Bamberg auf Rang Elf
Brose Bamberg mit Niederlage in Crailsheim
Brose Bamberg musste am 32. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga bei den HAKRO Merlins Crailsheim eine 92:101-Niederlage hinnehmen und hat damit die nächste Chance verpasst, näher an die Playoff-Plätze zu rutschen.
Genau wie im Hinspiel im Oktober in eigener Halle unterlage gestern Abend Brose Bamberg auch in Crailsheim. Ein schwaches erstes (18:26) und ein äußerst schwaches zweites Viertel (18:29) sorgten bereits zur Pause für einen 19-Punkte-Rückstand der Bamberger in Crailsheim. Zwar fingen sich die Gäste in Halbzeit zwei, drehen konnten sie das Spiel aber nicht mehr. Bester Bamberger Werfer war Gerel Simmons mit 23 Punkten.
„Am Ende haben wir für unseren Horrorstart bezahlt. Sie haben gut getroffen, wir konnten kaum einen Spieler vor uns halten. Das ist Fakt und einmal mehr die Story eines Spiels“, resümierte Oren Amiel nach der Partie.
Kevin Wohlrath brachte Brose zu Beginn schnell in Führung. Die allerdings hielt nur zwei Minuten. Stuckey traf den Dreier für die Hausherren zum 3:5. Es blieb zunächst eine ausgeglichene Partie, in der es die Gäste allerdings nicht mehr schafften, die Führung auf ihre Seite zu ziehen. Stand es Mitte des Viertels noch knapp 10:12, sorgte ein folgender 0:5‑Lauf für den bis dato höchsten Rückstand (10:17, 7.). Der wurde 45 Sekunden vor Viertelende durch einen Freiwurf von Mikalauskas erstmals zweistellig: 16:26. Simmons traf für Brose ebenfalls zweimal von der Linie, so dass es mit 18:26 in den zweiten Abschnitt ging.
Den eröffnete Miller mit einem Halbdistanzwurf (20:26, 11.). Diese zwei Punkte sollten jedoch für viele Minuten die einzigen bleiben, die Brose zustande brachte. Anders die Crailsheimer, die durch 14 Zähler in Serie Bambergs Rückstand auf 24 Punkte vergrößerten (20:44, 14.). Sengfelder durchbrach die Offensivflaute, jedoch blieb es in der Folge dabei: Brose kam nicht mehr wirklich ins Spiel, hatte den Hausherren vor allem defensiv nur selten etwas entgegenzusetzen. Erst kurz vor der Halbzeit wurde es nach dem zwischenzeitlichen 26-Punkte-Rückstand (23:49, 16.) etwas besser, sorgte ein 8:0‑Run zwei Minuten vor der Sirene für das 33:51. Mit minus 19 ging es in die Kabine: 36:55.
Gerel Simmons mit fünf Dreiern im letzten Viertel
Im dritten Viertel wurde es zumindest offensiv ein bisschen besser, jedoch blieb es auch in diesem Abschnitt dabei: Brose traf kaum etwas von jenseits der Dreierlinie. Drei Treffer bei 13 Versuchen standen nach 30 Minuten auf dem Scoutingbogen, zu wenig, um den Rückstand entscheidend zu verringern. Zumal die Gastgeber weiterhin gnadenlos die Distanzwürfe versenkten. In ihrem Fall waren es vor dem Schlussviertel zehn getroffene bei 18 Versuchen, also knappe 60 Prozent. Brose indes probierte es vor allem durch die Zone. Immer wieder war es nun Patrick Miller, der sich den Ball nahm und zum Korb zog. Elf Punkte erzielte er in Abschnitt drei, die halfen zwar sehr, das dritte Viertel mit 28:26 zu gewinnen, jedoch halfen sie nur bedingt, den Rückstand zu verkleinern. Daher ging es weiterhin mit einem großen Defizit von noch 17 Zählern beim Stand von 64:81 in die letzten zehn Minuten.
Da taute bei Brose Gerel Simmons auf. Fünf Dreier traf er im Schlussabschnitt, brachte seine Mannschaft damit zwischenzeitlich auch wieder in den einstelligen Rückstandsbereich. Alles in allem aber war es nach wie vor nicht genug, um die nun strauchelnden Crailsheimer zu Fall zu bringen. Die streuten, wann immer sie es benötigten, entweder selbst einen Dreier ein (zwei waren es nochmals im Schlussabschnitt) oder aber zogen die Fouls und blieben ansatzweise nervenlos von der Freiwurflinie (25÷33). Am Ende reichten Brose Bamberg einmal mehr in fremder Halle über 90 erzielte Punkte nicht zum Sieg. Mit 92:101 mussten sich die Bamberger den HAKRO Merlins geschlagen geben und haben damit die nächste Chance verpasst, den Playoff-Plätzen etwas näher zu kommen.
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Noch ist die Playoff-Teilnahme möglich
Brose Bamberg gegen HAKRO Merlins Crailsheim gefordert
Brose Bamberg gastiert heute Abend am 32. Spieltag der Basketball-Bundesliga bei den HAKRO Merlins Crailsheim. Die Ausgangslage für Bamberg, um in die Playoffs zu kommen, bleibt die gleiche wie zuletzt. Die Mannschaft muss gewinnen und gleichzeitig auf Niederlagen der Konkurrenz hoffen.
