BBL-Pokal-Top Four
BMA365 Bamberg Baskets treffen auf die Bayern
Der Gegner der BMA365 Bamberg Baskets für das Halbfinale beim TOP FOUR im Februar 2026 steht fest. Wie die Auslosung im Anschluss an die letzte Viertelfinal-Partie zwischen ALBA BERLIN und Science City Jena am Montagabend ergab, trifft das Team von Head Coach Anton Gavel in der Pokal-Vorschlussrunde auf den FC Bayern München Basketball.
Rapper Jalil Berkholz fungierte als Losfee bei der Auslosung und zog die Bamberger Kugel als zweite nach der des FC Bayern. Wo das TOP FOUR am Wochenende des 21. und 22. Februar 2026 ausgetragen werden wird, steht noch nicht hundertprozentig fest. Im Anschluss an das vierteljährliche Treffen der Klubs im Oktober, bei dem auch das Thema TOP FOUR diskutiert worden war, bestätigte der Geschäftsführer er easyCredit BBL Dr. Stefan Holz der SPORT BILD gegenüber, dass es von Seiten der Klubs einen klaren Wunsch gäbe, das Turnier in München austragen zu wollen. Die definitive Bekanntgabe des Austragungsorts, so der Liga-Boss bei der Auslosung, werde man in den kommenden Tagen bekanntgeben.
Die beiden Halbfinalpaarungen am 21. Februar 2026:
FC Bayern München Basketball vs. BMA365 Bamberg Baskets
ALBA BERLIN vs. EWE Baskets Oldenburg
Das Endspiel um den BBL-Pokal findet dann am 22. Februar 2026 statt.
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BBL-Pokal-Viertelfinale
BMA365 Bamberg Baskets treffen auf Heidelberg
Mit dem Spiel der BMA365 Bamberg Baskets gegen die MLP Academics Heidelberg beginnt am morgigen Donnerstag um 20 Uhr das BBL-Pokal Viertelfinale. Während sich die Heidelberger erstmals in ihrer Vereinsgeschichte fürs TOP FOUR qualifizieren könnten, geht es für die Bamberger um die dritte Teilnahme in Folge am Pokal-Endturnier.
Während die Bamberger mit drei Siegen aus den ersten sechs Spielen solide in die Saison gestartet sind, konnten die Heidelberger bislang nur eines ihrer ersten sieben Spiele in der easyCredit BBL gewinnen. Wie Bambergs Assistant Coach Arne Woltmann in der „Auszeit“, dem Bamberg Baskets Podcast, anmerkte, sind derartige Statistiken in einem Do-or-die-Spiel jedoch ohne Bedeutung. Die Tagesform wird ausschlaggebend sein sowie die Fähigkeit, dem Gegner das eigene Spiel aufzuzwingen.
Wie gefährlich die Heidelberger sein können, mussten die Litauer von Rytas Vilnius am 2. Spieltag in der Basketball Champions League erfahren. Einer der Top-Favoriten in der BCL verlor in Heidelberg mit 83:92 und musste im SNP dome seine bisher einzige BCL-Niederlage hinnehmen.
Mit einem Heimsieg gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg (82:73) haben sich die Academics für das Viertelfinale im BBL-Pokal qualifiziert. In der ersten Runde hatte der Playoff-Teilnehmer der Vorsaison spielfrei. Die überaus erfolgreiche Vorsaison mit dem Einzug ins Playoff-Halbfinale rückte die Heidelberger ins Rampenlicht und so wurden viele Spieler des Teams natürlich von anderen Clubs heiß umworben. Nicht zuletzt mit der Teilnahme an der Basketball Champions League war es den Academics aber gelungen, einen Großteil der Leistungsträger in Heidelberg zu halten. Paul Zipser (31 Jahre – PF – 2,03 m), Niklas Würzner (31 Jahre – SF – 1,96 m), Marcel Keßen (28 Jahre – C – 2,07 m), Osun Osunniyi (27 Jahre – C – 2,08 m), Damariae „DJ“ Horne (25 Jahre – PG – 1,85 m), Michael Weathers (28 Jahre – SG – 1,91 m), Mateo Seric (26 Jahre – PF – 2,04 m), Erol Ersek (26 Jahre – SG – 1,93 m) sowie die Jugendspieler Dominic Vengert (19 Jahre – SG – 1,99 m) und Josia Gentischer (19 Jahre – SG – 1,87 m) sind geblieben. Allerdings hatten die Heidelberger zuletzt immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Mitte Oktober zog sich Paul Zipser im BCL-Heimspiel gegen Warschau einen Mittelhandbruch zu. Keine zwei Wochen später erwischte es dann auch DJ Horne. Im Champions League Heimspiel gegen Vilnius, in dem er sein Team mit 33 Punkten zum Sieg führte, erlitt er eine Kapselverletzung am Daumen.
„Sie spielen anders als viele andere Mannschaften“
Mit Ryan Mikesell, Bakary Dibba und Andrew O‘Brian verließen drei Importspieler die Heidelberger. Mit dem Serben Dusan Neskovic (25 Jahre – SF – 2,03 m – kam von den Richmond Spiders aus der NCAA), US-Boy Samuell Williamson (25 Jahre – SF – 2,03 m – kam von den Heroes Den Bosch), Kevin McClain (29 Jahre – PG – 1,91 m – kam von den GIESSEN 46ers) sowie Noah Koch (18 Jahre – PG – 1,87 m – kam von RASTA Vechta) hat man die Lücke geschlossen. Auf die verletzungsbedingten Ausfälle hat man zudem erst kürzlich mit der Verpflichtung von Eric Reed II (25 Jahre – SG – 1,85 m) reagiert. Der US-Amerikaner stieß Anfang November zum Team, nachdem sich die Veolia Towers Hamburg von ihm getrennt hatten. Nicht mehr im Team ist Michael Flowers. Der US-Amerikaner hatte um die Auflösung seines Vertrages gebeten.
Mit Michael Weathers hatten die Heidelberger in der letzten Saison einen Top-Transfer gelandet. Der US-Amerikaner, der zuvor in der ersten österreichischen Liga gespielt hatte, war gemeinsam mit DJ Horne der Taktgeber im Spiel der Academics. In dieser Saison bekommt Michael nun Unterstützung von Marcus. Sein drei Minuten jüngerer Zwillings-Bruder trägt in dieser Saison ebenfalls das Jersey der Heidelberger. Marcus Weathers (28 Jahre – PF – 1,99 m) spielte in der zurückliegenden Saison in Polen für Trefl Sopot. In seinen ersten BBL-Partien steuerte er 9,0 Punkte und 5,0 Rebounds für die Academics bei. In der Champions League hat er nach vier Spielen durchschnittlich 10,5 Punkte und 6,0 Rebounds erzielt.
