Basketball Bundesliga
BMA365 Bamberg Baskets gegen den Vizemeister auf verlorenem Posten
Nach zuletzt zwei Siegen in Serie haben die BMA365 Bamberg Baskets am 12. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga wieder eine Niederlage einstecken müssen. Gegen den deutschen Vizemeister ratiopharm ulm unterlag das Team um Mannschaftskapitän Ibi Watson am Samstagabend mit 83:106 (35:53).
Die 5.700 Zuschauer in der ausverkauften BROSE ARENA sahen eine ausgezeichnet eingestellte Ulmer Mannschaft, der es mit einer Zonenpressverteidigung immer wieder gelang, dem Bamberger Spiel die gefürchtete Geschwindigkeit zu nehmen. Zudem hatten mehrere Ulmer Werfer einen Sahnetag erwischt. Insgesamt fanden 17 der 27 Ulmer Dreipunktewürfe (= 63%) den Weg in den Bamberger Korb.
Besonders heiß präsentierte sich Mark Smith. Der US-Amerikaner traf 7‑mal von hinter der 6,75-Meter-Linie und war mit 29 Punkten Topscorer des Spiels sowie mit 9 eingesammelten Abprallern auch bester Rebounder. Bester Punktesammler in Reihen der BMA365 Bamberg Baskets war Cobe Williams mit 14 Punkten, auf einen zweistelligen Effektivitätswert brachte es im Team von Head Coach Anton Gavel jedoch nur ein Akteur. EJ Onu kam mit 10 Zählern und 5 geblockten Würfen auf eine Effektivität von 12.
Spielverlauf
Die Bamberger benötigten einen Moment, um vor restlos ausverkauftem Haus ins Spiel zu finden. 2:22 Minuten waren bereits gespielt, als Richard Balint mit einem Dreier (3:4/3.) die ersten Bamberger Punkte der Partie erzielen konnte. Wenig später sorgte dann Cobe Williams mit einem Vier-Punkte-Spiel für die erste Bamberger Führung (9:8/4.). Schon hier aber offenbarte die Bamberger Verteidigung ungewohnte Schwächen und ließ die Ulmer immer wieder zu einfachen Korberfolgen kommen. Offensiv konnte man jedoch dagegenhalten, denn zunächst fielen die Dreier und so lag man nach dem erfolgreichen Distanzwurf von Austin Crowley zum 16:16 (7.) gleichauf. In den kommenden nicht einmal 60 Sekunden zogen die Ulmer mit einem 7:0‑Lauf erstmals davon (16:23/8.) und hatten auf Bamberger Seite mit ihrer Verteidigung zu diesem Zeitpunkt schon vier Ballverluste forciert. Christian Sengfelder erhöhte den Ulmer Vorsprung nochmals (18:28/9.), ehe Moritz Krimmer mit einem Dreier den 21:26-Zwischenstand nach dem ersten Viertel erzielen konnte.
Der Start ins zweite Viertel gehörte nun den Hausherren. Großartig unterstützt von den eigenen Fans kamen Ibi Watson & Co. nun wieder heran. Nahezu die exakt gleiche Zeitspanne, die die Fans zu Beginn auf die ersten Zähler warten mussten, nutzten die Bamberger hier, um nach Dreier und erfolgreichem Sprungwurf ihres Mannschaftskapitäns auf 27:28 (13.) zu verkürzen. Plötzlich aber ging nichts mehr und die Ulmer zogen abermals in Windeseile (es dauerte hier nicht einmal zwei Minuten) davon. Mit einem 13:0‑Run, darunter drei Dreier von Tobias Jensen, setzten sich die Ulmer wieder ab (27:41/15.). Bis zur Halbzeitpause konnten die Gäste ihre Führung sogar noch ein klein wenig weiter ausbauen, da sie ihre Chancen in der Offensive hochprozentig nutzten (58% Trefferquote aus dem Feld, 64% Trefferquote bei den Dreiern). Zudem ließ die Ulmer Verteidigung kein Bamberger Tempo-Spiel zu und zwang die Gastgeber ein ums andere Mal in schwierige Situationen (9 Ballverluste in der ersten Halbzeit) und Abschlüsse. Beim Stand von 35:53 ging es in die Halbzeitpause.
„Defensiv haben wir sie nie stoppen können“
Wie schon in Viertel Nummer zwei starteten die Bamberger auch nach der Pause gut. Nach zwei Dreiern in Folge von Cobe Williams brannte die Arena zu Beginn des dritten Viertels plötzlich wieder so richtig (43:56/23.) und Ulms Coach Ty Harrelson musste per Auszeit erst einmal die Bremse ziehen. Die Bamberger blieben jetzt dran und dank zwei verrückter Abschlüsse von Zach Ensminger war man bis auf 50:57 (26.) wieder dran. Nach zwei verworfenen Freiwürfen von Teo Milicic hätte man sogar die Möglichkeit haben können, noch weiter zu verkürzen, doch den Ball nach dem vergebenen Freiwurf angelte sich Ulms Christopher Ledlum, der Christian Sengfelder so den Dreier zum 50:60 auflegen konnte. Jetzt waren die Gäste wieder am Drücker. Angeführt von Mark Smith, der allein im dritten Viertel 14 seiner insgesamt 29 Punkte erzielte, gelang es den Ulmern, ihren Vorsprung wieder in Richtung Halbzeit-Niveau zu schrauben. Beim Stand von 61:76 ging es in die letzten zehn Minuten.
Hier brauchten die Ulmer gerade einmal drei Minuten, um endgültig für klare Verhältnisse zu sorgen. Mit einem 12:0‑Lauf zum Start in den Schlussabschnitt zog man auf 61:88 (33.) davon und sorgte bereits hier für die Vorentscheidung. Christian Sengfelder war es an alter Wirkungsstätte dann vorbehalten, gut zwei Minuten vor dem Ende mit einem Drei-Punkte-Spiel die Ulmer Punktausbeute dreistellig zu machen. Mit 83:106 unterlagen die BMA365 Bamberg Baskets am Ende dem deutschen Vizemeister, der auch ohne Nelson Weidemann und Thomas Klepeisz zu einem insgesamt hoch verdienten und damit vierten BBL-Sieg in Folge kam.
„Glückwunsch an Ulm zum Sieg. Wir waren heute nicht in der Lage, ihre Physis zu matchen. 106 Punkte und deren Dreierquote sind ein Beleg, dass wir nicht gut verteidigt haben und am Wurf nahezu immer die Hände unten hatten“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Defensiv haben wir sie nie stoppen können, außer vielleicht zu Beginn des dritten Viertels, als wir erstmals etwas aggressiv gespielt hatten. Ansonsten sind wir im Spiel immer nur dem Rückstand hinterhergelaufen. Auch mit unserer Offensive konnten wir uns nicht durchsetzen. Wir haben vieles nicht richtig gemacht und so sind unsere Abschlüsse immer in schwierigen und hart verteidigten Würfen geendet und so verliert man dann am Ende auch so deutlich dieses Spiel.“
Nur drei Tage nach dem Heimspiel gegen Ulm steht dem Team von Head Coach Anton Gavel bereits die nächste Aufgabe bevor. Erneut in eigener Halle bekommt man es am Dienstag, 30. Dezember, mit dem SYNTAINICS MBC zu tun. Tip-Off zum Spiel gegen die Wölfe aus Sachsen-Anhalt ist um 18:30 Uhr.
