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Berlin

Bas­ket­ball Bundesliga

Über­ra­gen­de Bam­ber­ger Sai­son endet mit bit­te­rer Nie­der­la­ge in Berlin

Eine groß­ar­ti­ge Sai­son ist am Diens­tag­abend für die BMA365 Bam­berg Bas­kets in Ber­lin zu Ende gegan­gen. In Spiel 5 der Halb­fi­nal-Serie unter­lag die Mann­schaft von Head Coach Anton Gavel in der aus­ver­kauf­ten Max-Schme­ling-Hal­le bei ALBA BERLIN mit 66:97 (26:52) und muss­te sich in der Best-of-five-Serie am Ende mit 2:3 Sie­gen geschla­gen geben.

Unglaub­lich auch im letz­ten Spiel der Sai­son war wie­der ein­mal der phä­no­me­na­le Sup­port der Fans aus Freak City, die mit ins­ge­samt sie­ben Bus­sen zu Hun­der­ten nach Ber­lin gereist waren, um ihr Team laut­stark bis zum Spie­len­de zu unterstützen.

Die Ent­schei­dung in Spiel 5 fiel wie schon in Par­tie 2 der Serie im zwei­ten Vier­tel, in dem den Ber­li­nern alles gelang. Mit 9:30 gaben die Bam­ber­ger die zwei­ten zehn Minu­ten ab und hat­ten in die­sem Abschnitt sowohl beim Rebound als auch im eige­nen Offen­siv-Spiel ihre lie­ben Mühen mit den Alba­tros­sen. Den 26 Bam­ber­ger Punk­ten zur Pau­se stan­den 26 ALBA-Rebounds gegen­über. Zudem sprach die Team­ef­fek­ti­vi­tät von 17:70 auch auf­grund zu vie­ler Bam­ber­ger Ball­ver­lus­te schon zur Pau­se eine mehr als deut­li­che Sprache.


Der Spiel­ver­lauf

Bam­berg star­te­te wie­der mit der gewohn­ten Anfangs­for­ma­ti­on, also wie­der mit EJ Onu, in die­ses alles ent­schei­den­de Spiel in der Haupt­stadt. Der Bam­ber­ger Cen­ter war es dann auch, der den ers­ten Angriff der Gäs­te spek­ta­ku­lär per Dun­king abschlie­ßen konn­te. Die Ber­li­ner prä­sen­tier­ten sich an die­sem Abend jedoch von Beginn an hoch kon­zen­triert, deut­lich sprit­zi­ger als noch in den bei­den Spie­len in Bam­berg und beim Rebound wie­der ein­mal äußerst bis­sig. All das war gleich im ers­ten ALBA-Angriff des Spiels erkenn­bar, als Mar­tin Her­manns­son nach Offen­siv-Rebound von Nor­ris Agba­ko­ko die Gast­ge­ber per Drei­er in Füh­rung brach­te. Der islän­di­sche Spiel­ma­cher (8 Punk­te im ers­ten Vier­tel) zeig­te sich wie­der als Len­ker des Spiels der Alba­tros­se, wäh­rend Ibi Wat­son auf Bam­ber­ger Sei­te einen schlech­ten Start in die Par­tie erwisch­te. Nach zwei ver­ge­be­nen Abschluss­mög­lich­kei­ten ging es für ihn nach gera­de ein­mal 3:15 Minu­ten Spiel­zeit mit dem zwei­ten Foul auf die Bank. Richard Bal­int glich mit einem Drei­er zum 7:7 (4.) aus, doch dem Bam­ber­ger Offen­siv­spiel fehl­te es ein wenig an der Leich­tig­keit aus den vor­an­ge­gan­ge­nen Heim­spie­len. Noch kei­ne vier­ein­halb Minu­ten waren absol­viert, da hat­te sich das Team aus Freak City bereits vier Ball­ver­lus­te geleis­tet. Ber­lin hin­ge­gen traf aus der Distanz und der drit­te Drei­er der Haus­her­ren durch Mal­te Delow bedeu­te­te das 7:13 (5.). Es folg­te der nächs­te Ball­ver­lust, den erneut Mal­te Delow zu zwei ein­fa­chen Zäh­lern nut­zen konn­te. Anton Gavel zog die Brem­se und nahm sei­ne ers­te Aus­zeit (7:15/6.). Auch der nächs­te Bam­ber­ger Angriff blieb ohne Zäh­ler. Statt­des­sen sorg­te Sam Grie­sel auf der Gegen­sei­te per Drei­er für die ers­te zwei­stel­li­ge ALBA-Füh­rung des Abends (7:18/6.). Doch plötz­lich schien ein Ruck durch das Team des Pokal­sie­gers zu gehen und Zäh­ler von Kep­pe­l­er, Ens­min­ger, Wil­liams und Crow­ley brach­ten die Gäs­te wie­der auf 15:20 (8.) her­an. Mit die­sen fünf Punk­ten Rück­stand ging es dann auch ins zwei­te Vier­tel (17:22).

Die Vier­tel­pau­se kam den Ber­li­nern hier aber ganz offen­sicht­lich genau zur rich­ti­gen Zeit und so mach­ten die Gast­ge­ber da wei­ter, wo sie am Anfang des Spiels begon­nen hat­ten. Einen Offen­siv-Rebound nut­ze Mal­te Delow zunächst per Korb­le­ger, traf dann für drei Punk­te aus der Distanz, ehe er Nor­ris Agba­ko­ko bedien­te, der zum 17:29 (13.) abschloss und so die zwei­te Bam­ber­ger Aus­zeit in der ers­ten Halb­zeit unum­gäng­lich mach­te. Doch auch im Anschluss blieb das Bam­ber­ger Spiel wei­ter sehr zer­fah­ren und nach dem bereits 10. Ball­ver­lust erhöh­te J’wan Roberts auf 20:40 (16.). Das Spiel glitt dem Team aus Freak City im zwei­ten Vier­tel nun immer wei­ter aus der Hand und nach einem 9:30 in den zwei­ten zehn Minu­ten sorg­te der Drei­er von Moses Wodd beim Pau­sen­stand von 26:52 für die bis dahin höchs­te ALBA-Füh­rung des Abends.


„Wir haben ab dem zwei­ten Vier­tel kei­nen Zugriff mehr auf das Spiel gehabt“

Mit einem 5:0‑Lauf star­te­ten die Bam­ber­ger dann in die zwei­te Halb­zeit (31:52/22.), doch näher als auf eben die­se 21 Zäh­ler Rück­stand kam man nicht mehr her­an. Im Gegen­teil: die Ber­li­ner kon­trol­lier­ten wei­ter die Bret­ter und hat­ten beim 36:60 (26.) mit 34:17 bei den Rebounds nicht nur klar die Nase vor­ne, son­dern mit 13 Offen­siv-Rebounds fast eben­so vie­le, wie die Bam­ber­ger zu die­sem Zeit­punkt ins­ge­samt. ALBA blieb wei­ter im Flow und Mar­tin Her­manns­son bau­te den Vor­sprung an der Frei­wurf­li­nie kurz vor Ende des drit­ten Abschnitts auf 39:70 aus.

Die Ber­li­ner blie­ben auch im Schluss­ab­schnitt kon­zen­triert und spiel­ten ihr Spiel wei­ter her­un­ter. Der Bam­ber­ger Rück­stand wuchs wei­ter an und beim 41:80 (32.) notier­te man die höchs­te ALBA-Füh­rung des Abends. Die Par­tie und die Fra­ge, wer dem FC Bay­ern Mün­chen in die Final-Serie um die Deut­sche Meis­ter­schaft fol­gen darf, war zu die­sem Zeit­punkt bereits längst ent­schie­den. „Glück­wunsch an Pedro Cal­les und sein Team zum Ein­zug ins Fina­le. Wir haben ab dem zwei­ten Vier­tel kei­nen Zugriff mehr auf das Spiel gehabt. Wir haben defen­siv nicht statt­ge­fun­den und es ALBA zu ein­fach gemacht. Dar­aus resul­tier­ten dann auch unse­re Schwie­rig­kei­ten in der Offen­se und die­se Nie­der­la­ge“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel.

Bas­ket­ball Bundesliga

BMA365 Bam­berg Bas­kets glei­chen Halb­fi­nal-Serie aus und erzwin­gen Spiel 5

Die BMA365 Bam­berg Bas­kets haben im Play­off-Halb­fi­na­le auch ihr zwei­tes Heim­spiel gegen ALBA BERLIN gewon­nen und die Serie somit auf 2:2 aus­ge­gli­chen. Mit 81:67 (36:36) gewann das Team von Head Coach Anton Gavel am Sams­tag­abend Spiel 4 in der mit 5.700 Zuschau­ern erneut rest­los aus­ver­kauf­ten BROSE ARENA und erzwang so ein alles ent­schei­den­des fünf­tes Spiel. Die­ses wird am kom­men­den Diens­tag um 20:30 Uhr in der Ber­li­ner Max-Schme­ling-Hal­le ausgetragen.