„Das ist nun das dritte Do-or-Die-Spiel in dieser Saison das für uns ansteht. Natürlich wollen wir es nach der Niederlage zuletzt gegen Frankfurt nun besser machen, aber das Spiel gegen Heidelberg ist eine schwierige Aufgabe“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Sie spielen anders als viele andere Mannschaften, denn sie haben sehr viel Bewegung in ihrem Spiel, auch mit dem Ball. So machen sie es einem schwierig, in der Verteidigung immer 24 Sekunden fokussiert zu bleiben. Ich hoffe, dass wir aus unseren schwachen Angriffen im Spiel gegen Frankfurt gelernt haben und offensiv bessere Entscheidungen treffen, um uns so für das TOP FOUR qualifizieren zu können. Gerade aber natürlich, weil es zuhause ist, ist es ein großes Spiel für uns. Deshalb hoffen wir, dass viele Fans den Weg in die Halle finden und wir es dann schaffen, unseren Fans eine gute Leistung zu präsentieren.“
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BBL-Pokal
BMA365 Bamberg Baskets siegen beim MBC und stehen im Pokal-Viertelfinale
Die BMA365 Bamberg Baskets haben die Runde der letzten acht Teams im BBL-Pokal erreicht. Im Achtelfinale siegte das Team von Head Coach Anton Gavel am Samstagabend beim SYNTAINICS MBC mit 105:78 (50:46) und warf so den Titelverteidiger aus dem Rennen.
Vor 1.750 Zuschauern in der Stadthalle in Weißenfels gaben die Bamberger dem Spiel im dritten Viertel die entscheidende Wendung. Mit 33:16 gewann man den dritten Abschnitt, zog somit auf über 20 Punkte davon und fügte den Sachsen-Anhaltern am Ende die erste Niederlage der neuen Saison zu.
Überragender Akteur auf Seiten des MBC war Charles Callison mit 29 Punkten. Topscorer der Bamberger war Cobe Williams mit 22 Punkten. Auch Mannschaftskapitän Ibi Watson (19p./7r./5a.), Zach Ensminger (9p./7r./5a.) und Richard Balint (9p./6a.) wussten zu überzeugen.
Auf wen die BMA365 Bamberg Baskets im Pokal-Viertelfinale nun treffen werden, entscheidet sich am Montagabend, wenn im Nachgang der Partie zwischen München und Braunschweig die nächste Pokal-Runde ausgelost werden wird.
Beide Mannschaften kamen gut in dieses Pokalspiel und es entwickelte sich schnell ein offener Schlagabtausch (7:7/4.). Während Marcus Foster und Charles Callison (je 5 Punkte) die Wölfe führten (9:10/6.), waren es bei den BMA365 Bamberg Baskets vor allem Ibi Watson und Zach Ensminger, die den Takt vorgaben. Absetzten aber konnte sich im ersten Abschnitt keines der beiden Teams und so endete das erste Viertel mit 18:18 unentschieden.
Im zweiten Viertel ging es dann buchstäblich hin und her. Zunächst legten die Bamberger vor (23:18/12.), doch keine Minute später lagen die Gastgeber wieder in Front (23:26/13.). Das Team von Anton Gavel ließ sich aber nicht aus dem Konzept bringen. Auch das dritte Foul gegen EJ Onu hatte keine Auswirkungen, da Finn Döntgens seine Sache richtig gut machte. Gleich im ersten Angriff nach seiner Einwechslung vollendete er nach Anspiel von Ibi Watson und setzte damit den Startpunkt für einen Bamberger 10:0‑Run (35:27/16.). Die Wölfe aber hatten ja einen Charles Callison in ihren Reihen. Der US-amerikanische Point Guard versenkte zwei Dreier und führte mit insgesamt 20 Zählern in der ersten Halbzeit sein Team wieder heran (37:37/17.). Ibi Watson antwortete ebenfalls mit einem Dreier und die Bamberger behielten bis zur Pause stets knapp die Nase vorne. Den 50:46-Halbzeitstand erzielte erneut Ibi Watson per Dreier. Sein Wurf von jenseits der 6,75-Meter-Linie schlug mit der Halbzeitsirene im Wölfe-Korb ein und sorgte nochmals für ordentlich Stimmung im bestens gefüllten Gäste-Block hinter der Bamberger Mannschaftsbank.
„Das ist ein Spiel, auf dem wir aufbauen müssen“
Wie die Feuerwehr kamen die Bamberger dann aus der Halbzeitpause. 2:12 Minuten waren in der zweiten Hälfte gerade einmal gespielt, als die BMA365 Bamberg Baskets nach einem 11:0‑Start ins dritte Viertel mit 61:46 (23.) in Führung gingen. Wölfe-Coach Marco Ramondino ließ das Spiel aber dennoch erst einmal weiterlaufen und erst gut zwei Minuten später holte er sein Team zur Auszeit vom Parkett. Die Bamberger lagen zu diesem Zeitpunkt mit 71:52 voraus (25.) und trafen auch weiterhin ausgezeichnet aus der Distanz. Richard Balint und Cobe Williams waren nicht zu bremsen und nach dem Korb von EJ Onu betrug der Vorsprung kurz vor Ende des dritten Viertels bereits satte 23 Punkte (83:60).
Auch im Schlussabschnitt ließen die Bamberger nicht mehr locker. Austin Crowley traf von der Freiwurf-Linie und sorgte beim 89:62 (32.) für die höchste Führung des Abends. Wie schon das gesamte Spiel über lief der Ball auf Bamberger Seite immer wieder geduldig durch die eignen Reihen und man erspielte sich so gute Abschlüsse, die letztlich zu einem deutlich und absolut verdienten 105:78-Erfolg beim MBC führten. 25 Assists bei nur zehn Ballverlusten waren der Beweis für das hervorragende Teamplay der BMA365 Bamberg Baskets, das sich auch in den starken Wurfquoten widerspiegelte. Ibi Watson blieb bis zum Ende komplett ohne Fehlwurf. Cobe Williams traf alle seine sechs Dreipunktewürfe. Mit seinem Dreier zum 101:74 (38.) sorgte Adrian Petković dafür, dass letztlich alle 11 Bamberger Spieler Punkte zum 105:78-Erfolg beigetragen hatten.
