Basketball Bundesliga
Überragende Bamberger Saison endet mit bitterer Niederlage in Berlin
Eine großartige Saison ist am Dienstagabend für die BMA365 Bamberg Baskets in Berlin zu Ende gegangen. In Spiel 5 der Halbfinal-Serie unterlag die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle bei ALBA BERLIN mit 66:97 (26:52) und musste sich in der Best-of-five-Serie am Ende mit 2:3 Siegen geschlagen geben.
Unglaublich auch im letzten Spiel der Saison war wieder einmal der phänomenale Support der Fans aus Freak City, die mit insgesamt sieben Bussen zu Hunderten nach Berlin gereist waren, um ihr Team lautstark bis zum Spielende zu unterstützen.
Die Entscheidung in Spiel 5 fiel wie schon in Partie 2 der Serie im zweiten Viertel, in dem den Berlinern alles gelang. Mit 9:30 gaben die Bamberger die zweiten zehn Minuten ab und hatten in diesem Abschnitt sowohl beim Rebound als auch im eigenen Offensiv-Spiel ihre lieben Mühen mit den Albatrossen. Den 26 Bamberger Punkten zur Pause standen 26 ALBA-Rebounds gegenüber. Zudem sprach die Teameffektivität von 17:70 auch aufgrund zu vieler Bamberger Ballverluste schon zur Pause eine mehr als deutliche Sprache.
Der Spielverlauf
Bamberg startete wieder mit der gewohnten Anfangsformation, also wieder mit EJ Onu, in dieses alles entscheidende Spiel in der Hauptstadt. Der Bamberger Center war es dann auch, der den ersten Angriff der Gäste spektakulär per Dunking abschließen konnte. Die Berliner präsentierten sich an diesem Abend jedoch von Beginn an hoch konzentriert, deutlich spritziger als noch in den beiden Spielen in Bamberg und beim Rebound wieder einmal äußerst bissig. All das war gleich im ersten ALBA-Angriff des Spiels erkennbar, als Martin Hermannsson nach Offensiv-Rebound von Norris Agbakoko die Gastgeber per Dreier in Führung brachte. Der isländische Spielmacher (8 Punkte im ersten Viertel) zeigte sich wieder als Lenker des Spiels der Albatrosse, während Ibi Watson auf Bamberger Seite einen schlechten Start in die Partie erwischte. Nach zwei vergebenen Abschlussmöglichkeiten ging es für ihn nach gerade einmal 3:15 Minuten Spielzeit mit dem zweiten Foul auf die Bank. Richard Balint glich mit einem Dreier zum 7:7 (4.) aus, doch dem Bamberger Offensivspiel fehlte es ein wenig an der Leichtigkeit aus den vorangegangenen Heimspielen. Noch keine viereinhalb Minuten waren absolviert, da hatte sich das Team aus Freak City bereits vier Ballverluste geleistet. Berlin hingegen traf aus der Distanz und der dritte Dreier der Hausherren durch Malte Delow bedeutete das 7:13 (5.). Es folgte der nächste Ballverlust, den erneut Malte Delow zu zwei einfachen Zählern nutzen konnte. Anton Gavel zog die Bremse und nahm seine erste Auszeit (7:15/6.). Auch der nächste Bamberger Angriff blieb ohne Zähler. Stattdessen sorgte Sam Griesel auf der Gegenseite per Dreier für die erste zweistellige ALBA-Führung des Abends (7:18/6.). Doch plötzlich schien ein Ruck durch das Team des Pokalsiegers zu gehen und Zähler von Keppeler, Ensminger, Williams und Crowley brachten die Gäste wieder auf 15:20 (8.) heran. Mit diesen fünf Punkten Rückstand ging es dann auch ins zweite Viertel (17:22).
Die Viertelpause kam den Berlinern hier aber ganz offensichtlich genau zur richtigen Zeit und so machten die Gastgeber da weiter, wo sie am Anfang des Spiels begonnen hatten. Einen Offensiv-Rebound nutze Malte Delow zunächst per Korbleger, traf dann für drei Punkte aus der Distanz, ehe er Norris Agbakoko bediente, der zum 17:29 (13.) abschloss und so die zweite Bamberger Auszeit in der ersten Halbzeit unumgänglich machte. Doch auch im Anschluss blieb das Bamberger Spiel weiter sehr zerfahren und nach dem bereits 10. Ballverlust erhöhte J’wan Roberts auf 20:40 (16.). Das Spiel glitt dem Team aus Freak City im zweiten Viertel nun immer weiter aus der Hand und nach einem 9:30 in den zweiten zehn Minuten sorgte der Dreier von Moses Wodd beim Pausenstand von 26:52 für die bis dahin höchste ALBA-Führung des Abends.
„Wir haben ab dem zweiten Viertel keinen Zugriff mehr auf das Spiel gehabt“
Mit einem 5:0‑Lauf starteten die Bamberger dann in die zweite Halbzeit (31:52/22.), doch näher als auf eben diese 21 Zähler Rückstand kam man nicht mehr heran. Im Gegenteil: die Berliner kontrollierten weiter die Bretter und hatten beim 36:60 (26.) mit 34:17 bei den Rebounds nicht nur klar die Nase vorne, sondern mit 13 Offensiv-Rebounds fast ebenso viele, wie die Bamberger zu diesem Zeitpunkt insgesamt. ALBA blieb weiter im Flow und Martin Hermannsson baute den Vorsprung an der Freiwurflinie kurz vor Ende des dritten Abschnitts auf 39:70 aus.
Die Berliner blieben auch im Schlussabschnitt konzentriert und spielten ihr Spiel weiter herunter. Der Bamberger Rückstand wuchs weiter an und beim 41:80 (32.) notierte man die höchste ALBA-Führung des Abends. Die Partie und die Frage, wer dem FC Bayern München in die Final-Serie um die Deutsche Meisterschaft folgen darf, war zu diesem Zeitpunkt bereits längst entschieden. „Glückwunsch an Pedro Calles und sein Team zum Einzug ins Finale. Wir haben ab dem zweiten Viertel keinen Zugriff mehr auf das Spiel gehabt. Wir haben defensiv nicht stattgefunden und es ALBA zu einfach gemacht. Daraus resultierten dann auch unsere Schwierigkeiten in der Offense und diese Niederlage“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel.
Das könnte Sie auch interessieren...
Basketball Bundesliga
BMA365 Bamberg Baskets gleichen Halbfinal-Serie aus und erzwingen Spiel 5
Die BMA365 Bamberg Baskets haben im Playoff-Halbfinale auch ihr zweites Heimspiel gegen ALBA BERLIN gewonnen und die Serie somit auf 2:2 ausgeglichen. Mit 81:67 (36:36) gewann das Team von Head Coach Anton Gavel am Samstagabend Spiel 4 in der mit 5.700 Zuschauern erneut restlos ausverkauften BROSE ARENA und erzwang so ein alles entscheidendes fünftes Spiel. Dieses wird am kommenden Dienstag um 20:30 Uhr in der Berliner Max-Schmeling-Halle ausgetragen.
