Wie das Bayerische Landesamt für Statistik aktuell mitteilt, bestreiten immer mehr Frauen in Bayern ihren Lebensunterhalt durch eine eigene Erwerbstätigkeit. Somit sind sie immer seltener auf das Einkommen von Partnern und Angehörigen angewiesen.
Erstergebnisse des Mikrozensus 2023 zeigen laut Bayerischem Landesamt für Statistik, dass immer weniger Frauen auf das Einkommen des Ehepartners oder Angehöriger angewiesen sind. Im Jahr 2023 gaben rund 795.000 Frauen an, für ihren Lebensunterhalt überwiegend vom Einkommen Angehöriger abhängig zu sein. Das sind etwa 300.000 Frauen weniger als im Jahr 2013.
Im Zeitverlauf hingegen gewannen bei Frauen die eigene Erwerbstätigkeit (+2 Prozentpunkte), die Rente und das Elterngeld (je +1 Prozentpunkt) zunehmend an Bedeutung. Dies steht im Einklang mit der gestiegenen Erwerbstätigenquote von Müttern, die ebenfalls im Zehn-Jahres-Vergleich zu beobachten ist.
Finanzielle Gleichheit ist in Bayern jedoch noch nicht erreicht. Denn unter den Männern lebten im Jahr 2023 nur etwa 245.000 (5 Prozentpunkte) primär vom Einkommen Angehöriger. Im Zehn-Jahres-Vergleich ist bei Männern ein ähnlicher Trend wie bei den Frauen zu beobachten. Das Einkommen von Angehörigen verliert für den Lebensunterhalt an Bedeutung (-1 Prozentpunkt), während das Erwerbseinkommen wichtiger wird (+0,5 Prozentpunkte).
Erwerbseinkommen bei den über 65-Jährigen wird wichtiger
Eine Betrachtung der Personen ab 65 Jahren zeigt zudem, dass auch in dieser Altersgruppe die Bedeutung des Erwerbseinkommens zugenommen hat. Während im Jahr 2013 drei Prozent der Männer ab 65 Jahren das Erwerbseinkommen als ihre wichtigste Einkommensquelle angaben, traf dies für das Jahr 2023 auf sechs Prozent zu.
Für 2023 geben rund drei Prozent der Frauen über 65 Jahre die eigene Erwerbstätigkeit als Haupteinkommensquelle an. Etwa zwei Prozentpunkte mehr als im Jahr 2013.
Insbesondere bei den Männern sank im Zehn-Jahres-Vergleich der Anteil derer, die ihre Rente oder Pension als primäre Einkommensquelle angaben (-3 Prozentpunkte). Die Bedeutung der Rente für den Lebensunterhalt der Frauen nahm hingegen zu (+ 5 Prozentpunkte).