„Glückwunsch an unsere Spieler zum Einzug ins Viertelfinale. Ich glaube, wir haben teilweise defensiv gut ausgesehen – zum Beispiel im dritten Viertel oder auch in Phasen der ersten Halbzeit. Dort konnten wir uns auch einfache Punkte erarbeiten. Klar hilft es, wenn man Würfe trifft. Vor allem in der zweiten Halbzeit sind uns schwierige Würfe gut gelungen. Charles Callison haben wir leider nicht unter Kontrolle bekommen, aber ich glaube, wir haben trotzdem gut gereboundet und 25 Assists für uns sprechen Bände. Unsere Ballbewegung war auch gut. Das ist ein Spiel, auf dem wir aufbauen müssen“, resümierte Bambergs Head Coach Anton Gavel.
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BBL-Pokal
Diesmal kreuzen sich die Wege schon im Achtelfinale
Nachdem man sich in der Vorsaison im Finale des BBL-Pokals gegenüberstand, treffen der SYNTAINICS MBC und die BMA365 Bamberg Baskets in diesem Jahr bereits im Achtelfinale des Pokal-Wettbewerbs aufeinander.
Wie schon beim Endspiel im Februar haben auch diesmal die Wölfe in der Stadthalle Weißenfels Heimrecht. Tip-Off zur Neuauflage ist am Samstagabend um 20:00 Uhr. „Wir reisen zu einer in zwei Wettbewerben bislang noch ungeschlagenen Mannschaft, die im Moment mit unglaublich viel Selbstvertrauen spielt. Was sie auszeichnet, ist ihre Defensive. Hier sind sie aktuell die zweitbeste Mannschaft der gesamten Liga. Auch offensiv wissen sie, wo ihre Stärken liegen“, weiß Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Bei solchen Do-or-die-Spielen ist es enorm wichtig, mit breiter Brust aufzutreten. Auch weil es die Neuauflage des Endspiels und noch dazu am gleichen Ort ist, haben wir uns definitiv vorgenommen, vieles besser zu machen als beim letzten Spiel in München.“
In ihrem Erstrunden-Match konnten die BMA365 Bamberg Baskets in Hamburg bei den Veolia Towers gewinnen. Angeführt von Cobe Williams (25 Punkte) siegte man mit 94:89 und zog so in die nächste Runde ein, für die jene Reise nach Weißenfels bereits vorher feststand. Nachdem der MBC die Vorsaison auf Tabellenposition acht abgeschlossen hatte, steigen die Wölfe erst jetzt im Achtelfinale in den Pokalwettbewerb ein. Für die Sieger der Achtelfinal-Partien geht es am 15. und 16. November mit dem Viertelfinale weiter. Wer es dann mit wem zu tun bekommt, wird im Anschluss an die Partie des FC Bayern München Basketball gegen die Basketball Löwen Braunschweig am Montagabend ausgelost.
Natürlich geht der Blick in nahezu allen Vorberichten auf dieses Achtelfinale zurück auf den 16. Februar und das Pokal-Endspiel der Vorsaison. Mit 87:97 hatten die Bamberger damals das Nachsehen gegen den MBC, der in eigener Halle seinen ersten nationalen Titelgewinn feiern konnte. Auch in dieser Saison standen sich beide Mannschaften schon einmal gegenüber, und zwar im jeweils ersten Vorbereitungsspiel. In der SWH.arena in Halle siegte die Mannschaft von Anton Gavel damals mühelos, jedoch fehlten auf beiden Seiten etliche Spieler. Während die Weißenfelser ohne Spencer Reaves, Khyri Thomas, Stephon Jelks und Bazoumana Koné (sein Vertrag beim MBC wurde aufgelöst und erst vor wenigen Tagen für ihn der finnische Nationalspieler Perttu Blomgren nachverpflichtet) auskommen mussten, fehlten auf Bamberger Seite vor rund zwei Monaten EJ Onu, Richard Balint und Moritz Krimmer.
Ausgezeichnet ist der MBC in die neue Spielzeit gestartet. Nach vier Spieltagen stehen die Weißenfelser noch ungeschlagen an der Tabellenspitze. Dem 93:85-Auswärtserfolg in Hamburg ließ man einen 84:77-Heimsieg gegen Bonn folgen. Auch bei RASTA Vechta konnte man sich mit 96:83 durchsetzen. Für das bisher wohl dickste Ausrufezeichen sorgten die Wölfe dann am letzten Spieltag, als sie in eigener Halle auch den Vizemeister aus Ulm bezwingen konnte. Planinic, Foster, Thomas, Welp und Callison punkteten beim 75:71-Erfolg allesamt zweistellig.
Die Rolle von John Bryant (38 Jahre – C – 2,11 m) ist unter Head Coach Marco Ramondino kleiner geworden. Der BBL-MVP der Jahre 2012 und 2013 wurde bislang nur in zwei Spielen eingesetzt (8:17 Minuten Einsatzzeit). Hier aber lieferte der in Kalifornien geborene Deutsch-Amerikaner nicht zuletzt aufgrund seines unglaublich weichen Handgelenkes sowie seiner Erfahrung aus mittlerweile 531 Bundesliga-Spielen konstant ab.
Auch einen in Bamberg noch bestens bekannten Spieler haben die Weißenfelser in Sachsen-Anhalt halten können. Spencer Reaves (29 Jahre – SG – 1,91 m), in der Saison 2022//23 in Freak City aktiv, komplettiert neben Callison, Bryant und Routinier Akeem Vargas (35 Jahre – SF – 1,92 m) das Quartett der Leitwölfe, die das Team anführen sollen.
MBC seit 2017 wieder in der BBL
Nach den Abgängen vieler Leistungsträger aus der Vorsaison, wie Michael Devoe (jetzt Türk Telekom), Martin Breunig (jetzt SLUC Nancy Basket), Ty Brewer (jetzt NINERS Chemnitz) und Tyren Johnson (jetzt Dorados de Chihuahua), wurde in Weißenfels neu besetzt. Unter den Körben hat man sich mit Jure Planinic (25 Jahre – C – 2,06 m) verstärkt. Der Kroate kam aus Bulgarien von Meister Rilski Sportist Samokov und unterschrieb beim MBC einen Zweijahresvertrag.
Ebenfalls neu im Team ist Khyri Thomas (29 Jahre – SG – 1,91 m). Der athletische US-Amerikaner ist ein absoluter Allrounder und besticht in der BBL mit seinen aktuellen Statistiken: 12,5 Punkte, 5,8 Rebounds, 5,5 Assists bei einer Effektivität von 17,8.
