IHK-Gremium Bamberg im Austausch mit Landrat und Oberbürgermeister
Wirtschaft und Politik suchen Schulterschluss für Bamberg
Der enge Schulterschluss zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung steht im Mittelpunkt des Unternehmerfrühstücks des IHK-Gremiums Bamberg mit Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier und Landrat Johannes Maciejonczyk, wie die IHK für Oberfranken Bayreuth mitteilt.
„Gerade in Zeiten von Transformationsdruck und wachsender Unsicherheit ist es entscheidend, dass Wirtschaft, Verwaltung und Politik gemeinsam Lösungen vor Ort entwickeln und Hand in Hand zusammenarbeiten“, betont Herbert Grimmer, Vorsitzender des IHK-Gremiums Bamberg. Oberbürgermeister Niedermaier kündigt in diesem Zusammenhang an, dass ein Wirtschaftssenat gegründet werden soll, um den Themen Wirtschaft und Digitalisierung mehr Sichtbarkeit und Bedeutung zu verleihen. „Wir entwickeln einen direkten Draht in die Politik und stellen damit sicher, dass wirtschaftliche Themen zügig behandelt werden“, so Niedermaier.
Auch Landrat Maciejonczyk unterstreicht die Bedeutung einer starken regionalen Wirtschaft: „Am Anfang der Nahrungskette steht immer das, was erwirtschaftet wird. Nur wenn unsere Wirtschaft stark bleibt, können wir auch künftig Wohlstand, soziale Stabilität und gesellschaftliche Leistungen sichern.“
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung werden konkrete Themen aus Handel, Logistik, Tourismus, Stadtentwicklung und Denkmalpflege angesprochen. Vertreter aus der regionalen Wirtschaft werben dabei für bessere Rahmenbedingungen, mehr Pragmatismus in Genehmigungsverfahren und ein stärkeres Bewusstsein für die Bedeutung, aber auch die Sorgen regionaler Unternehmen.
Herbert Grimmer: Bildung als elementarer Schlüsselfaktor
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bedeutung von Bildung und beruflicher Qualifikation. Das IHK-Gremium spricht sich für eine stärkere Vernetzung von Unternehmen, Schulen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus, um jungen Menschen Perspektiven aufzuzeigen und das Verständnis für Selbstständigkeit und Mittelstand zu stärken.
„Bildung ist die Rendite der Zukunft. Das können wir direkt hier in Bamberg gestalten gemeinsam mit Schulen, Hochschulen und Unternehmen“, so der IHK-Gremiumsvorsitzende.
“Kompass” für die kommenden Jahre überreicht
Zum Abschluss überreicht Grimmer im Namen des IHK-Gremiums den Gästen einen Auszug aus Artikel 153 der Bayerischen Verfassung als symbolischen “Kompass“ für die kommenden Jahre. Dort ist klar als Verfassungsauftrag formuliert, die selbständigen Klein- und Mittelstandsbetriebe zu fördern und gegen “Überlastung und Aufsaugung“ zu schützen, aber auch den Aufstieg „aus nichtselbständiger Arbeit zu selbständigen Existenzen zu fördern“. Grimmer leitet daraus ab, dass Wirtschaft, Verwaltung und Politik miteinander Lösungen suchen, um Hindernisse abzubauen. „Wir freuen uns auf eine intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit,” so Grimmer.
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Einsatz für den Wirtschaftsstandort Oberfranken
IHK zeichnet ehrenamtlich engagierte Persönlichkeiten aus Landkreis Bamberg aus
Fast 100 Prüferinnen und Prüfer aus Oberfranken, die seit mindestens 20 Jahren dieser Tätigkeit ehrenamtlich nachgehen, hat die Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth für ihr großes Engagement ausgezeichnet. Einige der Geehrten kommen dabei auch aus dem Einzugsgebiet des IHK-Gremiums Bamberg, wie die IHK für Oberfranken Bayreuth mitteilt.
Aus der Stadt und dem Landkreis Bamberg werden geehrt: Johannes Barth, Manfred Burger, Thomas Hein, Kerstin Richter und Katharina Schumm für 20 Jahre sowie Hans-Peter Beuschlein, Matthias Lebert und Jochen Roll für 30 Jahre.
„Berufliche und akademische Bildung sind längst absolut gleichwertig”, macht Dr. Michael Waasner deutlich, Präsident der IHK für Oberfranken Bayreuth, vor dem Hintergrund des nach wie vor anhaltenden Trends zur akademischen Bildung. Die Gleichwertigkeit beziehe sich dabei nicht nur auf die Karrieremöglichkeiten, sondern auch auf die Verdienstchancen. Deshalb habe das Thema Berufliche Bildung bei der IHK auch oberste Priorität. Sie sichere den qualifizierten Fachkräftenachwuchs und damit auch die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Oberfranken. „Die berufliche Bildung ist das große Rad, das die oberfränkische Wirtschaft am Laufen hält und daran haben auch die rund 2000 ehrenamtlich tätigen Prüfer großen Anteil”, so Dr. Waasner weiter.
