Basketball Bundesliga
Nach Pokal gewinnen die Bamberg Baskets auch in der BBL gegen Heidelberg
Nach dem Sieg im Viertelfinale des BBL-Pokals zu Hause gegen die MLP Academics Heidelberg im November gewannen die BMA365 Bamberg Baskets gestern auch ihr Ligaspiel zu Hause gegen den gleichen Gegner.
Nach dem bis zum Ende knappen und hart umkämpften Spiel beider Mannschaften im BBL-Pokal hatten viele im erneuten Aufeinandertreffen eine völlig andere Partie vorhergesagt. Diese Experten sollten recht behalten, denn die Partie des 10. Spieltags in der easyCredit Basketball Bundesliga zwischen den BMA365 Bamberg Baskets und den MLP Academics Heidelberg verlief diesmal alles andere als knapp. Nach gut 30 Minuten führte das Team von Head Coach Anton Gavel vor allem dank hervorragender Verteidigung mit 68:41, ehe die Heidelberger im letzten Abschnitt bis zum Endstand von 80:69 (48:32) den Rückstand nochmals deutlich verkleinern konnten. Letztlich sahen die 4.747 Zuschauer in der BROSE ARENA einen über weite Strecken sehr überzeugenden Auftritt ihres Teams, das am Ende einen hochverdienten Sieg feiern durfte.
Mit Mateo Seric (12) und Samuell Williamson (10) kamen nur zwei Heidelberger auf eine zweistellige Punktausbeute. Bei den BMA365 Bamberg Baskets, angeführt von Cobe Williams mit 18, waren es fünf Spieler.
Spielverlauf
Mit viel Energie und großem Fokus starteten die BMA365 Bamberg Baskets in die Partie des 10. Spieltags. Vor allem Cobe Williams brannte. Nach knapp drei Minuten hatte der US-Amerikaner beim 7:2 bereits fünf Zähler auf seinem Konto. Nun aber fanden auch die Heidelberger, die im Vergleich zum Pokal-Viertelfinale wieder auf DJ Horne und Paul Zipser zurückgreifen konnten, zu ihrem Spiel. Michael Weathers brachte die Academics mit seinen Zählern fünf und sechs auf 9:8 (4.) heran, ehe Kevin McClain per Dreier für die erste Gäste-führung sorgte (9:11/5.). Ibi Watson & Co. konterten schnell und holten sich die Führung prompt zurück (15:13/8.). Die Bamberger Verteidigung bereitetet den Academics ein ums andere Mal Probleme, weshalb die Gäste mit sieben Ballverlusten und einem Rückstand (20:18) aus dem ersten Viertel herausgingen.
Im zweiten Abschnitt, den Ibi Watson mit einem Dreier zum 23:18 begann, legte die Intensität auf dem Spielfeld nun nochmals zu. Doch nicht nur die Physis auf dem Parkett wurde spürbarer, auch die „Gespräche“ zwischen den Spielern wurden hitziger (25:23/13.). Die Bamberger behielten allerdings kühlen Kopf und mit einem 9:1‑Run gingen die Gastgeber erstmals zweistellig in Führung 34:24 (16.). DJ Horne konterte den Lauf der Bamberger mit einem Dreier, doch Richard Balint gab auf der Gegenseite, ebenfalls von hinter der 6,75-Meter-Linie, sofort die Antwort. Mit einem insgesamt sehr stark aufspielenden Zach Ensminger auf der Point Guard Position bauten die Bamberger ihren Vorsprung weiter aus (42:27/19.). 49 Sekunden vor der Pause waren die Heidelberger jedoch auf 10 Zähler Abstand wieder ran (42:32), ehe Anton Gavel nochmals eine Auszeit nahm und sein Team im Anschluss einen Endspurt par excellence aufs Parkett legte. Zuerst traf Zach Ensminger für drei, ehe Cobe Williams mit einem Buzzerbeater von gut zwei Meter hinter der Dreipunkteline zum 48:32-Halbzeitstand einnetzte.
„Wir haben defensiv über drei Viertel ein sehr gutes Spiel gemacht“
Die zweite Halbzeit begann mit einem der drei Blocks von EJ Onu. Die Verteidigung stand also auch weiterhin und auch offensiv kam man nun immer besser in Schwung. Mit einem weiteren Dreier warf Cobe Williams sein Team beim 53:32 (22.) erstmals mit 20 Zählern in Führung. Symptomatisch für das Spiel bis dahin die Szene in der 27. Spielminute, als der Dreier von Demarcus Demonia aus der rechten Spielfeldecke zwar von Osun Osunniiyi geblockt wurde, kein Heidelberger jedoch zu Stelle war, um den Ball aufzunehmen, was stattdessen Demarcus Demonia dankend tat und zum 60:38 abschloss. Bamberg in den ersten drei Vierteln des Spiels einfach gedankenschneller und so auch verdient in Führung. Knapp eine Minute vor dem Ende des dritten Abschnitts wuchs der Vorsprung dann sogar auf 27 Zähler an (68:41) und nachdem die Bamberger Viertel zwei und drei in Addition mit 50:25 gewonnen hatten, stand es vor dem Schlussabschnitt 70:43.
Eine ausführliche Schilderung des Schlussabschnitts schenken wir uns. Zum einen lief nicht mehr wirklich viel zusammen beim Team von Head Coach Anton Gavel, dass sich im Schlussviertel offensiv zu häufig in Einzelaktionen verstrickte. Bambergs Cheftrainer war hiermit überhaupt nicht einverstanden, was er die Mannschaft auch deutlich wissen ließ. Der Vorsprung nach drei wirklich starken Vierteln war jedoch groß genug, so dass am Ausgang des Spiels kein Zweifel bestand und die BMA365 Bamberg Baskets am Ende einen hochverdienten und insgesamt ungefährdeten 80:69-Heimsieg gegen Heidelberg feiern durften.
„Wir haben defensiv über drei Viertel ein sehr gutes Spiel gemacht. Auch in der Offensive war das okay. Dann aber haben wir dieses Gefühl im letzten Viertel mit unserem eigensinnigen und desaströsen Verhalten vor allem in der Offensive, aber auch defensiv, total zerstört“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Wir führen mit 27 Punkten und gewinnen am Ende mit 11. Wer weiß, wie uns das am Ende womöglich noch in den Hintern beißen kann.“
Vor dem Weihnachtsfest sind die BMA365 Bamberg Baskets noch ein weiteres Mal im Einsatz. Am kommenden Samstag, 20. Dezember geht es nun auswärts in der Sparkassen Arena in Jena um die nächsten Punkte. Tip-Off zum Gastspiel bei Science City Jena ist um 18:30 Uhr. Das nächste Heimspiel steht dann am 27.12. gegen ratiopharm ulm auf dem Programm. Tip-Off gegen die Ulmer ist um 18:30 Uhr.
