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Bas­ket­ball Cham­pions League: Qua­li­fi­ka­ti­ons­platz für Bro­se Bamberg

Mehr als 70 Mann­schaf­ten haben sich um einen Platz in der Bas­ket­ball Cham­pions League 2022 /​/​2023 bewor­ben. 52 von ihnen hat der BCL-Vor­stand ges­tern bestä­tigt. Neben 18 natio­na­len Meis­tern kann sich auch Bro­se Bam­berg Hoff­nung auf einen Platz im Haupt­feld machen. Zuvor muss die Mann­schaft aller­dings durch die Qualifikation.

Die Bas­ket­ball Cham­pions League dehnt sich dies­mal auf den gesam­ten Kon­ti­nent aus. An der Sai­son 2022 /​/​2023 wer­den Mann­schaf­ten aus 29 euro­päi­schen Län­dern teil­neh­men, die alle Tei­le Euro­pas abde­cken. Die Spiel­zeit beginnt am 21. Sep­tem­ber mit der Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de. Dar­in ver­su­chen 24 Mann­schaf­ten, dar­un­ter Bro­se Bam­berg, unter die letz­ten Vier zu kom­men. Sie gesel­len sich dann zu den 28 Teams, die bereits für die regu­lä­re Sai­son qua­li­fi­ziert sind.

Die­se beginnt am 4. Okto­ber mit unver­än­der­tem For­mat. 32 Mann­schaf­ten spie­len in acht Vie­rer­grup­pen, wobei die Grup­pen­sie­ger direkt ins Ach­tel­fi­na­le ein­zie­hen. Die zweit- und dritt­plat­zier­ten Mann­schaf­ten tref­fen im Janu­ar 2023 in der Play-In-Serie auf­ein­an­der. Die acht bes­ten Teams aus dem Ach­tel­fi­na­le spie­len im April in einer Best-of-three-Vier­tel­fi­nal­se­rie gegen­ein­an­der, und die Sai­son wird im Mai mit einem Final-Four-Tur­nier abgeschlossen.

Die bereits für die Bas­ket­ball Cham­pions League qua­li­fi­zier­ten Mann­schaf­ten sind:

AEK (Grie­chen­land), Bah­ce­se­hir Col­le­ge (Tür­kei), BAXI Man­re­sa (Spa­ni­en), Bnei Herz­li­ya (Isra­el), Darus­sa­faka (Tür­kei), Dina­mo Ban­co di Sar­degna Sas­sa­ri (Ita­li­en), ERA Nym­burk (Tsche­chi­en), Filou Oos­ten­de (Bel­gi­en), Gala­ta­sa­ray Nef (Tür­kei), Hapoel Bank Yahav Jeru­sa­lem (Isra­el), Hapoel Holon (Isra­el), Unga­ri­scher Meis­ter (Egis Kor­mend oder Fal­co Szom­bathe­ly), Igo­kea m:tel (Bos­ni­en und Her­ze­go­wi­na), JDA Bour­go­gne (Frank­reich), Legia Wars­za­wa (Polen), Leno­vo Tene­ri­fe (Spa­ni­en), Limo­ges CSP (Frank­reich), MHP Rie­sen Lud­wigs­burg (Deutsch­land), PAOK mate­co (Grie­chen­land), Pau-Lacq-Orthez (Frank­reich)*, Peris­te­ri (Grie­chen­land), Pinar Kar­si­ya­ka (Tür­kei), Rytas Vil­ni­us (Litau­en), Sur­ne Bil­bao (Spa­ni­en), Tele­kom Bas­kets Bonn (Deutsch­land), UCAM Mur­cia (Spa­ni­en), Unaho­tels Reg­gio Emi­lia (Ita­li­en), VEF Riga (Lett­land).

(*Soll­te Pau-Lacq-Orthez die Lizenz für die Teil­nah­me an der Bet­clic ELITE in der nächs­ten Sai­son nicht erhal­ten, wer­den sie in der regu­lä­ren Sai­son durch SIG Stras­bourg ersetzt. In die­sem Fall wird TFT Skop­je an den Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­den teilnehmen.)

Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­den

Bak­ken Bears (Däne­mark), Bro­se Bam­berg (Deutsch­land), Budi­vel­nyk (Ukrai­ne), CSO Vol­un­ta­ri (Rumä­ni­en), FMP Meri­di­an (Ser­bi­en), Fri­bourg Olym­pic (Schweiz), Gol­den Eagle Ylli (Koso­vo), Heroes Den Bosch (Nie­der­lan­de), Unga­ri­scher Vize­meis­ter (Egis Kor­mend oder Fal­co Szom­bathe­ly), Kar­hu Kau­ha­jo­ki (Finn­land), Ker­av­nos (Zypern), Lei­ces­ter Riders (Groß­bri­tan­ni­en), NINERS Chem­nitz (Deutsch­land), Norr­ko­ping Dol­phins (Schwe­den), Opa­va (Tsche­chi­en), Par­nu Sadam (Est­land), Patrio­ti Levice (Slo­va­kei), Rio Breo­gan (Spa­ni­en), Siau­liai (Litau­en), SIG Stras­bourg (Frank­reich), SL Ben­fi­ca (Por­tu­gal), Swans Gmun­den (Öster­reich), Tofas Bur­sa (Tür­kei), Uni­ca­ja (Spa­ni­en).

Die Aus­lo­sung der Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­den und der regu­lä­ren Sai­son­pha­se fin­det am 7. Juli statt.

Bas­ket­ball

Bro­se Bam­berg ver­pflich­tet Amir Bell

Bro­se Bam­berg hat Amir Bell mit einem Ein­jah­res­ver­trag aus­ge­stat­tet und damit sei­nen ers­ten aus­län­di­schen Spie­ler für die kom­men­de Spiel­zeit unter Ver­trag genom­men. Der 26-jäh­ri­ge US-Ame­ri­ka­ner kommt von Hapoel Be‘er Sheva.

Amir Bell genoss sei­ne Bas­ket­ball­aus­bil­dung an der renom­mier­ten Prince­ton Uni­ver­si­ty. Sein ers­ter Pro­fi­ver­trag brach­te ihn gleich nach Euro­pa. Dort schloss er sich 2018 dem ita­lie­ni­schen Zweit­li­gis­ten Mon­ca­da Solar Agri­gen­to an. Ein Jahr spä­ter wech­sel­te er in die ers­te malay­si­sche Liga zu den West­ports Dra­gons, ver­ließ die Mann­schaft aber, um zum israe­li­schen Erst­li­gis­ten Hapoel Be‘er She­va zu wechseln.

Für die Israe­lis absol­vier­te der 1,93 Meter gro­ße Guard in zwei­ein­halb Spiel­zei­ten ins­ge­samt 68 Par­tien. In der abge­lau­fe­nen Sai­son stand er im Schnitt 30 Minu­ten auf dem Par­kett, erziel­te dabei zehn Punk­te erziel­te, sichert vier Rebounds und ver­teil­te vier Assists.

Amir Bell sag­te zu sei­nem neu­en Ver­trag in Bam­berg: „Coach Amiel hat mich von sei­nem Sys­tem über­zeugt. Ich freue mich sehr, für ihn und die groß­ar­ti­gen Bam­ber­ger Fans spie­len zu dür­fen. Die BBL ist eine sehr star­ke Liga, in der ich mich bewei­sen und mög­lichst vie­le Spie­le gewin­nen will. Dazu gebe ich alles, was nötig ist, und wer­de jeden Abend alles auf dem Feld las­sen. Ich bin ein Spie­ler, der nicht gut mit Nie­der­la­gen umge­hen kann, daher will ich davon so weni­ge wie mög­lich erleben.“

Trai­ner Oren Amiel füg­te an: „Amir ist ein tougher Kerl, der immer mit Lei­den­schaft und Enga­ge­ment spielt. Er ist ein Defen­siv­spe­zia­list, der stolz auf sei­ne Abwehr­qua­li­tä­ten ist und jeden Abend alles auf dem Par­kett lässt. Damit passt er per­fekt zur Men­ta­li­tät von Bro­se Bamberg.“

Der aktu­el­le Kader von Bro­se Bam­bergs für die Sai­son 2022 /​/​2023 sieht so aus: Amir Bell, Tyree­se Blunt, Leon Bulic, Patrick Heck­mann, Mar­vin Omuvwie, Chris­ti­an Seng­fel­der, Jan­nis Son­ne­feld, Kevin Wohlrath.