Die HAKRO Merlins Crailsheim liegen drei Spieltag vor Schluss mit zehn Siegen auf Tabellenplatz 15, zwei Siege vor dem Abstiegsrang. Theoretisch bestünde die Abstiegsangst also noch, realistisch gesehen sind die Baden-Württemberger aber gerettet – auch wenn sie zuletzt viermal in Folge verloren haben.
Auch Brose Bamberg geht mit einer Niederlage – 95:104 gegen Oldenburg – ins Spiel. Dabei lag es nicht an der Offensive, sondern die Verteidigung war es, die die 17. Saisonniederlage verursachte. Dennoch hat Bamberg nach wie vor Chancen auf die Playoffs. Denn zuletzt strauchelte mit Würzburg auch der direkte Konkurrent um Platz acht. Daher kann Brose zumindest theoretisch nach wie vor die 22. Postseason in Folge erreichen. Dafür benötigt die Mannschaft aber zum einen eigene Siege, zum anderen noch mindestens eine Würzburger Niederlage.
Bamberg fängt zu viele Dreier
In der Partie gegen die HAKRO Merlins Crailsheim wird es einmal mehr wichtig sein, die Defensive im Griff zu haben. Die Reboundarbeit klappte in den letzten Partien gut. Mit im Schnitt gesicherten knapp 25 Abprallern am eigenen Brett rangiert Brose ligaweit in der Defensivrebound-Statistik auf Platz fünf.
Das Problem der Bamberger war und ist aber die Verteidigung des gegnerischen Dreiers. In Oldenburg trafen die Hausherren alleine im letzten Viertel sechs Stück und insgesamt 16 von 37 Versuchen. Wenn man einen Blick auf die Gesamtstatistik der Liga wirft, wird zudem klar, dass mehr als die Hälfte der Mannschaften gegen Brose – teils deutlich – über ihrem Durchschnitt aus der Distanz erfolgreich waren.
Guard Patrick Miller sagte vor dem Spiel: „Crailsheim ist stark, wenn sie ins Laufen kommen. Daher muss es uns gelingen, ihnen das Tempo und die Würfe wegzunehmen. Wir müssen hart spielen, physisch von Beginn an hochkonzentriert sein. Offensiv lief es in den letzten Wochen gut, das müssen wir weiter forcieren. Wir wollen die Chance nutzen und Würzburg Druck bereiten.“
Die Partie im hohenlohischen Crailsheim ist das letzte Auswärtsspiel der diesjährigen Hauptrunde. Die beiden abschließenden Begegnungen finden für Bamberg in der heimischen Arena statt.
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Basketball
Brose Bamberg verliert gegen EWE Baskets Oldenburg
Brose Bamberg musste auch am 30. Spieltag der Basketball-Bundesliga eine Niederlage hinnehmen. Bei den EWE Baskets Oldenburg verloren die Bamberger mit 95:104 und liegen bei vier noch ausstehenden Spielen zwei Siege hinter einem Playoffplatz.
Es war ein vor allem offensiv guter Beginn beider Mannschaften, zunächst mit dem etwas erfolgreicheren Ergebnis für die EWE Baskets Oldenburg (10:16, 4.). Mit zunehmender Spielzeit fand Brose aber einen besseren defensiven Zugriff und machte den Gastgebern das Leben schwer.
Vorne lief es weiterhin gut. Ein And1 von Solomon Young, dazu Freiwürfe von Gerel Simmons, brachten Bamberg dreieinhalb Minuten vor Ende des ersten Abschnitts beim 19:20 auf einen Punkt ran. Devon Thomas war es kurz darauf, der die erstmalige Gästeführung durch einen sogenannten From-Coast-to-Coast-Lauf herstellte (21:20, 8.). Christian Sengfelder, Patrick Heckmann und Gerel Simmons vervollständigten bis zur Sirene einen 14:0‑Lauf und Brose sicherten das 28:20 nach zehn Minuten.
Im zweiten Abschnitt konnten die Bamberger Gäste den Vorsprung zunächst halten und ihn nach 14 Minuten noch um einen Zähler auf 41:32 ausbauen. Anschließend aber kamen die Oldenburger zurück. Angetrieben von Gravett forcierten die Hausherren nun einige Bamberger Ballverluste und verkürzten den Rückstand. Ein zwischenzeitlicher 0:6‑Run brachte gut zwei Minuten vor der Halbzeit den 45:45-Ausgleich.
Doch Brose blieb dran, kämpfte sich zurück und schaffte es bis Ende des zweiten Abschnitts, nicht wieder in Rückstand zu geraten. Mehr noch: Ein And1 von Young und ein Korbleger von Heckmann sorgten kurz vor der Pause für die Drei-Punkte-Führung. Beim Stand von 52:49 ging es in die Kabinen.
Ein Hin und Her in der zweiten Hälfte
90 Sekunden waren im dritten Viertel absolviert, als Brose die Führung durch sieben Oldenburger Punkte verlor: 52:55. Simmons hielt per Dreier dagegen – die Partie ging nun hin und her. Insgesamt wechselte die Führung alleine im dritten Abschnitt fünf Mal. Zuletzt, nachdem DeWayne Russell fünf Zähler in Serie für die EWE Baskets Oldenburg erzielte und Brose damit vier Punkte in Rückstand brachte (64:68, 29.).