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Basketball Bundesliga
Doppelspieltag Teil 2: BMA365 Bamberg Baskets haben Heidelberg zu Gast
Am morgigen Samstag werden in der Brose Arena zunächst die Damen der Medikamente per Klick Bamberg Baskets und anschließend die Herren der Bamberg Baskets ihr Heimspiel bestreiten. Hallenöffnung ist um 14 Uhr, um 15 Uhr starten die Damen gegen die VIMODROM Baskets aus Jena, um 18:30 Uhr treffen die Herren auf die MLP Academics Heidelberg.
Exakt einen Monat ist es jetzt her, als sich beide Mannschaften am 13. November im BBL-Pokal Viertelfinale in der BROSE ARENA in Bamberg gegenüberstanden. 30 Tage später kommt es nun am 10. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga an gleicher Stelle zum erneuten Aufeinandertreffen.
„Nach dem letzten Heimspiel gegen Rostock haben wir etwas gutzumachen. Heidelberg ist eine Mannschaft, die jetzt wieder in Bestbesetzung bei uns auftreten kann. Sie sind eine Mannschaft mit einem ganz eigenen Stil, weshalb es für uns gilt, in jedem Angriff für 24 Sekunden den Fokus haben zu müssen“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Das Spiel gegen Rostock hat uns gezeigt, dass wir uns im Angriff schwertun, wenn wir defensiv nicht unsere Leistung bringen. Wir müssen auf jeden Fall besser rebounden und dürfen keine zweiten Chancen zulassen. Obwohl wir zuhause schon ein paar Spiele gewinnen konnten, haben wir bislang noch keine Glanzleistung abgeliefert. Wie in jedem Spiel in dieser Liga werden wir an unsere Grenze gehen müssen, um das Spiel gewinnen zu können.“
In der Tabelle der easyCredit Basketball Bundesliga findet man die Heidelberger aktuell auf Position 16. Zwei Siege und sieben Niederlagen stehen zu Buche für das Team von Head Coach Danny Jansson, das im bisherigen Saisonverlauf immer wieder mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte. Besonders glücklich dürfte der Cheftrainer über die Rückkehr ins Team von DJ Horne sein. Der US-Amerikaner war neben Michael Weathers in der Vorsaison einer der Eckpfeiler des Höhenflugs der Academics, der erst im Playoff-Halbfinale gegen den FC Bayern München Basketball ein Ende fand.
Mit Horne zurück im Team ließen die Heidelberger am letzten Spieltag aufhorchen, als sie die Basketball Löwen aus Braunschweig mit 95:75 klar besiegten. Insgesamt steuerten acht Academics zwischen 6 und 18 Punkte zu dieser starken Teamleistung bei. Lediglich Michael Weathers (fast 26 Minuten) kam über 20 Minuten Einsatzzeit. Mateo Seric folgte ihm mit 18:43 Minuten.
Neben der Bundesliga sind die Heidelberger in dieser Saison auch in der Basketball Champions League unterwegs. In Gruppe A liegen sie aktuell hinter Rytas Vilnius, Promitheas Patras und Legia Warschau zwar auf dem letzten Tabellenplatz, jedoch ist man mit den Griechen und den Polen punktgleich. Ein Sieg am letzten Spieltag dieser Gruppenphase am kommenden Mittwoch in Warschau würde bei einem Sieg der Litauer in Griechenland zum Weiterkommen in die Runde der letzten 16 Teams reichen.
Mit im Schnitt 13,9 Punkten pro Partie ist Michael Weathers der Topscorer der Heidelberger. Das Spiel in Bamberg wird die 50. BBL-Partie des US-Amerikaners sein, der in nur drei Spielen in dieser Saison keine zweistellige Punktausbeute zusammenbrachte. Auch beim Pokal-Viertelfinale in der BROSE ARENA vor einem Monat war er der beste Werfer der Academics. Damals erzielte er 20 Zähler.
Bester Rebounder im Team ist Osun Osunniyi. Der US-Amerikaner stand bereits letzte Saison in Diensten der Heidelberger, zu denen er nach seinem ersten Profijahr bei Hubo Limburg United in Belgien gestoßen war. Osunniyi schnappt sich im bisherigen Saisonverlauf durchschnittlich 5,0 Rebounds und ist hier Spitzenreiter im Team, in dem das Rebounding klar auf mehrere Schultern verteilt ist. Sieben Spieler liegen hier mit Durchschnittswerten von 5,0 bis 2,8 sehr eng beieinander.
Auch bei den Assists geht Michael Weathers voran. Der Shooting Guard verteilt pro Partie 5,2 Vorlagen, die zu direkten Korberfolgen führen. Mit einem Wert von 16,3 hat Weathers auch die beste Effektivität des Teams.
Hallenöffnung am Samstag zum Doppelspieltag in Freak City ist um 14:00 Uhr. Spielbeginn für das Damenspiel ist dann um 15:00 Uhr. Das Match der BMA365 Bamberg Baskets gegen die MLP Academics Heidelberg beginnt um 18:30 Uhr.
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BBL-Pokal-Viertelfinale
BMA365 Bamberg Baskets treffen auf Heidelberg
Mit dem Spiel der BMA365 Bamberg Baskets gegen die MLP Academics Heidelberg beginnt am morgigen Donnerstag um 20 Uhr das BBL-Pokal Viertelfinale. Während sich die Heidelberger erstmals in ihrer Vereinsgeschichte fürs TOP FOUR qualifizieren könnten, geht es für die Bamberger um die dritte Teilnahme in Folge am Pokal-Endturnier.
Während die Bamberger mit drei Siegen aus den ersten sechs Spielen solide in die Saison gestartet sind, konnten die Heidelberger bislang nur eines ihrer ersten sieben Spiele in der easyCredit BBL gewinnen. Wie Bambergs Assistant Coach Arne Woltmann in der „Auszeit“, dem Bamberg Baskets Podcast, anmerkte, sind derartige Statistiken in einem Do-or-die-Spiel jedoch ohne Bedeutung. Die Tagesform wird ausschlaggebend sein sowie die Fähigkeit, dem Gegner das eigene Spiel aufzuzwingen.
Wie gefährlich die Heidelberger sein können, mussten die Litauer von Rytas Vilnius am 2. Spieltag in der Basketball Champions League erfahren. Einer der Top-Favoriten in der BCL verlor in Heidelberg mit 83:92 und musste im SNP dome seine bisher einzige BCL-Niederlage hinnehmen.