Beim Sieg in Spiel 4 wurden die BMA365 Bamberg Baskets von einem Quartett angeführt. Austin Crowley (17), Ibi Watson (13) sowie Cobe Williams und Demarcus Demonia (je12) punkteten zweistellig für das Team aus Freak City. Auf Seiten der Albatrosse gelang dies Michael Rataj (18) und Sam Griesel (11).
Der Spielverlauf
Wie schon in Spiel 3 begann Anton Gavel auch Spiel 4 mit Finn Döntgens auf der Centerposition. Die ersten Zähler des Spiels erzielten jedoch die Berliner. Wie zu Beginn von Spiel 1 und auch von Spiel 2 war es Jonas Mattisseck, der ALBA mit einem Dreier als erstes auf die Anzeigetafel brachte. Demarcus Demonia machte Bambergs erste Punkte, ehe Justin Bean mit einem Drei-Punkte-Spiel auf 2:6 (2.) stellte. EJ Onu, der Spiel #3 verletzungsbedingt pausiert hatte, war bereits eingewechselt worden, doch wirklich lange wehrte seine Zeit auf dem Parkett nicht. Nach drei schnellen Fouls musste er nach nur einer Minute und 51 Sekunden schon wieder auf der Bank Platz nehmen und wurde durch Daniel Keppeler ersetzt (4:6/4.). Richard Balint sorgte mit einem Dreier dann für die erste Bamberger Führung des Spiels (7:6/5.), das bis knapp vier Minuten vor Viertelende nun eng blieb (12:12/7.). Fünf Bamberger Fehlwürfe ließen ALBA dann zunächst auf 12:17 (8.) etwas enteilen, doch Cobe Williams mit einem Drei-Punkte-Spiel, Moritz Krimmer per Dreier sowie zwei erfolgreiche Freiwürfe von Demarcus Demonia brachten den BMA365 Bamberg Baskets doch noch eine 20:19 Führung nach dem ersten Abschnitt.
Viertel Nummer zwei begann Richard Balint mit einem erfolgreichen Distanzwurf, den Moses Wood ebenfalls per Dreier jedoch prompt konterte (23:22/11.). Das Spiel wurde nun noch eine Spur physischer und die Bamberger gingen dank zwei Dunks von Demarcus Demonia mit 28:23 (13.) in Front, der hier allerdings auch innerhalb von gut einer halben Minute seine Fouls zwei und drei aufgebrummt bekam und so das Spielfeld erst einmal verlassen musste. Die BMA365 Bamberg Baskets aber blieben weiter fokussiert und führten, nachdem Ibi Watson den Freiwurf für das Technische Foul gegen Jonas Mattisseck verwandelt hatte mit 31:25 (15.). Die Berliner antworteten sofort und holten sich durch Korberfolge von Griesel, Rataj und Roberts die Führung zurück (31:32/17.). Cobe Williams und Zach Ensminger drehten auch hier den Spieß sofort wieder um (35:32/18.), zur Pause aber führte keines der beiden Teams, da Martin Hermannsson per Korbleger quasi mit der Halbzeitsirene zum 36:36 traf. Auch bei den Rebounds stand es zur Pause mit 22:22 unentschieden. Identisch auch die Dreierquote auf beiden Seiten mit je 4 Treffern bei 14 Versuchen und damit 29 Prozent. Während die Bamberger in Halbzeit eins jedoch 8 ihrer 11 Freiwürfe im Berliner Korb unterbringen konnten, ließen die Albatrosse in den beiden ersten Vierteln 8 ihrer 12 Freiwürfe ungenutzt.
„In Berlin werden wir nun mindestens noch einmal so eine Leistung brauchen”
Halbzeit zwei begann mit einem wunderschönen Backdoor-Play, das Ibi Watson abschloss. EJ Onu dunkte einen Fehlwurf von Cobe Williams, der den folgenden Angriff dann selbst für einen Korbleger zum 42:38 nutzte. Weniger gefallen dürfte Anton Gavel die Tatsache haben, dass sein Team im dritten Viertel bereits nach 2:35 Minuten die Mannschaftsfoulgrenze erreicht hatte. Demarcus Demonia ließ es auf jeden Fall weiter krachen. Zunächst verwertete er ein Alley Oop-Anspiel von Daniel Keppeler zum 44:39 (23.), ehe er es wenig später auf Zuspiel von Cobe Williams schon wieder scheppern ließ (56:48/8). Die Fans in der BROSE ARENA hier natürlich aus dem Häuschen und mit der Hoffnung, ihr Team könnte nun noch etwas weiter davonziehen. ALBA aber ließ sich nicht abschütteln und kam dank Michael Rataj sogar bis auf 56:53 (29.) wieder heran. Beim Stand von 60:54 endeten die dritten zehn Minuten.
Mit Beginn des letzten Viertels legten die Bamberger in der Verteidigung nun nochmals deutlich zu. 2:29 Minuten waren bereits gespielt, als Norris Agbakoko die ersten ALBA-Punkte zum 62:56 (33.) erzielen konnte. Bei den Bambergern fielen nun die Dreier. Ibi Watson, Austin Crowley und Cobe Williams trafen und Freak City bebte (71:56/35.). ALBA versuchte nun nochmals alles und verkürzte durch den Dreier von Sam Griesel auf 73:61 (37.), doch mit acht Punkten am Stück sorgte Austin Crowley beim 81:63 (39.) für die Entscheidung und so den 2:2‑Ausgleich in der Serie.
„Glückwunsch an unsere Spieler zu dieser erneuten Energieleistung. Wir haben heute das Rebound-Duell gewonnen, was enorm wichtig für uns war. Klar haben wir dann auch in der zweiten Halbzeit unsere Würfe vorn getroffen, die zum Teil aber auch gut herausgespielt waren. In Berlin werden wir nun mindestens noch einmal so eine Leistung brauchen, aber wenn wir jetzt schon in Spiel 5 sind, wollen wir natürlich auch alles dafür tun, dass wir auch das nächste Spiel gewinnen”, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. Am kommenden Dienstagabend um 20:30 Uhr steigt in der Max-Schmeling Halle im Playoff-Halbfinale nun das alles entscheidende Spiel 5 um den Einzug ins Finale!
Das könnte Sie auch interessieren...
