Nach den Bay­ern wur­de auch Alba besiegt

Bam­berg Bas­kets sind Pokalsieger

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Pokalsieger
Symbolbild, Foto: Pixabay
Die Sen­sa­ti­on ist per­fekt! Die BMA365 Bam­berg Bas­kets haben den BBL Pokal gewon­nen. Im Fina­le des BMW TOP FOUR bezwang das Team aus Freak City am Sonn­tag­nach­mit­tag im SAP Gar­den in Mün­chen Alba Ber­lin mit 74:72 (36:37) und hol­te damit den ins­ge­samt sieb­ten Pokal­sieg nach Bamberg.

Das Team von Head Coach Anton Gavel muss­te sich in die Par­tie hin­ein kämp­fen. Nach der rund­um über­zeu­gen­den Par­tie im Halb­fi­na­le gegen den FC Bay­ern Mün­chen hat­te man im End­spiel gegen die Alba­tros­se gro­ße Pro­ble­me beim Rebound. Die Haupt­städ­ter gewann das Duell unter den Bret­tern mit 44:26 und hat­ten so am Ende 18 Wür­fe mehr aus dem Feld. Wie aber schon so oft in die­ser Sai­son blie­ben die Bam­ber­ger sich und ihrem Game­plan treu, spiel­ten sich aus so manch schwie­ri­ger Situa­ti­on wie­der her­aus und hat­ten am Ende in die­sem Pokal­fi­na­le knapp, aber ver­dient die Nase vor­ne und das, obwohl man allein an der Frei­wurf­li­nie bei einer Quo­te von nur 64% (21 von 33) ein Dut­zend an Punk­ten lie­gen ließ.

Bes­ter Wer­fer der Alba­tros­se war Mal­te Delow mit 17 Punk­ten. Ibi Wat­son (10), EJ Onu (12) und Demar­cus Demo­nia (19) punk­te­ten zwei­stel­lig für den neu­en Pokal­sie­ger. Bam­bergs Num­mer 8 wur­de zum wert­volls­ten Spie­ler des End­spiels gewählt.


Der Spiel­ver­lauf

Dass es in die­sem Fina­le um jeden Zen­ti­me­ter gehen wür­de, zeig­te sich bereits nach 61 Sekun­den, als Bam­bergs Head Coach Anton Gavel nach einem Block von EJ Onu sei­ne Coa­ches Chall­enge bean­spruch­te. Die Schieds­rich­ter hat­ten auf Goal­ten­ding ent­schie­den, doch nach Stu­die der Fern­seh­bil­der wur­den die Punk­te für Ber­lin annul­liert. Bei­de Mann­schaf­ten waren zu Beginn des Spiels gleich­auf. Richard Bal­ints Drei­er brach­te die BMA365 Bam­berg Bas­kets zunächst in Front (5:4/2.), ehe Mal­te Delow eben­falls per Drei­er auf der Gegen­sei­te die Alba­tros­se wie­der in Füh­rung warf (5:7/3.). Delow war in die­ser Anfangs­pha­se der gefähr­lichs­te Ber­li­ner und ALBA zog so etwas davon (5:12/5.). Die Bam­ber­ger aber blie­ben fokus­siert und kamen durch Tref­fer von Dani­el Kep­pe­l­er und EJ Onu wie­der auf 15:16 her­an. Der Schluss­spurt gehör­te dann aber den Ber­li­nern. Mal­te Delow netz­te sei­ne Zäh­ler 10, 11 und 12 zum 15:19 ein, ehe Jack Kay­il einen Bam­ber­ger Tur­no­ver auf der Gegen­sei­te zum Vier­tel­en­de mit einem wei­te­ren Drei­er zum 15:22 bestrafte.

Zu Beginn des zwei­ten Vier­tels ver­letz­te sich dann auch noch Aus­tin Crow­ley am lin­ken Fuß und muss­te aus­ge­wech­selt wer­den. Die Bam­ber­ger zu die­sem Zeit­punkt bereits mit fünf Ball­ver­lus­ten und ALBA mit 9 Offen­siv­re­bounds, die man zu einer 17:26-Führung nut­zen konn­te. Anton Gavel zog die Brem­se und nahm eine Aus­zeit. ALBA aber blieb ton­an­ge­bend. Zudem hat­ten die Bam­ber­ger ab der 15. Minu­ten ein wei­te­res Pro­blem, da Cobe Wil­liams mit sei­nem drit­ten Foul erst ein­mal auf die Bank muss­te (22:29). Zumin­dest aber konn­te Aus­tin Crow­ley aufs Feld zurück­keh­ren und gleich mit einem Drei­er zum 25:29 (15.) einen wich­ti­gen Tref­fer set­zen. Demar­cus Demo­nia brach­te die Bam­ber­ger mit einem And-One auf 28:29 (17.) wie­der her­an und mit exakt die­sem einen Punkt Rück­stand ging es dann beim 36:37 auch in die Halbzeitpause.


