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Bas­ket­ball Bundesliga

BMA365 Bam­berg Bas­kets gewin­nen auch Spiel 3 in Ulm und ste­hen im Halbfinale!

Die BMA365 Bam­berg Bas­kets ste­hen in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga im Play­off-Halb­fi­na­le. Nach den bei­den Heim­sie­gen zum Auf­takt der Best-of-five-Serie gewann das Team von Head Coach Anton Gavel am Sams­tag­nach­mit­tag auch Spiel 3 bei ratio­ph­arm ulm mit 96:87 und zog so mit einem sou­ve­rä­nen 3:0 in die nächs­te Run­de ein.

Den Grund­stein für den drit­ten Sieg im drit­ten Spiel in der Vier­tel­fi­nal-Serie leg­ten die Bam­ber­ger wie­der ein­mal im drit­ten Vier­tel. Mit 32:19 gewan­nen die Bam­ber­ger die drit­ten zehn Minu­ten und zogen somit auf 79:66 davon. Vor 5.798 Zuschau­ern in der ratio­ph­arm are­na gab Kapi­tän Ibi Wat­son von Spiel­be­ginn an den Takt vor und erziel­te 13 sei­ner am Ende 28 Punk­te (stell­te damit sei­ne BBL-Best­leis­tung ein) bereits im ers­ten Abschnitt. Demar­cus Demo­nia (17) sowie Cobe Wil­liams und Aus­tin Crow­ley (bei­de je 11) punk­te­ten eben­falls zwei­stel­lig für das Team aus Freak City. Wie schon in Spiel 2 war Mark Smith (21 Punk­te) auch dies­mal der bes­te Ulmer Score des Spiels.


Der Spiel­ver­lauf

Natür­lich star­te­te Head Coach Anton Gavel auch dies­mal wie­der mit sei­ner gewohn­ten Start­ing Five in die­ses Spiel und Wil­liams, Bal­int, Wat­son, Demo­nia und Onu fan­den offen­siv schnell zu ihrem Rhyth­mus. Gleich die ers­ten Wür­fe fie­len und so führ­te man nach Drei­ern von Richard Bal­int und Ibi Wat­son nach noch nicht ein­mal 90 Sekun­den mit 6:2. Der Tsche­che muss­te das Spiel­feld dann jedoch schon wie­der ver­las­sen, hat­te er sich hier bereits sein zwei­tes Foul ein­ge­fan­gen. Auch die Ulmer zeig­ten sich stark und gli­chen durch ein And-One von Chris Led­lum zum 8:8 (4.) aus. Der nächs­te Drei­er von Ibi Wat­son sowie drei ver­wan­del­te Frei­wür­fe von Demar­cus Demo­nia brach­ten die BMA365 Bam­berg Bas­kets Mit­te des ers­ten Vier­tels wie­der mit 15:10 in Füh­rung. Doch auch dies­mal ant­wor­te­ten die Ulmer umge­hend. Kei­ne zwei­ein­halb Minu­ten brauch­ten die Ulmer, um nach einem 10:0 Run selbst mit 5 Zäh­lern in Füh­rung zu gehen (15:20/8.). Head Coach Anton Gavel hat­te ja ein eben­so enges Spiel wie in den bei­den Par­tien in Bam­berg vor­her­ge­sagt und genau so kam es auch. Aus­tin Crow­leys Drei­er in der 9. Minu­te bedeu­te­te das 20:20, der von Tho­mas Klepei­sz 34 Sekun­den vor dem Ende des Vier­tels das 25:25. Am Ende des ers­ten Abschnitts hat­ten dann die Ulmer hauch­dünn die Nase vor­ne, nach­dem Chris­ti­an Seng­fel­der einen Offen­siv-Rebound noch in zwei Punk­te für die Gast­ge­ber ver­wan­deln konn­te (27:28).

Das zwei­te Vier­tel eröff­ne­te Ibi Wat­son mit einem star­ken Dri­ve zum Korb gegen Tobi­as Jen­sen (29:28/12.). Chris Led­lum und vor allem Joel Soria­no über­nah­men jetzt aber für die Ulmer in der Offen­si­ve Ver­ant­wor­tung. Der US-ame­ri­ka­ni­sche Big Man erziel­te acht sei­ner ins­ge­samt zehn Punk­te in den ers­ten vier Minu­ten des zwei­ten Vier­tels und brach­te Ulm wie­der in Front (35:39/14.). Zu die­sem Zeit­punkt wuss­te die Bam­ber­ger Ver­tei­di­gung nicht voll­ends zu über­zeu­gen, was auch in der immens hohen Tref­fer­quo­te der Ulmer im Zwei-Punkt-Bereich deut­lich wur­de. Den­noch aber blie­ben die Bam­ber­ger dran, denn offen­siv lief es auch wei­ter­hin gut. Zach Ens­min­ger, der auf­grund der Foul­pro­ble­me von Richard Bal­int viel Spiel­zeit erhielt, mach­te sei­nen Job eben­so tadel­los wie auch Dani­el Kep­pe­l­er, der auf dem Par­kett eben­falls auf­grund von Foul­pro­ble­men für EJ Onu über­neh­men muss­te. Gemein­sam mit Aus­tin Crow­ley und Moritz Krim­mer führ­ten die bei­den ihr Team wie­der her­an (44:45/17.) und Moritz Krim­mer war es dann auch, der per Drei­er für den 47:47 Halb­zeit­stand sorgte.


„Ulm hat in allen drei Spie­len sehr phy­sisch gespielt”

In den bei­den ers­ten Par­tien hat­ten die Bam­ber­ger jeweils im drit­ten Vier­tel ihre stärks­te Pha­se. So auch in Spiel drei. Richard Bal­int eröff­ne­te den drit­ten Abschnitt mit einem erfolg­rei­chen Korb­le­ger, ehe der Tsche­che wenig spä­ter nach sei­nem 4. Foul (21.) bereits wie­der zurück auf die Bank muss­te. Zuvor hat­te er aber EJ Onu noch einen Drei­er auf­ge­legt (52:49/22.). Per Alley Oop und nach unwi­der­steh­li­chem Dri­ve (hat­te die Pres­se der Ulmer mit einem Dribb­ling durch die Mit­te geschla­gen und war beim Abschluss auch noch gefoult wor­den) erhöh­te Demar­cus Demo­nia auf 57:49 (23.). Wat­son und Wil­liams scor­ten eben­falls und die Bam­ber­ger gin­gen nach einem 15:4‑Start in die zwei­te Halb­zeit erst­mals zwei­stel­lig in Füh­rung (62:51/24.). Auch das vier­te Foul in die­ser Pha­se gegen EJ Onu wur­de nicht zum Pro­blem. Den Drei­er von Chris Led­lum kon­ter­te Demar­cus Demo­nia (65:54/25.), den von Chris­ti­an Seng­fel­der beant­wor­te­te Ibi Wat­son (68:57/27.) und auf den von Mark Smith hat­te Aus­tin Crow­ley die pas­sen­de Ant­wort aus 6,75 Metern Ent­fer­nung (71:62/28.). Klei­ne Unacht­sam­kei­ten lie­ßen die Ulmer nun aber doch noch­mals her­an­kom­men (71:66/29.), wor­auf Anton Gavel eine Aus­zeit bean­trag­te. Die­se Unter­bre­chung hat­te geses­sen, denn in den letz­ten 93 Sekun­den die­ses Vier­tels leg­ten die Bam­ber­ger noch­mals einen 8:0‑Lauf (Drei­er von Wil­liams und Crow­ley sowie ein Korb­le­ger von Moritz Krim­mer) aufs Par­kett und lagen so vor dem letz­ten Vier­tel mit 79:66 in Führung.

Die Ulmer war­fen noch­mals alles aufs Par­kett und nach dem Drei­er von Tho­mas Klepei­sz und den Punk­ten von Mark Smith waren die Haus­her­ren schnell auf 79:71 (31.) wie­der her­an. Kapi­tän Wat­son beför­der­te den Vor­sprung mit einem wei­te­ren Drei­er jedoch schnell wie­der in den zwei­stel­li­gen Bereich, ehe Moritz Krim­mer per Dun­king und Dani­el Kep­pe­l­er auf 86:71 (35.) erhöh­ten. Ty Har­rel­son nahm sei­ne nächs­te Aus­zeit, doch auch im Anschluss blie­ben die BMA365 Bam­berg Bas­kets zunächst wei­ter­hin mit zehn oder mehr Punk­ten vor­aus. Vier schnel­le Ulmer Zäh­ler von Chris Seng­fel­der und Mark Smith zum 90:83 (37.) lie­ßen Head Coach Anton Gavel sei­ne Mann­schaft noch­mals zusam­men­ru­fen. Wil­liams, Wat­son, Crow­ley und eine in der gesam­ten zwei­ten Halb­zeit deut­lich stär­ke­re Bam­ber­ger Ver­tei­di­gung hiel­ten die Ulmer nun aber auch wei­ter­hin auf Distanz und als Aus­tin Crow­ley 30 Sekun­den vor dem Ende mit zwei erfolg­rei­chen Frei­wür­fen zum 96:87 traf, war der 10. Bam­ber­ger Sieg in Serie sowie der Ein­zug ins Play­off-Halb­fi­na­le perfekt!

„Glück­wunsch an unse­re Spie­ler zum Ein­zug ins Halb­fi­na­le. Wir wuss­ten, dass uns ein star­ker Geg­ner erwar­tet, und das hat sich in allen drei Spie­len bestä­tigt. Für uns war es ent­schei­dend, den Ball heu­te offen­siv bes­ser zu bewe­gen und an die Frei­wurf­li­nie zu kom­men. Bei­de Mann­schaf­ten waren abso­lut auf Augen­hö­he, es war ein inten­si­ver Fight und wir sind froh, dass wir uns am Ende durch­set­zen konn­ten“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. „Die Serie war eng und es war wich­tig für uns, in die­ser Pha­se so getes­tet zu wer­den. Ulm hat in allen drei Spie­len sehr phy­sisch gespielt.”

Im Halb­fi­na­le bekom­men es die Bam­ber­ger nun mit dem Sie­ger der Serie zwi­schen ALBA BERLIN und RASTA Vech­ta zu tun. Vech­ta führt hier mit 2:1 Sie­gen. Wäre ALBA der nächs­te Geg­ner der BMA365 Bam­berg Bas­kets, wür­den die bei­den ers­ten Spie­le der Halb­fi­nal-Serie in der Haupt­stadt statt­fin­den. Spiel 3 wäre dann am 4. Juni in Freak City. Soll­ten die Nie­der­sach­sen aus Vech­ta den Sprung ins Halb­fi­na­le schaf­fen, wür­den die bei­den ers­ten Spie­le im Halb­fi­na­le in Bam­berg statt­fin­den. Ter­mi­ne hier­für wären der 30. Mai sowie der 1. Juni.