Basketball Bundesliga
Ausverkaufte Halle peitscht BMA365 Bamberg Baskets zum Sieg gegen Berlin
Auch im dritten Spiel der Playoff-Halbfinal-Serie zwischen den BMA365 Bamberg Baskets und ALBA BERLIN hat es einen Heimsieg gegeben. Nach den beiden Auftaktsiegen der Berliner gewannen die Bamberger nun am Donnerstagabend in der mit 5.700 Zuschauern ausverkauften BROSE ARENA mit 81:73 (39:30) und verkürzten damit auf 1:2. Spiel 4 steigt am morgigen Samstag (6. Juni).
Mit einem weiteren Heimsieg am Samstag um 18:30 Uhr in Spiel 4 hätten die Bamberger nun die Möglichkeit, die Serie nochmals nach Berlin zurückzuschicken.
Obwohl dem Team von Head Coach Anton Gavel EJ Onu verletzungsbedingt fehlte, präsentierten sich die Bamberger auch ohne ihren Defensiv player of the year in der Verteidigung diesmal deutlich stärker. Großartig von ihren Fans unterstützt hatten die BMA365 Bamberg Baskets die offensive Ausbeute der Albatrosse in Viertel eins, zwei und vier jeweils unter 20 Zähler halten können.
Topscorer im Team der Albatrosse waren Norris Agbakoko und Justin Bean mit jeweils 14 Punkten. Im Team der Hausherren trafen Cobe Williams (20) und Ibi Watson (18) am besten. Zudem holte sich Demarcus Demonia ein Double Double mit 12 Punkten und 11 Rebounds.
Spiel 4 im Playoff-Halbfinale zwischen Bamberg und Berlin steigt am morgigen Samstag (6. Juni) erneut in Freak City. Tip-Off in der BROSE ARENA ist dann um 18:30 Uhr.
Der Spielverlauf
Die erste Überraschung des Abends für die 5.700 Zuschauer hatte Head Coach Anton Gavel parat, der den verletzten EJ Onu in der Startformation durch Finn Döntgens ersetzte. Der 22-Jährige verlor zwar den Eröffnungssprungball gegen Norris Agbakoko, störte den Berliner Big Man aber in den beiden ersten Angriffen des Spiels derart, dass dieser nicht erfolgreich abschließen konnte. Wenig Probleme im Abschluss hatte hingegen Cobe Williams. Der Bamberger Point Guard vollendete zwei Korbleger sowie einen Sprungwurf und war beim 6:2 (4.) für alle Bamberger Zähler verantwortlich. Durch die Einwechslung von Jack Kayil kamen die Hauptstädter nun besser in ihren Rhythmus und per Dreier sorgte Martin Hermannsson (6:8/5.) für die erste Gästeführung. Ibi Watson konterte jedoch umgehend ebenfalls mit einem Dreier, doch Sam Griesel und Norris Agbakoko antworteten für ALBA (9:12/6.). Mit seinem zweiten Dreier holte Ibi Watson die Führung zurück (15:14/8.), ehe Moritz Krimmer 79 Sekunden vor Viertelende mit seinem Korbleger zum 17:16 bereits für den Zwischenstand nach den ersten zehn Minuten sorgte.
Während in den ersten beiden Spielen in Berlin die Dreier auf Bamberger Seite nicht wirklich fallen wollten, so lief es auf eigenem Parkett deutlich besser (dafür fanden diesmal nur einer von 13 Dreierversuchen der Berliner in der ersten Halbzeit das Ziel). Ibi Watson und Demarcus Demonia trafen zum Start ins zweite Viertel aus der Distanz (25:18/13.) Ein Drei-Punkte-Spiel von Daniel Keppeler sowie ein Sprungwurf aus dem Schnellangriff heraus von Demarcus Demonia sorgten beim 32:22 (15.) für die erste zweistellige Führung. Bis auf 39:26 (19.) gelang es den BMA365 Bamberg Baskets, ihren Vorsprung auszubauen, ehe Jack Kayil mit vier Zählern in Folge das 39:30 erzielte, mit dem es für beide Teams auch in die Halbzeitpause ging. Unmittelbar nach der Halbzeitsirene sorgte Head Coach Anton Gavel nochmals für einen Aufreger, da er sich derart heftig beschwerte, dass er von den Schiedsrichtern mit einem Technischen Foul bestraft wurde.
„Es war ein wichtiger Sieg für unser Selbstvertrauen und für unsere Köpfe“
Halbzeit zwei begann mit einem Freiwurf für die Berliner. Die Strafe für das Technische Foul gegen Anton Gavel nutzte Moses Wood eiskalt. Eiskalt trifft auch die Art und Weise, wie Finn Döntgens die beiden folgenden Bamberger Angriffe abschloss. Mit zwei wunderschönen Hakenwürfen stellte der Linkshänder auf 43:31 (21.) und das Bamberger Spiel nahm immer weiter an Fahrt auf. Mit seinem vierten Dreier (bei 4 Versuchen) traf Ibi Watson bei ablaufender Shotclock zum 56:41 und Pedro Calles musste eine Auszeit nehmen. Doch auch der folgende Angriff seines Teams dürfte ihm nicht gefallen haben, denn den Berliner Einwurf direkt nach dieser Auszeit angelte sich Daniel Keppeler, der per Dunk zum 58:41 abschloss (26.). Die Bamberger schienen das Spiel nun vollends unter Kontrolle zu haben, doch weit gefehlt. ALBA drehte wieder auf und kam mit einem 9:0‑Lauf bis auf 58:50 (29) wieder heran. Zach Ensminger beendete die Bamberger Durststrecke mit einem Dreier aus der linken Spielfeldecke (61:50/30.), doch auch Justin Bean schlug vor dem Ende des Viertels gleich noch zweimal von jenseits der 6,75-Meter-Linie zu und so stand es nach 30 Minuten 63:56 für die Hausherren.
J‘wan Roberts nutzte den ersten Berliner Angriff des Schlussabschnitts zum 63:58, doch Cobe Williams sorgte auf der Gegenseite für ein Bamberger Ausrufezeichen. Im Eins-gegen-eins schlug der Bamberger Aufbauspieler Berlins Michael Rataj und stopfte den Ball zum 65:58 (31.). Wenig später folgte der nächste Dunk. Diesmal bediente Cobe Williams Finn Döntgens, der den Ball im Schnellangriff zum 69:59 (33.) in den ALBA-Korb hämmerte. Die Berliner aber kamen umgehend zurück und nach dem Dreier von Jonas Mattisseck (69:64/34.) holte Anton Gavel sein Team erst einmal wieder zusammen. Demonia und Crowley trafen und Bamberg lag wieder mit 73:64 vorne (36.), doch wenig später dunkte Michael Rataj den Ball zum 76:71 (39.). Es folgte die nächste Auszeit von Anton Gavel in deren Anschluss Cobe Williams abermals zum Korb zog und unwiderstehlich zum 78:71 einnetzte. Martin Hermannsson verkürzte an der Freiwurflinie wieder auf 78:73, doch 1:04 Minuten vor dem Ende machte dann Zach Ensminger mit einem weiteren Dreier zum 81:73 endgültig den Deckel auf Spiel #3, zumal Cobe Williams auf der Gegenseite den Berliner Angriff mit seinem 6. Steal in dieser Partie stoppte.