Doch die Bamberger ließen sich davon nicht beeindrucken. Thomas traf einen Freiwurf, kurz darauf Heckmann den Dreier aus der Ecke zum 68:68. Nach einem weiteren Oldenburger Treffer war es mit der Sirene Kevin Wohlrath, der für die Gäste zum 70:70 stellte. Somit ging es ausgeglichen in den Schlussabschnitt.
Dieser begann mit einem Dreier von Young und einem Dunking von Wohlrath, der von Thomas sehenswert freigespielt wurde (75:70, 32.). Brose verpasste es in der Folge aber, die Führung auszubauen. Oldenburg nutzte das gnadenlos aus und brachte Bamberg nach 34 Minuten durch acht Leissner-Punkte wieder in Rückstand: 75:78.
Miller durchbrach den Oldenburger Lauf kurzzeitig durch zwei Freiwürfe, ehe Leissner auf der Gegenseite seinen dritten Dreier in Serie traf (77:81, 35.).
Ab dann schien Bambergs Niederlage besiegelt. Brose fand nun vor allem defensiv kein Mittel mehr gegen Oldenburg. Russell alleine erzielte im letzten Abschnitt 14 Punkte, ebenso viele wie Tanner Leissner. Zwar versuchte Bamberg zum Ende hin nochmals viel und war durch einige And1s auch erfolgreich. Den Rückstand konnte die Mannschaft aber nicht mehr einholen und verlor mit 95:104.
Ein Playoffplatz ist für Bamberg mit der Niederlage wieder ein Stück weiter weg gerutscht. Bei vier verbleibenden Spielen in der Basketball-Bundesliga braucht Brose zwei Siege und Schützenhilfe der Gegner.
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Basketball
Brose Bamberg will Playoffchance gegen EWE Baskets Oldenburg wahren
Brose Bamberg reist am 30. Spieltag der Basketball-Bundesliga zu den EWE Baskets Oldenburg. Spielbeginn ist am Sonntag um 18 Uhr. Um die Playffchancen zu wahren, muss Bamberg gewinnen.
Pünktlich zum Saisonendspurt konnten sich die EWE Baskets Oldenburg aus einem kleinen Loch befreien. Nach vier Niederlagen in Serie folgten zuletzt zwei starke Auswärtssiege. In Chemnitz setzten sich die Niedersachsen mit 91:89 durch, in Würzburg gewannen sie mit 78:82. Beide Siege waren Erfolge des Willens, denn in beiden Partien gab es Phasen, in denen es nicht wirklich rund lief beim Team von Pedro Calles. Trotzdem festigten die EWE Baskets Oldenburg mit den beiden Siege Platz vier in der Tabelle und sind damit auf Heimrechtskurs für die Playoffs.
So gut würde Brose Bamberg auch gerne stehen. Nach der Niederlage gegen Bayern München muss sich Bamberg aber derzeit mit Tabellenplatz zehn zufrieden geben. Bis in die Schlusssekunden lagen die Bamberger gegen München am letzten Wochenende in Führung, ehe Lucic kurz vor der Sirene den letztlich spielentscheidenden Dreier versenkte. Dennoch konnten die Mannen von Oren Amiel im Nachgang positives aus der Partie ziehen – und wollen diese Aspekte nun mit nach Niedersachsen nehmen.
Playoffchance wahren
Vor allem defensiv präsentierten sich die Bamberger konzentriert und machten den Münchner das Leben oftmals schwer. Zudem ging der Gameplan auf, es nicht überwiegend von der Dreierlinie zu probieren, sondern die Zone zu bespielen. Darüber hinaus stimmte die Einstellung beim Rebound, was sich in zwölf offensiven Brettern ablesen lässt. Und dennoch können sich die Bamberger vom 72:73 nichts kaufen, denn unter dem Strich steht eben eine Niederlage.
Brose muss aus den letzten vier Spielen am besten alle gewinnen, um die Chance auf die Playoffs weiter zu wahren. Positives können die Bamberger aus dem Hinspiel ziehen. Dort nämlich setzte sich Brose nach starkem Kampf mit 89:78 gegen die EWE Baskets Oldenburg durch.
Guard Kevin Wohlrath sagte vor dem Spiel: „Sie sind eine schwer auszurechnende Mannschaft, die mit Russell einen der besten Spieler der Liga in ihren Reihen haben. Wir müssen versuchen, ihnen das Tempo wegzunehmen. Das wird einer der Schlüssel sein. Offensiv müssen wir abermals eine konzentrierte Leistung abliefern, hart zum Rebound gehen. Wenn wir unsere Stärken ausspielen und alles auf dem Parkett lassen, bin ich davon überzeugt, dass wir weiterhin unsere Playoffchance wahren können.“
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Bambergs Playoff-Chancen werden geringer
Brose Bamberg unterliegt in letzter Sekunde dem FC Bayern München Basketball
Die Teilnahme an den Playoffs ist für Bamberg ein Stück unwahrscheinlicher geworden. Während die Konkurrenz gewann, verloren die Bamberger in einem hart umkämpften Spiel gestern Abend gegen den FC Bayern München Basketball knapp mit 72:73. Nur wenige Spielsekunden entschieden dabei über Broses Niederlage.
Bis 108 Sekunden vor Spielschluss führten die Bamberger Gäste, angefeuert von rund 70 mitgereisten Fans, mit 72:68 gegen den FC Bayern München Basketball. Dann bekam die Mannschaft den Ball aber nicht mehr unter Kontrolle.