Mit einem Heimsieg gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg (82:73) haben sich die Academics für das Viertelfinale im BBL-Pokal qualifiziert. In der ersten Runde hatte der Playoff-Teilnehmer der Vorsaison spielfrei. Die überaus erfolgreiche Vorsaison mit dem Einzug ins Playoff-Halbfinale rückte die Heidelberger ins Rampenlicht und so wurden viele Spieler des Teams natürlich von anderen Clubs heiß umworben. Nicht zuletzt mit der Teilnahme an der Basketball Champions League war es den Academics aber gelungen, einen Großteil der Leistungsträger in Heidelberg zu halten. Paul Zipser (31 Jahre – PF – 2,03 m), Niklas Würzner (31 Jahre – SF – 1,96 m), Marcel Keßen (28 Jahre – C – 2,07 m), Osun Osunniyi (27 Jahre – C – 2,08 m), Damariae „DJ“ Horne (25 Jahre – PG – 1,85 m), Michael Weathers (28 Jahre – SG – 1,91 m), Mateo Seric (26 Jahre – PF – 2,04 m), Erol Ersek (26 Jahre – SG – 1,93 m) sowie die Jugendspieler Dominic Vengert (19 Jahre – SG – 1,99 m) und Josia Gentischer (19 Jahre – SG – 1,87 m) sind geblieben. Allerdings hatten die Heidelberger zuletzt immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Mitte Oktober zog sich Paul Zipser im BCL-Heimspiel gegen Warschau einen Mittelhandbruch zu. Keine zwei Wochen später erwischte es dann auch DJ Horne. Im Champions League Heimspiel gegen Vilnius, in dem er sein Team mit 33 Punkten zum Sieg führte, erlitt er eine Kapselverletzung am Daumen.
„Sie spielen anders als viele andere Mannschaften“
Mit Ryan Mikesell, Bakary Dibba und Andrew O‘Brian verließen drei Importspieler die Heidelberger. Mit dem Serben Dusan Neskovic (25 Jahre – SF – 2,03 m – kam von den Richmond Spiders aus der NCAA), US-Boy Samuell Williamson (25 Jahre – SF – 2,03 m – kam von den Heroes Den Bosch), Kevin McClain (29 Jahre – PG – 1,91 m – kam von den GIESSEN 46ers) sowie Noah Koch (18 Jahre – PG – 1,87 m – kam von RASTA Vechta) hat man die Lücke geschlossen. Auf die verletzungsbedingten Ausfälle hat man zudem erst kürzlich mit der Verpflichtung von Eric Reed II (25 Jahre – SG – 1,85 m) reagiert. Der US-Amerikaner stieß Anfang November zum Team, nachdem sich die Veolia Towers Hamburg von ihm getrennt hatten. Nicht mehr im Team ist Michael Flowers. Der US-Amerikaner hatte um die Auflösung seines Vertrages gebeten.
Mit Michael Weathers hatten die Heidelberger in der letzten Saison einen Top-Transfer gelandet. Der US-Amerikaner, der zuvor in der ersten österreichischen Liga gespielt hatte, war gemeinsam mit DJ Horne der Taktgeber im Spiel der Academics. In dieser Saison bekommt Michael nun Unterstützung von Marcus. Sein drei Minuten jüngerer Zwillings-Bruder trägt in dieser Saison ebenfalls das Jersey der Heidelberger. Marcus Weathers (28 Jahre – PF – 1,99 m) spielte in der zurückliegenden Saison in Polen für Trefl Sopot. In seinen ersten BBL-Partien steuerte er 9,0 Punkte und 5,0 Rebounds für die Academics bei. In der Champions League hat er nach vier Spielen durchschnittlich 10,5 Punkte und 6,0 Rebounds erzielt.
„Das ist nun das dritte Do-or-Die-Spiel in dieser Saison das für uns ansteht. Natürlich wollen wir es nach der Niederlage zuletzt gegen Frankfurt nun besser machen, aber das Spiel gegen Heidelberg ist eine schwierige Aufgabe“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Sie spielen anders als viele andere Mannschaften, denn sie haben sehr viel Bewegung in ihrem Spiel, auch mit dem Ball. So machen sie es einem schwierig, in der Verteidigung immer 24 Sekunden fokussiert zu bleiben. Ich hoffe, dass wir aus unseren schwachen Angriffen im Spiel gegen Frankfurt gelernt haben und offensiv bessere Entscheidungen treffen, um uns so für das TOP FOUR qualifizieren zu können. Gerade aber natürlich, weil es zuhause ist, ist es ein großes Spiel für uns. Deshalb hoffen wir, dass viele Fans den Weg in die Halle finden und wir es dann schaffen, unseren Fans eine gute Leistung zu präsentieren.“
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Adrian Petković mit neuer Bestleistung
Bamberg Baskets verlieren zu Hause gegen Heidelberg
Letztlich knapp haben die Bamberg Baskets ihr Heimspiel des 25. Spieltages in der easyCredit Basketball Bundesliga gegen Heidelberg verloren. Knapp und das, obwohl die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel, wie er selbst sagte, bei der 90:93(36:47)-Niederlage am Sonntagabend gegen die MLP Academics in den ersten drei Vierteln des Spiels nicht vorhanden war.
Wolle man noch die Playoffs oder die Play-Ins erreichen, könne man nicht so spielen, fand der Cheftrainer nach Spielschluss deutliche Worte zum Auftreten seines Teams und kündigte Veränderungen an. Dabei waren die Bamberg Baskets zunächst gut in die Partie gestartet. Das 7:2 (2.) sollte letztlich aber die höchste Bamberger Führung des gesamten Abends gewesen sein. Die Gäste hingegen spielten sich Angriff für Angriff immer besser in die Begegnung und kurz nach Beginn des Schlussabschnitts lagen die Heidelberger mit 16 Punkten in Führung. Die Academics sahen wie der sichere Sieger aus, doch plötzlich erwachten die Bamberg Baskets. „Warum erst jetzt“ dürften sich die 4.349 Zuschauer in der BROSE ARENA gefragt haben, denn ihre Mannschaft kam 42 Sekunden vor dem Ende tatsächlich nochmals bis auf zwei Zähler heran. Am Ende aber gelang es den Gästen, das Spiel mit letzter Kraft doch noch über die Ziellinie zu bringen.
Während bei den Heidelbergern Damariae Horne mit 25 und Ryan Mikesell mit 23 Punkten überzeugten, hatten die Gastgeber in Noah Locke (19), Ronaldo Segu (16) und Filip Stanić (15) ihre besten Scorer. Adrian Petković stellte mit 12 Punkten zudem eine neue persönliche BBL-Bestleistung auf.
