sind aktuell Ligabestwert!
Der tolle Saisonstart von Science City war eng verknüpft mit dem Namen Great Osobor (4 Siege, 3 Niederlagen). Der 23-jährige Center überzeugte von Beginn an mit seiner Vielseitigkeit und steuerte bis zum ersten Länderspielfenster Ende November gut 16 Punkte pro Partie bei. Dann aber zog sich der Center im Team der Spanier in den WM-Qualifikationsspielen einen Kreuzbandriss zu, welcher für ihn das Saisonaus bedeutete. Ersatz musste gesucht werden und Anfang des Jahres wurde er mit William McNair Jr. auch gefunden. Der 2,10 Meter große US-Amerikaner kam vom slowenischen Erstligisten Olimpija Ljubljana und trug in bisher 12 BBL-Spielen das Trikot von Science City.
Auch auf der Point Guard Position mussten die Thüringer während der Saison umbauen. Nachdem man mit Eric Washington, der zuvor bereits in Chemnitz und in Heidelberg seine BBL-Qualitäten gezeigt hatte, in die Saison gestartet war, zog der 32-Jährige die Ausstiegsklausel in seinem Vertrag und verließ Jena nach nur 14 Spielen zurück in Richtung Chemnitz. 16,2 Punkte hatte er bis hierher pro Partie beigesteuert. Mit Uchenna Iroegbu, der von Al Nasr Riyadh aus Saudi-Arabien kam, holte man über den Jahreswechsel Ersatz nach Jena. Der 29-jährige Point Guard (jüngerer Bruder von Ikenna Iroegbu, der in der Saison 2018//19 in Jena unter Vertrag stand) hat bisher 13 Spiele für Science City bestritten.
Die große Konstante im Kader der Thüringer heißt Joe Wieskamp. Der US-amerikanische Power Forward liefert beständig ab und hat sich zum Leader der Jenaer entwickelt. Wieskamp hatte vor seinem Engagement in Jena zuletzt in Australien für South East Melbourne Phoenix gespielt. Der 26-Jährige kann zudem auf 39 NBA-Einsätze sowie 100 Spiele in der NBA G‑League zurückblicken.
Basketball Bundesliga
Comeback nach 629-Fehlstart kostet BMA365 Bamberg Baskets Kraft und Sieg in Vechta
Betrachtet man aus Bamberger Sicht das gesamte Spiel, so kann man durchaus feststellen, dass der Ausgang der Partie des 27. Spieltags der BMA365 Bamberg Baskets bei RASTA Vechta am Donnerstagabend so nicht hätte sein müssen. Das Team um Kapitän Ibi Watson brachte sich nach einem kapitalen Fehlstart von 6:29 innerhalb der ersten gut sieben gespielten Minuten jedoch selbst derart weit ins Hintertreffen, dass man am Ende nach zuletzt sechs BBL-Siegen in Serie mit 93:96 (38:50) wieder eine Niederlage hinnehmen musste.
Vor 3.140 Zuschauern im ausverkauften RASTA Dome gelang den Bambergern bis zum Ende des dritten Abschnitts zwar tatsächlich das Comeback, doch die 71:66-Führung zu Beginn des Schlussabschnitts konterten die Vechtaer nochmals stark und drehten die Partie letztlich doch noch zu ihren Gunsten.
Die besten Werfer waren Tevin Brown (Vechta) und Cobe Williams (Bamberg) mit je 22 Punkten. Effektivster Spieler im Team aus Freak City war an diesem Abend war Austin Crowley (21), der neben seinen 15 Punkten auch 7 Rebounds einsammelte, 5 Assists verteilte und mit 25 den besten Plus/Minus-Wert aller Spieler auf dem Parkett hatte.
Spielverlauf
Der alte BBL-Rekord wurde gebrochen, dann auch im 27. Bundesliga-Spiel dieser Saison schickte Head Coach Anton Gavel die gleiche Startformation mit Cobe Williams, Richard Balint, Ibi Watson, Demarcus Demonia und EJ Onu aufs Parkett. Nicht nur diese fünf staunten jedoch nicht schlecht, denn so gut wie nichts wollte in den Anfangsminuten klappen. Die Vechtaer spielten wie aufgedreht und der zu diesem Zeitpunkt bereits dritte Dreier der Hausherren zum 2:17 ließ Bambergs Cheftrainer keine andere Wahl, als die Partie mit seiner ersten Auszeit erst einmal zu unterbrechen. Doch auch danach wurde es zunächst nicht besser. In der Verteidigung war man stets zu spät und auch offensiv gelang es nicht, gute Wurfmöglichkeiten herauszuspielen. Die Hausherren hingegen ließen nicht locker und zogen bis auf 6:29 (8.) davon. Moritz Krimmer (mit zwei Dreiern) und auch Austin Crowley brachten gemeinsam nun deutlich mehr Schwung ins Bamberger Spiel und man verkürzte mit einem 8:0‑Lauf bis zum Viertelende auf 14:29.
Mit einem Dreier von Zach Ensminger starteten die BMA365 Bamberg Baskets ins zweite Viertel (17:29/11.). Jetzt drehte auch Cobe Williams auf und nur wenig später waren die Bamberger auf 24:31 heran, worauf nun Christian Held seinem Team neue Anweisungen geben musste. Das gelang ihm ausgezeichnet, denn RASTA zog wieder an und lag nach einem 9:0‑Lauf wieder mit 24:40 deutlich in Führung. Die Partie gestaltete sich nun ausgeglichen, wobei sich am Vorsprung der Hausherren nur wenig änderte. Bis auf zwölf Zähler Rückstand konnten die Bamberger zur Pause verkürzen (38:50).