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Basketball Bundesliga
Vor vollem Haus spielen die Bamberg Baskets gegen den deutschen Vizemeister
Unmittelbar nach den Weihnachtsfeiertagen bekommen es die BMA365 Bamberg Baskets in der easyCredit Basketball Bundesliga am Samstagabend um 18:30 Uhr mit dem Deutschen Vizemeister zu tun.
Beim Heimspiel am 12. Spieltag gegen ratiopharm ulm können Head Coach Anton Gavel und seine Mannschaft dabei auf die bestmögliche Unterstützung ihrer Fans bauen, denn die BROSE ARENA wird a ausverkauft sein.
„Mit der Verpflichtung von Simon haben sich die Ulmer gut verstärkt und nachdem Ledlum nun wieder zurück ist, haben sie ihr kleines Tief überstanden. Der knappe Sieg zuletzt in Berlin spricht für sich und zeigt die Qualität, die in der Ulmer Mannschaft steckt“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Wir haben es in der letzten Saison gerade im zweiten Spiel bitterböse erleben müssen, wie schwierig es ist, gegen Ulm zu spielen. Wir sprechen über den Vizemeister der letzten Spielzeit und EuroCup-Teilnehmer, der nun über Weihnachten eine Woche Zeit hatte, um sich auf uns vorzubereiten. Umso schwieriger ist diese Aufgabe für uns, in der wir defensiv richtig herausgefordert sein werden. Offensiv ist es für uns an der Zeit, einmal über 40 Minuten in einer Partie abzuliefern.“
Natürlich ist das Spiel zwischen Ulm und Bamberg ein Wiedersehen alter Bekannter. Während es für Bambergs Head Coach Anton Gavel gegen jenen Club geht, mit dem er als Rookie-Head Coach gemeinsam mit dem nach wie vor als Co-Trainer in Ulm tätigen Tyron McCoy 2023 deutscher Meister wurde, kehren auf Ulmer Seite gleich zwei Ex-Bamberger zurück nach Freak City. Nelson Weidemann spielte in der Saison 2019//20 in Bamberg, Christian Sengfelder trug zwischen 2019 und 2023 das flammenrote Jersey.
Beide Teams gehen mit einer Siegesserie in diese Partie. Während die Bamberger mit Siegen gegen Heidelberg und in Jena die Aufgabe gegen Ulm angehen, hat das Team von Head Coach Ty Harrelson zuletzt drei BBL-Spiele in Serie für sich entscheiden können. Dem Auswärtserfolg in Jena (92:70) folgten zwei wahre Crunchtime-Siege. Zunächst besiegte man auf eigenem Parkett RASTA Vechta (77:75), ehe man am letzten Spieltag in der Hauptstadt bei ALBA BERLIN mit 67:66 den sechsten Saisonsieg verbuchen konnte. In der Vorsaison traf man zweimal in Bamberg aufeinander. Während die Bamberger das Duell im BBL-Pokal für sich entscheiden konnten, siegten die Ulmer Anfang des Jahres im BBL-Spiel.
Das Gesicht des Vizemeisters hat sich stark verändert. Herkenhoff, Jallow, Bretzel, Essengue, Saraf, Jessup oder auch Santos stehen nicht mehr im Kader. Nichtsdestotrotz ist es Sportdirektor Thorsten Leibenath und seinem Team wieder einmal gelungen, eine ambitionierte Mannschaft mit sehr interessanten Talenten zusammenzustellen, die von BBL-erfahrenen Spielern geführt wird.
Geblieben? Eigentlich ist er gekommen. Nach seiner schweren Verletzung, die er sich im EuroCup Spiel im Januar gegen Gran Canaria zugezogen hatte, war Thomas Klepeisz (34 Jahre – SG – 1,86 m) nach der zurückliegenden Saison vertragslos. Der langjährige Ulmer Mannschaftskapitän kämpfte sich in neun Monaten harter Arbeit aber zurück und erhielt Ende Oktober nun einen neuen Vertrag für diese Spielzeit. Bisher kam er nur in zwei Spielen zum Einsatz, in denen er im Schnitt 3,5 Punkte erzielte. Zu einer festen Größe im Team der Ulmer ist Tobias Jensen (21 Jahre – SG – 1,98 m) gereift. Der Däne überzeugte bereits in den Finals in der Vorsaison gegen den FC Bayern und knüpfte von Beginn der neuen Spielzeit an seine starken Leistungen an. Mit 10,9 Punkten pro Spiel sowie 3,5 Rebounds und 4,5 Assists ist er trotz seiner jungen Jahre eine wichtige Säule im Spiel der Ulmer. Auch Nelson Weidemann (26 Jahre – SG – 1,90 m) ist noch an Bord. Mit seiner immensen Energie kann er die komplette Mannschaft antreiben. Der Nationalspieler hat bereits über 200 BBL-Einsätze auf dem Buckel und gilt als ein extrem unangenehmer Verteidiger, der das Spiel der Ulmer sehr schnell machen kann. Zudem ist auch Alic Anigbata (21 Jahre – SF – 2,03 m) noch da.
Er kam aus Frankreich von EB Pau-Orthez und besticht durch seine aktuellen Statistiken: Christopher Ledlum (24 Jahre – PF – 2,04 m) ist der Topscorer der Ulmer und steuert im Schnitt 18,1 Punkte bei. Bei einer Effektivität von 19,1 schnappt er sich zudem 6,4 Rebounds und ist damit hinter Justin Simon (29 Jahre – SF – 1,93 m) zweitbester Rebounder des Teams. Simon wurde Mitte November nachverpflichtet und spielte vor vier Jahren bereits einmal kurz für die Ulmer. Bisher kam er in drei Spielen zum Einsatz und erzielte im Schnitt 11,0 Punkte und holte 8,3 Rebounds. Mit Mark Smiths (26 Jahre – SG – 1,93 m) und Malik Osborne (27 Jahre – C – 2,06 m) holte man BBL-erfahrene Spieler an die Donau. Smiths (44 BBL-Spiele) stand 22⁄23 in Göttingen unter Vertrag, Osborne (53 BBL-Spiele) spielte bereits in Chemnitz und in Rostock. Len Schoormann (23 Jahre – SG – 1,93 m), der vor Saisonbeginn aus Oldenburg nach Ulm gewechselt war, hat den Verein in Richtung Frankreich wieder verlassen. Mit dem Franzosen Mohamed Diakite (19 Jahre – PF – 2,08 m), dem Niederländer Endurance Aiyamenkhue (18 Jahre – C – 2,09 m), dem Franzosen Meissa Faye (17 Jahre – SF – 2,00 m) und dem Italiener Diego Garavaglia (18 Jahre – SF – 2,01 m) hat Ty Harrelson große Talente in seinem Team. Nicht zu vergessen ist der erst 17-jährige Teo Milicic (17 Jahre – PG – 1,92 m), der in seinen bisherigen fünf Spielen schon über 12 Minuten Einsatzzeit im Schnitt bekommen hat. Joel Cwik (19 Jahre – SG – 1,95 m), Namori Omog (19 Jahre – PG – 1,90 m) und Lenni Kunzewitsch (20 Jahre – PF – 2,05 m) komplettieren das Ulmer Team.