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Play­off-Vier­tel­fi­na­le BMA365 Bam­berg Bas­kets rei­sen mit 2:0‑Führung nach Ulm

Nach den bei­den ers­ten Play­off-Spie­len in Freak City wird die Vier­tel­fi­nal-Serie zwi­schen den BMA365 Bam­berg Bas­kets und ratio­ph­arm ulm am kom­men­den Sams­tag nun in Ulm fort­ge­setzt. Die Bam­ber­ger hat­ten ihre bei­den Heim­spie­le gewin­nen kön­nen und neh­men dem­nach eine 2:0‑Führung mit in die ratio­ph­arm are­na. Ein wei­te­rer Sieg wür­de dem Team von Head Coach Anton Gavel somit also genü­gen, um die Serie für sich zu ent­schei­den und ins Play­off-Halb­fi­na­le einzuziehen.

Wie schon in den bei­den ers­ten Begeg­nun­gen erwar­tet Bam­bergs Chef­trai­ner aber auch in Spiel 3 eine äußerst hart umkämpf­te Par­tie, bei der sich die Ulmer dies­mal auf die laut­star­ke Unter­stüt­zung ihrer Fans ver­las­sen kön­nen. Am frü­hen Don­ners­tag­nach­mit­tag waren in der 6.000 Zuschau­er fas­sen­den ratio­ph­arm are­na kei­ne 100 Tickets mehr verfügbar.

Spiel 3 der Vier­tel­fi­nal-Serie beginnt am Sams­tag um 16:30 Uhr. Mit Blick auf ein ande­res sport­li­ches Groß­ereig­nis an die­sem Sams­tag hat­te man sich hin­sicht­lich der TV-Über­tra­gung zu die­ser frü­hen Tip-Off-Zeit ent­schie­den. Die Vier­tel­fi­nal-Par­tie zwi­schen Trier und dem FC Bay­ern beginnt am Sams­tag sogar schon um 14:30 Uhr.

„Wir haben in den ers­ten bei­den Spie­len gese­hen, wie eng die Serie ist und wie nahe die Mann­schaf­ten bei­ein­an­der­ste­hen. Schät­zungs­wei­se wird das in Spiel drei jetzt auch nicht anders sein“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. „Wir müs­sen in Ulm mit deren phy­si­scher Art zu spie­len noch­mals bes­ser umge­hen, in der Offen­si­ve kla­re und deut­li­che Aktio­nen set­zen, die Rebounds in der Defen­si­ve so gut es geht kon­trol­lie­ren und ver­su­chen, die indi­vi­du­el­len Stär­ken der Ulmer wegzunehmen.“

Auch wenn der Ver­lauf der bei­den ers­ten Spie­le doch recht unter­schied­lich war, lagen bei­de Teams am Ende bei­der Spie­le sehr eng bei­ein­an­der und es war jedes Mal rich­tig span­nend. In Spiel 1 hat­ten die Ulmer ganz klar den bes­se­ren Start und konn­ten sich schnell mit bis zu 16 Punk­ten abset­zen. Auch Mit­te des letz­ten Vier­tels führ­te das Team von Ty Har­rel­son noch zwei­stel­lig, ehe Ibi Wat­son, Demar­cus Demo­nia & Co. die Par­tie mit einem 160-Lauf doch noch zu ihren Guns­ten dre­hen konnten.

Spiel 2 sah dann die Bam­ber­ger vor­ne­weg mar­schie­ren. Ende des drit­ten Vier­tels führ­te das Team von Anton Gavel mit 73:60 und schien alles im Griff zu haben. Dies­mal aber schlu­gen die Ulmer zurück und gli­chen auf 74:74 wie­der aus. Die Gast­ge­ber fin­gen sich aber und blie­ben bis in die Schluss­mi­nu­te immer leicht in Füh­rung. Der letz­te Wurf von Tho­mas Klepei­sz hät­te das Spiel noch in die Ver­län­ge­rung beför­dern kön­nen, doch der Ball sprang vom Ring zurück und die Bam­ber­ger gewan­nen auch Spiel 2.

Der Blick auf die Sta­tis­ti­ken bei­der Mann­schaf­ten nach den bei­den ers­ten Vier­tel­fi­nal-Par­tien zeigt das, was auch die Zah­len nach der kom­plet­ten Sai­son schon gezeigt haben. Wäh­rend die Ulmer mehr Rebounds pro Par­tie abgrei­fen, erlau­ben sich die Bam­ber­ger im Schnitt weni­ger Ball­ver­lus­te pro Partie.

Hat­ten die Bam­ber­ger in der Sai­son noch eine Frei­wurf­quo­te von über 81 Pro­zent, lie­gen sie in den Play­offs aktu­ell fast zehn Pro­zent­punk­te dahin­ter. Auch die Quo­te von der Drei­punk­te-Linie war im Sai­son­ver­lauf deut­lich höher (37,4%) und ist sicher­lich noch steigerungsfähig.

Nach 7 Zäh­lern in Spiel 1 war Mark Smith mit 29 Punk­ten in Spiel 2 der Tops­corer. Der 26-jäh­ri­ge US-Ame­ri­ka­ner ist einer von drei Spie­lern im Team der Ulmer mit einem zwei­stel­li­gen Punk­te­schnitt in den Play­offs. Mit 15,5 Zäh­lern pro Par­tie ist Demar­cus Demo­nia Bam­bergs bes­ter Wer­fer bis­her in den Play­offs. Cobe Wil­liams (15,0), Aus­tin Crow­ley (14,0), Ibi Wat­son (11,0) und Richard Bal­int (10,0) lie­gen aber dicht dahinter.

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BMA365 Bam­berg Bas­kets erspie­len sich 2:0‑Führung gegen Ulm

Mit zwei Sie­gen aus den ers­ten bei­den Heim­spie­len haben die BMA365 Bam­berg Bas­kets ihren Heim­vor­teil zum Auf­takt der Play­off Vier­tel­fi­nal-Serie per­fekt genutzt. Nach­dem die Bam­ber­ger am Sams­tag mit 80:74 Spiel eins der Serie gegen ratio­ph­arm ulm gewon­nen hat­ten, sieg­te die Mann­schaft von Head Coach Anton Gavel auch am Mon­tag­abend in Spiel zwei mit 90:87 (41:42) und führt somit in der Best-of-five-Serie mit 2:0 Siegen.

Wie schon die ers­te Par­tie war auch Spiel zwei geprägt von immenser Inten­si­tät und gro­ßer Phy­sis auf bei­den Sei­ten. Bis Mit­te des drit­ten Vier­tels konn­te sich kei­ne der bei­den Mann­schaf­ten deut­li­cher abset­zen. Dann aber gelang den Bam­ber­gern ein 15:2‑Run und man ging mit einer 73:60-Führung in den Schluss­ab­schnitt. Der eine oder ande­re der 5.360 Zuschau­er in der BROSE ARENA glaub­te womög­lich, hier schon den spiel­ent­schei­den­den Zwi­schen­spurt gese­hen zu haben. Doch weit gefehlt. Die Ulmer star­te­ten ins letz­te Vier­tel mit einem 14:1‑Lauf und gli­chen die Par­tie beim 74:74 (35.) wie­der aus. Das Team von Head Coach Anton Gavel fing sich anschlie­ßend zwar wie­der und kon­ter­te schnell zum 84:76 (38.), doch die Gäs­te blie­ben durch Drei­er von Mark Smith und Tho­mas Klepei­sz auch wei­ter­hin im Geschäft. Mit dem letz­ten Wurf des Spiels hät­te Klepei­sz das Spiel in die Ver­län­ge­rung schi­cken kön­nen, doch sein Drei­er ver­fehl­te das Ziel. 

Über­ra­gen­der Scorer auf Ulmer Sei­te war Mark Smith mit 29 Punk­ten. Bei den BMA365 Bam­berg Bas­kets tra­fen Cobe Wil­liams (18), Richard Bal­int und Aus­tin Crow­ley (je 14) am besten.


Der Spiel­ver­lauf

Es schien, als wür­den bei­de Mann­schaf­ten ein­fach da wei­ter­ma­chen, wo sie am Sams­tag­abend auf­ge­hört hat­ten und qua­si in ein 5. Vier­tel star­ten. Von der ers­ten Sekun­de an wur­de wie­der um jeden Mil­li­me­ter gekämpft. Den bes­se­ren Start erwisch­ten dies­mal die Bam­ber­ger, die nach Drei­ern von Ibi Wat­son und Cobe Wil­liams sowie einem Dunk von Demar­cus Demo­nia mit 8:4 (3.) in Füh­rung gin­gen. Doch auch die Ulmer agier­ten fokus­siert und erspiel­ten sich gute Mög­lich­kei­ten. Mit sei­nem ers­ten Drei­er (fünf wei­te­re soll­ten in die­ser Par­tie noch fol­gen) glich Mark Smith beim 12:12 (6.) zunächst wie­der aus, ehe er im Anschluss mit zwei erfolg­rei­chen Frei­wür­fen die Ulmer wie­der in Füh­rung brach­te. Nun ging es hin und her und die Füh­rung wech­sel­te in jedem Angriff. Dani­el Kep­pe­l­er, Aus­tin Crow­ley und der bereits vier­te Bam­ber­ger Drei­er von Moritz Krim­mer sorg­ten für eine 22:18-Führung des Pokal­sie­gers nach zehn Minuten.

Ein­ein­halb Minu­ten waren im zwei­ten Vier­tel gespielt, da hat­ten die Ulmer den Rück­stand wie­der ega­li­siert. Immer wie­der schaff­te es die Mann­schaft von Ty Har­rel­son an die Frei­wurf­li­nie, wo sie in Spiel zwei mit 80% Tref­fer­quo­te (20 aus 25) dies­mal auch eine sehr gute Aus­beu­te hat­te. Wie hart bei­de Mann­schaf­ten in die­ser Par­tie kämpf­ten, konn­te man viel­leicht am bes­ten im Bam­ber­ger Angriff in der 13. Minu­te sehen, als EJ Onu beim Fight um den Offen­siv-Rebound gegen Alec Anig­ba­ta dem Ball auf dem Boden hin­ter­her­hech­te­te, um die Kugel für sein Team zu sichern und dann nach drei­ma­li­gem Rebound letzt­lich selbst zu ver­wan­deln (27:24/14.). Das Spiel wog­te wei­ter hin und her und Tobi­as Jen­sen brach­te Ulm wie­der nach vor­ne (28:29/15.). Die Bam­ber­ger hat­ten aber in Form eines 7:0‑Laufs eine Ant­wort parat und Ty Har­rel­son muss­te beim 35:29 (17.) das Spiel erst ein­mal anhal­ten. Sein Team reagier­te nahe­zu per­fekt und nach zwei Drei­ern von Mark Smith und einem Korb­er­folg von Joel Soria­no waren die Gäs­te wie­der gleich­auf (37:37/19.). Chris Led­lum leg­te einen wei­te­ren Drei­er nach und nach den bei­den Frei­wür­fen von Mark Smith (17 Punk­te in der ers­ten Halb­zeit) führ­te Ulm sie­ben Sekun­den vor der Pau­se (39:42). Anton Gavel nahm noch ein­mal eine Aus­zeit, um den letz­ten Angriff vor der Pau­se zu bespre­chen. Aus­tin Crow­ley brach­te den Ball nach vor­ne und schloss erfolg­reich mit der Halb­zeit­si­re­ne ab. Sein Korb­er­folg wur­de nach­träg­lich jedoch von drei auf zwei Punk­te kor­ri­giert und so ging es beim Stand von 41:42 in die Kabinen. 