„Dann ist es schwierig, noch zu gewinnen“
Auch das dritte Viertel begannen die Bamberger mit einem erfolgreichen Dreier. Diesmal traf Austin Crowley aus der Distanz und leitete damit einen 15:2‑Run ein, der mit dem Dunk von EJ Onu die erste Bamberger Führung des Abends bedeutete (53:52/24.). Von hier an lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Einer legte vor, der andere konterte. Vor allem Philipp Herkenhoff und Austin Crowley taten sich hier für ihre Teams hervor und stellten das Ergebnis knapp eine Minute vor Ende des dritten Abschnitts auf unentschieden (66:66). Den Korberfolg von Zach Ensminger zum 68:66 beantwortete Tommy Kuhse auf der Gegenseite dann zwar noch mit einem Floater, sein Wurf kam jedoch einen Wimpernschlag zu spät und so gingen die BMA365 Bamberg Baskets mit einer 68:66-Führung ins Schlussviertel.
Aller guten Dinge sind drei – sagte sich Adrian Petković und begann auch den Schlussabschnitt für die Bamberger mit einem Treffer aus mehr als 6,75 Metern Entfernung (71:66/31.). Bei Vechta lief nun aber Tommy Kuhse heiß. Acht Punkte machte der Point Guard in Folge und brachte sein Team so wieder in Führung (73:74/33.). Wenig später ließ Philipp Herkenhoff zwei Dreier folgen und Vechta zog auf 75:82 (35.) davon, ehe Tommy Kuhse nochmals sechs Punkte nachlegte und Vechta beim 77:90 (37.) schon wie der sichere Sieger aussah. Die Bamberger aber bissen, kämpften und kamen nach dem Alley-Oop von Demarcus Demonia tatsächlich nochmals heran (85:90/39.) – Auszeit Vechta. Mit dem nächsten Spielzug brachte Tevin Brown per Dreier Vechta wieder mit acht Punkten in Führung, doch Cobe Williams konterte auf der Gegenseite prompt (88:93). Es folgte ein Ballverlust von Kuhse, worauf EJ Onu per Dunk auf 90:93 verkürzte. 18 Sekunden vor dem Ende ging nun Lloyd Pandi an die Freiwurflinie. Während er nur einen traf, netzte Zach Ensminger gegenüber für drei zum 93:94 ein. Nun musste es schnell gehen und man foulte Kuhse, der beide Freiwürfe zum 93:96 traf. Neun Sekunden blieben den Bambergern nun noch, um mit einem Dreier das Spiel doch noch in die Overtime zu schicken. Die Würfe von Austin Crowley und Cobe Williams verfehlten jedoch das Ziel und die Siegesserie war gerissen.
„Glückwunsch an Vechta zu diesem Sieg. Sie haben in der 1. Halbzeit superaggressiv und physisch gespielt. Das konnten wir am Anfang nicht matchen und hat uns den Sieg gekostet. Ich denke, dass das erste und das 3. Viertel entscheidend waren. Wir waren schnell mit 23 Punkten im Rückstand. Dann ist es schwierig, noch zu gewinnen“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Zwar haben wir noch einen Weg zurück ins Spiel gefunden, aber im 4. Viertel fehlten uns dann erneut die Stopps, gerade gegen Tommy Kuhse und das Pick and Pop mit Philipp Herkenhoff. Das hat uns auf jeden Fall wehgetan, da hätten wir besser sein müssen. Am Ende haben wir noch zwei Würfe, um die Verlängerung zu erreichen. Das wäre aber nicht verdient gewesen. Bis jetzt habe ich noch keine Gedanken an das Spiel am Montag gegen Jena verwendet. Ich denke, wir müssen uns erst einmal dieses Spiel hier auf Video anschauen, was wir daraus mitnehmen können. Das werden genügend Dinge sein und dann geht es darum sich auf Jena zu konzentrieren.“
Bereits am kommenden Montag geht es für die BMA365 Bamberg Baskets weiter. Am 28. Spieltag empfängt man dann zum Oster-Familienspieltag den Aufsteiger aus Jena in der BROSE ARENA.
Basketball Bundesliga
BMA365 Bamberg Baskets erwarten heißen Tanz im RASTA Dome
Eine hohe Auswärtshürde gilt es für die BMA365 Bamberg Baskets am 27. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga zu meistern. Am heutigen Gründonnerstag sind die Bamberger zu Gast bei RASTA Vechta, die nach zuletzt vier Siegen aus den letzten fünf Spielen im Kampf um die Play-In-Plätze wieder voll mitmischen.
Das Team von Head Coach Anton Gavel reist als Tabellendritter mit sechs BBL-Siegen in Serie nach Niedersachsen und wird heute Abend ab 18:30 Uhr wieder alles dafür tun, die Serie weiter auszubauen und so den nächsten Sieg im Kampf um einen der begehrten Playoff-Plätze nach Freak City holen zu können.
Rekordverdächtig!
Sollte Head Coach Anton Gavel auch bei RASTA Vechta wieder mit der gleichen Startformation wie bisher die Partie beginnen, wäre das ein neuer Ligarekord!
