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Brose Bamberg - Page 2

Bam­berg auf Rang Elf

Bro­se Bam­berg mit Nie­der­la­ge in Crailsheim

Bro­se Bam­berg muss­te am 32. Spiel­tag der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga bei den HAKRO Mer­lins Crails­heim eine 92:101-Niederlage hin­neh­men und hat damit die nächs­te Chan­ce ver­passt, näher an die Play­off-Plät­ze zu rutschen.

Genau wie im Hin­spiel im Okto­ber in eige­ner Hal­le unter­la­ge ges­tern Abend Bro­se Bam­berg auch in Crails­heim. Ein schwa­ches ers­tes (18:26) und ein äußerst schwa­ches zwei­tes Vier­tel (18:29) sorg­ten bereits zur Pau­se für einen 19-Punk­te-Rück­stand der Bam­ber­ger in Crails­heim. Zwar fin­gen sich die Gäs­te in Halb­zeit zwei, dre­hen konn­ten sie das Spiel aber nicht mehr. Bes­ter Bam­ber­ger Wer­fer war Gerel Sim­mons mit 23 Punkten.

„Am Ende haben wir für unse­ren Hor­ror­start bezahlt. Sie haben gut getrof­fen, wir konn­ten kaum einen Spie­ler vor uns hal­ten. Das ist Fakt und ein­mal mehr die Sto­ry eines Spiels“, resü­mier­te Oren Amiel nach der Partie. 

Kevin Wohl­rath brach­te Bro­se zu Beginn schnell in Füh­rung. Die aller­dings hielt nur zwei Minu­ten. Stu­ckey traf den Drei­er für die Haus­her­ren zum 3:5. Es blieb zunächst eine aus­ge­gli­che­ne Par­tie, in der es die Gäs­te aller­dings nicht mehr schaff­ten, die Füh­rung auf ihre Sei­te zu zie­hen. Stand es Mit­te des Vier­tels noch knapp 10:12, sorg­te ein fol­gen­der 0:5‑Lauf für den bis dato höchs­ten Rück­stand (10:17, 7.). Der wur­de 45 Sekun­den vor Vier­tel­en­de durch einen Frei­wurf von Mikal­aus­kas erst­mals zwei­stel­lig: 16:26. Sim­mons traf für Bro­se eben­falls zwei­mal von der Linie, so dass es mit 18:26 in den zwei­ten Abschnitt ging. 

Den eröff­ne­te Mil­ler mit einem Halb­di­stanz­wurf (20:26, 11.). Die­se zwei Punk­te soll­ten jedoch für vie­le Minu­ten die ein­zi­gen blei­ben, die Bro­se zustan­de brach­te. Anders die Crails­hei­mer, die durch 14 Zäh­ler in Serie Bam­bergs Rück­stand auf 24 Punk­te ver­grö­ßer­ten (20:44, 14.). Seng­fel­der durch­brach die Offen­siv­flau­te, jedoch blieb es in der Fol­ge dabei: Bro­se kam nicht mehr wirk­lich ins Spiel, hat­te den Haus­her­ren vor allem defen­siv nur sel­ten etwas ent­ge­gen­zu­set­zen. Erst kurz vor der Halb­zeit wur­de es nach dem zwi­schen­zeit­li­chen 26-Punk­te-Rück­stand (23:49, 16.) etwas bes­ser, sorg­te ein 8:0‑Run zwei Minu­ten vor der Sire­ne für das 33:51. Mit minus 19 ging es in die Kabi­ne: 36:55.

Gerel Sim­mons mit fünf Drei­ern im letz­ten Viertel

Im drit­ten Vier­tel wur­de es zumin­dest offen­siv ein biss­chen bes­ser, jedoch blieb es auch in die­sem Abschnitt dabei: Bro­se traf kaum etwas von jen­seits der Drei­er­li­nie. Drei Tref­fer bei 13 Ver­su­chen stan­den nach 30 Minu­ten auf dem Scou­ting­bo­gen, zu wenig, um den Rück­stand ent­schei­dend zu ver­rin­gern. Zumal die Gast­ge­ber wei­ter­hin gna­den­los die Distanz­wür­fe ver­senk­ten. In ihrem Fall waren es vor dem Schluss­vier­tel zehn getrof­fe­ne bei 18 Ver­su­chen, also knap­pe 60 Pro­zent. Bro­se indes pro­bier­te es vor allem durch die Zone. Immer wie­der war es nun Patrick Mil­ler, der sich den Ball nahm und zum Korb zog. Elf Punk­te erziel­te er in Abschnitt drei, die hal­fen zwar sehr, das drit­te Vier­tel mit 28:26 zu gewin­nen, jedoch hal­fen sie nur bedingt, den Rück­stand zu ver­klei­nern. Daher ging es wei­ter­hin mit einem gro­ßen Defi­zit von noch 17 Zäh­lern beim Stand von 64:81 in die letz­ten zehn Minuten.

Da tau­te bei Bro­se Gerel Sim­mons auf. Fünf Drei­er traf er im Schluss­ab­schnitt, brach­te sei­ne Mann­schaft damit zwi­schen­zeit­lich auch wie­der in den ein­stel­li­gen Rück­stands­be­reich. Alles in allem aber war es nach wie vor nicht genug, um die nun strau­cheln­den Crails­hei­mer zu Fall zu brin­gen. Die streu­ten, wann immer sie es benö­tig­ten, ent­we­der selbst einen Drei­er ein (zwei waren es noch­mals im Schluss­ab­schnitt) oder aber zogen die Fouls und blie­ben ansatz­wei­se ner­ven­los von der Frei­wurf­li­nie (25÷33). Am Ende reich­ten Bro­se Bam­berg ein­mal mehr in frem­der Hal­le über 90 erziel­te Punk­te nicht zum Sieg. Mit 92:101 muss­ten sich die Bam­ber­ger den HAKRO Mer­lins geschla­gen geben und haben damit die nächs­te Chan­ce ver­passt, den Play­off-Plät­zen etwas näher zu kommen.

Noch ist die Play­off-Teil­nah­me möglich

Bro­se Bam­berg gegen HAKRO Mer­lins Crails­heim gefordert

Bro­se Bam­berg gas­tiert heu­te Abend am 32. Spiel­tag der Bas­ket­ball-Bun­des­li­ga bei den HAKRO Mer­lins Crails­heim. Die Aus­gangs­la­ge für Bam­berg, um in die Play­offs zu kom­men, bleibt die glei­che wie zuletzt. Die Mann­schaft muss gewin­nen und gleich­zei­tig auf Nie­der­la­gen der Kon­kur­renz hoffen.