Weit über ihre Tätigkeit in den Betrieben hinaus seien die ehrenamtlichen Prüfer für die Region von großer Bedeutung. so der Hofer Landrat Dr. Oliver Bär stellvertretend für die Kommunalpolitik. Wenn Oberfranken auf junge Leute setzen kann, die auf hervorragende Art und Weise ausgebildet wurden und die sich global behaupten könnten, dann haben daran auch die vielen ehrenamtlichen Prüfer großen Anteil. „Sie sind ein wesentlicher Bestandteil der Wirtschaft von heute und einer möglichst guten Zukunft der Wirtschaft von morgen”, so der Landrat zu den Ausgezeichneten.
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Wirtschaft im Raum Bamberg trotzt schwierigen Rahmenbedingungen
Bamberger Wirtschaft wächst – Industrie schwächelt
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Raum Bamberg ist seit 2019, dem Jahr vor Corona, um 3.157 auf 97.770 angestiegen, so die IHK für Oberfranken Bayreuth in einer aktuellen regionalen Analyse. Die Stadt Bamberg verzeichnete ein Plus von 3.269 auf 57.747, der Landkreis Bamberg hingegen einen leichten Rückgang um 112 auf 40.023 Beschäftigte.
Die IHK für Oberfranken Bayreuth wirft einen genaueren Blick auf die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit für die einzelnen Branchen. Eine Analyse der einzelnen Wirtschaftsabschnitte zeigt, dass in der Stadt Bamberg die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen mit einem Beschäftigtenplus von 923, der Bereich Information und Kommunikation mit einem Plus von 646 und der Bereich Verkehr und Lagerei mit 607 die höchsten Zuwächse verzeichnen. Von einem Beschäftigtenabbau besonders betroffen war in der Stadt Bamberg vor allem das Verarbeitende Gewerbe (-1.465). In nur sechs Jahren ging jeder zehnte Industriearbeitsplatz verloren.
Auch im Landkreis Bamberg zeigt sich das Verarbeitende Gewerbe mit einem Beschäftigtenrückgang um 2.154 auf 11.278 sichtlich angeschlagen. Gegenüber 2019 gingen hier 16 Prozent der Arbeitsplätze verloren. Aber auch das Gastgewerbe verzeichnet ein deutliches Minus von 239 oder 19,5 Prozent auf 989. Das größte Plus gab es im Landkreis beim Handel inklusive Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (+813) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (+561).
Beängstigender Beschäftigtenabbau in der Industrie
„Auch wenn die Beschäftigtenentwicklung in der Summe in der Stadt und im Landkreis Bamberg noch positiv ist: Der Beschäftigtenverlust in der Industrie ist beängstigend”, macht Herbert Grimmer deutlich, IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des IHK-Gremiums Bamberg. „Vor allem im Landkreis ist das keine Konjunkturflaute mehr, sondern ein substanzieller Abbau. Es ist fraglich, ob es gelingen wird, den dort erfolgten Beschäftigtenverlust in absehbarer Zeit wieder aufzufangen oder ob wir uns mitten in einem Prozess der Deindustrialisierung befinden.”
Trotz positiver Entwicklung: Durch Verlust der Industriearbeitsplätze droht Gefahr
„Oberfranken und dort vor allem Stadt und Landkreis Bamberg haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten ein Beschäftigtenwachstum hingelegt, um das uns viele andere Regionen in Deutschland beneiden”, macht Grimmer deutlich. Von historischen Erfolgen könne die Region aber nicht leben.
„Lange Jahre wurde der Erfolg der deutschen Industrie als selbstverständlich angenommen”, so Grimmer. „Die internationalen Rahmenbedingungen sind so schwierig wie selten zuvor. Mit diesen Bedingungen müssen andere Länder genauso klarkommen. In Deutschland sind wir uns aber außerdem oft selbst im Weg. Viele unserer Probleme sind hausgemacht.” Das Spektrum reiche von der überbordenden Bürokratie über fehlende Deregulierungen, lange Genehmigungsverfahren und die im internationalen Vergleich hohen Energiekosten, die hohe Abgaben- und Steuerlast bis hin zur oft antiquierten Infrastruktur.
Auch gegenüber 2024 verzeichnen Stadt (+568) und Landkreis (+239) einen leichten Beschäftigtenzuwachs.
Oberfranken: Seit 2019 Verlust von 15.252 Industriearbeitsplätzen
In Gesamtoberfranken verzeichnet das Verarbeitende Gewerbe einen sehr deutlichen Beschäftigtenabbau mit einem Minus von 15.252 Beschäftigten seit 2019 (-11,1 Prozent). Zudem ist bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen eine nennenswerte Abnahme zu verzeichnen (-1.406 Beschäftigte). Dies lässt sich durch deren enge Verknüpfung mit dem Verarbeitenden Gewerbe erklären. Es gibt allerdings auch Wirtschaftsabschnitte, welche sich im Wachstum befinden, etwa die öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung (+5.741 seit 2019), das Gesundheits- und Sozialwesen (+3.342), Verkehr und Lagerei (+2.566), Erziehung und Unterricht (+2.557) oder die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+2.134).