Die bisherige Bestmarke, die seit der Erfassung der Startformationen in der BBL-Saison 2004//05 dokumentiert ist, nämlich 26 Spielen in Serie mit der gleichen Startformation, hat man schon eingestellt. Der bisherige Rekord stammte aus der Saison 2011//12 als die EWE Baskets Oldenburg in 26 Ligaspielen (plus ein Pokalspiel) mit Bobby Brown, Kenny Hasbrouck, Rickey Paulding, Ronald Burrell und Adam Chubb die Spiele begannen.
Apropos Zahlen und Bestwerte: Für Moritz Krimmer wird das Spiel in Vechta sein 100. BBL-Spiel sein.
„In Vechta erwartet uns ein schwieriges Auswärtsspiel. Vechta hatte bis zum letzten Spiel eigentlich einen guten Lauf gehabt und zuvor mehrere Spiele in Folge gewonnen“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Mit Malik Parsons haben sie sich jetzt kürzlich auch noch einmal verstärkt. Vor allem auf den kleinen Positionen und mit ihrem Guard-Play sind sie extrem gefährlich und können gut scoren. Deshalb wird es wichtig sein, dass wir vor allem die Guards stoppen, beziehungsweise sie verlangsamen, denn ganz stoppen kann man sie nicht. In Vechta ist es mit dieser Atmosphäre sehr schwer zu spielen. Hierfür müssen wir gewappnet sein, aber vor allem kommt es darauf an, dass wir defensiv gutstehen, um deren Guards zu stoppen.“
In den ersten drei Vierteln des Hinspiels ging es hin und her. Die Bamberger legten zunächst vor und lagen nach dem ersten Abschnitt mit fünf Zählern in Führung. Bis zur Pause kamen die Gäste aus Niedersachsen jedoch bis auf 49:48 wieder heran. Nach 30 Minuten stand es unentschieden und so musste das letzte Viertel die Entscheidung bringen. Sechseinhalb Minuten vor dem Ende war beim 83:81 noch immer alles offen, doch dann starteten Ibi Watson & Co. einen 11:2‑Lauf und zogen drei Minuten vor Schluss vorentscheidend auf 94:83 davon.
Seit Anfang März sind die Vechtaer wieder richtig stark unterwegs. Vier Siege holte das Team von Head Coach Christian Held in den letzten vier Wochen und steht mit einer Bilanz von 11 Siegen und 15 Niederlagen auf Position 12 der Tabelle. Der Abstand zu den Play-In-Plätzen und den Teams aus Rostock (9.) und Chemnitz (10.) beträgt gerade einmal einen Sieg.
Wie schon das Hinspiel könnte auch die Partie am Donnerstagabend ein offensivgeprägtes Spiel werden, denn beide Mannschaften stehen für viele Punkte in dieser Saison. Mit exakt 87 Zählern pro Partie hat RASTA ligaweit den viertbesten Wert. Bamberg belegt hinter dem Aufsteiger aus Trier (90,4) Platz zwei.
Vor allem aus der Distanz können beide Teams heiß laufen. Mit der identischen Quote von jenseits der 6,75-Meter-Linie belegt man in der easyCredit BBL gemeinsam hinter den Oldenburgern (38,2%) und dem FC Bayern (38,1%) Rang drei.
Mit einer Ausbeute von 18,2 Zählern pro Partie (Platz 3 in der BBL) hat Alonzo Verge Jr. den besten Wert von insgesamt sechs Spielern im Team von RASTA, die einen zweistelligen Punkteschnitt vorweisen können. Mit einer Trefferquote von 50,7 Prozent aus dem Zwei-Punktbereich sowie 33,3 Prozent bei den Dreiern bringt es der in Aurora, Illinois geborene Guard auf eine hervorragende Trefferquote aus dem Feld von 47,3 Prozent.
Die Liga staunte nicht schlecht, als RASTA Vechta Anfang Dezember die Verpflichtung von Tibor Pleiß bekanntgab. Der zweifache EuroLeague-Champion verlieh dem Spiel der Niedersachsen nicht nur wegen seiner 2,18 Meter Körpergröße eine neue Dimension. Auch von seiner immensen Erfahrung aus fast zwei Jahrzehnten als Basketball-Profi profitierte RASTA. Aktuell müssen die Niedersachsen aber auf ihren besten Rebounder verzichten. Der 109-fache deutsche Nationalspieler zog sich beim Heimspiel gegen Ludwigsburg einen Innenbandriss im rechten Knie zu und wird länger ausfallen.
Die Nachverpflichtung eines weiteren Guards sorgte bei so manchem Experten ein wenig für Unverständnis. RASTA aber traf hier ins Schwarze, denn seit Malik Parsons zum Team gehört, konnten eben die schon mehrfach angesprochenen vier Siege aus den letzten fünf Spielen geholt werden. Der US-Amerikaner, der aus seiner Zeit in Frankfurt bereits über BBL-Erfahrung verfügt, steuerte in seinen bisherigen Einsätzen im Schnitt gut 12 Punkte pro Partie bei und fügte sich nahezu nahtlos ins Team ein. In allen fünf Partien scorte er zweistellig und holte zudem durchschnittlich 5,0 Rebounds und gab 3,0 Assists (Effektivität: 16,2).
Basketball Bundesliga
Serie ausgebaut! BMA365 Bamberg Baskets schlagen Trier
Am 26. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga haben die BMA365 Bamberg Baskets einen weiteren Sieg verbuchen können. Im Heimspiel gegen die VET-CONCEPT Gladiators Trier gewannen die Bamberger ohne ihren erkrankten Head Coach Anton Gavel mit 98:79 (56:43) und holten damit ihren 6. BBL-Erfolg in Serie.