Beim Sieg in Spiel 4 wur­den die BMA365 Bam­berg Bas­kets von einem Quar­tett ange­führt. Aus­tin Crow­ley (17), Ibi Wat­son (13) sowie Cobe Wil­liams und Demar­cus Demo­nia (je12) punk­te­ten zwei­stel­lig für das Team aus Freak City. Auf Sei­ten der Alba­tros­se gelang dies Micha­el Rataj (18) und Sam Grie­sel (11).


Der Spiel­ver­lauf

Wie schon in Spiel 3 begann Anton Gavel auch Spiel 4 mit Finn Dönt­gens auf der Cen­ter­po­si­ti­on. Die ers­ten Zäh­ler des Spiels erziel­ten jedoch die Ber­li­ner. Wie zu Beginn von Spiel 1 und auch von Spiel 2 war es Jonas Mat­tiss­eck, der ALBA mit einem Drei­er als ers­tes auf die Anzei­ge­ta­fel brach­te. Demar­cus Demo­nia mach­te Bam­bergs ers­te Punk­te, ehe Jus­tin Bean mit einem Drei-Punk­te-Spiel auf 2:6 (2.) stell­te. EJ Onu, der Spiel #3 ver­let­zungs­be­dingt pau­siert hat­te, war bereits ein­ge­wech­selt wor­den, doch wirk­lich lan­ge wehr­te sei­ne Zeit auf dem Par­kett nicht. Nach drei schnel­len Fouls muss­te er nach nur einer Minu­te und 51 Sekun­den schon wie­der auf der Bank Platz neh­men und wur­de durch Dani­el Kep­pe­l­er ersetzt (4:6/4.). Richard Bal­int sorg­te mit einem Drei­er dann für die ers­te Bam­ber­ger Füh­rung des Spiels (7:6/5.), das bis knapp vier Minu­ten vor Vier­tel­en­de nun eng blieb (12:12/7.). Fünf Bam­ber­ger Fehl­wür­fe lie­ßen ALBA dann zunächst auf 12:17 (8.) etwas ent­ei­len, doch Cobe Wil­liams mit einem Drei-Punk­te-Spiel, Moritz Krim­mer per Drei­er sowie zwei erfolg­rei­che Frei­wür­fe von Demar­cus Demo­nia brach­ten den BMA365 Bam­berg Bas­kets doch noch eine 20:19 Füh­rung nach dem ers­ten Abschnitt.

Vier­tel Num­mer zwei begann Richard Bal­int mit einem erfolg­rei­chen Distanz­wurf, den Moses Wood eben­falls per Drei­er jedoch prompt kon­ter­te (23:22/11.). Das Spiel wur­de nun noch eine Spur phy­si­scher und die Bam­ber­ger gin­gen dank zwei Dunks von Demar­cus Demo­nia mit 28:23 (13.) in Front, der hier aller­dings auch inner­halb von gut einer hal­ben Minu­te sei­ne Fouls zwei und drei auf­ge­brummt bekam und so das Spiel­feld erst ein­mal ver­las­sen muss­te. Die BMA365 Bam­berg Bas­kets aber blie­ben wei­ter fokus­siert und führ­ten, nach­dem Ibi Wat­son den Frei­wurf für das Tech­ni­sche Foul gegen Jonas Mat­tiss­eck ver­wan­delt hat­te mit 31:25 (15.). Die Ber­li­ner ant­wor­te­ten sofort und hol­ten sich durch Korb­er­fol­ge von Grie­sel, Rataj und Roberts die Füh­rung zurück (31:32/17.). Cobe Wil­liams und Zach Ens­min­ger dreh­ten auch hier den Spieß sofort wie­der um (35:32/18.), zur Pau­se aber führ­te kei­nes der bei­den Teams, da Mar­tin Her­manns­son per Korb­le­ger qua­si mit der Halb­zeit­si­re­ne zum 36:36 traf. Auch bei den Rebounds stand es zur Pau­se mit 22:22 unent­schie­den. Iden­tisch auch die Drei­er­quo­te auf bei­den Sei­ten mit je 4 Tref­fern bei 14 Ver­su­chen und damit 29 Pro­zent. Wäh­rend die Bam­ber­ger in Halb­zeit eins jedoch 8 ihrer 11 Frei­wür­fe im Ber­li­ner Korb unter­brin­gen konn­ten, lie­ßen die Alba­tros­se in den bei­den ers­ten Vier­teln 8 ihrer 12 Frei­wür­fe ungenutzt. 


„In Ber­lin wer­den wir nun min­des­tens noch ein­mal so eine Leis­tung brauchen”

Halb­zeit zwei begann mit einem wun­der­schö­nen Back­door-Play, das Ibi Wat­son abschloss. EJ Onu dunk­te einen Fehl­wurf von Cobe Wil­liams, der den fol­gen­den Angriff dann selbst für einen Korb­le­ger zum 42:38 nutz­te. Weni­ger gefal­len dürf­te Anton Gavel die Tat­sa­che haben, dass sein Team im drit­ten Vier­tel bereits nach 2:35 Minu­ten die Mann­schafts­foul­gren­ze erreicht hat­te. Demar­cus Demo­nia ließ es auf jeden Fall wei­ter kra­chen. Zunächst ver­wer­te­te er ein Alley Oop-Anspiel von Dani­el Kep­pe­l­er zum 44:39 (23.), ehe er es wenig spä­ter auf Zuspiel von Cobe Wil­liams schon wie­der schep­pern ließ (56:48/8). Die Fans in der BROSE ARENA hier natür­lich aus dem Häus­chen und mit der Hoff­nung, ihr Team könn­te nun noch etwas wei­ter davon­zie­hen. ALBA aber ließ sich nicht abschüt­teln und kam dank Micha­el Rataj sogar bis auf 56:53 (29.) wie­der her­an. Beim Stand von 60:54 ende­ten die drit­ten zehn Minuten.

Mit Beginn des letz­ten Vier­tels leg­ten die Bam­ber­ger in der Ver­tei­di­gung nun noch­mals deut­lich zu. 2:29 Minu­ten waren bereits gespielt, als Nor­ris Agba­ko­ko die ers­ten ALBA-Punk­te zum 62:56 (33.) erzie­len konn­te. Bei den Bam­ber­gern fie­len nun die Drei­er. Ibi Wat­son, Aus­tin Crow­ley und Cobe Wil­liams tra­fen und Freak City beb­te (71:56/35.). ALBA ver­such­te nun noch­mals alles und ver­kürz­te durch den Drei­er von Sam Grie­sel auf 73:61 (37.), doch mit acht Punk­ten am Stück sorg­te Aus­tin Crow­ley beim 81:63 (39.) für die Ent­schei­dung und so den 2:2‑Ausgleich in der Serie.

„Glück­wunsch an unse­re Spie­ler zu die­ser erneu­ten Ener­gie­leis­tung. Wir haben heu­te das Rebound-Duell gewon­nen, was enorm wich­tig für uns war. Klar haben wir dann auch in der zwei­ten Halb­zeit unse­re Wür­fe vorn getrof­fen, die zum Teil aber auch gut her­aus­ge­spielt waren. In Ber­lin wer­den wir nun min­des­tens noch ein­mal so eine Leis­tung brau­chen, aber wenn wir jetzt schon in Spiel 5 sind, wol­len wir natür­lich auch alles dafür tun, dass wir auch das nächs­te Spiel gewin­nen”, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. Am kom­men­den Diens­tag­abend um 20:30 Uhr steigt in der Max-Schme­ling Hal­le im Play­off-Halb­fi­na­le nun das alles ent­schei­den­de Spiel 5 um den Ein­zug ins Finale!

Bas­ket­ball Bundesliga

Aus­ver­kauf­te Hal­le peitscht BMA365 Bam­berg Bas­kets zum Sieg gegen Berlin

Auch im drit­ten Spiel der Play­off-Halb­fi­nal-Serie zwi­schen den BMA365 Bam­berg Bas­kets und ALBA BERLIN hat es einen Heim­sieg gege­ben. Nach den bei­den Auf­takt­sie­gen der Ber­li­ner gewan­nen die Bam­ber­ger nun am Don­ners­tag­abend in der mit 5.700 Zuschau­ern aus­ver­kauf­ten BROSE ARENA mit 81:73 (39:30) und ver­kürz­ten damit auf 1:2. Spiel 4 steigt am mor­gi­gen Sams­tag (6. Juni).