„Auch dies­mal haben wir fast eine gan­ze Halb­zeit gebraucht, um uns zu finden“

Die zwei­te Halb­zeit knüpf­te naht­los an die ers­te an. Bei­de Mann­schaf­ten auch wei­ter­hin Kopf an Kopf (50:50/24.). Auch 3:47 Minu­ten vor dem Ende stand es nach dem Tip-In von Joel Soria­no wei­ter­hin unent­schie­den (58:58). Kurz zuvor hat­te EJ Onu sein 4. Foul kas­siert, doch Dani­el Kep­pe­l­er ersetz­te ihn ganz aus­ge­zeich­net. Mit ihm auf dem Par­kett star­te­ten die BMA365 Bam­berg Bas­kets nun bis zum Vier­tel­en­de so rich­tig durch. Mit einem 15:2‑Lauf, den Dani­el Kep­pe­l­er (nach EJ Onu (+9) hat­te er mit +6 das zweit­bes­te Plus/​Minus im Team) mit einem Sprung­wurf von der Frei­wurf­li­nie selbst abschloss, zog man nach dem drit­ten Vier­tel auf 73:60 davon und es hat­te den Anschein, als wäre es den Bam­ber­gern auch dies­mal zum Ende des drit­ten Vier­tels gelun­gen, das Spiel auf ihre Sei­te zu ziehen.

Von der Leich­tig­keit in den Bam­ber­ger Angrif­fen war zu Beginn des Schluss­ab­schnitts aber plötz­lich nichts mehr zu sehen. Punkt für Punkt spiel­ten sich die Ulmer zurück. Jen­sen, Smith und Led­lum führ­ten ihr Team erneut her­an und bei noch 5:26 Minu­ten Rest­spiel­zeit hat­ten die Gäs­te auf 74:74 wie­der gleich­ge­zo­gen. Knapp fünf Minu­ten waren im Schluss­vier­tel bereits ver­gan­gen, als Richard Bal­int beim 76:74 den ers­ten Bam­ber­ger Feld­korb in den letz­ten zehn Minu­ten erzie­len konn­te. Der Tsche­che leg­te einen wei­te­ren Drei­er nach (81:76/37.) und es folg­te die nächs­te Ulmer Aus­zeit. Doch auch nach die­ser Unter­bre­chung blie­ben die Bam­ber­ger nun am Drü­cker. 99 Sekun­den vor dem Ende führ­ten die Haus­her­ren nach einem Drei-Punk­te-Spiel von EJ Onu mit 87:79 und alles schien gelau­fen, doch mit fünf Zäh­lern in Fol­ge waren die Ulmer 17 Sekun­den vor dem Ende doch noch ein­mal da (87:84). Zach Ens­min­ger wur­de im Anschluss gefoult und ver­wan­del­te sei­ne bei­den Frei­wür­fe (89:84), doch auf der Gegen­sei­te traf Tho­mas Klepei­sz einen super­schwe­ren Drei­er (89:87). Fünf Sekun­den blie­ben noch auf der Uhr und nach der letz­ten Bam­ber­ger Aus­zeit foul­ten die Ulmer Demar­cus Demo­nia, der an der Linie jedoch nur einen Ver­such zum 90:87 ver­wer­ten konn­te. Den Fehl­wurf reboun­de­ten die Ulmer und Aus­tin Crow­ley nutz­te das letz­te Foul, das die Bam­ber­ger noch zu geben hat­ten, um den Ulmer Angriff zunächst ein­mal zu stop­pen. Es blie­ben aber noch 2,2 Sekun­den, die Tho­mas Klepei­sz in der Tat noch für einen fina­len Drei­er genüg­ten. Sein Wurf ging jedoch nicht in den Korb und so konn­ten die BMA365 Bam­berg Bas­kets auch Spiel zwei der Vier­tel­fi­nal-Serie für sich ent­schei­den. „Es war ein sehr schwe­res Spiel für uns. Als wir im drit­ten Vier­tel mit 13 Punk­ten in Füh­rung lagen, haben wir kom­plett den Faden ver­lo­ren. Auch dies­mal haben wir fast eine gan­ze Halb­zeit gebraucht, um uns zu fin­den“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. „Das drit­te Vier­tel war dann natür­lich super. Da haben wir Stopps bekom­men und konn­ten dar­aus dann auch Offen­si­ve gene­rie­ren. Im letz­ten Vier­tel war unser Game­ma­nage­ment in der Offen­si­ve dann aber nicht gut. Da müs­sen wir viel smar­ter agie­ren. Am Ende aber zählt der Sieg und natür­lich sind wir froh dar­über. Das nächs­te Spiel wird sicher­lich genau­so schwie­rig.“ Nach zwei Spie­len in Freak City geht die Serie nun nach Ulm. Spiel Num­mer drei im Play­off-Vier­tel­fi­na­le fin­det am kom­men­den Sams­tag, 23. Mai, um 16:30 Uhr in der ratio­ph­arm are­na statt. Spiel Num­mer vier wäre dann wie­der zwei Tage spä­ter, am Mon­tag, 25. Mai eben­falls in Ulm. Spiel­be­ginn wäre auch dann um 16:30 Uhr. Fest steht auf jeden Fall schon ein­mal, dass es in Freak City ein wei­te­res Play­off-Spiel in die­ser Sai­son geben wird. Ob im Vier­tel- oder dann schon im Halb­fi­na­le bleibt nun abzuwarten.

Bas­ket­ball Bundesliga

BMA365 Bam­berg Bas­kets legen im Play­off-Vier­tel­fi­na­le gegen Ulm vor

Die BMA365 Bam­berg Bas­kets haben ihre aktu­el­le Sie­ges­se­rie auch zum Start der Play­offs fort­set­zen kön­nen. In Spiel eins der Vier­tel­fi­nal­se­rie besieg­te die Mann­schaft von Head Coach Anton Gavel am Sams­tag­abend ratio­ph­arm ulm mit 80:74 (35:41) und ging so in der Best-of-five-Serie in Führung.

Dabei hat­ten die Ulmer das Spiel in der BROSE ARENA über die ers­ten drei Vier­tel im Griff. 16 Zäh­ler betrug der Vor­sprung des Teams von Ty Har­rel­son bereits im ers­ten Abschnitt und auch Mit­te des drit­ten Vier­tels lagen die Ulmer noch immer zwei­stel­lig vor­aus. Mit einem 16:0‑Lauf ris­sen die Bam­ber­ger das Spiel dann jedoch bin­nen gut vier Minu­ten an sich und brach­ten die mit 5.586 Zuschau­ern gefüll­te BROSE ARENA buch­stäb­lich zum Über­ko­chen. Aus­tin Crow­ley, der die Bam­ber­ger per Drei­er in der 32. Minu­te erst­mals in Füh­rung gewor­fen hat­te, war der gro­ße Ener­gi­zer im Spiel der Haus­her­ren. Sein zwei­ter Drei­er des Abends, fast von der Mit­tel­li­nie, durf­te knapp zwei­ein­halb Minu­ten vor dem Ende zum 72:63 schon als die hal­be Mie­te auf dem Weg zum Auf­takt­sieg im Play­off-Vier­tel­fi­na­le bezeich­net wer­den. Neben 14 Punk­ten sowie je 4 Rebounds und Assists hat­te Crow­ley mit einem Wert von 12 die bes­te Plus-Minus-Sta­tis­tik aller Akteu­re. Die erfolg­reichs­ten Punk­te­samm­ler der BMA365 Bam­berg Bas­kets waren Demar­cus Demo­nia mit 18 und Ibi Wat­son mit 16 Zäh­lern. Auf Sei­ten der Ulmer kamen Chris­to­pher Led­lum und Chris­ti­an Seng­fel­der jeweils auf 13 Punkte. 


Der Spiel­ver­lauf

Abge­klärt und hoch fokus­siert began­nen die Ulmer die Par­tie in Freak City. Nach Kör­ben von Chris­ti­an Seng­fel­der und Chris Led­lum führ­te der Gast aus Ulm nach nicht ein­mal einer Drei­vier­tel­mi­nu­te (0:5/1.). Ibi Wat­son brach­te dann zwar die ers­ten Bam­ber­ger Zäh­ler auf die Anzei­ge­ta­fel (2:5/2.), doch die Ulmer wirk­ten gedan­ken­schnel­ler und ins­ge­samt wacher. Immer wie­der hol­ten sie sich ver­wor­fe­ne Bäl­le zurück und hat­ten so allein im ers­ten Vier­tel am Ende schon neun Punk­te durch zwei­te Chan­cen erzielt. Nel­son Wei­de­mann war es vor­be­hal­ten, mit zwei erfolg­rei­chen Frei­wür­fen die Ulmer Füh­rung erst­mals in den zwei­stel­li­gen Bereich zu heben (10:21/8.). Fünf wei­te­re Punk­te von Mark Smith lie­ßen den Abstand sogar auf 16 Punk­te anwach­sen (10:26/9.), ehe ein 6:0‑Run der BMA365 Bam­berg Bas­kets für das 16:26 nach den ers­ten zehn Minu­ten sorgte.

Auch zum Start ins zwei­te Vier­tel leg­ten erst ein­mal die Gäs­te vor. Joel Soria­no und Crist Led­lum erhöh­ten (16:30/11.), ehe wenig spä­ter Richard Bal­int auf der Gegen­sei­te mit einem Distanz­wurf zum 22:30 (12.) zur Stel­le war. Die Inten­si­tät im Spiel bei­der Mann­schaf­ten nach wie vor sehr hoch, wobei die Bam­ber­ger ein wenig mit ihren Wür­fen aus der Distanz hader­ten. Die Unter­stüt­zung von den Rän­gen in der BROSE ARENA ließ hin­ge­gen kei­ne Wün­sche offen und in der 15. Minu­te erreich­te sie einen wei­te­ren Höhe­punkt. Nach dem Block von Ibi Wat­son gegen Chris Led­lum ging es mit Tem­po in die ande­re Rich­tung. Richard Bal­int bedien­te im Schnell­an­griff Demar­cus Demo­nia, der den Ball per Alley Oop zum 29:34 (15.) durch den Ulmer Korb don­ner­te und Ty Har­rel­son zu einer Aus­zeit zwang. Die Bam­ber­ger nun drauf und dran, erst­mals in die­ser Par­tie die Füh­rung über­neh­men zu kön­nen, doch nach­dem Demar­cus Demo­nia zunächst an der Frei­wurf­li­nie auf 32:34 (17.) ver­kürzt hat­te, erlaub­te man sich unmit­tel­bar hin­ter­ein­an­der zwei dum­me Ball­ver­lus­te, was den Ulmern wie­der etwas Luft ver­schaff­te (32:38/18.). Mit die­sen sechs Zäh­lern Vor­sprung für die Gäs­te ging es dann auch in die Halbzeitpause.