Unter der Regie von Assistant Coach Arne Woltmann benötigten die Bamberger zunächst ein Viertel, um zu ihrem Rhythmus zu finden. Im zweiten Abschnitt schaltete man dann jedoch einen Gang höher und bekam die Partie in den Griff. Mit 32:18 gewannen Ibi Watson & Co. das zweite Viertel und bauten nach dem Seitenwechsel ihre Führung sukzessive aus. Bis auf 80:55 zog man den Trierern, die ohne Nolan Adekunle und Steven Ashworth auskommen mussten (beide aufgrund von Sprunggelenksverletzungen) kurz vor Ende des dritten Viertels davon und ließ sich auch in der Folgezeit den letztlich hoch verdienten Sieg nicht noch einmal streitig machen.
Bester Werfer in der mit 5.514 Zuschauern prächtig gefüllten BROSE ARENA war Cobe Williams mit 22 Punkten. Bester Werfer der Trierer war Liga-Topscorer Jordan Roland mit 19 Zählern. Für die Bamberger war der Erfolg gegen den Aufsteiger der bereits 17. Saisonsieg, mit dem man den dritten Tabellenplatz weiter festigen konnte, zumal auch die unmittelbare Konkurrenz sowohl aus Bonn als auch aus Ulm an diesem Spieltag Federn lassen musste.
Der Spielverlauf
Die Gäste von der Mosel legten los wie die Feuerwehr. Eine halbe Minute war gerade einmal gespielt, da hatten die Trierer den Ball bereits zweimal im Bamberger Korb versenkt. Nach dem 0:6 durch Marco Hollersbacher ließ es dann aber auch der Pokalsieger das erste Mal so richtig krachen. Cobe Williams bediente Demarcus Demonia, der den Ball per Alley Oop ins gegnerische Netz hämmerte (2:6/3.). Die Gäste aber blieben auch im weiteren Verlauf des ersten Viertels zunächst einmal in Führung, vor allem, da Jordan Roland immer wieder erfolgreich abschließen konnte (10:13/6.). 3:21 Minuten waren im ersten Abschnitt noch zu spielen, als die Gastgeber nach unwiderstehlichem Drive zum Korb von Cobe Williams erstmals in Führung gingen (14:13/7.). Die Trierer aber antworteten prompt und spielten sich gut eine Minute später ihrerseits wieder in Führung (14:18/8.). Es ging weiter hin und her (21:20/9.), ehe Moritz Krimmer in der Zone zum 24:25 nach dem ersten Abschnitt vollenden konnte.
Der zweite Abschnitt begann mit einem Korberfolg von Ibi Watson sowie einem Drei-Punkte-Spiel von Adrian Petkovic. Nachdem Ibi Watson noch einen Dreier nachgelegt hatte, unterbrach Gladiators Coach Jacques Schneider den Bamberger 8:0‑Lauf zum Start ins zweite Viertel mit seiner ersten Auszeit (32:25/13.). Die Bamberger aber ließen sich nicht stoppen. In der Verteidigung agierte man nun deutlich konzentrierter und im Angriff fand man ein ums andere Mal die beste Abschlussmöglichkeit. Nach einem 11:5‑Lauf hatte man den Vorsprung in den zweistelligen Bereich befördern können und die Trierer zu ihrer zweiten Auszeit (43:30/15.) gezwungen. Doch auch diesmal brachte das Timeout zunächst nicht den gewünschten Effekt. Cobe Williams trieb sein Team weiter an und der Vorsprung wuchs erst einmal auf 49:32 (17.), ehe die Trierer dann kurz vor der Pause doch nochmals zurückkommen konnten (53:43/20.). Zach Ensminger traf allerdings noch einen Dreier und so ging es beim Stand von 56:43 in die Kabine.
„Wir hatten einen Gameplan vorbereitet, den wir auch umgesetzt haben“
Wie schon im zweiten Viertel, so hatten die Bamberger auch nach dem Seitenwechsel die Partie nun weiterhin unter Kontrolle. EJ Onu schloss die beiden ersten Angriffe mit Dunking ab und der Bamberger Vorsprung blieb zunächst konstant immer so um die 15 Punkte (66:51/24.). Dann aber zog der Pokalsieger nochmals etwas an und vergrößerte seinen Vorsprung bis 100 Sekunden vor Ende des dritten Viertels auf 80:55 (29.). Zwei Dreier in den Schlusssekunden des dritten Viertels von Urald King hübschten das Ergebnis für die Trierer vor dem Schlussabschnitt nochmals etwas auf (80:61).
Doch wie schon die beiden Viertel zuvor, gaben die Bamberger auch im Schlussabschnitt den Ton an. Mitte des letzten Spielabschnitts war beim 91:66 (35.) die Entscheidung in dieser Partie längst gefallen und Coach Arne Woltmann nutzte die komfortable Führung, um mit Blick voraus auf die schwere Auswärtsaufgabe am Gründonnerstag in Vechta, die Spielzeit unter seinen Spielern möglichst gut zu verteilen. Großartig von den über 5.500 Zuschauern unterstützt, stand nach 40 Minuten ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg für die BMA365 Bamberg Baskets auf der Anzeigetafel. „Glückwunsch an die Mannschaft. Wir hatten einen Gameplan vorbereitet, den wir auch umgesetzt haben. Man merkt, dass wir mit Pokal und Meisterschaft schon 30 Spiele zusammengespielt haben. Das hat uns natürlich auch heute geholfen, da wir einfach wissen, wie wir spielen müssen“, so Bambergs Assistant Coach Arne Woltmann. „Insgesamt haben wir das heute sehr gut umgesetzt und fortgeführt. Ich hoffe, Anton ist bald wieder gesund, dann darf er das gerne wieder machen, aber jetzt im Moment sind wir zufrieden mit dem Sieg.“
Die Osterwoche hat gleich zwei Spiele für die BMA365 Bamberg Baskets parat. Zunächst ist man am Gründonnerstag um 18:30 Uhr zu Gast bei RASTA Vechta, ehe man dann am Ostermontag den anderen Aufsteiger dieser Saison, Science City Jena, in der BROSE ARENA begrüßen darf. Tip-Off zum Spiel gegen die Thüringer ist dann um 16:30 Uhr.
