Bas­ket­ball Bundesliga

BMA365 Bam­berg Bas­kets erspie­len sich 2:0‑Führung gegen Ulm

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Ulm
Symbolbild, Foto: Pixabay
Mit zwei Sie­gen aus den ers­ten bei­den Heim­spie­len haben die BMA365 Bam­berg Bas­kets ihren Heim­vor­teil zum Auf­takt der Play­off Vier­tel­fi­nal-Serie per­fekt genutzt. Nach­dem die Bam­ber­ger am Sams­tag mit 80:74 Spiel eins der Serie gegen ratio­ph­arm ulm gewon­nen hat­ten, sieg­te die Mann­schaft von Head Coach Anton Gavel auch am Mon­tag­abend in Spiel zwei mit 90:87 (41:42) und führt somit in der Best-of-five-Serie mit 2:0 Siegen.

Wie schon die ers­te Par­tie war auch Spiel zwei geprägt von immenser Inten­si­tät und gro­ßer Phy­sis auf bei­den Sei­ten. Bis Mit­te des drit­ten Vier­tels konn­te sich kei­ne der bei­den Mann­schaf­ten deut­li­cher abset­zen. Dann aber gelang den Bam­ber­gern ein 15:2‑Run und man ging mit einer 73:60-Führung in den Schluss­ab­schnitt. Der eine oder ande­re der 5.360 Zuschau­er in der BROSE ARENA glaub­te womög­lich, hier schon den spiel­ent­schei­den­den Zwi­schen­spurt gese­hen zu haben. Doch weit gefehlt. Die Ulmer star­te­ten ins letz­te Vier­tel mit einem 14:1‑Lauf und gli­chen die Par­tie beim 74:74 (35.) wie­der aus. Das Team von Head Coach Anton Gavel fing sich anschlie­ßend zwar wie­der und kon­ter­te schnell zum 84:76 (38.), doch die Gäs­te blie­ben durch Drei­er von Mark Smith und Tho­mas Klepei­sz auch wei­ter­hin im Geschäft. Mit dem letz­ten Wurf des Spiels hät­te Klepei­sz das Spiel in die Ver­län­ge­rung schi­cken kön­nen, doch sein Drei­er ver­fehl­te das Ziel. 

Über­ra­gen­der Scorer auf Ulmer Sei­te war Mark Smith mit 29 Punk­ten. Bei den BMA365 Bam­berg Bas­kets tra­fen Cobe Wil­liams (18), Richard Bal­int und Aus­tin Crow­ley (je 14) am besten.


Der Spiel­ver­lauf

Es schien, als wür­den bei­de Mann­schaf­ten ein­fach da wei­ter­ma­chen, wo sie am Sams­tag­abend auf­ge­hört hat­ten und qua­si in ein 5. Vier­tel star­ten. Von der ers­ten Sekun­de an wur­de wie­der um jeden Mil­li­me­ter gekämpft. Den bes­se­ren Start erwisch­ten dies­mal die Bam­ber­ger, die nach Drei­ern von Ibi Wat­son und Cobe Wil­liams sowie einem Dunk von Demar­cus Demo­nia mit 8:4 (3.) in Füh­rung gin­gen. Doch auch die Ulmer agier­ten fokus­siert und erspiel­ten sich gute Mög­lich­kei­ten. Mit sei­nem ers­ten Drei­er (fünf wei­te­re soll­ten in die­ser Par­tie noch fol­gen) glich Mark Smith beim 12:12 (6.) zunächst wie­der aus, ehe er im Anschluss mit zwei erfolg­rei­chen Frei­wür­fen die Ulmer wie­der in Füh­rung brach­te. Nun ging es hin und her und die Füh­rung wech­sel­te in jedem Angriff. Dani­el Kep­pe­l­er, Aus­tin Crow­ley und der bereits vier­te Bam­ber­ger Drei­er von Moritz Krim­mer sorg­ten für eine 22:18-Führung des Pokal­sie­gers nach zehn Minuten.