Mit Collin Welp (26 Jahre – PF – 2,06 m) haben die Wölfe ihre deutsche Rotation verstärkt. Nach Würzburg und Göttingen ist der MBC bereits seine dritte Station in der BBL, wo er sich mit im Schnitt 11,3 Punkten und 5,8 Rebounds ganz offensichtlich bereits pudelwohl fühlt. Neben Rückkehrer Stephon Jelks (29 Jahre – PF – 1,98 m), Kresimir Nikić(26 Jahre – C – 2,13 m) und RJ Gunn (26 Jahre – PF – 2,01 m) ist auch Perttu Blomgren (24 Jahre – PG – 1,95 m) neu im Team. Der Finne kam erst kürzlich nach Weißenfels und könnte am Samstag gegen die BMA365 Bamberg Baskets sein Debut geben. Dann müsste jedoch ein anderer Spieler ohne deutschen Pass aussetzen, denn aktuell hat der MBC derer sieben im Kader.
Alles hat seine zwei Seiten, so auch der Erfolg. Nach dem Pokalsieg und der Playoff-Qualifikation der Wölfe in der letzten Saison, ploppten nicht nur die Spieler auf dem Radar anderer Mannschaften in Europa auf. So ging es dem MBC auch mit Head Coach Janis Gailitis, der infolge einer Ausstiegsklausel in seinem Vertrag den Club in Richtung Frankreich zu SIG Strasbourg verlassen hat. Ersatz für den Letten kam aus Italien mit dem 42-jährigen Marco Ramondino. Vor seinem Engagement in Weißenfels coachte er den italienischen Erstligisten Givova Basket Scafati. Bereits seit mehreren Jahren war er auch für den italienischen Verband als Assistenz- und Head Coach der U16‑, U18‑, U20- und A2-Nationalmannschaft tätig. Seit Anfang Oktober ist Ramondino nun Assistant Coach der italienischen A‑Nationalmannschaft um Cheftrainer Luca Banchi. „Die Berufung zum Assistenztrainer der Nationalmannschaft empfinde ich als große Auszeichnung und Ehre. Ich bin Luca Banchi und dem Verband dankbar, dass sie mich auserwählt haben. So wirklich kann ich es noch gar nicht realisieren“, sagte Ramondino zu seiner Berufung.
Der MBC, also der Mitteldeutsche Basketball Club, geht seit 2019 als SYNTAINICS MBC in der BBL an den Start. Nach dem Gewinn der Meisterschaft in der ProA stieg man 2017 erneut in die BBL auf und spielt seither im Oberhaus. In dieser Saison gehen die Wölfe auch international an den Start und spielen in der European North Basketball League. Auch hier konnte man sich bislang schadlos halten und gewann in eigner Halle sein bisher einziges Spiel mit 84:57 gegen die Esten von Tal Tech aus Tallinn. Seit der Saison 2022//23 und dem Zusammenschluss mit dem Damen-Bundesligisten SV Halle hat der MBC auch eine Damenmannschaft, die seit dieser Spielzeit nun auch – wie die Herren – unter dem Namen SYNTAINICS MBC am Spielbetrieb teilnimmt.
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Pflichtspielauftakt der Bamberg Baskets
Bamberg Baskets gewinnen BBL-Pokal-Spiel in Hamburg
Die BMA365 Bamberg Baskets haben ihr erstes Spiel der neuen Saison gewonnen und stehen somit im Pokal-Achtelfinale. Seine Erstrundenpartie gewann das Team von Head Coach Anton Gavel am Mittwochabend bei den Veolia Towers Hamburg mit 94:89 (45:38) und legte so einen gelungenen Saisonstart hin.
Vor 1.679 Zuschauern war Cobe Williams mit 25 Punkten am Ende Topscorer der Partie gegen die Hanseaten, bei denen Justin Edler-Davis mit 24 Zählern die meisten Punkte sammelte. In der nächsten Runde müssen die Bamberger nun erneut auswärts antreten. Am 18. Oktober steht man im Achtelfinale um 20:00 Uhr in der Stadthalle Weißenfels dem SYNTAINICS MBC gegenüber.
Der Spielverlauf
Hamburg startete besser in diese Do-or-die-Partie und legte zunächst einmal vor. Richard Balint sorgte per Dreier für die ersten Zähler der BMA365 Bamberg Baskets, ehe EJ Onu mit zwei Dunks für das 7:6 (3.) sorgte. 3:30 Minuten waren in der Partie gespielt, als sich der Bamberger Center jedoch mit seinem bereits zweiten Foul mehr oder weniger selbst aus dem Spiel nahm. In der Folgezeit wechselte die Führung nahezu in jedem Angriff, doch dann netzte Demarcus Demonia zwei Dreier in Folge ein und die Baskets konnten sich erstmals etwas absetzen (15:9/6.). Der Ball lief gut durch die Bamberger Reihen und ein insgesamt starker Adrian Petković erhöhte den Vorsprung bereits im ersten Viertel in den zweistelligen Bereich (21:11/8.). 25:13 lag das Team aus Freak City in Front, ehe Justin Edler-Davis per Dreier auf 25:16 nach dem ersten Viertel verkürzen konnte.
Mit einem Dreier eröffnete Adrian Petković das zweite Viertel für die Bamberger (28:16), bei denen nun allerdings die gute Ballbewegung aus dem ersten Viertel etwas verloren ging. Dennoch aber konnte man zunächst dank des Dreiers von Richard Balint (31:18/13.) und des Dunks von Austin Crowley (33:20/14.) die Führung weiter konstant halten. Angeführt von Justin Edler-Davis pirschten sich die Hanseaten nun aber langsam wieder heran. Auch das dritte Foul in dieser Phase von EJ Onu (16.) spielte dem Team von Benka Barloschky ein wenig in die Karten und die Towers verkürzten bis auf 38:35 (18.). Cobe Williams per Dreier, Ibi Watson mit seinem ersten Feldkorb sowie Patrick Heckmann per Buzzer Beater hielten die Türme bis zum 45:38-Pausenstand jedoch weiter auf Distanz.
„Ich glaube, dass die erste Halbzeit für uns ganz ordentlich ausgesehen hat“
Mit zwei Dreiern zu Beginn der zweiten Hälfte von Cobe Williams und Daniel Keppeler schraubten die BMA365 Bamberg Baskets den Vorsprung schnell wieder auf 10 Zähler (51:41/22.). Nun aber fanden die Werfer auf Seiten der Hamburger besser zu ihrem Rhythmus (56:51/25.) Die Punkte von Justin Edler-Davis beantwortete Adrian Petković hier noch prompt (60:51/28.), doch wenig später glich LJ Thorpe Jr. per Dreier zum 60:60 wieder aus, ehe Jean-Pierre Tokoto II kurz vor Ende des dritten Abschnitts die Towers mit einem Dreier gar in Führung brachte (62:65).