Während in der Summe seit 2019 oberfrankenweit 4.224 neue Arbeitsplätze entstanden sind, ist die Entwicklung zuletzt spürbar gekippt. Gegenüber 2024 verzeichnet Oberfranken einen Rückgang von 1.858 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, verursacht vor allem durch den Abbau im Verarbeitenden Gewerbe (-3.764), aber auch im Handel und den wirtschaftsnahen Dienstleistungen. Neue Arbeitsplätze sind im vergangenen Jahr vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen entstanden (+1.524). Hinweis: Die Berechnungen basieren auf Daten der Bundesagentur für Arbeit zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Stichtag 30.6. des jeweiligen Jahres.
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Für 1.957 Azubis aus Oberfranken wird es ernst
Start der IHK-Abschlussprüfungen
Am morgigen Dienstag, dem 28. April, beginnen für viele Auszubildende die IHK-Abschlussprüfungen, wie die IHK für Oberfranken Bayreuth mitteilt. Insgesamt 1.957 Auszubildende legen bei der IHK für Oberfranken Bayreuth ihre Prüfungen in insgesamt 100 Berufen ab.
Für Michael von Hertell, Leiter der beruflichen Bildung, ist die duale Ausbildung ein echter Erfolgsfaktor: Die Ausbildung in einem Betrieb lege das Fundament für einen nachhaltigen, erfolgreichen Berufsweg. Die Azubis bauten nicht nur umfangreiche Fachkenntnisse auf, sondern entwickelten sich dabei auch persönlich stark weiter. Er betont, wer sich für eine Ausbildung entscheide, stell die richtigen Weichen für die Zukunft.
Zunächst stehen am 28. und 29. April für 1.465 Prüflinge in 52 kaufmännischen und kaufmännisch verwandten Berufen die schriftlichen Abschlussprüfungen auf dem Programm. Dazu gehören Kaufleute für Büromanagement sowie Einzelhandels- und Bankkaufleute. Ab dem 5. und 6. Mai folgen die Prüfungen für 492 Prüflinge in 48 technischen Berufen, darunter Industriemechaniker, Mechatroniker und Elektroniker. Die mündlichen und praktischen Prüfungen finden für die technischen Berufe zwischen dem 22. Juni und 31. Juli 2026, für die kaufmännischen Berufe zwischen dem 29. Juni und dem 31. Juli 2026 statt.
Zwei von drei Ausbildungsverhältnissen bei IHK-Unternehmen
Für die Prüflinge geht mit der Abschlussprüfung ein wichtiger Lebensabschnitt zu Ende: Unsere Unternehmen sind auf qualifizierte Nachwuchskräfte angewiesen, um die Herausforderungen von heute und morgen zu meistern, unterstreicht von Hertell. Eine fundierte Ausbildung ist aber auch der Schlüssel, um den Wirtschaftsstandort Oberfranken langfristig zu stärken.
Die Förderung der beruflichen Bildung bleibt zentrale Aufgabe der deutschen IHKs. Mit einer bundesweiten Ausbildungskampagne setzen die deutschen IHKs Impulse, um das Ansehen der dualen Ausbildung weiter zu erhöhen und mehr junge Menschen für diesen Karriereweg zu begeistern. Unter dem Motto “Jetzt #könnenlernen – Ausbildung macht mehr aus uns” geben echte Auszubildende Einblicke in ihre Arbeitswelt und zeigen: Ausbildung lohnt sich.
Die schriftlichen IHK-Abschlussprüfungen finden an bundesweit einheitlichen Terminen statt. Die IHKs in Oberfranken stehen für knapp zwei Drittel aller Ausbildungsverhältnisse in der Region.
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IHK unterstützt TTZ-Antrag für Hallstadt
„Nachhaltige Energieversorgung muss praktikabel sein“
In Hallstadt soll ein Technologietransferzentrum (TTZ) “Clean Energy – Regionale Energiesysteme“ entstehen. Ein entsprechender Förderantrag wurde von der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) in Kooperation mit dem Landkreis Bamberg und dem Cleantech Innovation Park in Hallstadt dem Bayerischen Wissenschaftsministerium zugeleitet. Bei einem Besuch im Cleantech Innovation Park sagte die Spitze der IHK für Oberfranken Bayreuth ihre Unterstützung zu.
„Die Energieversorgung ist für unsere oberfränkischen Unternehmen ein zentraler Standortfaktor, gerade in der Industrie. Hier braucht es neue, innovative Wege. Künftige Energiesysteme müssen deutlich regionaler gedacht und dann auch vor Ort umgesetzt werden“, betont IHK-Präsident Dr. Michael Waasner.
