Zehn-Jah­res-Ver­gleich

Lebens­un­ter­halt: Frau­en sind finan­zi­ell zuneh­mend eigenständig

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Lebensunterhalt
Symbolbild, Foto: Pixabay
Wie das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Sta­tis­tik aktu­ell mit­teilt, bestrei­ten immer mehr Frau­en in Bay­ern ihren Lebens­un­ter­halt durch eine eige­ne Erwerbs­tä­tig­keit. Somit sind sie immer sel­te­ner auf das Ein­kom­men von Part­nern und Ange­hö­ri­gen angewiesen.

Erst­ergeb­nis­se des Mikro­zen­sus 2023 zei­gen laut Baye­ri­schem Lan­des­amt für Sta­tis­tik, dass immer weni­ger Frau­en auf das Ein­kom­men des Ehe­part­ners oder Ange­hö­ri­ger ange­wie­sen sind. Im Jahr 2023 gaben rund 795.000 Frau­en an, für ihren Lebens­un­ter­halt über­wie­gend vom Ein­kom­men Ange­hö­ri­ger abhän­gig zu sein. Das sind etwa 300.000 Frau­en weni­ger als im Jahr 2013.

Im Zeit­ver­lauf hin­ge­gen gewan­nen bei Frau­en die eige­ne Erwerbs­tä­tig­keit (+2 Pro­zent­punk­te), die Ren­te und das Eltern­geld (je +1 Pro­zent­punkt) zuneh­mend an Bedeu­tung. Dies steht im Ein­klang mit der gestie­ge­nen Erwerbs­tä­ti­gen­quo­te von Müt­tern, die eben­falls im Zehn-Jah­res-Ver­gleich zu beob­ach­ten ist.

Finan­zi­el­le Gleich­heit ist in Bay­ern jedoch noch nicht erreicht. Denn unter den Män­nern leb­ten im Jahr 2023 nur etwa 245.000 (5 Pro­zent­punk­te) pri­mär vom Ein­kom­men Ange­hö­ri­ger. Im Zehn-Jah­res-Ver­gleich ist bei Män­nern ein ähn­li­cher Trend wie bei den Frau­en zu beob­ach­ten. Das Ein­kom­men von Ange­hö­ri­gen ver­liert für den Lebens­un­ter­halt an Bedeu­tung (-1 Pro­zent­punkt), wäh­rend das Erwerbs­ein­kom­men wich­ti­ger wird (+0,5 Prozentpunkte).

Erwerbs­ein­kom­men bei den über 65-Jäh­ri­gen wird wichtiger

Eine Betrach­tung der Per­so­nen ab 65 Jah­ren zeigt zudem, dass auch in die­ser Alters­grup­pe die Bedeu­tung des Erwerbs­ein­kom­mens zuge­nom­men hat. Wäh­rend im Jahr 2013 drei Pro­zent der Män­ner ab 65 Jah­ren das Erwerbs­ein­kom­men als ihre wich­tigs­te Ein­kom­mens­quel­le anga­ben, traf dies für das Jahr 2023 auf sechs Pro­zent zu.

Für 2023 geben rund drei Pro­zent der Frau­en über 65 Jah­re die eige­ne Erwerbs­tä­tig­keit als Haupt­ein­kom­mens­quel­le an. Etwa zwei Pro­zent­punk­te mehr als im Jahr 2013.

Ins­be­son­de­re bei den Män­nern sank im Zehn-Jah­res-Ver­gleich der Anteil derer, die ihre Ren­te oder Pen­si­on als pri­mä­re Ein­kom­mens­quel­le anga­ben (-3 Pro­zent­punk­te). Die Bedeu­tung der Ren­te für den Lebens­un­ter­halt der Frau­en nahm hin­ge­gen zu (+ 5 Prozentpunkte).

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