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Landesamt für Statistik

Lan­des­amt für Statistik

Haus­halts­ab­fäl­le in Bay­ern auf nied­rigs­tem Stand seit 2005

Wie das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Sta­tis­tik mit­teilt, lag das jähr­li­che Auf­kom­men der Haus­halts­ab­fäl­le pro Kopf in Bay­ern im Jahr 2022 bei 453,8 Kilo­gramm. Damit befin­det sich die Pro-Kopf-Müll­men­ge auf dem nied­rigs­ten Stand seit dem Jahr 2005.

Im Jahr 2022 sind nach aktu­el­len Daten des Baye­ri­schen Lan­des­amts für Sta­tis­tik in Bay­ern 6,1 Mil­lio­nen Ton­nen Haus­halts­ab­fäl­le ein­ge­sam­melt wor­den. Das ent­spricht einem Auf­kom­men Haus­müll von 453,8 Kilo­gramm je Einwohner:in. Dabei han­delt es sich um den nied­rigs­ten Wert seit dem Jahr 2005 mit 450,3 Kilo­gramm pro Kopf. Mit 497,9 Kilo­gramm je Einwohner:in wur­de im Jahr 2021 das höchs­te Abfall­auf­kom­men verzeichnet.

Wie das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Sta­tis­tik wei­ter mit­teilt, lag das Pro-Kopf-Auf­kom­men an Haus­halts­ab­fäl­len im Jahr 2022 um 15,7 Kilo­gramm und damit 3,6 Pro­zent über dem Bun­des­durch­schnitt von 438,1 Kilo­gramm je Einwohner:in.

Etwa ein Drit­tel des Abfall­auf­kom­mens (2,2 Mil­lio­nen Ton­nen) bestand im Jahr 2022 aus Haus- und Sperr­müll. Mit einem Pro-Kopf-Auf­kom­men von 161,9 Kilo­gramm liegt Bay­ern beim Haus- und Sperr­müll 10,7 Pro­zent unter dem Bun­des­durch­schnitt von 181,4 Kilogramm.

Orga­ni­sche Abfäl­le wie Gar­ten- und Park­ab­fäl­le sowie Abfäl­le aus der Bio­ton­ne mach­ten mit 1,9 Mil­lio­nen Ton­nen 31,1 Pro­zent des Abfall­auf­kom­mens aus. In Bay­ern wur­den mit 141,2 Kilo­gramm je Einwohner:in 23,9 Kilo­gramm mehr bio­lo­gi­sche Abfäl­le als im Bun­des­durch­schnitt (117,3 Kilo­gramm) produziert.

Im Jahr 2022 waren zudem 1,9 Mil­lio­nen Ton­nen bezie­hungs­wei­se 32,1 Pro­zent der in Bay­ern ein­ge­sam­mel­ten Haus­halts­ab­fäl­le Wert­stof­fe. Dar­un­ter zäh­len unter ande­rem 856.774 Ton­nen Papier, Pap­pe oder Kar­to­na­gen, 312.592 Ton­nen Kunst­stof­fe, Leicht- und Ver­bund­ver­pa­ckun­gen und 336.078 Ton­nen Glas. Pro Kopf ent­spricht das 64,1 Kilo­gramm Papier, Pap­pe oder Kar­to­na­gen, 23,4 Kilo­gramm Kunst­stof­fe, Leicht- und Ver­bund­ver­pa­ckun­gen und 25,1 Kilo­gramm Glas im Jahr.

Lan­des­amt für Statistik

Ver­ar­bei­ten­des Gewer­be Bay­erns: 1,6 Pro­zent Umsatzzuwachs

Das ver­ar­bei­ten­de Gewer­be Bay­erns konn­te im Febru­ar gegen­über dem Vor­jah­res­mo­nat einen Umsatz­zu­wachs von 1,6 Pro­zent auf rund 38,6 Mil­li­ar­den Euro ver­zeich­nen. Die Nach­fra­ge nach baye­ri­schen Indus­trie­gü­tern nahm jedoch ab.