Mit einem wei­te­ren Heim­sieg am Sams­tag um 18:30 Uhr in Spiel 4 hät­ten die Bam­ber­ger nun die Mög­lich­keit, die Serie noch­mals nach Ber­lin zurückzuschicken.

Obwohl dem Team von Head Coach Anton Gavel EJ Onu ver­let­zungs­be­dingt fehl­te, prä­sen­tier­ten sich die Bam­ber­ger auch ohne ihren Defen­siv play­er of the year in der Ver­tei­di­gung dies­mal deut­lich stär­ker. Groß­ar­tig von ihren Fans unter­stützt hat­ten die BMA365 Bam­berg Bas­kets die offen­si­ve Aus­beu­te der Alba­tros­se in Vier­tel eins, zwei und vier jeweils unter 20 Zäh­ler hal­ten können.

Tops­corer im Team der Alba­tros­se waren Nor­ris Agba­ko­ko und Jus­tin Bean mit jeweils 14 Punk­ten. Im Team der Haus­her­ren tra­fen Cobe Wil­liams (20) und Ibi Wat­son (18) am bes­ten. Zudem hol­te sich Demar­cus Demo­nia ein Dou­ble Dou­ble mit 12 Punk­ten und 11 Rebounds.

Spiel 4 im Play­off-Halb­fi­na­le zwi­schen Bam­berg und Ber­lin steigt am mor­gi­gen Sams­tag (6. Juni) erneut in Freak City. Tip-Off in der BROSE ARENA ist dann um 18:30 Uhr.


Der Spiel­ver­lauf

Die ers­te Über­ra­schung des Abends für die 5.700 Zuschau­er hat­te Head Coach Anton Gavel parat, der den ver­letz­ten EJ Onu in der Start­for­ma­ti­on durch Finn Dönt­gens ersetz­te. Der 22-Jäh­ri­ge ver­lor zwar den Eröff­nungs­sprung­ball gegen Nor­ris Agba­ko­ko, stör­te den Ber­li­ner Big Man aber in den bei­den ers­ten Angrif­fen des Spiels der­art, dass die­ser nicht erfolg­reich abschlie­ßen konn­te. Wenig Pro­ble­me im Abschluss hat­te hin­ge­gen Cobe Wil­liams. Der Bam­ber­ger Point Guard voll­ende­te zwei Korb­le­ger sowie einen Sprung­wurf und war beim 6:2 (4.) für alle Bam­ber­ger Zäh­ler ver­ant­wort­lich. Durch die Ein­wechs­lung von Jack Kay­il kamen die Haupt­städ­ter nun bes­ser in ihren Rhyth­mus und per Drei­er sorg­te Mar­tin Her­manns­son (6:8/5.) für die ers­te Gäs­te­füh­rung. Ibi Wat­son kon­ter­te jedoch umge­hend eben­falls mit einem Drei­er, doch Sam Grie­sel und Nor­ris Agba­ko­ko ant­wor­te­ten für ALBA (9:12/6.). Mit sei­nem zwei­ten Drei­er hol­te Ibi Wat­son die Füh­rung zurück (15:14/8.), ehe Moritz Krim­mer 79 Sekun­den vor Vier­tel­en­de mit sei­nem Korb­le­ger zum 17:16 bereits für den Zwi­schen­stand nach den ers­ten zehn Minu­ten sorgte.

Wäh­rend in den ers­ten bei­den Spie­len in Ber­lin die Drei­er auf Bam­ber­ger Sei­te nicht wirk­lich fal­len woll­ten, so lief es auf eige­nem Par­kett deut­lich bes­ser (dafür fan­den dies­mal nur einer von 13 Drei­er­ver­su­chen der Ber­li­ner in der ers­ten Halb­zeit das Ziel). Ibi Wat­son und Demar­cus Demo­nia tra­fen zum Start ins zwei­te Vier­tel aus der Distanz (25:18/13.) Ein Drei-Punk­te-Spiel von Dani­el Kep­pe­l­er sowie ein Sprung­wurf aus dem Schnell­an­griff her­aus von Demar­cus Demo­nia sorg­ten beim 32:22 (15.) für die ers­te zwei­stel­li­ge Füh­rung. Bis auf 39:26 (19.) gelang es den BMA365 Bam­berg Bas­kets, ihren Vor­sprung aus­zu­bau­en, ehe Jack Kay­il mit vier Zäh­lern in Fol­ge das 39:30 erziel­te, mit dem es für bei­de Teams auch in die Halb­zeit­pau­se ging. Unmit­tel­bar nach der Halb­zeit­si­re­ne sorg­te Head Coach Anton Gavel noch­mals für einen Auf­re­ger, da er sich der­art hef­tig beschwer­te, dass er von den Schieds­rich­tern mit einem Tech­ni­schen Foul bestraft wurde.


„Es war ein wich­ti­ger Sieg für unser Selbst­ver­trau­en und für unse­re Köpfe“

Halb­zeit zwei begann mit einem Frei­wurf für die Ber­li­ner. Die Stra­fe für das Tech­ni­sche Foul gegen Anton Gavel nutz­te Moses Wood eis­kalt. Eis­kalt trifft auch die Art und Wei­se, wie Finn Dönt­gens die bei­den fol­gen­den Bam­ber­ger Angrif­fe abschloss. Mit zwei wun­der­schö­nen Haken­wür­fen stell­te der Links­hän­der auf 43:31 (21.) und das Bam­ber­ger Spiel nahm immer wei­ter an Fahrt auf. Mit sei­nem vier­ten Drei­er (bei 4 Ver­su­chen) traf Ibi Wat­son bei ablau­fen­der Shot­clock zum 56:41 und Pedro Cal­les muss­te eine Aus­zeit neh­men. Doch auch der fol­gen­de Angriff sei­nes Teams dürf­te ihm nicht gefal­len haben, denn den Ber­li­ner Ein­wurf direkt nach die­ser Aus­zeit angel­te sich Dani­el Kep­pe­l­er, der per Dunk zum 58:41 abschloss (26.). Die Bam­ber­ger schie­nen das Spiel nun voll­ends unter Kon­trol­le zu haben, doch weit gefehlt. ALBA dreh­te wie­der auf und kam mit einem 9:0‑Lauf bis auf 58:50 (29) wie­der her­an. Zach Ens­min­ger been­de­te die Bam­ber­ger Durst­stre­cke mit einem Drei­er aus der lin­ken Spiel­fel­de­cke (61:50/30.), doch auch Jus­tin Bean schlug vor dem Ende des Vier­tels gleich noch zwei­mal von jen­seits der 6,75-Meter-Linie zu und so stand es nach 30 Minu­ten 63:56 für die Hausherren.

J‘wan Roberts nutz­te den ers­ten Ber­li­ner Angriff des Schluss­ab­schnitts zum 63:58, doch Cobe Wil­liams sorg­te auf der Gegen­sei­te für ein Bam­ber­ger Aus­ru­fe­zei­chen. Im Eins-gegen-eins schlug der Bam­ber­ger Auf­bau­spie­ler Ber­lins Micha­el Rataj und stopf­te den Ball zum 65:58 (31.). Wenig spä­ter folg­te der nächs­te Dunk. Dies­mal bedien­te Cobe Wil­liams Finn Dönt­gens, der den Ball im Schnell­an­griff zum 69:59 (33.) in den ALBA-Korb häm­mer­te. Die Ber­li­ner aber kamen umge­hend zurück und nach dem Drei­er von Jonas Mat­tiss­eck (69:64/34.) hol­te Anton Gavel sein Team erst ein­mal wie­der zusam­men. Demo­nia und Crow­ley tra­fen und Bam­berg lag wie­der mit 73:64 vor­ne (36.), doch wenig spä­ter dunk­te Micha­el Rataj den Ball zum 76:71 (39.). Es folg­te die nächs­te Aus­zeit von Anton Gavel in deren Anschluss Cobe Wil­liams aber­mals zum Korb zog und unwi­der­steh­lich zum 78:71 ein­netz­te. Mar­tin Her­manns­son ver­kürz­te an der Frei­wurf­li­nie wie­der auf 78:73, doch 1:04 Minu­ten vor dem Ende mach­te dann Zach Ens­min­ger mit einem wei­te­ren Drei­er zum 81:73 end­gül­tig den Deckel auf Spiel #3, zumal Cobe Wil­liams auf der Gegen­sei­te den Ber­li­ner Angriff mit sei­nem 6. Ste­al in die­ser Par­tie stoppte.