„Glückwunsch an unsere Spieler zum Sieg. Es war ein wichtiger Sieg für unser Selbstvertrauen und für unsere Köpfe. Jetzt geht es darum, so schnell als möglich zu regenerieren, weil das heute auch von den Minuten her doch sehr eng war, und dann schauen wir, dass wir die Mannschaft so gut es geht auf Samstag vorbereiten“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. Schon am morgigen Samstag geht es nun weiter. Dann steht Spiel 4 auf dem Programm, Tip-Off zur 4. Partie ist dann um 18:30 Uhr.
Das könnte Sie auch interessieren...
Basketball Bundesliga
Halbfinale Spiel 3: BMA365 Bamberg Baskets wollen ihren Heimvorteil nutzen
Nach den beiden ersten Partien in der Hauptstadt kommt die Halbfinal-Serie in den Playoffs in der easyCredit Basketball Bundesliga jetzt nach Freak City. Hatten die Berliner ihre beiden Heimspiele souverän gewinnen können, hoffen die BMA365 Bamberg Baskets nun ebenfalls, ihren Heimvorteil ausnutzen und so die Serie noch weiter verlängern zu können. Tip-Off am Donnerstagabend zu Spiel 3 im Playoff-Halbfinale zwischen den BMA365 Bamberg Baskets und ALBA BERLIN ist um 20:30 Uhr.
„Wir wissen, welche Bedeutung das Spiel für uns hat. Wir sind ja eigentlich zum Siegen verdammt und wollen die Serie jetzt erst einmal verlängern, um dann zu schauen, wie es weitergeht. Dafür brauchen wir aber eine deutliche Steigerung im Vergleich zur Leistung aus den beiden Spielen in Berlin. Wir hoffen jetzt auf eine volle Halle und die volle Unterstützung unserer Fans, um Spiel 3 zu gewinnen“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel.
Spiel 1 und Spiel 2 gingen letztlich klar an die Berliner, die vor allem in der Auftaktpartie eine immens starke Performance aufs Parkett der Max-Schmeling-Halle brachten. 105 Punkte, 28 Assists und ein zudem extrem gut verteiltes Scoring brachten ALBA den verdienten Sieg. In Spiel #2 zeigten die BMA365 Bamberg Baskets ein anderes Gesicht, hatten aber auch hier Probleme zum einen mit ihrer eigenen Treffsicherheit, dem auch in Spiel #2 starken Auftreten von ALBA sowie der im Vergleich zur Ulm-Serie nun auf dem Spielfeld erlaubten beziehungsweise verbotenen Spielweise. Während in der Ulm-Serie sehr viel Physis zugelassen wurde, war die Regelauslegung in den beiden Spielen in Berlin nun doch wieder eher sehr streng.
Zwei Spiele hintereinander verloren haben die BMA365 Bamberg Baskets in dieser Saison übrigens nur zwei Mal zuvor. Der Niederlage nach Verlängerung in Trier am 3. Spieltag folgte eine weitere beim Gastspiel in München und der am 14. Spieltag in Bonn folgte zuhause eine Pleite gegen Ludwigsburg. Drei Niederlagen in Serie haben die Bamberger in dieser Saison noch nie hinnehmen müssen.
Während die BMA365 Bamberg Baskets deutlich weniger Ballverluste in den ersten beiden Spielen hatten, unterstreichen die 21,5 Assists pro Spiel das ausgezeichnete Teamplay der Berliner. Bei den Wurfquoten hatten die Berliner in den beiden ersten Spielen aus allen Bereichen deutliche Vorteile. Vor allem bei den Dreiern lag ALBA um 14,5 Prozent besser. Während der regulären Saison hatten die Bamberger 37,4% ihrer Würfe von jenseits der 6,75-Meter-Linie getroffen (ALBA: 33,3%).
Auch in der anderen Serie zwischen dem FC Bayern München und den Telekom Baskets Bonn gab es bislang noch keinen Auswärtssieg und so führen auch hier die Münchner mit 2:0.
Das könnte Sie auch interessieren...
Basketball Bundesliga
BMA365 Bamberg Baskets verlieren Halbfinalauftakt in Berlin
Die BMA365 Bamberg Baskets haben Spiel 1 im Playoff-Halbfinale bei ALBA BERLIN verloren. Mit 86:105 (34:53) zogen die Bamberger am Samstagnachmittag in der Max-Schmeling-Halle am Ende den Kürzeren. Nach zuletzt zehn Siegen in Serie musste die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel damit wieder eine Niederlage hinnehmen.
Dabei war man gut in die Auftaktpartie der Halbfinal-Serie gestartet und hatte das erste Viertel mit 19:18 gewinnen können. In Viertel Nummer zwei ging dann jedoch so gut wie nichts mehr. Während man selbst nur 15 Zähler auf die Anzeigetafel brachte, gestattete man ALBA 35 Punkte und lag zur Pause bereits deutlich zurück. Auch im dritten Abschnitt konnte man den Spielfluss der Berliner nicht stoppen, die nochmals 30 Zähler erzielten und so kurz vor dem Start des Schlussabschnitts schon spielentscheidend mit 30 Punkten in Führung lagen.
Bester Werfer bei ALBA BERLIN war Jack Kayil mit 18 Punkten. Ibi Watson war Bambergs Topscorer mit 16 Zählern.
Der Spielverlauf
Beide Mannschaften legten munter los in diesem ersten Halbfinal-Match. Nachdem Jonas Mattisseck und Norris Agbakoko für die Hausherren erst einmal vorgelegt hatten (2:5/2.), zogen Ibi Watson und Richard Balint für die Bamberger nach. Cobe Williams war es dann, der mit einem Schnellangriff Coast-to-coast für die erste Bamberger Führung des Abends gesorgt hatte (9:7/4.). Demarcus Demonia flog zwei weitere Zähler per Alley Oop zum 11:7 ein, doch bereits in den folgenden Minuten hatte die Bamberger Verteidigung ihre Probleme mit dem Berliner Angriffsspiel. Vor allem Martin Hermannsson zog hier ein Foul nach dem nächsten und sein Team ging wieder in Führung (11:13/7.). Die Bamberger aber blieben dran und lagen nach Korberfolgen von Daniel Keppeler, Moritz Krimmer und Austin Crowley 50 Sekunden vor dem Ende des ersten Abschnitts mit 19:13 vorne. Ein Dreier von Moses Wood sowie ein Korbleger aus dem Fastbreak von Michael Rataj ließen die Bamberger Führung jedoch wieder auf einen einzigen Zähler schrumpfen (19:18).