Nach den Abgängen von Karim Jallow, Philipp Herkenhoff und Nicolas Bretzel sowie der Verletzung von Thommy Klepeisz galt es in Ulm, die deutsche Achse im Team um Weidemann und Anigbata wieder zu stärken. Mit der Verpflichtung von Christian Sengfelder (30 Jahre – PF – 2,03 m) ist dies den Ulmern auch gelungen. Der gebürtige Leverkusener bringt Erfahrung aus 37 Länderspielen sowie 218 BBL-Einsätzen mit nach Ulm. Nach einem Jahr im Team der Telekom Baskets Bonn spielte er in der letzten Saison in Frankreich in Dijon. Seine aktuellen Statistiken: 10,7 Punkte und 4,5 Rebounds bei einer Effektivität von 13,1.
19 Jahre jagte Ty Harrelson selbst als Profi dem Basketball hinterher. Unter anderem spielte er in Finnland, Ungarn, Australien und auch in Deutschland. Nach einem Jahr beim TV Langen lenkte er als Spielmacher von 2006 bis 2008 den BBC Bayreuth. In der Saison 2009//10 war er in Osnabrück, ehe seine Spielerkarriere 2022 in Langen endete. 2022 übernahm Harrelson den Cheftrainerposten in Vechta, eher er RASTA 2024 in Richtung Ulm verließ.
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Siegesserie gerissen
Bamberg Baskets unterliegen Ulm
Die Bamberg Baskets haben ihre Nachholpartie des 3. Spieltags in der easyCredit Basketball Bundesliga verloren. Nach zuletzt vier BBL-Siegen in Folge unterlag das Team von Head Coach Anton Gavel am Donnerstagabend gegen ratiopharm Ulm mit 77:98 (38:46).
Nachdem Mannschaftskapitän Karsten Tadda bei den Bamberg Baskets bereits vor der Partie krankheitsbedingt passen musste, verletzte sich im Spiel auch noch Filip Stanić. Beim Kampf um den Ball wurde der Bamberger Center in der 36. Spielminute unglücklich vom Knie von Isaiah Roby im Gesicht getroffen und musste mit Verdacht auf Nasenbeinbruch das Spielfeld verlassen.
Vor 5.401 Zuschauern in der BROSE ARENA fanden die Bamberger nie wirklich zu ihrem Spiel und mussten den Gästen am Ende verdientermaßen den Sieg überlassen.
Die herausragenden Akteure in den Reihen von Ulm an diesem Abend waren Isaiah Roby mit 16 Punkten sowie die beiden 18-jährigen Ben Saraf (15) und Noa Essengue (13). Topscorer auf Seiten der Bamberger war Kyle Lofton mit 15 Zählern. Stark schlugen sich auch die beiden Bamberger Youngster. Gabriel Kuku steuerte sechs Punkte bei, Adrian Petković kam auf fünf und erzielte damit seine ersten BBL-Punkte.
Der Spielverlauf
Die Bamberger begannen die Partie mit Kyle Lofton (neben Segu, Watson, Horvath und Stanić), der für den erkrankten Karsten Tadda in die Startformation gerutscht war. Schnell war zu spüren, wie tief der Stachel der Pokal-Pleite bei den Ulmern noch saß, denn das Team von Ty Harrelson drehte von Beginn an richtig auf und so entwickelte sich vom Tip-Off weg eine äußerst physische Partie, in der auch die Schiedsrichter vieles auf beiden Seiten gleichermaßen laufen ließen. Den wohl spektakulärsten Korb der gesamten Partie erzielte Ulms Isaiah Roby bereits nach 91 Sekunden, als er bei ablaufender Shotclock einen Notwurf von der Mittellinie nehmen musste und den Ball ganz locker im Korb unterbrachte (2:5/2.). Bis Mitte des ersten Viertels war das Spiel recht ausgeglichen und beim Korberfolg von Kyle Lofton zum 14:13 (6.) hatte die Führung bereits fünf Mal hin und her gewechselt. Das Bamberger Spiel kam aber dennoch nicht richtig ins Laufen, da es den Ulmern mit ihrer gut gestaffelten Zonen-Press-Verteidigung gelang, den Ball vor allem aus den Händen von Ronaldo Segu fernzuhalten. In Kombination mit ihrer Rebound-Überlegenheit (7:14 im ersten Viertel) zogen die Ulmer nun etwas davon (14:19/8.). Der Dreier von Alfonso Plummer zum 16:23 resultierte aus einem Offensivrebound von Noa Essengue und markierte das Ergebnis nach den ersten zehn Minuten.
Die Intensität blieb weiterhin hoch und auch die Ulmer weiter in Führung. Stanić & Co. spielten sich zwar immer wieder heran (23:27/13.), doch die Ulm konterte umgehend (29:37/16.). Mit etwas mehr Nervenstärke von der Freiwurflinie hätten die Gäste hier sogar höher führen könne (5 von 10), so aber kamen die Bamberger wieder auf 33:37 heran (17.). Doch auch hier gaben Roby und Jallow schnell eine Antwort und die Ulmer lagen gut 60 Sekunden später wieder mit 33:42 in Führung (17.). Marcio Santos sorgte mit zwei erfolgreichen Freiwürfen für die erste zweistellige Gäste-Führung, die Filip Stanić mit einem Tip-In zum 38:46-Pausenstand nochmals etwas verkürzen konnte.
„Wir waren heute einfach nicht aggressiv genug”
Zum Start in die zweite Hälfte änderte sich zunächst nichts am Abstand beider Mannschaften (42:50/22.). Auch das vierte Foul gegen Karim Jallow (23.) konnte die Ulmer nicht beirren. Ganz im Gegenteil. Mit einem 14:1‑Run zogen die Gäste unwiderstehlich davon (43:64/28.) und das, obwohl mit Alfonso Plummer ihr Topscorer aus dem Pokalspiel (23 Zähler) überhaupt nicht in Schwung kommen wollte. Stattdessen waren andere Ulmer zur Stelle und sorgten mit einem starken dritten Viertel (13:26) beim 51:72 nach dreißig Minuten für klare Verhältnisse.