„Glück­wunsch an unse­re Spie­ler zum Sieg. Es war ein wich­ti­ger Sieg für unser Selbst­ver­trau­en und für unse­re Köp­fe. Jetzt geht es dar­um, so schnell als mög­lich zu rege­ne­rie­ren, weil das heu­te auch von den Minu­ten her doch sehr eng war, und dann schau­en wir, dass wir die Mann­schaft so gut es geht auf Sams­tag vor­be­rei­ten“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. Schon am mor­gi­gen Sams­tag geht es nun wei­ter. Dann steht Spiel 4 auf dem Pro­gramm, Tip-Off zur 4. Par­tie ist dann um 18:30 Uhr.

Bas­ket­ball Bundesliga

Halb­fi­na­le Spiel 3: BMA365 Bam­berg Bas­kets wol­len ihren Heim­vor­teil nutzen

Nach den bei­den ers­ten Par­tien in der Haupt­stadt kommt die Halb­fi­nal-Serie in den Play­offs in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga jetzt nach Freak City. Hat­ten die Ber­li­ner ihre bei­den Heim­spie­le sou­ve­rän gewin­nen kön­nen, hof­fen die BMA365 Bam­berg Bas­kets nun eben­falls, ihren Heim­vor­teil aus­nut­zen und so die Serie noch wei­ter ver­län­gern zu kön­nen. Tip-Off am Don­ners­tag­abend zu Spiel 3 im Play­off-Halb­fi­na­le zwi­schen den BMA365 Bam­berg Bas­kets und ALBA BERLIN ist um 20:30 Uhr.

„Wir wis­sen, wel­che Bedeu­tung das Spiel für uns hat. Wir sind ja eigent­lich zum Sie­gen ver­dammt und wol­len die Serie jetzt erst ein­mal ver­län­gern, um dann zu schau­en, wie es wei­ter­geht. Dafür brau­chen wir aber eine deut­li­che Stei­ge­rung im Ver­gleich zur Leis­tung aus den bei­den Spie­len in Ber­lin. Wir hof­fen jetzt auf eine vol­le Hal­le und die vol­le Unter­stüt­zung unse­rer Fans, um Spiel 3 zu gewin­nen“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel.

Spiel 1 und Spiel 2 gin­gen letzt­lich klar an die Ber­li­ner, die vor allem in der Auf­takt­par­tie eine immens star­ke Per­for­mance aufs Par­kett der Max-Schme­ling-Hal­le brach­ten. 105 Punk­te, 28 Assists und ein zudem extrem gut ver­teil­tes Scoring brach­ten ALBA den ver­dien­ten Sieg. In Spiel #2 zeig­ten die BMA365 Bam­berg Bas­kets ein ande­res Gesicht, hat­ten aber auch hier Pro­ble­me zum einen mit ihrer eige­nen Treff­si­cher­heit, dem auch in Spiel #2 star­ken Auf­tre­ten von ALBA sowie der im Ver­gleich zur Ulm-Serie nun auf dem Spiel­feld erlaub­ten bezie­hungs­wei­se ver­bo­te­nen Spiel­wei­se. Wäh­rend in der Ulm-Serie sehr viel Phy­sis zuge­las­sen wur­de, war die Regel­aus­le­gung in den bei­den Spie­len in Ber­lin nun doch wie­der eher sehr streng.

Zwei Spie­le hin­ter­ein­an­der ver­lo­ren haben die BMA365 Bam­berg Bas­kets in die­ser Sai­son übri­gens nur zwei Mal zuvor. Der Nie­der­la­ge nach Ver­län­ge­rung in Trier am 3. Spiel­tag folg­te eine wei­te­re beim Gast­spiel in Mün­chen und der am 14. Spiel­tag in Bonn folg­te zuhau­se eine Plei­te gegen Lud­wigs­burg. Drei Nie­der­la­gen in Serie haben die Bam­ber­ger in die­ser Sai­son noch nie hin­neh­men müssen.

Wäh­rend die BMA365 Bam­berg Bas­kets deut­lich weni­ger Ball­ver­lus­te in den ers­ten bei­den Spie­len hat­ten, unter­strei­chen die 21,5 Assists pro Spiel das aus­ge­zeich­ne­te Team­play der Ber­li­ner. Bei den Wurf­quo­ten hat­ten die Ber­li­ner in den bei­den ers­ten Spie­len aus allen Berei­chen deut­li­che Vor­tei­le. Vor allem bei den Drei­ern lag ALBA um 14,5 Pro­zent bes­ser. Wäh­rend der regu­lä­ren Sai­son hat­ten die Bam­ber­ger 37,4% ihrer Wür­fe von jen­seits der 6,75-Meter-Linie getrof­fen (ALBA: 33,3%).

Auch in der ande­ren Serie zwi­schen dem FC Bay­ern Mün­chen und den Tele­kom Bas­kets Bonn gab es bis­lang noch kei­nen Aus­wärts­sieg und so füh­ren auch hier die Münch­ner mit 2:0.

Bas­ket­ball Bundesliga

BMA365 Bam­berg Bas­kets ver­lie­ren Halb­fi­nal­auf­takt in Berlin

Die BMA365 Bam­berg Bas­kets haben Spiel 1 im Play­off-Halb­fi­na­le bei ALBA BERLIN ver­lo­ren. Mit 86:105 (34:53) zogen die Bam­ber­ger am Sams­tag­nach­mit­tag in der Max-Schme­ling-Hal­le am Ende den Kür­ze­ren. Nach zuletzt zehn Sie­gen in Serie muss­te die Mann­schaft von Head Coach Anton Gavel damit wie­der eine Nie­der­la­ge hinnehmen.

Dabei war man gut in die Auf­takt­par­tie der Halb­fi­nal-Serie gestar­tet und hat­te das ers­te Vier­tel mit 19:18 gewin­nen kön­nen. In Vier­tel Num­mer zwei ging dann jedoch so gut wie nichts mehr. Wäh­rend man selbst nur 15 Zäh­ler auf die Anzei­ge­ta­fel brach­te, gestat­te­te man ALBA 35 Punk­te und lag zur Pau­se bereits deut­lich zurück. Auch im drit­ten Abschnitt konn­te man den Spiel­fluss der Ber­li­ner nicht stop­pen, die noch­mals 30 Zäh­ler erziel­ten und so kurz vor dem Start des Schluss­ab­schnitts schon spiel­ent­schei­dend mit 30 Punk­ten in Füh­rung lagen.

Bes­ter Wer­fer bei ALBA BERLIN war Jack Kay­il mit 18 Punk­ten. Ibi Wat­son war Bam­bergs Tops­corer mit 16 Zählern.


Der Spiel­ver­lauf

Bei­de Mann­schaf­ten leg­ten mun­ter los in die­sem ers­ten Halb­fi­nal-Match. Nach­dem Jonas Mat­tiss­eck und Nor­ris Agba­ko­ko für die Haus­her­ren erst ein­mal vor­ge­legt hat­ten (2:5/2.), zogen Ibi Wat­son und Richard Bal­int für die Bam­ber­ger nach. Cobe Wil­liams war es dann, der mit einem Schnell­an­griff Coast-to-coast für die ers­te Bam­ber­ger Füh­rung des Abends gesorgt hat­te (9:7/4.). Demar­cus Demo­nia flog zwei wei­te­re Zäh­ler per Alley Oop zum 11:7 ein, doch bereits in den fol­gen­den Minu­ten hat­te die Bam­ber­ger Ver­tei­di­gung ihre Pro­ble­me mit dem Ber­li­ner Angriffs­spiel. Vor allem Mar­tin Her­manns­son zog hier ein Foul nach dem nächs­ten und sein Team ging wie­der in Füh­rung (11:13/7.). Die Bam­ber­ger aber blie­ben dran und lagen nach Korb­er­fol­gen von Dani­el Kep­pe­l­er, Moritz Krim­mer und Aus­tin Crow­ley 50 Sekun­den vor dem Ende des ers­ten Abschnitts mit 19:13 vor­ne. Ein Drei­er von Moses Wood sowie ein Korb­le­ger aus dem Fast­break von Micha­el Rataj lie­ßen die Bam­ber­ger Füh­rung jedoch wie­der auf einen ein­zi­gen Zäh­ler schrump­fen (19:18). 

Auch im zwei­ten Vier­tel agier­ten bei­de Teams auf Augen­hö­he. Die Füh­rung wech­sel­te im zwei­ten Abschnitt nun zum ins­ge­samt sie­ben Mal hin und her, nach­dem Jus­tin Bean den Füh­rungs­tref­fer von Ibi Wat­son zum 27:26 (13.) mit einem Korb­er­folg in der Bam­ber­ger Zone zur erneu­ten ALBA-Füh­rung gekon­tert hat­te. In die­sem Moment riss nun jedoch der Faden im Bam­ber­ger Spiel kom­plett. Ein 25:4‑Run von ALBA in den fol­gen­den 5:42 Minu­ten schraub­te deren Füh­rung auf 20 Zäh­ler (31:51/19.). Wäh­rend in die­ser Pha­se beim Team aus Freak City so gut wie nichts funk­tio­nie­ren und auch in den Korb fal­len woll­te, spiel­ten die Ber­li­ner ihre Wür­fe gedul­dig her­aus und nutz­ten ihre Chan­cen eis­kalt. Bereits zur Halb­zeit konn­ten die Gast­ge­ber 17 Assists (Bam­berg 6) ver­zeich­nen und ihrer Tref­fer­quo­te aus dem Feld (20 aus 33) lag bei über­ra­gen­den 61 Pro­zent (Bam­berg 39%). Mit 15:35 muss­ten die Bam­ber­ger das zwei­te Vier­tel abge­ben und lagen beim Gang in die Halb­zeit­pau­se mit 34:53 zurück.


