Die BMA365 Bamberg Baskets haben Spiel 1 im Playoff-Halbfinale bei ALBA BERLIN verloren. Mit 86:105 (34:53) zogen die Bamberger am Samstagnachmittag in der Max-Schmeling-Halle am Ende den Kürzeren. Nach zuletzt zehn Siegen in Serie musste die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel damit wieder eine Niederlage hinnehmen.
Dabei war man gut in die Auftaktpartie der Halbfinal-Serie gestartet und hatte das erste Viertel mit 19:18 gewinnen können. In Viertel Nummer zwei ging dann jedoch so gut wie nichts mehr. Während man selbst nur 15 Zähler auf die Anzeigetafel brachte, gestattete man ALBA 35 Punkte und lag zur Pause bereits deutlich zurück. Auch im dritten Abschnitt konnte man den Spielfluss der Berliner nicht stoppen, die nochmals 30 Zähler erzielten und so kurz vor dem Start des Schlussabschnitts schon spielentscheidend mit 30 Punkten in Führung lagen.
Bester Werfer bei ALBA BERLIN war Jack Kayil mit 18 Punkten. Ibi Watson war Bambergs Topscorer mit 16 Zählern.
Der Spielverlauf
Beide Mannschaften legten munter los in diesem ersten Halbfinal-Match. Nachdem Jonas Mattisseck und Norris Agbakoko für die Hausherren erst einmal vorgelegt hatten (2:5/2.), zogen Ibi Watson und Richard Balint für die Bamberger nach. Cobe Williams war es dann, der mit einem Schnellangriff Coast-to-coast für die erste Bamberger Führung des Abends gesorgt hatte (9:7/4.). Demarcus Demonia flog zwei weitere Zähler per Alley Oop zum 11:7 ein, doch bereits in den folgenden Minuten hatte die Bamberger Verteidigung ihre Probleme mit dem Berliner Angriffsspiel. Vor allem Martin Hermannsson zog hier ein Foul nach dem nächsten und sein Team ging wieder in Führung (11:13/7.). Die Bamberger aber blieben dran und lagen nach Korberfolgen von Daniel Keppeler, Moritz Krimmer und Austin Crowley 50 Sekunden vor dem Ende des ersten Abschnitts mit 19:13 vorne. Ein Dreier von Moses Wood sowie ein Korbleger aus dem Fastbreak von Michael Rataj ließen die Bamberger Führung jedoch wieder auf einen einzigen Zähler schrumpfen (19:18).
Auch im zweiten Viertel agierten beide Teams auf Augenhöhe. Die Führung wechselte im zweiten Abschnitt nun zum insgesamt sieben Mal hin und her, nachdem Justin Bean den Führungstreffer von Ibi Watson zum 27:26 (13.) mit einem Korberfolg in der Bamberger Zone zur erneuten ALBA-Führung gekontert hatte. In diesem Moment riss nun jedoch der Faden im Bamberger Spiel komplett. Ein 25:4‑Run von ALBA in den folgenden 5:42 Minuten schraubte deren Führung auf 20 Zähler (31:51/19.). Während in dieser Phase beim Team aus Freak City so gut wie nichts funktionieren und auch in den Korb fallen wollte, spielten die Berliner ihre Würfe geduldig heraus und nutzten ihre Chancen eiskalt. Bereits zur Halbzeit konnten die Gastgeber 17 Assists (Bamberg 6) verzeichnen und ihrer Trefferquote aus dem Feld (20 aus 33) lag bei überragenden 61 Prozent (Bamberg 39%). Mit 15:35 mussten die Bamberger das zweite Viertel abgeben und lagen beim Gang in die Halbzeitpause mit 34:53 zurück.
„Wir waren nicht bereit für dieses Spiel“
Mit drei weiteren erfolgreichen Dreiern starteten die Berliner in die zweite Halbzeit und bauten ihren Vorsprung so weiter aus (36:62/22.). Während das Spiel der Hauptstädter auch weiterhin wie am Schnürchen funktionierte, tat sich das Team von Anton Gavel nach wie vor extrem schwer. Bambergs Head Coach versuchte zwar mit Wechseln und Auszeiten sein Team wieder in die Spur zu bringen, doch nach dem Dreier von Jack Kayil zum 44:75 (28.) erhöhte sich der Rückstand erstmals auf über 30 Zähler. Mit einem Drei-Punkte-Spiel war es dann erneut der 20-Jährige, der beim 44:78 (28.) für die höchste Berliner Führung des Abends und eine Vorentscheidung sorgte. 30:20 ging das dritte Viertel an die Berliner (54:83).
Doch auch wenn es aus Bamberger Sicht an diesem Nachmittag in der Hauptstadt nicht laufen wollte, aufgeben kam nicht in Frage und so bissen sich die Jungs um Kapitän Ibi Watson nochmals in die Partie hinein. Nach Dreiern von Zach Ensminger sowie zwei Distanz-Treffern von Adrian Petkovic hatte man den Rückstand bei noch knapp sechseinhalb Minuten Spielzeit auf 71:88 verkürzt. ALBA ließ sich aber nicht noch einmal in Bedrängnis bringen und hielt den Vorsprung nun immer so um die 20 Punkte. Mit dem insgesamt 16. Berliner Dreier (bei 37 Versuchen /43% – Bamberg 8 aus 26 /31%) knackte Malte Delow die Hundert-Punkte-Marke. Am Ende unterlagen die Bamberger in Spiel #1 der Serie mit 86:105. „Glückwunsch an Pedro Calles und sein Team zu diesem absolut verdienten Sieg. Wir haben heute im zweiten und dritten Viertel 65 ALBA-Punkte zugelassen – außerdem sind die 28 Berliner Assists auch deutlich zu viel. Wir waren nicht bereit für dieses Spiel“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel.