Bro­se Bamberg-Kaderupdate

Wohl­rath kommt, Lock­hart geht, Youngs­ter-Trio bleibt

Bro­se Bam­berg feilt wei­ter an sei­nem Kader für die Sai­son 2022/​2023. Kevin Wohl­rath kommt für zwei Jah­re vom ober­frän­ki­schen Nach­barn medi bay­reuth. Zudem erhal­ten mit Jan­nis Son­ne­feld (bis 2024), Tyree­se Blunt (bis 2024) und Leon Bulic (bis 2023) drei Spie­ler aus dem Nach­wuchs- und Koope­ra­ti­ons­team des BBC Coburg Ver­trä­ge mit Dop­pel­li­zenz­sta­tus. Domi­nic Lock­hart hin­ge­gen ver­lässt den neun­ma­li­gen deut­schen Meister.

Kevin Wohl­rath durch­lief die Jugend­ab­tei­lung von ALBA BERLIN, mit deren NBBL-Team er 2014 deut­scher Meis­ter wur­de. Über die EWE Bas­kets Olden­burg gelang­te der heu­te 27-Jäh­ri­ge 2018 zu den Kirch­heim Knights, für die er ins­ge­samt 89 Mal in Deutsch­lands zweit­höchs­ter Spiel­klas­se Pro A auf­lief. Letz­te Sai­son wech­sel­te er zu medi bay­reuth und kam in 28 BBL‑, zwei Pokal- und zwölf Euro­pe Cup-Par­tien zum Einsatz.

„Bro­se Bam­berg war euro­pa­weit gefürch­tet, hat eine lan­ge, tol­le Tra­di­ti­on. Allei­ne dies wür­de genü­gen, um jeder­zeit hier ein Ange­bot anzu­neh­men. Wenn dann aber noch ein lan­ges Tele­fo­nat mit dem Chef­trai­ner dazu­kommt, der sei­ne Visi­on erläu­tert und ich mich mit die­sem Kon­zept voll­kom­men iden­ti­fi­zie­ren kann, dann ist es sowie­so klar“, betont Kevin Wohl­rath. „Ich freue mich auf die nächs­ten zwei Jah­re, will hier in mei­ner Ent­wick­lung einen wei­te­ren Schritt machen. Ich bin ein Kämp­fer, der viel über Ener­gie und Emo­ti­on regelt. Ich arbei­te ger­ne fürs Team. Kurz­um, ich will hel­fen, dass Bro­se Bam­berg wie­der gefürch­tet wird.“

Lock­hart geht nach zwei Jah­ren und 78 Pflichtspielen 

Für mehr Brei­te im Bam­ber­ger (Trainings-)Kader der kom­men­den Sai­son sor­gen drei Nach­wuchs­spie­ler, die sich in den letz­ten Jah­ren durch star­ke Leis­tun­gen in der NBBL und dem Bro­se-Koope­ra­ti­ons­team BBC Coburg emp­foh­len haben und nun den nächs­ten Schritt in den Pro­fi­bas­ket­ball machen sollen.

Jan­nis Son­ne­feld (Jahr­gang 2002) kam 2018 ins Nach­wuchs­pro­gramm von Bro­se Bam­berg. Bereits mit 17 lief er erst­mals beim dama­li­gen Farm­team Bau­nach Young Pikes in der Pro A auf. Ver­let­zun­gen war­fen ihn immer wie­der zurück. So zog er sich in der Vor­be­rei­tung zur letz­ten Sai­son, die er eigent­lich kom­plett mit dem Bun­des­li­ga­team bestrei­ten soll­te, einen Fuß­bruch zu. Nach des­sen Hei­lung absol­vier­te er noch 16 Spie­le für den BBC Coburg in der ProB, erziel­te dort im Schnitt acht Punk­te und sicher­te vier Rebounds. Ein Jahr vor Son­ne­feld kam der heu­te 20-jäh­ri­ge Leon Bulic ins Bam­ber­ger Programm.

Der gebür­ti­ge Öster­rei­cher, der auch einen kroa­ti­schen Pass besitzt, durch­lief alle Jugend­teams, ehe er seit nun­mehr zwei Spiel­zei­ten für den BBC Coburg auf­lief und in 41 Par­tien durch­schnitt­lich rund elf Punk­te erziel­te, dazu fünf Rebounds abgriff. Bulic, der auch für die kroa­ti­sche U20-Natio­nal­mann­schaft aktiv ist, gilt in der BBL auf­grund der Home­grown-Rege­lung nicht als Aus­län­der. Tyree­se Blunt (Jahr­gang 2002) wur­de von den MHP RIESEN Lud­wigs­burg aus­ge­bil­det und wech­sel­te zur ver­gan­ge­nen Sai­son zum BBC Coburg. Dort erziel­te er in sei­nem ers­ten Pro­fi­jahr in 24 Spie­len durch­schnitt­lich neun Punk­te, hol­te drei Rebounds und ver­teil­te zwei Assists. Zudem schaff­te der Deutsch-Ame­ri­ka­ner bereits in der ver­gan­ge­nen Sai­son den Sprung in den Trai­nings­ka­der von Bro­se Bam­berg und wur­de erst jüngst in den Kader der deut­schen U20-Natio­nal­mann­schaft berufen.

„Die Ver­pflich­tung von Kevin und die Ver­trags­ver­län­ge­run­gen der jun­gen Spie­ler sind für uns als Ver­ein aus meh­re­ren Grün­den sehr wich­tig. Ers­tens möch­ten wir einen brei­te­ren Kader haben, damit wir nicht in die glei­che Situa­ti­on kom­men wie in der letz­ten Sai­son, als wir auf­grund von Ver­let­zun­gen oder Covid mit 6 bis 7 Spie­lern trai­nie­ren muss­ten“, äußert sich Trai­ner Oren Amiel. „Zwei­tens wol­len wir den Spie­lern aus unse­rem Nach­wuchs­pro­gramm die Per­spek­ti­ve bie­ten, den Sprung in die Pro­fi­mann­schaft schaf­fen und sich bewei­sen zu kön­nen. Die drei Spie­ler haben nun die­sen Schritt geschafft, aber es gilt fort­an, noch vie­le wei­te­re Schrit­te zu machen. Aktu­ell sind wir noch auf der Suche nach einem wei­te­ren deut­schen Spie­ler, der uns gute Minu­ten geben kann. Dazu beschäf­ti­ge ich mich der­zeit mit mei­nen Coa­ches sehr inten­siv mit dem Markt für aus­län­di­sche Akteure.“

Nicht mehr zum Kader der kom­men­den Sai­son gehört Domi­nic Lock­hart. Der Natio­nal­spie­ler, des­sen Ver­trag ende­te, teil­te Oren Amiel mit, dass er sich künf­tig ander­wei­tig ori­en­tie­ren wol­le. Lock­hart kam 2020 von der BG Göt­tin­gen nach Bam­berg und absol­vier­te in den ver­gan­ge­nen bei­den Spiel­zei­ten 78 Par­tien in der Bun­des­li­ga, im Pokal und der Bas­ket­ball-Cham­pions League.