Würden die Gastgeber diesen Schwung nun auch zu Beginn des Schlussabschnitts beibehalten können? Nein, denn das Team von Anton Gavel biss sich ins Spiel, arbeitete gut zusammen und ließ die Towers so eben nicht davonziehen. Knapp vier Minuten waren im letzten Abschnitt gespielt, als Ibi Watson mit einem Drei-Punkte-Spiel die Partie beim 71:71 wieder ausglich. Offensiv übernahm auf Bamberger Seite nun Daniel Keppeler. Mit zehn Punkten in Folge brachte er sein Team mit 81:77 (37.) in Führung. Mit teils wirklich extrem schwierigen, aber erfolgreichen Dreiern, blieben die Hamburger ihrerseits dran (85:82). Der Block von EJ Onu sowie der Dreier im anschließenden Angriff von Cobe Williams zum 88:82 sorgten 77 Sekunden vor dem Ende für die Entscheidung, zumal die Bamberger ihre Freiwürfe wenn auch nicht perfekt, aber gut genug trafen.
„Glückwunsch an die Spieler. Ich glaube, dass die erste Halbzeit für uns ganz ordentlich ausgesehen hat. Offensiv haben wir uns echt gute Würfe herausgespielt, die wir dann auch teilweise getroffen haben“, so Bambergs Head Coach nach der Partie. „Wenn wir zu kopflos agiert haben, dann haben sich bei uns die Turnover gehäuft und wir haben schlechte Würfe genommen. Was dann auch dazu geführt hat, dass wir Fastbreak-Punkte kassiert haben. In der zweiten Halbzeit hat Hamburg umgestellt und damit hatten wir Probleme. Aber ich glaube, das wichtig war, dass wir zusammengeblieben sind und diese schwere Phase durchgestanden haben. Wir sind froh, dass wir hier gewinnen und in die nächste Runde einziehen konnten.“
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Pflichtspielauftakt der Bamberg Baskets
Saisonauftakt im Pokal in Hamburg
An heutigen Mittwoch steht für die BMA365 Bamberg Baskets das erste Pflichtspiel der neuen Saison auf dem Programm. In der ersten Runde des BBL-Pokals ist die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel dabei um 20 Uhr zu Gast bei den Veolia Towers Hamburg.
Auch wenn man natürlich viel lieber auf eigenem Parkett in ein solches Do-or-die-Spiel gegangen wäre, sind die Bamberger mit einem guten Gefühl nach Hamburg aufgebrochen. Sechs Siege konnte man in sieben Vorbereitungsspielen einfahren und so hofft man nun natürlich darauf, genau hier auch im ersten Pflichtspiel anknüpfen zu können. Mit dabei im Team um Kapitän Ibi Watson ist Patrick Heckmann, der erst kürzlich mit einem Kurzzeitvertrag ausgestattet wurde und den nach wie vor verletzten Moritz Krimmer ersetzen wird.
„Hamburg hat offensiv sehr viel Power und so wird es kein einfaches Spiel. Hier müssen wir mit unserer Verteidigung dagegenhalten“, sagt Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Insgesamt ist es natürlich nicht gerade vorteilhaft, dass wir die Saison mit vier Auswärtsspielen beginnen müssen, aber das wussten wir von vornherein und müssen das so hinnehmen. Es ist so aber auch gleich eine gute Challenge für uns.“
In der vorletzten Saison standen sich beide Teams in Hamburg im BBL-Pokal bereits schon einmal gegenüber. Damals siegten die Bamberger recht deutlich mit 80:64 und zogen ins Viertelfinale ein.
Towers konnten starke deutsche Achse halten
Auch die Towers haben eine gute Saisonvorbereitung hinter sich. Vier ihrer sechs Testspiele konnten sie gewinnen. Erst letzte Woche setzte man noch einmal ein richtiges Ausrufezeichen, als man in Hamburg gegen den dänischen Pokalsieger Randers Cambria richtig aufkrachte. Am Ende siegten die Norddeutschen mit 120:66. Leonard Thorpe Jr. (15 Punkte, 14 Assists), Justin Edler-Davis (16 Punkte, 11 Rebounds) und Topscorer Zacharie Perrin (21 Punkte) waren die Auffälligsten.
In den beiden öffentlichen Testspielen gegen Bundesligisten gab es einen Sieg und eine Niederlage. In Rostock zog man mit 83:94 den Kürzeren, beim Season Opener gegen Oldenburg siegte man mit 98:80. Eric Reed Jr. war im Spiel gegen die Donnervögel nicht zu stoppen und erzielte 34 Punkte.
Mit Osaro Rich, Kenneth Ogbe, Benedikt Turudić und Niklas Wimberg konnten die Towers ihre starke deutsche Achse halten. Wie schon in der Vorsaison muss Niklas Wimberg jedoch auch in dieser Serie zum Saisonstart passen. Der 29-Jährige, der letzte Saison infolge eines Beinbruchs lange pausieren musste, ist diesmal wegen einer Fingerverletzung raus. Beim zweiten Test der Towers in Berlin verletzte sich der Power Forward am Ringfinger der linken Hand und musste daraufhin operiert werden.
Unter anderem haben Jordan Barnett, Brae Ivey, Kur Kuath, Jaizec Lottie und Johnathan Stove den Club verlassen. Viel neues Personal musste somit gefunden und integriert werden. Nach einer überaus erfolgreichen Saison bei CSO Voluntari, kam Justin Edler-Davis nach Hamburg. Der 27-jährige US-Boy holte in Rumänien den Pokal sowie den Titel in der European North Basketball League und unterzeichnete bei den Towers einen Vertrag bis 2027. Ebenfalls neu ist Point Guard Carlos Stewart Junior. Der Guard kommt direkt vom College aus den USA, wo er zuletzt für die Santa Clara Broncos spielte. Für weitere Firepower im Angriff der Hanseaten sorgt Eric Reed Junior. Der Shooting Guard spielte in der Vorsaison in Belgien für die Kortrijk Spurs. In der BNXT League erzielte er im Schnitt 15,1 Punkte und führte sein Team als Topscorer ins Playoff-Halbfinale. Zudem wurde er ins First Team der Liga gewählt.
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BBL-Pokal
Bamberg Baskets unterliegen Syntainics MBC im Pokalfinale
Der Traum vom siebten Pokalsieg in der Vereinsgeschichte ist für Bambergs Bundesliga Basketballer nicht in Erfüllung gegangen. Im Finale des Top Four um den BBL-Pokal unterlagen die Bamberg Baskets am Sonntagnachmittag gegen den Syntainics MBC mit 87:97 (39:50).
In der mit 3.000 Zuschauern ausverkauften Weißenfelser Stadthalle lagen die Wölfe stets in Führung und konnten am Ende mit dem Pokalsieg ihren größten Erfolg der Clubgeschichte seit dem Gewinn des FIBA Europe Cups vor 21 Jahren feiern.