Laut einer Mit­tei­lung des Baye­ri­schen Lan­des­am­tes für Sta­tis­tik ver­zeich­ne­te das ver­ar­bei­ten­de Gewer­be Bay­erns im Febru­ar ein Umsatz­plus von 1,6 Pro­zent gegen­über dem ent­spre­chen­den Vor­jah­res­zeit­raum. Im ver­ar­bei­ten­den Gewer­be sind die­je­ni­gen Wirt­schafts­zwei­ge zusam­men­ge­fasst, die Erzeug­nis­se be- oder ver­ar­bei­ten, um ande­re Pro­duk­te her­zu­stel­len, zu ver­edeln, zu mon­tie­ren oder zu repa­rie­ren. Teil davon sind auch der Bergbau.

Wie das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Sta­tis­tik wei­ter mit­teilt, ent­fal­len von den 38,6 Mil­li­ar­den Euro Gesamt­um­satz des ver­ar­bei­ten­den Gewer­bes 23,5 Mil­li­ar­den Euro auf Umsät­ze mit dem Aus­land (+3,0 Pro­zent) und dar­un­ter rund 7,5 Mil­li­ar­den Euro auf Umsät­ze mit den Län­dern der Euro­zo­ne (+1,4 Pro­zent). Die Antei­le der Aus­lands­um­sät­ze und der Umsät­ze mit den Euro­zo­nen­län­dern am Gesamt­um­satz machen 61,0 bezie­hungs­wei­se 19,5 Pro­zent aus.

Die Nach­fra­ge nach Gütern des ver­ar­bei­ten­den Gewer­bes ging im Febru­ar 2024 gegen­über dem Vor­jah­res­mo­nat aller­dings um 10,7 Pro­zent zurück. Die Bestell­ein­gän­ge aus dem Aus­land (-12,7 Pro­zent) geben dabei im Vor­jah­res­ver­gleich wesent­lich stär­ker nach als die aus dem Inland (-6,7 Prozent).

Der Per­so­nal­stand des ver­ar­bei­ten­den Gewer­bes lag Ende Febru­ar unter­des­sen bei 1,197 Mil­lio­nen Beschäf­tig­ten. Das sind gut 9.200 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 0,8 Pro­zent mehr als im Vorjahresmonat.

Zuwachs von 0,3 Prozent

Brut­to­in­lands­pro­dukt gestie­gen: Bay­erns Wirt­schaft wuchs 2023

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Die baye­ri­sche Wirt­schaft ist im ver­gan­ge­nen Jahr gewach­sen, das Brut­to­in­lands­pro­dukt (BIP) konn­te um 0,3 Pro­zent zule­gen. Die Lob­by­ver­ei­ni­gung vbw sieht den Zuwachs jedoch differenziert.

Obwohl die Wirt­schaft in Deutsch­land ins­ge­samt im Jahr 2023 geschrumpft ist, ver­zeich­ne­te Bay­ern im sel­ben Jahr ein leich­tes Wachs­tum. Wie das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Sta­tis­tik mel­det, wuchs das Brut­to­in­lands­pro­dukt im Jahr 2023 nomi­nal um 7,2 Pro­zent. Preis­be­rei­nigt bedeu­tet das einen Zuwachs von 0,3 Pro­zent. In Deutsch­land nimmt das Brut­to­in­lands­pro­dukt 2023 indes­sen um 0,3 Pro­zent ab.

Die Lob­by­ver­ei­ni­gung vbw (Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V.) freut sich jedoch nur bedingt. „Der Frei­staat steht bes­ser da als der Bund“, zitiert eine Mit­tei­lung vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt, „denn das deut­sche BIP ist 2023 um 0,3 Pro­zent geschrumpft. Damit konn­te eine Rezes­si­on ver­mie­den wer­den. Aber fak­tisch tritt die Wirt­schaft auch in Bay­ern auf der Stelle.“