Bro­se Bamberg

Patrick Heck­mann bleibt bis min­des­tens 2024

Patrick Heck­mann bleibt Bro­se Bam­berg bis min­des­tens 2024 erhal­ten. Dar­auf haben sich der 30-Jäh­ri­ge und der neun­ma­li­ge deut­sche Meis­ter ver­stän­digt. Der Natio­nal­spie­ler geht damit in sei­ne Spiel­zei­ten sechs und sie­ben für Bro­se Bam­berg. Bereits zwei Mal gewann er in Bam­berg die deut­sche Meis­ter­schaft und eben­so oft den Pokal.

Mit 149 natio­na­len und 80 inter­na­tio­na­len Ein­sät­zen gehört Patrick Heck­mann zu den Akteu­ren, mit den meis­ten Ein­sät­zen im Bam­ber­ger Tri­kot in der letz­ten Deka­de. Sei­ne Bas­ket­ball­kar­rie­re begann der 1,98 Meter gro­ße For­ward beim ASC The­re­sia­num Mainz. Dort durch­lief er sämt­li­che Jugend­mann­schaf­ten und schaff­te bereits mit 15 den Sprung in die ers­te Mann­schaft des Regionalligavereins.

In der Sai­son 2008/​/​09 ging er für ein Jahr an die Che­yenne Moun­tain High­school in Colo­ra­do Springs und mach­te dort sei­nen Abschluss. Nach sei­ner Rück­kehr führ­te er die Main­zer NBBL-Mann­schaft zum Auf­stieg und direkt in ihrem ers­ten Jahr in die Playoffs.

Patrick Heck­mann wur­de nach der Sai­son zum MVP der Liga gewählt und war mit 23,6 Punk­ten Tops­corer. 2011 zog es ihn in die Col­le­ge­li­ga NCAA an das Bos­ton Col­le­ge in Ches­t­nut Hill (Mas­sa­chu­setts). Am 25. Novem­ber 2011 stell­te dort er in der Par­tie gegen UC River­si­de sei­nen per­sön­li­chen NCAA-Rekord von 32 Punk­ten auf.

Nach dem Col­le­ge­ab­schluss kam er nach Bam­berg, wo er für Bro­se in vier Jah­ren ins­ge­samt 211 Spie­le auf natio­na­lem und inter­na­tio­na­lem Par­kett absol­vier­te und dabei zwei Mal Meis­ter und zwei Mal Pokal­sie­ger wurde.

Nach einem zwei­jäh­ri­gen Abste­cher zu Ratio­pharm Ulm wech­sel­te Heck­mann in der letz­ten Spiel­zeit zurück nach Bam­berg. Bei Bro­se konn­te er wegen einer Fuß­ver­let­zun­gen jedoch ledig­lich 18 Par­tien absolvieren.

Nach der Ent­schei­dung für zwei wei­te­re Jah­re in Bam­berg sag­te Patrick Heck­mann: „Zunächst ein­mal freue ich mich sehr, dass ich wei­ter­hin in Bam­berg spie­len darf. Ich hat­te ja bereits bei mei­ner Rück­kehr letz­tes Jahr ver­spro­chen, dass ich mit­hel­fen will, den Erfolg wie­der zurück­zu­ho­len. Durch mei­ne Ver­let­zung konn­te ich mich lei­der nicht so ein­brin­gen, wie ich ger­ne woll­te. Das wird nun anders. Ich füh­le mich gut, mein Fuß ist voll­stän­dig kuriert. Ich freue mich auf die Vor­be­rei­tung und dar­auf, was die Sai­son 2022/​/​2023 alles bereithält.“

Und Coach Oren Amiel füg­te an: „Patrick passt per­fekt zu unse­rer Art, Bas­ket­ball zu spie­len. Zudem ist er durch sei­ne Erfah­rung Wort­füh­rer in der Kabi­ne. Für uns war es wich­tig, eine gewis­se Kon­ti­nui­tät in den Kader zu brin­gen. Daher bin ich sehr froh, dass es uns gelun­gen ist, Patrick zu hal­ten. Nach­dem er nun eini­ge Mona­te raus war, brennt er dar­auf, wie­der ein­zu­stei­gen – das wird uns sehr helfen.“

Bro­se Bamberg

Arne Wolt­mann wie­der Assi­stant Coach

Nach der Ver­trags­ver­län­ge­rung von Bro­se Bam­berg mit Chef­trai­ner Oren Amiel bis 2024 ste­hen nun auch sei­ne bei­den Assis­tenz­trai­ner fest. Neben Máté Jakab, des­sen Kon­trakt noch bis 2023 läuft, kehrt mit Arne Wolt­mann ein alter Bekann­ter auf die Trai­ner­bank zurück.

Der 48-jäh­ri­ge Arne Wolt­mann beklei­de­te die Posi­ti­on des bereits von 2008 bis 2014. In die­ser Zeit gewann er an der Sei­te von Chris Fle­ming vier Meis­ter­schaf­ten und drei Pokal­sie­ge. Zuletzt war Wolt­mann Assis­tenz­trai­ner beim litaui­schen Ver­ein Zal­gi­ris Kau­nas. Bei Bro­se Bam­berg unter­schrieb er nun einen Zweijahresvertrag.

Arne Wolt­mann sag­te am Mitt­woch: „Ich war vor ein paar Mona­ten in Bam­berg zu Besuch, habe dabei auch eine knap­pe Woche bei Oren und sei­nem Team hos­pi­tiert. Das war sehr inter­es­sant, die Gesprä­che, die wir geführt haben, waren sehr gut. Dann kam tat­säch­lich das Ange­bot, dem mei­ne Fami­lie sofort begeis­tert zuge­stimmt hat. Ich den­ke, dass ich die deut­sche Liga gut ken­ne und da den einen oder ande­ren Impuls, auch bereits im Recrui­t­ing, geben kann.“

Oren Amiel füg­te an: „Ich freue mich sehr, dass wir Arne von unse­rem Kon­zept über­zeu­gen konn­ten. Ich mag es, wenn ich als Chef­trai­ner von mei­nen Assis­ten­ten gefor­dert wer­de. Das habe ich nächs­tes Jahr mit Arne, Ste­fan Weis­sen­böck und auch Máté Jakab in bes­ter Wei­se. Jetzt gilt es, gemein­sam einen guten Kader zu for­men und dann in der Vor­be­rei­tung eine gute Basis für die Sai­son zu legen.“

Wer­de­gang von Arne Woltmann

Arne Wolt­mann begann sei­ne Bas­ket­ball­kar­rie­re beim 1. BC Bre­mer­ha­ven. Über den Olden­bur­ger TB kam er nach Qua­ken­brück. Dort stieg er mit den Art­land Dra­gons 2003 in die Bun­des­li­ga auf und absol­vier­te ins­ge­samt 63 Spie­le in Deutsch­lands Eli­te­klas­se. Nach dem Kar­rie­re­en­de über­nahm Wolt­mann in Qua­ken­brück das Amt des Co-Trai­ners unter sei­nem ehe­ma­li­gen Mann­schafts­kol­le­gen Chris Fleming.

2009 wech­sel­ten bei­de nach Bam­berg und gewan­nen in ihrer gemein­sa­men Zeit sie­ben Titel. Nach Pos­ten in Köln und Bre­mer­ha­ven ging Wolt­mann im Juli 2020 als Assis­tenz­trai­ner zum litaui­schen Seri­en­meis­ter Zal­gi­ris Kau­nas. Nach der Frei­stel­lung des dama­li­gen Head Coa­ches Mar­tin Schil­ler über­nahm der 48-Jäh­ri­ge das Team kurz­zei­tig als Cheftrainer.

