IHK für Ober­fran­ken Bayreuth

Kon­junk­tur­be­fra­gung: Eini­ge Unter­neh­men verunsichert

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Konjunkturbefragung
Foto: Pixabay
Coro­na, stei­gen­de Ener­gie- und Roh­stoff­prei­se, Lie­fer­eng­päs­se, eine hohe Infla­ti­on, und eine Kon­sum­lau­ne auf his­to­ri­schem Tiefst­stand: Die ober­frän­ki­sche Wirt­schaft sieht sich immer grö­ße­ren Her­aus­for­de­run­gen aus­ge­setzt. Ent­spre­chen­de Ein­schät­zun­gen der Geschäfts­la­ge hat eine Kon­junk­tur­be­fra­gung der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth geliefert.

„Unse­re Unter­neh­men sind aktu­ell extrem ver­un­si­chert”, zitiert eine Mit­tei­lung der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth ihren Prä­si­den­ten Micha­el Waas­ner bei der Vor­stel­lung der jüngs­ten IHK-Kon­junk­tur­be­fra­gung. „Das spie­gelt sich in den Kon­junk­tur­er­war­tun­gen für 2023 wider, die in noch nie dage­we­se­nem Umfang nachgeben.“

Wobei ober­frän­ki­sche Unter­neh­men laut Kon­junk­tur­be­fra­gung noch recht gut posi­tio­niert sei­en, sagt Mal­te Tie­de­mann, Kon­junk­tur­re­fe­rent der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth. 35 Pro­zent der Befrag­ten sei­en mit ihrer aktu­el­len Geschäfts­la­ge zufrie­den, nur 18 Pro­zent nicht.

Getra­gen wer­de die­se posi­ti­ve Ein­schät­zung aber vor allem vom Tou­ris­mus­sek­tor. Im Ver­gleich zur Kon­junk­tur­be­fra­gung im Früh­jahr habe sich die Geschäfts­la­ge in ande­ren Wirt­schafts­grup­pen aber verschlechtert.

Deut­li­che Rück­gän­ge im Ver­gleich zum Früh­jahr ver­mel­de vor allem der Ein­zel­han­del, der unter der dras­tisch nach­las­sen­den Kon­sum­lau­ne lei­det. Das gel­te auch für die Bau­bran­che, die mit stei­gen­den Zin­sen, Roh­stoff­knapp­heit und Teue­run­gen beim Bau­ma­te­ri­al zu kämp­fen habe. Eben­falls einen leich­ten Dämp­fer ver­mel­den Indus­trie und Großhandel.

Nega­ti­ve Erwar­tun­gen für 2023

Nicht über­ra­schend sei­en laut Kon­junk­tur­be­fra­gung des­halb die nega­ti­ven Erwar­tun­gen für 2023. Nur noch neun Pro­zent der Befrag­ten rech­ne mit einer Ver­bes­se­rung der Geschäfts­la­ge, 53 Pro­zent dage­gen mit einer Ver­schlech­te­rung. Laut IHK sei­en die Kon­junk­tur­aus­sich­ten sogar noch nie der­art nega­tiv beur­teilt wor­den. Die Unter­neh­men wür­den zudem mit einem star­ken Rück­gang des Auf­trags­vo­lu­mens rech­nen, vor allem bei der Auslandsnachfrage.

Als Haupt­ur­sa­che für den pes­si­mis­ti­schen Aus­blick geben vie­le Bran­chen die Preis­ent­wick­lung bei Ener­gie, Roh­stof­fen und Vor­pro­duk­ten an. Für etwa 85 Pro­zent der befrag­ten Betrie­be stel­le die­se Ent­wick­lung ein Hemm­nis für den Geschäfts­be­trieb dar. Die stärks­ten Risi­ken wür­den Unter­neh­men dar­über hin­aus vor allem bei der Inlands­nach­fra­ge und dem Fach­kräf­te­man­gel sehen.

Die IHK for­dert ent­spre­chend wirt­schafts­po­li­ti­sche Gegen­maß­nah­men. Anfan­gen müs­se man bei einer raschen Umset­zung der Gas- und Strom­preis­brem­se und dem beschleu­nig­ten Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gien. Dafür sei­en ein dras­ti­scher Abbau büro­kra­ti­scher Hemm­nis­se und effi­zi­en­te­re Pla­nungs­ver­fah­ren erforderlich.

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