Basketball Bundesliga
BMA365 Bamberg Baskets empfangen Trier
Am 26. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga bekommen es die BMA365 Bamberg Baskets am morgigen Sonntag mit einem der stärksten Aufsteiger der letzten Jahre zu tun. Mit 14 Siegen aus bislang 25 Spielen stehen die VET-CONCEPT Gladiators Trier aktuell auf Position 7 der Tabelle und sind im Rennen um die Playoffs ebenso voll mit dabei wie die Bamberger, die das Pokalwochenende mit eingeschlossen nun seit nunmehr sieben Spielen in Folge ungeschlagen sind.
War das Hinspiel Anfang Oktober letzten Jahres von vielen Experten noch als Aufeinandertreffen zweier Mannschaften aus dem unteren Drittel der Tabelle tituliert worden, treffen am Sonntag ab 16:30 Uhr in der BROSE ARENA nun zwei Playoff-Anwärter aufeinander.
„Nach der Niederlage am dritten Spieltag in Trier wollen wir jetzt in unserer Halle eine Antwort geben. Trier spielt offensiv einen sehr guten Basketball. Deshalb wird unser absoluter Fokus darauf liegen, defensiv eine deutlich bessere Leistung zu zeigen, als wir das im Hinspiel getan haben. In Trier haben wir versucht, das Spiel mit einer Kopf-durch-die-Wand-Mentalität zu gewinnen, was uns ja aber nicht gelungen ist“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Umso wichtiger war und ist es, die Zeit vor dem Spiel fokussiert zu nutzen, um uns bestmöglich auf dieses Spiel vorzubereiten. Dieses offensive Bollwerk zu stoppen, wird nicht einfach und ist eine gute Herausforderung für uns, der wir uns mit unseren Fans im Rücken stellen werden.“
Nach einem fulminanten Start und der Tabellenführung am 7. Spieltag konnten die Trierer sich nach ihrer Rückkehr ins Oberhaus sehr schnell etablieren und so schon früh einen Haken hinter das ausgegebene Saisonziel machen. Mit 90,9 erzielten Punkten pro Partie stellt das Team von Trainer Jacques Schneider die aktuell offensivstärkste Mannschaft der BBL. Sechs ihrer 14 Saisonsiege holten die Gladiators dabei in fremder Halle (in Berlin, Heidelberg, Ludwigsburg, beim MBC, in Frankfurt und in Braunschweig). Gehen die Moselstädter als Sieger vom Parkett, sind es im Schnitt sogar 95,7 Punkte, die man auf die Anzeigetafel bringt. Mit im Schnitt pro Spiel kassierten 92,0 Punkten sind die Trierer auf der anderen Seite jedoch auch die einzige Mannschaft, die unter den ersten neun Teams der Tabelle ein negatives Korbverhältnis hat.
Erstmals in dieser Saison kreuzten sich die Wege beider Mannschaften am dritten Spieltag. In der nicht ganz ausverkauften SWT Arena in Trier sahen die 5.129 Zuschauer ein äußerst kurzweiliges Spiel. Trier nach dem Sieg zuvor bei ALBA BERLIN von Beginn an heiß und so hatten die Bamberger alle Mühe, nach anfänglicher Führung an den Gladiators dranzubleiben. Mitte des Schlussabschnitts betrug die Trierer Führung satte 12 Punkte und auch dreieinhalb Minuten vor dem Ende lagen die Gastgeber noch zweistellig in Front. Mit einem unglaublichen Schlussspurt brachten die BMA365 Bamberg Baskets das Spiel noch in die Verlängerung. Die Trierer aber konterten in der Extra-Spielzeit mit einem eigenen Run und holten sich letztlich den Sieg. Beste Werfer der Trierer waren Eli Brooks (24) und Jordan Roland (18). Im Team von Head Coach Anton Gavel waren Ibi Watson (26) und EJ Onu (13) offensiv am erfolgreichsten.
Zwei ihrer letzten fünf, beziehungsweise vier ihrer letzten zehn Spiele konnten die Gladiators gewinnen. Zuletzt stand man sich gleich zweimal mit den Veolia Towers Hamburg gegenüber. Während man das Heimspiel für sich entscheiden konnte, gab es in der Hansestadt hingegen eine klare Niederlage. Insgesamt kassierten die Trierer sieben ihrer bisherigen 11 Saisonniederlagen in fremder Halle. Dem stehen jedoch bereits 14 Saisonsiege entgegen und bescheren dem BBL-Aufsteiger aktuell Tabellenposition 7.