Auch im zweiten Viertel agierten beide Teams auf Augenhöhe. Die Führung wechselte im zweiten Abschnitt nun zum insgesamt sieben Mal hin und her, nachdem Justin Bean den Führungstreffer von Ibi Watson zum 27:26 (13.) mit einem Korberfolg in der Bamberger Zone zur erneuten ALBA-Führung gekontert hatte. In diesem Moment riss nun jedoch der Faden im Bamberger Spiel komplett. Ein 25:4‑Run von ALBA in den folgenden 5:42 Minuten schraubte deren Führung auf 20 Zähler (31:51/19.). Während in dieser Phase beim Team aus Freak City so gut wie nichts funktionieren und auch in den Korb fallen wollte, spielten die Berliner ihre Würfe geduldig heraus und nutzten ihre Chancen eiskalt. Bereits zur Halbzeit konnten die Gastgeber 17 Assists (Bamberg 6) verzeichnen und ihrer Trefferquote aus dem Feld (20 aus 33) lag bei überragenden 61 Prozent (Bamberg 39%). Mit 15:35 mussten die Bamberger das zweite Viertel abgeben und lagen beim Gang in die Halbzeitpause mit 34:53 zurück.
„Wir waren nicht bereit für dieses Spiel“
Mit drei weiteren erfolgreichen Dreiern starteten die Berliner in die zweite Halbzeit und bauten ihren Vorsprung so weiter aus (36:62/22.). Während das Spiel der Hauptstädter auch weiterhin wie am Schnürchen funktionierte, tat sich das Team von Anton Gavel nach wie vor extrem schwer. Bambergs Head Coach versuchte zwar mit Wechseln und Auszeiten sein Team wieder in die Spur zu bringen, doch nach dem Dreier von Jack Kayil zum 44:75 (28.) erhöhte sich der Rückstand erstmals auf über 30 Zähler. Mit einem Drei-Punkte-Spiel war es dann erneut der 20-Jährige, der beim 44:78 (28.) für die höchste Berliner Führung des Abends und eine Vorentscheidung sorgte. 30:20 ging das dritte Viertel an die Berliner (54:83).
Doch auch wenn es aus Bamberger Sicht an diesem Nachmittag in der Hauptstadt nicht laufen wollte, aufgeben kam nicht in Frage und so bissen sich die Jungs um Kapitän Ibi Watson nochmals in die Partie hinein. Nach Dreiern von Zach Ensminger sowie zwei Distanz-Treffern von Adrian Petkovic hatte man den Rückstand bei noch knapp sechseinhalb Minuten Spielzeit auf 71:88 verkürzt. ALBA ließ sich aber nicht noch einmal in Bedrängnis bringen und hielt den Vorsprung nun immer so um die 20 Punkte. Mit dem insgesamt 16. Berliner Dreier (bei 37 Versuchen /43% – Bamberg 8 aus 26 /31%) knackte Malte Delow die Hundert-Punkte-Marke. Am Ende unterlagen die Bamberger in Spiel #1 der Serie mit 86:105. „Glückwunsch an Pedro Calles und sein Team zu diesem absolut verdienten Sieg. Wir haben heute im zweiten und dritten Viertel 65 ALBA-Punkte zugelassen – außerdem sind die 28 Berliner Assists auch deutlich zu viel. Wir waren nicht bereit für dieses Spiel“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel.
Das könnte Sie auch interessieren...
Grüne Woche
Oberfrankentag begeistert Besucherinnen und Besucher
Mit großer Resonanz, viel Musik und genussvoller Vielfalt hat sich Oberfranken beim Oberfrankentag auf der Grünen Woche in Berlin präsentiert. Tausende Besucherinnen und Besucher erlebten in der Bayernhalle einen eindrucksvollen Auftritt der Region, der Tradition, Innovation und Lebensfreude vereinte.
Der Oberfrankentag fand zur absoluten Spitzenzeit der Messe statt: am besucherstärksten Messetag, in der meistfrequentierten Halle und zur Hauptbesuchszeit. Entsprechend dicht drängten sich Gäste aus Berlin, aus ganz Deutschland und aus aller Welt rund um die Bühne und den angrenzenden Gemeinschaftsstand von Oberfranken Offensiv. Gemeinsam mit den Tourismusregionen Fichtelgebirge, Frankenwald und Fränkische Schweiz feierte Oberfranken ein lebendiges Fest der Region – ganz im Sinne des Mottos: Es geht nur gemeinsam.
Seit vielen Jahren setzen die Veranstalter der Grünen Woche in der stark frequentierten Bayernhalle auf oberfränkische Akzente – und auch 2026 zeigte sich erneut, warum. Ab 12:00 Uhr sorgten die Fichtenhornbläser aus Speichersdorf und die Marktredwitzer Blaskapelle für musikalische Höhepunkte aus der Heimat.
Am Gemeinschaftsstand selbst luden unter anderem der Hofer Wärschtlamo Marcus Traub, das Bräuwerck Neudrossenfeld, die Brauerei Nikl aus Pretzfeld, zahlreiche Genusshandwerkerinnen und Genusshandwerker aus ganz Oberfranken sowie die Universität Bayreuth zum Probieren, Informieren und Austauschen ein.
Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft folgten der Einladung zum Oberfrankentag und zeigten sich begeistert von der Mischung aus Bühnenprogramm und kulinarischen Highlights. Ob frisch gezapfte Biere der Brauereien vor Ort, die heißen Wiener des original Hofer Wärschtlamos oder die europäisch geschützte Hofer Rindfleischwurst – die Vielfalt und Qualität des Angebots machten den Stand zu einem echten Aushängeschild der UNESCO-zertifizierten Genussregion Oberfranken.
Zum wiederholten Mal war zudem die Fakultät für Lebenswissenschaften am Campus Kulmbach der Universität Bayreuth Teil des Gemeinschaftsstands. Mit ihren zukunftsorientierten Studiengängen genießt die Fakultät international große Anerkennung und ergänzt den oberfränkischen Messeauftritt in Berlin auf ideale Weise.
Die Grüne Woche zählt zu den weltweit bedeutendsten Messen für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Oberfranken Offensiv organisiert den oberfränkischen Gemeinschaftsstand bereits seit zehn Jahren und setzt damit kontinuierlich starke Impulse für die Sichtbarkeit der Region auf internationaler Bühne.
Das könnte Sie auch interessieren...
Oberfranken in Berlin
Genuss, Innovation und Zusammenhalt auf der Grünen Woche 2026
Vom 16. bis 25. Januar ist die Bundeshauptstadt ein Stück oberfränkischer als sonst: Auf der Grünen Woche in Berlin präsentiert sich Oberfranken erneut als genussvolle, innovative und lebenswerte Region.