Ohne den erkrankten Brandon Horvath starteten die Bamberger mit der gleichen Startformation wie zuletzt beim ENBL-Spiel gegen Warschau. Ronaldo Segu attackierte zweimal erfolgreich den Heidelberger Korb, Noah Locke traf aus der Distanz und die Baskets führten nach nicht einmal zwei Minuten mit 7:2. Nun aber zeigten die Gäste, warum sie oben in der Tabelle stehen und nach dem Korbleger von Osun Osunniyi ging man erstmals in Führung (9:11/5.). Immer wieder hatten die Bamberger in der Offensive ihre Probleme, was die Academics nutzten, um weiter davonzuziehen (11:18/8.). Adrian Petković brachte dann Schwung ins Bamberger Spiel. Sein Dreier verkürzte auf 14:18 (9.), wenig später musste er jedoch mit seinem bereits dritten Foul wieder auf der Bank Platz nehmen. Für den letzten Punsh im ersten Abschnitt sorgte dann Damariae Horne, der per Dreier für den 16:21 Spielstand nach den ersten zehn Minuten sorgte.
Die Gäste blieben heiß und nachdem KeyShawn Feazell den Ball an der Mittellinie vertändelt hatte und Osun Osunniyi diesen Ballverlust letztlich per Dunk in zwei weitere leichte Zähler verwandelt hatte (17:26/12.), musste Anton Gavel nach nur 97 gespielten Sekunden im zweiten Viertel seine zweite Auszeit nehmen. Die Besprechung schien zu fruchten, denn schnell war Bamberg wieder dran (22:26/13.). Nicht lange ließ jedoch die Antwort der Academics auf sich warten. Ein 10:2‑Run in den nächsten rund drei Minuten brachte die Gäste zweistellig in Führung (24:36/16.). Damariae Hornes Dreier 2:26 Minuten vor der Pause zum 28:44 (18.) bescherte den Gäste dann ihre höchste Führung, die die Bamberg Baskets bis zur Halbzeitsirene wieder auf 36:47 verkürzen konnten.
„Wir waren heute die ersten drei Viertel nicht vorhanden”
Ein unverändertes Bild sahen die Zuschauer dann auch zu Beginn der zweiten Halbzeit. Heidelberg weiterhin zweistellig in Führung und auf Bamberger Seite wollte nach wie vor kein wirklicher Spielrhythmus aufkommen (43:54/23.). Stanić, Krimmer und Petković aber kämpften und kamen knapp vier Minuten vor dem Ende des dritten Viertels wieder etwas näher heran (50:57/27.). Wie aber stets über die bisherige Spielzeit, so hatten die Heidelberger auch hier eine Antwort auf Lager. Nach Viertel eins und zwei ging auch der dritte Abschnitt an die Gäste, die so auch vor den finalen zehn Minuten führten (58:71).
Auch der Schlussabschnitt gab zunächst keinen Anlass zur Annahme, dass sich hier noch etwas ändern könnte. Marcel Keßen traf zunächst per Dreier zum 60:76 (32.) wie auch wenig später Erol Ersek zum 67:81 (35.). Plötzlich aber wachte das Bamberger Team auf und nach einem 10:2‑Run war man 2:53 Minuten vor dem Ende wieder in Schlagdistanz (77:83). Die letzten beiden Minuten waren bereits angebrochen, da erzielte Ronaldo Segu das 81:86, ehe kurz darauf Noak Locke mit einem seiner insgesamt sechs erfolgreichen Dreier auf 84:88 (39.) stellte. Und die Baskets kamen noch näher. Zunächst traf Ronaldo Segu zwei Freiwürfe (86:90), ehe man den Gästen direkt nach dem Einwurf den Ball klauen konnte. Der Korbleger von Segu wurde regelwidrig geblockt (Goaltending) und 43 Sekunden vor dem Ende waren die Bamberger mit 88:90 wieder dran. Mikesell traf (88:92), Stanić auch (90:92), doch 14 Sekunden vor dem Ende ließ der Heidelberger einen Freiwurf liegen und Bamberg hatte beim 90:93 nochmals die Möglichkeit zum Ausgleich. Statt jedoch den Dreier zu versuchen, wählte Noah Locke den Abschluss in der Zone und die Heidelberger konnten den Sieg so über die Zeit retten.
„Glückwunsch an Danny Jansson und seine Mannschaft zum Sieg. Wir waren heute die ersten drei Viertel nicht vorhanden und haben dann erst entschieden, dass wir doch spielen wollen“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Gegen eine Mannschaft, wie Heidelberg, die in dieser Saison wirklich gut spielt, reicht das aber nicht, um zu bestehen. Das haben wir dann ja auch zu spüren bekommen. Defensive war wir einfach unglaublich soft. Wir hatten mit ein paar Stopps ganz okay angefangen, aber offensiv war das nichts und als wir dann ein paar Angriffe nicht scoren konnten, haben wir den Ball wieder in den Händen gehalten und uns in Einzelaktionen verstrickt. So wird es nicht funktionieren und weitergehen, weil so die Möglichkeiten über Playoffs oder Play-Ins sprechen zu können schwinden. So spielt man einfach keine Spiele, wenn man in den Playoffs oder Play-Ins spielen möchte und deswegen müssen wir etwas ändern.“
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79:68-Sieg in Heidelberg
Bamberg Baskets gewinnen beim Tabellenführer
Die Bamberg Baskets haben ihre Siegesserie weiter ausbauen können und das Gastspiel beim Tabellenführer der easyCredit Basketball Bundesliga in Heidelberg gewonnen. Wettbewerbsübergreifend war es der fünfte Erfolg der Bamberger in Serie.
Im mit 4.410 Zuschauern ausverkauften SNP Dome siegte die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel am Sonntagnachmittag mit 79:68 bei den MLP Academics und holte sich damit den 4. BBL-Sieg der Saison. Wettbewerbsübergreifend war es der fünfte Erfolg der Bamberger in Serie.
Dabei taten sich die Bamberger gegen die Academics zunächst extrem schwer. In der gesamten ersten Halbzeit fand man offensive nicht zu seinem Rhythmus, leistete sich acht Ballverluste und traf nur 32 Prozent der Würfe aus dem Feld. Defensiv hingegen lief es deutlich besser und so konnte man den Heidelbergern auf den Fersen bleiben. Nach der Pause arbeiteten sich Karsten Tadda und Co. dann über die Verteidigung in dieses Spiel hinein und konnten die Partie so letztlich noch zu ihren Gunsten drehen. Mit Ibi Watson (18), Kyle Lofton (13), Ronaldo Segu (13) und KeyShawn Feazell (11) punkteten am Ende vier Bamberger Spieler zweistellig. Bester Werfer der Heidelberger war Ryan Mikesell mit 13 Punkten.