Die Bamberg Baskets aber gaben noch lange nicht auf. Gut zweieinhalb Minuten waren im Schlussabschnitt gespielt, als Gabriel Kuku mit seinem zweiten erfolgreichen Dreier an diesem Abend auf 59:74 verkürzte. Wenig später legte Kyle Lofton aus der Distanz zum 62:74 nach. Gästecoach Ty Harrelson zog mit einer Auszeit die Bremse und sein Team reagierte prompt. Zunächst schloss Roby den Angriff nach der Auszeit per Dunking ab und den Dreier auf der Gegenseite von Lofton konterte Essengue ebenfalls per Dreier zum 65:79 (34.). Besonders bitter aus Bamberger Sicht dann die Situation 4:49 Minuten vor dem Ende, als Filip Stanić plötzlich mit blutender Nase auf dem Boden saß. Vom Knie von Isaiah Roby im Gesicht getroffen musste der Bamberger Center mit vermutlich gebrochener Nase das Spielfeld verlassen. Direkt nach dieser Situation gaben die Gäste nochmals Gas und sorgten mit einem 13:3‑Run beim 68:92 (38.) für ihre höchste Führung und die Entscheidung an diesem Abend.
„Glückwunsch an Ulm zum verdienten Sieg. Wir waren heute einfach nicht aggressiv genug und haben uns durch die Ulmer Verteidigung aus unseren Plays herausnehmen lassen. Wir haben 98 Punkte zugelassen, bei einer Trefferquote von 71 Prozent bei den Zweiern wobei auch viele einfach Layups dabei waren, die einfach nicht passieren dürfen“, sagte Bambergs Head Coach Anton Gavel nach dem Spiel. „Offensiv haben wir selbst nie in unseren Rhythmus gefunden und sind von Anfang an einem Rückstand hinterhergelaufen. Wir sind jetzt wieder auf dem Boden der Tatsachen und jetzt gilt es schnellstmöglich die nötige Energie zu bekommen für das Spiel am Montag.“
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Bamberg Baskets
Heimspielauftakt 2025 gegen Ulm
Nach Bonn, Heidelberg, Chemnitz und Würzburg wartet am zweiten Tag des neuen Jahres das nächste Spitzenteam der easyCredit Basketball Bundesliga auf die Bamberg Baskets. In der heimischen BROSE ARENA heißt der Gegner für das Team von Head Coach Anton Gavel diesmal ratiopharm ulm.
Dieses Spiel gab es in Freak City in dieser Saison schon einmal. Damals aber standen sich beide Mannschaften im Achtelfinale des BBL-Pokals gegenüber. Am 12. Oktober siegten die Bamberger in einem hochklassigen Pokalfight am Ende hauchdünn durch einen Buzzer Beater von Ronaldo Segu mit 103:100 und warfen die Ulm aus dem Wettbewerb.
Doch nicht nur die Erinnerung an das Pokal-Spiel dürfte den Gästen in dieser Nachholpartie des 3. BBL-Spieltages am Donnerstag ab 20:00 Uhr Motivation für das Re-Match in Bamberg geben. Auch die beiden zuletzt unglücklichen Niederlagen (gegen Heidelberg 67:69 und in Frankfurt 85:87) wird das Team von Head Coach Ty Harrelson vergessen machen wollen. Auf der anderen Seite werden Karsten Tadda & Co. wieder alles geben, um ihre Siegesserie von vier gewonnenen BBL-Spielen in Folge weiter am Laufen zu halten.
Die Jugend bei Ulm im Team
Noa Essengue
Erst vor wenigen Tagen, genauer gesagt am 18. Dezember, wurde der Franzose Noa Essengue 18 Jahre alt. Nach seinen basketballerischen Anfängen bei Orléans Loiret wechselte er ans Leistungszentrum INSEP, das Basket Institut National du Sport, de l’Expertise et de la Performance, wo er viel Aufmerksamkeit auf sich zog und von ASVEL Lyon-Villeurbanne heiß umworben wurde. Der Franzose aber entschied sich fürs Ausland und wechselte nach Ulm, wo er in seinem zweiten Jahr ein fester Bestandteil des Profiteams ist. Vor allem der Oktober dieser Saison hatte es für Essengue in sich. Beim USA-Trip der Ulmer nach Oregon erzielte er im Freundschaftsspiel bei den Portland Trail Blazers 20 Punkte und holte acht Rebounds. Zudem stand er ebenfalls im Oktober erstmals für die Équipe Tricolore auf dem Parkett und bestritt gegen Zypern sein erstes Länderspiel für Frankreich. In der bisherigen BBL-Spielzeit steuert er für die Ulmer in 22:11 Minuten Spielzeit 7,1 Punkte und 4,1 Rebounds bei.
Frederik Drejer Erichsen
Der Däne Frederik Drejer Erichsen gilt als eines der größten europäischen Talente des Jahrgangs 2006. Vor seinem Wechsle nach Ulm spielte er beim Bamberger ENBL-Konkurrenten in Aarhus, wo der 206 Zentimeter lange Guard nicht nur aufgrund seiner Körpergröße groß aufspielte. In der dänischen Liga holte er für die Bakken Bears im Schnitt beeindruckende 7,3 Punkte, 1,3 Rebounds und 1,7 Assists pro Spiel. Für die Ulmer-Bundesligamannschaft hat er zwar noch keine Partie bestritten, aber in der ProA zählt er zu den Stützen der OrangeAcademy. Bislang bringt er es im Ulmer Farm-Team auf 12,3 Punkte, 4,6 Rebounds und 2,4 Assists pro Partie. Mit dem bereits 20-jährigen Tobias Jensen ist Erichsen der zweite dänische Youngster im Team der Ulmer.
Ben Saraf
Dem 18-Jährigen Ben Saraf wurde der Basketballsport quasi in die Wiege gelegt. Seine Mutter Ella Amir war israelische Nationalspielerin und auch Sarafs Vater Yadid spielte Basketball in der ersten israelischen Liga. Nach Stationen in seinem Heimatland entschied sich der Guard für einen Wechsel nach Deutschland und unterschrieb in Ulm. Hier bekommt er von Head Coach Ty Harrelson gleich in seinem ersten Jahr mit durchschnittlich gut 21 Minuten viel Spielzeit, die er auch zu nutzen weiß. 11,4 Punkte, 3,5 Rebounds und 3,3 Assists bei einer Effektivität von 10,8 sind für einen 18-jährigen Liganeuling höchst beachtlich. Sowohl 2022 bei der U16- als auch 2024 bei der U18-Europameisterschaft stand er an der Spitze der Korbschützenliste. Bei der U18-EM wurde er zum wertvollsten Spieler gewählt.