Die im Ver­gleich zum Bun­des­durch­schnitt etwas bes­se­re wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung 2023 liegt laut vbw auch an der Bran­chen­struk­tur im Frei­staat. „Ins­be­son­de­re die M+E Indus­trie und dar­in die Auto­mo­bil­in­dus­trie hat im Frei­staat ein stär­ke­res Gewicht als deutsch­land­weit“, sagt Bros­sardt. „Die Auto­mo­bil­in­dus­trie in Bay­ern konn­te 2023 ein deut­li­ches Pro­duk­ti­ons­wachs­tum von 10,3 Pro­zent erzie­len, weil die Pro­duk­ti­on nicht mehr wie in den Vor­jah­ren durch Mate­ri­al- und Lie­fer­eng­päs­se beein­träch­tigt wor­den ist.“ Klar sei aber auch: „Die­se deut­li­che Pro­duk­ti­ons­stei­ge­rung ging von einem sehr nied­ri­gen Niveau aus und muss vor dem Hin­ter­grund der vor­her­ge­hen­den Kri­sen­jah­re gese­hen werden.“

Sor­ge macht der vbw die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung in den ener­gie­in­ten­si­ven Indus­trie­zwei­gen wie Che­mie­in­dus­trie oder Bau­ge­wer­be. „In der Che­mie­in­dus­trie ist die Pro­duk­ti­on 2023 um 12,0 Pro­zent geschrumpft, in der Bau­in­dus­trie um 7,1 Pro­zent. Vor allem die gestie­ge­nen Zin­sen machen der Bau­in­dus­trie zu schaf­fen“, sagt Bros­sardt. Bran­chen­über­grei­fend wür­den Unter­neh­men zudem unter ver­schlech­ter­ten Stand­ort­be­din­gun­gen, Steu­ern und Büro­kra­tie leiden.

Für das lau­fen­de Jahr pro­gnos­ti­ziert die vbw einen Zuwachs des baye­ri­schen BIP um 0,3 Pro­zent. „Die wirt­schaft­li­che Lage im Frei­staat ist und bleibt schwie­rig“, sagt Bros­sardt. „Denn die hohen Ener­gie­kos­ten, die hohen Zin­sen, die schwa­che Welt­wirt­schaft und die all­ge­mei­ne Unsi­cher­heit belas­ten die Unter­neh­men schwer.“

Mehr Per­so­nen ster­ben als zuziehen

Pro­gno­se: Bevöl­ke­rung Ober­fran­kens wird kleiner

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Eine Pro­gno­se des baye­ri­schen Lan­des­amts für Sta­tis­tik über die Ent­wick­lung des Bevöl­ke­rungs­wachs­tums in Ober­fran­ken bis zum Jahr 2042 deu­tet auf eine leich­te Abnah­me hin. Zwar gibt es Zuzug in den Regie­rungs­be­zirk, die­ser kann die Ster­be­ra­te aber nicht ausgleichen.

Die Bevöl­ke­rungs­zahl Ober­fran­kens soll laut einer aktu­el­len Pro­gno­se des baye­ri­schen Lan­des­amts für Sta­tis­tik bis 2042 leicht zurück­ge­hen, wie die Ent­wick­lungs­agen­tur Ober­fran­ken Offen­siv mit­teil­te. Um etwa 21.000 Per­so­nen soll sie bis dahin auf etwa 1,05 Mil­lio­nen Einwohner:innen sin­ken. Dies ent­spre­che einem Rück­gang von 2,0 Pro­zent im Ver­gleich zu den 1,07 Mil­lio­nen Per­so­nen Ende 2022.

Zwar habe sich der Zuzug nach Ober­fran­ken in den ver­gan­ge­nen Jah­ren deut­lich stär­ker als erwar­tet ent­wi­ckelt. Das Bevöl­ke­rungs­wachs­tum kön­ne die hohe zu erwar­ten­de Ster­be­ra­te jedoch nicht voll­stän­dig aus­glei­chen. Den­noch habe der Zuzug aus ande­ren Regio­nen nach Ober­fran­ken dazu bei­getra­gen, dass die befürch­te­ten star­ken Bevöl­ke­rungs­ver­lus­te nun vor­aus­sicht­lich deut­lich gemä­ßig­ter aus­fal­len wer­den als noch vor Jah­ren angenommen.

Frü­he­re Pro­gno­sen des baye­ri­schen Lan­des­amts für Sta­tis­tik gin­gen für Ober­fran­ken von einem deut­lich höhe­ren Bevöl­ke­rungs­rück­gang aus. Sie pro­gnos­ti­zier­te die Vor­aus­be­rech­nung aus dem Jahr 2014 bei­spiels­wei­se einen Rück­gang, der von einer Einwohner:innen-Zahl unter einer Mil­li­on im Jahr 2034 ausging.