„Wenn man schaut, wen wir alles aus­ge­schal­tet haben“

Das Bam­ber­ger Spiel zu die­sem Zeit­punkt wahr­lich nicht gut, doch das Team kämpf­te. Kapi­tän Ibi Wat­son brach­te sei­ne Mann­schaft per Drei­er beim 39:37 wie­der in Füh­rung, Alba kon­ter­te aber sofort (39:41) und blieb nun wie­der stets leicht in Füh­rung, auch obwohl Noris Agba­ko­ko ab der 24. Minu­te mit vier Fouls belas­tet, mehr von der Bank aus zuschau­en muss­te. Die Ber­li­ner aber auch wei­ter­hin stark unter den Bret­tern und dank ihrer zwei­ten in der Lage, sich aber­mals etwas abzu­set­zen (45:53/29.). Cobe Wil­liams und Demar­cus Demo­nia hiel­ten offen­siv hier aber dage­gen und so ging es beim Stand von 52:58 in die letz­ten zehn Minuten.

ALBA zog gleich zu Beginn des vier­ten Abschnitts wie­der auf acht Punk­te davon, doch Moritz Krim­mer traf aus der Distanz und ver­kürz­te wie­der auf 55:60 (32.). Zwei wei­te­re Drei von Richard Bal­int und von EJ Onu rüt­tel­ten die Bam­ber­ger Fan­kur­ve wie­der rich­tig wach und auf ein­mal konn­te man den es wie­der spü­ren: die­ses unfass­ba­re Ver­trau­en, es als Mann­schaft doch irgend­wie rich­ten zu kön­nen. 5:52 Minu­ten vor dem Ende waren die rund 1.000 Bam­ber­ger Fans im erneut aus­ver­kauf­ten SAP Gar­den völ­lig aus dem Häus­chen, als EJ Onu den Ball zum 66:62 in den Korb häm­mer­te. Nach Pedro Cal­les Aus­zeit kamen die Ber­li­ner doch noch ein­mal bären­stark zurück. 3:35 Minu­ten vor dem Ende traf Jonas Mat­tiss­eck aus der Ecke für drei und ALBA führ­te plötz­lich wie­der (66:69). Demar­cus Demo­nia ant­wor­te­te mit einem Drei­er auf der Gegen­sei­te, doch Ber­lins Kapi­tän hat­te noch einen wei­te­ren Drei­er aus der Ecke im Köcher (69:72/39.). Das soll­ten aber die letz­ten Ber­li­ner Punk­te gewe­sen sein. Cobe Wil­liams traf einen Frei­wurf (70:72). Im Anschluss stopp­te man den Ber­li­ner Angriff und Ibi Wat­son glich 81 Sekun­den vor dem Ende zum 72:72 aus. Es folg­ten Ball­ver­lus­te hüben und drü­ben. 31 Sekun­den vor dem Ende ver­warf dann Jonas Mat­tiss­eck. Zach Ens­min­ger sicher­te den Rebound und sei­nen <Sekun­den vor dem Ende traf Demar­cus Demo­nia zum 74:72. Der letz­te Wurf des Spiels von Jack Kay­il wur­de von Aus­tin Crow­ley geblockt und die Par­ty im Bam­ber­ger Fan­block zum BBL-Pokal­sieg 2026 konn­te beginnen!

„Glück­wunsch an unse­re Spie­ler zu die­sem Pokal­sieg. Das ist ein unglaub­li­cher Erfolg für uns. Wir haben heu­te die Rebounds klar ver­lo­ren, was uns sehr weh­ge­tan hat wie schon die Spie­le zuvor. Wir hat­ten deut­lich weni­ger Wür­fe als die Ber­li­ner und konn­ten dann erst im letz­ten Vier­tel in Füh­rung gehen. Natür­lich gehört auch ein biss­chen Glück dazu, dass man am Ende dann so ein Spiel auch gewinnt, aber wir kön­nen sehr stolz auf unse­re Trup­pe sein“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. „Wenn man schaut, wen wir alles aus­ge­schal­tet haben – zunächst eine Euro­Cup-Mann­schaft, dann den aktu­el­len BBL-Tabel­len­füh­rer, gefolgt von einer Cham­pi­ons League Mann­schaft mit Hei­del­berg, das Euro­Le­ague-Team der Bay­ern und jetzt mit ALBA ein wei­te­res Cham­pi­ons League-Team – das sind schon Kali­ber, zu denen wir eigent­lich nicht zäh­len. Umso schö­ner ist es, dass wir das geschafft haben, dass die Jungs dar­an geglaubt haben und jetzt sind wir ein­fach nur unheim­lich glücklich.”

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