Die HAKRO Mer­lins Crails­heim lie­gen drei Spiel­tag vor Schluss mit zehn Sie­gen auf Tabel­len­platz 15, zwei Sie­ge vor dem Abstiegs­rang. Theo­re­tisch bestün­de die Abstiegs­angst also noch, rea­lis­tisch gese­hen sind die Baden-Würt­tem­ber­ger aber geret­tet – auch wenn sie zuletzt vier­mal in Fol­ge ver­lo­ren haben.

Auch Bro­se Bam­berg geht mit einer Nie­der­la­ge – 95:104 gegen Olden­burg – ins Spiel. Dabei lag es nicht an der Offen­si­ve, son­dern die Ver­tei­di­gung war es, die die 17. Sai­son­nie­der­la­ge ver­ur­sach­te. Den­noch hat Bam­berg nach wie vor Chan­cen auf die Play­offs. Denn zuletzt strau­chel­te mit Würz­burg auch der direk­te Kon­kur­rent um Platz acht. Daher kann Bro­se zumin­dest theo­re­tisch nach wie vor die 22. Post­se­a­son in Fol­ge errei­chen. Dafür benö­tigt die Mann­schaft aber zum einen eige­ne Sie­ge, zum ande­ren noch min­des­tens eine Würz­bur­ger Niederlage.

Bam­berg fängt zu vie­le Dreier

In der Par­tie gegen die HAKRO Mer­lins Crails­heim wird es ein­mal mehr wich­tig sein, die Defen­si­ve im Griff zu haben. Die Rebound­ar­beit klapp­te in den letz­ten Par­tien gut. Mit im Schnitt gesi­cher­ten knapp 25 Abpral­lern am eige­nen Brett ran­giert Bro­se liga­weit in der Defen­siv­re­bound-Sta­tis­tik auf Platz fünf.

Das Pro­blem der Bam­ber­ger war und ist aber die Ver­tei­di­gung des geg­ne­ri­schen Drei­ers. In Olden­burg tra­fen die Haus­her­ren allei­ne im letz­ten Vier­tel sechs Stück und ins­ge­samt 16 von 37 Ver­su­chen. Wenn man einen Blick auf die Gesamt­sta­tis­tik der Liga wirft, wird zudem klar, dass mehr als die Hälf­te der Mann­schaf­ten gegen Bro­se – teils deut­lich – über ihrem Durch­schnitt aus der Distanz erfolg­reich waren.

Guard Patrick Mil­ler sag­te vor dem Spiel: „Crails­heim ist stark, wenn sie ins Lau­fen kom­men. Daher muss es uns gelin­gen, ihnen das Tem­po und die Wür­fe weg­zu­neh­men. Wir müs­sen hart spie­len, phy­sisch von Beginn an hoch­kon­zen­triert sein. Offen­siv lief es in den letz­ten Wochen gut, das müs­sen wir wei­ter for­cie­ren. Wir wol­len die Chan­ce nut­zen und Würz­burg Druck bereiten.“

Die Par­tie im hohen­lo­hi­schen Crails­heim ist das letz­te Aus­wärts­spiel der dies­jäh­ri­gen Haupt­run­de. Die bei­den abschlie­ßen­den Begeg­nun­gen fin­den für Bam­berg in der hei­mi­schen Are­na statt.

Bas­ket­ball

Bro­se Bam­berg ver­liert gegen EWE Bas­kets Oldenburg

Bro­se Bam­berg muss­te auch am 30. Spiel­tag der Bas­ket­ball-Bun­des­li­ga eine Nie­der­la­ge hin­neh­men. Bei den EWE Bas­kets Olden­burg ver­lo­ren die Bam­ber­ger mit 95:104 und lie­gen bei vier noch aus­ste­hen­den Spie­len zwei Sie­ge hin­ter einem Playoffplatz.

Es war ein vor allem offen­siv guter Beginn bei­der Mann­schaf­ten, zunächst mit dem etwas erfolg­rei­che­ren Ergeb­nis für die EWE Bas­kets Olden­burg (10:16, 4.). Mit zuneh­men­der Spiel­zeit fand Bro­se aber einen bes­se­ren defen­si­ven Zugriff und mach­te den Gast­ge­bern das Leben schwer.

Vor­ne lief es wei­ter­hin gut. Ein And1 von Solo­mon Young, dazu Frei­wür­fe von Gerel Sim­mons, brach­ten Bam­berg drei­ein­halb Minu­ten vor Ende des ers­ten Abschnitts beim 19:20 auf einen Punkt ran. Devon Tho­mas war es kurz dar­auf, der die erst­ma­li­ge Gäs­te­füh­rung durch einen soge­nann­ten From-Coast-to-Coast-Lauf her­stell­te (21:20, 8.). Chris­ti­an Seng­fel­der, Patrick Heck­mann und Gerel Sim­mons ver­voll­stän­dig­ten bis zur Sire­ne einen 14:0‑Lauf und Bro­se sicher­ten das 28:20 nach zehn Minuten.

Im zwei­ten Abschnitt konn­ten die Bam­ber­ger Gäs­te den Vor­sprung zunächst hal­ten und ihn nach 14 Minu­ten noch um einen Zäh­ler auf 41:32 aus­bau­en. Anschlie­ßend aber kamen die Olden­bur­ger zurück. Ange­trie­ben von Gra­vett for­cier­ten die Haus­her­ren nun eini­ge Bam­ber­ger Ball­ver­lus­te und ver­kürz­ten den Rück­stand. Ein zwi­schen­zeit­li­cher 0:6‑Run brach­te gut zwei Minu­ten vor der Halb­zeit den 45:45-Ausgleich.

Doch Bro­se blieb dran, kämpf­te sich zurück und schaff­te es bis Ende des zwei­ten Abschnitts, nicht wie­der in Rück­stand zu gera­ten. Mehr noch: Ein And1 von Young und ein Korb­le­ger von Heck­mann sorg­ten kurz vor der Pau­se für die Drei-Punk­te-Füh­rung. Beim Stand von 52:49 ging es in die Kabinen.

Ein Hin und Her in der zwei­ten Hälfte

90 Sekun­den waren im drit­ten Vier­tel absol­viert, als Bro­se die Füh­rung durch sie­ben Olden­bur­ger Punk­te ver­lor: 52:55. Sim­mons hielt per Drei­er dage­gen – die Par­tie ging nun hin und her. Ins­ge­samt wech­sel­te die Füh­rung allei­ne im drit­ten Abschnitt fünf Mal. Zuletzt, nach­dem DeWay­ne Rus­sell fünf Zäh­ler in Serie für die EWE Bas­kets Olden­burg erziel­te und Bro­se damit vier Punk­te in Rück­stand brach­te (64:68, 29.).

Doch die Bam­ber­ger lie­ßen sich davon nicht beein­dru­cken. Tho­mas traf einen Frei­wurf, kurz dar­auf Heck­mann den Drei­er aus der Ecke zum 68:68. Nach einem wei­te­ren Olden­bur­ger Tref­fer war es mit der Sire­ne Kevin Wohl­rath, der für die Gäs­te zum 70:70 stell­te. Somit ging es aus­ge­gli­chen in den Schlussabschnitt.