Durch die Rück­kehr von Arne Wolt­mann ist auch klar, dass Hyl­ke van der Zweep Bro­se Bam­berg nach zwei Jah­ren ver­las­sen wird. Der Nie­der­län­der kam 2020 gemein­sam mit Johan Roi­jak­kers von der BG Göt­tin­gen in die Dom­stadt. Neben ihm wird auch Dome­nik Theo­do­rou zur neu­en Sai­son nicht mehr zurück­keh­ren. Der Ath­le­tik­trai­ner wech­sel­te, eben­so wie van der Zweep, vor zwei Jah­ren aus Nie­der­sach­sen nach Ober­fran­ken. Theo­do­rou nimmt zur kom­men­den Sai­son eine neue Auf­ga­be bei einem ProA-Club wahr.

Phil­ipp Galew­ski, Geschäfts­füh­rer der Bam­ber­ger Bas­ket­ball GmbH, sag­te: „Zunächst bedan­ke ich mich herz­lich bei Hyl­ke und Dome­nik für ihren Ein­satz für Bro­se Bam­berg. Bei­de haben sich zu jedem Zeit­punkt voll in den Dienst der Orga­ni­sa­ti­on gestellt und waren nicht nur fach­lich, son­dern auch mensch­lich eine abso­lu­te Berei­che­rung. Mit der Ver­pflich­tung von Arne Wolt­mann und einer Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung mit einer Scou­ting-Agen­tur haben wir nun eine auf Bro­se Bam­berg zuge­schnit­te­ne Lösung gefun­den, um zukünf­tig im Team die best­mög­li­chen sport­li­chen Ent­schei­dun­gen tref­fen zu können.“

Bam­berg gegen Ber­lin endet 70:103

Bro­se Bam­berg schei­det im Vier­tel­fi­na­le aus

Bro­se Bam­berg hat auch das drit­te Vier­tel­fi­na­le der Play­offs gegen Alba Ber­lin ver­lo­ren. Die Best-of-Five-Serie endet gegen über­le­ge­ne Ber­li­ner somit 0:3 und die Sai­son für Bro­se ist vorbei.

Auch wenn sie von knapp 4.000 Fans bis zum Schluss ange­feu­ert wur­den, war das drit­te Vier­tel­fi­na­le der Play­offs von Beginn an eine kla­re Ange­le­gen­heit gegen die Bam­ber­ger. Bro­se hät­te gewin­nen müs­sen, um sich Chan­cen auf die nächs­te Run­de zu wah­ren. Aber die Ber­li­ner punk­te­ten in der Bro­se Are­na zahl­reich, wäh­rend Bro­se zu kei­ner Zeit wirk­lich ins Spiel fand.

Die ers­ten gut zwei Minu­ten waren aus­ge­gli­chen (4:4). Anschlie­ßend zeig­te sich aber rela­tiv schnell, dass Ber­lin auch an die­sem Abend das Visier von jen­seits der Drei­er­li­nie opti­mal ein­ge­stellt hat­te. Lô und Delow tra­fen zwei Distanz­wür­fe inner­halb einer Minu­te (6:12, 5.).

Bro­se hin­ge­gen tat sich schwer. Offen­siv woll­ten die Wür­fe nicht fal­len, hin­ten lie­ßen sie den Ber­li­nern oft­mals zu viel Platz. Und den nutz­ten die Haupt­städ­ter gna­den­los aus. Aber­mals benö­tig­ten sie nur 60 Sekun­den für zwei wei­te­re Drei­er in Serie und brach­ten die Bam­ber­ger kurz vor Vier­te­len­de erst­mals zwei­stel­lig in Rück­stand: 15:27. Mit der Sire­ne traf Robin­son aller­dings eben­falls noch einen Distanz­wurf zum 18:27.

War die Ber­li­ner Drei­er­quo­te in Abschnitt eins bereits gut (4÷6), soll­te sie im zwei­ten Vier­tel über­ra­gend wer­den. Den Beginn mach­te DaSil­va, gefolgt von drei­en in Serie von Jale­en Smith. Auch Lô traf mit, dazu spä­ter noch Olin­de und Blatt. Am Ende ver­senk­ten die Gäs­te bis zur Pau­se 13 Drei­er bei 18 Ver­su­chen, eine Tref­fer­quo­te von 72 Pro­zent. Da konn­te Bro­se offen­siv nicht dage­gen­hal­ten. Zwar ver­such­ten die Haus­her­ren vie­les, aber es blieb dabei, die Ber­li­ner waren bis­lang vor­ne wie hin­ten ein­fach zu gut. Daher ging es fol­ge­rich­tig mit einem 25-Punk­te-Rück­stand in die Kabi­ne, stand es 36:61.

Das Spiel war früh­zei­tig entschieden

Ehr­li­cher­wei­se war das Vier­tel­fi­na­le bereits zur Halb­zeit ent­schie­den. Vor allem, da es auch nach der Pau­se naht­los so wei­ter­ging, wie es in der ers­ten ende­te. Ber­lin war auf bei­den Sei­ten des Fel­des klar über­le­gen. Alba traf zwar fort­an nicht mehr in der hohen Fre­quenz der ers­ten Hälf­te, lag aber immer noch weit über dem Durchschnitt.

Bam­berg gab sein Bes­tes und ver­such­te immer wie­der den Pass zum Cen­ter oder zum frei­en Mann an der Drei­er­li­nie. Aber die Bemü­hun­gen blie­ben zu oft erfolg­los. Ent­we­der waren schnel­le Gäs­te­hän­de dazwi­schen oder die Wür­fe gin­gen an den Ring. Mit­te des Vier­tels traf Lam­mers aus der Halb­di­stanz zum 50:80. Spä­tes­tens da war allen klar, das wird nichts mehr.

Doch was mach­ten die Fans? Sie san­gen, sie push­ten, sie feu­er­ten wei­ter an, lie­ßen ihre Mann­schaft spü­ren, dass sie stolz auf das Erreich­te waren. Mit 54:84 ging es in den Schlussabschnitt.

Dort lie­ßen es dann bei­de Teams gemäch­li­cher ange­hen. Ber­lin, da sie nicht mehr tun muss­ten, Bro­se, da die Par­tie ent­schie­den war. Den­noch oder des­halb gab es auf bei­den Sei­ten schö­ne Aktio­nen, etwa, als Tomáš Kyzlink den ein­hän­di­gen Dun­king ins Netz bug­sier­te.
Am Ende unter­lag Bro­se Bam­berg im Vier­tel­fi­na­le star­ken Ber­li­nern mit 70:103 und ver­liert die Serie damit mit 0:3. Wäh­rend es für die Haupt­städ­ter nun im Halb­fi­na­le geht Lud­wigs­burg geht, ist für Bro­se Bam­berg die Sai­son been­det. Offi­zi­ell ver­ab­schie­det sich das Team am kom­men­den Mon­tag von den Fans. Dann ist die Sai­son­ab­schluss­fei­er am und im Trai­nings­zen­trum in Strullendorf.

Bro­se-Coach Oren Amiel sag­te nach dem Spiel: „Wir haben heu­te gegen ein Team ver­lo­ren, dass sehens­wer­ten Bas­ket­ball gezeigt hat. Das muss man aner­ken­nen. Das tun wir auch. Daher Glück­wunsch an Ber­lin, viel Glück in der nächs­ten Run­de. Zum Spiel will ich gar nichts sagen. Was ich aber sagen will: Dan­ke­schön. Dan­ke an mei­nen Staff, sie waren jeder­zeit für mich da, haben mir vor allem zu Beginn immer gehol­fen. Dan­ke an die Zuschau­er, die ich nicht Zuschau­er, son­dern Unter­stüt­zer nen­ne. Sie waren, nach­dem sie wie­der in die Hal­le durf­ten, immer da und haben uns dahin gebracht, wo wir jetzt waren, in die Play­offs. Jetzt bli­cken wir nach vor­ne und bau­en eine tol­le Zukunft für Bro­se Bamberg.“

Bro­se Bam­berg gegen Alba Berlin

Zwei­tes Play­off­vier­tel­fi­na­le geht auch verloren

Bro­se Bam­berg unter­lag ges­tern im zwei­ten Play­off­vier­tel­fi­na­le gegen Alba Ber­lin mit 85:97 und steht am Don­ners­tag in Spiel drei unter Zug­zwang. Bam­berg zeig­te sich im Ver­gleich zum ers­ten Spiel am Frei­tag men­tal und phy­sisch ver­bes­sert und hol­te sogar bei­na­he einen 22-Punk­te-Rück­stand auf. Sich dafür mit einem Sieg zu beloh­nen, gelang Bro­se aber nicht.