Hen­ry Schramm, Ober­fran­kens Bezirks­tags­prä­si­dent und Vor­sit­zen­der von Ober­fran­ken Offen­siv sag­te, dass sich die Pro­gno­sen im mit­tel­fris­ti­gen Ver­gleich deut­lich ver­bes­sert haben. Schramm appel­lier­te zudem, dass sich die Regi­on trotz­dem wei­ter­hin posi­tiv dar­stel­len müsse.

Ent­wick­lung in Bayern

Die Gesamt­be­völ­ke­rung Bay­erns wird laut Lan­des­amt für Sta­tis­tik hin­ge­gen wach­sen. So soll sie im Jahr 2042 etwa 13,98 Mil­lio­nen Einwohner:innen zäh­len. Im Ver­gleich zu den 13,37 Mil­lio­nen im Jahr 2022 ent­spricht das einem Plus von 4,6 Pro­zent (+610 000 Personen).

Nach der pan­de­mie­be­dingt gedämpf­ten Ent­wick­lung des Bevöl­ke­rungs­wachs­tums erreich­ten die Zah­len des Zuzugs aus dem Aus­land mit dem Angriffs­krieg Russ­lands gegen die Ukrai­ne im Jahr 2022 ein Rekord­hoch. Die Bevöl­ke­rungs­zah­len Bay­erns nah­men in die­sem Jahr ent­spre­chend deut­lich stär­ker zu.

Für die ers­ten Jah­re der Pro­gno­se nimmt das Lan­des­amt – auch auf­grund Schutz­su­chen­der – wei­ter­hin ein stär­ke­res Bevöl­ke­rungs­wachs­tum an, wenn auch auf deut­lich nied­ri­ge­rem Niveau als im Jahr 2022. So wird die Bevöl­ke­rung Bay­erns zum Jah­res­en­de 2025 vor­aus­sicht­lich 13,51 Mil­lio­nen Einwohner:innen groß sein. Sie nimmt damit durch­schnitt­lich um etwa 48.000 Per­so­nen pro Jahr zu. Für die dar­auf­fol­gen­den Jah­ren geht das Amt von einer Nor­ma­li­sie­rung die­ser Ent­wick­lung aus. Für die Jah­re 2026 bis 2042 rech­net es einen jähr­li­chen Bevöl­ke­rungs­zu­wachs von durch­schnitt­lich etwa 27.000 Per­so­nen voraus.

Lan­des­amt für Statistik

Ver­brau­cher­prei­se in Bay­ern stie­gen 2023 um 5,9 Prozent

Im Jahr 2023 nah­men die Ver­brau­cher­prei­se in Bay­ern durch­schnitt­lich um 5,9 Pro­zent zu. Ins­be­son­de­re Nah­rungs­mit­tel sind 2023 deut­lich teu­rer gewor­den. Auch die Ener­gie­prei­se stiegen.

Das baye­ri­sche Lan­des­amt für Sta­tis­tik hat die Ent­wick­lung der Prei­se im Frei­staat im Jahr 2023 bekannt­ge­ge­ben. Durch­schnitt­lich stie­gen die Ver­brau­cher­prei­se 2023 um 5,9 Pro­zent. Ins­be­son­de­re Nah­rungs­mit­tel waren mit 12,1 Pro­zent deut­lich teu­rer als im Jah­res­durch­schnitt 2022.

Die Prei­se für Ener­gie lagen im Dezem­ber 2023 um 0,1 Pro­zent unter dem Vor­jah­res­wert. Im Ver­gleich zum Vor­jah­res­mo­nat wur­de Erd­gas mit 18,4 Pro­zent deut­lich teu­rer. Die­sem Anstieg liegt laut Lan­des­amt ein Basis­ef­fekt zugrun­de. Im Dezem­ber 2022 wur­de die Dezem­ber-Sofort­hil­fe der Bun­des­re­gie­rung bei der Berech­nung des Ver­brau­cher­preis­in­dex berück­sich­tigt. Die­se ent­las­te­te die Verbraucher:innen bei den Kos­ten für Erd­gas und Wärme.