Die­ser begann mit einem Drei­er von Young und einem Dun­king von Wohl­rath, der von Tho­mas sehens­wert frei­ge­spielt wur­de (75:70, 32.). Bro­se ver­pass­te es in der Fol­ge aber, die Füh­rung aus­zu­bau­en. Olden­burg nutz­te das gna­den­los aus und brach­te Bam­berg nach 34 Minu­ten durch acht Leiss­ner-Punk­te wie­der in Rück­stand: 75:78.

Mil­ler durch­brach den Olden­bur­ger Lauf kurz­zei­tig durch zwei Frei­wür­fe, ehe Leiss­ner auf der Gegen­sei­te sei­nen drit­ten Drei­er in Serie traf (77:81, 35.).

Ab dann schien Bam­bergs Nie­der­la­ge besie­gelt. Bro­se fand nun vor allem defen­siv kein Mit­tel mehr gegen Olden­burg. Rus­sell allei­ne erziel­te im letz­ten Abschnitt 14 Punk­te, eben­so vie­le wie Tan­ner Leiss­ner. Zwar ver­such­te Bam­berg zum Ende hin noch­mals viel und war durch eini­ge And1s auch erfolg­reich. Den Rück­stand konn­te die Mann­schaft aber nicht mehr ein­ho­len und ver­lor mit 95:104.

Ein Play­off­platz ist für Bam­berg mit der Nie­der­la­ge wie­der ein Stück wei­ter weg gerutscht. Bei vier ver­blei­ben­den Spie­len in der Bas­ket­ball-Bun­des­li­ga braucht Bro­se zwei Sie­ge und Schüt­zen­hil­fe der Gegner.

Bas­ket­ball

Bro­se Bam­berg will Play­off­chan­ce gegen EWE Bas­kets Olden­burg wahren

Bro­se Bam­berg reist am 30. Spiel­tag der Bas­ket­ball-Bun­des­li­ga zu den EWE Bas­kets Olden­burg. Spiel­be­ginn ist am Sonn­tag um 18 Uhr. Um die Playff­chan­cen zu wah­ren, muss Bam­berg gewinnen.

Pünkt­lich zum Sai­son­end­spurt konn­ten sich die EWE Bas­kets Olden­burg aus einem klei­nen Loch befrei­en. Nach vier Nie­der­la­gen in Serie folg­ten zuletzt zwei star­ke Aus­wärts­sie­ge. In Chem­nitz setz­ten sich die Nie­der­sach­sen mit 91:89 durch, in Würz­burg gewan­nen sie mit 78:82. Bei­de Sie­ge waren Erfol­ge des Wil­lens, denn in bei­den Par­tien gab es Pha­sen, in denen es nicht wirk­lich rund lief beim Team von Pedro Cal­les. Trotz­dem fes­tig­ten die EWE Bas­kets Olden­burg mit den bei­den Sie­ge Platz vier in der Tabel­le und sind damit auf Heim­rechts­kurs für die Playoffs.

So gut wür­de Bro­se Bam­berg auch ger­ne ste­hen. Nach der Nie­der­la­ge gegen Bay­ern Mün­chen muss sich Bam­berg aber der­zeit mit Tabel­len­platz zehn zufrie­den geben. Bis in die Schluss­se­kun­den lagen die Bam­ber­ger gegen Mün­chen am letz­ten Wochen­en­de in Füh­rung, ehe Lucic kurz vor der Sire­ne den letzt­lich spiel­ent­schei­den­den Drei­er ver­senk­te. Den­noch konn­ten die Man­nen von Oren Amiel im Nach­gang posi­ti­ves aus der Par­tie zie­hen – und wol­len die­se Aspek­te nun mit nach Nie­der­sach­sen nehmen.

Play­off­chan­ce wahren

Vor allem defen­siv prä­sen­tier­ten sich die Bam­ber­ger kon­zen­triert und mach­ten den Münch­ner das Leben oft­mals schwer. Zudem ging der Game­plan auf, es nicht über­wie­gend von der Drei­er­li­nie zu pro­bie­ren, son­dern die Zone zu bespie­len. Dar­über hin­aus stimm­te die Ein­stel­lung beim Rebound, was sich in zwölf offen­si­ven Bret­tern able­sen lässt. Und den­noch kön­nen sich die Bam­ber­ger vom 72:73 nichts kau­fen, denn unter dem Strich steht eben eine Niederlage.

Bro­se muss aus den letz­ten vier Spie­len am bes­ten alle gewin­nen, um die Chan­ce auf die Play­offs wei­ter zu wah­ren. Posi­ti­ves kön­nen die Bam­ber­ger aus dem Hin­spiel zie­hen. Dort näm­lich setz­te sich Bro­se nach star­kem Kampf mit 89:78 gegen die EWE Bas­kets Olden­burg durch.

Guard Kevin Wohl­rath sag­te vor dem Spiel: „Sie sind eine schwer aus­zu­rech­nen­de Mann­schaft, die mit Rus­sell einen der bes­ten Spie­ler der Liga in ihren Rei­hen haben. Wir müs­sen ver­su­chen, ihnen das Tem­po weg­zu­neh­men. Das wird einer der Schlüs­sel sein. Offen­siv müs­sen wir aber­mals eine kon­zen­trier­te Leis­tung ablie­fern, hart zum Rebound gehen. Wenn wir unse­re Stär­ken aus­spie­len und alles auf dem Par­kett las­sen, bin ich davon über­zeugt, dass wir wei­ter­hin unse­re Play­off­chan­ce wah­ren können.“

Bam­bergs Play­off-Chan­cen wer­den geringer

Bro­se Bam­berg unter­liegt in letz­ter Sekun­de dem FC Bay­ern Mün­chen Basketball

Die Teil­nah­me an den Play­offs ist für Bam­berg ein Stück unwahr­schein­li­cher gewor­den. Wäh­rend die Kon­kur­renz gewann, ver­lo­ren die Bam­ber­ger in einem hart umkämpf­ten Spiel ges­tern Abend gegen den FC Bay­ern Mün­chen Bas­ket­ball knapp mit 72:73. Nur weni­ge Spiel­se­kun­den ent­schie­den dabei über Bro­ses Niederlage.

Bis 108 Sekun­den vor Spiel­schluss führ­ten die Bam­ber­ger Gäs­te, ange­feu­ert von rund 70 mit­ge­reis­ten Fans, mit 72:68 gegen den FC Bay­ern Mün­chen Bas­ket­ball. Dann bekam die Mann­schaft den Ball aber nicht mehr unter Kontrolle.

