Mit dem Spiel der BMA365 Bamberg Baskets gegen die MLP Academics Heidelberg beginnt am morgigen Donnerstag um 20 Uhr das BBL-Pokal Viertelfinale. Während sich die Heidelberger erstmals in ihrer Vereinsgeschichte fürs TOP FOUR qualifizieren könnten, geht es für die Bamberger um die dritte Teilnahme in Folge am Pokal-Endturnier.
Während die Bamberger mit drei Siegen aus den ersten sechs Spielen solide in die Saison gestartet sind, konnten die Heidelberger bislang nur eines ihrer ersten sieben Spiele in der easyCredit BBL gewinnen. Wie Bambergs Assistant Coach Arne Woltmann in der „Auszeit“, dem Bamberg Baskets Podcast, anmerkte, sind derartige Statistiken in einem Do-or-die-Spiel jedoch ohne Bedeutung. Die Tagesform wird ausschlaggebend sein sowie die Fähigkeit, dem Gegner das eigene Spiel aufzuzwingen.
Wie gefährlich die Heidelberger sein können, mussten die Litauer von Rytas Vilnius am 2. Spieltag in der Basketball Champions League erfahren. Einer der Top-Favoriten in der BCL verlor in Heidelberg mit 83:92 und musste im SNP dome seine bisher einzige BCL-Niederlage hinnehmen.
Mit einem Heimsieg gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg (82:73) haben sich die Academics für das Viertelfinale im BBL-Pokal qualifiziert. In der ersten Runde hatte der Playoff-Teilnehmer der Vorsaison spielfrei. Die überaus erfolgreiche Vorsaison mit dem Einzug ins Playoff-Halbfinale rückte die Heidelberger ins Rampenlicht und so wurden viele Spieler des Teams natürlich von anderen Clubs heiß umworben. Nicht zuletzt mit der Teilnahme an der Basketball Champions League war es den Academics aber gelungen, einen Großteil der Leistungsträger in Heidelberg zu halten. Paul Zipser (31 Jahre – PF – 2,03 m), Niklas Würzner (31 Jahre – SF – 1,96 m), Marcel Keßen (28 Jahre – C – 2,07 m), Osun Osunniyi (27 Jahre – C – 2,08 m), Damariae „DJ“ Horne (25 Jahre – PG – 1,85 m), Michael Weathers (28 Jahre – SG – 1,91 m), Mateo Seric (26 Jahre – PF – 2,04 m), Erol Ersek (26 Jahre – SG – 1,93 m) sowie die Jugendspieler Dominic Vengert (19 Jahre – SG – 1,99 m) und Josia Gentischer (19 Jahre – SG – 1,87 m) sind geblieben. Allerdings hatten die Heidelberger zuletzt immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Mitte Oktober zog sich Paul Zipser im BCL-Heimspiel gegen Warschau einen Mittelhandbruch zu. Keine zwei Wochen später erwischte es dann auch DJ Horne. Im Champions League Heimspiel gegen Vilnius, in dem er sein Team mit 33 Punkten zum Sieg führte, erlitt er eine Kapselverletzung am Daumen.
„Sie spielen anders als viele andere Mannschaften“
Mit Ryan Mikesell, Bakary Dibba und Andrew O‘Brian verließen drei Importspieler die Heidelberger. Mit dem Serben Dusan Neskovic (25 Jahre – SF – 2,03 m – kam von den Richmond Spiders aus der NCAA), US-Boy Samuell Williamson (25 Jahre – SF – 2,03 m – kam von den Heroes Den Bosch), Kevin McClain (29 Jahre – PG – 1,91 m – kam von den GIESSEN 46ers) sowie Noah Koch (18 Jahre – PG – 1,87 m – kam von RASTA Vechta) hat man die Lücke geschlossen. Auf die verletzungsbedingten Ausfälle hat man zudem erst kürzlich mit der Verpflichtung von Eric Reed II (25 Jahre – SG – 1,85 m) reagiert. Der US-Amerikaner stieß Anfang November zum Team, nachdem sich die Veolia Towers Hamburg von ihm getrennt hatten. Nicht mehr im Team ist Michael Flowers. Der US-Amerikaner hatte um die Auflösung seines Vertrages gebeten.
Mit Michael Weathers hatten die Heidelberger in der letzten Saison einen Top-Transfer gelandet. Der US-Amerikaner, der zuvor in der ersten österreichischen Liga gespielt hatte, war gemeinsam mit DJ Horne der Taktgeber im Spiel der Academics. In dieser Saison bekommt Michael nun Unterstützung von Marcus. Sein drei Minuten jüngerer Zwillings-Bruder trägt in dieser Saison ebenfalls das Jersey der Heidelberger. Marcus Weathers (28 Jahre – PF – 1,99 m) spielte in der zurückliegenden Saison in Polen für Trefl Sopot. In seinen ersten BBL-Partien steuerte er 9,0 Punkte und 5,0 Rebounds für die Academics bei. In der Champions League hat er nach vier Spielen durchschnittlich 10,5 Punkte und 6,0 Rebounds erzielt.
„Das ist nun das dritte Do-or-Die-Spiel in dieser Saison das für uns ansteht. Natürlich wollen wir es nach der Niederlage zuletzt gegen Frankfurt nun besser machen, aber das Spiel gegen Heidelberg ist eine schwierige Aufgabe“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Sie spielen anders als viele andere Mannschaften, denn sie haben sehr viel Bewegung in ihrem Spiel, auch mit dem Ball. So machen sie es einem schwierig, in der Verteidigung immer 24 Sekunden fokussiert zu bleiben. Ich hoffe, dass wir aus unseren schwachen Angriffen im Spiel gegen Frankfurt gelernt haben und offensiv bessere Entscheidungen treffen, um uns so für das TOP FOUR qualifizieren zu können. Gerade aber natürlich, weil es zuhause ist, ist es ein großes Spiel für uns. Deshalb hoffen wir, dass viele Fans den Weg in die Halle finden und wir es dann schaffen, unseren Fans eine gute Leistung zu präsentieren.“