Geht es nach den Zahlen, sollten die Fans am Sonntag in der BROSE ARENA ein tolles und äußerst offensiv geprägtes Spiel zu sehen bekommen. Neben den Punkten pro Spiel haben die Trierer auch bei den Rebounds, Assists und Steals leicht die Nase vorne, jedoch hat man mit im Schnitt 16,8 Ballverlusten im Ligaranking den schlechtesten Wert und steht damit auf Platz 18 (Bamberg 3.).
2. Damen Basketball Bundesliga
Medikamente per Klick Bamberg Baskets am Samstag zu Gast in Heidelberg
Nach den BMA365 Bamberg Baskets in der easyCredit BBL und dem JBBL-Team des Freak City Bamberg e. V. geht es nun an diesem Wochenende auch für Bambergs Bundesliga-Damen gegen Heidelberg. Am 20. Spieltag in der Toyota 2. Damen Basketball Bundesliga ist das Team von Head Coach Samuel Gloser am Samstagnachmittag zu Gast bei den aktuell auf Tabellenposition zwei stehenden USC BasCats Heidelberg.
Während den Bambergerinnen mit einem Sieg der Klassenerhalt zu 100 Prozent sicher wäre, stünden die Heidelbergerinnen mit einem Erfolg definitiv in den Playoffs.
„Das Spiel in Heidelberg wird eine große Herausforderung für uns. Heidelberg verfügt über einen sehr tief besetzten Kader und verfolgt das Ziel, unter die Top 4 der Playoffs zu kommen. Gegen ein Team wie Heidelberg braucht es eine geschlossene Mannschaftsleistung. Die Spiele gegen Bad Homburg haben uns aber auch gezeigt, dass wir mit Playoff-Teams competen können und genau das wollen wir auch in Heidelberg zeigen“, so Bambergs Head Coach Samuel Gloser. „Die Niederlage im Hinspiel mit 35 Punkten war trotz der Umstände deutlich zu hoch. Seitdem haben wir uns im Laufe der Saison klar weiterentwickelt, und gerade diese schwierige Phase war ein wichtiger Lernmoment für das Team. Unser Ziel ist es, Platz sechs zu verteidigen, die letzten Wochen der Saison gemeinsam zu genießen und das Maximum aus uns herauszuholen.“
Im Hinspiel sorgten die BasCats in der Graf-Stauffenberg Halle schnell für klare Verhältnisse. Das erste Viertel dominierten die Heidelbergerinnen und führten nach den ersten zehn Minuten bereits mit 31:12. Im zweiten Abschnitt ließ man ein 21:7 folgen und hatte die Partie so zur Pause bereits für sich entschieden, auch wenn die Bambergerinnen nach dem Seitenwechsel nochmals alles versuchten und das Ergebnis in Halbzeit zwei ausgeglichen gestalten konnten. Melanie Hoyt und Anna-Lisa Wuckel waren mit jeweils 16 Punkten die besten Werferinnen der BasCats. Bei den Medikamente per Klick Bamberg Baskets traf Lara Mendl damals mit 11 Punkten am besten.
Mit vier Siegen aus den letzten fünf Spielen konnten die Heidelbergerinnen ihre Position in der Spitzengruppe der Tabelle weiter festigen. Doch auch die Niederlage gegen Jena hatte ihr Gutes. Nachdem man am 11. Spieltag kurz vor Weihnachten in Jena mit 64:60 gewonnen hatte, konnte man im Rückspiel zumindest den direkten Vergleich für sich behaupten. Ähnlich verhält es sich auch mit dem anderen Konkurrenten im Kampf um die beste Ausgangssituation für die Playoffs aus Würzburg. Auch gegen die QOOL Sharks hat man hauchdünn die Nase vorne. Das Hinspiel in Unterfranken ging mit 55:67 verloren, zuhause gewann man am Valentinstag jedoch mit 78:65.
Beide Mannschaften haben ihr letztes Spiel gewonnen und gehen mit Rückenwind in diese Partie. Auch die Statistiken spiegeln den Abstand zwischen den zweitplatzierten Heidelbergerinnen und den auf Position 6 stehenden Bambergerinnen wider.
Die Zahlen über die bisher gespielten 19 Partien zeigten sich auch beim ersten Aufeinandertreffen in Freak City. Auch hier lagen die Zahlen beider Teams in Sachen Rebounds (41:46) oder auch Ballverluste (16:11) nicht sehr weit auseinander. Die Heidelbergerinnen hatten im Hinspiel – wie auch über die gesamte Spielzeit betrachtet – jedoch die zum Teil deutlich besseren Wurfquoten.
Mit einem Wert von 15,4 Punkten pro Partie führt Melanie Hoyt gemeinsam mit Kelly Moton das Scoring der BasCats an. Erst am letzten Spieltag stellte die 23-jährige US-Amerikanerin ihren Saisonbestwert auf, als sie beim Auswärtssieg in Mainz 28 Punkte erzielte. Nur einmal in ihren bisherigen 14 Einsätzen – und zwar am 1. Spieltag im Heimspiel gegen Mainz – ging sie mit einer einstelligen Punktausbeute vom Parkett. Zudem legte sie bislang drei Double Double auf.
Sie ist die Spielmacherin der BasCats und überall auf dem Parkett zu finden. Mit 8,1 Rebounds schnappt sich Kelly Moton die meisten zurückspringenden Bälle im Team und führt diese Statistik vor Melanie Hoyt (7,3) und Eleah Steins (6,0) an. Im Hinspiel in Bamberg kam die 32-jährige US-Amerikanerin auf 14 Punkte, holte 12 Rebounds und gab 5 direkte Korbvorlagen.