Den Spielbeginn gestaltete Brose Bamberg noch engagiert und ließ sich auch von fünf schnellen Münchner Punkten nicht aus dem Konzept bringen. Dieses sah vor, die großen Spieler in der Zone zu finden, dazu mit aller Vehemenz in den Offensivrebound zu gehen. Ein Plan, der zumindest zu Beginn funktionierte: Durch einen 10:0‑Lauf Mitte des Viertels ging Bamberg mit 12:5 in Führung. Weitere Treffer folgten, so dass Brose mit 18:15 in die erste Viertelpause ging.
Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts blieb es dabei: Brose stand solide in der Verteidigung, ließ kaum freie Würfe der Münchner Hausherren zu. Obwohl die Dreipunktewürfe in der ersten Halbzeit nur selten fielen (2÷13), waren die Gäste auch offensiv weiterhin präsent (27:21, 13.).
Mitte des Viertels musste Brose dann allerdings einen 0:6‑Lauf hinnehmen und kassierten den Ausgleich: 27:27. In Führung gehen konnten die Münchner aber nicht, denn Bamberg hatte die passenden Antworten parat. Zur Pause lagen die Oberfranken mit 38:37 wieder in Führung. Bis auf Spencer Reaves hatten bereits alle Bamberger gepunktet, Jaromír Bohačík und Gabriel Chachashvili führten die Statistik bis mit jeweils sieben Zählern an.
Denkbar knappes Ergebnis
Direkt nach Wiederbeginn ging der FC Bayern München Basketball zum ersten Mal in Führung, doch im Gegenzug konterte Christian Sengfelder mit einem erfolgreichen Distanzwurf (41:40, 21.). Die Partie ging nun hin und her, wobei es Brose nach wie vor verstand, die Münchner Offensive im Zaum zu halten. Insgesamt wechselte die Führung im dritten Abschnitt neun Mal, zuletzt kurz vor Viertelende, als Wimberg für München zum 55:57 traf. Die letzten Punkte aber gingen auf das Konto von Patrick Heckmann, der durch zwei sichere Freiwürfe den 57:57-Viertelendstand herstellte.
Im Schlussabschnitt steigerten sich die Münchner in der Verteidigung und ließen nun ihrerseits kaum einfache Punkte der Bamberger zu. Allerdings stand die Defense der Gäste nach wie vor gut, was zur Folge hatte, dass das letzte Viertel ein punktearmes war.
Trotzdem blieb es spannend. Mitte des Abschnitts führten die Bayern mit vier Zählern (63:67), doch Sengfelder verkürzte kurze Zeit später, Patrick Miller holte die Führung zweieinhalb Minuten vor dem Ende wieder zurück und Bohačík baute sie per Dreier aus (68:72, 39.).
Es folgte die Schlussphase, in der es Bamberg nicht mehr gelang, erfolgreich abzuschließen. Für München traf Cheatham eine Minute vor Schluss zum 70:72. Es kam auf die letzten Sekunden an.
Brose bekam mehrmals den Ball beim Rebound nicht unter Kontrolle, zuletzt knapp drei Sekunden vor dem Ende. Einwurf München, der Ball kam zu Lucic – der traf den Dreier. Brose musste sich mit 72:73 geschlagen geben, da der letzte Wurf von Bohačík am Ring abprallte.
Die Würzburg Baskets, Bambergs Hauptkonkurrent um Platz 9, der letzte Playoff-Platz, gewannen unterdessen ihr Spiel gegen die Hakro Merlins Crailsheim (86:85). Bambergs Chancen auf die Teilnahme an der Endrunde, für die die Mannschaft ohnehin bereits auf Ausrutscher der anderen Teams angewiesen war, sind mit der Niederlage gegen den FC Bayern München Basketball wieder geringer geworden.
Coach Oren Amiel sagte nach dem Spiel trotzdem: „Mir ist klar, dass München vor zwei Tagen ein Spiel hatte. Dennoch muss man gegen sie erst einmal so auftreten und spielen, wie wir es getan haben. Wir hatten bis in die Schlusssekunden die Chance, das Spiel zu gewinnen. Wahrscheinlich hätte schon ein Rebound mehr gereicht, so ist es eine weitere harte Niederlage.“
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Mit (neuem) Selbstbewusstsein nach München
Brose Bamberg gegen FC Bayern München
Brose Bamberg gastiert Sonntagabend am 28. Spieltag der Basketball-Bundesliga beim FC Bayern München Basketball. Leicht wird es für Bamberg sicherlich nicht, aber um die Chancen auf die Playoffs zu wahren, muss ein Sieg her.
Neun Spiele in Serie hat der FC Bayern München Basketball auf nationalem Parkett zuletzt gewonnen – inklusive des Pokaltitels im Februar. Die letzte Niederlage musste die Mannschaft von Trainer Andrea Trinchieri am 14. Februar einstecken. Damals unterlagen die Bayern gegen Hamburg mit 70:89.
Vor allem in der Defensive haben sich die Münchner zuletzt stark präsentiert. In Ulm ließen sie gerade einmal 59 Punkte zu, am vergangenen Wochenende in Würzburg sogar nur 49. Über die gesamte bisherige Saison gesehen steht die bayerische Abwehr ebenso solide. Im Schnitt kassierte der FCB lediglich 74 Punkte, nach dem der Bonner (73,6) ist das der zweitbeste Wert aller BBL-Teams.