Ein­ein­halb Minu­ten waren im zwei­ten Vier­tel gespielt, da hat­ten die Ulmer den Rück­stand wie­der ega­li­siert. Immer wie­der schaff­te es die Mann­schaft von Ty Har­rel­son an die Frei­wurf­li­nie, wo sie in Spiel zwei mit 80% Tref­fer­quo­te (20 aus 25) dies­mal auch eine sehr gute Aus­beu­te hat­te. Wie hart bei­de Mann­schaf­ten in die­ser Par­tie kämpf­ten, konn­te man viel­leicht am bes­ten im Bam­ber­ger Angriff in der 13. Minu­te sehen, als EJ Onu beim Fight um den Offen­siv-Rebound gegen Alec Anig­ba­ta dem Ball auf dem Boden hin­ter­her­hech­te­te, um die Kugel für sein Team zu sichern und dann nach drei­ma­li­gem Rebound letzt­lich selbst zu ver­wan­deln (27:24/14.). Das Spiel wog­te wei­ter hin und her und Tobi­as Jen­sen brach­te Ulm wie­der nach vor­ne (28:29/15.). Die Bam­ber­ger hat­ten aber in Form eines 7:0‑Laufs eine Ant­wort parat und Ty Har­rel­son muss­te beim 35:29 (17.) das Spiel erst ein­mal anhal­ten. Sein Team reagier­te nahe­zu per­fekt und nach zwei Drei­ern von Mark Smith und einem Korb­er­folg von Joel Soria­no waren die Gäs­te wie­der gleich­auf (37:37/19.). Chris Led­lum leg­te einen wei­te­ren Drei­er nach und nach den bei­den Frei­wür­fen von Mark Smith (17 Punk­te in der ers­ten Halb­zeit) führ­te Ulm sie­ben Sekun­den vor der Pau­se (39:42). Anton Gavel nahm noch ein­mal eine Aus­zeit, um den letz­ten Angriff vor der Pau­se zu bespre­chen. Aus­tin Crow­ley brach­te den Ball nach vor­ne und schloss erfolg­reich mit der Halb­zeit­si­re­ne ab. Sein Korb­er­folg wur­de nach­träg­lich jedoch von drei auf zwei Punk­te kor­ri­giert und so ging es beim Stand von 41:42 in die Kabinen. 


„Auch dies­mal haben wir fast eine gan­ze Halb­zeit gebraucht, um uns zu finden“

Die zwei­te Halb­zeit knüpf­te naht­los an die ers­te an. Bei­de Mann­schaf­ten auch wei­ter­hin Kopf an Kopf (50:50/24.). Auch 3:47 Minu­ten vor dem Ende stand es nach dem Tip-In von Joel Soria­no wei­ter­hin unent­schie­den (58:58). Kurz zuvor hat­te EJ Onu sein 4. Foul kas­siert, doch Dani­el Kep­pe­l­er ersetz­te ihn ganz aus­ge­zeich­net. Mit ihm auf dem Par­kett star­te­ten die BMA365 Bam­berg Bas­kets nun bis zum Vier­tel­en­de so rich­tig durch. Mit einem 15:2‑Lauf, den Dani­el Kep­pe­l­er (nach EJ Onu (+9) hat­te er mit +6 das zweit­bes­te Plus/​Minus im Team) mit einem Sprung­wurf von der Frei­wurf­li­nie selbst abschloss, zog man nach dem drit­ten Vier­tel auf 73:60 davon und es hat­te den Anschein, als wäre es den Bam­ber­gern auch dies­mal zum Ende des drit­ten Vier­tels gelun­gen, das Spiel auf ihre Sei­te zu ziehen.