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BBL-Pokal
Gegen Ratiopharm Ulm: Segu buzzert Baskets ins Viertelfinale
Die Schlusssirene war noch nicht verstummt, da stand die Brose Arena nach der sehr punktereichen BBL-Achtelfinal-Partie zwischen den Bamberg Baskets und Ratiopharm Ulm bereits Kopf. Ein Dreipunktewurf von Ronaldo Segu war mit Ablauf der Spielzeit im Ulmer Korb eingeschlagen und hatte die Bamberger ins Viertelfinale befördert.
Das BBL-Achtelfinal-Spiel zwischen den Bamberg Baskets und Ratiopharm Ulm war nichts für schwache Nerven, wie die Baskets mitteilen. Vor 3.826 Zuschauer:innen sah zunächst alles nach einer Bamberger Niederlage aus. Ab der zweiten Halbzeit entwickelte sich die Partie jedoch zu einem echten Pokal-Krimi.
Die bislang noch ungeschlagen nach Bamberg angereisten Ulmer erwischten dabei den deutlich besseren Start. Offensiv getragen durch Justinian Jessup und Isaiah Roby führten die Gäste schnell mit 11:4 (4. Minute). Auch eine Bamberger Auszeit mochte zunächst wenig an der Tatsache ändern, dass die Ulmer beim Rebound (2:12 im ersten Viertel) oder auch an anderen freien Bällen meist schneller waren.
Die Bamberger aber kämpften und angeführt von Ronaldo Segu (sieben Punkte, drei Assists im ersten Viertel) kam man nach einem Dreier von KeyShawn Feazell auf 19:21 (8. Minute) wieder heran.
Bei Ratiopharm Ulm lief allerdings ein weiterer Spieler bereits früh heiß. Alfonso Plummer traf alle seine Würfe im ersten Viertel (darunter drei Dreier). Mit elf Punkten in nicht einmal vier Minuten Spielzeit stand er nach dem ersten Abschnitt bei einer Effektivität von 14 und verhalf seinem Team nach zehn Minuten zu einer 31:21-Führung.
Auch die ersten Minuten des zweiten Viertels gehörten Ratiopharm Ulm. Beim Stand von 25:40 (13. Minute) musste Anton Gavel bereits seine zweite Auszeit verwenden. Dann fanden die Bamberger aber besser ins Spiel. Nicht zuletzt dank starker Impulse unter anderem von Gabriel Kuku und Kevin Wohlrath begannen sie, sich in dieses Spiel hineinzuarbeiten. Mit einem 17:6‑Lauf kamen die Baskets nach einem Dreier von Kevin Wohlrath beim 42:46 (18. Minute) wieder nahe an Ulm heran. Die Gäste lagen zur Pause jedoch noch immer vorne (46:51).
96:96 59 Sekunden vor dem Ende
In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild. Denn mit acht Punkten von Kevin Wohlrath waren die Baskets nach vier gespielten Minuten der zweiten Halbzeit bis auf 57:58 dran. Das Publikum sah nun ein intensiv geführtes und spannendes Spiel.
Es dauerte aber noch weitere drei Minuten, ehe die Hausherren in diesem Pokalfight erstmals in Front lagen. Mit drei Abschlüssen in Serie sorgte Ibrahim Watson für das 63:62. Nun kochte die Halle endgültig. Das Spiel wogte weiter hin und her und am Ende des dritten Viertels lagen die Baskets vorne (71:69).
Mit ihren Fans im Rücken gelang den Bambergern dann ein kleiner Zwischenspurt. Nach einem Dreier von Kyle Lofton konnte sich die Mannschaft bis auf 83:74 (35. Minute) absetzen. Die Ulmer aber gaben sich noch nicht geschlagen und nahmen ihrerseits erneut Fahrt auf.
Vor allem Justinian Jessup und Alfonso Plummer entwickelten sich in der Schlussphase zum Alptraum der Bamberger Verteidigung. Immer wieder trafen sie auch schwierigste Würfe und so war 59 Sekunden vor dem Ende noch lange keine Entscheidung gefallen (96:96).
Die Bamberger aber konnten stets vorlegen. Nach einem erfolgreichen Freiwurf von Kyle Lofton führten die Baskets fünf Sekunden vor dem Ende mit 100:98. Ulms Marcio Santos glich bei noch zwei Sekunden Restspielzeit auf 100:100 aber erneut aus.
Dann rief Anton Gavel zu seiner letzten Auszeit, um den letzten Wurf mit seinem Team zu besprechen. Ronaldo Segu übernahm danach den Einwurf und passte den Ball zu Ibrahim Watson in die Ecke. Schnell kam der Ball zum mittlerweile ins Feld gelaufenen Segu zurück, der bei noch knapp einer Sekunde auf der Uhr den Ball in Richtung Ulmer Korb warf. Dort schlug dieser ein und zappelte zum viel umjubelten 103:100-Endstand im Netz. Bamberg hatte gewonnen und das BBL-Pokal-Viertelfinale erreicht.
Auf wen die Bamberg Baskets dort nun am 7. oder 8. Dezember treffen werden, entscheidet sich am Sonntag (20. Oktober) im Anschluss an das letzte Achtelfinale zwischen den Telekom Baskets Bonn und dem FC Bayern München.
Trainerstimmen zum Spiel
Ty Harrelson, Coach von Ratiopharm Ulm, sagte nach dem Spiel: „Zunächst einmal war es ein fantastisches Basketballspiel. Beide Mannschaften haben den Ball heute sehr gut geworfen. Uns hätte es gelingen müssen, mehr Stopps zu generieren, denn 103 zugelassene Punkte in 40 Minuten sind einfach zu viel. Zudem haben wir nur 57 Prozent unserer Freiwürfe getroffen, was bei einem Spiel, das du mit einem Wurf in letzter Sekunde verlierst, ganz einfach nicht genug ist. Hier hätten wir einfach besser treffen müssen.“
Und Bambergs Anton Gavel sagte: „Es ist ein enorm wichtiger Sieg für uns und deshalb Glückwunsch an die Mannschaft. Wir haben das Spiel katastrophal angefangen, lagen mal wieder mit 15 Punkten hinten und hatten keinen Zugriff auf das Spiel. Die Ulmer haben ihre Würfe getroffen und wir haben ihnen viele freie Möglichkeiten gestattet. Im zweiten Viertel haben wir uns dann ins Spiel reingekämpft. Auch dank Spielern wie Gabriel Kuku, der in seinen nur 1:44 Minuten Einsatzzeit enorm viel Druck gemacht hat und so dann auch das Momentum mit geändert hat. Jeder, der ab dann ins Spiel kam, hat seinen Beitrag geleistet und so haben wir uns dann auch in der zweiten Halbzeit deutlich verbessert. Unsere Defense war zwar nicht da, wo sie hätte sein sollen, Ulm jedoch hat auch viele schwierige Würfe getroffen, aber am Ende hatten wir dann auch das nötige Glück auf unserer Seite.“
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Ex-Club von Anton Gavel
BBL-Pokal: Bamberg Baskets erwarten Ulm
Morgen treten die Bamberg Baskets zu Hause im BBL-Pokal gegen Ratiopharm Ulm an. Die Ulmer sind in der bisherigen Saison ungeschlagen und der Ex-Club von Baskets-Trainer Gavel.