Mit Blick auf den Vor­mo­nats­wert – Novem­ber 2023 – zeigt sich ein Rück­gang der Erd­gas­prei­se um 1,0 Pro­zent, was den Basis­ef­fekt ver­deut­licht. Brenn­holz, Holz­pel­lets oder ande­re fes­te Brenn­stof­fe (-16,9 Pro­zent) sowie Heiz­öl (-6,5 Pro­zent) konn­ten im Dezem­ber 2023 deut­lich güns­ti­ger bezo­gen wer­den. Preis­sen­kun­gen las­sen sich eben­falls für Strom (-9,1 Pro­zent) und für Kraft­stof­fe (-1,8 Pro­zent) feststellen.

Die Preis­ent­wick­lung bei Woh­nungs­mie­ten ohne Neben­kos­ten ver­lief unter­des­sen unter­durch­schnitt­lich. Gegen­über dem Vor­jah­res­mo­nat erhöh­ten sie sich im Dezem­ber 2023 um 2,4 Prozent.

Lan­des­amt für Statistik

Expor­te der baye­ri­schen Wirt­schaft stie­gen im Juli deutlich

Laut dem Lan­des­amt für Sta­tis­tik sind die Expor­te der baye­ri­schen Wirt­schaft im Juli gegen­über dem Vor­jah­res­mo­nat gewach­sen. Die Impor­te nah­men hin­ge­gen ab. Beschwer­den wur­den unter­des­sen aus einer Inter­es­sens-Ver­tre­tung der Wirt­schaft laut.

Die Expor­te der baye­ri­schen Wirt­schaft sind im Juli gegen­über dem Vor­jah­res­mo­nat um 8,7 Pro­zent auf 19,6 Mil­li­ar­den Euro gestie­gen. Dies teil­te das baye­ri­sche Lan­des­amt für Sta­tis­tik heu­te (13. Sep­tem­ber) mit. Bay­erns Impor­te nah­men laut Lan­des­amt im Juli hin­ge­gen um 4,4 Pro­zent auf 19,6 Mil­li­ar­den Euro ab.

Die höchs­ten Ein­fuhr­wer­te nach Bay­ern ver­zeich­nen dabei Chi­na, Öster­reich, Tsche­chi­en, Ita­li­en, Polen, Ungarn und die USA. Die füh­ren­den Aus­fuhr­län­der für die baye­ri­sche Wirt­schaft waren im Juli mit einem Export­wert von mehr als einer Mil­li­ar­de Euro die USA, Chi­na, Öster­reich, Ita­li­en, Frank­reich, das Ver­ei­nig­te König­reich und die Niederlande.

Von Janu­ar bis Juli 2023 stie­gen zudem die Gesamt­ex­por­te gegen­über dem Vor­jah­res­zeit­raum um 11,5 Pro­zent auf 134,5 Mil­li­ar­den Euro, die Impor­te lagen kon­stant bei knapp 141,8 Mil­li­ar­den Euro.

Die wich­tigs­ten Export­gü­ter der baye­ri­schen Wirt­schaft sind laut Sta­tis­tik Per­so­nen­kraft­wa­gen und Wohn­mo­bi­le, Gerä­te zur Elek­tri­zi­täts­er­zeu­gung und Auto­tei­le. Der Export­wert von Per­so­nen­kraft­wa­gen und Wohn­mo­bi­len ist dabei im Juli um 44,3 Pro­zent gegen­über dem Vor­jah­res­mo­nat auf mehr als 4,1 Mil­li­ar­den Euro gestie­gen. Deut­lich zuge­nom­men, um 49,8 Pro­zent auf 0,6 Mil­li­ar­den Euro, haben zudem die Expor­te von phar­ma­zeu­ti­schen Erzeugnissen.