Den Spiel­be­ginn gestal­te­te Bro­se Bam­berg noch enga­giert und ließ sich auch von fünf schnel­len Münch­ner Punk­ten nicht aus dem Kon­zept brin­gen. Die­ses sah vor, die gro­ßen Spie­ler in der Zone zu fin­den, dazu mit aller Vehe­menz in den Offen­siv­re­bound zu gehen. Ein Plan, der zumin­dest zu Beginn funk­tio­nier­te: Durch einen 10:0‑Lauf Mit­te des Vier­tels ging Bam­berg mit 12:5 in Füh­rung. Wei­te­re Tref­fer folg­ten, so dass Bro­se mit 18:15 in die ers­te Vier­tel­pau­se ging.

Auch zu Beginn des zwei­ten Abschnitts blieb es dabei: Bro­se stand soli­de in der Ver­tei­di­gung, ließ kaum freie Wür­fe der Münch­ner Haus­her­ren zu. Obwohl die Drei­punk­te­wür­fe in der ers­ten Halb­zeit nur sel­ten fie­len (2÷13), waren die Gäs­te auch offen­siv wei­ter­hin prä­sent (27:21, 13.).

Mit­te des Vier­tels muss­te Bro­se dann aller­dings einen 0:6‑Lauf hin­neh­men und kas­sier­ten den Aus­gleich: 27:27. In Füh­rung gehen konn­ten die Münch­ner aber nicht, denn Bam­berg hat­te die pas­sen­den Ant­wor­ten parat. Zur Pau­se lagen die Ober­fran­ken mit 38:37 wie­der in Füh­rung. Bis auf Spen­cer Rea­ves hat­ten bereits alle Bam­ber­ger gepunk­tet, Jaromír Bohačík und Gabri­el Chach­ash­vi­li führ­ten die Sta­tis­tik bis mit jeweils sie­ben Zäh­lern an.

Denk­bar knap­pes Ergebnis

Direkt nach Wie­der­be­ginn ging der FC Bay­ern Mün­chen Bas­ket­ball zum ers­ten Mal in Füh­rung, doch im Gegen­zug kon­ter­te Chris­ti­an Seng­fel­der mit einem erfolg­rei­chen Distanz­wurf (41:40, 21.). Die Par­tie ging nun hin und her, wobei es Bro­se nach wie vor ver­stand, die Münch­ner Offen­si­ve im Zaum zu hal­ten. Ins­ge­samt wech­sel­te die Füh­rung im drit­ten Abschnitt neun Mal, zuletzt kurz vor Vier­tel­en­de, als Wim­berg für Mün­chen zum 55:57 traf. Die letz­ten Punk­te aber gin­gen auf das Kon­to von Patrick Heck­mann, der durch zwei siche­re Frei­wür­fe den 57:57-Viertelendstand herstellte.

Im Schluss­ab­schnitt stei­ger­ten sich die Münch­ner in der Ver­tei­di­gung und lie­ßen nun ihrer­seits kaum ein­fa­che Punk­te der Bam­ber­ger zu. Aller­dings stand die Defen­se der Gäs­te nach wie vor gut, was zur Fol­ge hat­te, dass das letz­te Vier­tel ein punk­te­ar­mes war.

Trotz­dem blieb es span­nend. Mit­te des Abschnitts führ­ten die Bay­ern mit vier Zäh­lern (63:67), doch Seng­fel­der ver­kürz­te kur­ze Zeit spä­ter, Patrick Mil­ler hol­te die Füh­rung zwei­ein­halb Minu­ten vor dem Ende wie­der zurück und Bohačík bau­te sie per Drei­er aus (68:72, 39.).

Es folg­te die Schluss­pha­se, in der es Bam­berg nicht mehr gelang, erfolg­reich abzu­schlie­ßen. Für Mün­chen traf Cheat­ham eine Minu­te vor Schluss zum 70:72. Es kam auf die letz­ten Sekun­den an.

Bro­se bekam mehr­mals den Ball beim Rebound nicht unter Kon­trol­le, zuletzt knapp drei Sekun­den vor dem Ende. Ein­wurf Mün­chen, der Ball kam zu Lucic – der traf den Drei­er. Bro­se muss­te sich mit 72:73 geschla­gen geben, da der letz­te Wurf von Bohačík am Ring abprallte.

Die Würz­burg Bas­kets, Bam­bergs Haupt­kon­kur­rent um Platz 9, der letz­te Play­off-Platz, gewan­nen unter­des­sen ihr Spiel gegen die Hakro Mer­lins Crails­heim (86:85). Bam­bergs Chan­cen auf die Teil­nah­me an der End­run­de, für die die Mann­schaft ohne­hin bereits auf Aus­rut­scher der ande­ren Teams ange­wie­sen war, sind mit der Nie­der­la­ge gegen den FC Bay­ern Mün­chen Bas­ket­ball wie­der gerin­ger geworden.

Coach Oren Amiel sag­te nach dem Spiel trotz­dem: „Mir ist klar, dass Mün­chen vor zwei Tagen ein Spiel hat­te. Den­noch muss man gegen sie erst ein­mal so auf­tre­ten und spie­len, wie wir es getan haben. Wir hat­ten bis in die Schluss­se­kun­den die Chan­ce, das Spiel zu gewin­nen. Wahr­schein­lich hät­te schon ein Rebound mehr gereicht, so ist es eine wei­te­re har­te Niederlage.“

Mit (neu­em) Selbst­be­wusst­sein nach München

Bro­se Bam­berg gegen FC Bay­ern München

Bro­se Bam­berg gas­tiert Sonn­tag­abend am 28. Spiel­tag der Bas­ket­ball-Bun­des­li­ga beim FC Bay­ern Mün­chen Bas­ket­ball. Leicht wird es für Bam­berg sicher­lich nicht, aber um die Chan­cen auf die Play­offs zu wah­ren, muss ein Sieg her.

Neun Spie­le in Serie hat der FC Bay­ern Mün­chen Bas­ket­ball auf natio­na­lem Par­kett zuletzt gewon­nen – inklu­si­ve des Pokal­ti­tels im Febru­ar. Die letz­te Nie­der­la­ge muss­te die Mann­schaft von Trai­ner Andrea Trin­chie­ri am 14. Febru­ar ein­ste­cken. Damals unter­la­gen die Bay­ern gegen Ham­burg mit 70:89.

Vor allem in der Defen­si­ve haben sich die Münch­ner zuletzt stark prä­sen­tiert. In Ulm lie­ßen sie gera­de ein­mal 59 Punk­te zu, am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de in Würz­burg sogar nur 49. Über die gesam­te bis­he­ri­ge Sai­son gese­hen steht die baye­ri­sche Abwehr eben­so soli­de. Im Schnitt kas­sier­te der FCB ledig­lich 74 Punk­te, nach dem der Bon­ner (73,6) ist das der zweit­bes­te Wert aller BBL-Teams.