Das geplante Technologietransferzentrum im Landkreis Bamberg (TTZ-BA) soll die zentralen Herausforderungen der Energiewende adressieren, nämlich Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Kosteneffizienz sowie ökologische Verträglichkeit. „Es zielt darauf ab, die Resilienz von Unternehmen und Kommunen zu stärken und die Abhängigkeit von internationalen Energieimporten zu reduzieren“, erläutert Prof. Dr.-Ing. Arnulf Hörtnagl von der TH Würzburg-Schweinfurt, der den wissenschaftlichen Teil des TTZ koordiniert. Das TTZ Bamberg fokussiere dabei sowohl die Auswahlentscheidungen zu Energiesystemen als auch die Entwicklung, Integration und Testung von Systemkomponenten entlang der gesamten Wertschöpfungskette “Clean Energy“. „Schlüssel für die Wirtschaftlichkeit ist dabei die Dezentralisierung der Energiegewinnung, ‑speicherung und ‑nutzung in Verbindung mit der verstärkten Sektorenkopplung von Strom, Gas und Wärme“, so Hörtnagl.
Konkret soll im TTZ Bamberg die Praxistauglichkeit nachhaltiger Energiesysteme getestet werden, etwa die Nutzbarkeit von Wasserstoff in konkreten Industrieanwendungen, die Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Speichertechniken im Realbetrieb oder der Einsatz von KI in der Systemsteuerung. „Alles Zukunftsthemen, von deren Lösungen die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen abhängt“, ergänzt IHK-Vizepräsident Herbert Grimmer, der mit seinem Unternehmen Grimmer GmbH als Partner in das Projekt einsteigen will.
Zentrales Zukunftsthema
Das Wissenschaftsministerium des Freistaats Bayern hat eine Förderung des TTZ Bamberg mit 5 Millionen Euro über fünf Jahre avisiert und auch von Ministerpräsident Dr. Markus Söder bereits konkret in Aussicht gestellt, doch vorher muss die Region liefern und eine Stiftungsprofessur sowie den Standort für das TTZ bereitstellen. „Der Landkreis Bamberg unterstützt dieses Vorhaben bewusst sowohl bei der Unterbringung im Cleantech Innovation Park als auch bei der Finanzierung der Stiftungsprofessur, weil wir fest davon überzeugt sind, dass Investitionen in Innovation und Wissenstransfer zentrale Bausteine für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg sind“, so Bambergs Landrat Johann Kalb. “Mit der Ansiedlung des TTZ im Cleantech Innovation Park setzen wir ein starkes Zeichen für die Zukunftsfähigkeit unserer Region.“
Die IHK will zum Gelingen des Technologietransferzentrums “Clean Energy – regionale Energiesysteme“ tatkräftig beitragen, „zumal Oberfranken bei der bisherigen Verteilung von TTZs in Bayern nicht gerade begünstigt worden ist und mit dem jetzt vorliegenden Antrag wirklich ein zentrales Zukunftsthema angepackt wird“, so Dr. Waasner. Die IHK will bei der Vernetzung von Wirtschaft, Dienstleistern und Politik, bei der konkreten Ansprache interessanter Unternehmen sowie bei der Öffentlichkeitsarbeit Hilfestellung leisten – sowie bei der Argumentation gegenüber der Politik.
Nur vier Zusagen für neue TTZs soll es in diesem Jahr für ganz Bayern geben, doch Prof. Hörtnagl ist zuversichtlich, dass man mit “Clean Energy“ das aktuell wohl drängendste Thema besetzt. Dem stimmt IHK-Präsident Dr. Waasner zu: „Die aktuelle Entwicklung am Persischen Golf zeigt, wie sensibel das Thema Energieversorgung auch für Bayern ist. Hier müssen wir schnell umsetzbare Alternativen zu den fossilen Energieträgern entwickeln, die auch dann Energie liefern, wenn kein Wind weht und keine Sonne scheint.“
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IHK-Präsident Dr. Michael Waasner mahnt dringende Reformen an
Oberfranken: 15.252 Industriearbeitsplätze seit 2019 verloren
Oberfranken hat 15.252 Industriearbeitsplätze seit dem Jahr 2019 verloren, teilt die IHK für Oberfranken Bayreuth mit und bezieht sich bei den Berechnungen auf Daten des Bayerischen Landesamtes für Statistik zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.
„Die Deindustrialisierung Oberfrankens schreitet ungebremst voran“, warnt Dr. Michael Waasner, Präsident der IHK für Oberfranken Bayreuth. „Alleine von 2024 auf 2025 gingen 3.764 Industriearbeitsplätze verloren. Damit summieren sich die Beschäftigtenverluste in der Industrie seit 2019 auf 15.252.“ Dr. Waasner mahnt dringend eine Ertüchtigung des Standortes Deutschland an.
Der Beschäftigtenabbau um 15.252 oder 11,1 Prozent entspricht in etwa den Einwohnerzahlen von Städten wie Kronach (16.600), Selb (14.700), Pegnitz (13.700) oder Hirschaid (12.400). Hinzu komme ein Abbau von 1.406 Beschäftigten seit 2019 bei den “wirtschaftlichen Dienstleistungen” – nicht zuletzt, weil Aufträge aus der Industrie ausblieben.
Zahl der Industriebeschäftigten in Oberfranken auf historischem Tief
„Mit 121.545 hat die Zahl der Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe einen historischen Tiefststand erreicht“, so Dr. Waasner. „Unsere schlimmsten Befürchtungen sind leider eingetreten.“
Für diese besorgniserregende Entwicklung gebe es drei Hauptgründe: die schlechten Standortbedingungen für die Industrie, die unsicheren internationalen Märkte und die Krise der deutschen Automobilhersteller, die voll auf die über 200 Automobilzulieferer in Oberfranken durchschlage.