Die erfolgreiche Partie der ersten Runde im BBL-Pokal beim ProA-Meister in Karlsruhe hatte Anton Gavel, Trainer der Bamberg Baskets, als die wohl schwerste überhaupt mögliche Aufgabe der ersten Runde bezeichnet. Blickt man nun, vor dem Pokal-Achtelfinale der Baskets gegen Ratiopharm Ulm am Samstag (12. Oktober) in der heimischen Arena, könnte man abermals zu dieser Einschätzung kommen. Alle ihre sechs bisherigen Pflichtspiele haben die Ulmer gewonnen. Weitere Brisanz kommt durch die Tatsache hinzu, dass Anton Gavel vor seiner Anstellung in Bamberg Trainer in Ulm war.
Die Favoritenrolle ist vor diesem Pokal-Achtelfinale also scheinbar klar vergeben. Doch Baskets-Power-Forward Moritz Krimmer, dessen Basketballkarriere in Ulm begann, kennt einen Aspekt, der für seine Mannschaft spricht. „In solchen Spielen in eigener Halle spielen zu können, ist ein wahnsinniger Vorteil.“
Und Anton Gavel (lesen Sie hier das Stadtecho-Interview mit ihm) sagt: „Wir treffen auf eine Mannschaft, die bislang noch ungeschlagen ist und mit sehr viel Selbstvertrauen agiert. Sowohl international als auch auf nationalem Parkett spielen sie sehr guten Basketball. Während wir jetzt eine längere Pause hatten, hatten sie doch viele Spiele vor der Brust. Natürlich ist dieses Spiel für mich persönlich ein ganz spezielles, aber es geht ja hier nicht um mich. Wir freuen uns alle auf dieses Spiel.“
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Bamberg unterliegt Deutschem Meister mit 90:106
Nur eine Halbzeit auf Augenhöhe mit Ulm
Mit 90:106 (53:52) haben die Bamberg Baskets ihr Gastspiel bei ratiopharm ulm verloren. In der mit 6.000 Zuschauern ausverkauften ratiopharm arena unterlagen die Bamberger am Samstagabend dem amtierenden Deutschen Meister aufgrund eines fehlerreichen dritten Viertels.
Insgesamt neun Ballverluste leisteten sich die Baskets allein in den dritten zehn Minuten der Partie, welcher Ulm mit einem 15:0‑Run in nur 3:29 Minuten zum 69:55 (25.) die entscheidende Wendung gab. Nach der Heimniederlage gegen Primus Bayern München am Ostersonntag zogen die Bamberg Baskets jetzt auch in Ulm gegen den amtierenden Deutschen Meister den Kürzeren.
Vor allem Ulms Trevion Williams machte den Bambergern schwer zu schaffen. Fünf seiner sieben Dreipunkte-Würfe fanden das Ziel. Am Ende hatte der Center 26 Punkte und neun Rebounds auf seinem Konto und war mit einer Effektivität von 29 der beste Spieler auf dem Platz. Topscorer auf Seiten der Bamberg Baskets waren Filip Stanić und Zach Copeland mit je 17 Zählern. „Uns haben heute unsere Ballverluste sehr weh getan. Viele der Ulmer Punkte sind aus sogenannten Live-Turnover entstanden“, resümierte Bambergs Filip Stanić nach der Begegnung. „Das ist sicherlich einer der Hauptgründe, warum wir hier verloren haben. Die erste Halbzeit war okay. Da haben wir bis auf die Ballverluste sehr gut gespielt. Mit der Energie der ersten Hälfte hätten wir auch die zweite weiterspielen sollen. Ich hatte aber irgendwie das Gefühl, dass uns da eben die Energie ein wenig gefehlt hat, und so wurden wir in dieser Phase von den Ulmern buchstäblich überrollt.“
Ausgeglichene erste Halbzeit
Beide Teams waren offensichtlich bereit für diese Partie und legten von der ersten Sekunde an sofort mit hohem Tempo los. Die ersten zwei Dreier fielen auf beiden Seiten. Extrem heiß im Team der Baskets in dieser Anfangsphase war Zach Copeland. Beim 8:8 (3.) hatte der Shooting Guard alle Punkte der Baskets erzielt. Die 6.000 Zuschauer in der Arena bekamen ein unterhaltsames Spiel geboten, bei dem die Führung häufig wechselte. Nach dem Sprungwurf-Treffer von Thomas Klepeisz zum 22:19 (7.) gelang den Bambergern ein 14:5‑Run und dank insgesamt sieben erfolgreicher Dreier im ersten Viertel (bei neun Versuchen) lag man 30 Sekunden vor Ende des Viertels mit 33:27 in Front. Juan Nunez stellte mit zwei Freiwürfen den Zwischenstand nach dem ersten Abschnitt her (33:29).
Das Tempo blieb auch im zweiten Viertel weiterhin hoch und die Baskets behaupteten ihren kleinen Vorsprung (39:34/13.). Dreier von Williams und de Paula in den beiden folgenden Angriffen ließen die Ulmer jedoch wieder in Führung gehen (40:39/14.). Zudem vergaben die Gäste aus Freak City nun im Abschluss auch die ein oder andere gute Möglichkeit leichtfertig, wodurch die Gastgeber sich etwas absetzen konnten (45:41/15.). Doch auch bei den Ulmern ging in dieser Phase nicht jeder Wurf in den Korb und so war es Justin Gray, der mit seinem vierten Dreier ein weiteres Mal die Führung die Seite wechseln ließ (46:45/16.). Quasi im Gleichschritt ging es danach bis zum 53:52-Halbzeitstand.
„Mit einem deutlichen dritten Viertel gewinnt Ulm verdient das Spiel“
Karim Jallow eröffnete für Ulm die zweite Halbzeit mit einem Korbleger, den Filip Stanić auf der anderen Seite umgehend mit dem insgesamt 18. und somit vorletzten Führungswechsel zum 55:54 (22.) konterte. Hier riss nun jedoch der Faden des Bamberger Spiels komplett. Ein Ballverlust jagte den nächsten und die Ulmer starteten einen 15:0‑Run, der sie nach nur 4:31 gespielten Minuten in der zweiten Hälfte mit 69:55 in Führung brachte, welche sie bis zum Spielende auch nicht wieder hergeben sollten. Die Halle tobte und das Team von Head Coach Anton Gavel baute seinen Vorsprung infolge des bereits 13. Bamberger Turnover noch ein wenig weiter bis zum 75:58 (26.) aus. Insgesamt leisteten sich die Baskets allein in diesem Viertel neun Ballverluste und so lag man nach 30 Minuten mit 66:79 zurück.