Offen­siv über­zeu­gen die Münch­ner weni­ger. Durch­schnitt­lich erziel­te die Mann­schaft ledig­lich 81,4 Punk­te pro Spiel, die dritt­ge­rings­te Aus­beu­te inner­halb der Liga. Die 21 Sai­son­sie­ge kamen also in ers­ter Linie über die Ver­tei­di­gungs­leis­tung zustande.

„Wir haben kei­ne Chan­ce, also nut­zen wir sie“

Bro­se Bam­berg reist trotz­dem mit Selbst­be­wusst­sein nach Mün­chen. Dazu bei­getra­gen hat das Spiel am ver­gan­ge­nen Mitt­woch, das die Bam­ber­ger nach einem zwi­schen­zeit­li­chen 18-Punk­te-Rück­stand gegen die MHP Rie­sen Lud­wigs­burg im letz­ten Vier­tel noch dre­hen konnten.

Durch den Erfolg hält sich das Team von Oren Amiel die Play­off­chan­ce wei­ter offen. Nach wie vor ist Bro­se jedoch – neben eige­nen Sie­gen – auf Nie­der­la­gen der Tabel­len­nach­barn aus Würz­burg und Ros­tock ange­wie­sen. Durch den Sieg gegen Lud­wigs­burg zog Bro­se mit den auf Platz acht ste­hen­den Würz­burg Bas­kets zwar gleich, hat aller­dings eine Nie­der­la­ge mehr auf dem Kon­to ste­hen. Von den fünf noch aus­ste­hen­den Sai­son­spie­le sol­len ent­spre­chend so vie­le wie mög­lich gewon­nen wer­den. Den Anfang dafür möch­te Bro­se gegen den FC Bay­ern Mün­chen Bas­ket­ball Mün­chen machen.

Auf dem Papier ist Bam­berg natür­lich Außen­sei­ter, bei­de Spie­le der Sai­son gegen Bay­ern gin­gen ver­lo­ren – im Pokal (68:85) und in der Liga (87:94). Vor allem aber im Hin­spiel muss­ten sich die Bay­ern doch etwas stre­cken, um die Par­tie schad­los zu überstehen.

Guard Jaromír Bohačík sag­te vor dem Spiel: „Wie heißt es so schön: Wir haben kei­ne Chan­ce, also nut­zen wir sie. Natür­lich sind sie Favo­rit, aber wir wis­sen auch, was wir kön­nen. Wich­tig ist, dass wir den Ein­satz und den Kampf aus den letz­ten 13 Minu­ten gegen Lud­wigs­burg mit­neh­men. Da hat es offen­siv und vor allem defen­siv gut funk­tio­niert. Wir müs­sen ver­su­chen, sie zu Feh­lern zu zwin­gen. Das wird sehr schwer, aber wir sind selbstbewusst.“

Bas­ket­ball

Bro­se Bam­berg mit Come­back-Sieg gegen MHP Rie­sen Ludwigsburg

Ges­tern Abend besieg­te Bro­se Bam­berg in einer vor­ge­zo­ge­nen Par­tie des 29. Spiel­tags der Bas­ket­ball-Bun­des­li­ga die MHP Rie­sen Lud­wigs­burg mit 81:73. Eine Auf­hol­jagd kurz vor Ende mach­te den Unter­schied. Auch wahrt sich die Mann­schaft wei­ter­hin ihre Playoffchance.

Bis Mit­te des drit­ten Vier­tels sah Bam­bergs Spiel gegen die MHP Rie­sen Lud­wigs­burg nach einer wei­te­ren Nie­der­la­ge für Bro­se aus. Zeit­wei­se lagen die Bam­ber­ger mit 18 Punk­ten in Rück­stand. Aller­dings gab sich das Team nie auf und kämpf­te sich zurück in die Par­tie. Ein 19:1‑Lauf in den letz­ten sie­ben Minu­ten sicher­te letzt­lich den 14. Sai­son­er­folg für Bro­se.

Trai­ner Oren Amiel sag­te nach dem Spiel: „Lud­wigs­burg hat das Spiel über 27 Minu­ten voll­kom­men kon­trol­liert. Dann haben wir es irgend­wie geschafft, den Schal­ter umzu­le­gen. Dafür gehört jedes erdenk­li­che Lob den Spie­lern. Der Sieg ist auch für unse­re fan­tas­ti­schen Fans, die in den letz­ten Wochen schwie­ri­ge Nie­der­la­gen mit­er­le­ben muss­ten. Ich will gar nicht so viel ins Detail gehen. Am Ende des Tages war es ein groß­ar­ti­ger Sieg gegen ein star­kes und sehr gutspie­len­des Team. Daher: Glück­wunsch an mei­ne Spie­ler, der Blick geht nach vorne.“

Vor 3.656 Zuschaue­rin­nen und Zuschau­ern lag Bro­se schnell mit fünf Punk­ten zurück, ging aber kurz dar­auf durch zwei Drei­er in Füh­rung (5:5, 4.). Die­se soll­te aller­dings nicht lan­ge hal­ten, da es die MHP Rie­sen Lud­wigs­burg immer wie­der ver­stan­den, ihre gro­ßen Spie­ler in der Zone ein­zu­set­zen. 14 Punk­te resul­tier­ten allei­ne im ers­ten Vier­tel dar­aus. Jedoch schwä­chel­te Lud­wigs­burg zunächst etwas von jen­seits der Drei­er­li­nie, wes­halb die Par­tie zu Beginn aus­ge­gli­chen blieb. Der ers­te Abschnitt ende­te mit 19:20.

Im zwei­ten Vier­tel zeig­ten die Gäs­te jedoch früh, wes­halb sie zurecht eines der drei­er­stärks­ten Teams der Liga sind. Drei in Fol­ge fan­den den Weg in den Bam­ber­ger Korb, bis zur Pau­se folg­ten wei­te­re vier. Ent­spre­chend lag Bro­se nach knapp 14 Minu­ten erst­mals zwei­stel­lig in Rück­stand: 24:34. Die Haus­her­ren fan­den zudem kaum Mit­tel gegen die Lud­wigs­bur­ger Offen­si­ve und die eige­nen Distanz­wür­fe lie­fer­ten nur wenig Zähl­ba­res. Zur Pau­se betrug der Bam­ber­ger Rück­stand 15 Punk­te und es ging mit 36:51 in die Kabine.

Bro­ses Come­back im vier­ten Viertel

Auch nach der Pau­se bot sich dem Publi­kum zunächst ein ähn­li­ches Bild. Lud­wigs­burg bestimm­te die Par­tie, Bro­se fand kei­nen Zugriff und lag Mit­te des drit­ten Vier­tels immer noch mit 15 Punk­ten zurück: 48:63.