Den bes­se­ren Beginn im zwei­ten Play­off­vier­tel­fi­na­le erwisch­ten die Ber­li­ner, die schon nach zwei Minu­ten mit sechs Punk­ten vor­ne lagen. Für Bro­se war Chris Dowe der Mann, der in den ers­ten Minu­ten den Ton angab. Er traf nicht nur den ers­ten Bam­ber­ger Korb, son­dern ließ dem wei­te­re acht Punk­te fol­gen und sorg­te somit dafür, dass die Gäs­te Mit­te des Vier­tels in Füh­rung lagen: 10:9. Was folg­te waren eine Men­ge teils frag­wür­di­ger Schieds­rich­ter­pfif­fe, die den Spiel­fluss kom­plett zum Erlie­gen brach­ten. Gegen Bro­se wur­den im ers­ten Vier­tel elf Fouls gepfif­fen, gegen Ber­lin sechs. Daher waren die letz­ten Zäh­ler des Abschnitts auch nahe­zu alle­samt Frei­wür­fe, so dass es mit 11:18 in die ers­te klei­ne Pau­se ging.

Waren es im ers­ten Vier­tel noch die Drei­er, die auf bei­den Sei­ten nicht fal­len woll­ten, stell­ten die Ber­li­ner die­sen Fakt im zwei­ten Vier­tel schnell ab. Bis zur Pau­se tra­fen sie sie­ben Mal für drei Punk­te. So wuchs der Bam­ber­ger Rück­stand auf teil­wei­se 16 Punk­te an (29:45, 18.).

Bei Bam­berg woll­te hin­ge­gen wei­ter­hin nur sel­ten etwas gelin­gen, lag die Aus­beu­te zur Pau­se bei 24 Pro­zent aus der Distanz und bei 33 Pro­zent aus dem Feld. Zur Halb­zeit lagen die Bam­ber­ger Gäs­te im zwei­ten Play­off­vier­tel­fi­na­le mit 13 Zäh­lern zurück, es stand 34:47.

Ber­li­ner Nadelstiche

Die­ser Rück­stand wuchs mit Beginn der zwei­ten Halb­zeit zügig auf mehr als 20 Punk­te an. Ein Grund: Akil Mit­chell bekam sein zwei­tes unsport­li­ches Foul und muss­te nach rund 23 Minu­ten in die Kabi­ne. Kurz dar­auf traf Blatt den drit­ten Ber­li­ner Drei­er im drit­ten Vier­tel und stell­te auf 38:60 aus Bam­ber­ger Sicht.

Ohne Mit­chell muss­te Mar­ti­nas Geben in die Zone und der mach­te es mehr als gut. Er hielt sei­ne Mann­schaft mit zwi­schen­zeit­lich neun Punk­ten in Serie im Spiel. Und mehr noch: Bro­se kam in einen klei­nen Offen­siv-Flow. Nach Drei­ern von Pre­witt und Kyzlink war es Erst­ge­nann­ter, der die letz­ten vier Bam­ber­ger Punk­te des Vier­tels erziel­te. So gelang es Pre­witt, den Rück­stand auf elf Zäh­ler zu ver­kür­zen: 63:74.

Das zwei­ten Play­off­vier­tel­fi­na­le ging in sei­nen Schluss­ab­schnitt. Bro­se ver­such­te noch­mals alles und kam durch Dowe und einen Robin­son-Drei­er nach gut 32 Minu­ten wie­der in den ein­stel­li­gen Rück­stands­be­reich: 68:76. Doch wie schon im ers­ten Play­off­vier­tel­fi­na­le, kon­ter­te Ber­lin stark, sobald Bro­se dran war.

Dies­mal war es Mao­do Lô, der in die Bam­ber­ger Drang­pha­se immer wie­der Nadel­sti­che durch erfolg­rei­che Aktio­nen setz­te. So pen­del­te sich die Ber­li­ner Füh­rung immer um die zehn Zäh­ler ein. Und auch als die Gäs­te zwei Minu­ten vor Ende durch Seng­fel­der und Pre­witt den Rück­stand wie­der auf 81:90 ver­kür­zen konn­ten, war es dies­mal Smith, der im Gegen­zug den Distanz­wurf traf. Am Ende muss­te sich Bro­se Bam­berg mit 85:97 geschla­gen geben. Bro­se liegt nun mit 0:2 in Rück­stand und benö­tigt am Don­ners­tag einen Sieg, um ein vier­tes Spiel zu erzwingen.

Bro­ses Coach Oren Amiel sag­te nach dem Spiel: „Ich den­ke, wir haben eine Reak­ti­on auf das ers­te Spiel gezeigt. Alba ist ein High-Level-Team, sie sind sehr phy­sisch, ath­le­tisch und wis­sen, wie man spie­len muss. Daher ist es nicht ein­fach, gegen sie einen Rück­stand auf­zu­ho­len. 97 Punk­te sehen viel aus, aber Ber­lin hat ein­fach die Qua­li­tät dafür. Nach über 20 Punk­ten Rück­stand haben wir nicht auf­ge­ge­ben und uns zurück gekämpft. Das ist sehr wich­tig für uns. Jetzt erwar­ten wir Alba am Don­ners­tag in Bamberg.“

Bro­se Bam­berg gegen Alba Berlin

Vier­tel­fi­nal­play­offs – Spiel 1

Im ers­ten Spiel der Vier­tel­fi­nal­play­offs ist Bro­se Bam­berg heu­te Abend bei Alba Ber­lin zu Gast. Kein leich­ter Geg­ner. Die Ber­li­ner wei­sen offen­siv und defen­siv Spit­zen­wer­te auf und das letz­te Auf­ein­an­der­tref­fen ende­te für Bam­berg mit einer hohen Nie­der­la­ge. Im Vor­feld des Spiels gab Bro­se unter­des­sen eine wich­ti­ge Per­so­nal­ent­schei­dung bekannt.

Bro­se Bam­berg steht seit 2002, also die 21. Sai­son in Fol­ge, in den Vier­tel­fi­nal­play­offs. Ledig­lich ein Ver­ein hat eine län­ge­re Serie vor­zu­wei­sen – und das ist Alba Ber­lin. Bemer­kens­wert ist aller­dings, dass sich beim Duell Bam­berg gegen Ber­lin – das heu­ti­ge Vier­tel­fi­na­le ist das 100. Auf­ein­an­der­tref­fen bei­der Teams – zwar 19 Meis­ter­ti­tel (zehn für Ber­lin und neun für Bam­berg) gegen­über­ste­hen, sich bei­de Teams aber in den Play­offs zuletzt kaum sahen. Das letz­te Auf­ein­an­der­tref­fen ist schon elf Jah­re her. Es ende­te mit dem 3:2‑Finalsieg Bro­ses und dem Gewinn der vier­ten deut­schen Meisterschaft.

Alba Ber­lin geht zum ers­ten Mal seit 13 Jah­ren als Haupt­run­den­sie­ger in die Vier­tel­fi­nal­play­offs. Die­sen Platz haben sich die Haupt­städ­ter vor allem in den letz­ten Wochen ver­dient, denn sind sie seit elf Spie­len unge­schla­gen. Zuletzt gab es am ver­gan­ge­nen Diens­tag einen 83:78-Prestigeerfolg beim FC Bay­ern Mün­chen Basketball.