Offensiv überzeugen die Münchner weniger. Durchschnittlich erzielte die Mannschaft lediglich 81,4 Punkte pro Spiel, die drittgeringste Ausbeute innerhalb der Liga. Die 21 Saisonsiege kamen also in erster Linie über die Verteidigungsleistung zustande.
„Wir haben keine Chance, also nutzen wir sie“
Brose Bamberg reist trotzdem mit Selbstbewusstsein nach München. Dazu beigetragen hat das Spiel am vergangenen Mittwoch, das die Bamberger nach einem zwischenzeitlichen 18-Punkte-Rückstand gegen die MHP Riesen Ludwigsburg im letzten Viertel noch drehen konnten.
Durch den Erfolg hält sich das Team von Oren Amiel die Playoffchance weiter offen. Nach wie vor ist Brose jedoch – neben eigenen Siegen – auf Niederlagen der Tabellennachbarn aus Würzburg und Rostock angewiesen. Durch den Sieg gegen Ludwigsburg zog Brose mit den auf Platz acht stehenden Würzburg Baskets zwar gleich, hat allerdings eine Niederlage mehr auf dem Konto stehen. Von den fünf noch ausstehenden Saisonspiele sollen entsprechend so viele wie möglich gewonnen werden. Den Anfang dafür möchte Brose gegen den FC Bayern München Basketball München machen.
Auf dem Papier ist Bamberg natürlich Außenseiter, beide Spiele der Saison gegen Bayern gingen verloren – im Pokal (68:85) und in der Liga (87:94). Vor allem aber im Hinspiel mussten sich die Bayern doch etwas strecken, um die Partie schadlos zu überstehen.
Guard Jaromír Bohačík sagte vor dem Spiel: „Wie heißt es so schön: Wir haben keine Chance, also nutzen wir sie. Natürlich sind sie Favorit, aber wir wissen auch, was wir können. Wichtig ist, dass wir den Einsatz und den Kampf aus den letzten 13 Minuten gegen Ludwigsburg mitnehmen. Da hat es offensiv und vor allem defensiv gut funktioniert. Wir müssen versuchen, sie zu Fehlern zu zwingen. Das wird sehr schwer, aber wir sind selbstbewusst.“
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Basketball
Brose Bamberg mit Comeback-Sieg gegen MHP Riesen Ludwigsburg
Gestern Abend besiegte Brose Bamberg in einer vorgezogenen Partie des 29. Spieltags der Basketball-Bundesliga die MHP Riesen Ludwigsburg mit 81:73. Eine Aufholjagd kurz vor Ende machte den Unterschied. Auch wahrt sich die Mannschaft weiterhin ihre Playoffchance.
Bis Mitte des dritten Viertels sah Bambergs Spiel gegen die MHP Riesen Ludwigsburg nach einer weiteren Niederlage für Brose aus. Zeitweise lagen die Bamberger mit 18 Punkten in Rückstand. Allerdings gab sich das Team nie auf und kämpfte sich zurück in die Partie. Ein 19:1‑Lauf in den letzten sieben Minuten sicherte letztlich den 14. Saisonerfolg für Brose.
Trainer Oren Amiel sagte nach dem Spiel: „Ludwigsburg hat das Spiel über 27 Minuten vollkommen kontrolliert. Dann haben wir es irgendwie geschafft, den Schalter umzulegen. Dafür gehört jedes erdenkliche Lob den Spielern. Der Sieg ist auch für unsere fantastischen Fans, die in den letzten Wochen schwierige Niederlagen miterleben mussten. Ich will gar nicht so viel ins Detail gehen. Am Ende des Tages war es ein großartiger Sieg gegen ein starkes und sehr gutspielendes Team. Daher: Glückwunsch an meine Spieler, der Blick geht nach vorne.“
Vor 3.656 Zuschauerinnen und Zuschauern lag Brose schnell mit fünf Punkten zurück, ging aber kurz darauf durch zwei Dreier in Führung (5:5, 4.). Diese sollte allerdings nicht lange halten, da es die MHP Riesen Ludwigsburg immer wieder verstanden, ihre großen Spieler in der Zone einzusetzen. 14 Punkte resultierten alleine im ersten Viertel daraus. Jedoch schwächelte Ludwigsburg zunächst etwas von jenseits der Dreierlinie, weshalb die Partie zu Beginn ausgeglichen blieb. Der erste Abschnitt endete mit 19:20.
Im zweiten Viertel zeigten die Gäste jedoch früh, weshalb sie zurecht eines der dreierstärksten Teams der Liga sind. Drei in Folge fanden den Weg in den Bamberger Korb, bis zur Pause folgten weitere vier. Entsprechend lag Brose nach knapp 14 Minuten erstmals zweistellig in Rückstand: 24:34. Die Hausherren fanden zudem kaum Mittel gegen die Ludwigsburger Offensive und die eigenen Distanzwürfe lieferten nur wenig Zählbares. Zur Pause betrug der Bamberger Rückstand 15 Punkte und es ging mit 36:51 in die Kabine.
Broses Comeback im vierten Viertel
Auch nach der Pause bot sich dem Publikum zunächst ein ähnliches Bild. Ludwigsburg bestimmte die Partie, Brose fand keinen Zugriff und lag Mitte des dritten Viertels immer noch mit 15 Punkten zurück: 48:63.