„Es steht nur 1:0 und die Serie geht schon am Mon­tag weiter“

Der Start in die zwei­te Halb­zeit gehör­te eben­falls den Ulmern, die sich nach dem Drei­er von Tho­mas Klepei­sz wie­der zwei­stel­lig abset­zen konn­ten (35:46/22.). Nach wie vor prä­sen­tier­te sich das Ulmer Spiel sehr stark und so gelang es den Gäs­ten, die Atta­cken der BMA365 Bam­berg Bas­kets bis Mit­te des drit­ten Vier­tels stets erfolg­reich abzu­weh­ren. Nach dem Dunk von Joel Soria­no (44:54/25.) hol­te Anton Gavel sein Team zur Aus­zeit zusam­men. Im Anschluss tra­fen Crow­ley und Bal­int zum 49:54, ehe Nel­son Wei­de­mann den Ball für drei Punk­te zum 49:57 ver­senk­te. Die­se 57 Punk­te der Ulmer 1:21 Minu­ten vor dem Ende des drit­ten Vier­tels müs­sen wir uns an die­ser Stel­le ein­mal mer­ken. Ein wei­te­rer Alley Oop von Demar­cus Demo­nia war das 53:57 nach 30 Minuten.

Wir sprin­gen nun 4:10 Minu­ten hin­ein ins letz­te Vier­tel und noch immer haben die Ulmer 57 Punk­te. Die Bam­ber­ger hin­ge­gen waren ins Lau­fen gekom­men und nach Drei­ern von Cobe Wil­liams und Aus­tin Crow­ley beim 59:57 (32.) erst­mals an die­sem Abend in Füh­rung gegan­gen. Sechs wei­te­re Zäh­ler leg­ten die Bam­ber­ger oben drauf und so führ­te man plötz­lich nach einem vier­tel­über­grei­fen­den 16:0‑Lauf und einem kra­chen­den Fast Break Dun­king von Demar­cus Demo­nia mit 65:57 (34.). Die Ulmer aber blie­ben dran und wur­den von Jus­tin Simon wie­der her­an­ge­führt (66:61/37.). Doch wie schon zu Beginn des Schluss­ab­schnitts waren es auch hier zwei Bam­ber­ger Drei­er, die den Ulmern qua­si den Zahn zogen. Zunächst traf Ibi Wat­son zum 69:61 (37.) und dann schob Aus­tin Crow­ley noch einen unfass­ba­ren Drei­er hin­ter­her. Zunächst hat­te er den Ball von Jus­tin Simon aus der Hand zurück in die eige­ne Spiel­hälf­te gespit­zelt bekom­men. Crow­ley sam­mel­te den Ball wie­der ein, doch da die Shot­clock gna­den­los her­un­ter­lief, muss­te er den Wurf bereits kurz hin­ter der Mit­tel­li­nie los­wer­den. Hoch ließ er die Kugel los und der Ball schlug naht­los zum 72:63 (38.) im Ulmer Korb ein. Ulm ver­such­te noch­mals alles und kam durch den Drei­er von Chris Led­lum wie­der auf 73:68 (39.) her­an, doch die bei­den Frei­wür­fe 51 Sekun­den vor dem Ende von Demar­cus Demo­nia zum 77:68 bedeu­te­ten die Entscheidung.

„Glück­wunsch an unse­re Spie­ler zu die­sem Sieg. Es war eine schwie­ri­ge Anfangs­pha­se, da wir mit der Phy­sis der Ulmer nicht zurecht­ge­kom­men sind. Das müs­sen wir im zwei­ten Spiel deut­lich bes­ser hin­be­kom­men. Es steht nur 1:0 und die Serie geht schon am Mon­tag wei­ter. Wir müs­sen jetzt sicher­stel­len, dass wir uns gut rege­ne­rie­ren und best­mög­lich auf das zwei­te Spiel vor­be­rei­ten“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. Schritt eins beim Unter­fan­gen, den Heim­vor­teil best­mög­lich aus­zu­nut­zen, haben die BMA365 Bam­berg Bas­kets schon ein­mal geschafft. Nun gilt es, im zwei­ten Heim­spiel der Serie auch den zwei­ten Heim­sieg zu holen. Spiel zwei steigt am Mon­tag­abend um 20:30 Uhr.

Bas­ket­ball Bundesliga

Dream on Freak City! BMA365 Bam­berg Bas­kets star­ten in die Playoffs

Die Haupt­run­de in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga ist abge­schlos­sen, die Play-In-Spie­le sind gespielt: es kann also los gehen mit den Play­offs! Für die BMA365 Bam­berg Bas­kets geht es ab dem mor­gi­gen Sams­tag in ihrer Vier­tel­fi­nal-Serie dabei gegen den Vize­meis­ter aus Ulm, der mit einer Bilanz von 19 Sie­gen und 15 Nie­der­la­gen die Haupt­run­de auf Tabel­len­po­si­ti­on sechs been­det hat.

Spiel eins in die­ser Best-of-five-Serie, in der man also drei Sie­ge zum Wei­ter­kom­men benö­tigt, ist am mor­gi­gen Sams­tag um 18:30 Uhr. Spiel zwei fin­det dann nur zwei Tage spä­ter, eben­falls in der BROSE ARENA, am Mon­tag in Bam­berg statt. Zum vier­ten Mal, nach 2012, 2015 und 2016, tref­fen bei­de Mann­schaf­ten nun erneut in einer Play­off-Serie aufeinander.

„Mit Ulm war­tet ein unglaub­lich star­ker Geg­ner auf uns, der inter­na­tio­nal erfah­ren ist und einen 12 Mann tie­fen Kader mit sehr viel Qua­li­tät hat. Wir gehen zwar mit Heim­vor­teil in die­se Serie, aber das ist gleich von Beginn an immer auch ein gewis­ser Druck, mit dem man umge­hen kön­nen muss“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. „Es wird dar­auf ankom­men, dass wir uns gegen ihre Top-Defen­se durch­set­zen kön­nen, auf den Ball auf­pas­sen und natür­lich defen­siv noch­mals eine Schip­pe drauf­le­gen im Ver­gleich zu so man­chem Spiel, wo wir das bereits getan haben.“


Haupt­run­den­du­el­le ende­ten mit Auswärtssiegen

Die bei­den Auf­ein­an­der­tref­fen in die­ser Sai­son hät­ten kaum unter­schied­li­cher sein kön­nen. Erst­mals stan­den sich bei­de Mann­schaf­ten Ende Dezem­ber in der BROSE ARENA in Bam­berg gegen­über. In der Par­tie des 12. Spiel­tags sieg­ten am Ende die Gäs­te aus Ulm deut­lich. Nach einem ful­mi­nan­ten zwei­ten Vier­tel hat­ten die Ulmer zur Pau­se bereits mit 18 Zäh­lern in Füh­rung gele­gen. 17 ihrer 27 Drei­er­ver­su­che (63%) fan­den in die­ser Par­tie ihr Ziel und bescher­ten ratio­ph­arm ulm auch auf­grund der Rebound-Domi­nanz (40:29) den Sieg in Freak City. Mark Smith (29), Chris­ti­an Seng­fel­der (17), Chris Led­lum (14) und Tobi­as Jen­sen (12) punk­te­ten zwei­stel­lig für Ulm. Bei den BMA365 Bam­berg Bas­kets waren es Cobe Wil­liams (14), Richard Bal­int (11) sowie Aus­tin Crow­ley und EJ Onu (je 10).

105 Tage spä­ter traf man dann in der ratio­ph­arm are­na in Ulm erneut auf­ein­an­der. In der Par­tie des 29. Spiel­tags hat­ten dies­mal die Bam­ber­ger das bes­se­re Ende für sich. Die Gast­ge­ber waren zunächst gut in die Par­tie gestar­tet und hat­ten sich Mit­te des zwei­ten Vier­tels einen zwei­stel­li­gen Vor­sprung her­aus­spie­len kön­nen. Im drit­ten Abschnitt über­nah­men dann aber die BMA365 Bam­berg Bas­kets das Kom­man­do und auch die Füh­rung. Mit 30:16 gewan­nen Ibi Wat­son & Co. den Schluss­ab­schnitt und so letzt­lich auch das Spiel. Tobi­as Jen­sen (17) und Tho­mas Klepei­sz (10) waren Ulms bes­te Wer­fer im Rück­spiel. Für die Bam­ber­ger tra­fen dies­mal Ibi Wat­son (18), Cobe Wil­liams (15), Demar­cus Demo­nia (12) und Zach Ens­min­ger (10) am besten.

Nur knapp jeden drit­ten ihrer Drei­er­ver­su­che haben die Ulmer im Sai­son­ver­lauf im geg­ne­ri­schen Korb ver­sen­ken kön­nen. Das ist der dritt­schlech­tes­te Wert in der BBL. Nur die Teams aus Bonn (27,2%) und Hei­del­berg (30,6%) tra­fen noch etwas schwächer.

Dafür jedoch sind die Ulmer stark beim Rebound und haben mit fast 39 ein­ge­sam­mel­ten Abpral­lern einen eben­so star­ken Wert wie die Teams aus Mün­chen und Ber­lin. Mit 8,7 Ball­ge­win­nen pro Par­tie sind die Ulmer das Team der Liga, das sei­nem Geg­ner am häu­figs­ten den Ball abnimmt. In sei­ner Kolum­ne stellt BBL-Exper­te Ste­fan Koch zwei ande­re Zah­len in den Vor­der­grund: Ulm hat das zweit­bes­te Defen­siv-Rating der Liga, wäh­rend die Bam­ber­ger über das zweit­bes­te Offen­siv-Rating verfügen.

Auf Ulmer Sei­te geht vor allem in der Offen­si­ve vie­les über Chris­to­pher Led­lum. Vor Mark Smith (9,5) und Tobi­as Jen­sen (9,2) nimmt der US-Ame­ri­ka­ner mit 12,1 Abschlüs­sen pro Par­tie die meis­ten Wür­fe im Team der Ulmer. Bei Ibi Wat­son auf Bam­ber­ger Sei­te sind es 11,3 Wür­fe pro Spiel. Ihm fol­gen im Team Cobe Wil­liams (10,7) und Demar­cus Demo­nia (10,1).

Bas­ket­ball Bundesliga

Aus­wärts­sieg in Ulm dank groß­ar­ti­ger Mannschaftsleistung

Die BMA365 Bam­berg Bas­kets haben das Spit­zen­spiel des 29. Spiel­tags in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga gewon­nen. Die Mann­schaft von Head Coach Anton Gavel gewann am Sams­tag­abend bei ratio­ph­arm ulm mit 89:73 (40:41).

In der mit 6.000 Zuschau­ern aus­ver­kauf­ten ratio­ph­arm are­na prä­sen­tier­ten sich die Bam­ber­ger ein­mal mehr als abso­lut geschlos­se­ne Ein­heit und sieg­ten voll­kom­men verdient.

Auch ein ver­korks­tes ers­tes Vier­tel, in dem sich die Ulmer allein zehn Offen­siv-Rebounds angeln konn­ten und mit 20:5 Rebounds klar die Bret­ter beherrsch­ten, brach­te das Team aus Freak City nicht aus der Ruhe. Nach­dem man bis zur Pau­se zu den Ulmern hat­te auf­schlie­ßen kön­nen, wur­de die Bam­ber­ger Ver­tei­di­gung in Halb­zeit zwei immer stär­ker. Nach dem Sei­ten­wech­sel gestat­te­te man den Gast­ge­bern nur noch 16 Zäh­ler je Vier­tel, erziel­te selbst hin­ge­gen 46 Punk­te und hol­te sich so am Ende Sai­son­sieg Num­mer 19 und fes­tig­te damit Tabel­len­po­si­ti­on drei.

