Bas­KID­hall fei­ert ers­ten run­den Geburts­tag und bekommt einen erwei­ter­ten Namen

Die „Hal­le für alle“ wird zehn

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Halle
Matthias Gensner, Geschäftsführer von iSo e.V., mit Veit Bergmann, heutiger Geschäftsführer der Stadtbau Bamberg GmbH, Janna Wolfschmitt, ebenfalls von iSo, und Schulreferentin Gabriele Kepic, damals Bereichsleiterin Soziales in der Stadt Bamberg während der Talkrunde in der BasKIDhall (v.l.). Foto: Stadt Bamberg, Sonja Seufferth
Es ist ein Leucht­turm­pro­jekt und ver­eint Jugend­ar­beit, Quar­tiers­ar­beit, Haus­auf­ga­ben­be­treu­ung, sozia­les Enga­ge­ment und Pro­fi­sport unter einem Dach: die Bas­KID­hall im Bam­ber­ger Stadt­teil Gereuth-Hoch­ge­richt. Seit Dezem­ber trägt sie den Namen „Hei­ner Kem­mer-Bas­KID­hall“, benannt nach dem ehe­ma­li­gen Geschäfts­füh­rer der Stadt­bau Bam­berg GmbH, der 2025 ver­stor­ben ist.

„Er war der akti­ve Motor die­ser Erfolgs­sto­ry und hielt sei­ne schüt­zen­de Hand auch in schwie­ri­gen Zei­ten über die­se segens­rei­che Ein­rich­tung“, so Bam­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke. Er ehr­te bei der offi­zi­el­len Jubi­lä­ums­fei­er in der Hal­le „Hei­ner“ Kem­mer mit einem Bas­ket­ball-Tri­kot, auf dem des­sen Name und sein Wir­kungs­zeit­raum ste­hen. „Hei­ner war ein sehr belieb­tes Vor­bild“, sag­te Starke.

Zum Ende des offi­zi­el­len Teils des Fest­ak­tes wur­de es noch ein­mal emo­tio­nal, als Jugend­li­che auf der Büh­ne von ihrer Ver­bun­den­heit mit der Bas­KID­hall erzähl­ten und im Jubi­lä­ums­song rapp­ten, was sie mit ihr ver­bin­den: „Ich bin hier groß gewor­den“, sag­te etwa Tama­ra, die seit neun Jah­ren regel­mä­ßig dabei ist. Seit eini­ger Zeit bringt sie sich selbst­be­wusst mit ein, hat­te zum Bei­spiel die Idee zum „Qua­li-Trai­ning“ für einen guten Schul­ab­schluss. Ihr macht beson­ders das Koch­an­ge­bot Spaß, auch zum Mädels­treff kommt sie regel­mä­ßig. Pas­cal begeis­tert sich eher für den Fuß­ball- und Jugend­treff, er ist seit cir­ca acht Jah­ren zuver­läs­si­ger Bas­KID­hall-Besu­cher. In einem Reim des von Jugend­li­chen gerapp­ten Bas­KID­hall-Jubi­lä­ums­songs heißt es schließ­lich: „Zehn Jah­re mein Zuhau­se, du warst immer da, ohne Pause.“


Die Ziel­grup­pe entscheidet

Wie kommt die­se Ver­bun­den­heit? Jan­na Wolf­schmitt vom Trä­ger­ver­ein „Inno­va­ti­ve Sozi­al­ar­beit e.V.“ (iSo) erklärt: „Wir schaf­fen offe­ne Räu­me und Treffs. Die Kin­der und Jugend­li­chen ent­schei­den selbst, wo sie hin­wol­len.“ Bei beson­de­rem Inter­es­se wird dann sogar ein Pro­jekt draus, wie bei­spiels­wei­se beim Trai­ning für den Qua­li­fi­zie­ren­den Haupt­schul­ab­schluss. Im Übri­gen haben sich die Kin­der und Jugend­li­chen auch um die Glit­zer-Deko am Jubi­lä­ums­tag gekümmert.

Das Pro­gramm zum Jubi­lä­um war so viel­sei­tig wie die Hal­le selbst: Die Kin­der aus dem Kin­der­gar­ten St. Gise­la san­gen ein eigens umge­dich­te­tes Geburts­tags­lied, es gab drei Film­ein­spie­lun­gen aus den ver­gan­ge­nen 10 Jah­ren und natür­lich durf­te auch das Kör­be-Wer­fen nicht feh­len. Im ers­ten Teil einer Podi­ums­dis­kus­si­on unter­hiel­ten sich Veit Berg­mann, heu­ti­ger Geschäfts­füh­rer der Stadt­bau Bam­berg GmbH, Schul­re­fe­ren­tin Gabrie­le Kepic, damals Bereichs­lei­te­rin Sozia­les in der Stadt Bam­berg und Mat­thi­as Gens­ner, Geschäfts­füh­rer von iSo, über die Ent­wick­lung der Bas­KID­hall. Im zwei­ten Teil der Talk­run­de stell­te Zwei­ter Bür­ger­meis­ter uns Sozi­al­re­fe­rent, Jonas Glüsen­kamp, den Jugend­li­chen Fra­gen zu „ihrer“ BasKIDhall.

Bam­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke hob in sei­ner Rede neben „Hei­ner“ Kem­mer vor allem Gabrie­le Kepic und Wolf­gang Heyder, dama­li­ger Geschäfts­füh­rer der Bro­se Bas­kets, als bedeu­ten­de Per­sön­lich­kei­ten und trei­ben­de Kräf­te her­vor. Mat­thi­as Gens­ner von iSo e.V. sei beson­ders unver­zicht­bar bei der Ent­wick­lung neu­er Pro­jek­te im päd­ago­gi­schen Ange­bot der Hal­le. Die­ser merk­te an: „Hier wer­den vie­le ver­schie­de­ne Part­ner zusam­men­ge­bracht. Im Jahr 2024 konn­te die Bas­KID­hall an die 10.000 Besu­che von Kin­dern und Jugend­li­chen über das Jahr hin­weg ver­zeich­nen“, so Gensner.

Dass die Bas­KID­hall rea­li­siert wer­den konn­te, ist auch dem Ein­satz des Baye­ri­schen Jugend­rings, der Baye­ri­schen Lan­des­stif­tung, der Dr. Robert Pfle­ger Stif­tung, der Ober­fran­ken­stif­tung und ins­be­son­de­re der Städ­te­bau­för­de­rung zu ver­dan­ken. Ohne deren För­der­mit­tel wäre es nie zum Bau der Bas­KID­hall gekommen.


Mehr als ein Jugendtreff

Flo­ri­an Luder­schmid, Regie­rungs­prä­si­dent von Ober­fran­ken, freu­te sich sicht­lich über das „Leben in der Bude“ zum 10. Geburts­tag und zitier­te den Begriff der „Hal­le für alle“. Die Bas­KID­hall sei mehr als ein rei­ner Jugend­treff, hier gehe es auch um sozia­le Für­sor­ge, so der Regie­rungs­prä­si­dent. Und wie es sich für einen Ort der akti­ven Mit­ge­stal­tung gehört, gab es nach dem offi­zi­el­len Part noch ein offe­nes Pro­gramm mit Musik von „Bam­bäg­ga“, ver­schie­de­nen Aktio­nen wie dem Spiel­mo­bil, einer Sieb­druck-Sta­ti­on sowie Bastel‑, Spiel- und Bewegungsangeboten.

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