Michael Devoe avancierte im Finale mit 27 Punkten zum Topscorer und wurde zum wertvollsten Spieler des Turnier-Wochenendes gewählt.
11-Punkte-Rückstand zur Halbzeit
Die Gastgeber benötigten nicht lange, um in ihren Rhythmus aus dem Halbfinal-Sieg gegen den FC Bayern zurückzufinden. 2:18 Minuten waren gerade einmal gespielt, als Martin Breunig per Dunking mit dem dritten MBC-Abschluss in der Bamberger Zone für das 0:6 sorgte. Per Alley-Oop von Filip Stanić kamen dann auch die Bamberger zu ihren ersten Zählern in diesem Finale (2:6/3.). Ronaldo Segu verkürzte auf 5:6 (4.). Das Bamberger Spiel in diesem ersten Abschnitt allerdings zu fehlerhaft (8 Ballverluste allein im ersten Viertel). Zudem hatte man große Probleme, den MBC beim Attackieren des Korbes unter Kontrolle zu bringen und so setzten sich die Wölfe leicht ab (5:13/6.). Nach der hier folgenden Auszeit von Anton Gavel lief es für sein Team nun besser. Dreier von Ronaldo Segu und Moritz Krimmer sowie zwei verwandelte Freiwürfe von Kyle Lofton bedeuteten den 13:13 Ausgleich (7.). Mit Dreiern von Ivan Tkachenko und Michael Devoe konterte der MBC jedoch eiskalt und ging nach einem 15:4‑Run zum Ende des Viertels mit einer deutlichen Führung in die erste Viertelpause (17:28).
Mit einem weiteren Ballverlust begannen die Bamberger das zweite Viertel und so hatte man nach gerade einmal zwölf gespielten Minuten bereits zehn Turnover in der Statistik stehen. Bis Mitte des zweiten Viertels blieb der Rückstand konstant (27:38/15.). Charles Callison baute den Vorsprung für den MBC dann per Dreier zwischenzeitlich auf 15 Zähler aus (29:44/17.). Zur Pause waren es dann aber wieder die elf Punkte wie schon zum Ende des ersten Abschnitts (39:50).
„Wir haben das Spiel im ersten Viertel verloren“
Im ersten Angriff nach der Halbzeitpause hatten die Bamberger gleich dreimal die Chance, den Rückstand wieder in den einstelligen Bereich zu drücken, doch keiner der drei Distanzwürfe (2x Locke & Krimmer) wollte fallen. Stattdessen versenkte Spencer Reaves den Ball auf der Gegenseite von jenseits der 6,75-Meter-Linie zum 39:53 (22.). Bamberg kämpfte, doch immer, wenn man auf Baskets-Seite dachte, man könnte jetzt wieder etwas aufschließen, legte der MBC kaltblütig nach. So zum Beispiel nach dem Korb von Michael Devoe zum 55:70 (28.). In weniger als einer Minute hatten die Baskets wieder auf 60:70 (29.) verkürzt, ehe Devoe und Callison per Buzzerbeater-Dreier den Bamberger Rückstand wieder auf 60:75 nach dem dritten Viertel erhöhten.
Das Momentum zu Beginn des Schlussabschnitts nun ganz klar auf Seiten der Wölfe, die so auf 66:85 (32.) weiter davonzogen. Die Bamberger aber kämpften weiter und kamen angefeuert von ihren tollen Fans nochmals zurück. Moritz Krimmers Dreier brachte die Baskets auf 76:87 (34.) heran, doch abermals gelang es trotz mehrerer Chance zunächst nicht, den Rückstand unter zehn Zähler zu bringen. 5:13 Minuten vor Schluss gelang das dann Filip Stanić (78:87), doch die Wölfe konterten erneut zum 80:94 (38.). Sicherlich noch einmal so richtig spannend wäre es geworden, wäre die Entscheidung der Schiedsrichter im Angriff des MBC direkt nach dem Dreier von KeyShawn Feazell zum 85:94 eine andere gewesen. Kyle Lofton hatte hier Michale Devoe zunächst den Ball aus der Hand gespielt. Der Bamberger ging dem freien Ball hinterher und kam zu Fall. Für Dyn-Experten Heiko Schaffartzik die Situation ein ganz klares unsportliches Foul von Devoe, doch es gab keinen Foulpfiff. Stattdessen soll der zu Boden stürzende Kyle Lofton sogar bereits Ballkontrolle gehabt haben, was eine Korrektur der Shotclock zufolge hatte und den MBC unverständlicherweise erneut in Ballbesitz brachte. Die Wölfe spielten die geschenkte frische Shotclock hier geduldig herunter und ließen sich letztlich nicht mehr in Bedrängnis bringen. „Glückwunsch an meinen Kollegen Janis Gailitis für diesen absoluten verdienten Sieg heute im Finale und zum Gewinn des Pokals. Wir haben das Spiel im ersten Viertel verloren. Wir konnten nicht an die Defensivleistung aus dem gestrigen Halbfinale anknüpfen“, resümierte Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Wir wollten hässlich spielen, auch das ist uns nicht gelungen. Zudem hatten wir acht Ballverluste allein im ersten Viertel. Wir lagen kein einziges Mal in Führung. Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen.“
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Basketball Top Four
Bamberg Baskets stehen im Pokal-Endspiel
Die Bamberg Baskets haben ihr Halbfinale beim Top Four gewonnen und stehen damit heute Nachmittag im Finale. In der mit 3.000 Zuschauern ausverkauften Stadthalle in Weißenfels besiegten die Bamberger die SKYLINERS FRANKFURT mit 76:63 (35:31) und spielen somit um den BBL-Pokal.
Bester Scorer auf Bamberger Seite gegen die Hessen war Ibrahim Watson mit 20 Punkten, gefolgt von Ronaldo Segu und KeyShawn Feazell mit je 16 Zählern. Erfolgreichster Werfer der Frankfurter war Jordan Theodore mit 13 Punkten.
Gegner der Mannschaft von Head Coach Anton Gavel im Finale heute um 16:00 Uhr ist der SYNTAINICS MBC. Die Weißenfelser hatten sich in ihrem Semifinale gegen den FC Bayern München Basketball mit 95:93 durchsetzen können.