Bereits zum zehnten Mal in Folge organisiert und managt Oberfranken Offensiv e.V. den großen oberfränkischen Gemeinschaftsstand in der Bayernhalle. Genusshandwerk, traditionelle und innovative Brauereien und Brennereien, sowie die führenden Tourismusregionen Oberfrankens treten dabei geschlossen auf und zeigen eindrucksvoll die Vielfalt und Stärke der Region. Gemeinsam geben sie in Berlin eine überzeugende Visitenkarte Oberfrankens ab.
Mit der Eröffnung der Messe wird der imposante Oberfrankenstand schnell zum beliebten Treffpunkt in der Bayernhalle (Halle 22b). An mehreren Informations- und Ausschankbereichen beraten Touristiker aus dem Fichtelgebirge, dem Frankenwald und der Fränkischen Schweiz über Freizeit- und Urlaubsmöglichkeiten – von Aktivurlaub über Genussreisen bis hin zu kulturellen Highlights.
Auch die Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Michaela Kaniber, lässt sich einen Besuch am Oberfrankenstand traditionell nicht nehmen. Sie betont: „Oberfranken ist auch das Land des Bieres. Es ist der Regierungsbezirk mit den meisten Brauereien – und das macht einen schon stolz. Jetzt geht es aber auch darum, diese Vielfalt zu bewahren. Deswegen ist es wichtig, uns in der Zukunft gut aufzustellen, um keine Betriebe verlieren! Dahinter steht ein unglaubliches Engagement, zum Beispiel, was die LEADER-Projekte im ländlichen Raum anbelangt, passiert ganz viel. Man sieht: Bayern ist in allen Regionen wirklich lebenswert!“
Großzügig, offen und weithin sichtbar: Auf 42 Quadratmetern präsentiert sich Oberfranken als eine der stärksten Regionen in der Bayernhalle. Das klare fränkische Rot-Weiß und die prominente Lage direkt am bayerischen Biergarten machen den Stand zu einem beliebten Treffpunkt. Für Bezirkstagspräsident und Vorsitzenden von Oberfranken Offensiv, Henry Schramm, ist der gemeinsame Auftritt ein wichtiger Baustein in der Außendarstellung der Genussregion Oberfranken: „Als Vorsitzender von Oberfranken Offensiv halte ich es für sehr wichtig, dass wir auf der Grünen Woche vertreten sind! An unserem Stand in ganz zentraler Lage kommen viele Besucherinnen und Besucher vorbei und werden auf unsere Tourismusregionen und unsere Genussprodukte aufmerksam. Bei uns am Stand – wie auch in Oberfranken – kann man sich wohl fühlen, wir sind gastfreundlich und das kann man hier hautnah erleben. Oberfranken ist eine wahre Genussregion, ausgezeichnet als immaterielles UNESCO-Kulturerbe, und damit kann man Menschen begeistern!“
Ein besonderer Höhepunkt ist der erste Messesamstag, traditionell der besucherstärkste Tag der Grünen Woche. An diesem Tag richtet Oberfranken Offensiv das Bühnenprogramm der Bayernhalle aus und lädt zum Oberfrankentag ein. Ab 12:00 Uhr sorgen die Fichtenhornbläser aus Speichersdorf im Landkreis Bayreuth und die Marktredwitzer Blaskapelle für musikalische Akzente aus der Region.
Am Stand von Oberfranken laden unter anderem der Hofer Wärschtlamo Marcus Traub, das Bräuwerck Neudrossenfeld, die Brauerei Nikl aus Pretzfeld, zahlreiche Genusshandwerker aus ganz Oberfranken sowie die Fakultät für Lebenswissenschaften der Universität Bayreuth in Kulmbach zum Probieren, Informieren und Austauschen ein. Begrüßt werden die Gäste von den Vorsitzenden von Oberfranken Offensiv, Henry Schramm und Florian Luderschmid und Geschäftsführer Frank Ebert.
Frank Ebert, Geschäftsführer von Oberfranken Offensiv, bestätigt die Begeisterung der Besucherinnen und Besucher: „Unser schönes Oberfranken auf der Grünen Woche vor einem großen internationalen Publikum zu vertreten, ist einerseits eine sehr wichtige Aufgabe im Regionalmarketing-Konzept unseres Vereins. Gleichzeitig ist es uns eine große Freude: Denn wir sehen jedes Jahr wieder, dass unsere Angebote nicht nur gut angenommen, sondern sogar richtig gefeiert werden!“
Die Grüne Woche Berlin zählt zu den weltweit bedeutendsten Messen für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Jährlich zieht sie hunderttausende Besucherinnen und Besucher sowie Fachpublikum aus aller Welt an – und bietet damit eine ideale Bühne, um Oberfranken als starke, genussvolle und zukunftsorientierte Region zu präsentieren.
Das könnte Sie auch interessieren...
vbw setzt auf wirtschaftspolitischen Kurswechsel
Politischer Dialog in Berlin
Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat sich in Berlin mit hochrangigen Vertretern aus der Bundespolitik zum politischen Dialog getroffen. Rund 40 Repräsentanten von vbw-Mitgliedsverbänden nahmen an den Gesprächen und an einer Spreefahrt teil.
Die vbw benannte bei den Treffen als größte Herausforderungen die Themen Konjunktur- und Strukturkrise, Zollpolitik der USA und den nach wie vor ungelösten Konflikt in der Ukraine. vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt forderte angesichts der Lage, Europa wieder stark zu machen und insbesondere in der Wirtschaftspolitik den dringend notwendigen Kurswechsel einzuleiten.
Er zeigte sich mit Blick auf die Regierungserklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz zuversichtlich, dass Schwarz-Rot die dafür notwendigen Aufgaben zügig angehen wird. „Der Koalitionsvertrag enthält ein Bündel an Maßnahmen zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts und setzt Wachstumsimpulse. Die degressive Sonderabschreibung für Ausrüstungsinvestitionen brauchen wir beispielsweise eher gestern als heute. Ebenso wichtig sind die Maßnahmen für niedrigere Energiepreise: Die Absenkung der Stromsteuer sowie der Netzentgelte und ein Brückenstrompreis sind zwingend notwendig. Immens wichtig ist der im Koalitionsvertrag enthaltene Plan zum Bürokratieabbau. Dazu gehört eine verbindliche Festsetzung, sämtliche Bürokratiekosten möglichst schon im Jahr 2025 um 25 Prozent zu reduzieren“, sagte Brossardt.