„Wir waren nicht bereit für die­ses Spiel“

Mit drei wei­te­ren erfolg­rei­chen Drei­ern star­te­ten die Ber­li­ner in die zwei­te Halb­zeit und bau­ten ihren Vor­sprung so wei­ter aus (36:62/22.). Wäh­rend das Spiel der Haupt­städ­ter auch wei­ter­hin wie am Schnür­chen funk­tio­nier­te, tat sich das Team von Anton Gavel nach wie vor extrem schwer. Bam­bergs Head Coach ver­such­te zwar mit Wech­seln und Aus­zei­ten sein Team wie­der in die Spur zu brin­gen, doch nach dem Drei­er von Jack Kay­il zum 44:75 (28.) erhöh­te sich der Rück­stand erst­mals auf über 30 Zäh­ler. Mit einem Drei-Punk­te-Spiel war es dann erneut der 20-Jäh­ri­ge, der beim 44:78 (28.) für die höchs­te Ber­li­ner Füh­rung des Abends und eine Vor­ent­schei­dung sorg­te. 30:20 ging das drit­te Vier­tel an die Ber­li­ner (54:83).

Doch auch wenn es aus Bam­ber­ger Sicht an die­sem Nach­mit­tag in der Haupt­stadt nicht lau­fen woll­te, auf­ge­ben kam nicht in Fra­ge und so bis­sen sich die Jungs um Kapi­tän Ibi Wat­son noch­mals in die Par­tie hin­ein. Nach Drei­ern von Zach Ens­min­ger sowie zwei Distanz-Tref­fern von Adri­an Pet­ko­vic hat­te man den Rück­stand bei noch knapp sechs­ein­halb Minu­ten Spiel­zeit auf 71:88 ver­kürzt. ALBA ließ sich aber nicht noch ein­mal in Bedräng­nis brin­gen und hielt den Vor­sprung nun immer so um die 20 Punk­te. Mit dem ins­ge­samt 16. Ber­li­ner Drei­er (bei 37 Ver­su­chen /​43% – Bam­berg 8 aus 26 /​31%) knack­te Mal­te Delow die Hun­dert-Punk­te-Mar­ke. Am Ende unter­la­gen die Bam­ber­ger in Spiel #1 der Serie mit 86:105. „Glück­wunsch an Pedro Cal­les und sein Team zu die­sem abso­lut ver­dien­ten Sieg. Wir haben heu­te im zwei­ten und drit­ten Vier­tel 65 ALBA-Punk­te zuge­las­sen – außer­dem sind die 28 Ber­li­ner Assists auch deut­lich zu viel. Wir waren nicht bereit für die­ses Spiel“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel.

Grü­ne Woche

Ober­fran­ken­tag begeis­tert Besu­che­rin­nen und Besucher

Mit gro­ßer Reso­nanz, viel Musik und genuss­vol­ler Viel­falt hat sich Ober­fran­ken beim Ober­fran­ken­tag auf der Grü­nen Woche in Ber­lin prä­sen­tiert. Tau­sen­de Besu­che­rin­nen und Besu­cher erleb­ten in der Bay­ern­hal­le einen ein­drucks­vol­len Auf­tritt der Regi­on, der Tra­di­ti­on, Inno­va­ti­on und Lebens­freu­de vereinte.

Der Ober­fran­ken­tag fand zur abso­lu­ten Spit­zen­zeit der Mes­se statt: am besu­cher­stärks­ten Mes­se­tag, in der meist­fre­quen­tier­ten Hal­le und zur Haupt­be­suchs­zeit. Ent­spre­chend dicht dräng­ten sich Gäs­te aus Ber­lin, aus ganz Deutsch­land und aus aller Welt rund um die Büh­ne und den angren­zen­den Gemein­schafts­stand von Ober­fran­ken Offen­siv. Gemein­sam mit den Tou­ris­mus­re­gio­nen Fich­tel­ge­bir­ge, Fran­ken­wald und Frän­ki­sche Schweiz fei­er­te Ober­fran­ken ein leben­di­ges Fest der Regi­on – ganz im Sin­ne des Mot­tos: Es geht nur gemeinsam.

Seit vie­len Jah­ren set­zen die Ver­an­stal­ter der Grü­nen Woche in der stark fre­quen­tier­ten Bay­ern­hal­le auf ober­frän­ki­sche Akzen­te – und auch 2026 zeig­te sich erneut, war­um. Ab 12:00 Uhr sorg­ten die Fich­ten­horn­blä­ser aus Spei­chers­dorf und die Markt­red­wit­zer Blas­ka­pel­le für musi­ka­li­sche Höhe­punk­te aus der Heimat.

Am Gemein­schafts­stand selbst luden unter ande­rem der Hofer Wärscht­la­mo Mar­cus Traub, das Bräuwerck Neu­dros­sen­feld, die Braue­rei Nikl aus Pretz­feld, zahl­rei­che Genuss­hand­wer­ke­rin­nen und Genuss­hand­wer­ker aus ganz Ober­fran­ken sowie die Uni­ver­si­tät Bay­reuth zum Pro­bie­ren, Infor­mie­ren und Aus­tau­schen ein.

Zahl­rei­che Gäs­te aus Poli­tik, Wirt­schaft und Gesell­schaft folg­ten der Ein­la­dung zum Ober­fran­ken­tag und zeig­ten sich begeis­tert von der Mischung aus Büh­nen­pro­gramm und kuli­na­ri­schen High­lights. Ob frisch gezapf­te Bie­re der Braue­rei­en vor Ort, die hei­ßen Wie­ner des ori­gi­nal Hofer Wärscht­la­mos oder die euro­pä­isch geschütz­te Hofer Rind­fleisch­wurst – die Viel­falt und Qua­li­tät des Ange­bots mach­ten den Stand zu einem ech­ten Aus­hän­ge­schild der UNESCO-zer­ti­fi­zier­ten Genuss­re­gi­on Oberfranken.

Zum wie­der­hol­ten Mal war zudem die Fakul­tät für Lebens­wis­sen­schaf­ten am Cam­pus Kulm­bach der Uni­ver­si­tät Bay­reuth Teil des Gemein­schafts­stands. Mit ihren zukunfts­ori­en­tier­ten Stu­di­en­gän­gen genießt die Fakul­tät inter­na­tio­nal gro­ße Aner­ken­nung und ergänzt den ober­frän­ki­schen Mes­se­auf­tritt in Ber­lin auf idea­le Weise.

Die Grü­ne Woche zählt zu den welt­weit bedeu­tends­ten Mes­sen für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und Gar­ten­bau. Ober­fran­ken Offen­siv orga­ni­siert den ober­frän­ki­schen Gemein­schafts­stand bereits seit zehn Jah­ren und setzt damit kon­ti­nu­ier­lich star­ke Impul­se für die Sicht­bar­keit der Regi­on auf inter­na­tio­na­ler Bühne.

Ober­fran­ken in Berlin

Genuss, Inno­va­ti­on und Zusam­men­halt auf der Grü­nen Woche 2026

Vom 16. bis 25. Janu­ar ist die Bun­des­haupt­stadt ein Stück ober­frän­ki­scher als sonst: Auf der Grü­nen Woche in Ber­lin prä­sen­tiert sich Ober­fran­ken erneut als genuss­vol­le, inno­va­ti­ve und lebens­wer­te Region.

Bereits zum zehn­ten Mal in Fol­ge orga­ni­siert und managt Ober­fran­ken Offen­siv e.V. den gro­ßen ober­frän­ki­schen Gemein­schafts­stand in der Bay­ern­hal­le. Genuss­hand­werk, tra­di­tio­nel­le und inno­va­ti­ve Braue­rei­en und Bren­ne­rei­en, sowie die füh­ren­den Tou­ris­mus­re­gio­nen Ober­fran­kens tre­ten dabei geschlos­sen auf und zei­gen ein­drucks­voll die Viel­falt und Stär­ke der Regi­on. Gemein­sam geben sie in Ber­lin eine über­zeu­gen­de Visi­ten­kar­te Ober­fran­kens ab.