Von der Leich­tig­keit in den Bam­ber­ger Angrif­fen war zu Beginn des Schluss­ab­schnitts aber plötz­lich nichts mehr zu sehen. Punkt für Punkt spiel­ten sich die Ulmer zurück. Jen­sen, Smith und Led­lum führ­ten ihr Team erneut her­an und bei noch 5:26 Minu­ten Rest­spiel­zeit hat­ten die Gäs­te auf 74:74 wie­der gleich­ge­zo­gen. Knapp fünf Minu­ten waren im Schluss­vier­tel bereits ver­gan­gen, als Richard Bal­int beim 76:74 den ers­ten Bam­ber­ger Feld­korb in den letz­ten zehn Minu­ten erzie­len konn­te. Der Tsche­che leg­te einen wei­te­ren Drei­er nach (81:76/37.) und es folg­te die nächs­te Ulmer Aus­zeit. Doch auch nach die­ser Unter­bre­chung blie­ben die Bam­ber­ger nun am Drü­cker. 99 Sekun­den vor dem Ende führ­ten die Haus­her­ren nach einem Drei-Punk­te-Spiel von EJ Onu mit 87:79 und alles schien gelau­fen, doch mit fünf Zäh­lern in Fol­ge waren die Ulmer 17 Sekun­den vor dem Ende doch noch ein­mal da (87:84). Zach Ens­min­ger wur­de im Anschluss gefoult und ver­wan­del­te sei­ne bei­den Frei­wür­fe (89:84), doch auf der Gegen­sei­te traf Tho­mas Klepei­sz einen super­schwe­ren Drei­er (89:87). Fünf Sekun­den blie­ben noch auf der Uhr und nach der letz­ten Bam­ber­ger Aus­zeit foul­ten die Ulmer Demar­cus Demo­nia, der an der Linie jedoch nur einen Ver­such zum 90:87 ver­wer­ten konn­te. Den Fehl­wurf reboun­de­ten die Ulmer und Aus­tin Crow­ley nutz­te das letz­te Foul, das die Bam­ber­ger noch zu geben hat­ten, um den Ulmer Angriff zunächst ein­mal zu stop­pen. Es blie­ben aber noch 2,2 Sekun­den, die Tho­mas Klepei­sz in der Tat noch für einen fina­len Drei­er genüg­ten. Sein Wurf ging jedoch nicht in den Korb und so konn­ten die BMA365 Bam­berg Bas­kets auch Spiel zwei der Vier­tel­fi­nal-Serie für sich ent­schei­den. „Es war ein sehr schwe­res Spiel für uns. Als wir im drit­ten Vier­tel mit 13 Punk­ten in Füh­rung lagen, haben wir kom­plett den Faden ver­lo­ren. Auch dies­mal haben wir fast eine gan­ze Halb­zeit gebraucht, um uns zu fin­den“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. „Das drit­te Vier­tel war dann natür­lich super. Da haben wir Stopps bekom­men und konn­ten dar­aus dann auch Offen­si­ve gene­rie­ren. Im letz­ten Vier­tel war unser Game­ma­nage­ment in der Offen­si­ve dann aber nicht gut. Da müs­sen wir viel smar­ter agie­ren. Am Ende aber zählt der Sieg und natür­lich sind wir froh dar­über. Das nächs­te Spiel wird sicher­lich genau­so schwie­rig.“ Nach zwei Spie­len in Freak City geht die Serie nun nach Ulm. Spiel Num­mer drei im Play­off-Vier­tel­fi­na­le fin­det am kom­men­den Sams­tag, 23. Mai, um 16:30 Uhr in der ratio­ph­arm are­na statt. Spiel Num­mer vier wäre dann wie­der zwei Tage spä­ter, am Mon­tag, 25. Mai eben­falls in Ulm. Spiel­be­ginn wäre auch dann um 16:30 Uhr. Fest steht auf jeden Fall schon ein­mal, dass es in Freak City ein wei­te­res Play­off-Spiel in die­ser Sai­son geben wird. Ob im Vier­tel- oder dann schon im Halb­fi­na­le bleibt nun abzuwarten.

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