VBW beschwert sich

„Das Export­plus im Juli ist posi­tiv. Aber es konn­te bei wei­tem nicht in allen wich­ti­gen Märk­ten und in allen Waren­grup­pen ein Zuwachs erzielt wer­den“, beschwert sich unter­des­sen Bert­ram Bros­sardt, Haupt­ge­schäfts­füh­rer der wirt­schaft­li­chen Inter­es­sens-Ver­tre­tung „VBW – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft“. „Die Welt­kon­junk­tur lahmt und das hat Fol­gen für die export­ori­en­tie­re baye­ri­sche Wirtschaft.“

Die Expor­te in die USA haben laut VBW im Juli gegen­über dem Vor­jah­res­mo­nat um 22,8 Pro­zent zuge­legt, beim Export nach Euro­pa ver­zeich­net Bay­ern ein Plus von 8,2 Pro­zent. Die Aus­fuh­ren nach Chi­na lagen im Juli dage­gen aller­dings um 5,7 Pro­zent unter dem Vor­jah­res­ni­veau. „Chi­na hat neben den USA eine beson­de­re Bedeu­tung für Bay­ern. Aber die Kon­junk­tur der Volks­re­pu­blik schwä­chelt. Das drückt auf die Nach­fra­ge nach Pro­duk­ten aus dem Frei­staat. Chi­na lei­det unter einem schwa­chen Bin­nen­kon­sum auf der einen und unter der gebrems­ten glo­ba­len Nach­fra­ge auf der ande­ren Seite.“

Paa­re in Bay­ern hei­ra­ten immer später

Lan­des­amt für Sta­tis­tik: Durch­schnitts­al­ter bei ers­ter Ehe­schlie­ßung gestiegen

Im Jahr 2022 waren laut sta­tis­ti­schem Lan­des­amt Frau­en in Bay­ern bei ihrer ers­ten Ehe­schlie­ßung im Durch­schnitt 32,2 Jah­re alt, Män­ner mit 34,7 Jah­ren etwas älter. Damit ist die­ser Durch­schnitt in den ver­gan­ge­nen 40 Jah­ren um mehr als acht Jah­re ange­stie­gen. Ein gro­ßer Alters­un­ter­schie­de bei der ers­ten Hoch­zeit besteht außer­dem zwi­schen gleich- und gemischt­ge­schlecht­li­chen Paaren.

Das durch­schnitt­li­che Alter bei der ers­ten Ehe­schlie­ßung stieg bei Män­nern und Frau­en in den letz­ten 40 Jah­ren um mehr als acht Jah­re an, wie das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Sta­tis­tik mit­teil­te. Wäh­rend Män­ner im Jahr 1982 im Durch­schnitt mit 26,5 Jah­ren zum ers­ten Mal hei­ra­te­ten, waren sie im Jahr 2022 fast 35 Jah­re alt (34,7 Jah­re) – das ist eine Zunah­me von 8,2 Jah­ren. Frau­en waren mit knapp 24 Jah­ren (23,8 Jah­re) im Jahr 1982 und über 32 Jah­ren (32,2 Jah­re, plus 8,4 Jah­re) im Jahr 2022 bei der ers­ten Ehe etwas jün­ger als Män­ner. Der Alters­ab­stand zwi­schen den Geschlech­tern schwankt dabei über die Jah­re zwi­schen etwa zwei­ein­halb und drei Jah­ren (1982: 2,7 Jah­re; 1992: 2,4 Jah­re; 2002: 3,0 Jah­re; 2012: 2,8 Jah­re; 2022: 2,5 Jahre).

Beson­ders groß fie­len die Alters­un­ter­schie­de bei der ers­ten Ehe laut Lan­des­amt zwi­schen gleich- und gemischt­ge­schlecht­li­chen Paa­ren im ers­ten ver­füg­ba­ren Berichts­jahr 2018 aus. In die­sem Jahr hei­ra­te­ten Män­ner ein­an­der im Durch­schnitt mit 47,4 Jah­ren und waren damit mehr als drei­zehn Jah­re älter als Män­ner, die Frau­en gehei­ra­tet haben (2018: 34,1 Jah­re). Frau­en, die Frau­en hei­ra­te­ten, waren im Durch­schnitt 43,5 Jah­re alt und damit knapp zwölf Jah­re älter als Frau­en bei gemischt­ge­schlecht­li­cher Ehe­schlie­ßung (2018: 31,6 Jahre).

Die­ser gro­ße Alters­un­ter­schied erklärt sich das Lan­des­amt unter ande­rem damit, dass vie­le gleich­ge­schlecht­li­che Paa­re lan­ge dar­auf gewar­tet haben, hei­ra­ten zu dür­fen. Ent­spre­chend sei­en hier also auch mehr Paa­re in höhe­rem Alter ver­tre­ten und die Ehe für alle zei­ge ihre Wirkung.