Über­haupt haben sich die Ber­li­ner vor allem offen­siv auf den Punkt genau gefun­den. Gab es zu Sai­son­be­ginn noch den einen oder ande­ren, auch indi­vi­du­el­len, Durch­hän­ger, läuft die Angriffs­ma­schi­ne­rie seit Mona­ten bestän­dig auf Hoch­tou­ren. 87 Punk­te erziel­te die Mann­schaft von Isra­el Gon­za­les bis­lang im Schnitt pro Par­tie. Das ist hin­ter Bonn (87,9) die bes­te Aus­beu­te aller BBL-Teams.

Vor allem von jen­seits der Drei­er­li­nie sind die Ber­li­ner treff­si­cher. Sie haben in Eriks­son, Schnei­der und Sik­ma gleich drei Spie­ler, die weit über 40 Pro­zent ihrer Distanz­wür­fe tref­fen. Dabei ist es auch nicht der eine Spie­ler, der regel­mä­ßig heiß läuft, es ist das gesam­te Kol­lek­tiv, das punk­ten kann. Das macht Ber­lin so unbe­re­chen­bar. Doch damit nicht genug: die Haupt­städ­ter haben auch die bes­te Defen­si­ve der gesam­ten Liga, lie­ßen bis­lang durch­schnitt­lich ledig­lich 72,9 Punk­te zu. Wie unschön ein Spiel gegen Ber­lin sein kann, muss­te Bro­se vor nicht all­zu lan­ger Zeit am eige­nen Leib erfah­ren. Mit 57:89 wur­de Bam­berg vor knapp drei Wochen chan­cen­los aus der Hal­le geschossen.

Fokus­siert nach Berlin

Die­ses Spiel, die­ses Ergeb­nis ist natür­lich nach wie vor im Kopf, wenn es um die Vor­be­rei­tung auf die Vier­tel­fi­nal­se­rie geht. Den Fakt, dass Bro­se über­haupt zum 21. Mal in Serie in den Play­offs steht, hat sich die Mann­schaft in den letz­ten Wochen hart erar­bei­tet und ver­dient. Neun ihrer letz­ten elf Par­tien konn­te sie gewinnen.

Seit Mon­tag liegt der kom­plet­te Fokus nun auf den Spie­len gegen Ber­lin. Der Modus macht es mög­lich, mit einem gewon­ne­nen Spiel in der Haupt­stadt den Heim­vor­teil umzu­dre­hen. Doch das ist Zukunfts­mu­sik, die Auf­ga­be liegt im Hier und Jetzt.

Chef­trai­ner Oren Amiel hat aktu­ell alle Mann an Bord, kann also, bis auf den nach wie vor ver­letz­ten Patrick Heck­mann, per­so­nell aus dem Vol­len schöp­fen. Dabei kann er, ähn­lich wie Ber­lin, vor allem offen­siv auf vie­le Spie­ler ver­trau­en, die den Unter­schied machen können.

Gegen die Ham­burg Towers beim zuletzt so wich­ti­gen 77:67-Erfolg im Ent­schei­dungs­spiel um die Play­off­teil­nah­me, waren etwa Jus­tin Robin­son (20), Omar Pre­witt (12) und Tomáš Kyzlink (12) Bam­bergs bes­te Wer­fer. Eben­so sehr her­vor­zu­he­ben sind Ken­ny Ogbe und Chris Dowe. Sie mach­ten in ers­ter Linie defen­siv einen star­ken Job gegen Ham­burgs Dau­er­bren­ner Cal­eb Homes­ley. Genau­so fokus­siert muss Bro­se Bam­berg auch heu­te Abend gegen Ber­lin antre­ten und darf sich vom Namen und der Atmo­sphä­re nicht limi­tie­ren lassen.

Ein Blick in die Statistik

Even­tu­ell wer­fen Chris Seng­fel­der und Co. auch einen Blick auf die Sta­tis­tik. Die sagt näm­lich aus, dass ein Auf­ein­an­der­tref­fen des Tabel­len­füh­rers gegen den Tabel­len­ach­ten oft­mals viel knap­per war, als es auf dem Papier aus­sah. Bes­tes Bei­spiel: Bro­se ging letz­tes Jahr eben­falls als Ach­ter in die Vier­tel­fi­nal­play­offs und lie­fer­te dem Tabel­len­ers­ten Lud­wigs­burg, der in der Haupt­run­de ledig­lich vier Nie­der­la­gen auf­zu­wei­sen hat­te, einen har­ten Kampf über fünf Spiele.

Neben die­ser Par­tie muss­ten in den ver­gan­ge­nen Jah­ren fünf wei­te­re Spie­le zwi­schen dem Tabel­len­ers­ten und ‑ach­ten in ein ent­schei­den­des fünf­tes Spiel. Zwei­mal dar­an betei­ligt war Alba Ber­lin. Die Haupt­städ­ter benö­tig­ten 2006 gegen Olden­burg und 2009 gegen Pader­born jeweils die Ent­schei­dungs­par­tie, um ins Halb­fi­na­le ein­zu­zie­hen. Die Ber­li­ner waren auch – und jetzt wird es aus Bam­ber­ger Sicht inter­es­sant – das ers­te Team, das es als Tabel­len­füh­rer nicht schaff­te, sich gegen den Ach­ten durch­zu­set­zen. 2007 ging die Vier­tel­fi­nal­se­rie gegen Qua­ken­brück deut­lich und schnell mit 0:3 ver­lo­ren. Die­ses Miss­ge­schick pas­sier­te einem Haupt­run­den­ers­ten in den Vier­tel­fi­nal­play­offs anschlie­ßend nur noch ein ein­zi­ges Mal. Olden­burg muss­te sich 2010 Braun­schweig in vier Spie­len geschla­gen geben.

Chris­ti­an Seng­fel­der sag­te ges­tern: „Natür­lich haben wir noch das Spiel vor drei Wochen im Kopf. So etwas darf und wird uns nicht mehr pas­sie­ren. Wir müs­sen am Frei­tag viel phy­si­scher sein. Sie haben uns offen­siv wie defen­siv ihren Wil­len auf­ge­zwun­gen. Dar­auf müs­sen wir bes­ser vor­be­rei­tet sein. Wir müs­sen schau­en, dass wir sie aus ihrer Kom­fort­zo­ne brin­gen. Sie haben ja gemacht, was sie woll­ten. Unser Ziel muss sein, eines der bei­den Spie­le am Wochen­en­de zu klau­en. Viel­leicht unter­schät­zen sie uns auch nach ihrem deut­li­chen Sieg vor zwei Wochen etwas. Wir wit­tern auf jeden Fall unse­re Chance.“

Kon­ti­nui­tät auf dem Cheftrainerposten

Ein wenig beru­hi­gen­de Kon­ti­nui­tät könn­te ein Per­so­nal­ent­schei­dung vor den Vier­tel­fi­nal­play­offs in die Mann­schaft brin­gen. Denn Bro­se Bam­berg den vor­zei­tig den Ver­trag mit Chef­trai­ner Oren Amiel bis zum Ende der Spiel­zeit 2023/​2024 ver­län­gert. Das haben der Ver­ein und der 50-jäh­ri­ge Israe­li ges­tern bekannt­ge­ge­ben. Die Ver­trags­un­ter­zeich­nung fand bereits im Febru­ar statt und war damit unab­hän­gig vom Aus­gang der Saison.