Mit der Eröff­nung der Mes­se wird der impo­san­te Ober­fran­ken­stand schnell zum belieb­ten Treff­punkt in der Bay­ern­hal­le (Hal­le 22b). An meh­re­ren Infor­ma­ti­ons- und Aus­schank­be­rei­chen bera­ten Tou­ris­ti­ker aus dem Fich­tel­ge­bir­ge, dem Fran­ken­wald und der Frän­ki­schen Schweiz über Frei­zeit- und Urlaubs­mög­lich­kei­ten – von Aktiv­ur­laub über Genuss­rei­sen bis hin zu kul­tu­rel­len Highlights.

Auch die Baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­rin für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und Fors­ten, Michae­la Kani­ber, lässt sich einen Besuch am Ober­fran­ken­stand tra­di­tio­nell nicht neh­men. Sie betont: „Ober­fran­ken ist auch das Land des Bie­res. Es ist der Regie­rungs­be­zirk mit den meis­ten Braue­rei­en – und das macht einen schon stolz. Jetzt geht es aber auch dar­um, die­se Viel­falt zu bewah­ren. Des­we­gen ist es wich­tig, uns in der Zukunft gut auf­zu­stel­len, um kei­ne Betrie­be ver­lie­ren! Dahin­ter steht ein unglaub­li­ches Enga­ge­ment, zum Bei­spiel, was die LEA­DER-Pro­jek­te im länd­li­chen Raum anbe­langt, pas­siert ganz viel. Man sieht: Bay­ern ist in allen Regio­nen wirk­lich lebenswert!“

Groß­zü­gig, offen und weit­hin sicht­bar: Auf 42 Qua­drat­me­tern prä­sen­tiert sich Ober­fran­ken als eine der stärks­ten Regio­nen in der Bay­ern­hal­le. Das kla­re frän­ki­sche Rot-Weiß und die pro­mi­nen­te Lage direkt am baye­ri­schen Bier­gar­ten machen den Stand zu einem belieb­ten Treff­punkt. Für Bezirks­tags­prä­si­dent und Vor­sit­zen­den von Ober­fran­ken Offen­siv, Hen­ry Schramm, ist der gemein­sa­me Auf­tritt ein wich­ti­ger Bau­stein in der Außen­dar­stel­lung der Genuss­re­gi­on Ober­fran­ken: „Als Vor­sit­zen­der von Ober­fran­ken Offen­siv hal­te ich es für sehr wich­tig, dass wir auf der Grü­nen Woche ver­tre­ten sind! An unse­rem Stand in ganz zen­tra­ler Lage kom­men vie­le Besu­che­rin­nen und Besu­cher vor­bei und wer­den auf unse­re Tou­ris­mus­re­gio­nen und unse­re Genuss­pro­duk­te auf­merk­sam. Bei uns am Stand – wie auch in Ober­fran­ken – kann man sich wohl füh­len, wir sind gast­freund­lich und das kann man hier haut­nah erle­ben. Ober­fran­ken ist eine wah­re Genuss­re­gi­on, aus­ge­zeich­net als imma­te­ri­el­les UNESCO-Kul­tur­er­be, und damit kann man Men­schen begeistern!“

Ein beson­de­rer Höhe­punkt ist der ers­te Mes­se­sams­tag, tra­di­tio­nell der besu­cher­stärks­te Tag der Grü­nen Woche. An die­sem Tag rich­tet Ober­fran­ken Offen­siv das Büh­nen­pro­gramm der Bay­ern­hal­le aus und lädt zum Ober­fran­ken­tag ein. Ab 12:00 Uhr sor­gen die Fich­ten­horn­blä­ser aus Spei­chers­dorf im Land­kreis Bay­reuth und die Markt­red­wit­zer Blas­ka­pel­le für musi­ka­li­sche Akzen­te aus der Region.

Am Stand von Ober­fran­ken laden unter ande­rem der Hofer Wärscht­la­mo Mar­cus Traub, das Bräuwerck Neu­dros­sen­feld, die Braue­rei Nikl aus Pretz­feld, zahl­rei­che Genuss­hand­wer­ker aus ganz Ober­fran­ken sowie die Fakul­tät für Lebens­wis­sen­schaf­ten der Uni­ver­si­tät Bay­reuth in Kulm­bach zum Pro­bie­ren, Infor­mie­ren und Aus­tau­schen ein. Begrüßt wer­den die Gäs­te von den Vor­sit­zen­den von Ober­fran­ken Offen­siv, Hen­ry Schramm und Flo­ri­an Luder­schmid und Geschäfts­füh­rer Frank Ebert.

Frank Ebert, Geschäfts­füh­rer von Ober­fran­ken Offen­siv, bestä­tigt die Begeis­te­rung der Besu­che­rin­nen und Besu­cher: „Unser schö­nes Ober­fran­ken auf der Grü­nen Woche vor einem gro­ßen inter­na­tio­na­len Publi­kum zu ver­tre­ten, ist einer­seits eine sehr wich­ti­ge Auf­ga­be im Regio­nal­mar­ke­ting-Kon­zept unse­res Ver­eins. Gleich­zei­tig ist es uns eine gro­ße Freu­de: Denn wir sehen jedes Jahr wie­der, dass unse­re Ange­bo­te nicht nur gut ange­nom­men, son­dern sogar rich­tig gefei­ert werden!“

Die Grü­ne Woche Ber­lin zählt zu den welt­weit bedeu­tends­ten Mes­sen für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und Gar­ten­bau. Jähr­lich zieht sie hun­dert­tau­sen­de Besu­che­rin­nen und Besu­cher sowie Fach­pu­bli­kum aus aller Welt an – und bie­tet damit eine idea­le Büh­ne, um Ober­fran­ken als star­ke, genuss­vol­le und zukunfts­ori­en­tier­te Regi­on zu präsentieren.

vbw setzt auf wirt­schafts­po­li­ti­schen Kurswechsel

Poli­ti­scher Dia­log in Berlin

Die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. hat sich in Ber­lin mit hoch­ran­gi­gen Ver­tre­tern aus der Bun­des­po­li­tik zum poli­ti­schen Dia­log getrof­fen. Rund 40 Reprä­sen­tan­ten von vbw-Mit­glieds­ver­bän­den nah­men an den Gesprä­chen und an einer Spree­fahrt teil.

Die vbw benann­te bei den Tref­fen als größ­te Her­aus­for­de­run­gen die The­men Kon­junk­tur- und Struk­tur­kri­se, Zoll­po­li­tik der USA und den nach wie vor unge­lös­ten Kon­flikt in der Ukrai­ne. vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt for­der­te ange­sichts der Lage, Euro­pa wie­der stark zu machen und ins­be­son­de­re in der Wirt­schafts­po­li­tik den drin­gend not­wen­di­gen Kurs­wech­sel einzuleiten.

Er zeig­te sich mit Blick auf die Regie­rungs­er­klä­rung von Bun­des­kanz­ler Fried­rich Merz zuver­sicht­lich, dass Schwarz-Rot die dafür not­wen­di­gen Auf­ga­ben zügig ange­hen wird. „Der Koali­ti­ons­ver­trag ent­hält ein Bün­del an Maß­nah­men zur Siche­rung des Wirt­schafts­stand­orts und setzt Wachs­tums­im­pul­se. Die degres­si­ve Son­der­ab­schrei­bung für Aus­rüs­tungs­in­ves­ti­tio­nen brau­chen wir bei­spiels­wei­se eher ges­tern als heu­te. Eben­so wich­tig sind die Maß­nah­men für nied­ri­ge­re Ener­gie­prei­se: Die Absen­kung der Strom­steu­er sowie der Netz­ent­gel­te und ein Brü­cken­strom­preis sind zwin­gend not­wen­dig. Immens wich­tig ist der im Koali­ti­ons­ver­trag ent­hal­te­ne Plan zum Büro­kra­tie­ab­bau. Dazu gehört eine ver­bind­li­che Fest­set­zung, sämt­li­che Büro­kra­tie­kos­ten mög­lichst schon im Jahr 2025 um 25 Pro­zent zu redu­zie­ren“, sag­te Brossardt.

Für eben­so zen­tral hält die vbw die ver­ein­bar­te Fle­xi­bi­li­sie­rung der Arbeits­zei­ten. „Wir brau­chen end­lich eine wöchent­li­che statt einer täg­li­chen Höchst­ar­beits­zeit. Wir müs­sen aber auch wie­der mehr arbei­ten, um zukunfts­fä­hig zu blei­ben“, so Bros­sardt wei­ter. „Luft nach oben“ sieht die vbw bei der Reform der Sozi­al­ver­si­che­rungs­sys­te­me. „Wir set­zen jetzt dar­auf, dass die Reform­kom­mis­sio­nen schnell ein­ge­setzt wer­den, dass sie schnell Ergeb­nis­se lie­fern – und dass die­se Ergeb­nis­se dann auch umge­setzt wer­den. Die Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge dür­fen nicht ins Uner­mess­li­che stei­gen. Das ist Teil des ver­spro­che­nen Poli­tik­wech­sels“, erklär­te der vbw Hauptgeschäftsführer.