Seit 2018 nähert sich das Hei­rats­al­ter von gleich- und gemischt­ge­schlecht­li­chen Paa­ren jedoch etwas an, da die gleich­ge­schlecht­li­chen Paa­re bei ers­ter Ehe­schlie­ßung in den ver­gan­ge­nen fünf Jah­ren im Durch­schnitt jün­ger gewor­den sind. Die Unter­schie­de blei­ben aber deut­lich: Bei gleich­ge­schlecht­li­chen Ehe­schlie­ßun­gen waren Män­ner im Jahr 2022 im Durch­schnitt 42,2 Jah­re alt und Frau­en im Durch­schnitt 38,4 Jah­re alt.

Lan­des­amt für Statistik

Tou­ris­mus in Bay­ern: Gäs­te­an­künf­te und Über­nach­tun­gen neh­men zu

Bay­erns Tou­ris­mus wächst wei­ter. Das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Sta­tis­tik mel­det für den April mehr Gäs­te­an­künf­te und Über­nach­tun­gen als im Ver­gleich zum Vorjahresmonat.

Knapp 3 Mil­lio­nen Gäs­te kamen im April 2023 für einen Auf­ent­halt nach Bay­ern, wie das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Sta­tis­tik mit­teil­te. Das ist ein Zuwachs der Gäs­te­an­künf­te von 22,8 Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­jah­res­mo­nat. Die­se Gäs­te sei­en zudem für 7,7 Mil­lio­nen Über­nach­tun­gen geblie­ben, ein Plus von 16,2 Pro­zent gegen­über April 2022. 21,3 Pro­zent der Gäs­te kamen aus dem Aus­land, der Rest war einheimisch.

Alle tou­ris­ti­schen Gäs­te von Janu­ar bis April 2023 zusam­men­ge­nom­men, weist Bay­erns Tou­ris­mus­bran­che bereits rund 9,7 Mil­lio­nen Besu­che­rIn­nen im Jahr 2023 auf. Das sind 42,8 Pro­zent mehr als im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum. Dar­aus ent­stan­den wie­der­um rund 25,3 Mil­lio­nen Über­nach­tun­gen, was einem Anstieg von 28,2 Pro­zent gegen­über 2023 bedeu­tet. Der Anteil aus­län­di­scher Gäs­te lag bei den Ankünf­ten bei 21,5 Pro­zent, bei den Über­nach­tun­gen bei 18,9 Prozent.

Ent­wick­lung Betriebs­ar­ten und Regierungsbezirke

Unter den Betriebs­ar­ten konn­ten laut Sta­tis­ti­schem Lan­des­amt im April Feri­en­zen­tren, ‑häu­ser und ‑woh­nun­gen mit 30,3 Pro­zent die größ­ten Zuwäch­se bei den Gäs­te­an­künf­ten ver­zeich­nen. Die Zahl der Über­nach­tun­gen wuchs hier­bei um 13,1 Prozent.

Auch Jugend­her­ber­gen und Hüt­ten, Hotels und Erholungs‑, Ferien‑, und Schu­lungs­hei­me konn­ten die Gäs­te­an­künf­te und Über­nach­tun­gen jeweils in Berei­chen um 20 Pro­zent zule­gen. Auch alle ande­ren Betriebs­ar­ten ent­wi­ckeln sich bei Gäs­te­an­künf­ten und Über­nach­tun­gen positiv.

Wie schon im März 2023 lie­gen auch im April und in den ers­ten vier Mona­ten des Jah­res 2023 alle sie­ben Regie­rungs­be­zir­ke Bay­erns über den Vor­jah­res­wer­ten. Die höchs­ten Zuwäch­se hat­te im April sowohl bei den Gäs­te­an­künf­ten (+28,7 Pro­zent), als auch bei den Über­nach­tun­gen (+21 Pro­zent) Ober­bay­ern. Im Jah­res­zeit­raum liegt hin­ge­gen Mit­tel­fran­ken mit +53,9 Pro­zent bei Gäs­te­an­künf­ten und +47,6 Pro­zent bei Über­nach­tun­gen an der Spitze.