Knappe Führung zur Halbzeit
Es dauerte einen Moment, ehe die ersten Punkte in diesem zweiten Halbfinale fallen wollten. Nach je zwei Fehlversuchen war es Noah Locke, der mit seinen einzigen beiden Zählern in dieser Partie die ersten Punkte des Spiels erzielte. Die Frankfurter versuchten ihr Glück aus der Distanz und nach Dreiern von Jordan Theodore und David Muenkat gingen die Hessen in Führung (4:6/3.). Die Bamberger Antwort kam von Ronaldo Segu. Per Dreier und seinen Punkten fünf, sechs und sieben stellte er auf 13:9 (7.). Die Hessen schlossen jedoch umgehen wieder auf (13:12/7.), ehe Ibi Watson und KeyShawn Feazell mit je 5 Punkten ihr Team 23 Sekunden vor dem Ende des ersten Viertels erstmals zweistellig in Führung brachten (23:12/10.). Den Schlusspunkt in diesem ersten Abschnitt setzte Frankfurts Neuzugang Marcus Domask. Mit seinem bereits zweiten Dreier sorgte der US-Amerikaner für das 25:13 nach dem ersten Viertel.
Mit einem weiteren Dreier von KeyShawn Feazell starteten die Bamberger ins zweite Viertel. Kyle Lofton erhöhte auf 28:15 (12.) und die Mannschaft von Anton Gavel konnte zunächst ihren zweistelligen Vorsprung halten (30:20/14.). In nicht einmal 80 Sekunden spielten sich die SKYLINERS mit einem 8:0‑Lauf aber wieder heran (30:28/15.) und es folgte eine Bamberger Auszeit. Im Anschluss sorgten ein Dunk von Filip Stanić, ein Korbleger von Kyle Lofton sowie ein Freiwurfpunkt von Adrian Petković erst einmal wieder für etwas mehr Abstand (35:28/17.). Viel Zählbares passierte in den noch zu spielenden 3:15 Minuten bis zur Pause dann nicht mehr. 12 Sekunden vor der Halbzeit-Sirene war es Frankfurts Kamaka Hepa, dessen Dreier für den 35:31-Pausenstand sorgte.
„Wir sind heute auch recht aggressiv zum Korb gegangen“
Der Start in die zweite Hälfte gehörte den Bambergern. Einzigartig von über 500 Schlachtenbummlern aus Freak City angefeuert, setzten sich die Baskets mit einem stark spielenden Ibi Watson schnell wieder ab (40:31/21.). Brandon Horvath dunkte noch zwei Punkte dazu (42:31/22.), wobei er allerdings auf dem Weg zum Korb Ronaldo Segu unglücklich mit dem Ellenbogen im Gesicht traf. Der Bamberger Spielmacher musste zwar vom Feld (kam knapp vier Minuten später aber wieder zurück ins Spiel), sein Team aber blieb weiter in Führung. 50:36 (25.) lagen die Bamberger Mitte des dritten Abschnitts in Führung, ehe die Hessen nach dem Dreier von Jacob Knauf zum 52:45 (28.) wieder etwas aufschließen konnten. Näher aber ließ man den Gegner nicht herankommen und nach zwei erfolgreichen Freiwürfen von KeyShawn Feazell lag man 58:49 nach dem dritten Viertel vorne.
Auch der Schlussabschnitt war von der Verteidigung geprägt. 3:25 Minuten waren bereits von der Spieluhr, da hatte sich nach zwei Punkten für Bamberg und vier Zählern für Frankfurt nur wenig auf der Anzeigentafel getan (60:53/34.). Dann aber folgte der beste Lauf der Bamberger. Nach einem 11:0‑Run lag man knapp vier Minuten vor der Schlusssirene mit 71:53 (37.) in Führung, hatte nun alles im Griff und ließ sich den Sieg und den damit verbundenen Finaleinzug nicht mehr nehmen. Am Ende siegten die Bamberg Baskets verdient mit 76:63 und fordern im Endspiel nun den SYNTAINICS MBC im Kampf um den BBL-Pokal heraus.
„Glückwunsch an unsere Spieler zum Sieg. Es war das Spiel, so wie wir es haben wollten. So im 60-er- /70-er-Bereich ist es, wo wir uns am wohlsten fühlen und auch die größten Chancen haben, ein Spiel zu gewinnen. Wenn wir mit unserem Gegner versuchen Run & Gun zu spielen, dann sehen wir schlecht aus“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Das haben wir erst vor ein paar Tagen erlebt. Wir sind heute auch recht aggressiv zum Korb gegangen und so auch dann auch oft an die Freiwurflinie gekommen. Es war gut, dass wir eben nicht nur von außen geworfen haben, sondern versucht haben, an die Linie zu kommen. Auch wenn es dann knapper geworden ist, haben wir offensiv mehrere gute Entscheidungen getroffen. Jetzt sind wir extrem froh, dass wir im Finale stehen, und jetzt gilt unsere volle Konzentration auf morgen.“
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Top Four steigt am Wochenende
Bamberg Baskets greifen nach dem BBL-Pokal
Nachdem sich die Bamberg Baskets mit Siegen über ratiopharm ulm und ALBA BERLIN für das Top Four qualifiziert haben, greift das Team von Head Coach Anton Gavel an diesem Wochenende in der Stadthalle Weißenfels nach dem BBL-Pokal.
Im Halbfinale treffen die Bamberger am morgigen Samstag um 19 Uhr auf die SKYLINERS aus Frankfurt. Im anderen Halbfinale stehen sich bereits um 16:00 Uhr der Titelverteidiger aus München und der gastgebende SYNTAINICS MBC gegenüber. Das Endspiel steigt am Sonntag um 16:00 Uhr.
„Frankfurt hat jetzt zuletzt viel umgestellt und auch aus ihrem letzten Spiel kann man für das Wochenende keine großen Schlüsse ziehen, zumal drei Spieler geschont wurden beziehungsweise verletzt waren“, so Anton Gavel. „Wir müssen es über die Defensive angehen, das ist der Schlüssel in unserem Spiel und wenn wir das schaffen, dann können wir gegen jeden mithalten. Wenn du ins Finale einziehen möchtest, dann musst du es auf dem Parkett ganz einfach mehr wollen als dein Gegner.“
Mit ordentlich Selbstvertrauen werden die Frankfurter in Weißenfels antreten. Aus ihren letzten drei BBL-Spielen konnte die Mannschaft von Head Coach Denis Wucherer zwei Siege holen. Nach dem Auswärtstriumph in Bonn (77:70) konnte man in eigener Halle auch die BG Göttingen mit 95:94 niederkämpfen. Das Gastspiel am vergangenen Dienstag beim FC Bayern ging mit 56:70 verloren. Jordan Theodor war in München nicht aufgeboten. Patrick Heckmann und Trey Calvin standen zwar auf dem Anschreibebogen, wurden von Coach Wucherer aber nicht eingesetzt.