Für ebenso zentral hält die vbw die vereinbarte Flexibilisierung der Arbeitszeiten. „Wir brauchen endlich eine wöchentliche statt einer täglichen Höchstarbeitszeit. Wir müssen aber auch wieder mehr arbeiten, um zukunftsfähig zu bleiben“, so Brossardt weiter. „Luft nach oben“ sieht die vbw bei der Reform der Sozialversicherungssysteme. „Wir setzen jetzt darauf, dass die Reformkommissionen schnell eingesetzt werden, dass sie schnell Ergebnisse liefern – und dass diese Ergebnisse dann auch umgesetzt werden. Die Sozialversicherungsbeiträge dürfen nicht ins Unermessliche steigen. Das ist Teil des versprochenen Politikwechsels“, erklärte der vbw Hauptgeschäftsführer.
Zu den Gesprächspartnern der vbw in Berlin zählten unter anderem Dr. Reinhard Brandl, Hansjörg Durz und Dr. Andreas Lenz (alle CSU), Dr. Carolin Wagner und Sebastian Roloff (beide SPD), Rebecca Lenhard, Sascha Müller und Johannes Wagner (alle Bündnis 90/Die Grünen).
Das könnte Sie auch interessieren...
Sport als Schlüssel zur Inklusion
Bamberg will Host Town werden
Die Special Olympics World Games finden vom 17. bis 24. Juni 2023 erstmals in Deutschland statt. 170 internationale Delegationen mit Sportlerinnen und Sportlern mit geistiger und mehrfacher Behinderung werden nach Berlin kommen und dort in 26 Sportarten und Unified Sports- Wettbewerben gegeneinander antreten. Das „Host Town Program“ will die Athletinnen und Athleten im Land willkommen heißen. Auch die Stadt Bamberg hat sich für die Aufnahme eines Nationenteams im Vorfeld der Spiele beworben.
„Wir bringen Sportinklusion in Bamberg weiter voran. 2023 könnte das nächste Level bringen“, sagt Matthias Pfeufer, Referent für Bildung, Schulen und Sport der Stadt Bamberg. Bereits im Juli dieses Jahres hat der Stadtrat die Verwaltung damit beauftragt, die Bewerbung als Host Town für die Special Olympics World Games in Berlin auf den Weg zu bringen. Im Oktober war es dann soweit. Ein Motivationsschreiben gestützt von einer Videobotschaft soll für Bamberg als Gastgeberstadt werben. Unter dem Motto „Bamberg l(i)ebt Inklusion“, denn „Jede:r kann etwas – keine:r kann alles. Aber zusammen schaffen wir mehr“ macht die Stadt auf ihre Eignung als Host Town aufmerksam.
Die langjährige Zusammenarbeit mit den Vereinen und Initiativen für Behinderte im Stadtgebiet ist dabei ein großes Plus. Ob die Lebenshilfe Bamberg e. V., die Offene Behindertenarbeit (OBA), die Arbeitsgemeinschaft chronisch-kranker und behinderter Menschen e. V. (ARGE), integra Mensch, goolkids oder auch die Kulturfabrik (KUFA). Sie alle haben es sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten zur Aufgabe gemacht, ein wertschätzendes und ressourcenorientiertes Miteinander in der Stadt und der Region zu ermöglichen, heißt es in der Bewerbung.
Prominente Botschafter beim Förderverein goolkids
Auch der Förderkreis goolkids, ein Netzwerk zwischen Kindern, Vereinen, Schulen, Verbänden und Sponsoren macht seit seiner Gründung 2015 von sich reden. Sportliche Inklusion bedeutet hier die Integration von sozial benachteiligten Kindern, ganz egal welcher Herkunft. Dass sie ebenso einen Zugang zum Sport und in Sportvereine erlangen und mit der richtigen Sportausrüstung antreten können, dafür setzt sich goolkids seit diesem Jahr auch mit prominenten Botschaftern ein.
So machen sich die Landtagsabgeordnete Melanie Huml, der Bundestagsabgeordnete Andreas Schwarz, die mehrfache Weltmeisterin im Kegeln Daniela Kicker, der Triathlet Chris Dels und die Brüder Jonas und David Ochs von der Rap-Combo Bambägga für den Förderkreis für Kinder stark. Mit ihrem Engagement wollen sie zeigen, wie leicht Inklusion gelingen kann, wenn man die Menschen zusammenbringt und andere Kulturen kennenlernt und respektiert. Denn jede und jeder hat das gleiche Recht, dabei zu sein.
Nachhaltigkeit der Inklusion
„Unsere Idee von Inklusion ist, sie in die Stadtgesellschaft hineinzutragen“, sagt Matthias Pfeufer, „etwa durch inklusive Musikgruppen und Sportteams. Dabei steht weniger die Leistung im Vordergrund, sondern mehr der Spaß und das Miteinander.“ Aus Zufälligkeiten der Begegnung sollen Regelmäßigkeiten werden, denn Inklusion muss auf Nachhaltigkeit angelegt werden. „Aus Begegnungen können spannende Projekte entstehen, an denen gemeinsam gearbeitet wird.“
Während Inklusion im Bildungsbereich beispielsweise an der Grundschule Bamberg-Gaustadt, am Dientzenhofer-Gymnasium und an der Adolph-Kolping-Berufsschule bereits stattfindet, biete die sportliche Inklusion im Freizeitbereich ein weiteres breites Feld, das sich eröffnet, damit später auch die Integration im Beruf und somit auf dem Arbeitsmarkt gelingen kann.
„Wir brauchen außerhalb des formalen Schulsystems auch andere Formen der Begegnung für Inklusion und Integration. Unser Ziel ist es, in allen Entwicklungsprozessen der Kommune Inklusion als Leitkategorie zu verankern. Der Weg geht über die Sicherstellung der sozialen Teilhabe für alle Menschen in der Stadtgesellschaft“, so Pfeufer, „dabei sollten wir nicht vergessen, dass es auch Menschen gibt, die besondere Unterstützung brauchen, um teilhaben zu können.“
Viele positive Beispiele für Inklusion im Sport, in der Kultur und auch im Arbeits- und Erwerbsleben gebe es bereits. Bamberg präsentiere sich daher als ideale Gastgeberstadt für die Aufnahme einer Länderdelegation des großen Sportfestes Special Olympics World Games.
Hoffnung auf mittelgroßes Nationenteam
Die Chancen auf einen Erfolg stehen gut, so die Einschätzung des Vorbereitungsteams. Die Verkehrslogistik mit einer Anbindung auf der Verkehrsachse München-Nürnberg-Berlin mit direkten ICE-Verbindungen sowie die Verfügbarkeit geeigneter Unterkünfte bieten die Möglichkeit zur Aufnahme eines mittelgroßen Nationenteams von bis zu 50 Personen. „Wie groß die Delegation wird, wissen wir wohl erst Anfang 2023. Entscheidend dafür sind auch die nationalen Qualifikationswettbewerbe im Sommer 2022“, meint Pfeufer.