Phil­ipp Galew­ski, Geschäfts­füh­rer der Bam­ber­ger Bas­ket­ball GmbH, sag­te: „Wir haben vom ers­ten Tag an gemerkt, dass Oren her­vor­ra­gend zum Bam­ber­ger Bas­ket­ball passt. Mit sei­nem unbe­ding­ten Wil­len, jeden Tag bes­ser wer­den zu wol­len, hat er jedem ein­zel­nen Spie­ler neu­es Selbst­ver­trau­en gege­ben und jeden bes­ser gemacht, sodass am Ende auch das Kol­lek­tiv bes­ser wur­de. Sei­ne ehr­li­che Art, sei­ne Emo­tio­nen am Spiel­feld­rand und der Respekt vor der Bam­ber­ger Bas­ket­ball­his­to­rie bie­ten jedem Fan ein her­aus­ra­gen­des Iden­ti­fi­ka­ti­ons­po­ten­zi­al. Daher haben wir uns schon im Febru­ar dazu ent­schie­den, den Ver­trag mit ihm vor­zei­tig zu ver­län­gern, um mit ihm zusam­men früh­zei­tig die neue Sai­son pla­nen zu können.“

Oren Amiel sag­te: „Ich freue mich sehr, dass ich wei­ter­hin Chef­trai­ner eines solch tra­di­ti­ons­rei­chen Clubs sein darf. Es macht mir täg­lich aufs Neue Freu­de, in die Trai­nings­hal­le zu kom­men und mit den Jungs zu arbei­ten. Ich bedan­ke mich bei Phil­ipp und dem Auf­sichts­rat, dass sie mit mir in die Zukunft gehen. Ich den­ke, wir haben in den letz­ten Mona­ten den Spaß am Bas­ket­ball nach Bam­berg zurück­ge­bracht und aus Team und Fans wie­der eine Ein­heit gebil­det. Das ist das Wich­tigs­te für mich. Ich hat­te mit dem ers­ten Spiel, nach­dem die Zuschau­er zurück in der Are­na waren, das Gefühl, dass sie mich akzep­tie­ren. Das ist groß­ar­tig, dafür bin ich sehr dankbar.“

Oren Amiel trat Anfang Dezem­ber als Nach­fol­ger Johan Roi­jak­kers sei­nen Job in Bam­berg an. Zuvor war er unter ande­rem als Chef­trai­ner in Isra­el und Tsche­chi­en aktiv. Mit Bro­se Bam­berg hol­te der 50-Jäh­ri­ge zuletzt neun Sie­ge aus den letz­ten elf Sai­son­spie­len und schaff­te gemein­sam mit sei­nem Team den Ein­zug in die Viertelfinalplayoffs.

Nach Sieg über Hamburg

Bro­se Bam­berg in den Playoffs

Bro­se Bam­berg hat am 22. Spiel­tag der Bas­ket­ball-Bun­des­li­ga das Nach­hol­spiel gegen die Ham­burg Towers mit 77:67 gewon­nen. Mit die­sem Sieg zie­hen die Bam­ber­ger zum 21. Mal in Fol­ge in die Play­offs um die deut­sche Meis­ter­schaft ein. Dort war­tet am kom­men­den Frei­tag Meis­ter und Pokal­sie­ger Alba Berlin.

Gegen die Ham­burg Towers taten sich die Bam­ber­ger im Ent­schei­dungs­spiel um die Play­offs vor 3.777 Zuschau­ern in der ers­ten Halb­zeit schwer. Schnell lag die Mann­schaft mit acht Punk­ten hin­ten und konn­te einen anschlie­ßend her­aus­ge­spiel­ten 13-Punk­te-Vor­sprung nicht in die Pau­se ret­ten (38:38). Erst im drit­ten Vier­tel zog Bro­se davon und domi­nier­te die Ham­bur­ger. So sicher­te sich Bam­berg Abschnitt drei mit 27:9. Bes­ter Bam­ber­ger Wer­fer war Jus­tin Robin­son mit 20 Punkten.

Bro­se Bam­berg war die Ner­vo­si­tät zu Beginn anzu­mer­ken. Vor­ne spiel­te die Mann­schaft oft zu fah­rig und unge­nau und in der Ver­tei­di­gung war sie immer einen Schritt zu weit vom Gegen­spie­ler ent­fernt. Nach vier Minu­ten hieß es 2:10 für Hamburg.

Erst all­mäh­lich tau­ten die Haus­her­ren auf. Bam­berg kämpf­te sich offen­siv und defen­siv in die Par­tie und kam durch einen 10:0‑Lauf nicht nur wie­der ran, son­dern 71 Sekun­den vor Vier­te­len­de erst­mals über­haupt an Ham­burg vor­bei: 16:14. Maß­geb­lich betei­ligt an die­sem Run war Jus­tin Robin­son, der sie­ben Punk­te in Fol­ge bei­trug. Nach­dem Akil Mit­chell noch kurz vor der Sire­ne den Korb­le­ger nach­leg­te, ging es mit einer Vier-Punk­te-Füh­rung in die ers­te Pau­se: 19:15.

Der Beginn des zwei­ten Abschnitts gehör­te dann zunächst kom­plett den Bam­ber­gern. Durch Geben und zwei Drei­er von Chris Seng­fel­der lagen sie nach 12 Minu­ten erst­mals zwei­stel­lig vorn: 27:17. Kyzlink ließ einen wei­te­ren Distanz­wurf fol­gen und brach­te sei­ne Mann­schaft damit zwi­schen­zeit­lich mit 13 Zäh­lern in Front (30:17, 13.).

Danach aller­dings folg­te der Bruch im Bam­ber­ger Spiel. Zwar ver­such­ten die Haus­her­ren vie­les, genau­so viel woll­te nun aber nicht mehr gelin­gen. Die Fol­ge: die Ham­bur­ger kamen zurück ins Spiel, da Bro­se bis zur Pau­se ledig­lich noch acht Punk­te gelan­gen. Die Gäs­te erziel­ten 21 Zäh­ler, womit es unent­schie­den in die Kabi­nen ging: 38:38.

„Am Ende zählt für mich nur das Ergebnis“

Das drit­te Vier­tel war dann eines zum Zun­ge­schnal­zen aus Sicht der Bam­ber­ger. Die Inten­si­tät war von Beginn der zwei­ten Halb­zeit an voll da, vor­ne wie hin­ten wur­de um jeden Ball gekämpft.

Offen­siv lief die Bam­ber­ger Maschi­ne­rie von Minu­te 21 an nahe­zu per­fekt, in der Defen­si­ve waren es immer wie­der star­ke Blocks. Mit zwei Drei­ern von Robin­son und Dowe been­de­te Bro­se den drit­ten Spiel­ab­schnitt. Das waren die Punk­te 24 bis 27 für Bam­berg, die ihrer­seits gera­de ein­mal neun Ham­bur­ger Zäh­ler zulie­ßen und mit einer 18-Punk­te-Füh­rung ins letz­te Vier­tel gin­gen: 65:47.

Die Fra­ge für den Schluss­ab­schnitt lau­te­te: Kann Bro­se Bam­berg den Vor­sprung dies­mal ohne zu zit­tern über die Zeit brin­gen? Die Ant­wort ist so ein­fach nicht, denn Ham­burg bekam die zwei­te und drit­te Luft – und Bro­se zeig­te plötz­lich das eine ums ande­re Mal Ner­ven. Nach einem Drei­er von Chris­ten war der Vor­sprung drei Minu­ten vor Ende wie­der in den ein­stel­li­gen Bereich geschrumpft, es stand 71:62.

Omar Pre­witt aber war es, der im Gegen­zug eben­falls den Distanz­wurf ver­senk­te und kurz dar­auf noch einen Frei­wurf nach­leg­te (75:62, 38.). Die letz­ten 120 Sekun­den spiel­ten die Bam­ber­ger dann die Zeit cle­ver von der Uhr und gin­gen nach 40 Minu­ten beim 77:67 als ver­dien­ter Sie­ger vom Platz. Der Erfolg – der neun­te aus den letz­ten elf Spie­len – war gleich­be­deu­tend mit dem Ein­zug in die Play­offs – den 21. in Serie. Dort trifft Bro­se ab kom­men­dem Frei­tag auf Alba Ber­lin.