Zwar gebe es laut Berechnungen der IHK für Oberfranken Bayreuth Zuwächse in anderen Wirtschaftszweigen, aber die reichten nicht aus, um die Verluste in der Industrie zu kompensieren, etwa in der öffentlichen Verwaltung (+5.741 seit 2019), im Gesundheits- und Sozialwesen (+3.342), im Bereich Verkehr und Logistik (+2.566), Erziehung und Unterricht (+2.557) oder den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+2.134) Die Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist zwischen 2019 und 2025 mit einem Plus mit 4.224 oder 1,0 Prozent noch leicht gestiegen. Im vergangenen Jahr gingen in der Summe 1.858 Arbeitsplätze verloren.
Berlin habe erste Weichen gestellt, aber das reiche bei weitem nicht aus. Dr. Waasner fordert entschlossenes Handeln: „Arbeitskosten, Steuer- und Abgabenlast sowie Bürokratie müssen runter, Planungssicherheit und Infrastrukturausgaben rauf!“ Er erinnert an die Agenda 2010: Damals wurde Deutschland vom „kranken Mann“ zur wirtschaftlichen Lokomotive Europas. Oberfranken profitierte davon erheblich – die Arbeitslosigkeit sank, die Beschäftigung stieg.
Aber nicht nur in Brüssel, Berlin und München müssten die Weichen für die Zukunft gestellt werden, sondern auch auf kommunaler Ebene. „Noch mehr als bisher müssen auch in der Kommunalpolitik bei jeder Entscheidung Auswirkungen auf den Standort und die Wirtschaft mitgedacht werden”, so Dr. Waasner mit einem Appell an alle neu oder wieder gewählten Kommunalpolitikerinnen und ‑politiker.
Deutschland brauche Antworten auf eine sich radikal veränderte Weltordnung, den immer härter werdenden internationalen Wettbewerb und den demografischen Wandel. „Jetzt braucht es wieder einen Kraftakt, die Lage ist so ernst wie selten zuvor“, macht Dr. Waasner deutlich. „Wir brauchen ein Jahr der Reformen, eine Agenda 2030, eine Agenda für mehr Wachstum. Unsere Unternehmen brauchen wieder eine verlässliche Zukunftsperspektive. Und zwar jetzt!“
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Oberfränkische Wirtschaftskammern bezeichnen Stimmung als alarmierend
Oberfranken braucht Taten, keine Ankündigungen
Der Wirtschaftsstandort Oberfranken steht am Scheideweg. Daher müsse die Regierung endlich zu einem echten Befreiungsschlag ansetzen, so die Präsidenten der IHK für Oberfranken Bayreuth, der HWK für Oberfranken und der IHK zu Coburg, Dr. Michael Waasner, Matthias Graßmann und Dr. Andreas Engel. Ohne Befreiungsschlag komme die Wirtschaft nicht aus der Krise, die Unternehmen warteten auf den versprochenen Wachstumsbooster.
Im April 2024 hatten die oberfränkischen Wirtschaftskammern gemeinsam im Rahmen einer Pressekonferenz in Kasendorf „Wirtschaft@Politik“ die Dringlichkeit von wirtschaftspolitischen Reformen unterstrichen. „Zwei Jahre später ist die politische Bilanz absolut ernüchternd. Wir erkennen weiterhin keinen Willen zu großen, strukturellen zukunftsorientierten Reformen“, resümiert der Präsident der HWK für Oberfranken, Matthias Graßmann. Das Handwerk bleibe zwar stabil, die Stimmung aber sei absolut alarmierend. Dr. Michael Waasner, Präsident der IHK für Oberfranken Bayreuth ergänzt: „Die Lage ist mehr als ernst. Seit 2019 sind im Verarbeitenden Gewerbe, also in der Industrie und im Produzierenden Handwerk, in Oberfranken 11.500 Arbeitsplätze verlorengegangen.“ Nur noch 125.000 Menschen arbeiten in diesem Bereich – so wenige wie nie zuvor.
Die drei Wirtschaftskammern vertreten rund 77.000 Unternehmen aus Industrie, Handwerk, Handel, Tourismus und Dienstleistungen. Sie fordern von der Bundesregierung endlich einen klaren Kurs für den Standort Deutschland. Dr. Andreas Engel, Präsident der IHK zu Coburg, bringt es auf den Punkt: „Auf Seiten der Politik dürfte es längst kein Erkenntnisproblem mehr geben, dass höchster Handlungsdruck herrscht, und es wurden ja auch Reformen und Entlastungen angekündigt – aber passiert ist viel zu wenig.“
Bürokratie lähmt Betriebe
Bürokratie, Energie & Rohstoffe, Infrastruktur, Fachkräftesicherung, Steuern & Abgaben und Planungssicherheit – 2026 bestimmen noch die gleichen Schlagworte die Diskussion, die die Wirtschaftskammern 2024 verstärkt in den Fokus gerückt haben. Dr. Engel: „Wir haben keine Zeit mehr für weitere Stolperschritte im Klein-Klein – unser Standort braucht tiefgreifende Reformen zur Verbesserung der Standortqualität, und zwar schnellstmöglich!“
Gerade die jüngsten Diskussionen – Abschaffung des Anspruchs auf Teilzeitarbeit („Lifestyle-Teilzeit“), Erhöhung der Erbschaftssteuer, Kürzungen des Leistungskatalogs bei der gesetzlichen Krankenkasse, Einbeziehung weiterer Einkünfte in die Beitragsrechnung – würden nur weiter das Klima vergiften. „Außerdem wird so jeder mögliche Reformansatz sofort zerredet. Dieses Vorgehen ist der schwierigen Lage absolut nicht angemessen“, kritisiert Graßmann.