12 Partner, Organisationen und Vereine
Ob die Bewerbung erfolgreich war, wird frühestens Mitte Januar bekannt gegeben. Ideen für das mögliche Programm in Bamberg für ein Nationenteam, das fünf Tage vor Beginn der Spiele in der jeweiligen Gastgeberstadt ankommen soll, gibt es dennoch schon.
„Neben dem Akklimatisieren und Absolvieren verschiedener Trainingseinheiten ist beispielsweise ein offener kultureller Abend in der Kulturfabrik (KUFA) geplant sowie ein größeres Willkommensfest“, erzählt Pfeufer.
Das lokale Organisationskomitee werde Anfang 2022 erstmals zusammenkommen. Viele Non-Profit-Organisationen, Vereine und Institutionen, die der inklusiven Begegnung offen gegenüber stehen, haben bereits Interesse an der Organisation des Rahmenprogramms für die Athletinnen und Athleten signalisiert. „Wir haben bereits 12 Partner, Organisationen und Vereine, die aktiv mitgestalten wollen“, sagt der Sportreferent.
Die Ideen und Informationen dazu sollen weit in 2022 und 2023 hineingetragen werden. So werde Inklusion beispielsweise auch Hauptthema beim Neujahrsempfang des Bamberger Oberbürgermeisters Andreas Starke im nächsten Jahr sein. „Es ist vorgesehen, dass dort auch Menschen mit Beeinträchtigung zu Wort kommen, um das Programm gemeinsam zu gestalten.“
Während Bamberg plant, sich im Vorfeld der Special Olympics World Games als Gastgeberstadt ganz sportlich-inklusiv, bunt und vielfältig zu zeigen, wird nach den Wettkämpfen allerdings kein Nationenteam in seine Gastgeberstadt zu einer nochmaligen Siegesfeier zurückkehren.
„Wir werden in einer kleinen Gruppe nach Berlin fahren und unsere Delegation sowie hoffentlich auch Sportlerinnen und Sportler aus Bamberg und der Region anfeuern“, sagt Pfeufer. Ein Gegenbesuch werde vielleicht in der Zukunft vorstellbar.
In der aktuellen Phase der Aufbruchstimmung sind die Weichen für die Host Town gestellt. Doch was, wenn Bamberg nicht Gastgeberstadt wird? „Selbst wenn es mit der Host Town nicht klappen sollte, machen wir in jedem Fall weiter und bleiben an den Entwicklungsprozessen dran, um die Inklusion in unserer Stadt noch breiter zu verankern. Das ist unser selbst gesetzter Anspruch“, sagt Matthias Pfeufer.
Das könnte Sie auch interessieren...
Bewerbung zur „Host Town“ ist eingereicht
Stadt Bamberg möchte Gastgeberstadt für Special Olympics World Games 2023 werden
Pünktlich vor Fristende hat die Stadt Bamberg ihre Bewerbung als „Host Town“ eingereicht, um im besten Fall als eine von mehreren Gastgeberstädten ausgewählt zu werden. Zu den Special Olympics World Games 2023 in Berlin werden 170 Delegationen internationaler Sportlerinnen und Sportler erwartet.
Jede der 170 Delegationen wird einer „Host Town“ zugeordnet, in der ein viertätiges Programm geboten wird. Nach einem einstimmigen Stadtratsbeschluss hat die Stadt Bamberg ihren Hut in den Ring geworfen.
„Durch diese Möglichkeit der Begegnung, des Miteinanders, des Sports und der sozialen Teilhabe können wir als gesamte Stadtgesellschaft einen ‚Sprung nach vorne‘ machen und mit viel Rückenwind unser Motto mit Taten stärken: Bamberg l(i)ebt Inklusion“, aüßert sich Oberbürgermeister Andreas Starke.
Die Bewerbung besteht aus einem Motivationsschreiben, einem Kurzkonzept und der Vorstellung eines möglichen Programms, das auf die Sportlerinnen und Sportler in Bamberg warten würde. Das Motto für die „Host Town“ lautet: „Bamberg l(i)ebt Inklusion“. Dieses Motto musste nicht eigens für die Bewerbung entwickelt werden. Vielmehr spiegelt sich darin eine lange Geschichte in Bamberg wider. Zunächst getragen von Ehrenamtlichen und der Zivilgesellschaft hat die Stadt Bamberg weit vor der gesetzlichen Verpflichtung einen Behindertenbeauftragten bestellt, einen Aktionsplan erstellt und auch mit einem eigenen städtischen Amt für Inklusion Zeichen gesetzt.
„Bamberg ist eine ideale Gastgeberstadt für die Special Olympics World Games, gerade auch, weil viele sehr unterschiedliche Menschen und Organisationen davon überzeugt sind und sich mit uns auf den Weg machen werden“, so Oberbürgermeister Andreas Starke im Motivationsschreiben. Mit dabei sind Einrichtungen wie die Lebenshilfe Bamberg e.V., die Offene Behindertenarbeit (OBA), die Arbeitsgemeinschaft chronisch-kranker und behinderter Menschen e.V.(ARGE) und der Förderkreis goolkids e.V. (Partner der Special Olympics Bayern SOBY).
Sportreferent Dr. Matthias Pfeufer ist überzeugt, dass „gerade der Sport eine Magie innehat, die sich positiv auf Lebensläufe auswirkt. Daher fördern wir diese Begegnungen von beeinträchtigten und nicht-beeinträchtigten Sportlerinnen und Sportlern auf lokaler und regionaler Ebene.“ Gerne wolle man diese Begegnungen als „Host Town“ auf nationaler und internationaler Ebene erweitern.
Wie geht es mit der Bewerbung weiter?
Voraussichtlich im Dezember oder Januar werden vom Organisationskomitee Special Olympics Deutschland die „Host-Town“-Kommunen benannt. Für den Fall des Zuschlags für Bamberg wird das örtliche Organisationskomitee bereits Anfang des Jahres 2022 seine Arbeit aufnehmen. Weitere Schritte sind bereits vorgezeichnet wie die Teilnahme Bamberger Sportlerinnen und Sportler bei den nationalen Wettkämpfen im Sommer 2022 in Berlin, der städtische Neujahrsempfang 2023 unter dem Bewerbungsmotto oder der Weltkulturerbelauf 2023. Auch über den Sommer 2023 hinaus und unabhängig von den Special Olympics 2023 wird der Prozess in Bamberg weiterlaufen. „Wir werden auf kreative Weise und unter Einbeziehung möglichst vieler Akteure immer wieder neu nach geeigneten Wegen suchen. Hierzu tragen auch die Kooperationen mit den Bildungseinrichtungen und der Otto-Friedrich-Universität bei“, so Bildungs- und Sportreferent Dr. Matthias Pfeufer.