Bam­berg gegen Ber­lin endet 70:103

Bro­se Bam­berg schei­det im Vier­tel­fi­na­le aus

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Viertelfinale
Foto: Pixabay
Bro­se Bam­berg hat auch das drit­te Vier­tel­fi­na­le der Play­offs gegen Alba Ber­lin ver­lo­ren. Die Best-of-Five-Serie endet gegen über­le­ge­ne Ber­li­ner somit 0:3 und die Sai­son für Bro­se ist vorbei.

Auch wenn sie von knapp 4.000 Fans bis zum Schluss ange­feu­ert wur­den, war das drit­te Vier­tel­fi­na­le der Play­offs von Beginn an eine kla­re Ange­le­gen­heit gegen die Bam­ber­ger. Bro­se hät­te gewin­nen müs­sen, um sich Chan­cen auf die nächs­te Run­de zu wah­ren. Aber die Ber­li­ner punk­te­ten in der Bro­se Are­na zahl­reich, wäh­rend Bro­se zu kei­ner Zeit wirk­lich ins Spiel fand.

Die ers­ten gut zwei Minu­ten waren aus­ge­gli­chen (4:4). Anschlie­ßend zeig­te sich aber rela­tiv schnell, dass Ber­lin auch an die­sem Abend das Visier von jen­seits der Drei­er­li­nie opti­mal ein­ge­stellt hat­te. Lô und Delow tra­fen zwei Distanz­wür­fe inner­halb einer Minu­te (6:12, 5.).

Bro­se hin­ge­gen tat sich schwer. Offen­siv woll­ten die Wür­fe nicht fal­len, hin­ten lie­ßen sie den Ber­li­nern oft­mals zu viel Platz. Und den nutz­ten die Haupt­städ­ter gna­den­los aus. Aber­mals benö­tig­ten sie nur 60 Sekun­den für zwei wei­te­re Drei­er in Serie und brach­ten die Bam­ber­ger kurz vor Vier­te­len­de erst­mals zwei­stel­lig in Rück­stand: 15:27. Mit der Sire­ne traf Robin­son aller­dings eben­falls noch einen Distanz­wurf zum 18:27.

War die Ber­li­ner Drei­er­quo­te in Abschnitt eins bereits gut (4÷6), soll­te sie im zwei­ten Vier­tel über­ra­gend wer­den. Den Beginn mach­te DaSil­va, gefolgt von drei­en in Serie von Jale­en Smith. Auch Lô traf mit, dazu spä­ter noch Olin­de und Blatt. Am Ende ver­senk­ten die Gäs­te bis zur Pau­se 13 Drei­er bei 18 Ver­su­chen, eine Tref­fer­quo­te von 72 Pro­zent. Da konn­te Bro­se offen­siv nicht dage­gen­hal­ten. Zwar ver­such­ten die Haus­her­ren vie­les, aber es blieb dabei, die Ber­li­ner waren bis­lang vor­ne wie hin­ten ein­fach zu gut. Daher ging es fol­ge­rich­tig mit einem 25-Punk­te-Rück­stand in die Kabi­ne, stand es 36:61.

Das Spiel war früh­zei­tig entschieden

Ehr­li­cher­wei­se war das Vier­tel­fi­na­le bereits zur Halb­zeit ent­schie­den. Vor allem, da es auch nach der Pau­se naht­los so wei­ter­ging, wie es in der ers­ten ende­te. Ber­lin war auf bei­den Sei­ten des Fel­des klar über­le­gen. Alba traf zwar fort­an nicht mehr in der hohen Fre­quenz der ers­ten Hälf­te, lag aber immer noch weit über dem Durchschnitt.

Bam­berg gab sein Bes­tes und ver­such­te immer wie­der den Pass zum Cen­ter oder zum frei­en Mann an der Drei­er­li­nie. Aber die Bemü­hun­gen blie­ben zu oft erfolg­los. Ent­we­der waren schnel­le Gäs­te­hän­de dazwi­schen oder die Wür­fe gin­gen an den Ring. Mit­te des Vier­tels traf Lam­mers aus der Halb­di­stanz zum 50:80. Spä­tes­tens da war allen klar, das wird nichts mehr.

Doch was mach­ten die Fans? Sie san­gen, sie push­ten, sie feu­er­ten wei­ter an, lie­ßen ihre Mann­schaft spü­ren, dass sie stolz auf das Erreich­te waren. Mit 54:84 ging es in den Schlussabschnitt.

Dort lie­ßen es dann bei­de Teams gemäch­li­cher ange­hen. Ber­lin, da sie nicht mehr tun muss­ten, Bro­se, da die Par­tie ent­schie­den war. Den­noch oder des­halb gab es auf bei­den Sei­ten schö­ne Aktio­nen, etwa, als Tomáš Kyzlink den ein­hän­di­gen Dun­king ins Netz bug­sier­te.
Am Ende unter­lag Bro­se Bam­berg im Vier­tel­fi­na­le star­ken Ber­li­nern mit 70:103 und ver­liert die Serie damit mit 0:3. Wäh­rend es für die Haupt­städ­ter nun im Halb­fi­na­le geht Lud­wigs­burg geht, ist für Bro­se Bam­berg die Sai­son been­det. Offi­zi­ell ver­ab­schie­det sich das Team am kom­men­den Mon­tag von den Fans. Dann ist die Sai­son­ab­schluss­fei­er am und im Trai­nings­zen­trum in Strullendorf.

Bro­se-Coach Oren Amiel sag­te nach dem Spiel: „Wir haben heu­te gegen ein Team ver­lo­ren, dass sehens­wer­ten Bas­ket­ball gezeigt hat. Das muss man aner­ken­nen. Das tun wir auch. Daher Glück­wunsch an Ber­lin, viel Glück in der nächs­ten Run­de. Zum Spiel will ich gar nichts sagen. Was ich aber sagen will: Dan­ke­schön. Dan­ke an mei­nen Staff, sie waren jeder­zeit für mich da, haben mir vor allem zu Beginn immer gehol­fen. Dan­ke an die Zuschau­er, die ich nicht Zuschau­er, son­dern Unter­stüt­zer nen­ne. Sie waren, nach­dem sie wie­der in die Hal­le durf­ten, immer da und haben uns dahin gebracht, wo wir jetzt waren, in die Play­offs. Jetzt bli­cken wir nach vor­ne und bau­en eine tol­le Zukunft für Bro­se Bamberg.“

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