Dann aber lief es plötzlich bei den Hausherren. Angetrieben in dieser Phase von Guard Devon Thomas, spielten sich die Bamberger nun in einen kleinen offensiven Rausch und standen plötzlich auch defensiv sicherer. Ein 12:2‑Lauf beendete den dritten Abschnitt und brachte Bamberg wieder auf sechs Zähler ran: 60:66.
Im vierten Viertel wurden aus diesen sechs Zählern innerhalb von drei Minuten jedoch schnell wieder zehn (62:72, 33.). Dann schien den MHP Riesen Ludwigsburg die Offensivkraft jedoch auszugehen. Bis zum Ende der Partie ließ Brose nämlich nur noch einen einzigen Punkt zu. Offensiv wurden die Hausherren nun von Patrick Miller getragen. Zwölf Zähler steuerte der Aufbauspieler innerhalb von fünf Minuten bei und drehte die Partie. Zwei Minuten vor dem Ende lag Bamberg erstmals seit dem Anfangsviertel wieder in Führung: 74:72.
Die Bamberger hatten nun einen Lauf. Sie stoppten Angriff um Angriff der Riesen und waren selbst in der Offensive kaum aufzuhalten. Mit der Schlusssirene traf Patrick Heckmann den Dreier zum vielumjubelten 81:73-Endstand.
Mit dem Sieg steht Bamberg, bei fünf verbleibenden Spielen, wieder auf dem 9. Tabellenplatz, dem letzten Playoffplatz.
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Playoffs nur noch mit Hilfe der anderen möglich
Brose Bamberg gegen MHP Riesen Ludwigsburg
In einem vorgezogenen Spiel des 29. Spieltags der Basketball-Bundesliga empfängt Brose Bamberg morgen Abend die MHP Riesen Ludwigsburg. Noch kann sich Bamberg die Teilnahme an den Playoffs sichern – allerdings nicht aus eigener Hand.
Am vergangenen Wochenende konnten die MHP Riesen Ludwigsburg einen Negativlauf beenden. Nach Niederlagen gegen Berlin, Ulm und Bonn, gewann das Team von Josh King gegen Crailsheim mit 82:77. Mit diesem Sieg, der 16. der Mannschaft in der laufenden Saison, sicherten sich die Ludwigsburger Tabellenplatz fünf, der zu den Playoffs berechtigt.
Gegen Brose Bamberg sieht die Bilanz der Baden-Württemberger insgesamt zwar eher schlecht aus – seit 1986 gab es 89 Aufeinandertreffen mit 62 Bamberger und 27 Ludwigsburger Siegen. Allerdings gingen die letzten vier Duelle allesamt an die Schwaben.
Brose Bamberg, nach der Niederlage gegen Heidelberg am Wochenende auf Platz zehn, kann sich jedoch nur mit einem Sieg weiterhin Hoffnungen auf die Playoffs machen. Die Teilnahme an der Postseason haben die Bamberger bei noch verbleibenden sechs Spielen allerdings nicht mehr in eigener Hand. Trotzdem kann die Mannschaft nur durch Siege Druck auf den Tabellenachten aus Würzburg den neunten aus Rostock aufbauen und muss auf Ausrutscher der beiden hoffen.
Zunächst aber muss der Blick auf die MHP Riesen Ludwigsburg gehen. Gegen Heidelberg reichten 100 Punkte nicht, um das Spiel zu gewinnen. Denn die 109 kassierten waren zu viel – wieder einmal gab Bambergs Defensive den Ausschlag für die Niederlage.
Guard Spencer Reaves sagte vor dem Spiel gegen Ludwigsburg: „Jetzt müssen wir Charakter zeigen. Wir haben uns selbst in diese Situation gebracht, daher müssen wir uns da auch selbst wieder rausheben. Es zählen fortan nur noch Siege für uns. Ludwigsburg ist ein sehr schnell spielendes Team, haben hervorragende Schützen. Das heißt für uns, dass wir defensiv sehr präsent sein müssen. Das war unser Manko in den letzten Spielen, das müssen wir definitiv verbessern. Offensiv kommen wir hoffentlich schnell in einen guten Flow. Wir wollen unseren Fans den Sieg schenken und den Glauben an die Playoffs aufrechterhalten.“
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Bamberg bleibt Zehnter
Brose Bamberg unterliegt in Heidelberg
Brose Bamberg musste am 27. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga bei den MLP Academics Heidelberg eine 100:109-Niederlage einstecken und bleibt somit auf Tabellenplatz zehn.
Zwei Schwächephasen – die erste zum Ende des dritten Viertels, die zweite Mitte des Schlussabschnitts – sorgten dafür, dass auch 100 erzielte Punkte in fremder Halle nicht zum Sieg reichten. Da half es auch nicht, dass gleich sechs Bamberger Spieler zweistellig scorten – bester Werfer war Patrick Miller (19) – und Devon Thomas bei seinem Debüt sechs Zähler beisteuerte.