Ein Dreier zu Beginn des Schlussviertels von Kevin Wohlrath ließ den Rückstand nochmals auf zehn Zähler schrumpfen. Klepeisz, de Paula & Co. waren jedoch sofort zur Stelle und gaben die passende Antwort. Mit einem 14:0‑Run zum 93:69 (33.) sorgte man hier für die Vorentscheidung. Die Mannschaft von Head Coach Arne Woltmann gab sich aber keineswegs auf und stemmte sich nochmals dagegen. Bis auf 86:98 (38.) konnte man so nochmals verkürzen. Am Ende stand jedoch ein verdienter 106:90-Heimsieg des Deutschen Meisters.
„Mit einem deutlichen dritten Viertel gewinnt Ulm verdient das Spiel. In der zweiten Halbzeit haben wir 14-mal den Ball verloren, zehn davon waren Ulmer Steals, diese mündeten meist in Fastbreak-Punkte“, resümierte Bambergs Head Coach Arne Woltmann. „Dadurch hat sich Ulm in einen Rausch gespielt, aber generell haben sie über die gesamte Dauer konstant gescort. Wir hingegen haben nach einer guten ersten Halbzeit für eine Phase den Kopf verloren.“
Der Head Coach von ratiopharm ulm, Anton Gavel, der ab der kommenden Saison in Bamberg auf der Kommandobrücke stehen wird, sah seine Mannschaft als in der ersten Halbzeit „defensiv nicht existent, gerade im ersten Viertel. Dort gelangten wir keinen Zugriff und ließen den Gegner heiß laufen. Bamberg hat es in der ersten Hälfte gut gemacht, darauf haben wir im dritten Viertel eine Reaktion gezeigt. Wir waren deutlich aggressiver, haben mehr Ballverluste forciert und daraus einfache Punkte kreiert – somit war das dritte Viertel für uns spielentscheidend.“
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Basketball
Bamberg Baskets spielen gegen den deutschen Meister
Zum 27. Spieltag in der Basketball-Bundesliga treffen die Bamberg Baskets heute Abend auf den amtierenden deutschen Meister Ratiopharm Ulm – die Mannschaft, die von Bambergers nächstem Trainer betreut wird.
Nach der Niederlage gegen den Tabellenführer FC Bayern München am vergangenen Wochenende bekommen es die Bamberg Baskets heute Abend (6. April) mit einem weiteren starken Gegner zu tun. Auswärts trifft die Mannschaft auf den amtierenden deutschen Meister Ratiopharm Ulm.
Im Hinspiel am 19. Januar konnten die Baskets drei Halbzeiten lang mithalten, ehe ihnen das Spiel im Schlussabschnitt entglitt. Nach 30 Minuten lag Bamberg noch mit 63:62 in Führung, aber dann spielten die Ulmer ein sehr konzentriertes Schlussviertel und gewannen das Spiel noch mit 84:76.
Bambergs Coach Arne Woltmann sagte vor dem Spiel: „Ulm ist ohne Zweifel eine extrem gefährliche Mannschaft mit sehr viel Talent. Sie können sehr schnell spielen und dadurch viele Punkte kreieren, sind mit ihrer guten Ballbewegung aber auch im Halbfeld in der Lage, Spiele zu dominieren. Mit durchschnittlich 91 Punkten pro Spiel sind sie die zweitbeste Offensiv-Mannschaft der Liga.“ Entsprechend müsse am diszipliniert spielen und gut verteidigen. „Es wird darauf ankommen, dass wir uns wirklich richtig reinhauen und zusehen, dass wir keine leichten Punkte abgeben und deren Ballbewegung stoppen.“
Mit einer Bilanz von 17 Siegen und neun Niederlagen belegen die Ulmer in der Tabelle der BBL im Moment Position sechs und wären damit direkt für die Playoffs qualifiziert. Bamberg liegt auf Platz elf in einiger Entfernung zu den Playoff-Plätzen.
Für einen Ulmer dürfte die Partie unterdessen eine besondere werden. Schließlich empfängt Ulms Coach Anton Gavel mit seiner Mannschaft heute Abend jenes Team, das er ab der nächsten Saison als Cheftrainer betreuen wird. Wie Gavel aber in seinem Statement zum Wechsel nach Bamberg betonte, gilt sein Fokus bis zum Saisonende zu ausschließlich dem deutschen Meister Ulm.
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Basketball-Bundesliga
Schwache Schlussphase: Bamberg Baskets verlieren gegen Ratiopharm Ulm
Die Bamberg Baskets haben das Kräftemessen gegen den amtierenden Deutschen Meister Ratiopharm Ulm am Freitagabend mit 76:84 verloren. Eine Schwächephase kurz vor dem Ende kostete den Bambergern das Spiel.
Die erste schlechte Nachricht gab es für die Bamberg Baskets bereits vor dem Spiel am Freitagabend (19. Januar) gegen Ratiopharm Ulm. Justin Gray hatte sich beim Spiel laut Angaben von Teamarzt Dr. Eike Schuster bei der Niederlage gegen den FC Bayern München Basketball an der Hand verletzt. Gray wird für mehrere Wochen ausfallen.
Mit einer ähnlich negativen Note endete das Spiel für Bamberg, als sich die Mannschaft wenige Minuten vor Schluss das Spiel vollständig aus den Händen nehmen ließ.
Rückstand für Bamberg zur Pause
Ratiopharm Ulm, ohne Topscorer Karim Jallow in Bamberg angetreten, fand in der Brose Arena vor 5.513 Zuschauerinnen und Zuschauern schnell in die Partie des 17. Spieltags der Basketball-Bundesliga (6:2, nach 2. Minuten). Die mit Trey Woodbury, Kasten Tadda, Zach Copeland, Adrian Nelson und Filip Stanić in die Partie gestarteten Baskets zogen aber nur kurze Zeit später nach.
Das bereits zweite Foul von Ulms Center Trevion Williams nach gerade einmal 154 Sekunden spielte den Baskets zudem ein wenig in die Karten und so brachte der Dreier von Zach Copeland beim 7:6 die erste Bamberger Führung.
Das Team von Trainer Oren Amiel machten sich das Leben allerdings selbst schwer. Viele Ballverluste (allein Copeland produzierte vier im ersten Viertel) stoppten das Bamberger Angriffsspiel immer wieder. Die Ulmer setzten hingegen zu einem Zwischenspurt an und zogen mit 17:9 (6. Minute) erstmals davon. Eine Minute vor Viertelende hatte dieser Acht-Punkte-Rückstand nach wie vor Bestand, ehe EJ Onu für Bamberg auf 18:21 verkürzen konnte.
