Bas­ket­ball-Bun­des­li­ga

Bro­se Bam­berg erwar­tet die MLP Aca­de­mics Heidelberg

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Heidelberg
Foto: Pixabay
Bro­se Bam­berg emp­fängt am 12. Spiel­tag der easy­Credit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga die MLP Aca­de­mics Hei­del­berg. Das letz­te Spiel des Jah­res 2022 steigt heu­te Abend um 20.30 Uhr in der Bro­se Arena. 

Mit vier Sie­gen und sie­ben Nie­der­la­gen ste­hen die MLP Aca­de­mics Hei­del­berg aktu­ell auf dem 13. Tabel­len­platz und damit einen Rang vor Bro­se Bam­berg. Aller­dings könn­te die Bilanz auch einen Erfolg mehr auf­wei­sen, denn am letz­ten Spiel­tag hat­ten die Baden-Würt­tem­ber­ger den FC Bay­ern Mün­chen Bas­ket­ball beim Event­spiel in der mit über 10.000 Zuschau­er gut besuch­ten SAP Are­na in Mann­heim am Ran­de einer Nie­der­la­ge, muss­ten sich am Ende aber doch mit 83:87 geschla­gen geben. Tim Cole­man (21) und Eric Washing­ton (18) waren die bei­den bes­ten Wer­fer einer alles in allem aber sehr aus­ge­gli­che­nen Hei­del­ber­ger Mann­schaft. Vor allem Washing­ton ist und war immer wie­der die Lebens­ver­si­che­rung des Teams von Joo­nas Iisa­lo und sei­nes Co-Trai­ners, des ehe­ma­li­gen Bam­ber­ger Assi­stant Coa­ches Hyl­ke van der Zweep. Der US-Ame­ri­ka­ner erziel­te bis­lang im Schnitt 21,5 Punk­te, ist damit Tops­corer der gesam­ten BBL. Doch der wuse­li­ge Guard kann nicht nur scoren, son­dern auch sei­ne Mit­spie­ler per­fekt in Sze­ne set­zen. Sei­ne durch­schnitt­lich ver­teil­ten 7,3 Assists brin­gen ihn näm­lich auch in der die­ser Sta­tis­tik­ka­te­go­rie liga­weit unter die Top4. Ähn­lich wie Bro­se schließt Hei­del­berg sehr erfolg­reich aus der Nah- und Mit­tel­di­stanz ab, traf aus die­sen Regio­nen bis­lang rund 58 Pro­zent und das, obwohl sie mit im Schnitt 32 Wür­fen die wenigs­ten der Liga neh­men. Bes­te Reboun­der im Hei­del­ber­ger Team sind Max Ugrai, Vin­cent Kesteloot und aber­mals Eric Washing­ton mit im Schnitt gesi­cher­ten vier Abpral­lern pro Par­tie. Die­se Zahl zeigt, wenn man es über­haupt so sehen will, eine der weni­gen Ver­bes­se­rungs­po­ten­zia­le des Teams, denn mit ins­ge­samt bis­lang durch­schnitt­lich abge­grif­fe­nen 33,6 Rebounds pro Spiel gehö­ren sie zum hin­te­ren Drit­tel die­ser BBL-Statistik.

Abstiegs­plät­ze näher als Playoffplätze

Für Bro­se Bam­berg galt und gilt es, in der BBL wie­der in die Erfolgs­spur zurück­zu­fin­den und die bit­te­re Nie­der­la­ge im Der­by gegen Bay­reuth zu ver­ges­sen. Das 86:92 vom ver­gan­ge­nen Mon­tag wur­de auf­ge­ar­bei­tet, vor allem defen­siv war es an die­sem Abend zu wenig und zu wenig inten­siv. Dar­an wur­de in den vier Trai­nings­ein­hei­ten, die es zwi­schen Bay­reuth und Hei­del­berg gab, gear­bei­tet. Das Posi­ti­ve indes: aktu­ell sind mit Aus­nah­me des noch an sei­ner Waden­ver­let­zung labo­rie­ren­den Tyree­se Blunt alle Spie­ler fit. Auch Kevin Wohl­rath, der gegen sei­nen ehe­ma­li­gen Club nach sei­nem grip­pa­len Infekt „nur“ zehn Minu­ten auf dem Par­kett ste­hen konn­te, ist wie­der voll­stän­dig belast­bar. Damit kann Oren Amiel mit nahe­zu vol­ler Kapel­le ins letz­te Spiel des Jah­res 2022 gehen, einem enorm wich­ti­gen gegen einen direk­ten Kon­kur­ren­ten. Denn Fakt ist: aktu­ell sind die Abstiegs­rän­ge näher als etwai­ge Play­off­plät­ze. Der Fokus liegt also dar­auf, aus den unte­ren Regio­nen raus­zu­kom­men – und das geht bekannt­lich nur mit Sie­gen. Gegen Hei­del­berg ist die Bilanz bis­lang eine sehr posi­ti­ve, gab es seit dem Auf­stieg der Baden-Würt­tem­ber­ger vier Par­tien gegen­ein­an­der, alle vier konn­te Bro­se für sich ent­schei­den. Damit es auch ein fünf­tes Mal klappt, muss aber alles stim­men. Die Defen­si­ve muss ste­hen, in der Offen­si­ve müs­sen die Mecha­nis­men funk­tio­nie­ren. Die Ein­stel­lung und Moral indes sind nach wie vor her­vor­ra­gend, denn auch in Bay­reuth kam das Team nach einem zwi­schen­zeit­lich zwei­stel­li­gen Rück­stand zurück. Die­se Tugen­den zei­gen sich auch bei der Rebound­ar­beit, denn mit im Schnitt gesi­cher­ten 37 Abpral­lern gehört Bam­berg in die­ser Kate­go­rie zum obe­ren Drit­tel aller Liga­clubs, beim Defen­siv­re­bound (25,3) steht Bro­se gar auf Platz vier. Bes­ter Reboun­der im Team von Oren Amiel ist dabei Chris­ti­an Seng­fel­der (5,3). Der Kapi­tän ist zudem Bro­ses zweit­bes­ter Scorer (13,4), treff­si­che­rer zeig­te sich nur Patrick Mil­ler (13,7). Der Auf­bau­spie­ler ver­teilt mit im Schnitt 5,3 zudem die meis­ten Assists.

„Wir müs­sen unse­re Feh­ler mini­mie­ren. Das waren in den letz­ten Spie­len zu vie­le, die es uns am Ende immer schwer gemacht und den Sieg gekos­tet haben“, so Patrick Mil­ler. „Wir haben Poten­zi­al, bekom­men die PS aber aktu­ell nur müh­sam auf die Stra­ße. Gegen Hei­del­berg ist es wich­tig, dass wir von Beginn an unse­ren defen­si­ven Fokus haben. Sie sind trotz der Nie­der­la­ge gegen Mün­chen gehy­ped von die­sem Spiel, das sie bis zuletzt offen gestal­ten konn­ten. Daher müs­sen wir ihnen von Anfang an klar­ma­chen, dass es in unse­rem Zuhau­se für sie nichts zu holen geben wird.“

Nach dem Jah­res­wech­sel steht für Bro­se Bam­berg das ers­te Spiel 2023 bei den Würz­burg Bas­kets am 4. Janu­ar am, ehe es am 7. Janu­ar zum ers­ten Heim­spiel des neu­en Jah­res gegen die EWE Bas­kets Olden­burg kommt.

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