„In den entscheidenden Momenten Ende des dritten und im vierten Viertel haben sie ihr Selbstvertrauen gefunden und das Spiel entschieden. Defensiv waren beide Teams nicht gut“, so Oren Amiel nach Spielende. „In den letzten Minuten haben sie allerdings besser verteidigt. Wenn man auswärts 100 Punkte erzielt, darf man ein Spiel eigentlich nicht verlieren.“
Die ersten fünf Zähler der Partie gehörten Brose Bamberg, Heidelberg traf direkt im Anschluss zwei Dreier (5:6, 2.). Die Hausherren zeigten auch in den Folgeminuten, dass sie zurecht eines der treffsichersten Distanzwurfteams der Liga sind. Die ersten vier Würfe von jenseits der 6,75m-Linie fanden den Weg in den Bamberger Korb (11:12, 5.). Brose aber blieb im Spiel, vor allem weil es die Gäste immer wieder schafften die Zone zu attackieren. Zehn der 22 Punkte nach dem ersten Viertel resultierten aus Aktionen „in the paint“. Insgesamt wechselte die Führung in den ersten zehn Minuten elf Mal, zuletzt mit der Sirene, als Ugrai den fünften Heidelberger Dreier zum 22:24 versenkte.
Lasisi eröffnete Viertel zwei, Simmons und Wohlrath trafen für Brose (26:26, 12.). Letzterer war anschließend für fünf weitere Bamberger Punkte zuständig und holte die Führung wieder auf Seite der Gäste (31:29, 13.). Absetzen allerdings konnten sich die Bamberger nicht, denn Heidelberg war nach wie vor treffsicher von außen. Zur Pause stand die Dreierquote immer noch bei starken 50 Prozent, versenkten die Hausherren zehn ihrer 20 Versuche. Aber Brose hielt weiter stark dagegen, überzeugte bis dato als Team. Zur Halbzeit hatte jeder Bamberger Spieler bereits gepunktet. Mit Ablauf der Spieluhr war es Solomon Young, der für die 56:51-Führung sorgte.
Am Mittwoch ist Ludwigsburg zu Gast
Ein And1 von Jaromír Bohačík eröffnete die zweite Halbzeit, Spencer Reaves legte kurze Zeit später den Dreier zur bis dato höchsten Bamberger Führung nach (62:53, 22.). Und Broses Vorsprung blieb bestehen, da die Heidelberger nun ab und an den Dreier danebenwarfen, die Gäste aber weiterhin präsent unter dem Korb waren. Devon Thomas traf nach 26 Minuten zum 72:64. Anschließend aber folgte wie schon so häufig in der Saison ein Bruch im Spiel der Oberfranken. Offensiv wollte plötzlich nichts mehr fallen, Heidelberg bekam Oberwasser, kämpfte sich sukzessive zurück, glich nach einem 8:0‑Lauf zunächst zum 72:72 aus und brachte Brose mit dem letzten Wurf des dritten Viertels – einem erfolgreichen Ugrai-Dreier – wieder in Rückstand: 75:77.
Der Schlussabschnitt war hart umkämpft. Defensiv waren beide Mannschaften zu Beginn weiterhin eher mau, dafür lief es offensiv gut. Brose ging nach einem erfolgreichen Dreier von Bohačík nach gut 34 Minuten wieder mit vier Punkten in Führung: 90:86. Der Knackpunkt war dann eine zumindest fragwürdige Foulentscheidung gegen Bamberg, die ein Technisches Foul gegen Oren Amiel zur Folge hatte. Heidelberg traf den dafür fälligen Freiwurf, zudem die beiden weiteren für das Foul, war wieder auf einen Zähler dran und ging in der nächsten Sequenz durch einen Coleman-Dreier wieder in Front (90:92, 35.). Brose hatte nun auch offensiv Probleme, bekam nichts mehr im Hausherrenkorb unter. Vier Minuten blieben die Gäste ohne Korberfolg, Heidelberg zog auf neun Zähler davon (90:99, 38.). In der Schlussphase versuchten die Bamberger nochmals viel, aber es reichte nicht mehr, um die Partie ein weiteres Mal zu drehen. Am Ende verlor Brose Bamberg mit 100:109 bei den MLP Academics Heidelberg und muss nun am Mittwoch gegen Ludwigsburg unbedingt gewinnen, um sich weiterhin zumindest Gedanken in Richtung Playoffs machen zu können.
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Zu Gast in Heidelberg
Brose Bamberg will Playoff-Chance wahren
Brose Bamberg ist am 27. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga bei den MLP Academics Heidelberg zu Gast. Spielbeginn ist am morgigen Ostersonntag um 15 Uhr.