Der Start ins zweite Viertel gehörte den Baskets. Malik Johnson brachte seine Mannschaft mit starkem Drive zum Korb mit 24:23 in Führung. Entsprechend holte Ulms Coach Anton Gavel, in Bamberg noch als ehemaliger Spieler bekannt, seine Mannschaft zur Auszeit zusammen. Im Anschluss tat sich offensiv auf beiden Seiten in den nächsten zweieinhalb Minuten jedoch erst einmal nichts.
Dann jedoch schlug Ulms Thommy Klepeisz binnen kurzer Zeit gleich zweimal per Dreier zu. Nunez und Figueroa legten ebenfalls von jenseits der 6,75-Meter-Linie nach und die Gäste führten mit 35:26 (16. Minute).
Mit der Unterstützung der Fans im Rücken blieben die Baskets aber dran und Malik Johnson verkürzte 58 Sekunden vor der Pause auf 36:39. Ulms Bester, Trevion Williams, versenkte den Ball jedoch zwei weitere Male im Bamberger Korb und so ging es beim Stand von 36:43 in die Kabinen.
Bamberg gibt Spiel aus der Hand
Aus diesen kamen erneut die Baskets stärker zurück. Nach etwas mehr als drei Minuten war der Rückstand nahezu egalisiert (46:47, 24. Minute). Ulm aber wehrte sich und L.J. Figueroa beendete einen 10:2‑Lauf seines Teams zum 57:48 (26. Minute).
Nun aber folgte die wohl stärkste Phase der Bamberger, die den Run der Gäste mit einem eigenen konterten. Ein krachender Alley-oop-Dunk von EJ Onu markierte den Abschluss des Bamberger 15:5‑Laufs und brachte ihnen eine 63:62-Führung nach dreißig Minuten ein.
Fünf Mal wechselte die Führung zu Beginn des Schlussabschnitts hin und her. Einen Dreier von Trey Woodbury zum 68:67 (33. Minute) konterte Thomas Klepeisz ebenfalls mit einem Distanzwurf.
Dann verloren die Bamberg Baskets binnen weniger Minuten jedoch den Anschluss ans Spiel. Ratiopharm Ulm setzte zu einem weiteren Lauf an – dem spielentscheidenden. Geduldig suchten und nutzten die Gäste dabei ihre Chancen. Den Baskets gelangen hingegen nur noch zwei weitere Punkte in den folgenden Minuten. Der so entstandene 14-Punkte-Rückstand (70:84, 38. Minute) bedeutete letztlich die Entscheidung zugunsten des Meisters – Ulm gewann mit 76:84.
Durch die Niederlage ist Bamberg in der Tabelle um einen Platz gefallen und steht nun auf dem 13.
Trainerstimmen
Anton Gavel sagte nach den Spiel: „Wir sind zufrieden mit dem Sieg. Nach den Niederlagen, die wir in der letzten Zeit kassiert haben, war es besonders wichtig, heute auswärts zu gewinnen. Wir hatten ein einige Verletzungsprobleme, aber wie ein paar Jungs heute in die Bresche gesprungen sind, war top. Wir sind glücklich, dass wir hier bestehen konnten. Wir hatten uns vorgenommen, egal ob jetzt schön oder eben nicht, zu gewinnen. Als Bamberg dann im letzten Viertel noch einmal aufkam, war es enorm wichtig, dass wir die passenden Antworten hatten und Stopps generiert haben.“
Und Oren Amiel sagte: „Ulm hat gezeigt, warum sie eines der besten Teams in der Liga sind. Sie haben sehr ruhig und überlegt gespielt. Selbst als wir wieder dran waren, haben sie nie die Ruhe verloren und das ganz cool gelöst. Sie haben in dieser Phase viel besser gespielt, als uns das gelungen ist. In nur drei Minuten des Spiels hat sich Ulm abgesetzt und die Partie gewonnen. Wir waren einen Punkt in Führung und dann haben sie einen Run aufs Parkett gebracht, den wir auch mit zwei Auszeiten nicht stoppen konnten.“
Am kommenden Wochenende starten die Bamberg Baskets dann auswärts in die Rückrunde. Der 18. Spieltag führt die Mannschaft nach Niedersachsen, wo sie am Samstag Uhr bei den Basketball Löwen Braunschweig zu Gast sein wird.
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Saisonvorbereitung
Testspiel: Bamberg Baskets verlieren gegen Ratiopharm Ulm
Mit 94:84 haben die Bamberg Baskets ihr Testspiel am Samstagnachmittag (9. September) beim Ratiopharm Ulm verloren. Nicht zuletzt wegen eines schwachen ersten Viertels mussten sich die Bamberger dem amtierenden Deutschen Meister geschlagen geben.
Nachdem der Test gegen Crailsheim am 6. August noch siegreich ausging, haben die Bamberg Baskets im nächsten Spiel der Saisonvorbereitung nun gegen Ratiopharm Ulm verloren.
So starteten die Ulmer stark in die Partie, wie die Bamberg Baskets mitteilten. Ein 10:0‑Lauf des Meisters brachte die Baskets schnell und deutlich mit 15:3 in Rückstand. Am Ende des ersten Viertels hatten sich die Ulmer Gastgeber bereits mit 27:10 abgesetzt. Sieben Ballverluste, die sich die Baskets im ersten Abschnitt leisteten, hatten ihr Übriges dazu beigetragen.
Das zweite Viertel begannen die Bamberg Baskets allerdings ihrerseits mit einem Lauf. Eine 12:0‑Ausbeute, machte aus einem zwischenzeitlichen 29:13 ein 29:25. Bamberg war zurück im Spiel. Da die Ulmer aber beim Rebound leicht überlegen waren und die Bamberger Feldwurfquote mit 13 von 33 Versuchen unterdurchschnittlich lag, konnte der insgesamt deutlich effektiver spielende Meister bis zur Pause jedoch wieder etwas davonziehen (46:36).
Nach dem Seitenwechsel sah das Publikum eine ausgeglichenere Partie, in der sich die Bamberger wieder bis auf drei Zähler Rückstand herankämpfen konnten. Ohne Karsten Tadda, Patrick Heckmann, Kevin Wohlrath und Trey Woodbury mussten die Baskets die Ulmer zum Ende des Viertels dann allerdings wieder davonziehen lassen. Nach 30 Minuten lag Bamberg mit 68:59 zurück.
Zu Beginn des Schlussabschnitts erhöhte Ratiopharm Ulm die Intensität erneut. Bamberg Trainer Oren Amiel wechselte weiterhin fleißig durch, was zwar allen seinen Spielern Spielzeit ermöglichte, aber nicht dazu führte, Ulm einzuholen. Die Baden-Württemberger legten einen 18:9‑Lauf zum 88:68 hin. Die Baskets konterten noch mit einer 16:8‑Strähne – am Ende mussten sie sich dem Meister aber geschlagen geben. Ulm fuhr mit 94:84 einen Start-Ziel-Sieg ein.