Bes­ter Wer­fer der Ulmer war Tobi­as Jen­sen mit 17 Punk­ten. Bei den Bam­ber­gern punk­te­ten Ibi Wat­son (18), Cobe Wil­liams (15), Demar­cus Demo­nia (12) und Zach Ens­min­ger (10) zweistellig.


Der Spiel­ver­lauf

Zu Beginn des Spiels hät­te man den­ken kön­nen, es gibt einen guten Grund dafür, war­um der Bas­ket­ball oran­ge­far­ben ist. Immer wie­der sprang die Kugel in die Hän­de der in den oran­ge­far­be­nen Tri­kots spie­len­den Ulmer zurück und so ver­buch­te das Team von Head Coach Ty Har­rel­son allein in den ers­ten bei­den Minu­ten bereits fünf Offen­siv-Rebounds. Die vie­len zwei­ten Chan­cen nutz­ten die Ulmer und so lagen die Bam­ber­ger schnell in Rück­stand (0:6/3.). Knapp zwei­ein­halb Minu­ten waren gespielt, als Ibi Wat­son die ers­ten Zäh­ler für die BMA365 Bam­berg Bas­kets erzie­len konn­te und sein Team von nun an lang­sam etwas bes­ser ins Spiel fand. Bis Mit­te des ers­ten Vier­tels mach­ten die Ulmer jedoch den klar wache­ren Ein­druck (9:15/6.). Nach­dem Demar­cus Demo­nia per Dunk nach vor­an­ge­gan­ge­nem Ste­al (11:15/7.) und Ibi Wat­son per Drei­er (14:18/8.) jeweils auf vier Punk­te Rück­stand ver­kürzt hat­ten, zogen die Ulmer 1:44 Minu­ten vor Vier­tel­en­de nach dem Dunk von Joel Soria­no wie­der etwas davon (14:23/9.). Anton Gavel nahm sei­ne ers­te Aus­zeit und hielt sei­nem Team das Rebound­ver­hält­nis vor Augen, das bis zum Vier­tel­en­de bei 5:20 stand. 10 die­ser Rebounds hat­ten die Ulmer bis zum 16:23 nach zehn Minu­ten unter dem Bam­ber­ger Korb geholt.

Mit einem Block von EJ Onu sowie einem von Ibi Wat­son abge­schlos­se­nen Back-door-Play begann das zwei­te Vier­tel (18:23/11.). Nach­dem Demar­cus Demo­nia dann auch den Alley-Oop von Joel Soria­no eben­falls per Dunk auf der Gegen­sei­te beant­wor­ten konn­te (20:25/13.), hat­te man den Ein­druck, die Bam­ber­ger wären nun in der Par­tie ange­kom­men. Drei Ball­ver­lus­te in Fol­ge gestat­te­ten den Ulmern jedoch sich erst ein­mal wie­der etwas abzu­set­zen (20:31/15.), wor­auf Head Coach Anton Gavel das Spiel mit sei­ner zwei­ten Aus­zeit stop­pen muss­te. Den fol­gen­den Angriff der BMA365 Bam­berg Bas­kets schloss Ibi Wat­son mit einem Drei­er ab und 17 Sekun­den nach der Aus­zeit von Gavel rief nun auf der ande­ren Sei­te Ty Har­rel­son sein Team in einer Aus­zeit zusam­men. Zurück auf dem Par­kett schraub­te Malik Osbor­ne die Ulmer Füh­rung wie­der in den zwei­stel­li­gen Bereich (23:33/16.). Zwei­mal Moritz Krim­mer, Aus­tin Crow­ley und zwei Drei­er von Cobe Wil­liams sorg­ten dann jedoch für einen Bam­ber­ger 12:2‑Run und den 35:35-Ausgleich. Tobi­as Jen­sen schlug aller­dings umge­hend per Drei­er zurück. Auch die ers­te Bam­ber­ger Füh­rung der Par­tie durch den Drei­er von Ibi Wat­son (40:38/20.) kon­ter­te der Däne mit einem erfolg­rei­chen Distanz­wurf zum 40:41-Halbzeitstand.


„Zu Beginn hat­ten wir eini­ge Ball­ver­lus­te und sind nur schwer ins Spiel gekommen“

In den ers­ten zwei­ein­halb Minu­ten nach der Pau­se blieb die Par­tie wei­ter aus­ge­gli­chen (43:43/23.). Nach einem erfolg­rei­chen Halb­di­stanz­wurf von Cobe Wil­liams sowie einem Put-back-Dunk von Dani­el Kep­pe­l­er führ­ten die Bam­ber­ger mit 47:43 (24.). Richard Bal­int und Demar­cus Demo­nia lie­ßen jeweils drei Zäh­ler fol­gen und das Team aus Freak City hat­te sich auf 53:45 (25.) davon­ge­stoh­len. Aber auch hier gab Ulms Bes­ter die Ant­wort. Wie­der traf Tobi­as Jen­sen aus der Distanz (53:48/26.). Auch Tom­my Klepei­sz und Nel­son Wei­de­mann tra­fen für drei und Ulm war bis auf 55:54 (28.) wie­der dran. Die BMA365 Bam­berg Bas­kets konn­ten ihre Füh­rung aber behaup­ten und beim Stand von 59:57 ging es ins letz­te Viertel.

Hier sorg­te Zach Ens­min­ger für die ers­ten Zäh­ler. Sein Drei­er zum 62:57 war der Abschluss eines der viel­leicht schöns­ten Bam­ber­ger Angrif­fe in die­sem Spiel. Nach meh­re­ren Päs­sen kam der Ball zu Aus­tin Crow­ley, der zunächst den Korb atta­ckier­te. In der Zone ange­kom­men, spiel­te er den Ball dann jedoch zurück in die Mit­te an die Drei-Punk­te-Linie, wo Zach Ens­min­ger frei­stand und voll­ende­te. Auch Crow­ley und Wat­son tra­fen aus der Distanz (70:62/34.), doch vor allem die Bam­ber­ger Ver­tei­di­gung stand nun rich­tig gut und auch beim Rebound waren die Pro­ble­me aus dem ers­ten Vier­tel nicht mehr exis­tent. 5:32 Minu­ten vor dem Ende brach­te Demar­cus Demo­nia sein Team erst­mals mit 10 Zäh­lern in Füh­rung (72:62). Ulms Head Coach Ty Har­res­lon hol­te sei­ne Mann­schaft noch­mals zusam­men, doch die Bam­ber­ger konn­ten auch in der Fol­ge­zeit ihre zwei­stel­li­ge Füh­rung behaup­ten (78:68/38.). 2:10 Minu­ten vor dem Ende ver­kürz­te Nel­son Wei­de­mann per Drei­er zwar noch­mals auf 80:71, doch ein 9:2‑Lauf, den Demar­cus Demo­nia 10 Sekun­den vor dem Ende mit einem Drei­er abschloss, sicher­te den BMA365 Bam­berg Bas­kets am Ende den ver­dien­ten Aus­wärts­sieg in Ulm.

„Glück­wunsch an mei­ne Mann­schaft zu die­sem Sieg. Es war alles ande­re als ein­fach, hier in Ulm zu bestehen. Zu Beginn hat­ten wir eini­ge Ball­ver­lus­te und sind nur schwer ins Spiel gekom­men. Im Ver­lauf ist es uns aber gelun­gen, das Rebound­du­ell wie­der offe­ner zu gestal­ten“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. „Offen­siv haben wir uns pha­sen­wei­se noch schwer­ge­tan, die rich­ti­gen Lücken zu fin­den, konn­ten die­se aber immer wie­der nut­zen. Am Ende freu­en wir uns sehr, hier in Ulm einen Sieg geholt zu haben.“

Fünf Spie­le sind in der Haupt­run­de für unse­re BMA365 Bam­berg Bas­kets noch zu spie­len. Im nächs­ten – und zwar am kom­men­den Sams­tag (18. April) – emp­fan­gen die Bas­kets um 18:30 Uhr die EWE Bas­kets aus Olden­burg in Freak City.

Bas­ket­ball Bundesliga

BMA365 Bam­berg Bas­kets zu Gast in Ulm

Ein enorm wich­ti­ges Spiel steht den BMA365 Bam­berg Bas­kets am 29. Spiel­tag in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga an die­sem Wochen­en­de bevor. Für die Mann­schaft von Head Coach Anton Gavel geht es am Sams­tag um 18:30 Uhr in Ulm um wich­ti­ge Punk­te im Kampf um einen fes­ten Playoff-Platz.

Auch das Heim­recht in der ers­ten Play­off-Run­de ist dank ihrer aus­ge­zeich­ne­ten Tabel­len­po­si­ti­on für bei­de Teams bei noch sechs (Ulm hat noch sie­ben) aus­ste­hen­den Spie­len durch­aus machbar.

Mit einer Bilanz von 16 Sie­gen und 11 Nie­der­la­gen ste­hen die Ulmer aktu­ell auf Tabel­len­po­si­ti­on fünf. Die Bam­ber­ger sind Drit­ter und haben bereits zwei Sie­ge mehr (18−10) auf dem Kon­to, jedoch auch schon eine Par­tie mehr absolviert.

„Ulm hat uns im Hin­spiel mit 20 Punk­ten Dif­fe­renz eine Abrei­bung gege­ben und fast das gesam­te Spiel über domi­niert. Sie haben von Posi­ti­on eins bis zwölf Qua­li­tät im Kader und jeder von ihnen kann jeder­zeit heiß lau­fen“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. „Das wird eine sehr gro­ße Her­aus­for­de­rung für uns. Ulm ist defen­siv extrem stark und sie kön­nen Mann­schaf­ten mit ihrer Phy­sis domi­nie­ren. Dar­auf müs­sen wir bereit sein. In der Offen­si­ve müs­sen wir den Ball deut­lich bes­ser bewe­gen, als wir das im Hin­spiel getan haben. Sie spie­len wie wir um die vor­de­ren Plät­ze in der Tabel­le und des­halb ist es ein enorm wich­ti­ges Spiel.“

Nach einer zunächst noch aus­ge­gli­che­nen Anfangs­pha­se über­nah­men die Ulmer nach und nach das Gesche­hen auf dem Par­kett. Aus dem 27:28 (13.) wur­de bis zur Halb­zeit­pau­se ein 35:53-Rückstand. Die Bam­ber­ger kämpf­ten sich in die Par­tie zurück und ver­kürz­ten Mit­te des drit­ten Vier­tels wie­der bis auf 50:57, doch bis zum Start in den Schluss­ab­schnitt hat­ten die Ulmer dank ihrer an die­sem Tag her­vor­ra­gen­den Tref­fer­quo­te aus der Distanz den Vor­sprung wie­der auf 15 Zäh­ler aus­ge­baut (61:76). Ein 12:0‑Lauf zu Beginn des vier­ten Vier­tels zum 61:88 (33.) sorg­te dann schnell für die Vor­ent­schei­dung in die­ser Par­tie. Auf Bam­ber­ger Sei­te punk­te­ten Cobe Wil­liams (14), Richard Bal­int (11) sowie Aus­tin Crow­ley und EJ Onu (je 10) zwei­stel­lig. Bei den Ulmern waren es Mark Smith (29), Chris­ti­an Seng­fel­der (17), Chris­to­pher Led­lum (14) und Tobi­as Jen­sen (12).