Auch in Sachen Assists führt Kelly Moton die Statistik der BasCats an. Im Schnitt führen 4,4 ihrer Pässe zu Körben der Heidelbergerinnen. In der Toyota 2. DBBL sind hier nur die Bad Homburgerin Isabel Gregor (6,1) sowie die Würzburgerin Kathleen Anne Hill (6,0) etwas besser unterwegs.
Mit einem Wert von 19,1 findet man Kelly Moton im Liga-Ranking auf Position acht. Man möchte fast „nur“ sagen, doch eben hier zeigt sich die Tiefe im Kader der Mannschaft von Head Coach René Spandauw. Der Niederländer hat nämlich neben Kelly Moton mit Melanie Hoyt (15,5), Jayla Shanell Oden (11,8) und Charisse Fairley (9,4) noch drei weitere Spielerinnen mit hervorragenden Effektivitätswerten im Kader. (Foto: Stephan Hahne)
Das Heimfinale der Bamberger Damen in der Toyota 2. Damen Basketball Bundesliga findet am 4. April (Karsamstag) statt. Im letzten Heimspiel ist dann der Lou’s Foodtruck MTV Stuttgart in der Graf-Stauffenberg Halle zu Gast.
Basketball Bundesliga
BMA365 Bamberg Baskets schlagen den FC Bayern
Drei Wochen nach dem Sieg im Halbfinale des BBL-Pokals beim BMW TOP FOUR in München haben die BMA365 Bamberg Baskets den FC Bayern München Basketball auch in der easyCredit Basketball Bundesliga bezwungen.
In einem intensiven und bis in die Schlusssekunde spannenden Spiel setzten sich die Bamberger am Ende in der mit 5.700 Zuschauern restlos ausverkauften BROSE ARENA gegen den amtierenden Meister mit 97:93 (48:40) durch und holten so am 24. Spieltag ihren 15. Saisonsieg.
Beste Werfer waren Andreas Obst auf Seiten des FC Bayern mit 31 Punkten sowie Ibi Watson in Reihen des Pokalsiegers mit 23 Zählern.
Der Spielverlauf
Den ersten Gänsehaut-Moment gab es für die 5.700 Zuschauer schon drei Minuten vor Spielbeginn, als vor der Südtribüne das Pokalsiegerbanner der BMA365 Bamberg Baskets unter die Hallendecke gezogen wurde. Deutlich weniger aufregend ging es dann hinein in die Partie des amtierenden Meisters beim amtierenden Pokalsieger, die Bambergs Head Coach Anton Gavel auch zum 29. Mal in Folge (BBL & Pokal) mit der identischen Startformation begann. Insgesamt dürfte beiden Trainern das erste Viertel sehr gut gefallen haben, denn die Defensivarbeit ihrer Teams ließ den Angriffsbemühungen des Gegners nur sehr wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Nachdem Isiaha Mike mit einem Dreier die ersten Zähler der Partie markiert hatte, brachten Cobe Williams und Demarcus Demonia die Bamberger in Front (6:3/4.). Besonderer Bewachung erfreute sich auch diesmal wieder Andreas Obst, der so zu Beginn mehr die Rolle des Passgebers übernahm und Isiaha Mike auch seinen zweiten Dreier des Spiels zum 6:8 (5.) auflegte. Auch in den folgenden Minuten blieben die Bayern in Führung (6:12/7.) und nach dem Korberfolg von Justinian Jessup zum 10:15 (10.) schien es, als könnten die Gäste doch mit einer kleinen Führung den ersten Abschnitt beenden. Demarcus Demonia mit zwei Freiwürfen und EJ Onu per krachendem Dunking stellten jedoch den Anschluss beim 14:15 nach dem ersten Viertel wieder her.
Hatten die Bamberger im ersten Abschnitt noch keinen Dreier getroffen (bei 8 Versuchen) legte man dafür nun im zweiten Viertel los. Ibi Watson traf den ersten Bamberger Distanzwurf (17:15/11.) und nach einem Steal schloss Austin Crowley per Dunk zum 19:15 ab. Svetislav Pesic unterband das Spiel mit einer Auszeit, doch Austin Crowley hatte nun Feuer gefangen. Mit zwei Dreiern sowie einem Korb plus Bonusfreiwurf erzielte Bambergs Nummer 85 auch die nächsten neun Zähler. Doch auch die Münchner waren in dieser Phase des Spiels äußerst treffsicher. Jessup, Mike und Obst trafen ebenfalls von jenseits der 6,75-Meter-Linie und so lag der amtierende Meister wieder voraus (30:31/16.). Anton Gavel reagierte seinerseits mit einer Auszeit. Zach Ensminger schien bereits vor dieser Unterbrechung bei seiner Einwechslung die heiße Hand von Austin Crowley mitbekommen zu haben, denn unmittelbar nach der Auszeit benötigte der Point Guard nur etwas mehr als eineinhalb Minuten, um gleich drei Dreier in Folge zu versenken (39:34/17.). Die Arena kochte, doch Andreas Obst war nicht in den Griff zu bekommen und hielt auf Seiten der Bayern von nun an außergewöhnlich stark dagegen (41:37/19.). 13 Zähler machte der Nationalspieler allein im 2. Viertel, dennoch gaben die Bamberger jetzt weiter den Ton an. Der Spielzug vor dem Korberfolg von Moritz Krimmer zum 45:37 (20.) war dann vielleicht der schönste des gesamten Abends, auch wenn sein Dreier, da über Brett, vielleicht etwas glücklich den Weg in den Korb fand. Mit dem insgesamt achten Dreier (bei 12 Versuchen) allein im zweiten Viertel legte EJ Onu zum 48:37 sogar noch einen hinterher, doch abermals war es Andi Obst, der ebenfalls per Dreier mit der Halbzeitsirene für den 48:40 Pausenstand sorgte.