Die Baskets erwischten einen äußerst schlechten Start. Nach nicht einmal einer Minute und zwei erfolgreichen Abschlüssen von Damariae Horne lag man mit 0:4 zurück. Die Baskets wirkten schläfrig, leisteten sich zwei Ballverluste und nach dem Dreier von Ryan Mikesell nahm Head Coach Anton Gavel bereits nach 94 Sekunden seine erste Auszeit. Die zahlreich nach Heidelberg mitgereisten Bamberger Schlachtenbummler mussten bis in die 4. Spielminute warten, ehe Ibi Watson per Dreier die ersten Baskets-Zähler auf die Anzeigentafel brachte (3:9/4.). Nach wie vor aber war man im Umschalten von Angriff auf Verteidigung zu langsam, was die Academics zu einfachen Zählern und ihrer ersten zweistelligen Führung nutzten (3:13/5.). Die Bamberger Würfe wollten nicht fallen und auch an der Freiwurflinie benötigte man fünf Versuche bis zum ersten Treffer. Die Gastgeber behaupteten so ihren Vorsprung (9:19/8.), den Filip Stanić zum Ende des Viertels nochmals etwas eindampfen konnte (15:21).
Wie schon das erste Viertel begannen die Heidelberger auch den zweiten Abschnitt mit einem 7:0‑Run. 4:01 Minuten waren nach dem Korbleger von Mateo Šerić gespielt, als Anton Gavel erneut die Notbremse in Form seiner zweiten Auszeit ziehen musste (15:28). Nun schien Ronaldo Segu im Spiel angekommen zu sein. Mit zwei erfolgreichen Freiwürfen und einem Drei-Punkte-Spiel stellte er auf 20:28 (15.). Doch schon im nächsten Angriff nahm er sich mit einem unsportlichen Foul quasi selbst wieder aus dem Spiel. Kyle Lofton übernahm den Spielaufbau und sein Drei-Punkte-Spiel verkürzte den Rückstand weiter (23:29/17.). Die Heidelberger aber wehrten sich und zogen wieder leicht davon (29:39/19.). Das bessere Ende dieser ersten Halbzeit hatten aber die Bamberger. 35 Sekunden vor der Halbzeitsirene netzte zunächst Moritz Krimmer einen Dreier ein, ehe Karsten Tadda mit all seiner Routine und einem Drei-Punkte-Spiel für den 35:39-Pausenstand sorgte
„Jetzt müssen wir weiter nachlegen“
Auch zu Beginn der zweiten Hälfte blieben die Gastgeber zunächst weiter in Führung. Nachdem Ronaldo Segu auf 41:43 (23.) verkürzen konnte, hatte MaCio Teague wenig später per Dreier die Chance, Bamberg erstmals in Führung zu werfen. Sein Versuch verfehlte jedoch den Korb. Eine gewonnene Coaches Challenge (das gegen Moritz Krimmer zunächst als unsportlich gepfiffene Foul wurde heruntergestuft) und einen Dreier von Ibi Watson zum 44:45 (26.) später, hatten die Baskets durch Ronaldo Segu die nächste Möglichkeit zur Führung. Was aber auch ihm hier nicht gelang, schaffte dann Kyle Lofton an der Freiwurflinie (46:45/26.) und sein Team blieb nun weiter am Drücker. Vor allem defensiv stand man im dritten Abschnitt ausgezeichnet und gestattete dem Gegner hier nur elf Punkte, während man selbst 22 Zähler auf das Scoreboard brachte und mit einer 57:50-Führung in den Schlussabschnitt gehen konnte.
Ronaldo Segu erhöhte den Vorsprung zunächst auf neun Zähler, ehe die nächste Coaches Challenge das Bamberger Spiel ein wenig bremste. Die Entscheidung des unsportlichen Fouls gegen KeyShawn Feazell wurde zwar auch hier herabgestuft, doch plötzlich waren die Heidelberger wieder auf 59:54 dran. Anton Gavels Auszeit kam genau im richtigen Moment, denn mit dem Dreier von Ibi Watson (63:55/34.) konnte man hier die erste Aufholjagd der Gastgeber erst einmal abwehren. Der Spitzenreiter aber zeigte nun, warum er da oben in der Tabelle steht und warf nochmals alles nach vorne. Zwei Dreier von Marcel Keßen glichen die Partie erneut aus (63:63/34.). Die nächste Bamberger Auszeit folgte, doch die Heidelberger zogen dank eines 12:0‑Laufs wieder etwas davon (63:67). Die Halle tobte, doch Karsten Tadda & Co. waren noch lange nicht bezwungen. 2:49 Minuten vor dem Ende versenkte der Kapitän einen ganz wichtigen Dreier (66:67) und leitete damit einen 12:0‑Lauf der Bamberger ein, die das Spiel nervenstark und mit viel Leidenschaft doch noch zu ihren Gunsten drehen konnten. Schlusspunkt der Partie war der Dreier plus Bonusfreiwurf von Ibi Watson zum 79:68-Endstand.
„Glückwunsch an unsere Spieler zum Sieg. Wir sind enorm glücklich, dass wir hier gewinnen konnten. Wir haben sehr schlecht angefangen und waren direkt 0:9 hinten gelegen“, so Anton Gavel, Head Coach der Bamberg Baskets. „Defensiv war unser Spiel ordentlich und wir haben 39 Punkte bis zur Halbzeit zugelassen. Offensiv aber waren wir einfach schlecht und haben keine guten Entscheidungen getroffen. Mit der Zeit haben wir uns in der zweiten Halbzeit dann aber auch offensiv gesteigert. Das Wichtigste war für uns, dass wir uns nicht aufgegeben haben, als Heidelberg den letzten Run im vierten Viertel hatte. Wir haben weitergespielt, die richtigen Antworten gefunden und Stopps geholt. Wir sind froh, dass wir gewonnen haben. Jetzt müssen wir weiter nachlegen.“
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Gastspiel beim BBL-Tabellenführer
Bamberg Baskets reisen nach Heidelberg
Unmittelbar vor dem Weihnachtsfest hat der Spielplan in der easyCredit Basketball Bundesliga den Bamberg Baskets nochmals ein dickes Paket unter den Christbaum gelegt. Am 12. Spieltag geht es für die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel am Sonntag, 22. Dezember, zum BBL-Tabellenführer nach Heidelberg.