Wenn man sich die bis­he­ri­gen Ergeb­nis­se der Ulmer in die­ser Sai­son so ansieht, dann reibt man sich doch ein wenig die Augen, denn star­ken Auf­trit­ten wie zum Bei­spiel bei den Heim­sie­gen gegen Würz­burg, Trier, Olden­burg, Lud­wigs­burg, Bonn und dem MBC oder auch dem Sieg in Mün­chen ste­hen dann auf der ande­ren Sei­te gleich zwei Nie­der­la­gen in die­ser Serie gegen Hei­del­berg sowie jetzt auch am letz­ten Spiel­tag die Plei­te in Braun­schweig gegen­über. Unver­kenn­bar ist aber die Tat­sa­che, dass sich die Ulmer in eige­ner Hal­le in die­ser Sai­son deut­lich woh­ler füh­len als auf frem­dem Parkett.

Die phy­si­sche Stär­ke der Ulmer zeigt sich ganz klar beim Reboun­ding. Lie­gen die Bam­ber­ger – nur die defen­si­ven Abpral­ler betrach­tet – sogar mit 0,1 vor­aus (26,1), haben die Ulmer unter dem offen­si­ven Brett klar mit 12,9 zu 9,2 die Nase vor­ne. Ihre von Head Coach Anton Gavel ange­spro­che­ne defen­si­ve Stär­ke zeigt sich bei den Ste­als. Hier lie­gen die Ulmer im Liga­ver­gleich mit im Schnitt 8,3 geklau­ten Bäl­len auf Posi­ti­on zwei hin­ter dem FC Bay­ern (8,6).

Der Blick auf Sei­te zwei unse­res Team­ver­gleichs und die hier zu sehen­den Wurf­quo­ten dürf­te alle Bam­ber­ger Bas­ket­ball Anhän­ger posi­tiv stim­men. Aus allen Ent­fer­nun­gen haben die BMA365 Bam­berg Bas­kets die bes­se­ren Quo­ten. Wie das aber mit den Sta­tis­ti­ken sein kann, hat das Hin­spiel gezeigt, als die Ulmer auch dank einer über­ra­gen­den Tref­fer­quo­te von jen­seits der 6,75-Meter-Linie die Punk­te aus Freak City mit­neh­men konnten.

Seit nun­mehr sechs Heim­spie­len sind die Ulmer in der ratio­ph­arm are­na unge­schla­gen. Der MBC, Bonn, Jena, Lud­wigs­burg, Olden­burg und Trier gin­gen alle­samt in Ulm als Ver­lie­rer vom Par­kett. 11 ihrer ins­ge­samt 16 Sai­son­sie­ge hat die Mann­schaft von Head Coach Ty Har­rel­son in eige­ner Hal­le geholt und ist damit hin­ter dem FC Bay­ern (10−1) die zweit­stärks­te Heim­mann­schaft der gesam­ten easy­Cre­dit BBL.

Wäh­rend die BMA365 Bam­berg Bas­kets in allen ihren bis­he­ri­gen Sai­son­spie­len (easy­Cre­dit BBL und BBL-Pokal) immer mit der glei­chen Start­for­ma­ti­on die Par­tien begon­nen haben, gilt dies im Kader von ratio­ph­arm ulm nur für einen Spie­ler. Tobi­as Jen­sen hat bis­lang alle 27 Sai­son­spie­le der Ulmer begon­nen und liegt damit weit vor Chris­to­pher Led­lum, der in 24 Spie­len ins­ge­samt 20-mal in der Start­ing Five stand. Exakt 28 Minu­ten steht der Däne dabei im Schnitt auf dem Par­kett und lie­fert hier durch­schnitt­lich 10,0 Punk­te, 3,4 Rebounds und 3,8 Assists ab.

Nach­dem man Ende Novem­ber mit Jus­tin Simon schon ein­mal nach­ver­pflich­tet hat­te, leg­ten die Ulmer Ende Janu­ar mit Joel Soria­no nun noch­mals nach. Der 2,11 Meter gro­ße Cen­ter spiel­te zuletzt in der ACB in Sara­gos­sa und soll, so Sport­di­rek­tor Thors­ten Lei­ben­ath, dem Ulmer Kader mit sei­nen Fähig­kei­ten und sei­ner Prä­senz an bei­den Enden des Fel­des zusätz­li­che Qua­li­tät und Tie­fe ver­lei­hen. Bis­lang kam Soria­no in neun Par­tien zum Ein­satz, von denen die Ulmer sechs gewannen.

Nach Mark Smith und Tobi­as Jen­sen bekommt Chris­to­pher Led­lum die meis­ten Ein­satz­mi­nu­ten (25:32) im Team der Ulmer. Der 25-Jäh­ri­ge ist ein ath­le­ti­sches Kraft­pa­ket mit Scoring-Qua­li­tä­ten. Außer bei der Heim­nie­der­la­ge gegen Hei­del­berg (6 Punk­te) scor­te der US-Ame­ri­ka­ner in die­ser Sai­son jeweils zwei­stel­lig. Sein bis­he­ri­ger BBL-Best­wert: 32 Zäh­ler bei der 81:90-Auswärtsniederlage Ende Okto­ber bei den MHP RIESEN Ludwigsburg.

Bas­ket­ball Bundesliga

BMA365 Bam­berg Bas­kets gegen den Vize­meis­ter auf ver­lo­re­nem Posten

Nach zuletzt zwei Sie­gen in Serie haben die BMA365 Bam­berg Bas­kets am 12. Spiel­tag in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga wie­der eine Nie­der­la­ge ein­ste­cken müs­sen. Gegen den deut­schen Vize­meis­ter ratio­ph­arm ulm unter­lag das Team um Mann­schafts­ka­pi­tän Ibi Wat­son am Sams­tag­abend mit 83:106 (35:53).

Die 5.700 Zuschau­er in der aus­ver­kauf­ten BROSE ARENA sahen eine aus­ge­zeich­net ein­ge­stell­te Ulmer Mann­schaft, der es mit einer Zonen­press­ver­tei­di­gung immer wie­der gelang, dem Bam­ber­ger Spiel die gefürch­te­te Geschwin­dig­keit zu neh­men. Zudem hat­ten meh­re­re Ulmer Wer­fer einen Sah­n­etag erwischt. Ins­ge­samt fan­den 17 der 27 Ulmer Drei­punk­te­wür­fe (= 63%) den Weg in den Bam­ber­ger Korb. 

Beson­ders heiß prä­sen­tier­te sich Mark Smith. Der US-Ame­ri­ka­ner traf 7‑mal von hin­ter der 6,75-Meter-Linie und war mit 29 Punk­ten Tops­corer des Spiels sowie mit 9 ein­ge­sam­mel­ten Abpral­lern auch bes­ter Reboun­der. Bes­ter Punk­te­samm­ler in Rei­hen der BMA365 Bam­berg Bas­kets war Cobe Wil­liams mit 14 Punk­ten, auf einen zwei­stel­li­gen Effek­ti­vi­täts­wert brach­te es im Team von Head Coach Anton Gavel jedoch nur ein Akteur. EJ Onu kam mit 10 Zäh­lern und 5 geblock­ten Wür­fen auf eine Effek­ti­vi­tät von 12.


Spiel­ver­lauf

Die Bam­ber­ger benö­tig­ten einen Moment, um vor rest­los aus­ver­kauf­tem Haus ins Spiel zu fin­den. 2:22 Minu­ten waren bereits gespielt, als Richard Bal­int mit einem Drei­er (3:4/3.) die ers­ten Bam­ber­ger Punk­te der Par­tie erzie­len konn­te. Wenig spä­ter sorg­te dann Cobe Wil­liams mit einem Vier-Punk­te-Spiel für die ers­te Bam­ber­ger Füh­rung (9:8/4.). Schon hier aber offen­bar­te die Bam­ber­ger Ver­tei­di­gung unge­wohn­te Schwä­chen und ließ die Ulmer immer wie­der zu ein­fa­chen Korb­er­fol­gen kom­men. Offen­siv konn­te man jedoch dage­gen­hal­ten, denn zunächst fie­len die Drei­er und so lag man nach dem erfolg­rei­chen Distanz­wurf von Aus­tin Crow­ley zum 16:16 (7.) gleich­auf. In den kom­men­den nicht ein­mal 60 Sekun­den zogen die Ulmer mit einem 7:0‑Lauf erst­mals davon (16:23/8.) und hat­ten auf Bam­ber­ger Sei­te mit ihrer Ver­tei­di­gung zu die­sem Zeit­punkt schon vier Ball­ver­lus­te for­ciert. Chris­ti­an Seng­fel­der erhöh­te den Ulmer Vor­sprung noch­mals (18:28/9.), ehe Moritz Krim­mer mit einem Drei­er den 21:26-Zwischenstand nach dem ers­ten Vier­tel erzie­len konnte.

Der Start ins zwei­te Vier­tel gehör­te nun den Haus­her­ren. Groß­ar­tig unter­stützt von den eige­nen Fans kamen Ibi Wat­son & Co. nun wie­der her­an. Nahe­zu die exakt glei­che Zeit­span­ne, die die Fans zu Beginn auf die ers­ten Zäh­ler war­ten muss­ten, nutz­ten die Bam­ber­ger hier, um nach Drei­er und erfolg­rei­chem Sprung­wurf ihres Mann­schafts­ka­pi­täns auf 27:28 (13.) zu ver­kür­zen. Plötz­lich aber ging nichts mehr und die Ulmer zogen aber­mals in Win­des­ei­le (es dau­er­te hier nicht ein­mal zwei Minu­ten) davon. Mit einem 13:0‑Run, dar­un­ter drei Drei­er von Tobi­as Jen­sen, setz­ten sich die Ulmer wie­der ab (27:41/15.). Bis zur Halb­zeit­pau­se konn­ten die Gäs­te ihre Füh­rung sogar noch ein klein wenig wei­ter aus­bau­en, da sie ihre Chan­cen in der Offen­si­ve hoch­pro­zen­tig nutz­ten (58% Tref­fer­quo­te aus dem Feld, 64% Tref­fer­quo­te bei den Drei­ern). Zudem ließ die Ulmer Ver­tei­di­gung kein Bam­ber­ger Tem­po-Spiel zu und zwang die Gast­ge­ber ein ums ande­re Mal in schwie­ri­ge Situa­tio­nen (9 Ball­ver­lus­te in der ers­ten Halb­zeit) und Abschlüs­se. Beim Stand von 35:53 ging es in die Halbzeitpause.