Dann aber lief es plötz­lich bei den Haus­her­ren. Ange­trie­ben in die­ser Pha­se von Guard Devon Tho­mas, spiel­ten sich die Bam­ber­ger nun in einen klei­nen offen­si­ven Rausch und stan­den plötz­lich auch defen­siv siche­rer. Ein 12:2‑Lauf been­de­te den drit­ten Abschnitt und brach­te Bam­berg wie­der auf sechs Zäh­ler ran: 60:66.

Im vier­ten Vier­tel wur­den aus die­sen sechs Zäh­lern inner­halb von drei Minu­ten jedoch schnell wie­der zehn (62:72, 33.). Dann schien den MHP Rie­sen Lud­wigs­burg die Offen­siv­kraft jedoch aus­zu­ge­hen. Bis zum Ende der Par­tie ließ Bro­se näm­lich nur noch einen ein­zi­gen Punkt zu. Offen­siv wur­den die Haus­her­ren nun von Patrick Mil­ler getra­gen. Zwölf Zäh­ler steu­er­te der Auf­bau­spie­ler inner­halb von fünf Minu­ten bei und dreh­te die Par­tie. Zwei Minu­ten vor dem Ende lag Bam­berg erst­mals seit dem Anfangs­vier­tel wie­der in Füh­rung: 74:72.

Die Bam­ber­ger hat­ten nun einen Lauf. Sie stopp­ten Angriff um Angriff der Rie­sen und waren selbst in der Offen­si­ve kaum auf­zu­hal­ten. Mit der Schluss­si­re­ne traf Patrick Heck­mann den Drei­er zum viel­um­ju­bel­ten 81:73-Endstand.

Mit dem Sieg steht Bam­berg, bei fünf ver­blei­ben­den Spie­len, wie­der auf dem 9. Tabel­len­platz, dem letz­ten Playoffplatz.

Play­offs nur noch mit Hil­fe der ande­ren möglich

Bro­se Bam­berg gegen MHP Rie­sen Ludwigsburg

In einem vor­ge­zo­ge­nen Spiel des 29. Spiel­tags der Bas­ket­ball-Bun­des­li­ga emp­fängt Bro­se Bam­berg mor­gen Abend die MHP Rie­sen Lud­wigs­burg. Noch kann sich Bam­berg die Teil­nah­me an den Play­offs sichern – aller­dings nicht aus eige­ner Hand.

Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de konn­ten die MHP Rie­sen Lud­wigs­burg einen Nega­tiv­lauf been­den. Nach Nie­der­la­gen gegen Ber­lin, Ulm und Bonn, gewann das Team von Josh King gegen Crails­heim mit 82:77. Mit die­sem Sieg, der 16. der Mann­schaft in der lau­fen­den Sai­son, sicher­ten sich die Lud­wigs­bur­ger Tabel­len­platz fünf, der zu den Play­offs berechtigt.

Gegen Bro­se Bam­berg sieht die Bilanz der Baden-Würt­tem­ber­ger ins­ge­samt zwar eher schlecht aus – seit 1986 gab es 89 Auf­ein­an­der­tref­fen mit 62 Bam­ber­ger und 27 Lud­wigs­bur­ger Sie­gen. Aller­dings gin­gen die letz­ten vier Duel­le alle­samt an die Schwaben.

Bro­se Bam­berg, nach der Nie­der­la­ge gegen Hei­del­berg am Wochen­en­de auf Platz zehn, kann sich jedoch nur mit einem Sieg wei­ter­hin Hoff­nun­gen auf die Play­offs machen. Die Teil­nah­me an der Post­se­a­son haben die Bam­ber­ger bei noch ver­blei­ben­den sechs Spie­len aller­dings nicht mehr in eige­ner Hand. Trotz­dem kann die Mann­schaft nur durch Sie­ge Druck auf den Tabel­len­ach­ten aus Würz­burg den neun­ten aus Ros­tock auf­bau­en und muss auf Aus­rut­scher der bei­den hoffen.

Zunächst aber muss der Blick auf die MHP Rie­sen Lud­wigs­burg gehen. Gegen Hei­del­berg reich­ten 100 Punk­te nicht, um das Spiel zu gewin­nen. Denn die 109 kas­sier­ten waren zu viel – wie­der ein­mal gab Bam­bergs Defen­si­ve den Aus­schlag für die Niederlage.

Guard Spen­cer Rea­ves sag­te vor dem Spiel gegen Lud­wigs­burg: „Jetzt müs­sen wir Cha­rak­ter zei­gen. Wir haben uns selbst in die­se Situa­ti­on gebracht, daher müs­sen wir uns da auch selbst wie­der raus­he­ben. Es zäh­len fort­an nur noch Sie­ge für uns. Lud­wigs­burg ist ein sehr schnell spie­len­des Team, haben her­vor­ra­gen­de Schüt­zen. Das heißt für uns, dass wir defen­siv sehr prä­sent sein müs­sen. Das war unser Man­ko in den letz­ten Spie­len, das müs­sen wir defi­ni­tiv ver­bes­sern. Offen­siv kom­men wir hof­fent­lich schnell in einen guten Flow. Wir wol­len unse­ren Fans den Sieg schen­ken und den Glau­ben an die Play­offs aufrechterhalten.“

Bam­berg bleibt Zehnter

Bro­se Bam­berg unter­liegt in Heidelberg

Bro­se Bam­berg muss­te am 27. Spiel­tag der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga bei den MLP Aca­de­mics Hei­del­berg eine 100:109-Niederlage ein­ste­cken und bleibt somit auf Tabel­len­platz zehn.

Zwei Schwä­che­pha­sen – die ers­te zum Ende des drit­ten Vier­tels, die zwei­te Mit­te des Schluss­ab­schnitts – sorg­ten dafür, dass auch 100 erziel­te Punk­te in frem­der Hal­le nicht zum Sieg reich­ten. Da half es auch nicht, dass gleich sechs Bam­ber­ger Spie­ler zwei­stel­lig scor­ten – bes­ter Wer­fer war Patrick Mil­ler (19) – und Devon Tho­mas bei sei­nem Debüt sechs Zäh­ler beisteuerte.