Insgesamt hat sich das Gesicht der Frankfurter im Vergleich zum BBL-Hinspiel gegen die Bamberg Baskets – Bamberg gewann am 29. September in Frankfurt mit 66:58 – stark verändert. Power Forward Kamaka Hepa war aufgrund einer Handverletzung damals ebenso wenig dabei wie der Ex-Bamberger Patrick Heckmann, der nach einem Drei-Monats-Engagement in Hamburg Ende November nach Frankfurt zurückgekehrt ist, wo er bereits die Saisonvorbereitung mitgemacht hatte. Auch der 35-jährige Point Guard Jordan Theodor war im Hinspiel noch nicht dabei. Der US-Amerikaner, der bereits in den Spielzeiten 2015 /2016 und 2022 /2023 in Frankfurt gespielt hatte, ist nun seit Anfang Dezember zurück bei den SKYLINERS.
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Bamberg Baskets besiegen Alba Berlin
Einzug ins Top Four des BBL-Pokals
Die Bamberg Baskets stehen im Top Four des BBL-Pokals! In der mit 5.700 Zuschauern ausverkauften Brose Arena besiegte die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel am Sonntagabend im Viertelfinale den elfmaligen Cup-Gewinner aus der Bundeshauptstadt und machte so ihrem Spitznamen als „Albakiller“ einmal mehr alle Ehre.
Gut einen Monat nachdem die Bamberg Baskets in der Bundesligapartie Alba Berlin in Freak City bereits bezwingen konnten, siegten die Bamberger mit 80:67 (35:36) auch im Pokalwettbewerb und zogen so ins Halbfinale ein.
Aus einer starken Bamberger Mannschaft ragten Ronaldo Segu (16 Punkte, 8 Assists), MaCio Teague (15 Punkte) und Filip Stanić (12 Punkte, 11 Rebounds) heraus. Bester Werfer der Berliner war Matt Thomas mit 15 Zählern.
Ebenfalls qualifiziert für das Top Four sind der Syntainics MBC und die Skyliners Frankfurt. Der letzte Teilnehmer wird am Montagabend in der Partie zwischen dem FC Bayern München Basketball und Rasta Vechta ermittelt. Während mit dem Wochenende um den 15./16. Februar 2025 der Termin für das Top Four bereits fixiert wurde, steht der Austragungsort für das Finalturnier noch nicht fest.
Unter den Augen der beiden 3x3-Olympiasiegerinnen Svenja Brunckhorst und Sonja Greinacher entwickelte sich von Beginn an ein toller Pokalfight zwischen beiden Mannschaften. Den ersten erfolgreichen Dreier der Partie von Brandon Horvath konterten die Albatrosse blitzschnell (3:6/2.). Von Beginn an aber präsentierten sich die Baskets an beiden Enden des Feldes höchstkonzentriert. Während man es in der Verteidigung als Team sehr gut verstand, gemeinschaftlich den nahezu in Bestbesetzung angetretenen Berlinern das Leben schwer zu machen, erspielte man sich im Angriff geduldig gute Möglichkeiten und nutzte diese zu einer 16:11 Führung (7.). Die Auszeit von Israel Gonzalez verpuffte zunächst, denn Moritz Krimmer per Dreier und Kyle Lofton mit Korbleger sorgten bereits im ersten Viertel für einen zweistelligen Bamberger Vorsprung (21:11/9.), an dem auch Ibi Watson mit allein 9 Punkten im ersten Viertel großen Anteil hatte. Unnötige Ballverluste ließen den Vorsprung bis zum Ende des Viertels jedoch wieder auf 21:16 schrumpfen.
Gleich mit zwei erfolgreichen Dreiern von KeyShawn Feazell starteten die Baskets in den zweiten Abschnitt und konnten sich so wieder etwas absetzen (27:18/12.). Nun aber ließen die Trefferquoten auf Seiten der Baskets etwas nach. Die Berliner schnappten sich die Rebounds (15 Rebounds allein im 2. Viertel) und über 29:25 führte Matt Thomas (9 Punkte im 2. Viertel) ALBA wieder heran (33:32/17.). 81 Sekunden vor der Halbzeitsirene war es dann Yanni Wetzell, der die Gäste wieder in Führung warf. Das 35:36 war auch der Halbzeitstand.
„Solche Energieleistungen müssen wir jetzt kontinuierlich bringen“
Auch nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst knapp und ausgeglichen. Das 44:44 (25.) verwandelten die Berliner dann jedoch in nur 90 Sekunden zu einer 46:51 Führung (26.). Tono Gavel reagierte, nahm eine Auszeit und brachte sein Team sofort wieder in die Spur. 2:48 Minuten später war es dann nämlich Gäste Coach Gonzalez, der nach einem 11:0‑Run der Bamberger seinerseits eine Auszeit nehmen musste (57:51/29.). Die BROSE ARENA tobte und so war es wenig verwunderlich, dass das Freak-O-Meter in diesem Moment mit 101,9 Dezibel gar einen neuen Lautstärkerekord in der Halle ausspuckte. Die Baskets ließen sich nun von der unfassbaren Stimmung in der Arena tragen und entschieden die dritten zehn Minuten mit 27:17 für sich. 12 seiner insgesamt 15 Punkte sammelte MaCio Teague in diesem Viertel, an dessem Ende die Bamberger mit 62:53 die Nase vorne hatten.
Bamberg blieb fokussiert, vor allem in der Verteidigung und spielte sein Spiel. Zudem sah man nicht nur einem vorbildlich kämpfenden Moritz Krimmer den unbändigen Siegeswillen an. Das gesamte Team half zusammen und setzte sich so im Anschluss an die Auszeit von Tono Gavel in der 26. Minute mit einem 30:9‑Run in knapp neun Minuten Spielzeit bis auf 76:60 (35.) ab. Diese Führung ließen sich die Baskets nicht noch einmal streitig machen. Geschickt und äußerst geduldig spielte man die Angriffe nun zu Ende und brachte den Vorsprung letztlich souverän zu einem insgesamt absolut verdienten Heimsieg übe die Ziellinie.
„Glückwunsch an unsere Spieler zum Sieg. Wir sind natürlich sehr glücklich, dass wir ins Top Four einziehen konnten. So weit ist das sicherlich ein sehr außergewöhnliches Top Four. Wenn man nur 67 Punkte zulässt gegen Alba Berlin, dann war das sicherlich eine Leistung, die wir uns so vorgestellt und erhofft hatten. Solche Defensiv- und Energieleistungen müssen wir jetzt aber auch kontinuierlich bringen und eben nicht nur an bestimmten Tagen“, so das Resüme von Bamberg Baskets-Head Coach Anton Gavel.