„Defen­siv haben wir sie nie stop­pen können“

Wie schon in Vier­tel Num­mer zwei star­te­ten die Bam­ber­ger auch nach der Pau­se gut. Nach zwei Drei­ern in Fol­ge von Cobe Wil­liams brann­te die Are­na zu Beginn des drit­ten Vier­tels plötz­lich wie­der so rich­tig (43:56/23.) und Ulms Coach Ty Har­rel­son muss­te per Aus­zeit erst ein­mal die Brem­se zie­hen. Die Bam­ber­ger blie­ben jetzt dran und dank zwei ver­rück­ter Abschlüs­se von Zach Ens­min­ger war man bis auf 50:57 (26.) wie­der dran. Nach zwei ver­wor­fe­nen Frei­wür­fen von Teo Mili­cic hät­te man sogar die Mög­lich­keit haben kön­nen, noch wei­ter zu ver­kür­zen, doch den Ball nach dem ver­ge­be­nen Frei­wurf angel­te sich Ulms Chris­to­pher Led­lum, der Chris­ti­an Seng­fel­der so den Drei­er zum 50:60 auf­le­gen konn­te. Jetzt waren die Gäs­te wie­der am Drü­cker. Ange­führt von Mark Smith, der allein im drit­ten Vier­tel 14 sei­ner ins­ge­samt 29 Punk­te erziel­te, gelang es den Ulmern, ihren Vor­sprung wie­der in Rich­tung Halb­zeit-Niveau zu schrau­ben. Beim Stand von 61:76 ging es in die letz­ten zehn Minuten. 

Hier brauch­ten die Ulmer gera­de ein­mal drei Minu­ten, um end­gül­tig für kla­re Ver­hält­nis­se zu sor­gen. Mit einem 12:0‑Lauf zum Start in den Schluss­ab­schnitt zog man auf 61:88 (33.) davon und sorg­te bereits hier für die Vor­ent­schei­dung. Chris­ti­an Seng­fel­der war es an alter Wir­kungs­stät­te dann vor­be­hal­ten, gut zwei Minu­ten vor dem Ende mit einem Drei-Punk­te-Spiel die Ulmer Punkt­aus­beu­te drei­stel­lig zu machen. Mit 83:106 unter­la­gen die BMA365 Bam­berg Bas­kets am Ende dem deut­schen Vize­meis­ter, der auch ohne Nel­son Wei­de­mann und Tho­mas Klepei­sz zu einem ins­ge­samt hoch ver­dien­ten und damit vier­ten BBL-Sieg in Fol­ge kam.

„Glück­wunsch an Ulm zum Sieg. Wir waren heu­te nicht in der Lage, ihre Phy­sis zu matchen. 106 Punk­te und deren Drei­er­quo­te sind ein Beleg, dass wir nicht gut ver­tei­digt haben und am Wurf nahe­zu immer die Hän­de unten hat­ten“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. „Defen­siv haben wir sie nie stop­pen kön­nen, außer viel­leicht zu Beginn des drit­ten Vier­tels, als wir erst­mals etwas aggres­siv gespielt hat­ten. Ansons­ten sind wir im Spiel immer nur dem Rück­stand hin­ter­her­ge­lau­fen. Auch mit unse­rer Offen­si­ve konn­ten wir uns nicht durch­set­zen. Wir haben vie­les nicht rich­tig gemacht und so sind unse­re Abschlüs­se immer in schwie­ri­gen und hart ver­tei­dig­ten Wür­fen geen­det und so ver­liert man dann am Ende auch so deut­lich die­ses Spiel.“

Nur drei Tage nach dem Heim­spiel gegen Ulm steht dem Team von Head Coach Anton Gavel bereits die nächs­te Auf­ga­be bevor. Erneut in eige­ner Hal­le bekommt man es am Diens­tag, 30. Dezem­ber, mit dem SYNTAINICS MBC zu tun. Tip-Off zum Spiel gegen die Wöl­fe aus Sach­sen-Anhalt ist um 18:30 Uhr.

Bas­ket­ball Bundesliga

Vor vol­lem Haus spie­len die Bam­berg Bas­kets gegen den deut­schen Vizemeister

Unmit­tel­bar nach den Weih­nachts­fei­er­ta­gen bekom­men es die BMA365 Bam­berg Bas­kets in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga am Sams­tag­abend um 18:30 Uhr mit dem Deut­schen Vize­meis­ter zu tun.

Beim Heim­spiel am 12. Spiel­tag gegen ratio­ph­arm ulm kön­nen Head Coach Anton Gavel und sei­ne Mann­schaft dabei auf die best­mög­li­che Unter­stüt­zung ihrer Fans bau­en, denn die BROSE ARENA wird a aus­ver­kauft sein.

„Mit der Ver­pflich­tung von Simon haben sich die Ulmer gut ver­stärkt und nach­dem Led­lum nun wie­der zurück ist, haben sie ihr klei­nes Tief über­stan­den. Der knap­pe Sieg zuletzt in Ber­lin spricht für sich und zeigt die Qua­li­tät, die in der Ulmer Mann­schaft steckt“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. „Wir haben es in der letz­ten Sai­son gera­de im zwei­ten Spiel bit­ter­bö­se erle­ben müs­sen, wie schwie­rig es ist, gegen Ulm zu spie­len. Wir spre­chen über den Vize­meis­ter der letz­ten Spiel­zeit und Euro­Cup-Teil­neh­mer, der nun über Weih­nach­ten eine Woche Zeit hat­te, um sich auf uns vor­zu­be­rei­ten. Umso schwie­ri­ger ist die­se Auf­ga­be für uns, in der wir defen­siv rich­tig her­aus­ge­for­dert sein wer­den. Offen­siv ist es für uns an der Zeit, ein­mal über 40 Minu­ten in einer Par­tie abzuliefern.“

Natür­lich ist das Spiel zwi­schen Ulm und Bam­berg ein Wie­der­se­hen alter Bekann­ter. Wäh­rend es für Bam­bergs Head Coach Anton Gavel gegen jenen Club geht, mit dem er als Roo­kie-Head Coach gemein­sam mit dem nach wie vor als Co-Trai­ner in Ulm täti­gen Tyron McCoy 2023 deut­scher Meis­ter wur­de, keh­ren auf Ulmer Sei­te gleich zwei Ex-Bam­ber­ger zurück nach Freak City. Nel­son Wei­de­mann spiel­te in der Sai­son 2019/​/​20 in Bam­berg, Chris­ti­an Seng­fel­der trug zwi­schen 2019 und 2023 das flam­men­ro­te Jersey.

Bei­de Teams gehen mit einer Sie­ges­se­rie in die­se Par­tie. Wäh­rend die Bam­ber­ger mit Sie­gen gegen Hei­del­berg und in Jena die Auf­ga­be gegen Ulm ange­hen, hat das Team von Head Coach Ty Har­rel­son zuletzt drei BBL-Spie­le in Serie für sich ent­schei­den kön­nen. Dem Aus­wärts­er­folg in Jena (92:70) folg­ten zwei wah­re Cruncht­i­me-Sie­ge. Zunächst besieg­te man auf eige­nem Par­kett RASTA Vech­ta (77:75), ehe man am letz­ten Spiel­tag in der Haupt­stadt bei ALBA BERLIN mit 67:66 den sechs­ten Sai­son­sieg ver­bu­chen konn­te. In der Vor­sai­son traf man zwei­mal in Bam­berg auf­ein­an­der. Wäh­rend die Bam­ber­ger das Duell im BBL-Pokal für sich ent­schei­den konn­ten, sieg­ten die Ulmer Anfang des Jah­res im BBL-Spiel.

Das Gesicht des Vize­meis­ters hat sich stark ver­än­dert. Her­ken­hoff, Jal­low, Bret­zel, Essen­gue, Saraf, Jes­sup oder auch San­tos ste­hen nicht mehr im Kader. Nichts­des­to­trotz ist es Sport­di­rek­tor Thors­ten Lei­ben­ath und sei­nem Team wie­der ein­mal gelun­gen, eine ambi­tio­nier­te Mann­schaft mit sehr inter­es­san­ten Talen­ten zusam­men­zu­stel­len, die von BBL-erfah­re­nen Spie­lern geführt wird.

Geblie­ben? Eigent­lich ist er gekom­men. Nach sei­ner schwe­ren Ver­let­zung, die er sich im Euro­Cup Spiel im Janu­ar gegen Gran Cana­ria zuge­zo­gen hat­te, war Tho­mas Klepei­sz (34 Jah­re – SG – 1,86 m) nach der zurück­lie­gen­den Sai­son ver­trags­los. Der lang­jäh­ri­ge Ulmer Mann­schafts­ka­pi­tän kämpf­te sich in neun Mona­ten har­ter Arbeit aber zurück und erhielt Ende Okto­ber nun einen neu­en Ver­trag für die­se Spiel­zeit. Bis­her kam er nur in zwei Spie­len zum Ein­satz, in denen er im Schnitt 3,5 Punk­te erziel­te. Zu einer fes­ten Grö­ße im Team der Ulmer ist Tobi­as Jen­sen (21 Jah­re – SG – 1,98 m) gereift. Der Däne über­zeug­te bereits in den Finals in der Vor­sai­son gegen den FC Bay­ern und knüpf­te von Beginn der neu­en Spiel­zeit an sei­ne star­ken Leis­tun­gen an. Mit 10,9 Punk­ten pro Spiel sowie 3,5 Rebounds und 4,5 Assists ist er trotz sei­ner jun­gen Jah­re eine wich­ti­ge Säu­le im Spiel der Ulmer. Auch Nel­son Wei­de­mann (26 Jah­re – SG – 1,90 m) ist noch an Bord. Mit sei­ner immensen Ener­gie kann er die kom­plet­te Mann­schaft antrei­ben. Der Natio­nal­spie­ler hat bereits über 200 BBL-Ein­sät­ze auf dem Buckel und gilt als ein extrem unan­ge­neh­mer Ver­tei­di­ger, der das Spiel der Ulmer sehr schnell machen kann. Zudem ist auch Alic Anig­ba­ta (21 Jah­re – SF – 2,03 m) noch da.

Er kam aus Frank­reich von EB Pau-Orthez und besticht durch sei­ne aktu­el­len Sta­tis­ti­ken: Chris­to­pher Led­lum (24 Jah­re – PF – 2,04 m) ist der Tops­corer der Ulmer und steu­ert im Schnitt 18,1 Punk­te bei. Bei einer Effek­ti­vi­tät von 19,1 schnappt er sich zudem 6,4 Rebounds und ist damit hin­ter Jus­tin Simon (29 Jah­re – SF – 1,93 m) zweit­bes­ter Reboun­der des Teams. Simon wur­de Mit­te Novem­ber nach­ver­pflich­tet und spiel­te vor vier Jah­ren bereits ein­mal kurz für die Ulmer. Bis­her kam er in drei Spie­len zum Ein­satz und erziel­te im Schnitt 11,0 Punk­te und hol­te 8,3 Rebounds. Mit Mark Smit­hs (26 Jah­re – SG – 1,93 m) und Malik Osbor­ne (27 Jah­re – C – 2,06 m) hol­te man BBL-erfah­re­ne Spie­ler an die Donau. Smit­hs (44 BBL-Spie­le) stand 2223 in Göt­tin­gen unter Ver­trag, Osbor­ne (53 BBL-Spie­le) spiel­te bereits in Chem­nitz und in Ros­tock. Len Schoor­mann (23 Jah­re – SG – 1,93 m), der vor Sai­son­be­ginn aus Olden­burg nach Ulm gewech­selt war, hat den Ver­ein in Rich­tung Frank­reich wie­der ver­las­sen. Mit dem Fran­zo­sen Moha­med Dia­ki­te (19 Jah­re – PF – 2,08 m), dem Nie­der­län­der Endu­rance Aiya­men­khue (18 Jah­re – C – 2,09 m), dem Fran­zo­sen Meis­sa Faye (17 Jah­re – SF – 2,00 m) und dem Ita­lie­ner Die­go Gara­va­glia (18 Jah­re – SF – 2,01 m) hat Ty Har­rel­son gro­ße Talen­te in sei­nem Team. Nicht zu ver­ges­sen ist der erst 17-jäh­ri­ge Teo Mili­cic (17 Jah­re – PG – 1,92 m), der in sei­nen bis­he­ri­gen fünf Spie­len schon über 12 Minu­ten Ein­satz­zeit im Schnitt bekom­men hat. Joel Cwik (19 Jah­re – SG – 1,95 m), Namo­ri Omog (19 Jah­re – PG – 1,90 m) und Len­ni Kun­ze­witsch (20 Jah­re – PF – 2,05 m) kom­plet­tie­ren das Ulmer Team.