„In den ent­schei­den­den Momen­ten Ende des drit­ten und im vier­ten Vier­tel haben sie ihr Selbst­ver­trau­en gefun­den und das Spiel ent­schie­den. Defen­siv waren bei­de Teams nicht gut“, so Oren Amiel nach Spie­len­de. „In den letz­ten Minu­ten haben sie aller­dings bes­ser ver­tei­digt. Wenn man aus­wärts 100 Punk­te erzielt, darf man ein Spiel eigent­lich nicht verlieren.“

Die ers­ten fünf Zäh­ler der Par­tie gehör­ten Bro­se Bam­berg, Hei­del­berg traf direkt im Anschluss zwei Drei­er (5:6, 2.). Die Haus­her­ren zeig­ten auch in den Fol­ge­mi­nu­ten, dass sie zurecht eines der treff­si­chers­ten Distanz­wurf­teams der Liga sind. Die ers­ten vier Wür­fe von jen­seits der 6,75m-Linie fan­den den Weg in den Bam­ber­ger Korb (11:12, 5.). Bro­se aber blieb im Spiel, vor allem weil es die Gäs­te immer wie­der schaff­ten die Zone zu atta­ckie­ren. Zehn der 22 Punk­te nach dem ers­ten Vier­tel resul­tier­ten aus Aktio­nen „in the paint“. Ins­ge­samt wech­sel­te die Füh­rung in den ers­ten zehn Minu­ten elf Mal, zuletzt mit der Sire­ne, als Ugrai den fünf­ten Hei­del­ber­ger Drei­er zum 22:24 versenkte.

Las­i­si eröff­ne­te Vier­tel zwei, Sim­mons und Wohl­rath tra­fen für Bro­se (26:26, 12.). Letz­te­rer war anschlie­ßend für fünf wei­te­re Bam­ber­ger Punk­te zustän­dig und hol­te die Füh­rung wie­der auf Sei­te der Gäs­te (31:29, 13.). Abset­zen aller­dings konn­ten sich die Bam­ber­ger nicht, denn Hei­del­berg war nach wie vor treff­si­cher von außen. Zur Pau­se stand die Drei­er­quo­te immer noch bei star­ken 50 Pro­zent, ver­senk­ten die Haus­her­ren zehn ihrer 20 Ver­su­che. Aber Bro­se hielt wei­ter stark dage­gen, über­zeug­te bis dato als Team. Zur Halb­zeit hat­te jeder Bam­ber­ger Spie­ler bereits gepunk­tet. Mit Ablauf der Spiel­uhr war es Solo­mon Young, der für die 56:51-Führung sorgte.

Am Mitt­woch ist Lud­wigs­burg zu Gast 

Ein And1 von Jaromír Bohačík eröff­ne­te die zwei­te Halb­zeit, Spen­cer Rea­ves leg­te kur­ze Zeit spä­ter den Drei­er zur bis dato höchs­ten Bam­ber­ger Füh­rung nach (62:53, 22.). Und Bro­ses Vor­sprung blieb bestehen, da die Hei­del­ber­ger nun ab und an den Drei­er dane­ben­war­fen, die Gäs­te aber wei­ter­hin prä­sent unter dem Korb waren. Devon Tho­mas traf nach 26 Minu­ten zum 72:64. Anschlie­ßend aber folg­te wie schon so häu­fig in der Sai­son ein Bruch im Spiel der Ober­fran­ken. Offen­siv woll­te plötz­lich nichts mehr fal­len, Hei­del­berg bekam Ober­was­ser, kämpf­te sich suk­zes­si­ve zurück, glich nach einem 8:0‑Lauf zunächst zum 72:72 aus und brach­te Bro­se mit dem letz­ten Wurf des drit­ten Vier­tels – einem erfolg­rei­chen Ugrai-Drei­er – wie­der in Rück­stand: 75:77.

Der Schluss­ab­schnitt war hart umkämpft. Defen­siv waren bei­de Mann­schaf­ten zu Beginn wei­ter­hin eher mau, dafür lief es offen­siv gut. Bro­se ging nach einem erfolg­rei­chen Drei­er von Bohačík nach gut 34 Minu­ten wie­der mit vier Punk­ten in Füh­rung: 90:86. Der Knack­punkt war dann eine zumin­dest frag­wür­di­ge Fou­lent­schei­dung gegen Bam­berg, die ein Tech­ni­sches Foul gegen Oren Amiel zur Fol­ge hat­te. Hei­del­berg traf den dafür fäl­li­gen Frei­wurf, zudem die bei­den wei­te­ren für das Foul, war wie­der auf einen Zäh­ler dran und ging in der nächs­ten Sequenz durch einen Cole­man-Drei­er wie­der in Front (90:92, 35.). Bro­se hat­te nun auch offen­siv Pro­ble­me, bekam nichts mehr im Haus­her­ren­korb unter. Vier Minu­ten blie­ben die Gäs­te ohne Korb­er­folg, Hei­del­berg zog auf neun Zäh­ler davon (90:99, 38.). In der Schluss­pha­se ver­such­ten die Bam­ber­ger noch­mals viel, aber es reich­te nicht mehr, um die Par­tie ein wei­te­res Mal zu dre­hen. Am Ende ver­lor Bro­se Bam­berg mit 100:109 bei den MLP Aca­de­mics Hei­del­berg und muss nun am Mitt­woch gegen Lud­wigs­burg unbe­dingt gewin­nen, um sich wei­ter­hin zumin­dest Gedan­ken in Rich­tung Play­offs machen zu können.

Zu Gast in Heidelberg

Bro­se Bam­berg will Play­off-Chan­ce wahren

Bro­se Bam­berg ist am 27. Spiel­tag der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga bei den MLP Aca­de­mics Hei­del­berg zu Gast. Spiel­be­ginn ist am mor­gi­gen Oster­sonn­tag um 15 Uhr.