Zu den Gesprächs­part­nern der vbw in Ber­lin zähl­ten unter ande­rem Dr. Rein­hard Brandl, Hans­jörg Durz und Dr. Andre­as Lenz (alle CSU), Dr. Caro­lin Wag­ner und Sebas­ti­an Rol­off (bei­de SPD), Rebec­ca Len­hard, Sascha Mül­ler und Johan­nes Wag­ner (alle Bünd­nis 90/​Die Grünen).

Sport als Schlüs­sel zur Inklusion

Bam­berg will Host Town werden

Die Spe­cial Olym­pics World Games fin­den vom 17. bis 24. Juni 2023 erst­mals in Deutsch­land statt. 170 inter­na­tio­na­le Dele­ga­tio­nen mit Sport­le­rin­nen und Sport­lern mit geis­ti­ger und mehr­fa­cher Behin­de­rung wer­den nach Ber­lin kom­men und dort in 26 Sport­ar­ten und Uni­fied Sports- Wett­be­wer­ben gegen­ein­an­der antre­ten. Das „Host Town Pro­gram“ will die Ath­le­tin­nen und Ath­le­ten im Land will­kom­men hei­ßen. Auch die Stadt Bam­berg hat sich für die Auf­nah­me eines Natio­nen­teams im Vor­feld der Spie­le beworben.

„Wir brin­gen Sport­in­k­lu­si­on in Bam­berg wei­ter vor­an. 2023 könn­te das nächs­te Level brin­gen“, sagt Mat­thi­as Pfeu­fer, Refe­rent für Bil­dung, Schu­len und Sport der Stadt Bam­berg. Bereits im Juli die­ses Jah­res hat der Stadt­rat die Ver­wal­tung damit beauf­tragt, die Bewer­bung als Host Town für die Spe­cial Olym­pics World Games in Ber­lin auf den Weg zu brin­gen. Im Okto­ber war es dann soweit. Ein Moti­va­ti­ons­schrei­ben gestützt von einer Video­bot­schaft soll für Bam­berg als Gast­ge­ber­stadt wer­ben. Unter dem Mot­to „Bam­berg l(i)ebt Inklu­si­on“, denn „Jede:r kann etwas – keine:r kann alles. Aber zusam­men schaf­fen wir mehr“ macht die Stadt auf ihre Eig­nung als Host Town aufmerksam.

Die lang­jäh­ri­ge Zusam­men­ar­beit mit den Ver­ei­nen und Initia­ti­ven für Behin­der­te im Stadt­ge­biet ist dabei ein gro­ßes Plus. Ob die Lebens­hil­fe Bam­berg e. V., die Offe­ne Behin­der­ten­ar­beit (OBA), die Arbeits­ge­mein­schaft chro­nisch-kran­ker und behin­der­ter Men­schen e. V. (ARGE), inte­gra Mensch, gool­kids oder auch die Kul­tur­fa­brik (KUFA). Sie alle haben es sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren und Jahr­zehn­ten zur Auf­ga­be gemacht, ein wert­schät­zen­des und res­sour­cen­ori­en­tier­tes Mit­ein­an­der in der Stadt und der Regi­on zu ermög­li­chen, heißt es in der Bewerbung.

Pro­mi­nen­te Bot­schaf­ter beim För­der­ver­ein goolkids

Auch der För­der­kreis gool­kids, ein Netz­werk zwi­schen Kin­dern, Ver­ei­nen, Schu­len, Ver­bän­den und Spon­so­ren macht seit sei­ner Grün­dung 2015 von sich reden. Sport­li­che Inklu­si­on bedeu­tet hier die Inte­gra­ti­on von sozi­al benach­tei­lig­ten Kin­dern, ganz egal wel­cher Her­kunft. Dass sie eben­so einen Zugang zum Sport und in Sport­ver­ei­ne erlan­gen und mit der rich­ti­gen Sport­aus­rüs­tung antre­ten kön­nen, dafür setzt sich gool­kids seit die­sem Jahr auch mit pro­mi­nen­ten Bot­schaf­tern ein.

So machen sich die Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Mela­nie Huml, der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Andre­as Schwarz, die mehr­fa­che Welt­meis­te­rin im Kegeln Danie­la Kicker, der Tri­ath­let Chris Dels und die Brü­der Jonas und David Ochs von der Rap-Com­bo Bam­bäg­ga für den För­der­kreis für Kin­der stark. Mit ihrem Enga­ge­ment wol­len sie zei­gen, wie leicht Inklu­si­on gelin­gen kann, wenn man die Men­schen zusam­men­bringt und ande­re Kul­tu­ren ken­nen­lernt und respek­tiert. Denn jede und jeder hat das glei­che Recht, dabei zu sein.

Nach­hal­tig­keit der Inklusion

„Unse­re Idee von Inklu­si­on ist, sie in die Stadt­ge­sell­schaft hin­ein­zu­tra­gen“, sagt Mat­thi­as Pfeu­fer, „etwa durch inklu­si­ve Musik­grup­pen und Sport­teams. Dabei steht weni­ger die Leis­tung im Vor­der­grund, son­dern mehr der Spaß und das Mit­ein­an­der.“ Aus Zufäl­lig­kei­ten der Begeg­nung sol­len Regel­mä­ßig­kei­ten wer­den, denn Inklu­si­on muss auf Nach­hal­tig­keit ange­legt wer­den. „Aus Begeg­nun­gen kön­nen span­nen­de Pro­jek­te ent­ste­hen, an denen gemein­sam gear­bei­tet wird.“

Wäh­rend Inklu­si­on im Bil­dungs­be­reich bei­spiels­wei­se an der Grund­schu­le Bam­berg-Gau­stadt, am Dient­zen­ho­fer-Gym­na­si­um und an der Adolph-Kol­ping-Berufs­schu­le bereits statt­fin­det, bie­te die sport­li­che Inklu­si­on im Frei­zeit­be­reich ein wei­te­res brei­tes Feld, das sich eröff­net, damit spä­ter auch die Inte­gra­ti­on im Beruf und somit auf dem Arbeits­markt gelin­gen kann.

„Wir brau­chen außer­halb des for­ma­len Schul­sys­tems auch ande­re For­men der Begeg­nung für Inklu­si­on und Inte­gra­ti­on. Unser Ziel ist es, in allen Ent­wick­lungs­pro­zes­sen der Kom­mu­ne Inklu­si­on als Leit­ka­te­go­rie zu ver­an­kern. Der Weg geht über die Sicher­stel­lung der sozia­len Teil­ha­be für alle Men­schen in der Stadt­ge­sell­schaft“, so Pfeu­fer, „dabei soll­ten wir nicht ver­ges­sen, dass es auch Men­schen gibt, die beson­de­re Unter­stüt­zung brau­chen, um teil­ha­ben zu können.“

Vie­le posi­ti­ve Bei­spie­le für Inklu­si­on im Sport, in der Kul­tur und auch im Arbeits- und Erwerbs­le­ben gebe es bereits. Bam­berg prä­sen­tie­re sich daher als idea­le Gast­ge­ber­stadt für die Auf­nah­me einer Län­der­de­le­ga­ti­on des gro­ßen Sport­fes­tes Spe­cial Olym­pics World Games.

Hoff­nung auf mit­tel­gro­ßes Nationenteam

Die Chan­cen auf einen Erfolg ste­hen gut, so die Ein­schät­zung des Vor­be­rei­tungs­teams. Die Ver­kehrs­lo­gis­tik mit einer Anbin­dung auf der Ver­kehrs­ach­se Mün­chen-Nürn­berg-Ber­lin mit direk­ten ICE-Ver­bin­dun­gen sowie die Ver­füg­bar­keit geeig­ne­ter Unter­künf­te bie­ten die Mög­lich­keit zur Auf­nah­me eines mit­tel­gro­ßen Natio­nen­teams von bis zu 50 Per­so­nen. „Wie groß die Dele­ga­ti­on wird, wis­sen wir wohl erst Anfang 2023. Ent­schei­dend dafür sind auch die natio­na­len Qua­li­fi­ka­ti­ons­wett­be­wer­be im Som­mer 2022“, meint Pfeufer.

