Die Hauptrunde in der easyCredit Basketball Bundesliga ist abgeschlossen, die Play-In-Spiele sind gespielt: es kann also los gehen mit den Playoffs! Für die BMA365 Bamberg Baskets geht es ab dem morgigen Samstag in ihrer Viertelfinal-Serie dabei gegen den Vizemeister aus Ulm, der mit einer Bilanz von 19 Siegen und 15 Niederlagen die Hauptrunde auf Tabellenposition sechs beendet hat.
Spiel eins in dieser Best-of-five-Serie, in der man also drei Siege zum Weiterkommen benötigt, ist am morgigen Samstag um 18:30 Uhr. Spiel zwei findet dann nur zwei Tage später, ebenfalls in der BROSE ARENA, am Montag in Bamberg statt. Zum vierten Mal, nach 2012, 2015 und 2016, treffen beide Mannschaften nun erneut in einer Playoff-Serie aufeinander.
„Mit Ulm wartet ein unglaublich starker Gegner auf uns, der international erfahren ist und einen 12 Mann tiefen Kader mit sehr viel Qualität hat. Wir gehen zwar mit Heimvorteil in diese Serie, aber das ist gleich von Beginn an immer auch ein gewisser Druck, mit dem man umgehen können muss“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Es wird darauf ankommen, dass wir uns gegen ihre Top-Defense durchsetzen können, auf den Ball aufpassen und natürlich defensiv nochmals eine Schippe drauflegen im Vergleich zu so manchem Spiel, wo wir das bereits getan haben.“
Hauptrundenduelle endeten mit Auswärtssiegen
Die beiden Aufeinandertreffen in dieser Saison hätten kaum unterschiedlicher sein können. Erstmals standen sich beide Mannschaften Ende Dezember in der BROSE ARENA in Bamberg gegenüber. In der Partie des 12. Spieltags siegten am Ende die Gäste aus Ulm deutlich. Nach einem fulminanten zweiten Viertel hatten die Ulmer zur Pause bereits mit 18 Zählern in Führung gelegen. 17 ihrer 27 Dreierversuche (63%) fanden in dieser Partie ihr Ziel und bescherten ratiopharm ulm auch aufgrund der Rebound-Dominanz (40:29) den Sieg in Freak City. Mark Smith (29), Christian Sengfelder (17), Chris Ledlum (14) und Tobias Jensen (12) punkteten zweistellig für Ulm. Bei den BMA365 Bamberg Baskets waren es Cobe Williams (14), Richard Balint (11) sowie Austin Crowley und EJ Onu (je 10).
105 Tage später traf man dann in der ratiopharm arena in Ulm erneut aufeinander. In der Partie des 29. Spieltags hatten diesmal die Bamberger das bessere Ende für sich. Die Gastgeber waren zunächst gut in die Partie gestartet und hatten sich Mitte des zweiten Viertels einen zweistelligen Vorsprung herausspielen können. Im dritten Abschnitt übernahmen dann aber die BMA365 Bamberg Baskets das Kommando und auch die Führung. Mit 30:16 gewannen Ibi Watson & Co. den Schlussabschnitt und so letztlich auch das Spiel. Tobias Jensen (17) und Thomas Klepeisz (10) waren Ulms beste Werfer im Rückspiel. Für die Bamberger trafen diesmal Ibi Watson (18), Cobe Williams (15), Demarcus Demonia (12) und Zach Ensminger (10) am besten.
Nur knapp jeden dritten ihrer Dreierversuche haben die Ulmer im Saisonverlauf im gegnerischen Korb versenken können. Das ist der drittschlechteste Wert in der BBL. Nur die Teams aus Bonn (27,2%) und Heidelberg (30,6%) trafen noch etwas schwächer.
Dafür jedoch sind die Ulmer stark beim Rebound und haben mit fast 39 eingesammelten Abprallern einen ebenso starken Wert wie die Teams aus München und Berlin. Mit 8,7 Ballgewinnen pro Partie sind die Ulmer das Team der Liga, das seinem Gegner am häufigsten den Ball abnimmt. In seiner Kolumne stellt BBL-Experte Stefan Koch zwei andere Zahlen in den Vordergrund: Ulm hat das zweitbeste Defensiv-Rating der Liga, während die Bamberger über das zweitbeste Offensiv-Rating verfügen.
Auf Ulmer Seite geht vor allem in der Offensive vieles über Christopher Ledlum. Vor Mark Smith (9,5) und Tobias Jensen (9,2) nimmt der US-Amerikaner mit 12,1 Abschlüssen pro Partie die meisten Würfe im Team der Ulmer. Bei Ibi Watson auf Bamberger Seite sind es 11,3 Würfe pro Spiel. Ihm folgen im Team Cobe Williams (10,7) und Demarcus Demonia (10,1).