„Wir brauchen eine Agenda 2030 und keine Politik unkoordinierter Einzelmaßnahmen. Mit einem solchen Masterplan sollen Investitionen, Arbeitsvolumen und Produktivität dauerhaft gestärkt werden”, macht Dr. Waasner deutlich. „Es kann doch nicht sein, dass schulterzuckend zur Kenntnis genommen wird, dass durch die De-Industrialisierung die Basis unseres Wohlstands schleichend erodiert, dass Investitionen immer weiter gekürzt werden, dass der Jobabbau an Tempo gewinnt“, so Dr. Engel.
Auch bei den weiteren Stichworten aus der Pressekonferenz 2024 „Wirtschaft@Politik“ sehen die oberfränkischen Industrie- und Handelskammern und die Handwerkskammer für Oberfranken kaum Bewegung. Bürokratie bleibt ein großes Hindernis. „Es gibt viele Ankündigungen, aber kaum echte Erleichterungen“, kritisiert Graßmann. Selbst einfache Maßnahmen wie die Abschaffung der Bonpflicht wurden nicht umgesetzt. Die Folge: Unternehmen verlieren Zeit und Geld durch unnötige Vorschriften – und zudem längst die Geduld.
Infrastruktur: Hier zeige sich schon jetzt, dass nur Teile des sogenannten Sondervermögens für Infrastrukturmaßnahmen tatsächlich sachgerecht ausgegeben werden. Graßmann weiter: „Planungssicherheit? Beim Heizungsgesetz etwa zeigt sich, wie wenig die Politik auf die Wirtschaft hört.“
„Die Stimmung unter unseren Betrieben ist schlecht. Dies ändert sich nur, wenn die Politik ihre dringlichsten Hausaufgaben macht und die Regierung als entschlossene Einheit auftritt“, so Dr. Waasner. Als Fazit formuliert er eine eindeutige Botschaft: „Der Herbst ist vorbei, einen Herbst der Reformen habe ich nicht wahrgenommen. Was wir wirklich brauchen, ist kein Frühling der Diskussionen, kein Frühling der Dampfplauderei und erst recht kein Frühling neuer Vorschriften, sondern ein Frühling der Taten!“ Die Politik müsse jetzt handeln, damit Oberfranken und ganz Deutschland wieder auf Kurs kommen.
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Vielfalt als Chance
Neujahrsempfang der IHK für Oberfranken Bayreuth
Beim Neujahrsempfang der IHK für Oberfranken Bayreuth betont Präsident Dr. Michael Waasner die schwierige wirtschaftliche Lage der Region, insbesondere den Verlust von Industriearbeitsplätzen und die Notwendigkeit, Bürokratie abzubauen und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. RTL-Managerin Mirijam Trunk hebt in ihrem Festvortrag die Bedeutung von Vielfalt und Diversität in Unternehmen hervor, die nachweislich Innovation und Unternehmenserfolg fördere.
Die IHK für Oberfranken Bayreuth hat ihren traditionellen Neujahrsempfang in der Eventarena Himmelkron ausgerichtet. Rund 200 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft nutzten in der Eventarena Himmelkron die Gelegenheit zu Austausch und Standortbestimmung zum Jahresauftakt.
Dr. Waasner geht in seiner Ansprache auf die aktuelle Wirtschaftslage in Oberfranken ein. Seit 2019 hat die oberfränkische Industrie 11.500 Arbeitsplätze verloren, die Industrie beschäftigt so wenige Menschen wie nie zuvor, nur noch rund 125.000. Einen Beschäftigtenzuwachs gab es nur bei den Dienstleistungen und vor allem in der öffentlichen Verwaltung, wo 5.500 neue versicherungspflichtige Stellen entstanden. Dr. Waasner: „Für jeden zweiten Arbeitsplatz, der in der Industrie verloren ging, entstand einer in der Verwaltung. Meine Damen und Herren, das ist kein nachhaltiges Wachstumsmodell!” Leider stimmen auch die weiteren Perspektiven wenig optimistisch. „Die ersten Trendergebnisse der IHK-Konjunkturergebnisse zeigen, dass bei den Erwartungen für 2026 Pessimismus weiterhin überwiegt, wenngleich der Trend wieder in die richtige Richtung geht”, so der IHK-Präsident.