Nach den Abgän­gen von Karim Jal­low, Phil­ipp Her­ken­hoff und Nico­las Bret­zel sowie der Ver­let­zung von Thom­my Klepei­sz galt es in Ulm, die deut­sche Ach­se im Team um Wei­de­mann und Anig­ba­ta wie­der zu stär­ken. Mit der Ver­pflich­tung von Chris­ti­an Seng­fel­der (30 Jah­re – PF – 2,03 m) ist dies den Ulmern auch gelun­gen. Der gebür­ti­ge Lever­ku­se­ner bringt Erfah­rung aus 37 Län­der­spie­len sowie 218 BBL-Ein­sät­zen mit nach Ulm. Nach einem Jahr im Team der Tele­kom Bas­kets Bonn spiel­te er in der letz­ten Sai­son in Frank­reich in Dijon. Sei­ne aktu­el­len Sta­tis­ti­ken: 10,7 Punk­te und 4,5 Rebounds bei einer Effek­ti­vi­tät von 13,1.

19 Jah­re jag­te Ty Har­rel­son selbst als Pro­fi dem Bas­ket­ball hin­ter­her. Unter ande­rem spiel­te er in Finn­land, Ungarn, Aus­tra­li­en und auch in Deutsch­land. Nach einem Jahr beim TV Lan­gen lenk­te er als Spiel­ma­cher von 2006 bis 2008 den BBC Bay­reuth. In der Sai­son 2009/​/​10 war er in Osna­brück, ehe sei­ne Spie­ler­kar­rie­re 2022 in Lan­gen ende­te. 2022 über­nahm Har­rel­son den Chef­trai­ner­pos­ten in Vech­ta, eher er RASTA 2024 in Rich­tung Ulm verließ.

Sie­ges­se­rie gerissen

Bam­berg Bas­kets unter­lie­gen Ulm

Die Bam­berg Bas­kets haben ihre Nach­hol­par­tie des 3. Spiel­tags in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga ver­lo­ren. Nach zuletzt vier BBL-Sie­gen in Fol­ge unter­lag das Team von Head Coach Anton Gavel am Don­ners­tag­abend gegen ratio­ph­arm Ulm mit 77:98 (38:46).

Nach­dem Mann­schafts­ka­pi­tän Kars­ten Tad­da bei den Bam­berg Bas­kets bereits vor der Par­tie krank­heits­be­dingt pas­sen muss­te, ver­letz­te sich im Spiel auch noch Filip Sta­nić. Beim Kampf um den Ball wur­de der Bam­ber­ger Cen­ter in der 36. Spiel­mi­nu­te unglück­lich vom Knie von Isai­ah Roby im Gesicht getrof­fen und muss­te mit Ver­dacht auf Nasen­bein­bruch das Spiel­feld verlassen.

Vor 5.401 Zuschau­ern in der BROSE ARENA fan­den die Bam­ber­ger nie wirk­lich zu ihrem Spiel und muss­ten den Gäs­ten am Ende ver­dien­ter­ma­ßen den Sieg überlassen.

Die her­aus­ra­gen­den Akteu­re in den Rei­hen von Ulm an die­sem Abend waren Isai­ah Roby mit 16 Punk­ten sowie die bei­den 18-jäh­ri­gen Ben Saraf (15) und Noa Essen­gue (13). Tops­corer auf Sei­ten der Bam­ber­ger war Kyle Lof­ton mit 15 Zäh­lern. Stark schlu­gen sich auch die bei­den Bam­ber­ger Youngs­ter. Gabri­el Kuku steu­er­te sechs Punk­te bei, Adri­an Pet­ko­vić kam auf fünf und erziel­te damit sei­ne ers­ten BBL-Punkte.


Der Spiel­ver­lauf

Die Bam­ber­ger began­nen die Par­tie mit Kyle Lof­ton (neben Segu, Wat­son, Hor­vath und Sta­nić), der für den erkrank­ten Kars­ten Tad­da in die Start­for­ma­ti­on gerutscht war. Schnell war zu spü­ren, wie tief der Sta­chel der Pokal-Plei­te bei den Ulmern noch saß, denn das Team von Ty Har­rel­son dreh­te von Beginn an rich­tig auf und so ent­wi­ckel­te sich vom Tip-Off weg eine äußerst phy­si­sche Par­tie, in der auch die Schieds­rich­ter vie­les auf bei­den Sei­ten glei­cher­ma­ßen lau­fen lie­ßen. Den wohl spek­ta­ku­lärs­ten Korb der gesam­ten Par­tie erziel­te Ulms Isai­ah Roby bereits nach 91 Sekun­den, als er bei ablau­fen­der Shot­clock einen Not­wurf von der Mit­tel­li­nie neh­men muss­te und den Ball ganz locker im Korb unter­brach­te (2:5/2.). Bis Mit­te des ers­ten Vier­tels war das Spiel recht aus­ge­gli­chen und beim Korb­er­folg von Kyle Lof­ton zum 14:13 (6.) hat­te die Füh­rung bereits fünf Mal hin und her gewech­selt. Das Bam­ber­ger Spiel kam aber den­noch nicht rich­tig ins Lau­fen, da es den Ulmern mit ihrer gut gestaf­fel­ten Zonen-Press-Ver­tei­di­gung gelang, den Ball vor allem aus den Hän­den von Ronal­do Segu fern­zu­hal­ten. In Kom­bi­na­ti­on mit ihrer Rebound-Über­le­gen­heit (7:14 im ers­ten Vier­tel) zogen die Ulmer nun etwas davon (14:19/8.). Der Drei­er von Alfon­so Plum­mer zum 16:23 resul­tier­te aus einem Offen­siv­re­bound von Noa Essen­gue und mar­kier­te das Ergeb­nis nach den ers­ten zehn Minuten.

Die Inten­si­tät blieb wei­ter­hin hoch und auch die Ulmer wei­ter in Füh­rung. Sta­nić & Co. spiel­ten sich zwar immer wie­der her­an (23:27/13.), doch die Ulm kon­ter­te umge­hend (29:37/16.). Mit etwas mehr Ner­ven­stär­ke von der Frei­wurf­li­nie hät­ten die Gäs­te hier sogar höher füh­ren kön­ne (5 von 10), so aber kamen die Bam­ber­ger wie­der auf 33:37 her­an (17.). Doch auch hier gaben Roby und Jal­low schnell eine Ant­wort und die Ulmer lagen gut 60 Sekun­den spä­ter wie­der mit 33:42 in Füh­rung (17.). Mar­cio San­tos sorg­te mit zwei erfolg­rei­chen Frei­wür­fen für die ers­te zwei­stel­li­ge Gäs­te-Füh­rung, die Filip Sta­nić mit einem Tip-In zum 38:46-Pausenstand noch­mals etwas ver­kür­zen konnte.


„Wir waren heu­te ein­fach nicht aggres­siv genug” 

Zum Start in die zwei­te Hälf­te änder­te sich zunächst nichts am Abstand bei­der Mann­schaf­ten (42:50/22.). Auch das vier­te Foul gegen Karim Jal­low (23.) konn­te die Ulmer nicht beir­ren. Ganz im Gegen­teil. Mit einem 14:1‑Run zogen die Gäs­te unwi­der­steh­lich davon (43:64/28.) und das, obwohl mit Alfon­so Plum­mer ihr Tops­corer aus dem Pokal­spiel (23 Zäh­ler) über­haupt nicht in Schwung kom­men woll­te. Statt­des­sen waren ande­re Ulmer zur Stel­le und sorg­ten mit einem star­ken drit­ten Vier­tel (13:26) beim 51:72 nach drei­ßig Minu­ten für kla­re Verhältnisse.

Die Bam­berg Bas­kets aber gaben noch lan­ge nicht auf. Gut zwei­ein­halb Minu­ten waren im Schluss­ab­schnitt gespielt, als Gabri­el Kuku mit sei­nem zwei­ten erfolg­rei­chen Drei­er an die­sem Abend auf 59:74 ver­kürz­te. Wenig spä­ter leg­te Kyle Lof­ton aus der Distanz zum 62:74 nach. Gäs­te­coach Ty Har­rel­son zog mit einer Aus­zeit die Brem­se und sein Team reagier­te prompt. Zunächst schloss Roby den Angriff nach der Aus­zeit per Dun­king ab und den Drei­er auf der Gegen­sei­te von Lof­ton kon­ter­te Essen­gue eben­falls per Drei­er zum 65:79 (34.). Beson­ders bit­ter aus Bam­ber­ger Sicht dann die Situa­ti­on 4:49 Minu­ten vor dem Ende, als Filip Sta­nić plötz­lich mit blu­ten­der Nase auf dem Boden saß. Vom Knie von Isai­ah Roby im Gesicht getrof­fen muss­te der Bam­ber­ger Cen­ter mit ver­mut­lich gebro­che­ner Nase das Spiel­feld ver­las­sen. Direkt nach die­ser Situa­ti­on gaben die Gäs­te noch­mals Gas und sorg­ten mit einem 13:3‑Run beim 68:92 (38.) für ihre höchs­te Füh­rung und die Ent­schei­dung an die­sem Abend.
„Glück­wunsch an Ulm zum ver­dien­ten Sieg. Wir waren heu­te ein­fach nicht aggres­siv genug und haben uns durch die Ulmer Ver­tei­di­gung aus unse­ren Plays her­aus­neh­men las­sen. Wir haben 98 Punk­te zuge­las­sen, bei einer Tref­fer­quo­te von 71 Pro­zent bei den Zwei­ern wobei auch vie­le ein­fach Layups dabei waren, die ein­fach nicht pas­sie­ren dür­fen“, sag­te Bam­bergs Head Coach Anton Gavel nach dem Spiel. „Offen­siv haben wir selbst nie in unse­ren Rhyth­mus gefun­den und sind von Anfang an einem Rück­stand hin­ter­her­ge­lau­fen. Wir sind jetzt wie­der auf dem Boden der Tat­sa­chen und jetzt gilt es schnellst­mög­lich die nöti­ge Ener­gie zu bekom­men für das Spiel am Montag.“

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