Bas­ket­ball-Bun­des­li­ga

Bro­se Bam­berg mit Sieg zum Jahresende

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Brose
Foto: Pixabay
Bro­se Bam­berg setz­te sich am 12. Spiel­tag der easy­Credit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga mit 101:74 gegen die MLP Aca­de­mics Hei­del­berg durch und ver­ab­schie­det sich somit mit dem vier­ten Sai­son­sieg aus dem Jahr 2022.

Vor 3.733 Zuschau­ern war die Par­tie ein­zig im ers­ten Vier­tel aus­ge­gli­chen. Mit zuneh­men­der Spiel­zeit setz­te sich Bro­se suk­zes­si­ve ab, lag teil­wei­se mit 30 Punk­ten in Front (94:64, 34.). Aus­schlag­ge­bend für den höchs­ten Sai­son­sieg war neben einer star­ken Drei­er­quo­te (12÷27) vor allem die Prä­senz in der Zone. 42 Punk­te erziel­ten die Bam­ber­ger „in the paint“. Sechs Bro­se­spie­ler punk­te­ten zwei­stel­lig. Tops­corer war Neu­zu­gang Gerel Sim­mons mit 20 Zäh­lern, dar­un­ter 15 durch getrof­fe­nen Drei­er. Der 29-jäh­ri­ge US-Ame­ri­ka­ner stand ges­tern erst­mals im Kader. Er kam vom tsche­chi­schen Spit­zen­club ERA Nym­burk und hat in Bam­berg einen Ver­trag bis Sai­son­ende unterzeichnet.

Den ers­ten Drei­er der Par­tie traf Hei­del­berg und blieb bis zur drit­ten Minu­te auch vor­ne. Dann kamen Jaromír Bohačík und Patrick Mil­ler und sorg­ten mit einem 6:0‑Lauf für den Füh­rungs­wech­sel (6:5, 3.). Den Vor­sprung gaben die Haus­her­ren auch zunächst nicht mehr her, wenn­gleich sie sich nicht abset­zen konn­ten, da die Gäs­te offen­siv immer wie­der cle­ver ihre Leu­te unter dem Korb such­ten, die ent­we­der tra­fen oder sicher von der Frei­wurf­li­nie agier­ten (14:13, 5.). Einen erneu­ten Bam­ber­ger Rück­stand gab es nach sechs Minu­ten, aller­ding hol­ten zunächst ein Drei­er von Amir Bell, kurz dar­auf die ers­ten Punk­te von Gerel Sim­mons die Füh­rung wie­der auf die Sei­te der Gast­ge­ber (24:22, 8.). Mil­ler traf zwei Frei­wür­fe, Sim­mons leg­te einen wei­te­ren Drei­er nach und traf mit der Sire­ne den Korb­le­ger zum 31:22 nach zehn Minuten.

Bro­se mach­te im zwei­ten Vier­tel vor allem offen­siv da wei­ter, wo sie im ers­ten auf­ge­hört hat­ten. Nach einem wei­te­ren erfolg­rei­chen Distanz­wurf, dies­mal durch Solo­mon Young, lagen die Haus­her­ren nach elf Minu­ten erst­mals zwei­stel­lig in Front: 36:24. Da die Bam­ber­ger nun auch defen­siv etwas siche­rer stan­den, wuchs der Vor­sprung in der Fol­ge­zeit suk­zes­si­ve an und erreich­te kurz vor der Pau­se beim 59:40 sein zwi­schen­zeit­li­ches Maxi­mum. Dem vor­aus­ge­gan­gen waren star­ke Ball­sta­fet­ten, die immer wie­der den frei­en Mann in der Zone (24 Punk­te „in the paint“) oder an der Drei­er­li­nie fan­den (8÷13). Zur Pau­se waren von der 19-Punk­te-Füh­rung noch 14 übrig, ging es beim Stand von 59:45 in die Kabi­nen. Bes­ter Wer­fer eines star­ken Kol­lek­tivs (15 Assists) war bis­her Gerel Sim­mons mit 14 Punk­ten, davon zwölf durch vier erfolg­rei­che Distanzwürfe.