Beim Tabellenvierten in Oldenburg siegten die Heidelberger in ihrem letzten Spiel mit 99:75 und verabschiedeten sich damit wohl endgültig von allen Abstiegssorgen. Mit zehn Siegen auf der Habenseite stehen sie aktuell auf Rang zehn, vier Erfolge vor Abstiegsplatz 16. Mit etwas Glück kann der Blick sogar noch nach oben gehen. Drei Siege aus den letzten vier Partien – der Trend spricht klar für die Mannschaft von Jonas Iisalo. Vor allem offensiv sind die Heidelberger aktuell stark. 99 Punkte in Oldenburg, zuvor 93 gegen Crailsheim – die Maschinerie um BBL-Topscorer Eric Washington läuft nahezu perfekt. Mit 19 Punkten im Schnitt ist der US-Amerikaner nicht nur Heidelbergs bester Werfer, sondern führt die Scorerwertung der gesamten Liga an. Doch nicht nur das: seine im Schnitt verteilten 7,3 Assists bringen ihn ligaweit unter die Top5 der besten Vorlagengeber, seine durchschnittlich pro Spiel eroberten 1,8 Bälle sind Rang vier aller BBL-Spieler in der Stealstatistik. Doch damit nicht genug: der Aufbauspieler kam bislang auf einen Effektivitätswert pro Partie von im Schnitt 19,4, ist damit der zweiteffektivste Spieler aller BBL-Akteure – und somit auch ein Kandidat auf den Titel des MVPs der aktuellen Saison. Aber nicht nur Washington ist bei den Heidelbergern für Punkte und tolle Aktionen gut, das ganze Team funktioniert zum Saisonende hin immer besser. Gegen Oldenburg war etwa Tim Coleman mit 19 Punkten bester Werfer. Doch was sind die Gründe der Leistungssteigerung in den letzten Wochen? Einer heißt sicherlich Jack McVeigh. Seitdem der Australier Ende Februar an den Neckar kam, begann es wieder besser zu laufen. Siege gegen Göttingen, Crailsheim und Oldenburg stehen seitdem zu Buche, in denen der neue Forward mit 14, 19 und 19 kontinuierlich zweistellig punktete. McVeigh ist vor allem treffsicher von jenseits der Dreipunktelinie, versenkte bislang im Schnitt sehr starke 51,9 Prozent seiner Distanzwürfe. Gegen Oldenburg traf er sogar fünf bei sechs Versuchen, also überragende 83,3 Prozent. Überhaupt ist Heidelberg das Team, das mit im Schnitt 31 Würfen pro Spiel die drittmeisten der gesamten Liga von jenseits der 6,75-Meter-Linie nimmt – und knapp jeden dritten davon auch trifft. Allerdings ist die Trefferquote aus der Nah- und Mitteldistanz mit 57,4 Prozent deutlich besser – und ein Top4-Wert innerhalb der BBL.
„Das Spiel in Heidelberg ist ein vorentscheidendes“
Anders als bei den Hausherren steht bei Brose Bamberg zuletzt eine Niederlage auf dem Tableau. Und es war eine extrem ärgerliche. Gegen die Würzburg Baskets hatten die Bamberger das Spiel nahezu über die kompletten 40 Minuten im Griff, ließen sich durch einfache Fehler aber in den letzten 30 Sekunden des vierten Viertels die Partie aus der Hand und in die Verlängerung nehmen. Dort lief Brose dann kontinuierlich hinterher und verlor 0,6 Sekunden vor Schluss durch ein And1 des überragenden Stanley Whittaker (37 Punkte) nicht nur das Spiel, sondern auch noch den direkten Vergleich. Daher gilt ab sofort eigentlich die Devise: verlieren möglichst verboten. Aus den verbleibenden sieben Spielen muss Brose wohl mindestens fünf, besser eigentlich sechs gewinnen, um sicher in den Playoffs dabei zu sein. Der Anfang einer erneuten Siegesserie, von der die Bamberger ja bereits einige während der Saison hatten, soll am Sonntag in Heidelberg gemacht werden. Dass es gegen die Baden-Württemberger schwer wird – keine Frage. Dass Brose weiß, wie man gegen sie gewinnt – keine Frage. Das Hinspiel am vorletzten Tag des vergangenen Jahres sicherten sich die Mannen von Oren Amiel mit 101:74, dem höchsten BBL-Sieg der laufenden Saison. Bester Werfer damals war der erst wenige Tage zuvor verpflichtete Gerel Simmons mit 20 Punkten. Eventuell kann Bambergs letzter Neuzugang Devon Thomas am Sonntag bei seinem Debüt ähnliches vollbringen?! Der Sieg dereinst gegen Heidelberg war übrigens zugleich der Beginn einer vier Siege andauernden Erfolgsserie. Daher mag man Christian Sengfelder und Co. zurufen: macht’s nochmal, Jungs! Apropos Broses Kapitän: der struggelte in den letzten Wochen ab und an ein bisschen, war gegen Würzburg mit 19 Punkten aber nahezu wieder der alte nach seinen beiden Knöchelverletzungen, avancierte zu einem der besten Werfer und hielt sein Team vor allem im vierten Viertel durch drei starke Dreier innerhalb von drei Minuten in der Partie. Mit 11,3 Punkten im Schnitt ist Sengfelder bis dato auch Bambergs zweitbester Scorer, besser traf bislang mit durchschnittlich 17,3 Zählern nur Patrick Miller, der mit im Schnitt verteilten 5,6 Assists auch Broses bester Vorlagengeber ist. Solomon Young griff sich in den 27 bisher absolvierten BBL-Partien mit durchschnittlich 5,1 Rebounds teamintern die meisten Abpraller.
„Das Spiel in Heidelberg ist ein vorentscheidendes, da braucht man nicht drum herumreden. Wir müssen gewinnen, um die Chance auf die Playoffs weiter am Leben zu erhalten“, blickt Patrick Miller voraus. „Dazu ist es nötig, dass wir unsere Fehler minimieren. Zudem müssen wir ihr Spiel unterbinden, müssen ihnen konsequent an der Dreierlinie auf den Füßen stehen. Offensiv müssen wir die richtigen Lösungen finden. Wir haben schon mehrfach in der Saison gezeigt, dass wir mit Drucksituationen gut umgehen können. Das gilt es nun wieder zu beweisen.“
Auch Bambergs nächster Gegner kommt aus Baden-Württemberg. Bereits am Mittwoch empfängt Brose die MHP RIESEN Ludwigsburg, Spielbeginn in der BROSE ARENA ist um 18.30 Uhr.