Oberfränkische Wirtschaft vor enormen Herausforderungen
„Wir müssen uns fragen: Haben wir noch das richtige Betriebssystem für unsere Wirtschaft? Oder laufen wir mit veralteter Software, während andere längst aufgerüstet haben?”, so Dr. Waasner. Er geht auf die Herausforderungen ein, vor denen die oberfränkische Wirtschaft steht. Der IHK-Präsident fordert, Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und die Bürokratie abzubauen, Investitionen zu erleichtern, Unternehmen steuerlich zu entlasten, Arbeitsanreize zu verbessern und die Infrastruktur endlich auf das Niveau des 21. Jahrhunderts zu bringen. „Die Bereitschaft, Veränderungen anzugehen, ist in der Gesellschaft und in der Politik noch zu schwach ausgeprägt. Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Region zu sichern.“
Unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen zusammenbringen
Ein besonderer Höhepunkt des Abends ist der Festvortrag von Mirijam Trunk, Chief Crossmedia Officer, Chief Sustainability & Diversity Officer von RTL Deutschland und Bestsellerautorin. Unter dem Titel “Verschiedene Köpfe kommen zu besseren Ergebnissen – wie Frauen und Männer gemeinsam mehr Vielfalt in Unternehmen bringen“ spricht sie über die Bedeutung von Diversität für Innovation und Unternehmenserfolg. Trunk macht deutlich: „Vielfalt ist viel mehr als Mann und Frau. Es geht darum, unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen zusammenzubringen, um bessere Lösungen zu finden.“
Sie schildert anschaulich, wie unbewusste Denkmuster und gesellschaftliche Prägungen die Arbeitswelt beeinflussen und wie wichtig es ist, diese zu hinterfragen: „Wir alle haben Bilder im Kopf, die unser Handeln bestimmen. Entscheidend ist, dass wir uns dessen bewusst werden und aktiv daran arbeiten, Vielfalt zu fördern.“ In ihrem Vortrag stellt sie gegenüber, wie unterschiedlich bestimmte Eigenschaften bei Frauen und bei Männern interpretiert werden. Zeige ein Mann Emotionen, gelte er als energisch und einfühlsam, eine Frau dagegen als “hysterisch und gaga.” Zeige ein Mann wenig Emotionen, habe er sich im Griff, eine Frau dagegen gelte als eiskalt.
In Deutschland gelte für Frauen weiterhin das Motto “Kind oder Karriere”. Nicht von ungefähr sei Deutschland internationaler Spitzenreiter bei Teilzeitarbeit. Auch hätten Kinder für Frauen spürbare Auswirkungen auf ihr Einkommen.
Vielfalt als strategische Chance begreifen
Unternehmen, die Diversität leben, sind nachweislich innovativer und erfolgreicher: „Mit einem vielfältigen Management erzielen Unternehmen 19 Prozent mehr Innovationen”. So Trunk. „Es geht darum, Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die für alle Menschen passen – und damit neue Kundengruppen zu erschließen.“ Sie appelliert an die Führungskräfte in Oberfranken, Vielfalt als strategische Chance zu begreifen: „Vielfalt ist kein kurzfristiger Trend, sondern eine zentrale Führungsaufgabe. Nur so können wir die Herausforderungen des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels meistern.“
Die gebürtige Bambergerin studierte Psychologie, Kommunikationswissenschaft und Politik in München und Washington D.C., absolvierte eine Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München und arbeitete als Reporterin beim Bayrischen Rundfunk. Mit 27 wurde die heute 34-jährige Geschäftsführerin der Bertelsmann Audio Alliance und baute das Podcast-Geschäft des Unternehmens auf, bevor sie RTL-Managerin wurde.
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Die Elite ihres Ausbildungsberufs im Freistaat
IHK ehrte “Bayernbeste” aus dem Gremiumsbezirk Bamberg
Bei einer Feierstunde auf Kloster Banz hat die IHK für Oberfranken Bayreuth zwölf “Bayernbeste” geehrt. Sie alle haben ihre Ausbildung im aktuellen Prüfungsjahrgang als Beste ihres jeweiligen Ausbildungsberufs abgeschlossen und sind damit die Besten im Freistaat, wie die IHK für Oberfranken Bayreuth mitteilt.
Mit Marie Hohleweg aus Reckendorf, Lisa-Marie Külle aus Baunach, Luisa Schreiber und Vanessa Neid aus Bamberg und Nina Then aus Memmelsdorf kommen dabei fünf “Bayernbeste” aus dem Bezirk des IHK-Gremiums Bamberg.
Die herausragende Leistung der “Bayernbesten” wird unter anderem an den folgenden Zahlen deutlich: Rund 50.000 junge Leute in etwa 200 Ausbildungsberufen sind in diesem Prüfungsjahrgang in ganz Bayern zu den IHK-Abschlussprüfungen angetreten. „Sie haben es in ihrem Beruf auf Platz 1 geschafft. Das ist eine außergewöhnliche Leistung, auf die Sie sehr stolz sein können”, macht der IHK-Präsident Dr. Michael Waasner bei der Ehrung deutlich.