„Wir alle haben uns den Sai­son­be­ginn anders vorgestellt“

Bam­berg kam bes­ser aus der Kabi­ne, traf schnell durch Seng­fel­der und Wohl­rath (63:45, 21.). Doch die Gäs­te gaben sich noch nicht auf. Her­zog ver­senk­te den Drei­er, Cole­man leg­te einen Frei­wurf nach. Und den­noch: wann immer Hei­del­berg den Anschein mach­te, ins Spiel zu fin­den, hat­te Bro­se die rich­ti­gen Ant­wor­ten parat. In die­sem Fall waren es fünf Punk­te in Serie von Patrick Mil­ler. Und als Kevin Wohl­rath Mit­te des Vier­tels den nächs­ten Drei­er ver­senk­te war der Bam­ber­ger Vor­sprung wie­der auf 18 Punk­te ange­wach­sen: 71:53. Die Haus­her­ren blie­ben wei­ter dran, zeig­ten den 3.733 Zuschau­ern end­lich ein­mal den Bas­ket­ball, den sich die Fans so sehr ver­dient hat­ten. Sim­mons traf einen wei­te­ren Distanz­wurf, Solo­mon Young kämpf­te und acker­te unter dem Korb und traf zum 82:62, der erst­ma­li­gen 20-Punk­te-Füh­rung. Das war kurz vor Schluss des drit­ten Abschnitts, den Patrick Mil­ler per Korb­le­ger zum 84:62 beendete.

Im letz­ten Vier­tel lie­ßen es dann bei­de Teams ruhi­ger ange­hen. Oren Amiel wech­sel­te gut durch, so dass am Ende kei­ner sei­ner Spie­ler deut­lich über 25 Minu­ten kam. Ein­zig Bohačík riss mit 25 Minu­ten und neun Sekun­den die­se Mar­ke. Die Wech­sel brach­ten aber kei­ner­lei Bruch ins Bam­ber­ger Spiel. Im Gegen­teil. Vor allem defen­siv stan­den die Gast­ge­ber wei­ter­hin soli­de, lie­ßen im Schluss­ab­schnitt ledig­lich zwölf Hei­del­ber­ger Punk­te zu. Selbst nah­men sie sich offen­siv etwas zurück, es reich­te jedoch für den Hun­der­ter. Den mach­te Jaromír Bohačík rund eine Minu­te vor Schluss per Drei­er fix. Am Ende sicher­te sich Bro­se Bam­berg mit 101:74 den höchs­ten Sieg der lau­fen­den Sai­son und kann damit zunächst ein­mal ruhi­gen Gewis­sens den Jah­res­wech­sel vollziehen.

„Zunächst freut es mich für unse­re Fans. Sie kamen und haben uns schlecht spie­len sehen. Heu­te haben wir ihnen hof­fent­lich ein biss­chen Spaß berei­tet“, sag­te Coach Oren Amiel. Es war enorm wich­tig für uns. Wir alle haben uns den Sai­son­be­ginn anders vor­ge­stellt. Aber jeder von uns hat das Selbst­be­wusst­sein und den Glau­ben an sich, an das Team, an den Club, dar­an, dass wir die­se Pha­se hin­ter uns las­sen kön­nen. Heu­te waren wir von Beginn an aggres­siv. Das hat uns in den letz­ten Spie­len etwas gefehlt. Jetzt müs­sen wir wei­ter dran­blei­ben und Kon­stanz in unse­re Leis­tung brin­gen. Ich wün­sche allen ein fro­hes neu­es Jahr!“

Aus­ru­hen auf dem Sieg darf sich das Team aber natür­lich nicht, denn bereits am 4. Janu­ar steht mit dem Spiel in Würz­burg die nächs­te schwe­re Auf­ga­be auf dem Programm.

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