12 Part­ner, Orga­ni­sa­tio­nen und Vereine

Ob die Bewer­bung erfolg­reich war, wird frü­hes­tens Mit­te Janu­ar bekannt gege­ben. Ideen für das mög­li­che Pro­gramm in Bam­berg für ein Natio­nen­team, das fünf Tage vor Beginn der Spie­le in der jewei­li­gen Gast­ge­ber­stadt ankom­men soll, gibt es den­noch schon.

„Neben dem Akkli­ma­ti­sie­ren und Absol­vie­ren ver­schie­de­ner Trai­nings­ein­hei­ten ist bei­spiels­wei­se ein offe­ner kul­tu­rel­ler Abend in der Kul­tur­fa­brik (KUFA) geplant sowie ein grö­ße­res Will­kom­mens­fest“, erzählt Pfeufer.

Das loka­le Orga­ni­sa­ti­ons­ko­mi­tee wer­de Anfang 2022 erst­mals zusam­men­kom­men. Vie­le Non-Pro­fit-Orga­ni­sa­tio­nen, Ver­ei­ne und Insti­tu­tio­nen, die der inklu­si­ven Begeg­nung offen gegen­über ste­hen, haben bereits Inter­es­se an der Orga­ni­sa­ti­on des Rah­men­pro­gramms für die Ath­le­tin­nen und Ath­le­ten signa­li­siert. „Wir haben bereits 12 Part­ner, Orga­ni­sa­tio­nen und Ver­ei­ne, die aktiv mit­ge­stal­ten wol­len“, sagt der Sportreferent.

Die Ideen und Infor­ma­tio­nen dazu sol­len weit in 2022 und 2023 hin­ein­ge­tra­gen wer­den. So wer­de Inklu­si­on bei­spiels­wei­se auch Haupt­the­ma beim Neu­jahrs­emp­fang des Bam­ber­ger Ober­bür­ger­meis­ters Andre­as Star­ke im nächs­ten Jahr sein. „Es ist vor­ge­se­hen, dass dort auch Men­schen mit Beein­träch­ti­gung zu Wort kom­men, um das Pro­gramm gemein­sam zu gestalten.“

Wäh­rend Bam­berg plant, sich im Vor­feld der Spe­cial Olym­pics World Games als Gast­ge­ber­stadt ganz sport­lich-inklu­siv, bunt und viel­fäl­tig zu zei­gen, wird nach den Wett­kämp­fen aller­dings kein Natio­nen­team in sei­ne Gast­ge­ber­stadt zu einer noch­ma­li­gen Sie­ges­fei­er zurückkehren.

„Wir wer­den in einer klei­nen Grup­pe nach Ber­lin fah­ren und unse­re Dele­ga­ti­on sowie hof­fent­lich auch Sport­le­rin­nen und Sport­ler aus Bam­berg und der Regi­on anfeu­ern“, sagt Pfeu­fer. Ein Gegen­be­such wer­de viel­leicht in der Zukunft vorstellbar.

In der aktu­el­len Pha­se der Auf­bruch­stim­mung sind die Wei­chen für die Host Town gestellt. Doch was, wenn Bam­berg nicht Gast­ge­ber­stadt wird? „Selbst wenn es mit der Host Town nicht klap­pen soll­te, machen wir in jedem Fall wei­ter und blei­ben an den Ent­wick­lungs­pro­zes­sen dran, um die Inklu­si­on in unse­rer Stadt noch brei­ter zu ver­an­kern. Das ist unser selbst gesetz­ter Anspruch“, sagt Mat­thi­as Pfeufer.

Bewer­bung zur „Host Town“ ist eingereicht

Stadt Bam­berg möch­te Gast­ge­ber­stadt für Spe­cial Olym­pics World Games 2023 werden

Pünkt­lich vor Fris­ten­de hat die Stadt Bam­berg ihre Bewer­bung als „Host Town“ ein­ge­reicht, um im bes­ten Fall als eine von meh­re­ren Gast­ge­ber­städ­ten aus­ge­wählt zu wer­den. Zu den Spe­cial Olym­pics World Games 2023 in Ber­lin wer­den 170 Dele­ga­tio­nen inter­na­tio­na­ler Sport­le­rin­nen und Sport­ler erwartet.

Jede der 170 Dele­ga­tio­nen wird einer „Host Town“ zuge­ord­net, in der ein vier­tä­ti­ges Pro­gramm gebo­ten wird. Nach einem ein­stim­mi­gen Stadt­rats­be­schluss hat die Stadt Bam­berg ihren Hut in den Ring geworfen.

„Durch die­se Mög­lich­keit der Begeg­nung, des Mit­ein­an­ders, des Sports und der sozia­len Teil­ha­be kön­nen wir als gesam­te Stadt­ge­sell­schaft einen ‚Sprung nach vor­ne‘ machen und mit viel Rücken­wind unser Mot­to mit Taten stär­ken: Bam­berg l(i)ebt Inklu­si­on“, aüßert sich Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Starke.

Die Bewer­bung besteht aus einem Moti­va­ti­ons­schrei­ben, einem Kurz­kon­zept und der Vor­stel­lung eines mög­li­chen Pro­gramms, das auf die Sport­le­rin­nen und Sport­ler in Bam­berg war­ten wür­de. Das Mot­to für die „Host Town“ lau­tet: „Bam­berg l(i)ebt Inklu­si­on“. Die­ses Mot­to muss­te nicht eigens für die Bewer­bung ent­wi­ckelt wer­den. Viel­mehr spie­gelt sich dar­in eine lan­ge Geschich­te in Bam­berg wider. Zunächst getra­gen von Ehren­amt­li­chen und der Zivil­ge­sell­schaft hat die Stadt Bam­berg weit vor der gesetz­li­chen Ver­pflich­tung einen Behin­der­ten­be­auf­trag­ten bestellt, einen Akti­ons­plan erstellt und auch mit einem eige­nen städ­ti­schen Amt für Inklu­si­on Zei­chen gesetzt.

„Bam­berg ist eine idea­le Gast­ge­ber­stadt für die Spe­cial Olym­pics World Games, gera­de auch, weil vie­le sehr unter­schied­li­che Men­schen und Orga­ni­sa­tio­nen davon über­zeugt sind und sich mit uns auf den Weg machen wer­den“, so Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke im Moti­va­ti­ons­schrei­ben. Mit dabei sind Ein­rich­tun­gen wie die Lebens­hil­fe Bam­berg e.V., die Offe­ne Behin­der­ten­ar­beit (OBA), die Arbeits­ge­mein­schaft chro­nisch-kran­ker und behin­der­ter Men­schen e.V.(ARGE) und der För­der­kreis gool­kids e.V. (Part­ner der Spe­cial Olym­pics Bay­ern SOBY).

Sport­re­fe­rent Dr. Mat­thi­as Pfeu­fer ist über­zeugt, dass „gera­de der Sport eine Magie inne­hat, die sich posi­tiv auf Lebens­läu­fe aus­wirkt. Daher för­dern wir die­se Begeg­nun­gen von beein­träch­tig­ten und nicht-beein­träch­tig­ten Sport­le­rin­nen und Sport­lern auf loka­ler und regio­na­ler Ebe­ne.“ Ger­ne wol­le man die­se Begeg­nun­gen als „Host Town“ auf natio­na­ler und inter­na­tio­na­ler Ebe­ne erweitern.


Wie geht es mit der Bewer­bung weiter?

Vor­aus­sicht­lich im Dezem­ber oder Janu­ar wer­den vom Orga­ni­sa­ti­ons­ko­mi­tee Spe­cial Olym­pics Deutsch­land die „Host-Town“-Kommunen benannt. Für den Fall des Zuschlags für Bam­berg wird das ört­li­che Orga­ni­sa­ti­ons­ko­mi­tee bereits Anfang des Jah­res 2022 sei­ne Arbeit auf­neh­men. Wei­te­re Schrit­te sind bereits vor­ge­zeich­net wie die Teil­nah­me Bam­ber­ger Sport­le­rin­nen und Sport­ler bei den natio­na­len Wett­kämp­fen im Som­mer 2022 in Ber­lin, der städ­ti­sche Neu­jahrs­emp­fang 2023 unter dem Bewer­bungs­mot­to oder der Welt­kul­tur­er­belauf 2023. Auch über den Som­mer 2023 hin­aus und unab­hän­gig von den Spe­cial Olym­pics 2023 wird der Pro­zess in Bam­berg wei­ter­lau­fen. „Wir wer­den auf krea­ti­ve Wei­se und unter Ein­be­zie­hung mög­lichst vie­ler Akteu­re immer wie­der neu nach geeig­ne­ten Wegen suchen. Hier­zu tra­gen auch die Koope­ra­tio­nen mit den Bil­dungs­ein­rich­tun­gen und der Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät bei“, so Bil­dungs- und Sport­re­fe­rent Dr. Mat­thi­as Pfeufer.