Erst am letzten Spieltag machten die MLP Academics den Sprung auf Platz eins, als sie das Spitzenspiel bei ratiopharm ulm mit 69:67 gewinnen und so ihren vierten Sieg in Serie feiern konnten. Vor allem in der zweiten Halbzeit demonstrierten die Heidelberger in dieser Partie ihre Stärke, als sie den Ulmern nur noch 19 Zähler gestatteten und das Spiel nach einem 15-Punkte-Halbzeitrückstand noch drehten.
So süß der Sieg in Ulm für die Heidelberger war, so bitter war die Niederlage in der Vorwoche, als das Team von Cheftrainer Danny Jansson im Pokal-Viertelfinale mit 85:100 beim SYNTAINICS MBC die Segel streichen musste.
Bamberg Baskets Point Guard Ronaldo Segu erwartet am Sonntag ab 15:00 Uhr im SNP Dome einen extrem harten Kampf, bei dem beide Teams ihre aktuelle Siegesserie – Heidelberg mit vier BBL-Siegen in Serie, Bamberg wettbewerbsübergreifend mit zuletzt vier Siegen in Serie – unbedingt fortführen möchten.
„Das Spiel beim Tabellenführer ist für uns die nächste große Herausforderung. Heidelberg spielt aktuell sehr gut und vor allem aggressiv. Wir wollen am Sonntag an unsere letzten Leistungen anknüpfen“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Klar ist, dass wir defensiv eine nahezu perfekte Leistung brauchen werden, um in Heidelberg zu gewinnen. Zudem müssen wir gut auf den Ball aufpassen, da sie sehr aggressiv verteidigen. Insgesamt aber haben wir zuletzt jetzt viele Herausforderungen gemeistert und so bauchen wir uns in keinster Weise verstecken. In der Liga bauchen wir weitere Siege und egal wo und gegen wen wir spielen, werden wir alles daransetzten, erfolgreich zu sein.“
Von Null auf Hundert
Im letzten Jahr noch hauchdünn als Tabellen-Sechszehnter dem Abstieg entkommen, sorgen die Heidelberger in dieser Saison am anderen Ende der Tabelle für Schlagzeilen. Während man in der Vorsaison als Geheimfavorit gehandelt wurde und letztlich enttäuschte, überraschen die Academics in der bisherigen Serie mit aktuelle acht Siegen und nur drei Niederlagen. In eigener Halle besiegte man die Teams aus Vechta, Chemnitz, Hamburg und Rostock. Lediglich gegen Bonn (76:95) und gegen Würzburg (67:72) musste man sich geschlagen geben.
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Basketball-Bundesliga
Bamberg Baskets besiegen MLP Academics Heidelberg
Im ersten Spiel ohne Oren Amiel haben die Bamberg Baskets ihr Heimspiel gegen die MLP Academics Heidelberg gewonnen und damit ihren achten Saisonsieg eingefahren. Nach einer nervösen ersten Halbzeit fing sich die Mannschaft.
Beiden Teams war in der Anfangsphase die Bedeutung dieser Partie des 21. Spieltags der Basketball-Bundesliga deutlich anzumerken. Die MLP Academics Heidelberg brauchten einen Sieg, da sie von den letzten zehn Spielen nur eines gewinnen konnten. Und die Leistung der Bamberg Baskets stand aus dem Grund besonders im Fokus, da im Vorfeld aufgrund schwankender Leistungen, so die Begründung der Geschäftsführung, Trainer Oren Amiel entlassen worden war. Gestern (13. Februar) leitete Arne Woltmann, vorher Assistenztrainer, das Spiel für Bamberg.
Vor etwa 4.000 Zuschauerinnen und Zuschauern benötigten die Heidelberger vier Wurfversuche, um ihre ersten Punkte der Partie zu erzielen, und die Baskets leisteten sich in den ersten eineinhalb Sekunden des Spiels zwei Ballverluste.
Adrian Nelson, der wie in den letzten Spielen gemeinsam mit Johnson, Copeland, Wohlrath und Stanić die Startformation bildete, erzielte mit seinen beiden Zählern von der Freiwurflinie das 6:5 (3. Minute). Die Heidelberger Gäste suchten in der Offensive immer wieder mit Erfolg Elijah Childs, der mit seinem Korberfolg einen 13:2‑Run der Academics zum 18:8 (7. Minute) abschloss. Die Baskets aber arbeiteten sich in die Partie hinein und kämpften sich bis zum Ende des Viertels wieder bis auf 17:23 heran.
Fünf schnelle Punkte von Marcel Keßen zu Beginn des zweiten Viertels ließen die Heidelberger erneut zweistellig in Führung gehen (28:17, 11. Minute). Doch auch diesmal blieben die Baskets dran und verkürzten durch den Dreier von EJ Onu erneut bis auf 29:32 (14. Minute).
Das MLP-Team von Coach Ingo Freyer lief nun aber ein Spieler richtig heiß. Jeffrey Carroll traf in etwas mehr als zwei Minuten seine Dreier zwei, drei und vier. Bei noch 4:31 Minuten Restspielzeit in der ersten Hälfte lagen die Academics wieder mit 43:35 in Front.
Wie schon im ersten Viertel war es auch diesmal ein Dreier von Bambergs Kapitän Karsten Tadda, der seiner Mannschaft Schwung gab. 66 Sekunden vor dem Gang in die Halbzeitpause glich Trey Woodbury per Dreier zum 45:45 wieder aus. Die Heidelberger aber konterten nochmals und durch Körbe von Abu Kigab und Bennet Hundt nahmen sie eine 49:45-Führung mit in die Kabine.
Bamberg nutzt die Chancen besser
Mit Beginn der zweiten Halbzeit gelang es den Bambergern, die Intensität in ihrem Spiel zu erhöhen. In der Verteidigung agierte die Mannschaft entschlossener und drehte den 47:50-Rückstand in fünf Minuten in eine Elf-Punkte-Führung (66:55, 16. Minute). Vor allem Malik Johnson, der allein neun Punkte im dritten Viertel sammelte, nahm nun immer häufiger die Zügel in die Hand. Knapp eine Minute vor Ende des dritten Abschnitts lagen die Baskets mit 76:58 vorne. Mit einem Dreier beendete Heidelbergs Bennet Hundt den Bamberger Lauf jedoch und sorgte für den 76:61-Zwischenstand nach dem dritten Viertel.
Der Schlussabschnitt begann mit je zwei Dreiern auf beiden Seiten. Während Jeffery Carroll für die MLP Academics Heidelberg seinen mittlerweile sechsten und siebten Dreier einnetzte, hielt für die Baskets Kevin Wohlrath mit zwei Distanzwürfen dagegen (83:67, 32. Minuten).