„Wir haben defensiv sehr gut angefangen“
2:14 Minuten waren nach dem Seitenwechsel gerade einmal gespielt, da war die schöne Pausenführung schon fast wieder verspielt (50:48/23.). Andi Obst hatte wieder für drei Punkte getroffen und zwar diesmal bei ablaufender Shotclock über die Fingerspitzen von EJ Onu. Die Bamberger aber blieben in Führung (55:50/24.), auch wenn Andi Obst den nächsten Wahnsinns-Dreier folgen ließ. Diesmal netzte er einbeinig zum 55:53 (25.) ein, doch Ibi Watson konterte ebenfalls für drei auf der Gegenseite. Daniel Keppeler in der Zone und Ibi Watson nach technischem Foul gegen Vladimir Lucic von der Freiwurflinie erhöhten den Vorsprung auf 61:53 (27.). Zeit auf Bayern-Seite mal wieder für einen Andi Obst und die Nummer 13 lieferte erneut ab. Diesmal netzte er seinen Dreier trotz Foul von Cobe Williams ein und nutze den Bonusfreiwurf im Anschluss noch zum 61:57 (28.). Das Momentum schien die Seite zu wechseln, denn die Bayern jetzt aufmerksamer und mit Ballgewinnen in der Verteidigung. Eiskalt bestraften sie hier die Fehler der Gastgeber und mit einem 10:2‑Lauf ging der FCBB 32 Sekunden vor dem Ende des dritten Abschnitts 63:67 in Führung. Glücklicherweise konnte Ibi Watson im letzten Bamberger Angriff dieses Viertels aber noch einen weiteren Dreier versenken und so lagen beide Teams vor dem Schlussabschnitt wieder beinahe gleichauf (66:67).
Der Start in den Schlussabschnitt gehörte den Bambergern. Den Dreier von Ibi Watson zum Ende des dritten Viertels mitgezählt, war es hier ein Bamberger 12:0‑Lauf, der den Pokalsieger mit 75:67 (32.) wieder etwas deutlicher in Führung brachte. Wie schon im Pokal-Halbfinale boten beide Mannschaften den Zuschauern ein hochklassiges Spiel und die BMA365 Bamberg Baskets konnten sich noch etwas weiter absetzen. Nach dem Dreier von Demarcus Demonia (83:72/34.) war der Vorsprung erneut zweistellig. Die Bayern aber blieben dran, doch nachdem zunächst Moritz Krimmer den Korb von Niels Giffey (85:79/38.) per Dreier zum 88:79 gekontert hatte und auch Austin Crowley den erfolgreichen Dreier von Justinian Jessup mit einem Dreier beantworten konnte, schien das Spiel zugunsten des Pokalsiegers entschieden (91:82). Doch weit gefehlt, denn auch beim 95:88 bei noch 16 Sekunden Restspielzeit sollte es noch einmal spannend werden. Natürlich war es wieder Andi Obst, der für drei Punkte Maß nahm. Der Ball war bereits auf dem Weg zum Korb, als er von Ibi Watson gefoult wurde. Zweimal sprang der Ball an den Ring, ging dann aber zum Glück nicht in den Korb, so dass es „nur“ drei Freiwürfe gab. Nachdem Andi Obst die beiden ersten zum 95:92 verwandelt hatte, versuchte er den dritten Freiwurf absichtlich zu verwerfen, doch der Ball sprang abermals in den Korb und gab Anton Gavel so die Möglichkeit zur Auszeit, um den Ball dann im Vorfeld einwerfen zu können. Die Bayern schickten Ibi Watson an die Freiwurflinie, wo der Kapitän Nervenstärke bewies und mit zwei sicheren Freiwürfen zum 97:93-Endstand den Sieg endgültig sicherstellte.
„Glückwunsch an unsere Spieler zu diesem Sieg. Wir haben defensiv sehr gut angefangen, konnten uns aber in der Offensive dafür nicht belohnen. Unser erstes Viertel war offensiv echt nicht gut. Die Bayern waren physischer und haben uns aus allem weggebracht. Das zweite Viertel war dann wichtig für uns, was die Offensive angeht. Da haben wir viele gute aber auch toughe Würfe getroffen und als wir dann am Ende des dritten Viertels hinten lagen, haben wir so ähnlich wie im Pokalspiel nicht aufgegeben und Moral gezeigt. Die Mannschaft hat dann gute Entscheidungen getroffen und sich so wieder auf 11 Punkte absetzen können“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Trotz dieser super Leistung heute müssen wir jetzt aber auf dem Boden der Tatsachen bleiben und uns auf Heidelberg vorbereiten. In jedem Spiel geht es jetzt für jede Mannschaft um irgendetwas und das sind alles wichtige Spiele für uns.”
Am kommenden Wochenende sind die BMA365 Bamberg Baskets nun wieder auswärts im Einsatz. Am Samstag ist man um 18:30 Uhr im SNP Dome Gast der MLP Academics Heidelberg. Das nächste Heimspiel der Bamberger steht dann am Sonntag, den 29. März an, wenn man um 16:30 Uhr die VET-CONCEPT Gladiators Trier in Freak City empfangen wird.