Beim Tabel­len­vier­ten in Olden­burg sieg­ten die Hei­del­ber­ger in ihrem letz­ten Spiel mit 99:75 und ver­ab­schie­de­ten sich damit wohl end­gül­tig von allen Abstiegs­sor­gen. Mit zehn Sie­gen auf der Haben­sei­te ste­hen sie aktu­ell auf Rang zehn, vier Erfol­ge vor Abstiegs­platz 16. Mit etwas Glück kann der Blick sogar noch nach oben gehen. Drei Sie­ge aus den letz­ten vier Par­tien – der Trend spricht klar für die Mann­schaft von Jonas Iisa­lo. Vor allem offen­siv sind die Hei­del­ber­ger aktu­ell stark. 99 Punk­te in Olden­burg, zuvor 93 gegen Crails­heim – die Maschi­ne­rie um BBL-Tops­corer Eric Washing­ton läuft nahe­zu per­fekt. Mit 19 Punk­ten im Schnitt ist der US-Ame­ri­ka­ner nicht nur Hei­del­bergs bes­ter Wer­fer, son­dern führt die Scor­er­wer­tung der gesam­ten Liga an. Doch nicht nur das: sei­ne im Schnitt ver­teil­ten 7,3 Assists brin­gen ihn liga­weit unter die Top5 der bes­ten Vor­la­gen­ge­ber, sei­ne durch­schnitt­lich pro Spiel erober­ten 1,8 Bäl­le sind Rang vier aller BBL-Spie­ler in der Ste­al­sta­tis­tik. Doch damit nicht genug: der Auf­bau­spie­ler kam bis­lang auf einen Effek­ti­vi­täts­wert pro Par­tie von im Schnitt 19,4, ist damit der zweit­ef­fek­tivs­te Spie­ler aller BBL-Akteu­re – und somit auch ein Kan­di­dat auf den Titel des MVPs der aktu­el­len Sai­son. Aber nicht nur Washing­ton ist bei den Hei­del­ber­gern für Punk­te und tol­le Aktio­nen gut, das gan­ze Team funk­tio­niert zum Sai­son­ende hin immer bes­ser. Gegen Olden­burg war etwa Tim Cole­man mit 19 Punk­ten bes­ter Wer­fer. Doch was sind die Grün­de der Leis­tungs­stei­ge­rung in den letz­ten Wochen? Einer heißt sicher­lich Jack McV­eigh. Seit­dem der Aus­tra­li­er Ende Febru­ar an den Neckar kam, begann es wie­der bes­ser zu lau­fen. Sie­ge gegen Göt­tin­gen, Crails­heim und Olden­burg ste­hen seit­dem zu Buche, in denen der neue For­ward mit 14, 19 und 19 kon­ti­nu­ier­lich zwei­stel­lig punk­te­te. McV­eigh ist vor allem treff­si­cher von jen­seits der Drei­punk­te­li­nie, ver­senk­te bis­lang im Schnitt sehr star­ke 51,9 Pro­zent sei­ner Distanz­wür­fe. Gegen Olden­burg traf er sogar fünf bei sechs Ver­su­chen, also über­ra­gen­de 83,3 Pro­zent. Über­haupt ist Hei­del­berg das Team, das mit im Schnitt 31 Wür­fen pro Spiel die dritt­meis­ten der gesam­ten Liga von jen­seits der 6,75-Meter-Linie nimmt – und knapp jeden drit­ten davon auch trifft. Aller­dings ist die Tref­fer­quo­te aus der Nah- und Mit­tel­di­stanz mit 57,4 Pro­zent deut­lich bes­ser – und ein Top4-Wert inner­halb der BBL. 

„Das Spiel in Hei­del­berg ist ein vorentscheidendes“

Anders als bei den Haus­her­ren steht bei Bro­se Bam­berg zuletzt eine Nie­der­la­ge auf dem Tableau. Und es war eine extrem ärger­li­che. Gegen die Würz­burg Bas­kets hat­ten die Bam­ber­ger das Spiel nahe­zu über die kom­plet­ten 40 Minu­ten im Griff, lie­ßen sich durch ein­fa­che Feh­ler aber in den letz­ten 30 Sekun­den des vier­ten Vier­tels die Par­tie aus der Hand und in die Ver­län­ge­rung neh­men. Dort lief Bro­se dann kon­ti­nu­ier­lich hin­ter­her und ver­lor 0,6 Sekun­den vor Schluss durch ein And1 des über­ra­gen­den Stan­ley Whit­taker (37 Punk­te) nicht nur das Spiel, son­dern auch noch den direk­ten Ver­gleich. Daher gilt ab sofort eigent­lich die Devi­se: ver­lie­ren mög­lichst ver­bo­ten. Aus den ver­blei­ben­den sie­ben Spie­len muss Bro­se wohl min­des­tens fünf, bes­ser eigent­lich sechs gewin­nen, um sicher in den Play­offs dabei zu sein. Der Anfang einer erneu­ten Sie­ges­se­rie, von der die Bam­ber­ger ja bereits eini­ge wäh­rend der Sai­son hat­ten, soll am Sonn­tag in Hei­del­berg gemacht wer­den. Dass es gegen die Baden-Würt­tem­ber­ger schwer wird – kei­ne Fra­ge. Dass Bro­se weiß, wie man gegen sie gewinnt – kei­ne Fra­ge. Das Hin­spiel am vor­letz­ten Tag des ver­gan­ge­nen Jah­res sicher­ten sich die Man­nen von Oren Amiel mit 101:74, dem höchs­ten BBL-Sieg der lau­fen­den Sai­son. Bes­ter Wer­fer damals war der erst weni­ge Tage zuvor ver­pflich­te­te Gerel Sim­mons mit 20 Punk­ten. Even­tu­ell kann Bam­bergs letz­ter Neu­zu­gang Devon Tho­mas am Sonn­tag bei sei­nem Debüt ähn­li­ches voll­brin­gen?! Der Sieg der­einst gegen Hei­del­berg war übri­gens zugleich der Beginn einer vier Sie­ge andau­ern­den Erfolgs­se­rie. Daher mag man Chris­ti­an Seng­fel­der und Co. zuru­fen: macht’s noch­mal, Jungs! Apro­pos Bro­ses Kapi­tän: der strug­gel­te in den letz­ten Wochen ab und an ein biss­chen, war gegen Würz­burg mit 19 Punk­ten aber nahe­zu wie­der der alte nach sei­nen bei­den Knö­chel­ver­let­zun­gen, avan­cier­te zu einem der bes­ten Wer­fer und hielt sein Team vor allem im vier­ten Vier­tel durch drei star­ke Drei­er inner­halb von drei Minu­ten in der Par­tie. Mit 11,3 Punk­ten im Schnitt ist Seng­fel­der bis dato auch Bam­bergs zweit­bes­ter Scorer, bes­ser traf bis­lang mit durch­schnitt­lich 17,3 Zäh­lern nur Patrick Mil­ler, der mit im Schnitt ver­teil­ten 5,6 Assists auch Bro­ses bes­ter Vor­la­gen­ge­ber ist. Solo­mon Young griff sich in den 27 bis­her absol­vier­ten BBL-Par­tien mit durch­schnitt­lich 5,1 Rebounds team­in­tern die meis­ten Abpraller.

„Das Spiel in Hei­del­berg ist ein vor­ent­schei­den­des, da braucht man nicht drum her­um­re­den. Wir müs­sen gewin­nen, um die Chan­ce auf die Play­offs wei­ter am Leben zu erhal­ten“, blickt Patrick Mil­ler vor­aus. „Dazu ist es nötig, dass wir unse­re Feh­ler mini­mie­ren. Zudem müs­sen wir ihr Spiel unter­bin­den, müs­sen ihnen kon­se­quent an der Drei­er­li­nie auf den Füßen ste­hen. Offen­siv müs­sen wir die rich­ti­gen Lösun­gen fin­den. Wir haben schon mehr­fach in der Sai­son gezeigt, dass wir mit Druck­si­tua­tio­nen gut umge­hen kön­nen. Das gilt es nun wie­der zu beweisen.“

Auch Bam­bergs nächs­ter Geg­ner kommt aus Baden-Würt­tem­berg. Bereits am Mitt­woch emp­fängt Bro­se die MHP RIESEN Lud­wigs­burg, Spiel­be­ginn in der BROSE ARENA ist um 18.30 Uhr.

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