Er bescheinigte den Absolventinnen und Absolventen Einsatz, Können und Durchhaltevermögen. „Sie haben nicht aufgegeben und Standfestigkeit gezeigt”, sagte er. Um den Wandel und die damit verbundenen Herausforderungen bewältigen zu können, seien Stabilität und Flexibilität notwendig. Ständige Veränderungen seien mittlerweile nicht mehr nur Begleiter im täglichen Berufsleben, sondern Antreiber. Diese Situation gelte es anzunehmen. Die “Bayernbesten” hätten durch ihre Ausbildung beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Berufsweg geschaffen. „Sie haben das sichere Fundament, das Ihnen erlaubt, mutig Neues zu wagen und mögliche Rückschläge abzufedern”, so der Präsident.
Bildung als Schlüsselfaktor
Die ständigen Herausforderungen unserer Zeit sprach auch der oberfränkische Regierungsvizepräsident Thomas Engel an. Egal ob Energiewende, Digitalisierung, Klimawandel, all das gelte es zu bewältigen. Bildung und Qualifikation seien dazu die Schlüsselfaktoren. Alle “Bayernbesten” aus dem Gremiumsbezirk hätten eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie Verantwortung für sich selbst und ihre berufliche Zukunft übernehmen können.
IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfram Brehm sagte: „Wir ehren nicht die Besten, sondern die Allerbesten, sozusagen die Elite.” Das sei wahrlich ein Grund stolz zu sein, zumal dieser Erfolg die Absolventen ein Leben lang begleiten werde.
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Ehrung der besten Weiterbildungsabsolventinnen und ‑absolventen
Acht Meisterpreisträgerinnen und ‑träger aus dem Raum Bamberg
Die 49 besten der 425 Weiterbildungsabsolventinnen und ‑absolventen, die ihren Abschluss bei der IHK für Oberfranken gemacht haben, wurden mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet, darunter auch acht aus dem Einzugsgebiet des IHK-Gremiums Bamberg.
Als großes Schwerpunktthema der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth hat deren Vizepräsident Michael Bitzinger die Stärkung der beruflichen Bildung bezeichnet. Bei der Ehrung der Meisterpreisträger in Bayreuth sagt der Vizepräsident: Wir wollen zeigen, was die berufliche Bildung kann: Sie bringt hervorragend qualifizierte Fachkräfte hervor und trägt dazu bei, die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts Oberfranken zu stärken. Alle Meisterpreisträger hätten Herausragendes geleistet, so Bitzinger. Er bezeichnet die Absolventen als Aushängeschilder der beruflichen Bildung. Der Abschluss selbst sei ein echter Meilenstein.
Die Prüfungen hatten diesmal 425 Absolventen in 14 verschiedenen Abschlüssen bestanden. Besonders gefragt waren die Weiterbildungen zum Wirtschaftsfachwirt und zum Industriemeister Metall. 49 der 425 Absolventen wurden mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet. Diesen Preis erhalten jeweils die 20 Prozent Prüfungsbesten einer Fachrichtung, sofern sie mindestens ein gut als Abschlussnote erzielt haben. Alle Absolventen erhalten zudem den Meisterbonus der Bayerischen Staatsregierung, er beträgt derzeit 3000 Euro pro Person.
“Lebenslanges Lernen” viel mehr als nur ein Schlagwort
Nichts ist so beständig wie der Wandel, zitiert IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfram Brehm den griechischen Philosophen Heraklit. Gefühlt erfinde sich die Welt täglich neu: Gestern noch Faxgerät, heute schon KI-gesteuertes Projektmanagement. Gestern noch Meisterbrief auf Pergament, heute digitale Kompetenzzertifikate auf LinkedIn.” Aber genau dafür stünden die Absolventinnen und Absolventen: Dafür, dass lebenslanges Lernen kein leeres Schlagwort ist, sondern gelebte Realität. Den Meisterpreisträgern gibt der IHK-Hauptgeschäftsführer mit auf den Weg: Bleiben Sie neugierig, bleiben Sie mutig und behalten Sie Ihren Humor, gerade dann, wenn die KI mal wieder denkt, sie könne Ihren Job besser machen.
Sich den Veränderungen zu stellen und Herausforderungen anzunehmen, dazu ruft der oberfränkische Regierungsvizepräsident Thomas Engel die Absolventen auf. Als eine der größten Herausforderungen für die oberfränkische Wirtschaft bezeichnete er die Gewinnung von Fach- und Führungskräften. Als Prüfungsbeste hätten die Meisterpreisträger ihre herausragende Leistungsbereitschaft und ihr besonderes Engagement eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Acht erfolgreiche Meisterpreisträger aus dem Raum Bamberg
Die Meisterpreisträger aus dem Bereich des IHK-Gremiums Bamberg sind: Elena Hack (Pettstadt), Niklas Kalb (Bamberg), Sophie Martins (Hallstadt), Ragna Schaller (Breitengüßbach), Adriane Seitz (Frensdorf), Anne Stöhr (Zapfendorf), Laura Weiß (Bamberg) und Kathrin Zeichner (Bamberg).