Coach Oren Amiel sag­te nach dem Spiel und vor dem Play­offs: „Was soll ich sagen? Wenn ich mir anschaue, wo wir vor ein paar Mona­ten waren und wo wir jetzt sind… Wir haben heu­te gegen eines der am schwers­ten zu spie­len­den BBL-Teams gewon­nen. Wir haben es geschafft, über wei­te Stre­cken ihre Phy­sis und ihre Aggres­si­vi­tät zu matchen. Am Ende zählt für mich nur das Ergeb­nis. Es inter­es­siert mich nicht, wer gut oder nicht so gut war. Wir haben heu­te unse­ren Fans etwas zurück­ge­ben kön­nen, was sie mehr als ver­dient haben. Ich bin unglaub­lich stolz!“

Bam­berg vor (mög­li­chem) Endspiel

Ham­burg Towers in Bam­berg zu Gast

Bro­se Bam­berg emp­fängt in einem Nach­hol­spiel des 22. Spiel­tags der Bas­ket­ball Bun­des­li­ga die Ham­burg Towers. Die Aus­gangs­la­ge ist klar: Mit einem Sieg qua­li­fi­ziert sich Bro­se Bam­berg zum 21. Mal in Serie für die Playoffs.

Bam­bergs direk­ter Kon­kur­rent um Platz 8, die HAKRO Mer­lins Crails­heim, spielt am heu­ti­gen Sams­tag sei­ne letz­te Nach­hol­be­geg­nung gegen Chem­nitz. Soll­ten die Mer­lins ver­lie­ren, wäre Bam­berg bereits vor dem Spiel gegen die Ham­burg Towers sicher für die Play­offs qua­li­fi­ziert. Geht die Par­tie für die Crails­hei­mer anders aus, muss Bam­berg gegen Ham­burg gewin­nen, um in die Post­sea­son einzuziehen.

Und es gibt sogar noch eine drit­te vor­zei­ti­ge Qua­li­fi­ka­ti­ons­mög­lich­keit. Siegt Crails­heim gegen Chem­nitz und gewinnt die BG Göt­tin­gen gegen den FC Bay­ern Mün­chen Bas­ket­ball, ist Bro­se auch in der End­run­de dabei.

Situa­ti­on in Hamburg

Die Ham­burg Towers haben sämt­li­che Rech­nun­gen vor einer Woche ad acta legen kön­nen. Mit einem 101:57-Erfolg beim SYNTAINICS MBC mach­ten die Han­se­städ­ter näm­lich die Play­offs klar, setz­ten sich auf Platz sie­ben fest. Dass sie vor der Par­tie gegen Bro­se nicht mehr zit­tern müs­sen, haben sie star­ken letz­ten zwei Mona­ten zu ver­dan­ken. Aus zehn Spie­len gab es sie­ben Sie­ge, dar­un­ter schön her­aus­ge­spiel­te wie gegen Mün­chen (87:83) oder in Chem­nitz (89:85).

Es scheint also, dass die Mann­schaft von Chef­trai­ner Pedro Cal­les genau zum rich­ti­gen Zeit­punkt voll da ist. Hat­ten die Ham­bur­ger, wie nahe­zu jedes ande­re Team auch, wäh­rend der Sai­son immer wie­der mit Ver­let­zungs- und Coro­na­s­or­gen zu kämp­fen, hat sich die Mann­schaft in den letz­ten Wochen noch bes­ser gefun­den und stabilisiert.

Ganz vor­ne in der tea­m­in­ter­nen Punk­te­wer­tung der Ham­bur­ger steht Cal­eb Homes­ley (16,3) vor Jay­lon Brown (14,9) und Maik Kot­sar (14,1). Über­haupt sind die Ham­burg Towers ein sehr offen­siv­star­kes Team, erziel­ten bis­lang rund 86 Punk­te pro Par­tie. Dabei ist das Spiel sehr auf den frei­en Mann an der Drei­er­li­nie aus­ge­legt. Knapp 32 Wür­fe neh­men Homes­ley und Co. pro Par­tie von jen­seits der 6,75-Meter-Linie, ledig­lich Bonn ver­sucht es BBL-weit häu­fi­ger aus der Distanz.

Auch wenn nur etwas mehr als jeder drit­te Wurf den Weg in den Korb fin­det, so kre­ieren sich die Ham­bur­ger durch star­ke Rebound­ar­beit immer wie­der zwei­te und drit­te Chan­cen. 37 Abpral­ler sicher­ten sie sich bis dato im Schnitt pro Spiel, 13 davon allei­ne am offen­si­ven Brett. Bei­des ist Bun­des­li­ga-Top3-Niveau. Eben­so wie das Assist­ver­hält­nis. 21 direk­te Korb­vor­la­gen ver­teil­ten die Ham­burg Towers bis­lang durch­schnitt­lich pro Par­tie. Mehr als die Hälf­te davon ent­fal­len auf die bei­den Spiel­ge­stal­ter Hol­latz (5,7) und Homes­ley (4,7). Letz­te­rer konn­te aller­dings auch nicht die 75:87-Hin­spiel­nie­der­la­ge gegen Bam­berg sei­ner Mann­schaft Anfang Janu­ar ver­hin­dern – trotz sei­ner 27 Punkte.

„Do or Die“-Spiel für Bro­se Bamberg

Bro­se Bam­berg hat durch acht Sie­ge aus den letz­ten zehn Spie­len das vor ein paar Mona­ten noch für unmög­lich gehal­te­ne mög­lich gemacht und die Play­off­teil­nah­me in der eige­nen Hand. Ob es zu einem Ent­schei­dungs­spiel gegen Ham­burg kommt, hängt an eini­gen ande­ren Kom­po­nen­ten, ändert an der Spiel­vor­be­rei­tung aber gar nichts.

Head Coach Oren Amiel stellt sein Team gegen die Ham­burg Towers auf ein „Do or Die“-Spiel ein, der Fokus der gesam­ten Mann­schaft ist hoch und äußerst kon­zen­triert. Dabei ist die Vor­be­rei­tung nicht ein­fach, denn mit Chris­ti­an Seng­fel­der und Omar Pre­witt feh­len aktu­ell zwei Spie­ler mit Sprung­ge­lenks­ver­let­zun­gen. Dass das Team aber mitt­ler­wei­le so gefes­tigt ist, dass es auch ohne sei­nen Kapi­tän aus­kom­men und Spie­le gewin­nen kann, haben die Par­tien gegen Hei­del­berg und Braun­schweig gezeigt. In bei­den Begeg­nun­gen war Bro­se über nahe­zu die gesam­te Spiel­zeit die bestim­men­de Mann­schaft, hat­te die bei­den Sie­ge ver­dient und sich dadurch die Chan­ce auf die Play­offs gesichert.

Shoo­ting Guard Tomáš Kyzlink sag­te im Vor­feld der Par­tie gegen Ham­burg: „Jetzt haben wir uns die­se Chan­ce erar­bei­tet, dann wol­len wir natür­lich auch noch den letz­ten Schritt gehen. Was Coach, Staff, Team und Fans in den letz­ten Wochen geleis­tet haben, ist unglaub­lich. Vie­le hat­ten uns abge­schrie­ben, aber wir haben immer an uns geglaubt. Dass wir die Play­offs nun in der eige­nen Hand haben, ist Bür­de und Freu­de zugleich. Ham­burg kommt mit einem Kan­ter­sieg aus Wei­ßen­fels und ohne Druck zu uns. Sie kön­nen also frei auf­spie­len. Aller­dings ist das für uns eigent­lich irrele­vant, denn wir müs­sen und dür­fen sowie­so nur auf uns schau­en. Wir müs­sen ver­su­chen, wie im Groß­teil der letz­ten Spie­le, defen­siv kon­trol­liert zu ste­hen. Wenn die Ver­tei­di­gung läuft, kommt die Offen­si­ve von ganz allei­ne. Gemein­sam mit unse­ren Fans wol­len wir in die Playoffs.“

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