Nach einer Auszeit von Arne Woltmann kam der große Auftritt von Malik Johnson. Hatte er im Spiel seines Teams bis zu diesem Zeitpunkt schon sehr ordentlich Regie geführt, übernahm er nun im Alleingang. In gerade einmal 35 Sekunden markierte er acht Punkte und sorgte beim 91:69 (34. Minute) für die Vorentscheidung. Heidelberg punktete zwar weiterhin, aufgrund einer starken zweiten Halbzeit stand am Ende aber ein verdienter 98:83-Erfolg für die Bamberg Baskets.
Arne Woltmann sagte nach dem Spiel: „Nach einer zerfahrenen ersten Halbzeit, in der wir viele Fehler gemacht haben und auch viele deren Würfe nicht gut verteidigt haben, konnten wir es den Heidelbergern in der zweiten Halbzeit deutlich schwieriger machen. Wir waren dann auch ohne Ball viel aktiver, haben so immer wieder die Hand in die Pässe der Heidelberger bekommen und konnten dann auch etwas schneller spielen, was uns ein paar leichte Punkte gebracht hat. Insgesamt haben wir in der zweiten Halbzeit in der Offensive besser unsere Chancen genutzt und zudem die Ballverluste reduziert, was letztlich ausschlaggebend für den Sieg war.“
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Basketball-Bundesliga
Bamberg Baskets gegen MLP Academics Heidelberg
Spiel eins für die Bamberg Baskets nach der Trennung von Oren Amiel. Heute Abend sind die MLP Academics Heidelberg in der Brose Arena zu Gast. Zeigen die Baskets erneut schwankende Leistungen oder gibt es Dominanz wie im Hinspiel?
Nach der deutlichen Niederlage im Frankenderby gegen die Würzburg Baskets und der Trennung von Trainer Oren Amiel empfangen die Bamberg Baskets heute Abend (13. Februar) die MLP Academics Heidelberg. Gegen den Tabellenletzten besteht die Chance, die schwankenden Leistungen, die Geschäftsführer Philipp Höhne als Entlassungsgrund für Amiel benannte, zu verbessern.
Auch Heidelberg trennte sich kürzlich von seinem Trainer. Nach der Entlassung von Joonas Iisalo übernahm vor gut einem Monat Ingo Freyer. In seinem ersten Spiel an der Seitenlinie gewannen die Academics in Braunschweig trotz großer personeller Probleme mit 84:83. Die Freude dauerte jedoch nur kurz an, denn in den folgenden vier Spielen gab es wieder nichts zu holen. Dem Erfolg bei den Löwen folgten vier recht deutliche Niederlagen (90:111 gegen den MBC, 77:99 gegen Chemnitz, 87:109 in Vechta und 76:94 gegen Braunschweig). Nur eines der letzten zehn Spiele konnten die Heidelberger gewinnen.
Anfang November standen sich die Bamberg Baskets und die MLP Academics Heidelberg am 6. BBL-Spieltag zum Hinspiel gegenüber. Auch hier unterlag Heidelberg – Bamberg gewann dominant alle vier Viertel und siegte letztlich mit 109:90.
Bambergs Kapitän Karsten Tadda sagte im Vorfeld des Spiels: „Wie schon das Heimspiel Anfang Februar gegen den MBC, so ist auch dieses Spiel für uns ein sehr wichtiges. Nach den ereignisreichen Tagen gilt es für uns nun mit voller Konzentration an die Partie gegen Heidelberg heranzugehen und alles für ein Erfolgserlebnis zu geben. Wir müssen von der ersten Sekunde an bereit sein, als Mannschaft spielen und um jeden Ball und jeden Millimeter auf dem Parkett kämpfen. Die Heidelberger haben in ihrem Team viel verändert und unter Ingo Freyer auch ihr Spiel umgestellt. Es muss uns gelingen, das Tempo zu kontrollieren, wieder einmal die Bretter zu beherrschen und gut auf den Ball achtzugeben.“
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Basketball
Zweiter Saisonsieg: Bamberg gewinnt gegen die MLP Academics Heidelberg
Sechster Spieltag, zweiter Sieg: Auswärts haben die Bamberg Baskets am Wochenende 109:90 gegen die MLP Academics Heidelberg gewonnen.
Die Bamberg Baskets begannen die Partie gegen die MLP Academics Heidelberg flott. Immer wieder bewegte die Mannschaft den Ball in der Offensive gut in die Zone und konnte punkten. Ein krachender Dunking von Justin Gray in der 4. Minute und es stand 11:4 für die Baskets.
Beim 15:6 (5. Minute) hatte Heidelbergs Coach Joonas Iisalo erst einmal genug gesehen und nahm seine erste Auszeit. Seine Spieler antworteten prompt auf dem Parkett und die Academics kamen auf 15:11 heran. Dann aber waren es Distanzwürfe der Bamberg Baskets, die kurz vor Ende des ersten Viertels für die erste zweistellige Führung sorgten. Zach Copeland und Kevin Wohlrath erhöhten auf 26:16, ehe die Gastgeber etwas verkürzen konnten (27:20).
Die personellen Sorgen, mit denen die Mannschaft aufgelaufen war, wurden auf Heidelberger Seite wurden zu Beginn des zweiten Viertels nicht geringer. Nachdem die MLP Academics bereits vor Spielbeginn auf ihren Belgier Vincent Kesseloot verzichten mussten, fiel dann auch noch Paul Zipser aus, der bereits angeschlagen in die Partie gegangen war. Trotzdem ging es auf dem Platz zu Beginn des zweiten Viertels mit viel Tempo hin und her.
Der Bamberger Vorsprung blieb aber konstant bei sieben Zählern, bis Adrian Nelson mit einem Dreier die Baskets wieder zweistellig in Führung warf (36:26, 14. Minute). Die MLP Academics Heidelberg ließen sich jedoch nicht abschütteln. Der Dreier von Bennet Hundt zum 50:40 war im Spiel bereits der 22 Dreipunktewurf des Teams. Beim Stand von 52:42 ging es in die Halbzeitpause.
Schrecksekunde für Bamberg
Nach dem Seitenwechsel drehte Zach Copeland auf. Mit zwei weiteren Dreiern brachte er die Baskets mit 58:44 (22. Minute) in Führung. Immer wieder wurde der US-Amerikaner in der Offensive gesucht und mit vier erfolgreichen Freiwürfen sowie einem weiteren Dreier stellte er das Ergebnis auf 70:51.
In der 26. Minute dann eine Schrecksekunde auf Bamberger Seite. EJ Onu musste das Spielfeld humpelnd verlassen, nachdem ihm ein Heidelberger ins Knie gefallen war. Bamberg blieb jedoch auch ohne ihn fokussiert. Zur Schlusssirene des dritten Viertels netzte Copeland einen Wurf aus der eigenen Hälfte zum 84:69 ein.
Nach knapp drei gespielten Minuten im Schlussabschnitt konnten die rund 100 mitgereisten Bamberger Fans erst einmal aufatmen. Beim Stand von 88:73 kehrte EJ Onu ins Spiel zurück und konnte die Partie auch bis zum Ende spielen.
Kurz nach Onus Rückkehr hatte Heidelberg noch einmal die Chance, den Rückstand auf weniger als zehn Punkte zu verkürzen. Doch der insgesamt 15. Ballverlust auf MLP-Seite verhinderte dies.
Bamberg ließ sich nun nicht mehr beirren. Beim 98:78 (36. Minute) ging die Mannschaft erstmals mit 20 Zählern in Führung. Filip Stanic war es 2:56 Minuten vor dem Ende vorbehalten, mit einem Floater den 100. Bamberger Punkt zu erzielen. Ein sehenswerter Alley-oop von Trey Woodbury und ein Dunking von Adrian Nelson besiegelten letztlich den verdienten Bamberger Sieg beim Endstand von 109:90.
Trainer-Stimmen
Bambergs Coach Oren Amiel sagte nach dem Spiel: „Wir haben das Spiel und das Tempo von Beginn an ganz gut kontrolliert. Ich bin nicht so super zufrieden mit unserer Verteidigung. Wir hatten wirklich sehr gute Sequenzen, dann aber auch wieder Momente, in denen wir den Fokus verloren haben. Eine Mannschaft wie Heidelberg zu spielen, die in den ersten acht Sekunden eines Angriffs derartig viele Dreier wirft, ist nicht einfach. Sie haben zu viele Rebounds geholt und so auch Punkte aus zweiten Chancen bekommen. Insgesamt aber haben wir das Spiel gut kontrolliert, den Ball gut gepasst und auch zwischen Inside-Spiel und Würfen von außen gut variiert.“
Und Joonas Iisalo merkte an: „Gratulation nach Bamberg zum Sieg. Sie haben offensiv auf einem sehr hohen Level gespielt. Es hat sich angefühlt, als würden sie jeden Wurf treffen, obwohl sie bisher nicht so gut getroffen haben. Wir gehen gerade auf und abseits des Feldes durch einige Widrigkeiten. Mit diesen Schwierigkeiten müssen wir klarkommen und gegen den Strom ankämpfen. Heute hatten wir eine sehr gute Einstellung, jeder hat Wille gezeigt. Leider ist unser Level aktuell noch nicht da, wo wir sein wollen.“
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Am Sonntag zu Gast in Heidelberg
Bamberg Baskets wollen zweiten Saisonsieg holen
Der 6. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga hält an diesem Wochenende die bereits vierte Auswärtsaufgabe der Saison für die Bamberg Baskets bereit. Am Sonntag ist die Mannschaft von Head Coach Oren Amiel um 15:30 Uhr zu Gast bei den MLP Academics Heidelberg, die bislang genau wie Bamberg auch nur einen Sieg auf ihrem Konto verbuchen können.
Bis auf ihre letzte Partie zuhause gegen die Veolia Towers Hamburg haben die Academics bislang kein wirklich schlechtes Spiel in dieser Saison abgeliefert. Zu einer insgesamt besseren Bilanz fehlte in vielen Partien am Ende einfach das Quäntchen Glück.
Los ging es zum Saisonauftakt mit einem 89:82-Sieg im BBL-Pokal in Bayreuth, danach empfing man im ersten BBL-Spiel der Saison die Albatrosse aus Berlin, denen man sich mit 81:90 geschlagen geben musste. Besonders bitter aus Heidelberger Sicht verlief das erste BBL-Auswärtsspiel, bei dem man nach zweifacher Verlängerung in Rostock mit 113:122 den Kürzeren zog. Es folgten zwei weitere knappe Niederlagen (83:92 gegen Oldenburg und 94:98 im BBL-Pokal-Achtelfinale beim SYNTAINICS MBC), ehe man dann am 4. Spieltag den ersten BBL-Erfolg einfahren konnte. Im Gastspiel bei den Tigers Tübingen siegte das Team von Trainer Joonas Iisalo mit 94:84.
Zuletzt gegen Hamburg spielte Heidelberg zwar gut mit, ließ sich dann aber innerhalb kürzester Zeit die Partie aus der Hand nehmen und unterlag den Towers mit 73:88.
Ähnlicher Spielstil
Wenn man sich die Teamstatistiken etwas genauer anschaut, dann fällt einem sofort auf, dass beide Teams sehr gerne den Abschluss von jenseits der 6,75-Meter-Linie suchen. Während die Bamberg Baskets bislang exakt 35 Dreier pro Spiel genommen haben, sind es auf Heidelberger Seite sogar knapp fünf Versuche mehr und mit 39,8 Ligahöchstwert. Hier wird sicherlich ein Schlüssel zum Sieg im Spiel am Sonntag liegen, denn mit Trefferquoten bei den Dreiern von um die 30 Prozent haben beide Mannschaften hier noch gut Luft nach oben.
Kopf des Heidelberger Teams ist Point Guard Mike McGuirl. Der 24-jährige US-Amerikaner führt das Team nicht nur auf dem Parkett, sondern auch in verschiedenen Statistiken an. Mit 15,4 Punkten und 7,4 Assists pro Spiel sowie einer Effektivität von 16,8 stellt er die Bestwerte seines Teams. Seine 5,0 Rebounds pro Partie werden im Team nur von Center Isaiah Whaley (6,4) übertroffen. Etwas mehr als 28 Minuten stand McGuirl pro Partie bisher auf dem Parkett, in denen er sich jedoch auch 5 Ballverluste pro Spiel erlaubte.
„Natürlich ist das Spiel in Heidelberg etwas Besonderes für mich, schließlich habe ich letzte Saison noch dort gespielt. Am Ende meiner Zeit in Heidelberg lief es allerdings nicht mehr ganz so gut für mich, deshalb bin da doch etwas motivierter als sonst“, blickt Lukas Herzog, vor der Saison nach Bamberg gewechselt, auf das Duell. „Das Spiel am Sonntag ist ein ganz wichtiges Match für beide Mannschaften, denn beide Teams brauchen dringend diesen Sieg. Wir haben in dieser Woche aber gut trainiert und wenn es uns gelingt, die Fehler aus dem Oldenburg-Spiel abzustellen, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir den Auswärtssieg holen werden.“